28.3.2007

Internet: Vom ZDF besetzte Zone

ZDF-Intendant Markus Schächter möchte den Sprung ins Internet hinkriegen. Aber nicht allein durch interessante Programme, sondern mit einer gesetzlichen Regelung. Der Mann fordert allen Ernstes, dass die öffentlich-rechtlichen Sender Pflichtplätze auf Portalen erhalten. DWDL.de berichtet:

Neu ist das Konzept der “must found”-Regelung, die Schächter umreißt. Dies bedeutet, dass die Programme von ARD und ZDF auf der Startseite der jeweiligen Plattform angebunden werden sollen. Hinsichtlich der Distributionskosten verlangt Schächter eine gesetzliche Regelung, die den Rundfunkanstalten “faire und marktgerechte Preise” gewährleistet. Auch in punkto Verschlüsselung soll den öffentlich-rechtlichen Sendern kein Zwang auferlegt werden. Damit die Programme nicht nur verbreitet, sondern auch gesehen werden, soll den Plattformbetreibern auferlegt werden, die Programme auf Kanalplätze zu legen, auf denen sie “intuitiv, leicht und schnell” gefunden werden können.

Mein Gegenvorschlag zum Internetsozialismus: ARD und ZDF abschaffen, bis auf jeweils einen Infokanal für Radio und TV. Das ist genug Grundversorgung und spart blödsinnige Gesetze. Ach ja, und daneben auch viel Geld.

Bericht in der FAZ

53 Kommentare zu “Internet: Vom ZDF besetzte Zone”

  1. Geheimrat meint: (28.3.2007 um 10:23) AntwortenReply to this comment

    Da bleibt einem die Spucke weg. Hier soll offenbar die GEZ-Internetgebühr nachträglich legitimiert werden. Typisch deutscher Staatsrundfunk.

    Mein Gegenvorschlag: ARD und ZDF abschaffen, und zwar komplett, ohne einen Infokanal für Radio und TV. Und damit auch komplette Abschaffung der GEZ.

  2. Stefan meint: (28.3.2007 um 10:29) AntwortenReply to this comment

    die nachrichtenabteilung nach phoenix verschieben und alles ausser phoenix abschaffen.
    parlamentsberichtserstattung ist staatsaufgabe. "wetten dass" nicht.

  3. Heinz meint: (28.3.2007 um 10:37) AntwortenReply to this comment

    Grundversorgung durchsetzen, dafür eine Haushaltsabgabe einführen. GEZ abschaffen.

  4. stefan_k meint: (28.3.2007 um 10:48) AntwortenReply to this comment

    Ich will auch so einen tollen Kanalplatz im Internet! (Was meint der Mann nur damit?) (Ach so, der hat unseren Bundeminister für Wirtschaft und Technologie angerufen, der hat ihm das so erklären lassen :-)

  5. R.A. meint: (28.3.2007 um 10:59) AntwortenReply to this comment

    Also nicht nur die zuständigen Politiker, sondern auch die staatlichen Intendanten haben offensichtlich keinerlei Ahnung, was dieses Internet eigentlich ist, für das sie Gesetze fordern oder beschließen.

    Mich würde vor allem interessieren, was eigentlich ein "Portal" oder eine "Plattform" ist, wie sie diesem Herrn vorschwebt.
    Soll jede Homepage im Internet nun ZDF und ARD verlinken?

  6. mrg’ meint: (28.3.2007 um 11:06) AntwortenReply to this comment

    tolle rechtfertigung für die gez. mehr nicht. wer schaut sich schon so nen zwangs-müll an?
    ich werde mich weiterhin einer zahlung verweigern, als kleiner protest gegen das scheiß system!

  7. Regina Mueller meint: (28.3.2007 um 11:09) AntwortenReply to this comment

    Mit der naechsten Volkszaehlung koennten Zugangscodes zu einem Einkommenssteuer- und Stundenerfassungssystemen ausgeben werden, mit dem der Buerger seinen obligatorischen 1/2 stuendigen Konsum eines ör-Senders nachweist. Und wo man dabei ist, ein Q-Tipp fuer den freiwillen Abstrich zwecks vorzeitem unschuldsbeweis (und vaterschaftstest). Fingerabdruck und biometrische Daten liegen ja bereits vor…

  8. Malte meint: (28.3.2007 um 11:16) AntwortenReply to this comment

    Was ist denn hier mit "Plattform" oder "Portal" gemeint? Soll dann bei jedem Provider die jeweils erste http-Anfrage auf eine Zwangsseite umgeleitet werden?

  9. Christian meint: (28.3.2007 um 11:31) AntwortenReply to this comment

    Mir kommt da eine Ahnung: Kann es sein, dass der "kluge Kopf" hinter dieser Idee Internet-Zugänge nur über die "Portale" der entsprechenden Provider kennt – also diese "Startseiten", die dann voreingestellt sind bzw. die providerspezifischen "Browser"?

    Das wäre eine so erschreckend weltfremde Sicht der Dinge, da bliebe mir das Lachen im Hals stecken. Andererseits: Auf solchen Deppen-Seiten kann er gerne seinen Zwangscontent platzieren.

  10. Heinz meint: (28.3.2007 um 11:40) AntwortenReply to this comment

    In der Meldung weiter gelesen verzapft der Ahnungslose dann auch noch:

    >In technischer Hinsicht verlangt Schächter, die Betreiber der Plattformen gesetzlich zur Verwendung von offenen und diskriminierungsfreien Standards anzuhalten.

    Gerade das ZDF tut sich damit hervor, proprietäre Technologien zu verwenden, z.B. die Real und Windows-Media-Player als ausschließliche Video-Player anzubieten. Ich erinnere mich weiter, dass die immer noch bestehende Kooperation, soll ich sagen "Verflechtung?" mit Microsoft mal soweit ging, dass die URL zdf-msn.de oder so ähnlich hieß.

    Das mit den Portalen und Kanälen hat der Typ offensichtlich tatsächlich so gesagt – unglaublich! Und was meint er damit: (bitte die Meldung aufrufen)

    >Auch in punkto Verschlüsselung soll den öffentlich-rechtlichen Sendern kein Zwang auferlegt werden.

    Will er verschlüsseln oder nicht? User ausschließen oder Reichweite erhöhen?

    Die sind alle unfähig, jeden Tag aufs neue der Beweis. Ich halte diese Idioten nicht mehr aus.

  11. Heinz meint: (28.3.2007 um 11:48) AntwortenReply to this comment

    hier ist die erste Seite der Meldung (oben ist nur die zweite verlinkt):
    http://www.dwdl.de/article/news_10204,0.html

    @9 – ich glaube, genauso ist es.

  12. Thomas meint: (28.3.2007 um 11:51) AntwortenReply to this comment

    Mein Gegenvorschlag: Private abschaffen!

  13. Mathan meint: (28.3.2007 um 11:58) AntwortenReply to this comment

    @4 (stefan_k):

    Das ist doch klar, was er mit Kanal-Platz meint. Wissen Sie denn etwas nicht, wie das Internet funktioniert!?

    Zitat: "The Internet is not something you just dump something on. It's not a truck. It's a series of tubes,…"

    Die ganze Erläuterung hier: http://www.commondreams.org/headlines06/0715-06.htm

  14. Martin_mb meint: (28.3.2007 um 12:06) AntwortenReply to this comment

    Mit "Plattform" meint der wahrscheinlich Angebote wie z.B "Triple Play" bzw. "T-Home" von der Telekom.

    Der Herr möchte also eine gesetzliche Verpflichtung der Privatwirtschaft, seinen ach so werthaltigen "Content" zu verbreiten. Viel kosten darf es aber auch nicht, siehe die Forderung nach "fairen und marktgerechten" Preisen. (Den "Markt" im Zusammenhang mit den ÖR zu nennen zeigt sehr schön die Kernqualifikation eines ÖR-Intendanten: Es darf einem nichts zu blöd sein.)

  15. Hobbyjurist meint: (28.3.2007 um 12:11) AntwortenReply to this comment

    Die Stunde der Antidemokraten ist gekommen. Das Erschreckende ist: früher hätte man über solche Ideen nur gelacht, heute jedoch haben auch rechtsstaatlich absolut bedenkliche Vorstellungen durchaus eine Chance auf Verwirklichung (siehe innere Sicherheit, Hartz IV, etc.). Die BRD wird leider immer mehr zu einem Tollhaus.

  16. CH meint: (28.3.2007 um 12:33) AntwortenReply to this comment

    Auf meinem Monitor fehlen die Kanäle!

  17. dogfood meint: (28.3.2007 um 12:37) AntwortenReply to this comment

    Mit "Kanalplätze" meint Schächter die Unsitte die teils bei digitalen Receivern, teils in Kabelnetzen (z.B. Skandinavien) um sich greift, dass sich die Hersteller/Betreiber die "guten" Plätze bezahlen lassen. Theoretisch: RTL zahlt an den Receiverhersteller Geld dafür dass der Kanalplatz 1 fest und unveränderbar mit RTL belegt wird (siehe z.B. einige Technisat-Receiver, wo die Kanäle 100-199 bezahlt worden sind und nicht durch den User veränderbar sind).

    Re: Proprietäre Techniken
    Die BBC ist gerade beim Versuch gescheitert, eine nicht-prioprietäre Streaming-Lösung zu finden, die gleichzeitig soviel DRM enthält, wie sie per Gesetz bzw. Lizenz verpflichtet ist. Die BBC musste zum Windows Media Player 9 (oder 10?) greifen, der anders als die älteren WMPs und Real Players wirklich nur auf Windows zu haben ist. Dagegen ist das ZDF und die ARD richtiggehend sperrangelweit offen.

  18. Chris meint: (28.3.2007 um 12:41) AntwortenReply to this comment

    @12: Full ACK! So lange die "Privaten" (sowohl Radio als auch Fernsehen) so sind, wie sie zur Zeit sind, möchte ich auf das öffentlich-rechtliche Angebot in seiner jetztigen Form nicht verzichten.

  19. Anonymous meint: (28.3.2007 um 12:58) AntwortenReply to this comment

    @17 BBC – interessant. Gerade vor ein paar Tagen habe ich mich drüber geärgert, dass (Audio-)Inhalte bei der BBC (ich glaube) nur mit dem Real Player zu bekommen sind. Aber welche Lizenzen und Gesetze sind denn (in GB) bei _frei_angebotenen_ Downloads einzuhalten, die DRM vorschreiben? Das ist doch absurd (aber also möglich).

    @18 ich vermute im Post 12 sowas wie Ironie. Aber egal, es geht ja nicht wirklich darum, ARD und ZDF abzuschaffen, sondern sich gegen einen selbstherrlichen, sich ausbreitenden Komplex zu wehren, der sich herausnimmt, mir meine Mediennutzung (im Internet!) vorschreiben zu wollen und sich dabei aus meinen Taschen fast frei selbst bedienen kann und dabei von der Politik recht und Unterstützung bekommt.

  20. Simon meint: (28.3.2007 um 13:08) AntwortenReply to this comment

    Ich werde jetzt nicht in aller Breite erklären, welche rechtlichen Sonderprobleme Internet-Fernsehen aufwirft. Nur so viel: Diese Probleme existieren. Die Grundversorgung ist im Bereich des IP-Fernsehens nicht sichergestellt. Die alten vielfaltssichernden Maßnahmen (Must-Carry-Regelungen etc.) greifen nicht mehr, weil Internet-Fernsehen nicht linear funktioniert. Das heißt: Wenn die Idee des staatlich garantierten Qualitätfernsehens auch in den neuen Medien funktionieren soll, dann müssen neue Gesetze her. Nichts anderes hat Markus Schächter gefordert.

    Man kann mit Sicherheit darüber streiten, ob so etwas wie Grundversorgung in den neuen Medien überhaupt notwendig ist. Aber dann doch bitte mit etwas mehr Hintergrundwissen.

    (Übrigens: Die gesetzlichen Regelungen, die Schächter fordert, und die in der FAZ und hier so kritisiert werden, stehen teilweise schon seit einigen Jahren im Rundfunkstaatsvertrag, vgl. <a href="http://www.lfk.de/gesetzeundrichtlinien/rundfunkstaatsvertrag/abschnitt5.html#para53&quot; rel="nofollow">§ 53 RStV.</a>)

  21. ThK meint: (28.3.2007 um 13:17) AntwortenReply to this comment

    @20
    Danke für die Schneise des Wissens in das immer ausgeprägtere Lynchgebaren dieser Community.

  22. Thomas meint: (28.3.2007 um 13:35) AntwortenReply to this comment

    ARD und ZDF abschaffen?

    Okay, dann erübrigt sich die GEZ. Aber was ist die Alternative? RTL? Pro7? ntv? Oder gar 9live?

    Ich sehe ja nun nicht viel fern. Aber wenn, dann lande ich mangels erträglicher Alternativen immer wieder bei den öffentlich-rechtlichen. Und im Radio-Bereich ist es auch nicht viel anders.

  23. DieterK meint: (28.3.2007 um 13:42) AntwortenReply to this comment

    Ohne den Schächter-Vorschlag im Detail zu kennen:

    Hier geht es um das wichtige Prinzip der Plattform- oder Netz-Neutralität, die Trennung von Inhalt und Distribution.

    Ganz so absurd – wie es auf den ersten Blick scheint – sind die Forderungen nicht …

  24. Jochen Hoff meint: (28.3.2007 um 13:54) AntwortenReply to this comment

    Ja unsere Gebührenerpresser lassen auch nichts aus. Dabei reden die doch immer so gerne von Eigenverantwortung. Ich bin dafür, das wir die gesamten öffentlich-unrechtmäßigen an die Börse bringen und den Erlös für eine Internetschule ausgeben, in der wir jeden Lehrinhalt den es gibt für jeden anbieten und virtuelle Prüfungen abhalten, die durch Präsenztutorien und Präsenzprüfungen erweitert werden.

    Damit hätten wir etwas für unsere Bildung getan, 6 Mrd. Gebühren an die Bürger zurückgegeben und die großkotzigen Damen und Herren in den Sendern dazu gezwungen ihr Geld verdienen zu müssen.

  25. wuwu meint: (28.3.2007 um 13:59) AntwortenReply to this comment

    Zum Kotzen, soviel Inkompetenz auf einem Haufen.

    "must found" setzt dem noch die Krone auf, der Begriff existiert laut Google bisher nämlich nur in Herr Schächters Hirn.

    Siehe auch: "must free offer": http://www.heise.de/newsticker/foren/go.shtml?read=1&msg_id=10939117&forum_id=101977

  26. Lars meint: (28.3.2007 um 14:09) AntwortenReply to this comment

    Genau, alles privatisieren, der Markt wird schon regeln, daß die Qualität nicht zu kurz kommt.

    Sieht man ja an 9Live, AstroTV und QVC.

    Bildungsfernsehen, geradezu.

  27. GEZ muss weg! meint: (28.3.2007 um 14:10) AntwortenReply to this comment

    @ 23

    "Hier geht es um das wichtige Prinzip der Plattform- oder Netz-Neutralität, die Trennung von Inhalt und Distribution."

    Es geht in erster Linie darum, dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk sehr erfinderisch darin ist, Gebühren einzutreiben, ohne Rücksicht darauf, ob der Zahlungsverpflichtete überhaupt von dem Angebot Gebrauch gemacht hat. Ich persönlich finde das schlimmer als Erpressung. Denn bei Erpressung bekomme ich ja etwas für die Zahlung. Bei ARD und ZDF kann davon nur bei gutwilligster Betrachtung die Rede sein.

  28. F.R. (Psycho-Blog) meint: (28.3.2007 um 14:24) AntwortenReply to this comment

    Erinnert irgendwie an das hier:

    http://webcoburg.de/index.php?name=News&file=article&sid=82&theme=Printer

    Nach "Tragen sie mich ins Internet ein" suchen! *fg*

  29. martin meint: (28.3.2007 um 14:40) AntwortenReply to this comment

    >

    wo laufen denn zur zeit die preisgekrönten bbc-reportagen ?

    Also ich finde was den bildunginhalt angeht können da vox/dmax mit dem zdf locker mithalten. phoenix/bralpha stehen ja auf nem anderen blatt als ard/zdf. Diese 2 haben sich ja in letzter zeit eher durch sachen wie "wetten dass ???", vorabend soaps und nicht zu vergessen die panorama reportagen mit express-niveau hervorhegoben.

  30. martin III. meint: (28.3.2007 um 14:51) AntwortenReply to this comment

    @20: "die Idee des staatlich garantierten Qualitätfernsehens" ist schon seit vielen jahren sowas von mausetot dass es tatsächlich völlig unnötig ist dazu etwas in aller breite zu erklären.
    wenn den öffentlich-rechtlichen anstalten tatsächlich daran gelegen ist die bevölkerung seriös mit grundinformationen zu versorgen dann sollten sie zuerst mal abspecken und den ganzen überflüssigen und überteuerten ballast abwerfen mit dem sie ihr programm füllen. um da nur mal ein beispiel zu nennen: gottschalk mit seiner albernen melone und den peinlichen hartz-IV-sprüchen ist kein stück besser als der "ruf-mich-an!"-terror auf 9live & co.
    aber für leute wie herrn schächter die neben dem freien markt sorglos dahintreiben ist der gedanke an gesetzliche überlebensgarantie natürlich naheliegender als durch qualität mehr akzeptanz und vor allem bedarf bei den bürgern zu schaffen.

  31. dogfood meint: (28.3.2007 um 15:00) AntwortenReply to this comment

    @19: Die BBC hat in einem Podcast die Problematik erklärt. In einem Eintrag bei Ars Technica wird darüber berichtet:
    http://arstechnica.com/news.ars/post/20070213-8833.html

    Kurzfassung: das Urheberrecht macht derzeit das Öffnen der Archive zu einem monströsen, nicht mehr praktikablen Verwaltungsakt. Die Langfassung:
    ====
    The BBC now has the means and the opportunity to make its vast archives available over the Internet, but it faces a major problem: rights. On the podcast, BBC workers point out that the difficulty in making the BBC's massive archive freely available is not primarily technical, but legal. After Lawrence Lessig flew over and talked to BBC staff in 2003, the Corporation was ready to license its back catalogue under a nonrestrictive license that might even allow for mashups and remixes.

    And then they talked to the lawyers and archivists. The rights for these old performances turned out to be "almost incomprehensibly complicated," according to one BBC official involved in the work. He was unable to find even a single performance that was wholly controlled by the BBC. In order to clear rights, every contract for every contributor on every show would have to be dug up and evaluated. In many cases, those performers would be entitled to more money [...]

    The license for these files is backed up with DRM. Although the Corporation wanted to use open standards, it could find nothing that was truly open that also met its needs.
    ====

  32. David meint: (28.3.2007 um 15:34) AntwortenReply to this comment

    Harald Schmidt würde mir nur irgendwie fehlen, seitdem er bei der ARD ist, ist er _noch_ besser

  33. Anonymous meint: (28.3.2007 um 16:01) AntwortenReply to this comment

    @31 – danke für den Link. sehr interessant. Ich dachte, die BBC wäre schon dabei, ihr _ganzes_ Archiv im Netz im Laufe der Zeit anbieten zu können. Nun also nur 7 Tage und Mashups nicht gewollt. Schade eigentlich.

  34. 200703281615 meint: (28.3.2007 um 16:20) AntwortenReply to this comment

    Im Internet werden die TCP/IP Verbindungen als Kanäle bezeichnet, er wird mit einem SYN geöffnet und mit einem SYNACK bestätigt, dieses SYNACK wird wiederrum von einem ACK bestätigt (3-Wege-Handshake).

    Leicht zufindende Kanäle sind die Ports 1 und 2, wobei man auch Port 80 wohl als intuitiv zu gelten hat. Für ZDF Bietet sich Port 21 an (Das Zweite, erste Program)

    Die Platformen sind Mac, Windows, Playstation, XBOX, Wii etc.

  35. h.c. meint: (28.3.2007 um 18:24) AntwortenReply to this comment

    Oh nein… Was kommt als nächstes?

  36. Lars meint: (28.3.2007 um 20:17) AntwortenReply to this comment

    Wieso wird der ganze Haufen nicht verklagt und abgeschaft?
    Für dinge bezahlen die man nicht nutzt sondern nur benutzen könnte ist eine frechheit.

  37. Chris meint: (29.3.2007 um 02:33) AntwortenReply to this comment

    Unabhängig davon dass ich den Vorschlag von Herrn Schächter nicht so ganz verstehe und ein wenig mekwürdig finde, muss ich doch mein entschiedenes Veto gegen die Schlussfolgerung "öffentlich rechtlichen Rundfunk bis auf einen Kanal abschaffen" einlegen. Ich möchte nicht auf Deutschlandradio, WDR5, BR5, Phoenix, Eins Festival, WDR Fernsehen, arte, 3sat, NDR Info, Eins Live (zumindest teilweise) verzichten.
    Auch wenn sicherlich längst nicht alles in Ordnung ist und mit Sicherheit auch Geldverschwendung ein Problem darstellt, können die Privaten Radio und TV Stationen das öffentlich rechtliche Programm in keinster Weise auch nur annähernd ersetzen.
    Für mich liegt angesichts des privaten Angebots der Schluss nahe, dass sich kommerzielle Interessen und vertretbares Programm offenbar weitestgehend widersprechen.

  38. Jan meint: (29.3.2007 um 06:43) AntwortenReply to this comment

    @37

    Dabei solltest Du allerdings bedenken, daß für die Finanzierung des Rundfunkangebotes, das Deinen Geschmack trifft, auch diejenigen aufkommen, die Deinen Geschmack nicht teilen. Ich persönlich finde die Forderung, daß andere gezwungen werden sollen Dein privates Vergnügen zu finanzieren, reichlich unverschämt.

  39. stefan5 meint: (29.3.2007 um 08:53) AntwortenReply to this comment

    @38

    Hab auch keine Lust sowas hanebüchenes wie Formel 1, Musikantenstadl und Fussball mitzufinanzieren. Das einzige was ich ab und zu sehe sind ein paar gute Reportagen / Dokus / Nachrichten.

  40. Nils G. meint: (29.3.2007 um 09:12) AntwortenReply to this comment

    Wieso gibt es eigentlich die FAZ und die Süddeutsche? Wieso gibt es Spiegel online? Weil es anspruchsvolle Medien in jedem Medienbereich geben wird. Ob staatlich oder privat.

  41. Christian meint: (29.3.2007 um 09:22) AntwortenReply to this comment

    "Spiegel online" und "anspruchsvolle Medien" in einem Absatz – das nenne ich subtile Ironie – oder etwa nicht?

  42. Anonymous meint: (29.3.2007 um 11:11) AntwortenReply to this comment

    @40 Full ACK!

    Das Problem der private ist momentan, dass sie nicht die Mittel zur Verfügung haben um in die "seriöse Nische" zu stoßen, weil die ÖRs sich dort mit unglaublichen Mitteln breit machen. Man könnte sicher auch mit weniger Geld seriöses Programm machen, aber nicht gegen einen Monopolisten.

  43. Joerg Moellenkamp meint: (29.3.2007 um 11:17) AntwortenReply to this comment

    Die Abschaffung der vielen oeffentlich-rechtlichen Programme waere keine gute Idee. Das in Tateinheit mit dem Parteienproporz bei der Besetzung von verantwortlichen Posten sorgt zumindestens fuer eine gewisse Meinungspluralität in den Medien. Oder will man die Kommentierung der Ereignise wirklich privaten Sendern ueberlasen? Und da mit "dem einen Sender" erinnert mich so fatal an etwas aus der Vergangenheit …

  44. Aaron meint: (29.3.2007 um 11:50) AntwortenReply to this comment

    @40 ich stimme dir zu. nicht bei der genannten seite aber zum argument.

    sollte es nicht eg. bei uns allen ein tiefen bauchschmerz ausloesen, das gerade die staatlichen sender die "verlaesslichen qualitaetssender" sein sollen, die unseren Grundbedarf an Informationen decken?

    ich bin der meinung das "staatsfehrnsehn" (vorallem in einem IP-TV Netz) nichts mehr zutun hat.

    Letztendlich verhindern die doch alle das Jemand anderes als sie Zugriff auf die Gehirne der Zuschauer bekommt, um den tatsaechlich mal relevante Dinge pushen koennte. Und die Privaten koennen die Strucktur des Markts nutzen um sich von Partein und Lobbys bezahlen zu lassen um die Deutschen zu Verbloeden.

  45. R.A. meint: (29.3.2007 um 12:10) AntwortenReply to this comment

    @17:
    > Mit “Kanalplätze” meint Schächter die
    > Unsitte … dass sich die
    > Hersteller/Betreiber die “guten” Plätze
    > bezahlen lassen.
    Wieso "Unsitte"?
    Ist doch Entscheidung der Kunden, sich so einen vorprogrammierten Receiver zu kaufen.
    Und der wird wohl auch etwas billiger sein, sonst würde keiner die Einschränkung akzeptieren.

  46. R.A. meint: (29.3.2007 um 12:17) AntwortenReply to this comment

    @20:
    > Ich werde jetzt nicht in aller Breite
    > erklären, welche rechtlichen
    > Sonderprobleme Internet-Fernsehen
    > aufwirft. Nur so viel: Diese Probleme
    > existieren.
    Diese Problem existieren nur für Leute, die das Internet für ihre Interessen verändern wollen, insbesondere sich dort ungerechtfertigte Privilegien sichern wollen.

    Diese Privatprobleme sind für die Internet-Nutzer und die Content-Anbieter uninteressant.

    > Die Grundversorgung ist im Bereich des
    > IP-Fernsehens nicht sichergestellt.
    Na und?
    Es war nie Ziel oder Versprechen, beim Internet irgendwelche ominösen "Grundversorgungen" sicherzustellen.

    > Die alten vielfaltssichernden Maßnahmen
    waren nur für Fernsehen/Radio gedacht, sind dort schon strittig, und haben in anderen Bereichen nichts verloren.

    > Wenn die Idee des staatlich garantierten
    > Qualitätfernsehens auch in den neuen
    > Medien funktionieren soll, …
    Die Idee der staatlich garantierten Qualitäts-Lindenstraße ist ohnehin obsolet.

    Es gibt nicht die mindeste Berechtigung, diese Idee nun zusätzlich auf völlig andere Bereiche zu übertragen.

    Und dies alles hat auch nichts mit den hier zitierten Äußerungen zu tun: Angesichts der offenkundigen technischen Inkompetenz des Intendanten ist ja völlig offen, welche Maßnahmen konkret er eigentlich haben will.

  47. Michael meint: (29.3.2007 um 12:45) AntwortenReply to this comment

    Also wenn man den Artikel auf DWDL und FAZ vergleicht fällt extrem auf, daß im DWDL-Artikel gar nicht vom Internet geredet wird…
    Es drängt sich der verdacht auf, daß es beim DWDL-Artikel eher um digitale Kabel-TV-Netzbetreiber geht als um das Internet.
    Hat also die FAZ andere Quellen oder hat der Redakteur dort eventuell beim begriff "Portal" automatisch an das Internet denken müssen ?

  48. Michi meint: (29.3.2007 um 12:45) AntwortenReply to this comment

    Wer braucht noch Fernsehen im Zeitalter von Internet&Co?
    Sollen sie die "Premium-Medien" doch in ein reines PayperView umwandeln.
    Mit einer schönen sicheren Verschlüsselung. Diese Masse statt Klasse Mentalität nimmt langsam überhand.

  49. Chris meint: (29.3.2007 um 14:28) AntwortenReply to this comment

    @29 VOX lass ich als große Ausnahme ja noch durchgehen, aber dmax einen "Bildungsinhalt" zuzuschreiben geht doch ein wenig weit…

    @38 @36 Ich finanziere BigBrother, Nachmittagstalkshows und den ganzen anderen Mist unfreiwillig an der Supermarktkasse mit und stehe wohl hoffentlich nicht im Verdacht das zu unterstüzen zu wollen. Das scheinen alle Vetreidiger des Privat-TV zu vergessen.
    Mit welchem Recht werden meine Lebensmittel teurer um die Verblödung der Gesellschaft zu unterstüzen?

    Alle schreien gegen die öffentlich Rechtlichen die ja mit den neuen Medien nicht zurecht kommen, aber wer stellt denn vernünftige Podcasts online von den Sendern?
    Wo sind die kritischen politischen Sendungen im Privat TV? Wo ist die politische Satire im Privat TV?

    @40 Gedruckte Medien und Rundfunk zu vergleichen ist nicht ohne weiteres möglich denke ich, zumal die Entwicklung im Druck-Bereich auch nicht gerade toll ist (Abbau von Redaktionen, weniger Eigenrecherche etc.)

    @48 Es geht nicht nur um Fernsehen, sondern auch um Radio, Streams, Podcasts…

    Ich für mein Teil nehme die Äusserungen vom ZDF Intendanten nicht so ernst und hoffe derweil dass der öfffentlich rechtliche Rundfunk sein Angebot im Web weiter ausbaut (zum Beispiel sollte WDR5 seinen Stream endlich auch mal auf MP3 umstellen, wie 1Live das schon getan hat)

  50. R.A. meint: (29.3.2007 um 16:06) AntwortenReply to this comment

    @49:
    > Ich finanziere BigBrother,
    > Nachmittagstalkshows und den ganzen
    > anderen Mist unfreiwillig an der
    > Supermarktkasse mit …
    Ich nicht.
    Auch im Supermarkt gibt es Wahlfreiheit, welche Produkte man kauft.
    Eine Rechtfertigung für die ÖR-Zwangsgebühren ist das nicht.

    > aber wer stellt denn vernünftige Podcasts
    > online von den Sendern?
    Keine Ahnung. Wer Podcasts haben will, soll diese selber bezahlen.

    > Wo sind die kritischen politischen
    > Sendungen im Privat TV? Wo ist die
    > politische Satire im Privat TV?
    Wo sind die im ÖR? Oder gehen die langweiligen dpa-Vorleser der Tagesschau jetzt als "Satire" durch?

    Auch hier gilt: Wer solche Sendungen sehen will, soll das selber zahlen.

    > hoffe derweil dass der öfffentlich
    > rechtliche Rundfunk sein Angebot im Web
    > weiter ausbaut
    Kann er meinetwegen gerne. Und der Intendant darf meinetwegen selber ein Blog aufmachen und seine Erfahrungen aus dem VHS-Kurs "Internet für Dummies" schildern.
    Aber all' dies bitte nicht aus den GEZ-Zwangsgebühren.

  51. Simon meint: (29.3.2007 um 16:21) AntwortenReply to this comment

    @30 / Martin III:

    > "die Idee des staatlich garantierten Qualitätfernsehens” ist schon seit vielen jahren sowas von mausetot dass es tatsächlich völlig unnötig ist dazu etwas in aller breite zu erklären."

    Damit wir uns nicht falsch verstehen: Ich bin durchaus der Meinung, dass man darüber streiten kann, ob ARD und ZDF dem Grundversorgungsauftrag nachkommen, inwieweit dieser Grundversorgungsauftrag überhaupt noch existiert, und ob er denn wirklich auch noch ins Internet übertragen werden sollte.

    Falls man aber die Grundversorgung im Internet beibehalten möchte (ich sehe das anders), dann muss diese Grundversorgung auch gesetzlich sichergestellt werden, daran führt kein Weg vorbei.

  52. Simon meint: (29.3.2007 um 16:38) AntwortenReply to this comment

    @ 46 / R.A.:

    > Diese Problem existieren nur für Leute, die das
    > Internet für ihre Interessen verändern wollen,
    > insbesondere sich dort ungerechtfertigte Privilegien
    > sichern wollen.

    Andere Ansicht: BVerfGE – 83, 238, 289.

    > Und dies alles hat auch nichts mit den hier zitierten
    > Äußerungen zu tun: Angesichts der offenkundigen
    > technischen Inkompetenz des Intendanten ist ja völlig
    > offen, welche Maßnahmen konkret er eigentlich haben will.

    Ich habe die Rede nicht gelesen. Ich gehe aber davon aus, dass Schächter, der meines Wissens technisch nicht sehr "inkompetent" ist, folgendes gemeint hat:

    Die Grundversorgung ist erster Auftrag der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten. Um sie sicherzustellen, muss nicht nur gewährleistet werden, dass ein vielfältiges Programm gehobener Qualität entsteht, sondern dass es auch tatsächlich empfangen werden kann. Dazu muss überall dort gesetzlich eingegriffen werden, wo "technische Flaschenhälse" die Verbreitung der Programminhalte zu verhindern drohen: Bisher also vor allem im Bereich der Frequenzspektren in terrerstrischem und Kabelrundfunk. Für die Zukunft geht es dabei um eine Berücksichtigung innerhalb der elektronischen Programmzeitschriften, im Portfolio der IPTV-Anbieter und der Übertragungskapazitäten der Netzbetreiber (Net Neutrality).

    Ich bin aber – wie du – der Meinung, dass Grundversorgung im "Long Tail Market" des Internet einfach keine Notwendigkeit mehr hat. Daraus folgt, dass jede Form von staatsfinanziertem Rundfunk eine Wettbewerbsverzerrung ist und somit in diesen Bereichen zu unterbleiben hat. Die Ideen von Schächter als "Internetsozialismus" zu bezeichnen, finde ich aber unangemessen.

  53. Chris meint: (29.3.2007 um 16:53) AntwortenReply to this comment

    @50
    > Ich nicht.
    > Auch im Supermarkt gibt es Wahlfreiheit, welche Produkte man kauft.
    > Eine Rechtfertigung für die ÖR-Zwangsgebühren ist das nicht.

    Will mir jemand ernsthaft erzählen man käme generell um Produkte herum für die bzw. deren Hersteller bzw. deren Verkäufer im Rundfunk geworben wird? Das ist vollkommen realitätsfern in meinen Augen. Wo soll ich den bitte einkaufen gehen?

    Hier im Umkreis gibt es KEIN Lebensmittelgeschäft für das nicht geworben (entweder im TV oder im unerträglichen lokalen Privatradio) wird…

    Hier im Umkreis gibt es KEIN Elektronikgeschäft für das nicht im Privatrundfunk geworben wird…
    also was soll ich machen um nicht BigBrother mit zu finanzieren?

    >Wo sind die im ÖR? Oder gehen die langweiligen dpa-Vorleser der Tagesschau jetzt als “Satire” durch?

    Man beschäftige sich mal mit dem Programm von WDR5, NDR Info, WDR2, WDR Fernsehen, ZDF beispielsweise…

    > Keine Ahnung. Wer Podcasts haben will, soll diese selber bezahlen.

    >Auch hier gilt: Wer solche Sendungen sehen will, soll das selber zahlen.

    Wie gesagt, mit dem Argument müsste auch Werbung verboten und das gesamte werbefinanzierte Privat TV auf Pay-TV umgestellt werden.
    Wäre vielleicht gar nicht soooo schlecht. Im besten Falle wäre niemand bereit Geld für den Großteil des privaten Programms zu bezahlen und die meisten privaten Stationen würden endlich verschwinden.

Kommentar schreiben

Zulässige HTML-Tags:
Fett: <b> - Kursiv: <i> - Zitat: <blockquote>

Powered by WordPress - Impressum