19.5.2008

Schnellschreiber

“Bedrückt Sie irgendwas?” fragte der Mandant. Ich hatte ihm den Entwurf eines siebenseitigen Schriftsatzes angekündigt. Wie sich herausstellte, war eher der Mandant bedrückt. Mit “so viel Text” hatte er nicht gerechnet. Jetzt sorgte er sich. Wegen des Zeithonorars.

Ich habe ihm den Zeitaufwand verraten. Das erleichterte ihn. Und ich weiß jetzt, dass ich ein “Schnellschreiber” bin. Jedenfalls im Vergleich zu den Anwälten, die der Mandant früher beschäftigt hat.

15 Kommentare zu “Schnellschreiber”

  1. ExStudi meint: (19.5.2008 um 13:45) AntwortenReply to this comment

    Is' ja wie Tetris; Textbaustein über Textbaustein…

  2. Armin meint: (19.5.2008 um 13:48) AntwortenReply to this comment

    Einfach einen Praktikanten anstellen, der nebendran steht und die Melodie singt…

  3. Birgit meint: (19.5.2008 um 13:53) AntwortenReply to this comment

    Für den Mandanten also berückend statt bedrückend.
    Wenn er dann noch merken sollte, daß das Schreibtempo jenes des Denkens wiederspiegelt, wird er sich wohl gar nicht mehr einkriegen. ;-))

  4. anonym meint: (19.5.2008 um 14:26) AntwortenReply to this comment

    Schnelligkeit und Qualität sind nicht dieselbe Kategorie (nichts gegen Herrn Vetter). Und es heißt "widerspiegeln".

  5. ___________SK__________ meint: (19.5.2008 um 14:34) AntwortenReply to this comment

    Da stimme ich zu!

  6. mez meint: (19.5.2008 um 14:38) AntwortenReply to this comment

    @4
    Das eine hängt aber häufig mit dem anderen zusammen. Wer die Materie im Schlaf beherscht kann auch ratzfatz einen 7 Seiten Schriftsatz schreiben. Wer allerding ständig alles nachschlagen muss braucht eben etwas länger.

  7. DickeAkte meint: (19.5.2008 um 14:46) AntwortenReply to this comment

    Dann ist der "Langsamschreiber" besser dran was das Zeithonorar angeht, als der "Schnellschreiber" (wir gehen davon aus, dass beide ehrlich abrechnen) ;-)

  8. möp meint: (19.5.2008 um 14:46) AntwortenReply to this comment

    Ich finde es schon immer unlogisch, dass es "widerspiegeln" heißen soll! Der Spiegel erstellt das gleiche Bild nocheinmal (wieder das gleiche).
    Ich finde es unlogisch, dass er einem das Bild entgegen (wider) werfen soll.

  9. Birgit meint: (19.5.2008 um 14:52) AntwortenReply to this comment

    @4
    "Schnelligkeit und Qualität sind nicht dieselbe Kategorie"
    Was Sie nicht sagen ;-)

    "Und es heißt “widerspiegeln”."
    Yo, keine Widerworte.

  10. R.B. meint: (19.5.2008 um 14:53) AntwortenReply to this comment

    @8: Genau das ist aber seine Funktionsweise. Er reflektiert das Licht.

  11. Axel John meint: (19.5.2008 um 15:53) AntwortenReply to this comment

    Nun ja, es gibt Anwaltsschreiben, da steht auf der ersten Seite kaum mehr als der Briefkopf, AZ und Betreffzeile.
    Dann 3 cm Rand links, 5 cm Rand rechts, 5 Cm hohe Fußzeile, 14 pt. Arial und doppelter Zeilenabstand, 3 Leerzeilen im Absatz und auf der letzten Seite nur MfG und Unterschrift. Da sind 7 Seiten schnell beisammen.
    Nicht persönlich nehmen. ;-))

  12. ckd meint: (19.5.2008 um 16:03) AntwortenReply to this comment

    Sieben Seiten SS in einer einfach gelagerten Sache diktiert ein erfahrener RA in höchstens 30 Minuten runter.

  13. Jens meint: (19.5.2008 um 18:18) AntwortenReply to this comment

    Textbausteine?

  14. tr meint: (19.5.2008 um 18:21) AntwortenReply to this comment

    in der kürze liegt die würze (soll ja auch einer lesen)

  15. Jim meint: (20.5.2008 um 10:06) AntwortenReply to this comment

    Haha, also wer über ein Wort zweimal nachdenkt, macht gleich ein paar € gut :)

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