30.7.2008

Leih-Räder in Düsseldorf

Ich besitze kein Fahrrad. Hätte aber keine Probleme, mal mit einem zu fahren, wenn es sich anbietet.

Auf Leute wie mich setzt offenbar Nextbike, die mit 400 Rädern jetzt auch in Düsseldorf am Start sind. Nahe meiner Wohnung ist eine Abholstation, am Spichernplatz. Online lässt sich überprüfen, wie viele Räder gerade zur Verfügung stehen. Außerdem kann man in Düsseldorf die Räder an jedem beliebigen Ort hinterlassen. Mit einem Euro pro Stunde (5 Euro für 24 h) ist der Tarif mehr als im grünen Bereich. Wer angemeldet ist, kann auch die Angebote in allen anderen Städten nutzen, in denen Nextbike vertreten ist.

Wenn’s gestern nicht gewittert hätte, wäre ich fast noch zu einer nächtlichen Probefahrt angetreten.

31 Kommentare zu “Leih-Räder in Düsseldorf”

  1. abc meint: (30.7.2008 um 12:33) AntwortenReply to this comment

    In Wien ist es meines Wissens bis zu einer Stunde sogar völlig gratis.

  2. Jens meint: (30.7.2008 um 12:55) AntwortenReply to this comment

    Und das ohne Subvention. Die DB will ja 6 Cent pro Minute und kriegt dafür von der Stadt Karlsruhe noch Hunderttausende von Euro.

  3. Neuling meint: (30.7.2008 um 12:58) AntwortenReply to this comment

    Laut deren Website ist es in Düsseldorf nicht möglich, einen beliebigen Ausleihort als Rückgabeort zu wählen. Hier heißt es: Zurück zum Ausleihort.

    Von einen "beliebigen Ort" (dritter Baum von rechts) ist erst recht nicht die Rede.

  4. Malte meint: (30.7.2008 um 12:59) AntwortenReply to this comment

    So was <a href="http://www.cambiocar.de/&quot; rel="nofollow">mache ich mit dem Auto</a>…

  5. Neuling meint: (30.7.2008 um 13:01) AntwortenReply to this comment

    BTW, es ist auch nicht jedermann Sache, als Reklametafel durch die Gegend zu fahren.

  6. Udo Vetter meint: (30.7.2008 um 13:03) AntwortenReply to this comment

    "In Düsseldorf ist eine kostenlose Rückgabe im gesamten Innenstadtbereich möglich. Dieser Bereich ist in der Standortkarte gekennzeichnet."

    http://nextbike.de/#preise

    Stand so gestern auch in der Rheinischen Post.

  7. Marco meint: (30.7.2008 um 13:07) AntwortenReply to this comment

    Schön – über diesen prominenten Beitrag wird sich der GF von nextbike aber freuen. Ich sag es ihm spätestens morgen beim wöchentlichen Fußballspiel in Leipzig. Schöne Grüße

  8. Hendrik meint: (30.7.2008 um 13:10) AntwortenReply to this comment

    Wien lässt grüßen. Hier ist die erste Stunde kostenlos.

  9. Chaos meint: (30.7.2008 um 13:14) AntwortenReply to this comment

    "Der Kunde haftet für Schäden auch nach der Mietzeit und zwar solange, bis nextbike das zurückgegebene Fahrrad kontrolliert hat oder das Fahrrad zwischenzeitlich an einen anderen Kunden vermietet hat – spätestens jedoch 48 Stunden nach der Bekanntgabe
    der Rückgabe des Fahrrads."

    Dazu noch das die Haftungsobergrenze von 75 Euro bei Vandalismus nicht greift.

    Na das ist doch mal ein geschicktes Geschäftsmodell zur Reduktion der Reinvestitionskosten in neue Fahrräder. Wenn ich das Risiko so einfach auf andere abwälzen könnte, würd ich mein privates Fahrrad auch wieder an der Straße parken.

  10. Tobias meint: (30.7.2008 um 13:16) AntwortenReply to this comment

    Jetzt lese ich bei "gewittert" schon automatisch "getwittert". Sollte mal wieder raus gehen …

  11. AlterEgo meint: (30.7.2008 um 13:37) AntwortenReply to this comment

    Dauerwerbesendung? ;D

  12. Jemand meint: (30.7.2008 um 13:39) AntwortenReply to this comment

    Zum Thema "Rückgabe überall":
    "Bei Rückgabe an nicht freigegebenen Orten werden Rückführungsgebühren von mindestens 10€ erhoben!"

  13. AlterEgo meint: (30.7.2008 um 13:39) AntwortenReply to this comment

    In Paris haben sie übrigens auch massig Räder von der Stadt her überall angebracht. An jeden Ecken in der Innenstadt stehen welche. Kostet nix für den Bürger.

    Angenehmer Nebeneffekt: Fahrraddiebstähle sind zurückgegangen, wobei natürlich hochwertige Räder sicherlich immer noch begehrtes Gut sein werden ;-)

  14. anonym meint: (30.7.2008 um 13:41) AntwortenReply to this comment

    Habe mich immer gewundert, daß in Berlin die DB AG ihre Fahrräder zu solchen schlechten Konditionen so erfolgreich vermieten kann. Vielleicht stimmt das alles aber auch gar nicht, und es handelte sich immer um Gefälligkeitsjournalismus.

  15. jaja… meint: (30.7.2008 um 13:43) AntwortenReply to this comment

    jaja, das mit dem "wenn…" kenn ich ;)

  16. Rafael G. meint: (30.7.2008 um 14:08) AntwortenReply to this comment

    Moin!

    Das Angebot gibt es ja von der DB z.B. auch in München und ich finde es eigentlich sehr praktisch, z.B. wenn man gerade mal Besuch da hat und einfach ein wenig durch die Gegend radeln will, was häufig angenehmer als der ÖPNV ist und schneller als zu Fuß gehen oder wenn man abends mal von einer Party kommt, der letzte Bus weg ist oder oder oder…

    Natürlich sind das keine Angebote fürs tägliche Radeln, dafür ist es zu teuer. Aber gelegentlich ist so ein Angebot schon recht brauchbar.

  17. RA JM meint: (30.7.2008 um 14:59) AntwortenReply to this comment

    "Leihe" gegen Geld nennt sich Miete! ;-)

  18. IB meint: (30.7.2008 um 15:12) AntwortenReply to this comment

    DB Call-a-Bike ist die echte Mobilitätslösung, nextbike leider eher unzureichend getarnte Werbung.

  19. 11X/13 meint: (30.7.2008 um 15:13) AntwortenReply to this comment

    @Jens (2):
    Wobei ich noch nie jemanden auf so einem DB-Hightech-Fahrrad habe fahren sehen.

    Dagegen ist es mir als Vielradler schon öfters passiert, plötzlich – mit Vorliebe an Kreuzungen mit sowieso schon grenzwertiger Radwegführung – hinter einer Ecke durch so ein Drecksding den Radweg blockiert zu finden, weil die Esel, die die Teile – wegen der Akkus – immer wieder austauschen müssen, einfach zu blöd sind, ein Fahrrad so zu parken, daß es kein Verkehrshindernis ist.

    Ich warte sehnsüchtig auf den Tag, wo dieses unsinnige Subventionsgrab auf den Friedhof für Schnapsiedden kommt…

  20. RamBam meint: (30.7.2008 um 15:35) AntwortenReply to this comment

    München. War am Freitag in der Innenstadt weg. Bin mit meinem 30-€-Fahrrad (gebraucht vor 3 Jahren gekauft, neulich entrostet, seitdem 2 Fahrten) hingefahren. Rückweg mit ÖPNV aufgrund Alkoholisierung. Deswegen habe ich mich gestern bei Call-a-Bike angemeldet. 5 Euro "Zwangsaufladung", abfahrbar für 6ct/Minute (Bahncard 50). Hat recht problemlos funktioniert, CallBike stand quasi um die Ecke, Freischalt- und Rückgabe-Telefonate waren zum Ortstarif, Rad war gut in Schuss, die Fahrt war schöner als die Rückfahrt mit dem eigenen Rad. Im Internet sofort gesehen, dass mich die Leihaktion 1,14 € für 19 Minuten gekostet hat. Fazit: Gute Sache, aber für den Studenten leider nur zur gelegentlichsten Nutzung erschwinglich.
    Sah übrigens auch schon bevor ich mich zur Anmeldung entschloss oder irgendwie veranlasst sah in letzter Zeit immer häufiger CallBikes, abgestellt und in Benutzung. Evtl. eine Folge der Spritpreise? Oder halt des guten Wetters.

  21. 11X/13 meint: (30.7.2008 um 15:59) AntwortenReply to this comment

    Na, dagegen ist Sprit aber geradezu spottbillig…

  22. SvenR meint: (30.7.2008 um 17:50) AntwortenReply to this comment

    @ Tobias #10:

    Ging mir genauso. Feierabend!

  23. IB meint: (30.7.2008 um 18:19) AntwortenReply to this comment

    @ 19: Kommen Sie mal nach Frankfurt am Main… :-) Und zum Thema "Subventionsgrab": Dass die Stadt Karlsruhe da zubuttert dürfte politische Gründe haben ("wir wollen das in unserer Stadt"), DB Call-a-Bike wird dadurch aber nicht sogleich zu subventioniertem Unfug.

    Hier in Mainhatten fließt jedenfalls kein Cent Steuergeld in diese Richtung und das ist auch gut so.

  24. 11X/13 meint: (30.7.2008 um 18:36) AntwortenReply to this comment

    @23:
    Das wollte ich damit auch nicht gesagt haben.

    Die ganze Stadt Karlsruhe in Abständen von wenigen Metern mit DB-Fahrrädern zu diesem hohen Mietpreis zu überziehen, kann nicht kostendeckend funktionieren.

    Daß die Stadt für diesen Schwachsinn auch noch hunderttausende zum Fenster hinaus wirft, aber gleichzeit kein Geld für die Weiterführung des Heroinprojektes (http://www.ka-news.de/karlsruhe/news.php4?show=pas2008729-116J) hat, ist ein Skandal, paßt aber prächtig zu der großkotzigen Parole: "Viel vor, viel dahinter" (http://www.stadtmarketing-karlsruhe.de/), die auf riesenhaften Tafeln an Einfallstraßen prangt.

  25. IB meint: (30.7.2008 um 19:59) AntwortenReply to this comment

    Immerhin das Stadtmarketing scheint Geld zu haben… ;o)

  26. NetReaper meint: (30.7.2008 um 22:53) AntwortenReply to this comment

    In _der_ Fahrrad-Stadt No.1 (Münster) gibt es das noch nicht?
    Sehr schade. Hätte ich gerne mal ausprobiert.

  27. d@niel meint: (31.7.2008 um 01:55) AntwortenReply to this comment

    Und langweilig wird einem mit so einem Ding auch nicht! http://www.ccc.de/hackabike/

  28. Stefan W. meint: (31.7.2008 um 04:19) AntwortenReply to this comment

    Überschlagsrechnung:
    Morgens hin, abends zurück sind 2€.
    Von 365 Tagen 200 Radtage – macht 400 €.

    Sprich: Nach 5 Jahren hat sich ein halbwegs ordentliches Rad amortisiert. :)

  29. zf.8 (Münsteraner ohne Fahrrad) meint: (31.7.2008 um 16:07) AntwortenReply to this comment

    26/NetReaper

    In Münster gibt es sowas schon von der Radstation am Hauptbahnhof aus. Außerdem hat in Münster ja fast jeder ein Fahrrad. Etablierter Mitbewerber und vermutlich mangelnde Nachfrage machen Münster für die Firma wohl nicht so attraktiv.

  30. IB meint: (31.7.2008 um 19:49) AntwortenReply to this comment

    @26/29: Heimat!!!11 … ähm ja, in der Tat wäre sowas in Münster mit "Eulen nach Athen" gleichzusetzen. Ferner braucht man bestimmte wiederkehrende Distanzen und Muster, damit so ein System wie das der DB funktioniert. Der Clou dabei sind IMHO nämlich die Kerngebiete, in denen man bei DB CaB "sein" Rad einfach mal stehen lassen kann. Ohne Zuzahlung. Oder so. Was ich mit "Muster" meine ……. es gibt bestimmte Gebiete hier in der Stadt, in denen sich die Hauptnutzergruppe ballt, weil sie dort entweder arbeitet, wohnt oder saufen geht. Daraus entwickeln sich entweder klare One-Way-Beziehungen (Hbf -> irgendeine Bank) oder aber tageszeitverschobene Two-Ways (Hans fährt um 19 Uhr heim ins kneipensaturierte Sachsenhausen, Franz nimmt das Rad vier Stunden später angetüdelt für den Heimweg). Soweit der Holzschnitt, der sich auf solide Alltagsempirie gründet. ;o)

  31. b1g meint: (2.8.2008 um 19:42) AntwortenReply to this comment

    Vielleicht zur Ergänzung:

    In Stuttgart finanziert die Stadt Stuttgart einem die ersten 30 Minuten der DB-Call a bike-Fahrt. Dh. halbe Stunde ist umsonst.

    Und zwar jedes mal, wenn man sich das Rad von neuem holt..

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