7.8.2008

Was machen eigentlich die Teletubbies?

Wer bis heute nicht wusste, dass der Bundestag eine Kinderkommission hat, ist schon mal einen Punkt schlauer. Dieses Gremium gibt es. Geklärt werden muss allerdings noch, ob in der Kinderkommission echte Abgeordnete tätig sind. Oder vielleicht die Teletubbies, über deren Verbleib man ja recht wenig weiß.

Diese Kinderkommission drängt nun mit Macht ins Vormittagsprogramm / Sommerloch: Sie möchte Überraschungseier verbieten. Diese sind nach ihrer Auffassung gefährlich. „Kinder unterscheiden nicht zwischen Spielzeug und Nahrungsmitteln”, zitiert die Welt die FDP-Politikerin (und Mutter) Miriam Gruß. Konkrete Erkenntnisse, wie viele Kinder schon an Überraschungseiern zu Schaden gekommen sind, konnte die Abgeordnete nach Angaben der Zeitung nicht liefern. Möglicherweise hat sich mal ihr Sohn verschluckt und etwas gehustet, aber danach hat die Zeitung leider nicht gefragt.

Trotzdem ist die Kinderkommission für eine strikte Trennung von Spielzeug und Nahrungsmitteln. Das wäre dann wohl auch das Ende für Gimmicks in Cornflakespackungen und Eisbechern, für Junior- und Wundertüten sowie Spaßkaugummis.

Wirklich? Mit der Begründung “Kinder können nicht unterscheiden” wird man die Produkte nicht verbieten können. Das Überraschungsei gibt es dann vielleicht erst ab 16 Jahren. Oder gar nur unter dem Ladentisch bzw. per Einschreiben/Eigenhändig nach erfolgreichem Post-Ident. Jedenfalls wird man Erwachsenen das Recht aufs Überraschungsei kaum nehmen können, da vertrauen wir ganz fest auf die Verfassungsrichter in Karlsruhe.

Deshalb muss die Kinderkommission unbedingt daran denken, die Abgabe dieser Produkte an Kinder unter Strafe zu stellen. Am besten führt man auch einen Paragrafen ein, der es ermöglicht, renitenten Eltern, welche die gefährlichen Produkte in die Hände ihrer Sprößlinge kommen lassen, das Sorgerecht zu entziehen.

Genau besehen, muss ich mich bei Tinky-Winky, Dipsy, Laa-Laa und Po entschuldigen. So blöd könnt ihr gar nicht sein.

100 Kommentare zu “Was machen eigentlich die Teletubbies?”

  1. Kampfschmuser meint: (7.8.2008 um 09:44) AntwortenReply to this comment

    Die Jungs in Berlin müssen den ganzen lieben langen Tag am Bleistift kauen, damit man auf solche Ideen kommt.

  2. jm meint: (7.8.2008 um 09:52) AntwortenReply to this comment

    Stimmt schon, die Kinder können nicht zwischen Schokolade und Spielzeug unterscheiden. Meine Kinder essen nämlich beides nicht, sie sind nur auf den Inhalt scharf.
    Zum Glück kann ich da besser unterscheiden ;-)

  3. Der Beschuldigte himself (Link) meint: (7.8.2008 um 09:53) AntwortenReply to this comment

    Daist sie wieder, die berühmt-berüchtigte "Verbotsseuche". Kein Schwein kennt dich als Politiker, will dich auch gar nicht kennenlernen. Die einzige Möglichkeit sich ins Gespräch zu bringen, die auch wirklich klappt, ist lauthals ein Verbot zu forden. Sei es Überraschungseier, pöse Computerspiele, Zombiefilme oder meinetwegen auch die Freiheit einfach mal blöd zu sein, irgendein Eiferer wird sich schon erbarmen und ein Verbot fordern.
    Ich versuch mich gerade krampfhaft zu erinnern wann und wer das letztemal gefordert hat ein Verbot aufzuheben oder gar gelassen zu bleiben…

  4. Hannes meint: (7.8.2008 um 09:53) AntwortenReply to this comment

    Die pissen sich alles ins Hemd, weil mal wieder Wahlen am Horizont erscheinen. Da muss man ein paar Pseudo-Leistungen nachweisen können, und mal in der Presse gewesen sein. Wenn einem gar nichts anderes mehr einfällt, dann kommt man auf sowas. Oh, und wie war das damals mit den Koks-Resten auf einer Bundestagstoilette?

    Wetten, bis zur Wahl werden wir auch wieder eine "das böse, böse Internet"-Aktion von den Gesocks, dass wir gewählt haben, bekommen? In Anlehnung an einen alten Spruch:

    *Politiker in die Produktion!*

  5. Falki meint: (7.8.2008 um 10:01) AntwortenReply to this comment

    Im Moment scheint unsere Regierung alles daran zu setzen uns unsere Unmündigkeit vorzuführen.

    1. Rauchen verboten
    2. Flatrateparties verboten
    4. Internetüberwachung (Hallo Herr Schäuble!)
    3. Ü-Eier verboten

    Verantwortliche Menschen sollten selber wissen, was sie sich (und ihren Kindern) zumuten können.

    Im Moment kommt es mir so vor, als ob der Staat uns zu meinungslosen Jasagern erziehen will, der keine Widerrede duldet.

    Hoffentlich verschlucken sich die Bürger irgendwann daran und wachen auf!

  6. Alain meint: (7.8.2008 um 10:05) AntwortenReply to this comment

    Sind die bescheuert??? Unser zweijähriger kann sehr wohl unterscheiden, was zum Essen und was zum Spielen gedacht ist. Oder ist das bei Kindern von Politikern anders?

  7. Kristine meint: (7.8.2008 um 10:08) AntwortenReply to this comment

    @1 (Kampfschmuser): Bleistifte enthalten aber Graphit, kein Blei mehr. Bleivergiftung kann also nicht die Ursache sein.

    Vermutlich hat einer von denen im Halbschlaf ein Ü-Ei gepellt, die gelbe Kapsel darin verschluckt und will das jetzt nicht zugeben, deshalb schiebt er Kinderschutz vor. Ist doch oft so, wenn es um "die Kinder! Denkt denn keiner an die Kinder?!?!?!" geht: In Wirklichkeit geht es darum, daß Erwachsene etwas loswerden wollen, was ihnen nicht gefällt, und Kinder sind eben der Rootkit für die Gesetzgebung.

    Gruß,
    Kristine

  8. Axel (Link) meint: (7.8.2008 um 10:10) AntwortenReply to this comment

    Hilfe so was wurde gewählt.

  9. Christian meint: (7.8.2008 um 10:17) AntwortenReply to this comment

    Sicherlich gibt es ein Alter, in dem Kinder und Babys nicht zwischen Nahrungsmittel und Spielzeug unterscheiden können. Sie nehmen alles in den Mund (und verschlucken es potentiell), was ihnen in die Finger kommt. Nicht nur Ü-Ei-Spielzeug. Daher auch die Warnung auf den Ü-Eiern: Nicht geeignet für Kinder unter drei Jahren. Hier muss man sich einfach auf die Aufsichtspersonen des Kindes verlassen. Sobald diese Phase überwunden ist, erkennen Kinder auch den Unterschied, womit das von Frau Gruß geforderte Verbot absurd ist.

  10. Martin_mb meint: (7.8.2008 um 10:20) AntwortenReply to this comment

    Ach was, es ist alles noch viel schlimmer: Wenn Kinder versehentlich diese gelben Kapseln verschlucken, dann leisten Ü-Eier dem Drogenschmuggel Vorschub, in dem sie den Kindern das Konzept des "body packing" nahebringen. Wo kommen Ü-Eier eigentlich her? Kolumbien? Verbieten die Dinger!

  11. Dirk (Link) meint: (7.8.2008 um 10:25) AntwortenReply to this comment

    Was denn, da hat eine FDP-Politikerin eine doofes Kind und deswegen müssen zig andere Kinder drunter leiden. Schon als meine Cousinen 5 Jahre alt waren, wußten sie: Schoklade in den Mund und das Spielzeug kann zusammengebaut werden – oder wird dem Cousin gegeben, der macht das auch gerne! ;-)

    Oder wahr der Spruch gar so gemeint, dass Kinder beim Produktkauf mehr auf das Spielzeug, als auf de Inhalt fixiert sind? Also ich weiß, dass ich meine Mutter damals noch überreden musste, mal so ein Cornflakes-Zeugs zu kaufen und da mit dem Spielzeug zu kommen wäre törricht gewesen. Prinzipiell sage ich aber mal, Eltern sind doch dafür da um dem Kind Grenzen zu setzen (im Wohle des Kindes). Nur weil so eine Trude aus der FDP selbst zu dumm ist, will sie nun die Politik darum kümmern lassen. Lady ich habe da für sie 2 mögliche weitere Lösung – ohne dabei anderen Eltern auf den Schlips zu treten – wie wäre es denn mit sowas wie einer Nanny. Wenn möglich etwas klüger als sie, die kann dem Kind dann vermitteln, dass nicht das Spielzeug genascht und die Schokolade zusammengebaut wird, sondern umgekehrt. Oder sie geben ihre Kinder beim Sozialamt mit den Worten (weil für einen Zettel muss man schreiben können): Ich bin zu dumm dazu, bitte übernehmen sie für mich die weitere "aufzucht".

    Jetzt mal was persönliches: Ich denke Kinder sind leicht verfänglich und auch leichte zu überzeugen, dass ihnen etwas gefällt. Allerdings wirken diese Reize auch auf Erwachsene, welches es aber schaffen zu widerstehen. Ich schätze mal, das dieses nur möglich ist, weil wir als Kind von unseren Eltern erzogen wurden mit diesen Reizen umzugehen. Und eine Lösung, wir verbieten jeglichen Reinzeinfluss um unsere Kinder zu beschützen ist ja wohl das Dümmste überhaupt, wenn die mal 20 Jahre älter sind, wären sie nicht in der Lage den Reizen zu widerstehen. Kurz und knapp, es wichtig, dass Kinder schon beizeiten mit diesen Reizen in Berührung kommen und von ihren Eltern eine Beherrschung dem gegenüber angelernt bekommen.

  12. Alex (Link) meint: (7.8.2008 um 10:33) AntwortenReply to this comment

    Ha, ich wusste doch, dass mir der Name bekannt vorkommt, das ist die selbe Trulla, die 2006 die WM zum nationalen Anliegen erklärt hat und Klinsmann vor den Sportausschuss zitieren wollte: http://www.netzeitung.de/sport/wm2006/385445.html

    Als "Sportexpertin" wurde sie dann wohl zeitig abgelöst. :p

  13. Der Gerd meint: (7.8.2008 um 10:34) AntwortenReply to this comment

    Naja, wieder ein Grund mehr für Hausdurchsuchungen, wieder ein paar potentielle Mandanten mehr für bloggende Strafverteidiger….
    Ich seh schon die Schlagzeilen: Bundesweiter Ü-Eier Liebhaber-Ring gesprengt. Über 1000 Beamte im Einsatz…..

  14. Volkswirt meint: (7.8.2008 um 10:35) AntwortenReply to this comment

    Ich fordere, im Namen der unschuldigen armen Kinder bitte auch noch zu verbieten:
    Radiergummis, Kappen für Füllfederhalter und Filzstifte, Münzen unterhalb 1 EUR, Lego, Playmobil, überhaupt alles Spielzeug das in einen Kindermund paßt, Büroklammern, Batterien, Fisch (enthält auch mal ne Gräte!!!), Fleisch (kann auch mal kleine Knochenstücke enthalten!), Weintrauben und Zeitungspapier (Tatsächlich: erste-hilfe-fuer-kinder.de/html/ersticken.html), überhaupt alle Nahrung, die nicht flüssig ist. Sicher ist Sicher.

  15. gant meint: (7.8.2008 um 10:36) AntwortenReply to this comment

    Vor lauter Harmonisierung der ganzen USA-Bürgerrechtsbeschränkungen will man das jetzt auch noch mit deren Narungsmittelvorschriften machen? Dort verhindern diese nämlich auch den Verkauf z.B. von Überraschungseiern.

    Schon etwas dünn, wenn man Verbote fordert, weil man Kinder schützen möchte, dabei aber dummerweise vergisst, Gründe und Belege dafür zu liefern.

  16. Kristine meint: (7.8.2008 um 10:43) AntwortenReply to this comment

    @19 (gant): "Schon etwas dünn, wenn man Verbote fordert, weil man Kinder schützen möchte, dabei aber dummerweise vergisst, Gründe und Belege dafür zu liefern."

    Das sagst du nur, weil du nicht an die Kinder denkst!!!!1

    Kristine

  17. Oscar meint: (7.8.2008 um 10:43) AntwortenReply to this comment

    D… (Selbstzensur, damit Udo keinen Ärger kriegt) und Unfähigkeit als Erziehungsberechtigte ist, wie bewiesen, offenbar kein Hinderungsgrund auf dem Weg zu einem Abgeordnetenmandat.

    Auf jedem Überraschungsei steht, dass es nicht an Kind unter drei Jahren gegeben werden soll (weil die gerne alles in den Mund stecken und dabei nicht zwischen Schoki und Spielzeug unterscheiden – wie auch nicht zwischen Keks und Papas CD).

    In Hinterbänkler-Logik ergibt sich ein weites Feld für Verbote.

    Kochen zu Hause? Verbrühungsgefahr durch zu heißes Essen
    Fahrradfahren? Sturzgefahr
    Haustiere? Sofort einschläfern, Miezi könnte kratzen, Bello beißen
    Digtal fotografieren? SD-Karten können so leicht verschluckt werden

    Weitere Vorschläge gerne in diesem Blog, das Sommerloch dauert noch mindestens drei Wochen :-)

  18. Gymnasialempfehlung meint: (7.8.2008 um 10:47) AntwortenReply to this comment

    Miram Gruß:
    "2001 bis 2005 selbstständige Wirtschaftberaterin bei der MLP AG in München"

    Muss noch mehr gesagt werden?

    test.de/themen/versicheru...ster-MLP/1687295/1687295/

  19. h meint: (7.8.2008 um 10:48) AntwortenReply to this comment

    Politiker! Die wirklichen Killer sind Poliermaschinen.

    So ein mörderisches Gerät hat erst neulich kaltblütig eine Reinigungsfachkraft stranguliert.

    Muss erst in Dtland ein Poliermaschinenmord passieren, bevor unsere Politiker reagieren?

    diepresse.com/home/panora...sterreich/404416/index.do

  20. rollo meint: (7.8.2008 um 10:50) AntwortenReply to this comment

    ich glaube, nach dieser ü-eier-reklame aus den 70ern hat wirklich keiner mehr bock auf die dinger… *grusel*

    http://de.youtube.com/watch?v=eOFRIWx5F9c

  21. Stefan meint: (7.8.2008 um 10:50) AntwortenReply to this comment

    Ich hatte mich vor ein paar Wochen an einem Stück Apfel verschluckt. Mein Verbotswunsch sollte somit klar sein. SCNR :}

  22. benpal meint: (7.8.2008 um 10:50) AntwortenReply to this comment

    Wenn der Staat die Kindererziehung übernehmen will, soll er auch die Verpflichtungen daraus übernehmen. Oder sich raushalten.
    Aber es ist ja nicht der Staat, der so etwas verbietet, es sind einzelne Politiker, die versuchen, ihre eigenen Probleme auf dem Rücken der Allgemeinheit zu regeln, die sich nicht vorstellen können, dass andere Menschen eventuell intelligenter oder erfahrener sind, als sie selbst.
    Meines Wissens müssen Politiker, die solche Vorschläge machen, weder einen Qualifikationsnachweis über Kindererziehung, Psychologie und Medizin erbringen, noch überhaupt Kinder haben.

  23. tom meint: (7.8.2008 um 10:51) AntwortenReply to this comment

    Habe das hier neulich auf irgendeiner Witze-Seite gefunden:

    Szenario 1:
    Udo hat sein neues Taschenmesser mit in die Schule gebracht

    1973
    - Der Biolehrer zückt sein eigenes und zusammen mit den anderen Schülern vergleichen sie die unterschiedlichen Funktionen

    2008
    - Die Schule wird weiträumig abgesperrt. GSG9 und Elitetruppen der Polizei rücken an. Udo wird mit mehreren Betäubungsschüssen gelähmt und sofort in ein Hochsicherheitsgefängnis verfrachtet. Der Schulpsychologe kommt und betreut die traumatisierten Mitschüler und Lehrer.

    Szenario 2:
    Udo und Heinz raufen sich nach der Schule.

    1973
    - Es bildet sich eine Gruppe und feuert die beiden an. Heinz gewinnt. Die beiden geben sich die Hand und alles ist geklärt.

    2008
    - Die Polizei kommt und nimmt beide fest und klagt sie wegen schwerer Körperverletzung an, beide werden der Schule verwiesen und landen ohne Ausbildung auf der Straße.

    Szenario 3:
    Udo sitzt nicht still und stört laufend den Unterricht

    1973
    - Udo muss nach der Stunde nachsitzen und kriegt beim nächsten Mal eine gehörige Tracht Prügel vom Lehrer. Ergebnis: Er sitzt ab sofort ruhig und stört den Unterricht nicht mehr.

    2008
    - Udo kriegt Ritalin in rauen Mengen und mutiert zum Zombie. Die Schule bekommt Fördergelder vom Staat, weil Udo ein Härtefall ist

    Szenario 4:
    Udo schießt eine Fensterscheibe ein und kriegt deshalb von seinem Vater eine Ohrfeige.

    1973
    - Udo passt jetzt besser auf, wird erwachsen und führt ein normales Leben.

    2008
    - Udos Vater wird wegen Kindsmisshandlung eingesperrt. Udo wird der Mutter weggenommen und in ein Heim für Prügelkinder gesteckt. Udos kleine Schwester wird vom Psychologen suggeriert, dass sie auch misshandelt wurde. Der Vater kommt nie wieder aus dem Knast und die Mutter fängt ein Verhältnis mit dem Psychologen an.

    Szenario 5:
    Udo hat Kopfweh und nimmt Tabletten mit in die Schule.

    1973
    - Udo gibt dem Kunstlehrer auch eine, in der großen Pause, in der Raucherecke.

    2008
    - Die Drogenfahndung taucht auf. Udo wird wegen Drogenbesitz von der Schule verwiesen. Sein Schulranzen, sein Pult und sein Zimmer Zuhause werden nach weiteren Drogen und Waffen durchsucht.

    Szenario 6:
    Ahmed fällt wegen Deutsch in der 8. Klasse durch.

    1973:
    - Ahmed nimmt Nachhilfeunterricht in den Sommerferien und schafft den Schulabschluss ein Jahr später ohne Probleme.

    2008:
    - Ahmeds Fall landet vor der Gleichstellungskommission der Schule. Die liberale Presse findet das Verhalten der Schule unvertretbar. Deutsch ist nicht die Mutter aller Sprachen. Man denke mal daran, was im Namen der deutschen Sprache schon alles für Unheil angerichtet wurde. Die Schule lässt unter dem immensen Druck eine Nachprüfung mit Fragen für einen Erstklässler zu und Ahmed rückt nach. Den Abschluss schafft er nicht und landet am Fließband bei VW, weil er immer noch kein Deutsch kann.

    Szenario 7:
    Udo wirft einen Feuerwerkskörper von Silvester in einen Ameisenhaufen.

    1973:
    - Einige Ameisen sterben.

    2008:
    - Tierschutzverein, Kripo, Anti-Terror Truppe und Jugendamt werden gerufen. Robert werden schwer gestörtes Sozialverhalten, pyromanische Anlagen und terroristische Grundtendenzen vorgeworfen. Die Eltern und Geschwister müssen sich einem Psychotest unterziehen. Sämtliche PCs im Haus werden auf Gewalt verherrlichendes Material untersucht. Udos Vater wird unter Beobachtung gestellt und darf nie mehr in seinem Leben fliegen.

    Szenario 8:
    Udo fällt beim Turnen hin und verletzt sich am Knie. Der Lehrer läuft sofort zu ihm, hilft ihn auf und trocknet seine Tränen. Dann geht er mit ihm ins Sekretariat, kümmert sich um ein Pflaster und bleibt noch kurz bei ihm sitzen.

    1973
    - Nach kurzer Zeit geht es Udo wieder besser und er geht zurück in die Pause.

    2008
    - Der junge Lehrer wird wegen sexueller Belästigung von Minderjährigen sofort aus dem Schuldienst entlassen und bekommt ein Strafverfahren, in dem er zu 5 Jahren Gefängnis verurteilt wird.

  24. Alexander meint: (7.8.2008 um 10:54) AntwortenReply to this comment

    Neulich, in der Ukraine:

    http://www.audioper.com/Egg.jpg

    Ach ja, und die Teletubbies sind out, seit die Polen sie für schwul erklärt haben.

  25. kufleisch (Link) meint: (7.8.2008 um 10:56) AntwortenReply to this comment

    das problem ist wohl eher, dass die lieben medien (und der udo auch…:-) diesen aufhänger im sommerloch viel lieber verwenden, als die auch geäußerten vorschläge zu den themen "gewicht von schulranzen" und "fahrradhelmpflicht für kinder"…

  26. 321 meint: (7.8.2008 um 11:01) AntwortenReply to this comment

    Ich bleibe dabei – die Politik sollte endlich das Grundsätzlich Geburtsverbot durchsetzen – dann kann in ca. 120 Jahren wirklich keinem mehr war passieren.

    Mein Gott wie langweilig und frustiert ob der eigenen Unfähigkeit und der mangelnden Bedeutung kann und muß man sein bevor man auf so eine Schwachsinnsidee kommt.

    Da ist ja das Ungeheuer von Loch Ness im Heute Journal noch eher eine echte Nachricht ….

  27. Kristine meint: (7.8.2008 um 11:01) AntwortenReply to this comment

    @28 (tom): Unterhaltsam, wie die Kindesmißhandlung von 1973 verherrlicht wird.

    Gruß,
    Kristine

  28. rollo meint: (7.8.2008 um 11:01) AntwortenReply to this comment

    …und nochmal in besserer quali (immer noch creepy):
    http://de.youtube.com/watch?v=o9UjGC9FfjI

    @28 apropos früher:

    (gefunden im internet)

    "Kindheit ohne Netz und TÜV.

    Autos
    Kürzlich erzählte Josef Joffe in DIE ZEIT von seiner Kindheit in einer Berliner Straße; von der Phase zwischen selbstvergessenen Spielen wie „Eins, zwei, drei, Eckstein, alles muss versteckt sein" und dem ersten Herumlungern auf einer NSU Quickly.
    Zwei Autos parkten auf der 150 Meter langen Straße, ein VW Käfer und ein Opel Olympia Rekord.
    Sie hatten keine Sicherheitsgurte, keine Kopfstützen, keine Airbags. Es gab keine Kindersitze.
    Und die Kinder haben's überlebt.

    Haushalt
    Die grellbunten Farben von Gitterbett und Spielzeug waren oft das Resultat von Lacken, über die man heute die Nase rümpfen würde.
    Kindersicherungen an Steckdosen, Autotüren oder Haushaltsreinigern waren unbekannt.
    Man fuhr Fahrrad – ohne Helm, ohne Zwang.
    Und die Kinder haben's überlebt.

    Ernährung
    Häuser, zumal Arbeiterhäuser, hatten fast immer einen Hof, und auf dem Hof gab es einen Wasserhahn.
    Dort löschte man seinen Durst.
    Oder man trank aus dem Gartenschlauch.
    Sterilität war ein eher anrüchiges Wort.
    Es fand sich auch immer ein Garten, wo es gerade Möhren oder Erdbeeren, Pflaumen oder Rhabarber zu stiebitzen gab.
    Ungewaschen schmeckte am Besten.
    Man klaute mit gutem Gewissen, Ehrensache, dass man sich nicht erwischen ließ.
    Und die Kinder haben's überlebt.

    Spiele
    Man baute Seifenkisten und koppelte im Winter mehrere Schlitten aneinander.
    Auf abschüssigen Straßen (Hauptverkehrsstraßen!) wurden Wettrennen gefahren und Geschwindigkeitsrekorde gebrochen.
    Es gab Unfälle, ja. Blaue Flecken.
    Jeder hatte mal ein Loch im Kopf. Hosen rissen am Hintern auf, und die Raufereien waren nicht ohne.
    Mitunter fielen scharfe Worte zwischen den Eltern.
    Aber niemand wäre auf die Idee gekommen, jemanden zu verklagen.
    Und die Kinder haben's überlebt.

    Erreichbarkeit
    Es kam vor, dass man die Mutter rufen hörte. aber das durfte auch überhört werden.
    Wenn die Lampen angingen, musste man zu Hause sein. Basta.
    Ansonsten war man unerreichbar. Unglaublich, aber wahr: Es gab kein Handy. Es herrschte Freiheit.
    Und die Kinder haben's überlebt.

    Freunde
    Man lebte ohne Playstation. ohne Nintendo, ohne Videospiel. Trotzdem waren die Tage voll bis zur letzten Minute. Es gab Freunde.
    Man konnte sich aufs Fahrrad setzen und sie besuchen, ohne Ankündigung, ohne dass man von Mutti im Auto gebracht wurde.
    Und die Kinder haben's überlebt.

    Schule
    Einige Klassenkameraden waren stinkfaul oder auch wirklich nicht so gut. Dann blieben sie sitzen.
    Na. und? Ein verlegenes Grinsen deutete an, dass es deswegen zu Hause ein Donnerwetter gegeben hatte. Dann wurde das Schuljahr wiederholt.
    Ein Missgeschick wurde noch nicht zur Katastrophe hysterisiert.
    An Gespräche beim Vertrauenslehrer oder Schulpsychologen dachte kein Mensch.
    Und die Kinder haben's überlebt.

    Wann eigentlich begann das Kinderleben so kompliziert zu werden wie's heute ist?
    So vorsorglich von Überbehütung ummauert?

    Wer in den Fünfziger- und Sechzigerjahren Kind war, hat nicht nur überlebt: er hatte richtig schwein gehabt. ;)"

  29. Matthias meint: (7.8.2008 um 11:02) AntwortenReply to this comment

    Fisch mit Gräten für Kinder verbieten!

  30. R.A. meint: (7.8.2008 um 11:05) AntwortenReply to this comment

    Millionen Kinder sind schlau genug, um unfallfrei mit Ü-Eiern umzugehen.

    Nur die Typen im Bundestag sind so doof und fressen das Plastik und versuchen die Schokolade zusammenzumontieren.

  31. Hannes meint: (7.8.2008 um 11:06) AntwortenReply to this comment

    Um der Nachwelt keine Informationen vorzuenthalten, bei den von Herrn Vetter nicht als Teletubbies bezeichneten ("So blöd könnt ihr [die Teletubbies] gar nicht sein") Intelligenzbestien handelt es sich um:

    Vorsitzende:
    Diana Golze, DIE LINKE (Diplom-Sozialpädagogin)

    CDU/CSU:
    Michaela Noll (Rechtsanwältin :-)
    Stellvertreterin Elisabeth Winkelmeier-Becker (Richterin am Amtsgericht a. D. :-))))) LOL)

    SPD:
    Marlene Rupprecht (Tuchenbach) (Lehrerin)
    Stellvertreter Jürgen Kucharczyk (Beamter i. s. b., Berufliche Tätigkeit vor der Mitgliedschaft im Deutschen Bundestag: Vertriebsbeauftragter, T-Punkt Vertriebsgesellschaft mbH, Remscheid)

    FDP:
    Miriam Gruß (Diplom – Politologin, Politikwissenschaftliche Doktorandin)
    Stellvertreterin Ina Lenke (Steuerfachangestellte)

    DIE LINKE:
    Diana Golze (Diplom-Sozialpädagogin)
    Stellvertreter Jörn Wunderlich (Volljurist, Richter am Amtsgericht a. D. :-)))

    BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN:
    Ekin Deligöz (Diplomverwaltungswissenschaftlerin)
    Stellvertreter Kai Gehring (Diplom-Sozialwissenschaftler)

    Quelle: http://www.bundestag.de

    Ich könnte jetzt stundenlang über diese "Kompetenzansammlung" ablästern. Mit ganz dichtem Anschmusen an die Grenze zum § 185 StGB. Aber das sind mir die Damen und Herren nicht wert. Scheiße nur, dass wir es nicht schaffen von anderen Leuten regiert zu werden.

  32. Schwarzmaler meint: (7.8.2008 um 11:07) AntwortenReply to this comment

    Oder eine neue Kinderüberrschungsei-Steuer? Hust, bin ja schon weg.

  33. R.A. meint: (7.8.2008 um 11:07) AntwortenReply to this comment

    @29, kufleisch:
    > das problem ist wohl eher, dass die lieben
    > medien (…) diesen aufhänger im sommerloch
    > viel lieber verwenden, …
    Das ist auch richtig so (wäre es auch ohne Sommerloch).
    Man muß sich doch nicht jeden Politiker-Unfug gefallen lassen.

    > als die auch geäußerten vorschläge zu
    > den themen “gewicht von schulranzen”
    > und “fahrradhelmpflicht für kinder”…
    Durchaus wichtige Themen – gehen aber den Bundestag nichts an.

  34. new_media_junkie meint: (7.8.2008 um 11:07) AntwortenReply to this comment

    Von außen betrachtet ist das ganze doch nur dem Trend folgend:
    Denn in Deutschland gilt das Recht auf Gleichbehandlung auch für Saublöde.
    - Wenn da ein Kind durchfällt ist es nicht einfach blöd und versucht es nochmal sondern die Schule ist unfähig zu lehren.
    - Danach finden die Quali-abbrecher keinen Ausbildungsplatz, das aber nicht weil sie einfach faul sind und keine ordentlichen Bewerbungen schreiben können (oder wollen), sondern weil die Ausbildungsoffensive so mies geplant ist, und außerdem die Wirschaft ja soooooo unfair.
    - Konsequenterweise wird jetzt eben auch noch den Kindern recht gegeben wenn sie versuchen Spielzeug, Möbel oder Autos zu fressen weil ein Stück Schokolade drauf liegt.

    Was soll's, irgendwann beschließen unsere kompetenten Volksvertreter sicher auch dass Politiker unmöglich schlechte Politiker sind wenn sie Blödsinn verzapfen, sondern dass die Erwartungen einfach ungerechtfertigt sind, und Politiker somit nichts mehr tun müssen um bezahlt zu werden. Dann hat das ein Ende.

  35. Sebs meint: (7.8.2008 um 11:15) AntwortenReply to this comment

    Der Konsum von THC in großen Mengen soll ja angeblich Paranoid machen.

  36. stefan (Link) meint: (7.8.2008 um 11:18) AntwortenReply to this comment

    @40
    Wer sagte gleich, es sei unfair Politiker am Einlösen (oder auch Nichteinlösen) der Wahlversprechen zu messen? ;-)

  37. NoTschik meint: (7.8.2008 um 11:22) AntwortenReply to this comment

    @6 Falki

    Falsch! Das Rauchen ist nicht verboten! Du kannst überall dort rauchen, wo Du keinen Anderen belästigst oder gesundheitlich gefährdest. Und Du darfst sogar selber entscheiden, mit dem Rauchen aufzuhören! Also, das ist sicher keine Bevormundung von Seiten des Gesetzgebers.

  38. kufleisch (Link) meint: (7.8.2008 um 11:23) AntwortenReply to this comment

    @38, RA:

    das verhältnis zwischen "kontrollfunktion der medien" und "schlagzeile der auflage willen" ist m.E. mehr als in schieflage.

    und wieso diese themen die kinderkommission, deren aufgabe es wohl auch ist, öffentliches und politisches gespür für belange der kinder zu entwickeln, nichts angehen soll, entzieht sich dem verständnis meines beschränkten horizontes… doch nicht etwa, weil die stvo ministeriumssache und schule ländersache ist?

  39. Egal meint: (7.8.2008 um 11:23) AntwortenReply to this comment

    Wie wäre es mal solche Politiker zum Vormundschaftsrichter zu bringen? Das ist doch nicht mehr normal so etwas zu fordern. Auch noch in aller Öffentlichkeit!

  40. Andy (Link) meint: (7.8.2008 um 11:26) AntwortenReply to this comment

    Meine 3,5 jährige Tochter kennt schon seit zwei Jahren die Bestandteile des Ü-Ei und weiß genau, was man essen kann und was nicht.

  41. R.A. meint: (7.8.2008 um 11:28) AntwortenReply to this comment

    @44, kufleisch:
    > das verhältnis zwischen “kontrollfunktion
    > der medien” und “schlagzeile der auflage
    > willen” ist m.E. mehr als in schieflage.
    Kontrollfunktion läßt sich besser ausüben, wenn die Medien auch wahrgenommen werden.
    Auflagensteigerung ist da nicht per se schlecht.

    Und an einem solchen Beispiel kann man die Absurditäten des Bevormundungsstaats besser darstellen als an mancher komplizierten Richtlinie.

    > die kinderkommission, deren aufgabe es
    > wohl auch ist, …
    Bloß weil der Bundestag eine Kommission einrichtet heißt das noch lange nicht, daß das sinnvoll oder legitim ist.
    Und in der Tat sind Schulbücher Ländersache, darüber hat eine Bundestagskommission so wenig zu beraten wie über die Kanäle auf dem Mars.

  42. kufleisch (Link) meint: (7.8.2008 um 11:41) AntwortenReply to this comment

    @47, R.A.

    aha.

    also kontrollfunktion der medien: NATÜRLICH

    informationen/denkanstöße einer politischen einrichtung: KEINESWEGS

    macht ja auch sinn, dass die kommission, einmal eingerichtet (wohlgemerkt 1988), dann doch wenigstens die klappe zu halten hat, weil sie eh sinnlos/nicht legitim ist…

    und, um helen lovejoy (simpsons) zu ziteren: "denkt denn niemand an die kinder?" :-)

    ah, da ist meine haltestelle, ich steige dann mal aus…

  43. gkts meint: (7.8.2008 um 11:43) AntwortenReply to this comment

    Hallo Sommerloch, wie geht es dir?

  44. Hansi H. meint: (7.8.2008 um 11:44) AntwortenReply to this comment

    genau. sommerloch, nicht mehr, nicht weniger. viel zu schade, sich darüber aufzuregen.

  45. Gerhard meint: (7.8.2008 um 11:57) AntwortenReply to this comment

    „Kinder unterscheiden nicht zwischen Spielzeug und Nahrungsmitteln”

    Dann sollten sie es schleunigst lernen.

  46. Thomas meint: (7.8.2008 um 12:09) AntwortenReply to this comment

    Die Frau hat meine volle Unterstützung! Bitte auch gleich sämtlichen Nahrungsmittelversand verbieten, kann ja nicht sein daß die Kinder eine Batterie verschlucken – weil im gleichen grauen Karton vorgestern doch die Müslipackung kam!

    Vorgestern mußte ich btw sehen, wie ein ca. 6 jähriger an einem nagalneuen Mercedes rumleckte, der auf dem Autotransporter stand. Kein Wunder, nebenan war auch der Wagen vom Eismann…

  47. Pessimist meint: (7.8.2008 um 12:24) AntwortenReply to this comment

    Das ist gegen Darwins Lehre … Wer als 4-Jähriger nicht die quietsch-grüne Spielfigur in Kunststoffverpackung von schokobraunen Cerealien unterscheiden kann hat sich halt 'ne Fahrt ins Krankenhaus verdient. So kann er zwar nicht die abendliche Kinderbelustigung in den Öffentlich Rechtlichen gucken, aber er ist ja selber Schuld … Btw: Welcher Wahlkreis hat das verbrochen?

  48. TheDoctor meint: (7.8.2008 um 12:37) AntwortenReply to this comment

    @Kristine: "…Kinder sind eben der Rootkit für die Gesetzgebung."

    You made my day :)

  49. n0ne meint: (7.8.2008 um 12:39) AntwortenReply to this comment

    haha haha haha haha haha haha haha haha haha haha haha haha haha haha haha haha haha haha haha haha haha haha haha haha haha haha haha haha haha haha haha haha haha haha haha haha haha haha haha haha haha haha haha haha haha haha haha haha haha haha haha haha haha haha haha haha haha haha haha haha haha haha haha haha haha haha haha haha haha haha haha haha haha haha haha … zum weinen. :D

    @28 (tom)
    hellseher? :D

  50. TheDoctor meint: (7.8.2008 um 12:42) AntwortenReply to this comment

    @55: afp.google.com/article/AL...XpuwGNgotpOZJCIqZUbTDtqcw
    Ahh, da sind sie wieder, die erklärungsbedürftigen Regeln.

    Sonst ist man das ja eher von Zypries gewöhnt, bei deren Gesetzen kommt ja jedesmal hinterher, wenn einer das Gesetz durchliest und bei der Anwendung auf abenteuerlichen Unsinn stößt, der Spuch: "…ja so war das aber nicht gemeint !"

  51. martin meint: (7.8.2008 um 12:45) AntwortenReply to this comment

    "als die auch geäußerten vorschläge zu den themen “gewicht von schulranzen” und “fahrradhelmpflicht für kinder”…"

    sie themen sind ja nicht schlecht, nur ist hier schonwieder die schlussfolgerung vollkommen banane. Um leichte schulranzen zu bekommen sollen bücher aus "leichtem Papier" gedruckt werden…das problem hier ist doch, dass durch ständigen protest der eltern die wirklich effektiven maßnahmen gestrichen wurden:

    -das tägliche ritual abends mit dem kind die taschen für den nächsten tag zu packen. (viel zu aufwendig für moderne eltern) bis es sowas selbst kann.
    -Sportzeug und kunstsachen in der Schule lassen ( nach der 200ertsten klage gegen di schule wegen geklauter sportsachen wurde es bei uns verboten sachen über nacht im klassenraum zu lassen.

    Fahradhelme – Ich bin 25, schon als ich in der grundschule war gab es veranstaltungen der polizei die über fahradhelme informierten und es gab günstige von der volksbank gesponsorte fahradhelme. Wer sowas alles nicht nutzt fällt für mich unter darwin.

  52. KiNGU (Link) meint: (7.8.2008 um 12:48) AntwortenReply to this comment

    Ich sage nur….. Sommerloch….

  53. Jörg Plate meint: (7.8.2008 um 12:56) AntwortenReply to this comment

    Mein Neffe (damals im zarten Alter von 2 Jahren) meinte zu den Teletubbies:
    "Das ist doch nur was für Babies".

    Lesenswert ist http://freerangekids.wordpress.com/
    Der Trend geht wieder zur normalen Kindheit.

  54. danielj meint: (7.8.2008 um 13:00) AntwortenReply to this comment

    Sportzeug und kunstsachen in der Schule lassen

    hm, lecker. Bei Sportsachen macht es irgendwie schon Sinn – beim derzeitigen Wetter allemal – die nach der Benutzung zu wechseln. Und auch die Turnschuhe riechen deutlich angenehmer wenn sie nach der Benutzung auslüften können anstatt im Turnbeutel zu fermentieren.
    Davon abgesehen machen nunmal Bücher den wesentlichen Teil des Gewichts aus, und die können nur begrenzt in der Schule gelassen werden, weil sie oft zB für Hausaufgaben gebraucht werden.

  55. stefan (Link) meint: (7.8.2008 um 13:01) AntwortenReply to this comment

    AFP relativiert die Meldungen übrigens… Mehr in meinem oben verlinkten Blogbeitrag….

  56. Axel John (Link) meint: (7.8.2008 um 13:02) AntwortenReply to this comment

    @ 8: Sind die bescheuert??? Unser zweijähriger kann sehr wohl unterscheiden, was zum Essen und was zum Spielen gedacht ist. Oder ist das bei Kindern von Politikern anders?
    Nicht bei Kindern, aber bei Politikern.
    Im Grunde kann man froh sein, dass in den Ministerien und Gremien Lobbyisten sitzen und sich bemühen, in der Gesetzgebung den Realitätsbezug zu wahren. (Wenn auch nur in ihrem Sinne).
    Wäre die Gesetzgebung ausschließlich Sache der Politik, ürde das Land auf Grund seines Gesetzesirrsinns (siehe z.B. TMG) im Chaos versinken.

  57. christian meint: (7.8.2008 um 13:25) AntwortenReply to this comment

    So sinnlos der Vorschlag sein mag: Ich bin mir nicht sicher, ob alle verstanden haben, was die Frau mit "Nahrungsmittel und Spielsachen unterscheiden können" meint.

    Ich versteh das so: Überraschungseier kombinieren Nahrungsmittel (ungesund) und Spielzeug (interessant) in einem Produkt. Kinder wissen dann nicht genau, was sie möchten: Das Spielzeug? Die Schokolade? Beides? Gekauft wird immer beides, also wird auch Schokolade gegessen, die sonst nicht gegessen würde. Das beigegebene Spielzeug verzerrt also die Kaufentscheidung zugunsten ungesunderer Nahrungsmittel – zum Apfel gibt's nichts dazu.

    Um nicht missverstanden zu werden: Aus meiner Sicht geht es den Staat einen ******dreck an, was Eltern den Kindern kaufen zu müssen glauben. Aber ich denke, es ging eben nicht um die Gefahr des Verschluckes von für essbar gehaltenen Plastikschlümpfen.

  58. Eric Eggert (Link) meint: (7.8.2008 um 13:34) AntwortenReply to this comment

    Mann, mann, mann. Wie kann man sich bei dem Sommerlochgetöse noch aufregen. Das wird nie im Leben durchkommen. Nur weil ein Politiker eine fixe Idee hat ist das doch nicht beschlossene Sache…

  59. new_media_junkie meint: (7.8.2008 um 13:41) AntwortenReply to this comment

    @64: wenn du die Kaufentscheidung deinem 2-jährigen Kind überlässt liegt das Problem aber ganz wo anders…

  60. Joe meint: (7.8.2008 um 13:48) AntwortenReply to this comment

    Willkommen im Matriachat, Herr Vetter! Ü-Eier sind traditionell Jungenspielzeug und müssen deshalb verboten werden.

    Die »Kinderkommission« ist eine von hunderten staatlichen Frauenversorgungsanstalten, die Sie mit ihren Steuergeldern durchfüttern. Dazu ist es nicht notwendig, daß Sie von deren Existenz wissen. Weitere bekannte sind das Bundesministerium für alles außer Männer (BMFSFJ), die ihr untergeordnete »Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien.« und das »Verbraucherschutz«-Ministerium.

    Das schlimme ist, daß die Frauschaften sich nicht darauf beschränken, das Geld entgegenzunehmen, sondern meinen, auch noch was zu sagen zu haben. Und das bei Menschen die von Natur aus nicht rational denken können. So endet es natürlich regelmäßig in diversen Verboten.

  61. abc meint: (7.8.2008 um 13:52) AntwortenReply to this comment

    @64 (christian):
    "zum Apfel gibts nichts dazu."
    Was hindert Eltern darin Kindern einen Apfel und ein Spielzeug zu kaufen? Was hindert Hersteller daran Apfel und Spielzeug zusammen anzubieten?

    @54(pessimist):
    "Btw: Welcher Wahlkreis hat das verbrochen?"
    Die zitierte FDP-Politikerin kommt aus Augsburg.

  62. christian meint: (7.8.2008 um 13:54) AntwortenReply to this comment

    @abc

    Sie verstehen mich nicht: Ich argumentiere nicht pro Überraschungseiverbot, ich versuche nur zu erklären, wie die Politikerin zu argumentieren versucht.

    Dass das alles ausgemachter Unsinn ist, schreib ich ja auch. Und wenn es so eine Regulierungswut jetzt schon in der FDP gibt: Nacht, Matthes.

  63. danielj meint: (7.8.2008 um 13:58) AntwortenReply to this comment

    @67 / Joe:

    Ü-Eier sind traditionelles Jungenspielzeug? Geht's noch?

    Der Kommentar ist per se schon schwachsinnig, aber einen sinnloseren Einstieg hätten Sie sich wohl kaum aussuchen können.

  64. christian meint: (7.8.2008 um 14:01) AntwortenReply to this comment

    @70

    Ironieresistenz im fortgeschrittenen Stadium?

  65. Y meint: (7.8.2008 um 14:08) AntwortenReply to this comment

    @71

    Yo.. genau!

  66. martin meint: (7.8.2008 um 14:15) AntwortenReply to this comment

    Auf der Verpackung ist übrigens ein grüner Punkt. Damit alle wissen, das ist weder zum essen noch zum spielen.

  67. roland meint: (7.8.2008 um 14:19) AntwortenReply to this comment

    la la la la :)

  68. Backping meint: (7.8.2008 um 14:37) AntwortenReply to this comment

    Was sollen eigentlich diese Pingback Kommentare die alle Blogs zitieren welche über das gleiche Thema schreiben? Das nervt tierisch…
    Ist das ein Bot? Wenn ja bin ich stark für die Abschaffung… also des Bots… nichts der Ü-Eier…

  69. Werner meint: (7.8.2008 um 14:52) AntwortenReply to this comment

    Ja und? Wo liegt das Problem? Daß es eine Kinderkommission gibt (wußte ich nicht, Bildungslücke) und daß man sich jetzt um Überraschungseier und ähnlichen Tinneff kümmert zeigt doch nur eins: In diesem unserem Staat sind alle wesentlichen Probleme gelöst und jetzt wendet man sich eben den etwas weniger wichtigen zu. Ist doch prima.
    "Ein bißchen Arbeit muß der Mensch schon haben!" (Otto Reutter)

  70. n0ne meint: (7.8.2008 um 15:01) AntwortenReply to this comment

    @76

    wichtige probleme gelöst?

    *hust* eurodiktatur, inlandsüberwachung der bürger, unverhältnismäßige hausdurchsuchungen, scheissen auf das allgemeine persönlichkeitsrecht, zu niedrige schmerzensgelder, fehlende wirkungsvolle staatshaftung, fehlende transparenz u.a. in der steuergesetzgebung.

    und vieles mehr.

    ich finde, diese "probleme" sind nicht gelöst.

  71. Stefan (Link) meint: (7.8.2008 um 15:09) AntwortenReply to this comment

    Da hat @77 wohl @76 ohne eingeschaltetes Ironiemodul gelesen ;-)

  72. Jens (Link) meint: (7.8.2008 um 15:10) AntwortenReply to this comment

    Und die KiKo will eine Helmpflicht für Kinder. Ist der gleiche Unsinn wie das Ü-Eier-Verbot.

  73. Jens (Link) meint: (7.8.2008 um 15:12) AntwortenReply to this comment

    "Was sollen eigentlich diese Pingback Kommentare die alle Blogs zitieren welche über das gleiche Thema schreiben? Das nervt tierisch…" – Wie meinen? Das nennt man Trackback, und ich finde das sehr sinnvoll.

    Könnte der Herr Vetter natürlich abschalten, aber warum?

  74. qwertzuip meint: (7.8.2008 um 15:19) AntwortenReply to this comment

    LOL "Wirtschaftberaterin bei der MLP AG"
    Ich kann ja eigentlich die FDP ganz gut leiden, aber das disqualifiziert die Frau schon ziemlich.

  75. sweetsilli75 meint: (7.8.2008 um 15:32) AntwortenReply to this comment

    ….wenn Ü-Eier verboten werden sollten – griens –

    …steigt dann der Wert von den ganzen Ü-Ei-Figuren??? *hihihi*

    WOW – wäre ja eine richtige Wertanlage ;o)

    oh ne…. ich glaube, es geht denen ums ERDÖL SPAREN!

    Wir haben doch ne ÖLKRIESE!!! ….und Plastik wird nunmal daraus hergestellt….

    Unter diesem Aspekt: VERBIETET DIE Ü-EIER!
    SOFORT!

    *griens*

  76. danielj meint: (7.8.2008 um 15:40) AntwortenReply to this comment

    @70 / Christian:
    Nein, Ironie kann ich da beim besten Willen nicht entdecken.

  77. n0ne meint: (7.8.2008 um 15:48) AntwortenReply to this comment

    @78
    ups. sorry. :D

  78. Thomas Bliesener meint: (7.8.2008 um 15:48) AntwortenReply to this comment

    Wenn mein Einjähriger satt ist, wird das restliche Essen für ihn zum Spielzeug (Spaghetti fliegen umher, Getränk und Essen werden vermischt und zusammengerührt). Kann ich in Zukunft die Polizei rufen? Oder besser nicht? ("Eltern haften für ihre Kinder.")

  79. DerLouie meint: (7.8.2008 um 15:51) AntwortenReply to this comment

    Sommerloch und Ente zugleich. Es ging der Kommission laut Frau Gruß nicht um ein Verbot, sondern um einen Hinweis auf der Packung, dass es sich um ein Produkt mit leicht verschluckbaren Kleinteilen handele.

    spiegel.de/politik/deutsc...and/0,1518,570676,00.html

    Immer wieder interessant, wie viele doch soooo informierte, aufgeklärte und gebildete Menschen auf eine Meldung der BILD reinfallen.

  80. Thomas Bliesener meint: (7.8.2008 um 15:52) AntwortenReply to this comment

    @80: Es nervt.

  81. Udo Vetter (Link) meint: (7.8.2008 um 15:56) AntwortenReply to this comment

    Seltsamerweise behauptet Frau Gruß nicht, die Bild-Zeitung habe sie falsch zitiert.

    Dass sie jetzt zurückrudert und die Empfehlung ihrer Kommission (nachträglich!) relativiert, ist nachvollziehbar.

    Außerdem bin ich mir ziemlich sicher, dass auf den Ü-Eiern schon ein Hinweis steht, dass diese nicht für Kinder unter drei Jahren geeignet sind. Habe nur leider keines zur Hand.

  82. zf.8 meint: (7.8.2008 um 16:02) AntwortenReply to this comment

    85/DerLouie

    Selber Primärquellen lesen.

    bundestag.de/Ausschuesse/...tteilungen/01_08_2008.pdf

    Pressemitteilung der Kinderkommission.

    Ich zitiere auszugsweise.

    "Keine Koppelung von Nahrungsmitteln und Spielzeug"

    Die Stellungnahme auf die sich die Pressemitteilung bezieht ist allerdings anscheinend noch nicht (oder nicht mehr) dort wo sie seien sollte.

  83. DerLouie meint: (7.8.2008 um 16:04) AntwortenReply to this comment

    Ob Frau Gruß davon spricht, falsch zitiert worden zu sein, wissen wir doch gar nicht, denn der gesamte O-Ton wird ja von SpOn nicht dargeboten. Finde ich, ehrlich gesagt, auch sekundär, ob sie das nochmal feststellt; die Gegenüberstellung von BILD-Meldung und ihrer Aussage halte ich da schon für recht aussagekräftig.

    Was da nun drauf steht, kann ich auch nicht sagen; vielleicht ist das ganze ja auch eine geschickt eingefädelte Werbekampagne, um viele "Alt-User" dazu zu bekommen, mal wieder ein Ü-Ei zu kaufen ;-)

  84. abc meint: (7.8.2008 um 16:10) AntwortenReply to this comment

    @88 (zf.8): Die Stellungnahme ist doch da wo sie sein sollte (unterster Link auf der verlinkten Seite):
    bundestag.de/ausschuesse/...men/Kinder_und_Alltag.pdf

    Auch dort steht wörtlich die Forderung:
    "Keine Koppelung von Nahrungsmitteln und Spielzeug ."

  85. c.b. meint: (7.8.2008 um 17:20) AntwortenReply to this comment

    @93
    Auch dort steht wörtlich die Forderung:
    “Keine Koppelung von Nahrungsmitteln und Spielzeug .”

    … und wahrscheindlich gibt es auch eine Bundesttagrichtline, die besagt: Keine Kopplung von Gehirn und Mandat"!!!

  86. ince meint: (7.8.2008 um 20:17) AntwortenReply to this comment

    Faszinierend. Die Frage, ob Überraschungseier verboten werden sollten war bei uns in der Schule immer Thema von Debatten. Allerdings ging es dabei darum, das Debattieren zu lernen und das Thema war als Scherz gedacht.

  87. Der andere Jens meint: (8.8.2008 um 08:44) AntwortenReply to this comment

    Die Frau Gruß ist immerhin in der Kinderkomission des Bundestages.
    Die Qualifikation hierfür ist wahrscheinlich das Erreichen der geistigen Reife eines/einer Dreijährigen.

  88. Mathias meint: (11.8.2008 um 08:51) AntwortenReply to this comment

    Danke, ich habe beim Lesen sehr breit gegrinst. Ich denke der Artikel spricht vielen aus der Seele.

  89. Marvin (Link) meint: (12.8.2008 um 21:39) AntwortenReply to this comment

    Köstlich! *Tränen in den Augen hab*
    Wie kommen die Herren/Frauen Politiker überhaupt zu der Annahme, Kinder könnten (Konjunktiv!) nicht zwischen Schokolade und Plastik unterscheiden? Ist ja auch egal.
    Schönen Gruß an die Teletubbies!

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