1.10.2008

Unters Kopfkissen?

Gestern habe ich mir nicht viel gedacht, als ich die vielen Menschen sah, die sich im Warteraum einer Filiale der thailändischen Kasikornbank versammelt hatten. Sparbücher und Wartemarke in der Hand, saßen sie geduldig da, bis sie an der Reihe waren.

Als ich im Hotel ein bisschen Internet gelesen habe, ging mir das Bild nicht mehr aus dem Kopf.

Der Optimist wird davon ausgehen, dass die allermeisten nur ihre Lohntüte auf die Bank bringen. War ja Monatsende.

Der Pessimist wird die Signale einer aufkeimenden Panik erkennen.

Ich kann dazu nur sagen, dass ich an dem von außen einsehbaren Warteraum der Bank schon etliche Male vorbei gegangen bin. Mehr als fünf, sechs Kunden habe ich nie darin gesehen. Gestern waren es vielleicht 75.

Da fragt man sich schon, ob es besser ist, verfügbares Geld unters Kopfkissen zu legen. Oder ins Schließfach. Andererseits kann man genau damit natürlich sein Scherflein dazu beitragen, dass den Banken wirklich die Luft ausgeht.

Denn wenn alle losrennen und ihre Konten plündern, dürfte das blutig enden. Ich kann keinen Beleg dafür finden, dass die Banken in der Lage wären, auch nur einen nennenswerten Betrag der fälligen Einlagen auf mittlere Frist an die Kunden auszuzahlen. Dass sie dies nicht innerhalb weniger Tage können, wird ohnehin nicht bestritten. Wer zu spät kommt, könnte also bitter bestraft werden. Und damit meine ich nicht die entfernte Möglichkeit, vor dem Kassenschalter totgetrampelt zu werden.

Was aber rechtfertigt das Vertrauen?

Es ist immer nur vom Einlagensicherungsfonds (Prospekt, PDF) die Rede. Der hat aber kein eigenes Vermögen, welches auch nur ansatzweise an die gesicherten Einlagen heranreicht. Wenn also die Mehrzahl der Banken nicht mehr zahlen kann, wird es auch der Sicherungsfonds nicht können.

Einen Rechtsanspruch gegen den Fonds gibt es ohnehin nicht. Abgesehen davon wird auch das freundlichste Gericht nur mit einem Zahlungsurteil helfen. Kann der Schuldner aber nicht zahlen, ist das Papier nicht mehr wert als eine Schuldverschreibung von Lehman Brothers.

Kopfkissen oder Vertrauen? Nach dem kleinen Erlebnis gestern schwanke ich doch sehr.

171 Kommentare zu “Unters Kopfkissen?”

  1. ninjaturkey meint: (1.10.2008 um 08:04) AntwortenReply to this comment

    Seit heute morgen studiere auch ich mein Konto. Wieviel kann ich im Interesse eines rund laufenden Geschäftsverkehrs drauf lassen und wieviel abheben und wenigstens für ein paar Wochen woanders parken? Die FTD macht einem da heute auch keine Hoffnungen:

    »…Die potenzielle Belastung der privaten Banken durch das Rettungspaket ist offenbar geringer als bislang angenommen. Der Bankenverband BdB bestätigte Informationen aus Finanzkreisen, wonach die Geschäftsbanken lediglich 3 Mrd. Euro der ausgehandelten Ausfallbürgschaften stellen. Dies sei bei den Krisengesprächen am Wochenende vereinbart worden. Die Bundesregierung hatte am Montag noch mitgeteilt, die Privatbanken gäben Garantien über insgesamt 8,5 Mrd. Euro. In dem Schreiben von BaFin und Bundesbank heißt es hingegen, die Belastung des Finanzsektor sei "auf maximal 8,5 Mrd. Euro begrenzt". Zunächst war sogar gemeldet worden, die Privatbanken würden die Rettung komplett finanzieren. Aus Finanzkreisen hieß es nun, es liefen derzeit Verhandlungen mit anderen Finanzinstituten wie etwa Versicherern, wer die restlichen 5,5 Milliarden Euro übernehme…«

    (Quelle: Financial Times Deutschland, Artikel: Rettungsplan mit Lücken – HRE droht Zerlegung und Abwicklung)

  2. fernetpunker meint: (1.10.2008 um 08:07) AntwortenReply to this comment

    Kopfkissen!

  3. werner meint: (1.10.2008 um 08:11) AntwortenReply to this comment

    Ich schwanke da gar nicht, sondern habe in den letzten Tagen wesentliche Teile meines Geldes in bar abgehoben, nachdem ich mich schon Ende letzten Jahres massiv mit Edelmetallen eingedeckt hatte. Gestern auf hartgeld.com wurde über Auszahlungsbehinderungen bei der Postbank berichtet, vorgeblich waren es Computerprobleme.Wenn der bank run erst offensichtlich ist, ist man zu spät. Im Augeblick läuft ein stiller bank run über Automatenabhebungen, deshalb wirkt nach außen hin alles unauffällig.
    Letzte Woche versicherte die Bildzeitung auf der Titelseite übrigens, daß Gelder auf deutschen Banken wegen des Einlagensicherungsfonds ganz sicher seien.Ein Hinweis darauf, daß das Volk beruhigt werden soll und das System vermutlich kurz vor dem Zusammenbruch steht.

  4. shutdown meint: (1.10.2008 um 08:11) AntwortenReply to this comment

    Wenn's soweit kracht, dass das Geld auf den Konten der kleinen Privatanleger weg ist, dann ist wahrscheinlich auch das Geld unterm Kopfkissen nicht mehr viel wert… dann lieber gleich große Mengen unverderbliche Nahrungsmittel im Keller lagern… ;-)

  5. Finja meint: (1.10.2008 um 08:17) AntwortenReply to this comment

    euch ist schon klar, dass genau sowas die panik erst richtig anheizt? und möglicherweise gibt es einen kleinen unterschied zwischen thailand und deutschland… aber das ist jetzt nur eine theorie.
    aber da ihr euch ohnehin schon auf die nächste weltwirtschaftskrise a la 30er Jahre vorbereitet: selbst wenn ihr euer geld unter dem kopfkissen habt – wenn die entwicklung eintritt, die ihr befürchtet, ist es dann doch wahrscheinlich innerhalb kürzester zeit eh nichts mehr wert. inflation und so.
    (wer vor 2 jahren in zimbabwe seine 1000 zimbabwe-dollar vom konto abhob, kam sich sicher auch sehr klug vor – bis er sich mit 1000 zim-dollar nicht mal mehr den dreck unter seinen fingernägeln kaufen konnte.)
    also: nur weil in thailand ein paar leute in der bank stehen, sollte man vielleicht nicht gleich ausflippen. oder seid ihr 1998 auch losgerannt, als in asien die bankenkrise war? oder 2001, als in argentinien die banken zusammenbrachen?

  6. werner meint: (1.10.2008 um 08:21) AntwortenReply to this comment

    Das Bargeld dient nur dazu, die ersten Monate nach der Bankenschließung zu überleben. Danach wird das Geld entwertet durch " Nachdruck", das eigene Vermögen sichert man durch die Rettungsboote Gold und Silber. Diese Rettungsboote haben aber bereits abgelegt, größere Mengen Edelmetall sind praktisch nicht mehr zu bekommen.

  7. anonyhhhhm meint: (1.10.2008 um 08:38) AntwortenReply to this comment

    Schön, wenn man die Sorgen nicht hat :-)

  8. Anonym meint: (1.10.2008 um 08:44) AntwortenReply to this comment

    Ich habe vor einer Weile dringend viel Geld fürs FA gebraucht und dafür bei moderatem Kurs ein Depot geplündert, das seit 2004 ordentlich an Wert gewonnen hatte. Seither habe ich keine Aktien oder Aktienfonds mehr gekauft, die Kohle läuft ganz primitiv auf ein Sparkassenkonto ein.

    Kurz nach dem Verkauf ging es abwärts und ich sagte mir, dass ich wieder einsteige, wenn der DAX die 6500 unterschreitet. Ich wartete ab und sage mir jetzt, dass ich um 4000 wieder dabei bin. Solange bleibt das Geld bei der Sparkasse. Was solls, wenns Zinsen unter der Inflationsrate gibt, besser als Geld an der Börse zu verbrennen ist es allemal.

    Und wenn keine Besserung in Sicht ist, leihe ich es halt dem Staat. Der — ich meine die BRD — hat bislang immer zurückgezahlt. Dass er mit neuen Schulden alte auslöst, ist dabei zweitrangig.

  9. Ghettomaster meint: (1.10.2008 um 08:49) AntwortenReply to this comment

    Ich bin da ja eher für Diamanten im Schließfach, so generell. Aber zum Glück hab ich solche Sorgen nicht.

  10. ninjaturkey meint: (1.10.2008 um 09:05) AntwortenReply to this comment

    Wir haben einen großen Garten mit viel Obst und Gemüse und ein paar Hühner. Ein klarer Bach und ein großer Wald mit viel Brennholz sind auch in der Nähe. Seriöse Tauschgebote bitte per eMail.

  11. zazzi meint: (1.10.2008 um 09:34) AntwortenReply to this comment

    Keine Bank der Welt hält einen nennenswerten Teil der Einlagen als Bargeld vorrätig, lieber Udo. Das ist auch schlicht unmöglich. Aufgabe der Banken ist es, Geld *weiter zu verleihen*, also Kredit zu geben. Weiteres dazu kann jeder kurz bei Wikipedia z.B. unter "Geldmenge" lesen.

  12. Definiendum meint: (1.10.2008 um 09:35) AntwortenReply to this comment

    Da mein Konto momentan eh etwas im Minus ist entscheide ich mich für Vertrauen :)

  13. Sascha Kaupp meint: (1.10.2008 um 09:38) AntwortenReply to this comment

    Silber ist zwar im letzten Quartal ziemlich abgestürzt (100-Gramm-Barren von ca. 50 EUR runter auf 30 EUR), aber Schwankungen gibts immer. Sollte es eine Belastung der Währungsmärkte geben bzw. keine offizielle Währung mehr funktionieren, sind die Stückelungen immernoch verwertbar.

    Aber davon ab: Wer neben Edelmetallen auch noch Werkzeug, Medikamente, haltbare Lebensmittel, Treibstoff, Kerzen, Wasser(-aufbereitungsmittel) und einen guten Vorrat Bücher hat,
    kann einer kurzfristigen Krise frohen Mutes entgegensehen.

    Meine Vermutung geht in die Richtung, dass wenn etwas in Europa passiert, es sich um Störungen der Infrastruktur handelt, die ca. 2 Wochen andauern.

  14. André meint: (1.10.2008 um 10:14) AntwortenReply to this comment

    Wieso muss ich da an die self fullfilling prophecy denken? ;)

    http://de.wikipedia.org/wiki/Selbsterf%C3%BCllende_Prophezeiung

  15. Torsten meint: (1.10.2008 um 10:19) AntwortenReply to this comment

    Wenn die USA 700 Milliarden als Kredite aufnehmen, werden die Kopfkissen kein Problem mehr sein. Weil: wem wirst Du Deine Spargroschen lieber geben. Dem Unternehmen, das Geld braucht und sonst evtl pleite geht? Oder dem Staat der gute Zinsen zahlt und risikolose Anleihen anbietet?

  16. Torsten meint: (1.10.2008 um 10:22) AntwortenReply to this comment

    PS: Was hast Du von den Geldscheinen unter dem Kopfkissen, wenn Du dafür nichts mehr kaufen kannst?

  17. Eric meint: (1.10.2008 um 10:23) AntwortenReply to this comment

    zum Glück gibt es bei mir nichts am Konto was verloren gehen könnte :)

  18. sixpack meint: (1.10.2008 um 10:29) AntwortenReply to this comment

    Ad a) natürlich hat shutdown recht, wenn der Einlagesnsicherungsfond (in den ja übrigens auch nachgeschossen wird) nicht mehr ausreicht, was meinen die "Zurück zur Natur" und "ich kauf Edelmetalle" Hanseln eigentlich was die EZB macht? Richtig die Geldmenge erhöhen und größere Tender anbieten damit die Banken zahlungsfähig bleiben. In Deutschland (!) sind "normale" Vermögen mit Sicherheit bei einer Deutschen Bank besser angelegt als unterm Kopfkissen. Die großen Vermögen sind ehh Inflationssicher verpackt.

    Ad b) Wenn jmd wirklich glaubt das die Deutschen Banken platzen, dann geht hin und kauft Häuser und Grundstücke auf Kredit, das Rückzahlen ist dann ja dank Inflation kein Problem. Da sind bei der letzten großen Inflation richtige Vermögen entstanden.

  19. Karl meint: (1.10.2008 um 10:31) AntwortenReply to this comment

    Sondertilgungen von Immobilienkrediten sind auch eine gute Anlage.

  20. genevainformation meint: (1.10.2008 um 10:35) AntwortenReply to this comment

    Gold. Schweinehälften (wg. der dann ausbrechenden Verteilungskriege).
    Habe ich noch Zweitakt für die Kettensäge? Auf jeden Fall bekomme ich die Woche nochmal ein paar Raummeter Holz..

  21. Volkswirt meint: (1.10.2008 um 10:52) AntwortenReply to this comment

    Bitte keine Panik, das ist total übertrieben…

    Hier sollte man erstmal zwischen Investmentbanken à la USA und den Geschäftsbanken unterscheiden. Bei letzteren sind die Einlagen tatsächlich sowohl (bei den allermeisten Banken) durch den Einlagensicherungsfonds und in zweiter Linie noch mal staatlich (ich glaube bis 20.000 EUR) garantiert. Diese Mittel sind allerdings in erster Linie dazu da, die Einlagen beim Konkurs einer Bank zu sichern. Wenn eine Bank nur nicht liquide ist, braucht man den Sicherungsfonds nicht.

    Man muß zwischen "überschuldet" und "illiquide" unterscheiden. Das Problem eines Bank Runs ist nicht Überschuldung. Deutsche Geschäftsbanken dürfen viel weniger Risiko eingehen als US-Investmentbanken. Daher geht es hier nicht darum, ob eine Bank sich verspekuliert hat und pleite ist, sondern nur darum, daß sie evtl. temporär nicht liquide ist. Bei solchen Problemen, bei denen also keine Gefahr besteht, daß die Bank überschuldet ist, kann die EZB relativ problemlos eingreifen und wird das auch tun.

    Wenn also Panik entsteht und die Leute einen Bank Run starten: Man kann sich darauf verlassen, daß die EZB ihr Handwerk soweit versteht, daß sie im Fall einer illiquiden Geschäftsbank ihre Funktion als Lender of last resort erfüllt, die nötigen Zahlungsmittel bereitstellt und damit den Bank Run im Keim erstickt. Der EZB ist völlig klar, daß sie einen Bank Run verhindern muß, und sie hat da auch viel weniger Entscheidungsspielraum als im Fall einer einer Investmentbank, die keine Girokonten oder Sparbücher anbietet und bei der daher nicht die Bevölkerung betroffen ist.

  22. Tichy meint: (1.10.2008 um 10:54) AntwortenReply to this comment

    Gerüchteweise soll es mehr Anlagemethoden geben, als Kopfkissen oder (bloßes) Vertrauen. Bundeswertpapiere könnten bspw. interessanter werden. Wenn man nicht mehr nur den maximalen Zinssätzen hinterherjagt.

  23. acid47 meint: (1.10.2008 um 11:00) AntwortenReply to this comment

    Wieso nur fühle ich mich als armer Student gerade im Vorteil? ^^

  24. Kand.in.Sky meint: (1.10.2008 um 11:00) AntwortenReply to this comment

    Selbstverständlich können die Banken nicht alle auszahlen, sie haben ja das Geld gar nicht.
    http://youtube.com/watch?v=0VOtdQrCoyk

    #k.

  25. Schulzkis meint: (1.10.2008 um 11:01) AntwortenReply to this comment

    Hat sich das Schulgeld für die Waldorfschule dann wohl doch gelohnt: Archaische Selfmadekompetenzen erweisen sich rückblickend als gute Investition.

    (Dass wir ergo keine Rücklagen haben, ist derzeit auch nicht unbedingt von Nachteil….)

    Also Udo: Ab in die nächsten Brotback-,Käserei-, Mosterei-, Hausbau-, Tischler-, Radreparier-, Dachdecken-, Gartenbau-, Web-, Spinn-, Filz- und Nähkurse!

  26. R.B. meint: (1.10.2008 um 11:05) AntwortenReply to this comment

    @18: Und die Zeit scheint reif für Immobilienkäufe, da sich die Banken nunmehr im Tagesrhythmus selbst unterbieten.

    Innerhalb von nur 2 Tagen bei einer 100% ausbezahlten Kreditsumme von 60.000€ von 5,59% auf 4,59% p.a. für eine Finanzierung ohne Eigenkapital… Da ist man direkt versucht.

  27. Volswirt meint: (1.10.2008 um 11:09) AntwortenReply to this comment

    PS: Was mir gerade auffällt:

    Wenn nicht-Juristen die ersten Einblicke unter die Oberfläche unseres Rechtssystems bekommen, dann sind sie meist ziemlich erschrocken ("Was? So läuft das ab? Ich dachte immer, das wäre alles ordentlich und gerecht und klar festgelegt…"). Das Vertrauen ins Rechtssystem ist etwas erschüttert, und man muß sich erstmal an den Gedanken gewöhnen, daß es diese Unzulänglichkeiten gibt, das System aber trotzdem im großen und ganzen gut funktioniert.

    Udo Vetters Überlegungen oben weisen daruaf hin, daß sich anscheinend ein ähnliches Erschrecken einstellt, wenn nicht-Wirtschaftswissenschaftler mit den üblichen Problemen einer Wirtschaftsordnung konfrontiert werden. Ich schätze, auch hier braucht es einfach etwas Gewöhnung an den Gedanken, daß die Probleme nicht neu sind und trotzdem alles im großen und ganzen funktioniert. Manchmal knirscht es etwas im Getriebe, und dann gehts wieder weiter… :-)

  28. Eggermann meint: (1.10.2008 um 11:23) AntwortenReply to this comment

    Der folgende Absatz aus Wikipedia erklärt, warum die Banken (in Zusammenarbeit mit grossen Ketten, die dafür Vergünstigungen erhalten) so unglaublich am bargeldlosen Zahlungsverkehr interessiert sind (Geldkarte! Kreditkarten! Gutscheinsysteme!): Je mehr Bargeld (was limitiert ist, da von der Zentralbank in einer bestimmten Gesamtmenge ausgegeben) tatsächlich bei den Banken liegt (als ihre Reserve), desto mehr Kredite dürfen sie ausgeben, also selber Geld erschaffen:

    "Die (übliche) Art der Erklärung der multiplen Geldschöpfung durch Geschäftsbanken wird immer realitätsferner, weil die Nachfrage der Bankkunden nach Bargeld relativ immer mehr sinkt. Die bargeldlosen Zahlungsmöglichkeiten im täglichen Leben nehmen deutlich zu. Die Geschäftsbanken können somit auch immer mehr Giralgeld durch Kreditvergabe erzeugen, ohne Zentralbankgeld (Bargeld) abgeben zu müssen. Somit ist auch die Annahme, dass wirklich Bargeld bei Geschäftsbanken eingelegt wird, immer weniger realistisch. Spareinlagen
    werden vorwiegend vom Girokonto direkt auf das Sparkonto getätigt. Damit nimmt aber die Möglichkeit der Zentralbanken, die Geldmenge zu steuern, immer weiter ab."
    Quelle: de.wikipedia.org/wiki/Geldsch%C3%B6pfung

    Und jetzt dämmert mir auch, warum sich Banken immer so gigantische Hochhäuser bauen müssen und ihren Mitarbeitern Millionen-Boni auszahlen: Da sie die Geldmenge erhöhen, verursachen sie Inflation (siehe oben: die Zentralbanken können immer weniger Einfluss auf die Geldmenge M3, die
    Inflationsindikator ist [siehe Wikipedia-link unten], also das gesamte geschöpfte Geld, nehmen, womit inhärent die Gefahrt der Inflation da ist.) Deswegen müssen Bankengewinne zeitnah in Güter umgesetzt werden: Hochhäuser und Villen bei den Mitarbeitern…

    Fazit: Kopfkissen!!!!! Alternativer Tipp: Warten bis das durchschnittliche KGV im DAX bei 8-10 liegt, dann börsengehandelten Aktienindexfonds auf den DAX kaufen, aber noch dieses Jahr wegen der Abgeltungssteuer, das gibt bis zur Rente mindestens 1000% plus!

  29. Besserwisser meint: (1.10.2008 um 11:28) AntwortenReply to this comment

    Was für ein Schwachsinn. Wer nichts vom Finanzsystem versteht, sollte jetzt besser den Mund halten. Die Panikmache ist absolut übertrieben. Wenn hier Leute geld verlieren, liegt es an den aufgeschwatzten Zertifikaten. Nur, wer die gekauft hat, hatte damals eben auch schon keine Ahnung und bekommt von mir daher kein Mitleid. Ich sag nur: Gier frisst Hirn.

    Dann diese dämliche Geschwätz über die Postbank und wie toll Edelmetalle doch sind. Habt ihr eigentlich mal dran gedacht, dass falls es jemals zu einem Kollaps des globalen Finanzsystems kommen sollte, überhaupt niemand mehr Interesse an Edelmetallen haben wird. Was soll ich denn mit nem Barren Gold, wenn die Industrie am Boden ist? Gegen ein Brot eintauschen? Völlig unqualifizierter Schwachsinn.

    Naja und unterm Kopfkissen kann ich mein Geld ja gerne lagern. Ist leider dann aber auch überhauot nichts mehr wert. Zumindest könnt ihr ja dann euer eingelagertes Brennholz damit entzünden.

    Ich genieße einfach das Leben und nutze die Chancen, die die Krise bietet. Mal drüber nachgedacht, dass am Montag mit HRE-Aktien 25 % Gewinn drin waren. So geht man mit Krisen um.

  30. Kai S. meint: (1.10.2008 um 11:30) AntwortenReply to this comment

    Ich habe letztens erst mein Kopfkissen geplündert und das Geld auf die Bank gebracht. Da bekomme ich alle 3 Monate Zinsen anstatt Nackenschmerzen :)

    Aber mal zum Thema:
    Ich empfehle jeden mal das Video "Money as Dept"

    http://video.google.de/videoplay?docid=-9050474362583451279

  31. Volkswirt meint: (1.10.2008 um 11:39) AntwortenReply to this comment

    Besserwisser: Volle Zustimung!

  32. black meint: (1.10.2008 um 11:46) AntwortenReply to this comment

    Was in der Aufregung bei dem Verweis auf den -angeblich- nicht ausreichenden Einlagensicherungsfond immer übersehen wird:

    Zunächst einmal gilt hierzulande die gesetzliche Sicherung über die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken (EdB). Sie übernimmt für die Kunden von Privatbanken 90 Prozent eines Guthabens von 20 000 Euro.

    Das dürfte zumindest den "kleinen Sparer" ausreichend schützen.

  33. Volkswirt meint: (1.10.2008 um 11:47) AntwortenReply to this comment

    Eggermann:
    Ich werde jetzt mal nicht sarkastisch, auch wenn sich das anbieten würde… Einmal Wikipedia lesen und dann ist man Experte, so einfach geht es leider nicht. Unser Geldsystem ist schon etwas komplizierter. Außerdem ist WIkipedia gerade im Wirtschaftsbereich weniger ein Lexikon als ein Tummelplatz für Amateurpolitiker und Systemkritiker, die unbedingt Ihre persönliche (meist unqualifizierte) Meinung in den Artikeln unterbringen wollen.

    Komisch, kein Mensch würde auf den Gedanken kommen, sich einmal so was wie
    de.wikipedia.org/wiki/Stereotaktische_Hirnoperation
    durchzulesen und dann ne Hirn-OP zu versuchen. Aber bei Wirtschaftsthemen kennen sich alle aus. Seltsam…

  34. Jörg S. meint: (1.10.2008 um 11:49) AntwortenReply to this comment

    Eigentlich ist dies die Stunde, um Schulden zu machen. Eine Inflation ist die wahrscheinliche Konsequenz aus dieser Situation. Mittels der gewonnenen Liquidität kann man dann Grundbesitz, Edelmetalle etc. finanzieren. Breite Streuung, nur sichere Anlagen.

    Noch sind die Zinsen erschwinglich, wenn die Inflation erstmal galoppiert ist es vorbei damit.

    Die Besitzer von Grund und Boden sind bei einer schweren Wirtschaftskrise in der Regel vergleichsweise gut dran. Dass eine solche Krise eintritt ist zumindest gut möglich – letztlich kommt es darauf an, ob die Regierungen es schaffen, den Bankensektor am Leben zu erhalten oder ob das scheitert.

    Und das hängt nur davon ab, ob wir den Gipfel des Abschreibungsbedarfs bei den Banken bereits überschritten haben oder nicht. Noch sind die Ausfälle finanzierbar (das 700-Mrd.-Paket der USA belastet jeden US-Steuerzahler gerade mal mit 3.500 Dollar), aber wenn sich diese Summe verzehnfachen sollte…

  35. n0ne meint: (1.10.2008 um 11:52) AntwortenReply to this comment
  36. Volkswirt meint: (1.10.2008 um 11:53) AntwortenReply to this comment

    @Jörg S.: Wieso sollte eine Inflation die Konsequenz aus der Finanzkrise sein? Das ist eher unwahrscheinlich, im Gegenteil.

  37. Hein B. meint: (1.10.2008 um 11:53) AntwortenReply to this comment

    Ach quatsch, was will man denn mit Nähkursen oder rauen Mengen an Holz – wer tatsächlich befürchtet das in absehbarer Zeit die Bankenkrise den kompletten Zusammenbruch unserer Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung nach sich zieht und Mitteleuropa in Anarchie versinkt ist wohl besser beraten noch schnell einen Jagdschein zu machen und sich mit Schießprügeln und Mun zu bevorraten – um sich nach dem Recht und Ordnung nicht mehr durchgesetzt werden (Betonung auf sonst geht die Idee schnell nach hinten los) ninjaturkeys Wald, Garten und Hühner einfach zu nehmen.

    Wenn man allerdings nicht den ganz großen Untergang erwartet ist die Idee mit Immobilien auf Pump wahrscheinlich besser – mir fehlt dummerweise die nötige Bonität :(

  38. werner meint: (1.10.2008 um 11:57) AntwortenReply to this comment

    Alle Jubelarien auf den Einlagensicherungsfonds und auf staatliche Garantien übersehen, daß das mehrere Monate dauert, bis die Entschädigung gezahlt wird. In diesen Monaten( vermutlich wird es 2-3 Monate dauern) steht der Kunde ohne Geld da. Und dafür braucht man Bargeld unter dem Kopfkissen. Natürlich kommt der Staat dann seinen Verpflichtungen nach, schafft per Knopfdruck Geld, was dann aber nix mehr wert ist. Deshalb haben die Cleveren schon vor einiger Zeit Edelmetall gekauft und heben jetzt je nach Bedarf für 3-6 Monate Bargeld ab.

  39. mez meint: (1.10.2008 um 12:08) AntwortenReply to this comment

    @35
    Versteh ich jetzt nicht. Seit wann droht denn wenn das Geld knapp wird eine Inflation? Ich dachte immer das ist wenn zuviel Geld da ist.

    Banken geben keine Kredite mehr, können den Kunden ihre Sparguthaben nicht auszahlen. Folge: Geld wird knapp, niemand kann mehr was kaufen.

    Waren werden billiger da niemand Geld hat um die Ware zu kaufen.

    Der "clevere Vogel" der sein Geld in Gold angelegt hat will seinen Goldbarren verkaufen damit er sich was zu essen kaufen kann. Dummerweise hat niemand Geld um ihm den Goldbarren abzukaufen. Also muss er ihn weit unter Wert verkaufen.

    => Deflation.

    Die Weltwirtschaftskrise 1930 war übrigens auch eine Deflation.

  40. black meint: (1.10.2008 um 12:08) AntwortenReply to this comment

    Das ganze ist doch ein Zirkelschluss. Die Frage ist doch WARUM man gerade jetzt sein Geld abheben sollte.

    Allein der Hinweis, dass bei einem Massenansturm von Kunden die Banken ihrer Zahlungsverpflichtung nicht mehr nachkommen können und die Sicherungsmechanismen vielleicht erst nach einiger Zeit greifen hat doch nichts mit der Finanzkrise zu tun sondern gilt für jeden Zeitraum und galt auch vor der Finanzkrise. Warum dann also genau jetzt aktiv werden?

  41. fnord meint: (1.10.2008 um 12:08) AntwortenReply to this comment

    @beserwisser&volkswirt
    Vielleicht sind Edelmetalle etwas schwer verdaulich, aber das sie nach einer Währungsreform nichts mehr wert sind, glaube ich nicht! Und das wikipedia ein Tummelplatz ist, gilt leider allgemein für den Bereich (Volks-)Wirtschaft, sonst würden Leute wie Dr. Snower nicht so grandiose Dinge wie "Flexiblisierung des Arbeitsmarktes" und ähnlichen BS zur Bewältigung dieses Krise empfehlen.

  42. md meint: (1.10.2008 um 12:12) AntwortenReply to this comment

    Ich seh das bisher recht entspannt. Wo nix ist, kann nix vernichtet werden.

  43. Volkswirt meint: (1.10.2008 um 12:15) AntwortenReply to this comment

    @fnord (42): Sicher sind Edelmetalle nach einer Währungsrefrom noch was wert. Aber wieso sollte es denn zu einer Währungsreform kommen?

  44. werner meint: (1.10.2008 um 12:15) AntwortenReply to this comment

    http://www.bz-berlin.de/BZ/berlin/2008/10/01/bankenkrise-ruiniert-berliner-rentnerin/bankenkrise-ruiniert-berliner-rentnerin.html
    Natürlich kann man sagen: selbst schuld. Das kann man aber auch denen sagen, die nach Schalterschluß auf die Entschädigungszahlung des Einlagensicherungsfonds warten. Ich habe den Eindruck: die hiesigen Systemgläubigen unterscheiden sich nur graduell von der Oma, die Lehman-Opfer wurde.

  45. Volkswirt meint: (1.10.2008 um 12:17) AntwortenReply to this comment

    @Werner:
    Das ist nur Dein Eindruck.

  46. Jörg S. meint: (1.10.2008 um 12:32) AntwortenReply to this comment

    Warum Inflationsgefahr?

    Weil die Offenmarktpolitik (nichts anderes stellen die geplanten/möglichen Stützungsmassnahmen letztlich dar) die Geldmenge eben erhöht. Die Regierungen stopfen die Liquiditätslöcher bei den Banken entgegen den normalerweise üblichen Regeln.

    Der Staat kauft bzw. beleiht eigentlich wertlose Wertpapiere (z.B. die faulen Immobilienkredittitel).

    Das ist letztlich nichts anderes als die Gelddruckmaschine anzuwerfen. Damit ist ein möglicher Grund für die Inflationsgefahr gegeben.

  47. fnord meint: (1.10.2008 um 12:33) AntwortenReply to this comment

    @volkswirt (44): Ok, war nicht _ganz_ ernst gemeint!

  48. Volkswirt meint: (1.10.2008 um 12:50) AntwortenReply to this comment

    @Jörg S. (47):
    Nein. So einfach ist es eben nicht.

    Ich weiß jetzt nicht genau, welchen Aspekt der Finanzkrise Du gerade meinst, aber nehmen wir mal als Beispiel den Interbankenmarkt für Tagesgeld. Das Problem ist hier fehlendes Vertrauen, so daß die Banken weniger bereit sind, Tagesgeld an andere Banken zu verleihen. Die kreditsuchenden Banken werden darum von der EZB, bspw. über die Spitzenfazilität, mit Liquidität versorgt. Gleichzeitig legen die Banken, die normalerweise das Geld geliehen hätten, dieses stattdessen über Nacht bei der EZB an. Die Geldmenge ändert sich dadurch kaum, nur die EZB kann einen Zinsgewinn auf Kosten der Banken einstreichen.

    Anderer Fall: Wenn die EZB einen Bank Run verhindert, indem Sie eine Geschäftsbank mit bargeld versorgt, ändert sich auch nichts an der Geldmenge. Ein Guthaben auf einem Girokonto wird durch abheben umgewandelt in Bargeld. Beides ist Bestandteil der relevanten Geldmenge. Aus sicht der Bank wird eine Schuld gegenüber den Privatkunden ersetzt durch eine Schuld gegenüber der EZB. Ändert sich auch nichts an der Geldmenge.

    Fall der faulen Immobilienkredite (der uns in Deutschland aber kaum betrifft): Die Liquidität wurde vorher innerhalb des Bankensystems bereitgestellt. Dieses System "trocknet" nun aus, so daß teilweise die Fed einspringt. Liquidität wird auch hier nur ersetzt, nicht neu geschaffen. Die Inflation, die Du befüchtest, ist schon längst passiert: In den letzten 10 Jahren (als das amerikanische Bankensystem diese Liquidität geschaffen hat) hat sie sich bspw. als "Asset Inflation" in den amerikanischen Immobilienpreisen niedergeschlagen. Jetzt steigt da nicht mehr viel, im Gegenteil.

    Außerdem ist der Zusammenhang zwischen Inflation und Geldmenge nicht so mechanisch, wie das im Grundstudium gerne mal vereinfachend gelehrt wird… ;-)

  49. Dirk Becker meint: (1.10.2008 um 13:09) AntwortenReply to this comment

    Ich schließe mich da tendenziell der Meinung unseres Besserwissers an. Füße still halten und die Chancen dieser Krise nutzen. Ich für meinen Teil habe im letzten Jahr bereits eine Wohnung gekauft, eine anhaltende Inflation käme mir irgendwie zupass; die Zinsen sind auf 15 Jahre festgeschrieben und wenn mein Einkommen inflationsbereinigt konstant bleib…tut mir den Gefallen und packt euer Geld unters Kopfkissen….

  50. tr meint: (1.10.2008 um 14:22) AntwortenReply to this comment

    naja, mein vater war mal bei einer deutschen bank als kunde, welche pleite gegangen ist. mit seinem geschäftskonto und privatkonto. seitdem haben wir konten auf verschiedenen banken aber dennoch kein geld unterm kopfkissen.

    geld als solches zu horten (statt vernünftig anzulegen) bringt weder auf dem konto noch unter dem kopfkissen etwas. aber auf kredit nun schnell in immobilien zu finanzieren? wenn ich schon die bedingung lese, "wenn mein einkommen … konstant bleibt". wenn´s kracht, dann kracht die wirtschaft und damit der arbeitsmarkt und dann ist das so eine sache mit dem konstanten einkommen über 15 jahre. der poster #50 scheint nicht vergegenwärtigt zu haben, was die kriese in amerika mit notleidend gewordenen krediten zu tun hat. genauso wie der poster von #29 mit seinem comment zu den 25% gewinn an einem tag. in der summe verlieren die anleger gerade geld. drum kommt mir der comment etwas vor wie der pokerspieler, der immer nur von seinen gewinnen erzählt. und komischerweise haben gerade die investmentbanker gerade ein problem, obwohl die sich auf dem feld tummeln wie der poster #29 vorschlägt.

    kopfkissen würde ich allenfalls für einen zur überbrückung weniger wochen notwendigen betrag wählen.

  51. Thomas W. meint: (1.10.2008 um 14:59) AntwortenReply to this comment

    Zum Thema lange Schlange am Schalter: Ich hab mir eben mal den Spass gemacht und bei meiner Bank angerufen und gefragt, ob sie mir nicht ein wenig Gold verkaufen moechten. Antwort: Goldbarren (es gibt offensichtlich auch ganz kleine Barren ab ein Gramm) sind ueberhaupt keine mehr am Lager. Lieferzeit – Achtung – 12 Wochen! Geschaetzt, denn genau koennen Sie es nicht sagen, weil der Lieferant keine Zusage machen will. Was man noch kriegen kann sind US Eagles. Aber viel mehr als fuer 50.000€ haben Sie auch nicht mehr. Und das war nicht die Situation der Filiale an der Ecke sondern die Aussage der dafuer zustaendigen zentralen Abteilung einer nicht zu kleinen Landesbank … Ja, die Leute stehen am Schalter und vergolden ihre Bareinlagen.

  52. Malte S. meint: (1.10.2008 um 15:10) AntwortenReply to this comment

    Was heißt hier kein Rechtsanspruch gegen den Fonds? Nach §$ 3,4 EAEG besteht zumindest ein Anspruch gegen die EdB – auf 90% der Einlagen bis zu 20.000€. Also verteilt euer Geld auf verschiedene Banken ;)
    Insgesamt ist die Sicherung natürlich nicht ausreichend und würde bei einem tatsächlichen Bankrun zusammenbrechen…

  53. Bernhard meint: (1.10.2008 um 15:23) AntwortenReply to this comment

    Naja, bis jetzt hat's ja noch immer Vater Staat gerichtet – mit unseren Steuergeldern. Wenn (sich) aber der nicht mehr (verschulden) kann, dann ist das Geld eh nix mehr wert.

    Die USA leben vom Wertverlust des Dollars, die andere Länder bergeweise als Devisenwährung für Öl u.s.w. gehortet haben, bei uns werden die Statistiken schöngerechnet. Wer glaubt denn noch an eine Preissteigerung von 3-4 Prozent?

  54. Volkswirt meint: (1.10.2008 um 15:45) AntwortenReply to this comment

    Habe soeben diesen Artikel gefunden:

    Spiegel Online – Die Mythen der Finanzkrise
    http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,581446,00.html

  55. Chak meint: (1.10.2008 um 16:38) AntwortenReply to this comment

    Ich würde mal vermuten, das hängt tatsächlich mit dem Monatsende zusammen. Udo, du hast doch bestimmt auch schonmal gesehen, welche Staus es in Thailand vor den Parkplätzen der großen Supermärkte und Einkaufszentren am Monatsende gibt?

  56. werner meint: (1.10.2008 um 17:16) AntwortenReply to this comment

    http://www.goldseiten.de/content/diverses/artikel.php?storyid=8568
    Im Gegensatz zu den hier diskutierenden Theoretikern mit dem Wissenshintergrund der Wikipedia wissen die Vermögenden, was die Stunde geschlagen hat.

  57. 2hochn meint: (1.10.2008 um 17:23) AntwortenReply to this comment

    Glücklich der Student der eh nichts hat :D
    Wenn ich mal ein bischen was an Geld zusammengespart habe dann wird es in elektronische Gadgets investiert ^^

  58. Volkswirt meint: (1.10.2008 um 17:38) AntwortenReply to this comment

    @Chak: Du hast Recht. Das scheint in Thailand am Monatsende normal zu sein. Zitat:

    "Sie können als Kontoinhaber eine so genannte ATM-Karte bekommen. Sie ermöglicht jederzeit den Zugriff auf Geldautomaten. Zum Monatswechsel ist mit langen Schlangen vor diesen Automaten zu rechnen. Manchmal sind diese Apparate sogar leer."

    Quelle http://www.siam-info.com/german/geld.html

  59. Pessimist meint: (1.10.2008 um 18:02) AntwortenReply to this comment

    Auch wenn ich als "armer Student" die entsprechende Vorlesung zum Thema nur unregelmäßig besucht und die Abschlussklausur auch nur mit mäßigem Erfolg bestanden habe, stellen sich mir hier bei einigen Posts (und erst recht dem Auslöser selbst) die Zehennägel senkrecht …

  60. fernetpunker meint: (1.10.2008 um 18:18) AntwortenReply to this comment

    Was nützt ein Rechtsanspruch gegen jemanden, bei dem nichts zu holen ist? Die EdB GmbH(!) ist mit ca. 3-4 Mrd. Euro ausgestattet. Glaubt irgendjemand, dass dieses Geld auch nur im Ansatz für die Einlagen der Deutschen bei ihren Banken im Falle einer ähnlichen Entwicklung wie in den USA ausreichte?

  61. werner meint: (1.10.2008 um 18:36) AntwortenReply to this comment

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,581679,00.html
    Warum sollte ich-wenn derart gelogen wird seitens der Banken-denen jetzt glauben, daß sie mich mit ihrem Fonds bei Pleite entschädigen?

  62. Lionel Hutz meint: (1.10.2008 um 18:54) AntwortenReply to this comment

    Also, da sind schon echte Highlights bei den Kommentaren. Dass die Menge an physischen Geldzeichen nicht ausreicht, die gesamte Buchgeldmenge zu decken, scheint ja jedem klar zu sein. Dass das aber auch völlig egal ist, offensichtlich nicht. Die Zentralbank kann Buchgeld ohne weiteres in Geldzeichen umtauschen, ggf. muss halt einfach welches gedruckt werden. Wenn das nur gegen Buchgeld umgetauscht wird, hat das auch null Inflationseffekt – nur geht es halt nicht so schnell.

    Wenn man erwartet, dass so viele Geldzeichen vorhanden sind, wie Geldmenge vorhanden, dann verwechselt man schlicht zwei Systeme: Nämlich ein modernes Währungssystem, dass die Geldmenge parallel mit der Leistungskraft der Wirtschaft gezielt wachsen lässt und z.B. ein goldgedecktes, dass die Geldmenge konstant hält (und damit eine systemische Dauerdeflation bewirkt).

    Und ob Gold die Lösung ist? Gold ist für mich die größte Blase der Menschheitsgeschichte. Ok, es ist selten und es wird als Schmuck geschätzt. Es hat aber relativ wenig technische Anwendungen und ist einfach nicht zu wahnsinnig viel nutze. Wirkliche Wertträger sind ausschließlich Assets mit denen man wirtschaften kann bzw. Unternehmen, die solche halten. Das Lustige ist jetzt, dass die angeblich konservativen Anleger, die Bankschuldverschreibungen horten in den ultimativen Horrorszenarien eher Opfer der Krise werden, als der Aktionär eines Industrieunternehmens, das ja über Produktionsmittel als Sachwert verfügt.

    Man kann ja über viel diskutieren, aber zu glauben dass das Horten von Bargeld im existierenden Währungssystem irgendeinen Sinn hätte, ist wirklich schwachsinnig. Zu glauben, dass das Horten von Edelmetallen irgendeinen Sinn hätte, ist zumindest fragwürdig.

  63. Volkswirt meint: (1.10.2008 um 19:02) AntwortenReply to this comment

    @Lionel Hutz: Sehr schön hast Du das auf den Punkt gebracht. Erwarte aber nicht, daß Dir hier einer von den Weltuntergangs-Spezialisten glaubt oder auch nur zuhört… Die haben ja schließlich Wikipedia gelesen und wissen es darum besser…

  64. Kommentator meint: (1.10.2008 um 19:12) AntwortenReply to this comment

    Ich habe eine ganz praktische (und ernstgemeinte) Frage:
    Wen kann denn ein Mangel an Bargeld (Scheine und Münzen) stören, wenn das selbe Geld virtuell (EC-Karte, Kreditkarte, Überweisung) zur Verfügung steht? Eine Inflation schlüge zu, egal ob ich den Hunderter auf dem Konto oder in der Hand habe.
    Ich frage wegen Inflation/Deflation und "Bankenlauf".
    (Die Idee, das "Vermögen" – in meinem Fall ein "kleiner Scherz harhar* – rechtzeitig in Sachwerte zu wandeln, hat damit nichts zu tun; mir geht es um die Kopfkissengeschichte.)

  65. Stefan B. meint: (1.10.2008 um 19:24) AntwortenReply to this comment

    @65: Das stoert Dich nur dann, wenn Du davon ueberzeugt bist, dass Deine Bank in absehbarer Zeit bankrott ist und Sicherungen durch wen auch immer nicht greifen werden. Dann koenntest Du zu dem Schluss kommen, Dein Geld ist bei Dir unter dem Kopfkissen besser aufgehoben als bei Deiner Bank.

  66. werner meint: (1.10.2008 um 20:37) AntwortenReply to this comment

    Der bank run läuft bereits http://www.dernewsticker.de/news.php?id=49210
    Am Beispiel von Lehman kann man sehen, daß die Politik aus welchen Gründen auch immer nicht jedes Institut retten wird. Da funktioniert dann die Geldkarte nicht mehr, weder am Automaten noch an der Kasse. Diese Chaosphase könnte durchaus einige Wochen dauern, weshalb eben lebenserfahrene Leute sich mit einem Bargeldvorrat von 3 Monaten absichern. Danach wird man sicherlich genug Geld neu erschaffen haben, was dann aber weniger wert sein wird. Gold wird in dieser Zeit entsprechend steigen.

  67. mez meint: (1.10.2008 um 20:58) AntwortenReply to this comment

    @68
    "Von einem "Bank-Run", also verstärkten Bargeldabhebungen, könne derzeit keine Rede sein. "

    steht in dem verlinkten Artikel…

  68. werner meint: (1.10.2008 um 21:23) AntwortenReply to this comment

    Genau. Und bis vor wenigen Tagen wurde den Kunden der Dresdener versichert, daß ihre Lehman-Anleihen sicher seien. http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,581679,00.html
    Im Moment treten im TV allerlei Experten auf, die sich immer verschwurbelt äußern in Richtung " nach menschlichem Ermessen sind deutsche Bankeinlagen sicher". Das sind gekaufte Propagandisten, die den Untergang noch etwas hinauszögern sollen, schließlich fallen die jetzigen Bonzen mit dem Finanzsystem. Die großen Boulevardzeitungen hatten heute alle als Aufmacher die Sicherheit der deutschen Banken.Keinesfalls solle man sein Geld abheben, und Gold solle man auch nicht kaufen wegen der schwankenden Kurse.Vor dem Hintergrund der Lehman-Pleite helfen aber diese Beruhigungspillen nicht mehr viel. Wenn nur 10 Millionen deutsche Bankkunden ihren Barbestand um 1000 Euro aufstocken,wären das 10 Milliarden, die die Banken in wenigen Tagen aufbringen müßten. Ich habe Zweifel, ob die das stemmen können oder ob dann wieder gerettet werden muß oder ob irgendwann alles abschmiert. Bei dem jetzigen Lügenniveau der seriösen Banker und der Politiker verlasse ich mich da lieber auf mich selbst.

  69. nordstein meint: (1.10.2008 um 21:26) AntwortenReply to this comment

    Alle die hier zum Bank-Run aufrufen, seien hier an den Bank-Run auf "Northern Rock" vor einem Jahr erinnert. Dieser hatte der Bank den Rest gegeben, so das sie verstaatlicht werden musste. Dabei ging aber nicht ein Cent der Privat-Einlagen verloren.

  70. werner meint: (1.10.2008 um 21:54) AntwortenReply to this comment

    Der Aufruf zum bank run waren die Lehman-Pleite kombiniert mit echten Anlegerverlusten kombiniert mit der Gleichgültigkeit der Politiker und Banker(" sie hätten sich halt vorher über die Risiken informieren müssen")kombiniert mit dem Versuch, über die Boulevardmedien die Leute nochmals für dumm zu verkaufen. Mir selbst und anderen zu raten, die eigene Haut zu retten, scheint mir unter den Umständen mehr als legitim.

  71. nordstein meint: (1.10.2008 um 22:27) AntwortenReply to this comment

    Verloren haben bei Lehman doch nur Aktionäre und Banken mit dem Faible Goldbarren auf sinkende Schiffe zu werfen. Und z.B. die Rettung der Hypo Real Estate durch die Politik um weitere Vertrauensverluste zu verhindern, kann man nun nicht wirklich Gleichgültigkeit nennen. Und Bild hat nunmal Recht: Wenn nicht der Großteil der deutschen Banken pleite geht, funktioniert der Einlagensicherungsfond. Für mich gilt: Raus aus Aktien, rein in Tages- und Festgeld, am besten auf mehrere Banken verteilt um lequide zu bleiben, falls der unwarscheinliche Fall eintritt, dass die Hausbank plete geht und man zeitweise nicht an sein Geld kommt. Einen Bank-Run würde die Kriese nur verschärfen.

  72. werner meint: (1.10.2008 um 23:01) AntwortenReply to this comment
  73. Herr Pink meint: (2.10.2008 um 00:08) AntwortenReply to this comment

    Einen Bank-Run würde die Kriese nur verschärfen

    Aber wenn der sowieso kommt, dann gilt es sein Geld zu retten, bevor das gesamte deutsche Bankenwesen kollabiert. Warum sollte ich versuchen die Krise "nicht zu verschärfen", wenn alle anderen genau das Gegenteil tun? Und wenn selbst die Sparkassen inzwischen vor dem Kollaps zittern, warum sollte ich dann jetzt den "Experten" glauben die seit Wochen predigen "wird schon schiefgehen"?

  74. Herr Pink meint: (2.10.2008 um 00:12) AntwortenReply to this comment

    Schön auch das betonen "Wenn eine Bank umkippt, dann stützen sie andere Banken". Wir haben also ein Sicherungssystem, das nur wirkt wenn ein oder zwei Banken kippen, wenn eine ganze Reihe Banken pleite geht, dann können die sich offensichtlich nicht gegenseitig stützen. Sprich: Alles futsch.

    Tolle Experten, die sich das Sicherungssystem ausgedacht haben.

  75. haldol meint: (2.10.2008 um 02:09) AntwortenReply to this comment

    @76 Wahrscheinlich kann man das Sicherungssystem mit der Schottenbauweise bei Schiffen vergleichen : Für ein oder zwei Abteilungen kein Problem aber wenn das ganze Schiff aufgerissen ist nützt das dann auch nichts mehr

  76. Mike meint: (2.10.2008 um 06:17) AntwortenReply to this comment

    @ Herr Vetter.

    Ich kann Ihnen versichern am Monatsanfang 1 – 2 Stunden am Bankschalter zu stehen ist ganz normal.

    Obwohl Thailand als Exporteur in die USA und Europa die Depression deutlich zu spüren bekommt ist das alltägliche Leben der Thais

    auf das Hier und Jetzt beschränkt. Die Zukunft interessiert hier kaum jemanden.

    Mit freundlichem Gruss,

    Mike – Unternehmer seit 1993 in Thailand

    P.S. Wann gründen Sie den Udo Vetter Fanclub in Thailand?

  77. Die Stimme aus dem Off meint: (2.10.2008 um 06:41) AntwortenReply to this comment

    Die Gedanken mache ich mir nicht. Ich habe eine Kanone und werde mir im Krisenfall einfach nehmen was mir zusteht. .-)

  78. werner meint: (2.10.2008 um 08:31) AntwortenReply to this comment

    Herr Vetter scheint mir in Finanzdingen recht gute Instinkte zu haben, ich erinnere mich an einen Eintrag Ende letzten Jahres, daß er seine Aktien verkauft hat. Wenn er jetzt über die Kopfkissensicherung nachdenkt,sollte man das Ernst nehmen, egal, was die sogenannten Experten sagen.

  79. beinhart meint: (2.10.2008 um 08:35) AntwortenReply to this comment

    Schleimer! :P

  80. werner meint: (2.10.2008 um 09:21) AntwortenReply to this comment

    Und soviel zur Verläßlichkeit der Einlagensicherung http://www.ftd.de/unternehmen/finanzdienstleister/:Solidarit%E4t-unter-Bankern-LBBW-stellt-Haftungsverbund-infrage/420967.html
    Die ersten Banker stellen das System der Institutssicherung in Frage. Warum soll ich dann glauben, daß die Einlagensicherung noch weiter aufrechterhalten wird im Fall der Fälle?

  81. Herr Pink meint: (2.10.2008 um 09:37) AntwortenReply to this comment

    Aus gut unterrichteter Quelle weiß ich, dass viele Experten ganz genau wissen, dass die Einlagensicherung und die angebliche Stabilität deutscher Banken eine Lüge ist. Nach außen verbreiten sie allerdings bewusst das Gegenteil, um so den unausweichlichen Kollaps so lange herauszuzögern, bis sie ihr Geld gerettet haben.

    Und selbst der Finanzminister gibt inzwischen offen zu, dass der Einlagensicherungsfond keinen Cent mehr wert ist:

    http://www.ftd.de/unternehmen/finanzdienstleister/:Regierung-hat-aktuell-keine-Pl%E4ne-f%FCr-h%F6here-Einlagensicherung/420811.html

  82. Volkswirt meint: (2.10.2008 um 09:56) AntwortenReply to this comment

    Was habt ihr bloß alle immer mit Eurem Einlagensicherungsfonds…

    NOCHMAL: DER EINLAGENSICHERUNGSFONDS IST NICHT DAZU DA, EINEN BANK RUN ABZUWEHREN, SONDERN FÜR DEN FALL DASS EINE BANK ÜBERSCHULDET IST. EINEN BANK RUN BEKÄMPFT DIE ZENTRALBANK ALS SOG. LENDER OF LAST RESORT.

    Siehe auch meinen Beitrag unter #21

  83. werner meint: (2.10.2008 um 10:54) AntwortenReply to this comment

    Warum sollte sie das tun, wenn die große Politik aus welchen Gründen auch immer beschließt, einzelne Institute pleite gehen zu lassen? Das Finanzsystem ist am Ende, zum dritten mal innerhalb weniger Tage mach die Bildzeitung auf Seite 1 mit dem Thema auf und schickt die Kanzlerin ins Rennen, um die Leute nochmal für doof zu verkaufen. http://www.bild.de/BILD/news/wirtschaft/2008/10/02/interview-mit-kanzlerin-angela-merkel/so-steht-es-wirklich-um-unser-geld.html
    Nur klappt das nicht mehr ganz, Frau Merkel garnatiert keinesfalls die staatliche Rettung aller Banken:

    BILD: Steht also notfalls der Staat für das Geld aller Sparer ein?

    Merkel: Im Mittelpunkt aller unserer Anstrengungen steht, wie schon gesagt, jeder einzelne Bürger, also auch die Sparer. Unser Bankensystem ruht auf mehreren Säulen. Es hat sich in den letzten Wochen bestätigt, dass es stabiler ist als anderswo. Wir haben eine Reihe von Sicherungseinrichtungen der Banken selbst und gesetzliche Vorgaben. Aber ich sage auch: Der Bund kann und will ausdrücklich keinen Blankoscheck für alle Banken ausstellen, egal, ob sie sich verantwortungsvoll verhalten haben oder nicht.

    Das klingt anders als lender of last resort.
    Der Höhepunkt des Interviews, in dem mir Merkel so hilflos vorkommt wie Egon Krenz kurz vor seiner Absetzung:

    BILD: Gehen Sie also davon aus, dass die Bürgschaft nicht fällig wird?
    Merkel: Eine Bürgschaft ist eine Bürgschaft, nicht mehr und nicht weniger.

    Da sage ich: ein bank run ist ein bank run und nur die ersten retten ihr Geld

  84. heinz meint: (2.10.2008 um 11:55) AntwortenReply to this comment

    @Thomas W./Kommentar 52
    Lieber Thomas, die augenscheinlich ausgezeichneten Beziehungen zu Deiner Bank sind höchst beneidenswert, was die Dir so alles am Telefon verraten! Die gold_bugs glauben halt an einer Weltwirtschaftskrise verdienen zu können und heizen ein wo und wie sie können.

    @Udo in Thailand herrscht zum Monatsende immer mehr Publikumsverkehr in den Banken als sonst — andere Länder andere Sitten. Es fällt Dir zur Zeit nur besonders auf, das hat was mit selektiver Wahnehmung zu tun.

  85. thogo meint: (2.10.2008 um 12:56) AntwortenReply to this comment

    Oh mein Gott,

    ich habe weder in eine einsamen Bauernhof und 10-Jahresvorrat Bohnen und Zwieback und eine Wumme investiert. Meine Kopfkissenfüllung besteht immern noch aus normalen Daunen und Gold hab ich nur am Ringfinger.

    Liebe Endzeit-Propheten: Werde ich nun sterben müssen?

    Der Udo hats halt richtig gemacht: sitzt im warmen Thailand und wartet ab bis wir hier den Schutt der umgefallenen Banken weggeräumt haben ;-)

    http://www.youtube.com/watch?v=U7-60tyLQhA

  86. werner meint: (2.10.2008 um 13:04) AntwortenReply to this comment

    Vermutlich haben auch die Bankautomatenausfälle was mit selektiver Wahrnehmung zu tun: http://www.mdr.de/nachrichten/5810760.html
    Oder könnte es vielleicht sein, daß die Automaten einfach leer sind?

  87. littleandy meint: (2.10.2008 um 13:44) AntwortenReply to this comment

    Lieber Panikmacher Werner:
    "Wie der Sparkassen- und Giroverband mitteilte, ist der Fehler inszwischen behoben. Bis auf Überweisungen an den Serviceterminals stünden alle Funktionen wieder zur Verfügung. Ursache der Panne war ein Stromausfall in einem Rechenzentrum in Hannover. Was allerdings zu diesem Stromausfall geführt hat, ist bislang nicht bekannt."

  88. werner meint: (2.10.2008 um 13:58) AntwortenReply to this comment

    Das Märchen vom Stromausfall im Rechenzentrum ist unglaubwürdig, die Systeme sind sicherlich gegen solche Störungen gesichert. Viel wahrscheinlicher ist, daß die Bankautomaten wegen des bank runs leer waren und man erst mal Geld herbeischaffen mußte. Bankern, die wenige Tage vor der Lehman-Pleite deren Papiere noch den Kunden empfohlen haben, darf man nichts glauben, sonst schadet man sich selbst.

  89. littleandy meint: (2.10.2008 um 14:04) AntwortenReply to this comment

    Ist schon recht. Viel Spaß dann noch!

  90. CeKaDo meint: (2.10.2008 um 14:27) AntwortenReply to this comment

    Aufgrund der derzeitigen Lebensperspektiv-Komponenten "drohende Kündigung im Alter", "HartzIV mit voller Kontenkontrolle", "Rentenart und -höhe ungewiß" und eben "Banken machen pleite" gibt es m.E. nur noch eine wahrhaft sichere Anlagemöglichkeit für jeden "übrig gebliebenen" Euro:

    Kopfkissen!

    Jeder muß sich nur fragen, für wen er eigentlich gespart hat, wenn er mal keine Rente mehr bekommt (obwohl eingezahlt), seine Ersparnisse aufbrauche muß, bevor er Arbeitslosenunterstützung bekommt oder bei seiner Bank oder Versicherung vor verschlossener Türe steht.

    Die Zukunft in Deutschland gestaltet jeder für sich selbst. Über die Zukunft Deutschlands entscheiden Menschen weitab der Basis.

  91. Unterdosis meint: (2.10.2008 um 15:12) AntwortenReply to this comment

    Herr Besserwisser und Herr Volkswirt lassen die psychologische Komponente voellig aussen vor. Einlagensicherungsfonds, last resorts usw hin oder her – wenn das Vertrauen der Bevoelkerung hinueber ist, spielt der Nennwert von Zahlungsmitteln keine Rolle mehr. Und dass das Vetrauen momentan gefaehrdet ist, wird wohl keiner abstreiten wollen.

    Auch eine Flucht in Wertgegenstaende und Immobilien zahlt sich hoechstens langfristig aus, es sei denn man betrachtet den Tausch "Ehering gegen ein Pfund Butter" als lohnendes Geschaeft.

    Ich empfehle jedermann dessen Grosseltern noch die Nachkriegszeit erlebt haben, diese mal zu ihren Erfahrungen zu befragen. Dann kann man sich ungefaehr vorstellen, was uns im schlimmsten aller Faelle bevorsteht.

    Wer also nicht unbedingt Bauer oder Kleingaertner ist, sollte sich einige Stangen Zigaretten oder harten Alkohol auf Lager legen, Abhaengige tauschen fuer ihre Droge auch in Krisenzeiten noch Lebensmittel oder anderes ein.

  92. Birgit meint: (2.10.2008 um 15:42) AntwortenReply to this comment

    "Die Zukunft in Deutschland gestaltet jeder für sich selbst."
    Niedlich.
    Indem er sein Ohr ans viel beschworene Kopfkissen presst?

    Drohen uns im Alter – und wenn's blöd läuft, sogar schon wesentlich früher – doch nicht nur Kündigung, sondern sogar der Tod: "in the long run we all are dead." Oh weh und schwere Not, Deutschland war aber auch schon mal wesentlich sicherer./Ironie aus

    Im Ernst: was ist nur aus dem lawblog geworden? Selbst sehr gebildete Mitmenschen lassen hier deutlich erkennen, daß sie nicht allzuviel Ahnung von Finanzpolitik und Wirtschaft haben. Was ich mir mal erlaube, als mangelnde Bildung zu bezeichnen (ich meine das nicht von oben herab, auch meine eigene ist mangelhaft). Es wäre schon ernorm hilfreich, wenn Meinungen mit Wissen statt Gefühlswallungen untermauert würden, aber da mach ich mir wohl Illusionen.

    Und zwischen den sich hier ihrer echten Panik Überlassenden sowie den kühl kalkulierend hetzenden Weltverschwörungstheoretikern können sich Informierte kein Gehör mehr verschaffen. Es ist echt fast tragisch und vor allem gruselig, diese Abläufe hier mitzuverfolgen. Hoffentlich ist das nicht repräsentativ.

    Ich hab auch gerade heftig Angst, aber solche "mündigen Bürger" machen mir letztlich noch viel mehr.

  93. ignoramus meint: (2.10.2008 um 17:33) AntwortenReply to this comment

    Es ist schon interssant, dass hier einige sich anmaßen, diese komplexen wirtschaftlichen Zusammenhänge beurteilen zu können, aber einen (Gemüse-)Fond nicht vom Einlagensicherungsfonds unterscheinen können.

  94. Volkswirt meint: (2.10.2008 um 18:24) AntwortenReply to this comment

    Hier nur noch kurz eine kleine Korrektur. Bei meinen Ausführungen oben ist mir ein kleiner Fehler unterlaufen: Die "Lender of Last Resort"-Funktion wird im Euro-Raum nicht direkt von der EZB ausgeübt, sondern von den nationalen Zentralbanken, die allerdings die EZB darüber unterrichten.

    Das nur als Information für alle, die das tatsächlich interessiert. Auf die neuen Panik-Beiträge hier werde ich aber nicht noch mal eingehen…

  95. tr meint: (2.10.2008 um 19:02) AntwortenReply to this comment

    #95+96

    auch wenn ich die reaktionen für überzogen halte, so ist der hinweis auf die ezb oder zentralbanken nur die halbe wahrheit. wird den banken das angelegte geld entzogen, werden diese in erhebliche schwierigkeiten kommen. deren arbeit und kreditwürdigkeit ist auch abhängig von dem bei ihnen angelegten kapital.

    drum ist der psychlogische moment gefährlich, weil er so unberechenbar ist. aber wenn es kippt, dann kippt es richtig und das geld unterm kopfkissen wird auch nichts mehr bringen.

  96. Birgit meint: (2.10.2008 um 19:46) AntwortenReply to this comment

    "drum ist der psychlogische moment gefährlich, weil er so unberechenbar ist. aber wenn es kippt, dann kippt es richtig und das geld unterm kopfkissen wird auch nichts mehr bringen."

    Exakt.
    Und hatten wir das alles nicht schon mal?
    Ich war damals genau wie ihr nicht mit dabei, aber da ließen sich doch trotzdem problemlos einige Lehren daraus ziehen – und dann befolgen! -, falls man nur interessiert daran wäre. Man könnte es beispielsweise mal anders machen.
    Immerhin hat so eine Weltwirtschaftskrise doch eine gewisse Auswirkung aufs eigene Leben, beinahe hätte ich Kopfkissen gesagt.

    Und das meine ich nicht so lustig, wie ich es gesagt habe. Nach welchen Kriterien treffen solche Leute eigentlich ihre Wahlentscheidungen? Oder bleiben sie alle zuhause, weil "die Zukunft in Deutschland gestaltet jeder für sich selbst"?

  97. werner meint: (2.10.2008 um 20:31) AntwortenReply to this comment

    Die Sache ist schon gekippt, die Bonzen versuchen jetzt nur noch, einige Tage rauszureißen, um ihr eigenes Geld zu retten. Diese Tage gewinnt man durch vorgebliche Computerpannen, die es bislang noch nie gab.http://www.mmnews.de/index.php/200810021180/MM-News/150-Sparkassen-ohne-Geld.html
    Zitat: Fest steht, dass es eine solche Störung noch nie gab. Experten halten es für sehr unwahrscheinlich, dass ein Stromausfall ein Rechenzentrum lahm legen kann. Denn solche Zentren seien mehrfach abgesichert gegen Stromausfälle. Merkwürdig in diesem Zusammenhang sei auch, dass Sparkassen in sehr unterschiedlichen Bundesländern durch die Panne betroffen wären.

    Das alles nutzt aber nichts mehr, da immer mehr Leute verständlicherweis ihr Bargeld durch Abhebungen retten. Inzwischen können selbst die Mainstreammedien nicht mehr umhin, den bank run zu thematisieren,http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,581955,00.html
    Schuld daran sind nun nicht die Bürger, die ihr Geld retten, sondern die gierige Elite aus der Finanz-und Polit-und Medienoligarchie, die ihre Gewinne längst gesichert haben. Und zwar in Gold, während sie dem braven Bürger suggerieren, doch bei der Sparkasse zu bleiben, weil Ruhe doch die erste Bürger sei.

  98. Roland meint: (2.10.2008 um 21:34) AntwortenReply to this comment

    @ werner:
    das ist die Theorie … in der Praxis gibt's in jedem Rechenzentrum 'n single point of failure … sei es der Elektriker, der seine Zange fallen läßt oder der Umschalter, der auf den zweiten Stromanbieter umschaltet, aber leider die letzten zwei Jahre nicht bewegt/genutzt wurde und jetzt auch keine Lust hat oder die USV, die leider nie richtig erweitert wurde und darum beim Lasttest zusammenbricht. Wie eventuelle hier.
    Glaub' mir, du möchtest nicht wissen, was in der EDV-Welt hinter den Hochglanzprospekten alles so schief geht …

    Roland

  99. zulu meint: (2.10.2008 um 21:41) AntwortenReply to this comment
  100. Markus Schreiber meint: (2.10.2008 um 21:44) AntwortenReply to this comment

    Einer vollständigen Kontoplünderung kann ich bedingt zustimmen.
    Wenn es mal soweit kommt, daß hier keine Bank mehr Geld ausspuckt, dann ist unser System soweit zerstört, daß das Geld unterm Kopfkissen nur noch Papierstreifen sind. Es ist wichtiger, einen guten Teil des Vermögens nicht nur von der Bank zu räumen, sondern auch in eine Sachanlage (Gold) umzuwandeln. Das Gold muß natürlich anonym gekauft werden und gehört selbstverständlich nicht in ein Bankschließfach.
    Gold sehe ich nur als langfristige Vermögenssicherung. Geld, welches man nächstes Jahr z.B. für ein neues Auto braucht, sollte dagegen nicht in Gold umgewandelt werden.
    Wer jetzt erst an Gold denkt, kommt bereits ohnehin zu spät (teuer und rar).
    Ein anderer wichtiger Grund, sein Geld nicht auf der Bank zu lagern, hat mit der Wirtschaftskrise eigentlich gar nichts zu tun.
    Denn dieser heißt Kontoabfrage. Kommt man in die Verlegenheit, Harz 4 beziehen zu müssen, oder ist eine (Privat)insolvenz zu befürchten, so ist das (anonyme) Geld unterm Kopfkissen am sichersten. Natürlich sollte man nicht kurz vor so einem Unglück das Konto räumen (Vermögensverschiebung). Hiermit rufe ich natürlich nicht zum Sozialbetrug auf !

  101. Dem Peter seine Frau meint: (3.10.2008 um 00:10) AntwortenReply to this comment

    Wieso habe ich das komische Gefühl, dass hinter "werner" a) eine Person steckt, die derzeit so ziemlich alle deutschen Foren und Blogs abgrast und seine Panik verbreitet und b) der Betreiber von hartgeld.com persönlich steckt?

    Die Wortwahl ist schon sehr verdächtig, um nicht zu sagen identisch. Also troll dich Walter und nimm deine Eichel mit.

  102. Thief meint: (3.10.2008 um 08:22) AntwortenReply to this comment

    @ 69

    So sehe ich das auch, wenn es soweit ist … Und vorher wird geuebt ;-)

  103. werner meint: (3.10.2008 um 08:52) AntwortenReply to this comment

    Herr Eichelburg hat inzwischen täglich 150000 Zugriffe, der braucht hier keine Werbung mehr. Seine Seite ist aber sehr interessant, erfährt man hier doch, daß der Marder gestern wohl intensiv unterwegs gewesen sein muß und auch Postbank, Dresdener im süddeutschen Raum " Verbindungsprobleme" hatten. Ich könnet mir denken, daß der Marder schon im Laufe des Tages bei vielen Automaten tätig wird, der ein oder andere Systemgläubige könnte über das lange Wochenende böse erwachen.

  104. Seher meint: (3.10.2008 um 09:52) AntwortenReply to this comment

    Eigenartig. Ich bin wahrlich kein Finanzfachmann, doch noch weit vor dem Lesen dieser Einträge kamen mir ähnliche Bedenken zum Thema "Sicherheit des Gesparten". Egal wer hinter Werner steckt, ich habe leider die gleichen Ansichten, obwohl ich mir natürlich wünsche, dass der Gau an uns vorüber gehen mag. Die Hinhalteparolen der Politiker und Bankstrategen machen mich zunehmend nervös. Werde Montag erst einmal ein schlummerndes Zertikikat für einen Angehörigen checken lassen, hoffentlich muss ich nicht anschließend den Notarzt rufen. Oma Ingrid wäre sicherlich froh, wenn sie ihr mühsam erspartes Geld noch greifbar unterm Kopfkissen (oder einem geigneteren Ort) deponiert wüßte. Im Übrigen: Alle Einträge hier, auch die der Optimisten, sollten zumindest nachdenklich machen, ob man persönlich für jeden möglicher Weise eintretenden Fall Vorbereitungen bzw. Vorsorge getroffen hat.

  105. GOLD ist GOLD, GELD IST PAPIER. meint: (3.10.2008 um 13:00) AntwortenReply to this comment

    @63 (Lionel Hutz): FALSCH! Gold ist industriell enorm wichtig geworden, seit die Beinchen der Computerchips aus Gold sind. Schmuck und Computerchipbeinchen und -leitungsbahnen verleihen dem Gold bleibende Nachfrage und damit Wert. Also: Wer Schiss hat, kaufe Gold, wie bisher!

  106. tr meint: (3.10.2008 um 13:27) AntwortenReply to this comment

    #107
    das bringt aber auch nur was, wenn man angst vor einer hyperinflation hat. diejenigen haben aber dann sicher auch noch vor vielen anderen dingen angst, so daß sie mit gold sich auch nicht wohler fühlen werden. vor allem nicht, wenn sie merken, daß man damit beim kiosk etc nicht mit bezahlen kann.

  107. Birgit meint: (3.10.2008 um 13:53) AntwortenReply to this comment

    @topic Krise
    Offensichtlich scheinen viele Menschen grundsätzlich lernunfähig zu sein *heul*. In Krisenzeiten wird immer wieder hektisch versucht, Sündenböcke festzulegen, kopflos zu panicken und unter den warmen Fittichen eines starken Papas unterzukriechen, der's hoffentlich schon richten wird, was ich selbst durch meine Gleichgültigkeit, Passivität und Unwissenheit verbockt habe.

    Und gleichzeitig versuchen in solchen Zeiten immer bestimmte Leute wie z. B. ein Hank Paulson, die unumschränkte Macht an sich zu reißen. Erleichternd, daß er mit seinen melodramatischen Spirenzchen nicht durchgekommen ist.

    @topic Finanzmärkte und Bankensektor
    Da ist doch mit völlig offenen Karten gespielt worden. Jeder, der es wissen wollte, konnte wissen, daß in diesem Filz ungerührt die faulen Kredite hin- und hergeschoben wurden, und daß außerdem keine Aufsichts- und Kontrollmechanismen existier(t)en, die diesen Namen verdient hätten. Das System stank, aber wenn das niemanden zu stören scheint, werden es dessen Nutznießer doch nicht aufgeben, wär ja noch schöner.

    @Trolle
    Oma Ingrid wäre sicherlich froh, wenn sie auch so ein visionärer Seher wie der Endzeitprediger Werner und die Nummer 106 wäre.
    So aber ist sie "den Hinhalteparolen der Politiker" ausgeliefert, diese Burschen scheinen ebenfalls keine "Seher" zu sein. Enttäuschend.

    Wie gut, daß es den Werner-Walter gibt, der weiß ganz genau, wo es lang geht und wird uns anführen: in den Abgrund der Hyperinflation.
    Götterdämmerung scheint bereits seit vielen Jahren auf Werners Spielplan zu stehen, seine Sellbstvermarktungsmaßnahmen beginnen jetzt günstigerweise langsam zu greifen, und so hat unser selbsternanntes Finanzgenie die Festspielleitung gleich selbst übernommen. In seinem Disclaimer "möchte" er dann aber doch vorsichtshalber festellen, daß er kein Finanzberater ist. Aber Network Technology Consultant, Investor und Autor sind ja auch schöne Tätigkeiten.

    Die goldseiten.de, ein privates Projekt aus Thüringen, wollten seine Artikel irgendwann nicht mehr veröffentlichen, vermutlich, weil sie zu gut waren.

    Weiterhin gute Geschäfte, Werner, unser Goldjunge!

  108. werner meint: (3.10.2008 um 14:54) AntwortenReply to this comment

    Ich bin Leser von hartgeld.com ,nicht der Betreiber. Die neueste Info: nur noch Guthaben werden ausgezahlt,wer im Dispo ist kriegt nichts mehr.Ich kann es nicht überprüfen,da auf mich ersteres zutrifft.

  109. Raus aus Deutschland meint: (3.10.2008 um 15:01) AntwortenReply to this comment

    Kasikornbank frueherer Name Thai Farmers Bank

    Die Bank bietet in Thailand barabhebungen von bis zu 7.000 Euro pro Tag (300.000 Baht).

    Das Problem ist doch das die Leute in Deutschland nicht aufgeklaert werden was das beste fuer sie finanziell ist.
    Das beste ist definitiv das Geld raus aus Deutschland zu bringen. Ein Konto plus safe in einem sicheren Land.

    Die Reichen haben das schon hinter sich.
    Nur der "Deutsche Michel" ist immer noch naiv und glaubt den grossen kontrollierten Nachrichtenagenturen.

    Einfach mal googeln
    Wer steht hinter der Bank of England?
    Wer steht hinter der Federal Reserve Bank USA?
    Auf der Forbes website ist zu lesen das Henry Paulson der Finanzminister der USA Anteile von Goldman Sachs von 650.000.000 Dollar haelt.
    Wie wird er also handeln?

    Der Euro geht kaputt:
    http://alles-schallundrauch.blogspot.com/2008/10/der-euro-wird-zerstrt.html

    Freundliche Gruesse aus Fernost

  110. tr meint: (3.10.2008 um 15:03) AntwortenReply to this comment

    zu #110
    einfach nur blödsinn. ich habe gestern gegen 17 uhr im süddeutschen raum von meinem dispo problemlos per karte am automat abgehoben.

  111. tr meint: (3.10.2008 um 15:08) AntwortenReply to this comment

    #111
    schön, und wie hebe ich aus münchen in thailand bar ab?

    was für ein blödsinn.

  112. Justus meint: (3.10.2008 um 15:28) AntwortenReply to this comment

    @ 29 (Besserwisser)

    " … Was soll ich denn mit nem Barren Gold, wenn die Industrie am Boden ist? Gegen ein Brot eintauschen? …"

    Als meine Mutter ab Mai 1945 versuchte bei den Bauern der Umgebung in einer russischen Besatzungszone (mit wertloser Reichsmark) ein paar Lebensmittel zu erstehen, um sich und mich von Tag zu Tag durchzubringen, war die Antwort der (deutschen) Bauern lediglich: "Haben Sie Gold, haben Sie Porzellan oder Wäsche, haben Sie wenigstens echte Teppiche, junge Frau!?"

    Du nennst dich "Besserwisser", vielleicht auch deshalb zutreffend, weil du noch nicht viel erlebt hast. Seriöse Anlageberater empfehlen (schon lange) einen Bestand von 5% bis 10% des eigenen Vermögens als Notreserve und Bestandssicherung in Gold zu halten. Der Vatikan hat sich übrigens vor wenigen Tagen noch mit einer Tonne Gold zusätzlich versorgt, wie man im Hamburger Abendblatt lesen konnte; die im Vatikan für Vermögensanlagen zuständigen Mitarbeiter verstehen – im Gegensatz zu dir – wahrscheinlich auch nichts vom Geld(verdienen)…

    Und noch ein Wort zur Einlagensicherung und deren tatsächlicher Handhabung:

    Sollte die BaFin einem notleidend werdenden Kreditinstitut gegenüber ein Zahlungs- und Veräußerungsverbot aussprechen, gilt dies erst einmal für 6 Wochen! In dieser Zeit werden Daten der Bank und ihrer Geschäftspartner/Kunden gesichert und auch Vorbereitungen für die Aufnahme der Arbeit derjenigen (zahlreichen) Mitarbeiter/Dienstleister getroffen, die sich um die Abwicklung des Einlagensicherungsfonds kümmern sollen; diese Dritten schicken dann anschließend Formulare an diejenigen Bankkunden, die vielleicht Ansprüche haben, damit diese ihre Ansprüche anmelden können. Erinnert irgendwie an die zeitaufwendige Arbeit eines (vorläufigen) Insolvenzverwalters!

    Bis tatsächlich Geld aus dem Einlagensicherungsfonds an berechtigte Bankkunden fließt, kann es Monate dauern; da kann es schon sinnvoll sein, ein paar EUROS bar zur Verfügung zu halten oder das Risko zu streuen, indem man z.B. nicht nur ein Konto bei einer Privatbank unterhält, sondern zusätzlich bei einer Sparkasse oder einer Volks- und Raiffeisenbank etc.

    Und wenn der Himmel einstürzt, sprich z.B. die beiden größten deutschen Geschäftsbanken (zusammen mit ihren beiden Zuerwerbsbanken) gleichzeitig notleidend werden, sind alle Spatzen tot und es gibt auch keinen Einlagensicherungsfonds mehr. Niemand kann die übrigen noch verbliebenen Privatbanken zwingen, den Fonds wieder aufzufüllen, wobei Sparkassen und Volksbanken ihren eigenen Sicherungskreis haben.

    Es gibt natürlich keine absolute Sicherheit, sogar Staaten können pleite gehen, wie das Beispiel Argentinien vor nicht allzu langer Zeit bewiesen hat. Aber einige Goldstücke und ein paar bare EUROS beruhigen wenigsten die Nerven derjenigen, die nicht nur in Zinseinkünften denken.

  113. werner meint: (3.10.2008 um 16:01) AntwortenReply to this comment

    So ist es.Wer sich über Zusammenbrüche in der Vergangenheit informiert,stößt immer auf die gleichen Erfolgsrezepte:zuerst Bares und dann Edelmetalle in kleinen Stückelungen.

  114. Ein weiterer Pessimist meint: (3.10.2008 um 16:29) AntwortenReply to this comment

    Ich möchte noch mal darauf Hinweisen, dass wir hier über eine Kriese reden, die in den USA begann und innerhalb von wenigen Tagen nun auf einmal die ganze Welt betrifft.

    Ich glaube keinen Politikern, die uns gestern noch erzählen, dass es Deutschland nicht betrifft, und gleich am nächsten Tag einer Bank mit 25 Mrd. EURO aushelfen müssen. Einer Summe, die das Einlagensicherungsfond-Kapital nach meinem Wissen um das doppelte überschreitet.

    Ich bin gewiss kein Fachmensch im Bereich der Finanzwissenschaften, aber ich möchte alle hier mal Fragen, wer denn überhaupt meint das System von vorne bis hinten zu verstehen und durchblicken zu können?
    Irgendwelche Personen oder Mächte haben das System überreizt. Und die Konsequenzen werden die ganze Welt betreffen, wenn es wirklich zum Supergau kommt.

    An alle Optimisten:
    Ich sehe die Entwicklungen sehr pessimistisch und hoffe dennoch, dass ihr alle Recht behalten werdet und die Finanzwelt und die Weltordnung im gleichgewicht bleiben.
    Ich frage mich nur, wie Ihr denken werdet, wenn es nicht so ist.
    Ich verzichte gerne auf ein paar Zinsen, indem ich mein Kapital derweil anders sichere und bin dadurch für einen Möglichen Vorfall vorbereitet, als im Notfall da zu stehen und nicht an mein Geld ran zu kommen.

    Ich werde wohl kaum mein Vermögen absichern, weil ich eine Diskussion in einem Blog verfolgt habe. Das tuhe ich alleine aus gesundem Menschenverstand aufgrund der Beobachtungen, die ich mache. Und damit schein ich hier ja nicht der einzigste zu sein.
    Gold kann man zwar nicht essen, und als kurzfristiges Liquiditätsmittel ist es auch ungeeignet, aber ist wohl nach derzeitigem Erkenntnis eine gute Wahl für langfristige Wertanlagen (die zudem auch Inflation- und Währungsreformbeständig sind).

    Das Geld unter dem Kopfkissen, worum es in diesem Beitrag eigentlich ging, ist sicherlich eine gute Idee für den Zeitraum, falls Banken nicht liquide sind und die Währung noch stabil bleibt.

    Sollte wirklich eine Inflation kommen ist das natürlich auch nichts mehr wert. Jedoch sind es jegliche andere Wertbestände auf irgendwelchen Konten dann auch nicht mehr.

    Dann hilft wirklich nur noch die persönliche Vorsorge an Lebensmitteln und co.

    Ich hoffe wirklich inständig, dass es nicht so weit kommen wird und ich vielleicht doch einfach nur zu pessimistisch bin, aber WENN die Kriese kommt, dann werden wir uns noch ganz schön umschauen.

  115. Birgit meint: (3.10.2008 um 17:35) AntwortenReply to this comment

    Wenn man die Postings in diesem Thread gezielt auf Stil und Inhalt überprüft, scheinen eine ganze Menge von ein und der selben Person zu stammen. Fleißig, fleißig.

    quote/ "Du nennst dich “Besserwisser”, vielleicht auch deshalb zutreffend, weil du noch nicht viel erlebt hast."/ end of quote
    Was soll uns das sagen? Daß Lebensalter gleichbedeutend mit Klugheit sei und in jedem Falle Vorrang vor Argumenten hat? Hab Ehrfurcht vor schneeweißem Haar? Gefällt mir natürlich, denn ich bin auch nicht mehr 17, aber leider fällt mir gerade nicht ein, wo genau Ihre innovative These innerhalb einer volkswirtschaftlichen Debatte zuzuordnen ist.

    quote/ "ich möchte alle hier mal Fragen, wer denn überhaupt meint das System von vorne bis hinten zu verstehen und durchblicken zu können?"/ end of quote
    Diese Frage stand hier zu keinem Zeitpunkt zur Debatte. Aber zwischen den beiden Extrempolen "von vorne bis hinten verstehen und durchblicken" und "absolut kein Interesse an wirtschaftlichen Zusammenhängen und auch sonst Null Peilung" liegen schon noch ein paar Nuancen.

    quote/ "Irgendwelche Personen oder Mächte haben das System überreizt."/ end of quote
    Satan?

    quote/ "An alle Optimisten:"/ end of quote
    Diese eigenartige und eigenartig schlichte Schwarz-Weißunterscheidung der hier Diskutierenden in zwei einander gegenüberstehenden Lager(a la Armageddon – der Endkampf?), die Sie unter wechselnden Identitäten immer wieder treffen, findet nur in Ihrem eigenen Kopf statt. Nennen Sie uns bitte freundlicherweise die genaue Stelle, an der jemand von uns sinngemäß geäußert hätte, daß es schon werden wird. Was für eine blödsinnige Unterstellung. Wir haben alle Angst.

    Und genau deswegen wird man Sie auch ganz wertneutral als Mistkerl bezeichnen dürfen, weil Sie über das Zuspammen des Internets versuchen, uns über unsere Ängste zu manipulieren. Sie sind schlichtweg bösartig. Ziehen Sie Leine und suchen Sie sich ein anderes Spielfeld für Ihren malignen Narzissmus.

  116. Ein weiterer Pessimist meint: (3.10.2008 um 17:58) AntwortenReply to this comment

    Interessant das nun hinter dem "Armageddon – der Endkampf"-Lager ein einzelner Stecken soll und diese imaginäre Person gleich aufs äußerste angegriffen wird.

    Wirklich was zur Diskussion haben Sie damit aber nicht beigetragen. Höchstens einen Versuch meine frei geäußerte Meinung klein zu reden.

    Wer sagt mir denn, dass hier nicht eine Person wie Sie ist, die mehrere Kommentare aus Ihrer Richtung schreibt?

    Ich persönlich habe nur den letzten Beitrag geschrieben und bin einfach nur der gleichen Meinung wie einige andere in diesem Blog-Beitrag.
    Wenn Sie meinen Ihre Meinung wäre besser und alles ist schön und kein Grund zur Panik, dann überlesen Sie die Meinungen doch einfach, die Ihnen nicht gefallen. Ich habe das "alles ist Sicher und kein Grund zur Panik"-Lager ja auch nicht wörtlich angegriffen.

    Nun hier alle anders denkende in einen Topf zu werfen und als eine imaginäre Person anzugreifen halt ich für lächerlich.

  117. Justus meint: (3.10.2008 um 18:10) AntwortenReply to this comment

    @ 117 (Birgit)

    Zur Klarstellung:

    Ich hatte – vor diesem Antwortposting – entgegen Ihrer Unterstellung nur einen einzigen Beitrag unter Nr. 114 geschrieben!

    Ergänzend sei angemerkt, dass ich als Jurist mehr als 10 Jahre in Gläubigerausschüssen von mehreren in Insolvenz gegangenen Handelsunternehmen mitgearbeitet habe; da sammelt man nicht nur graue Haare, sondern auch reichlich Erfahrung.

    Eine Erfahrung aus dieser Vergangenheit ist ein bewährter Grundsatz nicht nur für Krisenzeiten, der allerdings in Teilen der Wirtschaft ignoriert wurde und wird, der da lautet:

    "Liquidität vor Rentabilität"

    Vielleicht hilft Ihnen das bei Ihrer "Peilung"!

  118. werner meint: (3.10.2008 um 18:16) AntwortenReply to this comment

    Man kann natürlich unterstellen, daß die ganze Finanzkrise nur von Herrn Eichelburg aus persönlichen Gründen inszeniert wird und daß dieser auch noch hier und auf anderen Blogs und Foren alle Einträge unter verschiedenen Namen selbst schreibt. Diese Vorstellung hilft sicher bei der Selbstberuhigung. Jedenfalls solange, bis der Automat nichts mehr ausspuckt.

  119. Seher meint: (3.10.2008 um 18:18) AntwortenReply to this comment

    Es gilt auf jeden Fall zu verhindern, dass ich mit Leuten wie dieser Birgit in einer Schlange vor meinem Geldinstitut anstehen muss!

  120. thogo meint: (3.10.2008 um 18:21) AntwortenReply to this comment

    Also bestes Kino wir hier ja geboten, ich geh noch etwas Popkorn holen :-).

    Wemm ich hier so einige Einträge lese steht ja der Zusammenbruch der westlichen Zivilisation kurz bevor.

    Hies das vor ein paar Jahren nicht "Millenium Bug" oder ein paar Jahre davor "der Russe kommt" usw…?

    Ich möchte zu bedenken geben:

    1.) Ich (und jeder der hier mitliest) wird schon rein von der Statistik her so einen Zusammenbruch wahrscheinlich nicht überleben. Jeder der z.B. eine schwere chronische Krankheit hat ist bei so einem Szenario pratisch sofort Wurmfutter.

    2.) Überleben und Erfolg haben werden nur die, welche sich organisieren. Das heist auch das diese Gruppen ein System finden müssen die wichtigen Güter ZU TEILEN. Die Menschen welche bunkern und sich verbarrikadieren sind meistens schon von ihrer Persönlichkeitsstruktur nicht in der Lage dazu – und werden in ihrer Mehrheit untergehen.

    3.) Menschen mit praktischen Fähigkeiten, Organisationstalent und Charisma werden die besten Chancen haben werden so einen Zusammenbruch der Zivilisation zu überleben. Für die ist es sogar eine Chance gesellschaftlich aufzusteigen. Also Analysten, Consultants, Bürokraten und ähnlich nichtproduktive Gruppen werden leider leider stark dezimiert werden :-)

    Übrigens, wenn ich so die Geschichten aus vergleichbaren Umbrüchen (Zusammenbruch Ostblock, 1, 2. WK, Chroniken und Aufzeichnungen der franz. Rev. …) durchlese sind die Menschen, welche überlebenswichtige Waren gehortet haben und sich verbarikadiert haben relativ schnell ausgeplündert worden. Ich meine, so schnell könnt ihr eure Knarren gar nicht nachladen wie der wütende, hungrige Mob über Euch hinwegfegt. Es wird übrigens sehr schnell und sehr klar zu erkennen sein wo was zu holen ist.

    Wenn also dieses Szenario eintritt wird es also sehr spannend und die Geschichte der Menschheit geht endlich auch mal in diesem Teil der Welt weiter :-)

  121. thogo meint: (3.10.2008 um 18:23) AntwortenReply to this comment

    Mhm, ich fordere eine Preview-Funktion und tausche ein paar "m"s gegen ein paar "n"s

  122. werner meint: (3.10.2008 um 19:19) AntwortenReply to this comment

    Daß das Handelsblog systemkritische Einträge der eigenen Blogger löscht, wird sicher systemtreue Menschen beruhigen
    http://blogbar.de/archiv/2008/10/03/wie-das-handelsblatt-mit-seinen-blogger-zensiert/
    Ich dagegen fühle mich in meinem Mißtrauen gegenüber unseren Führungseliten bestätigt.

  123. werner meint: (3.10.2008 um 19:50) AntwortenReply to this comment
  124. zulu meint: (3.10.2008 um 21:36) AntwortenReply to this comment

    Wieviel Eigenkapital haben die Banken überhaupt ?
    In Irland gibt es keine Mindestreservehaltungsfrist.
    Hypo Real Estate ist durch seine Tochtergesellschaft in Irland
    ruiniert.
    Also ausserhalb der Bilanz. wie bei SachsenLB und IKB. Und dann noch als Stiftung damit keine Steuern zu zahlen sind.
    IKB hat sich noch im Juni als Spezialist für ausserbilanzielle Geschäfte angepriesen.

  125. Dem Peter seine Frau meint: (3.10.2008 um 21:59) AntwortenReply to this comment

    Mit wie vielen Accounts/Namen bist du eigentlich unterwegs, mein lieber werner walter von und zu der eichel?

  126. Seher meint: (3.10.2008 um 22:55) AntwortenReply to this comment

    Etwa der Ufo-Walter? Wundern würd es mich nicht. Aber egal – soll doch jeder sein Ding abziehen. Vielleicht wird wirklich unnötig dramatisiert, aber dass man nicht einmal mehr in Ruhe schwarzsehen kann, ohne gleich ins Reich der Spinnerten abgeschoben zu werden, ist doch echt traurig. Letztendlich werden wir alle (Endzeitvisionäre wie auch die Beschwichtiger)einfach erst mal abwarten müssen. Da wir keinen wirklichen Einfluß auf die kommenden Geschehnisse haben, sollten wir entspannt bleiben. Und außerdem habe ich in einem der verlinkten Artikel (ich glaub es war einer dieser zensierten Blogs) gelesen, dass man mit seinem Geld doch machen kann, was einem beliebt. -noch- Und wer sein Geld halt auf der Bank gut aufgehoben glaubt, kann es doch auch dort belassen. Leider reichen meine seherischen Fähigkeiten im Augenblick nicht aus, um verbindliche Empfehlungen zu geben.

  127. Chris meint: (3.10.2008 um 23:37) AntwortenReply to this comment

    Was mich eigentlich viel mehr stört ist, dass die Verursacher dieser ganzen Wellen auf dem Finanzmarkt längst mit ordentlichen Boni und/oder Abfindungen schön auf ihrem Landsitz auf Martha´s Vineyard oder ähnlich das Leben geniessen, wahrscheinlich sogar noch empört dass Sie jetzt nicht mehr weitermachen dürfen. Ich bin ja jetzt keiner dieser Ewig-Linken, und jeder dieser Top Executives soll sich meinetwegen bei entsprechender Leistung und echtem (auch nachhaltigem!) Erfolg so viel Bonus in die Tasche stecken dürfen, wie die Firma hergibt, aber so vollkommen ungestraft davon kommen, nee, das kann es ja auch nicht sein.

  128. Chris meint: (3.10.2008 um 23:46) AntwortenReply to this comment

    An die ganzen Pessimisten: Gut, ich bin ja auch jemand, der nicht nur Gutes bei unseren Politikern vermutet, und man die Äusserungen staatlicher Stellen grundsätzlich mit Vorsicht geniessen sollte, aber das hier ist doch schon etwas dick aufgetragen (amüsant fand ich das dann mit dem "gezielten" Ausserbetriebnehmen der Sparkassen Geldautomaten, damit nicht zu viel Bargeld abgehoben wird). :kopfschüttel:

    Aber jetzt mal ehrlich, selbst wenn wir dem Pessimisten und Schwarzseher hier Glauben schenken würden, was machen wir dann? Alle, die ein paar mehr oder weniger Euros auf den diversen Konten liegen haben, alle losrennen und eine Hälfte in Gold tauschen und wahlweise die andere Hälfte in bar unters Kopfkissen oder in 300 Kisten Wasser, Konserveren und Kohlebriketts in den Keller ??

  129. Mhmmmm meint: (3.10.2008 um 23:54) AntwortenReply to this comment

    Leute wie werner machen mir wirklich Angst. Früher konnten sie nur an einer Straße stehen und mit eine begrenzte Anzahl von Passanten vor dem kommenden Weltuntergang warnen (und natürlich gleich die Erlösung dazu predigen), heute haben sie durch das Internet und durch dessen Anonymität ein nahezu unbegrenztes Publikum, das sie durch ihre Endzeitvisionen zu Panikreaktionen verleiten können.
    Zweifellos, eiskalt durchkalkuliert so dass ihre gutgemeinten Ratschläge sich im Erfolgsfall vor allem für sie selber auszahlen (was im übrigen rein rational schon wahrscheinlicher ist als das sie Tagelang andere in Blogs aus menschenliebe durch hunderte Beiträge warnen wollen – schließlich ist ihr eignes Geld ja angeblich sicher).
    Das Problem dabei ist, dass das ganze – wenn ihre tausenden Blogs, Posts und Identitäten Leserschaft gewinnen – ab einem gewissen Punkt zum Selbstläufer wird, wie jedem klar sein dürfte.

  130. Auch Vetter meint: (4.10.2008 um 00:16) AntwortenReply to this comment

    Vielleicht ein bisschen spät, aber es ist ja Wochenende ;-)

    Ich hab da mal eine Frage, die mich schon länger beschäftigt. Also auch schon vor der aktuellen Finanzkrise.
    Bezüglich Aktien:
    Wenn die Börse abkachelt und für Pimpillionen Euros Aktien verkauft werden (die Anleger aus den Aktien "flüchten"), dann bedeutet das doch zwangsläufig, dass gleichzeitig irgendwer für Pimpillionen Aktien KAUFT. Das können doch unmöglich alles nur Vollidioten sein, zumal Vollidioten vermutlich nicht im Besitz von Pimpillionen Euros sind.
    Was sehe ich falsch? Beziehungsweise garnicht? Danke im voraus :-)

  131. Zappzarapp meint: (4.10.2008 um 02:06) AntwortenReply to this comment

    Unwissenheit auch bei Finanztest:
    http://www.ardmediathek.de/ard/servlet/content/985310

    "Heißt das 20000 EUR pro Kopf oder pro Konto?" – "Äh, äh, pro Konto."


    http://www.gesetze-im-internet.de/eaeg/__4.html
    (4) Die Obergrenze nach Absatz 2 bezieht sich auf die Gesamtforderung des Gläubigers gegen das Institut, unabhängig von der Zahl der Konten

    Sparbuch: "Ist das dann hundertprozentig sicher?" – "Ja."

    Was ist schon hundertprozentig sicher? Der Tod.

  132. werner meint: (4.10.2008 um 06:22) AntwortenReply to this comment

    Den von Poster 133 verlinkten Ausschnitt aus dem Morgenmazin kann ich nur empfehlen. Die dort auftretende " Expertin" gibt nicht nur die Falschinformation, es seien 20000 Euro pro Konto abgesichert. Sie wirkt außerdem noch wie ein Roboter, dem man einprogrammiert hat, auf alle Fragen mit der lächelnd vorgetragenen Floskel " absolut sicher" zu reagieren. Für Systemgläubige wirkt es sicher beruhigend. Mich dagegen erheitert es in quälender Weise, wenn ich sehe, welche leeren menschlichen Hüllen jetzt vorgeschickt werden , um das Volk zu beruhigen.

  133. scipio meint: (4.10.2008 um 12:17) AntwortenReply to this comment

    @Zappzarapp

    Was ist schon hundertprozentig sicher? Der Tod.

    Der leider auch nicht.Glauben jedenfalls nicht nur die hier:

    http://www.freiescientologen.de/nahtod.htm

  134. zulu meint: (4.10.2008 um 12:50) AntwortenReply to this comment

    Wenn die Aktien richtig fallen, wie vor dem 2. weltkrieg in nichtdeutschen Ländern, fallen sie auch richtig auf Pennystock-niveau oder sind schlichtweg nicht mehr verkäuflich.

    Idioten oder Nichtidioten ? Diese intelligenten Bankleute konnten für ihre Institutionen Milliardenverluste einfahren um selber Millionen Bonis zu kassieren.

    Also einfach machen was Fachleute machen, bringt einen nicht weiter.

    Wenn von Bankfachleuten betreute Fonds kaufen, können ihre Manager eigene (bankeigene) Papiere teuer loswerden.

  135. zulu meint: (4.10.2008 um 13:03) AntwortenReply to this comment

    @Volkswirt
    Das mit der EZB ist einleuchtend.
    Wenn Banken sich gegenseitig nichts mehr leihen, dann leihen sie eben von der EZB.

    Wenn die Real-Estate jetzt einfach von der EZB ein zinsloses Darlehen bekommen könnte, wäre es für den Normalbürger egal.

    Wenn aber nicht die ETB sondern die BRD Geld gibt, kann dieses Geld nicht mehr anderweitig ausgegeben werden.
    Was folgt daraus ? Schwierig.

  136. Birgit meint: (4.10.2008 um 14:56) AntwortenReply to this comment

    Ja, ist denn schon Halloween?
    Ich dachte, das hier wäre das lawblog.

    @ 134 Apocalyptical Werner
    "Für Systemgläubige wirkt es sicher beruhigend. Mich dagegen erheitert es in quälender Weise, wenn ich sehe, welche leeren menschlichen Hüllen jetzt vorgeschickt werden , um das Volk zu beruhigen."
    Aber, aber, jetzt bitte nicht anfangen zu zucken und in Zungen zu reden.
    Auf der dunklen Seite der Macht schickt sich eine leere Hülle einfach selbst vor, um das Volk zu beunruhigen, und schon passt's wieder – Punktegleichstand.

    Und mit welchen Worten empfängt unser "systemkritischer" Endzeitprophet die geneigte Leserschaft seiner Site (hoffentlich lesen es auch noch alle, bevor die Welt untergeht!).
    "Der Endkampf:
    Die Zeichen mehren sich, dass der wirkliche Endkampf des Finanzsystem begonnen hat."

    Etwas unwirklich, dieser K(r)ampf.
    Aber: kein schlechter Einstieg, Meister, das bindet die Aufmerksamkeit. Die 7 Zeichen der Apokalypse also. Es scheint sich hier um die Offenbarung des Johannes, äh, Werner zu handeln.
    quote/ "Und ich trat an den Sand des Meeres und sah ein Tier aus dem Meer steigen, das hatte sieben Häupter und zehn Hörner und auf seinen Hörnern zehn Kronen und auf seinen Häuptern Namen der Lästerung.

    Und es ward ihm gegeben ein Mund, zu reden große Dinge und Lästerungen, und ward ihm gegeben, dass es mit ihm währte zweiundvierzig Monate lang.

    Und ward ihm gegeben, zu streiten mit den Heiligen und sie zu überwinden; und ward ihm gegeben Macht über alle Geschlechter und Sprachen und Heiden.

    Und alle, die auf Erden wohnen, beten es an, deren Namen nicht geschrieben sind in dem Lebensbuch des Lammes, das erwürgt ist, von Anfang der Welt.

    Hat jemand Ohren, der Höre!

    und tut große Zeichen, dass es auch macht Feuer vom Himmel fallen vor den Menschen;

    Und es macht, dass die Kleinen und die Großen, die Reichen und die Armen, die Freien und die Knechte – allesamt sich ein Malzeichen geben an ihre rechte Hand oder an ihre Stirn,

    dass niemand kaufen oder verkaufen kann, er habe denn das Malzeichen, nämlich den Namen des Tiers oder die Zahl seines Namens.

    Hier ist Weisheit! Wer Verstand hat, der überlege die Zahl des Tiers; denn es ist eines Menschen Zahl, und seine Zahl ist sechshundertsechsundsechzig."/ end of quote

    Man merkt schon, damals gab's noch keine geeigneten Medikamente gegen so was. Aber ein kraftvoller Sprachstil, nicht langweilig.

    Höret, oh, Ihr Systemgläubigen:
    die Finanzkrise; eigentlich gar nicht sooo wichtig.
    Wirklich wichtig:
    unser Erlöser Goldie
    (so nenn ich ihn mal, schließlich sind auf diesem Raum nicht alle seine Pseudonyme unterzubringen).
    Kapiert?
    Dann kniet nieder, Brüder und Schwestern, mit Eurem Gehorsam, ich wollte natürlich vernunftgeleitete Einsicht sagen, reserviert ihr Euch einen Platz im Goldies Arche.

  137. Justus meint: (4.10.2008 um 16:24) AntwortenReply to this comment

    @ 130 (Chris)
    " … Aber jetzt mal ehrlich, selbst wenn wir dem Pessimisten und Schwarzseher hier Glauben schenken würden, was machen wir dann? …"

    Den persönlichen Finanzbedarf von 3 Monaten bar zugriffsbereit zu halten, sollte eigentlich genügen, um in Ruhe abzuwarten, bis Regierungsstellen und Banken ein etwaiges Anfangschaos in den Griff bekommen haben und es geordnet weitergeht.

  138. Kand.in.Sky meint: (4.10.2008 um 16:31) AntwortenReply to this comment

    @124/werner

    danke für den Lesetip

    #k.

  139. Agent Smith meint: (4.10.2008 um 17:58) AntwortenReply to this comment

    > Den persönlichen Finanzbedarf von 3 Monaten bar
    > zugriffsbereit zu halten, sollte eigentlich genügen,
    > um in Ruhe abzuwarten,

    Klar. Wenn 99% der Bevölkerung für 3 Monate nicht mehr an ihr Geld für tägliche Ausgaben kommen würden, hat man dann den Vorteil das man als einziger im Einkaufszentrum nicht an den Kassen warten muss. Der Rest der Bevölkerung wird so lange niedergeschlagen zu Hause warten. Ruhig und besonnen, so wie Menschen eben sind.

  140. Unterdosis meint: (4.10.2008 um 19:56) AntwortenReply to this comment

    es ist ja schoen, wenn menschen mit mehr bildungshintergrund im finanziellen bereich mich aufklaeren wollen. beruhigen wuerde mich das aber nur, wenn man mir gleichzeitig beweist, dass leute wie ich die derzeitige krise herbeigefuehrt haben – und nicht entsprechend geschulte finanzexperten.

  141. werner meint: (4.10.2008 um 20:35) AntwortenReply to this comment

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,582233,00.html
    Die geschulten Finanzexperten packen die Rettung nicht, weil diese Rettung das ganze System so runterreißt wie die Nicht-Rettung. Bleibt nur die Hyperinflation.

  142. Justus meint: (4.10.2008 um 20:44) AntwortenReply to this comment

    @ 141 (Agent Schmith)

    Die bekannte deutsche Sparsamkeit bzw. die vorhandenen riesigen Spareinlagen der Deutschen sprechen sicherlich dagegen, dass 99% der Bevölkerung der "Rest" derjenigen sein sollten, die zu Hause säßen und nicht einkaufen könnten.

  143. Justus meint: (4.10.2008 um 20:56) AntwortenReply to this comment

    P.S.

    Das gewaltige Rettungspaket für die Hypo Real Estate ist übrigens gerade geplatzt:

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,582233,00.html

  144. Erik meint: (4.10.2008 um 22:16) AntwortenReply to this comment

    .

  145. Seher meint: (4.10.2008 um 22:49) AntwortenReply to this comment

    Ich brauche nur noch einen intakten Montag, dann werde ich es zumindest schaffen, nicht mit Birgit in einer Schlange vor der Bank stehen zu müssen. Im Übrigen: Ich habe keine Angst vor einer Krise jedweder Art – überhaupt nicht. Ich lass mich nur nicht gerne verarschen. Da vieles für den kleinen Menschen nicht mehr überschaubar ist, sind Denkweisen in unterschiedlichen Richtungen doch völlig normal. Man muss schon extrem von sich überzeugt sein, wenn man (wie Birgit) über die Ansichten anderer Mitteiler so abbläst. Vielleicht ist Birgit aber selbst verunsichert und versucht sich hier durch ihre merkwürdigen Beiträge selbst zu beruhigen. Oder aber, sie ist im Auftrag einer staatlichen Volksberuhigungs-Sondereienheit tätig. Ist mir im Grunde eigentlich völlig schnurz. An den aktuellen Nachrichten kommt kein "Normalo" vorbei. Ich benötige keinen Werner um eine Krisenstimmung zu erkennen. Selbst sogenannte Fachleute, Politiker und Finanexperten sind erkennbar hilflos und verunsichert. Wie ich bereits in einem vorherigen Beitrag erwähnt habe, kann jeder für sich entscheiden. Ich maße es mir im Gegensatz zu Birgit jedoch nicht an, Andersdenkende mit so einem Quatsch zu nerven. Der letzte Beitrag von Birgit kann einem ja mehr Angst einflössen als die Finanzkrise.

  146. tr meint: (4.10.2008 um 22:56) AntwortenReply to this comment

    #144

    aber nach der hier immer wieder gerne vertretenen theorie haben die leute ja gar keine chance, ihr geld noch zu sichern. nur die, die schnell genug sind.

    drum stimme ich 141 zu und wünsche jedem ruhige nächte, der sein geld dann unterm kopfkissen hat.

  147. Seher meint: (5.10.2008 um 00:01) AntwortenReply to this comment

    Beitrag 149.

    Wer genervt ist, sollte schlafen gehen. Mich nervt der Walter nicht, er regt mich eher zum Nachdenken an.

  148. Seher meint: (5.10.2008 um 00:31) AntwortenReply to this comment

    Muss noch unbedingt meinen Eindruck von der Sendung "Morgenmagazin" loswerden.

    "Völlige Übereinstimmung mit Werner und Walter und wie sie sich auch alle nennen mögen, die in diesem Possenstück ebenfalls ein schlecht gespieltes Beruhigungsmanöver gesehen haben. Die junge Dame kam derart schlecht rüber, dass Werner, Walter oder sonst wer von den Skeptikern, quasi bestätigt wurden."

    Kann ja sein, dass ich ein unverbesserlicher Schwarzseher bin (Schande über mein Haupt). Aber diese Vorstellung wirkte alles andere als beruhigend auf mich. Ich meine, bei der nett anzusehenden Dame eine auffällig lange Nase erkannt zu haben. Um es mal deutlich zu sagen: "Ich sehe schwarz."

  149. fh meint: (5.10.2008 um 01:14) AntwortenReply to this comment

    @Seher: Beitrag 149 gibts nicht mehr, sorry..

    Völlig egal wie abwegig hier vielleicht das eine oder andere Argument sein mag, bitte seht von persönlichen Angriffen unter der Gürtellinie ab. Hilft nicht, ist albern, und irgendwann stell ich hier einfach die Kommentarfunktion ab bis Udo wieder aus dem Urlaub zurück ist. ;)

    Fair play. Egal ob ihr nun das Geld unterm Kopfkissen oder auf dem Konto habt. Ich hab's einfach in ein neues Boxensystem von Teufel investiert. Nurmalso nebenbei.

  150. Seher meint: (5.10.2008 um 01:38) AntwortenReply to this comment

    Richtig so. Ich investiere in einen neuen Außenbordmotor für mein Angelboot. Außerdem lege ich mir einen kleinen Benzinvorrat an. Ich will damit nur andeuten, dass doch jeder für sich selbst eine Entscheidung treffen muss, wie er sich verhalten möchte. Es bringt nichts, einem anderen Menschen seine Meinung oder seine Überzeugung mit bizarren Äußerungen aufdrücken zu wollen. Wir sollten nicht überheblich werden sondern sachlich bleiben. Warten wir es ab. Vielleicht lebt dieser Blog solange, bis wir nähere Infos haben. Mal sehen, wer sich selbst auf die Schulter klopft und sagt: "Na, was hab ich euch gesagt." Im Nachinein sind ja eh alle schlauer. Wohl dem, der dann wenigstens seine langersehnten Boxen aufdrehen kann.

  151. werner meint: (5.10.2008 um 07:21) AntwortenReply to this comment

    Zitat aus einem Artikel im neuen Spiegel über Panikreaktionen:
    Unterschiedliche Charaktere schälen sich in der Not heraus: Auf zehn Personen kommt ungefähr ein Anführer, der plötzlich die Leitfigur spielt. Zehn weitere Prozent – der Forscher nennt sie "die Sensiblen" – laufen bei der kleinsten Gefahr los. Die restlichen 80 Prozent sind jene, die blind der Masse folgen – mit drastischen Folgen wie in Indien.

    Ich bekenne: ich bin gerne sensibel, hätte ich mein Geld noch nicht in bar und in Edelmetallen, ich wäre jetzt unruhig, ob es nach der misslungenen Rettung der Hypo real estate am Montag für private Rettungen vielleicht schon zu spät ist.

  152. Seher meint: (5.10.2008 um 10:30) AntwortenReply to this comment

    War gerade mal am Bankomaten. Absolute Ruhe – Geld kam auch noch aus dem Ding heraus. Also sollte ich zu sensibel sein, so droht mir allenfalls ein Zinsverlust für kurze Zeit. Damit kann ich prima leben. Ein sicheres Gefühl hat eben auch seinen Preis. Sollte sich alles als harmlos herausstellen, packe ich es wieder dorthin, wo ich es bislang gut aufgehoben wähnte.
    Es muss mir ja niemand nachäffen.

  153. tr meint: (5.10.2008 um 12:58) AntwortenReply to this comment

    #154
    da haben sie ganz recht, jeder soll das ruhig für sich entscheiden. die postings von werner und einigen anderen nick´s sind allerdings auf panikmache gemünzt und werfen illiquidität, bankrott, bank run, hyperinflation u.a. völlig durcheinander. jede dieser pessimistischen einschätzungen würde unterschiedliche reaktionen erfordern.

    ich persönlich finde es nicht richtig, das solche unternehmen wie z.b. die hre, die sich klar verspekuliert haben, nun aus öffentlichen geldern finanziert werden. in münchen gibt es seit jahren einen erheblichen leerstand an gewerblichen immobilien. aber statt diese billiger zu vermieten, werden diese teilweise lieber gar nicht vermietet, damit die preise nicht kaputtgehen sondern künstlich hochgehalten werden. warum soll das künstliche preisniveau gefördert werden? warum sollen die banker, die die falschen weichen stellen oder die revision nicht im griff haben, auch noch belohnt werden, z.b. durch einen goldenen handschlag, bezahlt durch den steuerzahler. kommen sie mit ihrem unternehmen, wenn sie eins haben, in schwierigkeiten, was glauben sie, wen würde das nur annähernd interessieren. der bankenmarkt soll sich bereinigen, das ist meine einstellung dazu.

    zur hre ist das: http://www.weissgarnix.de/?p=538 ein ganz interessanter artikel, der soweit er zutreffend sein sollte, aufzeigt, was von wirtschaftsprüfern etc zu halten ist. warum also soll der steuerzahler hier ein unternehmen oder die verantwortlichen stützen. lieber soll der steuerzahler die geschädigten unterstützen, statt die verursacher, selbst wenn es teurer wäre. nicht das unternehmen und die verantwortlichen entlasten.

  154. zulu meint: (5.10.2008 um 14:18) AntwortenReply to this comment

    Norbert Walter von der Deutschen Bank schon 1998 in
    Frankfurter Allgemeine Zeitung
    28. September 1998

    Koordinierung der Aufsicht tut not
    Aber soll Europa warten, bis die ersten Großkrisen
    vor den Toren der EZB ihrer unmittelbaren Entscheidung
    harren?

  155. werner meint: (5.10.2008 um 19:26) AntwortenReply to this comment

    Jetzt garantiert die Bundesregierung schon Privateinlagen von über 500 Milliarden Euro, es muß lichterloh brennen. Und ein Sprecher sagt laut n-tv-ticker : Die Bundesregierung will auf jeden Fall verhindern, daß zuviel Bargeld abgehoben wird. Vermutlich befindet sich der Bank run schon im fortgeschrittenen Stadium, vielleicht erleben wir demnächst auch mal einige Bankfeiertage.

  156. Agent Smith meint: (5.10.2008 um 19:51) AntwortenReply to this comment

    > Vermutlich befindet sich der Bank run schon
    > im fortgeschrittenen Stadium,

    Genau, nur ohne Leute in den Fillialen oder am Automaten. Praktisch ein heimlicher Run ohne Geld abzuheben. Das macht besonders wenig Sinn wenn man bedenkt dass der Banken-Run eine Panikreaktion ist, die erst dadruch angeheizt wird _dass_ sie sichtbar ist.

    Ich wünsche dir jedenfalls viel Spaß mit deinem Goldhaufen der in den nächsten Monaten einiges deines totsicheren Vermögen vernichten wird, schon alleine weil der Dollarpreis langfristig wieder sinken wird. Wo stand der 2001 nochmal? 250$?

  157. werner meint: (5.10.2008 um 21:05) AntwortenReply to this comment

    Teilweise läuft der Bank run komplett online,beispielsweise beim Kauf von Edelmetallen. Und die Automaten sind deshalb noch voll,weil ja wegen Marderaktivitäten größere Summen nicht ausgezahlt wurden.

  158. tr meint: (5.10.2008 um 21:40) AntwortenReply to this comment

    sag an werner. dann geht aber das bargeld nicht aus.

  159. egal meint: (5.10.2008 um 22:11) AntwortenReply to this comment

    Was passiert eigentlich mit überfüllten Rettungsbooten?

  160. thogo meint: (5.10.2008 um 23:05) AntwortenReply to this comment

    Was ich mich die ganze Zeit frage: In was legen die Goldverkäufer das ganze Geld an was sie beim Goldverkauf eingenommen haben? Auch in Gold? Und der letzte Goldverkäufer hat dann einen großen Haufen wertloses Papiergeld oder wertlose Bits auf einem Bankrechner einer Pleitebank?

  161. Seher meint: (5.10.2008 um 23:15) AntwortenReply to this comment

    Ach so – es geht hier nur um Gold. Oder versteh ich da etwas nicht richtig? Also da muss ich jetzt streiken. Jetzt noch in Gold zu investieren (vorausgesetzt man bekommt noch welches) ist mir zu stressig und viel zu spekulativ. Ich bin ein Durchschnittsbürger, und die haben andere Sorgen als Kapitalumschichtungen in Richtung Gold oder andere Edelmetalle.
    Ich verabschiede mich nun aus diesem Blog mit der Feststellung, dass ich mittlerweile nicht nur schwarz, sondern Rabenschwarz sehe, und zwar für uns alle. Gute Nacht!

  162. Zappzarapp meint: (6.10.2008 um 02:19) AntwortenReply to this comment

    http://diepresse.com/home/wirtschaft/finanzkrise/420082/index.do
    "Durch die Probleme in Mailand ist auch die Bank Austria unter Druck gekommen. Die Kunden reagierten nervös. Medienberichte, dass einigen BA-Filialen das Bargeld ausgegangen sei, wurden vom Sprecher der Bank umgehend dementiert. Es wurden zwar in der Vorwoche relativ hohe Summen abgehoben, das sei aber immer rund um den Monatsanfang so. Über die Höhe der abgehobenen Beträge gab es keine Auskünfte."

  163. Pingpong meint: (6.10.2008 um 02:32) AntwortenReply to this comment

    @119 Justus:

    Am 03.10. hat unter @119 der Kommentator Justus – der lt. Selbstbeschreibung als Jurist in Gläubigerausschüssen über entspr. Erfahrungen verfügt – einen wichtigen Hinweis gegeben:

    Liquidität geht vor Rentabilität

    Ich bin selbständiger Kaufmann, und ich möchte diesen Rat um meine ganz persönliche Erfahrung ergänzen:

    In den vergangenen Jahren sind leider mit unschöner Regelmäßigkeit immer wieder Kunden von mir in die Insolvenz / Illiquidität gerutscht.
    Mit dem Ergebnis, dass in der Regel meine offenen Forderungen mangels Masse nicht beglichen werden konnten – im Insolvenzfall habe ich zwar als Gläbiger einen theoretischen Rechtsanspruch, der in meiner täglichen Praxis dann leider jedoch überhaupt keinen realen Wert hat.

    Denn selbst wenn sich im Fall einer Insolvenz eines Schuldners noch verwertbares Vermögen findet, sehe ich als Gläubiger davon erstmal – wenn überhaupt – für lange, lange Zeit keinen einzigen Cent.
    Um wenigstens einen Teil der offenen Forderung realisieren zu können, sind Papierkriege und endlose Verhandlungen mit unwilligen Insolvenzverwaltern nötig, all das zieht sich endlos dahin, während dadurch wiederummir zur gleichen Zeit dann das Geld fehlt, Forderungen meiner Gläubiger begleichen zu können.

    Ich bin weissgott kein Finanzexperte, und vieles an der Finanzkrise bleibt für mich undurchsichtig.

    Wie liefe denn z.B. Insolvenz einer Grossbank in der Praxis ab?
    Angenommen, der deutsche Staat garantierte für die Kundeneinlagen in voller Höhe (was ja wohl nach meinem Eindruck noch nicht endgültig geklärt ist), wie ginge es dann praktisch weiter?

    Würde ich auch dann mit monatelangen Wartezeiten konfrontiert, in denen ich keinen vollen Zugriff auf meine Gelder hätte?

    Dürfte ich dann Berge an Anträgen ausfüllen, um dann auf irgendwelche Entscheidungen der staatlichen Garanten zu warten?

    In einem solchen Fall nützten mir dann wohl die grossartigsten Garantien und Versprechungen nichts, denn ich würde zwischenzeitlich wohl selbst illiquide und gefährdete dann womöglich mein Geschäft?

    Angesichts dessen, dass inzwischen eine Bank der anderen misstraut und untereinander keine Gelder mehr bereitstellt, frage ich mich, weshalb ausgerechnet ich dann noch Vertrauen zu einer Bank haben und ihnen mein Geld in Form von Einlagen leihen sollte?

    Desweiteren:
    Sollte es zu einer massiven Inflation kommen, wie von einigen erwartet – wie gesagt, ich vermag das nicht zu beurteilen -, bin ich selbst in dieser Situation mit greifbarem Bargeld noch immer besser dran als jene, die es sich erst beschaffen müssten, denn ich kann dann schon in Realwerte gehen, während die anderen erst liquide werden müssen.

    Was Gold betrifft:
    Es ist sicherlich nie verkehrt, Gold zu besitzen – nicht zur Spekulation, und ich glaube auch nicht, dass man demnächst – wie von hartgeld.com propagiert – ganz Fabriken mit ein bisschen Gold wird kaufen können.
    Aber Gold hat nunmal – im Gegensatz zu jedem Papiergeld – über 2.000 Jahre hinweg in Europa eine beachtliche Kaufkraft bewiesen – mit Gold konnte man auf den Trajansmärkten im alten Rom ebenso etwas erwerben wie zu Zeiten der frühen europäischen Königreiche, zu Zeiten der Hanse oder auch im deutschen Kaiserreich. Die reale Kaufkraft von Gold mag beträchtlich schwanken – aber die Kaufkraft ist in den vergangenen Jahrhunderten trotzdem nie völlig erloschen. Insofern ist Gold durchaus ein vernünftiges Wertaufbewahrungsmetall für lange und unsichere Zeiten.

  164. werner meint: (6.10.2008 um 07:10) AntwortenReply to this comment

    Vermutlich gibt es noch in dieser Woche Abhebelimits http://journal.tubor.de/article/442/der-deutsche-bank-run
    Zitat: ein Satz wurde aus der Online-Ausgabe der FT heute abend gegen 20 Uhr 15 noch gelöscht: “Es werden weitere gesetzliche Maßnahmen geprüft” Das stand unmittlbar nach der Passage, daß es in “Europa ungewöhnlich hohe Barabhebungen” gibt. Diese beiden Sätzen wurde gelöscht… Kurz innerhalb der nächsten Tage gibt es ein Gesetz in Deutschland was die Bargeldabhebungen auf ein noch zu definierendes Limit beschränkt wird…

  165. Ernas Mann meint: (6.10.2008 um 10:40) AntwortenReply to this comment

    Lieber Sektenprediger "werner walter",

    Was passiert eigentlich mit überfüllten Rettungsbooten?

  166. Seher meint: (6.10.2008 um 11:29) AntwortenReply to this comment

    Mann von Erna.

    Da kann ich den Film vom Untergang der Titanic empfehlen.
    Die galt übrigens als unsinkbar.

  167. Birgit meint: (6.10.2008 um 11:42) AntwortenReply to this comment

    @152 Seher
    "Es bringt nichts, einem anderen Menschen seine Meinung oder seine Überzeugung mit bizarren Äußerungen aufdrücken zu wollen."
    Die Erfahrung zeigt, daß es tragischerweise eine ganze Menge bringt. Falls Ihnen der unter @138 zitierte Bibeltext bizarr vorkommen sollte, dann eventuell, weil er bizarr ist?

    Texte dieser Art dienen nicht der Information und Aufklärung, sondern der gezielten Einschüchterung und Kontrolle der Massen. Das Volk sollte sich aus Angst dem Willen derer unterordnen, die es zu beherrschen versuchten.

    Wenn sich nun, über 2000 Jahre später, Walter Eichelburg auf seiner Internetpräsenz hartgeld.com ähnlicher Weltuntergangsrhetorik bedient wie biblische Propheten (interessanterweise ist Herr Eichelburgs Text vom "wirklichen Endkampf" seit gestern von der hartgeld.com-Eröffnungseite verschwunden), dann fällt das auf. Was noch auffällt – und das ist der wesentlich entscheidendere Punkt – ist, das er überhaupt keine Ahnung von Wirtschaft hat, da sträubt sich einem ja das Gefieder!

    Es stört mich nicht, wenn jemand anderer Meinung ist als ich.
    Es stört mich nicht, wenn jemand über ein Thema doziert, von dem er keine Ahnung hat.

    Es stört mich, wenn jemand Menschen gezielt einzuschüchtern und zu drangsalieren versucht.
    Und deswegen habe ich mich sehr darüber geärgert, daß "werner" hier so permanent und penetrant hartgeld.com und dessen Macher Herrn Eichelburg lobpreisen darf.

    "carlo" (der an anderen Stellen im Internet wortgleiche Beiträge zu denen "werners" absetzt), der auf lawblog kürzlich völlig off-topic vom Untergang des Abendlandes aufgrund der Muslime raunte (die Wendung "das Rettungsboot ist voll", verwendete er bei dieser Gelegenheit allerdings nicht wortwörtlich), und dabei fleißig zu den Seiten der rechtsradikalen Organisation "Pro Köln" verlinkte, wurde von Udo Vetter schließlich auch editiert (und keineswegs "zensiert").

    Diese Entscheidung fand ich sehr korrekt und auch nötig.

    @166 werner
    "Vermutlich gibt es noch in dieser Woche Abhebelimits"
    Sein geistiger Führer Walter meint dazu auf hartgeld.com:
    "Geldabhebungen in Deutschland sind beschränkt". Bisher hatte ich noch nie über den Geisteszustand von Geldabhebungen nachgedacht, gut, daß diese Äußerung da zum Nachdenken anregt, da hat @149 (Seher) völlig Recht.

  168. werner meint: (6.10.2008 um 13:36) AntwortenReply to this comment

    Mich stören vor allem Politiker, die zwecks ihres eigenen Joberhalts Krisen schönreden oder, wie jetzt, künstlich strecken mit schlußendlich dem Totalverlust der Anlegergelder in der Hyperinflation. Die meisten haben scheinbar nicht verstanden, daß die Staatsgarantie für alle Spareinlagen und die gesamtdeutsche oder europäische Bankenrettung darauf hinauslaufen.

  169. fh meint: (6.10.2008 um 13:55) AntwortenReply to this comment

    Wie in #151 angekündigt hier erstmal Kommentar-Ende bis Udo wieder da ist.

    Ich werd' nie verstehen was persönliche Anmache zwischen Kommentatoren bringen soll, aber hier wirds langsam zuviel.

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