10.10.2008

Links zwei – acht – sieben

Amtsrichter muss sich wegen Freiheitsberaubung verantworten

Der Angeklagte auf der Trage

Dankesbriefe an die Schönredner

Unterbunden

Autobahnraser

32 Kommentare zu “Links zwei – acht – sieben”

  1. Hootch meint: (10.10.2008 um 18:13) AntwortenReply to this comment

    Bzgl. Amtsrichter / Freiheitsberaubung
    "In den meisten Fällen habe er zumindest das Pflegeheim aufgesucht und mit Pflegekräften gesprochen."
    In den MEISTEN Fällen?!? Unglaublich! Hier geht es doch nicht um Bewusstlose, über deren Betreuung (nicht Fixierung(!), warum auch?) nach Aktenlage entschieden werden kann.
    "Es sei oft schon zeitlich gar nicht möglich, weitere Termine zu vereinbaren, wenn der Betroffene selbst gerade nicht anwesend sei."
    Habe ich da jetzt etwas missverstanden, oder geht es bei dem Verfahren nicht um angeordnete Fixierungen von Patienten? Gehässigerweise könnte man behaupten, dass wenn ein Patient, der fixiert sein sollte, nicht anwesend ist, das nächste Strafverfahren anhängig sein sollte (und jetzt kommt mir nicht mit Arztbesuch etc., im Altenheim kommt der Arzt in der Regel zum Patienten – klar kann der Patient auch mal nicht da sein, dann ist er in der Regel im Krankenhaus (alles andere kommt so gut wie nie vor); kann der Richter da nicht hinfahren?).

    Bzgl. Angeklagter auf der Trage:
    Da fehlen mir die Worte…

    Grüße!

  2. Rene meint: (10.10.2008 um 18:15) AntwortenReply to this comment

    Zu dem Artikel "Der Angeklagte auf der Trage".

    Also diesem asozilem Richter gehört gemäß Artikel 18 des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland, seine Grundrechte entzogen da er völlig auf die Grundrechte des Mannes auf der Trage scheisst.

    Der Ricter wrde anscheinend als Kind von seinem Vater nicht gut behandelt (sexueller Missbrauch?)

  3. Sebastian meint: (10.10.2008 um 18:59) AntwortenReply to this comment

    #2 Erst überlegen dann schreiben. Finde deinen Kommentar, trotz der Härte des Artikels, gelinde gesagt, daneben. Dennoch war das Verhalten des Richters m. M. menschenunwürdig.

  4. Hootch meint: (10.10.2008 um 19:12) AntwortenReply to this comment

    Ach ja, bzgl. "Dankesbriefe an die Schönredner":
    Dem fliegenden Spaghettimonster sei dank muss sich jedenfalls der Kleinsparer keine Sorgen machen, sofern es um seine mündelsicheren Dinskontsekrete (oder so) geht… :-)
    http://ca.youtube.com/watch?v=2IG521Mg72E

    Grüße!

  5. Hobbyjurist meint: (10.10.2008 um 19:20) AntwortenReply to this comment

    @ 2: Es ist eine rechtsstaatliche Errungenschaft, daß die Grundrechte allen zustehen – auch Straftätern.

  6. Lupus meint: (10.10.2008 um 19:31) AntwortenReply to this comment

    Autobahnraser

    Nunja, DAS DA in dem Video waren Autobahnraser – ok, gegen die muss vorgegangen werden aber ich wünsche mir das:

    - gegen "mit 100 dauernd links bei 1 Kilometer platz bis zum nächsten LKW"-Fahrer
    - gegen "sofort schon am Anfang der Beschleunigungsspur"-Rausfahrer
    - gegen "ich blinke 1 mal links, kann die Geschwindigkeit des nachfolgenden Verkehrs nicht einschätzen und SOFORT"-Rausfahrer
    - gegen "schon bei Nieselregen mit Nebelschlussleuchte"-Fahrer

    ebenso hart vorgegangen wird. Es gibt leider keine Statistik für wieviele Unfälle DIE verantwortlich sind!

    Reicht das eigentlich, wenn der Beifahrer als Zeuge dabei ist und man zeigt die an?

  7. theblackflash meint: (10.10.2008 um 19:54) AntwortenReply to this comment

    @ Lupus

    nach links ziehen, wenn von hinten Autos schnell ankommen, ist ein unding, und gehört bestraft.
    Mir persönlich kommen solche leute aber nicht halbsooft unter wie diejenigen, die den Sicherheitsabstand nicht einhalten. Wenn ich mit 140 auf dem Tacho (also so 130 wirkliche geschwindigkeit) eine LKW Kolonne überhole, und sehe wie hinter mir dickste Karren angefahren kommen, die auch erst im allerletzten Moment bremsen, weil sie merken das ich mich NICHT zwischen 2 LKWs quetsche, nur damit denen in 300 metern dann dasselbe wieder beim nächsten Wagen passiert… dann kann ich mich schon manchmal aufregen. Und diese Wagen sieht man leider sehr oft. Allerdings ist das auch ganz ganz stark Uhrzeitabhängig. Bei meinen letzten Autobahnfahrten von 6-7 stunden bin ich immer um 9 Uhr auf die Bahn, und hatte (mit wenigen Ausnahmen) wenige drängler und Raser hinter mir. Montags und Freitags, oder bei der normalen Feierabendzeit, da kommen wieder die verrückten auf die Bahn.
    Allgemein wird aber auf der Autobahn viel zu wenig Sicherheitsabstand gehalten. Sowas ist kein Kavaliersdelikt.

  8. Reinhard meint: (10.10.2008 um 21:09) AntwortenReply to this comment

    "nach links ziehen, wenn von hinten Autos schnell ankommen, ist ein unding, und gehört bestraft."

    Ist das alles, was Euch dazu einfällt? Immer nur bestrafen? Zugegeben, es ist einfach. Es ist zwar keine Lösung für gar nichts, aber es klingt gut …

  9. Birgit meint: (10.10.2008 um 22:10) AntwortenReply to this comment

    @topic Autobahnraser
    Bei Verkehrsvergehen geht's in Italien jetzt aber anscheinend zur Sache, Stichwort "Enteignung":
    http://www.rundschau-online.de/html/artikel/1218341489561.shtml

  10. Lupus meint: (10.10.2008 um 22:26) AntwortenReply to this comment

    @Reinhard, wäre ich mit, sich jährlich wiederholenden Fahrzeugführereignungstest (wie bei Piloten) gekommen hätte es wohl noch mehr kritik gehagelt. Ich kann nix dafür, es gibt Gesetzte und Regeln und entweder man hält sie ein oder riskiert eine Strafe und ich finde das verhalten der Raser wie Schleicher und unkoordiniert Spurwechsler und Geschwindigkeit nicht Abschätze hahnebüchen – kann sein, es geht mir irgendwann genauso, wir sind alles nur Menschen und machen fehler ABER, es liegen eben nicht NUR an den Rasern – die polarisieren eben mehr und die Übertretung ist offenkundiger aber letztendlich: "wir haben ein Rechtsfahrgebot" und wie oft wird wegen Nichteinhaltung ein Punkt in Flensburg vergeben?

  11. Reinhard meint: (10.10.2008 um 22:36) AntwortenReply to this comment

    Lupus, wärest Du mit dem Argument "sich jährlich wiederholenden Fahrzeugführereignungstest" gekommen, wäre das aber konstruktiv gewesen. Verbote sind nicht konstruktiv, Verbote sind Zeichen einer Kapitulation vor der normativen Kraft des Faktischen ;)

    Ich wäre ja hingegen sogar für eine Ende des individuell gesteuerten Verkehrs auf Autobahnen, für eine Automatisierung des Verkehrs auf diesen Verkehrswegen, aber das darf man ja erst recht nicht sagen, will man nicht als Kommunist, Ökofaschist oder ähnliches beschimpft werden :)

  12. eat_the_rich meint: (10.10.2008 um 22:43) AntwortenReply to this comment

    Zu 70%

    Endlich macht Autofahren wieder Spaß! Habe heute für 1.35 den Liter getankt! Go ahead – make my day!

  13. Lobo meint: (11.10.2008 um 00:28) AntwortenReply to this comment

    1.35 ?!?!?!? Meine Fresse! Ist das teuer…
    Ich kann mich mal an Zeiten (dieses Jahr) erinnern, wo ich 1.28 als zu teuer empfand…

  14. Ja-Sager meint: (11.10.2008 um 01:26) AntwortenReply to this comment

    @8: Ist das alles, was Euch dazu einfällt? Immer nur bestrafen?

    Was denn sonst? An die Wand stellen? Ist auch nicht so das Wahre, oder?

    @13: Ich erinner mich noch an die Zeiten, in denen der Sprit noch nicht mal eine Mark gekostet hat. *heul*

  15. Kinder in Nadelstreifen meint: (11.10.2008 um 02:27) AntwortenReply to this comment

    IKB möchte sich nicht für die 11 Milliarden Euro Steuergelder bedanken:
    http://www3.ndr.de/ndrtv_pages_video/0,,SPM2362_VID5034196,00.html

  16. Leiseflieger meint: (11.10.2008 um 03:43) AntwortenReply to this comment

    Ich finde die Idee, daß man seine Fahrkünste ab und an auf den Prüfstand stellen muß, eigentlich ganz gut. So filtert man Leute raus, die mit der falschen Einstellung unterwegs sind – so wie der Fahrer aus dem Beitrag. Man filtert auch Leute raus, die medizinisch nicht mehr fit genug sind, um ein Auto zu fahren.

    Die Regelungen, wie sie seit wenigen Jahren für uns Piloten gelten, finde ich gar nicht schlecht: Eine Berechtigung ist maximal 2 Jahre gültig. Eine Verlängerung in den Schein eintragen kann aber jeder zugelassene Fluglehrer mit seiner Unterschrift. D.h., die Verlängerung funktioniert ganz unbürokratisch in der Firma oder im Verein, ein Behördengang mit entsprechenden Kosten ist im Gegensatz zu früher nicht mehr notwendig. Die Unterschrift des Fluglehrers bekommt man durch einen mindestens einstündigen "Übungsflug". Es handelt sich also nicht um eine Prüfung, durchfallen kann man nicht. So ist es entspannter, man kann das Übungsprogramm mit dem Fluglehrer abstimmen und so vielleicht eine brenzlige Situation durchspielen, in der man einmal war, etwas üben, vor dem man Angst hat oder wo man sich nicht 100% fit fühlt. Gleichzeitig hat der Fluglehrer Gelegenheit, den Übungsstand und das "Airmanship" des Kandidaten zu beurteilen und entsprechende Tips zu geben. Die routinemäßige fliegerärztliche Kontrolle wäre für den Autofahrer sicherlich überzogen, aber es würde sicherlich auch nicht schaden, ab einem bestimmten Alter (55?) die Sehkraft und das Reaktionsvermögen zu überprüfen. Das ginge ganz unbürokratisch – man müsste nur fordern, daß jeder Führerscheininhaber bei einer Führerscheinkontrolle eine Bestätigung über so einen Test vorzeigen können muß, die nicht älter als 24 Monate ist.

    Im Straßenverkehr würde ich vorschlagen, daß man mit jedem Punkt die Auflage bekommt, eine bestimmte Anzahl an Fahrstunden zu nehmen. Die Strafen können dann von mir aus um die Kosten dieser Fahrstunden reduziert werden. Das packt jeden rücksichtslosen Raser an der Ehre und ist bestimmt wirkungsvoller als eine feste "Gebühr", die von den Wohlhabenden sowieso locker aus der Portokasse bezahlt wird.

  17. Ein sehr informativer Link meint: (11.10.2008 um 07:50) AntwortenReply to this comment
  18. theblackflash meint: (11.10.2008 um 09:36) AntwortenReply to this comment

    @ reinhard
    es wäre natürlich am besten wenn man nicht bestrafen müsste, sondern solche dinge nichtmehr als kavaliersdelikt angesehen werden würde. Wenn in der Bevölkerung Drängler oder "direkt nach links zieher" schlecht angesehen wären (und nicht wie jetzt: macht doch jeder, is nicht schlimm), erst dann würde sich wirklich was ändern.
    Man könnte zb. in den Fahrschulen 1-2 Stunden Pflicht machen, sich Unfälle anzuschauen, die durch Rasen oder auch unachtsames rausziehen entstehen. Genauso wie man dann erklären könnte, das es ab einem gewissen kleinen Sicherheitsabstand nicht mehr die möglichkeit gibt, auf gefahren zu reagieren.

  19. Frager meint: (11.10.2008 um 12:31) AntwortenReply to this comment

    Stimmt es, dass in Deutschland noch nie ein Richter wegen Rechtsbeugung verurteilt wurde?

  20. Horst meint: (11.10.2008 um 14:03) AntwortenReply to this comment

    Grundsätzlich finde ich solche Videoermittlungen gut, leider werden Sie nicht für eine einzuführende Pflichtfortbildungen "genutzt", sondern um Geld zu verdienen.
    Da die Zahl der Verkehrsunfälle angesprochen werden, stellt sich aber die Frage, warum bei Behandlungsfehlern im Krankenhaus mit einer 3x höheren Sterblichkeitsfolge pro Jahr als im Straßenverkehr, nicht auf festinstallierte Videoaufzeichnungen zurückgegriffen wird.
    Hier fehlt die Verhältnismäßigkeit pro Geschädigten und der verursachten Kosten.

  21. revolvermann meint: (11.10.2008 um 14:48) AntwortenReply to this comment

    @ 6 und andere

    Über die Leute die ständig Links fahren, obwohl rechts Platz zum bequemen, ungefährlichen Einscheren wäre, rege ich mich nicht mehr auf. Ich überhole diese seit einiger Zeit rechts. Das ist eine Win-Win Situation, der Oberlehrer kann schön links weiterfahren, sich zusätzlich noch über mein Überholmanöver aufregen, und ich fahre ohne große Probleme entspannt weiter, it`s so easy.

  22. Thomas meint: (11.10.2008 um 15:20) AntwortenReply to this comment


    "70% Wahrscheinlichkeit für Finanz- und Wirtschaftskollabs!"
    (sic)

    Das ich nicht lache. Und das aus der vollkommen neutralen und seriösen Quelle "www.anleger-fernsehen.de".

    Wo natürlich NIEMALS!!! einer der Beteiligten je auf die Idee kommen würde, die selbst verursachte und angestachelte Panik der Kleinanleger zum eigenen finanziellen Vorteil auszunutzen.

    Beispielsweise durch den Kauf von dann sehr preiswert zu habenden Aktienpaketen.

    Nein, die wollen uns alle natürlich nur warnen!

  23. Putze meint: (11.10.2008 um 15:33) AntwortenReply to this comment

    @11 (Reinhard) "Argument “sich jährlich wiederholenden Fahrzeugführereignungstest”"

    Wozu soll das gut sein? Es geht im Wesentlichen um Raser und um solche, die nicht peilen, wie man richtig fährt. In einem "Fahrzeugführereignungstest" werden dann alle zusehen, dass sie die Höchstgeschwindigkeiten penibel einhalten bzw. sich so verhalten, wie sie's mal gelernt haben. Nachher ist vorher. Ansonsten ist das Einzige, was Drängler mit Endloskohle interessieren dürfte, drohender Führerscheinentzug. Also Bestrafung. Mit Eignungstests käme man höchstens den hundertjährigen Blinden auf die Spur (immerhin).

    @21 (revolvermann): Klingt praktisch. Nur wenn's knallt, warum auch immer, haste 'n Scheiß.

  24. Birgit meint: (11.10.2008 um 15:59) AntwortenReply to this comment

    Oft sind es ja die anderen Verkehrsteilnehmer, die sterben müssen, wenn jemand rast und drängelt.

    In diesem Falle nicht: Jörg Haider ist tot.
    "Ersten Erkenntnissen zufolge fuhr der umstrittene Rechtspolitiker deutlich schneller als…erlaubt".

  25. Caspar Hauser meint: (11.10.2008 um 17:25) AntwortenReply to this comment

    @22 Thomas

    Es steht Dir frei, Dich fett mit Aktienpaketen einzudecken. Ich wünsche Dir dabei ein glückliches Händchen, viel Erfolg und ein gutes Nervenkostüm.

    Which reminds me: ein gute Tipp sind Aktien von Pharmaunternehmen, die Psychopharmaka herstellen. Habe gehört, die Nachfrage bei Antidepressiva soll bald anziehen.

  26. Jeeves meint: (11.10.2008 um 18:47) AntwortenReply to this comment

    Ich habe mich all diesem offensichtlichen Stress (siehe diverse Kommentare hier) schon vor Jahren entzogen und mein Auto abgeschafft. Es geht tatsächlich auch ohne, wie bei den Zigaretten.

  27. Caspar Hauser meint: (11.10.2008 um 19:16) AntwortenReply to this comment

    @ 24 Birgit

    Ich glaube nicht, dass das an der Geschwindigkeit lag – er wollte mal wieder rechts überholen. Das war das Problem ;-)

  28. Humorvoll meint: (12.10.2008 um 06:21) AntwortenReply to this comment

    http://www.bild.de/BILD/news/2008/10/09/telefonaktion/muss-ich-angst-um-mein-erspartes-haben.html
    „Ich habe 79 000 Euro als Festgeld bei der ING DiBa angelegt. Ist das sicher?“
    Marianne Z. (65), Kauffrau aus Hamburg
    Kerstin Altendorf, Bundesverband deutscher Banken: „Ja! Die gesetzliche Einlagensicherung sichert Anlagen bis 20 000 Euro zu 90 Prozent ab. Darüber hinaus greift der Einlagensicherungsfonds. Sogar bei kleinsten Banken sind dadurch Anlagen zu 100 Prozent gesichert – mit mindestens 1,5 Millionen Euro pro Anleger. Bei der ING DiBa liegt die Grenze sogar bei 1,2 Milliarden Euro. Dazu kommt noch die Staatsgarantie.“

    „Ich habe seit über zehn Jahren vermögenswirksame Leistungen in den Fonds DWS-Investa-VL gesteckt. Soll ich das so weiter laufen lassen?“
    Sven M. (46), Verkäufer aus Rüdesheim
    Wolfgang Raab, Bundesverband Investment und Asset Management: „Wenn Sie Anspruch auf die Arbeitnehmersparzulage haben, sollten Sie den laufenden Vertrag besser nicht kündigen. Sonst verlieren Sie diese staatliche Zulage. Bis jetzt bestehen die Verluste nur auf dem Papier. Erst wenn Sie verkaufen, werden sie zu echten Verlusten. Vielleicht wird die Situation sogar noch für ein paar Monate schlimmer, aber wenn Sie nicht dringend Geld brauchen, sollten Sie Geduld haben und die Krise besser aussitzen.

    „Ich habe bei der Sparkasse Flensburg Sparkassenzertifikate erworben. Soll ich die lieber abstoßen?“
    Walter R. (71), ehemaliger Handelsvertreter aus Flensburg
    Stefan Marotzke, Deutscher Sparkassen- und Giroverband: „Der Name Zertifikate ist irreführend. Mit den Inhaberschuldverschreibungen gleichen Namens haben die Sparprodukte der Sparkasse nichts zu tun. Die Einlage ist in unbegrenzter Höhe abgesichert.“

    „Ich hab mein Geld in Deka-Fonds angelegt. Soll ich sie auflösen und das Geld umschichten?“
    Karin W. (56), Verwaltungsangestellte aus Bad Bentheim (Niedersachsen)
    Stefan Marotzke, Deutscher Sparkassen- und Giroverband Berlin: „Von der Umschichtung auf ein Sparbuch rate ich ab, das könnte zurzeit Verluste einbringen. Je nachdem, um welchen Fonds es sich handelt, sind Kursschwankungen normal. Ihr eingezahltes Kapital ist durch das Sicherungssystem der Sparkassen-Finanzgruppe absolut sicher.“

    „Ich habe für meinen Sohn einen Investmentfonds der JPMorgan Bank angelegt. Soll ich den jetzt lieber abstoßen?“
    Henning T. (66), ehem. Techniker aus Brelingen (Niedersachsen)
    Stephen Rehmke, Verbraucherzentrale Hamburg: „Ein Totalverlust droht Ihnen nicht, da ein solcher Fonds in der Regel breit gestreut ist. Sie sollten bei Fonds langfristig denken, bei Verlusten nicht sofort abstoßen. Generell sind Fonds Sondervermögen, die auch Bestand haben, wenn die Bank pleitegeht.“

  29. MTK meint: (12.10.2008 um 13:14) AntwortenReply to this comment

    Zu “70% Wahrscheinlichkeit für Finanz- und Wirtschaftskollabs!”:
    Ein Investmentbanker sagt sowas? Der will IMO entweder einen neuen Job oder (wahrscheinlicher) ein paar supergünstige Schnäppchen für seinen aktuellen Job.
    Im übrigen fand ich den Börsenhype vor ein paar Jahren viel gefährlicher, als man JEDEM einredete er müsse an der Börse agieren.

    Zu den Autobahnrasern:
    Die gibts und die sind schlimm. Ich wäre für folgende Änderungen im Verkehrsrecht:
    - Tempolimit 130 km/h
    - Rechts überholen erlauben
    - Rechtsfahrgebot beibehalten
    Wenn die gefahrenen Geschwindigkeiten nicht mehr so extrem differieren, kann man das rechts überholen m.E. zulassen, ohne daß das Risiko erheblich steigt.

  30. Caspar Hauser meint: (12.10.2008 um 16:58) AntwortenReply to this comment

    @ MTK
    Dirk Müller ist nicht Investmentbanker, sondern Broker, d.h. er sitzt an der Frankfurter Börse im Handelsraum und führt Orders aus (in Zeiten von Xetra ist seine Berufsgruppe eine aussterbende Spezie) So er sich nicht privat mit irgendwelchen Papieren eingedeckt hat, hat er nichts von den Kursveränderungen, genau wie bei jedem anderen auch.

    Bezüglich Börsenhype und wen es trifft: haben Sie zufällig eine Riester-Rente abgeschlossen? Oder eine Lebensversicherung? Oder besitzen sogar Fondsanteile? Guess what – sie sind von dem Kursverfall betroffen. Überschussbeteiligung? Niente.

    Im Vergleich zu bisherigen Börsen- und Finanzblasen ist diese ohne jedes Beispiel und wird uns alle sehr hart treffen.

  31. MTK meint: (12.10.2008 um 22:15) AntwortenReply to this comment

    @Caspar Hauser, 30
    Er wird als 'Mr. DAX' betitelt. Das klingt nicht nach jemendem, der nur Aufträge ausführt. Aber ich weiß sonst nix über ihn.
    Nichtsdestotrotz: Ich werde demnächst ein paar Aktien kaufen. Die haben jetzt fast wieder den Wert erreicht, bei dem ich vor einem Jahr zuschlagen wollte – ja der Verfall hat noch nicht den Gewinn von 12 Monaten erreicht! Natürlich gibt es Aktien, die hart gefallen sind. Aber alles an den paar großen Index-Werten festzumachen halte ich für ne Fehleinschätzung.
    Außerdem betrachte ich Aktien auch nicht als Spekulationsmasse, sondern als Beteiligung an einer Firma. Und ich kaufe solche, bei denen mir der Wert durch den Firmenwert gedeckt erscheint und nicht durch die Fantasie der Anleger in schwindelnde Höhen getrieben wurde.
    Vielleicht bin ich auch zu optimistisch oder einfach nur dumm, das wird sich zeigen.

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