Ökostrom
Ich kriege zu Hause jetzt Strom aus regenerativen Quellen. Eigentlich wollte ich zu einem günstigen Anbieter wechseln. Aber den Ökostrom fand ich dann die bessere Idee.
Ich kriege zu Hause jetzt Strom aus regenerativen Quellen. Eigentlich wollte ich zu einem günstigen Anbieter wechseln. Aber den Ökostrom fand ich dann die bessere Idee.
Tja, Umweltschutz muss man sich eben leisten können…
Du kriegst weiterhin Atomstrom aber dieser ist durch Öko-Zertifikathandel nun angeblich ökologisch geworden.
By the way: Utopia hat vorletzte Woche eine Aktion gestartet und möchte 10.000 Kunden zum Wechsel zu Ökostromanbietern bewegen. Guckst Du: http://www.utopia.de/utopia-aktion/oekostrom-jetzt
Angeblich ist der häufigste Spruch bei EVUs "Strom hat kein Mascherl" – nachdem der Strom in ein gemeinsames Netz eingespeist wird und aus einem gemeinsamen Netz bezogen wird, steigt halt sozusagen der Atomstromanteil der anderen Kunden geringfügig an, sonst ändert sich aber nix.
Das ist so, wie wenn jemand eine Tintenpatrone in den Swimming Pool wirft und man sagt: "Ich hätte daraus aber gerne tintenfreies Wasser, bitte schön."
@ 2 : Genau das ist das problem. Man kann garnicht nachweisen ob überhaupt für alle Ökostrom abnehmer genug Ökostrom produziert wird ;]
@4: Für jeden Kunden, der einen Liter tintenfreies Wasser haben will, muss der Händler aber auch wieder einen Liter tintenfreies Wasser nachfüllen…
Ökostrom ist nur bei Anbietern, die ausschließlich Ökostrom anbieten, wirklich effektiv für die Umwelt. Bei großen Stromversorger "bekommen" die Kunden, die Nicht-Ökostrom haben, lediglich weniger Ökostrom.
Zu empfehlen: http://www.lichtblick.de
@2,3,4,7
Das Ganze hat natürlich erst dann einen Effekt, wenn mehr Kunden Ökostrom nachfragen als ohnehin schon in das Netz eingespeist wird. Bis dahin ist das nur ein Umettikettieren – da habt ihr recht. Aber wenn man da hin kommen will, muss der eine und der andere erst einmal anfangen.
Ich habe übrigens seit dem 1.12. "Öko"strom.
http://www.energynet.de/2008/01/07/zertifikatehandel-fur-erneuerbare-energien-offnet-okostromschwindel-tur-und-tor/
Und wir reden auch mal nicht über ökologische und andere Folgen der super-"sauberen" Wasserkraft
Meine LG arbeitet im Energiehandel und sie verkauft großen Kunden mit relativ konstanten Lasten gerne Strom aus ewig abgeschriebenen österreichischen Wasserkraftwerken. Der ist billig und clean und kann als Ökostrom beworben werden. Er ist allerdings kein Ökostrom im Sinne des EEG (das ist die juristische Seite vom Ökostromanteil im normalen Strom), was sich bestimmt auf den Preis auswirkt…
Bedaure, das ist kein Ökostrom, auch wenns behauptet wird. Der Strom wird einfach nur so umdeklariert. Echten Ökostrom gibts nur hier:
http://www.atomausstieg-selbermachen.de
Was ist an einem Gaskraftwerk mit Kraft-Wärme-Kopplung in Düsseldorf nun bitte Öko ? Das "natürliche" Kühlwasser? Uran wird auch der Natur entnommen!
Ökostrom, der den Namen verdient, trägt nachhaltig zum Neubau von Anlagen bei und trägt dann typischerweise das "ok power label" (www.ok-power.de) oder das GSL-Label (www.gruenerstromlabel.org).
Demgegenüber steht Strom aus regenerativen Energiequellen, der vollständig in Bestandskraftwerken erzeugt wird. Gerne garniert mit hübsch aussehenden aber inhaltsleeren TÜV-Zertifikaten in diversen Varianten.
Eine gute Quelle für Ökostrom sind die vier klassischen Anbieter:
* Elektrizitätswerke Schönau
* Greenpeace Energy
* Lichtblick
* Naturstrom (nicht zu verwechseln mit NaturEnergie)
Das sind kleine engagierte Unternehmen, die man auch schlicht deswegen mögen kann, weil man Marktwirtschaft mag. Da muß man garnicht unter ökologischen Aspekten Kunde werden, ökonomische tun es völlig.
Bei uns sagt man "wenns schee macht…" Oder hier: Wenns Gwissa sei Ruah hod.
Ich meine, mich zu erinnern, dass auch das Öko-Label von "Lichtblick" nicht 100% öko ist. Zumindest war es das letzte Mal, als ich mich darüber informiert habe (ca. 1-2 Jahre her), noch so.
Will das alles aber nicht als sicher verkaufen. Vor dem schnellen Wechsel zu einem der "sauberen" Ökostrom-Anbieter lohnt sich vielleicht eine Stunde Google.
sind ebenfalls in der WG seit dem sommer bei "naturstrom". 19,75 cent die kilowattstunde, wovon garantiert ein cent in den neubau von neuen anlagen einfliesst – und zwar kaum in wasserkraft! ohnehin ist man bei naturstrom mit einem relativ geringen wasserkraftanteil dabei. sehr schoen. da aber der gute wille zaehlt, bin ich froh, dass der wechsel hier so selbstbewusst ausgerufen wird. wuenscht man sich oefter. denn schliesslich erben wir nicht von unseren vaetern, sondern borgen von unseren kindern.
Technisch gesehen ist der Strom immer der gleiche (230V, 50Hz), d.h. Ökostrom ist ununterscheidbar von 'normalem' Strom. Relevant ist aber, wem man sein Geld gibt: An einen Kohle/Gas/Atomkraftwerksbetreiber, oder an jemanden, der Wind/Solar/Kleinwasserkraftwerke betreibt.
Hallo,
> Ich kriege zu Hause jetzt Strom aus regenerativen Quellen.
Nein:
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/26/26671/1.html
Gruß
Liegerad-Andreas
Vielen Dank, weniger Nachfrage für Strom aus osteuropäischen Atomkraftwerken bedeutet, daß meine Strom billiger wird :D
Ganz gut zusammengefasst aus seriöser Quelle:
http://www.test.de/themen/umwelt-energie/meldung/-Oekostrom/1653076/1653076/
http://www.test.de/themen/umwelt-energie/meldung/-Interview-Oekostrom-mit-RECS-Zertifikaten/1615574/1615574/
Selber schuld. Wer glaubt, er schützt die Umwelt, indem er für denselben Strom mehr zahlt, hats noch nicht verstanden.
@19
Ganz genau. Guter Link!
Aus Gründen des Umweltschutzes bin ich gegen die Landschaftszerstörung durch riesige Windkraftanlagen, welche zudem mit niederfrequenten Tönen Menschen und Tiere in ihrer Umgebung beeinträchtigen und auch schon mal Vögel zerhacken (nachzulesen im SPIEGEL).
Mit freundlichen Grüßen
Günter Frhr. v. Gravenreuth
Ökostrom wird dann in Österreich geordert – per Strombörse. Schön und gut – es ist mehr Ökostrom im deutschen Netz. So, wenn die Österreicher all ihren Strom aus Wasserkraft an uns verscherbelt haben, dann holen sie den Strom den sie selber brauchen aus der Strombörse. Und was für einer ist das dann? Genau.
@23 / Vorschlag: Einfach mal einen modernen, nach 2000 errichteten Windpark heraussuchen und mitten rein fahren, aus- bzw. absteigen und inne halten. Aber Vorsicht, das könnte Vorurteile zerstören.
Ich mache das mehrfach im Jahr, weil solche Windparks auch in der Freizeit auf meinen Wegen liegen. Es ist ein beliebtes Märchen, dass Windenergieanlagen nennenswerten Infraschall erzeugen. Inzwischen sind die Rotoren aerodynamisch mindestens so optimiert wie die Tragflügel von Verkehrsflugzeugen, was große Auswirkungen auf die erzeugten Luftwirbel und damit die Geräusche hat.
Die neueren Windenergieanlagen passen hier vom Erscheinungsbild deutlich besser in die Landschaft als die ebenfalls zahlreich vorhandenen Hochspannungstrassen. Gerade das Design von Norman Foster macht sich für meinen Geschmack ausgesprochen augenfreundlich. Eine matt gestaltete Lackierung der Rotoren verhindert obendrein den bei früheren Anlagen störenden Disco-Effekt.
Der Spiegel hat sich vor den Karren der großen Energiekonzerne spannen lassen und mit den üblichen Unterstellungen gearbeitet. http://www.heise.de/tp/r4/artikel/17/17075/1.html
Gegenüber den Auswirkungen von Straßenverkehr, intensiver Landwirtschaft und Zersiedelung sind die Auswirkungen der Windkraft auf die Vogelwelt übrigens nachrangig. Bei uns in der Gegend rennen obendrein immer noch bekloppte Hobbyjäger durch die Gegend knallen jedes Jahr illegal so viele Greifvögel ab, dass die örtlichen Käseblätter das für berichtenswert halten. Obendrein ist der durchschnittliche Kleingarten hier artenarm und pflegeleicht gestaltet, was die netten älteren Damen in meiner Bekanntschaft zu Bemerkungen wie "die Singvögel sind doch recht selten geworden" und "daran sind bestimmt die vielen Katzen schuld" provozierte.
Die örtlichen Vogelschützer sind von den zahlreichen Windenergieanlagen hier wenig begeistert, sehen aber im Ausbau der Windenergie keinesfalls ihr Hauptproblem.
Nur die FDP im Lande war sich nicht zu blöde, dem Wähler die Windenergie als Placebo zum Fraß vorzuwerfen. Übrigens mit Erfolg. Es werden praktisch keine neuen Anlagen mehr zugelassen. Aber dafür u.a. diverse Kohlekraftwerke. Natürlich an Standorten, an denen die Restwärme per Kühlturm die Landschaft heizen darf.
Was kriegen Sie für diese Werbung?
@27: Wenn ich auf derselben Ebene formulieren wollte, würde ich z.B. fragen:"Schlagen Sie eigentlich immer noch ihre Frau?"
Wenn hier Gelder flossen, dann z.B. an Heerscharen von Politikern auf kommunaler und Landesebene in NRW, die sich die RWE als Erfüllungsgehilfen hielt.
http://www.ngo-online.de/ganze_nachricht.php?Nr=12741
Und bestimmt bezieht er sein Einkommen auch nicht von der Aluminium-Industrie wie Kollege Thomas Mock, der zahlreiche Anti-Windkraft-Bürgerinitiativen vertrat. Ohne Ross und Reiter zu nennen.
http://www.wdr.de/tv/monitor/pdf.phtml?myP=040325f_windkraft.pdf
(…)unser angebotener Naturrhein-Strom steht in keinem Zusammenhang mit mit den in der Presse genannten Energiezertifikaten (RECS-Zertifikate). Naturrhein-Strom ist vom TÜV Nord zertifiziert und das bedeutet nicht nur, dass er zu 100 Prozent aus regenerativer Energie gewonnen wird, sondern dass das Unternehmen, bei dem wir den Ökostrom beziehen, den gesamten Gewinn in den weiteren Ausbau regenerativer Energiegewinnung investiert. Der Faktor Nachhaltigkeit spielt also eine wesentliche Rolle.
Weiterhin ist es bei Naturrhein-Strom so, dass die Energiedaten zwischen den Stadtwerken Düsseldorf AG und dem Ökostromlieferanten so genau ausgetauscht werden, dass die Stadtwerke für den Ökostrom eine zeitgleiche Vollversorgung gewährleisten können (hierbei werden die sog. Haushalts-Standardlastprofile bezogen auf ¼ h-Mittelwerte untereinander ausgetauscht). Dieser aufwändige Prozess wird ebenfalls jährlich durch den TÜV-Nord geprüft und entsprechend zertifiziert.
also im schönen saarbrücken, wo privatperson vom grundversorger ausschließlich mit "ökostrom" beliefert werden ist davon auszugehen das es sich um recs zertifikate handelt.
bei anderen anbietern bin ich mal so frei die these in den raum zu stellen, das einfach erstmal der gesetzlich vorgeschriebene ökostromanteil von 8(?)% mit den mittel des marketings von gutgläubigen endkunden finanziert wird. oder steht bei ihrem strom explizit, das ihre abnahme, respektive die der gesamten ökostrom kunden zusaetzlich zum vorgeschriebenen anteil zugekauft wird? Also der ökostrom energiemixanteil sich aus gesetzl. anteil + der der ökostromkunden zusammensetzt?
nachtrag: in sb sind 83% zertifikate, es wird auch kein hehl daraus gemacht.
atomstrom ist zur zeit die ökologisch vernünftigere lösung.
und das sage ich nicht, weil ich fan von atomkraft bin.
die alternativen sehen nämlich düster aus:
solarenergie: um den energiebedarf der BRD decken zu können, müsste man das gebiet der bundesrepublik KOMPLETT mit solarzellen bedecken. flächen für agrarwirtschaft, und auch wälder, müssten eingeebnet werden um den energiebedarf bedienen zu können.
windenergie: off-shore parks sind in, doch sie zerstören flora und fauna des meeres. wo immer off-shore parks errichtet werden, zieht sich die unterwasserwelt zurück. das liegt am lärm. schallwellen übertragen sich im wasser viel besser als an der luft, die vibrationen der windräder sind der horror für die unterwasserwelt. jeder meeresforscher wird das bestätigen.
wasserkraft: künstliche stauseen tragen das ihre dazu bei, im wettrennen der aussterbenden tierarten. und wenn weiterhin flüsse begradigt werden, um die effizient zu steigern, oder damit auch grosse schiffe mit tiefgang durch den kanal passen, rächt sich die natur unmittelbar. dies macht sich durch hochwasserkatastrophen und artensterben bemerkbar.
windräder an land: da greift sich jeder naturschützer an den kopf, ich persönlich möchte nicht neben so einem ding wohnen. und hochsensible tiere schon mal gar nicht.
und zum thema biosprit brauche ich wohl hoffentlich nichts zu sagen, denn die verbrennung von bereits vorhandenen mineralöl ist ein kinkerlitzchen im vergleich zu den folgen für die umwelt, wenn wir weiterhin auf dieses pferd setzen.
im vergleich zu den "alternativen energiequellen" ist jedes kohlekraftwerk geradezu politisch korrekt und atomkraft die logische lösung.
doch die zur zeit vernünftigste lösung wären dampfturbinen in müllverbrennungsanlagen, oder die effiziente nutzung von erdwärme.
und noch etwas anderes, für das es keine lobby gibt und mir gerade nicht einfallen will…
@32: Schon wieder ein hochsensibler Theoretiker, der moderne Windkraftanlagen anscheinend nur aus dem Auto- bzw. Bahnfenster oder der Propaganda der großen Energieversorger kennt. Man muss sie übrigens weder 100m neben ein Wohnhaus noch in Naturschutzgebiete oder Nationalparks stellen. Und nein – nicht jeder Naturschützer greift sich an den Kopf. Siehe die durchaus differenzierte Meinung des BUND zu diesem Thema.
http://www.bund.net/index.php?id=1907
Sonderbar, dass Schall auch offshore ein unlösbares Problem sein soll. Wird in der Schiffahrt inzwischen wieder gerudert oder gesegelt? Nennenswerter Lärm tritt tatsächlich auf: Beim Bau von Fundamenten. Es gibt auch sonstige zu bedenkenden ökologischen Auswirkungen. Aber die scheinen nach derzeitigem Stand der Erkenntnis beherrrschbarer zu sein als z.B. die Nebenwirkungen von Kohlekraftwerken. Auch in der Beurteilung von "Naturschützern".
Ökostrom ist heute nicht unbedingt teurer als "normaler" – mein Hausanbeiter zB ist teurer als das Angebot von Greenpeace:
http://www.greenpeace-energy.de/pk_preise.php
Das ist übrigens im KWh-preis auch günstiger als das hier scheinbar gewählte, dafür im Monatspreis höher. Umschauen lohnt sich also immer, ganz nett zum Thema ist dabei die Webseite des Landes NRW: http://www.stromanbieterwechsel.nrw.de/page.asp?RubrikID=6971
Dort kann man auch nach Angeboten suchen.
@32, desp (und andere):
Du möchtest also nicht neben einer Windkraftanlage wohnen? Kernkraft ist die vernünftigere Lösung? Okay, mit dieser Meinung kann ich umgehen…
Dann zieh doch bitte mal in die Nähe eines hübschen KKWs*, wenn es geht mit angrenzendem Zwischenlager für hoch- und mittelradioaktive Abfälle. Dann fühlst Du Dich bestimmt wohler.
*)nicht so ein modernes KKW, nein, nimm irgend ein deutsches
Zum Thema Kosten:
Kernkraft ist eine der teuersten Energiequellen überhaupt. Allein die Urangewinnung verschlingt Unsummen. Dann muss das Zeug noch angereichert werden, die KKWs müssen gebaut und unterhalten werden, und schließlich muss der Abfall (wo auch immer) endgelagert werden, was auch nicht gratis ist.
Wenn man dann noch das Risiko eines GAUs bedenkt…
Es stimmt schon, es ist wirklich geradezu absurd Windräder zu bauen, eben weil sie Laut sind bzw. sein können, während sich ein Kern- oder Kohlekraftwerk geradezu gräuschlos betreiben lässt.
Grüße!
Hier findet ihr eine Liste mit der top ten "echter" Ökostromanbieter mit Preisvergleich:
http://www.ecotopten.de/prod_strom_prod.php
achso von wegen man müßte das ganze deutsche gebiet mit solarkollektoren abdecken: selten so ein Bullshit gehört.
Das deutsche Zentrum für Luft und Raumfahrt hat da was anderes errechnet: http://de.wikipedia.org/wiki/Erneuerbare_Energie#Physikalisches_und_technisches_Potenzial
seht euch einfach mal die Grafik an.
aber die realistische frage ob man nicht vlt ein zwei neue atomkraftwerke bei uns bauen soll, die man selber kontrolliert und mit denen man die energieabhaenigkeiten weiter streut bis sich die regenerativen technologien soweit entwickelt haben das in einer auf absolut unterbrechungsfrei stromabhaenigen gesellschaft die versogungssicherheit gewährleistet ist darf bzw. muss doch gestellt werden.
Immer wieder schön, wie man den Deutschen mit dem "Öko"-Label Geld aus der Tasche ziehen kann.
Geschäftstüchtig, wie die Schweizer nun einmal sind, verdienen sie mit damit inzwischen Millionen: Der Strom der Schweizer Wasserkraftwerke wird wg. "Öko" mit Preisaufschlag an deutsche Kunden verkauft, und die Schweizer Haushalte statt dessen mit billigem französischem Atomstrom versorgt.
Ist natürlich nicht so, daß faktisch irgend etwas für Natur oder Umwelt getan wird – aber so viele Menschen fühlen sich dann glücklich.
rolf:
Für den dort gelisteten, recht günstigen Anbieter "Trianel Energie" gibt es Gutscheine:
http://search.ebay.de/_W0QQsassZtrianel-energie
Bei Vertragsabschluss über die Conrad-"Apotheke" (der Elektronikversand) soll es stattdessen ein Energieverbrauchsmessgerät geben.
Schwellenunabhängig ist jede Ridioaktivität gesundheitsschädlich.
Nach Sacharows Berechnungen waren bereits 50 Megatonnen getestet worden, also 500.000 Tote. 1958 veröffentlichte er in der Zeitschrift Atomenergie den Aufsatz "Der radioaktive Kohlenstoff nuklearer Explosionen und die schwellenunabhängigen biologischen Effekte"
Und ich geh jetzt Ablaßbriefe verkaufen. "Höllenfeuer, frisches neues Höllenfeuer!" Die haben uns wenigstens noch den Petersdom eingebracht, statt die Sicht auf französischen Kernkraftwerke durch Windparks zu verschandeln. Achja, findet es noch irgendjemand kurios, daß ausgerechnet in Deutschland Atomkraftwerke abgeschaltet und durch Kohlekraftwerke ersetzt werden? Wann kommen die Dampflokomotiven zurück?
… und für jede Flugreise noch 1-2 Kästen Krombacher trinken, damit der Regenwald geschützt wird. Klippschul-Logik für Anfänger…
Beziehe seit etwa 2001 Strom von den EWS (Schwarzwald). Bestimmt gibt es hier auch einige "Experten", die die einstigen "Stromrebellen" für Ökoschwindler halten. Gegen Fachkenntnisse kann man eben nichts ausrichten.
@35:
Soso, Kernkraft ist die teuerste Energieerzeugung? Diese Behauptung wird immer wieder mal von KKW-Gegnern in den Raum geworfen, wahrer wird sie dadurch aber nicht. Tatsächlich liegen gerade die Brennstoffkosten aller anderen Kraftwerkstypen deutlich über denen des KKW. Eigentor ;)
@TEMF
… er rechnet vermutlich noch den Rückbau des Kraftwerks und das Wachpersonal für das Endlager (2 Millionen Jahre mal 150 Leute pro Tag mal ….) mit rein. Dann kommt das schon hin.
Nr. 41: Die moderne Forschung hat herausgefunden, daß Herr Sacharow und andere Wissenschaftler die Schädlichkeit von Radioaktivität erheblich überschätzt haben. Aktuelle Forschungsergebnisse belegen übrigens darüber hinaus, daß die Wirkung von Radioaktivität sehr wohl von der Dosierung abhängt. All das wußten die Nuklearmediziner schon lange vor Tschernobyl, aber bereits damals wollten ihnen die Hysteriker nicht zuhören. Schließlich geht es bei der Anti-Atom-Bewegung weniger um Tatsachen, als vielmehr um eine politische Agenda, bei der Fortschrittsfeinde und Technophobe die Unwissenheit der Menschen ausnutzen.
@33 (Spectator)
Leider haben Sie offenkundig keine Ahnung, wovon Sie reden. Das ist sehr schade, weil Sie scheinbar aus löblicher Überzeugung heraus schreiben.
Tatsächlich sind Windparks an Land allerdings reichlich hässlich anzusehen, stören gerade nachts (Blinklichter) den Ausblick und geben ständig ein durchaus wahrnehmbares Brummen von sich.
Ich wohne im Gegensatz zu Ihnen selbst in unmittelbarer Nähe zu solchen Mühlen. Und ja, die sind eindeutig aus diesem Jahrhundert.
(Dass es sicher auch kein Vergnügen ist, in direkter Nachbarschaft zu einem AKW oder einem Kohlekraftwerk zu wohnen, bestreite ich nicht, aber die werden auch in deutlich größerem Mindestabstand zu Wohngebäuden gebaut und überdies braucht es deutlich weniger von den Dingern, um dieselbe Menge Strom zu produzieren.)
@48: Die hier zwischen 2000 und 2003 gebauten Anlagen mit Nennleistung zwischen 1 und 2MW von Enercon "brummen" nicht.
Was an der getriebelosen Ausführung liegen mag.
Im Sommer 2002 bin ich rund um die Errichtung und die Inbetriebnahme eines der Windparks hier regelmäßig nach Feierabend mit dem Fahrrad hindurchgefahren und habe auch nach der Inbetriebnahme gelegentlich mittendrin, manchmal sogar an einem Mastfuß eine Rast eingelegt. Da sieht man auch aerodynamische Details wie die Winglets an den Blattspitzen der Rotoren, die ich das erste Mal an den Tragflügeln eines Airbus gesehen hatte. Das verringert die Wirbelbildung, erhöht den Wirkungsgrad, verringert die Geräuschentwicklung.
Ich bin nicht nur bei Flaute, sondern bis etwa Windstärke 5 durchgefahren, was mit dem Fahrrad schon etwas mühsam wird, aber ich wollte ja ein wenig schwitzen. :D
Eine (hässliche) Schweinemastanlage ausgenommen, steht das nächste Haus in ca. 500m Abstand zum Windpark, was ich eben noch mal in Google Earth kontrolliert habe.
Tut mir leid, wenn an Ihrem Wohnort ein Windpark in zu kleinem Abstand mit technisch weniger ausgefeilten Anlagen errichtet worden sein sollte. Aber es spricht, wenn die Abstandsregelungen eingehalten werden, wenig dagegen, landwirtschaftlich genutzte Gebiete möglichst weitgehend zusätzlich für Windenergieanlagen zu nutzen.
Es ist klar absehbar, dass Windenergie bei kräftig steigenden Preisen für fossile Energieträger in absehbarer Zukunft ohne Einspeisevergütung auskommen wird.
Leichtölpreis in Januar 2007: Ca. 50$. Leichtölpreis heute: Über 120$. Wobei gnädigerweise der Euro-Kurs im selben Zeitraum von 1,30$ auf 1,60$ stieg.
@13: Der Naturrhein-Strom kommt zu 100% aus Wasserkraft, wie man z.B. bei Verivox nachlesen kann (warum allerdings für billig produzierten Strom aus älteren Wasserkraftwerken ein derartiger "Öko-Aufschlag" erfolgt, ist mir auch schleierhaft).
Bin auch bei EWS, ist für mich sogar günstiger, als der "klassische" Kohle-Atom-Mix meines lokalen Anbieters.
Natürlich ist es möglich, daß man auch an der EWS irgendeinen Makel findet. Deshalb kann man nur eines tun: sich klar darüber werden, wie man Ökostrom definieren will, und den Anbieter wählen, der dieser Definition am nächsten kommt. Denn unter den gegebenen Bedingungen werden Begriff und Wirklichkeit niemals zusammenfallen.
Ich halte das, was hier unter "Ökostrom" verstanden wird, für die brauchbarste Definition:
http://www.dreigliederung.de/essays/2007-10-001.html
JA klar ist Ökostrom die bessere Alternative aber es kann sich leider nicht jeder leisten!