Nicht existierender Anwalt fordert Geld
Die nicht existierende Rechtsanwaltskanzlei sitzt in Münster. Von dort aus werden Briefe verschickt, in denen jeweils 100 Euro wegen eines Verkehrsunfalles gefordert werden. Ansonsten gebe es eine Anzeige wegen „des Verbrechens der Fahrerflucht“.
Polizei und Staatsanwaltschaft in Münster und die Polizei in Dortmund warnen gemeinsam: Bürger, die solche Briefe bekommen, sollten in der nächstgelegen Polizeiwache eine Betrugsanzeige erstatten. Allein in Dortmund sind zehn Fälle dieser neuen Betrugsmasche bekannt geworden. (pbd)
Funktioniert aber doch auch nur, wenn man ein schlechtes gewissen hat ("Ist da doch was beim Ausparken passiert" oder "War da doch ein Kind unterm Vorderrad")
Da fänd ich aber lohnender, gefakte Anwaltsschreiben wegen irgendwelcher Internetdownloadabmahnungen zu verschicken.
Am besten, weil der jenige irgendwelche Sexdinger runtergeladen hat :-)
Und diejenigen die bezahlt haben denen glaubt man nicht.
"Wie du hast 100 Euro an einen Anwalt bezahlt? Für welche Dienstleistung denn? Für das Erstellen von 10 Kopien?"
ich hoffe polizei und staatsanwaltschaft warnen nicht nur sondern tun auch etwas gegen die person. aber ich befürchte….
Wie einfach ist es eigentlich, ein Fake-Konto zu eröffnen oder zu übernehmen, um diese Gewinne dann schnell abzuräumen?
Anzeige erstatten?
Warum. Ich bekomme täglich irgendwelche Spam Mails, Werbung von Lotto gesellschaften oder Banken Per Post welche mit fadenscheinigen Aussagen mich zum kauf ihrer Produkte überreden wollen.
Ich werf das einfach weg. Und sowas würd ich auch mit diesem Schreiben tun.
Welchen Grund gibt es Anzeige zu erstatten? Wird die Strafe pro Brief erhöht?
Den Grund für die initiale Anzeige kann ich ja verstehen, aber weitere Anzeigen sind doch eher Papierverschwendung und mehr kosten für unseren Staatsapperat?
"Wird die Strafe pro Brief erhöht?"
@6
Betrug in 300 Fällen wir glaube ich schon schwerer bestrafft als Betrug in 3 Fällen.
Also wenn man schon sowas faked sollte man doch wenigstens die Definition von Verbrechen kennen.
"
Anzeige erstatten?
Warum.
"
Ich musste herzlich lachen. Und das liegt nichr daran, dass 'Warum' _immer_ eine Frage impliziert und eines Fragezeichens bedarf, sondern weil ich jetzt 10 Minuten versuchte das Wort ohne Fragebetonung auszusprechen.
@5: Ein Fake-Konto braucht man ja nicht. Man muss nur einen Trottel finden, der Geld für die Anwalts- und Gerichtskosten dringend benötigt, um sein Millionenerbe in Nigeria antreten zu können.
Dem bietest du einen Job an, bei dem er sein Konto für dringende Geschäfte bereitstellt und die eingehenden Summen direkt via Western Union an dich überweist …
@1: Wieso sollte das in diesen Fällen funktionieren?
Ich sage nur Bundesverfassungsgericht….
"Verbrechens der Fahrerflucht"
Hehe, Verbrechen…. Sehr gut!
@7
Betrug ist es doch erst wenn die Leute überweisen?
Also versuchter Betrug. Und ich hatte hier mal gelesen daß sich Strafen ebend nicht addieren.
Welchen realistischen Zweck hat also die Anhäufung eines Anzeigenberges?
@9
Gern geschehen, wenn auch unabsichtlich?
@13
Ich glaube das mit dem Strafen addieren war was anderes. Das war glaube ich wenn einer wegen Raub und Totschlag gleichzeitig verurteilt wird kriegt er nicht für Raub 10 und für Totschlag 10 = 20 Jahre sondern es wird eine Gesamtstrafe gebildet. Z.B. 15 Jahre.
Aber ich denke es macht schon einen Unterschied ob einer nur eine Person erschlägt oder am nächsten Tag noch eine, und dann noch eine…
@ 1: Funktioniert aber doch auch nur, wenn man ein schlechtes gewissen hat
Die Masche baut auf die Angst und Unerfahrenheit der Leute und ihr berechtigtes(!) Misstrauen in den s.g. "Rechtsstaat".
Die Inkasso-Nötigung der Abofallenbetreiber, welche halbseidene Rechtsverdreher zigtausendfach an arglose Internetnutzer verschicken, beruht auf dem gleichen Prinzip.
Sollte die Justiz tatsächlich irgendwann aus ihrem Wachkoma zurück ins Leben finden, hat sich das Geschäft bereits vielfach gelohnt und der Deal mit der STA kostet dann nur noch Peanuts.
@9: Geht ganz einfach: Sag "Darum" und kurz danach mit der selben Betonung "Warum".
@ 13 Fabian:
„Ich hätte gerne drei Pfund Nackend."
„Das heißt doch Nacken!"
„Ebend!"
Bankverbindung: Central Bank of Nigeria
Kontonummer: 110112
…………..
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=)
sollte man mal den bekannten herrschaften der Nutzlosbranche sagen, die ja derzeit scheints Probleme haben, Anwälte für ihr Treiben zu finden.
Soweit sind sie ja schon, daß sie Verträge erfinden, die keine sind. Da ists doch nur ein kleiner Schritt, die Gelder von Anwälten, die auch keine sind, eintreiben zu lassen.
Konsequent wärs …
@6: Also wenn ich jede E-Mail und jeden Brief, mit denen ein offensichtlicher Abzockversuch unternommen wird, zur Anzeige bringen wollte, hätte ich wirklich viel zu tun. Das würde sich dann nur noch bei (Gewinn-)Beteiligung an den zu erwartenden Strafgeldern lohnen… :-)
Na dann warte ich mal auf so einen Brief. Mal schauen wie die mir meine nicht vorhandene Fahrerlaubnis und mein nicht vorhandenes Auto erklären wollen. :D
@21:
Soso… Autodiebstahl und Führen eines Fahrzeuges ohne Fahrerlaubnis kommt dann auch noch dazu… macht dann zusammen 3100 Euro :-)
Also, wenn mir jemand mitteilt, ich solle Summe X bezahlen, oder er macht eine Anzeige, dann würde ich das nicht für einen Betrugsversuch, sondern für versuchte Erpressung halten.
Wenn der Briefschreiber etwas beweisen kann, hat er das Recht auf seiner Seite, Anzeige zu erstatten. Ist es nicht sogar Strafvereitelung, wenn Dritte beteiligt sind und er die Anzeige unterlässt?
Diese Masche erinnert mich sehr stark an eine ähnliche Zahlungsaufforderung per Briefpost. Auch hier war der Adressat ein vor etwa 12 Jahren verstorbener Rechtsanwalt, der mich am 23.04.2008 versucht hatte, mittels einer aus meiner Sicht absurden Anschuldigung abzuzocken. Interessant hierbei war neben zahlreichen Rechtschreibfehlern auch die Rechtsbelehrung wegen Betruges im Sinne des Paragraphen 161a BGB. Der Schönheitsfehler: diesen Paragraphen 161a BGB gibt es überhaupt nicht…
Es ist schon erstaunlich, mit welcher Kreativität und Phantasie herangegangen wird, um aus Sch… Geld zu machen.
Ich frage mich aber dennoch, ob es überhaupt Sinn macht, einen vor 12 Jahren Verstorbenen anzuzeigen… (lach)
Der ganze Aufwand jedenfalls ist es mir nicht wert.
Wenn die Staatsanwaltschaft ja schon die Kontedaten haben, müssten die doch in der Lage sein den Kontoinhaber zu ermitteln und zur Strecke bringen !!!
@25: Den Kontoinhaber ja … den eigentlichen Betrüger vermutlich eher nicht.
Welcher Aufwand ?
So ein Schreiben an die Staatsanwaltschaft hat man in ca. 10 min aufgesetzt und ich bin KEIN Rechtsanwalt.
@ 25 Wenn die Staatsanwaltschaft ja schon die Kontedaten haben, müssten die doch in der Lage sein den Kontoinhaber zu ermitteln
Ja, natürlich. Wenn die Nummer allerdings halbwegs professionell aufgezogen wurde, gehört das Konto einer Briefkasten-Ltd. und irgendein armer(!) Trottel hat für ein paar Hunderter bei der Bank den Ausweis auf die Theke gelegt und die Unterschrift geleistet. Und das diese Konten täglich abgeräumt werden, dürfte klar sein.
Ganz ehrlich: Wer einfach so irgendwem 100 Euro für einen angeblichen Unfall überweist, den er nicht verursacht hat, besser noch, der nicht einmal passiert ist (!), der hat es verdient, reingelegt zu werden. Dümmer geht's ja wohl nicht.
Die Polizei in Frankfurt warnt mittlerweile auch; hier hat wohl eine 90jährige, die laut Aussage der Tochter bereits seit mehreren Jahrzehnten nicht mehr Auto fährt, einen solchen Brief erhalten.
Auch in Dresden passiert. Die Sächsische Zeitung macht grade nen großen Artikel drüber