2.5.2008

Schnelle Hilfe im Notfall

Aus den Mails:

Hi,

heute war ich in Hamburg und durfte für einen Bewusstlosen den Rettungsdienst rufen, dabei ist mir wieder in Erinnerung gekommen, dass ich mich mal bei der Björn-Steiger-Stiftung registriert hatte. Das ist absolut kostenlos und im Notfall kann einen die Rettungsleitstelle über das Handy orten. Zusätzlich kann man Allergien, Blutgruppe, wer im Notfall zu informieren ist usw. angeben.

Hat man dann selbst mal einen Autounfall oder sonst was, wissen die Helfer dann gleich bescheid und können schneller und besser helfen – sehr praktisch und wie gesagt kostenlos. Nur leider kennt diesen Service kaum einer. Darum möchte ich Dich bitten diese Möglichkeit in deinem Blog zu erwähnen. Wenn noch ein paar Blogger mitmachen wäre das sicher eine gute Aktion.

Liebe Grüße

Louis
Hauptseite
Direktlink

37 Kommentare zu “Schnelle Hilfe im Notfall”

  1. Jemand meint: (2.5.2008 um 11:16) AntwortenReply to this comment

    Ich bin da auch schon lange registriert, auch wenn ich nicht daran glaube, dass das im Notfall groß was bringt oder beachtet wird.

  2. Eman meint: (2.5.2008 um 11:16) AntwortenReply to this comment
  3. Jan S. meint: (2.5.2008 um 11:19) AntwortenReply to this comment

    Das ist solange toll, bis Der Oberschnüffelminister an die Datenbank kommt und für den terroristischen Preventionsfall, schon mal die Handys ortet oder die Daten nach Amerika weitergibt.

    Ernsthaft: wer sich für so einen Fall Sorgen macht braucht doch eher einen Blutspendeausweis/Allergiepass. Im Portemonnaie schaut man eher, als das man an eine Stiftung zu denken.

  4. M.M. meint: (2.5.2008 um 11:22) AntwortenReply to this comment

    Ist eine gute Sache. Zumindest die Handy-Ortung, etc. Auf die Angabe der Blutgruppe wird sich (zum Glück!) niemand verlassen. Was die Information im Notfall angeht – ich würder gern auf das hier hinweisen: http://www.imnotfall.de/

    Ich hab das jetzt schon 2x erfolgreich bei Patienten anweden können. (Zwar 2x betrunkener Jugendlicher ohne Papiere – aber hey… :)

  5. S. meint: (2.5.2008 um 11:26) AntwortenReply to this comment

    Ich kann mir kaum vorstellen, dass sich ein Arzt auf die Angaben einer solchen Sammelstelle verlassen darf. Im Zweifelsfall wird er allein schon aus Haftungsgründen immer selbst die Blutgruppe bestimmen. Gibt es Urteile hierzu?

  6. Louis meint: (2.5.2008 um 11:26) AntwortenReply to this comment

    Die Daten müssten die in der Leitstelle eigentlich direkt auf dem Schirm haben. Diese Steiger-Stiftung scheint wirklich eng mit dem Rettungsdienst verknüpft zu sein. Immerhin bezahlen die die Leitstellen mit und sorgten für die Aufstellung von Notrufsäulen an Autobahnen – laut Wikipedia.

  7. Leon meint: (2.5.2008 um 11:26) AntwortenReply to this comment

    Aeh, mir will das nicht gefallen. Ich will nicht rund um die Uhr von wem auch immer ortbar sein. Wie man mir damit beim Unfall helfen will, interessiert mich auch.

  8. Leon meint: (2.5.2008 um 11:28) AntwortenReply to this comment

    Die Sache auf imnotfall.de finde ich da viel vernuenftiger und ueberlegter.

  9. Torsten meint: (2.5.2008 um 11:35) AntwortenReply to this comment

    Auch im Produktportfolio: Verwandel das Handy Deines Kindes in eine Wanze… https://www.steiger-stiftung.de/i-Kids-Ortungsplattform.373.0.html

  10. Louis meint: (2.5.2008 um 11:36) AntwortenReply to this comment

    Ortbar ist man doch leider sowieso durch Polizei und Co., nur wird das bestimmt länger dauern… k.A. ob das erst ein Richter erlauben muss.

    In dieser Notfallkarte braucht man ja keine streng geheimen Informationen angeben. Wer zu benachrichtigen ist und dass man in der Geldbörse einen Blut-/Organspendeausweis hat reicht ja auch ;)

  11. h meint: (2.5.2008 um 11:40) AntwortenReply to this comment

    Meine Rede. Freiwillige Überwachung. Alles nur ein Marketingproblem. Und unsere Bundesregierung und der Überwachungsminister machen einfach ein ganz schlechtes Marketing.

    1% Steuerrabatt, wenn Sie *jetzt* Ihre Wohnung freiwillig überwachen lassen. Frühanmelder bekommen eine Steuerhinterziehung gratis oder 2 Punkte in Flensburg abgezogen. Werben Sie Ihren Nachbarn. Für jeden Bürger, der sich mit Ihrer Personalausweisnummer bei uns anmeldet, erhalten Sie 2000 Schäuble-Punkte auf Ihr Bürgerkonto beim BKA.

  12. borkert meint: (2.5.2008 um 11:45) AntwortenReply to this comment

    Ich kann die ganzen Vorbehalte bezüglich Überwachung in diesem Fall hier nicht verstehen. Wer ein Handy dabei hat ist sowieso immer ortbar, ob man jetzt einer Hilfsorganisation die Erlaubnis gibt einen im Notfall orten zu dürfen, ändert doch überhaupt nichts daran, dass staatliche Stellen es so oder so dürfen und machen.

  13. Hansen meint: (2.5.2008 um 11:54) AntwortenReply to this comment

    Wie das im Notfall helfen soll? Also mir fallen auf Anhieb zich Szenarien ein wo diese Technik Leben retten kann. Du verletz dich in einem weitläufigen Areal. Hallo Schmidt mein Name, ich bin beim Wandern gestürtz und habe mir das Bein gebrochen. Ich liege hier irgendwo in der Lüneburger Heide, sucht mich mal bitte… Oder du bist in einer fremden Stadt unterwegs und wirst Zeuge eines Autounfalles. Ja Schmidt noch mal hier, ehm ich weiß zwar nicht ganz wo ich bin aber hier hat sich gerade ein Autounfall ereignet. Ich gehe mal schnell nen Straßenschild suchen…

    Also ich persönlich finde, dass es eine gute Idee ist…

  14. Hootch meint: (2.5.2008 um 11:56) AntwortenReply to this comment

    Eine nette Idee, in der Tat.
    Dennoch lediglich eine Ergänzung zum EU- Notfallausweis. Der ist zwar etwas altmodisch (Kugelschreiber auf Papier), aber er wird fast weltweit verstanden und zwar auch dann, wenn man gar kein Handy dabei hat oder es aus oder kaputt ist. Gibt's übrigens beim Hausarzt und kostet drei Euro oder so.

    Grüße!

    P.S.: Ach ja, abhörsicher ist das Ding auch ;-)

  15. Justus meint: (2.5.2008 um 11:59) AntwortenReply to this comment

    Bei einem "normalen" handy(ohne GPS)ist die Ortung nur etwa 1 km bis 5 km genau, je nachdem, wo gerade der Sendemast steht und wo man sich selbst in dessen Umkreis befindet. Man kann besser den kostenlosen mobilen Dienst Google-Maps (mit eigener Standortsuche sowie zusätzlich "gelben" Seiten bzw. detaillierten Landkarten/Stadtplänen) aufs handy laden und hat im Alltag wesentlich mehr davon …

  16. Kyu meint: (2.5.2008 um 12:11) AntwortenReply to this comment

    Ich habe wortwörtlich die gleiche Mail bekommen. Und immer, wenn mehrere Blogger denselben Kram bekommen, rieche ich paranoiderweise eine PR-Aktion. Und dafür geb' ich mich nicht her, auch wenn die Steiger-Stiftung an sich sicher gutes leistet.

  17. Thomas Kurbjuhn meint: (2.5.2008 um 12:13) AntwortenReply to this comment

    Seit wann ist Schäuble spiritus rector dieses Blogs?

  18. notfall meint: (2.5.2008 um 12:27) AntwortenReply to this comment

    Die Ortung eines Handys im Notfall kann 15 bis 20 min dauern und die Rettungsdienste haben ohnehin die Möglichkeit dazu. Durch die Registrierung geht's einfach schneller und rettet im Zweifel leben. Der Notfallausweis bringt die dafür mal überhauptnichts.

  19. Felix meint: (2.5.2008 um 12:37) AntwortenReply to this comment

    In Hessen muss man sich dafür nicht mal mehr anmelden, da ist jetzt jeder quasi zwangsregistriert:
    http://www.faz.net/s/Rub8D05117E1AC946F5BB438374CCC294CC/Doc~E32C0946AFA0742C0A52101A4F8B70FDD~ATpl~Ecommon~Scontent.html

  20. Ich meint: (2.5.2008 um 12:49) AntwortenReply to this comment
  21. Spectator meint: (2.5.2008 um 13:44) AntwortenReply to this comment

    Gruselig. Es riecht nach Desinformation und Spam.

    Nach http://freiflieger-magazin.at/?p=1092 ist die Ortung eines Mobiltelefons von einer per 112 erreichten Notrufzentrale aus in Deutschland regional unterschiedlich geregelt. Manche Zentralen arbeiten mit der B.S.-Stiftung zusammen, manche nicht. Nur scheint es der B.S.-Stiftung derzeit nicht möglich zu sein, im Ernstfall die Ortung über alle 4 Netzbetreiber gleichzeitig zu veranlassen. Was bei einer Rufnummernportierung notwendig sein kann.

    Und es scheint nach der von "Ich" verlinkten DLF – Sendung möglich zu sein, für einen wildfremden Menschen eine Krankenakte anzulegen. Nach Schäubles Fingerabdruck jetzt auch Schäubles Notfallakte im Netz?
    Zitat: "Wir haben alles bedacht, nur nicht, dass jemand Böses so eine Notfallakte anlegt." Zitatende.

    Eine wirklich gut gemeinte Lösung. :)

  22. Django meint: (2.5.2008 um 14:02) AntwortenReply to this comment

    Danke für den Tipp. :)

  23. Bauer vom Dreigestirn meint: (2.5.2008 um 15:52) AntwortenReply to this comment

    Die Fakten in kurz:

    1. Um das Handy von der Leitstelle orten zu lassen, muss man nicht registriert sein.

    2. Selbst wenn man registriert ist, wird man nicht automatisch geortet.

    3. Die Krankenakte ist genauso nutzlos wie althergebrachte Notfallpapiere-zum-Mitnehmen.

    Die B.S.S. bietet sehr viel nützlichere Dienstleistungen an, wie zum Beispiel das auch schon in anderen Kommentaren erwähnte webbasierte Trackingkit für jedermann. Nicht davon verwirren lassen, dass das zum Überwachen der eigenen Kinder konzipiert scheint – das ist einfach der einzige Anwendungsfall, den man legal bewerben kann.

  24. dot tilde dot meint: (2.5.2008 um 16:27) AntwortenReply to this comment

    @24 (bauer vom dreigestirn):

    welche sind denn die problematischen anwendungsfälle?

    .~.

  25. Flo meint: (2.5.2008 um 16:41) AntwortenReply to this comment

    @ 25 (.~.)

    z.B. die Überwachung von Demenz- oder Alzheimerpatienten.

    Alternativ natürlich die Überwachung der Ehefrau, wenn man die dazu bewegen kann das schicke Kinderhandy mit sich rumzutragen.

  26. corax meint: (2.5.2008 um 16:47) AntwortenReply to this comment

    Ich versteh, das Problem mit den absichtlich falsch angelegten Akten nicht. Geortet wird doch nur das Telefon von dem man den Notruf absetzt, also braucht man doch nur alle 4 Wochen in unregelmäßigen Abständen eine SMS darauf zu schicken, dass dieses Telefon bei dem Dienst mit einer Akte registriert ist, falls das nicht korrekt sein sollte, solle man sich da melden. Damit sind doch weit über 90% der möglichen (und unwahrscheinlichen) Falscheinträge erledigt.

  27. Tobias meint: (2.5.2008 um 17:33) AntwortenReply to this comment

    Naja, wenn es jemand gibt, der es ernst meinen dürfte mit der "Sicherheit" und sich darüber hinaus um Datenschutz bemüht, dürfte es die Björn-Steiger-Stiftung sein. Diese wird ihren Ruf kaum aufs Spiel setzen. Und jeder, der Einblick in den Rettungsdienst hat, weiß, dass Anrufe dieser Art völlig üblich sind: "Möchte schweren Unfall melden, bin hier auf der Landstraße x zwischen äähh..weiß nicht genau, ist dunkel…ich glaube aber im x-Kreis…kommen Sie schnell…"

  28. nichtLustig meint: (2.5.2008 um 19:12) AntwortenReply to this comment

    Reingefallen!
    Das ist Werbung für das LifeSensor-Produkt einer SAP-Tochter. Die pushen das gerade gaz kräftig. Vermutlich soll das die elektronische Akte der EGK werden. Das ist extrem viel Geld im Spiel.

  29. Louis meint: (2.5.2008 um 22:01) AntwortenReply to this comment

    @nichtLustig, usw.
    Leicht paranoid? Ich mache keine Werbung, ich empfehle nur etwas, was ich selbst für sehr sinnvoll erachte. Keiner ist gezwungen diese Akte auszufüllen. Man kann sich auch nur für die Ortung anmelden – oder auch einfach einen Zettel bzw. Blutspenderausweis in die Geldbörse legen. Mir geht es nur darum auf die Problematik und die Möglichkeiten hinzuweisen – was jeder daraus macht ist ihm selbst überlassen.

    @ all
    PS
    Diese Paranoia gegenüber normalen Menschen im Hinblick auf virales Marketing geht mir jedoch gehörig auf den Senkel, wie der Hostblogger sagen würde: Menschlich… einfach besser.

  30. Ein Besucher meint: (3.5.2008 um 00:50) AntwortenReply to this comment

    Meines Wissens (Auskunft von jemand, der in der Transfusionsmedizin arbeitet), wird

    - entweder die Blutgruppe bestimmt und ein Verträglichkeitstest gemacht
    - oder, wenn es ganz dringend ist, Blutgruppe 0 negativ verwendet (und hinterher getestet).

    Eventuelle Angaben zur Blutgruppe seitens des Patienten (z.B. aus dem Blutspendeausweis) werden nicht zur Bestimmung der Blutgruppe herangezogen.

  31. Thiemo meint: (3.5.2008 um 10:29) AntwortenReply to this comment

    nach meiner Info müssen die Leitstellen aktiv "auf die Idee kommen", eine Ortung zu veranlassen und ein Fax an die BS-Stiftung schicken. Wenn man also einen pfiffigen Disponenten am Telefon hat, wird man nach einigen Minuten mehr (GPS) oder weniger (kein GPS) genau geortet. Auf einer unbekannten Straße irgendwo in der Pampa kann auch schon eine ungenaue ORtung helfen. Dass die Ortung in Hessen prinzipiell ohne Registrierung funktioniert geht m.E. aus dem FAZ nicht hervor.

  32. Jan meint: (3.5.2008 um 10:48) AntwortenReply to this comment

    Hallo,

    das System funktioniert über ein Intranet, welches von den Leitstellen über das Internet erreichbar ist. Dort wird die Rufnummer des Handys eingegeben, und die Ortung beginnt sofort. Das Fax-Formular wird nachträglich von der Leitstelle an die Björn-Steiger-Stiftung geschickt, und begründet den Einsatz.

    In Großstädten ist die Ortung deutlich genauer als 1km! Die Strasse und nächste Kreuzung ist eigentlich immer zu sehen.

    Diese Daten sind alle jederzeit von dem Datenschutzbeauftragten abrufbar.

  33. nichtLustig meint: (3.5.2008 um 16:47) AntwortenReply to this comment

    @Louis
    Werde ich denn garantiert informiert, wer wann auf meine Daten zugegriffen hat?
    Wenn nein, wieso nicht?

    Wieso ist die Ausbaustufe dieser Notfallakte nicht mit einer PKI gesichert? Das wäre so naheliegend, aber die Industrie würde nix dran verdienen.

  34. Bauer vom Dreigestirn meint: (3.5.2008 um 18:21) AntwortenReply to this comment

    Virales Marketing muss nicht immer im Internet anfangen.

    Für den LifeService 112 hat bereits jedes konventionelle Medium, egal ob privat oder öffentlich-rechtlich unglaublich viel Promotion gefahren. Ich selbst musste bereits vor Monaten meiner eigenen Mutter das Registrieren ausreden – sie hatte von dem Service erst im Radio gehört, dann in der Zeitung gelesen.

    Insofern muss man konstatieren – entweder ist Louis echt spät dran oder doch ein bisschen missionarischer drauf, als er zugeben mag.

    Ich kann ja bei der Gelegenheit auch mal ein Konkurrenzsystem erwähnen: Notfon D (http://www.gdv-dl.de/ortung.html). Immerhin wird dort keine Registrierung im Vorhinein verlangt.

  35. Justus meint: (4.5.2008 um 13:30) AntwortenReply to this comment

    @ 33 Jan

    " … In Großstädten ist die Ortung deutlich genauer als 1km! Die Strasse und nächste Kreuzung ist eigentlich immer zu sehen…"

    Das stimmt in dieser Allgemeinheit nicht! Es kommt u.a. auf den Provider bzw. die Anzahl und Reichweite seiner individuellen Funkstellen an…

Kommentar schreiben

Zulässige HTML-Tags:
Fett: <b> - Kursiv: <i> - Zitat: <blockquote>

Powered by WordPress - Impressum