20.11.2008

Aktion Himmel: Keine Verurteilungen, aber ein Erfolg

Die Staatsanwaltschaft Berlin meldet stolz den Abschluss der Aktion “Himmel”. Obwohl 12.570 Internetnutzer ins Visier der Fahnder gerieten und es tausende Ermittlungsverfahren mit Durchsuchungen gab, fehlt eine wichtige Information:

Wie viele Beschuldigte sind bislang wegen des Besitzes von Material verurteilt worden, das sie von den Berliner Servern heruntergeladen haben sollen?

Die Berliner Staatsanwaltschaft ist offenbar nicht einmal in der Lage, eine einzige Verurteilung in ihrem Bezirk zu belegen. Sonst würde man sicher genüsslich darauf hinweisen, dass es mal wieder einen Lehrer, Priester oder “normalen Angestellten” erwischt hat. In der Pressemitteilung heißt es zu den Erfolgen der riesigen Aktion nur verlegen, wegen der Fülle des beschlagnahmten Materials dauerten die Ermittlungen noch an.

In gut einem Jahr ist es also nicht gelungen, den Rechner auch nur eines einzigen Beschuldigten auszuwerten und ihn wegen der Sache vor Gericht zu bringen?

Vielleicht gibt es auch andere Erklärungen. Zum Beispiel die wohlweislich verschwiegene Tatsache, dass die weitaus meisten vom Berliner Landeskriminalamt als kinderpornografisch eingestuften Bilder auf den Berliner Servern überhaupt keine waren, sondern nichtpornografische Nacktbilder.

Oder liegt es daran, dass es nicht einmal gutgläubigen deutschen Richtern zu vermitteln ist, dass eine oftmals nur Sekunden dauernde Verbindung zum Server und das (automatische) Herunterladen von Thumbnails ein Beleg für den vorsätzlichen Bezug von Kinderpornografie sein sollen.

Das Landgericht Aachen hat die Sache jedenfalls hinreichend kritisch gesehen und in einem meiner Fälle sogar die Durchsuchung an sich für rechtswidrig erklärt. Mit der Folge, dass die Computer des Beschuldigten unausgewertet zurückgegeben werden mussten. Die Staatsanwaltschaft Köln hatte gleich von sich aus sämtliche Verfahren eingestellt, weil sie keinen ausreichenden Anfangsverdacht erkennen konnte.

Zum Thema: Ministerin: Pornos sind “Einstiegsdroge”

69 Kommentare zu “Aktion Himmel: Keine Verurteilungen, aber ein Erfolg”

  1. dot tilde dot meint: (20.11.2008 um 14:53) AntwortenReply to this comment

    vielleicht ist auch einfach ein pr-erfolg gemeint?

    oder ein <a href="http://strafprozess.blogspot.com/2008/11/angeblich-schwerer-schlag-gegen.html" rel="nofollow">vorbild für andere verfahren</a>? vielleicht ist das, was die aktion zu einem erfolg macht, auch geheim.

    und mit der bemerkung, dass alle kritiker in der sache nörgler sein müssen, die kinderpornografen und ihre kunden schützen, lege ich meine ironie ab.

    die ungenaue wurstigkeit in der staatlichen propaganda widert mich zuweilen so an, da werde ich richtig emotional.

    .~.

  2. holdi meint: (20.11.2008 um 14:54) AntwortenReply to this comment

    Und die neuen Ermittlungen wegen Kinderpornografie.
    Geht es da um 17 jährige ?

  3. wayne meint: (20.11.2008 um 14:57) AntwortenReply to this comment

    Die Ministerin versucht's nun auch mit der überaus erfolgreichen Heilmann-Methode: Erst mal per Rundumschlag sperren und dann trotzdem nix rausgekommen. Ist aber ein toller Aufhänger für die "Great Firewall of Germany".

  4. Volker meint: (20.11.2008 um 14:57) AntwortenReply to this comment

    "Jetzt sollen die Zugangsanbieter gesetzlich verpflichtet werden, die Listen zu beachten und solche Websites unverzüglich zu schließen. Der Kunde klickt an und läuft ins Leere – kein Anschluss unter dieser Nummer."

    Ich vermute, das "Blockieren" dieser Internetseiten ließe sich ähnlich simpel umgehen wie das z.B. bei Youtube mit den für deutsche User "ungeeigneten" Nazi-Inhalten möglich ist.
    Aber solche Ideen aus dem Mund einer Ministerin kommen beim Großteil der Bevölkerung wahrscheinlich prima an. Etwas gegen KiPo zu unternehmen, ist ja nie verkehrt, auch wenn es die wirklich kriminellen Täter sicher nicht von ihrem Treiben abhalten wird.

  5. McDough meint: (20.11.2008 um 14:58) AntwortenReply to this comment

    Ich finde es immer wieder lustig, wenn Menschen erzählen, die Blockade von Internetseiten sei für Provider möglich. Bis jetzt hat mir noch niemand erklärt, wie das technisch ohne Probleme funktionieren soll.

    Auch der Hinweis darauf, dass die Anbieter auf Grund des "lukrativen Marktes" erbitterten Widerstand leisten würden ist unverschämt. Damit drückt von der Leyen aus, dass den Unternehmen Kindesmißbrauch komplett egal ist, solange sie ihre Nutzer behalten. Halte ich für Schwachsinn. Eher dürfte es ums Prinzig gehen. Heute sollen Provider (vermutlich ohne Entschädigungszahlung) Kinderpornoseiten blockieren, was noch in Ordnung wäre. Ist die Tür aber erstmal geöffnet sind es morgen Downloadportale und übermorgen werden die Provider haftbar gemacht, wenn sie rechtswidrige Inhalte nicht blockiert haben.

    Und das "Argument" mit der Einstiegsdroge: Sehr fragwürdig. Dafür würde ich doch ganz gerne mal wissenschaftliche Belege sehen.

  6. wayne meint: (20.11.2008 um 15:08) AntwortenReply to this comment

    @5 McDough: Das Argument des "lukrativen Marktes" hat arcor aber blöderweise schon letztes Jahr zerschossen, nachdem die neben youpron noch ein paar hundert weitere Seiten als Kollateralschaden in vorauseilendem Gehorsam gesperrt hatten (und dabei ging es nicht um eine staatlich verfügte Sperre, sondern lediglich um Zivilrecht).

  7. Don meint: (20.11.2008 um 15:13) AntwortenReply to this comment

    Der Versuch, die Provider zum Sperren solcher Seiten zu veranlassen ist der typische Politikerreflex, Probleme mit Verboten zu bekämpfen. Das ist einfach, kostengünstig und lässt sich fast immer einigermaßen sinnig begründen.

    Leider hat keiner von denen verstanden, wie das Inet funktioniert, und dass wir es hier mit einem Medium zu tun haben, welches im Prinzip nicht zu kontrollieren ist. Ich wette nicht wenige von denen hätten auch gerne eine staatliche Firewall, können diese aber aufgrund unserer zum Glück (noch) einigermaßen aufgeklärten Gesellschaft nicht ernsthaft ins Gespräch bringen…

  8. McDough meint: (20.11.2008 um 15:22) AntwortenReply to this comment

    @6 (Wayne): Frau von der Leyen hat auch nicht von allen Providern gesprochen, sondern von denen, die sich den Sperrungswünschen widersetzen.

    btw: Vielleicht sollte ich Politiker werden, ich habe schon eine geniale Idee für wirksame Sperrungen von Onlineseiten. Man verbietet einfach die Umgehung von Sperrungen. Wer zum beispiel andere Domain Name Server als die vom Provider vorgegebenen nutzt, wird aufs Härteste bestraft.

  9. Hans meint: (20.11.2008 um 15:25) AntwortenReply to this comment

    Wenn man sieht, wie viele Journalisten und Politiker schon mit Sachen überfordert sind, für die man relativ wenig Sachverstand und Recherche benötigt, ist natürlich das entsprechende Niveau verständlich. Man wäre froh, wenn die einfach mal schweigen würden.
    Insofern ist das hier häufig zu beobachtende Justiz-bashing auch schwer nachvollziebar. Gerade die OP Himmel zeigt doch, dass die Justiz funktioniert – na meistens jedenfalls.

  10. 4thmarch meint: (20.11.2008 um 15:33) AntwortenReply to this comment

    Naja, worüber reden wir denn?
    Zeichentrickfilme.

    focus.de/panorama/welt/ki...ychiatrie_aid_349234.html

  11. dot tilde dot meint: (20.11.2008 um 15:36) AntwortenReply to this comment

    @5 (mcdough):

    blockade ist in solchen wahrnehmungswelten ganz einfach: druckerkabel ziehen.

    .~.

  12. McDough meint: (20.11.2008 um 15:37) AntwortenReply to this comment

    Inzwischen <a href="http://www.heise.de/newsticker/Bundesfamilienministerin-fordert-Netzsperren-gegen-Kinderpornographie–/meldung/119197" rel="nofollow">zeigt die Ministerin auch auf Heise eindrucksvoll</a>, dass sie das Internet nicht versteht. Sie stellt eine finanzielle Beteiligung an der Entwicklung eines Sperrmoduls in Aussicht.

  13. anonym meint: (20.11.2008 um 15:42) AntwortenReply to this comment

    Das Ziel ist, von Anfang an, der Überwachungsstaat. Dafür ist jedes Mittel recht und keine Lüge zu plump. Bei einem (großen) Teil des Publikums bleibt immer etwas hängen; die meisten sind ohnehin uninformiert.
    Der alberne und weinerliche Ton des Leyen-Interviews verursacht Brechreiz. Aber wie viele Leser nehmen diesen Quatsch für bare Münze?

  14. dot tilde dot meint: (20.11.2008 um 15:47) AntwortenReply to this comment

    und die beste überschrift zu frau leyen <a href="http://www.focus.de/politik/deutschland/justiz-von-der-leyen-will-kinderpornos-verbieten_aid_350026.html" rel="nofollow">hat der focus</a>. ganz wundervoll.

    .~.

  15. Test meint: (20.11.2008 um 15:54) AntwortenReply to this comment

    Ich finde es ein bisschen komisch, wo unsere geliebte Ministerin die "Flut der Bilder", "…die Datenautobahn der Kinderpornographie" "die hohe Dunkelziffer" etc. findet.
    Ja, ich treibe mich auch auf XXX Seiten rum, aber KiPo hab ich noch nicht bewusst gesehen oder gefunden.
    So wie es in der gesamten Berichterstattung dargestellt wird, muß man doch KiPo finden sobald man ins Netz geht.
    Ich vermute dahinter die übliche Panikmache um die Überwachungsgesetze verschärfen zu können.
    BKA-Gesetz kommt nicht durch, Terror ist grad nicht aktuell, also machen wir doch mal ein bisschen KiPO-Panik.

    Edit: Jo, der Fokus Titel ist sehr gut. Ich dachte immer Kipo ist schon verboten. Aber erkennt der Durchschnittsleser die Ironie im Titel?

  16. TheDoctor meint: (20.11.2008 um 16:09) AntwortenReply to this comment

    Man (frau) könnte sich natürlich auch mit den Ländern anlegen, in denen die Kinderpornographie (richtige, nicht dieser jugendlich-Quatsch) hergestellt wird und in denen die Server für die kommerzielle Vermarktung stehen…

    …das wird aber nix, den:

    1. hat natürlich Frau von der Leyen den echten Politikern nicht in ihre aussenpolitischen Angelegenheiten reinzureden

    2. würde sich ein erheblicher Teil dieser Länder totlachen, wenn das jemand von ihen verlangt bzw. sie sind eh' nicht dazu in der Lage.

    Also macht frau Symbolpolitik und wenn dabei das Grundgesetzt als blutender Kollateralschaden auf der Strecke bleibt, so what ?

    Wie bei der USK.

    Ich möchte hier mal den Begriff des Schein-Erwachsenen prägen:
    Das sind diejenigen Minderjährigen die problemlos im nächsten Blödmarkt das deutsche Fallout 3 (USK 18, blödsinnig geschnitten) erwerben, während die richtigen Erwachsenen (so es ihnen denn drauf ankommt) zu den guten Produkten aus Östereich oder gleich aus GB/USA greifen.

    Statt also via Gewerbeaufsicht den gleichgültigen Großmärkten auf die Finger zu schauen übt man lieber Druck auf die USK aus.

    Und "Dead Space" ist auch USK 18 (bloss komplett ungeschnitten, und da geht es richtig zur Sache)
    Zensur war immer willkürlich, sie ist willkürlich und wird immer willkürlich sein.

  17. anonym meint: (20.11.2008 um 16:09) AntwortenReply to this comment

    Bei "Focus" kann man das nicht zwangsläufig für Ironie halten. Aber selbst wenn: Der Leser versteht es doch tatsächlich nicht, zumal er es dort nicht erwartet. Bei "Titanic" hätte die Überschrift vielleicht gewirkt.

  18. internetnutzer meint: (20.11.2008 um 16:10) AntwortenReply to this comment

    @16, Test: ich würde mich ja auch gerne an der Debatte beteiligen, aber wie soll ich das, wenn ich weder Deine noch die Aussagen von Frau v.d. Leyen überprüfen kann? Ist das Internet voller KiPo oder nicht? Wir werden es nicht erfahren, denn danach zu suchen wäre ja illegal. Also glauben wir es am besten einfach.
    Allerdings frage ich mich, woher Frau v.d. Leyen selbst das weiss… hat sie sich etwa solches Material im Internet angesehen? Oder ist es bei ihr auch nur Hörensagen, so wie es bei allen braven Bürgern notwendigerweise sein muss? Um das zu klären wäre vielleicht mal eine Durchsuchung bei Frau v.d. Leyen angebracht.

  19. Reiswerfer meint: (20.11.2008 um 16:18) AntwortenReply to this comment

    Könnte es sein, dass die Polizei einfach eine Rechnerfarm für die bevorstehenden Online-Überwachungen brauchte? Die freuen sich ja auch sonst wie kleine Kinder, wenn sie einen leistungsstarken PC einsacken dürfen:

    wb-law.de/news/it-telekom...rechner-polizisten-nicht/

  20. Euripides meint: (20.11.2008 um 16:39) AntwortenReply to this comment

    Ich verstehe ja nicht genau, was diese Dame jetzt wirklich will? Listen mit Kinderporno-Seiten an alle Provider verteilen (oder vielleicht gleich mit Aushang an der Amtstafel bekanntgeben?) oder sollen alle Provider ein "Sperrmodul" installieren, das Seiten blockiert, ohne daß bekannt ist, welche Seiten genau das sind.

    Beide Varianten sind jedenfalls höchst bedenklich.

  21. hans meint: (20.11.2008 um 17:06) AntwortenReply to this comment

    Gibt es eigentlich irgendwo eine Liste der gesperrten Seiten, die auch für normale Bürger zugänglich ist?
    Womöglich noch mit dem Grund der Sperrung und wer diese veranlasst hat (möglicher politischer oder religiöser Hintergrund)

    Ich wüsste schon ganz gern, was man mir so vorenthält. Damit meine ich jetzt weniger echte Kinderpornos, deren Sperrung soll ja erst noch kommen, sondern was bisher schon so geblockt wird oder werden soll.
    Ggf. auch aus anderen Ländern, die hier als Vorbilder genannt werden. Können die Bürger dort auch erfahren, was sie nicht erfahren dürfen?

    Lt. der Ministerin müssten mir die nackten Kinder nur so um die Ohren fliegen, wenn ich ins Netz gehe. Aber in den letzten 15 Jahren, in denen ich fast täglich surfe (auch in Newsgroups), ist mir sowas drastisches, wie sie es beschreibt noch nicht untergekommen.
    Und ja, ich habe auch schonmal XXX-Websites besucht…

  22. TheDoctor meint: (20.11.2008 um 17:07) AntwortenReply to this comment

    Eigentlich ist die Sache vermutlich ziemlich traurig, denn ich gehe mal davon aus das Frau von der Leyen schon weiss, was es wirklich bräuchte, um das Wohl der Familen und Kinder hier aber auch anderswo zu verbessern.

    Ich behaupte mal kühn, viel Geld.

    Da sie das von den von mir schon angesprochenen richtigen Politikern (die wirklich Macht haben) nicht bekommt, kommt es bei Ihr zu leeren Zwangshandlungen (wie bei einem Käfiglöwen, der immer hin- und herrennt)

  23. anyone meint: (20.11.2008 um 17:15) AntwortenReply to this comment

    Der letzte Satz aus dem ersten Link macht mir besondere Angst:

    Wenn beim Öffnen einer Internetseite Dateien automatisch temporär auf dem Rechner eines Nutzers gespeichert werden, stelle dies bereits einen Besitz im Sinne des Strafgesetzbuches dar.

    Kann ich das überhaupt wirksam unterbinden?
    Spätestens beim Auslagern des Arbeitsspeichers liegt doch eh alles auf meiner Festplatte.
    Gibt es da Gegenmaßnahmen, die ich als "Surfer" ergreifen kann?

  24. some.body meint: (20.11.2008 um 17:34) AntwortenReply to this comment

    In Australien gibts inzwischen eine Sex-Partei, wie sueddeutsche.de berichtet:


    Australier können ihre Stimme nun einer Sex-Partei geben. Ihre Parteivorsitzende: eine frühere Prostituierte. Ihr erstes Projekt: ein Gesetz gegen pornografische Webseiten verhindern.

    sueddeutsche.de/,ra2m1/panorama/106/344945/text/

  25. dot tilde dot meint: (20.11.2008 um 17:36) AntwortenReply to this comment

    @23 (anyone):

    ja, können sie: nicht surfen.

    oder: keine internetseite öffnen, deren inhalt sie nicht schon kennen und einwandfrei als unbedenklich erkannt haben. und bitte die anscheinsregelung nicht vergessen.

    ich muss mir die ironie wieder abgewöhnen. mir ist unwohl dabei.

    .~.

  26. NoOneYouKnow meint: (20.11.2008 um 17:41) AntwortenReply to this comment

    Von der Leyen:
    Wir schließen die Datenautobahn der Kinderpornografie. Das BKA erstellt Listen der kinderpornografischen Websites. Jetzt sollen die Zugangsanbieter gesetzlich verpflichtet werden, die Listen zu beachten und solche Websites unverzüglich zu schließen.
    ————–
    Zugangsanbieter sollen Websites "schließen"? Ja nee, is klar. Und was ist mit Filehostern, P2P, Usenet, FTP etc. Frau Ministerin? Nie gehört? Dann bitte mal schlaumachen, mit welchen Methoden im Untergrund gearbeitet wird.

  27. Daniel Schultz (Link) meint: (20.11.2008 um 17:49) AntwortenReply to this comment

    Schön, dass jetzt Frau von der Leyen jetzt auch mit dem Wahlkampf anfängt. Zu Opel kann sie ja schlecht was sagen, wäre höchstens noch das Spielkiller, äh Killerspiele-Thema von ähnlich populistischer Qualität, aber dran hatte sich ja kürzlich die CSU, die Finger verbrannt.

  28. Putze meint: (20.11.2008 um 17:54) AntwortenReply to this comment

    Neulich erwähnte jemand in einer anderen Diskussion den Pawlowschen Hund. An den fühle ich mich auch gerade erinnert: Sobald es hier um Kinderpornographie geht, ist Politiker-Bashing angesagt.

    "Der Versuch, die Provider zum Sperren solcher Seiten zu veranlassen ist der typische Politikerreflex, Probleme mit Verboten zu bekämpfen."

    Dieser Satz ist ein guter Anknüpfungspunkt, v.a. weil er wenigstens sachlich vorgetragen ist. Nun würde mich mal interessieren, ob _irgendjemand_ hier _irgendeine_ sinnvolle Idee hat, wie man gegen das Problem vorgehen kann.

    Die Situation ist ja recht einfach: Wird nichts getan, decken die Medien irgendeinen Fall auf und zeigen, wie leicht man im Internet an Kinderpornos kommt. Folge: Politiker-Bashing, weil nichts getan wird. Wird etwas getan, wird darüber ebenfalls berichtet – Folge: Politiker-Bashing, weil natürlich immer das Falsche getan wird. Nein, man muss nicht die Konsumenten verfolgen, sondern endlich mal die eigentlichen Täter ermitteln. Das kapieren diese Trottel einfach nicht.

    Deshalb nochmal meine Frage: Hat _irgendjemand_ hier _irgendeine_ brauchbare Lösung, wie man die Verantwortlichen unschädlich macht?

    Oder bin ich Frau von der Leyen nur auf den Leim gegangen, und es gibt gar keine Kinderpornos?

  29. Kristine meint: (20.11.2008 um 17:54) AntwortenReply to this comment

    Aus dem Interview mit v.d. Leyen: "In fast allen Ländern werden die Kinder verbindlich zu Früherkennungsuntersuchungen eingeladen"

    "Verbindliche Einladung" — welch schönes Neusprech.

    Kristine

  30. Kristine meint: (20.11.2008 um 17:56) AntwortenReply to this comment

    @28 (Putze): Gegen die Hersteller vorgehen. Zensur verhindert nicht die Mißhandlung von Kindern, sie kaschiert das Problem bloß.

    Gruß, Kristine

  31. some.body meint: (20.11.2008 um 18:01) AntwortenReply to this comment

    Auf jeden Fall für Interessierte nochmal lesenswert, was die KJM und diejenigen, die sich etwas eingehender mit dem Thema "Internet-Sperre" beschäftigt haben, dazu sagen, in einem Artikel vom April auf heise (der auch im Hauptartikel verlinkt wird):

    Gutachten: Netzsperren greifen in Grundrechte ein

    heise.de/newsticker/Gutac...ein–/meldung/107143

    Quote:

    Die Erfolgsaussichten der aufwandsintensiven Sperrungen sind dabei nach Ansicht von Gutachtern und KJM begrenzt."Alle Sperrungen können umgangen werden", sagte Ulrich Sieber, Direktor des des Max-Planck-Instituts für ausländisches und internationales Strafrecht und einer der Gutachter.

  32. Putze meint: (20.11.2008 um 18:03) AntwortenReply to this comment

    Ja, Kristine, eine wirklich geniale Antwort. Man macht also die Verantwortlichen unschädlich, indem man gegen sie vorgeht. Dass da noch keiner drauf gekommen ist …

  33. an.on.ym meint: (20.11.2008 um 18:20) AntwortenReply to this comment

    Putze: Prüfen Sie Ihre Vorannahme.
    a) Gibt es hier ein Problem?
    b) ist staatliches Handeln wirksam?

    Der Politiker müsste auf journalistisch-naive "schauen Sie, was ich böses machen kann"-Fragen antworten:

    "Es ist bedauerlich, dass es so etwas gibt. Aber staatlichem Handeln sind praktische Grenzen in seiner Wirksamkeit gesetzt. Die Zahlen realer Missbrauchsfälle im Inland sind jedenfalls nahezu konstant. Offene Gesellschaften sind angreifbar, wie jede Schule unverschlossene Türen hat. Offener Datenaustausch führt dazu, dass auch Inhalte getauscht werden, die wir missbilligenswert finden. Da können weder Sie noch ich etwas ändern. Technische Sperren sind umgehbar. Inhalte im Inland können wir von Servern nehmen lassen, aber alles darüber hinaus, wie staatliche Zwangsfilter, sind unvernünftig."

    Nochmal: Nicht alle wenig wünschenswerten gesellschaftlichen Erscheinungen sind mit staatlichem Handeln, besonders dem Strafrecht, beinfluss- oder steuerbar.

    "Journalisten" induzieren, wenn Sie Missstände als politisch veränderbar hinstellen, eine durch kollektives Handeln erzeugbare Ideal-Welt. Und wohin der Wunsch nach einer "Perfekten Gesellschaft" führt, sollten wir inzwischen gelernt haben.

    Kollektivismus ist das Stichwort zur EU, aus deren wohlmeindenden Weltverbesserungs-Reihen die ganzen Verschärfungen gekommen sind (und noch weiter kommen, siehe Europol-Befugnis zur Bekämpfung von "Terrorismus und KiPo")

  34. Oliver meint: (20.11.2008 um 18:32) AntwortenReply to this comment

    Ich habe heute mehrfach in den Nachrichten (<a href="http://www.wdr.de/radio/wdr2/podcast/mp3/aktuell_wdr2.mp3" rel="nofollow">WDR2 Nachrichten 18:00 Uhr</a>) gehört, dass eine Razzia der Polizei und Staatsanwaltschaft gegen fast 12.800 Internetnutzer, die verbotene Filme und Fotos besaßen oder mit diesen handelten, abgeschlossen wurde. Kein Wort davon, dass bisher niemand verurteilt wurde!

    Ich habe daraufhin beim WDR angerufen, mal sehen ob das noch richtiggestellt wird…

  35. Hobbyjurist meint: (20.11.2008 um 18:45) AntwortenReply to this comment

    Was die Behörden da treiben ist für mich schon fast so etwas wie eine moderne Form der Hexenverfolgung. Die scheinen – ähnlich wie beim sogenannten Kampf gegen den Terrorismus – jedes gesunde Augenmaß verloren zu haben.

    Erfreulich, daß wenigstens die Staatanwaltschaft Köln die Rechtswidrigkeit der ganzen Aktion eingesehen und dementsprechend alle Verfahren eingestellt hat. Erschreckend, daß es nicht mehr Staatsanwaltschaften gewesen sind, die sich dieser fragwürdigen Aktion Himmel verweigert haben.

    Nur damit keine Mißverständnisse entstehen: mir geht es in diesem Beitrag wohlgemerkt nicht um die tatsächliche Kinderpornographie, die auch ich entschieden ablehne und deren Eindämmung auch ich für wichtig halte.

  36. Euripides meint: (20.11.2008 um 19:01) AntwortenReply to this comment

    @28: Um zu brauchbaren Ideen zu kommen, müßte man zuerst einmal die Fakten kennen. Die kann man aber nicht kennen, da man sich zwangsläufig strafbar machen würde, wollte man auf eigene Faust herausfinden, was sich denn nun wirklich so an Kinderpornographie im Internet befindet. Von Politikern sollte man aber erwarten können, daß sie diese Fakten kennen und aufgrund dieser dann brauchbare Pläne entwickeln.

    Wieviele Fotos verbergen sich hinter den genannten 1000 Seiten? 10 oder 1.000.000? Wird der Zugang zu diesen Bildern nur gegen Bezahlung gewährt, oder sind sie frei zugänglich? In welchen Ländern stehen die Server? Auf wen sind die Seiten registriert? usw. usf. Wenn man die Antworten auf diese Fragen kennt, kann man sich überlegen, wie man dagegen vorgeht. Aber wenn man, so wie ich, noch über keine von den angeblich unzähligen Seiten gestolpert ist, tut man sich damit schwer.

  37. bombjack meint: (20.11.2008 um 19:11) AntwortenReply to this comment

    @33

    Außerdem wir völlig unterschlagen, daß in Ländern wo soetwas kommerziell produziert wird, dann meist die Behörden auch bei anderen Sachen wegsehen (wie wäre es mit Kinderorganhandel?), eben weil sie geschmiert sind.

    Warum kommt mir bei der Thematik über das Verbot des Konsums dieser Bilder immer wieder der Gedanke an die Wirksamkeit des BtmG? Erst das Verbot sorgt dafür, daß das Material einen richtigen Wert hat und das Risiko der Vermarktung sich lohnt und wie wirksam es ist sieht, man am Angebot der ganzen Bandbreite von Btm auch in Hinterobertupfingen.
    Zudem bin ich überzeugt, daß ein Großteil der Bilder Nebenprodukte des leider alltäglichen sex. Mißbrauchs in Familien darstellt, denn komischerweise werden und wurden bei den diversen Aktionen relativ wenig reale Täter die eigene und fremde Kinder sex. mißbraucht haben entdeckt.
    Würde man unangekündigte gynäkologische Untersuchungen (Männlein und Weiblein) bei Kindern unter 14 Jahren in der Schule machen, hätte man vermutlich den gleichen Erfolg, wenn nicht sogar mehr in Bezug auf die Zahl von realen Tätern. Ebenso wenn man die präventive verdachtsunabhängige HD einführen würde ;-)…

    Ansonsten:
    heise.de/tp/blogs/foren/S...147602/msg-15888860/read/

    bombjack

  38. ted arrow meint: (20.11.2008 um 19:11) AntwortenReply to this comment

    @28 (Putze): Denjenigen KiPo-Produzenten, denen es ausschliesslich ums Profit geht, könnte man meiner Ansicht nach durch eine Teillegalisierung von Kinderpornographie (Besitz und Verbreitung legal; Herstellung und Handel illegal) gezielt entgegen treten.

    Siehe dazu meinen Kommentar (106) auf lawblog.de/index.php/arch...nur-einen-klick-entfernt/

  39. Lutschbongbong meint: (20.11.2008 um 19:23) AntwortenReply to this comment

    23. anyone: RAM war nie so billig wie heute. Das sollte man ausnutzen und dann Auslagerungspartition komplett aktivieren. Suspend-to-Disk ebenfalls deaktivieren, da sonst der Hauptspeicher unverschlüsselt auf der Festplatte landet. Zur Not kann man diese aber verschlüsseln. Mindestens das eigene Benutzerverzeichnis sollte man ebenfalls verschlüsseln. Optimal ist es erstmal alles zu verschlüsseln und bei Bedarf eine Partition davon auszunehmen, für Dinge die schnelle Plattenzugriffe und hohen Durchsatz brauchen wie Videoschnitt oder Serveranwendungen wie Datenbanken.

    Im Gau NRW ist das Sperren von Webseiten seit Jahren üblich. Es betrifft allerdings nur ISPs, die ihren Firmensitz in NRW haben. Das läuft so, dass die gesperrten Domains umgeleitet werden. Man landet auf einer Webseite der Landesregierung. Das greift allerdings nur, wenn man den Proxy des ISP nutzt, was eigentlich eine gute Idee ist. DNS-Sperren oder Sperren, die nicht das Web betreffen, sind mir bislang nicht untergekommen. Das ist nicht nur Sabotage, es ist auch hochgradig lächerlich. Google filtert natürlich auch, allerdings nur google.de. Man suche einfach mal nach "stormfront".

    Putze bleib bei deinen Lappen.

    Darf man auf der Datenautobahn eigentlich rechts überholen?

  40. McDough meint: (20.11.2008 um 19:38) AntwortenReply to this comment

    @28 (Putze):

    Jedenfalls nicht mit sinnlosem Aktionismus. Kinderpornografie ist verboten. Sowohl der Besitz als auch der Vertrieb. Das ist meiner Meinung nach auch richtig so.

    Jetzt stellt sich die Frage, ob darüber hinaus Handlungsbedarf besteht. Frau von der Leyen sagt ja, was ja auch erstmal vertretbar ist. Aber dann kommt sie mit Vorschlägen, die total daneben sind. Erzählt etwas davon, dass die Provider Internetseiten wirksam sperren könnten, das zeigt schon, dass sie von der Materie keine Ahnung hat. Hinzu kommen weitere fragwürdige Aussagen, unter anderem die, dass Kinderpornos eine "Einstiegsdroge" wären. Das ist eine Behauptung, die sie vielleicht erstmal untermauern sollte, um darauf aufbauend Forderungen zu stellen.

    Es ist ja schön und gut, wenn man sich berufen fühlt, etwas zu tun. Ich glaube, dass von der Leyen – genau wie Schäuble übrigens auch – gar nichts Böses will. Nur die Vorschläge sind in keiner Weise durchdacht und die Aussagen dazu sind grenzwertig. Wenn ein Politiker so etwas macht frage ich mich schon, ob er in anderen Bereichen ähnlich miserable Leistungen zeigt.

  41. Hans G. meint: (20.11.2008 um 19:48) AntwortenReply to this comment

    Kommentar zu v.d.Leyen – emotional aber treffend:
    datenschutzbeauftragter-online.de/weltbilder/

  42. me meint: (20.11.2008 um 20:13) AntwortenReply to this comment

    lesenswert: http://odem.org/tmg/
    Offener Brief an Ursula von der Leyen von Alvar Freude

  43. der echte n.n. meint: (20.11.2008 um 20:26) AntwortenReply to this comment

    mich würden mal wirklich belastbare daten zur kipo im netz interessieren. die zahlen die die von der leyen präsentiert klingen nach der üblichen dramatisierung von ermittlungsbehörden für die große zahlen an dramatischen fällen automatisch zu mehr planstellen und wichtigkeit führen.

  44. Putze meint: (20.11.2008 um 22:38) AntwortenReply to this comment

    Hm, viel weiter sind wir ja noch nicht gekommen. Bis jetzt hat noch niemand eine Lösung zu meiner Frage gefunden, außer der, Kinderpornokonsum zu legalisieren. Schade eigentlich.

    Es ist schon etwas lustig, wie argumentiert wird: Zum einen heißt es obligatorisch, also Kinderpornographie, das lehne ich natürlich entschieden ab, das muss man eindämmen. Man muss gegen die Hersteller vorgehen. Fragt jemand (ich), wie das konkret gehen soll, ist die Antwort, man muss erstmal gucken, ob es überhaupt ein Problem gibt. Dann heißt es, naja vielleicht gibt es eines, aber es ist halt nicht zu ändern. Vor allem kann es – wie praktisch – keiner nachprüfen, also gibt es wahrscheinlich doch keins. Aber: Man kann natürlich von anderen erwarten, dass die was tun, von den Politikern nämlich, dafür werden sie schließlich bezahlt. Und vor allem kennen die ja die Fakten, im Gegensatz zu uns, denn wir dürfen die ja gar nicht kennen. Bringen die nun ihre Erkenntnisse vor, heißt es, wahrscheinlich stimmt das alles gar nicht, die wollen uns nur kontrollieren.

    Das Ergebnis: Freie Fahrt für freie Bürger, was interessiert mich fremdes Elend, da sollen sich mal die Verantwortlichen drum kümmern. Denn die kennen ja die Fakten …, aber eigentlich wissen wir ja alle: Da kann man sowieso nix machen, denn … Eine echte Lose-lose-Situation.

    @33 (an.on.ym): Was ist daran "journalistisch-naiv", wenn jemand nachweist, dass er relativ problemlos an Kinderpornos im Internet kommt? Zweitens: Du erwartest also im Klartext, gegen die Verbreitung solcher Inhalte solle – wenn die Betreiber im Ausland sitzen – nichts unternommen werden. Das sieht dann also so aus: Die Medien zeigen die problemlose Möglichkeit des Herunterladens von Kinderpornos, und der Politiker sagt dazu: "Gegen die Anbieter im Ausland unternehmen wir nichts, weil es nicht geht, und gegen die Konsumenten im Inland unternehmen wir nichts, weil wir nicht ausschließen können, dass wir dann auch Unschuldige verfolgen." Ich würde gern mal die Reaktion auf eine solche Aussage sehen.

    @36 (Euripides): Und was wäre dein Vorschlag, wenn du folgende Fakten vor dir liegen hast:
    - Hinter den genannten tausend Seiten verbergen sich 1 Mio einschlägige Bilder
    - Eine Hälfte ist frei zugänglich, die andere gegen Bezahlung.
    - Die Server stehen in Takatukaland, die Registrierung erfolgt überall auf der Welt.

    Deine Lösung?

    Ach ja, und dass niemand zufällig auf solche Seiten stößt, ist wohl nicht verwunderlich: Jeder wird aus Schiss tunlichst vermeiden, die Sachen aufzurufen, und falls es doch jemandem zufällig passiert, zieht er wohl eher den Stecker, als es irgendwem zu erzählen.

  45. Klaus meint: (20.11.2008 um 22:44) AntwortenReply to this comment

    @45
    amazon.de/Kinderpornograp...qid=1227216839&sr=8-1

    Das Buch räumt mit einigen Mythen und falschen Annahmen auf und lassen die Ministerin als zwar wortreiche aber völlig ahnungslose Dampfplauderin erscheinen. Typisch Politiker halt.

  46. SvenC meint: (20.11.2008 um 22:52) AntwortenReply to this comment

    … meines Erachtens braucht man sich nur die Vita von der Frau von der Leyen durchzulesen, dann schauen wie, wann, wo, wer noch an bestimmten Plätzen war und dann 1 und 1 zusammenzählen.
    … auch wie es die Frau geschafft hat, GANZ alleine OHNE fremde Hilfe und OHNE VIEL Geld IHRE Kinder ALLEINE grosszuziehen…

    Der Rest bedarf keinen Kommentar. Denn wer obigen Text verstanden hat, der stellt keine weiteren Fragen mehr über diese Frau.

  47. corax meint: (20.11.2008 um 23:22) AntwortenReply to this comment

    Hintergründe zum Thema gibts <a href="http://zenzizenzizenzic.de/archives/2008/11/20/super-uschi-im-kampf-gegen-das-bose-internet/" rel="nofollow">bei ZAF</a>.
    Großartig. keine weiteren Fragen.

  48. Thies meint: (21.11.2008 um 00:32) AntwortenReply to this comment

    Die Diskussion hat sich jetzt aber ziemlich weit weg von der Ausgangsmeldung und damit vom Hauptproblem für den legalen Internet-Nutzer bewegt. Dass nämlich bei einer groß publizierten Ermittlungswelle sehr viele Menschen unter einen Anfangsverdacht gestellt wurden und dabei kaum vorzeigbare Ergebnisse herauskamen. Es nutzt doch wirklich nicht viel mit dem Knüppel auf die Menge einzudreschen, auf dass es schon den Richtigen erwische.

    Wenn bei der Fahndung nach einem Ladendieb sämtliche Besucher eines Kaufhauses erkennungsdienstlich erfasst und ihre Wohnungen nach möglichem Diebesgut durchsucht würden, dann würde die Aktion mit Sicherheit für einigen Unmut sorgen. Wenn ähnlich sorglos Internet-Nutzer als Kinderpornographie-Konsumenten abgestempelt werden, dann ist das offenbar für,anche
    nur ein bedauerlicher Kollateral-Schaden.

    Und zu den Aüsserungen von Fr.v.d.L.: das ist ein derart unklarer Mischmasch an Behauptungen, dass offenbar nicht nur ich mich frage, ob die Frau auch nur die Spur einer Ahnung hat, wovon sie redet. Dass irgendwo eine für jedermann ohne weiteres zugängliche Seite für Kinderpornographie existiert erscheint mir ähnlich wahrscheinlich, wie ein in den Gelben Seiten verzeichneter Hasch-Großhändler.

  49. THC für alle meint: (21.11.2008 um 00:57) AntwortenReply to this comment
  50. Thies meint: (21.11.2008 um 01:02) AntwortenReply to this comment

    @THC

    Danke, aber kein Bedarf.

    P.S. Der Händler wird sich für das Outing sicherlich bedanken. ;-)

  51. THC für alle meint: (21.11.2008 um 01:31) AntwortenReply to this comment

    Es geht sogar noch besser:

    gelbeseiten.de/branchenbu...ende-38-28357-bremen.html

    Da landet man dann hier:
    http://www.hasch-co.de/

    Professionellerweise sogar der Haftungsausschluss: "Doch Vorsicht! Hasch macht süchtig…"

    Und nun wirds richtig heftig. Schauen sie mal was dort süffisant unter "Hauskomfort" entgegen lacht:

    http://www.hasch-co.de/sanitaer_index.phtml

    Das zeigt mal wieder, es ist alles noch viel schlimmer als im Oberstübchen von FrvdL.

  52. bombjack meint: (21.11.2008 um 02:59) AntwortenReply to this comment

    [...]Zweitens: Du erwartest also im Klartext, gegen die Verbreitung solcher Inhalte solle – wenn die Betreiber im Ausland sitzen – nichts unternommen werden.
    [...]

    Wie wäre es wenn man entweder die Behörden oder den Hoster informiert?

    [...]
    - Hinter den genannten tausend Seiten verbergen sich 1 Mio einschlägige Bilder
    - Eine Hälfte ist frei zugänglich, die andere gegen Bezahlung.
    - Die Server stehen in Takatukaland, die Registrierung erfolgt überall auf der Welt.
    [...]

    Geldströme lassen sich verfolgen und Kreditkarteninstitute reagieren normalerweise recht sensibel auf solche Infos…
    Im Takatukaland ist natürlich Kinderpornographie legal und deswegen ist da nichts zu machen….nenne mir doch mal ein paar Länder wo das Zeug legal ist?
    Bloß wenn man künstlich die Definition von der Sache immer weiter ausbaut, dann braucht man sich nicht wundern wenn es von diesen bösen Sachen im Netz nur so wimmelt…..

    bombjack

  53. carlo meint: (21.11.2008 um 07:22) AntwortenReply to this comment

    @ putze: es gibt vermutlich keine befriedigende Lösung zum Thema Kinderpornographie. Wie schon von jemand anderem gesagt: in einer offenen Gesellschaft sollte man sich das eingestehen. Die jetzt durchgeführten Lösungen sind Scheinlösungen, sie treffen größtenteils harmlose Leute, die mal auf normal-pornographischen Seiten herumsurfen, auf denen dann, ohne dass es das Suchziel des Betreffenden war, auch Kinderpornographie angeboten wird.Die Durchsuchungen und deren wirtschaftliche und soziale Folgen stehen in keinem Verhältnis zum gar nicht vorhandenen Erfolg. Professionelle Kinderpornographen dagegen nutzen sicherlich verschlüsselte Computer, geklaute Kreditkartennummern und völlig anonyme Internetzugänge z.B. über Cafes, die w-lan anbieten. Kindesmissbrauch kann man nicht vollständig aus der Welt bekommen, dazu ist die Motivation der primär Pädophilen zu stark. Was machbar wäre, ist eine liebevolle Erziehung zu einem selbstbewußten Kinde, denn solche Kinder werden sich nicht so leicht zu Kindersex verführen lassen. Im immer stressiger werdenden Kapitalismus ist aber gerade diese Erziehung immer weniger anzutreffen. Die Unterschichtkinder verwahrlosen mit immer weniger Bildung, die Mittelschichtkinder haben ebenfalls keine Kindheit, müssen sie doch mit fünf Jahren schon fliessend Chinesisch sprechen. Da hat der manipulativ geschickte Pädophile beste Chancen, diese Kinder abhängig zu machen.

  54. carlo meint: (21.11.2008 um 07:31) AntwortenReply to this comment

    Noch was zur vorgeblichen Ahnungslosigkeit von Schäuble, von der Leyen und Co. Natürlich haben die im Detail keine Ahnung von Computern, wissen aber natürlich um die Sinnlosigkeit ihrer Vorschläge.
    Alle Politiker sind aber in einem gewissen Sinne Hacker, Wetwarehacker sozusagen. Sie kennen die " Exploits" der Normalbevölkerung, die allgemein gesprochen in der Sehnsucht nach einfachen, schnellen und bequemen Lösungen besteht. Die Sehnsucht bedienen diese gefährlichen " Polithacker" und haben damit Erfolg bei einer recht dummen und recht gleichgültigen Bevölkerungsmehrheit.Für die politischen " social engineers" sind lawblog-Leser mit ihrer Skepsis sogar nützlich, denn sie treten offen auf und lassen sich der Bevölkerung leicht als spinnerte und gefährliche Freaks verkaufen. Robert Basic hats vorgemacht.

  55. Seppuku meint: (21.11.2008 um 09:27) AntwortenReply to this comment

    Mal eine Frage: Es ist doch ohne weiteres möglich, dass man mit einer x-beliebigen Google-Bildersuche so ein Thumpnail erwischt, bei der miesen Qualität der Ergebnisse und im Hinblick darauf, dass Google nicht automatisch bestimmen kann, was KiPo ist und was nicht.
    Hab ich hier einen Logikfehler oder stimmt das so?

  56. Snickerman meint: (21.11.2008 um 10:54) AntwortenReply to this comment

    Jedenfalls zeitlich sehr treffend, der Interview-Zeitpunkt!
    So gehen die Nicht-Ergebnisse der "Operation Himmel" locker
    in dem medialen Aufschrei der Frau von der Leyen unter,
    Nachdenken wird zugunsten der Empörung eingestellt…

    Und ist es Wahnsinn, so hat es doch Methode…-
    denn wer ist schon dagegen "Kinderleben zu retten"?
    Doch nur die… nasiewissenschon…

  57. R.A. meint: (21.11.2008 um 11:11) AntwortenReply to this comment

    @23, Hans:
    > Lt. der Ministerin müssten
    > mir die nackten Kinder nur so
    > um die Ohren fliegen, wenn ich
    > ins Netz gehe. Aber in den
    > letzten 15 Jahren, in denen
    > ich fast täglich surfe (auch
    > in Newsgroups), ist mir sowas
    > drastisches, wie sie es
    > beschreibt noch nicht
    > untergekommen.
    Das liegt daran, daß man als Normalbürger noch die Vorstellung hat, "Kinderpornographie" hätte etwas mit Kindern zu tun.

    Nach der jüngst verschärften Gesetzeslage ist es aber schon "Kinderpornographie", wenn erwachsene Menschen in anzüglicher Pose und nicht komplett bekleidet photographiert werden – solange man von ihrem Aussehen auf die Idee kommen könnte, sie könnten unter 18 sein.

    Mit dieser ausgeweiteten Definition ist die ganze Medienwelt natürlich voller "Kinderpornographie".
    Und die Gemäldegalerien sowieso …

  58. McDough meint: (21.11.2008 um 12:56) AntwortenReply to this comment

    @R.A.:

    Kinderpornographie findet man im Netz tatsächlich ohne große Probleme. Zwei Beispiele:

    1. Wenn man über Google sogenannte "Child Model"-Seiten sucht, stößt man früher oder später auf Linklisten, über die man schnell auf kinderpornografische Inhalte kommt (Bevor jetzt jemand fragt, woher ich das weiß: Ich bin in einem großen deutschen Forum aktiv, in dem es vor einiger Zeit eine Diskussion über eine bestimmte Child Model-Seite gab (inklusive Link). Nach zwei Seiten ist einem User aufgefallen, dass man über zwei Klicks zu besagten Inhalten kommt, woraufhin das Topic natürlich sofort von der Moderation gelöscht wurde).

    2. Es gibt eine Seite von einem finnischen Internetaktivisten, der Seiten auflistet, die von finnischen Providern auf Geheiß der finnischen Polizei blockiert werden müssen. Diese Seite ist im Internet frei aufrufbar. Wenn man die gelisteten Seiten durchgeht stößt man früher oder später auch auf Linklisten, die relativ schnell zu eindeutigem Material führen.

    Frau von der Leyen hat also insofern recht, als dass es wirklich kein großes Problem ist, an Material heranzukommen. Meiner Meinung nach sind Zensurmaßnahmen aber nicht der geeignete Weg, das zu unterbinden. Denn entweder sind die Maßnahmen nicht effektiv (DNS-Blockade) oder sie greifen sehr stark in die Rechte des Einzelnen ein (z.B. bei einer Totalüberwachung des Internetverkehrs durch den Provider). Bei Einsatz entsprechender Software (Verschlüsselung, Anonymisierungsdienste und Co) kann der Provider ohnehin kaum etwas unternehmen, um den Konsum von kinderpornografischen Schriften zu unterbinden.

  59. R.A. meint: (21.11.2008 um 15:59) AntwortenReply to this comment

    @63, Dough:
    > Kinderpornographie findet man im
    > Netz tatsächlich ohne große
    > Probleme.
    Das glaube ich ja gerne.
    Aber da muß man halt schon sehr gezielt suchen – der normale Internetnutzer wird die auch nach Jahrzehnten Surfen nicht zu Gesicht kriegen.

    Und die Horrorzahlen der Regierung über angeblichen Konsum dieser Sachen sind m. E. frei erfunden bzw. nur durch die völlig Ausweitung des KiPo-Begriffs zu erklären.

  60. Caroline Kaiser (Link) meint: (28.11.2008 um 21:05) AntwortenReply to this comment

    Dies möchte ich mal bezweifeln:

    "Wenn man über Google sogenannte “Child Model”-Seiten sucht, stößt man früher oder später auf Linklisten, über die man schnell auf kinderpornografische Inhalte kommt"

    Die niederländische Polizei hat 2002 da einen Feldversuch gemacht, die meisten Links waren tot, falsch oder enthielten nur normales pornographisches Material oder überhaupt keins, trotz der reißerischen "nude pre-teen" Namen der Dateien.
    Der Anteil tatsächlicher KP Files lag noch nicht mal im zehntel Promillebereich. Sicher schlimm genug, aber die Meldungen des BKAs über KP sind schon lange nicht mehr seriös.

    Diese Sperren sind auch völliger Quatsch, da ja KP ohnehin in fast jedem Land illegal ist. Wenn ein Großteil des Materials auf Seiten aus RUS, der UKR und Weißrussland ist, auch diese Regierungen haben entsprechende Abkommen gegen KP unterzeichnet. (z.B. die des Europarats ) Oder hat man Angst, daß wir bei zu großem Protest im Kalten sitzen ?

  61. Caroline Kaiser (Link) meint: (28.11.2008 um 21:07) AntwortenReply to this comment

    @ Thies: "Es nutzt doch wirklich nicht viel mit dem Knüppel auf die Menge einzudreschen, auf dass es schon den Richtigen erwische."

    Genau dies passiert aber. Wer mal einen solchen Fall nachlesen will, der klickt auf meine, bzw. Donalds Webseite und gibt im Suchfenster "Hausdurchsuchung" ein.

  62. Caroline Kaiser (Link) meint: (28.11.2008 um 21:19) AntwortenReply to this comment

    Aktion Himmel: Keine Verurteilungen, aber ein Erfolg

    Die Anzahl der User, die dort KP im Hintergrund getauscht haben, soll wohl sehr gering sein, vielleicht ein Dutzend, wenn überhaupt.

    Alle anderen haben nur Pornographie mit Jugendlichen, bzw. Nacktbilder mit Jugendlichen runtergeladen. Etwas anderes soll im öffentlichen Bereich dieser Seite auch nie zu sehen gewesen sein. Ich muß mich da allerdings auf eine Email eines Betroffenen berufen, ich habe diese Seite – glücklicherweise – nie aufgerufen.

    Bemerkenswert fand ich diese Aussage in der Presse:

    "Die Operation "Himmel" habe einen "irren Verwaltungsaufwand für fast gar nichts produziert", kritisierte ein Strafermittler aus Westfalen."

    Hätte allerdings damals schon das heutige § gegolten, welches Jugendpornographie und "anzügliche" Nacktaufnahmen Jugendlicher der KP gleichstellt, wären fast alle dieser Unschuldigen jetzt Kinderpornographen (bzw. Jugendpornosammler, aber wer nimmt es da schon so genau ) !!!!

    Deshalb werden die nächsten Schlagzeilen lauten:
    Ein großer Erfolg, 99,99% der Beschuldigten verurteilt

    Durch die dann explodierenden Fallzahlen wird sofort der Ruf nach noch härteren Strafen erschallen, wetten ?

    ( Am besten die Altersgrenze rauf auf 21, dann haben wir sie alle )

  63. Caroline Kaiser (Link) meint: (28.11.2008 um 22:00) AntwortenReply to this comment

    @putze: Ein paar Denkansätze, wie man mit der Problematik KP (anders) umgehen sollte, findest Du ganz unten hier:

    lawblog.de/index.php/arch...rafie-ab-morgen-strafbar/

    Ich habe 98-2000 auch an einem entsprechenden Programm in den NL gearbeitet, aufgrund des politischen Rechtsrucks verschwand dies aber in den Schubladen. An Prävention scheint (fast) niemand mehr Interesse zu haben, sondern man möchte den Radius der Täter immer weiter ziehen. Das eigentlich Problem Kindsmissbrauch und KP dämmt man damit aber nicht ein, ganz im Gegenteil.

  64. Redlich, Anselm H Joh, MisteR33, Jo The German, promo of “demokratische bildung berlin e v” (Link) meint: (7.5.2009 um 05:46) AntwortenReply to this comment

    Hi Udo!

    Zu den sekundenkurzen Webverbindungen:

    OTR-Technologie wurde vor geraumer Zeit verboten – siehe Wikipedia (Whistleblower)!

    Es ist seit langem ein polizeiliches Problem:
    man fängt die User -
    der Dealer steht weiterhin da.

    Es gibt bei mir den Verdacht:
    der Staat bestraft nur die Wirtschaftsschwachen für ihre Unfähigkeit.

    Wenn doch die Putin-KGB-Gruppe an den BND geliefert wurde, kann davon ausgegangen werden, dass unser Geheimdienst die Kinderficker schützt:

    Koulla Louca hat eine Tochter, deren Oma väterlicherseits: ist eine sehr fähige Agentin: "P52" "patrizia" *Mai 1952 = 0052-5-… ist die internationale Vorwahl von Mexiko City! sie schaffte es ~ Jan.1984 in weniger als vier Tagen eine CIA-Verschluß-Akte zu kopieren (auf dem einzigen Kopiergerät der USA), konnte von ihr nicht gefällscht werden, da ich die einzige Figur auf diesem Planeten war, welche einen Gewissen Inhaltsteil wußte, denn ich hatte diesen Teil selbst verfasst und dem indischen Kontaktmann überreicht (dieser war ebenso nicht informiert, denn solche Kuverts können nicht so einfach geöffnet und unbeschädigt verschlossen werden wie die Standardkuverts). Also einzige Info-Quelle der CIA selbst. Dieser dilletantischen Räuberbande wäre es allerdings gut zu zu schreiben, dass sie viele ihrer Agenten an die durchtriebene P52 verloren!!!

    P52 ist seit Mai 1995 in Berlin.
    Sie arbeitet seit diesem Zeitraum für sich.

    Gegen Babak Moghadam *~1935. Den eigentlichen "Boss"; den Guru; der von Gott das Recht erhielt, mein Sperma und meinen Körper an die kinderfickgeilen Weiber jeden Alters zu verkaufen; der das Recht durch Gott besitzt, von meinen Nachkommen zu verlangen, seine Sklaven zu sein, wenn sie nicht 30% aus ihrem Umsatz (den er festlegt) an ihn überweisen, dann schickt er Söldner zur Problembehebung (Jan.1987) oder läßt durch Ibrahim Baran einen Unfall inscenieren (März 1992) …

    Gegen ihre "Freundinnen".
    Sommer/Herbst 2007: 6000 Festnahmen (Kinder ihrer Freundinnen landen im Knast, welche Mutter wäre davon begeistert), Tipp vom Gestapofuzzi (des Babak Moghadam) dem Hr. Bahar*~1941 – er hat eine Zwillingsschwester Silancer welche (1989 … 1992)in Thannhausen wohnte;
    Okt. und Nov.2007: es sollte für die Polizei und sonstige so aussehen als hätten die Mütter ihre Kinder umgebracht – ist ein Securitate-Einsatz (meiner Erinnerung nach der "423")…

    Gegen die Halbgeschwister ihrer Kinder (dies tat sie mindestens schon seit Januar 1987!).

    Gegen mich arbeitet sie sporadisch (Herbst 1988; März 1992; Herbst/Winter 2007/2008).

    Sie mochte mich noch nie; seit Island ~Nov.1980 hasst sie mich; aber etwa Pfingsten 1983 tat sie so als träfen wir uns zufällig in Tübingen (im Jureideikum oder wie der Vorraum der Juristischen Fakultät heißt?); im Sept.1983 hat sie erst – mit dem zu diesem Zeitpunkt erst sehr kurz nicht-mehr-Beamten – rumgeknutscht, dann aber so getan als wäre dieser garnicht dagewesen. Ihr damals noch westafrikanisch aussehender Sohn konnte gut Klavier spielen. (Habe dann morgens um ~vier die verrosteten Spielgeräte umgefahren – die waren superkaput, sowas ist auch Kindesmisshandlung!).

    1988 im Herbst wollte sie mit ihren Soldaten zeigen, dass diese mich unbewaffnet und ohne Kevlar erschießen können, dummgelaufen, der erste Schuss ging daneben! …

    Sie könnte bestens mit dem Litschwinenko ins Bett gestiegen sein oder sogar ihre Enkelinnen ihm zu naschen verabreicht haben, dafür machte er ein hübsches kleines Interview mit der kleinsten und unbedeutensten Zeitung der Welt.
    Diesen Artikel zeigte sie Babak Moghadam, worauf dieser ihr €130'000'000'000,- (hundertdreißimilliardeneuro) "schenkte", mit der Bitte, dass sie dem Litschwinenko beibringe er möge sich bei Wladimir Putin entschuldigen – weil Babak Moghadam fürchterlich viel Angst vor Wladimir Putin aber insbesondere von den nichts-vergessenden Archieven des KGB hat.
    Sie ist aber ein kleveres Kerlchen!
    Sie provoziert den armen kleinen Wladimir Putin gleich noch einmal, in dem sie den Litschwinenko so spektakulär umbringen läßt, dass Jede/r meinen muss es sei die Rache des Wladimir Putin, für diesen kleinen von niemandem beachteten Zeitungsartikel.
    Vielleicht zeigte ihr Putin im Gegenzug, dass er sich auch (noch) recht viel Spaß leisten kann: mit dem kleinen Krieg in Süd-Osetien, mit seiner Freundin der Georgischen Innenministerin.

    Sei es doch wie es will, Putin schweigt. Die Ermittler irren herum. Keiner kommt auf die Idee mal die sechs sieben Monate vor dem Interview des Litschwinenko zu überprüfen. Wieso gibt es über ihn, dass Opfer, wieder einmal keine bzw kaum Daten?

    Soviel zu Kriminell und wer mit wem.

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