Der will doch nur hetzen
Heute Mittag hätte ich mir fast die FAZ gekauft. Ich bin froh, es nicht getan zu haben. Ansonsten wäre ich enttäuscht, für diesen Text Geld ausgegeben zu haben.
Die Argumentation des Autors ist niveaulos. Gegen Ende erklärt er doch selbst, wie leicht der Bürger zum “Objekt” des Staates werden und, ja auch das, sogar unschuldig verurteilt werden kann. Ich füge an: Auslöser oder Teil dieser ungerechtfertigten Verfolgung könnte gerade eine verdeckte Online-Durchsuchung sein. Also an sich gute Gründe, für klar definierte Grund- und Verfahrensrechte einzutreten.
Aber nein, ausgerechnet Fehler der Justiz rechtfertigen die Online-Durchsuchung. Warum? Weil diese Fehler, meint der der Autor, so viel schlimmer sind als die Online-Durchsuchung. Wäre der Redakteur Strafverteidiger, würde er wahrscheinlich bei einer Körperverletzung plädieren, sein Mandant habe ja immerhin keinen Totschlag begangen. Super Müller, würde er jetzt Lob vom Gericht erwarten, so toll hat uns das noch keiner erklärt. Totschlag ist so was von schlimm, da können wir doch eine Körperverletzung nicht bestrafen.
In Wirklichkeit würde das Sitzungsprotokoll an dieser Stelle vermerken, dass sich das Gericht ausnahmsweise fünf Minuten zum Lachen zurückgezogen hat.
Noch ein kleiner Hinweis an die Redaktion der FAZ, die den Artikel freigegeben hat: Gegen diffamierende Äußerungen von Richtern gibt es Rechtsmittel.
Mutmaßliche Antwort der Redaktion: Der will doch nur hetzen.
Nachtrag: Hier erklärt die FAZ, warum man nicht gegen die Online-Durchsuchung sein darf, so lange es hungernde Kinder Phishing gibt.
Die Frage ist doch auch, wie vertrauenswürdig eine Online Durchsuchung ist. Es wird heimlich ohne Aufsicht durchsucht, da kann man doch auch mal ein par Bits "drehen".
Wer überwacht die Wächter?
Das Niveau der FAZ nähert sich langsam der Bildzeitung, nur daß die FAZ sich absolut regierungskonform verhält. Wahrscheinlich wirkt hier schon das Überwachungssyndrom. Ich habe diesen Artikel übrigens – wie viele andere auch – kommentiert.
Einen sehr guten Artikel findet sich in der Zeit:
"Datenschutz: Überwachung schadet Freiheit."
Und Herr Müller beendet den Tag so niveaulos, wie er ihn begonnen hat:
"„Suboptimale“ Sicherheitsdebatte"
> http://www.faz.net/s/Rub7FC5BF30C45B402F96E964EF8CE790E1/Doc~EF29C65F618C64C18A57B214C665CDDB4~ATpl~Ecommon~Sspezial.html
Es ist ein RECHTSexperte:
http://www.faz.net/s/RubD87FF48828064DAA974C2FF3CC5F6867/Doc~ED05A146659914D87A5BA84E9687F7519~ATpl~Ecommon~Scontent~AOrd~EA4648D1ABD3A4CCC9429D6FAA8058CE3.html
Wie <a href="http://ra-melchior.blog.de/2007/10/10/faz_staatstragend_schlicht_dumm~3113742" rel="nofollow"> schon gesagt</a>, der mit Abstand absolut dümmlichste Artikel, den ich zu dieser Thematik seit langem – wenn nicht sogar jemals – gelesen habe. Noch deutlich schlimmer als das andere Geschmiere bei FAZ, das <a href=" http://www.smartnuts.com/index.php/main/comments/448/" target ="_blank" Smartnuts schon seziert hat.
Der Artikel hat gestern dazu geführt, dass ich den RSS-Feed der FAZ endgültig aus meinem Reader entfernt hab.
>Antwort der Redaktion: Der will doch nur hetzen.
Haben die das wirklich so kommuniziert?!?!?
Wahrscheinlich leidet die FAZ unter zunehmenden Wettbewerb.
Erst Farbfotos auf der ersten Seite, dann solche Artikel in Reihe (!) und demnächst wohl ein paar hübsche 'Oben Ohne Models' auf Seite 2. Für gut recherchierte Artikel und journalistische Qualität bin ich gerne bereit zu zahlen.
Für so einen Mist ist sogar geschenkt zu teuer.
stimme dir (U.V.) voll zu! peinlich für ein solches Blatt…
selten soviel Schwachsinn gelesen
Auf meiner Homepage hatte ich links zu einer FAZ-Artikelserie zum Thema GEZ.
Die habe ich soeben durch folgende Erklärung ersetzt:
Die hier ursprünglich gesetzten Links zu einer Artikelserie der FAZ über die Methoden der GEZ habe ich gelöscht.
Grund ist ein Artikel der FAZ zum Thema Online-Durchsuchungen vom 10.10.2007
Der Artikel mag die Meinung des Verfassers wiedergeben, was diesem auch ausdrücklich zugestanden sei.
Objektiv gesehen ist er allerdings von keinerlei Sachkenntnis berührt, ja nichteinmal von dem Hauch einer Ahnung. Auch die Qualität der "Argumentation" läßt darauf schließen, das der Verfasser bestenfalls das Propagandageschwätz der ministerialen PR-Abteilungen wiederkäut.
Ich nehme für mich in Anspruch, aus fachlicher Sicht ein fundiertes Urteil zum Thema Online-Durchsuchung abgeben zu können.
Zum objektiven Inhalt der FAZ-Artikel über die GEZ-Methoden kann ich mir hingegen kein fundiertes Urteil erlauben, da muß ich auf die Seriosität des Blattes vertrauen.
Dieses Vertrauen ist auf Grund des oben genannten Artikels nachhaltig gestört.
Links auf FAZ-Artikel, deren Inhalt ich nicht selbst beurteilen kann, wird es daher auf meiner Homepage nicht mehr geben.
Er, Herr Dr. Müller (@ 4: nicht es ;), ist nicht nur ein Recht(s)experte. Nein, er kennt sich in der gesamten Jurisprudenz einwandfrei aus. Man beachte nur eine Gastkommentierung in der DRiZ aus dem Jahre 2004: http://www.heymanns.com/servlet/PB/menu/1218695/index.html
Wer solch ein unvergleichlich "differenziertes" WeltBILD besitzt, ist doch geradezu prädestiniert bei so einem sensiblen Thema wie On/Offline-Durchsuchung mitzureden, und die Justiz mal so richtig anzuzweifeln äh zu widerlegen – Alles was Recht ist!
Nächste Woche kommt ein Artikel von mir raus. Dann könnt Ihr endlich wieder was sinnvolles lesen. Natürlich nicht in der FAZ, nicht im SPIEGEL, da könnt ich ja gleich was in der BILD veröffentlichen…
Dieser Artikel der FAZ "bedeutet eine Perversion von Grundrechtsschutz."
Ich würd sagen klarer Fall der §§ 81 I Nr. 2, 22,23,12 I StGB!
Wegsperren solche Leute!
Denk ich mir bei Bild auch immer.
(Den hinweis gem. Art 19 I S. 2 GG spar ich mir. Genauso wie ich mir in meinem Beitrag die Anwendung von Art 5 I GG gespart habe!)
@ TW: Jetzt wissen wir jedenfalls, warum der Herr Dr. Volljurist eben nicht "in die Justiz" gegangen ist, sondern lieber das Leservolk mit seinen Unsäglichkeiten malträtiert.
@15 (Chris H.),
wo ist die Gewalt bzw. die Drohung mit selbiger?
OMG, ein Troll aus dem Heise-Forum ist entkommen und hat jetzt als Redakteur bei der FAZ angeheuert!
Hey, den unteren Artikel habe ich gestern gelesen und mich fast bepisst vor lachen! :D
http://www.heise.de/newsticker/meldung/97212
"Der Bevollmächtigte der NRW-Landesregierung, Dirk Heckmann, gab in Karlsruhe zu, "dass die Norm durchaus suboptimal formuliert ist." [..]>>Dass die Spione dabei den richtigen Rechner erwischt hätten, würden sie ja daran sehen, ob die Schnüffelsoftware Daten zurück liefere, die dies bestätigen würde.<<"
Bei dem Zitat ist mir echt die Kinnlade runtergeklappt. Frei nach dem Motto, solange durchsuchen bis man bei irgendwem was findet. Von wegen Einzelfälle, dieses Zitat belegt EINDEUTIG, das hierbei im größeren Stil in der Privatsphäre ALLER Bundesbürger herumgeschnüffelt werden soll.
Bis zu dem Zeitpunkt, als Schäuble seinen Kreuzzug gegen das Grundgesetz begonnen hatte, habe ich die FAZ sehr geschätzt. Hatte sie doch starke liberale Tendenzen….
Aber seit SSchäuble durchs Land rollt, hat sich die FAZ in einer Weise zum Bayernkurier der CDU gemacht, dass es fast schon unheimlich ist. Sehr bedenlich erscheint insbesondere die Berichterstattung über Schäubles Verbalinjurien (Unschuldsvermutung, Internierung, Target-Killing) – während sämtliche Medien- und Presseorgane zu Beginn groß darüber berichteten, hat die FAZ die Berichterstattung darüber auf S. 4 rechts unten in eine kleine SPalte beschränkt…..
Jetzt habe ich eine wage Vorstellung davon, wie Gleichschaltung funktioniert.
FAZ liest man auch nicht.
Der Artikel hat mich heute morgen im Zug auch sehr geärgert. Ich halte eigentlich nicht viel von Leserbriefen und Leserbriefschreibern. In diesem Fall überlege ich, ob ich eine Ausnahme machen soll.
Was ist eigentlich eine "schmutzige Atombombe"? Das Gegenteil der Neutronenbombe?
Eine schmutzige Atombombe ist ein Pleonasmus.
Schmutzige A-Bomben gibt es doch gar nicht…
Erschreckend, wie naiv dieser „Journalist“ doch daran glaubt, dass Ermittler alle brav und anständig sind. Da wird kein Missbrauch betrieben. Nö, niemals. Die von der Polizei sind doch die Guten. Immer. Vielleicht gerät mal jemand dummerweise, ganz ausversehen unter falschen Verdacht. Aber dagegen gibt es ja Rechtsmittel.
Aber wie soll ich mich gegen etwas wehren, wenn ich davon ausgehen kann, dass ich über den Grundrechtseingriff gar nicht in Kenntnis gesetzt werde?
Nachdem auch ich diesen Artikel mit Erschrecken gelesen habe, fiel mir hinsichtlich des Autors, Stefan Tomik, nur ein Zitat von Albert Einstein ein, dass dessen Meinungsbild hervorragend beschreibt:
"Der Horizont vieler Menschen ist wie ein Kreis mit Radius Null. Und das nennen sie dann ihren Standpunkt."
Wie gestern bereits angemerkt: Blödzeitung für Banker.
Und die deutschen Freiberufler/Mittelständler glauben, wenn sie das Schmierenblatt lesen, seien sie gut informiert. Dabei haben sie nur das Zentralorgan des ZK der deutschen Bankenwirtschaft ins sich aufgesogen… Feuilleton und Sport (die Hochgelobten) sind nur Köder für die Blöden. Schirrmacher geh' heim!
Verwunderlich, dass der Herr lediglich auf Phisher hinwies, und nicht auch auf die wahrscheinlich noch viel gefährlicheren, mittels Filesharing die Wirtschaft in den Ruin treibenden Teenager.
Wer hat den "gekauft"? Mieser Hofberichterstatter…
Oh weh, nein, ich werde den Artikel nicht lesen, nein ich werde ihn nicht lesen…
Wenigstens sind die Kommentare zum Artikel recht einhellig dagegen.
@h.c.
Haben Sie als Mitglied der FDP nicht die Möglichkeit ein Ausschlussverfahren für Herrn Wolf in Gang zu setzen, oder darf ich daraus schließen, dass die FDP doch gar nicht so "freiheitlich" ist, wie sie immer tut?
http://www.heise.de/newsticker/meldung/97212
Aus alter Gewohnheit bin ich FAZ-Leser. (Vielleicht 2x die Woche). Mit den Jahren lernte man sie zu nehmen und die verschidenen Standpunkte der Ressorts zu goutieren.
In den letzten Jahren ging die Zeitung mir aber zunehmend auf die Nerven. Besonders abstoßend fand ich das zunehmende Chavez-Bashing. Immer mehr Desinformation als ein kritischer konservativer Standpunkt.
Mit dem neuen Layout haben sie es geschafft die Einheit von Form und Inhalt zu finden. Sofort erkennbar, daß es sich um ein Käseblatt handelt. Wann kommen die Symbolfotos auf der Titelseite?
Werde zu samstäglichen Café-Frühstück wohl zur NZZ wechseln. Die Berichte über Falschparkieren am Hauptbahnhof werde ich auch noch überstehen.
Dan darf ja der Link zu einem guten Artikel nicht fehlen:
http://www.sueddeutsche.de/computer/artikel/458/137183/2/
Heribert Prantl halt.
Kein Wunder das Schäuble um jeden Preis VOR diesem Verfahren sein Gesetz durchziehen wollte. Dann hätte er es wenigstens ein, zwei Jahre nutzen können.
BTW. zur Ehrenrettung: der Wissenschaftsteil der FAZ am Mittwoch ist ungeschlagen gut. Den Rest lese ich nie…
Ausgerechnet die FAZ… Mit den Jahren wurde schon offensichtlich, dass viele bislang gute Zeitungen im Niveau nachgelassen haben, aber mir geht mittlerweile dieser Journalismus á la Michael Moore sehr auf die Nerven. Egal ob Pro oder Contra es werden nur noch Fakten dargestellt, die der Meinung des Journalisten eine gewisse Glaubwürdigkeit geben. Das andere fällt unter den Tisch. Wo ist denn noch wertfreier Journalismus zu finden? Viele Themen (und sei es das Falschparken des Bürgermeisters von Pusemuckel) werden aufgebauscht, als ginge es um die Watergate-Affäre… Nee, die FAZ bleibt im Regal, wie viele andere Blätter auch, denn eine Meinung kann ich mir selber bilden, wenn ich ALLE Fakten geboten kriege.
Grüsse!
@37: da ist DIE ZEIT die Lösung.
Die bringen gerne mal auf der linken Halbseite die eine Bewertung und auf der rechten Halbseite die andere.
Auch sonst findet man des öfteren in der gleichen ZEIT an verschiedenen Stellen zum gleichen Thema unterschiedliche Ansichten.
Das ist IMHO die dichteste Annäherung an wertfreien Journalismus die möglich ist.
@38 TheDoctor:
Vielen Dank für Ihren Ratschlag (hatte ich vorhin aber gemeint, wollte nur nicht etwas prahlen, was ich vielleicht nächste Woche in die Tonne werfe, DIE ZEIT ist zur Zeit die einzige Alternative, dass stimmt)!
Wahrscheinlich teilen uns die Printmedien das mit, was Fernseh-Intendanten schon lange behaupten: "Wir zeigen das, was die Menschen eben sehen wollen!" Klar! Trotzdem, soll jeder lesen, was ihm gefällt! Soll jeder glauben, was ihn selig macht. Aber wie gesagt, die meisten Journalisten sorgen für eine direkte oder indirekte Bewertung des Themas und Otto-Normal-Verbraucher BILDET sich eine Meinung (des Journalisten). Leider…
Trotzdem nochmals Danke! Finde ich lobens- und erwähnenswert, wenn auch konstruktive Kritik/Anregung verschenkt wird! Dieser nette Hinweis hat mir heute den Tag verschönt!
Grüsse
widerlich, die artikel. sachlich unrichtig, abenteuerlich schlussfolgernd und panikhaft bedrängend. besonders dreist, dem bvg eine mitschuld andichten zu wollen – übrigens kurz vor der zwischenüberschrift, die "zweifelhaftes verständnis von ursache und wirkung" lautet. sollen wir jetzt lachen?
die diskussion wird immer abstoßender. ich finde kaum noch formulierungen, die udos hervorragendem blog würdig wären.
.~.
"Eine generelle Ablehnung der Online-Durchsuchung bedeutet eine Perversion von Grundrechtsschutz."
Bedeutet Grundrechtsschutz nicht in erster Linie Freiheitsschutz?
Für was brauchen wir Online-Durchsuchungen?
Wer ist eigentlich unserer wirklicher Feind?
Bestimmt nicht Bin-Laden, sondern unsere eigene Regierung.
Der größte Finanzkrach aller Zeiten steht kurz vor der Tür.
Da ist die Inmmo-Krise in den U.S.A. nur ein ganz kleines Vorspiel. Es tifft global Alle und somit auch Deutschland.
Wenn es eine Abwertung der Währung von 90% gibt, dann geht auch "Otto-Normalverbraucher" auf die Straße. Unserer Staat schafft schon jetzt Struckturen um uns dann in den Griff zu bekommen.
Wenn ich ein Spinner bin, OK, aber was, wenn nicht?
Faszinierend, wie hier eine renommierte Zeitung so grandios am Thema vorbeiredet und unserem Schnüffelminister huldigt. Arm ist das.
Besonders verstörend an dem Artikel fand ich die Kaltschnäuzigkeit mit der die Würde des menschen hier vom Tisch gewischt wurde. Als sei ein Einbruch in die Intimsphäre eine Lappalie.
Da fragt man sich, worunter leiden denn Opfer eines Einbruchs?
"Ein Einbruch in die eigenen vier Wände bedeutet für viele Menschen einen Schock. Dabei machen den meisten Menschen die Verletzung der Privatsphäre, das verlorene Sicherheitsgefühl oder psychische Folgen mehr zu schaffen als der rein materielle Schaden. Die Zerstörung der Intimsphäre und die Angst vor Wiederholung werden für viele Opfer zum Alptraum. Sie Leiden unter Ängsten, Schlafstörungen, Alpträumen und Nervosität."
(http://www.nicht-bei-mir.de/index.php?id=41&backPID=41&pS=1109631600&pL=2674799&arc=1&tt_news=25)
Wer fühlt sich denn nach einem Einbruch in den PC noch sicher? Angeschlossene Peripherie, wie Webcams und Mikrophone lassen sich per Trojaner auch nutzen, ohne dass das Opfer der Bespitzelung etwas davon mit bekäme.
Wenn man dann solche FAZ-Artikel lesen muss, dann wird einem schlecht.
Mitleser
Deshalb lese ich keine FAZ. Konservativ zu sein ist vollkommen in Ordnung (ist zwar nicht mein Fall, aber egal), von absoluter Obrigkeitshörigkeit jedoch halte ich gar nichts. Da lese ich ja lieber die Welt.
@20 (Terrorpudel),
ich gehe davon aus, dass die BVerfG-Richter etwas passendes dazu sagen werden.
@21 (Kai König),
gab es seit dem einen Wechsel in der Chefetage?
@27 (flokru),
und was nützt es, wenn anschließend ein Richter da steht und sagt: „Verfassungswidrig!“Das hat ja nix mit Grundrechtsschutz zu tun.
@28 (Frank K.),
Den kannte ich noch nicht, danke!
@34 (G),
Ausschlüsse sind wohl nicht so einfach wie Sie denken. Außerdem will ich fachlich dagegen angehen. Im Endeffekt ist Herr Wolf ja nicht FDP-Alleinunterhalter in NRW, und ich weiß das es dort genug Leute gibt die gegen ihn sind… Also muss man daraus bei der nächsten Wahl seine Schlüsse ziehen.
@37 (Rebecca),
Und das schlimme ist: Die ach so neutralen und objektiven öffentlich-rechtlichen haben auch schon seit Jahren dieses Niveau. Schlimm sind die dritten Sender, das ZDF und eine Vielzahl der ARD-Magazine wie frontal21. Also eigentlich fast alle.
@38 (TheDoctor),
Die Welt-Redakteurin Sabine Rückert ist auch ganz gut, für mich der mit Abstand beste Gerichtsjournalist (m/w) den es in Deutschland gibt. Sie sagt ihre Meinung immer offen heraus, argumentiert gut und hat auch eine aus m.S. gute Meinung. Und das obwohl sie früher bei der BILD war………..
Nun laßt doch die Kirche im Dorf respektive die (Rechts-)Konservativen in der FAZ. Der Artikel ist logisch, sachlich und trifft nicht meine Überzeugung – davon fällt kein Sack Papier um. Manchmal lese ich Artikel gern, die gegen den Strich bürsten, ich muß ja nicht anschließend dem Überwachungsstaat Tür und Tor öffnen.
Logisch? Sachlich? Woooo?
@48. ebenda. Soll ich Passagen zitieren? Daß wir nicht in 1984 leben, daß der Staat sich zum Glück nicht als Gesinnungsschnüffler betätigt, daß keineswegs flächendeckend die Privatsphäre angegriffen wird, daß der Aufwand relativ hoch sein wird, daß der Staat als Inhaber des Gewaltmonopols weitreichende Befugnisse besitzt – besitzen muß – sind Gedanken, die man wohl noch äußern darf, wenn ich auch nicht in allen Punkten zustimme und die Onlinedurchsuchung für hochgefährlich halte.
@49 (schwarzmaler)
"Daß wir nicht in 1984 leben"
NOCH. Wir sind in den letzten Jahren immer näher daran gerückt. Sollen wir wieder warten bis es ""Waschräume"" für kulturelle/religiöse/politische/ethnische Gruppen haben, bevor wir den Abbau der Bürger- und Menschenrechte durchs Hintertürchen kritisieren dürfen?
"daß der Staat sich zum Glück nicht als Gesinnungsschnüffler betätigt"
Tut er doch. Er droht beispielsweise gezielt gegenüber Providern pp., bestimmte Seiten zu sperren, weil man gegen diese juristisch nun mal nicht vorgehen kann. Von den Ideen die unsere Volkspolitiker sonst noch so haben möchte ich gar nicht anfangen.
Ich könnte jetzt auch konkret einige Verfahren nennen, aber das lasse ich mal. Das ist zwar noch nicht zentralistisch organisiert (wäre mir jedenfalls neu), breitet sich aber zunehmend aus.
"daß keineswegs flächendeckend die Privatsphäre angegriffen wird,"
Da ich hier schon lange nichts mehr zitiert habe: "Die endlose Reihe von Urteilen zu unzulässigen Durchsuchungen und Beschlagnahmen reißt nicht ab. Mit schöner Regelmäßigkeit missachtet die Exekutive grundrechtliche Garantien … . " (Grundrechte-Report 2006, Julia Köhn). 2007 wurde das ganze dann noch mals thematisiert, und festgestellt: Tendenz steigend! Die Anzahl rechts- und verfassungswidriger Durchsuchungen nimmt immer mehr zu, denn Konsequenzen müssen die Beamten nicht fürchten. (Dazu gibt es bald eine Publikation von mir, "Theoretische Grundrechte"). Ich könnte auch immer stärler ausufernde Telefonüberwachung, Sicherungsverwahrungen und Verstöße gegen die Pressefreiheit anführen. Oder Oder Oder Oder Oder Oder oder.
"… daß der Aufwand relativ hoch sein wird …"
Meine "Parteiinformatiker" wie auch externe Informatiker mit denen ich mich unterhalten habe sehen das ganz anders. Und einem Programmierer, der für große Banken, die Börse etc. pp. Internetprogramme entwickelt glaube ich definitiv mehr als irgendeinem dahergelaufenem Minister oder Beamten, der im Ein-Finger-Suchsystem eMails schreiben. Und Trojaner-Programmierungen sind nun echt nichts neues.
"… daß der Staat als Inhaber des Gewaltmonopols weitreichende Befugnisse besitzt – besitzen muß -"
Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus, und der Staat ist der Handlanger des Volkes, der das Zusammenleben im notwendigem Rahmen grundlegend "organisiert". Jeder der das Gewaltmonopol beim Staat sieht und daher meint, der Staat dürfe alles, hat irgendwie was falsch verstanden. Nicht wir müssen den Staat fragen, ob er denn so gnädig ist und uns Rechte gibt. Der Staat muss uns sagen, warum er die freie Entfaltung einschränken will. Und sowas kontrolliert u.a. das BVerfG für den manchmal ziemlich dummen Bürger. Und das ist gut so.
In der ganzen Debatte entsteht für mich beim Lesen der FAZ und ähnlich gelagerter lokaler Medien immer mehr der Eindruck, dass nicht mehr der Grundrechtseingriff gerechtfertigt werden muss, sondern das man sich für die Ausübung seines Grundrechtes rechtfertigen soll.
@51. Alles berechtigte Einwände. Warum die FAZ wegen Einnahme der Gegenposition angegriffen wird erschließt sich mir trotzdem nicht. Und mit Hetze hat die Argumentation nun schon gar nichts zu tun. Achja, die Argumentation "alle Gewalt geht vom Staate aus, und der Staat ist Handlanger des Volkes" erscheint mir, Entschuldigung, naiv. Der Staat neigt dazu ein Eigenleben zu entwickeln, kann und muß in Grenzen beschränkt werden, behält aber immer Züge eines "Leviathans".
Nett waren im BVerfG auch die Jungs vom CCC in ihren dunklen Nadelstreifenanzügen – auch die “Hacker den Nation” kommen in die Jahre.
Ich war ja auch ganz brav und habe deren “Bundestrojaner” ccc.de/press/releases/200…/20070320/pferdSeite9.jpg , der am Nachmittag so herrenlos im Park stand, nicht im Gebüsch versteckt. Mir hätte man ja gleich wieder eine Zueignungsabsicht an dem Vieh angedichtet. :-)
Mit freundlichen Grüßen
Günter Frhr. v. Gravenreuth
natürlich @50.
Endlich habe ich rausgefunden wo unsere hiesige Wald- und Wiesenzeitung abgeschrieben hat. Normalerweise kopieren die ja immer von der Bild, aber soviel Text ist da ja nicht zu finden…
@52 (Schwarzmaler),
weil die FAZ ihre Aussagen einfach nicht begründen kann. Sie "vergisst" mal eben ein paar wichtige Fakten und skiziiert ein einfach nur irreales Bild vom lieben Staat, und das die Grundrechte soooo wichtig ja gar nicht seien. Das Überwachungsmaßnahmen schwere Folgen auch für völlig rechtschaffende Menschen haben ist nichts neues, das geht soweit das ich gar Fälle kenne wo sich innerhalb von Stunden schwere phobische Störungen entwickelt haben. So schlimm muss es aber gar nicht kommen: Die Argumentation, wer nichts zu verbergen habe braucht ja nichts zu befürchten geht auch daher daneben, das man sich als überwacht fühlender einfach nicht frei entfalten kann. Alles nix neues was ich erzähle, kein Wort wird davon dort erwähnt. Die einfache Logik die die FAZ dort verfolgt könnte ich mir noch bei einem durchschnittlichen 6.Klässler erklären, nicht aber bei halbwegs intelligenten Erwachsenen. Und wer keine Argumente liefern kann wird von mir angegriffen.
Außerdem habe ich gesagt: "Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus, und der Staat ist der Handlanger des Volkes". Das Volk ist der Staat, und ein überschwengliches Eigenleben ist zu verhindern.
@56. Zum Glück darf jeder die Zeitung lesen, die er will. Die FAZ bleibt meine Lieblingslektüre, weil DIE ZEIT zu sehr mit meiner Meinung übereinstimmt. Auch wegen solcher Artikel. Im Einzelnen hat der Autor ein paar gute Argumente, das Ergebnis schmeckt allerdings versalzen. Nur die Aufregung hier wundert mich, wenn ein Artikel mal nicht dem intellektuellen Mainstream folgt.
Und das Volk sei der Staat? Dieser Staat ist keine Herrschaft des Volkes, es ist die Herrschaft einer demokratisch gewählten Elite über das Volk.
@53 (Gravenreuth):
> Ich war ja auch ganz brav und habe deren “Bundestrojaner”
> ccc.de/press/releases/200…/20070320/pferdSeite9.jpg , der
> am Nachmittag so herrenlos im Park stand, nicht im Gebüsch
> versteckt.
>
> Mir hätte man ja gleich wieder eine Zueignungsabsicht an
> dem Vieh angedichtet.
Ach, da brauchen Sie sich keine Sorgen zu machen, zumindest nicht was es mich betrifft. Wenn ich Sie allein mit einem Pferd oder einem sonstigen Stück Vieh in der Gegend rumstehen sehen würde, würde ich Ihnen etwas ganz anderes andichten als eine Zueignungsansicht. Etwas, das besser zu Ihnen passt.
@h.c.: Schwarzmaler hat schon recht mit seiner Sichtweise auch wenn diese in reinem Text schwer rüberzubringen ist. (asynchrone Kommunikation hat halt Nachteile)
Manchmal muß man sich auch die Gegenposition zueigen machen und auf gute Argumente abklopfen, sonst bekommt man Scheuklappen.
Und das primäre Problem der Leute (Journalisten), die mit Schäuble reden, ist ja das er sie intelektuell ausmanövriert.
Und ich lese ab und zu die FAZ-Kommentare und ziehe deren bekannten Meinungsoffset ab und bekomme eine brauchbare Einschätzung (z.B. wenn sich die FAZ über Abtreibung äussert ist glassklar das Verdammnis gepredigt wird, die muss man halt filtern)
@58
Also ich ziehe nicht wie ein Zirkus mit einem (Holz-)Pferd durch die Lande. :-)
Mit freundlichen Grüßen
Günter Frhr. v. Gravenreuth
@53 und @63:
Noch nicht im Knast? Oder gibt es Internet auch dort?
Ich meinte natürlich @60!
@60:
> Also ich ziehe nicht wie ein Zirkus
> mit einem (Holz-)Pferd durch die Lande. :-)
Wie gesagt, wenn ich Sie mit einem einsamen Stück Vieh (lebendig oder holz, egal) alleine sehen würde, was dann als nächstes passieren würde, wäre meines Erachtens was vollkommen anderes. :-)
Das mit dem "durch die Lande ziehen" würden Sie gewiss nicht tun, da herrscht sicherlich eine solide Arbeitsteilung.
Hab ein Screenshot des Artikels angefertigt (FAZ.net vom 12.11.2007 Perverser Grundrechtsschutz.png), da der Artikel vermutlich nicht mehr lange online stehen wird. Wer schreibt alles an einer Gegendarstellung als Leserbrief an die FAZ? Ich würde den gerne mitunterschreieben … noch Freiewillige=
Ach ja hier hat das Gericht einen jungen Mann verurteilt, gegen den weder ein Hauch eines Beweises, noch der Hauch eines Indizes vorhanden war. Der Staatsanwalt hetzte nur gegen den jungen Mann weil Er beim sogenannten IQ Test, besonders schlecht abschnitt. Dies sei unglaubhaft urteilte auch das Gericht und verurteilte Ihn zu 2 Jahren Haft bzw. "Therapie". Nein deutsche Richter ziehen sich nicht zurück um über so was zu lachen. In Wirklichkeit zieht sich da keiner zum Lachen zurück. In Wirklichkeit wird verurteilt was das Zeug hält.
Ach ja und Kohl sagte, nach der Vernichtung von Akten des Kanzleramtes; "aber das macht doch jeder". Damit sprach Er sich selbst von der Straftat frei und wurde bis Dato nicht deswegen vor Gericht gestellt. Auch hier lacht kein Richter über dumme Ausflüchte.