31.5.2007

Links 99

G8: Regierung sperrt Journalisten aus

Ein Netz fürs Leben

Discount-Anwälte in Schieflage?

Privates Surfen am Arbeitsplatz – heikel, aber nicht komplett verboten

Mehr Menschen kehren Deutschland den Rücken

SZ: Blogs und Journalismus

“Ihren Fall habe ich nicht im System”

Berliner ja, Hamburger nein

Holland: Gefährliche Sex-Partys

Düsseldorf: Sieben Jahre Verkehrschaos?

21 Kommentare zu “Links 99”

  1. DieSchulzkis meint: (31.5.2007 um 20:54) AntwortenReply to this comment

    Danke für die Verkehrswarnung für Düsseldorf.

  2. Martin (Link) meint: (31.5.2007 um 21:10) AntwortenReply to this comment

    Eigentlich ist dieser G8-Gipfel ja bereits gescheitert. Die Versammlungsfreiheit wurde beschnitten, jetzt auch noch die Pressefreiheit mit irgendwelchen fadenscheinigen Begründungen, Merkels Anstrengungen für eine gemeinsame Klimapolitik (ein Hauptanliegen dieses Gipfels) wurden ja durch Herrn Bush heute ad absurdum geführt und ich glaube kaum, dass die Situation der Dritte-Welt-Länder unbedingt verbessert werden wird. Und dieses ganze Theater kostet den Steuerzahler auch noch 100 Millionen Euro. Man kann nur hoffen, dass die Herren Beckstein und Schäuble keinen Herzkasper erleiden, falls das Bild der Bundesrepublik doch noch im Ausland "beschädigt" werden sollte. Juckt dass die Italiener oder uns mit ihrem wirklich in die Hose gegangenen Genua-Gipfel eigentlich?

  3. Raoul meint: (31.5.2007 um 21:22) AntwortenReply to this comment

    "Auf diesen Bug-Partys geschieht die Infizierung aber meist freiwillig. Man(n) geht das Risiko durch ungeschützten Sex bewusst ein, um sich mit dem HI-Virus anzustecken."

    ???

  4. Ben (der unerwünschte) meint: (31.5.2007 um 21:32) AntwortenReply to this comment

    Also ich bin über die Geschichte mit der Akkreditierung offen bestürzt. Das kann einfach nicht angehen, wie hier mit komplett unbescholtenen Journalisten umgegangen wird, deren einziges "Vergehen" darin besteht, kritisch zu sein.

    Martin, du meinst es ja gut, und redest von "fadenscheinigen Gründen", aber das Schlimme ist, es gibt faktisch gar keine Gründe. Niemand weiß, wieso die Akkreditierung in diesen Fällen nicht gewährt wurde, keiner kann sagen, inwiefern sich die Verantwortlichen die "Gründe" für ihre Entscheidung mal eben aus dem Arsch gezogen haben.

    Übrigens, was es Genua betrifft: Das, was da passiert ist, das juckt mich persönlich sogar ganz drastisch, und führt zu einem verdammt schlechten Italien-Bild meinerseits. Solche Nummern in einem demokratischen Land, mit dem unsere Sicherheitsbehörden zusammen arbeiten, kann und sollte man nicht übergehen.

  5. Anonymous meint: (31.5.2007 um 22:13) AntwortenReply to this comment

    In Wikipedia steht, Obermann war früher für den Telekom-Kundendienst zuständig und hatte den spitznamen "Bulldozzer"
    .
    Er ist also höchstpersönlich an den bekannten Pannen schuld.
    Ganze Familien bis zur Oma wurden durch Marketinganrufe stark belästigt.

  6. h.c. meint: (1.6.2007 um 07:23) AntwortenReply to this comment

    G8: Regierung sperrt Journalisten aus – "Diese werde im Einverständnis mit den Journalisten durchgeführt."

    Ahhhhhh ja. Deutschland scheint sich immer mehr China als Vorbild zu nehmen. Kritische Berichterstattungen sind unzulässig und werden mit Angriffen, vom Verweigern der Akkreditierung bis hin zu verfassungswidrigen Durchsuchungen der Presseräume. Auch China hat zu Olympia selbst ausländischen Journalisten die kritische Berichterstattung bei Strafe verboten.

    Interessant ist natürlich auch, das der Verfassungsschutz wohl Informationen über Journalisten hat. Warum eigentlich? Mir ist schon desöfteren die Vermutung nahe gelegt wurden, der Verfassungsschutz sei nicht da um verfassungswidriges Verhalten zu überwachen (warum wird dann nicht Wibas oder AdnM im Verfassungsschutzbericht erwähnt, bzw. die gesamte CDU/SPD mit starken verfassungsfeindlichen Bestrebungen?) sondern dieses hauptsächlich von Politikern dazu genutzt wird, unliebsame Menschen zu überwachen und wenn möglich etwas anzuhängen.

    spiegel.de/politik/deutsc...and/0,1518,486020,00.html

    "Die Entscheidung ist nicht mehr anfechtbar."

    Ach nicht? Wie wäre es denn mal mit einer Klage/Beschwerde vor dem BVerfG oder dem EuGH?

  7. Kai meint: (1.6.2007 um 07:27) AntwortenReply to this comment

    Ich kann nicht verstehen, warum die Zeitung Express.de nach wie vor mit Firefox keinen Content anzeigt, sondern nur die Navigation. *einfach unglaublich*

  8. Kai meint: (1.6.2007 um 07:28) AntwortenReply to this comment

    Sehr komisch. Wenn ich den Link nutze, kommt kein Inhalt. Erst als ich manuell auf der Startseite war, funktioniert auch der Link. Cookieprobleme?

  9. littleandy meint: (1.6.2007 um 08:09) AntwortenReply to this comment

    Unglaublich. Kritische Journalisten wird die Akkreditierung verweigert, die Bannmeile wird jetzt zu 10 Bannkilometern, und Kritiker von Überwachungsmaßnahmen werden als "hysterisch" bezeichnet.

    Schöne neue Welt…

  10. h.c. meint: (1.6.2007 um 08:12) AntwortenReply to this comment

    Ich äußere mich in meinem Blog:

    Die rechtsfreie Zone – Mielke wäre stolz gewesen

    Kilometerweites Demonstrationsverbot, Akkreditierungsverweigerung für kritische Journalisten, Überwachung von Journalisten durch den "Verfassungsschutz", Automatische Speicherung von Personen die sich irgendwo in oder um Heiligendamm befinden, ständige Überwachung und Durchsuchung der Heiligendamm-Anwohner, Geruchsproben nach Stasi-Manier, Generalverdacht gegen G8-Gegner, und wer böse Sprüche an Wände schmiert wird wie ein Terrorist behandelt. Mielke wäre stolz auf die Leistungen der Bundes- und Landesminister gewesen, stolz auch auf die Entscheidungen der Gerichte, stolz auch auf die Leistungen der Polizei, diese Leistungen die ich hier in einer noch weit unvollständigen Liste erwähnt habe. Faktisch bleibt festzustellen: Das "Recht" von Frau Angela-diskutiert-nicht-Merkel und Herr Wolfgang-ich-bin-anständig-Schäuble, vor kritischen Stimmen "beschützt" zu sein gilt deutlich mehr als die elementaren Menschen- und Grundrechte wie die Versammlungsfreiheit und die Presseheit in unserem verfassungsgleichem Grundgesetz. Wer sich im Umkreis von 20 KM um Heiligendamm, übrigens kein abgeschiedener Ort irgendwo in der Wüste sondern eine Landschaft mit mehreren zehntausend Einwohnern, aufhält muss sich alles von irgendeinem dahergelaufenem Polizistobermeister gefallen lassen.

    Und es bleibt festzuhalten: Der heutige BRD-Terror im Gebiet von Heiligendamm ist nichts gegen den DDR-Terror von vor 30 Jahren. Und wie der menschenrechtsfeindliche Russland-Präsident Putin zu Merkel anmerkte: "Kehr vor deiner eigenen Türe!" Inzwischen hat sich die Menschen- und Grundrechtslage deutlich russischem und chinesischem Niveau angenähert.

    Wehret dem Ende!"

  11. tr meint: (1.6.2007 um 09:06) AntwortenReply to this comment

    thema g8

    na endlich, dann wird vielleicht auch mal die presse etwas kritischer und damit auch die bevölkerung mehr sensibilisiert.

  12. h.c. meint: (1.6.2007 um 09:14) AntwortenReply to this comment

    @11 (tr),

    wie meine einer vom IOC? Die Presseleute sollen doch bitte schön die Bestimmungen Chinas beachten, und die wenigsten wehren sich dagegen…….

  13. RA J. Melchior (Link) meint: (1.6.2007 um 10:01) AntwortenReply to this comment

    "Die Gründe der Abwanderung erheben die Statistiker nicht."

    - Schade eigentlich, wäre doch sehr interessant, wie viel die Machenschaften von Wolfgang-ich-bin-anständig-Schäuble & Co. zu der Massenflucht beitragen, oder?

  14. h.c. meint: (1.6.2007 um 10:25) AntwortenReply to this comment

    @13 (RA J. Melchior),

    zählen da eigentlich die Zwangsausweisungen von Homosexuellen in den Iran oder von (Russland-)Regierungskritikern nach Russland mit rein …? Frei nach Merkel: Da wird nicht diskutiert, offiziell gibt es keine Homosexuellen-Verfolgung im Iran und auch keine Kritikerverfolgung in Russland. Also da darf man nicht diskutieren, da muss man handeln…

    Und einige Richter urteilen dann auch noch, man müsse im Iran ja keine homosexuellen Handlungen begehen… Schlimm wenn selbst Richter nicht mal Ahnung von Recht haben.

  15. Anonymous meint: (1.6.2007 um 10:43) AntwortenReply to this comment

    zu G8: Regierung sperrt Journalisten aus:
    An scheinend gibt es schon in einem Fall einen Gerichtsentscheid gegen die :Aussperrung":
    Eine betroffene Journalisten "legte gestern Widerspruch gegen die BKA-Entscheidung ein und stellte einen Eilantrag vor dem Berliner Verwaltungsgericht. Noch am selben Tag erließ der zuständige Richter eine einstweilige Anordnung gegen das Bundespresseamt auf sofortige Ausstellung der Akkreditierung."
    http://www.jungewelt.de/2007/06-01/058.php

  16. Cator meint: (1.6.2007 um 14:29) AntwortenReply to this comment

    zu “Ihren Fall habe ich nicht im System” (Telekom-Streik):

    "Auch U.K. sagt, dass der Arbeitskampf die Falschen treffe. [..] 'sie treffen damit die kleinen Leute, nicht die Politiker und die Telekom-Oberen.'"
    Wenn ich Streiks richtig verstanden habe, hat Frau U.K. noch nicht begriffen, dass sie selber den Politikern Dampf machen soll. Der Spiegel-Artikel lässt jedenfalls darauf schliessen, dass der Streik wirksam ist.

  17. Christian meint: (1.6.2007 um 18:22) AntwortenReply to this comment

    zu "Ihren Fall habe ich nicht im System"

    Es stimmt, Streiks sollen die "kleinen Leute" treffen, damit diese den Entscheidungsträgern indirekt Druck machen. Traurig genug, dass die Opfer der Telekombediensteten jetzt auch noch zu deren unfreiwilligen Helfern werden.

    Wenn ich mir vorstelle, wie die raffgierigen Faulpelze sich auf ihren Streikveranstaltungen über genau solche Meldungen freuen, dann freue ich mich umso mehr, wenn von denen bald möglichst viele dauerhaft auf der Straße sitzen.

  18. Tom meint: (2.6.2007 um 00:48) AntwortenReply to this comment

    @17
    1. Erst mal über Streikrecht, bzw. Sinn eines Streikes etc. informieren.

    2. Keinenfalls sollen die "kleinen Leute" getroffen werden! Im Gegenteil !!! Nur kann man leider aus der Sache raus nicht die "kleinen" von den "großen" trennen.

    3. Von "Faulpelzen" reden kann nur jemand, der überhaupt keine Ahnung vom Sinn (oder Unsinn) eines Arbeitskampfes hat.

    4. Ich wünsche dir auch, das du in Zukunft dauerhaft auf der Straße sitzt. (Sorry an alle anderen Mitleser, aber bei einer solchen Äusserung geht mir die Hutschnur hoch)

  19. Christian Lemm meint: (2.6.2007 um 13:52) AntwortenReply to this comment

    @Tom

    Du hast Recht: Ich habe den Sinn eines Streiks noch nie verstanden. In Zeiten globalisierter Wirtschaft hat es in meinen Augen keinen Sinn, wenn ein paar verwöhnte Halbbeamte für ihre unverdienten Privilegien "kämpfen" bzw. einfach nicht arbeiten.

    Ich selbst bin Unternehmer, habe eine 60-Stunden-Woche, liebe meine Arbeit und verstehe nicht, wie man sich gegen die vom Markt diktierte Erhöhung der Wochenarbeitszeit und die ebenso notwendigen Gehaltskürzungen wehren kann. Ein Angestellter, dem sein Unternehmen etwas bedeutet, trägt das Sanierungskonzept mit.

  20. abc meint: (3.6.2007 um 17:53) AntwortenReply to this comment

    @19 Du magst ja ein "kleiner Unternehmer" sein und für deinen Betrieb mag das stimmen, was du schreibst aber Fakt ist, dass gerade Großbetriebe derzeit das Geld scheffeln wie noch nie – zwar gab es bei der Telekom einen Einbruch, aber sie ist immer noch tief in den schwarzen Zahlen und macht jährlich Gewinne und steigert ihren Umsatz. Gleichzeitig setzt sie massenhaft Leute auf die Straße, was du als verantwortungsbewusster Unternehmer wohl nicht tust – und von Arbeitnehmern zu verlangen, die Profitgier ihrer Betriebe zu unterstützen, die massig Mitarbeiter in die Arbeitslosigkeit entlassen, nur damit das Ergebnis am Konto netter aussieht und die Aktien etwas ansteigen, ist ein bisschen viel verlangt. Zumal genau die Leute nicht zu Unrecht das Gefühl bekommen werden, dass ein Unternehmen, das selbst mit langgedienten MitarbeiterInnen wenig zimperlich umgeht, mit ihnen eines Tages genauso grob verfahren wird. Denn wo die exorbitanten Gewinne der Vorjahre denn verblieben sind, die die mickrigen Löhne, die jetzt als großes Sparpotenzial herhalten sollen, um das Zigfache übersteigen, interessiert niemanden, dabei hätte man mit diesen Beträgen weit eher wirklich etwas sanieren können.

  21. Der Gerd meint: (3.6.2007 um 20:03) AntwortenReply to this comment

    @19 + 20
    Und dabei sollte man nicht vergessen daß der liebe Herr Obermann kein Unternehmer ist. Er ist ein Angestellter ohne jedes unternehmerisches Risiko. Wenn er mit der 17. Umstrukturierung der Telekom in den letzten 10, 15 Jahren floppt macht er sich mit einer Abfindungen in siebenstelliger Höhe vom Acker. Wie die anderen Vorstände vor ihm auch. Bitte verzeiht mir wenn ich jetzt keine Lust habe nach den Namen zu googeln.
    Der Gerd

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