Who’s A Rat?
Auf der Seite Who’s A Rat werden verdeckte Ermittler, V-Leute und Kronzeugen vorgestellt. Mit Namen, Adresse und Foto. Die Seite speist sich aus allgemein zugänglichen Gerichtsakten der US-Justiz und will angeblich nur Anwälten helfen. Trotzdem ist sie den Behörden ein Dorn im Auge.
Spannender Artikel auf Spiegel online.
Tja, die Geister, die ich rief…
Da hat sich die Justiz bzw. Polizei mal mit den Auswirkungen der selbst ins Leben gerufenen Pranger-Politik (Stichwort: sexual offenders) herumzuschlagen (wobei dieser Aspekt im SPON Artikel nicht mit einer Silbe erwähnt wird, ein Schelm…).
Ich würde ja gerne hoffen, das rege mal zum Nachdenken an. Irgendwie glaube ich aber nicht dran.
heute wenig zu tun in der Kanzlei?
Ich gebe die Frage gerne zurück.
Nu scheint die Seite offline zu sein. "Seiten Ladefehler" ist die Meldung bei Klicken auf den Link.
Sorry, doch nicht…
Gabs nicht auch mal in Deutschland eine Datenbank im Netz auf denen diverse Richter angeprangert wurden?
Kann mich da ganz schwach erinnern.
@4: Doch, die Seite hat erhebliche Probleme! Entweder die Bilder werden nicht dargestellt … Berichtigung, die Seite ist nun "suspendiert"!!!
Offensichtlich hat der Hoster wohl ein klein wenig Druck bekommen …
@2 + 3: allgemeines Kaffekränzchen gewünscht? ;-)
Bei mir hat die Seite vorhin noch getan. Die Fand' ich aber nicht so sonderlich interessant.
hm, komisch.
wenn es um die öffentliche sexualstraftäterdatei in den usa geht, dann ist die argumentation, in bezug auf die lynchjustiz, seltsamerweise eine gegenteilige. diese datei hat, im gegengsatz zu der genannten seite, nämlich schon todesopfer gefordert.
mfg
anonymouse
Nun habe ich einen so schönen Artikel geschrieben, und nun ist er plötzlich weg… Manchmal hasse ich dieses WordPress… Hoffe aber noch das es diesmal wieder nach kurzer Zeit plötzlich auftaucht.
Ich verweise da mal auf den schönne Film "Departed".
@6: jupp, unter http://www.skandalrichter.de war das. Eine laue Seite von irgendwelchen Mißverstandenen, die u.a. ein paar Berliner Richter ziemlich böse angegangen sind. Die Seite ist seit längerem Offline. Aber letztens hatte ich so etwas ähnliches gefunden, http://www.justizirrtum.de.
Bei mir sieht man nur eine Apache Installationsseite.
@11: Departed habe ich überhaupt nicht verstanden. An zu vielen Ecken sind die Verwicklungen aufgebaut worden und waren für mich nicht schlüssig zusammengeführt.
Der Gehalt war für mich damit bodenlos schlecht.
Tja, soviel zum Thema Meinungsfreiheit…
Wissen die Polizisten und Informanten denn nicht, daß niemand etwas zu befürchten hat, der nichts angestellt hat?
@ 6: Schau mal unter http://www.richterdatenbank.de. Wobei ich das nicht unbedingt vergleichen würde, schließlich handeln Richter nicht verdeckt. Und wer es nicht ertragen kann, dass seine Rechtsprechung auf obskuren Internetseiten kritisiert wird, sollte sich nen anderen Beruf suchen (Ich bin übrigens Richter).
@16 (dante),
die Gutachter-Datenbank ist aber auch nicht zu verachten. Vor allem die Gegendarstellung der Gutachterin im ersten Fall. Auch wieder eine der "anerkannten ExpertInnen", die nix wissen und nix können.
Leider ist ja nun mein Beitrag nicht wieder aufgetaucht, darum hier noch mal:
Die grundlegende Idee, so die US-Behörden, der Sextäterdatenbank ist es, die Menschen vor den Bösewichtern zu schützen. "Vorsicht das ist ein Bösewicht". Nun haben Informanten teilweise auch schon sehr sehr falsche Informationen gegeben, damit sie dafür irgendwie kassieren können. Ein Informant der nix zu informieren hat ist ja nutzlos.
Und um sich davor zu schützen sollte man die Daten der Informanten sehr wohl ebenso veröffentlichen. Damit man sich vor ungerechtfertigten Angriffen schützen kann. Der Lynchjustiz wird damit Vorschub geleistet? Ach na ja, ein paar Morde akzeptiert man bei der Sextäterdatenbank ja auch ohne ein angefressenes Gewissen. Sollte also bei der Informantendatenbank auch nicht anders sein.
Ist also alles o.k.. Oder eben nicht. Aktuell zur us-amerikanischen Sextäterdatenbank übrigens in meinem Blog: http://www.chris-unger.de