Think global, act local
“Bei den Fahrtkosten”, sagt der Handwerker, “drücke ich Ihnen nur 15 Euro auf. Sonst ist die Pauschale 30 Euro. Aber wir hatten es ja nicht so weit von der Werkstatt.”
Kann man so sagen. 200 Meter laut Google Maps.
“Bei den Fahrtkosten”, sagt der Handwerker, “drücke ich Ihnen nur 15 Euro auf. Sonst ist die Pauschale 30 Euro. Aber wir hatten es ja nicht so weit von der Werkstatt.”
Kann man so sagen. 200 Meter laut Google Maps.
Deshalb nennt sich das auch Pauschale :)
Gibt's kein "-ly" mehr im Englischen?
Ja, als Rechtsanwalt kennt man sowas nicht. -Damit meine ich nicht die Pauschalen, sondern Rabatte.
Bei den heutigen Benzinpreisen ist das wirklich ein Schnäppchen-Preis.
@hkjansen: das ist doch denglisch, und da gibts das nicht. nicht bemerkt? ;-)
.~.
solche Kilometerpauschalen hätte ich auch gerne –> 37.50EUR pro Kilometer sind nicht zu verachten
Denkt hier auch mal einer daran, das die manchmal etwas weiter fahren müßen?
Und bei einigen Kunden haben die merh kosten wie 30€
Und für alle die sich nicht auskennen, man rechnet nicht nur den Spritverbrauch bei Firmenfahrezuegen. Verschleiß (Reifen,Bremsen, Öl usw) Versicherung, Steuer, Reperaturen und Wartung, und zu letzt muß auch noch was übrigbleiben um sich später mal eine neues Fahrzeug anschaffen zu können.
@ Stefan (7):
Wir kaufen für 10€ und verkaufen für 100€ und von den 10% leben wir….
Handwerker sind dafür bekannt, bei Aufträgen draufzulegen… ;-)))
@7 … mehr Kosten als 30 €
@phil:
den berechneten anfahrtspreis auf einen preis pro kilometer hoch zu rechnen unterstellt, dass der handwerker dem kunden anfahrtskosten metergenau in rechnung stellt.
"37,50€ prokilometer" legt den schluß nahe, es handele sich um eine kilometerpauschale.
beides ist hier aber nicht der fall, der handwerker rechnet die anfahrt, egal welche länge, immer mit einheitspreis ab. is sofern hat stefan recht, es wird sich wohl um eine summe handeln, die sich am durchschnittlichen anfahrtsweg des handwerkers bemisst.
udo hat halt pech gehabt, dass bei diesem verfahren die einzelfallgerchtigkeit auf der strecke bleibt. dafür hat er aber zum ausgleich wohl einen handwerker erwischt, dem das wohl unterbewußt auch aufgefallen ist ;-)
Berechnen kann er, was er will – bezahlt wird er aber nicht danach. ;-)
Na, da hätten's ja auch 2 € getan. :-)
…. deswegen spricht man in der Literatur zum Internationalen Management auch von "Glocalization".
… och, uns hat mal n Betrieb 50€ Fahrtkostenpauschale in Rechnung gestellt, obwohl er das Auto nichtmal nutzen musste. Die saßen nämlich im Haus nebenan und ihr Transporter war vor unserem Haus geparkt.
Hab leider keine Ahnung mehr, ob sie das Geld bekommen haben :(
@7 (Stefan)
Den Arbeitslohn für den Monteur nicht vergessen. Fahrzeit = Arbeitszeit!
@8 (keiner)"Handwerker sind dafür bekannt, bei Aufträgen draufzulegen… ;-)))"
Genau wie Anwälte! ;-)
Allen anderen: Es geht hier wohl nicht um eine Kilometerpauschale sondern um eine Anfahrtspauschale. Das heißt, alle Kunden in einem bestimmten Umkreis zahlen den gleichen Preis unabhängig von der Entfernung. Naturgemäß zahlen dabei manche drauf und andere sparen. Das Entgegenkommen, die Pauschale im "Härtefall" zu kürzen ist sehr lobenswert, aber nicht eben üblich.
Sollte man den Handwerker jetzt nicht verklagen? Schließlich hat der gegen die Gebührenordnung verstoßen. Oder galt das nur für Anwälte?
Wenn ein Anwalt irgendwo eine Unterschrift drunter setzt und deshalb eine angefangene Viertelstunde mit (k.A.) 25,- Euro berechnet könnt man ja auch aufschreien.
@ 16: Schließlich hat der gegen die Gebührenordnung verstoßen. Oder galt das nur für Anwälte?
"Mindestpreis"(vulgo RVO) gibt es -formal- nur für Anwälte.
Nach oben geht alles, sowohl beim Anwalt, wie auch beim Handwerker. UV kann durchaus einen Stundensatz von 980,00 EUR verlangen. Ob er den auch bekommt, ist eine andere Frage. ;-)
@18: Hängt halt vom Service ab, wer weis was der noch alles mitbringt damit sein Kunde ihm nicht ins Handwerk fuscht ^.^
@17 (Don): Wenn der Anwalt pro angefangene Viertelstunde ne Rechnung in dieser Höhe stellt hat man wohl zuvor aber auch ne Honroarvereinbarung unterschrieben…
Was kaum jemand – erstaunlicherweise auch die wenigsten Juristen – wissen:
Nach gefestigter Rechtsprechung sind Anfahrtskosten Handwerkern aber nur dann zu erstatten, wenn die Erstattung BEI AUFTRAGSVERGABE vereinbart wurde (auch möglich durch wirksame Einbeziehung von AGB).
Anfahrtskosten sind nämlich nicht Bestandteil des Werklohns oder der Vergütung einer Dienstleistung (sonst würde ja auch jeder Arbeitnehmer seine An- und Abfahrt bezahlt bekommen). Im Palandt gibt es dazu jede Menge Fundstellen (habe jetzt leider keinen da).
Dennoch findet man auf fast jeder Rechnung einen Posten An- und Abfahrt. Wenn man Streit nicht scheut, kann man es durchaus drauf ankommen lassen…
Und wenn mein Anwalt für 20min Gespräch 150€ kassiert, ist das in Ordnung? Dazu musste der weder von seinem Sessel aufstehen noch in Büchern/Akten blättern.
Leben und leben lassen.
Handwerker sind vom Teufel. Punkt. In solchen Fällen überhaupt eine Anfahrt zu berechnen (Die höchstwahrscheinlich nicht stattgefunden haben wird, schaetze ich mal…) ist schlichtweg die Abrechnung einer nicht erbrachten Leistung. Hat da jemand Betrug gesagt? Nein, so weit muss man gar nicht gehen. Aber es zeugt von schlechtem Charakter und Abzockmanier, die sich bei vielen Handwerkern leider immer wieder finden lässt. (Ich sage nur Haustüröffnungs-Notdienst oder Wochenend-Klempner-Noteinsatz)
Der Handwerker, der so vorgeht, tut das, was man Fachanwälten für Familienrecht schon seit Urzeiten vorwirft: Er bereichert sich am Elend Anderer die in einer Zwangslage sitzen.
(Im Fall des Familienrechtlers ist es tatsächlich nicht so, das sei hier mal lobend erwähnt – Die tun wirklich was für ihr Geld… meistens)
@22: RVG (Rechtsanwaltsvergütungsgesetz) lesen, das bildet ungemein.
(Und wenn Mandanten freiwillig Vergütungsvereinbarungen für 150 EUR / Beratung unterschreiben, selbst schuld – das ist freie Marktwirtschaft)
Anders beim Handwerker, wenn die Rechnung so gestellt ist, wissen wohl die wenigsten Kunden, dass das noch lange nicht heisst, dass sie das auch so bezahlen müssen… *seufz*
Fazit: Handwerker (zumeist) böse, Anwälte (zumeist) gut ;)
Bis auf wenige Ausnahmen in beide Richtungen vielleicht; hat da jemand "Abmahn-Anwalt" gesagt?
(Ist das Berufungsurteil aus Berlin eigentlich schon durch?)
@2 HKJAnsen
"Gibt’s kein “-ly” mehr im Englischen?"
Hier wird kein Adverb benötigt, ich empfehle ein Wiederholung dieses Themas der Englischen Grammatik.
Vgl. Apple Kampagne "Think Different"
Und wo bitte schön ist die Vereinbarung? Er kann ja viel in Rechnung stellen. Was nicht vereinbart ist, wird nicht bezahlt!
MHB