28.6.2007

Links einhundertneun

Marions ScheckKochbuch

Sechseinhalb Jahre Haft für Düsseldorfer Anwalt

Die Lage an der Abmahnfront

Quiz-TV: Gerichtsbekannt viele Blindgänger

Haben Sie einen Computer? Leider ja.

Verhaftet im Urlaub

27 Kommentare zu “Links einhundertneun”

  1. littleandy meint: (28.6.2007 um 20:51) AntwortenReply to this comment

    Frage bezüglich des Düsseldorfer Anwalts: Dessen "betrogener Betrüger"-Mandant soll 2003 zu 12 Jahren Haft verurteilt worden sein. 2006 wurde er nach "Verbüßung von zwei Dritteln seiner Haftstrafe" auf Bewährung entlassen. Zwei Drittel von 12 Jahren ergibt für mich 8 Jahre, 2003 + 8 Jahre 2011. Gab es vorher wirklich fünf Jahre Untersuchungshaft, die ins Gewicht fallen? Und: wie konnte er einfach ausreisen, wenn er auf Bewährung war? Warum wurden die Konten nicht gesperrt?

  2. Martin_mb meint: (28.6.2007 um 21:07) AntwortenReply to this comment

    @ Düsseldorfer Anwalt

    Und wieder kannst Du das Fähnchen eines Konkurrenten von Deiner Strategie-Karte entfernen…

    Wie steht denn so der Schlachtenverlauf?

  3. Marc meint: (28.6.2007 um 21:11) AntwortenReply to this comment

    Zum Quiz-TV: Machen Anwälte da überhaupt den Versuch sowas ihren Mandaten auszureden, oder verstößt das schon gegen Standesregeln?

    Kann man vor Gericht alles probieren, ohne dass es Folgen hat?

    Was würden den U.V. dem Unternehmen sagen, wenn er solche Anliegen vertreten und begründen soll? "Doppelter Honorarsatz, bitte."? ;-)

  4. h.c. meint: (28.6.2007 um 22:16) AntwortenReply to this comment

    "Haben Sie einen Computer? Leider ja."

    Also wenn der Parteikollege Westerwelle mit dem Computer wirklich umgeht wie mit Hammer und Nagel… Hm… Oder hab ich ihn da falsch verstanden?

    Und der Bundesjustizministerin würde ich vorschlagen, das sie doch bitte öfters hier sich informieren solle als auf anderen Seiten. Dann würde sie fachlich qualifiziertere Aussagen machen. ;o)

  5. Marc meint: (28.6.2007 um 22:45) AntwortenReply to this comment

    Westerwelle meinte, dass ein Computer ein ganz normales Werkzeug ist, dass er täglich benutzt. Politiker, die in Bildern jenseits vom leeren Staatssäckel reden, sind wir halt nicht gewohnt. ;-)

  6. h.c. meint: (28.6.2007 um 23:09) AntwortenReply to this comment

    Ach so. Also benutzt er ihn nicht wie Hammer und Nagel. Dann bin ich ja sehr beruhigt. Und normalerweiße bin ich ja in politisch gut bewandert. ;o)

  7. RAW meint: (29.6.2007 um 00:00) AntwortenReply to this comment

    @1 Wolfgang U. wurde offenbar 98 in Thailand verhaftet. Also kommt 08 als 2/3-Termin hin.

    Kann man sich auf dieser Webseite zusammenreimen:
    http://www.4pawsnet.de/spendenskandale-DeutschesTierhilfswerk.html

  8. Tobias Brehme meint: (29.6.2007 um 00:07) AntwortenReply to this comment

    Bundesjustizministerin Zypris weiss also nicht was ein Browser ist und treibt die vorratesdatenspeicherung vorran…
    - interessant mindestens

  9. Ch meint: (29.6.2007 um 00:42) AntwortenReply to this comment

    Der Marion-Artikel ist -wenn auch rechtlich halt wackelig- wirklich amüsant. Unbedingt die Kommentare lesen. Marions Mann ist auch wieder von der Partie – als (angeblich) treuer Leser der c't. So eine Art von Einlassung kennt man…
    Vielen Dank an Leser Kirk!

  10. dontpanik meint: (29.6.2007 um 01:58) AntwortenReply to this comment

    “Haben Sie einen Computer? Leider ja.”

    Schöner Bericht…
    …und "leider" Wahr!!!

    Warum haben die mal nicht W.(i.b.a.)S. befragt?
    Der hätte bestimmt alle Fragen beantworten können!!?

  11. h.c. meint: (29.6.2007 um 07:53) AntwortenReply to this comment

    @10 (dontpanik),

    ob der hätte antworten wollen? "Ja, also Computer, das sind doch solche Dinge die ich überwachen will…. und äh… die sind ja öffentlich zugänglich und nicht privat… und äh ja."

    So oder so ähnlich würde ich mir das dann vorstellen.

  12. M. Boettcher meint: (29.6.2007 um 09:04) AntwortenReply to this comment

    Ich vermisse Antworten der Politiker, die das Internet als "Universität des Terrors" bezeichnen und die Online-Durchsuchungen das Wort reden. Deren Kenntnisse zum Objekt ihrer Obsessionen würde ich ja zu gern einmal abgefragt sehen. :)

  13. Fincut meint: (29.6.2007 um 09:42) AntwortenReply to this comment

    Haben Sie einen Computer? Leider ja.

    Kein Wunder, dass in jedem Computer und überall im Internet das ultimativ Böse gesehen wird: Der Computer, das unbekannte Wesen.

  14. Gerhard meint: (29.6.2007 um 10:14) AntwortenReply to this comment

    Sind wir jetzt wirklich schon so weit, dass jeder einen Computer bedienen können muss?

  15. Randalf meint: (29.6.2007 um 10:36) AntwortenReply to this comment

    @Gerhard: Nein, nicht jeder. Aber jemand, der Gesetzesinitiativen in diesem Bereich voranpuscht.

  16. Sonny meint: (29.6.2007 um 10:40) AntwortenReply to this comment

    @14 ich denke ja, aber erstaunlicherweise dauert die Gewöhnung erheblich länger als damals bei der Einführung der Faxgeräte…

  17. Randalf meint: (29.6.2007 um 11:02) AntwortenReply to this comment

    @16 Ich würde einen PC nun wirklich nicht mit einem Faxgerät vergleichen. Selbst der Vergleich mit der Programmierung eines Videorekorders (an der bereits viele Scheitern) ist noch zu schwach. Bei beiden hast du ein festes Interface mit einer überschaubaren Tastenanzahl, welche Konstant bleiben. Bei einem PC musst du dich aber erstmal daran gewöhnen, dass dir mindestens 105 Tasten plus Maus zur Verfügung stehen und dass das Interface (also die Programmoberfläche) extrem dynamisch ist. Sowas gab es in dieser Form vor dem Computer eigentlich nie. Von daher habe ich Verständnis für Menschen, die damit nicht klarkommen – wenn sie denn dazu stehen.

  18. R.A. meint: (29.6.2007 um 11:27) AntwortenReply to this comment

    @17:
    Ich würde Computer auch nicht mit Fax oder Video vergleichen – letztere muß man nun (auch als verantwortlicher Politiker) wirklich nicht bedienen können.

    Aber eine vernünftige Computernutzung incl. Internet sollte Berufstätige ab einer gewissen Qualifikation heute selbstverständlich möglich sein.
    Genau so gut hätten die Betreffenden zugeben können, nicht telephonieren zu können – ihr Unwissen ist einfach nur noch peinlich.

    Und die Zahl der Tasten als Merkmal für Komplexität ist wohl doch etwas absurd.

  19. Randalf meint: (29.6.2007 um 11:55) AntwortenReply to this comment

    Wieso sollte es selbstverständlich sein? Das Leben hat ein paar tausend Jahre ganz gut ohne Internet funktioniert. In seiner heutigen Form existiert es erst seit etwa 10 bis 20 Jahren, vorher war es "Fachleuten" vorbehalten. Die nächste Generation von Politikern wird damit sicher keine Probleme mehr haben, die sind dann damit aufgewachsen, so wie die interviewenden Kinder. Frag die doch mal, wie ein Rechenschieber funktioniert – das weiß ich als studierter Mathematiker ja nichtmal, aber meine Mutter hat es noch an der Realschule gelernt.

    Und ja, die Zahl der Tasten ist ein Merkmal für die komplexität. Sicher nicht die reinen Buchstaben, deren Bedeutung ist genauso selbstverständlich wie die Zahlen 0 bis 9 auf dem Telefon. Aber STRG, ALT, ESC, F1..12, EINFG, POS1, usw sind nunmal für einen Anfänger sehr verwirrend, Kombinationen wie "ALT GR"+Q um das @ zu erreichen erst recht nicht. Wo doch viele noch nichtmal die richtige Verwendung der SHIFT-Taste beherschen und statt dessen lieber "CAPS-LOCK, Buchstabe, Shift" einsetzen.

    Dazu kommt noch, wie erwähnt, die dynamische Oberfläche. Ein ENTER in der URL-Zeile bedeutet was ganz anderes als ein ENTER in Word. Ich habe auch schon beobachtet, dass es Anfängern schwer fällt, in den Icons ihre Bedeutung zu erkennen. Wenn man sagt "Klick mal auf das Fernglas", dann wandert der Blick erstmal lange über den Schirm, dann kommt die Frage "Welches Fernglas denn?" und wenn man dann das Symbol zeigt heißt es "Ach, das soll ein Fernglas sein?!?".

    Wie gesagt, ich habe Verständnis für Leute, die damit nicht umgehen können.

  20. Kerstin meint: (29.6.2007 um 11:56) AntwortenReply to this comment

    Heise-Forum…herrlich… *popcornmampf*

  21. Randalf meint: (29.6.2007 um 11:57) AntwortenReply to this comment

    "Kombinationen wie “ALT GR”+Q um das @ zu erreichen sind erst recht nicht intuitiv", meinte ich natürlich.

  22. Sonny meint: (29.6.2007 um 13:20) AntwortenReply to this comment

    Ja, ich gestehe, die Komplexität eines Faxgerätes unterscheidet sich erheblich von der eines Computers. Nur ist die (Abwehr-)Haltung oder Unkenntnis zu dem "neuen" Medium in etwa vergleichbar. Damals hiess es auch: "Ja, hab ich von gehört, aber ich brauch das nicht."

    Naja, ist ja auch Wurscht. Meine Mutter hat sich das Internetz und die Textverarbeitung als gelernte Schneiderin (bitte, das ist keine Abwertung!) mit fast 70 Jahren auch selbst beigebracht.

    Es ist wohl eine Frage des Wollens. Jedenfalls nervt es mich gehörig, das studierte und gut bezahlte Politiker über etwas urteilen, von dem sie keine Ahnung haben.

    Aber das ist ja nun wirklich nichts Neues…

  23. A. John meint: (29.6.2007 um 14:03) AntwortenReply to this comment

    @19: Wie gesagt, ich habe Verständnis für Leute, die damit nicht umgehen können.
    Es kommt darauf an, in wieweit die Leute beruflich mit dem Thema befasst sind.
    Es muss auch niemand, der nicht Auto fährt, den Unterschied zwischen LKW und PKW kennen.
    Von höchstrangigen Politikern, die über die Geschicke des Landes entscheiden, kann man IMO aber ein Mindestmaß an Allgemeinbildung erwarten. Seit Jahren werden von jeder gewöhnlichen Tippse Computerkenntnisse verlangt. Das ist mittlerweile so selbstverständlich, dass es in den meisten Stellenausschreibungen noch nichteinmal erwähnt wird.
    In keinem Beruf ist die Diskrepanz zwischen erforderlicher- und vorhandener Kompetenz so extrem, wie in der Politik.

  24. Rebecca meint: (29.6.2007 um 21:41) AntwortenReply to this comment

    An Sonny: Kompliment, meine Großmutter (76 Jahre) setzt sich auch mit dem Internet mehr als auseinander (hat mich z.B. auf den Herrn Vetter aufmerksam gemacht).

    An A. John: Fragen Sie doch bitte nicht nach der Allgemeinbildung… Die Damen und Herren kennen teilweise nicht die genaue Anzahl der EU-Mitgliedstaaten… Allerdings habe auch ich Bedenken, da viele Politiker in Ihrem "Fachbereich" nicht sehr bewandert sind. Das müssen Sie auch nicht, nur wer wählt die eigentlich…sind wir das nicht???? Mich erschreckt es, dass es mittlerweile in unserem Land ein Wir und ein Die gibt. Hoffnung vermittelt mir, dass zumindestens ungebildete Schüler (PISA) demnächst eine Berufsperspektive haben.

  25. Tilman meint: (30.6.2007 um 07:24) AntwortenReply to this comment

    Was mich beim Düsseldorfer Anwalt ertstaunt, ist dass er nicht noch mehr Haft bekommen hat, obwohl es mit der Wiedergutmachung gehapert hat. Denn es gab ja ein Deal, wonach er im Falle eines Geständnisses und "Angaben zum Verbleib der Vermögenswerte" zwischen sechs und sieben Jahren Haft zu erwarten hat'.
    http://www.sueddeutsche.de/muenchen/artikel/183/102081/

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