passt bitte auf. Nicht, dass der Onkel Schäuble um die Ecke gerollt kommt und für den finalen Todesschuss ansetzt.
Stefan meint:
(25.7.2007 um 21:15) Antworten
@Handys in Kliniken.
Grad vorige Woche erst wieder gelacht:
An der Krankenhauspforte ein wichtig klingendes Schild "Das Bundesgesundheitsministerium verbietet die Benutzung von Mobiltelefonen in diesem Gebäude."
Zehn Minuten später. Ich steh am Krankenbett meines Bekannten, Chefarzt kommt rein, sein Handy bimmelt los, er entschuldigt sich und quatscht erst mal ne Runde, mitten im Zimmer. Soviel dazu.
(Kann ich eigentlich solchem Personal denn vertrauen, daß einerseits solche Schilder aufhängt, andererseits aber selbst davon reichlich Gebrauch macht?)
Anonymous meint:
(25.7.2007 um 21:49) Antworten
Soweit ich weiss verdienen die Krankenhäuser Unsummen mit dem Verkauf von Telefonkarten oder anderen Alternativen.
Andererseits wäre es aber auch ziemlich blöd, wenn doch mal etwas passieren sollte. Man kann ja nie wissen :P.
1) die Affäre "Staatsschutz" — wegen des "Bekennerschreibens"
2) "Lerne die Regeln" — wegen Regel 9: Hemmungslosigkeit bei Kochen & Liebe.
Zusammengefasst: beeindruckend gut, die Linkliste. Ich werd draus lernen.
AchimerJung meint:
(25.7.2007 um 22:51) Antworten
meinen die das echt ernst?? Staatsschutz bei platten reifen??? da sollen die ma zu mir kommen. aus meinen fahrradreifen entweicht komischerweise immer wieder die luft… ein fall für Inspector Gadget
"In Pforzheim hat das Amtsgericht einen eBay-Käufer wegen Hehlerei verurteilt. Begründung: Er hat ein Navigationssystem bei einer Auktion sehr günstig bekommen, die Ware stammte aus Polen – da müsse man Verdacht schöpfen."
Marc meint:
(26.7.2007 um 08:51) Antworten
Online-Durchsuchung: Die Ermächtigung zur Online-Durchsuchung ist zwingend erforderlich, Alternativen gibt es leider keine, deshalb muss es jetzt darum gehen, die Regeln und Verfahrensvorschriften sinnvoll auszugestalten. Hintergrund: Verschlüsselte Dateisysteme sind auf dem Vormarsch. Sie sind noch nicht im vollen Umfang in der Praxis angekommen, aber die Richtung ist absehbar.Bei verschlüsselten Dateisystemen ist die Beschlagnahme der Festplatte völlig sinnlos, ein Zugriff der berechtigten Bedarfsträger ist nur möglich, solange die Daten im Klartext vorliegen und das geht nur durch das Einschleusen von Überwachungssoftware auf den betreffenden Rechner selbst. Wer die grundsätzliche Möglichkeit des Zugriffs staatlicher Stellen auf Computerdaten nicht verneinen will, muss sich mit dieser Art des Eingriffs abfinden – und über die Schranken und Barrieren diskutieren. Alles andere heißt den Kopf in den Sand zu stecken und die Diskussion der Gegenseite zu überlassen.
Rebecca meint:
(26.7.2007 um 09:08) Antworten
Also das mit den Regeln habe ich nicht gerafft…! Das mit dem Kochen macht meinem Mann und den Kindern Angst.
Zitat: Noch wagemutiger????
Ansonsten finde ich, hat der Dalai Lama schon tolle Ansichten. P.S. habe ihn mal kurz von weitem gesehen und es ist wirklich ein charismatischer Mann.
Grüsse
Ben (der Unerwünschte) meint:
(26.7.2007 um 09:23) Antworten
@9 Marc:
Über solche Argumente sollte man vielleicht nachdenken, bevor man als Staat anfängt, linke Buchläden wegen angeblichen Terrorverdachts zu durchsuchen, bei platten Autoreifen den Staatsschutz auffährt und bei Demonstranten Säbelrasseln in Form von Bundeswehr-Tieffliegern betreibt.
Jetzt mal ganz abgesehen davon gibt es genügend Mittel, jemanden auch anders zu beschatten, denn dein toller Online-Trojaner erwischt ebenfalls nur die Dummen. Nur kostet das halt im Zweifelsfall mehr Geld. Das ist auch der ganze Punkt: Ermittlungsarbeit wird durch verschlüsselte Festplatten etc. halt wieder so schwer, wie sie das früher immer schon war. Kein Grund, den Überwachungsstaat weiter auszubauen.
TheDoctor meint:
(26.7.2007 um 10:50) Antworten
Online-Durchsuchung:
@9: Jep, darum geht es.
Es ist unpraktikabel den Inhalt der Festplatte komplett abzugreifen und wenn es doch ginge wären die Daten nicht gerichtsfest.
Also loggt man die Zugriffspasswörter und dann darf das SEK stürmen und die Platte beschlagnahmen.
Die grundsätzliche Problematik existiert ja schon und man wäre fast geneigt es als notwendig zu akzeptieren, wenn man nicht gebranntes Kind wäre (Kontenzugriff: begründet mit organisierter Kriminalität und Terroristen, benutzt gegen Steuersünder und "zu reiche" Arbeitslose)
Und jetzt der Haken:
klappt natürlich nicht bei Verschlüsselung VOR dem Start des Betriebssystems.
Fazit:
Man kommt an die Diletanten in Sachen Verschlüsselung heran, an die Profis, mit denen man den Heckmeck begründet, natürlich nicht. Aber das passt schon, denn die Kernanwendung werden ja wieder Eierdiebe.
Ben (der Unerwünschte) meint:
(26.7.2007 um 11:21) Antworten
Wie man sieht, bin ich ganz offensichtlich nicht der Einzige, der keine Lust hat, ziemlich wichtige Abwehrrechte ein weiteres mal an die Wand zu klatschen, nur damit der Staat etwas besser gegen Eierdiebe vorgehen kann. Lieber Marc (Nr. 9), liebe Sicherheitsfanatiker, betrachtet das doch bitte als gerechtfertigte Quittung für sämtliche vorausgegangenen Vertrauensbrüche.
Das passende Sprichwort zur Situation lautet übrigens: "Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht, auch wenn er mal die Wahrheit spricht."
knutwurst meint:
(26.7.2007 um 12:23) Antworten
zu Staatsschutz:
Die Abteilung Staatsschutz der Berliner Staatsanwaltschaft ist ua. zuständig für politisch motivierte Delinquenz. Um nichts anderes handelt sich vorliegend. Vielleicht sollte erwähnt werden, dass es sich nicht nur um die zwei Fälle der vergangenen Nacht handelt.
Sie dürfen jetzt aber noch diskutieren, ob der Tatbestand der Sachbeschädigung überhaupt erfüllt ist. Vielleicht ja auch Freiheitsberaubung?
Gedanken-Durchsuchung: Die Ermächtigung zur Gedanken-Durchsuchung ist zwingend erforderlich, Alternativen gibt es leider keine, deshalb muss es jetzt darum gehen, die Regeln und Verfahrensvorschriften sinnvoll auszugestalten. Hintergrund: Verschlüsselte Papierdokumente sind auf dem Vormarsch. Sie sind noch nicht im vollen Umfang in der Praxis angekommen, aber die Richtung ist absehbar.Bei verschlüsselten Papierdokumenten ist die Beschlagnahme des Papiers völlig sinnlos, ein Zugriff der berechtigten Bedarfsträger ist nur möglich, solange die Daten im Klartext vorliegen und das geht nur durch den Einsatz von Telepathen gegen die betreffenden Schreibenden selbst. Wer die grundsätzliche Möglichkeit des Zugriffs staatlicher Stellen auf niedergeschriebene Gedanken nicht verneinen will, muss sich mit dieser Art des Eingriffs abfinden – und über die Schranken und Barrieren diskutieren. Alles andere heißt den Kopf in den Sand zu stecken und die Diskussion der Gegenseite zu überlassen.
Alternativ käme auch der Einsatz von speziellen Behandlungen zur Wahrheitsfindung in Betracht. Aber auch hier gilt trotz aller historischen Vorbehalte:
Wer die grundsätzliche Möglichkeit des Zugriffs staatlicher Stellen auf niedergeschriebene Gedanken nicht verneinen will, muss sich mit dieser Art des Eingriffs abfinden – und über die Schranken und Barrieren diskutieren. Alles andere heißt den Kopf in den Sand zu stecken und die Diskussion der Gegenseite zu überlassen.
Marc meint:
(26.7.2007 um 13:06) Antworten
@-stm (15)
Zeige mir jemanden, der auf Papier und ohne Computer eine Verschlüsselung benutzt, die einem Kryptologen nicht ein müdes Gähnen entlockt. Ja, ich kenne de.wikipedia.org/wiki/Solitaire_%28Kryptografie%29
aber dafür braucht man viel, viel Zeit. Moderne verschlüsselte Dateisysteme haben eine neue Qualität und wenn du nicht dem Staat und seinen Organen die Legitimität von Durchsuchungen und Ermittlungen absprechen willst, dann solltest du besser über die Schranken diskutieren als dich in die Schmollecke zurückzuziehen.
@Ben (der Unerwünschte) (11, 15)
Klar, die Politik macht es einem nicht gerade leicht, über die Sache zu diskutieren anstatt sich über wilde Phantasien ahnungsloser Spitzenpolitiker zu echauffieren. Schäuble hat keine Ahnung von Technik, also hat es auf die übliche Schiene versucht: Er hat das Thema emotionalisiert. Das macht er immer so und wenn sich Widerstand regt, schwafelt er was von "Gedankenverboten". Aber die Fachleute in den zuständigen Behörden, die kennen die Technik. Und die sagen, dass sie ein Instrument brauchen, um auch bei künftigen Betriebs- und Dateisystemen noch auf Daten zugreifen zu können. Wie dieses Instrument ausgestaltet wird und unter welchen Bedingungen es eingesetzt werden kann und soll, das ist Sache der Politik und der Gesellschaft. Und es wird Zeit dass die an Technik und Bürgerrechten Interessierten sich in diese Debatte einschalten. Denn mit Fundamentalopposition fürchte ich, dass man diese Diskussion der Gegenseite überlässt.
A. John (Link) meint:
(26.7.2007 um 13:40) Antworten
@9: ein Zugriff der berechtigten Bedarfsträger ist nur möglich, solange die Daten im Klartext vorliegen und das geht nur durch das Einschleusen von Überwachungssoftware auf den betreffenden Rechner selbst.
Wie kann man einen Rechner überwachen, der nie an das Internet angeschlossen wird?
Siehe dazu: http://www.abzockwelle.de/m_023.htm Abs. 2.)
Der Gerd meint:
(26.7.2007 um 13:45) Antworten
"sagen, dass sie ein Instrument brauchen, um auch bei künftigen Betriebs- und Dateisystemen noch auf Daten zugreifen zu können"
Aha. Also einen Bundestrojaner der unter den verschiedenen Windowsversionen läuft, Unix, Linux, MAC/OS, MVS, OS/400… Hab ich was vergessen? Achja, und das ganze bitte aufwärtskompatibel….
Der Gerd
TheDoctor meint:
(26.7.2007 um 13:50) Antworten
@16: ich sehe Deinen Zwiespalt.
Es ist wie immer im Leben, man muß eine Kosten-Nutzen Rechnung aufmachen.
- Was nutzt es dem Gemeinwesen
- Was schadet es direkt dem Gemeinwesen
- Welche Kollateralschäden richtet es an
- Der Nutzen wird von Fachleuten, gemessen an der Schwere des Eingriffes, Aufgrund von Gegenmaßnahmen als gering eingeschätzt
- Der Schaden kann erheblich sein, in Geld und Staatsvertrauen
- Grundrechtseingriffe könnten sich gegenseitig verstärken: Habe ich erstmal das Recht HEIMLICH etwas ELEKTRONISCH zu durchsuchen komme ich vielleicht als nächstes auf die Idee dies auch PHYSISCH zu wollen, ist ja eigentlich das gleiche.
Last but not least: alle Verbrechenspläne der Welt sind ziemlich ungefährlich, solange sie auf Festplatten schlummern. Um sie umzusetzen muss man mit der realen Welt interagieren und da ist die gute alte Polizeiarbeit immer noch wirksam.
Es ist ja nicht mal "heiße" Luft, um die es da geht…
Ben (der Unerwünschte) meint:
(26.7.2007 um 14:58) Antworten
Vor allem Marc, dir ist doch klar, was die wirklich gefährlichen Kriminellen tun werden, oder? Die holen sich für 250 Euro einen "Surfrechner", ohne Festplatte, der von Live-CD gestartet wird, und transferieren die wirklich wichtigen Daten dann halt per Speicherkarte auf ihren vom Netz getrennten Archivierungsrechner mit verschlüsseltem Dateisystem. So macht es das Verteidigungsministerium schon seit den 90ern, das kann ein Krimineller mit heutigen Mitteln auch. Wenn ich etwas so Brisantes hätte, was mich auf Jahre hinter Gitter bringen könnte, wäre das mit Sicherheit meine erste Maßnahme.
Wir leben in einer Welt, in der man immer weniger an die Daten der Klügeren kommt. Wir werden es überleben.
Gerhard meint:
(26.7.2007 um 14:59) Antworten
Richtig lustig wird es erst, wenn sich auch andere Länder einen solchen Trojaner zulegen.
Kristine meint:
(26.7.2007 um 17:03) Antworten
@22: Core War!
Gruß, Kristine
Manuel Wolff (Link) meint:
(26.7.2007 um 21:07) Antworten
Meinst Du die Lebensweisheiten haben tatsächlich irgendwas mit dem Dalai Lama zu tun oder sind die nur irgendso ne Liste, die im Internet herumgeistert, wo dann jemand einfach mal Dalai Lama drüberschreibt, damit es schlauer klingt?
@24: Ja, der Dalai-Lama hat z.B. das Buch "Glücksregeln für den Alltag" geschrieben. Übersetzt wurde das von Howard C. Cuttler, der den Dalai-Lama persönlich getroffen hat, der Mann ist echt so drauf!
Anonymous meint:
(27.7.2007 um 23:57) Antworten
"Online-Durchsuchung: Die Ermächtigung zur Online-Durchsuchung ist zwingend erforderlich, Alternativen gibt es leider keine, deshalb muss es jetzt darum gehen, die Regeln und Verfahrensvorschriften sinnvoll auszugestalten."
Die StPO und deren aktuelle "Anwendung" reichen also nicht?
"Hintergrund: Verschlüsselte Dateisysteme sind auf dem Vormarsch. Sie sind noch nicht im vollen Umfang in der Praxis angekommen, aber die Richtung ist absehbar.Bei verschlüsselten Dateisystemen ist die Beschlagnahme der Festplatte völlig sinnlos, ein Zugriff der berechtigten Bedarfsträger ist nur möglich, solange die Daten im Klartext vorliegen und das geht nur durch das Einschleusen von Überwachungssoftware auf den betreffenden Rechner selbst."
Das Einschleusen eines Trojaners o.ä. stellt z.Z. zu Recht eine Straftat dar (wenn auch bis zum Inkrafttreten des neuen 303b nur bei Firmen) und Gruppen die diese Straftaten begehen sind zu Recht terroristische Vereinigungen (das Warum kann nicht diskutabel sein).
Zugriff/Klartext/"Bedarfsträger": Was würde denn heute anstelle der akustischen Wohnraumüberwachung angewendet, wenn die Zielperson z.B. taubstumm ist. Nichts? 1)
Zudem kann die Beschlagnahme sinnlos sein, allerdings nur, wenn die Passwörter sicher und vor Zugriffen nicht Befugter gesichert sind.
Den Verweis auf die heute schon anwendbaren Mittel, die das Erkennen von verschlüsselten Daten wirksam zu verhindern, könnte man sich auch schenken…
"Wer die grundsätzliche Möglichkeit des Zugriffs staatlicher Stellen auf Computerdaten nicht verneinen will, muss sich mit dieser Art des Eingriffs abfinden – und über die Schranken und Barrieren diskutieren."
Warum abfinden / Warum verneinen? Schranken und Barrieren kennen die J/E/L und deren Seilschaften in DE – genauso wie ihre Vorgänger – schon seit ihrer Gründung nicht, BKA, StAs, Gerichte, Ehrenworte, 100TDM-Schäuble, Leuna etc.
"Sachlicher" kann man hier nur mit dem Verweis auf die "Anwendung" der aktuellen Gesetze antworten…
"Alles andere heißt den Kopf in den Sand zu stecken und die Diskussion der Gegenseite zu überlassen."
Gibt es eine Gegenseite, sind es doch sowieso nur Rückzugsgefechte…
Zur Antwort auf -stm (15):
Das wäre nur die nächste Stufe, wenn die Sinnlosigkeit der heutigen Forderungen festgestellt wird (siehe z.B. u.a. 2.) oder die, auf Parlamentarier zugeschnittenen, Einschüchterungsversuche des BKA).
@Ben (der Unerwünschte) (11, 15)
"…Aber die Fachleute in den zuständigen Behörden, die kennen die Technik. Und die sagen, dass sie ein Instrument brauchen, um auch bei künftigen Betriebs- und Dateisystemen noch auf Daten zugreifen zu können."
Wenn das die Aussage der "Spezialisten" ist, haben diese, einfach gesagt, keine Ahnung. Was kommen wird, sind Betriebssystem die sich z.B an Singularity oder JX orientieren.
"Wie dieses Instrument ausgestaltet wird und unter welchen Bedingungen es eingesetzt werden kann und soll, das ist Sache der Politik und der Gesellschaft." Hier fehlt das Wort "unaufgeklärt" vor Gesellschaft.
"Und es wird Zeit dass die an Technik und Bürgerrechten Interessierten sich in diese Debatte einschalten. Denn mit Fundamentalopposition fürchte ich, dass man diese Diskussion der Gegenseite überlässt."
Ben (der Unerwünschte) meint:
(28.7.2007 um 01:49) Antworten
@26
Ich glaube, du hast das etwas unglücklich zitiert. Das sieht jetzt so aus, als würdest du mich zitieren und auf mich antworten, dabei zitierst du eine Antwort, die mir gegeben wurde, und der ich inhaltlich nicht zustimme.
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ein link fehlt:
spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,496462,00.html
rubrik: leuten denen ich gerne mal meine meinung sagen würde.
heute: die amtsrichterin.
"Ein Fall für den Staatsschutz":
Liebe Kinder,
passt bitte auf. Nicht, dass der Onkel Schäuble um die Ecke gerollt kommt und für den finalen Todesschuss ansetzt.
@Handys in Kliniken.
Grad vorige Woche erst wieder gelacht:
An der Krankenhauspforte ein wichtig klingendes Schild "Das Bundesgesundheitsministerium verbietet die Benutzung von Mobiltelefonen in diesem Gebäude."
Zehn Minuten später. Ich steh am Krankenbett meines Bekannten, Chefarzt kommt rein, sein Handy bimmelt los, er entschuldigt sich und quatscht erst mal ne Runde, mitten im Zimmer. Soviel dazu.
(Kann ich eigentlich solchem Personal denn vertrauen, daß einerseits solche Schilder aufhängt, andererseits aber selbst davon reichlich Gebrauch macht?)
Soweit ich weiss verdienen die Krankenhäuser Unsummen mit dem Verkauf von Telefonkarten oder anderen Alternativen.
Andererseits wäre es aber auch ziemlich blöd, wenn doch mal etwas passieren sollte. Man kann ja nie wissen :P.
Meine persönliche Hitliste:
1) die Affäre "Staatsschutz" — wegen des "Bekennerschreibens"
2) "Lerne die Regeln" — wegen Regel 9: Hemmungslosigkeit bei Kochen & Liebe.
Zusammengefasst: beeindruckend gut, die Linkliste. Ich werd draus lernen.
meinen die das echt ernst?? Staatsschutz bei platten reifen??? da sollen die ma zu mir kommen. aus meinen fahrradreifen entweicht komischerweise immer wieder die luft… ein fall für Inspector Gadget
Zum ersten Artikel im ersten Link: http://shorl.com/vytuvajaragry
spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,496462,00.html
"In Pforzheim hat das Amtsgericht einen eBay-Käufer wegen Hehlerei verurteilt. Begründung: Er hat ein Navigationssystem bei einer Auktion sehr günstig bekommen, die Ware stammte aus Polen – da müsse man Verdacht schöpfen."
Online-Durchsuchung: Die Ermächtigung zur Online-Durchsuchung ist zwingend erforderlich, Alternativen gibt es leider keine, deshalb muss es jetzt darum gehen, die Regeln und Verfahrensvorschriften sinnvoll auszugestalten. Hintergrund: Verschlüsselte Dateisysteme sind auf dem Vormarsch. Sie sind noch nicht im vollen Umfang in der Praxis angekommen, aber die Richtung ist absehbar.Bei verschlüsselten Dateisystemen ist die Beschlagnahme der Festplatte völlig sinnlos, ein Zugriff der berechtigten Bedarfsträger ist nur möglich, solange die Daten im Klartext vorliegen und das geht nur durch das Einschleusen von Überwachungssoftware auf den betreffenden Rechner selbst. Wer die grundsätzliche Möglichkeit des Zugriffs staatlicher Stellen auf Computerdaten nicht verneinen will, muss sich mit dieser Art des Eingriffs abfinden – und über die Schranken und Barrieren diskutieren. Alles andere heißt den Kopf in den Sand zu stecken und die Diskussion der Gegenseite zu überlassen.
Also das mit den Regeln habe ich nicht gerafft…! Das mit dem Kochen macht meinem Mann und den Kindern Angst.
Zitat: Noch wagemutiger????
Ansonsten finde ich, hat der Dalai Lama schon tolle Ansichten. P.S. habe ihn mal kurz von weitem gesehen und es ist wirklich ein charismatischer Mann.
Grüsse
@9 Marc:
Über solche Argumente sollte man vielleicht nachdenken, bevor man als Staat anfängt, linke Buchläden wegen angeblichen Terrorverdachts zu durchsuchen, bei platten Autoreifen den Staatsschutz auffährt und bei Demonstranten Säbelrasseln in Form von Bundeswehr-Tieffliegern betreibt.
Jetzt mal ganz abgesehen davon gibt es genügend Mittel, jemanden auch anders zu beschatten, denn dein toller Online-Trojaner erwischt ebenfalls nur die Dummen. Nur kostet das halt im Zweifelsfall mehr Geld. Das ist auch der ganze Punkt: Ermittlungsarbeit wird durch verschlüsselte Festplatten etc. halt wieder so schwer, wie sie das früher immer schon war. Kein Grund, den Überwachungsstaat weiter auszubauen.
Online-Durchsuchung:
@9: Jep, darum geht es.
Es ist unpraktikabel den Inhalt der Festplatte komplett abzugreifen und wenn es doch ginge wären die Daten nicht gerichtsfest.
Also loggt man die Zugriffspasswörter und dann darf das SEK stürmen und die Platte beschlagnahmen.
Die grundsätzliche Problematik existiert ja schon und man wäre fast geneigt es als notwendig zu akzeptieren, wenn man nicht gebranntes Kind wäre (Kontenzugriff: begründet mit organisierter Kriminalität und Terroristen, benutzt gegen Steuersünder und "zu reiche" Arbeitslose)
Und jetzt der Haken:
klappt natürlich nicht bei Verschlüsselung VOR dem Start des Betriebssystems.
Fazit:
Man kommt an die Diletanten in Sachen Verschlüsselung heran, an die Profis, mit denen man den Heckmeck begründet, natürlich nicht. Aber das passt schon, denn die Kernanwendung werden ja wieder Eierdiebe.
Wie man sieht, bin ich ganz offensichtlich nicht der Einzige, der keine Lust hat, ziemlich wichtige Abwehrrechte ein weiteres mal an die Wand zu klatschen, nur damit der Staat etwas besser gegen Eierdiebe vorgehen kann. Lieber Marc (Nr. 9), liebe Sicherheitsfanatiker, betrachtet das doch bitte als gerechtfertigte Quittung für sämtliche vorausgegangenen Vertrauensbrüche.
Das passende Sprichwort zur Situation lautet übrigens: "Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht, auch wenn er mal die Wahrheit spricht."
zu Staatsschutz:
Die Abteilung Staatsschutz der Berliner Staatsanwaltschaft ist ua. zuständig für politisch motivierte Delinquenz. Um nichts anderes handelt sich vorliegend. Vielleicht sollte erwähnt werden, dass es sich nicht nur um die zwei Fälle der vergangenen Nacht handelt.
Sie dürfen jetzt aber noch diskutieren, ob der Tatbestand der Sachbeschädigung überhaupt erfüllt ist. Vielleicht ja auch Freiheitsberaubung?
@9 Marc:
Gedanken-Durchsuchung: Die Ermächtigung zur Gedanken-Durchsuchung ist zwingend erforderlich, Alternativen gibt es leider keine, deshalb muss es jetzt darum gehen, die Regeln und Verfahrensvorschriften sinnvoll auszugestalten. Hintergrund: Verschlüsselte Papierdokumente sind auf dem Vormarsch. Sie sind noch nicht im vollen Umfang in der Praxis angekommen, aber die Richtung ist absehbar.Bei verschlüsselten Papierdokumenten ist die Beschlagnahme des Papiers völlig sinnlos, ein Zugriff der berechtigten Bedarfsträger ist nur möglich, solange die Daten im Klartext vorliegen und das geht nur durch den Einsatz von Telepathen gegen die betreffenden Schreibenden selbst. Wer die grundsätzliche Möglichkeit des Zugriffs staatlicher Stellen auf niedergeschriebene Gedanken nicht verneinen will, muss sich mit dieser Art des Eingriffs abfinden – und über die Schranken und Barrieren diskutieren. Alles andere heißt den Kopf in den Sand zu stecken und die Diskussion der Gegenseite zu überlassen.
Alternativ käme auch der Einsatz von speziellen Behandlungen zur Wahrheitsfindung in Betracht. Aber auch hier gilt trotz aller historischen Vorbehalte:
Wer die grundsätzliche Möglichkeit des Zugriffs staatlicher Stellen auf niedergeschriebene Gedanken nicht verneinen will, muss sich mit dieser Art des Eingriffs abfinden – und über die Schranken und Barrieren diskutieren. Alles andere heißt den Kopf in den Sand zu stecken und die Diskussion der Gegenseite zu überlassen.
@-stm (15)
Zeige mir jemanden, der auf Papier und ohne Computer eine Verschlüsselung benutzt, die einem Kryptologen nicht ein müdes Gähnen entlockt. Ja, ich kenne
de.wikipedia.org/wiki/Solitaire_%28Kryptografie%29
aber dafür braucht man viel, viel Zeit. Moderne verschlüsselte Dateisysteme haben eine neue Qualität und wenn du nicht dem Staat und seinen Organen die Legitimität von Durchsuchungen und Ermittlungen absprechen willst, dann solltest du besser über die Schranken diskutieren als dich in die Schmollecke zurückzuziehen.
@Ben (der Unerwünschte) (11, 15)
Klar, die Politik macht es einem nicht gerade leicht, über die Sache zu diskutieren anstatt sich über wilde Phantasien ahnungsloser Spitzenpolitiker zu echauffieren. Schäuble hat keine Ahnung von Technik, also hat es auf die übliche Schiene versucht: Er hat das Thema emotionalisiert. Das macht er immer so und wenn sich Widerstand regt, schwafelt er was von "Gedankenverboten". Aber die Fachleute in den zuständigen Behörden, die kennen die Technik. Und die sagen, dass sie ein Instrument brauchen, um auch bei künftigen Betriebs- und Dateisystemen noch auf Daten zugreifen zu können. Wie dieses Instrument ausgestaltet wird und unter welchen Bedingungen es eingesetzt werden kann und soll, das ist Sache der Politik und der Gesellschaft. Und es wird Zeit dass die an Technik und Bürgerrechten Interessierten sich in diese Debatte einschalten. Denn mit Fundamentalopposition fürchte ich, dass man diese Diskussion der Gegenseite überlässt.
@9: ein Zugriff der berechtigten Bedarfsträger ist nur möglich, solange die Daten im Klartext vorliegen und das geht nur durch das Einschleusen von Überwachungssoftware auf den betreffenden Rechner selbst.
Wie kann man einen Rechner überwachen, der nie an das Internet angeschlossen wird?
Siehe dazu: http://www.abzockwelle.de/m_023.htm Abs. 2.)
"sagen, dass sie ein Instrument brauchen, um auch bei künftigen Betriebs- und Dateisystemen noch auf Daten zugreifen zu können"
Aha. Also einen Bundestrojaner der unter den verschiedenen Windowsversionen läuft, Unix, Linux, MAC/OS, MVS, OS/400… Hab ich was vergessen? Achja, und das ganze bitte aufwärtskompatibel….
Der Gerd
@16: ich sehe Deinen Zwiespalt.
Es ist wie immer im Leben, man muß eine Kosten-Nutzen Rechnung aufmachen.
- Was nutzt es dem Gemeinwesen
- Was schadet es direkt dem Gemeinwesen
- Welche Kollateralschäden richtet es an
- Der Nutzen wird von Fachleuten, gemessen an der Schwere des Eingriffes, Aufgrund von Gegenmaßnahmen als gering eingeschätzt
- Der Schaden kann erheblich sein, in Geld und Staatsvertrauen
- Grundrechtseingriffe könnten sich gegenseitig verstärken: Habe ich erstmal das Recht HEIMLICH etwas ELEKTRONISCH zu durchsuchen komme ich vielleicht als nächstes auf die Idee dies auch PHYSISCH zu wollen, ist ja eigentlich das gleiche.
Last but not least: alle Verbrechenspläne der Welt sind ziemlich ungefährlich, solange sie auf Festplatten schlummern. Um sie umzusetzen muss man mit der realen Welt interagieren und da ist die gute alte Polizeiarbeit immer noch wirksam.
berlin.de/polizei/presse-...g/archiv/82298/index.html
Es ist ja nicht mal "heiße" Luft, um die es da geht…
Vor allem Marc, dir ist doch klar, was die wirklich gefährlichen Kriminellen tun werden, oder? Die holen sich für 250 Euro einen "Surfrechner", ohne Festplatte, der von Live-CD gestartet wird, und transferieren die wirklich wichtigen Daten dann halt per Speicherkarte auf ihren vom Netz getrennten Archivierungsrechner mit verschlüsseltem Dateisystem. So macht es das Verteidigungsministerium schon seit den 90ern, das kann ein Krimineller mit heutigen Mitteln auch. Wenn ich etwas so Brisantes hätte, was mich auf Jahre hinter Gitter bringen könnte, wäre das mit Sicherheit meine erste Maßnahme.
Wir leben in einer Welt, in der man immer weniger an die Daten der Klügeren kommt. Wir werden es überleben.
Richtig lustig wird es erst, wenn sich auch andere Länder einen solchen Trojaner zulegen.
@22: Core War!
Gruß, Kristine
Meinst Du die Lebensweisheiten haben tatsächlich irgendwas mit dem Dalai Lama zu tun oder sind die nur irgendso ne Liste, die im Internet herumgeistert, wo dann jemand einfach mal Dalai Lama drüberschreibt, damit es schlauer klingt?
Vom Dalai hab ich auch schon einstecken müssen:
http://www.uiuiuiuiuiuiui.de/?p=550
@24: Ja, der Dalai-Lama hat z.B. das Buch "Glücksregeln für den Alltag" geschrieben. Übersetzt wurde das von Howard C. Cuttler, der den Dalai-Lama persönlich getroffen hat, der Mann ist echt so drauf!
"Online-Durchsuchung: Die Ermächtigung zur Online-Durchsuchung ist zwingend erforderlich, Alternativen gibt es leider keine, deshalb muss es jetzt darum gehen, die Regeln und Verfahrensvorschriften sinnvoll auszugestalten."
Die StPO und deren aktuelle "Anwendung" reichen also nicht?
"Hintergrund: Verschlüsselte Dateisysteme sind auf dem Vormarsch. Sie sind noch nicht im vollen Umfang in der Praxis angekommen, aber die Richtung ist absehbar.Bei verschlüsselten Dateisystemen ist die Beschlagnahme der Festplatte völlig sinnlos, ein Zugriff der berechtigten Bedarfsträger ist nur möglich, solange die Daten im Klartext vorliegen und das geht nur durch das Einschleusen von Überwachungssoftware auf den betreffenden Rechner selbst."
Das Einschleusen eines Trojaners o.ä. stellt z.Z. zu Recht eine Straftat dar (wenn auch bis zum Inkrafttreten des neuen 303b nur bei Firmen) und Gruppen die diese Straftaten begehen sind zu Recht terroristische Vereinigungen (das Warum kann nicht diskutabel sein).
Zugriff/Klartext/"Bedarfsträger": Was würde denn heute anstelle der akustischen Wohnraumüberwachung angewendet, wenn die Zielperson z.B. taubstumm ist. Nichts? 1)
Zudem kann die Beschlagnahme sinnlos sein, allerdings nur, wenn die Passwörter sicher und vor Zugriffen nicht Befugter gesichert sind.
Den Verweis auf die heute schon anwendbaren Mittel, die das Erkennen von verschlüsselten Daten wirksam zu verhindern, könnte man sich auch schenken…
"Wer die grundsätzliche Möglichkeit des Zugriffs staatlicher Stellen auf Computerdaten nicht verneinen will, muss sich mit dieser Art des Eingriffs abfinden – und über die Schranken und Barrieren diskutieren."
Warum abfinden / Warum verneinen? Schranken und Barrieren kennen die J/E/L und deren Seilschaften in DE – genauso wie ihre Vorgänger – schon seit ihrer Gründung nicht, BKA, StAs, Gerichte, Ehrenworte, 100TDM-Schäuble, Leuna etc.
"Sachlicher" kann man hier nur mit dem Verweis auf die "Anwendung" der aktuellen Gesetze antworten…
"Alles andere heißt den Kopf in den Sand zu stecken und die Diskussion der Gegenseite zu überlassen."
Gibt es eine Gegenseite, sind es doch sowieso nur Rückzugsgefechte…
Zur Antwort auf -stm (15):
Das wäre nur die nächste Stufe, wenn die Sinnlosigkeit der heutigen Forderungen festgestellt wird (siehe z.B. u.a. 2.) oder die, auf Parlamentarier zugeschnittenen, Einschüchterungsversuche des BKA).
@Ben (der Unerwünschte) (11, 15)
"…Aber die Fachleute in den zuständigen Behörden, die kennen die Technik. Und die sagen, dass sie ein Instrument brauchen, um auch bei künftigen Betriebs- und Dateisystemen noch auf Daten zugreifen zu können."
Wenn das die Aussage der "Spezialisten" ist, haben diese, einfach gesagt, keine Ahnung. Was kommen wird, sind Betriebssystem die sich z.B an Singularity oder JX orientieren.
"Wie dieses Instrument ausgestaltet wird und unter welchen Bedingungen es eingesetzt werden kann und soll, das ist Sache der Politik und der Gesellschaft." Hier fehlt das Wort "unaufgeklärt" vor Gesellschaft.
"Und es wird Zeit dass die an Technik und Bürgerrechten Interessierten sich in diese Debatte einschalten. Denn mit Fundamentalopposition fürchte ich, dass man diese Diskussion der Gegenseite überlässt."
Sie tun es, nur mit welchem Ergebnis?
1) juraforum.de/jura/news/news/p/3/id/144617/f/106/
2) http://www.heise.de/newsticker/meldung/92746
p.s. schöne AD-Argumentation
@26
Ich glaube, du hast das etwas unglücklich zitiert. Das sieht jetzt so aus, als würdest du mich zitieren und auf mich antworten, dabei zitierst du eine Antwort, die mir gegeben wurde, und der ich inhaltlich nicht zustimme.