28.12.2007

Sandra-model2.mpeg

Nehmen an, was ja nicht schwierig ist, ein Internetnutzer interessiert sich nicht für Kinderpornografie. Aber für legale Pornografie, was ja vorkommen soll.

Wie groß ist sein Risiko, ins Visier der Kinderporno-Fahnder zu geraten?

Hierzu ein aktuelles Beispiel:

Bei einem Landeskriminalamt geht der Hinweis ein, dass unter der Domain http://… . … . info/guestbook/index.php ein Board eröffnet worden ist mit dem Titel “… Guestbook lolitas pics video board”. Thema des Boards: “keine Spams, saubere und funktionierende Links mit frei zugänglichen Bildern und Videos”.

Die Polizei nimmt dies zum Anlass, das Board zu überprüfen. Sie stellt dabei fest, dass sich möglicherweise (auch) Sammler von Kinderpornografie dort austauschen. Neben weiteren 2551 Einträgen sichert sie auch jenen eines “Carl”, der folgenden Link gepostet hat: http://(großer Uploadservice).de/files/2……30/3DSMax_22.mpgt.html. Die URL enthält keinen Hinweis darauf, welchen Inhalt die Datei hat. Es sei denn, “Max” ist ein bestimmter Szenecode. Der dürfte unserem Pornokonsumenten aber kaum bekannt sein.

Die Datei ist bei einem Gratis-Uploadservice gehostet. Es handelt sich um einen Film, in dem ein vierjähriges Mädchen missbraucht wird. Die Polizei stellt fest, dass der Film innerhalb von 14 Stunden knapp 2700 mal heruntergeladen wurde.

Ihre Schlussfolgerung:

Es ist davon auszugehen, dass Personen, die diese Videodatei heruntergeladen haben, mit den Personen identisch sind, die sich auf dem Board aufhielten, da auf diesem Board der Downloadlink verbreitet wurde.

Ob und wie der Downloadlink vielleicht anderweitig verbreitet wurde, überprüft die Polizei nicht. Stattdessen lässt sie vom Hoster die Datei austauschen. Gegen die “strafrechtlich nicht relevante” Videodatei Sandra-model2.mpeg.

In den folgenden drei Monaten schaut die Polizei zu, wer alles auf den Link http://(großer Uploadservice).de/files/2……30/3DSMax_22.mpgt.html klickt. Sie sammelt knapp 7500 IP-Adressen von über tausend Providern.

Die Inhaber aller rückverfolgbaren IP-Adressen werden zu Beschuldigten. Die Begründung:

Der Downloadlink stammt von einem Board mit eindeutig kinderpornografischen Charakter, so dass davon auszugehen ist, dass Personen, die den betreffenden Download vornahmen, sich ausschließlich kinderpornografische Schriften verschaffen wollten.

Diese Aussage enthält einige Unschärfen. Zunächst war das Board keineswegs kinderpornografisch. Was sich schon daran zeigt, dass unzählige dort gepostete Links keine weiteren Ermittlungen auslösten – weil sie zu legaler Pornografie führten.

Schlimmer ist aber noch, dass die Polizei einfach unterstellt, alle Personen, die den Link angeklickt hätten, seien darauf über das angeblich kinderpornografische Portal gekommen. Dass der Link – mit vielleicht irreführenden oder gar keinen Inhaltsangaben, zum Beispiel über eine der unzähligen Linklisten, in anderen Boards oder als Spam-Mail – auch anderweitig verbreitet worden sein könnte, liegt außerhalb ihrer Vorstellungswelt. Oder sie blendet es aus.

Ebenso wie die Möglichkeit, dass der Inhalt eines Links nicht statisch sein muss. Oder jene, dass Internetnutzer einfach “zufällig” auf die Datei stoßen.

Unser Pornofreund hat sich jedenfalls über die strafrechtlich nicht relevante Videodatei Sandra-model2.mpeg gefreut. Bis er die Polizei im Hause hatte und nicht einmal ansatzweise nachvollziehen konnte, was die von ihm wollte. Bei der Durchsuchung machten die Beamten noch wichtige Gesichter. Später nur noch lange, denn sie fanden nur unzählige Dateien vom Schlage Sandra-model2.mpeg. Aber keine einzige mit Kinderpornografie.

Man könnte jetzt denken, dass die zuständigen Beamten sich fragen, wieso ihre auf dem Papier so wasserdicht klingenden Ermittlungen einschließlich rechtlich fragwürdiger Honeypots immer wieder zu so vielen Unschuldigen führen und die Verfahren eingestellt werden.

Für Fragen und Selbstkritik ist in diesem selbstgerechten Business aber keine Zeit. Unser Pornosammler ahnt das inzwischen. Unzählige andere sitzen aber heute vor ihren Rechnern und jagen nach kostenlosen Inhalten. Um in absehbarer Zeit ebenso wie er ungläubig zu staunen, wenn es morgens um halb sieben an der Türe klingelt.

Früherer Beitrag zum Thema

164 Kommentare zu “Sandra-model2.mpeg”

  1. RS meint: (28.12.2007 um 12:22) AntwortenReply to this comment

    Hallo Herr Vetter,

    3DSMax ist ein ein professionelles 3D-Modellierungsprogramm… die meisten Special-Effects in heutigen Kinofilmen dürften damit entstehen.

    Grüße

  2. Don meint: (28.12.2007 um 12:23) AntwortenReply to this comment

    Nur zur Info: 3DSMax = 3D Studio Max von der Firma Autodesk (iirc)

  3. Thomas meint: (28.12.2007 um 12:24) AntwortenReply to this comment

    Schon heftig, wie schnell man in die Fänge der Polizei geraten kann. Ein Glück habe ich meinen Internetanschluss bei einem Provider (Arcor), der mir von vornherein den Zugriff auf solch schandhafte Seiten wie youporn.com versperrt ;-). Ich würd sagen, Kopfkino ist noch immer das Sicherste!

  4. Don meint: (28.12.2007 um 12:24) AntwortenReply to this comment

    Zusatz: bei 3DSMax.mpgt würde ich von einem Tutorial Video zu diesem 3D Programm ausgehen, auch wenn die Endung *.mpgt unüblich erscheint.

  5. evo meint: (28.12.2007 um 12:29) AntwortenReply to this comment

    Ich finde das Beispiel krass, denn mir ist es auch schon passiert, dass ich eine wirklich legale Datei aus dem Torrent Netzwerk holen wollte. Was tatsächlich ankam war aber ein Schwulenporno. Wäre das nun ein Kinderporno gewesen und ich hätte deshalb Besuch bekommen, dann hätte niemand mir geglaubt, dass ich eigentlich eine Linux-Distribution angeklickt hatte und ein Witzbold wohl unter diesem Namen Gayporn vertrieb.

    Und mit 3DS Max hatte ich damals in meiner Mailbox schon Probleme, in der ohne mein Wissen solche Sachen angeblich getauscht wurden :(

  6. Mr. J. meint: (28.12.2007 um 12:36) AntwortenReply to this comment

    Fehlt ja nicht mehr viel bis der Internetnutzer unter Generalverdacht gestelt wird. Er darf sich dann sogar noch aussuchen, ob er unter Terrorismus, Urheberrecht oder Kinderpornographie registriert werden soll.

  7. jack meint: (28.12.2007 um 12:39) AntwortenReply to this comment

    @ Herr Vetter

    "Diese Aussage enthält einige Unschärfen. Zunächst war das Board keineswegs kinderpornografisch. Was sich schon daran zeigt, dass unzählige dort gepostete Links keine weiteren Ermittlungen auslösten – weil sie zu legaler Pornografie führten."

    Der Absatz enthält jedoch auch Unschärfen:
    War das KiPo-Video jetzt die absolute Ausnahme oder nicht?
    Sie schreiben von "unzähligen" wohl harmlosen Links. Das lässt aber keinen Schluss auf die von Ihnen geübte Kritik zu.

    Beispiel zu Ihrer Schlussfolgerung: 5000 Links auf KiPo, 4000 Links auf normale Pornos, etc. -> unzählige gepostete Links lösen keine weiteren Ermittlungen aus.

    Das Problem mit dem eigentlich harmlosen Dateinamen ist doch bewusst geschaffen, um den Inhalt zu kaschieren. Wie eine Behörde auf derartiges reagieren sollte, stelle ich hier zur Diskussion.

    Ein bisschen mehr Gelassenheit und Zurückhaltung angesichts der möglichen Folgen für die Verdächtigen würde ich mir schon wünschen.
    Es scheint aber die Null-Toleranz-Linie gefahren zu werden, zumal man ungern in gewissen Tageszeitungen Missbrauchsgeschichten und Vorwürfe über Untätigkeit der Behörden lesen will. Dann heißt es, man hätte auf die Anzeichen wie Videokonsum, etc. früher reagieren müssen.

  8. Hb meint: (28.12.2007 um 12:44) AntwortenReply to this comment

    Neben weiteren 2551 Einträgen sichert sich auch jenen eines “Carl”, der folgenden Link gepostet hat: http://(großer Uploadservice).de/files/2……30/3DSMax_22.mpgt.html.

    ist im Artikel unklar formuliert. Es sollte wohl "… sichert sie …" heißen.

  9. RS meint: (28.12.2007 um 12:48) AntwortenReply to this comment

    Tut mir leid aber ich muss jetzt echt kotzen gehen…

    Was ist denn jetzt wenn z. B. genau der LEGALE Link (nach Veränderung) von jemandem in einem anderen XXX-Board veröffentlicht wurde?? Weil, genau wie dem Mandanten von Herrn Vetter, die besagte *legale* Datei zugesagt hat?

    Ist ja super gelaufen HERR VOGT… Sie haben die gewünschte Publicity UND einige Menschen jetzt weniger Familie… Wenn dass nicht eine Win-Win-Situation ist!

  10. Storax meint: (28.12.2007 um 12:50) AntwortenReply to this comment

    Was hat denn der unschuldige Pornosammler im Anschluß für Möglichkeiten, um gegen diese "schlampige" Arbeit vorzugehen.

  11. me meint: (28.12.2007 um 12:50) AntwortenReply to this comment

    "Es ist davon auszugehen, dass Personen, die diese Videodatei heruntergeladen haben, mit den Personen identisch sind, die sich auf dem Board aufhielten, da auf diesem Board der Downloadlink verbreitet wurde." – Das könnte man technisch sehr einfach aufgrund des HTTP Referrer Headers feststellen. Aber offenbar vermutet man lieber als zu beweisen. In Zukunft werden sie vielleicht gleich Wünschelruten verwenden um die "Übeltäter" zu finden.

  12. Stefan meint: (28.12.2007 um 12:55) AntwortenReply to this comment

    Das mit dem Linkverschlüsseln müssen sie nochmal üben, es ist kein Problem den Original-Link herauszufinden…

    Hoffe ich bin durch das googlen nicht ins Visier der Ermittler geraten ^^

  13. me meint: (28.12.2007 um 12:56) AntwortenReply to this comment

    Worin genau besteht jetzt eigentlich die Straftat? Nachdem das File ersetzt worden ist haben die Downloader ja nichts illegales mehr gemacht.

  14. TAFF meint: (28.12.2007 um 13:00) AntwortenReply to this comment

    Also jetzt mal nur zum Verständnis. Ich poste hier einen Link ohne irgenwelche Angaben dazu was die Datei enthält:

    http://www.example.com/xxx.mpg

    Angenommen dieser führt zu Kinderpornografie. Nun tauscht die Polizei die Datei xxx.mpg mit einer harmlosen Datei aus.

    Die folgenden Besucher des lawblogs die nun auf den obigen Link klicken können sich dann auf Besuch von der Polizei freuen.

    Hab ich das soweit richtig verstanden??? Falls ja sollte man die Polizisten mal auf ihren Geisteszustand untersuchen.

  15. flx meint: (28.12.2007 um 13:00) AntwortenReply to this comment

    @5(evo): Linux Distros läd man ja auch am besten auf der Seite des Distributors runter :) Dann kriegt man auch keine Gaypornos und die Weste bleibt eine Nuance weisser…

    Merke:
    Was früher das (saubere) Parteibuch war wird wohl in Zukunft die (saubere) Internethistory beim ISP sein.

  16. Neuling meint: (28.12.2007 um 13:02) AntwortenReply to this comment

    Zumindest wird jetzt klar, das der Uploadservice vermutlich Rapidshare ist. Die dortigen Dateilinks besitzen genau die von Udo angedeutete Form.

  17. Tim meint: (28.12.2007 um 13:03) AntwortenReply to this comment

    So wie ich es verstanden habe, muss die Straftat ja noch bewiesen werden. Aber durch den Download (der ersetzten Datei) hat er sich verdächtig gemacht, illegales Material sich zu besorgen. Da die ja vorher strafbewehrtes enthielt und in einem "einschlägigen" Forum angeboten wurde. Um die Beweise zu sichern nimmt dann die Polizei morgens um 7 die Computer des Verdächtigen mit.

    Sehe ich das richtig?

  18. RS meint: (28.12.2007 um 13:05) AntwortenReply to this comment

    @ 13 ME: Na da das Board als KiPo-Board in Polizei-Kreisen galt und man doch (natürlich) nur über genau DIESES Board an den Link kommen konnte begründet das in den Augen der Ermittler einen Anfangsverdacht…

    Selbst wenn es ein verschlüsselter Link auf die Tagesschau gewesen wäre, hätte man sich bei dieser Indizieninterpretation *verdächtig* gemacht, wenn man sich die Tagesschau angeguckt hätte.

  19. RS meint: (28.12.2007 um 13:06) AntwortenReply to this comment

    @ 16 Neuling: Jo, sehe ich auch so…

  20. Tim meint: (28.12.2007 um 13:06) AntwortenReply to this comment

    Ach ja: Wenn es z.B. Rapidshare ist, dann kann man sich vorstellen, was abläuft, wenn endlich auch der Download von urhergechützten Material strafbar ist. Viel Arbeit für die Anwälte. Und viele Möglichkeiten neue Fallen zu stellen.

  21. Andreas Klein meint: (28.12.2007 um 13:07) AntwortenReply to this comment

    Halleluja! Sorry, aber die Ermittler haben ja wohl spätestens mit dem Austausch der ursprünglichen gegen eine unverfängliche Datei den Straftatbestand im Bezug auf KiPo verwirkt! Oder?

    Na ja, wie steht es heute in der Tageszeitung: "Allein in NRW fehlen bei der Polizei mindestens 1.000 Internet-Ermittler! Allerdings fehlt auch das Geld für die technischen Voraussetzungen!"

    Vorschlag: Den Politikern ein Jahr kein Geld zahlen (haben es sowieso nicht verdient …), und schon ist das Problem gelöst!

  22. Gesetzgeber meint: (28.12.2007 um 13:09) AntwortenReply to this comment

    "Halleluja! Sorry, aber die Ermittler haben ja wohl spätestens mit dem Austausch der ursprünglichen gegen eine unverfängliche Datei den Straftatbestand im Bezug auf KiPo verwirkt! Oder?"

    Einfach mal ins Gesetz schauen!

    5) Die Absätze 2 und 4 gelten nicht für Handlungen, die ausschließlich der Erfüllung rechtmäßiger dienstlicher oder beruflicher Pflichten dienen.

  23. me meint: (28.12.2007 um 13:12) AntwortenReply to this comment

    Angenommen ich betreibe ein Board und jemand postet einen Link. Einen Tag später bekomme ich einen Email mit dem Inhalt: "Im geposteten Link ist Kinderpornografie drinnen."

    Wie verhalte ich mich dann richtig? Es kann ja nicht sein das ich den Link löschen muss, ohne zu wissen ob der Vorwurf stimmt. Sonst könnte man ja einfach massenweise solche gefälschten Mails rausschicken und alle Webmaster dazu zwingen ihre externen Links zu löschen.

    Andererseits würd ich mich ja strafbar machen wenn ich nachschau ob der Vorwurf stimmt…

  24. Tim meint: (28.12.2007 um 13:18) AntwortenReply to this comment

    @23
    Nein. Denn das gilt nicht für Handlungen, die ausschließlich der Erfüllung rechtmäßiger dienstlicher oder beruflicher Pflichten dienen.

    Nur: Deine IP ist dann gespeichert und u.U. droht die Beschlagnahmung der Computer.

  25. aloha meint: (28.12.2007 um 13:21) AntwortenReply to this comment

    @ 22.
    er schreibt doch "verwirkt", meint also wohl, dass die Downloader sich nicht strafbar machen.

    Andere interessante Frage, hat die Polizei das Urheberrecht an ihrer Honeypot Datei?

    Wie muss ich mir das vorstellen, kauft die Polizei da von Steuergeldern Pornofilme.

  26. anonym meint: (28.12.2007 um 13:25) AntwortenReply to this comment

    Da bleibt einem die Spucke weg, vorallem wenn man bedenkt, dass diese Ermittler schon nächste Woche umfassenden Zugriff auf unsere Verbindungsdaten haben werden. Selbst ein Tor (Wortwitz nicht gewollt) müsste erkennen welche unglaublichen Fehlverdächtigungen uns in Zukunft erwarten weil unsere IP auf Seite X gefunden wurde, die irgendwo auf ein Seite verlinkt, die Monate später verbotenes Material beinhaltet. Wer nichts zu verbergen hat….. :-(

    Alleine die Tatsache, dass man als Nutzer quasi ständig Angst vor staatlicher Verfolgung haben muss ist ja schon verfassungsfeindlich. Und ja das muss man, denn niemand weiss was ihn hinter einem Link erwarten _könnte_.

  27. RS meint: (28.12.2007 um 13:25) AntwortenReply to this comment

    @ 25 aloha: Handelt es sich dabei nicht sogar um ein verbreiten?

  28. Noch ein Thomas meint: (28.12.2007 um 13:28) AntwortenReply to this comment

    @23
    Genau so sollte das Verhalten der Ordnungshüter sein. Statt mit den Downloadern viele Unschuldige zu brandmarken sollten sie lieber die illegale Datei austauschen oder löschen und den Urheber des ganzen ausfindig machen.

  29. Heini meint: (28.12.2007 um 13:38) AntwortenReply to this comment

    Liebe Leute!

    Verschlüsselt Eure Daten bzw. Eure Festplatte. Zum Beispiel mit TrueCrype (OpenSource) oder SafeGuard Easy.

    Dann gibt es zumindest bei solch fragwürdigen Aktionen keine Zufallsfunde

  30. Periander meint: (28.12.2007 um 13:47) AntwortenReply to this comment

    mal davon abgesehn wie absolut krank leute sein müssen die kinderpornos hoch/runterladen…

    diese vorgehen der polizei ist einfach lächerlich, ansich ist die idee ja nicht schlecht, zu schauen wer noch interesse an solchen dateien hat, allerdings wurde bei der vorgehensweise geschlampt.

    es könnte ja sein, dass ich durch zufall diese datei runterlade und sie gut finde und den link dann meinem kumpel schicke, der freut sich auch über das video… und wenn am nächsten morgen die freunde und helfer vor seiner tür stehen.

    rapidshare, nehme ich mal an?

  31. RS meint: (28.12.2007 um 13:50) AntwortenReply to this comment

    @ 31 Periander: Nix mit nächstem Morgen… Die stehen wahrscheinlich dann erst in rd. einem Jahr vor deiner Haustür.

  32. Bitman meint: (28.12.2007 um 13:53) AntwortenReply to this comment

    Deutsches Recht:

    Besitz, setzt sich im juristischen Sinne aus Sachherrschaft und Besitzwille zusammen.
    Beispiel: Kind schießt Fußball in Nachbars Garten. Der Nachbar hat nun die Sachherrschaft über den Ball, denn er liegt auf seinem Grundstück. Nimmt er den Ball und legt ihn in den Keller, hat er seinen Besitzwillen darüber geäußert.

    Lädt jemand die Datei Maya8 (ist es die achtjährige Maya oder nicht doch das Haus und Hof Tool von ILM?) und es ist ein fragwürdiger Inhalt, muss folgendes festgestellt werden:

    Hast du die Sachherrschaft über den Rechner, der bei dir im Zimmer steht? Mit größter Wahrscheinlichkeit. Gibt es ein Logfile, dass es von dir downgeloaded wurde, muss die Datei auf dem Rechner gespeichert sein, um den Besitzwillen zu erklären. Dazu HD. Hast du die Datei gelöscht, kann nicht von einem Besitzwillen ausgegangen werden. Doch nun die Grätchenfrage. Hast du das File nicht geschredderd und sie kann per undelite wieder sichtbar gemacht werden: Ist das noch Besitzwille? Für die meisten Staatsanwälte ja, denn sie unterstellen, du hast die Datei besessen und später gelöscht. Sie war für Sekunden auf deinem Rechner. Thema erledigt.

    Hier geht es wohl nur um Kohle, denn die Gerichte werden tausende von Strafbefehlen rausschicken.
    Du wirst heilfroh sein, das Verfahren, mit Glück unter 90 Tagessätzen a 50 Euro, los zu sein. Es wird geradezu wie eine Erlösung sein, denn das Verfahren selbst, ist die eigentliche Strafe, egal wie es ausgeht.

  33. Freihals meint: (28.12.2007 um 14:02) AntwortenReply to this comment

    OT: Gibt es eigentlich Leute die erfolgreich Arcor gekündigt haben wegen der Sperrung diverser Seiten? Angekündigt hatten es ja viele ..

  34. Mark meint: (28.12.2007 um 14:13) AntwortenReply to this comment

    Hmm, machen die sowas demnächst auch bei Urheberechtsverletzungen? Das dürfte ja dann das Ende für diese Art von Hostern sein.

  35. Die_Polizei meint: (28.12.2007 um 14:28) AntwortenReply to this comment

    Ein Beitrag zu diesem Thema konstituiert einen Anfangsverdacht.

    Stellen Sie sofort sämtliche Tätigkeiten mit dem Bildschirmarbeitsplatz ein.

    Durchsuchungen Ihrer Wohnung(en) und Ihres Arbeitsplatzes stehen unmittelbar bevor.

    Ein Informationsschreiben haben wir freundlicherweise vorab an all Ihre Bekannten, Kollegen, Vorgesetzten und Geschäftspartner geschrieben, natürlich zum Schutz der Kinder.

    Widerstand ist zwecklos.

  36. banane meint: (28.12.2007 um 14:29) AntwortenReply to this comment

    @17 Das Problem ist aber leider GERADE der Vorgang des "Beweisens" der Straftat…oder eben der Unschuld wobei ich immer noch davon ausgehe das Unschuld nicht bewiesen werden muß sondern automatisch für den Fall nicht erwiesener Schuld geht. Die "Flurschäden" die solche Ermittlungen hinterlassen sind in den meisten Fällen irreperabel und bei massiver Ausweitung des Verdächtigenkreises durch solch zweifelhafte Honeypot Methoden und die reichlich konstruierten Schlußfolgerungen ala "Das liegt auf dem Board also müssen alle Boardbenutzer zwangsweise zum Kreis der Verdächtigen gehören" lassen diese Flurschäden in Höhen schnellen die jedwede Verhältnismäßigkeit vermissen lassen und tiefe Einblicke in die Sorgfalt geben mit denen manche Teile unserer Sicherheitsorgane offenbar (von Erfolgsdruck getrieben) vorgehen. Dem Einzeltäter dem sandra-model2.mpg gefallen hat mag man nichts nachweisen können, nur wird er das Stigma des Verdachts nie wieder los.

  37. RS meint: (28.12.2007 um 14:36) AntwortenReply to this comment

    @ 38 Banane: Ehrlich gesagt finde ich den Terminus "Täter" im Zusammenhang mit der *legalen* Datei ziemlich BANANE

    Die Emailadressen sind höchstwahrscheinlich auch nicht vom Board selber sondern von dem Hoster zur Verfügung gestellt.

  38. Christian H. meint: (28.12.2007 um 14:40) AntwortenReply to this comment

    Was mich als verwunderten Laien interessiert: Was ist eigentlich mit den "unzähligen [Porno] Dateien", die sich auf dem Rechner des Mandaten befanden? Diese sind ja sicherlich auch nicht legal erworben… Droht dem Mandanten da strafrechtliche Verfolgung (Raubkopien), auch wenn sein Rechner wg. eines anderen Verdachts einkassiert wurde? Denn dann würde die ja sicherlich bei jedem etwas finden, und wenn es das illegale MS Office ist…

  39. Jens Ferner meint: (28.12.2007 um 14:45) AntwortenReply to this comment

    Das wirklich erschreckende an der ganzen Sache ist, wie viele immer noch so ubedarft sind, dass sie tatsächlich überrascht sind, dass so etwas geschieht.

  40. Volker mit V meint: (28.12.2007 um 14:51) AntwortenReply to this comment

    Immer wieder unglaublich. Ich verstehe gar nicht, weshalb die (oder eine) Anwaltsvereinigung(en) oder Juristen überhaupt keine Massendemo planen. Und sei die Demo nur, um dafür zu kämpfen, dass endlich mal die Schwelle für die Erlaubnis einer Hausdurchsuchung heraufgesetzt wird; wie hier schon oft gelesen werden konnte, ist für viele mit einer Hausdurchsuchung das Leben schon verpfuscht, ganz unabhängig davon, ob man schließlich etwas findet, oder obs doch nur einen Einstellungsbescheid gibt. Das ist doch nicht mehr normal. Wer muss noch in diese in dem Artikel aufgezeigte Mühle geraten, bevor sich endlich mal was tut? Eine wichtige Politikerin? Aber da würde wohl alles vertuscht werden, noch bevor sie es erfährt….

  41. Peterle meint: (28.12.2007 um 15:02) AntwortenReply to this comment

    Da der Name "3DSMax_22" ganz klar darauf hindeutet, dass es sich um irgendwas mit computergenerierter 3D-Grafik handeln könnte (3D Studio Max), fällt es mir sehr schwer, da keine bösen Absichten zu vermuten. Sollten die Ermittler – wenn sie es schon nicht gewusst haben – es tatsächlich in bedenklicher Fahrlässigkeit versäumt haben, zu überprüfen, wofür das Akronym "3DSMax" wohl stehen könnte? Oder könnte es sein, dass Schäubli wegen der geringen Popularität seiner Überwachungsvisionen KiPo-Infotainment bis zum Äussersten angeordnet hat und die Strafverfolger etwas überarbeitet sind und vor lauter Stress einfach nicht auf die Idee gekommen sind, dass hinter diesem Buchstaben- und Zahlen-Gewirr "3DSMax" ein recht bekanntes Akronym stecken könnte? Wir werden es wohl kaum erfahren. Zumindest nicht aus den Mainstream-Medien… ;)

  42. NN meint: (28.12.2007 um 15:06) AntwortenReply to this comment

    "“3DSMax_22″

    Ich gehe mal nicht davon aus, daß Herr Vetter hier Detaills aus den Ermittlungsakten zitiert. Insofern gehen wir mal davon aus, daß das ein Phantasiename ist, der in keinem Zusammenhang mit aktuellen Vorkommnissen steht.

  43. anon meint: (28.12.2007 um 15:08) AntwortenReply to this comment

    "Bei einem Landeskriminalamt geht der Hinweis ein, dass unter der Domain http://… . … . info/guestbook/index.php ein Board eröffnet worden ist mit dem Titel “… Guestbook lolitas pics video board”. Thema des Boards: “keine Spams, saubere und funktionierende Links mit frei zugänglichen Bildern und Videos”."

    In der Presse hörte sich das eher nach eigener Ermittlungsleistung an z.B.
    http://www.focus.de/panorama/welt/brandenburg_aid_55504.html

    "In den folgenden drei Monaten schaut die Polizei zu, wer alles auf den Link klickt"

    AFAIK wurde dies ohne einen richterlichen Beschluss durchgeführt. Die Anordnung des AG Cottbus zur Auskunftserteilung (100g, h) war nicht begründet (das die Provider auch 79/80 Tage nach dem angeblichen Zugriff noch Daten von Flatratekunden weitergegeben haben überrascht dann auch nicht mehr)

    "Das könnte man technisch sehr einfach aufgrund des HTTP Referrer Headers feststellen."

    Diese "Fehlen" in den Akten oder wurden nicht geloggt, das man damit auch eine Verteidigung

    "Bis er die Polizei im Hause hatte und nicht einmal ansatzweise nachvollziehen konnte, was die von ihm wollte. Bei der Durchsuchung machten die Beamten noch wichtige Gesichter."

    Wobei min. in einem DB die Tatvorwürfe frei erfunden wurden.
    StA: Verdacht auf Beschaffung, Richter: Verbreitung und Vertrieb.
    Liste der beschlagnahmten Gegenstände, Kommentar: "Sie glauben doch wohl nicht, dass ich eine Liste mit allen beschlagnahmten Gegenständen erstelle", Versiegelung der beschlagnahmten Papiere, warum? Wie die Gegenstände nach der Rückgabe aussahen, braucht wohl nicht erwähnt zu werden.

    "und die Verfahren eingestellt werden."
    oder man stellt wegen geringer Schuld ein und "ignoriert" das es sich um nachweislich legale Sicherungskopien handelte.

    p.s. in der Akte taucht natürlich nur das illegale Material auf, auf das – beweisbar – nicht zugegriffen werden konnte.

  44. Jens meint: (28.12.2007 um 15:15) AntwortenReply to this comment

    Zum Linux-Distro über File-Sharing u. andere Dienste:

    Gewiss, die Distro-Anbieter haben oft genug auch die ISOs auf entsprechenden FTP-Servern oder vergleichbaren Diensten gehostet, von denen man einfach mit dem Browser laden kann.
    Neulich kam aber von meiner Lieblings-Distro eine neue Version heraus und die war zunächst ein Torrent. Ohne genaueres zu wissen, mutmaße ich, dass so etwas von den Anbietern stark unterstützt wird, weil es billiger als ein Server mit ggf. sehr viel Traffic ist.
    Es gibt noch weitere persönliche Gründe wie z.B. Wiederaufnahme des Downloads o.ä.

    Zum Referrer: Dafür gibt es anonymisierungsdienste wie bspw. anonym.to. Es taucht bei der verlinkten Seite nur anonym.to im Referrer auf.

    Letzter IT-Hinweis: Den freien Platz auf der Platte von Zeit zu Zeit zu überschreiben, kann gar nicht so verkehrt sein. PGP bietet dafür afaik eine Funktion an.

    Zur Strafbarkeit nach Austausch von KiPo gegen normal Po:
    Vorneweg: Ich bin kein Jurist.
    Aber ein solcher erwähnte folgenden Fall:
    Jemand erschießt einen bereits Toten – ohne zu wissen, dass er tot ist – so ist er wegen Tötung dran. Geeigeneter Versuch am ungeeigneten Objekt.
    Ähnlich wird hier auch die Argumentation ablaufen, denke ich.

    Blöd nur, wenn jemand erst den normalen Porno-Link nach dem Umtausch sieht und diesen verbreitet – dieses Phänomen kennt man als Link-klauen – und die Seite, auf der er verbreitet wurde, geht down oder löscht diesen Link. Dann hat jemand ein ziemliches Problem.

  45. Klaus meint: (28.12.2007 um 15:32) AntwortenReply to this comment

    Frei nach dem Motto, "Es darf nicht sein, was nicht sein kann" wird hier und überall ermittelt. ich will, das ein Anfangsverdacht vorhanden ist, also ist er vorhanden. Ich will das aus diesem Anfangsverdacht eine Straftat hervorgeht, also werde ich solange konstruieren bis endlich die Straftat vorhanden ist. Ich bin Glücklich, denn meine Arbeit war nicht umsonst. Mein Vorgesetzter ist glücklich, denn die Statistik stimmt.

    Ist Euch eigentlich bekannt, das mit dem gleichen Vorgehen Hartz4 Empfänger malträtiert werden. Der Anfangsverdacht des Betruges ist schon bei der Antragsabgabe vorhanden. Und dann werden Gesetze willkürlich mit der Vorgabe nicht zahlen zu müssen, weil angeblich gegen Auskunftspflicht verstossen, gedreht und gewendet bis Ziel erreicht. Hält natürlich vor dem Sozialgericht nicht stand, aber, ich bin stolz, mein Chef ist stolz und insbesondere die Politiker, denn die Statistik stimmt.

  46. Ein Norddeutscher meint: (28.12.2007 um 15:38) AntwortenReply to this comment

    Wie viele familiäre und berufliche Existenzen werden durch die aktuelle Fahndungsaktion "Himmel" zwecks Befriedigung der Stammtische ruiniert? Die vor Jahren ach so erfolgreiche weltweite Aktion "Marcy" hat einige Unschuldige sogar in den Selbstmord getrieben.

    Warum werden die Medien nicht durch ein der Gegendarstellung vergleichbares Recht gezwungen, auf Wunsch des Betroffenen einer „Verdachtsmeldung“ später die Ergebnisse (Verfahrenseinstellung, Freispruch, Feststellung der Illegalität der Hausdurchsuchung) an gleicher Stelle und in gleicher Aufmachung zu verbreiten? Dann überlegte sich jede Redaktion eine existenzvernichtende Schlagzeile, z. B. "Hausdurchsuchung – Bürgermeister von XXXdorf unter Kinderpornoverdacht", zweimal.

  47. Albacore meint: (28.12.2007 um 15:52) AntwortenReply to this comment

    Meine Güte, bei soviel Inkompetenz klappt einem ja nur noch die Kinnlade runter.

    Was mach ich'n nu? Ich bin single! ;-)

    MfG
    GG-OFH

  48. Hagbard meint: (28.12.2007 um 16:02) AntwortenReply to this comment
  49. IB meint: (28.12.2007 um 16:02) AntwortenReply to this comment

    Hm, irgendwie erinnert mich das an jenen Satz, den Ephraim Kishon über die stalinistische Geheimpolizei in seinen letzten Jahren in der ungarischen Heimat schrieb:

    "Sie machten sich nicht die Mühe, die Nadel im Heuhaufen zu suchen – sie zündeten den Heuhaufen einfach an."

  50. jazzy meint: (28.12.2007 um 16:34) AntwortenReply to this comment

    hmm. ist zwar dumm gelaufen von der Polizei aber an der Sache an sich- ich meine hier Ermitllung gegen Kinderpornographie- kann man meines Erachtens ruhig härter vorgehen..

    ich weiß, ich stehe hier alleine da mit meiner Meinung ;)

    frohes Neues!

  51. jazzy meint: (28.12.2007 um 16:36) AntwortenReply to this comment

    ..mein deutsch verliere ich auch, LÖL
    ich meinte natürlich " in der Sache "

  52. Periander meint: (28.12.2007 um 16:43) AntwortenReply to this comment

    @53. (jazzy)

    meiner meinung nach sollte man gegen KP auch hart vorgehen, aber wenn es dazu führt, dass man gegen unschuldige überhaupt vorgeht muss man sich fragen ob das so richtig ist.

    man stelle sich das vor, man bekommt eine vorladung wegen verdacht auf KP – wenn sich das erstmal rumgesprochen hat ist dein leben im arsch – egal ob schuldig oder nicht, dass interessiert doch keinen. wird schon irgendwas dran sein.

  53. IB meint: (28.12.2007 um 16:49) AntwortenReply to this comment

    @53, reden Sie nicht so einen Unsinn.

    Derartige Unterstellungen dienen doch wieder einzig dazu, die Diskussion um die immensen Kollateralschäden solch fragwürdiger Ermittlungsmethodik gleichzusetzen mit Relativierung oder Verteidigung von "Kipo".

    Nunja, lehnen wir uns also in gewohnter Ohnmacht zurück – schließlich blüht ja auch der Mohn in Afghanistan, gut bewässert durch Pionierbrunnen unserer Entwicklungshilfearmee, und hier nimmt man halt die Junkies fest, während der Mohn weiterblüht.

    Und mit dem geplanten neuen Sexualstrafrecht wird's dann entgültig absurd. Gut, dass japanische Comics nicht zu meinen Hobbies zählen…

  54. ChrisStein meint: (28.12.2007 um 17:16) AntwortenReply to this comment

    Ein Blick auf die Ermittlungsökonomie und den möglichen -outcome:

    Wer tausende von Ermittlungsverfahren wegen §184 Abs. 3 (Verbreitung pronographischer Schriften, Abs. 3: Verbreitung bzw. "Nutzung" von kinderpornographischen Schriften) initiiert und mit Polizeimitteln durchführen läßt, tut Gutes für die Kriminalstatistik und die Erfolgsstatistik der Ermittlungsbehörden = StA.

    Wollte man mit dem gleichen Einsatz, der nötig ist, um tausend IP-Adressen (bei x verschiedenen Providern) zu ermitteln, dann die Halter der entsprechenden Anschlüsse herauszubekommen, um anschließend die lokalen Polizeibehörden (in ganz Deutschland) auf diese "Halter" loszulassen ., wollte man also mit diesem Einsatz gegen die *aktiven* Kinderpornographen vorgehen, also gegen die, die Kinder missbrauchen, davon "Schriften" anfertigen und diese verbreiten, käme möglicherweise mehr heraus – für die Kinder.

    Als Argument wird einem jedoch entgegengehalten, dass "die" wahrscheinlich sowieso in Russland und anderswo sitzen und tätig sind und nicht zu ermitteln sind.

    Dass die "Carls" u.U. hier um die Ecke ihre kleine Tochter missbrauchen und den Mist ins Netz stellen, könnten – rein theoretisch – ja auch vorkommen. Entsprechende Boards erlauben entsprechende Hinweise. Dort allerdings wird kaum etwas getan.

    Marketing-Aktionen, in meinen Augen, was da als "Bekämpfung der Kinderpornographie" verkauft wird, jedoch ein Armutszeugnis für Polizei (, die kriminalistischen Anspruch noch hat und sich leisten "darf") und für die Strafverfolger.

  55. Kraven meint: (28.12.2007 um 17:24) AntwortenReply to this comment

    Gehe ich recht in der Annahme, dass die ausgetauschte Datei hinterher ein legaler Porno war?

    Haben sich die Beamten, dann nicht selbst strafbar gemacht, da sie gegen das Jugendschutzgesetz verstoßen haben? Denn wenn so eine Datei auf Rapidshare oder ähnlichen Hostern angeboten wird, erfolgt vor Download ja keine Altersverifikation. Oder wie wird sowas dann gerechtfertigt?

  56. Ziffer 8 meint: (28.12.2007 um 17:30) AntwortenReply to this comment

    58

    Nach Auskunft eines Dr. iur. rechtfertigt man solche Sachen entweder über "kein Vorsatz" oder Notstand.

    :(

  57. Marvin meint: (28.12.2007 um 18:27) AntwortenReply to this comment

    Interessiert sich hier keiner für den Täter? Ich würde mich als Polizei doch eher auf die "Distributoren" solcher Inhalte fixieren. Es gibt ja immerhin immens weniger Verbreiter als Nutzer. Man würde also den "bösen KiPo Fan" (wenn er denn ein solcher überhaupt ist) in erster Linie vor sich und seinen Trieben schützen. Und außerdem gäbe es keine Massenskandale von zehntausenden Betroffenen.

  58. 11X/13 meint: (28.12.2007 um 18:39) AntwortenReply to this comment

    ChrisStein:
    > Marketing-Aktionen, in meinen Augen, was da als
    > “Bekämpfung der Kinderpornographie” verkauft wird,
    > jedoch ein Armutszeugnis für Polizei (, die
    > kriminalistischen Anspruch noch hat und sich leisten
    > “darf”) und für die Strafverfolger.

    Das ist eine grobe Fehleinschätzung: Die Pädophilen sind lediglich das Vehikel, mit dessen 'Hilfe' die Grundrechte entsorgt werden. Nicht die Pädos sind das Ziel der Aktion, sondern die Grundrechte.

    Sehr erwünschter Nebeneffekt: Es wird ein Klima der Angst und des Duckmäusertums in der gesamten Bevölkerung einkehren, was den zaghaften Widerstand völlig erlahmen läßt. Das ist dasselbe Rezept, wie es schon von den Naziz mit der Verfolgung aller möglicher Minderheiten durchgezogen wurde. Der Mief der 1950er Jahre mit seinen vielen 'Lustmorden' war sozusagen das olfaktorische Echo davon…

  59. Simon meint: (28.12.2007 um 18:41) AntwortenReply to this comment

    Wieso hört man eigentlich fast nur von der Verfolgung von Downloadern?

    Was ist mit den Uploadern, den Produzenten und den Tätern aus den Videos?

  60. Referer meint: (28.12.2007 um 18:44) AntwortenReply to this comment

    @46: Der Referer *darf* vom Browser gesendet werden, der
    Server hat keinen Anspruch darauf, dass er gesendet wird:

    "The Referer[sic] request-header field *allows* the client to
    specify, for the server's benefit, the address (URI) of the
    resource from which the Request-URI was obtained (the
    "referrer", although the header field is misspelled.)"
    Quelle: http://www.faqs.org/rfcs/rfc2616.html

    Mir sind keine wichtigen Anwendungen (mehr) bekannt, die
    (heute noch) einen Referer erfordern. Weil gar nicht einzu-
    sehen ist, warum daher ein Referer übermittelt werden soll,
    stellt man die Übermittlung einfach ab:

    Firefox: "about:config" als Adresse eingeben und dann
    Als Filter "referer" eintippen. Die Variable

    network.http.sendRefererHeader

    setzte man dann auf Null und gut is.

  61. sansiba meint: (28.12.2007 um 18:55) AntwortenReply to this comment

    @62
    Die wissen, dass sie etwas verbotenes tun und machen es den Fahndern nicht so leicht …

  62. ToWi meint: (28.12.2007 um 19:00) AntwortenReply to this comment

    Weil die eher schwierig zu ermitteln sind und das Zeit kostet. Und solche nachhaltigen, langfristigen Aktionen sind im Zeitalter von Bild und co., die Schlagzeilen im Sekundentakt wollen (und bekommen) leider nur sehr schwer durchzusetzen.

  63. bitman meint: (28.12.2007 um 19:02) AntwortenReply to this comment

    @61
    Oh wie wahre Worte, genausoisses.

    Ich glaube eher, die lieben die Pädos insgeheim, sie öffnen ihnen ungeahnte Möglichkeiten. Wie hieß es doch gleich 1933:

    Studenten und Bürger, reinigt eure Büchereien.
    Aktion wider den undeutschen Geist (heißt heute Mikado, Himmel etc.)
    12 Thesen wider den undeutschen Geist
    Punkt 3: Reinheit von Sprache und Schrifttum liegt an Dir! Dein Volk hat Dir die Sprache zur treuen Bewahrung übergeben.

    http://de.wikipedia.org/wiki/B%C3%BCcherverbrennung_1933_in_Deutschland

    Kinder interessiert dieser Staat nicht die Bohne, sonst würden sie begreifen, dass diese Dauerhetze und Panikmache nur Hass und Ängste schürt, welche die Kiddies immer mehr in Isolation und Ausgrenzung treibt. Bei dem Wort "Kind" zuckt doch jeder Deutsche bereits zusammen.

  64. desperado meint: (28.12.2007 um 19:13) AntwortenReply to this comment

    mal so als frage in den raum geworfen: was tut die polizei um die macher dieses films dingfest zu machen? wird da ein ähnlicher aufwand betrieben?

  65. SvenC meint: (28.12.2007 um 19:15) AntwortenReply to this comment

    @62
    An die eigentlichen Täter kommt man sehr schwer ran und sollte recht gefährlich sein. Menschenhandel, Waffenhandel und Drogenhandel kann man da sicher meist mit zuzählen, wenn es wirklich um "Ringe" geht wie man immer so schön betont in den Medien.
    Die "Jungs" sitzen sicher auch zumeist nicht in Deutschland sondern im Ausland. Heisst, man muss sich mit den den Gesetzen und Polizisten da auseinandersetzen. Dann kommt meist noch Korruption mit in´s Spiel, so das gewisse Sachen einfach verschwiegen und vertuscht werden (gerade wenn es um Politiker z.B. geht oder um hochrangige Leute aus entspr. Kreisen).
    Es erfordert vor allem Zeit und wenn man dann wirklich mal in einem "Ring" ist, dann vor allem Mut und Courage dort im Untergrund zu ermitteln und dann die Sache aufzudecken.
    Das betrifft ja vor allem auch den Menschenhandel. Man kann da nicht einfach mal so ermitteln, da geht man ganz schnell hops, denn die, die dahinterstecken machen ne Menge Kohle und lassen sich nicht so einfach das Spiel verderben. Da kann es schon mal passieren, das die Bremsen im Auto des Ermittlers nimmer gehen oder die Familie des Ermittlers auf einmal "verschwunden" ist.
    Auch müsste man die kompletten politischen Verhältnisse ändern. Denn Familien verkaufen nicht ihr Kind aus Langeweile an diverse Leute…. Aber da wären wir schon wieder beim nächsten Thema. ;)

  66. Holger Thölking meint: (28.12.2007 um 19:22) AntwortenReply to this comment

    @62 „Was ist mit den Uploadern, den Produzenten und den Tätern aus den Videos?“ – Nun, die zu ermitteln, könnte ja in echte Polizeiarbeit ausarten. Wer glaubt, der Regierung ginge es tatsächlich um das Wohl der Kinder, ist naiv, und das ist nur bei kleinen Mädchen herzig. Es geht vorrangig um Zahlen, die sich gut machen, nicht um tatsächliche Erfolge. Mit Täter, Produzent und Uploader in Personalunion stünde am Ende möglicherweise nur eine einzige Verurteilung; da macht es sich doch wesentlich besser, ein paar hundert Kinderschänder und erfolgreiche Schläge gegen dieselben schlicht zu erfinden – ist entschieden billiger, und Otto Normalstammtischbewohner schert’s sowieso nicht. Bleibt zu hoffen, daß die Internet-User ihre Konsequenzen aus „Himmel“ und Aktionen wie dieser hier ziehen.

  67. Insider meint: (28.12.2007 um 19:30) AntwortenReply to this comment

    Das ist ja wirklich wie aus dem Tollhaus.

    Zunächst mag es zwar sein, dass Sandra in Deutschland, wer weiß wie lange noch, legal zu Besitzen ist. Aber wenn es sich um das Zeug handelt, an das ich bei dem Titel denke, dürfte das im befreundeuten Ausland schon deutlich anders aussehen. Zur Info: Es handelt sich dabei vermutlich um ein Softcore Teenvideo.

    Dann dürften die Ermittler kaum das Verbreitungsrecht an dem Video besitzen, also einen strafrechtlich relevanten Urheberrechtsverstoss begehen. Der ist bei vorliegendem Sachverhalt nicht zu rechtfertigen.

    Schliesslich verstößt das Vorgehen gegen einen Bussgeldtatbestand des Jugendmedienschutz-Staatsvertrag (JMStV), nämlich § 24 Abs. I Nr. 1 Ziff. j.

    Herr Vetter erstatten Sie Strafantrag gegen die Beamten, damit wenigstens rechtsförmlich dokumentiert werden, in was für [*****] wir leben.

  68. Mike ohne Mechanics meint: (28.12.2007 um 19:45) AntwortenReply to this comment

    Mit 3DSMax wurde doch vor einigen Monaten eine Video bekannt das für einige Tage als echt durchging: Das "berühmte Haiti-Ufos" Video:

    http://www.youtube.com/watch?v=up5jmbSjWkw

    Die Ersteller hatten jedoch einen kleinen Fehler gemacht, sie hatten die Palmen nicht gedreht so das man mehrere Palmen aus der selben Perspektive sah und diese dann exakt gleich aussahen was in der Natur nicht vorkommt!

  69. Mike ohne Mechanics meint: (28.12.2007 um 19:49) AntwortenReply to this comment

    Ah, nein, das war Vue 6 Esprit, doch nicht 3DSMax, jetzt habt ihr aber einen Eindruck was man mit solchen Programmen im professionellen Umfeld so anstellen kann und angestellt wird.

  70. agro meint: (28.12.2007 um 20:05) AntwortenReply to this comment

    Man feiert sich weiter wie man unter mz-web.de lesen kann… herr oberstaatsanwalt vogt feiert, das es lehrer, pastoren und auch arbeitslose getroffen hat. und um kritik vorzubeugen gibt man an, dass einige bereits geständnisse abgelegt haben. die hexenjagd geht weiter, soviel steht fest. die durchsuchungen in seinem bundesland scheinen jedenfalls “nahezu” abgeschlossen zu sein, wie er mitteilte. jetzt will er erstmal auswerten. na mal schauen obs diesmal für eine beförderung reicht…

  71. g meint: (28.12.2007 um 20:34) AntwortenReply to this comment

    Nochmals Danke an alle Kommentatoren für Euer Mitleid in Bezug auf das missbrauchte vierjährige Mädchen.

    Ihr denkt wirklich nicht nur an euch, sondern verliert das wahre Opfer nicht aus den Augen.

  72. RS meint: (28.12.2007 um 20:49) AntwortenReply to this comment

    @ 75 g: Dem Opfer dieser scheusslichen Tat gilt mein vollstes Mitgefühl, was aber nicht bedeutet das die Polizei wie ein Berserker mit der laufenden Kettensäge rumlaufen darf und auch Unschuldige haufenweise über die Klinge springen müssen. Wenn Unschuldige bei Verbrechen die Kinder betreffen bedenkenlos geopfert werden können, könnte man ja auch in letzter Konsequenz in der BRD diverse Atombomben zünden… dann hätte man die Täter auf jeden Fall erwischt.

    Ja das ist polemisch… aber nicht polemischer als die "denkt doch an die Kinder, wen interessieren schon die Kollaeralschäden"-Rufe

  73. rjb meint: (28.12.2007 um 21:13) AntwortenReply to this comment

    @g (75.): Oh ja, das haben alle ganz vergessen, ein vierjähriges Mädchen wurde mißbraucht, und ich habe garnichts davon mitbekommen, weil mich Details im Blödzeitungsstil leider nicht allzusehr interessieren. Das ändert die Sache natürlich völlig. Um dieses vierjährigen Mädchens willen ist es absolut gerechtfertigt, wenn ein paar oder auch ein paar Dutzend oder ein paarhundert unschuldige Existenzen über den Jordan gehen. Das hilft dem Mädchen bestimmt. Ich bin mir im Moment nicht ganz sicher, was mich mehr ankotzt: sexueller Kindesmißbrauch, oder dieses vorwurfsvolle nölig moralisierende Gelaber darüber. Zumal auch Blödzeitungsgeschwätz über die "süße kleine Sandra/Natalie/…", die es dank eines an ihr verübten Mißbrauchs zu einem Titelfoto bringt, von sexuellen Konnotationen alles andere als frei ist. Das ist sozusagen der Kindersex der Gutmenschen.

  74. strudel meint: (28.12.2007 um 21:21) AntwortenReply to this comment

    Und jetzt stellen wir uns mal vor, die Ermittler hätten auf dem sichergestellten Rechner eine verschlüsselte TrueCrypt-Datei gefunden. Dann hätten die doch weitervermutet, daß sich genau da drin die KiPo-Dateien befinden. Trotz aller Unschuldsvermutung hin oder her – den Rechner hätte er wohl abschreiben können.

    Ein zweischneidiges Schwert – diese Verschlüsselung.

  75. desperado meint: (28.12.2007 um 21:55) AntwortenReply to this comment

    @ 75:
    wenn es sowas wie freie meinungsäusserung gäbe, würde ich dir gerne sagen, wohin du dir deine moralische überheblichkeit stecken kannst – lass mich bloss in ruhe, mit diesem mitleidgetue! geh und kauf dir ne clownsnase, denn bald ist red-nose-day, HEUCHLER! du willst mitleid? dann heul doch!
    denn du beschwerst dich darüber, dass wir kein mitleid haben, doch dass die wirklichen täter ungeschoren davon kommen interessiert dich anscheinend kein stück.
    ein 4-jähriges mädchen vor laufender kamera zu missbrauchen ist das allerletzte, gar keine frage. doch des pudels kern ist doch: die täter bleiben, nach wie vor, unbehelligt und die schuldfrage wird auf eine grosse masse abgewälzt. und beim nächsten download bist vielleicht sogar DU dran. denk mal drüber nach.

  76. Sven meint: (28.12.2007 um 22:12) AntwortenReply to this comment

    strudel (78), es steht dir jederzeit frei, der Polizei Schlüssel und Passwörter deiner verschlüsselten Daten zu übergeben. Es kann dir aber auch kein Strick daraus gedreht werden, wenn du es nicht tust. Falls du also meinst, darunter sei nichts Verfängliches, hast du keinen Nachteil. Im Gegenteil bei Aktionen wie dieser, wird die Polizei den Weg des geringsten Widerstands gehen, denn einen tatsächlichen, objektiv begründbaren Verdacht gibt es nicht. Letztlich verschlüsseln wohl auch die wenigsten um ihre Daten vor der Polizei zu verstecken. Wer die Festplatte eines geschäftlich genutzten Notebooks nicht verschlüsselt, der handelt einfach nur extrem dumm. Auch bei stationären Rechnern ist es aber sicherlich beruhigend, wenn man bei Diebstahl sicher sein kann, dass die Diebe an keinerlei persönliche oder geschäftliche Daten herankommen. Wer nicht allein wohnt, möchte vielleicht auch nicht riskieren, dass andere Mitbewohner (z.B. Kinder) an solche Daten in Abwesenheit herankommen.

  77. Eleo meint: (28.12.2007 um 23:24) AntwortenReply to this comment

    jack schrieb:
    "@ Herr Vetter

    “Diese Aussage enthält einige Unschärfen. Zunächst war das Board keineswegs kinderpornografisch. Was sich schon daran zeigt, dass unzählige dort gepostete Links keine weiteren Ermittlungen auslösten – weil sie zu legaler Pornografie führten.”

    Der Absatz enthält jedoch auch Unschärfen:
    War das KiPo-Video jetzt die absolute Ausnahme oder nicht?
    Sie schreiben von “unzähligen” wohl harmlosen Links. Das lässt aber keinen Schluss auf die von Ihnen geübte Kritik zu.

    Beispiel zu Ihrer Schlussfolgerung: 5000 Links auf KiPo, 4000 Links auf normale Pornos, etc. -> unzählige gepostete Links lösen keine weiteren Ermittlungen aus."

    das ist, finde ich, ein wichtiger punkt. wenn es wirklich einige links zu kinderpornographischen seiten gab(wie im beispiel oben), dann finde ich es vollkommen in ordnung alle mitglieder dieses boards strafrechtlich zu verfolgen.

    das trotzdem noch die leute die das kinderpornographische video runtergeladen haben weiterverfolgt werden sollten, steht außer frage.

  78. Doofdrache meint: (28.12.2007 um 23:50) AntwortenReply to this comment

    also in diesem beitrag geht es aber nicht um die op. "himmel"! d.h. rapidshare ist NICHT der provider, um den es bei himmel geht. gibt es diesbezügl. schon news, um welchen provider es sich handelt, bzw um welche seite?

  79. henteaser meint: (29.12.2007 um 00:14) AntwortenReply to this comment

    <a href="http://www.flickr.com/photos/von_brandis/sets/72157602218198138/&quot; rel="nofollow">Pornografie für Paranoide</a>.

  80. h.c. meint: (29.12.2007 um 00:58) AntwortenReply to this comment

    Jaja Herr Vogt…..

    @13 (me),

    ganz einfach: Vllt. findet man dann was auf dem PC des „Verdächtigen“. Den Fall gab es vor kurzem erst, dort hatte ein Priester nicht-pornographische Bilder von Kindern auf dem PC – das wurde dann auch als Grund genommen, seine anderen Datenträger zu beschlagnahmen. Wurde allerdings auch nix illegales drauf gefunden. Heutzutage ist ein „Verdacht“ ein sehhhhhhhhhhhhhrrrrrrrrrrrrr weit ausgeprägter Begriff, da bist du selbst unter Verdacht wenn man sich Filme bei Amazon kauft. Das ganze hatte ich im vorigen Blogeintrag ja etwas ausgeführt.

    @14 (TAFF),

    richtig verstanden…

    @17 (Tim),

    Straftaten müssen immer bewiesen werden… Das Forum war zu dem wie erwähnt nicht einschlägig, und es kann zudem nicht sichergestellt werden dass es nur dort „angeboten“ wurde. Ein Verdachtsmoment lässt sich daraus eigentlich nicht schüren, aber eigentlich…. Ja, der Satz kann von jedem selber vervollständigt werden.

    @42 (Volker mit V),

    eine bessere Arbeitsbeschaffungsmaßnahme als dieses Ermittlungsvorgehen gibt es doch gar nicht. Oder wie Dr. Graupner zum neuen Sexualrecht auf die Frage, ob er überhaupt nichts Positives sehe, sagte: „Doch, wir Rechtsanwälte werden viel Arbeit haben.“

    @53 (jazzy),

    welche Ermittlungen gegen KiPo? Sowas sehe ich aktuell kaum oder nur in Versionen, die nicht unterstützenswert erscheinen.

    @57 (ChrisStein).

    „Wollte man mit dem gleichen Einsatz, der nötig ist, um tausend IP-Adressen (bei x verschiedenen Providern) zu ermitteln, dann die Halter der entsprechenden Anschlüsse herauszubekommen, um anschließend die lokalen Polizeibehörden (in ganz Deutschland) auf diese “Halter” loszulassen ., wollte man also mit diesem Einsatz gegen die *aktiven* Kinderpornographen vorgehen, also gegen die, die Kinder missbrauchen, davon “Schriften” anfertigen und diese verbreiten, käme möglicherweise mehr heraus – für die Kinder.“

    Lesen Sie meine Artikel? ;o)

    Nur leider hört man heutzutage nicht aus Rationalismus und Sachverstand, sondern nur noch auf Quoten. Quotenbeschränktheit gibt es halt nicht nur bei den Medien…

    @58 (Kraven).

    Polizisten können Sich strafbar machen???

    @62 (Simon),

    Ganz einfach: Da kann man keine 12.000 Verdächtigen vorweisen. Oder glaubt hier auch nur einer es gehe den Ermittlern um die Kinder?

    @68 (desperado),

    nein.

    @69 (SvenC),

    und jetzt kommen wir bitte wieder von den BILD-Horrormeldungen zurück zur Realität, danke. ;o)

    @76 (agro).

    Zum Justizminister? Für so blöd würde ich die Sozialdemokraten hier schon halten…

  81. tom meint: (29.12.2007 um 09:03) AntwortenReply to this comment

    #87: ehrlich gesagt traue ich mich nicht mehr auf deinen link zu klicken. würde gerne, wenn es der staat zulässt, freunde, familie und job gerne noch behalten.

  82. RS meint: (29.12.2007 um 09:11) AntwortenReply to this comment

    @ 89 tom: Im Grunde sind es Scherenschnitte von Pornobildern… die Akteure sind vollständig herausgeschnitten… deshalb auch Pornografie für Paranoide :)

  83. TAFF meint: (29.12.2007 um 09:19) AntwortenReply to this comment

    Das Problem bei dieser Vorgehensweise ist doch offensichtlich: Das mag von mir aus sogar ein Portal sein auf dem es nur KiPos gab. Trotzdem ist es möglich z.B. über eine Suchmaschine auf eine Unterseite des Portals zu gelangen.
    Nehmen wir folgendes Beispiel. Foreneintrag:

    Hier ein kleines Weihnachtsgeschenk für alle Freunde von Kindern:

    http:example.com/xxx.mpg

    Jetzt kommt Heini Unbedarft und gibt in Google folgendes ein

    Weihnachtsgeschenk Kinder

    und wenn das Forum über Google zu finden ist befindet sich der Foreneintrag nahezu zwangsläufig auf einer der Ergebnisseiten. Vielleicht auf Seite 1, vielleicht auf Seite 10 oder auf Seite 100. Heini Unbedarft sieht dann den Link und denkt: Super eine Seite mit Geschenkideen. Und am Weihnachtsmorgen steht dann nicht der Weihnachtsmann sondern die Polizei vor der Tür.

    D.h. nichts anderes als das es jeden Treffen kann der im Internet unterwegs ist, man muss nicht einmal nach Sexseiten gesucht haben. Da wird mit Kanonen auf Spatzen geschossen ohne nachzudenken.

  84. SvenC meint: (29.12.2007 um 09:50) AntwortenReply to this comment

    @88

    Du hast scheinbar keine Ahnung was so abgeht in der Welt in Bezug auf Menschenhandel. Schau mal beim örtlichen Puff vorbei. ;)
    Auch solltes Du mal nach Dutroux googlen. DA siehst Du, was so alles vorfallen kann bei den "Ermittlungen" und wer wohl alles verwickelt war und warum es "Probleme bei den Ermittlungen" gab und warum Belgiens Bürger misstrauisch waren / sind in Bezug auf Politiker / Ermittler (Zeugen sollen auch auf einmal "verschwunden" gewesen sein).
    Fakt ist, das prof. "Ringe" sicher anders vorgehen als der normale Bürger gegen den ermittelt wird. Und in den Medien wird uns permanent vorgegaukelt, das "Ringe" "ausgehoben" worden sind. Das ist meiner Meinung nach faktisch falsch.

  85. h.c. meint: (29.12.2007 um 10:00) AntwortenReply to this comment

    @92 (SvenC),

    "Du hast scheinbar keine Ahnung was so abgeht in der Welt in Bezug auf Menschenhandel. Schau mal beim örtlichen Puff vorbei. ;)"

    Menschenhandel, wir sprachen hier aber weiterhin von KP.

    "Auch solltes Du mal nach Dutroux googlen. DA siehst Du, was so alles vorfallen kann bei den “Ermittlungen” und wer wohl alles verwickelt war und warum es “Probleme bei den Ermittlungen” gab und warum Belgiens Bürger misstrauisch waren / sind in Bezug auf Politiker / Ermittler (Zeugen sollen auch auf einmal “verschwunden” gewesen sein)."

    Von EINEM Fall auf den Durchschnitt zu schließen ist ja wohl nicht dein Ernst, und wehe du erzählst mir jetzt was von "kriminalistischer Erfahrung"…
    Und googel du mal nach "Outreau", wenns so weiter geht wird das eher der Standard sein…

    "Fakt ist, das prof. “Ringe” sicher anders vorgehen als der normale Bürger gegen den ermittelt wird."

    Anders sicherlich, aber wohl eher seltener mit Maschinenpistolen zusammen mit der russischen Mafia auf Polizisten schießend (oder was man aidh dort sonst noch für Märchen ausdenkt)

    "Und in den Medien wird uns permanent vorgegaukelt, das “Ringe” “ausgehoben” worden sind. Das ist meiner Meinung nach faktisch falsch."

    Man nimmt immer das was am besten zieht, ich erinnere nur an Sat 1 die eine Wohnung quasi mit durchsucht haben und dann im Fernsehen den ein oder anderen Beate Uhse – Film als "kinderpornographisch" deklariert haben. Du glaubst ja wohl nicht ernsthaft das da dann jemand sagt: "Und hier haben wir Beate Uhse-Filmchen gefunden, so wie sie wohl jeder 3. alleinstehende Mann im Regal hat, und auch ansonsten nichts kriminelles." Denk doch mal an die Quoten, da werden dann Lügen oder Halbwahrheiten verbreitet, und ja dies meine ich u.a. hier in Bezug auf Sat 1, liebe Sat1-Rechtsabteilung.

  86. SvenC meint: (29.12.2007 um 10:21) AntwortenReply to this comment

    @93
    Prof. Menschenhandel gehört aber nun mal mit dazu. Zumindest wenn es um Erstellung von solchen Sachen im Ausland wie Osteuropa oder Thailand etc. geht. Das fängt nicht erst bei 18 an.
    Es geht um "Ringe" wie immer wieder betont wird, nicht um einen Einzeltäter. "Ringe" arbeiten nun mal sicher anders als Papi daheim am Katzentisch.
    Waffentechnisch vielleicht weniger in Russland und anderswo, da sicher mehr geschmiert wird. ;)
    Korruption in solchen Ländern ist meines Erachtens an der Tagesordnung und hört bei solchen Themen auch nicht auf.
    Der EINE Fall wurde mehr oder weniger "aufgeklärt" bzw. an die Oberfläche gebracht. Wie viele gehen unter im Sumpf der Korruption?
    Dein SAT Beispiel macht es doch deutlich. Die Presse (wie auch der SPON z.B.) zieht fleissig mit anstatt kritisch zu hinterfragen. Und DAS wollte ich aufzeigen…. nicht mehr und nicht weniger.

  87. SvenC meint: (29.12.2007 um 10:26) AntwortenReply to this comment

    @93 nochmal
    Ich rede von IST und SOLL in Bezug auf die Schlagworte die man immer wieder benutzt in diesem Bezug. "Ring" als Wort ist für mich eben meine Definition von dem und nicht die, die Presse dazu benutzt.
    Zu dem Rest kann ich Dir natürlich Recht geben.

  88. hagen meint: (29.12.2007 um 10:58) AntwortenReply to this comment

    Der Rechtsstaat ist schon längst auf der Strecke geblieben, wenn man zur Generalprävention die Leute zu Tätern macht und die Täter laufen lässt.

    Wortdelikte sind hier härter bestraft als Gewalttaten.

    §130StGB

    sch.. Land

  89. Nobody meint: (29.12.2007 um 11:09) AntwortenReply to this comment

    @14
    Auf die Polizei zu schimpfen, ist nicht ganz korrekt. Bevor etwas einschneidendes passiert, hat zumindest die StA als "Herrin des Ermittlungsverfahrens" die Akte mal zur Durchsicht und weiteren Veranlassung erhalten.

    Das Problem ist, daß wir einige Mediengeile Staatsanwälte haben bzw. solche, die ihre Wichtigkeit an der Anzahl der (auch sinnlos) Verdächtig(t)en in einem Verfahren festmachen. Ein eitler Staatsanwalt ist aus meiner Sicht eine krasse Fehlbesetzung.

  90. RS meint: (29.12.2007 um 11:40) AntwortenReply to this comment

    @ 96 Nobody: Lol, wie kannst du den Autor von Beitrag 14 kritisieren, wo doch gerade diese hervorragende Meldung bei SPON aufgetaucht ist

    http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,525785,00.html

    ?

  91. henteaser meint: (29.12.2007 um 11:51) AntwortenReply to this comment

    Der mir bis heute früh unbekannte Karl Weiss meinte in den Kommentaren zu seinem mit 'heiklen' FKK-Fotos versehenen (NSFW!) <a href="http://karlweiss.twoday.net/stories/4227933/&quot; rel="nofollow">Artikel zur Verschärfung des Sexualstrafrechts</a>:

    Ich denke heute, ich habe wirklich hundert Jahre zu früh einfach Fotos von Nackedeis in Artikel gestellt und gemeint, alle würden verstehen, was ich damit sagen wollte. Ich bin zu dieser Überzeugung gekommen, weil dieser Artikel, unter dem wir hier kommentieren, heute der am meisten angeklickte in meinem Blog ist, aber das Gross der Klicks kam über "images.google", wo man auf diesen Artikel verwiesen wurde, wenn man "nacktes Mädchen" oder "FKK" oder "Nudisten" oder Ähnliches bei diesem Dienst eingab.

    So habe ich ungewollt Leute mit Bildmaterial versorgt, die nichts mit dem Inhalt von meinem Artikel am Hut hatten.

    Sie hätten sich diese Bilder natürlich auch anders besorgen können, denn ich habe vorsichtshalber nur Bilder verwendet, die bereits "public domain" sind, aber irgendwie bleibt ein bitterer Geschmack im Mund – speziell wenn man Polizei auf einen hetzt.

    Es ist übrigens nicht zufällig, dass gerade die Bauchtanzdamen so erschreckt auf diese Bilder reagierten.

    Die Damen haben nämlich ein ganz ähnliches Problem wie die Nackten. Sie sind Opfer von Vorurteilen. Ich habe zweimal Bauchtanzvorführungen gesehen (man macht ja Urlaub auf Djerba, nicht?) und das ist extrem schön und anziehend und mag auch sexuelle Gefühle wecken. Umso intensiver muss man sich dagegen wehren, sonst wird man mit Prostituierten in einen Topf geworfen.

    Das gleiche habe ich bei meinen Aufenthalten in Nudisten-Camps gemerkt. Man ist über alle Massen prüde, um jegliche mögliche sexuelle Assoziation gar nicht erst aufkommen zu lassen.

  92. andreas meint: (29.12.2007 um 13:25) AntwortenReply to this comment

    Ich denke mal, dass die Behörden durchaus beurteilen können, was für Leute in dem betroffenen Board unterwegs sind, wenn man sich nur genügend andere zum Download angebotene Videos anguckt. Und durch Auswertung des gesendeten Referer kann man auf der Seite des Downloadsservers auch die Leute, die einem Link im betroffenen Board folgen herausfischen – zumindest wenn das Board oder einzelne User da keine entsprechenden Gegenmaßnahmen getroffen haben.

    Um die Situation objektiv bewerten zu können, muss man wissen wie die Inhalte und Links im Board aussehen und welche Informationen die Behörden auf den Downloadservern genau ausgewertet haben.

    Die Methode wie hier im Blog beschrieben würde sicher keiner Gerichtsverhandlung standhalten, daher zweifele ich ein bisschen daran.

  93. 4thmarch meint: (29.12.2007 um 13:38) AntwortenReply to this comment

    http://www.rp-online.de/public/article/aktuelles/politik/deutschland/515983

    Die Operation "Himmel" habe einen "irren Verwaltungsaufwand für fast gar nichts produziert", kritisierte laut "Spiegel" ein Strafermittler aus Westfalen.

  94. WakeAlan meint: (29.12.2007 um 13:43) AntwortenReply to this comment

    @101: Du hast einfach nicht verstanden, wie ruinös bereits der Vorwurf des Besitzes von Kinderpornographie ist. Wenn die Polizei morgens um halb sieben bei dir Klingelt und alles an Computern und Datenträgern mitnimmt, und dann auch noch der Vorwurf bekannt wird, dann braucht es gar nicht erst zu einem Verfahren zu kommen. Selbst wenn die Ermittlungen eingestellt werden, ist ein riesiger Schaden entstanden, der oftmals nicht zu reparieren ist. Das mag ja sein, dass weiterführende Ermittlungen gründlicher sind, aber zimperlich bei der Interpretation eines Anfangsverdacht sind die Behörden gerade eben nicht.

  95. bitman meint: (29.12.2007 um 14:12) AntwortenReply to this comment

    Lupenreine Demokratie zum Himmel

    Welchen Unterschied macht es, ob ein Vladimir Putin im Wahlkampf oppositionelle Büros besetzt und Regierungskritiker verhaftet, um das gewünschte Wahlergebnis zu erzielen, oder wir von unserem Staatsapparat gezielt getäuscht und die Presse populistisch instrumentalisiert wird, um die Unterschrift zu einem Gesetz zur Beschneidung der Privat- und Persönlichkeitsrechte des Volkes zu erzielen.

    Während sich im Osten die Drangsalierung wenigstens nur auf Oppositionelle beschränkt und das System offen mit seinen rüden Methoden vors Volk tritt, werden bei uns zig Tausende, getarnt durch eine angeblich doch so lupenreine Demokratie und Rechtssysteme, pauschal kriminalisiert und eingeschüchtert.

    Der Osten wird diese amerikanisch infiltrierte Volksverhetzung mit schmunzeln und Genugtuung beobachten, und vielen deutschen Ausreisewilligen bald ein sicherer Hafen sein. Dort wären derartige Fake Meldungen nicht durch die Zensur gegangen.

  96. h.c. meint: (29.12.2007 um 16:59) AntwortenReply to this comment

    „Prof. Menschenhandel gehört aber nun mal mit dazu. Zumindest wenn es um Erstellung von solchen Sachen im Ausland wie Osteuropa oder Thailand etc. geht.“

    Dem möchte ich widersprechen.

    „Der EINE Fall wurde mehr oder weniger “aufgeklärt” bzw. an die Oberfläche gebracht. Wie viele gehen unter im Sumpf der Korruption?“

    Für Verschwörungstheorien jeglicher Art bin ich nicht empfänglich.

    @97 (Nobody),

    viele Polizisten haben da aber auch gehörig was mitzuarbeiten…

    @102 (andreas),

    ja was meinen Sie warum von den 12.000 Verdächtigen im Endeffekt nur ein paar verurteilt werden?

    @104 (WakeAlan)

    Und eben (u.a.) aus dem Grund zieht das Argument „Wer nix zu verbergen hat…“ auch nicht.

  97. Gefaehrderblog meint: (29.12.2007 um 17:32) AntwortenReply to this comment

    Ich finde es angesichts des hier erschienenen Beitrags vom 25.12. extrem zynisch, dass jetzt zwar viele Medien schreiben, dass die Ermittlungsaktion ein Flop sei, aber gleichzeitig auch, dass sie für die meisten Verdächtigen "folgenlos bleibe", so z.B. SPON:

    http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,525785,00.html
    (Leserbrief ist schon unterwegs)

    Man kann durchaus sagen, dass hier Tausende von Menschen kaltblütig sozial hingerichtet werden, um einige wenige echte Täter zu fassen.

  98. Knächebrot meint: (29.12.2007 um 18:08) AntwortenReply to this comment

    Warum suchen sie dann nicht diesen "Carl"? Jaja, ich weiß warum. Weil die evtl. mit dem Gästebuch-Beitrag gespeicherte IP nutzlos sein dürfte (Anonymisierung).

    Aber nein: Wir legen ein Honeypot hin, malen uns wie Welt so wie wir sie wollen und treten bei allen die Türen ein (warum nicht gleich um 24 Uhr mit "Gefahr im Verzug"?), deren IP beim HTTP-Request in den Logs auftauchen. Die fängt man viel leichter und zur Not tut's auch das illegale Windows auf der Platte als "Zufallsfund". Ist der Googlebot wohl auch dabei? Der dürfte dem Link ebenfalls gefolgt sein. Ich wußte schon immer, daß er ein "perverses Schwein" ist ;)

    HTTP-Referer wurde schon erwähnt. Dort kann man setzen, was man will. Das gilt für so ziemlich alle Felder im Header.

  99. Muckelbuckel meint: (29.12.2007 um 19:01) AntwortenReply to this comment

    Für intelligente, aufgeklärte Menschen ist das Beispiel überzeugend: Jemand lädt eine Datei runter, unter deren Adresse FRÜHER mal ein KiPo-Film war und sich NUN ein legaler Inhalt befindet. Wenn ihn die Polizei dennoch wegen KiPo verfolgt, ist das ein Skandal.

    ABER man sollte nicht vergessen, dass dieses Blog ein ziemlich elitärer Debattierclub ist.

    Die Unterscheidung zwischen legalen und illegalen Inhalten wird von Großteilen der Bevölkerung sicher nicht so geteilt. Fragt Eure Frauen und Großeltern danach, ob man Pornographie im Internet verbieten sollte, oder ob es dem persönlichen Geschmack anheimgestellt bleiben sollte.

    Wenn der obige Beitrag auf dem nächsten Familiengeburtstag zur Diskussion gestellt würde, was würde man dann hören?

    "Geschieht dem Kerl ganz recht, wenn er sich nackerte Bilder im Internet anguckt! Gut, dass die Polizei mal diesen ganzen Schmuddelkram verbietet."

    Mit den Rechten eines legalen Pornokonsumenten zu argumentieren, ist in der Praxis wohl schwierig.

    Eine bessere Argumentationshilfe wäre daher ein Fall, wo jemand etwas ganz "Anständiges" herunterlädt und dennoch unter KiPo-Verdacht gerät.

  100. h.c. meint: (29.12.2007 um 19:25) AntwortenReply to this comment

    @111 (Muckelbuckel),

    ich habe meine Familie überzeugt FDP zu wählen, da werde ich mit dem auch weniger Probleme haben. Vor allem nicht bei meiner Schwester…

  101. Torsten meint: (29.12.2007 um 19:33) AntwortenReply to this comment

    Kleiner Nebenaspekt: Hat die Polizei denn Rechte an der Datei Sandra-model2.mpeg? Ist dort tatsächlich Pornografie zu finden? Wir wollen doch alle nicht gegen Urheberrechte und Jugendschutzgesetze verstoßen…

  102. R.A. meint: (29.12.2007 um 19:53) AntwortenReply to this comment

    Mal andersrum gefragt: Ist es den Ermittlungsbehörden eigentlich in den letzten Jahren überhaupt mal gelungen, echte Täter dingfest zu machen und echten Opfern zu helfen?
    Oder erschöpfen sich die "Erfolge" ausschließlich darin, irgendwelche Filekopierer zu kriminalisieren?

  103. h.c. meint: (29.12.2007 um 20:18) AntwortenReply to this comment

    @114 (R.A.),

    bei dem Mädchen wo das BKA die Fotos veröffentlicht hatte gab es doch einen Verdächtigen?! Ich weiß nicht was daraus inzwischen gewurden ist. Wenn ich das richtig in Erinnerung habe gab es ja keinerlei Beweise, dass er das Mädchen dazu aufgefordert hatte pornographische Bilder zu machen. Sprich war er auch nicht der Hersteller, sondern "nur" Erstbesitzer und Primärverbreiter.

    Ansonsten gibt es ab und an Fälle, wo vom sexuellen Missbrauch Bild- und Videomaterial gefunden wurde. Das waren dann aber Einzeltäter und die Dateien wurden meist auch nicht verbreitet. Den letzten Fall den ich in einer Medienübersicht gefunden wurde, wo KP hergestellt und auch verbreitet wurde stammt vom 29. Mai 2007. Ein Auszug aus einem nicht mehr vorhandenem Artikel bei "Der Standard": "Nach monatelangen Ermittlungen hat die Polizei erstmals in Österreich einen mutmaßlichen Kinderporno-Produzenten verhaftet." Das "erstmals" sollte hier besondere Beachtung finden.

  104. gill bates meint: (29.12.2007 um 21:08) AntwortenReply to this comment

    bei dem wort "kinder" oder "porno" wird das gehirn langsamer und die beissreflexe nehmen zu. trift beides zusammen "kinderporno" ist es völlig aus. sachliches ist unmöglich. entweder du bist für diese $kraftausdruck oder du bist gegen $nocheinkraftausdruck. alle werden eifrig wie misionare. DENKT doch mal einer an die kinder…

    – geiles junges ding leckt wie verückt –
    http://tinyurl.com/yufcle
    klick mich !!!1111!!!!elf11!!!

    __________________________________________________

    ja, das soll polarisieren. ja, ich verabscheu gewalt. nein, ich unterscheide nicht zwischen menschen – alle sind gleich viel "wert". und ja, bei solchen themen sollte man umbedingt verantwprtungsvoll handeln! sucht die produzenten. sucht die "ausführenden". dämt es ein. ganz weg bekommt man es nicht. aber bitte versucht es mit denken und nicht mit blind zu beissen.

  105. bitman meint: (29.12.2007 um 21:26) AntwortenReply to this comment

    Habe ich die Zwischenbilanz der Ermittlungen richtig verstanden, so wäre aus den Verdachtsmomenten gerade mal eine handvoll Beschuldigter nachgeblieben, die eine Pressemeldung nicht wert gewesen wären. Niemand hätte überhaupt je etwas gemerkt, dass er kurzfristig mal in irgendwelchen Akten mit seiner IP aufgetaucht ist. Stattdessen versetzt der Herr Vogt, pünktlich zu Weihnachten, Zig Tausend Menschen in Angst und Schrecken, mal eine falsche Seite versehentlich angeklickt haben zu können. Sei es aus Pressesucht oder jenem Jagdinstinkt, der insbesondere in den neuen Bundesländern nicht mehr angezeigt ist.

    Möchte das Justizministerium noch Glaubwürdigkeit bewahren, wird es nun daraus personelle Konsequenzen ziehen müssen. Irgendeine Pförtnerloge im Parkhaus ist derzeit sicherlich noch unterbelegt.

  106. bitman meint: (29.12.2007 um 22:02) AntwortenReply to this comment

    Oder war die "Entwarnung" gar nur eine Fake Meldung, um die nun aufgescheuchten Leute wieder in Sicherheit zu wiegen, um dann kräftig loszuschlagen?

  107. Gurke meint: (29.12.2007 um 22:07) AntwortenReply to this comment

    @ 117 (Bitman)

    Ganz so einfach ist das nicht. Auch unschuldig Verdächtigte werden in Zukunft in der Kategorie "polizeibekannt wegen des Verdachts auf Besitz von Kinderpornografie" laufen. Und niemand weiß in welcher "Datei" er gespeichert ist. Und sollte zufällig mal ein Kind, 500m vom Wohnort des Betreffenden entfernt, belästigt werden, dann steht sein Name möglicherweise ganz oben auf der Liste. Die deutsche Bürokratie vergißt nichts…

  108. David Goldstein meint: (29.12.2007 um 22:38) AntwortenReply to this comment

    Gratuliere Herr Vetter,

    lawblog.de wird auch von heise.de gelesen und als Info fuer Artikel genutzt.

    Hier der Link:

    http://www.heise.de/newsticker/foren/go.shtml?read=1&msg_id=14137390&forum_id=129538

  109. henteaser meint: (29.12.2007 um 22:43) AntwortenReply to this comment

    @119 (Gurke): "Die deutsche Bürokratie vergißt nichts…" – Und erst recht nicht, wenn ein Computer die Daten ausspuckt. Denn der sonst so technikmuffelige Staatsdiener wird plötzlich unkritisch, sobald die Technik 'auf seiner Seite' ist. Siehe auch Wahlcomputer, VDS und Gendatenbank.

  110. RS meint: (29.12.2007 um 22:58) AntwortenReply to this comment

    @ 121 David Goldstein: Das hätte ich ja wirklich NIE gedacht… wurde bis dato ja auch so selten über Herrn Vetter, in unterschiedlichen Zusammenhängen, bei Heise berichtet…

    Das Internet ist halt doch irgendwie ein Dorf…

  111. Der Da meint: (29.12.2007 um 23:06) AntwortenReply to this comment

    Interessanter Link bei heise zum Thema:
    http://www.heise.de/newsticker/meldung/101116

  112. Feigling meint: (30.12.2007 um 03:46) AntwortenReply to this comment

    Ziemlich derb diese Vorgehensweise, wenn man daran denkt das wir in den Zeiten von Diensten wie

    http://www.stumbleupon.com

    leben. Man kann schon lange völlig zufällig auf irgendwelche Links gesteuert werden, ohne vorher zu wissen wo man landet. Genau das ist nämlich der Spaß dabei.

  113. Siegerländer meint: (30.12.2007 um 10:09) AntwortenReply to this comment

    Auch ich hatte im Januar die Kripo mit nem Durchsuchungsbefehl vor der Türe weil angeblich im Januar 2004 eine Mail mit nem Kinderpornobild im Anhang über unsere Leitung eingegangen sei. Das schlimmste allerdings war, wie sich ernmittelnde Kommisarin aufgeführt hat. Sie meinte, solche Bilder würde man nicht einfach so bekommen, sondern nur auf Anforderung, das ganze hätte schwerwiegende Konsequenzen für uns, wir sollten uns auf jedenfall einen Anwalt zulegen und eine Bestrafung würde auf alle Fälle erfolgen, auch wenn nichts gefunden (es sei ja erwiesen, dass das Bild eingegangen wäre). Sie hat da von von Geldstrafe gesprochen. Wichtige Datein von mir, darunter eine Hausarbeit für die Uni, welche ich den nächsten Tag hätte abgeben müssen, bekam ich erst nach einer Woche kopiert. Die Kommissarin meinte auf mein drängen, ich bräuchte mich nicht beschweren, ich hätte ja anscheinend recht spät mit meiner Hausarbeit angefangen…. Solche Sachen musste ich mir anhören. Nach 5 Monaten bekam ich meinen PC wieder und das Verfahren wurde eingestellt. Habe mich auch via Dienstaufsichtsbeschwerde beschwert, aber das hat natürlich nix gegeben. Sie hat alles abgestritten und hätte jede Begegnuung mit mir "äußerst positiv" in Errinnerung… Fazit ist für mich, du wirst von der Polizei behandelt wie der letzte Dreck, belogen und betrogen von vorne bis hinten und aufs äußerste eingeschüchtert.

  114. Siegerländer meint: (30.12.2007 um 10:10) AntwortenReply to this comment

    Auch ich hatte im Januar die Kripo Siegen-Wittgenstein mit nem Durchsuchungsbefehl vor der Türe weil angeblich im Januar 2004 eine Mail mit nem Kinderpornobild im Anhang über unsere Leitung eingegangen sei. Das schlimmste allerdings war, wie sich ernmittelnde Kommisarin aufgeführt hat. Sie meinte, solche Bilder würde man nicht einfach so bekommen, sondern nur auf Anforderung, das ganze hätte schwerwiegende Konsequenzen für uns, wir sollten uns auf jedenfall einen Anwalt zulegen und eine Bestrafung würde auf alle Fälle erfolgen, auch wenn nichts gefunden (es sei ja erwiesen, dass das Bild eingegangen wäre). Sie hat da von von Geldstrafe gesprochen. Wichtige Datein von mir, darunter eine Hausarbeit für die Uni, welche ich den nächsten Tag hätte abgeben müssen, bekam ich erst nach einer Woche kopiert. Die Kommissarin meinte auf mein drängen, ich bräuchte mich nicht beschweren, ich hätte ja anscheinend recht spät mit meiner Hausarbeit angefangen…. Solche Sachen musste ich mir anhören. Nach 5 Monaten bekam ich meinen PC wieder und das Verfahren wurde eingestellt. Habe mich auch via Dienstaufsichtsbeschwerde beschwert, aber das hat natürlich nix gegeben. Sie hat alles abgestritten und hätte jede Begegnuung mit mir "äußerst positiv" in Errinnerung… Fazit ist für mich, du wirst von der Polizei behandelt wie der letzte Dreck, belogen und betrogen von vorne bis hinten und aufs äußerste eingeschüchtert.

  115. Der Gerd meint: (30.12.2007 um 11:05) AntwortenReply to this comment

    Bisschen OT….
    Beim Stöbern im Internet zum Thema Hausdurchsuchungen bin ich auf diese Seite gestossen:
    http://www.stiftung-projustitia.de/index.html
    Der Presseservice ist interessant.

  116. Canaan meint: (30.12.2007 um 13:43) AntwortenReply to this comment

    Was ich merkwürdig finde, googlet man nach dem Dateinamen "3DSMax_22" findet man irgendwelche russischen Gästebücher (Die ich aber besser mal nicht anklicke…), welche genau den zensierten Rapidshare-Link enthalten, allerdings mit einem fast 3 Jahre alten Datum… 2005…

    Liegt die Datei nun wirklich schon solange bei Rapidshare, eröffnet sich doch die Frage warum es Anfang des Jahres dann angeblich plötzlich soviele Downloads gab. Bzw. inwiefeln, vermutlich unzähligen, anderen Boards sie mittlerweile gepostet wurde.

  117. Markus meint: (30.12.2007 um 13:56) AntwortenReply to this comment

    Es gibt hier noch einen anderen Aspekt, der nicht minder gefährlich ist:

    Wir betreiben ein Forum mit über 40.000 Beiträgen und haben uns in den letzten Monaten immer mehr abgeschottet, weil es heute kaum noch möglich ist, ein Forum zu betreiben, in dem jeder posten kann, was ihm gefällt. Nun haben wir Mitglieder, die diese Zugangsbeschränkung sehr kritisch sehen, denn prinzipiell verlangt das deutsche Recht ja, dass ich jeden posten lassen muss, ohne seine IP-Adresse speichern zu dürfen.

    Eine der Hauptkritikerinnen unserer Vorgehensweise betreibt selbst ein Forum und achtet offenbar zuwenig auf das, was da geschrieben wird. Bei einem Besuch dort fanden wir hunderte von Roboteinträgen mit zum Teil sogar kinderpornografischen Inhalten und Links. Wir haben sie sofort informiert und sie hat die Links gelöscht. Interessant wäre gewesen, was wohl passiert wäre, wenn nicht wir die Links gefunden hätten, sondern eine Ermittlergruppe. Denn Forenbetreiber haften ja für Einträge, selbst wenn sie keine Kenntnis davon hatten.

  118. h.c. meint: (30.12.2007 um 14:15) AntwortenReply to this comment

    @133 (Canaan),

    die URL sieht aber danach aus das es sich dort um das Gästebuch der russischen Stadt Novgorod handelt…

  119. Canaan meint: (30.12.2007 um 14:27) AntwortenReply to this comment

    @135: Daher gehe ich ja auch davon aus das das Datum stimmt…

  120. falky meint: (30.12.2007 um 14:46) AntwortenReply to this comment

    Hauptsache Deutschalnd wieder einen "riesigen Kinderpornoskandal".
    Dass das dilletantische Vorgehen der Ermittlungsbehörden der eigentliche Skandal ist, stellen wir als zweitens(unwichtig) hinten an.

  121. Wayne meint: (30.12.2007 um 14:46) AntwortenReply to this comment

    Diese Sache hier hat nichts mit der derzeit laufenden Operation "Himmel" zu tun. Die Aktion um die es hier geht, ist bereits abgeschlossen.

    http://www.focus.de/panorama/welt/brandenburg_aid_55504.html

    Bei der aktuellen Aktion, geht es meines Wissens nach um Links die in Foren und Chats veröffentlicht wurden und die dann zu einem Portal führten, auf welchem kinderpornografisches Material gehostet wurde. Die StA hat nun jede IP gespeichert, welche das Portal besuchte oder die Bilder dort angeklickt hatte und somit jeden zum Verdächtigen ernannt. Die Tatsache, das die Aktion so gut wie nichts lässt sich wohl daraufhin schliessen, das viele Menschen versehentlich eines der Bilder angeklickt hatten. Wieviele Unschuldige dadurch nun ihre Familie, ihren Job usw. verlieren, werden wir wohl nie erfahren.

    Soweit habe ich das zumindest verstanden, falls dies nicht zutrifft lasse ich mich gerne belehren. :-)

  122. Canaan meint: (30.12.2007 um 18:22) AntwortenReply to this comment

    Das erklärt so manches! Danke Wayne! Ich war mir eigentlich auch die ganze Zeit "sicher" das es hier um unterschiedliche Fälle geht aber selbst bei Heise wird das hier aufgegriffen und als "eine" Aktion verkauft.

  123. Wolf Hagen meint: (30.12.2007 um 18:25) AntwortenReply to this comment

    Mich würde nun mal interessieren, warum mein Kommentar, hier nochmnal nachfolgend, gelöscht wurde?

    Ganz besonders sensibel finde ich es vom Hessischen Rundfunk, Nordhessens Schnarchsender, wenn der in seiner Sendung "Hessenjournal" im Rahmen der Berichterstattung über die Aktion "Himmel" ein Bildschirmbild mit der URL http:// lolita.xxx, einer Porno-Site mit weiteren Links einblendet. Leichter kann man es den Tätern nicht machen.

    Seinerzeit, bei der Berichterstattung über den Kinderpornogucker und Immernochverwaltungsgerichtspräsident Dr. R. war das genauso, die gleiche URL wurde gezeigt, damals auch auf der Onlinesite des HR. Erst nach Intervention der zuständigen Polizeibehörde wurde damals der Online Eintrag beseitigt. Seinerzeit wollte mir der zuständige Redakteur noch einen langen Vortrag zur Rechtfertigung halten. Diesmal habe ich darauf verzichtet und den direkten Weg gewählt.

    Es kann nicht angehen, dass eine öffentlich-rechtliche Institution wie der HR auch noch Hinweise gibt, wo die betreffenden Seiten im Internet zu finden sind, da muss man sich nicht wundern, dass die Suche nach Kinderpornografie im Internet fast zum Volksport wird. Diejenigen, die nur mal nach "knackig-nackerten Weibern" suchen, weil die eigene Mutti schon zu faltig geworden ist, dürfen sich nicht wundern, wenn eben zu früher Stunde mal der Staatsanwalt vor der Tür steht. Kollateralschäden sind nun mal nicht auszuschliessen.

    Wenn das Verfahren dann eingestellt wird, geschieht das eben mit einem einfachen Schreiben, das immerhin noch das Landeswappen der Staatsanwaltschaft ziert. So schmucklos ist das gar nicht. Das die auch noch mit Blumen vorbeikommt und zur Einstellung des Verfahrens förmlich gratuliert, ginge dann doch
    ein wenig zu weit.

  124. Kugelfisch meint: (30.12.2007 um 18:32) AntwortenReply to this comment

    Erschreckend, wenn man sich überlegt, wie viele Personen wohl unschuldig beschuldigt wurden. Nein, ich bin nicht der teilweise üblichen Ansicht, dass man lieber 10 Unschuldige Beschuldigen soll, als einen Schuldigen laufen zu lassen. Im Gegenteil. Ob das jetzt nun Terrorismus, KiPo oder was auch immer ist…

  125. Wolf Hagen meint: (30.12.2007 um 18:33) AntwortenReply to this comment

    Sorry, mein Kommentar steht ja im anderen Beitrag zum selben Thema. Man sollte eben die Sylvesterbowle nicht zu früh probieren. :-)

  126. R.A. meint: (30.12.2007 um 19:58) AntwortenReply to this comment

    @115, h.c.:
    Danke für die Antwort.
    > Das “erstmals” sollte hier besondere Beachtung finden.
    Richtig. Es bezieht sich wohl auf Österreich, aber so viel erfolgreicher scheint die deutsche Polizei bisher auch nicht gewesen zu sein.

  127. WakeAlan meint: (30.12.2007 um 21:14) AntwortenReply to this comment

    Was war eigentlich aus den Strafanzeigen gegen "Akte-"Mitarbeiter geworden, die sich bei der Recherche möglicherweise des Besitzes von Kinderpornographie schuldig gemacht wurden?

    Eingestellt? Versandet?

  128. SaintAshlar meint: (30.12.2007 um 22:04) AntwortenReply to this comment

    Deutschland macht mir immer mehr Angst!

  129. agro meint: (30.12.2007 um 22:34) AntwortenReply to this comment

    über russlands wahlen und die aktionen der usa reg ich mich jedenfalls nicht mehr auf. wenn man mal die datenvorratsspeicherung oder wie sich das auch immer nennt in die debatte mit einbezieht, ist man der staatlichen wilkür nun vollends ausgesetzt. das das finanzamt meine konten stetig prüfen kann ist ja eine sache aber nun … naja…

  130. dawardochnochwas meint: (30.12.2007 um 23:16) AntwortenReply to this comment

    Im September 2007 passiert, gerade wieder 'drüber gestolpert:
    Linux Chat wird im "Tatort" als Plattform für Pädophile präsentiert. Inkl. IP und Chatnamen der Nutzer.
    Tags: Vorurteile, immerfestedruff

  131. Arne meint: (31.12.2007 um 00:28) AntwortenReply to this comment

    "22: Einfach mal ins Gesetz schauen!"

    Einfach mal im Wörterbuch nachschauen, was "verwirkt" heißt. SCNR

    "23: Andererseits würd ich mich ja strafbar machen wenn ich nachschau ob der Vorwurf stimmt"

    Wenn die bloße Besitznahme strafbar ist, die Verbreitung aber auch, dann ergeben sich halt alle möglichen Absurditäten. Danke es den Abgeordneten, die das Gesetz erlassen haben. Eine Lösung gibt es aber durchaus: In D einfach kein Forum betreiben, da bist Du sowieso nur der Fußabtreter der Behörden, Rechteverwerter und Abmahnabzocker.

    "30: Dann gibt es zumindest bei solch fragwürdigen Aktionen keine Zufallsfunde"

    Zufallsfund ist in Zukunft wohl schon die OVP für Doom 3. Ich würde empfehlen, den Computer abzuschaffen und in einer Lehmhütte ohne Möbel zu hausen. Wer nichts hat, hat auch nichts zu verbergen.

    "33: das Verfahren selbst, ist die eigentliche Strafe, egal wie es ausgeht."

    So sieht die Zukunft wohl aus. Aber wenigstens die Menschenrechte in China und Russland sind unseren Spitzenpolitikern noch ein Anliegen.

  132. alex meint: (31.12.2007 um 02:03) AntwortenReply to this comment

    Sehen wir es realistisch: Der Anfangsverdacht ist ausnahmslos für jeden gegeben. Allein der Besitz eines Computers mit Internet-Anschluß reicht aus. Der Empfang einer Spam-Email (wenn man unklugerweise Bilder nachlädt), der Aufruf einer Webseite, die – für den Benutzer nichtmal sichtbar – einen inkriminier(enden|ten) Link aufruft.

  133. Der Gerd meint: (31.12.2007 um 09:26) AntwortenReply to this comment

    @145: Soviel ich weiss wurde die Sache eingestellt.

  134. Alex meint: (31.12.2007 um 11:30) AntwortenReply to this comment

    Normalen Menschen sollte yourporn doch wirklich ausreichen und die anderen gehören sich einfach …

  135. h.c. meint: (31.12.2007 um 12:21) AntwortenReply to this comment

    @150 (alex),

    oder man kauft die falschen Bücher/DVDs bei Amazon oder schaut in den falschen (aber völlig legalen) Foren vorbei.

    @152 (Alex),

    sehr sinnfreier Beitrag. Wenn ich Pornos rauf- und runderladen würde würde ich mir nicht vorschreiben lassen, wo ich das mache. Und ich lasse mir auch nicht den Sex mit (völlig einvernehmungsfähigen) Personen verbieten, um Vergewaltigungen besser aufklären zu können. Und ich lasse auch nicht meine Briefe und Dokumente von irgendwelchen dahergelaufenen Beamten lesen, weil die der Meinung sind man müsse erstmal alle überwachen und dann schauen wer was kriminelles macht.

  136. bitman meint: (31.12.2007 um 12:50) AntwortenReply to this comment

    Und man lese bitte:

    "Rechtswidrige Durchsuchungen nehmen überhand"

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,524711,00.html

    Zitat: "Mancher Betroffene bekommt noch Jahre später einen Horror, wenn es plötzlich frühmorgens klingelt"

    Ja, ja:

    Mein damals zehnjähriger Sohn wird in der Schule hundert Minuten von Polizeibeamten verhört. Mitschüler hatten der Lehrerin anvertraut, der Junge hätte einen Pornofilm im Kinderzimmer. Er entpuppt sich später als Trailer für einen Erotikfilm auf SAT1, zwischen Werbung und Nachrichten.

    Die Beamten, nebst Jugendamt, nehmen dem Jungen den Haustürschlüssel ab, stürmen das Haus, holen Nachbarn als Zeugen hinzu, nehmen PC, Safe mit Geld, sämtliche CDs und Videos mit, und, natürlich, das Kind. Im Hobby Keller wurde die Holzverkleidung abgeschraubt, was immer an dort auch vermutete.

    Ohne Dursuchungsbeschluss, Begründung: Gefahr in Verzug
    Ein Kreuz auf einem Formular der Polizei.

    Nach zehn Monaten war der Junge wieder zu hause. Unterbringungs- und Gutachtenkosten ca. 80.000 Euro.

    Das Haus musste verkauft werden und wir wegziehen, der Junge war kurz vor dem Herzstillstand, wenn es an der Tür klingelte. Er ist heute sprachgestört und zeitlebens traumatisiert.
    Das Verfahren wurde eingestellt. Die Sachen nach 2 Jahren herausgegeben.

  137. Bernd von Mottenburg meint: (31.12.2007 um 13:06) AntwortenReply to this comment

    Und morgen reiße ich das Deckblatt ab:

    http://www.jungbauernkalender.de/index.php?mid=6260

    Guten Rutsch.

  138. Nobody meint: (31.12.2007 um 15:56) AntwortenReply to this comment

    > Diejenigen, die nur mal nach “knackig-nackerten Weibern”
    > suchen, weil die eigene Mutti schon zu faltig geworden ist,
    > dürfen sich nicht wundern, wenn eben zu früher Stunde mal der
    > Staatsanwalt vor der Tür steht.

    Lieber Herr #140, die allgemeine Handlungsfreiheit schützt auch dieses Verhalten und gesetzlich verboten ist es auch nicht. Insoweit ist dieses v.g. Verhalten weder verdächtig noch rechtfertigt es staatliche Sanktionen.

    Es mag sein, daß es gegen die bayerische Staatsreligion verstößt und auch diverse Hexenjäger (viel Jagd, wenig Hexen) auf den Plan ruft.

    Trotzdem ist es nicht illegal. Bei einem eindeutig legalen Verhalten des Bürgers und Versagen des Staates ist diese "nicht-wundern"-Rhetorik schlicht fehl am Platz.

    smallprint

  139. Saladin meint: (31.12.2007 um 21:01) AntwortenReply to this comment

    die vorgehensweise ist doch einfach nur lächerlich

  140. Andy meint: (1.1.2008 um 16:22) AntwortenReply to this comment

    Seltsam ist allerdings der zeitlich sehr direkte Zusammenhang zwischen der Medienwirksamen Präsentation dieser übertriebenen Aktion …. und der Unterschrift von Hr. Köhler über die Vorratsdatenspeicherung …

    wenn diese Aktion nicht bei "Otto-Normalverbraucher" die Vorratsdatenspeicherung schmackhaft machen sollte ….

    Und wie schnell dieser Schuß für "Otto-Normalverbraucher" nach hinten los geht können wir hier nachlesen. Wohl dem der nach 5 Jahren wieder rehabilitiert ist … wenn er solange die Hexenjagt aushält :-(

  141. Lutz Baier meint: (1.1.2008 um 19:46) AntwortenReply to this comment

    @145
    Die Anzeigen gegen den SAT1-Redakteur und den Oberstaatsanwalt Vogt habe ich damals erstattet.

    Ich habe von Anfang an nicht daran geglaubt, das es da rechtsstaatlich zu gehen würde.
    Und so war es dann auch: Beide Verfahren wurden eingestellt mit der Begründung, dass sich keiner der Angezeigten strafbar gemacht hätte.

    Nach Vogt´s Denkweise ist das auch so: Jeder darf Kinderpornos kopieren so viel er möchte, wenn er sie denn "nach Gebrauch" bei ihm abliefert.

    Krankes System!!!

  142. C. Cretemaster meint: (2.1.2008 um 03:07) AntwortenReply to this comment

    Sehe ich das richtig, dass wenn eine Gang aus Polizisten, Staatsanwaelten und Ermittlungsrichtern ohne hinreichenden Anfangsverdacht einen Hausfriedensbruch begeht, das vollkommen in Ordnung geht und es kein Rechtsmittel gegen irgendeinen der (Text editiert. U.V.) gibt um Schadenersatz zu bekommen oder gar ein Strafverfahren einzuleiten?

    Falls das stimmt, ist etwas grundlegend falsch im System. Das ist nichts weniger (Text editiert. U.V.). Zum Schutz unserer freiheitlichen Grundordnung ist ziviler Widerstand gegen diese (moeglicherweise wohlmeinenden, aber dummen) Untertanen alias Staatsdiener absolut notwendig. Ermittlungsrichter sollten befuerchten muessen, dass ein ungenuegend gepruefter Durchsuchungsantrag unangenehme Folgen hat, und wenn das Rechtssystem an dieser Stelle eine Luecke aufweist, sollten sie stattdessen in Sorge um ihre koerperliche Unversehrtheit leben muessen.

  143. Rost meint: (2.1.2008 um 14:16) AntwortenReply to this comment

    @Referer: Da bin ich mal gespannt, wie sie mit einem deaktivierten Referer eine vernünftige Serverauswertung vornehmen. Mich interessiert schon, mit welchen Suchbegriffen man von den verschiedensten Suchdiensten auf meinen Server gelangt.

  144. Wolfgang S. meint: (3.1.2008 um 03:59) AntwortenReply to this comment

    (Text editiert. Bitte keine Links ohne Hinweis auf den Inhalt. U.V.)

  145. Schreiberling meint: (3.1.2008 um 07:50) AntwortenReply to this comment

    Das sogenannte Rechtssystem und diese Vorgehensweise erinnert stark an das Dritte Reich. Damals hat man auch ohne rechtliche Grundlage und handhabe willkürlich gegen jemanden, der nicht ins Raster passte eine Hetzjagd veranstaltet. Genau das selbe wird hier praktiziert. Väterchen Staat macht alle zu Kriminellen, durchsucht aufgrund von Äußerungen, die nichts mehr als Stammtisch geplapper sind Wohnungen, nehmen billigend in Kauf, dass Unschuldige dabei getötet und anderweitig verletzt werden. Alles zum Schutze…ja von wem eigentlich? Es passt doch, genau wie die Gestapo damals, ists mit der Polizei heute. Sie kommen in deine Wohnung, dürchen dort aufgrund von Verdachtsmomenten und "Gefahr im Verzug" wüten, wie es Ihnen beliebt. Der Betroffene selbst kann und darf sich nicht wehren, weil er befürchten muss, aufgrund von Widerstandes gegen die Staatsgewalt niedergeschossen zu werden, oder zumindest rechtlich belangt zu werden. Es muss es über sich ergehen lassen. Eines weiß ich, sollten diese Hanzwürste mal bei mir vor der Türe stehen, kommen die nur über meine Leiche rein. Und was sie dann noch finden, dürfen sie behalten, denn mich interessierts dann nicht mehr.

    MfG ans BKA und LKA, BND und BRD-Stasi (Text editiert. U.V.) und wie die (Text editiert. U.V.) alle heißen.

  146. Thomas meint: (3.1.2008 um 17:59) AntwortenReply to this comment

    Laut einem Fernsehbericht soll es sich bei dem Portal der Operation Himmel um die Seite imgsrc.ru handeln. Dazu passt diese Beschreibung hier aber nicht.

  147. Jaffar meint: (4.1.2008 um 19:43) AntwortenReply to this comment

    Genau. Das ist schließlich eine russische Seite. Die haben doch keine Server in Berlin!

  148. Michael meint: (6.1.2008 um 11:14) AntwortenReply to this comment

    Avanti Dilettanti.
    Und diese Cleverlinge erhalten jetzt Rückendeckung durch die neue Gesetzgebung zur Vorratsdatenspeicherung? Die schaffen ja nicht mal, mit den bisher verfügbaren Daten schlau zu werden.
    Daran zu denken, das solche Leute unbescholtenen Bürgern auch den besten Ruf mit solchen Methoden grund- und rückhaltlos zerstören können – da kann ich verstehen, wenn verstärkt übers Auswandern nachgedacht wird.

  149. Mattse meint: (6.1.2008 um 12:27) AntwortenReply to this comment

    Oh, hier wird über mich berichtet.

    Knock, knock… Ich wollte erst nicht aufmachen, war grad am Kochen….Knock, knock …"Machen Sie bitte auf, hier ist die Polizei"
    Ich habe aufgemacht, und sie zeigten mir einen Durchsuchungsbeschluß. Sie waren zu dritt, Adrenalin schoss mir ins Blut!

    "Sie werden verdächtigt, Kinderpornos …"

    "Ich dachte, Sie kommen wegen Software"

    "Software interessiert uns nicht"

    Sie haben 2 Festplatten und ein paar hundert CDs mitgenommen, darunter auch ein paar Originale, was ich aber erst viel später merkte. Den Rechner selbst haben sie nicht mitgenommen.

    Erstmal konnte ich ein paar Tage nichts essen, im wahrsten Sinn des Wortes!

    Was mach ich jetzt? … hm, Anwalt, wird sich schon klären.

    Dann vergingen Monate (8,9,10?), ohne das was passierte.

    Irgendwann hatte ich einen dicken Umschlag im Briefkasten, eine Kopie der Ermittlungsakte mit der Bitte meines Anwalts, einen Termin bei ihm zu machen.

    Ich studierte erstmal die Akte. Mehr oder weniger der Text von oben und jede Menge IP-Adressen.

    Nach dem Lesen war ich beruhigt. So ein Quatsch, dachte ich mir, ich habe nie Kinderpronos gezogen. Was weiß ich, wie ich damals an sandraModel gekommen bin.

    In der Akte stand dann "Datenträger …keine verdächtigen Hinweise.." und " .. können die Datenträger zurückgegeben werden..".
    Schön wärs, aber dazu sollte es nicht kommen!

    Der Termin beim Anwalt wurde zum Spießrutenlauf. Er vertrete keine Kinderpornokonsumenten. Ich solle ihm den Fall schildern. Wenn er den Verdacht hätte, ich würde etwas verschweigen oder lügen, würde er mich nicht vertreten. Also erzählte ich ihm alles, was im Grunde nichts war, denn ich bin kein Konsument. U.a. erklärte ich ihm auch wie das mit Links ist, daß Tausende Links auf eine Datei zeigen können und daß DateiNamen nur durch die Fantasie des Erstellers begrenzt sind. Nach langen Erklärungen hat er es dann halbwegs verstanden.

    Ein paar Wochen später ein Schreiben vom Anwalt. Die Staatsanwaltschaft würde das Verfahren einstellen gegen Zahlung einer kleinen Geldbuße und Einzug der Datenträger. Er emfehle mir dringend, daß anzunehmen.

    Was mach ich jetzt? Wieder dieses Kotzgefühl im Magen.
    Ich sehe mich auf der Anklagebank, erkläre es dem Richter nochmal. Er versteht es nicht richtig, aber das Verfahren wird – wieder mit dieser ominösen Geldauflage – eingestellt.
    Eine Woche später würde in der Zeitung stehen.

    "Der 23 jährige xy-Angestellte Mattse X .. Kinderpornos..Geldbuße..eingestellt"

    PANIK!! So habe ich das Angebot der Staatsanwaltschaft angenommen, nur nicht öffentlich vor Gericht sitzen.

    NOch 2,3, Wochen später die Rechnung des Anwalts.
    Eine Grundgebühr, noch eine Gebühr für Einstellung usw usw., 1000 Euro futsch.

    Fazit: Nix gemacht, Strafe bekommen, weil zur falschen Zeit am falschen Ort.
    —-
    Nach diesem Ereignis ist mir Monate später zufällig (das bedeutet VORSATZ von Staats wegen) eine Seite mit Kinderpronos untergekommen. Den Link habe ich augenblicklich dem LKA gemailt mit cc an mich. Mal sehen, was da wohl noch kommt. Jedenfalls bewahre ich die Mail vorsichtshalber bis zum jüngsten Tag auf.

    —-
    Und ich zieh mir jetzt ein Holokaust-Buch rein, mit Bildern von nackten Frauen, die grad in die Gaskammer maschieren.
    Denn das ist legal und ein wertvoller Beitrag zur Geschichtsbewältigung.

  150. cric meint: (10.1.2008 um 14:31) AntwortenReply to this comment

    Wenn man aber unschuldig geklickt hat passiert doch auch nichts weiter? Hausdurchsuchung, er ist unschuldig, dann ist es doch in Ordnung. Wie soll man die Täter sonst finden? Wie schon angesprochen, werden diese absichtlich Referrer entfernen und so aussehen wollen, als würden sie zufällig an das Material kommen.

  151. Andre Heinrichs meint: (10.1.2008 um 20:29) AntwortenReply to this comment

    @173 (cric): Klar passiert nichts weiter. Außer, dass dein Arbeitgeber nichts mehr mit dir zu tun haben will, deine Verwandten auch nicht, und du Frau und ggf. Kinder wohl so bald nicht wieder sehen wirst. Mal ganz davon abgesehen, dass du den Rechner auch frühestens nach zwei oder drei Jahren wieder bekommen könntest. So lange lässt sich die Polizei nämlich Zeit, die Beweismittel zu untersuchen. Wenn du ganz besonders viel Glück hast, wirst du auch für eine Weile in U-Haft gesperrt. Wie beliebt Leute im Knast sind, die im Verdacht stehen, mit Kinderpornos zu tun zu haben, wirst du spätestens dann herausfinden, wenn dir mal die Seife entglitten ist beim Duschen. Aber du hast ja nichts zu befürchten, wenn du dir nicht bewusst bist, etwas Illegales getan zu haben, das stimmt.

  152. Daniel K. meint: (12.1.2008 um 16:00) AntwortenReply to this comment

    "Er vertrete keine Kinderpornokonsumenten."

    Klassischer Fall von "Beruf verfehlt". "Ich vertrete keine Verbrecher." Nee, is klar. Wenn Juristen schon nichts mehr vom Rechtsstaat wissen wollen, dann kann man das Kapitel "Bundesrepublik" Deutschland doch eigentlich endlich mal schließen und dieser Farce ein Ende setzen. Totalitärer Staat Deutschland trifft es schon eher. Auf English heißt es seit jeher "FRG". Ein Schelm wer dabei an "Fascistic Regime Germany" denkt.

  153. Asterix meint: (14.1.2008 um 22:23) AntwortenReply to this comment
  154. Nephilim meint: (16.1.2008 um 15:25) AntwortenReply to this comment

    Da drängt sich direkt die Frage auf, ob es bei der Operation "Himmel" nicht genauso so oder so ähnlich abgelaufen sein könnte.
    Manchmal habe ich mittlerweile wirklich Angst im Internet irgendeinen Link aufzurufen. Selbst hier auf LawBlog ist man nicht mehr "sicher". Siehe @273 bei Vom Himmel in die Hölle.
    Dieser Link ging auch auf eine Seite die sagen wir mal nicht sehr jugendfrei war….
    Also von daher ist keiner davor gefeilt aus Versehen mal auf eine solche Seite zu geraten und dann wird man noch zusätzlich sozusagen "zwingend" zu einem Verdächtigen umfunktioniert in dem irgendein Link in das Netz gestellt wird und alle die diesen Aufrufen sind direkt "Pädophile"…
    Ich verstehe das alles langsam nicht mehr.
    Ich jedenfalls beherzige mittlerweile den Tipp von Herrn Vetter in weitergehender Weise. Ich rufe keine Seiten im Internet mehr auf, die ich nicht hundertprozentig kenne und ansonsten habe ich mich von allen anderen Boards zum Meinungsaustausch jegweder Art abgemeldet….
    Ach ja und ich glaube zur Vorsicht werde ich in naher Zukunft auch noch meine Festplatte verschlüsseln und zur Vorsicht nach jedem Internetbesuch die Festplatte mit entsprechenden Programmen säubern (man kann ja nie wissen, was da womöglich im Cache landet). Ich weiß nur noch nicht, was ich mit meinen ganzen SPAMS machen soll. Eigentlich habe ich diese bisher immer sofort gelöscht (noch auf dem Server). Aber jetzt, werde ich ab jetzt wohl jeden Tag leider wirklich (siehe Artikel gekaperte eMail-Adresse) alle durchschauen müssen. Problem ist nur, was mache ich wenn da eine bei ist mit Kinderpornographie (dann mache ich mich ja womöglich direkt strafbar => Aufruf einer entsprechenden Mail kann die IP-Adresse auf irgendeinem Server auftauchen lassen, ohne dass man diesen angesurft hat, wenn z.B. Bilder eingebunden sind…)

  155. Ralf meint: (5.2.2008 um 20:41) AntwortenReply to this comment

    Hallo
    mir selbst wurden 3 PC´s im Zuge der Operation "Himmel" beschlagnahmt.
    Heute habe ich Akteneinsicht genommen. Das ganze basierte auf der Tatsache, dass von 0:32:28 Uhr bis 0:32:30 Uhr, d.h. innerhalb von 2 sek. angeblich 28 Downloads (Die Seite wurde wohl aufgebaut)getätigt wurden und nach wenigen Sekunden die Seite wieder verlassen wurde.
    Das war für den Staatsanwalt genügend Beweismaterial um eine Hausdurchsuchung zu veranlassen und 3 PC´s zu beschlagnahmen.
    Schlußfolgerung: Am besten den PC aus dem Fenster werfen oder nie mehr im Internet serven. Die Gefahr ist zu groß dass man in die Klauen der Justiz kommt.
    Wem ist es nicht schon einmal passiert, dass sich ein Popup geöffnet hat. Dies kann auch im Hintergrund passieren und man merkt es erst, wenn man die eigentlich aufgerufene Seite wieder schießt. Dann ist es aber schon zu spät.

  156. ich meint: (10.2.2008 um 13:29) AntwortenReply to this comment

    LOL!ich lad nur bei rapidshare runter und das war da!schon irgenwie unlogisch,vorallem das vorgehen der ermittler…solche spinner….jzz weiß ich wie ich unliebsame feinde in den knast bringen kann… einfach ein RS link mit namen …../moorhuhn_spaßiger_hack verschicken und ab ins kittchen. aber das schlimmste ist das ich soviel illegalen scheiß auf dem pc hab das ich den vermutlich niemehr wieder seh -.-

  157. ich meint: (10.2.2008 um 13:32) AntwortenReply to this comment

    aber en bissel doof muss man schon sein,ich würde die .mpeg datei einfach 3dsmax.wurst nennen und schon ist es nur n haufen datenmüll den mann muss ersmal rausfinden das das keine sicherung ist sondern nur der dateiname geändert wurde ^^

  158. Egon meint: (10.2.2008 um 17:08) AntwortenReply to this comment

    Hi!
    Was zur Zeit in diesen sogenannten "Freien Rechtsstaat" abgeht schreit zu "Himmel".
    Ich rate Jeden I-Net Nutzer dazu nur noch über das "Tor-Netzwerk" zu surfen, nach jeder I-Net Nutzung die Spuren auf den Rechner zu beseitigen und die Festplatte zu verschlüsseln.
    Der Staat traut seinen Bürgern nicht und Wir sollten den Staat auch nicht trauen. Vorratsdatenspeicherung, Onlinedurchsuchung und der Kinderpornoverdacht als Türknacker um großflächig an PC's der Bürger zu gelangen sind Beweis genug.
    Wer sich jetzt nicht schützt ist selber Schuld und braucht nach her nicht zu Jammern wen seine Exsistenz weg ist und er gesellschaftlich erledigt ist.
    Selbstschutz vor dem Staat ist angesagt und bei der nächsten Wahl mal die wählen, die gegen die oben genannten Maßnamen sind, denn die Macht geht immer vom Volke aus und nicht vom Staat. Die Gutgläubigen und Blauäugigen die immer sagen mir kann sowas nicht passieren ich suche nicht nach Kinderporn, genau die werden am Ende die Dummen sein!

  159. Mike meint: (12.2.2008 um 21:21) AntwortenReply to this comment

    Schon ma daran gedacht das es absichtlich "3DSMax_22.mpgt" hies denn nicht immer ist das drin was drauf(bzw dran) steht, denn wenn der titel zu offensichtlich wäre, würde es schnell gelöscht werden. andererseits habe ich auch schon einige links gesehen wo genau das drin war was da stand.
    kann man sich streiten…

  160. Scharnold Warzenegger meint: (21.3.2008 um 16:32) AntwortenReply to this comment

    Das ist der Grund, warum auch die Leute, die "nichts zu verbergen haben", besser ihre Festplatte verschlüsseln sollten. Ohne Beweise passiert nämlich nichts und nach einem halben Jahr bekommt man sogar den Rechner zurück.

    Ansonsten reicht schon ein nicht ganz legale Winzigkeit auf der Festplatte (z.B. "raubkopierte Bilder" aus nem Routenplaner) und das wird als Vorwand für die Nicht-Rückgabe des Rechners genutzt (auch wenn das Vefahren eingestellt wird).

  161. Alain meint: (25.8.2008 um 13:57) AntwortenReply to this comment

    HAllo,

    wie steht es eigentlich mit der Sache, das der Rechner weggenommen wird? Könnte man da nich schon einschreiten, und sagen, hier nehmt die Festplatten, da sind die Daten drauf die man Durchsuchen möchte…ansonsten msus man ja für das halbe Jahr wieder einen neuen Rechner kaufen, wo man hier nur eine Festplatte kaufen müsste…und mit einem neu gekauften Rechner kann man genau so gut "wieder Runterladen" wie man es mit nur der Festplatte machen kann….

    weiß dazu jemand mehr?

  162. Paul Honker meint: (7.9.2008 um 12:39) AntwortenReply to this comment

    PCs werden deshalb auch mit genommen, weil es sein könnte das du ein RAID eingerichtet hast. Und ohne PC bzw. dessen RAID-Controller wird es schwierig die Festplatten zu durchsuchen ;-)
    Und nebenbei, es würde bei der Hausdurchsuchung zusätzlich Arbeit machen extra noch die Festplatten ausbau'n bzw. wenn du die Festplatten ausbaust könnten sie dir ja – upps – runterfallen => Headcrash ^^

  163. Tobias Claren meint: (23.2.2011 um 10:47) AntwortenReply to this comment

    Was würde wohl etwas bewirken?
    Indem findige Hacker usw. Polizisten, Staatsanwälten, Richtern, Politikern (in diesem Zusammenhang negativ aufgefallene) usw. gezielt solche Straftaten angehängt würden.

    Was die Theoreien über Mitnahmen vpn Ferstplatten usw. angeht, wie weit kenne die sich mit Netzwerkspeichern aus?
    Nehmen die Tumb nur alles mit was am Computerplatz steht?
    Was ist mit der FritzBox am Telefonanschluss?
    Die 7390 hat 512MB internen Netzwerkspeicher (über FTP://fritz.box nutzbar). Natürlich kann da auch eine externe Festplatte dranklemmen. Das dürfte für die evtl. identifizierbar sein. Es gibt auch noch NAS, externe "Server" mit Festplatten. die könnten überall versteckt sein. Sogar in eine Wand verputzt (würde ich ohne großen Aufwand hinbekommen).
    Noch eine LAN-Dose in die Wand, und man schließt diesen Speicher über diese vermeintliche Netzwerkdose an.
    Evtl. etwas auffällig, wenn eine Fritzbox per LAN-Kabel mit einer Wanddose verbunden ist. Aber auch nicht undenkbar. Auffälliger eher eine Verbindung zwischen zwei Dosen. DIe könnte aber auch in der Wand stattfinden.

    Und ein über WLAN angebundes NAS könnte wirklich überall stehen, und keiner kann einem Kabel folgen. In einer anderen Wohnung, vollständig in eine Wand unter einer Tapete eingeschlossen (Strom ist in der Wand vorhanden) usw..
    Und kontrollieren die wirklich vor Abschaltung und Mitnahme alle Netzwerklaufwerke?

    Ich glaube diese Leute sind so "doof", dass ein wenig Einsatz in solche Maßnahmen funktioniert.
    Der Betrüger Postel schrieb auf einen kleinen Zettel an einen "Freund" dass er jetzt bei XYZ (noch so ein erfundener Name) in der Stadt ABC (weit weg) wohnt.
    Damit das nicht zu offensichtlich aussah, klebte er den nicht an die Türe, sondern steckte ihn leicht unter die Türe.
    Als die kamen um den zu holen, hörte er die Polizei vor der Türe, und auch dass sie aufgrund dieses Zettels wieder abziehen.

  164. Tobias Claren meint: (23.2.2011 um 10:57) AntwortenReply to this comment

    Für die ganz Paranoiden gibt es Proxydienstleister.
    Mir fällt gerade nicht der Name ein, aber da wird der gesammte Internetverkehr per VPN über irgendeinen Server in der SWelt geleitet. Evtl. für $150/Jahr.
    Da das nicht TOR ist, hat man evtl. je nach Qualität des Angebotes seinen vollen Up und Download. Evtl. ein etwas schlechterer Ping.
    Aber man ist ziemlich sicher.
    Man ist für die Zielseiten nie unter Deutscher IP unterwegs.

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