14.1.2008

Ohne ist mit

Künftig dürfen tierische Produkte wie Fleisch, Milch und Eier auch dann einen “Ohne Gentechnik”-Aufkleber bekommen, wenn im Tierfutter gentechnisch hergestellte Zusätze wie etwa Enzyme, Vitamine oder Aminosäuren vorhanden sind.

Ohne ist mit. Krieg ist Frieden. Freiheit ist Sklaverei. Unwissenheit ist Stärke. So wahnsinnig viel fehlt nicht mehr.

43 Kommentare zu “Ohne ist mit”

  1. Neuling meint: (14.1.2008 um 20:13) AntwortenReply to this comment

    Man will nur vermeiden, dass man alle Tierprodukte so kennezeichnen muss.

    Von Biobauern vielleicht mal abgesehen, ist gentechnisch verändertes Futter heute in der Viehzucht eher die Regel als Ausnahme.

  2. corax meint: (14.1.2008 um 20:24) AntwortenReply to this comment

    Ja, und über Klonfleisch weiß man noch nicht viel aber es ist unbedenklich genießbar:

    http://www.heise.de/newsticker/meldung/101694

  3. A. John meint: (14.1.2008 um 20:31) AntwortenReply to this comment

    Ob Banken und Versicherungen im Finanz-, Autokonzerne im Verkehrs-, Pharmaindustrie im Gesundheits-, Energiekonzerne im Wirtschafts-, Musikindustrie im Justiz-, oder eben Chemiekonzerne im Verbraucherschutzministerium:
    Für alle gilt einzig und allein: Wer zahlt schafft an und wes Brot ich ess, des Lied ich sing.

  4. Zapp meint: (14.1.2008 um 20:32) AntwortenReply to this comment

    Alles eine Frage der Definition.

    Das Fleisch einer Kuh, die Medikamente oder Vitamine bekommen hat, die mit Hilfe von gentechnisch veränderten Bakterien gewonnen wurden (das ist übrigens auch bei Medikamenten für Menschen keine Besonderheit mehr), ist selbst tatsächlich nicht gentechnisch verändert und nicht von dem Fleisch anders behandelter Kühe zu unterscheiden.

    Spannender fände ich es ja, wenn auf Medikamenten und Nahrungsergänzungsmitteln (Vitamin C anyone?) draufstehen müsste, ob "weisse" Gentechnik an ihrer Herstellung beteiligt war.

  5. Benno meint: (14.1.2008 um 20:37) AntwortenReply to this comment

    Egal, ob es nun die Regel oder die Ausnahme ist. Meiner Ansicht nach ist das Verarsche von den Käufern, die darauf achten, was sie essen und Benachteiligung der echten Bio- und genfreien Bauern (Auch wenn sie die Ausnahme sind), deren Produkte nun nicht mehr hervorstechen.

  6. Danio rerio meint: (14.1.2008 um 20:38) AntwortenReply to this comment

    Wenn es sich nur um "Zusätze" handelt, dann sind das aus z.B. einer Bakterienkultur isolierte Substanzen. Glycin ist Glycin, woher man es hat, spielt keine Rolle. Die Pharmaindustrie macht das, z.B. mit Insulin, schon lange. Die Frage ist allerdings, wie gründlich die Aufreinigung der Substanz erfolgt. Pharma-Standards werden da wohl eher nicht eingehalten.
    Trotzdem ist es was völlig anderes, z.B. genmanipulierten Mais im Ganzen zu verfüttern.

  7. Micha meint: (14.1.2008 um 20:50) AntwortenReply to this comment

    @Benno: Das Problem ist, dass auch Bio keine Garantie mehr für "genfrei" ist. Im ökologischen Anbau gilt seit 2007 eine Verordnung, dass 0,9% GVO enthalten sein dürfen. Nicht, dass die Biobauern das gewollt hätten, ganz im Gegenteil! Es ging der Politik darum die möglichen Haftungsansprüche gegenüber dem GVO anbauenden Landwirten zu minimieren wenn Bioprodukte mit GVO kontaminiert werden.

    Was mir im Moment ein wenig sauer aufstösst ist die Tatsache, dass sich Umweltverbände (z.B. NaBu und Greenpeace) positiv dazu geäussert haben. Dafür, dass der Gesetzesvorschlag noch nicht vorliegt ist das reichlich unangebrachte Euphorie.

  8. Sinnfrei meint: (14.1.2008 um 21:09) AntwortenReply to this comment

    Na wenigstens kommt der Aufschwung bei den Menschen an …

    Wie oft musste man noch gleich eine Lüge wiederholen, bis sie wahr wird?

  9. Dominik meint: (14.1.2008 um 22:03) AntwortenReply to this comment

    dummes geschwätz ist dummes geschwätz.

    manche tun ja so als ob gentechnisch hergestellte zusätze im tierfutter und geklontes schwein dasselbe wären…

  10. Percy meint: (14.1.2008 um 22:16) AntwortenReply to this comment

    Wenn ich hier "genfrei" lese, dann kann ich nur den Kopf schütteln. "Genfreie" pflanzliche und tierische Nahrungsmittel gibt es nicht, die Zellen von "Bio-" wie von gentechnisch veränderten Lebensmitteln enthalten Gene. Deswegen fängt aber kein Konsument von Rindfleisch an zu muhen, und wer Tomaten ißt, kriegt keine rote Haut. Die DNA wird im Magen-Darm-Trakt nämlich in ihre Einzelteile aufgespalten und verdaut, die Information geht verloren. Gleiches gilt für die zitierten "Enzyme, Vitamine und Aminosäuren".

    Schade, daß es hier in vielen Themenbereichen immer populistischer wird.

  11. marylein meint: (14.1.2008 um 22:43) AntwortenReply to this comment

    Diese Zusätze (Vitamine, Medikamente, etc.) dürfen aber doch nur verwendet werden, wenn es keine Alternative gibt. Und das dürfte gerade bei Medikamenten der Fall sein.

    Ich hoffe, dass diejenigen, die sich echauffieren auch schon vorher darauf geachtet haben, woher die Lebensmittel kommen, bzw. auf die Inhalte gelesen haben.

  12. Jan meint: (14.1.2008 um 22:59) AntwortenReply to this comment

    @10 (Percy)

    Lustig sind auch Leute, die was gegen "Chemie" haben.

    Im Englischen werden "Bio"-Lebensmittel ja offenbar als "organic" bezeichnet. Da fragt man sich doch, woraus denn Lebensmittel bestehen, die nicht organisch sind. Salz?

  13. Tim meint: (15.1.2008 um 00:02) AntwortenReply to this comment

    Doppelplusungut

  14. martin meint: (15.1.2008 um 00:19) AntwortenReply to this comment

    man mag ja über die abgelaufene rot-grüne regierung sagen was man will,
    aber die künast war wenigstens wirklich eine verbraucherschutz-ministerin.

    unter dem völlig deplatzierten seehofer wurde nicht nur das ministerium umbenannt (und die schwerpunktsetzung umgekrempelt), sondern eigentlich auch kaltgestellt. da ist ja diese verordnung jetzt nur die letzte in einer ganzen reihe.

    naja, wer in unserem land ist schon verbraucher? kaum jemand oder. und wer von diesen möchte denn überhaupt geschützt werden? ach herrje, wo kommen wir denn da hin. wie wir wissen, wird das essen doch per se immer besser, je billiger es wird. die unternehmen achten schon von sich aus völlig ausreichend auf unser wohl. keine sorge leute.

  15. Hootch meint: (15.1.2008 um 00:38) AntwortenReply to this comment

    @10, Percy & 12, Jan:
    Ich liebe auch den Aufkleber "Atom? Nein danke!" Ja, den gibt es. Wirklich. Hab' ihn schon gesehen.

    @ Topic:
    Bei Medikamenten ist es schwierig. Konsequenterweise müsste man jedem Vieh, welches mit Medikamenten, die mit Hilfe gentechnisch veränderter Organismen hergestellt wurden, behandelt wurde, dies auch bescheinigen.
    Auf der anderen Seite: Wir fressen das Zeug tonnenweise. Freiwillig. Oder durch Krankheit genötigt. Ohne, dass es dransteht.
    Ich vermag mir da spontan kein Urteil zu erlauben. Zumal diese potentiell mit gentechnisch veränderten Organismen hergestelltem Medikamente auch noch vom den Tieren vor dem Verzehr verstoffwechselt werden. Ein fader Beigeschmack beibt trotzdem, wenn "ohne Gentechnik" drannsteht.
    Ich bin unentschlossen… :-(

    @Udo:
    Deine Assoziation mit Neusprech kann ich trotzdem teilen. Als ich heute das Mittagsecho hörte, schwirrten mir die gleichen Gedanken im Kopf herum.

    Grüße!

  16. achtundsiebzig meint: (15.1.2008 um 00:40) AntwortenReply to this comment

    @10 (Percy)

    Ich finde es ja wesentlich populistischer die bloße sprachliche Verkürzung von "Ohne Gentechnik" zu genfrei anzuprangern. Das Grundproblem ist nicht, das ich irgendwelche Informationen in meine DNA hineinverdaue, sondern daß "Ohne Gentechnik" einfach eine dreiste Lüge ist auf einer Verpackung von einem Produkt, bei dessen Herstellung Gentechnik im großen Stil verwendet wird.
    Würdest du ein Label "Ohne Kinderarbeit" auf einem Pullover gutheißen, der von Erwachsenen genäht wurde, aber die Baumwolle von Kindern geerntet?

    @09 (Dominik)
    manche tun ja so als ob gentechnisch hergestellte zusätze im tierfutter und geklontes schwein dasselbe wären…

    Das ist ganz davon abhängig, aus welcher Motivation heraus sich ein Verbraucher entschlossen hat, bewusst Produkte zu kaufen, die "Ohne Gentechnik" hergestellt wurden. Wenn jemand Zweifel gegenüber genetisch Veränderungen hat ist es doch sein gutes Recht, Firmen die diese anwenden nicht auch noch finanziell zu unterstützen. Das in diesem Fall "Ohne Gentechnik" eine dreiste Lüge ist, meine ich erwähnt zu haben.

  17. Hootch meint: (15.1.2008 um 00:43) AntwortenReply to this comment

    Ich Dummerchen!
    Das Mittagsecho hörte ich doch gestern! ;-)

    Grüße!

  18. Dominik meint: (15.1.2008 um 02:09) AntwortenReply to this comment

    @16/achtundsiebzig

    der verbraucher, der sein gewissen mit solchen aufklebern beruhigt ist eh nicht mehr zu retten. entweder man kennt den bauern noch persönlich oder man sollte sich mal erkundigen wie lebensmittel heutzutage produziert und verarbeitet werden. besonders lebende…

  19. Gunter meint: (15.1.2008 um 08:52) AntwortenReply to this comment

    Nur mal eine Frage an die Gegner von GVOs: warum soll diese relative schonende Art der Zuechtung so viel schlechter sein als z.B. die Bestrahlung von Saatgut mit Radioaktivitaet, bei der ganz ungeplant Mutationen eingefuehrt werden? Die Gentechnik erlaubt zumindest, dass das Erbgut gezielt veraendert wird.

  20. Matthias meint: (15.1.2008 um 09:30) AntwortenReply to this comment

    Wie wahr…

  21. mr.black meint: (15.1.2008 um 10:08) AntwortenReply to this comment

    Wenn es so wahnsinnig normal und unglaublich ungefährlich ist gentechnisch veränderte Stoffe bei der Nahrungsmittelproduktion zu benutzen, warum ist es der Industrie dann so wichtig den Aufkleber "ohne Gentechnik" zu verwenden?

  22. mr.black meint: (15.1.2008 um 10:10) AntwortenReply to this comment

    Das ganze könnte ja auch bei vegetarischen Lebensmitteln zum Einsatz kommen… z.B. bei 10 % Fleischanteil könnte doch der Aufdruck "rein vegan" künftig zulässig werden..

  23. Gunter meint: (15.1.2008 um 10:24) AntwortenReply to this comment

    @21: Aus dem einfachen Grund, weil es der Verbraucher so will – und er will es so, weil er vor der Gentechnik Angst hat, denn das ist ein Zeichen von "Aufgeklaertheit" (ebenso wie die Angst vor "Atom", Mobiltelephonen, Mikrowellen, Impfen …).

    Sicher, es gibt Auswuechse, und ich halte auch nicht alles fuer richtig, was an GVOs in Umlauf gebracht wird, gerade im Bereich des Saatguts – andererseits ist jedoch die Gentechnik eine Zuchtmethode, bei der sehr gezielt Eigenschaften veraendert werden, waehrend dies bei vielen anderen Zuchtmethoden nicht der Fall ist.

    Die Gentechnik liefert in jedem Fall eine Methode, die es ermoeglicht, den Einsatz von Agrochemikalien zu verringern und den Ertrag zu erhoehen. Das ist etwas, das die Gegner der Gentechnik leider immer ignorieren.

  24. Kaputnik meint: (15.1.2008 um 10:53) AntwortenReply to this comment

    @10, @12 "gen" "chemie"

    Ihr seid so schlau. Danke für die Erklärungen. Wurde schon vor zwanzig Jahren drüber gestichelt …. boooring.

  25. mr.black meint: (15.1.2008 um 10:53) AntwortenReply to this comment

    @Gunter

    Aha, und die Angst des Verbrauchers beseitigt man, indem man ihn absichtlich belügt? Warum schreibt man nicht drauf wie es wirklich hergestellt wird?

    Nur weil die Ängste der Verbraucher angeblich irrational sind wird ihm die Entscheidung für oder gegen Gentechnik einfach abgenommen?

    Was ist mit der Entscheidungsfreiheit der Konsumenten für oder gegen bestimmte Produkte innerhalb einer angeblich freien Marktwirtschaft? Ein konsument muss auch die Möglichkeit haben seine Kaufentscheidungen unter möglicherweise irrationalen Gesichtspunkten zu treffen.

    Es gibt auch Verbraucher, die keine Gentechnisch veränderten lebensmittel kaufen, weil sie Gentechnik ablehnen und nicht, weil sie denken die "Gentomate" würde sie demnächst umbringen.

  26. Kaputnik meint: (15.1.2008 um 10:58) AntwortenReply to this comment

    @ gunter
    "Nur mal eine Frage an die Gegner von GVOs: warum soll diese relative schonende Art der Zuechtung so viel schlechter sein als z.B. die Bestrahlung von Saatgut mit Radioaktivitaet, bei der ganz ungeplant Mutationen eingefuehrt werden? Die Gentechnik erlaubt zumindest, dass das Erbgut gezielt veraendert wird."

    Hat das jemand behauptet? Ist mir gar nicht aufgefallen. Und wenn man gegen Atomkraft ist, muss man im Gegenzug für Kohlekraft sein?

    Bleibt doch bitte mal sachlich und dir, lieber Gunter, empfehle ich, deine Wissenschaftsgläubigkeit mal zu hinterfragen und besser logisch zu argumentieren. Denn das machst du belegbar, auch in #23 letzter Absatz, nicht.

  27. mr.black meint: (15.1.2008 um 11:04) AntwortenReply to this comment

    "Die Gentechnik liefert in jedem Fall eine Methode, die es ermoeglicht, den Einsatz von Agrochemikalien zu verringern und den Ertrag zu erhoehen. Das ist etwas, das die Gegner der Gentechnik leider immer ignorieren."

    Atomwaffen liefern in jedem Fall eine Methode, die es ermöglicht, den Einsatz konventioneller Truppen, Munition und Sprengkörper zu verringern um die Feindverluste zu erhöhen. Das ist etwas, das die Gegner der Atomwaffen leider immer ignorieren.

    PS: Nein, ich vergleiche Gentechnik nicht mit Atomwaffen, ich weise nur auf unlogische Argumentationsketten hin.

  28. Sebl meint: (15.1.2008 um 11:04) AntwortenReply to this comment

    Die meisten Biobauern die sich aufregen, sollten mal darüber nachdenken woher ihr supergutes Saatgut, welches auch härteste Winter überdauert, kommt. Das wurde nicht aus jahrtausendlanger Kreuzung so gut und man hat auch nicht immer die besten Pflanzen und deren Körner wieder mit der Hand aufgesammelt … . Nachdem man gemerkt hat wie gut Röntgenstrahlen doch genetische Veränderungen hervorrufen, hat man in den 30er/40ern einfach riesige Bottiche mit Saatgut bestrahlt und nachher die mit den besten Eigenschaften aussortiert und weitergezüchtet. Da ist mir gen!technisch! verändertes Getreide doch um einige lieber …

  29. Gunter meint: (15.1.2008 um 11:06) AntwortenReply to this comment

    @25

    >Aha, und die Angst des Verbrauchers beseitigt man, indem man ihn absichtlich belügt?
    >Warum schreibt man nicht drauf wie es wirklich hergestellt wird?

    Sicherlich beseitigt man die Aengste nicht dadurch. Es wurde hier jedoch gefragt, weshalb Unternehmen GVOs nicht deklarieren wollen, und das ist zumindest ein Grund.

    >Was ist mit der Entscheidungsfreiheit der Konsumenten für oder gegen bestimmte
    >Produkte innerhalb einer angeblich freien Marktwirtschaft? Ein konsument muss auch die
    >Möglichkeit haben seine Kaufentscheidungen unter möglicherweise irrationalen
    >Gesichtspunkten zu treffen.

    Natuerlich soll er das tun – und man sollte entsprechende Regelungen dazu finden. In dem hier vorgestellten Fall wird der Verbraucher jedoch nicht belogen. Enzyme werden in den meisten Faellen gentechnisch produziert (und bei Waschmittel scheinen da die wenigsten Menschen Probleme zu haben, obwohl gerade hier Enzyme zu Problemen fuehren koennen), Aminosaeuren und Vitamine inzwischen auch. Wer Tierprodukte kaufen moechte, die frei von jeglichen Zusatzstoffen sind, der muss eben zu einem Bauern gehen, dem er vertraut – das war aber frueher auch schon so.

    >Es gibt auch Verbraucher, die keine Gentechnisch veränderten lebensmittel kaufen, weil
    >sie Gentechnik ablehnen und nicht, weil sie denken die “Gentomate” würde sie demnächst
    >umbringen.

    Dann nehmen diese Verbraucher sicher auch keine Arzneimittel, oder?

  30. Gunter meint: (15.1.2008 um 11:09) AntwortenReply to this comment

    @26
    >Hat das jemand behauptet? Ist mir gar nicht aufgefallen. Und wenn man gegen Atomkraft ist,
    >muss man im Gegenzug für Kohlekraft sein?

    Natuerlich nicht. Aber wenn man gegen Atomkraft ist, muss man zumindest eine Alternative dazu aufzeigen. Und bei der Gentechnik (zumindest der gruenen) ist diese Art der Zuechtung die gaengige Alternative. "… bei uns kommt der Strom aus der Steckdose" klingt zwar gut, ist aber eben nicht moeglich.

    >Bleibt doch bitte mal sachlich und dir, lieber Gunter, empfehle ich, deine
    >Wissenschaftsgläubigkeit mal zu hinterfragen und besser logisch zu argumentieren. Denn
    >das machst du belegbar, auch in #23 letzter Absatz, nicht.

    So, weshalb nicht? Gentechnisch veraenderte Pflanzen koennen hoehere Ertraege liefern und resistent gegen Schaedlinge sein. Damit erhoehen sie den Ertrag und verringern den Einsatz von Agrochemikalien.

  31. Gunter meint: (15.1.2008 um 11:10) AntwortenReply to this comment

    @27
    >Atomwaffen liefern in jedem Fall eine Methode, die es ermöglicht, den Einsatz
    >konventioneller Truppen, Munition und Sprengkörper zu verringern um die Feindverluste zu
    >erhöhen. Das ist etwas, das die Gegner der Atomwaffen leider immer ignorieren.
    >
    >PS: Nein, ich vergleiche Gentechnik nicht mit Atomwaffen, ich weise nur auf unlogische
    >Argumentationsketten hin.

    Was ist daran unlogisch? Das ist genau das Ziel von Atomwaffen, oder sind sie nur dazu da, Leute von der Strasse zu holen?

  32. mr.black meint: (15.1.2008 um 11:23) AntwortenReply to this comment

    @ gunter

    Wir sind ein Volk von ca. 80 Millionen, da kann leider nicht jeder mit dem Fahrrad mal eben zum "Bauern seines Vertrauens" radeln.

    Es geht hier nicht darum ob Gentechnik der Teufel ist und man sie daher immer und in jedem Produkt meiden soll, sondern darum, ob man den Verbraucher bewusst belügt und Produkte falsch kennzeichnet um sie besser zu verkaufen.

    Natürlich dienen Atomwaffen diesem Zweck, folgt man der von ihnen behaupteten Logik sind sie daher also "besser" als konventionelle Waffen und sollten also unbedingt vorrangig zum Einsatz kommen. Der General, der das nicht tut ist (vergleichbar mit dem Gentechnikangsthase) nur jemand der sich aus irrationalem konservativismus dem Effektiveren Mittel verschliesst.

  33. Kaputnik meint: (15.1.2008 um 11:23) AntwortenReply to this comment

    @30 Gunter
    Unlogisch ist es deshalb, weil aus A=schlecht nicht folgt, das B=gut ist. Du aber dieses unterstellst, bzw. den Befürwortern von C unterstellst, sie müssten zwingend für B sein.

  34. R.A. meint: (15.1.2008 um 12:32) AntwortenReply to this comment

    Meine Güte, was soll denn diese Wortklauberei?

    Eine 100%-Gentechnik-Freiheit ist letztlich unmöglich. In einem Herstellungs- und Verarbeitungsprozeß mit so vielen Komponenten und Arbeitsschritten läßt sich nie ausschließen, daß irgendwo ein Molekül aus einer gentechnisch veränderten Substanz reinkommt.
    Und sei es, daß der Bauer nach Einnahme eines Medikaments aus Gentechnik-Forschung aufs Feld niest.

    "Gentechnik-frei" kann also immer nur die Definition eines vernünftigen Grenzwerts bedeuten.
    Genau wie "Alkohol-frei" nur bedeuten kann, daß im Getränk nur so wenig Alkohol-Spuren sind, daß man nichts davon merkt.

  35. Mark meint: (15.1.2008 um 12:52) AntwortenReply to this comment

    Ich hab auch nicht unbedingt was gegen Gentechnik. Problematisch ist eher das man die Lebensmittel die man sich da clont eben teilweise nicht ausreichend testet.

    In Schokolade ist übrigens schon seit Jahren "Gen-Soja" drin.

  36. Kaputnik meint: (15.1.2008 um 12:53) AntwortenReply to this comment

    @34 R.A.
    "100%-Gentechnik-Freiheit ist letztlich unmöglich"

    Das ist eine unsinnige Aussage. Außer auf der Argumentationsebene, man könne nicht gegen "Gene" oder "Chemie" sein. Sowas ist allerdings tatsächlich "Wortklauberei". Wenn man unlogische Argumentation bekrittelt, hat das mit Wortklauberei gerade mal gar nichts zu tun.

    Ich akzeptiere einen gewissen Pragmatismus für einn persönlich, man kann ja schließlich nicht alles ausfechten. Man sollte sich aber schon bewusst sein, dass man es sich nur einfach macht und dann einfach mal …. wie heißt es so schön: "einfach mal die Klappe halten".

    Ich empfehle die Lektüre Ulrich Beck: Risikogesellschaft.

  37. Kaputnik meint: (15.1.2008 um 13:03) AntwortenReply to this comment

    Den Satz möchte ich auch noch loswerden,
    “100%-Gentechnik-Freiheit ist letztlich unmöglich” ist dann natürlich nicht unsinnig, wenn man Kritik an möglichen Fehlentwicklungen als solches schon für Schwärmerei hält. Es ist eben noch nicht alles zu spät.

    Ganz gewiss ist aber gerade deine Aussage wortklauberisch. Und das Beispiel mit dem Alkohol … naja … wenn du findest, dass das passt.

  38. mr.black meint: (15.1.2008 um 13:20) AntwortenReply to this comment

    Es ist sehr zynisch darauf zu verweisen, dass eine Gentechnik Freiheit nicht mehr möglich ist und DAS dann als Begründung anzubringen Produkte dennoch als "Frei von Gentechnik" zu deklarieren.

    Wer Gentechnik so toll und unverzichtbar findet, der sollte doch dann auch bereit sein immer und überall "Garantiert MIT Gentechnik" zu deklarieren um seine angeblichen Segnungen deutlich zu machen.

  39. alsodoch meint: (15.1.2008 um 14:16) AntwortenReply to this comment

    Probleme gibt es auch mit NK603. Er geriet im Juni 2007 in die Kritik, als die Umweltschutzorganisation "Greenpeace" einen Bericht vorlegte, nach dem der Verzehr der Genpflanzen bei Ratten Nieren, Gehirn, Herz und Leber schädige. NK603 wird in Werne im Rahmen eines agro-ökonomischen Versuchs angebaut. Damit sollen Ertrag und Wirtschaftlichkeit der Versuchspflanze überprüft werden.

  40. oderwie meint: (15.1.2008 um 14:20) AntwortenReply to this comment

    Und Allergien werden auch durch Nahrungszusatzstoffe ausgelöst. Denn die regen das Immunsystem an und es sucht sich einen Gegner.
    In Deutschland wird ja gesagt/geschrieben, dass die Allergien deshalb zustande kommen, weil die deutschen Kinder zu steril aufwachsen.
    Diese Aussage glaube ich nun überhaupt nicht. Die Latinos, mit denen ich zu tun habe und deren Wohnverhältnisse ich in deren Heimatländer kenne, sind keinesfalls steril aufgewachsen. Solange sie in ihren Heimatländern wohnten, hatten sie (und ihre Familien) keine Allergien. Aber bei vielen von ihnen, die zehn Jahre und mehr hier sind, gibt es nun Allergien (Heuschnupfen, Lebensmittelallergien).

  41. Sebl meint: (15.1.2008 um 15:43) AntwortenReply to this comment

    @ alsodoch

    Das Versuchsfeld wird doch alle paar Monate zerstört … was sollen die da testen können?!

  42. Markus meint: (15.1.2008 um 19:46) AntwortenReply to this comment

    Noch ein Beispiel:

    von Tschernobyl ging natürlich nie eine Gefahr aus:

    http://www.youtube.com/watch?v=Hv9L53DiQTs

  43. g.g meint: (16.1.2008 um 11:16) AntwortenReply to this comment

    Im WDR wurde behauptet, in Kanada sind Schweine durch Genfood unfruchtbar geworden.

    Und zu den Allergien: Das Allergien durch übertriebene Sauberkeit ausgeloest werden, behauptet man nur aufgrund von Statistiken, denn erst nach WW I traten Allergien massenhaft auf.
    Das wird mit dem Beginn der Sauberkeitssteigerung in Wohnungen durch Aufklärung über böse Bakterein und durch den Konsum besseren, keimfreieren Trinkwassers.
    Allerdings begann zu dieser Zeit auch das Aufbringen von Gift, also Pflanzenschutzmitteln, auf den Feldern. Denn die Fabriken hatten Kapazitäten frei, weil sie kein Kampfgas fabrizieren mussten.
    Also koennten Allergien genausogut durch diese Stoffe verursacht werden. (Statistik: Weniger Klapperstoerche, weniger Babys. Weniger Bakterien, mehr Allergien.)

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