5.1.2008

Gestrauchelte Jugendliche brauchen schnelle Reaktion

Der Fall liegt ein bisschen zurück, berührt aber eins der wichtigen drei Probleme. In einer Silvesternacht beschließt eine Schar von Studenten zwischen 18 und 20 Jahren eine freiwillige Schlägerei. Eine der jungen Frauen setzt eine Gaspistole an den Mund eines der Kontrahenten und drückt ab. Was nun vor Gericht folgt, ist eine Wanderung auf schmalem Grat. Denn nach unserem Jugendgerichtsgesetz ist diese Täterin eine „Heranwachsende“, ein Zwitter.

In der ersten Instanz wird sie als Erwachsene wegen gefährlicher Körperverletzung zu einer Geldstrafe verurteilt. In der zweiten Instanz aber wird sie zur privilegierten Jugendlichen gemacht und nur mit einer Geldbuße belegt. Das Gericht meint, eine Erwachsene hätte solch eine Tat erst gar nicht begangen. Diese Begründung hält Jugend-Staatsanwältin Astrid Röttgen für absurd: „Das Jugendstrafrecht muss nur richtig statt falsch angewendet werden“.

Wann also ist ein junger Mensch überhaupt reif – und für welche Strafe? „Mit 14 sollte die Erziehung abgeschlossen sein“, sagt Röttgen. „Ich treffe auf 19-jährige Angeklagte, die sind wie Kinder“, bestätigt der Düsseldorfer Jugendrichter Burkhard Spicks. Deshalb hält der Praktiker auch nichts von „Erziehungscamps“: „Die Jugendlichen kommen da schlimmer raus als sie rein kommen“.

Spicks plädiert für die Unterbringung in geschlossenen Heimen, die vor 25 Jahren in Nordrhein-Westfalen abgeschafft wurden. Dort müsse den jungen Menschen beigebracht werden, wie sie ihr Leben bewältigen können. Dieser Ansicht ist auch die Jugendrichterin Andrea Sauter-Glücklich in Wuppertal: „Wir brauchen geschlossene Heime für Jugendliche, die sich Erziehungsmaßnahmen entziehen“.

Sie hat einen kriminellen Jugendlichen aus Duisburg vor Augen. Der kam nach Wuppertal in eine Pflegefamilie, flog dort raus, weil er der Pflegemutter das Konto abräumte. In einer eigenen Wohnung gerät der 17-jährige vollends auf die kriminelle Schiene. Er macht Drogengeschäfte und begeht Diebstähle, während er von Hartz 4 lebt. Sauter-Glücklich: „Es mangelt an intensiver Betreuung. Wie immer man es nennt, ob geschlossenes Heim oder Erziehungscamp: Das ist ein Fall für Zuckerbrot und Peitsche“.

Die Rede ist also nicht vom einfachen Wegschließen in den Knast. „Ein Tag Haft kostet den Steuerzahler rund 100 Euro“, gibt Jugendrichter Spicks zu bedenken, „die sind in der Sozialarbeit besser angelegt“. Die strengere Anwendung des Jugendrechts ist für die Praktiker demnach eine Teil-Lösung, die zweite besteht darin, gefährdeten Jugendlichen einen Halt zu geben – es gibt freilich noch, abgesehen von mehr Personal und damit mehr Geld, das dritte Problem namens Zeit.

Gestrauchelte junge Menschen brauchen eine schnelle Reaktion, meint Jugendrichter Burkhard Spicks: „Wir können, was sinnvoll ist, Jugendliche nicht schnell genug vor den Richter bringen“. Er kritisiert, das dauere bei einem, der einen Raub begangen hat, von wenigstens 6 Monaten bis zu einem Jahr. Noch schlimmer schildert seine Wuppertaler Kollegin Sauter-Glücklich die Situation nach einer Verurteilung: „Die Vollstreckung ist ein stumpfes Schwert geworden. Nach dem Urteil dauert es 6 Monate, bis die Haft angetreten wird.“

Dieser Rüge stimmt Jens Gnisa zu. Der Vorsitzende des Deutschen Richterbundes sieht aber die Jugend-Justiz in NRW auf dem richtigen Weg. Beim Projekt „Gelbe Karte“ in Remscheid, schildert Gnisa, treffe der Jugendliche auf einen Staatsanwalt, der ihm „sofort eine Kopfwäsche verpasst“, etwa mit 20 Sozialstunden. Dafür brauche der Staatsanwalt aber länger, als – wie bislang – ein Formular zu unterschreiben, mit dem das Verfahren gegen Auflagen eingestellt wird: „Dieses Projekt muss ausgeweitet werden“. Motto: Der Staat guckt nicht zu, dass Jugendliche kriminell werden.

Außerdem sind die (zivilen) Familiengerichte sensibilisiert. Sie greifen ein, wenn die Erziehungskompetenz der Eltern nicht ausreicht. Diese positiven Ansätze, mahnte Gnisa, dürfen nicht untergehen. Am Ruf des hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch nach „Erziehungscamps“ aber stört Gnisa „der falsche Zungenschlag“: „Solche Politiker rufen am Ende einer Entwicklung nach härteren Strafen, tatsächlich muss bei jungen Kriminellen viel früher angesetzt werden. Man soll nicht die Feuerwehr rufen, wenn das Haus brennt, sondern vorher Brandschutzmaßnahmen treffen. Wir in NRW sind jetzt dabei“. (pbd)

Info: Das Jugendgerichtsgesetz (JGG), vor 84 Jahren entworfen, stellt den Erziehungsgedanken vor die Strafe. Es gilt für 14- bis 18-Jährige (Jugendliche) und 18- bis 21-Jährige (Herwanwachsende). Je nach Art der Tat und Reifegrad der Angeklagten können Richter denen Auflagen erteilen, sie beispielsweise Müll sammeln oder in der Altenhilfe arbeiten lassen. Die Gerichtsverhandlungen sind meistens nicht-öffentlich. Die Höchststrafe für Jugendliche ist – selbst bei einem Mord – auf 10 Jahre begrenzt. Das JGG regelt die spezielle Unterbringung bei einem Jugendarrest oder einer Haftstrafe. Auch junge Soldaten der Bundeswehr werden bei Straftaten begünstigt nach dem JGG behandelt. (pbd)

39 Kommentare zu “Gestrauchelte Jugendliche brauchen schnelle Reaktion”

  1. qfi meint: (5.1.2008 um 08:05) AntwortenReply to this comment

    Tjo, der Reifegrad der unter 25-Jährigen.
    Ich meine auch gelesen zu haben, dass der Großteil der Erziehung bis 14 tatsächlich abgeschlossen ist (wenn da ein Soziologe mal was sagen könnte?). Aber, Haupt- und Realschüler bekommen bald Kontakt mit dem Berufsleben, Gymnasiasten hängen dagegen bis 19 auf dem Schulhof rum und machen immernoch den selben Trott wie seit der ersten Klasse (bloß mit mehr Alkohol).
    Wirklich "echtes Leben" (Verantwortung für eigene Wohnung, arbeiten, Behördenkrams) hab ich da nicht kennengelernt.

    Bringt die Gymnasiasten mehr in Kontakt mit der Außenwelt, dann gibt's weniger 19-Jährige Kinder.

  2. RisikoGruppe meint: (5.1.2008 um 10:07) AntwortenReply to this comment

    Was ist mit Menschen unter 14 Jahren?
    Können die gar nicht bestraft werden?
    Oder trifft es da stellvertretend die Eltern?

    Heutzutage sind 13 jährige ja locker auf einem Stand, den Jugendliche vor 20 Jahren vielleicht mit 16 Jahren erreicht hatten.

  3. @ #1 (qfi) meint: (5.1.2008 um 10:27) AntwortenReply to this comment

    Was ist denn das für eine Verallgemeinerung? Meines Wissens, (sorry erstmal ohne Quellen)sind es doch gerade Gymnasialschüler die da den wenigsten Ärger machen.

    "…. Aber, Haupt- und Realschüler bekommen bald Kontakt mit dem Berufsleben…" Ich könnt' kotzen, wenn nicht erst Silvester gewesen wäre, über so einem Satz. Definiere doch bitte in diesem Zusammenhang das Wort "bald": Nach der Schule, in 2 Jahren, nach 10 berufsbildendenten Maßnahmen, Nie?
    Ist es nicht eher so, dass ohne eine Perspektive, mit dem dauernten," Du kannst nichts" "unterschicht", "Kannaken" "du gehörst nicht hier her…" erst so ein Frust MIT geschaffen wird? Wenn ich mit 25 schon eine Absage für Stelle bekommen habe mit den Satz " leider überschreiben Sie das von uns gewünschten Alter …"( es ging nur um einen Befristeten Job im Helpdesk, und ich mehr als gefrustet war, um wieviel höher liegt dann die Wut und Angst wenn man dies schon sein ganzes Leben erlebt, spürt, gesagt bekommt. Im Übrigen, zum Thema ausweisen: die Gesetze dazu gibt es doch schon, was bitte soll dieses bescheuerte Wahlkampfgetrampel mit schneller ausweisen?
    Ob Knast oder Arrest zur Besserung führt , wage ich ehrlich gesagt zu bezweifeln, ich habe im Kinderheim schon mehr über Gewalt zum erreichen eigener Ziele oder Wutabbau gelernt, als ich im Zivilen Leben jemals hätte lernen können. Wie ist denn das dann, wenn man schon in einem entsprechenden Umfeld vorgeprägt ist und dann im Knast oder dem entsprechenden Einrichtungen sitzt?

  4. gerhardq meint: (5.1.2008 um 10:32) AntwortenReply to this comment

    Das ganze Gerede von "Erziehungslagern" und härterer Bestrafung ist nichts weiter als Augenwischerei. Es gibt eine Beweise, daß harte Strafen und das "Brechen von Menschen" wirklich erfolgreich sind.
    Wir brauchen ein gesellschaftliches Umfeld, daß Jugendliche sowohl ihre (notwendigen) Erfahrungen machen läßt, sie aber auch zu einem gesellschaftlich konformen Verhalten anleitet. Solange wir in unseren Medien Gewalt als Lösung propagieren – man sehe sich doch nur einmal die üblichen amerikanischen Filme an, die unsere Medienwelt bestimmen – werden wir wohl oder übel mit Jugendgewalt leben müssen.
    Woher sollen unsere Kinder und Jugendliche eigentlich ihre Vorbilder bekommen? Sie lernen z.B. von Herrn Koch, daß unverschämte Frechheit siegt (schwarze Kassen), in Sachsen, daß es in Ordnung ist, Ausländern zu diskrimieren, etc.. Es fehlt in dieser Gesellschaft einfach an anerkannten Vorbildern und Leitlinien.

  5. gerhardq meint: (5.1.2008 um 10:33) AntwortenReply to this comment

    ..Es gibt keine Beweise, …

  6. 11X/13 meint: (5.1.2008 um 11:05) AntwortenReply to this comment

    Ich frage mich, warum die nicht gleich 50 Jahre als Höchststrafe für Jugendliche fordern.

    Warum sie allerdings keine 100 Jahre Mindeststrafe für dummschwätzende Politiker und persönliche Haftung für die Folgen ihres Unsinns fordern, kann ich zumindset erahnen…

  7. taff meint: (5.1.2008 um 11:16) AntwortenReply to this comment

    Das Problem ist das die Politik immer mehr versucht reale Probleme mit Symbolpolitik zu lösen.

    Eltern töten Ihre Kinder. Die Lösung: Aufnahme des Kinderschutzes ins Grundgesetz. Das hilft zwar nix kostet aber auch nicht viel.

    Problem Jugendkriminalität.Lösung: Höhere Höchsstrafen. Was soll denn dass? Wenn die Höchststrafe bei Jugendlichen für Mord dann bei 15 statt bei 10 Jahren liegt inwiefern betrifft dass den jugendlichen Bahnhofsschläger? Der kriegt trotzdem 1 Jahr auf Bewährung.

    Problem Terrorismus. Lösung: Schaffung neuer Gesetze z.B. zur Vorratsdatenspeicherung. Die Kosten sollen nach Vorstellung der Politiker die Unternehmen selber tragen.

    Das alles bringt trägt zur Problemlösung nahezu gar nichts bei ist im Gegenteil oft sogar gefährlich, wie die immer weiter gehende EInschränkung von Grundrechten.

    Aber man kann im Interview auf Nachfrage von Journalisten und in Talkshows damit angeben was für tolle Gesetze man ja verabschiedet hat. Leider wird von Journalisten ja selten nachgefragt in wiefern die Gesetze eigentlich tatsächlich zur Problemlösung beitragen.

  8. martin meint: (5.1.2008 um 11:44) AntwortenReply to this comment

    Dieser Artikel greift zum ersten mal nach tagen den dümmsülz etwas wichtiges auf: ZEIT.

    Was genau vermittel ich einem Jugendlichen den damit, wenn er mit 15 seinem mitschüler das handy "abzieht" (klauen + verprgeln) und dann erstmal 6 monate nichts davon hört, dann 6 monate vergehen bis sich ein gerichtstermin findet und dann ggf. weitete 12 monate ins lnd gehen bis er seine sozialstunden machen muss. Sowas ist pädagogischer schwachsinn. Wenn ich früher die Hausaufgaben vergessen hatte gab es am selben tag ärger, nicht erst am ende des Schuljahres…..

  9. Hobbyjurist meint: (5.1.2008 um 11:47) AntwortenReply to this comment

    Wann kommen eigentlich die ersten Forderungen, gestrauchelte Jugendliche in Arbeitslager und in den Steinbruch zu schicken?

  10. 321 meint: (5.1.2008 um 11:57) AntwortenReply to this comment

    Das Schlimmste an Koch´s Wahlkampfgetöse ist, dass er sich selber in Widerspruch zu dem von seiner Landesregierung unter der absoluten Mehrheit seiner Fraktion entwickelte und ziemlich gute – im Verhältnis zu MV oder HH relativ milde – neue Gesetz stellt.

    Leicht peinlich.

    Im übrigen sprechen die Zahlen gerade nicht für die von BLÖD-Zeitung und ähnlichen propagierten Trends.

    In jeder Population zu jeder Zeit gab und gibt es einen gewissen Prozentsatz an Personen, die nicht in die Gemeinschaft integriert werden wollen oder können.

    Aber diejenigen, denen die Unterstützung und Hilfe fehlt und die deshalb auf Abwege geraten, die brauchen gerade Zeit, eine konsequente und verläßliche Betreuung – nicht nur über 3 oder 6 Monate.

    Denn natürlich fühlt sich ein Jugendlicher im Stich gelassen und betrogen, wenn ein Betreuer sich entsprechend der Auflage 6 Monate um ihn gekümmert hat, er gerade Vertrauen gefunden hat und dann erfährt: "Tschuldigung, bei mir brauchst Du Dich nicht mehr melden, die Maßnahme ist zu Ende und ich hab keine Stunden mehr für Dich."

    DAS ist ein von dem Jugendlichen dann nicht zu Unrecht als Verrat empfundenes Ergebnis. Die Konsequenz ist dann der Ansatz, ich bin doch eh allen egal.

    Ceterum censeo: Härtere und längere Haftstrafen kosten nur Geld und bringen nichts – siehe -mal wieder- USA!
    Wenn hier Haft auch privatisiert wird kann man schon jetzt ausrechnen welche Lobbyarbeit in Zukunft bei Rechtspolitikern geleistet werden wird.

  11. Periander meint: (5.1.2008 um 12:18) AntwortenReply to this comment

    wirklich eine schwierige Frage, ich kenne ein Mädel, dass war mit 14 schon reif wie ein "normaler" 18 jähriger, aber ich kenne auch leute die sind schon 25 und da fehlen mir die worte wie kindisch die sich benehmen.

    und nr. 1 ist ja mal super schlau…
    die meisten leute die ich vom gym. kenne haben neben dem
    schulstress noch gejobbt. ich hatte mit 17 schon meine eigene wohnung…

    ach und die lehrer der realschule, habe sich so sehr auf die reifen realschüler gefreut, dass sie gar nicht mehr zum unterricht erscheinen wollten.

    …und die studenten sind wahrscheinlich die schlimmsten, bis die erstmal anfangen "so richtig ins leben einzutauchen".

  12. SoWhy meint: (5.1.2008 um 12:25) AntwortenReply to this comment

    @2 (RisikoGruppe): Kinder unter 14 Jahren können strafrechtlich nicht belangt werden und ihre Eltern nicht, weil jeder nur für seine eigenen Taten belangt werden kann. In diesen Fällen gibt es dann zivile Wege damit umzugehen.

  13. Mr.Black meint: (5.1.2008 um 12:52) AntwortenReply to this comment

    @ qfi

    Ja genau, und sämtliche Haupt- und Realschüler ziehen mit 16 von ihrem Lehrlingsgehalt i.H.v. 300,- Euro von zu Hause aus in die eigene und leben nun komplett selbständig und erledigen ihren Behördenkram selber..na klar.
    Waren die Schläger von Berlin und München eigentlich Gymnasiasten? Ich denke nicht. Diese Art von (Gewalt)Kriminalität ist eher ein Unterschichtproblem.

  14. RisikoGruppe meint: (5.1.2008 um 12:56) AntwortenReply to this comment

    @12 SoWhy
    Danke für die Antwort.

    Kannst du noch einige Stichworte oder Links dazu posten?
    Welche zivilen Wege gibt es denn? Zivilrechtlich, Common Sense?

    Ich bin auch schon von Unter-14-Jährigen ernsthaft bedroht worden (mindestens in Gruppen ist das auch für Erwachsene wirksam), dass mich wirklich interessiert, welche Möglichkeiten es da gibt.

  15. 11X/13 meint: (5.1.2008 um 14:13) AntwortenReply to this comment
  16. Wolf Hagen meint: (5.1.2008 um 14:37) AntwortenReply to this comment

    Vor 84 Jahren, da trauten sich 10-jährige Kids auch noch nicht, einer Oma wegen 10 Reichsmark ein Messer zwischen die Rippen zu rammen. Heute ist das anders. Da diese Kids heute wissen, dass ihnen der Richter väterlich über die fettigen Haare streicht und in gütigem Ton verkündet, man wolle nochmal von einer drastischen Bestrafung absehen und es mit ein wenig gemeinnütziger Arbeit bewenden lassen, kennen die keine Skrupel die Sau raus zu lassen.

    Hier müssen andere, der heutigen Zeit und Entwicklung angepasste Sanktionen her. Sofortige Inhaftierung, beim ersten Vergehen schon. Überstellung in spezielle Camps ,mit hartem Drill von Morgens bis Abends. In den USA hat man damit positive Erfahrungen gemacht. In Hessen weiss man das nicht so genau, da führt man (noch)keine Statistik.

    Siehe auch hier:
    http://www.sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id=1034166

    Allerdings würde ich mir wünschen, dass die sogenannten "Respekttrainer" auch eine fundierte psychologische Ausbildung haben. Aber der Weg ist gut.

  17. Johannes meint: (5.1.2008 um 14:56) AntwortenReply to this comment

    OT:

    Meines Erachtens ist es nicht die Aufgabe des Staates durch Therapien die nachträgliche Erziehung eines Kindes/Jugendlichen zu erreichen bei dem die Eltern versagt haben. Da derzeit die Diskussion mit der Ausländerkriminalität in Mode gekommen ist, ist nur eine sofortige Abschiebung bei einer Strafe von mehr als 90 Tagessätzen ratsam. Unabhängig davon welche Zustände in dessen Heimatland herrschen und unabhängig vom Alter. Für diejenigen, die erst kürzlich (innerhalb der letzten 10 Jahre) die dt. Staatsbürgerschaft erhalten haben muss die Verfassung dahingehend geändert werden, dass diese Ihnen bei Antritt einer Haftstrafe unmittelbar wieder aberkannt wird. Nach Verbüßung der Haft erfolgt die automatische Abschiebung. Erfahrung in der Änderung der Verfassung sind ja zwischenzeitlich vorhanden. Für ausländische Familien bei denen mehr als ein Personenteil straffällig geworden ist, erfolgt die Abschiebung der ganzen Sippe. Für den kleinen Rest der Straftäter wird sich der Gefängnisaufenthalt dahingehend ändern, dass sie 23 Stunden am Tag in Ihrer Einzelzelle eingeschlossen sind. In dieser Zelle befindet sich ein Bett, ein Stuhl und ein Schreibtisch, sowie ausgewählte Literatur, z.b. die Bibel. Es gibt kein Licht und kein Strom, einzig sanitäre Einrichtungen sind vorhanden. Das heißt die Aktivitäten des Gefangenen sind auf die Tageszeit beschränkt. Drogenkontrollen sind die Regel, bei Verstoß droht ein Monat Dunkelhaft. Kontakt zu anderen Mitgefangenen ist nicht möglich. Die Stunde Auslauf pro Tag kann nur allein in einem Käfig (Durchmesser 10 m) wahrgenommen werden. Besonders schwerwiegende Straftaten, wie Mord, Totschlag oder Vergewaltigung Minderjähriger haben automatisch mit lebenslanger Haft geahndet zu werden. Diese wird aus Kostengründen nicht in Deutschland sondern in einem Gefängnis im Ausland, vorwiegend in Afrika oder Osteuropa, verbüßt. Ab der dritten Straftat wird jede weitere unmittelbar mit lebenslanger Haft geahndet.
    Ferner wird die Strafmündigkeit auf 12 herunter gesetzt. Werden jünger Kinder erwischt, so werden die Eltern zur Rechenschaft gezogen, die Taten ihnen angerechnet.

    Dies alles klingt ein wenig radikal, aber leider liegen unserem Strafrecht Thesen zugrunde die von Personen konzipiert wurden die vor zweihundert Jahren gelebt haben für die die Gebräuche anderer Kulturen unbekannt waren. Ich denke die Zeit ist reif dafür, mal etwas anderes zu versuchen als dieses ständige resozialisieren von Gewalttätern. So leben in Deutschland über 80 Millionen Menschen. Bei dieser hohen Anzahl kommt es nicht darauf an unter Maximierung der Kosten das Funktionieren eines jeden einzelnen zu gewährleisten. Ob ein Verbrecher sein leben lang im Gefängnis sitzt interessiert niemanden. Ob es allerdings aufgrund der teuren Resozialisierung nachmittags im Kindergarten kein frisches Obst mehr gibt dagegen schon. So mag es Theorien geben, die besagen, dass die Abschreckung nicht einzig und allein durch die Androhung eines hohen Strafmaßes erreicht werden kann. Dieser Theorie stimme ich, meines Erachtens ist jeder einzelne für sich selbst verantwortlich. Für mich scheint es daher kein kostengünstiges Rezept zu geben um den Gewalttäter noch vor der Straftat zum umdenken zu bewegen. Einzig und allein sollten diese dann aber so geahndet werden, dass sich die Bevölkerung auch verstanden weiß. Dadurch wäre ein viel höheres Sicherheitsgefühl erreicht, als durch die ganze Vorratsdatenspeicherung, Videoüberwachung und und und.

    Zum Abschluss sei gesagt, dass wir hier in Deutschland immer weniger von selbst abgebauten Rohstoffen leben, sondern in einem immer stärker zunehmendem Maße von der Kopfarbeit der eigenen Bevölkerung. Diesbezüglich sollte man alle Anstrengungen (nicht nur finanziell) unternehmen um alle Menschen, unabhängig von der Herkunft, die willens sind dieses Land weiterzubringen mit allen zu Verfügung stehenden Ressourcen zu Unterstützen. Menschen die diese Ordnung durch Gewalttaten versuchen zu untermauern dürfen nur diese Aufwendungen erfahren um sie von der Gesellschaft wegzusperren.

    Zum Topic:

    Ab 18 ist man volljährig: Auto, Alkohol, Wahlen, rechtsgeschäftliches Handeln.
    Nur beim Strafrecht nicht. Dies muss überholt werden!

  18. Reinhard meint: (5.1.2008 um 15:05) AntwortenReply to this comment

    Was soll dieses ganze Gemurkse um "Einsperren" oder gar "Fördern"? Alle gleich erschiessen, dann ist Ruhe im Karton!

  19. Schlens meint: (5.1.2008 um 15:33) AntwortenReply to this comment

    „Ich treffe auf 19-jährige Angeklagte, die sind wie Kinder“, bestätigt der Düsseldorfer Jugendrichter Burkhard Spicks. Deshalb hält der Praktiker auch nichts von „Erziehungscamps“: „Die Jugendlichen kommen da schlimmer raus als sie rein kommen“.

    Spicks plädiert für die Unterbringung in geschlossenen Heimen,[...]

    Bin ich der einzige, der hier einen Widerspruch sieht?

  20. s.penzler meint: (5.1.2008 um 16:01) AntwortenReply to this comment

    Meiner Meinung nach ist das alles ziemlich großer Unsinn. Ob das wirklich hilft? Ich bezweifel es sehr, dass das der richtige Weg ist…

  21. martin meint: (5.1.2008 um 16:31) AntwortenReply to this comment

    @16 Wolf:
    was hat man denn damit für positive erfahrungen gemacht? überhaupt keine. lies doch mal ein bißchen mehr zu dem thema. oder zeig quellen.

  22. qfi meint: (5.1.2008 um 17:15) AntwortenReply to this comment

    @3 & @13
    Ja, sorry, zuviel verallgemeinert bzw. zuwenig erläutert. Natürlich ziehen die Azubis nicht sofort zu Hause aus, aber die gehen halt ab und an dahin, wo gearbeitet wird. Wer da nur unregelmäßig erscheint fliegt da auch wieder raus (hoffe ich doch?), in der Schule *musste* ich nur zu 70% dasitzen und Vieren schreiben.

    Ich wollte doch nur auf den unterschiedlichen Bildungsweg hinweisen: Gymnasiasten mit 19/20 als manchmal zu weltfremd (kein Abschätzen der Folgen eigenes Handelns) und Azubis mit 16/17 evtl. ohne Perspektive.
    Beide können Dummheiten machen, bei den Gymnasiasten meinte ich, das sich das noch recht einfach verbessern ließe. Nicht? Womöglich seh' ich Probleme wo keine sind, oder es hängt vom Zufall ab wie schnell jemand reif wird.

    @11
    Das nebenher Arbeiten war unter meinen Freunden nicht verbreitet, meinen ganzen Jahrgang kann ich nicht so einschätzen. Die meisten *müssen* jedenfalls nicht.

  23. 321 meint: (5.1.2008 um 17:29) AntwortenReply to this comment

    @16 Wolf – in den USA hat man die angeblich positiven Erfahrungen gerade eben nicht gemacht. Die paar Untersuchungen die es gibt bestätigen eben nicht einen echten positiven Trend nach solchen Lagern.
    Aber es kam schon zu Todesfällen unter den Opfern solcher Maßnahmen.

    Natürlich gab es auch vor 84 Jahren schon 10jährige die sich genau solche Taten trauten, genauso wie ja auch heute die meisten Straftaten von 10jährigen begangen werden. In welchem Film bis Du denn gerade?

    Kinder und Jugendliche handeln – insbesondere wenn es um Gewalttaten geht – faktisch immer spontan und ohne Überlegung, das ist auch ein Kennzeichen jugendtypischer Taten.
    Sie überlegen eben gerade nicht und planen eben nicht ihre Taten – und daher sind diese ganzen Ergüsse zur Abschreckung weitestgehend Unsinn.

    @17Johannes – sollte das Sarkasmus sein?
    Seit wann müssen Menschen "funktionieren"?
    Sippenhaftung?

    Insbesondere unser Jugendstrafrecht ist noch nicht so alt das es von Theorien von vor 200 Jahren dominiert ist. Aber seit den ersten kriminalistischen Untersuchungen im 19 Jahrhundert ist es bekannt und nachgewiesen, dass hohe und drastische Strafen nur einen sehr geringen Abschreckungswert haben.

    Auch ist nachgewiesen, das Haftstrafen eine sehr erhebliche Rückfallquote provozieren, währene Resozialisierung solche Quoten eindeutig senkt. Ausnahmen stellen nicht die Regel dar!

    Im übrigen sind die Vorschläge zur Haft nur pervers – Isolationshaft ist Folter und verstößt gegen die Menschenrechte – praktisch der einzige Punkt bei dem die RAF tatsächlich recht hatte.

  24. Andreas Bergkirchen meint: (5.1.2008 um 18:15) AntwortenReply to this comment

    @19
    Der vermeintliche Widerspruch ist schnell aufgelöst.

    Im Klischee des "Erziehungscamps" herrscht der pure Drill.
    In geschlossenen Heimen sollen gefährdete Jugendliche durch geschulte Betreuer die Regeln des Miteinanders lernen (ohne abhauen zu können).

    Gerade gestern hat sich NRW-Familienminister Armin Laschet für geschlossene Heime eingesetzt – das erste soll in zwei Monaten fertig sein.

    Leider nennen das solche Medien wie die Rheinische Post noch immer irreführend "Erziehungscamp". Aber das ist eine andere Baustelle…

  25. latif meint: (5.1.2008 um 18:18) AntwortenReply to this comment

    Das einzige was als Abschreckung wirksam ist ist eine schnelle Verhaftung und eine schnelle Verurteilung von Straftätern. Ob die Strafe dann ein Jahr, zwei Jahre oder 10 Jahre beträgt ist da völlig nebensächlich. Niemand sagt sich: Oh für 5 Jahre Knast verklopf ich denn, bei 7 Jahren nicht. Nein: Jemand der Straftaten begeht geht davon aus in jedem Fall davon zu kommen. Da muss man schon reichlich bekloppt in der Birne sein um zu denken dass die jugendlichen Schläger vorher ihr Strafmaß durchkalkulieren bevor sie zuschlagen. Die Abwägung reicht maximal zu: werd ich erwischt oder nicht.

    Dafür brauchts aber Personal und das kostet Geld. Genauso braucht man Personal für Terrorabwehr. Z.B. gutes Sicherheitspersonal an Flughäfen. Stattdessen setzt man dort unmotivierte unterbezahlte Kräfte ein und schafft man Gesetze wie die Vorratsdatenspeicherung und ersäuft so die Strafverfolgungsbehörden in Datenmüll.

  26. Klaus meint: (5.1.2008 um 18:20) AntwortenReply to this comment

    Als ein Herr Kohl an die Regierung kam wurde die "soziale" Gesellschaft zur Ellenbogengesellschaft umgekrempelt. Verteilung von unten nach oben war angesagt. Jetzt stöhnen insbesondere C-Politiker dass die Jugend keine Werte mehr hat, dass die Jugend verroht. C-Politik hat es doch eingefädelt und muß nun mit den Früchten zurechtkommen. Der Schrei nach härteren Strafen für Ausländer ist Wahlkampf pur und auch noch Ausländerdiskreminierend, soll aber von den Verursachern ablenken.
    Politiker handeln immer des Machterhalts willen, aber nicht aber um Zukunft – soziale Zukunft – für die Gesellschaft zu gestalten.
    Kernforderung sollte sein, das Politiker insbesondere in Führungsebene – wesentlich jünger werden, damit sie noch am eigenen Leib erfahren welchen Sch… sie fabrizieren!

    Ich denke nur mal so an die Emanzipationsbewegung, Jungs sollen Gefühle zeigen, also gar keine Jungs mehr sein.
    Wird dies heute auch so von den Mädchen gesehen? Nein! Sie wollen andere Jungs als die von ihren Müttern erzogene und verbogene.

    Ja, wer hat die kriminell gewordenen verbogen?
    Fehlende Bildung?
    Fehlende väterliche Bezugsperson?
    Fehlende Vermittlung von sozialen Werten?
    Die Ellenbogengesellschaft?

  27. 11X/13 meint: (5.1.2008 um 21:26) AntwortenReply to this comment

    Wer sich einbildet, die im Video (-> 15) gezeigten Methoden würden die Jungs zur Einsicht bringen, ist ein Vollidiot, mit Verlaub.

    Bis in die 1950er und 60er gab es solche Kinder-KZs in Deutschland – meist in kirchlicher Regie. Die Folgen für die Eingesperrten waren furchtbar, sie tragen noch heute daran.

    Siehe: http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,400215,00.html

  28. angeekelt meint: (5.1.2008 um 21:44) AntwortenReply to this comment

    Preisfrage: Welches Bundesland war in D. denn Vorreiter bei Experimenten mit privatisiertem Strafvollzug?

    Jetzt kocht der Koch eben seine braune Suppe, gewinnt seine Wahl, und dann wird wieder jemand mit den gesellschaftlichen Misständen Geld verdienen, und ein Interesse daran haben, dass die Jugend- oder sonstige Kriminalität eben gerade NICHT abnimmt, wie in den USA die Gefängnisbauindustrie (oder auch die Armee).

    Tolle Politik, nee echt super, würde ich auch wählen, is klar.

  29. Michele meint: (5.1.2008 um 22:09) AntwortenReply to this comment

    Ja das JGG ist nicht mehr Zeitgemäss. Die Jugend hat sich im Gegensatz zu früher erheblich verändert. Als Beispiel nur mal, es gibt Deutsche Jugendliche die nicht mal richtig Deutsch schreiben oder lesen können. Da müsste man das Gesetz dementsprechend auch mal überarbeiten.

  30. Daniela meint: (5.1.2008 um 23:11) AntwortenReply to this comment

    Ich denke, das Problem sind die gefrusteten, oft arbeitslosen Eltern, die mit sich und dem Leben nicht zufrieden sind und ihren Kindern kaum Interesse entgegen bringen. Ich will jetzt nicht behaupten, alle arbeitslosen sind asozial, aber wenn man sich Formate wie "Die Supernanny" oder die diversen Talkshows am Mittag anschaut, bekommt man doch gut vor Augen geführt, wie unreif sich so manch Erwachsener aufführt.

    Die Lehrer in der Schule (egal, welche Schulform) haben heute auch eine ganz andere Position als noch vor 20 Jahren. Respektsperson? Von wegen! Ich habe vor einigen Jahren mal ein Praktikum in einer Grundschule in einem sozial schwachen Gebiet gemacht – das war wirklich erschreckend!

    Ich glaube, dass nicht härtere, sinnvollere oder schnellere Strafen das Problem lösen sondern prävention und ein besseres Zusammenspiel von Schulen, Jugendamt und natürlich den Eltern.

    Wenn ein Jugendlicher nämlich eine Straftat nur deshalb nicht begeht, weil er sonst übel bestraft werden würde, ist das kein großartiger Erfolg. Erfolg ist dann, wenn die Jugendlichen keine Straftaten mehr begehen, weil sie kapiert haben, dass sie was besseres aus Ihrem Leben machen können.

  31. 11X/13 meint: (5.1.2008 um 23:16) AntwortenReply to this comment

    > Erfolg ist dann, wenn die Jugendlichen keine Straftaten mehr
    > begehen, weil sie kapiert haben, dass sie was besseres aus Ihrem
    > Leben machen können.

    Und genau da steht dieses neoliberale Dreckspack den Jungen nicht nur im Weg, sondern verbauet nach Kräften bessere Perspektiven.

  32. g meint: (6.1.2008 um 01:45) AntwortenReply to this comment

    Was hat den der Schulabschluß und das Tragen von Verantwortung für das eigene Leben mit Körperverletzung zu tun?
    Sie können die Konsequenzen nicht absehen? Was passiert wohl, wenn man mit einer Gaspistole in den Mund eines Menschen schießt?

    Wer anderen schadet gehört aber sowas von bestraft.

  33. Hans meint: (6.1.2008 um 09:00) AntwortenReply to this comment

    Richtig ist sicher, daß der Staat auf Gewalttaten schnell und hart reagieren sollte. Auch richtig ist, daß sich der Staat inzwischen weitgehend aus dem öffentlichen Raum zurückgezogen hat und zu bestimmten Zeiten und an bestimmten Orten das Recht des Stärkeren gilt – wie z.B. nachts in der U-Bahn. Um das wirkungsvoll zu bekämpfen benötigt man unter anderem mehr Polizeipräsenz an solchen Orten. Andererseits ist Strafrecht immer nur Ultima Ratio. Eine Gesellschaft, die an vielen Stellen aus den Fugen gerät, und zulässt, daß Jugendliche – gleich welcher Nationalität – ohne Schul-, Berufsausbildung und jegliche Zukunftschancen aufwachsen, kann nicht durch die Strafjustiz geheilt werden. Das ganze Geschreie im Moment ist populistischer Quatsch. Das Jugendstrafrecht benötigt keine Änderung. Aber na ja, die Talkshowthemen des Jahres 2008 kann man sich denken.

  34. h.c. meint: (6.1.2008 um 09:44) AntwortenReply to this comment

    Ich werde dazu eventuell einen Artikel veröffentlichen. ;)

  35. Arne meint: (6.1.2008 um 14:29) AntwortenReply to this comment

    Das Problem ist das Fehlen des korrekten Feedback. Der Jugendliche muss fuer gute Handlungen positives und fuer schlechte Handlungen negatives Feedback bekommen. Wenn er fuer die gute Handlung (Versuch ehrlicher Arbeit) das negative Feedback bekommt (keine Arbeit da, sieh zu wo du bleibst) und fuer die schlechte Handlung (Oma ueberfallen) positives Feedback (Geld in der Tasche, Anerkennung bei Freunden) dann wird da ein entsprechendes Ergebnis herauskommen. Da hilft auch keine Strafe, weil der Jugendliche davon ausgeht, im Regelfall nicht erwischt zu werden. Das Problem ist also in den gesellschaftlichen Verhaeltnissen zu reparieren und nicht in der Justiz.

  36. flipflop meint: (6.1.2008 um 14:59) AntwortenReply to this comment

    Was dauert da eigentlich so lange? Es ist ein weiteres Mysterium der Justiz, daß zwischen Tat und Bestrafung Monate und Jahre liegen können.

    Würdet Ihr Eurem Kind, daß Euch mit "Arschloch" angeredet hat, zwei Wochen später eine Strafe aufbrummen?

  37. R.A. meint: (7.1.2008 um 11:01) AntwortenReply to this comment

    Was ist denn das für ein merkwürdiger Aufhänger für diese Diskussion?
    Was immer mit "beschließen eine freiwillige Schlägerei" gemeint sein mag – daß man einem Menschen keine Gaspistole an den Kopf setzen und abdrücken darf, das muß eigentlich schon mit 14 völlig klar sein.
    Wenn hier eine Volljährige für so einen gefährlichen Unsinn noch mildernde Altersrücksicht bekommt, ist das absurd.

  38. mmm meint: (9.1.2009 um 17:50) AntwortenReply to this comment

    Kommen 17-jährige immer nach der gerichtsverhandlung raus aus dem knast?

Kommentar schreiben

Zulässige HTML-Tags:
Fett: <b> - Kursiv: <i> - Zitat: <blockquote>

Powered by WordPress - Impressum