Vorratsdatenspeicherung bereits 15 Monate früher
Wie die Berliner Zeitung heute berichtet, soll noch vor der Sommerpause beschlossen werden, dass der bisher geplante zeitlich gestaffelte Start (Telefonie ab 1. Januar 2008, Internet-Kommunikation ab März 2009) nun hinfällig ist. Stattdessen soll das gesamte Paket bereits zum 1. Januar 2008 starten – die Provider, die sowohl den finanziellen als auch organisatorischen Aufwand finanzieren müssen, bezeichnen diese Zeitvorgabe als vollständig unrealistisch.
Böse Zungen könnten nun natürlich behaupten, dass diese Hetze dazu dienen soll, die Bevölkerung vor vollendete Tatsachen zu stellen, denn nur wenigen ist klar, was diese Vorratsdatenspeicherung denn konkret bedeutet.
Im Klartext heisst das:
Deine Telefon- bzw. Handynummer, die im Falle von VoIP die SIP-Nummer wäre und die aller Freunde und Freundinnen, Bekannten, Arbeitskollegen, Schul- und Studienfreunde und anderer Personen, mit denen Du per Telefon, Handy und VoIP sprichst und zum Beispiel SMS austauschst. Benutzt Du VoIP, auch Deine jeweilige IP-Adresse. Wann und wie lange Du mit Deinen Kontakten kommunizierst. Welche Übermittlungsdienste Deines Telefonieanbieters Du benutzt. Deinen ungefähren Aufenthalt und den Deiner Kontakte über die Funkzellen, wenn Du mit dem Handy unterwegs bist. Die IMSI und IMEI Nummern der verwendeten Handys Deine E-Mail und IP Adresse sowie Kunden- und Kontendaten bei E-Mail Dienstenanbietern, die E-Mail Adresse aller Empfänger, an die Du E-Mails versendest. Jeweils wann und wie lange Du E-Mails versendest Generell immer die IP Adressen, die Dir von Deinem Internetzugangsprovider zugeteilt werden Wann und wie lange Du über Deinen Internetzugangsprovider ins Internet gehst
(Zitat: Kai Raven).
Zugriff auf diese Daten haben die Ermittlungsbehörden und Geheimdienste – gespeichert werden die Daten für die Dauer von 6 Monaten.
‘Der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar kritisierte gestern die gesamten Pläne für die Vorratsdatenspeicherung als Dammbruch. Verdachtslose Speicherung führe “zu beispiellosen Sammlungen sensibler personenbezogener Daten ganz überwiegend unverdächtiger Personen”‘, so die Berliner Zeitung weiter.
Hinzu kommt, dass hier eine Infrastruktur aufgebaut wird, die faktisch Deutschland- bzw EU-Weit den kompletten Zugriff auf Internet- und Telefonie-Infrastruktur bedeutet. So etwas wird Begehrlichkeiten wecken, sowohl im Hinblick auf die immer wiederkehrenden Zensurdiskussionen als auch auf eine weitergehende Überwachung. Eine entsprechende Salamitaktik ist inzwischen ja leider üblich, wie beispielsweise die Diskussion um die Daten auf dem Reisepass oder Nutzung der Mautbrücken zu Strafverfolgungszwecken zeigt.
(Autor: fh)
Wie wäre es, die Anzahl, Namen und die medizinischen Akten aller Sexualpartner abzuspeichern, um so AIDS ausrotten zu können ?
Oder alle Kontoein- und ausgänge zu kontrollieren, um so Insolvenzen vorzubeugen ?
Noch besser: Zum Wohle der öffentlichen Kassen jeden Menschen, der nicht einwandfreies Erbgut aufweist, direkt nach der Geburt kastrieren !?
Aber der Staat hat natürlich Recht, die damoklesschwertartig über uns hängende Terrorismusgefahr rechtfertigt eigentlich alles, nur zu dumm, dass zwar von einer erhöhten Gefahr, vorallem für US-Bürger, ausgegangen wird, den entmündigten Bürgern gegenüber jedoch nichts Konkretes gesagt werden kann/will/darf, weil ja alles furchtbar geheim ist und allein auf Informationen der Geheimdienste beruht.
Es wäre ja NOCH schöner, die Bürger aufzuklären, da ist es doch viel einfacher, das Augenmerk auf Ex-Staatsfeinde zu lenken, die vor 3 Jahrzehnten einmal Gewalt gegenüber dem Staat ausgeübt haben. Das der Staat heutzutage mit viel größerer Härte Gewalt gegenüber seinen Bürgern ausübt, scheint heute als normal aufgefasst zu werden !?
Ich bin jedenfalls gespannt auf den G8-Gipfel und was sich der Staat einfallen läßt, um Zufahrtsstraßen zu blockieren und die Meinungsäußerung der Bürger zu erschweren – bloß nicht schlecht dastehen in der Welt ! Dies hat ja bereits beim Bush-Besuch prima geklappt …
Okay, für die Maut wurde ja eine eigene Behörde auf-, aus- oder umgebaut. Da kann mann dann noch sagen, der Betreiber arbeitet im Auftrag der Behörde und ist deren Weisung unterworfen (mal einfach ausgedrückt).
Wie sieht es denn aber bei den Kommunikationsdaten aus. Die Provider werden dazu verdonnert die Daten zu speichern, müssen dafür ggf. und sehr wahrscheinlich ihre Infrastruktur erweitern und bekommen dafür keinen Pfennig.
Wer sagt mir denn, dass die Provider nicht versuchen werden diese daten für ihre Zwecke und mindestens zur deckung ihrer Mehrkosten zu nutzen. Wie gedenkt der Staat einen "Mißbrauch" der daten durch die Provider zu verhindern?
mal ne dumme frage: wie ist das eigentlich, wenn man emails IMMER NUR online bearbeitet? also keinerlei mail-programm benutzt, sondern immer nur web-mailer?
… und da wir gerade dabei sind…
Ich bin weiß Gott kein Freund von Herrn Beckstein. Aber endlich hat mal ein Politiker gesagt, worum es bei dieser Sicherheitsdebatte wirklich geht (Danke Herr Beckstein :) )
Es geht einzig und allein darum, dass sich die politiker den Ar… absichern. Dass sie im wenn auch noch so unwahrschenlichsten Fall aller Fälle sagen können: "Ich hab's ja gesagt baer auf mich wollte keiner hören. Die anderen haben es verhindert, dass ich Euch (Wahlvolk) besser schütze!"… wovor auch immer.
Wer schützt uns eigentlich vor solchen Politikern, denen es mehr um den erhalt ihrer Position geht als darum im Sinne des Volkes zu handeln?
Werden "nur" die IP die einem zugewiesen wurden gespeichert, oder auch welche Addressen angesurft wurden? Letzteres fände ich dann doch deutlich schlimmer. Die meisten Provider speichern ja eh schon 80 Tage.
Achso an unserer Uni speichert man übrigens über 3 Monate auch die einzelnen Verbindungen, angeblich erlaubt, da man sich dumm stellt und einfach behauptet die IPs sind ja nicht Personenbezogen.
Das beste finde ich ja das man in England schon Politiker+Angehörige von der Massiven Überwachung ausnimmt, aus Sicherheitsgründen.
Nur Verbindungsdaten.
Egal – da kriegen wir dann wohl bald Ausweispflicht in Internetcafés – wie in China, Iran und Nord-Korea…
Der Überwachungsapparat der DDR lässt grüßen.
"Online-Durchsuchungen laufen schon" – http://www.heise.de/newsticker/meldung/88824
*würg*
Jeder kann (und sollte nach meiner Überzeugung) etwas tun: vorratsdatenspeicherung.de/?/content/view/51/70/ beteiligt Euch auch an der Verfassungsbeschwerde gegen die Vorratsdatenspeicherung!
Schön, dass gerade von Schily so etwas erlassen wurde,
er, der als RAF-Verteidiger Erfolg hatte mit dem Vorwurf, daß Gespräche zwischen den RAF-Gefangenen und ihren Anwälten abgehört worden wären.
Erst anprangern, 30 Jahre später dasselbe Spiel mit normalen Bürgern durchziehen, das nenn ich konsequent !
@3 Zur Frage, ob es was nützt wenn man E-Mails nicht mehr vom eigenen Rechner aus schickt, sondern nur noch über Web-Mailer. Im Text steht ja, dass nicht nur die IP-Addressen gespeichert werden, sondern auch "Deine E-Mail und … die E-Mail Adresse aller Empfänger, an die Du E-Mails versendest.". Nachdem Absender- und Empfängeradresse immer unverschlüsselt gesendet werden hat man also keine Chance. Außer der Web-Mailer steht im Ausland und der Empfänger-Web-Mailer auch.
Hey super, das geht bestimmt in der aktuellen Wutwelle unter:
http://unkreativ.twoday.net/stories/3655461/
@10: Was willst Du? Schily ist Anwalt. Klar das man da Opportunist sein muß.
# Deine E-Mail und IP Adresse sowie Kunden- und Kontendaten bei E-Mail Dienstenanbietern, die E-Mail Adresse aller Empfänger, an die Du E-Mails versendest.
# Jeweils wann und wie lange Du E-Mails versendest
—
Frage: Wenn ich einen eigenen E-Mail-Server betreibe (pravat, für mich und einige Freunde, die man pers. kennt), den ich natürlich (wie die emails selbst) nur verschlüsselt benutze,
muss ich dann auch alle Verbindungsdaten vorhalten?
Wie ist das dann mit zugriff darauf? Kann man mir als "Betreiber" was, wenn die Polizei anfragt und es zufällig in dem Moment ein problem mit der Verschlüsselung der Festplatte gibt und die Daten futsch sind?
Was wenn dies nicht der Fall ist?
Muss ich auch als Betreiber einer Webseite über z.B. Newsletter und ähnliche Benachrichtigungen auch logs anlegen? Wer sich wann von wo wie eingetragen hat und welche der Mails er empfangen hat?
Je mehr ich drüber nachdenke, desto mehr "Fallstricke" fallen mir ein.. und damit immer mehr Methoden auch die "falschen" aus dem Verkehr zu ziehen, die nur um ihre Daten besorgt sind..
Wie wäre es denn mit – von Deutschen ohnehin gern praktizierten – vorauseilendem Gehorsam: Ab sofort schicken wir Kopien (fast) aller e-mails gleich per cc an folgende Adresse:
wolfgang.schaeuble@bundestag.de
und sehen genüsslich zu, wie unser Oberschnüffelminister in dem Datenmüll versinkt.
Was war eigentlich nochmal mit der Offenlegung der Nebeneinkünfte von Politikern? Da wird auf einmal die Privatssphäre vehement verteidigt…
@15:
Gilt diese cc-mail dann aber nicht als Spam?!
@ 10:
"Schön, dass gerade von Schily so etwas erlassen wurde,
er, der als RAF-Verteidiger Erfolg hatte mit dem Vorwurf, daß Gespräche zwischen den RAF-Gefangenen und ihren Anwälten abgehört worden wären.
Erst anprangern, 30 Jahre später dasselbe Spiel mit normalen Bürgern durchziehen,"
Gib doch mal den Begriff "Projektion" in Google ein… im Zusammenhang mit psychologischen Abwehrmechanismen. Manches erklärt sich manchmal recht einfach…
@ 12 stefan: Keine Sorge, wurde schon bemerkt und verwertet:
spitzelblog.blogspot.com/...-auf-grundlage-einer.html
und
ra-melchior.blog.de/2007/...heilloses_chaos_o~2158927
vgl. auch hier:
heise.de/newsticker/meldung/88824/from/rss09
Eine ähnliche Meldung gab es aber schon einmal im März:
http://www.heise.de/newsticker/meldung/87173
Ist zwar etwas OT hier, aber straft all die Lügen, die in anderen Threads behauptet haben, die Online-Rechnerausspähung sei technisch nicht möglich:
spiegel.de/politik/deutsc...and/0,1518,479422,00.html
@20: Es hat nie jemand behauptet, dass es nicht möglich wäre. Mann kann sich aber davor schützen. Das Problem ist, dass die, die man ausspähen will eben dies tun werden.
@ 21:
Na da habe ich als Fachmann erhebliche Zweifel, ob mir das lückenlos gelingen würde, aber wenn Du meinst man könne sich davor schützen, wird das wohl stimmen.
Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.
@5: letzteres. sowohl welche ip du hattest als auch wo du so rumgesurft bist.
@22: Ich als Fachmann habe ganz starke Zweifel, dass es mit den 200 000€, die eingeplant sind technisch machbar ist.
In ein gut abgesichertes System zu kommen ohne riesigen Aufwand kann man wohl vergessen. Andererseits kann es auch ganz leicht sein, je nachdem.
Mit den 200.000€ hast Du recht. Aber die waren ja sicherlich eher als Vorwand gedacht, die ganze Schweinerei runterzuspielen.
Der gelegentliche Griff in irgend einen Reptilienfonds kostet die doch nichtmal ein müdes Arschrunzeln.
@22: Klar kommst Du mit genügend krimineller Energie in (fast) jedes System – und unseren "Sicherheits"-Behörden würde ich in Teilen ein gehöriges Maß davon unterstellen wollen. Aber wie gesagt – gerade die, die man mit der Maßnahme treffen will, treffen ihrerseits Maßnahmen die Durchsuchung zu verhindern oder zu bemerken.
Das Problem ist aber auch ein ganz anderes. Wie finde ich den heraus, bei wem ich eine Online-Durchsuchung machen muß? Oder schaue ich überall mal vorbei ob es sich lohnen könnte?
Die Vorratsdatenspeicherung ist natürlich auch bestens geeignet, sehr schnell an Informationen zu kommen, wie man den Bundestrojaner am besten auf eine bestimmte Maschine 'beamen' kann.
@26:
> Das Problem ist aber auch ein ganz anderes. Wie finde ich den
> heraus, bei wem ich eine Online-Durchsuchung machen muß? Oder
> schaue ich überall mal vorbei ob es sich lohnen könnte?
Vorratsdatenspeicherung
Speichern, speichern, speichern – am besten alles von jedem speichern und schon von Geburt an. Mit jeder neuen Schnüffel-, Kontroll- und Überwachungsbefugnis schwindet mein Vertrauen in diesen Rechtsstaat, der sich angeblich der Terrorismusbekämpfung verschrieben hat, aber offenbar ganz andere Ziele verfolgt, über die ich manchmal lieber nicht nachdenken mag.
@28:
Aha, und wie sehe ich einer Verbindung, deren Inhalt ich nicht kenne (kenne darf) an, dass sie irgendwie verdächtig ist?
Wir gehen jetzt davon aus, dass ich präventiv handel, also keinerleri Kenntnisse über ein mögliches Verbrechen – das was und wo und wer und wann – habe. Das ist ja die Prämisse die Herr Schäuble immer macht – präventiv zu handeln.
Was mich in dem Zusammenhang wundert, ist die Tatsache, dass die "üblichen Verdächtigen" (Journalistenverbände, Kirchen, Anwaltskammern etc.) sich verdächtig ruhig bei dem Thema verhalten … sitzen die alle schon im Knast? :)
… aber ich glaube wir brauchen uns garnicht soviel sorgen zu machen. Bei Heise steht
"[...] Dem Vernehmen nach gibt es aber noch Probleme bei der praktischen Durchführung der Online-Durchsuchungen. So soll von Regierungsseite beklagt worden sein, dass so viele Daten gesammelt worden seien, dass man ihrer nicht Herr habe werden können. [...]"
(http://www.heise.de/newsticker/meldung/88824)
@30: Angenommen, irgendjemand, der sehr verdächtig ist (oder tatsächlich kriminell) verschickt viele emails an viele Leute.
Alle Empfänger werden dann auch ein bischen verdächtigt, und alle, mit denen sie Kontakt haben ein bischen weniger usw. – wie großflächig, hängt bloß vom Ehrgeiz und der Rechenleistung ab.
Für mich persönlich heißt das: kein Handy (wie bisher), surfen (wenn von zuhause, bei Freunden kann ich Statistik gern nen bissle verwirren) per TOR und Emails usw. nurnoch verschlüsselt.
Sonst noch Firewall und verschlüsselte Datenträger, das übliche halt ;)
p.s. @32: Da hatten die Betroffennen wohl viel Upstream …
Wobei, wenn die sich von mir 10GB NWN2-Savegames (oder ähnliches) saugen, werden die auch echt Vergnügen dran haben :D
Ich denke, hier nehmen sich einige viel zu wichtig. Der Staat wird kein Interesse haben die Daten von Otto Normalo auszuwerten. Mich erinnert das an einige Leute, die nach 1990 ihre Stasiakte einsehen wollten und glaubten, da wäre sonst etwas an Papier zusammengetragen worden. Und dann hat sich nicht mal ein Schnipsel gefunden. Ist für mancher Leute Ego schwer zu verkraften……….
@30:
> Aha, und wie sehe ich einer Verbindung, deren Inhalt ich nicht
> kenne (kenne darf) an, dass sie irgendwie verdächtig ist?
Die werden die bevorzugten Internetadressen ihrer Zielpersonen schon kennen und wenn sie eine haben, dann kann man mit Hilfe der Verbindungsdaten die Beziehungsgeflechte rekonstruieren. Reicht das, damit Du Dir vorstellen kannst, wies funktioniert?
“[…] Dem Vernehmen nach gibt es aber noch Probleme bei der praktischen Durchführung der Online-Durchsuchungen. So soll von Regierungsseite beklagt worden sein, dass so viele Daten gesammelt worden seien, dass man ihrer nicht Herr habe werden können. […]”
Na ja, das sind die üblichen Nebelkerzen, mit denen man den Oberschlauen die Sicht raubt.
Früher hieß es einmal, das Abhören von Handies sei nicht möglich – mittlerweile längst Schnee von vor-vor-vorgestern.
Die Hoffnung, daß die Informatiker das Problem der Datenflut nicht in den Griff bekommen werden, ist mehr als trügerisch.
@32:
> Der Staat wird kein Interesse haben die Daten von
> Otto Normalo auszuwerten.
Solange der anständig ist und sich widerstandslos von diesem Staat seiner Grundrechte und seines Ersparten berauben läßt, nicht – da hast Du schon recht.
Aber wenn des Otto Normalos eines Tages massenhaft der Kragen platzt, dann wird eine Hyper-Stasi gebraucht.
Die wird jetzt aufgebaut – frei nach dem Motto "Spare in der Zeit, so hast du in der Not". (So lange mans auf fremde Kosten tun kann, tut es ja noch nichtmal weh…)
Sorry, nicht 32 sondern 34 war gemeint.
Auch hier gilt,was geht,wird auch gemacht!Was gespeichert werden kann,wird auch gespeichert werden.Früher oder später.Da gibt es überhaupt keinen Zweifel.Und das Grundgesetz gibt es sowieso nur noch damit man es ändern kann.
Als Admin und Web-Developer kann ich da nur meinen Laptop zuklappen und sagen „Macht euren scheiß gefälligst selbst, ihr weißt ja gar nicht wie unsinnig und vor allem technisch Aufwändig das ist“.
Realistische Perspekiven vertritt Schäuble leider nicht mehr. Hr. Schäuble, bitte zum wohle Ihrer geistigen Gesundheit oder Ihres Landes, melden sie sich bitte in der PSychatrie an!
Es ist nämlich ein Unterschied, ob ich nur Sprüche kloppe, oder wirklich tief in der Materie stecke. Damit hab ich täglich zu tun.
Also, liebe Provider und Mit-Admins, folgt meinen Ruf und arbeitet mal die Woche ab dem 2008-01-01 einfach gar nicht!
Und an alle anderen: es ist ein wahnsinniger technischer Aufwand UND der Zeitplan scheint von komplett Wahnsinnigen erdacht worden sein.
Wenn's nicht funzt machen wir einfach den Internet-Zugung dicht. So kann dann auch niemand mehr gegen das Gesetz verstoßen. Entschädigung für die Kunden kann gerne der Staat tragen (oder wir verkaufen unsere Regierung als Sklaven in den Kongo).
@39.Hätte dir vor 20 Jahren jemand gesagt,daß es bald das Internet gibt,hättest du gesagt:"Quatsch,weißt du was für ein technischer Aufwand das ist?"Hätte dir vor 50 Jahren jemand gesagt,daß die Menschen bald zum Mond fliegen…u.s.w.Auffällig ist,daß ausgerechnet die Leute die am tiefsten in der Materie stecken;den geringsten Überblick haben.Und zum zuklappen,ist es schon längst zu spät.
"… faktisch Deutschland- bzw EU-weit …" hüstel, die USA haben auch schon Bedarf angemeldet (und werden selbstverständlich Online-Zugriff bekommen.)
Wäre die Schreibung "E Mail Adresse" nicht konsequent?
@41:
> die USA haben auch schon Bedarf angemeldet (und werden
> selbstverständlich Online-Zugriff bekommen.)
Na ja, das ist nicht ganz präzise, aber fast: Die USA sind die treibende Kraft, sie verlangen die Daten von unseren Sicherheitsfanatikern und der Amis Wunsch ist denen bekanntlich Befehl…
@40 (Peter)
Äh, ich denke, die Nummer 39 (mg) meinte eigentlich, daß es ein enormer Aufwand ist, die Vorratsdatenspeicherung umzusetzen, und dieser Aufwand bleibt eben nicht an denen hängen, die die Speicherung wünschen, sondern an Leuten wie "mg". Da steht also wohl nicht "geht ja gar nicht", sondern "Unverschämtheit, daß mir das von Leuten aufgebürdet wird, die gar nicht kapieren, wieviel Aufwand das ist"
> Äh, ich denke, die Nummer 39 (mg) meinte eigentlich, daß es ein
> enormer Aufwand ist, die Vorratsdatenspeicherung umzusetzen, und
> dieser Aufwand bleibt eben nicht an denen hängen, die die
> Speicherung wünschen, sondern an Leuten wie “mg”.
Und rate mal, wer hinterher die Zeche bezahlen darf…
Finde das ganze zwar nicht so super, allerdings wird dies heute auch schon alles gespeichert! Meistens wird es zwar schon nach drei Monaten gelöscht, aber die Daten sind sooo auch alle vorhanden!
@45: Nein, wird es nicht. Warum sollte dein Mobilfunkbetreiber speichern, in welcher Funkzelle du dich während eines Telefonates aufhältst? Oder dein Maildienstleister, warum sollte der im Moment speichern, wann du wem Mails geschrieben hast? Lies einfach mal <a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/25/25105/1.html" rel="nofollow">nach</a>, bevor du behauptest, dass die Vorratsdatenspeicherung ja jetzt schon existieren würde.
Hm, woher weiß denn der Vorratsdatenspeicherer, wem welche E-Mail-Adresse gehört?
Die EMail kommt von einer IP-Adresse, die einem ganz bestimmten Internetzugang zugeordnet ist. (Sieh Dir mal einen Mailheader an, da steht sogar die ganze Route drin, die die Daten genommen haben.)
Die IP-Adressen ändern sich zwar mindestens 1 mal täglich (sofern der Absender nicht eine feste IP-Adresse hat), über die Zuordnung wird aber buchgeführt und diese Daten werden – ei, wer hätte das gedacht – natürlich auch gespeichert.
So einfach ist das…
Ich glaube nicht, dass das so einfach ist. Das kann zwar für den freundlichen Einzel-Amateur mit einer einzigen E-Mail-Adresse vielleicht gelten.
Abers sonst. Ich habe zu Hause einen Exchange-Server stehen, der hat gaaaaanz viele SMTP-Adressen, manche heißen so wie ich, andere wie meine Frau, meine Kinder, meine Mutter, meine Geschwister. Und andere heißen irgenwie. So wie info, webmaster, mailmaster, ebay, amazon, newsletter, beo, spam usw. usf. Und innerhalb von 20 Sekunden habe ich ein neue angelegt (habe ich extra gestoppt). Zum Löschen brauch's nur eine Sekunde.
Des Weiteren arbeite ich in einem multinationalen Konzern. Unsere E-Mail-Gateways stehen in London, New York und Hong Kong. Mein E-Mail-Account vorname.nachname@firma.com wird schön lastabhängig auf die drei Gateways verteilt. Wie meine anderen funktionsbezogenen Accounts auch.
Dann gibt's noch Accounts bei web.de, gmail, instantemail.t-online.de usw. usf. Ich kann z. B. auf meinem Blackberry E-Mails, die an den Firmenaccount gelangen, mit einem Privataccount beantworten, ohne irgendein spezifisches technisches Wissen haben zu müssen. Und wenn ich das kann…
Das kriegen die nie im Leben gebacken. So sinnlos.
> Ich habe zu Hause einen Exchange-Server stehen, der hat
> gaaaaanz viele SMTP-Adressen, manche heißen so wie ich,
> andere wie meine Frau, meine Kinder, meine Mutter, meine
> Geschwister. Und andere heißen irgenwie.
Du siehst vor lauter Bäumen den Wald nicht…
Schau Dir einen EMail-Header in Deinem Eingangsordner an: Dort steht u.a. die IP-Adresse drin, von der sie abgeschickt wurde. Die Headerdaten werden voratsgespeichert, die jeweilige IP-Adresszuordnung auch.
Wenn Du nun den EMail-Account löschst, löschst Du damit natürlich *nicht* die Header-Vorratsdaten – die sind Dir als Inhaber eines DSL-Anschlusses, oder bei Wahlverbindungen über Modem Dir als Inhaber der Telefonnummer fest zugeordnet und bleiben das auf über die Auflösung der betreffenden Verträge, bis die Daten fristgemäß -hoffentlich – gelöscht werden.
Es gibt also kein Entrinnen und nur weil Du das nicht gebacken kriegst, heißt das noch lange nicht, daß eine deutlich mächtigere Instanz – die 'Sicherheitsbehörden' der Bundesrepublik Deutschland damit nicht klar kommen.
#50 – das ist von mir, sorry…
Ich glaube, ich habe mich nicht klar genug ausgedrückt. Natürlich ist es ein Leichtes, zurückzuverfolgen, wem der Internetanschluss gehört, von dem eine E-Mail abgegangen ist. Das sagt aber noch nicht aus, dass der Hardware-Inhaber der E-Mail-Schreiber ist. Man kann natürlich konkludent schließen, wenn sprechende E-Mail-Adressen verwendet werden. Bei nicht sprechenden E-Mail-Adressen geht das aber nicht mehr. Des Weiteren ist der Schluß ja vielleicht auch falsch…(Anmerkung für mich selbst: muss mir mal eine E-Mail-Adresse w.s. anlegen).
Es ist übrigens auch ein Leichtes, in einer empfangene E-Mail die E-Mail-Kopfzeilen zu ändern. Dazu bedarf es nur eines Editors und einiger nicht sehr tiefgehenden Kenntnisse.
Natürlich stimmt auch die Aussage, dass die IP-Adressen vorratsdatengespeichert werden. Das Schöne daran ist, das Zeit ja nichts Absolutes ist. Ich wäre wirklich gespannt, wie die Vorratsdatenspeicherung aussähe, wenn ich meine DSL bitten täte, eine neue IP zu beziehen, dann eine E-Mail zu senden und dann die IP wieder zu ändern. Das geht in einer Sekunde. Und wenn die Uhren des E-Mail-Adressen-Vorratsdatenspeichers und des IP-Adressen-Vorratsdatenspeichers nicht synchron gehen, dann hat vielleicht ein ganz anderer gerade meine IP gehabt…
Noch viel interesanter wird es mit internationalen Konzernen. Soll wirklich "der Anschlussinhaber" an allen versendeten E-Mails "Schuld" haben?
Es gibt Dinge, die kann man technisch nicht lösen.
52: Wende die "Logik" der Musikindustrie auf alles an!
> Natürlich stimmt auch die Aussage, dass die IP-Adressen
> vorratsdatengespeichert werden. Das Schöne daran ist,
> das Zeit ja nichts Absolutes ist. Ich wäre wirklich
> gespannt, wie die Vorratsdatenspeicherung aussähe, wenn
> ich meine DSL bitten täte, eine neue IP zu beziehen,
> dann eine E-Mail zu senden und dann die IP wieder zu
> ändern.
Ganz einfach:
SvenRs IP-Voratsspeicherdaten
26.04.2006 19:10:23,743 192.75.277.111
26.04.2006 19:11:44,373 192.75.213.109
26.04.2006 19:15:23,798 192.76.12.55
usw. usf.
Die Uhren der Server werden schon lange per NTP (http://de.wikipedia.org/wiki/Network_Time_Protocol) auf wenige Millisekunden genau synchronisiert und da die Neuzuordnung der IP-Adresse nicht in ms erledigt ist und die neue Adresse zumindest einige Sekunden niemandem zugeordnet war, sind kleine Ungenauigkeiten im Zweifelsfall kein Problem.
Das Problem ist weniger die Technik, als Dein nicht vorhandenes Verständnis dafür…
PS.: Jedes Windows der NT-Linie kann übrigens seine Uhr auch über NTP mit einem Zeitserver abgleichen.
Sehr schönes theoretisches Wissen. Von der Praxis haben Sie leider keine Ahnung.
Haben Sie schon mal ein Log gesehen, in dem die Milisekunden mitgespeichert werden? Es wird in ganz vielen Systemen nach wie vor nicht einmal die Jahreszahl vierstellig gespeichert.
Haben Sie schon mal was von Zeitzonen gehört? Und wie man Zeitzonen in Logs speichert? Und den Unterschieden zwischen verschiedenen Betriebssystemen und -versionen, Datenbanken und -versionen, Logmechanismen, was die Betrachtung von Zeit angeht? Oder der ganz einfachen Problematik von Sommerzeit und Winterzeit, insbesondere in diesem Jahr, wo die USA umgestellt haben?
Glauben Sie wirklich, dass die Vorratsdatenspeicherungsauswerter Unschärfen wie "wenige Milisekunden" in Ihre Abfragen einbauen können?
Zwischen dem 31.12.2000 23:59:59,999 und dem 01.01.2001 00:00:00.000 liegt nicht nur eine Milisekunde, eine Sekunde, eine Stunde, ein Tag, ein Monat ein Jahr sondern gleich ein ganzes Jahrtausend, je nach dem welche Betrachtungsweise man anlegt.
Die Zeit wäre nicht wichtig, wenn alle Daten zusammen in ein Log fortwährend geschrieben würden. Das ist aber nicht der Fall.
Zeit ist nur ein Thema, wie sieht es denn mit der Anzahl der Zeichen aus, die z. B. bei E-Mail-Adressen geloggt werden? Was meinen Sie, wie viele Zeichen aus der to oder cc oder bcc werden wohl im Vorratsdatenspeicher stehen? Wie, E-Mail ist multidirektional? Ich weiß, welche E-Mail-Systeme, die ich betreibe/benutze wie viele E-Mail-Adressen bzw. wie viele Zeichen lang alle E-Mail-Adressen zusammen und auch einzeln erlauben. Glauben SIe wirklich, dass alle Programmierer deiser vielen Vorratsdatenspeicher überhaupt wissen, dass SMTP-Adressen auch einfache Anführungszeichen bzw. Minutenstriche "'" enthalten dürfen, und wenn sie das wissen, wie die escaped werden?
Junge, junge, Du hast wirklich ein solides Halbwissen… und einen derart scharfen Blick für Details, daß Du den Wald vor lauter Bäumen nicht siehst…
Aber seis drum – wenn Du meinst, DU seist wegen der Unfähigkeit anderer vor den Schnüffeleien dieses Raubstaates sicher, dann wird es wohl so sein. Ich bin es jedenfalls nicht.
Vielen Dank, dass Sie so detailliert auf meine Anmerkungen eingegangen sind. Das ist ein beliebter aber untauglicher Trick, einfach mal so Halbwissen zu unterstellen. Sie disqualifizieren sich selbst.
Und dann interpretieren Sie auch noch meine AUssage vollkommen falsch.
Ich sage nicht, dass deshalb keiner Schnüffeln wird, oder dass nicht falsche Schlüsse gezogen werden. Ich sage nur, dass soviel Fehler- und Interpretationspotential gibt, das erstens die wirklichen bösen Buben sowieso nicht dingfest gemacht werden und sicherlich einigen unberechtigterweiße "bewiesen" werden wird, das sie böse sind.
Ja hast Du denn immernochnicht mitbekommen, daß es garnicht um die 'wirklichen bösen Buben' geht, sondern um die Bürger der BRD?
Das ganze Terrorismusgedöns ist nur der Vorwand für den Abbau der Bürgerrechte.
Manche sind wirklich sehr schwer von Begriff…
tja,die materiellen – und beherrschungsinteressen einer immer kleineren minderheit geraten in intensiveren widerspruch zu der überwiegenden mehrheit der bevölkerungen.ideologisch und kulturell ist das nicht das geringste problem,wie leicht erkennbar.aber materiell!und deshalb muß widerstand im keim erstickt werden.der hirte,die schafe und die hunde!1984 und 2007.und weil die menschheit nicht aufwacht,kann das noch verdammt lustig werden! schöne grüße u.r.
Das soll nun aus unserem freien und demokratischen Land werden, ein Überwachungsstaat. Politiker dieser Generation treten die Verfassung mit Ihren Stiefeln, die freiheitliche BRD nicht besser als seinerzeit die DDR und Ihre Schnüffelorgane! Terrorschutz heißt das Zauberwort (aus den USA) vom großen Bruder der den kleinen seit Bush und CO bevormundet. Schröder hat Ihn noch zurück in den Wald gescheucht, jetzt mit Frau Merkel versuchen die erneut Ihr Glück! Leute (Bürger der BRD) wacht auf! Die Verkaufen unsere Rechte. Seit Jahrzehnten lassen wir mitten in Deutschland den Abhördienst der USA gewähren. Lauschangriffe aus deren Kuppeln spionieren alles über jeden aus. Nun sollen wir es Ihnen gleichmachen? Wir spionieren uns selber aus, und zahlen auch noch selber dafür! Massenspeicherung Eurer persönlichsten Daten. Wo bitte sind die Gesetze die mich davor schützen sollen? Was treibt unser Rechtssystem, was machen die Richter die wir dafür bezahlen das so etwas nicht geschehen darf? Sollte es kommen so hoffe ich das diese Schnüffler an den Datenmengen ersticken werden …
@ Nr. 6: Ausweispflicht in Internetcafes gibts auch in Italien, einem Land, dass zur EU-Diktatur gehört.
2012 (Neue Weltordnung) ist nicht mehr weit entfernt. Man arbeitet ja bereits im Eiltempo. Wann kommt eigentlich die Bevölkerungsreduktion auf die Tagesordnung? Schließlich gibts derzeit noch über 500 Millionen Menschen auf euren Planeten, hochverarchtungsvolle Politiker?