… und Technologie
“Ich habe Gott sei Dank Leute, die für mich das Internet bedienen.”
Michael Glos, Bundesminister für Wirtschaft und Technologie
“Ich habe Gott sei Dank Leute, die für mich das Internet bedienen.”
Michael Glos, Bundesminister für Wirtschaft und Technologie
Und solche Leute treffen Entscheidungen über die Zukunft dieses Landes…
Soviel zum Thema Kompetenz – Ob er sich mangels elementarer Grundkenntnisse dann auch anständigerweise im Kabinett bei Abstimmungen über Wolfgang-ich-bin-anständig-Schäubles Schnüffelprojekte der Stimme enthält?
Alle wissen nichts. So kommen mir unsere Bundesminister langsam vor.
Peinlich, aber irgendwie doch normal:
http://unkreativ.twoday.net/stories/3452450/
Das trifft wohl leider auf die Mehrheit unserer Volksvertreter zu. Denen sollte man Grundkenntnisse zwingend vorschreiben. Vielleicht merken die dann mal, was sie in ihrem Unwissen anrichten.
Die Formulierung ist sicherlich unglücklich. Mir ist es aber lieber, wenn auch Minister eigene Kenntnisslücken wahrnehmen und sich dazu bekennen ("ich weiß, dass ich nichts weiß."), als solides Viertelwissen mit Vorurteilen verwurschteln.
Also das einzige was der Äußerung zu entnehmen ist die Tatsache, das Herr Glos das Internet nicht selbst unmittelbar nutzt sondern seine Mitarbeiter ranlässt.
Aber das heißt doch nicht das er das nicht kann. Mal wieder ein bischen viel Spekulation.
Und ich gehe davon aus das es auch nicht Aufgabe eines Ministers sein muß im Internet selbst wie auch immer aktiv zu sein – die Homepage des Ministeriums zählt sicher nicht zu seinen Aufgaben.
Und Recherche wurde schon immer delegiert – auch für Volksvertreter habe der Tag nur 24 Stunden.
@7
Ein Minister für Technologie, der sich noch von seinen Kindern in das Internet einweisen lassen will?
Ich glaube, mit Recherche hat das nicht mehr viel zu tun. Das ist ein Problem des Alters, denke ich. Und das wirft die Frage nach der Qualifikation für seinen Job auf. Wie war der Spruch? Müller, bleib bei Deinem Schrot?
Ist auch gut so. Stellen wir uns vor der Minister findet <a href="http://www.turnofftheinternet.com/" rel="nofollow">diesen Knopf</a>. Dann wäre es vorbei mit der Bloggerei (und den Killerspielen, Pornos, Bombenbastelanleitungen und der Terroristenuniversität). ;-)
seitdem ich regelmäßig diesen blog lese, hat sich meine gesamte weltanschauung stark verändert.
mfg
Was genau soll denn Herr Glos im Internet machen können sollen?!
Es reicht doch völlig, wenn er über die Möglichkeiten des Internet Bescheid weiß. Ob er nun noch eine URL in die Brwoserzeile eingeben kann, einen Flug bei AirBerlin buchen kann, über Google eine x-beliebige Infromation finden kann oder in irgendeinem unwichtigen Blog einen unwichtigen Kommentar abgeben kann, ist doch völlig unerheblich. Mehr können übrigens 90% der Internet-User auch nicht…
Oh Gott – ich darf gar nicht darüber nachdenken, welche Beträge solche Minister Monat für Monat an Honorar einstreichen.
Hmm, das Zitat ist ziemlich aus dem Zusammenhang gerissen. Wörtlich sagt er:
"Das Handy bedienen is schon viel. Ich hab Gott sei Dank Leute, die für mich das Internet bedienen. Und ich hab sehr talentierte Kinder auf dem Gebiet, die werden mich schon noch ein Stück einweisen."
Ergo: Der Glos hat echt null Plan vom Internet, ich bin gespannt, wann er es für nötig erachtet sich "einweisen" zu lassen.
Gute Nacht Deutschland!
@8:
Qualifikationen sind für Ministerämter und/oder Mandatsträger absolut irrelevant. Sicherlich macht sich ein Geschichts- oder Jurastudium nicht schlecht, aber auch ungelernte Menschen dürfen zu Amt und Würden kommen. Das bekannteste Beispiel dafür war jahrelang Deutschlands beliebtester Politiker. Von daher muss Herr Glos wirklich keine Ahnung vom Internet haben.
aber für die datenautobahn ist doch der verkehrsminister zuständig, damit muss sich ein technologieminister doch auch gar nicht auskennen ….
Hat vielleicht einer der Schlaumeier hier schonmal daran gedacht, dass es weitaus(!!) mehr technologische Bereiche gibt als das Internet? Darüberhinaus ist er nicht Technologie-Minister, sondern Minister für Wirtschaft(!) und Technologie. Er muss also gar nicht wissen, wie die einzelnen Techniken funktionieren, er muss nur wissen, welches Potential sie haben, wie erfolgreich sie für das Land sein könnten etc. Das sind typisch kaufmännische Überlegungen, kaum technische!
Nachdem sich ja viele so gut auszukennen scheinen, was man als Minister für Wirtschaft und Technologie so zu tun hat, so erklärt doch auch mal, wofür es für den Minister von Nöten sein sollte, ein geübter Websurfer zu sein? Soll er sich mit der Angie ein paar Pornoseiten reinziehen? Ein wenig auf Flirtseiten als 17-Jähriger Junggeselle rumgurken?
Ehrlich gesagt bin ich froh darüber, dass ein Minister besseres zu tun hat, als sich über so einen Firlefanz Gedanken zu machen.
“Ich habe Gott sei Dank Leute, die für mich das Internet bedienen.”
Michael Glos, Bundesminister für Wirtschaft und Technologie
http://de.wiktionary.org/wiki/bedienen:
[1] jemandem Dienste leisten
[2] den Gang von etwas steuern und überwachen
…
[5] reflexiv: eine Sache, eine Leistung nutzen oder gebrauchen
1, 2 oder 3 – Die letzte Chance vorbei!
Mein erster Gedanke war auch: Wir bezahlen ihn nicht, damit er surft und sich seine Pizza online selbst bestellt. Dazu ist seine Zeit zu teuer.
Doch dann ist da wieder das Ding mit dem Volksvertreter. Er soll mich vertreten. OK, in diesem Fall kann er das nicht, andere Partei, andere Religion, anderes Alter, andere Sozialisation.
Aber er könnte zumindest zum Teil die Welt teilen, wie ich sie erlebe. Allein um mitreden zu können und mal einen Moment auf meiner Augenhöhe zu leben.
Will er nicht, muss er auch nicht. Daher habe ich ihn auch nicht gewählt, Gott sei dank.
das schlimme ist, er findet das witzig.
@16:
Tatsächlich hat Herr Glos in seiner Eigenschaft als Minister einiges mehr zu tun. Ob er aber für irgendetwas davon durch seine Meisterprüfung im Müllerhandwerk besondere Vorkenntnisse und Befähigungen mitbringt, entzieht sich meiner Kenntnis.
Natürlich erwartet niemand, dass er ein geübter Websurfer ist, ein wenig Kenntnis über und vielleicht auch etwas Erfahrung mit diesem Massenphänomens dürfte man allerdings erwarten. Schließlich ist dies eine der Technologien, die er zwar nicht verstehen muss, aber immerhin erleben kann, um seine "kaufmännischen" Entscheidungen für unser Land zu treffen.
@16
Lieber Peter,
ich finde toll, wie Du ihn in Schutz nimmst. Nur leider völlig am Thema vorbei, denn egal ob ich es aus der Sicht des Wirtschaftsentscheiders oder der des Technologiebewerters sehe: Jemand der in der heutigen Zeit durch die Bedienung eines Mobiltelefons an den Rand seiner kognitivien Fähigkeiten zu gelangen scheint und die "Schlüsseltechnologie" des 21. Jahrhunderts anderen überläßt, hofft das seine Kinder (!) ihm beratend zur Seite stehen, ein solcher jemand darf in meinen Augen keine Entscheidungen zum Wohle des Volkes treffen. So er das denn könnte.
Wieso eigentlich "bedienen"? Seltsame Wortwahl. Bediene ich das Telefonbuch, wenn ich dort eine Nummer suche? Bediene ich einen Prospekt, wenn ich etwas kaufen will? Bediene ich das Papier, wenn ich einen Brief schreibe? Mir scheint, der Glos verwechselt das Internet mit einem Zuse Z1.
@1: Und solche Leute treffen Entscheidungen über die Zukunft dieses Landes…
Eher nicht. Minister sind lediglich diejenigen, die für den Mist ihrer Staatssekretäre und Referenten in den Talkshows die Prügel der Opposition einstecken. Kompetenz ist da eher hinderlich. Sie stört auch beim seit langem gepflegten Miteinander zwischen Ministerialbürokratie, Fachgremien und den sie
beratendenbeeinflussenden Lobbyverbänden.Das Einzige, was von Ministern erwartet wird ist, dass sie die vorformulierten Pressestatements halbwegs unfallfrei ins Mikrofon bringen und beim Händeschütteln in die Kamera schauen.
Also, ich melde mich hiermit freiwillig als neuer "Minister für Datenkommunikation" … als Staatssekretär im Ministerium nehme ich dann Udo Vetter mit! :)
Geld kassieren für "nicht wissen" können wir beide auch – nicht wahr, Herr Vetter??? ;)
@14 L-Roy ja so gesehn stimmt es.
Es wäre ja ziemlich undemokratisch wenn nur Wirtschaftsinformatik Studenten mit starkem Jurainteresse – wie ich – Minister für Wirtschaft und Technologie werden dürfen. Dann könnte man auch weiterspinnen und sagen nur TopManager von X (bitte persönlich geschasssten Konzern einfügen) haben es unter Beweis gestellt ein Unternehmen und damit einen Staat erfolgreich führen zu können, alle anderen dürfen nicht.
Politiker sollen doch eigentlich nur Diskussionen führen die Experten oder Leute nicht unter sich ausmachen können, da auch andere Bereiche oder Leute außerhalb des Themas betroffen sind. Sich mit jedem Firlefanz – wer hat allein in diesem Thread von ERP Ahnung? – zu beschäftigen, ist wohl kontraproduktiv.
Wenn das Internet von der Politik mehr spzezielles Interesse bräuchte müsste ein eigener Informationsministerium geschaffen werden. Dieser Minister müsste dann schon etwas besser informiert sein.
@ 16
dann hältst du es sich auch für völlig irrelevant, ob der mann in der lage ist ein telefon zu bedienen!? ob er weiss, wie man ein auto oder einen toaster bedient? ob er weiss, wie man einen brief frankiert oder adressiert?!
muss er doch eigentlich gar nicht wissen. er hat doch einen assistenten fürs mobiltelefon, eine ehefrau für den toaster, eine sekretärin fürs briefeschreiben und mails ausdrucken.
aber ehrlich gesagt hätte ich schon gern einen richtigen menschen als minister und nicht einen autisten. jemanden der – anders als schäuble begreift, was für intime daten auf manchen festplatten schlummern.
@ 21 "Jemand der in der heutigen Zeit durch die Bedienung eines Mobiltelefons an den Rand seiner kognitivien Fähigkeiten zu gelangen scheint" Ich bin 20 Jahre alt. und trotzdem bin ich teilweise schon nocht mehr in der Lage, ein
modernes Mobiltelefon zu bedienen, da mein "handys" schon seit mehr als 4 Jahren im Betrieb ist, und für meinen Zweck (telefonieren)ausreicht.Bei neueren "handys" aus meinem Bekanntenkreis habe ich schon Probleme gehabt die Dinger auch nur einzuschalten, geschweige denn mit den Teilen zu telefonieren.
Ich mache daher eine Eignung als Ministerpräsident nicht an der Befähigung ein Mobiltelephon zu bedienen oder im Netz zu surfen fest. Es gibt wahrlich wichtigeres!
@ 7
" … Also das einzige was der Äußerung zu entnehmen ist die Tatsache, das Herr Glos das Internet nicht selbst unmittelbar nutzt sondern seine Mitarbeiter ranlässt…"
Dann müßte er aber nicht Gott danken, sondern seinem Arbeitgeber, der Bundesrepublik Deutschland oder meint unser Bundesminister für W. & Technologie seinen häuslichen Bereich?!
@27
Ich möchte behaupten, dass Du in der Lage bist, mit allen aktuellen Telefonen zu telefonieren, ohne das Du das Gefühl haben wirst, es bringt Dich in Schwierigkeiten, oder?
Wir sprachen nicht von PDAs oder PIMs oder sonstwas ;-)
Generell ist das ganze nur ein weiteres Beispiel dafür, daß man problemlos damit kokettieren oder sogar damit angeben kann, einfachste (technische) Dinge nicht zu können. Manche mögen sowas sympathisch finden, ich finde es einfach nur dumm.
@23 (A. John)
> Das Einzige, was von Ministern erwartet wird ist, dass sie die
> vorformulierten Pressestatements halbwegs unfallfrei ins Mikrofon
> bringen und beim Händeschütteln in die Kamera schauen.
Als Diktator würde ich das so sehen, in einer Demokratie sollte ein
Minister am Gesetzgebungs-Verfahren mitwirken.
Ob er dazu selbst die Kompetenz hat oder Experten mit ins Boot
nimmt, ist seine Sache.
Vermutlich lassen sich ohne grundlegende Internet-Kenntnisse jedoch
nicht mal die Experten-Informationen verstehen. Ohne mal Berge von Spam-Mail bearbeitet ("bedient"??) zu haben lässt sich nicht wirklich verstehen, warum es eine Regelung dazu braucht.
Die wesentlichen Skills eines Ministers — auch wenn wir das selten
wahrhaben wollen — sind die zur Bedienung der Medien-Klaviatur und
die praktischen Kenntnisse in Sachen deutsche Behörden, Vereine usw.
Pragmatismus ist Bundesdeutsche Politik-Realität.
Fachkenntnisse stehen an letzter Stelle. Oder wie sonst kann eine Person von einem Ministerium ins andere wechseln?
Da das hier ja das lawblog ist, habe ich gerade mal nachgesehen, was denn die letzten 15 Bundesminister der Justiz von Beruf waren: Und…oh Wunder es waren Juristen.
Mag daran liegen, dass sowieso nur Juristen im Bundestag sitzen…
Aber dann könnte man in Zukunft ja auch einfach mal einen Lehrer auf diesen Posten setzen.
Ach Leute, Juristen sind nicht wirklich besser…
Ich bin vor einiger Zeit einem Seniorpartner für Wettbewerbsrecht aus einer größeren Stuttgarter Sozietät begegnet, der freimütig bekannte, nicht zu wissen, wie Google funktioniert und was ein Google-Ranking ist.
Peinlich. Peinlich. Solche Leute sollte man direkt nicht wiederwählen!
Man erinner´
"Bundesminister für Wirtschaft und Technologie"
Ich finde die Aufregung reichlich übertrieben. Fragt doch mal die Vorstände der DAX-Unternehmen, wieviel Zeit sie im Internet verbringen.
Die haben wichtigeres zu tun!
Nur weil sich die ganzen Tekkies nich vorstellen können, mal einen Tag ohne Computer zu verbringen, kann das manchmal ganz spannend sein.
(Das BmWi ist u.a. auch zuständig für Kernergie, wann hatten wir nochmal den letzten Physiker als Minister?)
Das ein Minister keine Ahnung von seinem Ressort hat ist normal. Das er es auch noch zugibt, ist peinlich.
Würden Politiker nach ihrem Können bezahlt und nicht nach der Wortgewalt, dem öffentlichen Auftreten mit Händen in der Hosentasche…
Dann müssten ca. sechssiebtel der Damen und Herren im Bereich unter Hartz IV leben müssen.
@ 30 (Jan)
Es ist nicht auszuschließen, dass er – mit seiner Unfähigkeit kokettierend – besonders sympatisch wirken und punkten möchte, sich dabei aber wohl unbewußt dümmer anstellt als ein Großteil seines Wahlvolkes, nicht nur seiner Kinder.
Von einfachen technischen Dingen versteht er als Technologieminister zugegebenermaßen nichts, ob auch wirtschaftliche Fragestellungen an ihm in seiner Funktion als Wirtschaftsminister abprallen, möchte ich fast annehmen.
Bleibt also seine oft gerühmte Fähigkeit als engagiertes Sprachrohr der deutschen Wirtschaft …
@ 32 Peter: … und -innen, wobei zumindest in einem Fall ihre Inkompetenz nur noch von ihrer Arroganz übertroffen wurde – Was aber (leider) reichte, um die umfangreichsten Gesetzesänderungen seiit Gründung der BRD gegen jeden sachverständigen Rat durchzudrücken.
Das schlimmste bei solchen Aussagen ist ja immer, das die "Regierungsexperten" von nix 'n Ahnung haben und die Minister dennoch lieber auf die hören als auf die "echten" Fachleute und Wissenschaftler.
@32 (Peter)
Fragen Sie mal Prof. Pfeiffer vom KFN, was er zu den Änderungen sagt die er als Justizminister angestellt hatte. Der fasst sich heute an den Kopf was für Sch… er da gemacht hat.
Wählerstimmen fällt da öfter auch mal vor Fachwissen, selbst wenn der Minister sowas haben sollte.
Wie ist das eigentlich mit Leuten, die Gesetze bezogen auf das Internet verfassen? Haben die jemanden, der ihnen das erklärt? … rein rhetorische Frage …
@42, ja klar. Nur waren die vermutlich selber noch nie im Internet. So kommts mir nämlich manchmal vor…
Es tut mir leid, aber ihr Deutschen habt _definitv_ ein Problem mit der Landesregierung!
Viele Politiker haben in ihrem Büro keinen Computer. Na und?
@44 (HH)
Minister Glos ist Minister der Bundesregierung. Die 16 teilsouveränen Länder haben jeweils eine eigene Landesregierung. Souveränität besitzen die Länder beispielsweise beim Jugendstrafvollzug, deren gesetzliche Grundlagen sich doch erheblich unterscheiden. Wenn der Bund die Gesetzgebungskompetenz hat bricht das Bundesrecht natürlich das Landesrecht. So ist beispielsweise die Todesstrafe in der hessischen Verfassung noch verankert, wird aber vom Grundgesetz der Bundesrepublik gebrochen. Das StGB und die StPO sind Bundesgesetzgebungen.
Problematisch wird es m.E. natürlich wenn ein strafgefangener Jugendlicher von einem in ein anderes Bundesland verbracht wird, weil dann die bisherige Arbeit nichtig gemacht werden könnte. Solche Warnungen zum Trotz machen die Landesregierungen meist nicht den Eindruck das sie an den unterschiedlichen Gesetzgebungen etwas ändern wollen. Bundesministerin Zypries macht auch nicht sonderlich den Eindruck als ob sie an der Lösung des Problems interessiert sei, sie möchte lieber das die Sicherungsverwahrung auch bei Jugendlichen ab 14 angewandt werden kann, was doch irgendwo krass im Gegensatz zum Erziehungscharakter dee Jugendstrafgesetzgebung steht. Aber auf diesem Weg befinden wir uns ja eh schon lange.
Deutschland ist halt kompliziert. ;o)
@45 (Gerhard), ahja? Man lernt nicht aus. Meine Erfahrungen sind da aber ganz andere. Nach meinen Erfahrungen haben die zumindest in Berlin und in ihrem Wahlkreisbüro einen PC.
Ich bin davon überzeugt, dass Minister Glos mit seinen Defiziten unter den Kollegen nicht allein ist. Vermutlich kann man auf das Internet gut verzichten. So wie auf Fernsehen, Radio, Zeitungen, Bücher, Mobiltelefone, Autos usw. Das heisst m. E. nicht einmal, dass man die Dinge nicht kennt, die man nicht verwenden will oder kann. Schließlich kann so ein Verzicht oft gut begründet werden. Schwerer wiegen für mich andere Defizite. Z. B. kann man Herrn Glos und seine Kollegen ja einmal fragen, wieviele Nullen wohl eine Milliarde hat. Da kam es vor Jahren schon zu recht eigenwilligen Antworten und heftigen Reaktionen und es ist kaum anzunehmen, dass sich daran viel geändert hat. Politiker, die ständig mit Zahlen hantieren, das Geld der Bürger in großem Stil umverteilen, ohne zu wissen, um wieviel es jeweils geht, finde ich überflüssiger, als solche, die sich dem Einsatz moderner Techniken teilweise verweigern. Ich finde es auch nicht schlimm, wenn ein Müllermeister Minister wird. Im Gegenteil! Wenn ich mir die Ausbildung anderer Minister/Politiker ansehe, so kommen mir gelegentlich mehr Zweifel, ob sie dadurch für ihr Amt besonders geeignet sind. Aber vielleicht hätte Glos ja mit Seehofer tauschen sollen.
Lustige Kommentare. Da geifern hier ein paar Leute, daß der Minister keine Ahnung von seinem Job hätte, um damit letztlich doch nur zu zeigen, daß sie selbst keine Ahnung davon haben, was ein Minister zu tun hat.
Manche schreiben (und meinen das vielleicht ernst), daß so ein Wirtschaftminister schließlich für uns alle wichtige Entscheidugen treffen würde. Was sind das denn für Entscheidungen?! Und kann ein einziger der ganzen Schlauberger mir mal bitte sagen, welche dieser Entscheidungen auch nur am Rande mit dem Internet zu tun hat?! Und warum es hilfreich wäre, wenn der Minister für eine solche Entscheidung weiß, wie man eine URL in die Browserzeile eingibt?!
Wirklich lachen musste ich aber, als sich einer der Kommentatoren auch noch darüber aufregte, daß der Minister doch ach so viel Geld für seinen Job bekäme. Wie süß!
Gott sei dank habe ich ja jemanden der für mich wählen geht…
Soso, da hat der feine Herr Glos als jemand der für ihn das Internet bedient. Getreu der alten Weisheit: Lass' die Finger von Maschinen die du selbst nicht kanst bedienen. Eigentlich ganz clever, jemande ran zu lassen der sich damit auskennt – vieleicht sollte er noch jemanden finden der für ihn Politik macht, dann wäre ja wieder alles im Lot…
@ 48 (Peter.M)
" … Was sind das denn für Entscheidungen?! …"
Der Herr Glos sitzt mit vollem Stimmrecht an einem Kabinettstisch, an dem alle Ressorts – nicht nur seines – vertreten sind und Entscheidungen der Regierung, deren Teil er ist, zu allen dort anstehenden Sachfragen aller Ressorts getroffen werden …