Bitte beachten Sie
Die moderne Form des E-Mail-Disclaimers:
Bitte beachten Sie, daß dem [grundgesetzwidrigen] Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung zufolge, seit dem 1. Januar 2008 jeglicher elektronische Kontakt (E-Mail, Telefongespräche, SMS, Internet-Telefonie, Mobilfunk, Fax) mit mir oder anderen Nutzern verdachtsunabhängig für den automatisierten geheimen Zugriff durch Strafverfolgungs- u. Polizeivollzugsbehörden, die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, Zollkriminal- und Zollfahndungsämter, die Zollverwaltung zur Schwarzarbeitsbekämpfung, Notrufabfragestellen, Verfassungsschutzbehörden, den Militärischen Abschirmdienst, Bundesnachrichtendienst sowie 52 Staaten wie beispielsweise Aserbeidschan oder die USA sechs Monate lang gespeichert wird, einschließlich der Kommunikation mit Berufsgeheimnisträgern wie Ärzten, Journalisten und Anwälten. Mehr Infos zur totalen Protokollierung Ihrer Kommunikationsdaten auf www.vorratsdatenspeicherung.de.
copy&paste – das wird auch mein disclaimer :-)
naja, man kann ja auch übertreiben….
Eigentlich finde ich es gut, wenn man sowas ähnliches in den Footer schreibt.
Aber die Version ist doch ziemlich genau auf dem gleichen (Stammtisch-)Niveau wie die Aussagen der Politiker, die man kritisieren will.
Ich finde man sollte sich nicht auf das Niveau der Politiker runter ziehen lassen.
Das liest sich, als ob die Mail selber gespeichert wird.
Nun, wenn man vertrauliche Inhalte über E-Mail erwartet, dann sollte man seinen Kommunikationspartner doch halt vorwarnen.
Übrigens, gibt es nicht schon länger eine Standardschnittstelle bei E-Mail-Providern, über welche die Polizei – mit richterlicher Genehmigung wohl – E-Mails auslesen kann?
sind paar Fehler drin, nech?
stimmt doch so. Der "Kontakt" wird protokolliert, nicht der Inhalt der Kommunikation.
@2 Sind (oder besser waren bis zur Eilentscheidung des BVerG) nicht alle Behauptungen in dem Footer korrekt?
Ich denke das ist ein deutlicher Unterschied zu den Behauptungen gewisser Politiker.
@4:
"Standardschnittstelle bei E-Mail-Providern, über welche die Polizei"…"E-Mails auslesen kann?"
Heise hatte da mal etwas geschrieben:
http://www.heise.de/newsticker/meldung/20134/
@wudo: Hilfreicher ist wohl dieser Link:
http://www.heise.de/ct/06/01/044/default.shtml
Dieser E-Mail-Disclaimer wäre fast zum Lachen, wenn er nicht so traurig wäre.
Bitte beachten Sie, dass dem Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung zufolge
jeder elektronische Kontakt mit mir sechs Monate lang gespeichert wird.
Please note that according to the German law on data retention, information
on every electronic information exchange with me is retained for a period
of six months.
Auch das ist eine Signatur, die von wiki.vorratsdatenspeicherung.de/E-Mail-Signaturen kommt.
Hat was.
Die angebliche Beschränkung auf 6 Monate ist außerdem Placebo. Da reicht eine Vollabfrage eines berechtigten Auslandspartners wie den USA mit eigenen Datenschutzprinzipien und die Daten lassen sich dadurch ewig gespeichert vorhalten.
@14: natürlich nicht in Deutschland. Aber in den USA und von da bekommen unsere Behörden sie dann wohl auch herausgegeben…
@14 (gant): elektronische Kommunikation bewirkt anscheinend vor allem eines: grenzenlose Speicherwut. Aber warum so kritisch: die Politiker wollen doch nur unser Bestes, oder? ;-))
*knurr* Mit diesem Text richtet man fleißig Schaden an der guten(tm) Sache an. Schlechte Lesbarkeit und auch noch Fehler.
@17 (Hobbyjurist): "die Politiker wollen doch nur unser Bestes, oder?"
Ich habe dein Smilie wohl gesehen, aber ich denke, daß man das durchaus ernsthaft sagen kann. Ich denke, daß z.B. Schäuble mit seinem Abbau des Rechtsstaates nach Depenheuers "Anleitung" durchaus "das Beste" für die Bevölkerung will. So wie Terroristen vermutlich auch "das Beste" wollen (und sich dadurch nicht als Terroristen sehen).
Problem: "Das Beste" zu wollen ist etwas ganz anderes, als tatsächlich das beste zu tun. Insbesondere wenn andere Menschen das Ziel dieses "Besten" sind. Und insbesondere, wenn man diese Menschen nicht vorher fragt, was sie denn für ihr "Bestes" halten.
Natürlich gibt es auch Politiker, die nicht "das Beste" für die Bevölkerung wollen, sondern die nur ihren eigenen Vorteil im Blick haben. Aber genausowenig, wie ich Politikern völligen Altruismus unterstelle, unterstelle ich ihnen völligen Egoismus.
Ich denke, man muß sich davon lösen, Motive wie "das Beste wollen" als hehrer zu betrachten als "mein Bankkonto soll sich füllen". Sie werden im Zweifel genauso rücksichtslos verfolgt wie letztere. "Ich will doch nur dein Bestes" ist schließlich auch einer der Sprüche, die Eltern, die ihre Kinder mißhandeln, gerne zum besten geben.
Gruß, Kristine
@14/15:
Gibt es denn einen "Reimport" von Datensätzen?