Der Berliner Zoo will Journalisten verpflichten, nur positiv über Knut, den Tierpark allgemein und seine Mitarbeiter zu berichten. Journalisten, die in den Pressebereich wollen, müssen eine Erklärung unterzeichnen:
Der Vertragspartner verpflichtet sich, […] die Materialien nicht für Darstellungen zu verwenden oder zu überlassen, die die Zoologischer Garten Berlin AG oder ihre Mitarbeiter in einem ungünstigen Licht erscheinen lassen.
Der Deutsche Journalisten Verband ist laut Spiegel online hellauf empört und sieht die Pressefreiheit in Gefahr. Etwas gelassener, aber in der Sache völlig korrekt reagiert das Medienmagazin V.i.S.d.P:
V.i.S.d.P. hat sich eh nicht für den Pressebereich angemeldet. Und kann deshalb getrost schreiben: Knut ist doof, stinkt und wird in einem Jahr so fett sein, dass sich keine Sau mehr für ihn interessiert. Und für den Berliner Zoo schon gar nicht.
Ich warte nur darauf, dass der Berliner Zoo Journalisten jetzt erpresst. Mit der Drohung bekanntzugeben, wer den Knebelvertrag schon alles unterschrieben hat.
(Links gefunden im Finblog)
Der Berliner Zoo will Journalisten verpflichten, nur positiv über Knut, den Tierpark allgemein und seine Mitarbeiter zu berichten. Journalisten, die in den Pressebereich wollen, müssen eine Erklärung unterzeichnen:
Der Vertragspartner verpflichtet sich, […] die Materialien nicht für Darstellungen zu verwenden oder zu überlassen, die die Zoologischer Garten Berlin AG oder ihre Mitarbeiter in einem ungünstigen Licht erscheinen lassen.
Der Deutsche Journalisten Verband ist laut Spiegel online hellauf empört und sieht die Pressefreiheit in Gefahr. Etwas gelassener, aber in der Sache völlig korrekt reagiert das Medienmagazin V.i.S.d.P:
V.i.S.d.P. hat sich eh nicht für den Pressebereich angemeldet. Und kann deshalb getrost schreiben: Knut ist doof, stinkt und wird in einem Jahr so fett sein, dass sich keine Sau mehr für ihn interessiert. Und für den Berliner Zoo schon gar nicht.
Ich warte nur darauf, dass der Berliner Zoo Journalisten jetzt erpresst. Mit der Drohung bekanntzugeben, wer den Knebelvertrag schon alles unterschrieben hat.
(Links gefunden im Finblog)
"Knut ist doof, stinkt und wird in einem Jahr so fett sein, dass sich keine Sau mehr für ihn interessiert."
Herrlich! Selten so gelacht :D
Hätten sie den kleinen Kurti eingeschläfert, dann wär das alles nicht passiert…
Nicht nur das!
Lt. shayannas Erfahrungsbericht ( http://shayanna.designblog.de/index.php?id=657 ) ist jetzt sogar das Veröffentlichen von Fotos in privaten Websites und Blogs untersagt.
Wobei ich jetzt mal darüber nachlesen und grübeln muß, inwieweit "Persönlichkeit des öffentlichen Lebens" für Knut und Co. gilt oder das Bild eines Tieres überhaupt ein Persönlichkeitsrecht verletzt.
Abgesehen davon: Wie blöd muß man als marketinggeiler und hoffnungslos überteuerter Zoo noch sein? Kostenlosere Werbung als durch Fotos aus den Zoos kann es doch garnicht mehr geben!
Interessant ist aber auch, dass es diese Bestimmung wohl schon lange gibt, es vor Knut aber anscheinend niemanden gestört hat. http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,476856,00.html
Nein, ich bin kein Misanthrop oder – in Deutschland noch schlimmer – ich hab auch nichts gegen Tiere. Aber kann nicht dieser Eisbär bitte, bitte demnächst ganz einbärenhaft irgendeinen ihn tätschelden Menschen angreifen, um dann trocken über den haufen geschossen zu werden?
So viel verlogene "Tierliebe" bei so wenig Interesse an "echten" Tieren und deren Lebensräumen ist eisfach (;-)) nur widerlich.
Oh, jetzt haben die Berliner vom Kölner Zoo etwas gelernt! Da ist es seit Jahren schon so, dass man als Journalist nur reinkommt, wenn man sich mindestens vier Tage vorher akkreditiert hat (schönes Wetter abpassen geht also nicht …), am Wochenende schon mal gar nicht reinkommt (es gibt auch Journalisten, die am Wochenende arbeiten müssen …) und man muß bei der Akkreditierung unterschreiben, dass man die selbst fotografierten Bilder nur für den genehmigten Artikel nutzen darf.
Komisch, seitdem liest man vom Kölner Zoo – mal abgesehen von der anfänglichen Marlar-Histerie – relativ wenig … woran dies wohl liegen mag? ;)
Und, hat sich darüber schon jemand beschwert? Nein!
Ich hab von Anfang an gesagt Knut wird noch zu einem ernsten Problem…
http://www.problem-knut.de
PS: Natürlich nicht "ganz" ernst gemeint… ;)
Knut nervt.
Nicht dieser kleine, lustige Eisbär – sondern die verdammte, hirn-, sinn- und geistlose Medienhysterie um ihn. Insofern begrüße ich jede Maßnahme, die Photographen etc. von ihm fernhält!
man darf keine fotos von knut mehr veröffentlichen? gut, dann nimmt man halt irgendwelche anderen fotos von eisbären jungtieren. die viecher sehen doch eh alle gleich aus. man muss halt nur die eisschollen aus dem hintergrund ausschneiden und stattdessen eine tristes zoo-gehege einfügen. den unterschied merkt keiner :-)
Gehört der Berliner Zoo neuerdings zur Volksrepublik China? Die Pressefreiheit dürfte sich auf selben Niveau bewegen.
Als nächstes bekommt der Berliner Zoo wahrscheinlich von Herrn Schäuble die Absolution zur präventiven Hausdurchsuchung "verdächtiger" Journalisten. Begründet mit dem erhöhten Sicherheitsinteresse im Zusammenhang mit Knut, dem neuen Symbol für Freiheit und Demokratie, das als solches der ernstzunehmenden Gefahr terroristischer Anschläge ausgesetzt ist.
Bei allem Hype um den möglicherweise tatsächlich drollig-tapsigen Knut. Die <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2007/04/13/vom-kleinen-eisbaeren-knut-und-grossen-geschaeften-ueber-medien-ablenkungseffekte-und-die-manipulation-von-aufmerksamkeit/" rel="nofollow">neuerdings</a> publik gewordenen Praktiken der PR-Abteilung des Berliner Zoos sind doch mehr als merkwürdig… auch wenn der kleine Kerl dafür nichts kann. ;-)
Knuuuuuuut! Ich will ein Kind von dir!!!
Auch andere sind <a href='http://www.problem-knut.de' rel="nofollow">"Stinksauer auf Knut"</a>, zum Beispiel dieses kleine Küken…
Oh Verzeihung, da ist mir der Link verrutscht. Hier ist der richtige: "<a href='http://www.taz.de/dx/2007/04/11/a0145.1/text' rel="nofollow">Stinksauer auf Knut</a>".
Ich wußte ja schon, daß einem Alkohol und sonstige Drogen zu Kopfe steigen können, aber das einem Erfolg zu Kopfe steigt? Schein jedenfalls auch die (Realitäts)Sinne zu vernebeln.
Man kann nur hoffen, dass knut nicht das Schicksal so mancher Hunde, die unterm Weihnachtsnaum gelegen haben ereilt… Nicht, dass man plötzlich einem erwacchsenem Bären an der Raststätte begegnet….
Der Hamburger Zoo hat übrigens ein Elefantenbaby. Nun gut, das ist von der Mutter angenommen worden und deshalb nicht vermarktungswürdig. Aber im Gegenssatz zu Knut hat es einen Rüssel über den es andauernd stolpert.
darf das möbelhaus mit dem elch jetzt eigentlich noch seine knut-tannenbaum-reklame machen?
na, so richtig schön gemein wirds erst bei princo:
http://princo.wordpress.com/2007/04/05/total-viele-susse-bilder-von-knut/
mal schaun, wie lange es sich noch so rumknutet :-))
@17, Helmut K.
Wir haben uns quasi zu Weihnachten (kurz danach) zwei Katzen aus den Tierheim geholt. Sie machen Dreck, sie machen die Gardinen kaputt, sie klauen Essen, sie verkratzen Möbel, Tapeten und Laminat, sie, ähäm, "kötzeln" Fellknäule in die Bude und kosten viel Geld.
Wir würden sie _nie_ wieder hergeben! Für kein Geld in der Welt! :-)
Und selbst wenn jemand innerhalb der Sechsmonatsfrist (in der der "rechtmäßige" Besitzer die Tiere zurückfordern könnte) käme, würden wir bis zur letzten Instanz klagen. Das sind unsere Katzen!
Knut ist mir eigentlich egal. Er ist ganz possierlich anzuschauen – mehr hab' ich mit ihm nicht zu tun. Im Gegensatz zu Ronja uns Mattis ;-)
Grüße!
Wiedergutmachung
Der Berliner Zoo ist nur um die Einigkeit Deutschlands bemüht; es soll das Gefühl aufkommen, was während der WM 2006 hierzulande zu verspüren war.2006 Klinsi- 2007 Knut.
Ich denke mit grausen an die Spaltung des Landes, als der (Problem)-Bär "Bruno" seine Runden drehte.
Während einige ängstliche Seelen befürchtenen, dass der kohldampfschiebende Bruno, die Wege von Heidi und Peter kreuzen kann, hielten andere ihn eben für ein harmloses, wildes Haus-Raubtier.
Es gibt Gerüchte, dass der Bruno-Vollstrecker ins FBI-Zeugenschutzprogramm aufgenommen sein soll.
Der Berliner Zoo ist vermutlich nur darauf bedacht, das Knut ausnahmslos geliebt wird und kein Riß durch´s Land geht. Seid dankbar! Vielleicht sollten generell alle schlechten Nachrichten verboten werden….. was hätten wir für ein schönes Leben.
“Nichts Böses über Knut”
Was soll man denn über ein unschuldiges Tierkind böses sagen?
Das Tier kann nun wirklich nichts für seine jetzige Situation…
Was heißt denn "ungünstiges Licht"? Da reicht doch schon ein unvorteilhaftes Foto von der Dame im Kassenhäuschen, um diese Formulierung zu verletzen.
Aus der PR Perspektive ist das m.E. ein unprofessionelles Verhalten. Ich frage mich, woher diese sogenenannten "Experten" kommen, die (nicht nur hier) solche PR-Funktionen bekleiden. Quereinsteiger ohne jegliches Mediengespür oder Medienerfahrung? Oft genug entsteht der Eindruck, man schaut sich ab, wie es bei den "ganz Großen" (Bundeskanzlerlin o.ä.) funktioniert und überträgt es auf die unteren Ebenen. Nur – so läuft es nicht.
Der Berliner Zoo braucht eine andere Pressestrategie ohne Registrierung oder Restriktionen und mit einer Fülle an kostenlosem Bildmaterial für alle kommerziellen und privaten Publikationen mit dem Ziel einer breiten Berichterstattung i.S.v. "Lust auf Zoo" machen.
Eine negative Meta-Debatte zum Thema Zoo als solches lässt sich auch durch diese Restriktionen nicht verhindern. Stattdessen sollte man sich an so einer Debatte aktiv und transparent beteiligen.
In der Tat ist das ganz arm, was der Bärliner (witzisch) Zoo da macht.
Knut ist kult – kult in der Idolisierung wie auch dem Anti-Knut-Verhalten.
Jede PR sollte da doch recht sein.
PR-Profis sind die Jungs aus dem Zoo sicherlich nicht.
Grüße,
René
ProBloggerWorld
Knut ist Gefangener der Hedonistischen Internationale!
http://www.classless.org/2007/04/14/eisbar-knut-in-der-gewalt-der-hedonistischen-internationale/
Der Eisbär kann nichts dafür!
Aber einen Verein, der sich so weit von Meinungs- und Pressefreiheit distanziert, werde ich ganz sicher nicht mit meinem Eintrittsgeld beehren ;-)
Ich habe ein total süßes Foto von Knut gefunden: http://www.andreas-lazar.de/2007/03/knut-der-eisbaer
Darf man den Kleinen überhaupt noch "….." nennen, ohne abgemahnt zu werden?
Was sind das für Auswüchse!
tja, der knut, der macht schon sachen…
Den TV-Sendern und der Boulevard-Presse ist egal, was sie unterschreiben müssen. Die bringen eh nur, was die Leute sehen und lesen wollen: Die Bilder und die Berichte über das kleine, knuddelige Eisbären-Baby.
So ganz verstehe ich die Aufregung nicht.
Auch weiterhin darf doch jeder beliebig negativ über Knut schreiben.
Hier geht es doch m. E. nur um Journalisten, die vom Zoo speziellen Sonderservice haben wollen – Interviews mit den Bediensteten etwa oder Photos "hinter den Kulissen".
Nur dann gibt es doch überhaupt einen Grund, mit dem Zoo in Kontakt zu treten und so einen Wisch zu unterschreiben.
Und wenn man spezielle Sonderwünsche vom Zoo erfüllt bekommen möchte, dann ist es legitim, wenn der Zoo umgekehrt Sonderwünsche stellt.
Das mag PR-technisch ungeschickt sein, ist aber doch nichts skandalöses.
Es lebe der Heterocephalus glaber!
Unsere Meinung zu dem Thema ist einfach:
http://www.youtube.com/watch?v=djDEOLNNDug
das erinnnert mich an Putin. Elena Tregubova schildert in ihrem Buch "Die Mutanten des Kreml" genau das gleiche im Hinblick auf die Berichterstattung aus dem Kreml. Wer in den Pressepool des Kreml will, darf nichts negatives über Putin oder den Kreml allgemein zu schreiben. Interessante Parallele…
@35, RARR
Nur dass der Berliner Zoo oder auch Knut vermutlich harmloser sind als Putins Aktivitäten bei der Realisierung seiner Vorstellungen von einer gelenkten "Demokratie"…
Der Zoo ist doch nur ehrlich (wenn auch, wie schon festgestellt, aus PR-sicht etwas ungeschickt) – alle nutzen Knut letzlich nur als Projektionsfläche für Ihre Vostellungen, mit anderen Worten zur Selbstdarstellung – warum nicht dann der auch der Zoo? Was dem einen recht ist, ist dem andern billig… oder?