10.3.2008

Links zwei – zwei – sechs

Mikado – Kreditkartenscreening mittlerweile Alltag

Lufthansa bleibt handyfrei

Anwalt seit Jahrzehnten im Visier des Verfassungsschutzes

Verwaltungsgericht Berlin stoppt Post-Mindestlohn

Marken-Botschafterin

Thailand: Anwalt nach fünf Monaten, Prozess vertagt

38 Kommentare zu “Links zwei – zwei – sechs”

  1. olleRObse meint: (10.3.2008 um 20:28) AntwortenReply to this comment

    Ja ist denn heut schon Freitag?!?

    Zu Mikado:

    "(…)Ich schaffe es, in einer halben Stunde 2000 Bilder zu begutachten, danach ist mir schlecht"

    Das entspricht genau 1,111111 Bilder pro Sekunde!
    Kein Wunder das ihm schecht wird, aber das liegt wohl mehr an Epilepsie.

  2. keiner meint: (10.3.2008 um 20:31) AntwortenReply to this comment

    Wird Zeit, die Kreditkarten jetzt endgültig zu kündigen.

  3. ChristianG meint: (10.3.2008 um 21:12) AntwortenReply to this comment

    Zum Thema Verfassungsschutz: Wenn lupenreine Demokraten überwacht werden, weil sie sich besonders unverdächtig verhalten, könnte man – wenn man denn böswillig wäre – ahnen, warum Schäuble keine Angst vor der eigenen Überwachungsmaschinerie hat.

  4. Kerstin meint: (10.3.2008 um 21:20) AntwortenReply to this comment

    Ich finds zum Mäusemelken, dass von der Verfassungsbeschwerde in dem Artikel der Aachener Zeitung kein einziges Wort steht. Statt dessen wird suggeriert, dass die Verfolgung der Kreditkartendaten legitimes, gutes Mittel ist.

    Hat einer nen Eimer? Mir ist schlecht.

  5. Dutchie meint: (10.3.2008 um 21:22) AntwortenReply to this comment

    Hoffentlich habt ihr eure Kreditkarten schon gekündigt. In den Niederlanden, wo ich wohne, ist es seit einiger Zeit sogar normal die Daten von Kundenkarten abzufragen. Das läuft dann in etwa so: "Sie wurden am Brandort gesehen und sie haben Grillanzünder bei Albert Heijn gekauft => mitkommen!"

    Und in Kürze bekommen wir sogar elektronische Busfahrscheine. Da hat die Polizei schon angekündigt, dass sie das ganz toll findet, weil man dann mal eben sehen kann, wer wann wo war. Ehrlich gesagt habe ich da Angst vor. Man stelle sich vor, eine Frau wird auf nem dunklen Bahnsteig vergewaltigt, weiß aber nich genau wie der Täter aussah => die Polizei guckt, wer in einem bestimmten Zeitraum auf dem Bahnsteig war => und schwupps ist man ein perveses Schwein und steht in allen Zeitungen des Landes (die Unschuldsvermutung gilt ja schon lange nich mehr, auch in Deutschland – siehe BILD).

  6. Axel John meint: (10.3.2008 um 21:47) AntwortenReply to this comment

    Anwalt seit Jahrzehnten im Visier des Verfassungsschutzes:/u>
    "Kürzlich hat die Kölner Kammer, die bald über seinen Fall entscheidet, schon mal den Übereifer der Schlapphüte gestoppt. Sie entschied, dass die jahrelange Beobachtung des Abgeordneten Bodo Ramelow ("Die Linke") rechtswidrig war."

    Blödsinn! Als ob sich der Verfassungsschutz oder der BND an irgendwelche Gesetze oder Urteile halten würde.

  7. Detlev T. meint: (10.3.2008 um 21:52) AntwortenReply to this comment

    Im Bereich der KiPo habe ich schon länger die Befürchtung, dass es hier nur um "head-counting" geht und darunter die Verfolgung von realem Kindermissbrauch leidet. Bei letzterem hat man es meist mit Einzeltätern zu tun, es muss viel Zeit aufgewendet werden und die Beweislage bleibt dennoch oft schwierig. Bei KiPo hat man hingegen schnell ein paar tausend Verdächtige auf einmal und für eindeutige Beweise braucht es jeweils nur eine schnelle Hausdurchsuchung. Klar, was da Priorität bekommt, wenn man am Ende des Jahres in der Statistik gut dastehen will.

  8. h.c. meint: (10.3.2008 um 22:57) AntwortenReply to this comment

    "Mikado – Kreditkartenscreening mittlerweile Alltag"

    2.000 in einer halben Stunde ist schon eine klasse Leistung.

    Und das sich das zum Millionengeschäft entwickelt wird nun auch schon seit Jahrzehnten behauptet. Wobei, früher waren es mal Milliarden.

    Wer solche Berichte glaubt ist nun wirklich selber schuld.

  9. jemand meint: (10.3.2008 um 23:36) AntwortenReply to this comment

    und die 5100 von 11 Mio sind 0,046%. Auch keine tolle Quote. Vermutlich davon nochmal 90% Posen-Bilder, 10% pornografisch, und 1% illegal.

  10. Axel John meint: (11.3.2008 um 00:42) AntwortenReply to this comment

    @ 9: und die 5100 von 11 Mio sind 0,046%. Auch keine tolle Quote.
    Wie viel Prozent- oder "Treffer" in absoluten Zahlen sollten es denn sein, damit es sich lohnt?
    BTW: Wie viele Geschwindigkeitsmessungen, Kontoabfragen und wer weiß was für Datenbankabfragen und -Abgleichungen werden eigentlich täglich durchgeführt und wie viele davon sind "Treffer"?

  11. Sky meint: (11.3.2008 um 02:31) AntwortenReply to this comment

    Mal off topic eine Frage zu:
    http://www.n-tv.de/919669.html?100320081435

    Qs: Die arme Frau muss doch ohnehin haften, auch wenn sie das Kärtchen "korrekt" verstaut, oder? Wann haftet denn ggf. die Bank bei einem Diebstahl oder Raub??

  12. Klopfer meint: (11.3.2008 um 03:34) AntwortenReply to this comment

    "Die Kammer ließ offen, ob die Klage von PIN und TNT auch wegen Verletzung von deren Rechten aus Art. 12 Grundgesetz (Berufsfreiheit) auch deshalb begründet wäre, weil eine Vielzahl von Konkurrenten der Deutschen Post AG in ihrer Existenz bedroht wäre"

    Wäre ja auch ne geile Interpretation. "Natürlich lasse ich Sklaven für mich arbeiten, aber wenn ich anständig bezahlte Arbeitskräfte beschäftigen müsste, könnte ich den Laden nicht mehr weiterführen! Das ist doch eine Verletzung meiner verfassungsmäßigen Berufsfreiheit!"

  13. Fisch meint: (11.3.2008 um 03:58) AntwortenReply to this comment

    @12

    Nach einem Bericht in der Sendung von Report Mainz liegt der Verdacht nahe, daß die Gewerkschaft mit ihren ja so böse ignorierten Tarifverträgen eine recht innige Beziehung zur "Gegenseite" aufweist (http://www.swr.de/report/presse/-/id=1197424/nid=1197424/did=3266880/v8lp4o/index.html) – Münchner Verhältnisse!?

  14. flx meint: (11.3.2008 um 06:48) AntwortenReply to this comment

    @5(Dutchie):
    Ich weiss schon warum ich weder Kreditkarte noch Kundenkarte besitze und auch sonst immer alles nach Möglichkeit bar bezahle.

  15. 321 meint: (11.3.2008 um 08:02) AntwortenReply to this comment

    Seitdem wir – d.h. meine Frau und ich – seit ca. 2,5 Jahren bewußt auf Kreditkarte und möglichst auch auf EC Karte verzichten … bekommen wir nur noch Kataloge die wir ausdrücklich bestellen.

    Was damit allein an Papier gespart wurde. So schützt der Datenschutz mittelbar auch die Umwelt – netter Nebeneffekt.

    Letztlich wird aber von der Handel und Industrie ständig versucht Bargeld abzuschaffen – aber jetzt kann man ja wenigstens in den USA direkt bar mit EURO einkaufen. Wenn die USA immer der Trendsetter sind läßt das ja hoffen.

    Den allermeisten ist es aber wirklich egal ob von Ihnen und Ihrem Einkaufs- und Internetverhalten Datenprofile erstellt werden.
    Es muß eben erst mal wieder zu spät sein, bevor der brave Bürger aufmuckt … …

  16. Einzelhändler Stefan meint: (11.3.2008 um 08:43) AntwortenReply to this comment

    "Letztlich wird aber von der Handel und Industrie ständig versucht Bargeld abzuschaffen…"

    Glaub mir, "Der Handel" will sicherlich nicht vom Bargeld weg. Es gibt bisher (immer noch) kein ähnlich sicheres und flexibles Zahlungssystem. Ware gegen Geld tauschen. Kassenbon drucken. EOT…

  17. TheDoctor meint: (11.3.2008 um 09:07) AntwortenReply to this comment

    ich hab mal einen SF gelesen, in dem die perfekte elektronische Schleierfandung Realität war. Da gab es dann Dienstleister, die mittels der elektronischen Gadgets der Kunden für eine gewissen Zeitraum eine Tarnung aufgebaut haben, während dessen Dauer sich der Kunde frei bewegen konnte. Da ist dann ein Obdachloser mit der Kreditkarte einkaufen gegangen, U-Bahn gefahren etc.

    Ist aber wie Lichtenstein nur was für die Zumwinkels unter uns.

  18. h.c. meint: (11.3.2008 um 09:18) AntwortenReply to this comment

    @10 (Axel John),

    „BTW: Wie viele Geschwindigkeitsmessungen, Kontoabfragen und wer weiß was für Datenbankabfragen und -Abgleichungen werden eigentlich täglich durchgeführt und wie viele davon sind “Treffer”?“

    0,0003%, rein geschätzt. Bei Geschwindigkeitsüberprüfungen erfolgt aber nur ein Eingriff in die Grundrechte, wenn man gegen das Gesetz verstößt – es „blitzt“ nämlich sonst nicht.

    @12 (Klopfer),

    es gibt noch den Sittenwidrigkeitsparagrafen.

    @15 (321),

    so lange es dem Menschen wirtschaftlich halbwegs vernünftig geht muckt er selten in großen Massen auf.

  19. keiner meint: (11.3.2008 um 09:38) AntwortenReply to this comment

    @14:

    Dich kriegen sie auch noch, in spätestens 10 Jahren sind alle Geldscheine RFID getaggt… (Spätestens wenn ein Terrorverdächtiger eine Kinokarte BAR bezahlt, gibt es einen GUTEN Grund dafür…).

  20. Detlev T. meint: (11.3.2008 um 09:41) AntwortenReply to this comment

    @16 (Einzelhändler Stefan)
    Pauschale Aussagen sind niemals richtig. :-) Aber ich bin ebenfalls der Meinung, dass ein Großteil des Handels gern ganz auf Bargeld verzichten würde, weil Kassenabrechnung und Bargeldtransport halt Kosten verursachen. Du hast aber recht damit, dass es bis jetzt noch keine wirkliche Alternative gibt. Die müsste ja nicht nur sicher sein, sondern auch schnell und preisgünstig, bevor jemand seine BILD am Kiosk damit bezahlt.

  21. h.c. meint: (11.3.2008 um 10:10) AntwortenReply to this comment

    Wie wäre es denn mit einem Chip in der Hand, einer verbundenden Datenbank und einer automatischen Gesichtserkennungssoftware.

    Na gut, die Preissteigerungen wären dann etwas höher als bisher. Aber es wäre wohl "sicher"…

  22. abc meint: (11.3.2008 um 10:20) AntwortenReply to this comment

    @20 (Detlev T.): Eine solche Alternative gibt es eigentlich schon seit über 10 Jahren: die Geldkarte. Keine Ahnung, warum die sich nicht durchgesetzt hat, ab er vermutlich, weil sie vom Einzelhandel nicht akzeptiert wurde. Ich kann mir eigentlich kaum vorstellen, dass der Preis der Grund ist, den spezialisierte Versionen der Geldkarte wurden und werden gerne eingesetzt (bsw. Telefonkarten, bezahlen in Kantinen, Mensen, etc.). Die Geldkarte hätte für mich (zumindest, wenn man es richtig "implementiert" hat, ich kenn mich jetzt leider in den Details nicht aus) quasi alle Vorteile von Bargeld: schnell, anonym (nicht sicher ob sie das tatsächlich ist, aber zumindest könnte sie es ohne Probleme sein, die meisten Mensakarten sind es) und vermutlich auch kostengünstig.

  23. Hootch meint: (11.3.2008 um 10:36) AntwortenReply to this comment

    off topic:

    @ BVerfG:
    Ich mag Dich!

    @ alle anderen:
    Gerade in den Nachrichten gehört: Automatisierte Massenüberwachung von KFZ- Kennzeichen ist (jedenfalls in Hessen und Schlewig- Holstein) verfassungswidrig. :-D

    http://www.tagesschau.de/inland/kennzeichenerfassung4.html

    Grüße!

  24. Axel John meint: (11.3.2008 um 10:43) AntwortenReply to this comment

    @ 18: <Bei Geschwindigkeitsüberprüfungen erfolgt aber nur ein Eingriff in die Grundrechte, wenn man gegen das Gesetz verstößt – es „blitzt“ nämlich sonst nicht.
    Das ist bei einer Datenbankabfrage (der KK-Nummern) das Gleiche in Grün: Gemessen (geprüft) werden alle. Geblitzt (ausgedruckt) nur die, die ins Raster passen.
    Etwas völlig anderes wäre es, würde die KK-Firma ihre komplette Datenbank an die Behörden liefern, was sie ja nicht tut.

  25. h.c. meint: (11.3.2008 um 10:49) AntwortenReply to this comment

    @24 (Axel John),

    der Unterschied ist, dass das eine ein Outsourcing von Ermittlungsarbeit ist. Und es werden ja ALLE überprüft, bei Geschwindigkeitsüberschreitungen werden die die nicht zu schnell fahren in KEINER Weise erfasst. Also wenn Sie den Unterschied nicht erkennen…

    Wie schon @23 sagt ist das massenhafte Überprüfen der KfZ-Zeichen auch verfassungswidrig, auch wenn es nur "Ping" macht wenn es einen Treffer gibt. Vllt. verstehen Sie es ja mit dem Hinweis…

  26. Jens Ferner meint: (11.3.2008 um 11:01) AntwortenReply to this comment

    Wenn ich mir das Urteil zur Online-Durchsuchung und nun die Entscheidung zur Kennzeichen-Erfassung ansehe, hoffe ich noch mehr, dass das BVerfG die Klage bzgl. Mikado annimmt. Hier habe ich u.a. genau das bemängelt: Die fehlende gesetzliche Grundlage, es war wesentliches Element meiner Argumentation, dass man für das was da gelaufen ist (deswegen habe ich dafür einen neuen Begriff eingeführt) eine eigene Grundlage geschaffen werden muss.

    Und nebenbei: Da mit den kreidtikarten ist nur ein punkt. Mehr Sorgen macht mir, dass man auf die Zahlungsdaten mit ec-karten 1 Monat lang zugreifen kann:
    http://www.datenschutzbeauftragter-online.de/datenspeicherung-bei-kartenzahlung/

    Und dass das immer noch nicht jeder weiss.

  27. Detlev T. (nochmal) meint: (11.3.2008 um 11:24) AntwortenReply to this comment

    @22 (abc)
    Ein Problem bei der Geldkarte waren sicher Inkompatibilitäten der verschiedenen Systeme und Versionen. Bei Telefonkarten und in Kantinen gab es das nicht, deshalb konnte es sich hier eher etablieren.

    Nach meiner Meinung aber entscheidend: Sie hat für den Kunden gegenüber Bargeld keine Vorteile. Man muss, wie bei Bargeld, zuvor an den Geldautomaten und wenn man die Karte verliert ist das Geld genauso weg. Dafür muss man der Technik und dem Verkäufer vertrauen, dass er nur so viel abbucht, wie vereinbart. Man gibt also quasi dem Händler sein Portomonnaie, und kann nicht sehen, was er sich herausnimmt. Wer würde das mit Bargeld tun?

  28. ichich meint: (11.3.2008 um 11:52) AntwortenReply to this comment

    Betr.:Zu Im Visier des Verf…
    Es gibt Löschfristen, bei deren Ablauf die Daten zu löschen sind.
    Herr Vetter kennt diese sicher aus seiner Tätigkeit.
    Z.B.: beträgt die Vorhaltezeit bei Amtsdelikten 10 Jahre (PAD).
    Kommt während dieser Zeit eine neue Erfassung hinzu, beginnt die
    Zeit von vorn zu laufen.
    Jede neue Überprüfung, auch aus nichtigem Anlass ohne relevantes
    Ergebnis, führt zu einer Ergänzung des Datenbestandes mit neuem
    Erfassungsdatum. Die Erfassung verfügt der Sachbearbeiter/ sein Vorgesetzter.
    Ergo: die LfV sehen keinen Grund, den Datenbestand zu löschen, da
    die Frist noch nicht abgelaufen.
    Sollte die Löschung zeitlich näher rücken, flugs erfolgt eine neuerliche
    Überprüfung mit einem veraktungswürdigen Ergebnis.
    Und so weiter und so weiter.
    Eine Offenlegung des Datenbestandes wird i.d.R. strikt abgelehnt.
    Kommt es zu einer gerichtlichen Entscheidung pro Betroffenem, dann
    soll ja niemand glauben, daß der Datenbestand vollständig ist.
    Vielmehr führt das zu :"Dumm gelaufen, da müssen wir noch mal ran"
    -
    Und schon wächst meine Akte um diesen Kommentar.

  29. Der anderee Jens meint: (11.3.2008 um 12:38) AntwortenReply to this comment

    @27
    "Man gibt also quasi dem Händler sein Portomonnaie, und kann nicht sehen, was er sich herausnimmt. Wer würde das mit Bargeld tun?"

    Die kurzsichtige Rentnerin vor mir in der Supermarktkassenschlange! :)

  30. h.c. meint: (11.3.2008 um 12:45) AntwortenReply to this comment

    Ich erinnere noch mal an den Chip im Finger… technisch realisierbar ist alles.

  31. Einzelhändler Stefan meint: (11.3.2008 um 13:19) AntwortenReply to this comment

    "Aber ich bin ebenfalls der Meinung, dass ein Großteil des Handels gern ganz auf Bargeld verzichten würde, weil Kassenabrechnung und Bargeldtransport halt Kosten verursachen."

    Eine Kassenschublade mit Bargeld ist innerhalb von zwei oder drei Minuten ausgezählt und ohne weitere Kosten abgerechnet. Schon bei der vergleichsweise günstigen EC-Karte und deren Nachfolgern kommen da feine dreistellige Summen pro Quartal an Gebühren zusammen. Dafür kann ich das Geld locker zur Bank bringen (lassen).

    Gerade bei kleinen Geschäften sind es mitnichten die Handlingkosten, die eine Kartenzahlung noch attraktiv halten…

  32. Axel John meint: (11.3.2008 um 13:54) AntwortenReply to this comment

    @ 25: der Unterschied ist, dass das eine ein Outsourcing von Ermittlungsarbeit ist.
    Ist bei Tempo-Messungen das Gleiche. Die werden z.T. auch von externen Dienstleistern durchgeführt. Sogar mit garantiertem "Mindestumsatz".

    Und es werden ja ALLE überprüft, bei Geschwindigkeitsüberschreitungen werden die die nicht zu schnell fahren in KEINER Weise erfasst.
    Es werden aber ALLE ÜBERPRÜFT. Wie sollte man sonst feststellen, wie schnell sie sind?
    Bei einer Datenbankabfrage werden diejenigen, welche nicht dem Suchkriterium entsprechen, ebenfalls in keiner Weise erfasst.
    Die Abfrage ÜBERPRÜFT den GESAMTEN Datenbestand, ERFASST (liefert) aber nur, was der where-Klausel entspricht.
    http://de.wikipedia.org/wiki/SQL

    ist das massenhafte Überprüfen der KfZ-Zeichen auch verfassungswidrig
    Nicht das Überprüfen, sondern das Erfassen.
    Prüfen != Erfassen.
    Wäre das Prüfen verfassungswidrig, wäre es das Ende der Verkehrsüberwachung.

    Also wenn Sie den Unterschied nicht erkennen…
    Eben! Kann doch nicht sooo schwer sein…

  33. Detlev T. (nochmal) meint: (11.3.2008 um 14:31) AntwortenReply to this comment

    @31 (Einzelhändler Stefan)
    Zum Teil gebe ich dir recht. Der Einzelhandel ist keine homogene Gruppe. Für den Kioskbesitzer, der das Geld selbst zählt und zur Bank bringt, sieht die Kalkulation halt anders aus als für den Mega-Supermarkt, dessen Mitarbeiter pro Zeit bezahlt werden und der einen Geldtransporter anheuern muss. Der hätte vor allem ein Interesse an einem schnellen Bezahlvorgang, dann könnte er eine Kasse weniger aufmachen und bräuchte weniger Personal. Der Kiosk-Besitzer hätte davon wiederum nichts. Eine ganz andere Gruppe sind Automatenbetreiber. Die haben ein großes Interesse, dass in den Geräten kein Bargeld mehr Diebe anlockt.

    Zur Unterstützung meiner Argumente:

    "Allgemein gilt Bargeld als billiger als die Karte, weil weniger Technik und weniger Gebühren anfallen. Andererseits dauert das Bezahlen häufig länger. Außerdem werden zum Beispiel Kosten für Bestückung, Geldtransporter oder Nachttresor fällig. Das EHI schätzt, dass beim Händler pro Zahlungsvorgang in bar im Durchschnitt rund 30 Cent anfallen." (Quelle: FOCUS-MONEY)

    "Die Kommunen versprechen sich Einsparungen durch weniger aufgebrochene Automaten und geringere Kosten für das Sammeln, Zählen und Bei-der-Bank-Einzahlen der Parkmünzen. So könnte zum Beispiel Köln 60.000 Euro sparen, wenn zehn Prozent der jährlichen Parkgebühren mit dem Handy bezahlt würden." (Quelle: Chip)

  34. Jens Ferner meint: (11.3.2008 um 14:46) AntwortenReply to this comment

    Zum Thema Bargeld vs. Kartenzahlung: Ich finde die obigen Argumente alle einleuchtend. Rein wirtschaftlich wette ich, dass sich am Ende barzahlung und Kartenzahlung relativ die Waage halten was die Kosten für denjenigen angeht, der die Zahlung annimmt.

    Denn: Wo sonst bei der Barzahlung Geldtransporte etc. anfallen, fallen bei der Kartenzahlung "transportgebühren" für das Kartenzahlungsunternehmen an. Die Infrastruktur der Kartenzahlungsinstrumente wurde nicht aus Menschenliebe errichtet, die Betroffenen wollen da ein dickes Stück vom kuchen. Und Zeit? Wenn ich im Aldi bin merke ich keinen Unterschied ob da jemand mit Karte oder Bar zahlt – dauert immer gleich lange. Unterschiede ergeben sich erst, wenn der Mensch an der Kasse fragt: "Haben sie auch x cent klein?". Wenn man auf die Frage verzichtet beibt bei einem geübten Kassierer keine Zeitdifferenz mehr übrig zwischen Karte und Bar.

    Sehr wohl aber führt die Kartenzahlung mehr und mehr zu einer Abstraktheit des Geldes, das für viele heute nur noch eine Zahl auf dem Kontoauszug ist (wenn der überhaupt noch schriftlich existiert und nicht nur auf dem Bildschirm). Damit geht dann ein schwindendes gefühl für den Wert des geldes insgesamt einher.

  35. keiner meint: (11.3.2008 um 15:55) AntwortenReply to this comment

    @34: Gilt vielleicht für Großunternehmen ala Aldi oder Media Markt. Für Einzelhändler mit Sparkasse um die Ecke ist nur Bares Wahres.

  36. uwe rosenboom meint: (12.3.2008 um 01:47) AntwortenReply to this comment

    postmindestlohn-sonst keine beiträge!

    ich werde die gesamtsituation des blogs noch eine begrenzte zeit
    beobachten.die,die haben,scheren sich überwiegend nicht um die
    besitzlosen und versuchen auch nicht,zu verstehen und schon gar
    nicht zu teilen.sein bestimmt immer noch bewußtsein und recht
    gehört zum überbau,ganz simpel.
    wenn eine eigens von kapitalisten in`s leben gerufene "gewerk-
    schaft" zur extremen lohndrückerei benutzt wird,interessiert das
    sonst niemanden?schließlich geht`s einem ja gut!
    dann kann es ja akademisch weiter geh`n im blog.

  37. Stefan W. meint: (12.3.2008 um 02:59) AntwortenReply to this comment

    @jens, #34 – das Gegenteil ist richtig.
    Barzahlung ist fast immer schneller als Kartenzahlung – das haben zumindest meine Messungen in Supermärkten ergeben, bei denen man den Kassenbon unterschreibt – man hat in der Schlange ja sonst nichts zu tun.
    Womöglich ist es bei PIN-Zahlung schneller?

    @Detlev T., 30 ¢ pro Barzahlung – wie rechnen die?
    Eine Barzahlung dauert bei einem Brötchenkauf bei mir 10s.
    Das kostet bei einer 20€ Kraft also 5,5 ¢ pro Zahlungsvorgang.
    Bei Käufen von 2 Schrippen und weniger macht meine Bäckerin ja sonst Verlust!

  38. Detlev T. (nochmal) meint: (12.3.2008 um 13:37) AntwortenReply to this comment

    37 (Stefan W.)
    "30 ¢ pro Barzahlung – wie rechnen die?"
    Bin ich EHI? Frag' doch bitte da nach: http://www.ehi.org

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