Nazi-Greuel nicht bestätigt
Die Gerüchte um Nazi-Greuel an Patienten eines ehemaligen Krankenhauses im sauerländischen Menden-Barge brodelten seit einem halben Jahr heftig, jetzt sind sie widerlegt. “Wir haben im Laufe unserer umfangreichen Ermittlungen keine Hinweise auf Tötungen von Kindern und Erwachsenen in den letzten Monaten des Dritten Reiches gefunden”, stellte gestern der Dortmunder Oberstaatsanwalt Ulrich Maaß fest.
Er und eine Kommission des Landeskriminalamtes hatten vor einem halben Jahr ihre Nachforschungen begonnen. Und standen dabei unter öffentlichem Druck. Eine angebliche Zeit-Zeugin hatte berichtet, im Krankenhaus Wimbern seien 1944/45 Menschen „wie Fliegen“ gestorben und hatte damit Spekulationen um Euthanasieopfer auf zwei Grabfeldern des katholischen Friedhofs ausgelöst.
Vor einem Untersuchungsrichter aber widerrief die Frau ihre Angaben. Das genügte der Kommission nicht, mit kriminalistischer Kleinarbeit und wissenschaftlichen Gutachten schloss sie jeden Verdacht aus. Aus einem Polizei-Hubschrauber waren spezielle Luftaufnahmen des Friedhofes gemacht worden, die mit alten Aufklärungsfotos der Alliierten aus den Jahren 1943 bis 1945 verglichen wurden.
Die Lage der anonymen Gräber war nicht verändert worden – die Ermittler wussten, wo sie zu suchen hatten. Die Knochen und Skeletteile von 34 Leichen wurden im rechtsmedizinischen Institut der Universität Düsseldorf untersucht. Hier konnten Todesursachen und Todeszeitpunkte, das Geschlecht und das grobe Alter bestimmt werden. „Es gab keine Hinweise auf Tötungen!“, sagte der Staatsanwalt gestern.
Auch die Vernehmungen von 129 Zeugen ergaben keine Anhaltspunkte für Straftaten. Das Fazit von Ulrich Maaß: „Sogar die Identifizierung der Leichen ist nachträglich gelungen. Der Rechtsfriede sollte wiederhergestellt sein!“ Die sterblichen Überreste wurden in der vorigen Woche beigesetzt, heute wird es in Menden eine Gedenkfeier geben. (pbd)
hoffentlich bekommt die Sch***e, die einfach mal so einen Mist behauptet hat eine ordentliche Rechnung. Immerhin kostet so eine Ermittlung ziemlich viel Geld, das eigentlich nicht der Steuerzahler zahlen sollte.
Stimme meinem Vorredner zu. Will gar nicht den genauen Schaden wissen…
Aber immerhin können die Gerüchte aus der Welt geschafft werden
@1, @2:
Das Aufklären von Verbrechen gehört immer noch zu den Aufgaben eines Staates (auch wenn sich die Hinweise im nachhinein mal nicht bestätigen). Dafür müssen auch die Mittel bereitgestellt werden, und zwar durch den Steuerzahler.
Wem das nicht passt, der kann ja auswandern (nach Nigeria) oder versuchen, den Rechtsstaat abzuschaffen. Parteien gibts ja genug, die das wollen.
nicht befriedigend
1) in welchem Zeitraum starben die Menschen?
2) ist es überhaupt möglich nach so langer Zeit Zyklon B nachzuweisen?
3) Woran starben die Menschen?
mir scheint es sind noch ein paar Fragen offen. Dies mit dem Thema "Geld" abzutun ist ein wenig beschränkt. Meiner persönlichen Ansicht nach leben wir in einem reichen Land, in dem lediglich die Verteilung des Reichtums schlecht verteilt ist.
mfg
Dreystein
@3:
Die Frau hat aber offenbar gelogen – aus welchen Gründen auch immer.
Deshalb hat sie ja auch vor dem Richter wieder alles zurückgezogen.
Und der Staat hat die Aufgabe, Verbrechen aufzuklären. Keine Frage.
Vortäuschen einer Straftat ist aber auch ein Verbrechen.
Wem das nicht passt, der kann ja einfach so Leute im Internet beleidigen. Das machen ja schon genug.
@4
können Sie lesen?
es konnten sowohl Todeszeitpunkte als auch Ursachen bestimmt werden.
Selbst wenn es nicht möglich wäre, noch Zyklon B nachzuweisen, dann ist das doch egal. Man stirbt nur einmal und wenn man schon an etwas anderem gestorben ist, dann sicher nicht nochmal an Zyklon B
Aber Hauptsache irgendeinen Scheiß schreiben
@6: Hätte pbd beim Umschreiben der Polizeipresse besser aufgepasst, dann wäre ihm nicht die Mitteilung eines Sprechers der Bezirksregierung Arnsberg entgangen.
Der sagte nämlich, dass die (wirklich) Todesursache keineswegs geklärt sein (sondern nur die Aktenlage ermittelt wurde).
Zitat: "Wenn man weiß, dass 70 Prozent des Wimberner Klinikpersonals in der Partei war und hier braune Schwestern arbeiteten, kann man sich vorstellen, dass es ein Kind mit Wasserkopf schwer hatte", so der Sprecher der Bezirksregierung zur DPA.
Vermutungen sind keine Beweise! Wer auf Grundlage von Vermutungen Urteile fällen möchte, der soll nur aufpassen, dass man nicht eines Tages selbst auf Grundlage von Vermutungen verurteilt wird.
"braune schwestern" – in kombination mit "kann man sich vorstellen" zeichnet das kein gutes bild vom herrn bezirksregierungssprecher.
So eine Geldverschwendung sollte den Verantwortlichen doch ganz extrem peinlich sein. Warum wird ein solcher Aufwand auf eine bloße Vermutung hin gemacht, die dann auch noch widerrufen wurde? Noch dazu hätte die Untersuchung höchstens noch für Ahnenforscher Bedeutung gehabt – aktiv Beteiligte sind doch mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit nicht mehr am Leben. Wenn man also niemanden mehr bestrafen kann, sondern nur noch Aufklären (ist das nicht Aufgabe von Historikern?), warum lässt man die Toten dann nicht einfach tot sein?
Wimbern ist Teil der Gemeinde Wickede.. dort steht das gar nicht so ehemalige Krankenhaus… (ich wurde dort vor über 26 Jahren geboren) Im zu Menden gehörenden Barge befindet sich lediglich der Friedhof
@Simon Columbus
Mord verjährt (zum Glück) nicht. Und eine damals 20jährige Krankenschwester wäre jetzt 83, das ist noch lange kein Fall für Archäologen!
@7: "Hätte pbd beim Umschreiben der Polizeipresse…"
Ihr Unterstellung ist ja schon bösartig und reicht bis zur Verleumdung.
Wenn Sie schon die Behauptung aufstellen, eine Nachrichtenagentur habe lediglich eine Polizeimeldung umgeschrieben, dann liefern sie die Beweise dazu.
Und: Stehen Sie mit Ihrem vollem Namen dafür gerade.
@10: "Geldverschwendung"
Stellen Sie sich doch bitte mal nur einen Moment lang vor, bei diesen behaupteten NS-Verbrechen wäre nicht ermittelt worden…
Die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen. In einem Radiointerview hat der Polizeisprecher des Landkreises noch einmal darauf hingewiesen, dass noch nicht alle Unklarheiten beseitigt seien. So sind z. B. die Kinderleichen (und um diese handelt es ich fast ausschließlich) sehr eng neben- und teilweise übereinander bestattet worden. Auch seien alle Ermittler bei Befragungen der Bevölkerung auf eine Wand des Schweigens gestoßen. Ich weiß nicht, ob man das wirklich nur auf die lange Zeitspanne schieben kann, die seit den Geschehnissen damals vergangen ist. Vielleicht ist die Frau, die das alles mit ihrer ersten Aussage angestoßen hatte, ganz einfach ein wenig "ausgegrenzt" worden in ihrem Städtchen? Man weiß doch, wie sowas läuft; sie hat schließlich ihrem Ort "erheblichen Schaden" zugefügt. Ich bin sicher, daß die meisten Einwohner dort so denken – und ihren Missmut an der guten Frau ausgelassen haben, bis diese schließlich alles widerrufen hat. So ist das nun mal auf´m Dorf…
Wie auch immer die Sache ausgehen wird, bzw. ob man jemals erfahren wird, was genau damals geschehen ist – in diesem Zusammenhang mit dem Begriff "Geldverschwendung" um sich zu werfen, halte ich – wie auch ein paar andere Leute hier – für ein ziemlich schlechtes Benehmen, um es mal dezent auszudrücken.
es macht natürlich enormen sinn gegen einige 85+ jährige krankenschwestern zu ermitteln, die selbst bei positiven ergebnissen warscheinlich nicht angeklagt werden können. Könnte man nicht noch irgendwie ne dna-Analyse mit einbauen ?
Verjährt Mord in Deutschland? Warum wurde überhaupt so massiv durch die Staatsanwaltschaft ermittelt?
Richtig, weil Mord nach deutschen Recht nicht verjährt. Eine Maßnahme, die man übrigens extra zur Verfolgung von Verbrechen im Dritten Reich eingeführt hatte, damit diese Leute sich nicht straffrei einfach ins "hohe Alter" retten konnten.
Sinn macht es sehr wohl, alleine um einen "Mörder" auch Mörder nennen zu können! Natürlich wird keiner mit 85 Jahren noch ins Gefängnis kommen bzw. überhaupt angeklagt werden,aber für die Opfer wäre es ein Stück Genugtung, oder zumindest für die Angehörigen! Und was 60 Jahre verpasst wurde kann man ja wenigstens heute noch versuchen heraus zu bekommen!
@13, Andreas Bergkirchen:
Ihre Kritik an Kommentar Nr. 7 von h ist nicht ganz unberechtigt. Trotzdem möchte ich darauf hinweisen, dass h es doppeldeutig formuliert hat. Hat (laut h) pbd die Polizeipresse umgeschrieben (verfälscht) oder umschrieben (nur nicht wörtlich zitiert)? Ich weiß es nicht, es weiß nur h. Eine Klärung könnte das Ganze als Misverständnis entlarven.
Grüße!
@ 19: Na ja, für mich ist @ 7 doch sehr deutlich.
Da steht "beim Umschreiben". Und nicht etwa: bei der Umschreibung.
@ 13:
Es ist auch eine Form von Ewiggestrigkeit, sich immer nur an der Vergangenheit abzuarbeiten. Es gibt eine ganze Menge bessere Verwendungszwecke für das dort verschwendete Geld. Einen Gewinn hat von solchen Untersuchungen niemand außer dem Unternehmen, das sie machen darf.
@21: man kann fast immer Geld für was anderes verwenden und es wird sich immer jemanden der meint es wüsste wo man Geld besser für ausgeben könnte.
Wie wärs den mit der Abschaffung des Militärs?? Jetzt höre ich schon wieder die Aufschreie wie nötig das ist! Naja führt ja alles zu nichts:(
@9:
“braune schwestern” – in kombination mit “kann man sich vorstellen” zeichnet das kein gutes bild vom herrn bezirksregierungssprecher.
"Braune Schwestern" ist keine Polemik, sondern war (und ist) eine übliche Bezeichnung für Angehörige der NSV-Schwesternschaft.
@14:
Auch seien alle Ermittler bei Befragungen der Bevölkerung auf eine Wand des Schweigens gestoßen.
Reichlich tendenziöse Formulierung. Wenn einfach keiner weiß oder sich erinnern kann, was in dem Krankenhaus geschehen ist (was ja auch daran liegen könnte, daß dort gar nichts bemerkenswertes geschehen ist), dann macht man daraus eine "mauer des Schweigens" und es klingt so, als hätten die Leute etwas verbergen wollen.
Die Frau, die offenbar unhaltbare Behauptungen verbreitet hat darüber, wie dort Menschen "wie die Fliegen" gestorben wären – gehört die auch zur Mauer des Schweigens?
hmm ich frage mich auch wie "ein ganzes dorf" eine mauer des schweigens errichten kann, wenn es gesamt vieleicht noch 10 überlebende gibt die damals über 9 (schätzung)waren und was mit dem krankenhaus zu tun hatten ? warscheinlich waren davon noch 4 alzheimer-patienten, 2 sind weggezogen, eine halbseitig gelähmt und die letzten 2 mögen keine kameraleute :P
@19, NN:
Stimmt, da steht "beim Umschreiben". Aber da man das Wort "Umschreiben" verschieden betonen kann, bleibt mir die Intention von h immernoch verschlossen. Meinte h _Um_schreiben oder Um_schrei_ben? Da ich ersteinmal keinen verleumderischen Kommentar erwartete, verstand ich es so, dass h bemängelte, dass pbd nicht korrekt zitierte, sondern den Bericht der Polizei unzutreffent um_schrieb_.
Ich hoffe, es ist klar, was ich meine.
Ich lasse mich jedoch gern eines Besseren belehren (das ist ja das Schöne an einer solchen Diskussion); möchte dennoch einen Kommentar von h abwarten – wenn er noch kommt;-).
Grüße!
Ich bin wirklich schockiert darüber, dass hier tatsächlich von "Geldverschwendung" geredet wird. Da wird auf einem Friedhof ein, im wahrsten Sinne des Wortes, Haufen Leichen gefunden, viele davon Kinderleichen, Leichen von Behinderten, und niemand im Dorf kann sagen, wo die herkommen oder um wen es sich handelt, und Sie sind der Ansicht, man solle in diesem Fall "die Toten ruhen lassen". Das ist ganz, ganz platter Stammtisch, um es mal freundlich zu sagen. Sie sind wahrscheinlich auch der Ansicht, dass man nun endlich mal aufhören sollte, sich mit dem Nationalsozialismus zu beschäftigen, weil die Zeit ja vorbei ist und wir wichtigere Probleme haben, das drohende Tempolimit auf der Autobahn, oder so.
ja bin sogar der meinung das sich in schulen zuviel mit nationalsozialismus beschäftigt wird. Ich finde ein fach (geschichte) reicht dazu. Ich hatte in deutsch von der 5. bis zur oberstufe jedes jahr nen block darüber, in politik wurde es mehrfach thematisiert, in erdkunde, in biologie, ja sogar ich chemie wurde statt über die wichtigen punkte der chemie über die ig farben geredet….Es gab deutsche geschichte vor 1933 und es gibt sie nach 1945. Immerwieder in unterschiedlichsten fächern darauf gestossen zu werden wie verachtenswert "wir deutschen" doch sind hat bei mir einfach zu einer enormen abstumpfung gegenüber dieser zeit geführt. Ich fühle mich weder dafür verantwortlich, noch bin ich jemandem deshalb rechenschaft schuldig.
Wenn Sie (@25) ungeklärte massengräber suchen schauen sie doch mal auf friedhöfen nahe von großstädten, ich bin sicher auch dort wird man einen sprunghaften anstieg von toten zwischen 44 und 45 sehe können.
Und ich halte die aufklärung von aktuellen straftaten tatsächlich für wichtiger als behandlungsfehler oder beihilfe zum mord oder als was man es endgültig verhanden könnte wenn eine unter 20 jähige krankenschwester unter dem druck von SS-ärzten kinder nicht richtig versorgen konnte und eventuell eingeschläfter hat. Ich bin mir nichtmal sicher was ich ihn dieser Situation (vollkomme spekulation, ist mir klar) gemacht hätte.
scheinbar kann man sich im Unterricht gar nicht genug mit der Shoa auseinander setzen wenn sowas wie bei Ihnen dort herauskommt!
Aufklärung heutiger STraftaten?? Wieviel % der Morde werden den aufgeklärt? 90%, 95%,98% ?? Fast jeder Mord wird aufgeklärt in Deutschland und wie oben schon geschrieben wurde Mord verjährt zum Glück nicht!
sorry bei 26 der namen vergessen
hmm Die verwendung des wortes shoa in diesem zusammenhag ist interessant, denn damit wird die greuel der Nazi-Zeit auf die vernichtung von 6 mio Juden reduziert. Dabei finden die "anderen gestorbenen" (behinderte, pol. andersdenkende, Kriegsdienstverweigerer und nicht zuletzt Zwangseingezogene Soldaten & zivile Opfer) keine erwähnung.
Es ist Sicherlich einfach aus heutiger sich hinzustellen und alle die damals dabei waren zu verdammen, nur ob sich daraus die richtigen konsequenzen für die Zukunft ziehen lassen ?
Sie mögen ja moralisch und charakterlich so gefestigt sein und wissen sie hätten unter dem damaligen druck "richtig" gehandelt, ich kann es von mir nicht mit genügender sicherheit sagen um die leute für ihr handeln zu verdammen.
Es gab gute Gründe warum man damals in den nürnberger prozessen und ihren folgeprozessen nicht jeden der dabei gewesen war angeklagt hat. Eben weil viele nicht wirklich einen handlungsspielraum hatten.
All denen, die hier herumposaunen, man könne niemanden verurteilen, der vielleicht so gehandelt habe, wie man selbst in einer vergleichbaren Situation, sei dringend die Lektüre des sehr aufschlussreichen Buches „Täter. Wie aus ganz normalen Menschen Massenmörder werden" von Harald Welzer empfohlen.
http://www.amazon.de/T%C3%A4ter-normalen-Menschen-Massenm%C3%B6rder-werden/dp/3100894316/ref=pd_bbs_sr_1/302-0316187-3476058?ie=UTF8&s=books&qid=1174976017&sr=8-1
Da sind halt ein paar Behinderte gestorben – na und? Verhungert, gespritzt, gefoltert, oder einfach ihrer Lebensuntüchtigkeit erlegen – wen juckt`s heute noch? Sind doch eh nur ein paar Behindis. Heute gibt`s Wichtigeres. Mittel ausgeben für die Aufklärung eventuellen Behindertenmordes – pffft, man gibt ja nicht einmal welche aus zur Aufklärung der heutigen Menschenrechtsverstöße. Sind ja nur Behinderte.
Ist schon erhellend, was so eine "Behinderte" hier so ganz ungeschminkt zu lesen bekommt. Aber wir sind ja unter "uns". Soll das Mimöschen doch bei "Aktion Sorgenkind" mitlesen, da werden die dann glücklichbelogen.
Also das, was man hier teilweise zu lesen bekommt macht eindeutig klar, warum die NPD in Deutschland am Stimmen gewinnen ist.
Da bin ich wirklich froh, nicht in Deutschland zu leben und kein Deutscher zu sein.
Da ich in der Nähe lebe ist die Geschichte auch an mir nicht spurlos vorbei gegangen. Selbst nach etwas zweistündiger Recherche im Internet ist mir nicht klar geworden, woran diese Menschen denn nun wirklich gestorben sind.
Ohne weitere Quellen ist die Rede von vermuteten Nazi Verbrechen, aber auch von Amerikanischen Jagdfliegern, die Kinder als Zielscheibe benutzt haben.
Es ist erschreckend, wie viele Berichte man im Internet findet, die sofort NAZI Verbrechen anprangern. Dies bleibt dann leider als "harter Fakt" in den Köpfen der Masse hängen.
Ich selber sehe mich nicht in der Lage mir eine Meinung darüber bilden zu können.
Geldverschwendung sei dahingestellt.
Woran sind denn nun diese Menschen gestorben?
Bombenangriffe? Zivile Verletzte bei Kampfhandlungen?
Mir selber ist nur bekannt, dass sich hier im Vergleich zu anderen Gebieten die Kampfhandlungen eher im begrenzeten Rahmen geblieben sind.
Es gab einen Hauptmann Ernst, der als Befehlshaber einer Tigerpanzerkompanie mit der Heimatverteidigung beschäftigt war. Als der Ranghöchste Offizier, ein General in einer Luftwaffenkaserne in Iserlohn, nicht mehr anwesend war (Flucht oder Selbstmord keine Ahnung) entschied dieser Hauptmann sich mit seinen restlichen Leuten auf dem Schillerplatz in Iserlohn den Allierten (Amerikaner in diesem Falle) zu ergeben. Angeblich wurde durch Ernst und einen Polizeihauptmann somit Iserlohn und das Operationsgebiet seiner Truppe vor größerer Zerstörung bewahrt. Erst verstarb vor ein paar Jahren. Hätte diesen Menschen gerne kennen gelernt.
Aus eigenen Untersuchungen weiss ich aber, dass es sehr wohl Kampfhandlungen im Raum Menden, vornehmlich des Biebertals gegeben haben muss. Dies belegen Funde von Gewehrmunition und Panzerbrechender Munition.
Auch der Kampfmittelräumdienst war im Raum Hemer-Deilinghofen im letzten Jahr sehr aktiv und hat ein ganze Waldstück komplett geräumt.
Leider ist mir nicht bekannt, wer sich damit näher beschäftigt und wo man mal alle Informationen zusammentragen kann.
Leider wird man heutzutage schnell an den Pranger gestellt und wenn man aufgrund solcher Interessen von der Norm abweicht schnell bedrängt. Als wir die Panzerfaust bei der Polizei gemeldet haben, resultierten daraus Hausdurchsugen und andere Repressionen. Schade sowas.