Sonderopfer
Vor einigen Tagen wollte ich einen Dauerauftrag löschen. Online, ebenso wie ich ihn eingerichtet hatte. Doch das war nicht möglich. In der Übersicht für mein privates Konto sahen alle Daueraufträge gleich aus. Nur neben dem, um den es geht, stand ein Sternchen:
Mit * versehene Daueraufträge können online nicht geändert oder gelöscht werden.
Bitte wenden Sie sich hierzu an Ihr Investment & FinanzCenter.
Das tat ich dann auch. Den Kundenberater bei der Deutschen Bank handelte ich von einem Fax auf eine E-Mail runter. Der Auftrag ist dann auch gelöscht worden. Allerdings berechnet mir die Bank jetzt 1,50 Euro Gebühren. Für die manuelle Löschung gemäß “Deutsche Bank PGK AG Preisberechnung”.
Ich verbuche den Betrag als Sonderopfer zur Bewältigung der Finanzkrise.
Sehr gut xD
Sehr geehrter Kunde,
die Deutsche Bank möchte Ihnen ein Angebot machen, das Sie nicht ablehnen können: Wir haben einen (diesmal nur einen) Ihrer Daueraufträge mit dem $$$-Symbol gekennzeichnet. Falls Sie das $$$-Symbol wieder löschen möchten, geben Sie bitte unserem Außendienstmitarbeiter Luigi die fälligen 1,50.
Ansonsten wäre es doch schade, wenn Ihrem Konto etwas zustoßen würde, nicht wahr?
…wenn's damit getan wäre…
Schau demnächst mal auf Deine Kontoauszüge, es sollte geklappt haben… :-)
Grüße!
Solche und andere Scherze waren der Grund warum ich von der DB zur Sparkasse gewechselt bin. Muss aber jeder für sich entscheiden, meine Erlebnisse waren halt subjektiv.
Was anderes: Bei mir war es genauso bzgl. einer Bearbeitung eines Dauerauftrages. Nur bei mir wars lustiger, 3x hat mich (3 verschiedene kundenberater) darauf hingewiesen, dass er das nicht ändern ikann, sondern dass ich das selbst online amchen könnte, dafür hätte ich ja schliesslich online banking. Erst beim vierten mal, und nachdem ich es dem Kundenberater gezeigt habe (das es nciht geht), wurde es für mich erledigt, zwar kostenfrei, aber nervig!
@5 wobei ich sparkasse nicht unbedingt besser finde… während meines Studiums kam ich mal in die Verlegenheit aus Zwickau dringend Bargeld auf mein Konto einzahlen zu müssen…
Jetzt war ich aber bei der Sparkasse Zschopau Kunde -> Bareinzahlung aufs eigene Konto = 17€ Gebühren!
Da wäre es billiger gewesen das Geld erstmal als Kredit aufzunehmen bis ich wieder in Zschopau war. -.-
Derartiges Verhalten scheint symptomatisch für den DB-Konzern… Deren Anlagetochter DWS ist, was online anbelangt, auch eher — wunderlich.
Was über einen Anlageberater abgeschlossen wurde, kann auch nur über diesen oder (immerhin!) persönlich auf dem Schriftweg geändert werden, keinesfalls ist eine Wandlung in online-Bedienung möglich…
die beschriebene Erfahrung bestätigt mich von der DB weggegangen zu sein, obwohl ich DB-Aktionär bin.
@6:
Das ist doch der übliche Preis für Auslandsüberweisungen !
;-)
@6 (Azrael):
Das kommt darauf an, ob die Sparkasse Mitglied im Sparkassenverbund ist.
Beispiel:
Sparkasse Ingolstadt und Sparkasse Berlin sind Mitglieder, ergo keine Gebuehren bei Geldabheben am Automaten.
Die Stadtsparkasse Muenchen (SSKM) ist NICHT Mitglied, also werden Gebuehren faellig.
Alles klar?
@10(blidcoder): Bitte Kommentar 6 nochmal lesen und dann den eigenen Kommentar überdenken!
Aber wirklich ein grandioses Geschäftsmodell der Deutschen Bank…
Ähnliche Erfahrungen hab ich bei der Citibank gemacht. Die Eröffnung von Festgeldkonten geht online, kündigen nur telefonisch, per Post oder in der Filiale. Ist aber wenigstens gebührenfrei.
Ich frage mich, was das besondere an diesem einen Dauerauftrag war, dass er diese Sonderbehandlung verdiente? Wurde das nicht am Telefon gefragt? Wäre eine meiner ersten Fragen gewesen.
@Ursel: vermutlich einer, der schon vor der Online-Zeit sozusagen "offline" eingerichtet wurde. Die kann man bei der DB nämlich auch nur "offline" wieder löschen (war bei mir jedenfalls mal so, allerdings kann ich mich nicht an damit verbundene Kosten erinnern)
hmm, also entweder ich bin zu doof für diese Nachbearbeite-Funktion oder die hakt gerade irgendwo.
Sorry USUL (13), hatte natürlich dich gemeint und den Tippfehler nicht mehr korrigiert gekriegt, als ich ihn ein paar Sekunden nach dem Klicken sah….
(so, noch ein Editier-Versuch, diesmal bloß zum Test…. *hmpf* plötzlich geht es, war also wohl einfach zu doof vorhin ;-))
So kenne ich die Deutsche Bank. Die Depotführung seinerzeit war ähnlich. Zum Glück hat man die freie Bankwahl.
Dahinter liegendes Basisprinzip:
- Der Weg in die Falle (Vertrag, Abo etc.) ist super einfach, d.h. Telefongespräch, eMail etc.
- Der Weg aus der Falle wird in einem Dokument beschrieben, das in einem Aktenschrank im Keller liegt, auf dem Aktenschrank steht "Vorsicht bissige Spinnen !"
Willkürliches Beispiel: man Versuche mal die Faxnummer von Moderfone herauszufinden um denen eine Vertragskündigung zu faxen :)
In diesem Zusammenhang sicherlich auch erwähnenswert, dass die DB kürzlich die Gebühren für den Auslandseinsatz (Fremdwährung) ihrer Kreditkarte/Mastercard von bisher "1,75%" auf "1,75% aber mindestens 1,50 Euro" geändert hat.
So erhöhen sich die Gebühren für eine $20 DVD von Amazon.com o.ä. mal eben um einige hundert Prozent. Und das ohne vorherige Information. Danke auch DB!
@8 (ichbins) Nehmen Sie Ihre DB-Aktien mit ins Grab? Soll ja Möglichkeiten geben, die Dinger loszuwerden, bevor sie wertlos sind.
@17 (TheDoctor) Deshalb habe ich auch kein Premiere und nur Prepaid-Telefone.
@ 18: Die Landesbank Berlin berechnet, soweit ich weiß, nur 1% Auslandseinsatzgebühr. =)
@17: das sehe ich genauso. Trotzdem: Einfach bei Vodafone anrufen (0800-Nummer, http://www.vodafone.de/impressum.html) und ein freundliches "Guten Tag, würden Sie mir bitte Ihre Faxnummer mitteilen?". Bei mir hat es geklappt. Ansonsten hilft auch google: vodafone fax kündigung
@14(Matthias Sch.): Was genau haben Sie an "ebenso wie ich ihn eingerichtet hatte" nicht verstanden?
@17(TheDoctor): Ich glaube ja nicht, dass der Gewinn, den die Deutsche Bank durch einen Dauerauftrag macht, der auch von einem Konto bei ihr auf ein anderes geht, so hoch ist, dass es sich lohnt, das unnötig zu verkomplizieren.
@20(Max): Es gibt sogar Kreditkarten, bei denen der Auslandseinsatz kostenlos ist. (Und die Kreditkarte außerdem keine Jahresgebühr kostet.)
Jedesmal, wenn mein Konto bei der Deutschen Bank mal 1 Woche im von der Bank bereitwillig eingerichteten Dispo ist (nur ein paar EUR, weit entfernt vom Limit des Kredits, der für die Bank übrigens fürstlichste Zinsen trägt), bestellt mich die Bank neuerdings per offenbar automatisch versandtem Schreiben zu einem klärenden Gespräch mit meinem Kundenbetreuer ein. Wie einen Schuljungen zum Nachsitzen. Und das, obwohl ich seit ca. 15 Jahren guter Kunde bin. Wenn die Marktwirtschaft funktionieren würde, wenn ich nicht wüsste, daß ein zufälliger Managerwechsel bei der nächsten Bank jederzeit zu denselben kundenunverachtenden Syptomen führen kann, wäre ich morgen weg.
@23: Selber Schuld, sowas würde ich nie mitmachen. Das habe ich auch noch nie von einer anderen Bank gehört.
Das bestätigt mich, warum ich nie Kunde der Deutschen Bank oder einer Sparkassen werden wollte.
Man verzeihe die Werbung bei: http://www.gebuhrenfrei.com bekommt man eine MASTERCARD ohne(!) Zuschläge im Ausland vollkommen kostenlos. Das ist löblich!
Ich würde mich da bei der Deutschen Bank beschweren.
Die Deutsche Bank hatte mir letztes Jahr 1,50€ für eine Änderung eines Dauerauftrags berechnet, ohne dass ich irgendwas gemacht habe, weder online noch in der Filiale. Ein paar Tage nach dem nächsten Ausführungszeitpunkt kam die Überweisung dann zurück weil das gegnerische Konto nicht bekannt war. Wie sich bei einem Blick ins Onlinebanking herausstellte, hatte die Deutsche Bank 'eigenmächtig' die BLZ im Dauerauftrag geändert.
Also musste ich dann erstmal aus meinen Unterlagen die echte BLZ raussuchen und die Überweisung manuell eingeben, außerdem den Zahlungsempfänger anrufen und ihm mitteilen, dass er sein Geld in kürze erhalten werde. Vermutlich dachte der dann, ich sei knapp bei Kasse; der Bankfehler mit der BLZ-Änderung klingt ja doch irgendwie nach einer ganz billigen Ausrede eines notorischen Schuldners.
Der nächste Anruf ging dann an die Deutsche Bank, die den Fehler korrigiert haben und dann ihre Schuld auch nach ein paar Tagen eingestanden haben in Form einer Entschädigungszahlung von 10€.