8.5.2008

Nicht existierender Anwalt fordert Geld

Die nicht existierende Rechtsanwaltskanzlei sitzt in Münster. Von dort aus werden Briefe verschickt, in denen jeweils 100 Euro wegen eines Verkehrsunfalles gefordert werden. Ansonsten gebe es eine Anzeige wegen „des Verbrechens der Fahrerflucht“.

Polizei und Staatsanwaltschaft in Münster und die Polizei in Dortmund warnen gemeinsam: Bürger, die solche Briefe bekommen, sollten in der nächstgelegen Polizeiwache eine Betrugsanzeige erstatten. Allein in Dortmund sind zehn Fälle dieser neuen Betrugsmasche bekannt geworden. (pbd)

31 Kommentare zu “Nicht existierender Anwalt fordert Geld”

  1. Michael meint: (8.5.2008 um 08:40) AntwortenReply to this comment

    Funktioniert aber doch auch nur, wenn man ein schlechtes gewissen hat ("Ist da doch was beim Ausparken passiert" oder "War da doch ein Kind unterm Vorderrad")

  2. BMG meint: (8.5.2008 um 08:41) AntwortenReply to this comment

    Da fänd ich aber lohnender, gefakte Anwaltsschreiben wegen irgendwelcher Internetdownloadabmahnungen zu verschicken.

    Am besten, weil der jenige irgendwelche Sexdinger runtergeladen hat :-)

  3. Jürgen meint: (8.5.2008 um 08:44) AntwortenReply to this comment

    Und diejenigen die bezahlt haben denen glaubt man nicht.

    "Wie du hast 100 Euro an einen Anwalt bezahlt? Für welche Dienstleistung denn? Für das Erstellen von 10 Kopien?"

  4. mrg’ meint: (8.5.2008 um 08:51) AntwortenReply to this comment

    ich hoffe polizei und staatsanwaltschaft warnen nicht nur sondern tun auch etwas gegen die person. aber ich befürchte….

  5. Torsten meint: (8.5.2008 um 09:47) AntwortenReply to this comment

    Wie einfach ist es eigentlich, ein Fake-Konto zu eröffnen oder zu übernehmen, um diese Gewinne dann schnell abzuräumen?

  6. Fabian meint: (8.5.2008 um 09:47) AntwortenReply to this comment

    Anzeige erstatten?

    Warum. Ich bekomme täglich irgendwelche Spam Mails, Werbung von Lotto gesellschaften oder Banken Per Post welche mit fadenscheinigen Aussagen mich zum kauf ihrer Produkte überreden wollen.
    Ich werf das einfach weg. Und sowas würd ich auch mit diesem Schreiben tun.

    Welchen Grund gibt es Anzeige zu erstatten? Wird die Strafe pro Brief erhöht?
    Den Grund für die initiale Anzeige kann ich ja verstehen, aber weitere Anzeigen sind doch eher Papierverschwendung und mehr kosten für unseren Staatsapperat?

  7. mez meint: (8.5.2008 um 09:50) AntwortenReply to this comment

    "Wird die Strafe pro Brief erhöht?"

    @6

    Betrug in 300 Fällen wir glaube ich schon schwerer bestrafft als Betrug in 3 Fällen.

  8. h.c. meint: (8.5.2008 um 10:36) AntwortenReply to this comment

    Also wenn man schon sowas faked sollte man doch wenigstens die Definition von Verbrechen kennen.

  9. Jones meint: (8.5.2008 um 10:43) AntwortenReply to this comment

    "
    Anzeige erstatten?

    Warum.
    "

    Ich musste herzlich lachen. Und das liegt nichr daran, dass 'Warum' _immer_ eine Frage impliziert und eines Fragezeichens bedarf, sondern weil ich jetzt 10 Minuten versuchte das Wort ohne Fragebetonung auszusprechen.

  10. Klaus meint: (8.5.2008 um 10:51) AntwortenReply to this comment

    @5: Ein Fake-Konto braucht man ja nicht. Man muss nur einen Trottel finden, der Geld für die Anwalts- und Gerichtskosten dringend benötigt, um sein Millionenerbe in Nigeria antreten zu können.
    Dem bietest du einen Job an, bei dem er sein Konto für dringende Geschäfte bereitstellt und die eingehenden Summen direkt via Western Union an dich überweist …

  11. anonym meint: (8.5.2008 um 10:51) AntwortenReply to this comment

    @1: Wieso sollte das in diesen Fällen funktionieren?

    Ich sage nur Bundesverfassungsgericht….

  12. Treater meint: (8.5.2008 um 11:17) AntwortenReply to this comment

    "Verbrechens der Fahrerflucht"

    Hehe, Verbrechen…. Sehr gut!

  13. Fabian meint: (8.5.2008 um 11:25) AntwortenReply to this comment

    @7
    Betrug ist es doch erst wenn die Leute überweisen?
    Also versuchter Betrug. Und ich hatte hier mal gelesen daß sich Strafen ebend nicht addieren.
    Welchen realistischen Zweck hat also die Anhäufung eines Anzeigenberges?

    @9
    Gern geschehen, wenn auch unabsichtlich?

  14. mez meint: (8.5.2008 um 12:32) AntwortenReply to this comment

    @13
    Ich glaube das mit dem Strafen addieren war was anderes. Das war glaube ich wenn einer wegen Raub und Totschlag gleichzeitig verurteilt wird kriegt er nicht für Raub 10 und für Totschlag 10 = 20 Jahre sondern es wird eine Gesamtstrafe gebildet. Z.B. 15 Jahre.

    Aber ich denke es macht schon einen Unterschied ob einer nur eine Person erschlägt oder am nächsten Tag noch eine, und dann noch eine…

  15. Axel John meint: (8.5.2008 um 12:33) AntwortenReply to this comment

    @ 1: Funktioniert aber doch auch nur, wenn man ein schlechtes gewissen hat
    Die Masche baut auf die Angst und Unerfahrenheit der Leute und ihr berechtigtes(!) Misstrauen in den s.g. "Rechtsstaat".
    Die Inkasso-Nötigung der Abofallenbetreiber, welche halbseidene Rechtsverdreher zigtausendfach an arglose Internetnutzer verschicken, beruht auf dem gleichen Prinzip.
    Sollte die Justiz tatsächlich irgendwann aus ihrem Wachkoma zurück ins Leben finden, hat sich das Geschäft bereits vielfach gelohnt und der Deal mit der STA kostet dann nur noch Peanuts.

  16. Dirk meint: (8.5.2008 um 12:35) AntwortenReply to this comment

    @9: Geht ganz einfach: Sag "Darum" und kurz danach mit der selben Betonung "Warum".

  17. jay meint: (8.5.2008 um 13:21) AntwortenReply to this comment

    @ 13 Fabian:

    „Ich hätte gerne drei Pfund Nackend."
    „Das heißt doch Nacken!"
    „Ebend!"

  18. Lukas meint: (8.5.2008 um 15:09) AntwortenReply to this comment

    Bankverbindung: Central Bank of Nigeria
    Kontonummer: 110112
    …………..
    …………..

    =)

  19. MaxR meint: (8.5.2008 um 16:39) AntwortenReply to this comment

    sollte man mal den bekannten herrschaften der Nutzlosbranche sagen, die ja derzeit scheints Probleme haben, Anwälte für ihr Treiben zu finden.

    Soweit sind sie ja schon, daß sie Verträge erfinden, die keine sind. Da ists doch nur ein kleiner Schritt, die Gelder von Anwälten, die auch keine sind, eintreiben zu lassen.

    Konsequent wärs …

  20. Christian meint: (8.5.2008 um 17:34) AntwortenReply to this comment

    @6: Also wenn ich jede E-Mail und jeden Brief, mit denen ein offensichtlicher Abzockversuch unternommen wird, zur Anzeige bringen wollte, hätte ich wirklich viel zu tun. Das würde sich dann nur noch bei (Gewinn-)Beteiligung an den zu erwartenden Strafgeldern lohnen… :-)

  21. SvenC meint: (8.5.2008 um 18:10) AntwortenReply to this comment

    Na dann warte ich mal auf so einen Brief. Mal schauen wie die mir meine nicht vorhandene Fahrerlaubnis und mein nicht vorhandenes Auto erklären wollen. :D

  22. T.K. meint: (8.5.2008 um 20:51) AntwortenReply to this comment

    @21:
    Soso… Autodiebstahl und Führen eines Fahrzeuges ohne Fahrerlaubnis kommt dann auch noch dazu… macht dann zusammen 3100 Euro :-)

  23. qwert zuiopü meint: (8.5.2008 um 22:50) AntwortenReply to this comment

    Also, wenn mir jemand mitteilt, ich solle Summe X bezahlen, oder er macht eine Anzeige, dann würde ich das nicht für einen Betrugsversuch, sondern für versuchte Erpressung halten.

    Wenn der Briefschreiber etwas beweisen kann, hat er das Recht auf seiner Seite, Anzeige zu erstatten. Ist es nicht sogar Strafvereitelung, wenn Dritte beteiligt sind und er die Anzeige unterlässt?

  24. anal-phabetiker meint: (8.5.2008 um 23:45) AntwortenReply to this comment

    Diese Masche erinnert mich sehr stark an eine ähnliche Zahlungsaufforderung per Briefpost. Auch hier war der Adressat ein vor etwa 12 Jahren verstorbener Rechtsanwalt, der mich am 23.04.2008 versucht hatte, mittels einer aus meiner Sicht absurden Anschuldigung abzuzocken. Interessant hierbei war neben zahlreichen Rechtschreibfehlern auch die Rechtsbelehrung wegen Betruges im Sinne des Paragraphen 161a BGB. Der Schönheitsfehler: diesen Paragraphen 161a BGB gibt es überhaupt nicht…

    Es ist schon erstaunlich, mit welcher Kreativität und Phantasie herangegangen wird, um aus Sch… Geld zu machen.

    Ich frage mich aber dennoch, ob es überhaupt Sinn macht, einen vor 12 Jahren Verstorbenen anzuzeigen… (lach)
    Der ganze Aufwand jedenfalls ist es mir nicht wert.

  25. gerhard meint: (9.5.2008 um 00:23) AntwortenReply to this comment

    Wenn die Staatsanwaltschaft ja schon die Kontedaten haben, müssten die doch in der Lage sein den Kontoinhaber zu ermitteln und zur Strecke bringen !!!

  26. Klaus meint: (9.5.2008 um 11:01) AntwortenReply to this comment

    @25: Den Kontoinhaber ja … den eigentlichen Betrüger vermutlich eher nicht.

  27. ichbins meint: (9.5.2008 um 11:10) AntwortenReply to this comment

    Welcher Aufwand ?
    So ein Schreiben an die Staatsanwaltschaft hat man in ca. 10 min aufgesetzt und ich bin KEIN Rechtsanwalt.

  28. Axel John meint: (9.5.2008 um 11:17) AntwortenReply to this comment

    @ 25 Wenn die Staatsanwaltschaft ja schon die Kontedaten haben, müssten die doch in der Lage sein den Kontoinhaber zu ermitteln
    Ja, natürlich. Wenn die Nummer allerdings halbwegs professionell aufgezogen wurde, gehört das Konto einer Briefkasten-Ltd. und irgendein armer(!) Trottel hat für ein paar Hunderter bei der Bank den Ausweis auf die Theke gelegt und die Unterschrift geleistet. Und das diese Konten täglich abgeräumt werden, dürfte klar sein.

  29. r3lite meint: (9.5.2008 um 11:55) AntwortenReply to this comment

    Ganz ehrlich: Wer einfach so irgendwem 100 Euro für einen angeblichen Unfall überweist, den er nicht verursacht hat, besser noch, der nicht einmal passiert ist (!), der hat es verdient, reingelegt zu werden. Dümmer geht's ja wohl nicht.

  30. skugga meint: (9.5.2008 um 12:38) AntwortenReply to this comment

    Die Polizei in Frankfurt warnt mittlerweile auch; hier hat wohl eine 90jährige, die laut Aussage der Tochter bereits seit mehreren Jahrzehnten nicht mehr Auto fährt, einen solchen Brief erhalten.

  31. Jo meint: (10.5.2008 um 10:39) AntwortenReply to this comment

    Auch in Dresden passiert. Die Sächsische Zeitung macht grade nen großen Artikel drüber

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