Mit 67 Jahren
Ich konnte mir nicht vorstellen, dass das Gejammer auf der Gegenseite stimmt. Eine heute 62-jährige Frau soll angeblich erst mit 67 Jahren in Rente gehen können. Rente mit 67 – noch nie was davon gehört? Die Anwältin auf der Gegenseite klang ziemlich oberlehrerhaft.
Ein Blick auf die Internetseite der Deutschen Rentenversicherung lohnt sich auch für Oberlehrer. Wer vor 1947 geboren ist, für den gilt weiter das Renteneintrittsalter von 65 Jahren.
Erkenntnis nebenbei: Mein Jahrgang ist der erste, der mit 67 Jahren in Rente geht.
Das heißt zwei Jahre länger law blog :-)
lebenslanges lernen (auch für die gegenseite)!
.~.
Ich Jahrgang 72 werde wohl nie Rente bekommen :-(
das heißt dann 2072 wenn ich das gestzliche Rentenalter erreicht habe Grundsicherung.
Hab' mir vorgenommen bis 86 zu arbeiten und dann Selbstmord zu begehen.
Wurde die "Altersrente für Frauen" abgeschafft? Wurde ja auch mal Zeit …
Ah: "Frauen, die vor 1952 geboren sind, können die Altersrente für Frauen frühestens mit 60 Jahren und 18 Prozent Abschlag in Anspruch nehmen. Hierbei handelt es sich um bereits geltendes Recht."
Naja, meine Mutter wird nicht nur bis 65, sondern darüber hinaus auch noch gut 3 Monate länger bis zum Ende des Schuljahres arbeiten … Die bekommt allerdings auch keine Rente.
@4 (gerhard):
das dürfte <a href="http://bundesrecht.juris.de/stgb/__211.html" rel="nofollow">schwierig werden</a>.
.~.
Na ja die Art von "Mord" ist ja noch nicht strafbar :-)
2 Jahre mehr oder weniger ist doch egal. Von der Rente, die uns zusteht, wird man nicht mehr leben können. Wir werden noch weniger als die Rentner heute kriegen. Rosige Aussichten für das Alter sind das nicht gerade.
das ist Ihnen vor knapp einem jahr (9.3.2007) schonmal aufgefallen… ;-)
Mein Großvater ist mit 63 Jahren Rentner geworden. Und daran hat er sich dann auch über 31 Jahre gehalten.
Ergo Baujahr 1964!?
baujahr '74
mir wir man wohl eine pistole leihen und von meinen rentenbeiträgen eine patrone kaufen (hoffe das geld reicht dafür, sonst muss ich mir ein seil mieten)
Ist noch niemandem aufgefallen, dass die "Alterspyramide" heute eine ähnliche Form aufweist wie sie vorhergesagt wird!?! Das "zu viele Rentner, zu wenig Rentenzahler"-Dilemma müsste bereits heute existieren! In den letzten 30 Jahren ist nur eine sehr geringe Verschiebung (5-6 Prozent) zu der Altersgruppe ab 60 Jahre zu beobachten. Und die geburtenschwachen Jahrgänge ab 1970 kommen erst noch in Rente ;o)
Die Vorhersagen der Versicherungsindustrie und ihrer politischen Ableger bezüglich der gesetzlichen Rente sollte man mit Vorsicht genießen.
Juhuu, UV und ich sind gleich alt.
Udo Vetter ist von 1947? So alt hätt ich ihn gar nicht eingeschätzt…
Herzlichen Glückwunsch! 8)
Mal sehen, OB ich welche kriegen werde…
*rotfl*
Hauptsache die Leute zahlen fleissig weiter in die "RiesterRente" ein. Dann muß der Staat am Ende nicht so viel Geld für die Grundsicherung drauf legen.
Naja. Das Gedächtnis lässt jedenfalls schon nach, nicht wahr?
lawblog.de/index.php/arch...es/2007/03/09/rente-2029/
@14: Das gegenwärtige Rentensystem ist ein reines Schneeballsystem. Entweder braucht es eine erhebliche Schwankungsreserve, oder es muß abgeschafft werden.
@14 Schau Dir mal
http://www.bpb.de/files/D1IUDV.pdf
an.
@4 – Gerhard
Na, das nenne ich doch mal eine wahrlich soziale Einstellung ;-)
empfehlenswerte Dokumentation:
Rentenangst – Der Kampf um die Altersversorgung
Saarländischer Rundfunk
http://www.youtube.com/watch?v=zafa_GIZjTA
Wenn heute jemand ein privates Finanzierungs"System" erfinden würde, wo jeder Mitspieler 2 neue Mitspieler finden muß, die ihn dann finanzieren und diese ihrerseits je wieder 2 neue Mitspieler…
1. Wie würde man ein solches "System" nennen?
2. Würde einem von offizieller Seite/Verbraucherschützern dazu geraten in so ein "System" einzusteigen?
Naja,
bei der gesetzlichen Rentenversicherung ist aber die "Zulage" (nennt sich Arbeitgeberanteil und ist heute total out …) meist doch wesentlich höher als bei der Riester-Rente.
Ja, es galt mal als ein gesellschaftlicher Fortschritt, das Renteneintrittsalter zu senken. Die Anhebung desgleichen kommt einer faktischen Rentenkürzung gleich. Abgesehen davon, das wir damit ganz sicher nicht weniger Arbeitslose bekommen.
Unsere asoziale Wirtschaftselite muß in Zusammenarbeit mit den hörigen Politclowns nun nur noch ein paar unwesentliche Reförmchen vorantreiben, bis wir alle für 2 Euro die Stunde einen 14 Stunden Tag haben ohne Pausen und ohne Arbeitsschutz, dann kann die Rente auch wieder ab 55 sein, da dann dieses Alter eh keiner mehr erreicht.
@24:
Hält da tatsächlich einer den Generationenvertrag für sittenwidrig?
Wer die kapitalgedeckte Altersvorsorge für der Weisheit letzten Schluss hält, darf hier nachlesen:
nachdenkseiten.de/upload/pdf/071128_mackenroth.pdf
Was Sie dabei übersehen: 1. hat sich in den letzten Jahren die Lebenserwartung massiv erhöht und 2. ist das Berufseintrittsalter ebenso gestiegen. Daher ist die Rente mit 67 keineswegs eine Kürzung, sondern bestenfalls eine Anpassung. 3. ist die Anzahl der Arbeitsplätze nie begrenzt, die Rente mit 67 hat also keinen negativen Einfluß auf die Arbeitslosigkeit, sondern eher einen positiven.
Hoffentlich werde ich sie bis dahin nicht mehr brauchen. :-D
jaja die Gnade der späten Geburt schlägt halt wiedereinmal gnadenlos zu, wenn ich Zeit halb werd ich euch bedauern aber als rentner hab ich für so was eh keine Zeit.*g*
Ich bin Jahrgang ´97. Was bekomme ich?
> Ich bin Jahrgang ´97. Was bekomme ich?
Kindergeld.
Ich habe vor kurzem gehört die durchschnittliche Lebenserwartung in Deutschland liegt um die 78.
Wir setzen das Renteneintrittsalter auf 82 und das Problem löst sich von selbst. ;-)
Ich bin übrigens Jahrgang '92
@ Bernd, Ich dachte ich wäre der jüngste der hier mitliest. :-)
Herzlichen Glückwunsch zum Jahrgang!
rente??? lol!
wenn ich 70 bin, prügel ich euch mit meinem krückstock die scheisse aus dem leib und nehme euch die portemonnaies ab!
"Wer die kapitalgedeckte Altersvorsorge für der Weisheit letzten Schluss hält, darf hier nachlesen:"
Da hat der Herr Autor nur leider vergessen zu erwähnen, dass dort jeder für sich selbst spart und nicht ein paar Leistungsträger für die Allgemeinheit. Dazu mag jeder stehen, wie er will, aber es hätte schon hineingehört…
@21 Ralph
1. Sind das Schätzungen die schon mit dem letzten Jahr widerlegt wurde, da letztes Jahr nicht weniger sondern mehr Kinder geboren wurden als im Jahr davor. Niemand (!) kann seriöse Schätzungen über Geburtenraten abgeben die bis zu 50 Jahre in die Zukunft reichen.
Nebenbei ist zurzeit unsere Pyramide von der Rentensicht her ideal. Am besten diesen Link folgen: http://www.nachdenkseiten.de/?p=3082
Die gesamte Website ist sehr empfehlenswert.
Wer mal eine halbe Stunde Zeit hat und sich stets Gedanken über die Rente macht, kann sich ja mal folgende Doku aus dem ÖR anschauen.
Die Rente ist tatsächlich sicher, zumindest wesentlich sicherer als eine kapitalgedeckte das je sein kann.
<a href="http://de.youtube.com/watch?v=zafa_GIZjTA" rel="nofollow">Rentenangst – Rentenbetrug01/05</a>
<a href="http://de.youtube.com/watch?v=Er1RcGFv2zQ" rel="nofollow">Rentenangst – Rentenbetrug02/05</a>
<a href="http://de.youtube.com/watch?v=71sL8WGr0_4" rel="nofollow">Rentenangst – Rentenbetrug03/05</a>
<a href="http://de.youtube.com/watch?v=Fm5DOM5POEo" rel="nofollow">Rentenangst – Rentenbetrug04/05</a>
<a href="http://de.youtube.com/watch?v=7hEdX1vR-mM" rel="nofollow">Rentenangst – Rentenbetrug05/05</a>
ich finde die Forderungen der Rentner immer ziemlich abgefahren, die Rentenerhöhungen fordern, aber nie sagen, woher das Geld kommen soll. Da reicht als Argument "ich hab x Jahre eingezahlt" (früher hieß das noch "geklebt") "und hab einen Anspruch auf eine Erhöhung von y % jedes Jahr".
Wenn ich meinen jährlichen Brief von der BfA bekomme, und mir die Inflation überlege, könnte ich weinen. Ich bin übrigens Bj. 67. Ich rechne mit weiteren 30 Jahren, bis ich in Rente gehe.
Zack, sind wir in der Meta-Diskussion :p
Wird das Umlageverfahren mit einem "Schneeballsystem" verglichen, ist das antisoziale Stammtischniveau erreicht. Das ist entweder zynisch oder gedankenloses Nachplappern von Finanzwirtschafts-Propaganda allererster Güte.
In Sachen Altersvorsorge herrscht enorme Verunsicherung. Zynisch nehmen wir schon hin, das für die jüngere Generation ja eh nichts mehr übrig bleibt.
Dabei ist unser Rentensystem eigentlich ganz in Ordnung. Nicht in Ordnung ist, wie es systematisch zersetzt wird – von Politik, "Fachgremien" und einer effektiv arbeitenden Lobby-Gemeinschaft. Wir lassen uns die soziale Absicherung schon als "Lohnnebenkosten" einreden und glauben mit schlechtem Gewissen, dass die Arbeit in Deutschland viel, viel zu teuer ist. Das dafür auch effektiver produziert wird; das die viel interessantere Größenordnung der Lohnstückkosten im globalen Vergleich sehr ordentlich dasteht, spielt irgendwie keine Rolle.
Über das Rentensystem schimpfen ist ein wenig so, als würde man mit dem Ruder der Galeere noch Beifall klatschen, wenn der Kerl an der Trommel den Takt erhöht.
Jetzt habe ich mich doch zu etwas Sozialromantik hinreißen lassen, verdammich. Ich bitte um Gnade.
@28: Das Papier versucht volkswirtschaftlich zu argumentieren, betrachtet dabei aber nur einen Ausschnitt. Erstens beschäftigt es sich keineswegs damit, ob die kapitalgedeckte Rentenversicherung nicht vielleicht das geringere Übel ist. Zweitens nennt es den wirklichen strukturellen Nachteil der kapitalgedeckten Versicherung nur am Rande: Nämlich die Anfälligkeit für Inflation – wobei sich das auch auf wirkliche Krisen reduziert, denn ein nachhaltig negativer Realzins kommt nur selten vor.
Wo es aber wirklich lächerlich wird: 1,6% Verwaltungskosten gegen 10-20% Verwaltungskosten. Keine Ahnung, ob die 1,6% p.a. überhaupt stimmen, aber die 10-20% sind ja wohl lächerlich. Da kommt man noch nicht mal hin, wenn man Einmalkosten wie Vertriebsprovisionen einfach als p.a.-Kosten rechnet – die Kosten könnte man über Zinsen auch nie reinverdienen – da ist das Geld unter Kopfkissen besser aufgehoben, da wird es wenigstens nicht weniger. Der Verwaltungsaufwand einer kapitalgedeckten Versicherung ist umso höher, je höher der erstrebte Zins ist – deswegen liegt die unverzinsliche Umverteilung natürlich am kostengünstigsten, das heißt aber nicht, dass sie am effizientesten ist.
Und das mit der "Kapitalrückzahlung" der Erwerbstätigen ist dann ja endgültig Schwachsinn: Einmal differenziert er hier nicht zwischen Zinsen und Tilgung, zweitens ist das private Kreditvolumen viel viel geringer als das Gewerbliche und öffentliche und drittens nimmt keiner Kredite auf, weil er Rentner unterstützen will, sondern weil er Liquidität braucht – die Kreditnachfrage würde allenfalls marginal steigen, wenn mehr Geld auf dem Markt ist (würde die Notenbank aber durch Zudrehen ihrer Geldhähgne kompensieren).
Richtig ist zwar, dass der cash-flow einer kapitalgedeckten Alterssicherung irgendwo her kommen muss und der Wirtschaft Kapital "entzieht". Das hat die kapitalgedeckte Versorgung aber mit dem Umverteilungssystem gemein – über die Vorteile einer kapitalgedeckten Versorgung ist glaube ich genug gesagt.
Über das Rentensystem schimpfen ist ein wenig so, als würde man mit dem Ruder der Galeere noch Beifall klatschen, wenn der Kerl an der Trommel den Takt erhöht.
ganz großes Kino!
Das tut mir wirklich leid für Sie!
…Bis ich mal dahin komme liegt das Eintrittsalter wahrscheinlich jenseits der 70… ;)
Nicht j e d e r ist vom späteren Renteneintritt betroffen. Er gilt nicht für langjährig Versicherte:
"Wird es auch in Zukunft eine Rente geben, die ich vor dem 67. Lebensjahr und ohne Abschläge beziehen kann?
Mit der Anhebung der Regelaltersgrenze auf das 67. Lebensjahr wird eine neue Rentenart, die Altersrente für besonders langjährig Versicherte, eingeführt: Wer 65 Jahre alt ist und eine Wartezeit von 45 Jahren erfüllt hat, kann ohne Abschläge in Rente gehen.
Welche Zeiten werden auf die Wartezeit von 45 Jahren angerechnet?
Auf die Wartezeit von 45 Jahren werden angerechnet Pflichtbeiträge aus Zeiten einer Beschäftigung, selbständigen Tätigkeit und Pflege, sowie Zeiten der Erziehung eines Kindes bis zum 10. Lebensjahr. Nicht berücksichtigt werden Pflichtbeitragszeiten aufgrund des Bezuges von Arbeitslosengeld, Arbeitslosengeld II oder Arbeitslosenhilfe. Ebenfalls nicht berücksichtigt werden Zeiten aus dem Versorgungsausgleich oder Rentensplitting sowie Zeiten mit freiwilligen Beiträgen.
Was ist, wenn erst nach dem 65. Lebensjahr die Wartezeit von 45 Jahren erfüllt wird?
Wird diese Voraussetzung erst nach Vollendung des 65. Lebensjahres erfüllt, kann eine abschlagsfreie Rente im Folgemonat beginnen. Wenn zum Beispiel erst mit 65 Jahren und sechs Monaten im Januar 2021 die Wartezeit von 45 Jahren erfüllt ist, beginnt die Altersrente für besonders langjährig Versicherte im Februar 2021."
@ ths meint: (27.3.2008 um 10:02):
Seh ich auch so. Dabei haben die Deutschland im Zweiten Weltkrieg auch noch in Schutt und Asche gelegt.
"Dabei haben die Deutschland im Zweiten Weltkrieg auch noch in Schutt und Asche gelegt." Und damit für ordentlich Arbeit beim Wiederaufbau gesorgt …
@Aude
Sehr schöne Metapher mit der Galeere. Allerdings – wenn ich irgendwann auf Rente gehe – wird das Alter bestimmt erneut hochgesetzt worden sein, so dass mir ein Renteneintrittsalter von 67 sehr human vorkommt und ich neidisch zurückblicken darf…
Das Thema wird auch in Zukunft für hitzige Diskussionen sorgen.
Rente, wie dekadent!
Das ist nur was für Leute mit Wochenarbeitszeiten von unter 60 Stunden.