24.7.2007

Üblich und angemessen

Die HUK Coburg muss die Kosten eines Verkehrsunfalls übernehmen. Zu den Sachverständigenkosten schreibt die Versicherung:

Die Rechnung für das Gutachten haben wir mit 225,55 € ausgeglichen. Wir erachten ein Sachverständigengutachten in dieser Höhe für üblich und angemessen. … Nach unseren Erkenntnissen akzeptiert der Sachverständige diese Abrechnung.

Gekürzt haben sie 6,50 €. Warum genau dieser stolze Betrag, erfahre ich zwar nicht. Aber wenn’s der Sachverständige mit sich machen lässt, soll es nicht meine Sorge sein.

12 Kommentare zu “Üblich und angemessen”

  1. flx meint: (24.7.2007 um 19:55) AntwortenReply to this comment

    Da wird eben gespart, koste es was es wolle.

  2. RA JM meint: (24.7.2007 um 20:27) AntwortenReply to this comment

    Eine Klage über diesen Betrag bringt – davon ausgehend, dass HUK es nicht zur Verhandlung kommen lässt, sondern dann zahlt – 32,50 Euro (netto). Für viele Anwälte ein nicht lohnendes Honorar, und genau darauf pokert die HUK – hier offensichtlich erfolgreich.

    Ansonsten – die Zahl der von HUK verlorenen Honorarprozesse geht sicherlich schon in die Hunderte.

  3. Anonymous meint: (24.7.2007 um 20:31) AntwortenReply to this comment

    @ 2

    darüber wurde auch schonmal auf der III-Programm-Schiene berichtet: genau der gleiche Tenor.

    Zu Wort kamen auch eine ganze Reihe Sachverständigen, die schonmal aus Prinzip dagegen klagen, weil die HUK-Coburg und genau diese und keine andere eigene Sachverständige durchsetzen will.

    Das muss die schon einen Millionenbetrag gekostet haben.

  4. M. meint: (24.7.2007 um 20:35) AntwortenReply to this comment

    Über alles, was im Bereich "3% Skonto" liegt, schaut man meist hinweg. Kommt es bei einem Kunden häufiger vor, schlägt man die drei Prozent halt spätestens beim dritten Mal drauf und alle sind glücklich.

  5. slayer meint: (25.7.2007 um 01:58) AntwortenReply to this comment

    ganz klar aus prinzip

  6. Siggi meint: (25.7.2007 um 07:23) AntwortenReply to this comment

    Schön, daß die Prozeßkosten dann von den Kunden der HUK refinanziert werden müssen ("leider müssen wir Ihnen mitteilen, daß die Prämien angepasst werden müssen"). Doof.

  7. SvenR meint: (25.7.2007 um 09:39) AntwortenReply to this comment

    Was es wohl kostet, einen Brief zu schreiben, in dem drin steht, dass man € 6,50 nicht bekommen wird…?

  8. zack meint: (25.7.2007 um 11:04) AntwortenReply to this comment

    @SvenR Pi mal Daumen 0,55€ Portokosten, ca 1,- € für den Standardbrief den man vom Lehrling ausfüllen lässt, wenn keine Lehrlinge da 2,-€

    also immer noch ca. 5,- € Gespaart, langsam nährt sich das Eichhörnchen… ;-)

  9. RA JM meint: (25.7.2007 um 12:09) AntwortenReply to this comment

    @ zack: Das glaubt der Laie, der Betriebswirtschaftler weiß, dass eine solches Schreiben letztlich Kosten von mehreren Euro verursacht.

  10. SvenR meint: (25.7.2007 um 12:10) AntwortenReply to this comment

    Bei uns kostet ein einseitiger Brief inkl. Umschlag und Porto über € 9,— bei einer Vollkostenberechnung.

    Und bei uns heißt es "mühsam ernährt sich das Eichhörnchen".

  11. Irene meint: (25.7.2007 um 14:21) AntwortenReply to this comment

    Ja, ja die HUK. Gegnerische Haftpflichtversicherung ist in einer Sache die HUK und muß dem Grunde nach zu 100% haften. Abgerechnet wird nach Gutachten. Der Sachbearbeiter hat ein Gegengutachten wegen der Höhe der Lohnkosten erstellen lassen und von unserem geltend gemachten Betrag ca. 400,00 € abgezogen. Begründung: Anzusetzen ist nicht der Stundenlohn einer Fachwerkstatt vor Ort, sondern der durchschnittliche Stundenlohn diverser Werstätten der Umgebung.
    Auch der Hinweis auf ein eindeutiges BGH-Urteil konnte den Sachbearbeiter nicht umstimmen.
    Die Pointe: Der Mandant ist ohne Selbstbeteiligung rechtsschutzversichert bei der HUK!!
    Habe nun Deckungsschutzanfrage gestellt und den Schriftverkehr vorgelegt. Bin mal gespannt, ob die beiden Sachbearbeiter die Angelegenheit unter sich klären.

  12. sebausat meint: (25.7.2007 um 17:36) AntwortenReply to this comment

    automatisch Druck- und Kuvertiermaschine und ab in die Freistempelmaschine, warten bis der Postler am nächsten Tag vorbeikommt. blub.

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