Was ein fleißiger Prüfer alles prüft
Ein Prüfer der Düsseldorfer Dekra (einst: Deutscher Kraftfahrzeug-Überwachungs-Verein) hat sich eine Posse der Sonderklasse geleistet. Nach der Hauptuntersuchung eines Autos in Kaiserswerth hat er in seinem Bericht den Hinweis untergebracht: „Inhalt des Verbandskastens überaltert“.
Wirklich?
Weil das nun überhaupt nicht stimmte, wollte der Halter wissen a) wie der Prüfer darauf kommt und b) wo die Rechtsgrundlage dieser Abwertung steht. Doch die Dekra ignorierte die Anfrage lange und antwortete erst notgedrungen nach der Androhung einer Klage.
Das Ergebnis: Es gibt keine Rechtsgrundlage.
Der Verbandskasten wird aus „Gründen der Kundenfreundlichkeit“ überprüft. Aber nur der Aufdruck auf der Außenseite. Meistens eben nicht der Inhalt. Merke: Wenn solche Prüfer prüfen, gehören sie gehörig überprüft…
… was ja erfolgreich geschehen ist. Das Anwortschreiben der Dekra mitsamt ihrem Geständnis endet dennoch mit diesem Satz: „Wir hoffen, Ihre Zweifel gegenüber unserer Untersuchung hiermit ausgeräumt zu haben“.
Im Gegenteil! Nach diesem Bravourstück beginnen sie erst recht, die Zweifel. Wahlweise sind sie bereits bestätigt worden. (pbd)
Einfach zum TÜV Rheinland gehen, da ist es besser!!
Und der Rest der technischen Prüfung bestand dann darin, das Datum der Erstzulassung mit der durchschnittlichen Lebensdauer dieses Fahrzeugtyps ins Verhältnis zu setzen?
@gant: LOL :-)
Tüv besser. Hat bei einem KFZ geschrieben, "Bremsen blockieren !"
und trotz defekter Bremsen die Plakette ohne Auflage gegeben.
Die Dekra macht in solchen Fällen eine Liste der zu reparierenden Teile.
Was mich doch irgendwie mehr interessiert, war/ist der Inhalt des Verbandskasten tatsächlich überaltert oder wurde der Inhalt irgendwann vor der Untersuchung ausgetauscht?
DEKRA = SCHEI***,
TÜV = GUT
Ich kann dem Artikel nicht ganz folgen – war der Verbandskasten nicht "abgelaufen", aber wurde trotzdem bemängelt?
Oder war das aufgedruckte Datum abgelaufen, der Inhalt aber noch frischer?
Es gibt ja auch immer noch Polizisten die der Meinung sind, bei abgelaufenem Verbandskasten ein Bußgeld verhängen zu können, obwohl dafür keine Rechtsgrundlage besteht ;)
@7: Das ist doch völlig unbeachtlich, weil der Verbandskasten offenbar gar nicht im Rahmen der Hauptuntersuchung (technische Zuverlässigkeit des Kfz) zu prüfen ist. Und wenn dann nur eine Kontrolle des Datums erfolgt, aber nichtmal reingeschaut wird, ist es noch merkwürdiger…
Also ich hab das auf anhieb verstanden! Ist das so schwer?!?
"Aber nur der Aufdruck auf der Außenseite. Meistens eben nicht der Inhalt."
Alter Verbandskasten, neuer Inhalt.
Gemeint sind ja hier auch nur diese Plastik-Verbandskästen-Verpackungen, in die man dann passgerechte original-verschweißte First-Aid-Kits packen kann.
Ging mir auch schon so…
täusche ich mich oder heissen die Dinger nicht "Verbandkasten"?
wie auch immer – ab in die Schubslade :)
Hab ich vor 10 Tagen in Berlin-Reinickendorf DEKRA ebenfalls auf meinen TÜV Bericht gekritzelt bekommen unter "Anmerkung".
Ich war in den letzten Jahren zwei Mal zur HU bei der Dekra (Herne). Für einen Verbandskasten hat sich der Prüfer nicht interessiert.
Warum überhaupt aufregen? Die Plakette wurde doch nciht verweigert und falls der Kasten wirklich abgeklaufen wäre und man es nicht selbst bemerkt hat, ists doch eine nette Geste.
Da kenne ich noch ganz andere Sachen. Bei einem alten Auto aus dem Bekanntenkreis wurde bemängelt: Nebelschlußleuchte ohne Funktion, Pluspol-Abdeckung der Batterie fehlt und noch ein paar andere Sachen. Keine Plakette.
Nur: Das Auto ist Baujahr 1983, damals waren diese ganzen Sachen nicht vorgeschrieben.
Wer sich hier über die "nette Geste" freut, der zahlt auch gerne jedesmal das Bier des Herrn am Nebentisch, oder!?!
Nochmal: "…keine Rechtsgrundlage."!
Dass die Arbeitszeit in die Kostenkalkulation einfliesst ist hoffentlich jedem klar. Da verplempert also ein Prüfer seine Zeit mit Dingen, zu denen er nicht befugt ist, die für die Plakette belanglos sind, und für die nicht einmal ein Prüfauftrag besteht, und alle Halter freuen sich auch noch, hierfür in der Pauschale extra zahlen zu dürfen!
*kopfschuettel*
Die Kiste vor meiner Haustür ist im Juni dran…
;-)
Ich sehe da jetzt irgendwie nicht den Zusammenhang. Jemand lässt die HU bei der Dekra machen und beschwert sich nachher über die verplemperte (kostenpflichtige) Zeit für eine unnötige Kontrolle des Verbandskastens? Gibt es für die HU dort keinen Pauschalpreis? Oder beschwert er sich, weil die Dekra nur oberflächlich kontrolliert hat? Oder ist das Problem, dass überhaupt der Verbandskasten kontrolliert wurde (Überwachungsstaat!!!), obwohl er nicht relevant ist für die Plakette? Oder ist es generell die Demütigung, dass etwas bemängelt wurde? Oder wittert der Mandant hier die große Verschwörung der Prüfer, die kostbare 20 Sekunden für den Blick auf den Verbandskasten verschwenden (wenn man das mal auf ganz Deutschland hochrechnet!!!!).
1. Liest etwa tatsächlich jemand die Notizen im HU-Protokoll?
2. Wen interessiert überhaupt ein Verbandskasten im Auto? Den wechselt man alle paar Jahre aus, wenn er anfängt zu riechen, und das wars.
3. Die Gründe für den Gang zum Anwalt werden auch von Jahr zu Jahr alberner.
Hallo aus dem Süden!
Ist es nur meine Erfahrung, dass Fahrzeuge ab einem gewissen Alter IMMER einen geringen Mangel aufgedrückt bekommen?
Dient mEn der Unterstützung der These der Prüforganisationen, dass ältere Fzg bitte jährlich zur Prüfung müssen.
Die Halter werden dabei durch die ja trotzdem erteilte Plakette am Nachfragen gehindert.
DA sollte mal jemand nachhaken! Ich wette, dass da wieder ein mittelgroßer Skandal schlummert…
@unbekannter investigativer Journalist: Bitte nicht in der
Zeit der EM anpacken, das Thema geht dann unter :)
Grüße von NoLaw
andererseits sind so Verbandskasten schon wichtig im Notfall, solange man die Plakette auch mit abgelaufenen Kasten bekommt ist es doch gut :)
die Kostenkalkulation von Dekra würde ich gerne mal sehen
bin jedoch froh wenn ich den Kasten nie nutzen muß…
nur mal so zur info: das teil heißt verbandkasten….
^^
@ Kurt,
Das ist imho der Knackpunkt.
Man bekommt ein Testat das man selbst bezahlen darf und es enthält unwahre Tatsachenbehauptungen.
Man bekommt also ein Gutachten in dem wahrheitswidrig attestiert wird, dass man sich nicht um die vorgeschriebenen Rettungsmittel in seinem Fahrzeug kümmert.
Kann man so hinnehmen, muss man aber offenbar nicht.
Aaaaaah, die deutsche Rechtschreibung… Verbandkasten ohne s. Es heisst ja auch nicht Schubslade oder Schamslippe.
@23 (stk)
Dann sagen Sie sicher aus diesem Grund auch "Geburttag" und "Adventkranz"?
Und Bratskartoffeln …
Ganz korrekt heißt es eigentlich: (dem) Verbandseinkasten.
Ich finde, man kann es als Kunde auch übertreiben.
Welcher Nachteil ist ihm denn aus der Feststellung, der Verbandskasten sei überaltert, erwachsen?
Wer sich darüber aufregt, den stört es wohl auch, wenn bei der Inspektion der Aschenbecher ohne Auftrag geleert wird.
Unterhose
Heftspflaster
Zusdecke
Blumenstopf
Kugelsschreiber
Käsesbrot
…
richtig falsch wäre natürlich gewesen: Untershose
@Indyaner:
Willst du nicht langsam aufhören schlechte Beispiele für deine (falsche) Behauptung zu nennen? Es heißt Verbandskasten, du könntest auch ausgeschrieben den Kasten des Verbandes nehmen, dort siehst du wunderbar den Genitiv, der dem Kasten sein s gibt. Ein Pflaster des Heftens gibts hingegen nicht, höchstens ein Pflaster zum Heften (Dativ, demzufolge ohne Genitiv-S) oder das Brot mit (was? ->) Käse (Akkusativ).
Ein einfacher Blick in den Duden hätt aber auch gereicht, dort findest du auch nur den Verbandskasten :P
In welchen <a href="http://www.duden-suche.de/1527a92ce7c85f70f1f3b29fa3d1d243c/suche/abstract.php?shortname=fx&verweis=1&artikel_id=174778" rel="nofollow">Duden?</a>
Hier dürfte aber sowieso entscheidend sein, was im <a href="http://www.gesetze-im-internet.de/stvzo/__35h.html" rel="nofollow">Gesetz</a> geschrieben steht und nicht in irgendeinem Wörterbuch.
Nicht das das irgendwie wichtig wäre hier bei diesem Artikel.
@31 bitte genauer Lesen ;-)
Als Treffer wird ein Verweis angezeigt:
1. Ver|bands|kas|ten: →Verbandkasten.
Das heißt diese Variante ist ebenfalls zulässig, um aber Platz zu sparen wird nur die Variante ohne s erläutert.
siehe auch Duden – 24. Aufl.
Und nebenbei bemerlt schließe ich mich #32 an
Dann soll der Prüfer sowas halt aufn Extrazettel schreiben…
Ansonsten agree ich with Kurt und Axel John.
@ Luky
@31 bitte genauer Lesen
#30: Ein [...]Blick in den Duden hätt [...]gereicht, dort findest du [...] nur den Verbandskasten
#31: Dudenlink mit beiden Varianten
#33: Das heißt diese Variante ist ebenfalls zulässig,
Ob das „s“ hier wohl noch die #40 schafft? ;-)
@27 (Axel John)
Bei einer ganz gewöhnlichen HU, bei der man die Plakette bekommt, die Rechnung bezahlt, zusammenknüllt und wegwirft, sollte sich die Sache vielleicht höchstens nach einem kurzen Wortwechsel mit dem Prüfer erledigt haben.
Ging's dem Halter denn hier um die Weiterverwendung einer makellosen Prüfbescheinigung, über die jetzt gestritten wird, weil der eine behauptet, der Verbandskstenvermerk sei eben ein Makel, die andere Seite aber darlegt, dass es prüfungsunerheblich ist und zudem sachlich falsch? Anders kann ich mir nicht vorstellen, für sowas Zeit und Nerven zu verschwenden.
Übrigens halte ich diesen "Service" für entlarvend: niemanden ist mit einer Ablesung(!) ohne Überprüfung gedient. Eher dürfte sich der so "informierte" Kunde fragen, ob z.B. die Bremsen auch wirklich überprüft oder ähnlich sorgfältig einfach nur 'abgelesen' wurden (z.B. Bremsklötze vor 1/2 Jahr laut Rechnung getauscht – wird also schon alles ok sein).
@30 (Michael)
Bitte nicht eine gut vertretbare Ansicht mit haarsträubendem Quatsch untermauern. Das S im "Verbandskasten" und im "Rindsleder" hat (gegenwartssprachlich) nichts mit dem Genitiv zu tun, sondern ist ziemlich beliebig setzbar.
Siehe meine Beispiele oben: Selbstverständlich heißt es "Geburtstag" und "Adventskranz", aber die Konstruktion "Kranz des Advents" wirkt bestenfalls seltsam und einen Genitiv "(irgendwas) des Geburts" gibt es natürlich nicht.
@37: Tag der Geburt – sollte meines Wissens doch auch Genitiv sein. Scheint aber in der Tat nicht alleinig am Kasus zu liegen, dazu spuckt google die Diskussion aus:
http://www.wer-weiss-was.de/app/archive/show/1348358?archived=1;sr=#1348358
@31: Ups, hatte zwar kurz nachgeschaut, aber offenbar ohne die Augen dabei aufzumachen.
Das "s" in den Wörtern hat nichts mit dem Genitiv zu tun, sondern ist ein reines Fugen-s. Der eine nutzt es, der andere nicht. Manche Wörter lassen sich allerdings besser aussprechen ohne Fugen-s. Beispiele sind EinkommenSsteuer oder SchadenSersatz.
Es gibt keine Regel für den Gebrauch oder das Weglassen, d.h. nichts ist falsch oder richtig. In so ziemlich allen amtlichen Dokumenten und Gesetzestexten findet man aber fast nie ein Fugen-s, da hier eine einheitliche Schreibweise gewählt wurde. Aber das Finanzamt sollte da nicht maßgebend für die Allgemeinheit sein.
@39
….lassen sich allerdings BESSER aussprechen MIT Fugen-s…..
Da verlang ich aber jetzt eine Entschuldigung von Michael für seine grobe Art mich zu tadeln obgleich er dabei selber im Glashaus sass =)
@ 36: Anders kann ich mir nicht vorstellen, für sowas Zeit und Nerven zu verschwenden.
Ich sehe darin eher Querulanz und kleinlich Rechthaberei.
Es gibt Leute, die verbringen den Großteil ihrer Lebenszeit damit, so lange in den Krümeln zu wühlen, bis sie etwas finden, worüber sie sich beschweren- oder wogegen sie Klagen können.
Die verschwenden nur aus Prinzip Stunden und Tage darauf, auf belanglosen Nichtigkeiten herumzureiten.
Anscheinend macht es denen Spass, anderen Leuten unsinnige Arbeit aufzunötigen.
Ein neuer Verbandskasten kostet ca. 20 / 25 EUR:
Mir wäre das viel zu blöde, deswegen einen solchen Aufstand zu betreiben. Manche brauchen das offensichtlich. Armselig!
@1, 6: so eine Posse bringt auch der TÜV Rheinland (in diesem konkreten Fall die Prüfstelle D-Garath). So geschehen 2003 bei einen zu dem Zeitpunkt 11 Jahre alten Japaner. Nachdem der Prüfer an dem topgepflegten Auto in über 40 Minuten keinen einzigen Mangel trotz *sehr* gründlicher Überprüfung finden konnte, kam der Verbandskasten dran. Ergebnis auf dem Bericht: Plakette trotz geringfügiger Mängel zugeteilt, Mangel: Verbandskasten überaltert. Mich hat da das ungemeine Gefühl beschlichen, daß da die Quotenreisschüssel für die Statistik in dem Monat noch nicht dran war…
Dasselbe Auto ging übrigens zwei Jahre später bei der DEKRA in Essen – mit dem gleichen Verbandskasten – ohne Beanstandung durch. Vor der 2007er HU (gleiches Auto, wieder ohne Beanstandung) hatte ich aber den Kasten zwischenzeitlich komplett erneuert…
@41/Indyander: Hast du auch verdient. Tut mir leid, das ich mich im Ton vergriffen hab (und noch dazu nicht mal richtig lag)
Danke. Find ich gut dass du das wirklich getan hast. *atmet tief ein*… als wäre man wieder 1994 im Internet. Das waren noch Zeiten.
Hochverehrtes Publikum,
die Glosse ist eindeutig.
1. Der Hinweis des Prüfers ist abwertend.
2. Der Prüfer beurteilt den Inhalt des Verbandskastens, ohne den Inhalt geprüft zu haben.
3. Die Dekra (das hatte auch beim Tüv passieren können oder sonst einem Prüfer) setzt frecherdings noch einen drauf und bittet, Zweifel auszuräumen, die sie mit ihrem Antwortschreiben gerade erst bestärkt hat.
4. Ich traue, auch was die Schreibweise des Verbandskastens zu tun hat, der Nachrichtenagentur pbd durchaus Kenntnis der deutschen Sprache zu.
5. Pfrohe Fingsten!
@ 19 nolaw
Bitte geben Sie uns doch bitte konkrete (notfalls auch a- oder psydonyme) Informationen an pbdagentur@aol.com
@ 16:
wenn Sicherheitseinrichtungen nachträglich installiert wurden, dann müssen sie auch funktionsfähig gehalten werden … wenn Nebelschlußleuchten nachgerüstet wurden, dann müssen sie auch funktionieren.
Nix Schikane!
Nachrüstpflichten gibt's wenige … elektrische Blinker und Scheinwerfer gehören dazu. Wer also einen guten alten Ford T fahren will, der muß sie nachrüsten und, genauso wie bei freiwillig nachgerüstete Anschnallgurte, benutzen.
Roland
*** Newsflash *** Newsflash *** Newsflash ***
- Glosse der Sonderklasse: Sack Reis in China vor 2 Wochen nicht nach links, sondern nach rechts umgekippt.
- Verband(s)kastenskandal: Bundesregierung bestellt DEKRA-Botschafter ein.
- Fugen-S-Krise: Duden druckt Teile seines Standard-Werks neu
- Dumm gelaufen: Duesseldorfer verliert wegen eines Hinweis auf HU-Protokoll Job, Frau und Verstand
"Ein Verbandkasten (lt. StVZO, DIN), oder standardsprachlich Verbandskasten, umgangssprachlich auch Erste-Hilfe-Kasten oder Rot-Kreuz-Kasten, ist ein Behältnis mit Verbandmitteln und weiterer Ausrüstung für die Erste Hilfe." Wikipedia
''Ein überschrittenes oder gar ein nicht vorhandenes Verfalldatum kann demzufolge kein Grund für eine Verwarnung sein, da hier jegliche Rechtsgrundlage fehlt.'' Zitat: -> http://www.verkehrsportal.de/board/index.php?showtopic=22575
Ich denke auch, dass man bei aelteren Fahrzeugen bemueht ist, Fehler zu finden: Erstens verkauft man die VBK auch im Foyer und
zweitens naehrt es die Statistik der 'fehlerbehafteten' Altfahrzeuge.
Btw: Viel wichtiger als eine evtuell nicht mehr sterile Wundauflage, ist die richtig angewandte Ersthilfe.
@ 49
A p p l a u s !
Warum nicht einfach Erste-Hilfe-Kasten?
also ich nenne das ding ja einfach sani-kasten …
@ Fugen- S:
Du meine Güte, es weiß doch jeder, was gemeint ist.
Diese Diskussion ist schon ein bisschen krank. Um nicht zu sagen Sick. Und sie riecht -oder besser: stinkt- nach Zwiebeln. Und nach Fisch.
Soviel dazu.
@ Topic:
Wenn das Ding mit den Pflastern und Mullbinden drin nicht Gegenstand der HU ist, ist es nunmal so. Dann hat auch der DEKRA-, TÜV- oder sonstwas- Mann daran nicht zu mäkeln.
Dass es sich schon aus eigenem Interesse lohnt, einen "gültigen" Verbandskasten, der im besten Fall etwas üppiger bestückt ist, als das Gesetz es vorsieht, dabei zu haben, versteht sich wohl von selbst.
Grüße!
Kann man auch was gegen abwertende Meinungsäußerungen im Prüfbericht tun?
Bei meinen beiden Autos schreibt der Tüv-Prüfer immer Beleidigungen hinein wie: "Fahrzeug technisch und wirtschaftlich verbraucht" oder "In Zukunft größere Schäden zu erwarten".
Da dies ja sogar wertmindernd sein könnte, wenn ich das Auto verkaufen wollte, würde ich das gerne unterbinden, ganz abgesehen von der psychologischen Auswirkung auf Auto und Besitzer…
Alleine schon, daß er so etwas bei meinem Beinahe- Oldtimer schon bei den letzten drei Untersuchungen geschrieben hat, ohne daß in den 6 Jahren dieser prognostizierte "größere Schaden" eingetreten ist, sollte doch Beweis für die fehlende Grundlage dieser Schmähungen sein. Kann man dagegen nicht auch juristisch vorgehen?
Da ich noch nie selbst ein Auto zum TÜV/zur Dekra gebracht habe, sondern ich entweder rechtzeitig verschrottet oder vekauft habe oder den "Prüfer-kommt-ins-Haus-Service" der Vertragswerkstatt meines Vertrauens in Anspruch genommen habe, eine blöde Frage: Verkauft der Dekra zufällig Verbandkästen oder sogar Verbandskästen? Da, wo mein seinen Prüfbericht erhält und bezahlt? Ausgestellt in so schicken Glasvitrinen mit indirekter Beleuchtung?
@pbd (Nr. 47):
Ich würde zwecks Recherche einen Blick in die Datenbanken von Tüv und Dekra werfen und alle Prüfungen mit "leichten Mängeln" der letzten drei Monate bei Fahrzeugen (auch 2-Räder) älter als 9 Jahre anschauen und ggf. mit einem _unabhängigen_ Sachverständigen nachprüfen. Dabei einen Blick auf "auslegungsfähige" Prüfergebnisse wie "Fußrastengummi porös", "Signalhorn verstimmt", "Verband(s)kasten[tm] überaltert", "Steinschlag im nicht sichtbaren Bereich", usw. werfen.
Die Liste der geringen Mängel ist lang…
Vgl: http://www.rp-online.de/public/bildershowinline/aktuelles/auto/31832
Parallel Kontakt zu den Redaktionen der Oldtimer Markt / Oldtimer Praxis aufnehmen. Wenn die Feinstaubgeschichte sich gelegt hat, haben die bestimmt Muße, die "Geringe Mängel"-Plage anzugehen. (Die Autob*ld würde ich rauslassen,
die versauen so ein Thema durch die unsachliche Berichterstattung :)
Um das "n" der Statistik groß werden zu lassen, empfiehlt es sich, die einschlägigen Foren im Netz zu durchsuchen und evtl.
auch aktiv nach Fahrzeughaltern zu suchen, denen diese gängige Praxis auch auf den Senkel geht.
Dingfest machen kann man die Geschichte, wenn man die Mängelstatistiken vor und nach dem Aufkommen der "Jährliche HU für Fahrzeuge mit mindestens x Jahren"-Seuche vergleicht.
Nicht dass hier ein falscher Eindruck entsteht:
Die Kisten müssen sicher sein und müssen auch überprüft werden! Ich finde es aber schlicht unfair, dass die beliehenen Unternehmer die staatlichen Rechte zu Marketing und Kommerz ohne Sicherheitsmehrwert ausnutzen, ohne dass eine Kontrolle der Kontrolleure stattfindet.
@37: Auch wenn der Duden es inzwischen "erlaubt": Es heißt >Einkommensteuer< und das spricht sich auch trotz des fehlenden Fugen-S nicht besonders schwer. Alles nur eine Sache der Gewöhnung.
Sorry, das ging natürlich an 39 – Kurt
Unser Sprach-Guru Bastian Sick zum Thema Fugen-s:
"Eindeutige und unverrückbare Regeln für den Gebrauch des Fugen-s gibt es nicht. Zu groß ist die Zahl der Ausnahmen und Fälle mit schwankendem Gebrauch." Ein paar Regeln hat er auch zuzsammengestellt: http://www.spiegel.de/kultur/zwiebelfisch/0,1518,293195,00.html
Meine Vermutung: Wenn im Gesetz Verbandkasten steht und Einkommensteuer (also ohne Fugen-S), dann wohl, weil die Verfasser der Gesetzestexte sich mit sprachlichen Besonderheiten wie dem Fugen-s nicht auskennen und darum überkorrekt sein wollten. Das ist dann eine Form der Hyperkorrektur. http://de.wikipedia.org/wiki/Hyperkorrektur Und wenn es einmal im Gesetz steht, dann übernimmt es auch der Duden…
Da gibt es auch bei Wikipedia einen informativen Artikel zu:
http://de.wikipedia.org/wiki/Fugen-s
Damit sollten eigentlich alle Fragen geklärt sein, v.a. bezüglich der Besonderheit der Behördensprache. Und wer jetzt immer noch nur "Verbandkasten" als einzig richtige Schreibweise akzeptiert, der soll mal den damaligen Recht(s)streit zur Schreibweise von "verfassung(s)gebende Gewalt" aufrollen.