Fremde Profile
Die neue Version des Firefox interpretiert das Herunterfahren des Computers als unerwartetes Schließen des Browsers. So kommt beim Anschalten des Computers und dem anschließenden Browserstart die Frage, ob man die vorige Sitzung wieder herstellen möchte.
Das ist auf der einen Seite nervig. Auf der anderen aber auch interessant. Zumindest an fremden Computern. Man kann dann sehen, welche Seiten zuletzt angesurft wurden. Wie ich vorhin feststellte, ergibt sich bei zahlreichen geöffneten Tabs schon ein recht umfangreiches Persönlichkeitsprofil.
Dieses Verhalten kann man ausstellen. Man ruft
about:config
auf und stellt den einen Key um. Welcher war es nochmal?
ist beim IE mit IE7pro Addon auch so.
Ich fidne das ganz nützlich.
bin ich denn der einzige der ohnehin immer alle programme schließt vor dem herunterfahren, IMMER aber den firefox? und manchmal auch noch die history etc. löscht?
@1/Torsten:
Mach mal ein Update auf 2.0.0.4, dann ist das auch normal via Menü erreichbar:
Einstellungen => Extras => Allgemein => Start => Wenn Firefox gestartet wird:
Auswahl:
- Startseite anzeigen
- leere Seite anzeigen
- Fenster und Tabs der letzten Sitzung anzeigen Dokumente), oder lies ein paar eMails…
öh, wat soll das?
die Kommentar-Funktion verschluckt die Hälfte…
Ich habe Firefox 2.0.0.4 – was genau soll die Einstellung helfen?
melden sich denn alle hier automatisch an ihrem Rechner an?? Prinzipiell sollte man sich doch mit Passwort am PC/Mac einloggen. Dann gehen auch keine wiederhergestellten Firefox-Session für unbefugte Augen auf.
Wobei das eher ein Windowsproblem als ein Firefoxproblem ist.
Um es mal einfach (ohne technisches Kauderwelsch) zu erklären:
Klick auf das X: Lieber Firefox, beende dich doch mal bitte.
Firefox sagt," OK, Moment, muss erstmal alles schließen, OK, fertig".
Windows beenden: Ey, du Frickelfox, mach dich zu, sonst mach ich dich zu.
Firefox sagt, "OK, bitte nicht schießen", schmeißt sich auf den Boden, winselt um Gnade und vergisst vor lauter Schreck sich zu merken, dass er ordentlich beendet wurde.
3. Kommentar-Versuch:
Das Problem liegt darin, daß FF eben nicht richtig beendet wurde. Wenn das Programmfenster geschlossen wird, braucht er noch ein paar Sekunden um sich komplett zu beenden. Erst dann "darf" man den Rechner herunterfahren.
Gibt man ihm diese Zeit, dann taucht der beschriebene Effekt nach einem BS-Neustart nicht mehr auf.
Äh, bin ich die einzige, die es furchtbar praktisch findet, abends einfach alles zu schließen und es am Morgen genau so wieder vorzufinden?
hm… ich habe nicht dass gefühl, dass herr vetter die funktion überhaupt abstellen möchte. es scheint mir eher das gegenteil der fall zu sein.
Princo: Das machen andere Programme besser.
Wenn ich Linux herunterfahre fragt OpenOffice zum Beispiel ob es das aktuelle Dokument speichern soll. Wenn das schon gespeichert wurde, schließt OO ohne Nachfrage. Und beim Restart weiß OO, dass es ordentlich heruntergefahren wurde.
Wenn Du das praktisch findest, solltest Du es schlicht als Voreinstellung nehmen. Die Nachfrage beim Firefox-Start kannst Du Dir so sparen.
Das ist mir bei der alten Version auch aufgefallen, dass man die Sitzung wiederherstellen kann, falls der Browser abgestürzt ist. Wenn der Browser von Microsoft wäre, würde es bestimmt wieder einen riesen Trara geben ;)
it's not a bug – it's a feature:
ich öffne öfters mal zich tabs von spiegel-artikeln, die ich noch lesen möchte. wie's halt kommt muss man schnell mal weg oder den rechner herunterfahren. bevor einige der artikel nachher netmehr über die hauptseite zu erreichen sind, schnell strg+alt+entf gedrückt, firefox abgewürgt und wenn ich ihn anschließend öffne, kann ich meine lese-session nachholen
;)
Ansonsten bei anderen Browsern den so genannten Verlauf analysieren. Oder gleich in den Ordner gehen, der temporäre Web-Dateien hält. Da sage mal einer, dass Bespitzeln keinen Spass macht!
@16 Im Firefox 2 kannst du aber auch standardmäßig alle geöffneten Tabs beim Schließen speichern lassen, dann muss man ihn nicht "abwürgen".
Einstellungen > Allgemein > Wenn Firefox gestartet wird
@17 Don Corleone
Bespitzelt werden macht keinen Spass!
@7:
Du kannst Dir das gefrickel mit about:config sparen, weil es in 2.0.0.4 dafür auch eine normal erreichbaren Einstell-Dialog dafür gibt, erreichbar via Einstellungen => Extras => Allgemein => Start => Wenn Firefox gestartet wird:
zum Thema:
Also ich finde es auch praktisch, Firefox beenden zu können, und am nächsten Tag an der Stelle weiterarbeiten zu können, wo ich am Vortag aufgehört habe.
Und Kollegen können nicht schnüffeln, weil jeder sein eigenes Profil hat, und somit eigene Firefox-Einstellungen, eigene Lesezeichen, und übrigens auch ein eigenes Thunderbird-Postfach…
Aber Herr U.V. nutzt bestimmt noch Windows 95, mit Auto-Anmeldung, und alle nutzen das gleiche Firefox-Profil und das gleiche eMail-Konto…
Its not a bug, its a Bundestrojaner!
@ 18
klar, nur mag ich es ja nun nicht standardmäßig haben sondern nur wenn ich es zufällig brauche ^^
Komisch, ich dachte auch gerade: "Wo ist das Problem? Dazu müsste ja erstmal jemand mein Passwort kennen." Aber anscheinend ist ja von einer Windows-Standardinstallation die rede *g*.
Ihr fahrt euren Rechner runter? Ich klapp den einfach zu…
Beispiel Inet-Cafes: Hat da auch jeder sein eigenes Konto?
ich würde es nervig finden. Muss ja nicht jeder wissen wo ich surfe.
Du klappst deinen Rechner zu? Ich zünde ihn einfach an.
Be clever, take OPERA instead!
@ h.c. (25)
Wenn Du in Inet-Cafes nicht alle gespeicherten Daten (Chronik, Coocies, Cach, Download-Chronik, Formular-Daten) löschst ist Dir echt nicht mehr zu helfen.
@25 und 28: In einem ordentlichen Inet-Cafe sollten diese Daten beim Ablauf der Zeit bzw. beim Abmelden sowieso gelöscht werden ;-) Leider weiß ich aus Erfahrung, dass sich fast alles Inet-Cafe nennt, was einige Windows-PCs mit irgendeiner kostnixoderwenig-Verwaltungssoftware dort stehen hat.
@28 (WTS),
ich gehe nie ins Internet-Cafe. Und wenn, hat das Löschen der Offline-Dateien und der Cookies bzw. der gespeicherten Dateien einen Einfluß auf diese neue Funktion?
@30:
Nein, ein Tab ist kein Cookie oder kein Formular.
Wie wäre es einfach mit alle Tabs schliessen, dann Firefox beenden?
Rate mal, was man dann sieht, wenn man Firefox das nächste mal startet.
Richtig.
Entweder eine leere Seite oder die eingestellte Startseite.
Aber ist schon seltsam.
Andere sind daran schuld, daß ich zu blöd bin, meine Daten durch simples Nachdenken (und Tab schliessen oder Einstellung auf "bitte nicht speichern" ändern) zu schützen…
Ich glaub, langsam kapiere ich, wozu man Rechtsanwälte braucht…
Also, wenn man ordnungsgemäß erst alle Anwendungen schließt, bevor man den PC runterfährt, dann passiert das nicht.
Ich finde die automatische Wiederherstellung sehr gut. Dank Windoof hängt sich halt auch mal was auf, und dann die Seiten wieder rauszusuchen wäre zeitaufwändiger als die Wiederherstellung.
ThumbsUp
@31 (Anonymous),
Alles klar. Ich dachte die letzte geöffnete Seite erscheint auf jeden Fall, quasi als Startseitenersatz. Das muss man mir doch mal sagen. ;)
@31, 32:
genau was ich bereits in #3 sagte.
Warum eigentlich ueberhaupt rebooten? ;)
@35:
Um dem Putzfrauen-Rechner-Notaus ("Ich bräuchte da mal eben kurz 'ne Steckdose…") zuvorzukommen…
Recht sinnvoll. Sinnvoller ist es, dem blöden Windows Update zu sagen, daß es den Computer nicht von selbst neu zu starten hat …
Was daran jetzt datenschutzmäßig problematisch sein soll, erschließt sich mir nicht … Fremde Computer, die man nur anschalten braucht, und schon ist man eingeloggt – das hört sich jedenfalls merkwürdig an.
Wie viele schon sagten, das ist eine nützliche und gewollte Eigenschaft.
Das wahre Problem:
Da teilt sich jemand seinen Benutzer-Account mit jemand anderem. Wahrscheinlich noch Anmeldung ohne Passwort.
Also ehrlich, es ist seit Windows2000 möglich mal eben einen Benutzer "temp" zu machen, der dann wie von alleine seinen eigenen FF hat. Privatsphäre gerettet. (Bleibt noch die Frage, wieviel Windows selber protokolliert. Stichwort: "index.dat")
Jetzt wär noch interessant, wieviel
Als Spanner kann man sich auch einfach den Verlauf (Chronik bei FireFox?) anschauen, und schon weiß man nach Tagen aufgeshlüsselt, auf welchen Seiten der Besizer war. Man kann sich sogar die Lesezeichen ansehen.
Wenn man jemanden an seinen Rechner lässt, kann er halt an die gespeicherten Daten. Auf die wiederhergestellte Session kommt es dann auch nicht mehr an.
Der Autor dieses Add-On, welches mittlerweile in die "normale" Version eingebunden wurde, ist übrigens mein Mathelehrer. *g*
Irgendwo kann man das bestimmt abstellen. Ansonsten kann einer, der JavaScript kann, auch mal die Dateien namens "nsSessionStartup.js" und "nsSessionStore.js" im Ordner "components" in C:\Programme\Mozilla Firefox umschreiben! :D
Ist ja nix neues. Wenn man Bock hat und die Daten nicht zum Sitzungsende gelöscht werden, dann kann man es einfach auslesen. Aber dennoch ist die Funktion für Privatrechner sehr praktisch, z.B. bei Abstürzen.
die meisten Leute haben doch auch die Browser History eingeschaltet… so what the news?
@27: Opera macht's automatisch. Das finde ich durchaus praktisch – in Opera habe ich immer 3 Tabs auf, mit 3 Seiten, die ich ohnehin immer brauche.
Aber gut zu wissen, daß man das bei FF auch einstallen kann. An meinen kleinen Klapprechner gehe eh nur ich ganz alleine. Da ist es wichtiger, schnell an die Daten und Sites zu kommen, als irgendwelche Sicherheit zu zelebrieren.
Ich würde es schon als Sicherheitslücke bezeichnen, aber bei abgelaufenen Sessions dürfte es eigentlich nicht passieren…
Hm. Ist eine relativ gute Idee, alle Programme zu schließen bevor man herunterfährt. Sie lassen doch hoffentlich auch nicht drei Mandantenbriefe und Ihre Fibu offen beim Klick auf "ausschalten"?
Wird aus lawlblog jetzt PC-für-Dummies?
Jede Hilfe oder Automatik kann lästig werden, wenn man sie nicht abschalten kann oder dafür zu dämlich ist, von der elektrischen Zahnbürste bis zum Pkw. Wer nicht will was nicht sein soll, soll es eben lassen?