der zweite artikel gegen die datenschützer geht meines erachtens von der falschen prämisse aus, daß eine bewertung wie bei spickmich berichterstattung im sinne von presse ist.
PS meint:
(28.1.2008 um 22:19) Antworten
wg. Quittungen sind alle:
Auch Feinstaubplaketten sind alle. Wenigstens auf einem Teil der Strecke zwischen Hangover und Berlin…
Das ist auch Bürokratie par excellence. Man führt etwas ein, dass alle verbindlich haben müssen – und stellt dann die Infrastruktur (in diesem Fall die Aufkleber) nicht bereit.
Max meint:
(28.1.2008 um 22:31) Antworten
Oha, der Spiegel-Artikel ist ja ganz großes Kino. Aber wenn der Englische Mindestlohn von 7.30€ nur einer "mikroskopisch kleinen Minderheit" beansprucht wird, geht in Deutschland ja keine große Gefahr von den geforderten 7.50€ aus.
Sky meint:
(28.1.2008 um 22:52) Antworten
Der Schlaue telefoniert ohnehin mit Sykpe mit ebenfalls per Skype verbundenen Teilnehmern.
Martin Schröder meint:
(28.1.2008 um 23:01) Antworten
Herr Kaden sollte mal zurück auf den Boden des Grundgesetzes kommen: "Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen."
Frank meint:
(28.1.2008 um 23:08) Antworten
Spiegel, Herr Kaden. Ein widerlicher Artikel! Andererseits natürlich verständlich, wenn man weiß, daß Herr Kaden fürs Manager-Magazin schreibt…
So viel Lügen und Viertelwahrheiten auf einem Haufen, wow! Das hab ich selbst bei Welt und Bild in der letzten Zeit nicht derart massiv lesen können.
Fabian Lange meint:
(28.1.2008 um 23:51) Antworten
Wir wollen doch unsere Justizministin nicht vergessen!
Wie sie sich um Gerechtigkeit bemüht!
(War da nicht in den Nachrichten von einem Linksruck die Rede?
Hat den jemand gespürt?)
flipflop meint:
(29.1.2008 um 00:54) Antworten
Tja, Damen und Herren, so siehts aus: Arbeitsplätze für Leute über 50 sind massenhaft vorhanden… aber die faulen alten Säcke wollen bloß nicht. Da muß natürlich möglichst großer Druck her. Alles klar.
falky meint:
(29.1.2008 um 01:26) Antworten
Der Spiegelartikel stinkt zum Himmel, sind die neuerdings ein konservatives Hetzblatt?
Die Geschichte mit den Polizisten find ich einfach nur witzig, wusste auch nicht das bar nicht mehr geht.
Tom meint:
(29.1.2008 um 02:46) Antworten
Spiegel-Artikel, Herr Kaden:
Was für eine dumme Stimmungsmache ohne jeden Gedanken über die langfristigen wirtschaftlichen Folgen.
Wenn viele Menschen (gerade auch junge) nicht _angemessen_ verdienen, dann werden sie so wenig Rente bekommen, dass sie der Staat später fast komplett durchfüttern muss.
In 40 Jahren wundern sich die Führungskräfte der jetzt geizigen Unternehmen dann über die extrem geringen Umsätze bei teureren Produkten und den massiven Leerstand bei höherwertigen Mietwohnungen.
Eout meint:
(29.1.2008 um 04:35) Antworten
@Herrn Kaden vom Spiegel
Also wirklich, alle Achtung zu diesem informativen Beitrag.
Professor Sinn hätte für seinen Neo-liberalen Bullshit mindestens 3 Seiten gebraucht.
Was aber auch nicht heißt das Glos jetzt in irgendeiner Weise kompetent wäre…
IB meint:
(29.1.2008 um 07:51) Antworten
Wer setzt eigentlich immer diese Behauptungen in die Welt, Minister müssten kompetent sein? Ihr erwartet alle zuviel.
Ralf meint:
(29.1.2008 um 08:08) Antworten
Mal zu den Mittelfranken:
Weiß eigentlich jemand warum die Gerichte das Recht auf Meinungsfreiheit höher gewichtet haben, als das Recht der Betroffenen auf i. S. usw.?
Ich könnte mir gut vorstellen, daß die Gewichtung zugunsten der Meinungsfreiheit ausfiel, weil eigentlich nicht die Person selbst im privaten Umfeld sondern in Ausübung eines bestimmten Amtes beurteilt wurde.
Wenn ich einen Polizeibeamten Noten geben müsste, wie dieser in Ausübung seines Amtes gegenüber den Bürgern auftritt sage ich doch nicht automatisch etwas über seine Persönlichkeit generell aus (abgesehen davon, daß bei den Lehrern auch ein gewisses berechtigtes Interesse der Eltern auf Information bestehen kann, weil davon immerhin in jedem Jahrgang Dutzende von Schülern betroffen sind).
Jens Ferner meint:
(29.1.2008 um 08:19) Antworten
"sondern in Ausübung eines bestimmten Amtes beurteilt wurde."
Fast: Das LG Köln sagt dass jeder der einen beruf ausübt sich bei dessen Ausübung in die Öffentlichkeit begibt. Geht auch nicht anders, denn nicht jeder Lehrer ist verbeamtet, auch wenn das scheinbar alle glauben.
"sage ich doch nicht automatisch etwas über seine Persönlichkeit generell aus"
Es kommt aufs Kriterium an. Wenn ich "Zuverlässigkeit" beurteile betrifft das immer beide.
Die Frage ist doch: Warum überhaupt Noten? Warum nicht nur eine Meinungsplattform, warum wollt ihr alle unbedingt noch eine unkontrollierte Auskunftei?
spickm meint:
(29.1.2008 um 08:57) Antworten
spickmich ist urspruenglich eine Reaktion auf die Kopfnoten.
diese Kopfnoten sind sehr diefferenziert. Es gibt 6 Stueck im Zeugnis.
Kategorien:
Leistungsbereitschaft
Zuverlässigkeit
Sorgfalt
Verantwortungsbereitschaft
Konfliktverhalten
Kooperationsfähigkeit
Zur Verfügung stehen jeweils die Noten 1 bis 4 http://www.schulministerium.nrw.de/BP/Schueler/Das_neue_Schulgesetz/index.html
Jens Ferner meint:
(29.1.2008 um 09:09) Antworten
"spickmich ist urspruenglich eine Reaktion auf die Kopfnoten."
Die Lehrer sind in ihrer breiten Masse gegner der so genannten Kopfnoten. Nicht nur wegen dem Arbeitsaufwand, sondern weil unter Lehrern unstrittig ist (ein Jursit würde es als h.L. bezeichnen), dass sie unnütz sind.
Ich weiss nicht, ob es so intelligent ist, ausgerechnet gegen die vorzugehen, die bsiher auf Seiten der Schüler stehen in dem Thema. Wirkt auf mich genauso kindisch wie das ganze "Jetzt benotet ihr mal die Lehrer"-Motto dass dem ansonsten also so selbstkritisch beworbenen Bild des Schülers nicht gerecht wird.
MC Fish meint:
(29.1.2008 um 09:32) Antworten
Mal eine Frage an Kenner des Schulrechts zu den Kopfnoten. Ich hoffe das passt hierhier. Könnte man juristisch gegen eine aus Sicht des Betroffenen "falsche" Note vorgehen?
Bauer vom Dreigestirn meint:
(29.1.2008 um 09:40) Antworten
Auskunfteien mit schön vorsortierten Daten bieten ein Riesenpotential für Missbrauch, das ist unbestritten. Ich persönlich habe aber Schwierigkeiten damit, gegen Spickmich und andere öffentliche Scoringsysteme zu sein, eben *weil* es schon so viele nicht-öffentliche Datenbanken gibt, die hauptsächlich(!) den Missbrauchern offenstehen (gegen $$$) und, trotz Datenschutzgesetzen, den Datensubjekten an jeder Ecke Steine in den Weg legen, wenn es darum geht Auskunft über die Daten zu erhalten (oder sie gar entfernen zu lassen). Ich glaube nicht, dass man diesen Datenkraken beikommen wird. Den Kämpfern gegen die Schufa sei jede erdenkliche Ehre zugesprochen, aber werden sie die Schufa jemals aus der Welt schaffen? Ich bin da pessimistisch. Deswegen bin ich im Prinzip (mit gewissen Einschränkungen was grundlegende Persönlichkeitsrechte betrifft) für öffentliches Scoring – als unfaire Notwehr in einem unfairen System. Oder anders gesagt: Wenn die Schufa weg ist, können wir darüber reden Spickmich zuzumachen.
Jens Ferner meint:
(29.1.2008 um 09:47) Antworten
"für öffentliches Scoring "
OK, dann erkläre mir bitte wie das Scoring bei Spickmich.de zustande kommt und wie da gefiltert wird bzw. wer das unabhängig kontrolliert.
Mir ist nicht klar, warum die eine GmbH bei dir sammeln darf, die andere aber nicht. Vielmehr sehe ich einfach nur eine menge schönfärberei – solange man nicht selbst betroffen ist.
@21: Das wird nicht passieren. Genausowenig wie Listen der Meldeämter, GEZ, Konten- und Kundendaten gelöscht werden. Unsre Gesellschaft baut inzwischen auf diesen Listen auf, die sorgsam behandelt werden müssten, es aber zu oft nicht werden.
Und das ist ein Grund quasi alles online zu stellen? Wenn man Angst vor der GEZ und vor der SCHUFA hat, stellt man einfach seine kompletten Daten, Bewertungen, Fotos (am besten natürlich eindeutige) online und das Problem wird kleiner?
Ich halte es auch nicht für den richtigen Weg GEGEN "Auskunfteien", denn die Menschen gewöhnen sich daran, keinen Datenschutz mehr zu haben und verstehen das eben nicht als Revolte, sondern als neue tolle Zukunft.
Bauer vom Dreigestirn meint:
(29.1.2008 um 09:59) Antworten
Und zum Spiegel Artikel: Glos als inkompetent runtermachen, aber Friedrich Merz wiederhaben wollen? HAHAHAHAHAHAHAHAHA.
Xpress meint:
(29.1.2008 um 10:05) Antworten
Und wie kompetent der Express wieder berichtet. Gibt es in diesen Redaktionen eigentlich niemanden, der mal in der Lage ist, einen Sachverhalt zu prüfen?
Zitat Express: "So knöpften sie dem Pfarrer, der in seinem Mercedes 13 km/h zu schnell war, statt 40 nur 20 Euro ab."
20 Euro ist außerhalb geschlossener Ortschaften der Regelsatz laut Bußgeldkatalog…
Bauer vom Dreigestirn meint:
(29.1.2008 um 10:25) Antworten
@22: Ich dachte eigentlich, mein erster und letzter Satz wären eindeutig genug gewesen: Das Problem ist mir klar und ich sähe beides liebend gern aus der Welt geschafft, am besten gestern. Aber wenn die Schufa existieren darf, dann darf Spickmich das auch. Beim Anrennen dagegen wünsche viel Erfolg, aber bitte nicht böse sein, wenn ich kein Geld drauf setzen mag. Darüberhinaus bin ich ganz bewusst selbstverständlich schon längst selbst betroffen. Wie fast jeder in diesem Land. Die Kritik an meiner Verwendung der Bezeichung "öffentlich" ist berechtigt, öffentlich impliziert Transparenz und die gibt es weder bei Spickmich, noch bei der Schufa in hinreichendem Maße. Ich meinte lediglich den freien Zugang für jedermann als 'Scorer'. Ob das alleine noch als relevantes Unterscheidungsmerkmal ausreicht ist vermutlich diskutabel.
@23: Der Sarkasmus greift noch zu kurz: Man muss gar nicht *selber* alles online stellen, das erledigen andere für einen. Üblicherweise ohne Nachfrage und ohne viele Einspruchsmöglichkeiten.
Jens Ferner meint:
(29.1.2008 um 10:39) Antworten
@26: Dann habe ich dich falsch verstanden. Ich lehne ja beides ab, aber eben beides auch nicht gänzlich. Aber bei Spickmich und Schufa sehe ich halt den Unterschied, dass die Spickmich-Daten blind jedem im Abruf zur Verfügung gestellt werden (ich konnte jedenfalls Problemlos für einen bekannten aus Hamburg die Daten abrufen).
Schon witzig, wie selbst ein so harmloser Artikel wie der von Kaden im Spiegel hier zu so haßerfüllten Reaktionen führt.
Ohne daß natürlich qualifiziert wiedersprochen würde – da geht es rein ums Bauchgefühl.
Der ökonomische Analphabetismus in Deutschland ist schon erschreckend.
Bauer vom Dreigestirn meint:
(29.1.2008 um 11:59) Antworten
@30: Das wäre aber auch wie dem Pfarrer zu widersprechen, wenn er von der Erschaffung der Welt erzählt.
Auf den von @28 verlinkten Seiten haben sich einige sogar die Mühe gemacht.
IB meint:
(29.1.2008 um 12:06) Antworten
@30: Genau, deswegen brauchen wir auch endlich "Wirtschaft" als Pflichtfach schon in der Grundschule, die Lehrpläne erarbeitet dann die INSM. Janeisklaah…
nils meint:
(29.1.2008 um 12:15) Antworten
Habe mir grade mal einige der Noten meiner ehemaligen Schule angesehen, ich kann mich nur wundern, wie jemand diesen Quatsch ernstnehmen kann. Da sind pro Klasse im Schnitt vielleicht 2 Schüler registriert, insgesamt 50 von 1200, und diese geben für ein paar Lehrer Bewertungen ab. Recht seltsame wie mir scheint, sehr kompetente und um das Wohlergehen der Schüler bemühte werden in allen Kategorien schlecht bewertet weil sie etwas geizig mit guten Noten umgehen. Andere, die dafür bekannt sind, extrem unangenehm gegen einzelne Schüler vorzugehen, aber gute Noten zu verteilen bekommen locker einen Notenpunkt mehr.
Da kann sich doch jeder Lehrer im Kollegium und wohl auch jeder Schüler ausdenken wie die Bewertungen wohl zustande gekommen sind und wie repräsentativ die Umfrage war.
nils
Hb meint:
(29.1.2008 um 13:58) Antworten
@12 Tom
… Wenn viele Menschen (gerade auch junge) nicht _angemessen_ verdienen, dann werden sie so wenig Rente bekommen, dass sie der Staat später fast komplett durchfüttern muss.<blockquote> Das meinst Du doch wohl nicht ernst?
Die Werthaltigkeit einer Rente (= Alterssicherung, Miete, Beamtenpension Abfindung usw.) wird sowohl beim derzeitigen Umlageverfahren wie auch bei jedem kapitalgedeckten Verfahren durch die Wirtschaftskraft des Umfeldes bestimmt.
Es ist egal, ob die später Rente 70, 800 oder 9000 Euro beträgt! Wichtig ist, wieviel Brot (= Friseurbesuche, Straßenfahrten oder Pfelgedienstleistungen) man davon kaufen kann.
Wenn der "angemessene" Verdienst durch Staatsverschuldung erkauft wird, schälern deren Zinslasten später den Wert der Rente.
</blockquote>
VW meint:
(29.1.2008 um 18:56) Antworten
@30 (R.A.)
Allerdings. Ich habe den Eindruck, hier äußern sich gerade die frustrierten, die eben tatsächlich noch davon träumen, ökonomische Mechanismen ignorieren zu können. Außer Schlagworten wie "neoliberaler Bull-shit". Das überzeugt natürlich…
Zitat aus dem Artikel: >>Horst Siebert, der Kieler Ökonom, hat das mal ganz schlicht formuliert: "Ein Unternehmen wird dann einen zusätzlichen Arbeitnehmer einstellen, wenn er mehr für das Unternehmen einbringt, als er kostet." << Und sonst eben nicht. So einfach ist das. Aber man kann ja trotzdem mal drauf schimpfen…
Tom meint:
(29.1.2008 um 19:59) Antworten
Hb:
Du rechnest also mit einer deutlichen Deflation?
Oder damit, dass die Beschäftigten in diesen Berufssparten später dann ihr "Brot" staatlich subventioniert erhalten?
Ich wollte nur folgende Behauptung von mir veröffentlichen, mehr nicht:
"In 40 Jahren wundern sich die Führungskräfte der jetzt geizigen Unternehmen dann über die extrem geringen Umsätze bei teureren Produkten und den massiven Leerstand bei höherwertigen Mietwohnungen."
Und das ist wohl keine Sozi-Propaganda, sondern eine Problematik, die gerade uns Geschäftsleute betreffen könnte (siehe geschätzte Altersstruktur in Deutschland in 40 Jahren).
Hb meint:
(29.1.2008 um 22:18) Antworten
Du rechnest also mit einer deutlichen Deflation?
Ich rechne mit allem:
70 Euro = Deflation
800 Euro = Geldwertstabilität
9000 Euro = Inflation
Such Dir was aus.
Auch werden die höherwertigen Mietwohnungen nicht leerstehen, sondern halt nur wenig Mietzins bringen. Und wundern werden sich sicherlich nicht die Führungskräfte, sondern zu allererst die Rentner.
Tom meint:
(29.1.2008 um 23:54) Antworten
Hb:
Was erhoffst du dir denn dadurch, wenn Menschen im Niedriglohnsektor nicht angemessen bezahlt werden?
Als nicht "angemessen" würde ich Löhne bezeichnen, die so niedrig sind, dass es für die Einzelperson bequemer ist, nur auf staatliche Hilfen zu setzen.
Zum möglichen Wohnungs-Leerstand, den du bezweifelst: In 40 Jahren wird es ca. 10 Millionen weniger Einwohner in Deutschland geben.
SvenR meint:
(30.1.2008 um 08:24) Antworten
Zu spickmich:
Gerade eben war der Bayer im Morgenmagazin. Die Moderatorin war extrem gut vorbereitet und fragte ihn lauter schlaue Sachen, die er alle stereotyp mit Datenschutzbedenken abtun wollte.
Hb sieht die Entwicklung der nächsten 40 Jahre voraus und meint:
(30.1.2008 um 17:02) Antworten
Zum Prognosezeitpunkt werden – und daran bestehen keine wissenschaftlichen Zweifel mehr (Al G., Nashville) – nach dem Abschmelzen der Polkappen weite Teile der norddeutschen Tiefebene einschließlich Hamburgs meterhoch überflutet sein. Die dadurch ausgelöste Wanderungsbewegung hat zu einer exorbitanten Wohnungraumknappheit in den südlichen Bundesländern Baden-Württemberg, Bayern und Mallorca (nur Höhenlagen) geführt. In NRW sind wegen der Flüchtlinge aus den Benelux-Staaten alle Notunterkünfte überfüllt sein.
Die Landesregierungen von Thüringen und Sachsen haben Förderprogramme aufgelegt, um an den zur Jahrtausendwende geschliffenen Plattenbaustandorten neuen, kostengünstigen Wohnraum entstehen zu lassen.
Soweit der Bericht aus dem Jahre des Herren zweitausendachtundvierzig.
wegen spickmich
der zweite artikel gegen die datenschützer geht meines erachtens von der falschen prämisse aus, daß eine bewertung wie bei spickmich berichterstattung im sinne von presse ist.
wg. Quittungen sind alle:
Auch Feinstaubplaketten sind alle. Wenigstens auf einem Teil der Strecke zwischen Hangover und Berlin…
Das ist auch Bürokratie par excellence. Man führt etwas ein, dass alle verbindlich haben müssen – und stellt dann die Infrastruktur (in diesem Fall die Aufkleber) nicht bereit.
Oha, der Spiegel-Artikel ist ja ganz großes Kino. Aber wenn der Englische Mindestlohn von 7.30€ nur einer "mikroskopisch kleinen Minderheit" beansprucht wird, geht in Deutschland ja keine große Gefahr von den geforderten 7.50€ aus.
Der Schlaue telefoniert ohnehin mit Sykpe mit ebenfalls per Skype verbundenen Teilnehmern.
Ausblick 2008: Invasion der Freiheitsfresser (Netzwelt SpOn)
http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,529413,00.html
Herr Kaden sollte mal zurück auf den Boden des Grundgesetzes kommen: "Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen."
Spiegel, Herr Kaden. Ein widerlicher Artikel! Andererseits natürlich verständlich, wenn man weiß, daß Herr Kaden fürs Manager-Magazin schreibt…
So viel Lügen und Viertelwahrheiten auf einem Haufen, wow! Das hab ich selbst bei Welt und Bild in der letzten Zeit nicht derart massiv lesen können.
Heiraten nurnoch mit Sprachtest
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,531663,00.html
Ein Link fehlt hier noch:
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/27/27153/1.html
Wir wollen doch unsere Justizministin nicht vergessen!
Wie sie sich um Gerechtigkeit bemüht!
(War da nicht in den Nachrichten von einem Linksruck die Rede?
Hat den jemand gespürt?)
Tja, Damen und Herren, so siehts aus: Arbeitsplätze für Leute über 50 sind massenhaft vorhanden… aber die faulen alten Säcke wollen bloß nicht. Da muß natürlich möglichst großer Druck her. Alles klar.
Der Spiegelartikel stinkt zum Himmel, sind die neuerdings ein konservatives Hetzblatt?
Die Geschichte mit den Polizisten find ich einfach nur witzig, wusste auch nicht das bar nicht mehr geht.
Spiegel-Artikel, Herr Kaden:
Was für eine dumme Stimmungsmache ohne jeden Gedanken über die langfristigen wirtschaftlichen Folgen.
Wenn viele Menschen (gerade auch junge) nicht _angemessen_ verdienen, dann werden sie so wenig Rente bekommen, dass sie der Staat später fast komplett durchfüttern muss.
In 40 Jahren wundern sich die Führungskräfte der jetzt geizigen Unternehmen dann über die extrem geringen Umsätze bei teureren Produkten und den massiven Leerstand bei höherwertigen Mietwohnungen.
@Herrn Kaden vom Spiegel
Also wirklich, alle Achtung zu diesem informativen Beitrag.
Professor Sinn hätte für seinen Neo-liberalen Bullshit mindestens 3 Seiten gebraucht.
Was aber auch nicht heißt das Glos jetzt in irgendeiner Weise kompetent wäre…
Wer setzt eigentlich immer diese Behauptungen in die Welt, Minister müssten kompetent sein? Ihr erwartet alle zuviel.
Mal zu den Mittelfranken:
Weiß eigentlich jemand warum die Gerichte das Recht auf Meinungsfreiheit höher gewichtet haben, als das Recht der Betroffenen auf i. S. usw.?
Ich könnte mir gut vorstellen, daß die Gewichtung zugunsten der Meinungsfreiheit ausfiel, weil eigentlich nicht die Person selbst im privaten Umfeld sondern in Ausübung eines bestimmten Amtes beurteilt wurde.
Wenn ich einen Polizeibeamten Noten geben müsste, wie dieser in Ausübung seines Amtes gegenüber den Bürgern auftritt sage ich doch nicht automatisch etwas über seine Persönlichkeit generell aus (abgesehen davon, daß bei den Lehrern auch ein gewisses berechtigtes Interesse der Eltern auf Information bestehen kann, weil davon immerhin in jedem Jahrgang Dutzende von Schülern betroffen sind).
"sondern in Ausübung eines bestimmten Amtes beurteilt wurde."
Fast: Das LG Köln sagt dass jeder der einen beruf ausübt sich bei dessen Ausübung in die Öffentlichkeit begibt. Geht auch nicht anders, denn nicht jeder Lehrer ist verbeamtet, auch wenn das scheinbar alle glauben.
"sage ich doch nicht automatisch etwas über seine Persönlichkeit generell aus"
Es kommt aufs Kriterium an. Wenn ich "Zuverlässigkeit" beurteile betrifft das immer beide.
Die Frage ist doch: Warum überhaupt Noten? Warum nicht nur eine Meinungsplattform, warum wollt ihr alle unbedingt noch eine unkontrollierte Auskunftei?
spickmich ist urspruenglich eine Reaktion auf die Kopfnoten.
diese Kopfnoten sind sehr diefferenziert. Es gibt 6 Stueck im Zeugnis.
Kategorien:
Leistungsbereitschaft
Zuverlässigkeit
Sorgfalt
Verantwortungsbereitschaft
Konfliktverhalten
Kooperationsfähigkeit
Zur Verfügung stehen jeweils die Noten 1 bis 4
http://www.schulministerium.nrw.de/BP/Schueler/Das_neue_Schulgesetz/index.html
"spickmich ist urspruenglich eine Reaktion auf die Kopfnoten."
Die Lehrer sind in ihrer breiten Masse gegner der so genannten Kopfnoten. Nicht nur wegen dem Arbeitsaufwand, sondern weil unter Lehrern unstrittig ist (ein Jursit würde es als h.L. bezeichnen), dass sie unnütz sind.
Ich weiss nicht, ob es so intelligent ist, ausgerechnet gegen die vorzugehen, die bsiher auf Seiten der Schüler stehen in dem Thema. Wirkt auf mich genauso kindisch wie das ganze "Jetzt benotet ihr mal die Lehrer"-Motto dass dem ansonsten also so selbstkritisch beworbenen Bild des Schülers nicht gerecht wird.
Mal eine Frage an Kenner des Schulrechts zu den Kopfnoten. Ich hoffe das passt hierhier. Könnte man juristisch gegen eine aus Sicht des Betroffenen "falsche" Note vorgehen?
Auskunfteien mit schön vorsortierten Daten bieten ein Riesenpotential für Missbrauch, das ist unbestritten. Ich persönlich habe aber Schwierigkeiten damit, gegen Spickmich und andere öffentliche Scoringsysteme zu sein, eben *weil* es schon so viele nicht-öffentliche Datenbanken gibt, die hauptsächlich(!) den Missbrauchern offenstehen (gegen $$$) und, trotz Datenschutzgesetzen, den Datensubjekten an jeder Ecke Steine in den Weg legen, wenn es darum geht Auskunft über die Daten zu erhalten (oder sie gar entfernen zu lassen). Ich glaube nicht, dass man diesen Datenkraken beikommen wird. Den Kämpfern gegen die Schufa sei jede erdenkliche Ehre zugesprochen, aber werden sie die Schufa jemals aus der Welt schaffen? Ich bin da pessimistisch. Deswegen bin ich im Prinzip (mit gewissen Einschränkungen was grundlegende Persönlichkeitsrechte betrifft) für öffentliches Scoring – als unfaire Notwehr in einem unfairen System. Oder anders gesagt: Wenn die Schufa weg ist, können wir darüber reden Spickmich zuzumachen.
"für öffentliches Scoring "
OK, dann erkläre mir bitte wie das Scoring bei Spickmich.de zustande kommt und wie da gefiltert wird bzw. wer das unabhängig kontrolliert.
Gefiltert wird ja offensichtlich, dazu nur:
http://jens.familie-ferner.de/archives/55-Kontrolle-bei-spickmich.de.html
Ausserdem solltest du nicht dem Trugschluss aufsitzen, dass solche Portale ähnlich einer Opensolurce-Software existieren, dazu nur:
http://jens.familie-ferner.de/archives/373-Warum-mag-ich-spickmich.de-nicht.html
Mir ist nicht klar, warum die eine GmbH bei dir sammeln darf, die andere aber nicht. Vielmehr sehe ich einfach nur eine menge schönfärberei – solange man nicht selbst betroffen ist.
Aber klar, ich bin auch für "offenes Scoring", darum kann ich viele von euch ja lachend immer wieder darauf verweisen:
http://jens.familie-ferner.de/archives/389-Mieter-Datenbank.html
@21: Das wird nicht passieren. Genausowenig wie Listen der Meldeämter, GEZ, Konten- und Kundendaten gelöscht werden. Unsre Gesellschaft baut inzwischen auf diesen Listen auf, die sorgsam behandelt werden müssten, es aber zu oft nicht werden.
Und das ist ein Grund quasi alles online zu stellen? Wenn man Angst vor der GEZ und vor der SCHUFA hat, stellt man einfach seine kompletten Daten, Bewertungen, Fotos (am besten natürlich eindeutige) online und das Problem wird kleiner?
Ich halte es auch nicht für den richtigen Weg GEGEN "Auskunfteien", denn die Menschen gewöhnen sich daran, keinen Datenschutz mehr zu haben und verstehen das eben nicht als Revolte, sondern als neue tolle Zukunft.
Und zum Spiegel Artikel: Glos als inkompetent runtermachen, aber Friedrich Merz wiederhaben wollen? HAHAHAHAHAHAHAHAHA.
Und wie kompetent der Express wieder berichtet. Gibt es in diesen Redaktionen eigentlich niemanden, der mal in der Lage ist, einen Sachverhalt zu prüfen?
Zitat Express: "So knöpften sie dem Pfarrer, der in seinem Mercedes 13 km/h zu schnell war, statt 40 nur 20 Euro ab."
20 Euro ist außerhalb geschlossener Ortschaften der Regelsatz laut Bußgeldkatalog…
@22: Ich dachte eigentlich, mein erster und letzter Satz wären eindeutig genug gewesen: Das Problem ist mir klar und ich sähe beides liebend gern aus der Welt geschafft, am besten gestern. Aber wenn die Schufa existieren darf, dann darf Spickmich das auch. Beim Anrennen dagegen wünsche viel Erfolg, aber bitte nicht böse sein, wenn ich kein Geld drauf setzen mag. Darüberhinaus bin ich ganz bewusst selbstverständlich schon längst selbst betroffen. Wie fast jeder in diesem Land. Die Kritik an meiner Verwendung der Bezeichung "öffentlich" ist berechtigt, öffentlich impliziert Transparenz und die gibt es weder bei Spickmich, noch bei der Schufa in hinreichendem Maße. Ich meinte lediglich den freien Zugang für jedermann als 'Scorer'. Ob das alleine noch als relevantes Unterscheidungsmerkmal ausreicht ist vermutlich diskutabel.
@23: Der Sarkasmus greift noch zu kurz: Man muss gar nicht *selber* alles online stellen, das erledigen andere für einen. Üblicherweise ohne Nachfrage und ohne viele Einspruchsmöglichkeiten.
@26: Dann habe ich dich falsch verstanden. Ich lehne ja beides ab, aber eben beides auch nicht gänzlich. Aber bei Spickmich und Schufa sehe ich halt den Unterschied, dass die Spickmich-Daten blind jedem im Abruf zur Verfügung gestellt werden (ich konnte jedenfalls Problemlos für einen bekannten aus Hamburg die Daten abrufen).
zu Link #1 (Wirtschaftsminister…):
bitte die Hinweise des Tages auf http://www.nachdenkseiten.de lesen!
http://www.nachdenkseiten.de/?p=2927
Datenschützer mit BND- Agentin verheiratet
http://www.r-archiv.de/article3005.html
Schon witzig, wie selbst ein so harmloser Artikel wie der von Kaden im Spiegel hier zu so haßerfüllten Reaktionen führt.
Ohne daß natürlich qualifiziert wiedersprochen würde – da geht es rein ums Bauchgefühl.
Der ökonomische Analphabetismus in Deutschland ist schon erschreckend.
@30: Das wäre aber auch wie dem Pfarrer zu widersprechen, wenn er von der Erschaffung der Welt erzählt.
Auf den von @28 verlinkten Seiten haben sich einige sogar die Mühe gemacht.
@30: Genau, deswegen brauchen wir auch endlich "Wirtschaft" als Pflichtfach schon in der Grundschule, die Lehrpläne erarbeitet dann die INSM. Janeisklaah…
Habe mir grade mal einige der Noten meiner ehemaligen Schule angesehen, ich kann mich nur wundern, wie jemand diesen Quatsch ernstnehmen kann. Da sind pro Klasse im Schnitt vielleicht 2 Schüler registriert, insgesamt 50 von 1200, und diese geben für ein paar Lehrer Bewertungen ab. Recht seltsame wie mir scheint, sehr kompetente und um das Wohlergehen der Schüler bemühte werden in allen Kategorien schlecht bewertet weil sie etwas geizig mit guten Noten umgehen. Andere, die dafür bekannt sind, extrem unangenehm gegen einzelne Schüler vorzugehen, aber gute Noten zu verteilen bekommen locker einen Notenpunkt mehr.
Da kann sich doch jeder Lehrer im Kollegium und wohl auch jeder Schüler ausdenken wie die Bewertungen wohl zustande gekommen sind und wie repräsentativ die Umfrage war.
nils
@12 Tom
</blockquote>
@30 (R.A.)
Allerdings. Ich habe den Eindruck, hier äußern sich gerade die frustrierten, die eben tatsächlich noch davon träumen, ökonomische Mechanismen ignorieren zu können. Außer Schlagworten wie "neoliberaler Bull-shit". Das überzeugt natürlich…
Zitat aus dem Artikel: >>Horst Siebert, der Kieler Ökonom, hat das mal ganz schlicht formuliert: "Ein Unternehmen wird dann einen zusätzlichen Arbeitnehmer einstellen, wenn er mehr für das Unternehmen einbringt, als er kostet." << Und sonst eben nicht. So einfach ist das. Aber man kann ja trotzdem mal drauf schimpfen…
Hb:
Du rechnest also mit einer deutlichen Deflation?
Oder damit, dass die Beschäftigten in diesen Berufssparten später dann ihr "Brot" staatlich subventioniert erhalten?
http://de.wikipedia.org/wiki/Deflation
Ich wollte nur folgende Behauptung von mir veröffentlichen, mehr nicht:
"In 40 Jahren wundern sich die Führungskräfte der jetzt geizigen Unternehmen dann über die extrem geringen Umsätze bei teureren Produkten und den massiven Leerstand bei höherwertigen Mietwohnungen."
Und das ist wohl keine Sozi-Propaganda, sondern eine Problematik, die gerade uns Geschäftsleute betreffen könnte (siehe geschätzte Altersstruktur in Deutschland in 40 Jahren).
Ich rechne mit allem:
70 Euro = Deflation
800 Euro = Geldwertstabilität
9000 Euro = Inflation
Such Dir was aus.
Auch werden die höherwertigen Mietwohnungen nicht leerstehen, sondern halt nur wenig Mietzins bringen. Und wundern werden sich sicherlich nicht die Führungskräfte, sondern zu allererst die Rentner.
Hb:
Was erhoffst du dir denn dadurch, wenn Menschen im Niedriglohnsektor nicht angemessen bezahlt werden?
Als nicht "angemessen" würde ich Löhne bezeichnen, die so niedrig sind, dass es für die Einzelperson bequemer ist, nur auf staatliche Hilfen zu setzen.
Zum möglichen Wohnungs-Leerstand, den du bezweifelst: In 40 Jahren wird es ca. 10 Millionen weniger Einwohner in Deutschland geben.
Zu spickmich:
Gerade eben war der Bayer im Morgenmagazin. Die Moderatorin war extrem gut vorbereitet und fragte ihn lauter schlaue Sachen, die er alle stereotyp mit Datenschutzbedenken abtun wollte.
Zum Prognosezeitpunkt werden – und daran bestehen keine wissenschaftlichen Zweifel mehr (Al G., Nashville) – nach dem Abschmelzen der Polkappen weite Teile der norddeutschen Tiefebene einschließlich Hamburgs meterhoch überflutet sein. Die dadurch ausgelöste Wanderungsbewegung hat zu einer exorbitanten Wohnungraumknappheit in den südlichen Bundesländern Baden-Württemberg, Bayern und Mallorca (nur Höhenlagen) geführt. In NRW sind wegen der Flüchtlinge aus den Benelux-Staaten alle Notunterkünfte überfüllt sein.
Die Landesregierungen von Thüringen und Sachsen haben Förderprogramme aufgelegt, um an den zur Jahrtausendwende geschliffenen Plattenbaustandorten neuen, kostengünstigen Wohnraum entstehen zu lassen.
Soweit der Bericht aus dem Jahre des Herren zweitausendachtundvierzig.