13.7.2007

Durchsuchung im Atomkraftwerk

Durchsuchung im Atomkraftwerk – das dürfte eine Premiere sein. AKW-Betreiber Vattenfall hat wegen der Personalien eines Mitarbeiters so lange gemauert, bis die Staatsanwaltschaft Lübeck einen Durchsuchungsbeschluss beantragt hat. Dieser Beschluss wurde heute im Atomkraftwerk Krümmel vollstreckt, berichtet Spiegel online. Die Ermittler schauten sich im Leitstand und in den Büros um.

Nachtrag: Vattenfall soll den Namen freiwillig genannt haben, so dass eine Durchsuchung nicht erforderlich war.

75 Kommentare zu “Durchsuchung im Atomkraftwerk”

  1. Filzo meint: (13.7.2007 um 12:48) AntwortenReply to this comment

    Waren iranisch-stämmige Ermittler dabei?

    SCNR

  2. Fincut meint: (13.7.2007 um 12:48) AntwortenReply to this comment

    Hihi. "Sie können da nicht rein, da drin werden sie sterben!"
    - "Aufmachen, hier ist der Durchsungsbefehl!"

  3. Udo Vetter meint: (13.7.2007 um 12:52) AntwortenReply to this comment

    Wer ist hier der Verantwortliche?

    Homer, kannst du mal kommen. Hoooomer!

  4. Hirsch meint: (13.7.2007 um 12:56) AntwortenReply to this comment

    ROTFL

  5. Justus meint: (13.7.2007 um 12:58) AntwortenReply to this comment

    Wenn ich mich richtig erinnere, ist der Vattenfall-Boss Berater der Kanzlerin; eine schöne Gesellschaft …

  6. Dirty Duck meint: (13.7.2007 um 13:22) AntwortenReply to this comment

    Die "Vorfälle" werden von linken Politikern halt schön am Köcheln gehalten, Gabriel hat ja seine lieben Nöte mit der Rechtfertigung des Atomausstiegs, da ja die Kohlekraftwerke fleissig CO2 prouzieren und man die eigenen Kraftwerke – wenn man dem gesunden Menschenverstand folgen möchte – ja nicht komplett abschalten kann (könnte man schon, aber russisches Gas ist ja auch diskreditiert, wie eigentlich die ganze linke Enerhiepolitik dank Gazprom-Schröder).

    Atomenergie ist die wirtschaftlichste und sauberste Energieform, schade dass wir Deutschen das nicht kapieren, german angst eben wieder einmal. (Früher war der Deutsche doch mal mutiger, aber das ging ja auch daneben, LOL.)

  7. ces meint: (13.7.2007 um 13:24) AntwortenReply to this comment

    Zitat von Dirty Duck "Atomenergie ist die wirtschaftlichste und sauberste Energieform".
    Mit den Kosten für Endlagerung und Transport aber nicht mehr

  8. Bjoern meint: (13.7.2007 um 13:28) AntwortenReply to this comment

    “Atomenergie ist die wirtschaftlichste und sauberste Energieform”.

    Kopfschüttel. Sellafield oder Tschernobyl sind, soweit ich weiß, aber dann doch irgendwann nicht mehr sooo sauber gewesen, oder? Bislang hatten wir hier in Deutschland einfach nur Glück.

  9. Reinhard meint: (13.7.2007 um 13:32) AntwortenReply to this comment

    @8: In Deutschland schaut man nur voller Neid auf die französiche Kernkraft-Industrie, die ohne jeden Skrupel die Welt mit Anlagen versorgt, als gäbe es kein Morgen. Man will einfach auch mitverdienen. Um etwas anderes geht es den Damen und Herren Kernkraft-Befürwortern doch gar nicht.

  10. Dirty Duck meint: (13.7.2007 um 13:36) AntwortenReply to this comment

    “Atomenergie ist die wirtschaftlichste und sauberste Energieform”.

    Das ist Allgemeinwissen, die Kosten sind politischer Art. Unglücklicherweise haben die Ukrainer (bzw. Russen ;) mit Steinzeit-Technik ein Atomkraftwerk kaputtgefahren sonst hätten wir die reaktionäre Kernenenergie-Diskussion heute gar nicht bzw. würde bspw. bei der Linkspartei oder NPD ein Schattendasein pflegen.

    Bliebe nur noch die Wind- und Sonnenenergie, beides aber unwirtschaftlich, reine "Naturenergien" würden die Strompreise vielleicht verzehnfachen.

  11. handyaner meint: (13.7.2007 um 13:46) AntwortenReply to this comment

    @10: mich würde interesieren, wo du dein wissen her hast

  12. Montgomery Burns meint: (13.7.2007 um 13:47) AntwortenReply to this comment

    Selbst wenn ab und zu mal ein Kernkraftwerk hochginge: Die Schäden wären wohl über die Jahre geringer als die schleichenden Schäden durch CO2-Ausstoß anderer Kraftwerke. Und jetzt komme mir keiner mit Öko-Strom: Das ist etwas für Spinner, die auch gern Mate-Tee trinken.

  13. G meint: (13.7.2007 um 13:50) AntwortenReply to this comment

    Ja, sehr sauber:

    Plutonium-239 hat eine Halbwertszeit von 24.000 Jahren,
    Uran-238 dagegen sogar eine von 4,5 Mrd. Jahren. Und wie giftig das Zeug ist, hat man ja an Herrn Litwinenko sehr anschaulich gesehen.

  14. Reinhard meint: (13.7.2007 um 13:51) AntwortenReply to this comment

    @12: Autsch, so einen billigen Flamebait habe ich ja schon lange nicht mehr gesehen ;)

  15. Dirty Duck meint: (13.7.2007 um 13:52) AntwortenReply to this comment

    Es geht aber kein Atomkraftwerk hoch bei unseren Standards, das ist fast unmöglich. Und "fast unmöglich" ist hier so zu sagen die grösstmöglich zu erwartende Sicherheit, absolute Sicherheit gibt es bekanntlich nicht.

    Die Atomenergiegegner sind auf dem Rückzug, Tschernobyl ist mehr als 20 Jahre her, die Gründe für den Unfall (allgemeines Versagen, auch menschliches) sind bekannt und der CO2-Hype wirkt demotivierend für die Ökos. (BTW – die CO2-Geschichte ist natürlich auch blosse Hysterie, aber das soll mal an dieser Stelle nicht vertieft werden. ;)

  16. Eviltux meint: (13.7.2007 um 13:57) AntwortenReply to this comment

    @15: wirst du von Vattenfall gesponsert? ;-)

  17. G meint: (13.7.2007 um 13:57) AntwortenReply to this comment

    @Dirty Duck

    Wenn Atomkraft so geil ist, dann lager doch mal ein paar Fässer Atommüll bei dir im Keller.

  18. Filzo meint: (13.7.2007 um 14:03) AntwortenReply to this comment

    @17, lieber ein paar gut versiegelte und überwachte Fässer Atommüll unter der Erde als etliche Tonnen Feinstaub, CO2 und anderes Zeuch in der Atmosphäre…

  19. Homer Simpson meint: (13.7.2007 um 14:06) AntwortenReply to this comment

    @3: Was ist, Udo? Wegen Dir ist mir gerade der Donut ins Klo gefallen …

  20. danielj meint: (13.7.2007 um 14:06) AntwortenReply to this comment

    und wie, mein lieber Dirty Duck, schliesst Du menschliches Versagen bei folgenden Unfällen aus? Bei den letzten Problemchen war das der wesentliche Faktor.
    Ich habe immer angenommen, sowas wie Homer Simpson im AKW gäbe es nur im Comic, aber wenn man die Meldungen aus Brunsbüttel und Krümmel nimmt scheint es dort wohl von Homer Simpsons nur so zu wimmeln.

  21. Dirty Duck meint: (13.7.2007 um 14:07) AntwortenReply to this comment

    @16-17:
    Nun, ist ja nicht alles immer ernst gemeint, was Dirty hier so schreibt, es ist eben die typische Sicht der Linksspiesser, die ihn bestimmte Positionen vorstellen lassen.

    "German angst" war aber gut, oder? LOL, ja es ist schon manchmal bitter wie hier (hier und in D ;) Diskussionen geführt werden, bspw. immer dieses doofe "Gut-Böse Denken" (Wobei es so lustig ist, dass Kohlekraftwerke jetzt auch böse sind.) und die Angst oder auch der erhobene Zeigefinger und das "Wie kann er nur!" (man stelle sich hier Claudia Roth oder "Rita" vor).

  22. GdG meint: (13.7.2007 um 14:10) AntwortenReply to this comment

    Moin,

    1. Wirtschaftlich ist Atomstrom nur solange der Kraftwerksbau und die Müllbeseitigung hoch subventioniert sind.
    2. Übersteigt die Nachfrage bei Uran bereits heute deutlich das Angebot.
    3. Reichen die derzeit bekannten Uranvorkommen bei derzeitiger Nachfrage noch ca. 50 Jahre
    4. Punkt 2. und 3. ließen sich mit dem Bau von Brutreaktoren entschärfen, wobei allerdings zwingend waffenfähiges Plutonium in größeren Mengen anfällt, was u.a. die Endlagerproblematik nicht gerade vereinfacht.
    5. Ist die CO2 – Gesamtbilanz von Atomstrom (inkl. Uranbergbau und Kraftwerksbau) je nach Berechnungsmethode nicht bzw. nur unwesentlich besser als bei herkömmlichen Kohlekraftwerken und deutlich schlechter als bei Gaskraftwerken.
    6. Ich bin kein Kernkraftgegner

  23. G meint: (13.7.2007 um 14:10) AntwortenReply to this comment

    Gut versiegelte Fässer…soso:
    http://www.zdf.de/ZDF/download/0,5587,5001893,00.pdf

    Das ganze erinnert mich an die Diskussion Kreationisten: Eva wurde aus einer Rippe von Adam geschaffen und damit basta. – Atomkraft ist sauber und ungefährlich und damit basta.

  24. Bauer vom Dreigestirn meint: (13.7.2007 um 14:11) AntwortenReply to this comment

    Um mal kurz auszusteigen aus der Eckkneipendebatte pro/contra Atomkraft: Als Arbeitnehmer im Visier der Ermittlungsbehörden wünscht man sich doch eigentlich so einen Arbeitgeber. Fragt sich natürlich, ob so löbliche Treue zu den eigenen Mitarbeitern auch dann bei Vattenfall praktiziert wird, wenn der Mitarbeiter nicht als Zeuge der Anklage gegen die Firma verwendet werden soll.

  25. Dirty Duck meint: (13.7.2007 um 14:11) AntwortenReply to this comment

    @danielj(20):
    "und wie, mein lieber Dirty Duck, schliesst Du menschliches Versagen bei folgenden Unfällen aus?"

    Dirty schliesst menschliches Versagen nicht aus, warum sollte er? Dafür gibts verschiedene Mechanismen, die letztlich auf dem Prinzip "zwei unwahrscheinliche Ereignisse passieren mit den multiplizierten Wahrscheinlichkeiten der Einzelereignisse".
    Wobei die Montgomeries natürlich gleich 4 oder 5 Sicherheitsschichten einziehen.
    Prinzip verstanden?

  26. Reinhard meint: (13.7.2007 um 14:11) AntwortenReply to this comment

    Lieber Lawblog-Troll,

    nein, das war nicht gut! Es war nicht witzig, es war im Grunde nur armselig. Wenn Du also trollen willst, dann geh besser ins heise-Forum. Da bekommst Du wenigstens ein wenig Farbe im Gesicht :)

  27. RamBam meint: (13.7.2007 um 14:13) AntwortenReply to this comment

    Egal wie hoch das Risiko ist, dass ein bestehendes AKW hochgeht – gäbe es das AKW nicht, läge das Risiko auf jeden Fall bei Null.

  28. Dirty Duck meint: (13.7.2007 um 14:15) AntwortenReply to this comment

    "1. Wirtschaftlich ist Atomstrom nur solange der Kraftwerksbau und die Müllbeseitigung hoch subventioniert sind."

    Das stimmt nicht.

    "2. Übersteigt die Nachfrage bei Uran bereits heute deutlich das Angebot."

    Ist der Markt etwa zusammengebrochen? Huch!

    "3. Reichen die derzeit bekannten Uranvorkommen bei derzeitiger Nachfrage noch ca. 50 Jahre"

    Das sehen Ökos so, aber – wenn überhaupt – ist der Uranabbau unter den heutigen Bedingungen noch 50 Jahre wirtschaftlich. (Erdöl gibts noch mdst. 200 Jahre, der inkompetente Club of Rome hat vor 30 Jahren das Ende für 1995 vorhergesehen).

    "6. Ich bin kein Kernkraftgegner"

    Denkst Du, effektiv bist Du einer.

  29. Dirty Duck meint: (13.7.2007 um 14:17) AntwortenReply to this comment

    "Egal wie hoch das Risiko ist, dass ein bestehendes AKW hochgeht – gäbe es das AKW nicht, läge das Risiko auf jeden Fall bei Null."

    No risk no fun. SCNR!

  30. danielj meint: (13.7.2007 um 14:18) AntwortenReply to this comment

    Das Prinzip ist prima, hat aber letzlich nicht oder erst sehr spät funktioniert; und nach dem was zu lesen war wohl auch eher dem Zufall denn dem kompetenten Vorgehen der Techniker geschuldet.
    Offensichtlich ist weder die Technik so narrensicher wie die Betreiber es gerne darstellen noch ist das Personal so gut geschult, wie es nötig wäre.

  31. Kurt meint: (13.7.2007 um 14:23) AntwortenReply to this comment

    Interessant ist, dass ich noch nie einen Kernkraftbefürworter kennengelernt habe, der in Sichtnähe zu einem AKW wohnt….

  32. TheDoctor meint: (13.7.2007 um 14:29) AntwortenReply to this comment

    Es gibt zur Zeit absehbar drei Methoden um dauerhaft Energie in hinreichenden Mengen zu erzeugen, jeden hat ihre Haken.

    (Kernfusion lass ich mal raus, di eist noch nicht real)

    - Grosstechnische Solarwärmekraftwerke: Müssten für uns in Südspanien und Nordafrika stehen, also die bekannten politischen Probleme.

    - Geothermie: können ähnlich wie Bergwerke zu Erdbeben führen

    - Brutreaktoren: benötigen aufgrund des Plutoniumkreislaufes einen Polizeistaat, aber das Problem erledigt gerade Schäuble

    Wählt euer Übel.

  33. Lawlita meint: (13.7.2007 um 14:31) AntwortenReply to this comment

    Für wie sicher Atomkraft gehalten wird, erkennt man spätestens dann, wenn mal auf einer Karte einzeichnet, wo die meisten Länder ihre AKW hinbauen, und wie dort die überwiegende Windrichtung ist …

  34. D. meint: (13.7.2007 um 14:38) AntwortenReply to this comment

    @31: Das könnte daran liegen, dass ein gewisser Teil der in unmittelbarer Nachbarschaft vorzufindenden Ablehnung aus einer "Not-in-my-back-Yard"-Haltung stammt.

    Ich wohne in ausreichender Nähe zu Krümmel und Brockdorf, um noch etwas abzubekommen, wenn die Isla… Isländer eines Tages ein Verkehrsflugzeug auf einen der Reaktoren stürzen lassen – und halte Kernenergie generell für eine saubere und noch zeitgemäße Technik, um meine Kaffeemaschine und meinen PC zu betreiben.

    In meinem Hinterhof möchte ich jedoch ebenfalls nichts haben – egal ob Atomkraft, Windkraft oder lauten Biergarten.

  35. Kurt meint: (13.7.2007 um 14:50) AntwortenReply to this comment

    @34:

    Ich bin auch kein Gegner der Kernkraft, auch wenn ich natürlich gerne eine wirkliche Alternative hätte.

    Aber das öffentliche Befürworten und gleichzeitige Abschotten auf privater Ebene zeigt sich ja auch in anderen Fällen. Gibt es eigentlich irgendeinen Politiker der Grünen (außer Ströbele), der in den so vielgepriesenen Multi-Kulti-Vierteln einiger Großstädte wohnt?

  36. Knut meint: (13.7.2007 um 15:10) AntwortenReply to this comment

    Was ist denn hier los? Diese AKW Geschichte scheint ja ein echt heisses Thema zu sein.

    Ich finde es nur seltsam, dass überall in der Welt in Atomkraft investiert wird und die Deutschen zum größten Teil aussen vor bleiben. Dabei könnten wir technisch sicher einiges an Know-how beisteuern. Sogar in der Dritten Welt wird investiert und wir reden darüber ob wir ganz aussteigen sollen? Na gut…

    Das ganze gerede über den Klimawandel ist doch alles quatsch –> Stichwort: Klimaschwindel
    Hab da neulich einen guten Kommentar gehört: Wie können wir Menschen uns einbilden das Klima beeinflussen zu können. Es gab in der Vergangenheit immer schon größere Schwankungen, diese auf unser Verhalten zurückzuführen, zeugt von Größenwahn.

    Ich sag nur: Die gesamte Biomasse der Ameisen, man spricht von 10 Trillionen, ist grösser als die aller Menschen.

    Aber so ist das nun mal in der heutigen Welt. Wir wissen so viel und doch wissen wir nichts. Oder wir wissen nur, was uns erzählt wird. Aber das ist nicht unbedingt immer die Wahrheit. Ja ja, ich bin anfällig für Verschwörungstheorien. Aber jeder der das nicht ist, läuft mit verbundenen Augen durch die Welt…

  37. Dirty Duck meint: (13.7.2007 um 15:21) AntwortenReply to this comment

    @Kurti(36):
    "Das ganze gerede über den Klimawandel ist doch alles quatsch …"

    Yeah, mein Liebslingsthema, also, es gibt (mindestens ;) folgende (allgemein wenig beachteten ;) interessante Aspekte:
    - der anthropogene CO2-Ausstoss liegt nach den Schätzungen üblicher Verdächtiger zwischen 1,2% und 3%
    - um das o.g. Argument (das ausserordentlich wenig bekannt ist, warum nur?) zu entkräften, wird eine Netto-Brutto Rechnung aufgestellt, die im Resultat dazu führt, dass der anthropogene CO2-Ausstoss relevant wird
    - die Korrelation CO2-Ausstoss->Erderwärmung ist unbelegt (aber intuitiv, da eine Vergasung von Ressourcen auf der Erde zu mehr Athmosphäre führt, auch Wasserdampf ist ein "Klimakiller" (LOL, hübsches Wort)
    - die Klimamodelle, die eine bestimmte Erwärmung oder eine Änderung des Meeresspiegels vorhersagen sind hochgradig spekulativ
    - der "Klimawandel" wirkt sehr langfristig, also über Generationen, "Was weiss ich, was in 100 Jahren ist!" (der Dicke hätte hier wieder mal recht, die USA werden in 2120 vermutlich einen weltweiten air conditioner installieren)
    - es besteht ein allgemeines Bedürfnis nach Umweltproblemen (vgl. "Waldsterben" (gibts das noch?), BSE, Ozonloch (gibts das noch?), Vogelgrippe, Ebola, Eiszeit (die wird aktuell nicht mehr befürchtet, kommt vielleicht aber wieder), u.s.w.u.s.f.

  38. Irgendjemand meint: (13.7.2007 um 15:23) AntwortenReply to this comment

    @36: Ich frage mich, wie lange noch gewisse Menschen die Tatsache ignorieren wollen, dass die fossilen Brennstoffe zu neige gehen???????????????????

    @ einige andere: Es soll wirtschaftlich effektiv sein, eine über viele tausend Jahre strahlende substanz zu lagern, zu bewachen (nicht nur Terrorgefahr) und eventuell alle auch noch daran in tausenden von Jahren nicht nur materiell sondern auch finanziell daran zu beteiligen, damit heute der Strom billig ist…

    Ach ja, die Tage gehörter Kommentar zu dem Thema von Frau Merkel:

    "Es ist schon schade, dass sich hier offensichtlich nicht an die gesetzlichen Bestimmungen gehalten wird.

    Finde ich auch

  39. jbj meint: (13.7.2007 um 15:38) AntwortenReply to this comment

    Also ich hätte am liebsten eine eigene Energieversorgung zu Hause, egal ob Solar oder Erdwärme oder was weiss ich was, mit der ich mich selbst autark versorgen und damit wirtschaftlich unabhängiger wäre. Atomkraft sollte es da wohl nicht sein.

    Ich finde diese Ökostromgeschichten gar nicht schlecht und könnte auf Atomreaktoren verzichten, wenn es denn eine wirtschaftlich und ökologisch wirklich sinnvolle Alternative gäbe, die nicht 50 Meter in den Himmel reicht und Rotoren hat. Ich glaube das aber nicht, wenn ich mir so die ganzen Materialien ansehe, aus denen die "alternativen" Geräte hergestellt sind – dass da die Energiebiland ausgeglichen ist, bzw. durch die Herstellung nicht die Umwelt genauso verschmutzt wird, kann ich mir nicht vorstellen. Also bleibt für mich persönlich nur noch der Aspekt der Unabhängigkeit und der Kosten – wenn das gewährleistet ist, bin ich für Öko-Strom, weil dann die Gefahr einer Atomverseuchung eindeutig den Nutzen überwiegt. Aber so weit sind wir irgendwie noch nicht.

    J

  40. g. meint: (13.7.2007 um 15:49) AntwortenReply to this comment

    Die Betreibergesellschaft vom AKW Krümmel wird zu 50% von Vattenfall und zu 50% von E.ON kontrolliert. (<a href="http://www.eon-kernkraft.com/frameset_german/nuclear-power-plant/nuclear-power-plant_locations/energy_nuclearpower_kkkruemmel.jsp&quot; rel="nofollow">e.on Karte der betriebenen AKWs</a>) lustig das ausgerechnet Vattenfall den Kasper geben muss. Gegen E.ON als deutsches Unternehmen hätte man doch eine viel bessere Handhabe, oder?

  41. Reinhard meint: (13.7.2007 um 16:09) AntwortenReply to this comment

    @39: Es gibt viele Möglichkeiten.

    Man kann selber zu Hause anfangen Strom zu sparen. Man beginnt bei Unterhaltungselektronik oder anderen elektrischen Geräten auf den Stromverbrauch zu achten. Man kann Geräte ganz ausschalten und nicht nur auf StandBy. Und je mehr der Konsument darauf achtet, umso stärker werden die Hersteller entsprechende Produkte werbewirksam liefern. "Hier, die neue Sony PS4! Jetzt mit weniger Stromverbrauch!"

    Windkraft ist eine sinnvolle Alternative für Regionen mit, richtig, viel Wind und den entsprechenden geographischen Gegebenheiten. Wasserkraft kann sinnvoll sein, wenn es im Rahmen bleibt. Ein Verbund aus vielen kleinen Heimkraftwerken, betrieben mit zB. Sterlingmotoren und einer dezentralen Strom-Verteilung, usw. usf. Selbst Atomkraft ist in ganz kleinen Maßen zu ertragen.

    Dummerweise hat aber weder die Energiewirtschaft (sei es Atom- oder Windkraft-Lobby), noch die Politik ein großes Interesse an einem Energiemix. Es werden nur große, zentrale Ausschliesslichkeitslösungen bevorzugt, die entweder den maximalen Gewinn oder die maximale Subvention oder die maximale Erregungsquote für die nächste Wahl versprechen. An einer WIRKLICHEN Lösung ist NIEMAND interessiert.

  42. Markus meint: (13.7.2007 um 16:57) AntwortenReply to this comment

    Reinhard@41 schieb: "Windkraft ist eine sinnvolle Alternative für Regionen mit, richtig, viel Wind und den entsprechenden geographischen Gegebenheiten."
    Naja, leider ist die Geographie nur *ein* Aspekt. Viel schlimmer ist, dass es nur eine Alternative für Regionen mit Null Bevölkerung ist. Egal wie öko die Leute sind, sobald ein Windrad in Sichtweite erscheinen könnte, wandeln sich plötzlich die Ansichten. Da wird dann aus "ökologischen Gründen" die Windkraft verteufelt, die armen Frösche könnten ja vor Schreck umfallen oder so…
    Die schicken "Vorranggebiete" für Windkraft werden doch nur ausgewiesen, damit man alle Anträge für andere Standorte ablehnen kann. Und das Vorranggebiet ist meist nur 'ne 1b-Lage und so klein, dass max. 1 Anlage hinpasst…

  43. G meint: (13.7.2007 um 17:15) AntwortenReply to this comment

    Die Diskussion zur Windkraft ist in der Tat interessant und belustigend zugleich. Wohne an der Küste und hier gab es vor einigen Jahren auch Auseinandersetzungen zur Aufstellung von Windrädern. Die besten Argumente von den Gegenern waren:
    1. Die Zugvögel werden alle sterben, weil sie mit Sicherheit in die Rotoren fliegen.
    2. Niemand im Umkreis von 3 Kilometern wird mehr ruhig schlafen, da die Rotoren einen "Disco-Effekt" auslösen.

    Jetzt steht die Anlage und beides war Quatsch.

  44. Simon meint: (13.7.2007 um 18:03) AntwortenReply to this comment

    Ich hätte keine Probleme damit in der Nähe eines AKW zu wohnen.
    Es ist auch verwunderlich ,dass alternative Energiegewinnungsmethoden in der Bevölkerung fast genauso verdammt werden wie die Kernkraft wenn eine Anlage gebaut werden soll.
    Windräder ? zu hässlich/laut
    Wasserkraft ? die armen Fische, der natürliche Flusslauf darf doch nicht verändert werden

    Vor kurzem sollte hier auf einer Ackerfläche eine ca. Fußballfeldgroße Solaranlage gebaut werden. Sofort formierten sich sämtliche Ökos und Naturfreunde. So eine Anlage zerstört doch das Landschaftsbild….

    Wenn das so weitergeht müssen wir Wohl oder Übel noch 50 Jahre mit Kernkraft auskommen. Mich würde auch mal interessieren wieviele der ganzen Kernkraftgegner hier einen Stromtarif haben bei dem nur Strom aus erneuerbaren Energien geliefert wird. Ich tippe mal auf 2.

  45. Realsatire meint: (13.7.2007 um 18:10) AntwortenReply to this comment

    Und Merkel kocht. Jetzt wollte sie doch gerade, 20 Jahre nach Tschernobyl und auf dem Maximum der Umfragen (besser wirds nämlich nicht mehr) schnell noch Atomenergie als geniale Lösung gegen den Klimawandel verkaufen, die Spindoktoren saßen dafür schon in den Startlöchern, und die Grünen hättens ja auch vielleicht gefressen… für ein bischen Macht… und dann das…

    Es erinnert alles an die "Simpsons", nur dass es eben ganz real ist.

    "SMITHERS !!!!!!!!!!!!!!"

  46. Realsatire meint: (13.7.2007 um 18:21) AntwortenReply to this comment

    Smithers = Bruno Thomauske?

  47. Icke meint: (13.7.2007 um 18:34) AntwortenReply to this comment

    @6 & @36 (und ähnliche Kommetare)
    1. also wenn ich die Wahl hab zwischen einer stark befahrenen Straße und einem Windrad wähle ich (bei gleichen Kosten) das Windrad. Allerdings sind die Wohnungen in der Nähe von Windräder nicht so billig wie diese Wohnung. Warum nur ? *grübel*

    2. Atomstrom scheint also total klasse zu sein. Eine tolle Alternative zum Wind, da im Sommer deutlich weniger Wind genutzt werden kann. Dumm nur das im Hochsommer die Flüsse auch schon öfter Niedrigwasser haben und daher die Atomreaktor auch nicht volle Leistung fahren können.
    Zudem soll Atomkraft kostengünstig sein? Sind da die Kosten für die Endlagerung auch schon drin? Und ich meine für die Gesamtkosten – also nicht nur für die nächsten 10, 100 oder 100 000 Jahre. – sondern für die gesamte Restzeit (Halbwertszeiten s.o.).
    Kann mir irgendwie nicht vorstellen, das die wirklich komplett mit eingerechnet sind…

    3. Auch Ökostrom-Wissen kann Arbeitsplätze schaffen. Soweit ich weiß ist Deutschland in dem Bereich Windenergie ziemlich weit vorn. Wind wird soweit ich weiß nicht irgendwann zu ende sein.

    4. Klimawandel ist also ein Schwindel und 3% ist ja extrem wenig. Dumm nur, das eine 3% Schwankung durchaus der Unterschied zwischen einen normalen Wert in einen ungesunden Wert darstellen kann. Der Unterschied zwischen einer normaler Körpertemperatur und Fieber ist nicht so groß… Nur wenige °C entscheiden zwischen einem gesunden Wert und einem, der Todesnähe darstellt. Eine Temperatur über 42,6 °C ist meist tödlich. Wenn ich das jetzt als absoluten Wert mit der Weltraumtemperatur in Beziehung setzte sind das keine 2% Unterschied.
    Von daher: Wenn eine Erhöhung von 3% CO2 über dem Normalrahmen auch eine Erhöhung der Temperatur von 3% bedeutet – dann kann das schon ziemlich unangenehm sein…
    Die Wissenschaftler diskutieren derzeit, um wie viel sich die Erde erwärmen wird (nicht: ob sie sich durch den Menschen erwärmt). Es gibt Zahlen zwischen 2 und 6 Grad. Bei einem lebendigen Organismus kann 5 Grad entscheiden über Leben oder Tod. Und die Erde ist meiner Meinung nach durchaus eher als lebendiges Gebilde zu betrachten als mit einer Maschine…

  48. Klimaswandel meint: (13.7.2007 um 18:37) AntwortenReply to this comment

    @36,@37:
    bitte bitte bitte lest euch das hier durch:
    http://www.pik-potsdam.de/~stefan/alvensleben_kommentar.html
    gerne auch falls ihr des englischen mächtig sein solltet:
    http://environment.newscientist.com/channel/earth/dn11462
    auch den anderen ist diese Lektüre zu empfehlen

  49. Frank K. meint: (13.7.2007 um 19:38) AntwortenReply to this comment

    Vieleicht ist Bruno Thomauske, GF der Vattenfall AKW´s, ja heimliches Mitglied bei den Linken / Grünen oder SPD und versucht, den von Schröder / Fischer beschlossenen Atomausstieg zu manifestieren ?

    Ich jedenfalls begrüße diese Verfahrensweise, dokumentiert sie doch hinreichend die "Vertrauenswürdigkeit" unserer Oligopolisten in der Energieversorgung.

  50. Dirty Duck meint: (13.7.2007 um 19:50) AntwortenReply to this comment

    Es geht da auch um Fördergelder, kenne einen Biologen, der mir versichert, dass es zurzeit eine sehr harte Konkurrenz zwischen den Klima-Jungs und der Nanotechnologie gibt.
    Als Nanotechnologe sagt mir der Mann etwas genau Entgegengesetztes zu dem von dem Klimatologen was von dem genannten Klimatologen kommt, d.h. in der Wissenschaft überwiegen die sog. Klima-Skeptiker bzw. er selbst habe noch nie jemanden getroffen, der die CO2-Theorie ernst nimmt ausser eben den Kollegen, die am Tropf hängen.

    Übrigens rate ich an mal ein wenig unter die Persönlichkeit des genannten Klimatolgen zu schauen, da ist eine ganze Menge Meinung und Polemik versteckt für einen Wissenschaftler.

  51. Tobi meint: (13.7.2007 um 20:51) AntwortenReply to this comment

    @ 50:
    Als Biologe und offenbar Anhänger der Nantechnologie, die um die gleichen Fördergelder kämpft hat er ja sicher eine objektive Meinung.
    Es ist richtig, dass die anthropogenen Emissionen nur einen klitzekleinen Bruchteil des gesamten CO2-Kreislaufs ausmachen, das Problem ist nur, dass das genau der Überschuss ist, der sich in der Atmosphäre ansammelt. Seit Beginn der Industrialisierung, hat sich die Konzentration in der Atmosphäre mehr als verdoppelt.
    Die Korrelation zwischen CO2-Anstieg und Klimaänderung ist signifikant mit R2=.99.
    Es gibt unter Klimatologen eigentlich keine Diskussion ob es einen Klimawandel gibt und dass der Mensch einen wesentlichen Beitrag dazu leistet.
    Das einzige Problem ist, dass die Klimamodelle regional sehr unsicher sind. Was mit der Weltdurchschnittstemperatur passiert, ist jedoch ziemlich klar.

  52. Moxy meint: (13.7.2007 um 21:46) AntwortenReply to this comment

    Atomkraft?
    Da bekommt "bin voll verstrahlt, man!" mal ne konkrete Bedeutung.

    Und ab da das abgebaute Uranerz von sich selbst in den Zustand handlich reaktorgängiger Brennstäbe versetzt, oder doch recht energieaufwendig (-wändig???) in diese Form gebracht werden muss – mir egal, wenn schon Strom dann kommt er bei mir aus der Steckdose…

    ;-)

  53. anne meint: (13.7.2007 um 22:22) AntwortenReply to this comment

    ohje, vattn fall…

  54. Stefan W. meint: (14.7.2007 um 01:59) AntwortenReply to this comment

    @15, Dirty Duck:
    "Die Atomenergiegegner sind auf dem Rückzug, …"

    Nix da.
    Hier stehe ich.

    @9, Reinhard:
    Wieso schaut man neidisch auf Frankreich?
    Gibt es ein Exportverbot für dt. Kraftwerkstechnik?
    Das wüßte ich aber.

  55. der Hoppibär meint: (14.7.2007 um 05:21) AntwortenReply to this comment

    @Tobi(51):
    "Die Korrelation zwischen CO2-Anstieg und Klimaänderung ist signifikant mit R2=.99."

    Hüstel, warum heisst der Korrelationsfaktor R2? (Hats R1 nicht gebracht?) Und war die Korrelataion CO2-Anstieg->Klimaänderung gemeint oder Klimaänderung->CO2-Anstieg?

    "Es gibt unter Klimatologen eigentlich keine Diskussion ob es einen Klimawandel gibt und dass der Mensch einen wesentlichen Beitrag dazu leistet."

    Merkwürdigerweise gibt es viele Texte mit ganz unterschiedlichen Meinungen dazu, gerade auch von Klimatologen.

    "Das einzige Problem ist, dass die Klimamodelle regional sehr unsicher sind. Was mit der Weltdurchschnittstemperatur passiert, ist jedoch ziemlich klar."

    Nun, man weiss nicht viel. Nehmen wir mal an der CO2-Gehalt der Atmosphäre steigt aus anthropogenen Ursachen an, wie reagiert dann das Biotop Erde? Steigt die Temperatur an, weil es eine dichtere Atmosphäre gibt? Wie reagiert die Pflanzenwelt? Gibt es Seiteneffekte, also bspw. eine andere Konzentration anderer Gase in der Atmosphäre?
    Nehmen wir mal an die Befürchtungen der Klima-Jungs träfen zu, über welche Technologien werden die Menschen in 100 Jahren verfügen? Wird die dann vielleicht tatsächlich gegebene Temperaturerhöhung vielleicht ein Randproblem sein, ganz en passant mit eher geringem Aufwand bearbeitet wie bspw. heutzutage das Ozonloch?

    Das weiss im Moment keine Sau. Was man aber weiss ist, dass es unabhängig von der Sachlage ein recht dringendes menschliches Bedürfnis nach der Bearbeitung fiktiver oder realer Bedrohungen der Umwelt gibt, in Europa stärker als in anderen Kontinenten, in Deutschland stärker als in anderen europäischen Ländern.

    Und es gibt natürlich auch das Bedürfnis nach Kollektivismus, der üblicherweise in der Religion, in der Esoterik, in bestimmten Gesellschaftsformen (Sozialismus) und in vielem anderen (Müllsortieren, Flaschenpfand, Bürgergängelung) seinen Ausdruck findet. Diesem ist natürlich entgegenzutreten, kollektivistische Systeme scheitern bekanntlich früher oder später, meist weil andere Systeme erfolgreicher sind und die eigenen Bürger unzufrieden werden.

  56. Anonymous meint: (14.7.2007 um 12:34) AntwortenReply to this comment

    @51 (Hoppibär):
    Weil der Korrelationskoeffizient in r*r (r²), da viel Software, abgesehen mal von Textbearbeitungsprogrammen und ähnlichem, das darauf ausgelegt ist, mit Potenzen so seine Darstellungsprobleme hat, kann es durchaus sinnvoll sein, die 2 auf normale Texthöhe darzustellen, soweit jeder weiß, was gemeint ist (sieht man übrigens auch häufig bei chemischen Summenformeln im Netz …)

  57. Anonymous meint: (14.7.2007 um 12:34) AntwortenReply to this comment

    äh, @55 meinte ich

  58. meckimesser meint: (14.7.2007 um 12:48) AntwortenReply to this comment

    >

    Also ich schreibe hier aus der Ukraine, Shyomyr, ca 150 Km von Tschernobyl entfernt. Die Tochter meiner Lebensgefährtin, die Jaher nach dem Unfall geboren wurde, muss (wie übrigens viele Einwohner hier) noch heute regelmässig zum Arzt und Medikamente nehmen, weil Sie unter den Spätfolgen der Tschernobzl Katastrophe leidet.

    Die Gründe für den Unfall in Brunsbüttel und Krümmel liegen doch offenbar auch im "allgemeinen Versagen, auch menschlichem" – die Gegnerschaft der Bevölkerung gegen die Nutzung von Atomenergie liegt konstant zwischen 65 und 75%, der vereinbarte Atomausstieg ist weithin anerkannt und sollte Bestand haben und umgesetzt werden.

    CO2-Hype .. mir scheint Du lebst auf dem Mond. Die Forschungsergebnisse sind eindeutig .. und eindeutig klar obwohl zB die USA alles versucht haben, die UN Berichte zu entschärfen.

    Regenerative Energien heisst die Zukunft (und nicht etwa russisches Putin-Gas). Ich habe kürzlich privat auf die Naturstrom AG (= 100% regnererative Energie ..und Neuanlagen regenerativer Art werden gebaut, keine Beteiligung der Grosskonzerne) umgestellt. Aufwand: ein Formular im Internet ausfüllen. Den Rest haben die erledigt. Kosten? Ein paar Euro mehr, aber die Strompreise unterscheiden sich nicht mehr sehr von "normalen"

    Ihr wollt auch umstellen??? …. na dann hats ja einen Sinn das ich heute morgen hier schreibe :))

  59. der Hoppibär meint: (14.7.2007 um 13:05) AntwortenReply to this comment

    @mecki(58):
    "Ich habe kürzlich privat auf die Naturstrom AG umgestellt."

    Wobei Du nie herausfinden wirst ob Dein Paket auch immer schön halal ist. Bist Du eigentlich auch ethisch einwandfrei investiert? Müllsortierer, Pfandflaschenzurückbringer und Kenner der lokalen Müllzurücknehmcontainer und Müllzurücknehmzeiten? LOL

  60. Ben (der Unerwünschte) meint: (14.7.2007 um 14:16) AntwortenReply to this comment

    @59:

    So lange die Atomkraft-"Befürworter" nicht mehr aufzubieten haben, als die übliche polemische Giftspritzerei, die du hier absonderst, sieht es in meinen Augen Rabenschwarz für ein Revival aus. Jetzt mal vollkommen unabhängig davon, ob man das nun gut findet oder nicht. Deine "Argumentation" (*hüstel*) zum Treibhauseffekt schlägt aber noch einmal alles um Weiten.

    Die Grünen müssen dir ja richtig böse weh getan haben, dass du so zum hetzerischen Rundumschlag ausholst, aber vielleicht erreichen dich dennoch ein paar Fakten. Spielen wir mal das Spielchen, gehen wir mal von der absolut schwachsinnigen These aus, dass uns die Klimaforscher alle aufs unseriöseste anlügen, weil sie geil auf Fördergelder sind. Wir ignorieren dafür mal die Tatsache, dass ein Klimaforscher, der die Erderwärmung oder deren menschliche Ursache bestreitet, dafür einen Haufen Kohle von Exxon und Co. nach Hause schleppen könnte.

    Was würde dies ändern? Gar nichts! Langsam wird nämlich ersichtlich, dass das Öl langsam knapper wird. Das Ölfördermaximum ist bereits erreicht, die Nachfrage steigt. In der Konsequenz sind weitere Anstrengungen zum Energiesparen, Investitionen in Bus und Bahn etc. so oder so der richtige Weg. Selbst wenn es den Treibhauseffekt gar nicht gäbe, wäre jede Maßnahme zu seiner Bekämpfung immer noch nützlich, aufgrund der günstigen Nebeneffekte. Das ist das Schöne: Selbst wenn die Klimaforscher unrecht haben, wäre dies kein großes Drama. Umgekehrt sieht die Lage da deutlich düsterer aus, wenn du nämlich unrecht hast, und wir unternehmen nichts, dann sitzen wir doppelt tief in der Tinte. Genau das ist der Grund, warum es überhaupt kein Problem ist, den Wissenschaftlern zu glauben, und Gegenmaßnahmen einzuleiten.

  61. der Hoppibär meint: (14.7.2007 um 16:46) AntwortenReply to this comment

    @Ben()(60):
    "Langsam wird nämlich ersichtlich, dass das Öl langsam knapper wird. … Das ist das Schöne: Selbst wenn die Klimaforscher unrecht haben, wäre dies kein großes Drama. … Genau das ist der Grund, warum es überhaupt kein Problem ist, den Wissenschaftlern zu glauben, und Gegenmaßnahmen einzuleiten."

    Ganz schön zynisch! Es ist also von den tatsächlich gegebenen Sachverhalten letztlich unabhängig zu sehen "bestimmten Wissenschaftlern zu _glauben_" und sich politisch in eine bestimmte Richtung zu bewegen.
    Aber auch ehrlich, Glauben soll das Bemühen beim Kampf um das Richtige ersetzen, genau so ist es heutztage!

    BTW – es wird bei jetzigem Bedarf, jährliche Steigerungen mit eingerechnet, vermutlich noch 200 (!) Jahre wirtschaftlich sein Erdöl abzubauen. Wenig bekannt, gell?

    Ansonsten, klar, traue keinen Ökos!

  62. Ben (der Unerwünschte) meint: (14.7.2007 um 18:33) AntwortenReply to this comment

    @61:

    Oooooch, der arme, arme Hoppibär, heult rum, weil es angeblich zynisch ist, sich auf die Mehrheit der Klimaforscher zu verlassen. Und davon auszugehen, dass die nicht lügen. ;-)

    Aber das ist in deinen Augen also schon "glauben" im Sinne von Religion, so, so. Ich danke dir, du hast nämlich keinerlei sinnvolles Gegenargument hervorgebracht, sondern nur Schwachsinn. Ergo kannst du offensichtlich nichts wiederlegen. Hast du noch weitere Dummheiten und Giftspritzereien, über die ich mich lustig machen kann? Man, man, man, was für merkbefreite, spastische Vollidioten sich doch im Netz rumtreiben…

    Irgendwo mag es noch förderbares Öl geben, aber billiges Öl gibt es nicht mehr. Da hilft es auch nicht, wenn du dir entsprechende Behauptungen aus dem Arsch ziehst, die Realität ist eindeutig.

  63. C. Cretemaster meint: (14.7.2007 um 20:53) AntwortenReply to this comment

    @Icke: Entsorgung ist teuer, ja? Dann schätz doch mal bitte grob, was ein versiegeltes Loch in einem Berg für Kosten verursacht, sobald es einmal zu ist. Nicht so viel, oder? Und jetzt vergleiche das mit dem schwermetallhaltigen Dreck, der von Kohlekraftwerken in ~10.000facher Menge erzeugt wird (vom Kohlendioxid in millionefacher menge ganz zu schweigen). Neue Kohlekraftwerke bauen wir natürlich, und die mathematisch benachteiligten Grünen haben da irgendwie kein größeres Problem damit.

    @GdG: Brutreaktoren beseitigen das Plutonium, in ihrem Abfall ist keins mehr enthalten (und das in ihrem Brennstoff ist auch nicht waffenfähig). Wieso bitte führt das zu einem größeren Entsorgungsproblem? Aber hey, schönes Argument, warum sollte man sich da von Tatsachen stören lassen, hm?

    …und ihr übrigen "Antis" habt offenbar auch keine Ahnung, wovon ihr redet. Die einen verwechseln Brennstoff (Uran, Plutonium) mit Abfall (Strontium, Cäsium), die anderen den RBMK (Waffenfabrik im Stil von Hanford oder Tschernobyl) mit DWR/SWR (Kraftwerke wie Krümmel oder Brunsbüttel), und einer sogar Plutonium (Reaktorbrennstoff) mit Polonium (künstliches Isotop und für den Anschlag auf Litwinienko benutzt). Dass natürlich auch einer die beeindruckend fehlerhafte "Studie" von Storm van Leeuwen und Smith zitiert (weiß er natürlich nicht, er hat den Mist ja aus dem Propagandablatt irgendeines Ökokonzerns, und die geben niemals ihre Quellen an), paßt da prima ins Bild.

    Ihr seid ein trauriger Anblick. Die Umwelt ist euch nicht einmal wichtig genug, um euch über die Physik und Chemie hinter der Elektrizitätserzeugung zu informieren, aber ihr reißt das Maul auf als wäret ihr Experten. Armselig. Und kontraproduktiv.

  64. G meint: (14.7.2007 um 23:36) AntwortenReply to this comment

    @C.Cretemaster

    Aha,…soso. Na das ist ja einfach: Man stopft den Müll einfach in ein Loch im Berg und versiegelt es dann. Was für eine genial einfache Idee. Dafür hättest du den Nobelpreis verdient!

    Schonmal drüber nachgedacht, dass man für mehrere tausend Jahre sicherstellen muss, dass die radioaktiven Stoffe nicht in die Biosphäre gelangen können und dass dies auch regelmäßig überwacht werden muss? Und diese Kontrolle wird dann kostenlos von der Caritas durchgeführt, oder wie? Mal ganz abgesehen davon, was passiert, wenn wirklich mal etwas in die Biosphäre gelangt…

  65. Ben (der Unerwünschte) meint: (15.7.2007 um 00:16) AntwortenReply to this comment

    @63:

    Du kannst dir gleich mal wieder den Geifer vom Mund wischen. Atomenergie wird unsere Probleme nicht lösen, und neue Reaktoren sind in der Bevölkerung nicht durchsetzbar. Leuten wie dir geht es nicht um eine Lösung, sondern in erster Linie darum, deinem Hass freien Lauf zu lassen.

    Die realen Fakten sind wie folgt:

    1.) Das Kind ist längst in den Brunnen gefallen. Wenn die Klimaforscher nicht alle verlogen oder komplett dumm sind, gibt es den Zusammenhang zwischen CO2 und Temperaturerhöhung, und der wird zuschlagen. Der Zeitpunkt zu handeln ist bei weitem überschritten, weil auch die angemahnte Kursänderung gar nicht oder viel zu spät stattfinden wird.

    2.) Gerade Typen wie du wollen auch überhaupt nicht handeln. Deine Bekehrung zum großen Klimaschützer, der deswegen nun auf die ganz große Pauke haut, nehme ich dir nicht ab. Leuten wie dir ging es noch nie um den Umweltschutz, sondern immer nur um blanke Hass-Ideologie. Faktisch bist du einer der vielen Reaktionäre, die permanente Wutanfälle kriegen, weil sie es nicht ertragen, dass sich die ehemaligen 68er in diesem Punkt durchgesetzt haben. Aber weißt du was? Pech gehabt! Komm damit klar oder werf' dich hinter 'nen Zuge, aber bitte spiel uns hier nicht den empörten Klimaschützer vor. Irgendwie habe ich nämlich das Gefühl, dass dein tapferes Engagement an allen anderen Stellen gleich null sein wird. (Tempo 130 auf Autobahnen? Nicht? Aha.)

    3.) Weltweit besitzt Atomenergie einen Anteil von 6,5% an der Energieerzeugung. Deutschland sind es immerhin ca. 16% der Stromerzeugung. Um das z.B. auf 65% zu pushen, müsste die bestehende Liefermenge vervierfacht werden, mit entsprechend vielen AKW-Neubauten. Viel Spaß mit den dann zu erwartenden Volksaufstands-Ähnlichen Szenarien.

    4.) Es gibt nur entweder oder. Entweder die Atomenergie oder die regenerative Energien werden massiv ausgebaut. Für wen man sich auch entscheidet, die andere Technologie muss unvermeidlich unter die Räder kommen. Der Grund dafür ist, dass Netzinfrastruktur und -steuerung abhängig von der gewählten Energiesorte komplett unterschiedlich organisiert werden müssen. (Zentral Dezentral, FlexibelStarr uvam.)

    5.) Die Mengen an Energie, die ersetzt werden müssen, sind gigantisch. Weltweit müsste über Jahre hinweg jede Woche ein neues AKW an den Start gehen. Die Gebäude müssten überall stehen, auch in Dritte-Welt-Ländern. Zugleich wäre wegen der Tatsache, dass sich die genannten Ansätze fast diametral gegenüber stehen, eine entsprechende Entwicklung der sichere Tod der regenerativen Energien. Diese sind aber unsere einzige wirklich reale Chance, die kommende Energiekrise weltweit zu meistern, ohne einen sicherheitspolitischen Alptraum zu erzeugen.

    Das sind die Fakten. Gewöhn' dich daran. Selbst die Industrie will nicht wirklich neue Kraftwerke bauen, sondern einfach nur die wunderbar gewinnträchtigen, längst abgeschriebenen Uralt-Kraftwerke weiter laufen lassen. Um sehr viel mehr, als eine etwas bessere Marge geht es da nicht, Leute wie du werden da nur als "nützliche Idioten" vor den Karren gespannt.

  66. icke meint: (15.7.2007 um 09:44) AntwortenReply to this comment

    @63
    Ein Loch zu buddeln und zuzuschüten ist nicht so extrem teuer. Aber dummerweise müssen die ja auch ab und an kontrolliert werden. Und soweit ich weiß behaupten nicht einmal die, die solche Löcher buddeln, das die 4,5 Mill Jahre halten. Also nicht mal eine Halbwertszeit eines der vorhandenen Isotope.
    Und ich rede auch nicht nur vom Verbuddeln – sondern vom gesamten Prozeß (Ausbuddeln bis Entsorgung mit nachfolgender Kontrolle).

  67. C. Cretemaster meint: (16.7.2007 um 23:51) AntwortenReply to this comment

    Wie ich schon sagte: INFORMIERT EUCH ERSTMAL!

    @icke: Uran-238 ist ein natürlich vorkommendes Isotop. Uran ist giftig (vergleichbar mit Blei), aber kaum radioaktiv. Es ist überall in der Umwelt und kein großes Problem. Es ist auch im Reaktormüll kein großes Problem. Die Probleme werden von Cäsium, Strontium und (je nach Brennstoffkreislauf) evtl. den Transuranen verursacht. Halbwertszeiten sind 30 bzw. ~400 Jahre, sicherer Einschluss muss also für größenordnungsmäßig 300 bzw. 4000 Jahre garantiert werden, und das ist leicht.

    @Ben: 1.) Oh brilliant, es ist eh zu spät, warum also handeln, hm? Große Denker wie du haben die Energiepolitik schon versaut als wir auf Erdgas gesetzt haben.

    2.) Doch, will ich. Mehr Kernkraftwerke, mehr Forschung für moderne Reaktoren (IFR und MSR), Stilllegung der tödlichen Kohlekraftwerke (6000 Tote jedes Jahr allein in Deutschland durch Luftverschmutzung) am besten bis gestern.

    3.) In Deutschland ca. 30% der Elektrizität, 12% der gesamten Primärenergie (informier dich erstmal, Mann!). Gerade einmal 40 neue Reaktoren brächten das auf 100% elektrisch und mit Kraft-Wärme-Kopplung auf knapp 50% insgesamt. Die Volksaufstände will ich sehen; ihr lauten Antis überschätzt euch ein wenig. Und dieses "Wir sind zwar Idioten, aber wir sind mehr als ihr!"-Argument ist irgendwie… süß :-)

    4.) Es gibt nur entweder Uran oder Kohle. Ich will die Kohle, die jedes Jahr 6000 Deutsche tötet und den katatstrophalen Klimawandel hauptsächlich verursacht, loswerden. Du dagegen willst weiter an Sonne und Wind, die seit 30 Jahren nicht funktionieren, herumforschen. Ben, es ist zu spät! Keine Zeit mehr zum Forschen! Siehe auch Punkt 1.

    5.) Rechne doch selber, wieviel Wind-Spielzeug notwendig wäre. Natürlich wäre der massive Ausbau von Kernenergie der sichere Tod dieses Blödsinns. Zu Recht.

    @G: 300 Jahre, für einen vernünftigen Brennstoffkreislauf. Das ist überschaubar, verglichen mit den… oh, verglichen mit EWIG für die giftige Kohleasche, und auf die passt auch keiner auf. (Doch, die ist auch radioaktiv. Das juckt aber nicht, weil sie auch giftig ist.)

  68. Ben (der Unerwünschte) meint: (17.7.2007 um 10:16) AntwortenReply to this comment

    @67:

    Wie ich es mir schon dachte – unser "großer Umweltschützer" verliert kein Wort zum Thema Energiesparen, Tempolimit und co. Junge, der Klimaschutz ist dir scheißegal, also erzähl hier keine Märchen.

    Wo du recht hast, ist, dass ich den Kernenergieanteil in DE falsch beziffert habe. Die von mir genannte Zahl ist der weltweite Anteil, übrigens geringer als der Anteil der "nicht funktionierenden" regenerativen Energien.

    Windenergie ist bereits jetzt eine vernünftige Alternative. Die Vergütungssätze betragen hier um die 8 Cent pro Kilowattstunde, vergleiche das mal mit dem aktuellen Strompreis. Wer in seinem Haushalt selber Windstrom erzeugt, wird in der Regel nur die Überschüsse einleiten, weil der Eigenverbrauch günstiger ist, als die Energie vom Betreiber zu beziehen. Dabei sind die ganzen wirklich windstarken Gebiete, nämlich der Offshore-Bereich noch gar nicht vernünftig erschlossen. Von fernen Küsten ganz zu schweigen.

    Windenergie ist also schon jetzt als Alternative interessant genug, und wird in Zukunft nur noch besser. Was man allerdings für ihren Erfolg benötigt, ist einerseits ein Umbau des Stromnetzes (es muss ein europaweites Verbundnetz mit entsprechenden Fernleitungen geben), und andererseits ein flexibleres Strommanagement. Mit beidem zusammen kann man dann regionale Flauten hinreichend erfolgreich ausgleichen.

    Und das ist genau das, wo Typen wie du natürlich kotzen müssen, weil sie genau wissen, dass dies die Kernkraft langfristig gefährdet. Flexible Stromnetze mit starken lokalen Komponenten ziehen weitere Effekte nach sich, wie zum Beispiel Blockheizkraftwerke. Die sparen zwar auch riesige CO2-Mengen gegenüber den heutigen Kohlekraftwerken mit ihren 65% Verlustleistung, aber gehen dir natürlich gegen den Strich, weil es dir in Wirklichkeit natürlich nicht um diese Ersparnis geht. (Das ist nämlich das kleine schmutzige Geheimnis der Kernenergie: Als Ergänzung kommen fast nur Kohlekraftwerke in Frage, 100% Atomstrom geht nämlich auch nicht.) Der Klimaschützer ist eine Rolle, die du nur spielst, und du bist nicht überzeugend darin.

    Was hast du denn für deine Kraftwerke anzubieten? Ein paar Dutzend Kerntechnik-Studenten im Jahr, veraltete Reaktoren und veraltete Betriebsmannschaften, sowie mit Sicherheit ziemlich lange Genehmigungsverfahren. Mit ganz viel Glück kriegst du das erste deiner 40 Kraftwerke in 15 Jahren gebaut, weil sich die Leute wehren werden. Viel Spaß beim ausprobieren, Schreihals. Wenn das Kraftwerk vor der eigenen Haustür stehen soll, wird auch der langjährige CDU-Wähler aggressiv.

    Und nun noch mal was generelles: Wenn uns die Klimawissenschaft keinen Unsinn erzählt, und es den Zusammenhang zwischen CO2 und Erderwärmung gibt, dann wird diese Erwärmung kommen. Punkt und aus. Der Zug für Änderungen ist abgefahren, und zwar endgültig. Die radikalen Änderungen, um den Anstieg zumindest abzuschwächen, wird es nicht geben. Die Menschheit als ganzes wird die fossilen Energien so lange verbrauchen, bis diese zu teuer werden (siehe Ölpreis). Wer was anderes behauptet, denkt entweder nicht nach, oder er lügt. Wir werden weder die Politik der USA noch die der Entwicklungsländer dahingehend ändern können, und auch bei uns selbst hört spätestens beim für praktisch alle anderen Länder selbstverständlichem Tempolimit der Spaß auf. Das Einzige, was wir tun können, ist uns auf den kommenden Einschlag vorzubereiten, höhere Deiche zu bauen, und uns ansonsten auf ein Zeitalter vorzubereiten, in dem ein Liter Treibstoff 3 Euro kosten wird. Wenn dieses kommt, bin ich verdammt froh, wenn wir mit Solar- und Windenergie einerseits und weiten Kontinentalleitungen , sowie regionalen Erzeugungsmöglichkeiten andererseits ein vernünftiges Set an Antwortmöglichkeiten haben. Wenn es dann nur Kernenergie als Alternative gäbe, wäre das die wirkliche Katastrophe.

  69. spam meint: (17.7.2007 um 11:34) AntwortenReply to this comment

    @Montgomery Burns:
    Zum Thema "Spinner, die Mate-Tee trinken" sollten Sie sich vielleicht einfach mal die Referenzkundenlisten der Ökostromanbieter anschauen. Ihre Beschreibung passt ja sicherlich ganz gut auf Firmen und Organisationen wie Panasonic, Adobe, O2, Canon, AOK, DAK, diverse Hochschulen, Gemeinden, Hotelketten, Landtage, … !? Vielleicht sollten Sie Ihr Schubladendenken mal etwas überdenken …?

  70. C. Cretemaster meint: (17.7.2007 um 18:40) AntwortenReply to this comment

    @Ben: Tempolimit, Energiesparen, etc. bringen den Energiebedarf nicht auf Null. Solche Massnahmen sind keine Loesung fuer irgendwas, sondern lediglich eine oekonomische Abwaegung. Das passt dir freilich nicht, denn wenn Energie einfach nur ein Konsumgut wie jedes andere ist, kann sich ja deinesgleichen nicht mehr als moralisch ueberlegen aufspielen.

    Kernenergie laesst sich gerade nicht mit Kohle kombinieren; beide eignen sich am besten fuer Grundlast. Vergleiche dazu Frankreich, die Schweiz und Schweden: keine Kohlekraftwerke, nur Kernenergie und Wasser. Genau deshalb habe ich auch nichts gegen ein Kernkraftwerk direkt vor der Hasutuer, da steht naemlich bereits ein dreckiges Kohlekraftwerk, und das muss weg. (Deine ad-hominem-Angriffe sind erbaermlich, Kleiner.)

  71. Ben (der Unerwünschte) meint: (18.7.2007 um 01:22) AntwortenReply to this comment

    @70:

    > Kernenergie laesst sich gerade nicht
    > mit Kohle kombinieren; beide eignen
    > sich am besten fuer Grundlast.

    Ach so ist das. Na dann solltest du mal schnell den Wikipedia-Artikel zum Kraftwerksmanagement verändern. Die behaupten da im Abschnitt "Mittellastkraftwerke" nämlich das hier:

    >
    > Mittellastkraftwerke variieren ihre Leistung
    > entsprechend der Tagesgangkurve nach einem
    > vorher festgelegten Programm (Fahrplan). Vor
    > allem Steinkohlekraftwerke werden als
    > Mittellastkraftwerke eingesetzt.

    Los, schnell abändern, hopp, hopp. Und wenn du schon mal dabei bist, sag das doch auch den Energiekonzernen. Die machen schließlich etwas, was gar nicht geht!

    Nun noch einmal was grundsätzliches:
    >
    > kann sich ja deinesgleichen nicht
    > mehr als moralisch ueberlegen aufspielen.

    Nun mal halblang. Ich bin moralisch nicht sonderlich über- oder unterlegen. Nur mag ich es halt nicht, wenn man mich verarschen will. Und genau das, junger Freund, versuchst du hier, wenn du dich als Klimaschützer aufspielst. Klimaschutz geht dir, wie vermutlich 99% der Restbevölkerung, Umweltschützer, Grüne und mich selbst bewusst mit eingeschlossen, letztlich am Arsch vorbei.

    Das wirklich einfache, wirklich extrem harmlose Beispiel mit dem Tempolimit zeigt es deutlich: Das wäre eine Maßnahme, die sofort in Kraft treten könnte, hunderte Menschenleben pro Jahr retten würde und zudem ein sofortiger Schritt zum Klimaschutz wäre. Kernkraftwerke bräuchten so oder so etliche Jahre bis zur Fertigstellung, ein Tempolimit hingegen nur einen Federstrich im Gesetz.

    Aber so hat halt jeder (und zwar weltweit!) seine Interessen, die er nicht zurückstellen möchte, und genau deswegen wird es einen effektiven Klimaschutz nicht geben. Stattdessen wird die Erderwärmung, wenn sie denn kommt, voll durchschlagen. Öl wird teurer werden, und wir werden uns überlegen müssen, wie wir damit umgehen. Für Deutschland und den größten Teil der Welt gilt, dass Kernenergie dabei keine entscheidende Rolle spielen wird. Wir werden in ca. 15 Jahren noch mehr Windkrafträder haben, als heute, und Solarstrom zu 10 bis 15 Cent pro Kilowatt. (Im sonnenarmen Deutschland. In südlicheren Ländern wird kaum ein AKW mehr mithalten können.)

    Das wird die Zukunft sein: Viel "grüne" Energie, ein übel zuschlagender Treibhauseffekt und ein ziemlich großes Treibstoffproblem. Und der erste Erfinder eines effektiven und günstigen Energiespeichers gewinnt den Nobelpreis.

  72. C. Cretemaster meint: (18.7.2007 um 10:54) AntwortenReply to this comment

    Uiii, 10 bis 15 ct/kW. Verwechselt da jemand Arbeit und Leistung? Na egal, das ist ja DEUTLICH BILLIGER als 2.5 (Kohle) bzw. 3.5 ct/kWh (nuklear). (Je, bei der Kernenergie sind Baukosten und Müllentsorgung eingerechnet, bei der Kohle nur die Baukosten, wie üblich.) Und jetzt schau dir bitte nochmal den Energiemix von Frankreich an, und dann erkläre mir nochmal, wieso Kernenergie nicht ohne Kohle funktionieren soll.

    Ja, wir werden in 15 Jahren noch mehr Windspielzeug haben als heute. Dann werden sich unsere beschränkten Politiker wieder auf die Schulter klopfen, weil sie so viel mehr für den Klimaschutz getan haben als die bösen Franzosen. Natürlich unter Vernachlässigung der Tatsache, dass wir in 15 Jahren auch 26 neue Kohlekraftwerke haben werden (6 sind schon im Bau, der Rest ist geplant) und die Franzosen pro Kopf nur zwei Drittel unseres CO2-Ausstoßes erreichen. Dein Gesülze über Tempolimit, Energiesparlampen und böse Standbyschaltungen lenkt nur von den wirklichen Dreckschleudern ab.

  73. Ben (der Unerwünschte) meint: (18.7.2007 um 16:16) AntwortenReply to this comment

    Jo, der Strom für 2,5 Cent pro Kilowattstunde. Keine einzige Firma, geschweige Privatperson bekommt auch nur annähernd solche Konditionen. Als Privatperson fährt man mit selbst erzeugtem Solarstrom besser als mit dem Versorger, Problem gelöst.

    Wenn ich um 1:30 nachts Kilowatt statt Kilowattstunde schreibe, ist dies verzeihlicher, als irgendwelche Schwachköpfe, deren Ursprungbehauptung lautete, dass Kohle und Atomstrom einander komplett ausschließen. Klar, Mittellast gibt es ja nicht.

    Die regenerativen Energien werden sich weiterhin durchsetzen. Weißt du, das seh' ich ganz locker, da lass ich die Idioten gerne brüllen. Leute wie du haben 1993 noch großflächige Anzeigen veröffentlicht, die regenerativen Energien hätten langfristig keine Chance auf mehr als 4% Marktanteil. 2006 waren es allerdings schon 12%. Nicht schlecht für ein belangloses Spielzeug.

    Deine AKW werden nicht in absehbarer Zeit kommen, da kannst du noch so viel rumbrüllen. Dafür aber Lösungen, die auch eine Chance haben, außerhalb Deutschlands zu funktionieren.

  74. C. Cretemaster meint: (18.7.2007 um 23:18) AntwortenReply to this comment

    Gestehungspreise und Endverbraucherpreise verwechselt. War es wieder spät in der Nacht?

  75. Ben (der Unerwünschte) meint: (19.7.2007 um 08:38) AntwortenReply to this comment

    Keine Verwechselung, aber vermutlich schon zu viel Mathematik und Logik für dich. Für mich als Endverbraucher ist Strom für 8 oder 10 Cent wirtschaftlich, wenn ich für den Strom meines Versorgers 12 oder 15 Cent zahlen muss. Ganz einfacher mathematischer Zusammenhang. Schon klar, für dich gilt der natürlich nicht, du würdest lieber einen Endkundenpreis von 15 Cent zahlen, wenn der Gestehungspreis denn bei 2,5 lag, als Strom für 10 Cent aus eigener "Produktion" zu beziehen.

    Die angeblich ach so niedrigen Gestehungspreise kann man sich nämlich auch mal ganz elegant aus dem Arsch ziehen, und die teuren Endpreise dann auf die ach so tragisch hohen Netzkosten schieben, mit denen man dann auch jegliche Konkurrenz vom Markt fernhält. Was übrigens genau das ist, was die Erzeuger im Moment machen. War da nicht irgendwas, dass die Wettbewerbshüter stocksauer sind, weil sie die Kostenangaben der Hersteller nicht überprüfen können?

    Wie gut, dass du weiter bist, und die exakten Kosten dir allesamt vollkommen bekannt sind.

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