Nicht von innen nach außen ermittelt
Als Polizeidirektor Mannichl niedergestochen wurde, schien gewiss: Der Täter ist ein Rechtsextremer. Doch jetzt mehren sich die Zweifel am Tathergang.
Spannender Artikel in der Süddeutschen Zeitung.
Als Polizeidirektor Mannichl niedergestochen wurde, schien gewiss: Der Täter ist ein Rechtsextremer. Doch jetzt mehren sich die Zweifel am Tathergang.
Spannender Artikel in der Süddeutschen Zeitung.
Hat man bei Herrn Mannichl eigentlich im Krankenhaus den Blutalkoholwert bestimmt?
Nicht das er am Ende einfach nur im Suff ins eigenen Messer gefallen ist.
Warum sagt der Herr Mannichl nicht einfach die Wahrheit? Sagt, dass das alles doch nicht so war, wie er es in Erinnerung hatte? Vielleicht kann er dann auch auf unzurechnungsfähig plädieren. Aber schön, dass sich das System endlich mal so medienwirksam entlarvt. Vielleicht wacht ja dann doch noch der eine oder die andere auf.
Da sind in der Tat einige Merkwürdigkeiten spannend, und wie ich meine auch nachvollziehbar dargestellt. Sowohl die Unauffindbarkeit des Täters ( Tarantel auf nem Quarkkuchen vom Aussehen her ) als auch pronto die Festlegung es sind Rechtsextreme. Merkwürdig auch dasses Leute gibt die ihre Messer draußen liegen lassen. Und wenn sie die Dinger liegen lassen, kommt im Dunkeln nen Nazi, findet das Ding und benutzt es. Also wenn es sich denn so zugetragen hat wie in dem Artikel dargestellt, und das sind die ersten Einzelheiten die ich über den Überfall lese, habe ich Zweifel an der Version von Herrn Mannichl, starke.
Dass die Lebkuchen-Story mit der Nazibanden-Story nicht zusammenpasst habe ich schon vor drei Wochen geschrieben: http://notes.computernotizen.de/2008/12/16/die-lebkuchen-raf/
Schönes Beispiel dafür warum bei mit viel Medieninteresse verfolgten Fällen die Polizei sonst so bemüht ist auf jeden Fall möglichst schnell Ergebnisse präsentieren zu können. Weil sonst die Spekulationen Überhand gewinnen und auch ohne geänderte Faktenlage die öffendliche Meinung sich durch jene Spekulationen stark wandelt.
Mein Tipp: Einfach mal das LKA Bayern seinen Job in Ruhe machen lassen und abwarten.
Als die "Phantombilder" der Tätowierungen veröffentlicht wurden, war es mir klar. Den Fall hat es so, wie geschildert, nie gegeben.
Bin ich froh, dass ich nicht in der Passauer Provinz lebe. Eine lichte Größe von 1.90, eine Glatze und ein rundes Gesicht kann ich auch bieten.
Und dann noch Rechtshänder…
Mal schauen, was dabei herauskommt. Eventuell zeigt sich hier wieder, dass man nicht vorschnell urteilen sollte.
Ich vermute der Fall wird nie aufgeklärt werden. Denn wenn es sich nicht so abgespielt hat, wie anfangs behauptet, was immer unwahrscheinlicher erscheint, besteht bei allen Beteiligten gar kein Interesse, dass die Wahrheit ans Licht kommt.
Wundert mich, dass das die Süddeutsche nun schreibt. Die haben doch bestimmt nach dem "Attentat" ebenso ein NPD Verbot gefordert wie alle anderen Zeitungen. Und außerdem ist die Gewalt von Rechten sooo dramatisch gestiegen.
Vielleicht kann Udo einmal etwas zur Zusammensetzung seiner Fälle erzählen? Wieviel Prozent seiner Angeklagten sind der rechten Szene zuzuordnen und wieviel Prozent sind Ausländer oder Deutsche mit Migrationshintergrund? Wahrscheinlich müsste Udo nie wieder ins Fitnessstudio wenn er nur von Strafprozessen leben müsste, in denen Rechtsradikale vor dem Kadi stehen.
Bin ich der Einzige, der bei den Ermittlungen an die Ermittlungen im Fall des Düsseldorfer Anschlags erinnert wird?
Was ist eigentlich aus diesem Fall geworden?
http://www.politik.de/information/thema-des-tages,artikel=1342.html?s=edaa824b82fee2276c98ada2342df8e3
@11: Ich fühle mich ein wenig an Sebnitz erinnert. Erst geht ein kollektiver Aufschrei durch die Medien und am Ende stellt sich heraus, dass doch alles ganz anders war. Wie gesagt: Ich bin gespannt, ob es tatsächlich Rechtsradikale waren, die Mannichl niedergestochen haben (was ja durchaus möglich ist) oder ob sich das Ganze am Ende als eine riesige Fehlspekulation herausstellt.
zum messer
wie kurz im artikel beschrieben ist das messer zum anschneiden eines kriststollen.
dies ist in dieser region weihnachtsbrauch, das ein ganzer kriststollen und ein messer vor dem haus stehen.
freunde und nachbarn kommen dann vorbei wünschen eine besinnliche zeit und schwatzen noch. als dank dafür, dass sie vrobei gekommen sind, dürfen sie sich selbst ein stück vom stollen abschneiden.
auch bei den nachbarn lag ein kriststollen sammt messer draußen bereit
manchmal könnte man wirklich meinen die Politik legt sich alles so hin, wie es gerade passt
er wurde von Rechtsradikalen verletzt, die NPD ist nun dafür der Schuldige
Leute laufen Amok, es sind diverse Killerspiele die Schuld daran sind
ich will nicht ausschließen, das es wirklich alles so gewesen ist, trotzdem hat sowas immer eine faden Beigeschmack
handyaner: Schwachsinnig wird nicht dadurch sinniger, dass man ihn wiederholt.
Erstens: ein Kriststollen ist etwas ganz anderes als Lebkuchen.
Zweitens: Ein solcher Brauch ist unbekannt. Es handelt sich bestenfalls um eine Familientradition der Mannichels.
Drittens: Ein Lebkuchen wäre bei winterlichem Wetter innerhalb kürzester Zeit ungenießbar, wenn man ihn vor die Tür stellte.
Viertens: Haben Sie den verlinkten Artikel überhaupt gelesen?
Fünftens: Gibts nicht.
lustig, gleich wissen wieder ein paar bescheid, dass es ganz anders gewesen sein muss. irgendwie … vielleicht waren es ja die illuminaten ?
Ich stimme der oben genannten Ansicht zu, dass wenn die Ermittlungen ergeben werden, dass es alles ganz anders war, dass dies nicht (zumindest gross) publiziert wird. Jede grössere Zeitung, der Rundfunk und das Fehrnsehn, müssten peinlich berührt eine Reflexion auf die eigene Berichterstattung werfen. Ich erinner mich an WDR5-Tagesgespräche über NPD-Verbotsverfahren aufgrund dieses Falles. Welches Medium (ausser dem Inernet, in dem sich niemand aber auch niemand für falsche Darstellungen rechtfertigen muss) hätte da ein Interesse die neu geklärte Tatsache zu veröffentlichen? Am Ende fordert die NPD noch eine Entschuldigung von den anderen Parteien. Das wäre schon ein tolles Szenario. Nicht weil ich NPD-Anhänger bin sondern weil das _niemals_ jemand auch nur sich vorstellen könnte.
viel interessanter ist folgendes:
"Alois Mannichl beschrieb den Angreifer als einen sehr großen, glatzköpfigen Mann. Ein solcher Mann müsste nach Auskunft verschiedenster Fahnder schnell zu finden sein. Denn Polizei und Verfassungsschutz haben in ihren Dateien jeden Rechtsradikalen – auch mit Bild – verzeichnet."
das wusste ich noch nicht
wie nebenläufig das erwähnt wird
sind auch angehörige anderer politischer ausrichtung in den dateien der Schützer der Vefassung? wohl ziemlich sicher
Interessant ist zu beobachten, daß (zumindest aus mir nicht ersichtlichen Gründen) dieser SZ-Artikel nicht mit der Option "Leserkommentare" versehen ist. Die anderen Artikel der SZ-Home lassen sich normalerweise kommentieren.
Anscheinend ist eine kritische Würdigung seitens der Leser in diesem Fall nicht gewünscht.
@19: Natürlich. Und illegal sind diese Datenbanken auch noch.
http://www.fr-online.de/in_und_ausland/sport/aktuell/1656676_Der-Hooligan-Datei-droht-die-Loeschung.html?sid=ab3765b0913f066998ae1d35415db8ee
Vielleicht sollte mal die Polzei, wie bei Kapitalverbrechen sonst eigentlich üblich, auch im näheren Umfeld des Opfers ermitteln. Aber was nicht sein darf…
Ist das Wort "Lebkuchen" jetzt eigentlich negativ behaftet und damit ein no-no, wie z.B. "Autobahn"???
15: aus eigener Erfahrung, den Brauch gibt es definitiv. Hab das persönlich bei meiner Familie in der Oberpfalz gesehen, sowie bei Bekannten in Oberbayern und Unterfranken. Es ist mE keine Dummheit, sondern bayrische Unbekümmertheit (die Franken mögen mir das verzeihen). Nicht jeder sieht in einem Küchenmesser vor der Haustür gleich eine potentielle Mordwaffe.
Nach Mannichls Aussagen sind die Ermittlungen der Polizei innerhalb der rechten Szene doch nur verständlich. Die Kritik daran kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. Und es ist schon irgendwie belustigend, wieviele jetzt auf der Matte stehen und behaupten sie hätten es in der Situation besser gemacht.
Das Lawblog reagiert auf den Fall auffällig spät, die im verlinkten Zeitungsartikel aufgeworfenen Fragen werden in entsprechenden " rechtsradikalen" Blogs wie PI schon seit Wochen diskutiert. Der Sohn von Alois Mannichl ist , folgt man Hinweisen aus dem Internet, wohl in der Berliner Antifaszene organisiert. Naheliegend wäre da doch ein Tathergang, in dem es zum Streit mit dem Vater kam… Beim mutmaßlichen Holzklotzmörder war man schnell mit der Analyse der Handydaten zugange. Ob man polizeilicherseits mal die Handydaten der Mannichlkinder und der Mannichlfrau analysiert hat? Wurde wahrscheinlich unterlassen aus Pietätsgründen…
@20: Die SZ ist bei Leserkommentaren ziemlich sensibel bzw. redigiert sehr viel, deswegen kann man auch nachts nichts posten, sondern immer nur zu "Online-Redaktionszeiten". Bei Artikeln, wo abzusehen ist, dass die damit befasste Redaktion mindestens den halben Tag mit Kommentaren beschäftigt sein würde, wird das gelegntlich auch mal ganz deaktiviert.
Ich erinnere auch an den Fall Ermyas M., der angeblich von Rechtsradikalen halb tot geprügelt wurde.Die Tatverdächdigen wurden verschnürrt a la Guantanamo per Hubschrauber nach Karlsruhe geflogen.Hier im Lawblog wurde seinerzeit auch knapp darüber berichtet…
Udo,warum scheust du dich nicht davor, Unverhältnismäßigkeiten im Antiterrorkampf heftig anzuprangern,bei Polizeiwillkür gegen rechte Tatverdächtige kommt hier aber nur sehr zurückhaltende Kritik.Politische Präferenzen?
@ 24:
aus der (ober)bayerischen Provinz:
von so einem Brauch habe ich noch nie etwas gehört.
Erscheint mir auch etwas, na ja, wenig gastfreundlich, wenn man einen Besucher im Winter nicht ins Haus bittet sondern ihm vor der Tür mit einem (wahrscheinlich hartgefrorenen) Lebkuchen oder Christstollen abfertigt.
Aber nun gut: in Niederbayern sind die Sitten rauher als in Oberbayern, dort mag es solche rustikalen Bräuche geben.
Na endlich kommen sie wieder aus ihren Löchern gekrochen, die PIpis. Die Welt ist wieder in Ordnung, Nazis begehen keine Verbrechen und wenn nur in Ostdeutschland, die Bösen sind entweder Ausländer oder Antifas.
@ 29:
dieser (in der Tat ekelhafte) PI-Reflex ließe sich ganz einfach vermeiden:
indem man gegenüber rechtsradikalen Straftätern die gleichen Standards anwendet wie gegenüber allen anderen Straftätern auch.
Denn solange man bei (möglicherweise) rechtsradikalen Straftaten die derzeit üblichen Vorab-Verurteilungen und Vorab-Empörungen produziert, wird es ganz zwangsläufig immer wieder dazu kommen, dass sich einzelne Vorwürfe im Nachhinein als nicht haltbar herausstellen. Das liegt einfach in der Natur der Sache eines Ermittlungsverfahrens: manchmal werden eben andere Tatsachen ermittelt als man sich das vorab gedacht hat.
Die Liste an spektakulären Vorfällen, bei denen in der Öffentlichkeit fälschlicherweise ein rechtsextremer Hintergrund vermutet wurde ist ja mittlerweile recht lang.
Spontan fallen mir z.B. ein:
- der Schwimmbadfall in Sebnitz
- das Mädchen mit dem eingeritzten Hakenkreuz
- der Fall Ermyas M.
Der SPD Abgeordnete Edathy forderte ja bereits Sonderstrafrecht für Rechtsradikale.Aber solange es gegen "Rechts" geht ist alles erlaubt.Aufgeheult wird nur,wenn irgendein Prof. Feinstrafrecht für Terroristen fordert.Oder Schäuble eine neue Sau durchs Dorf jagt.
Florian: Skandalisierungen und Vorverurteilungen sind der Standard bei solchen Verbrechen. Bei U-Bahn-Schlägern ist gerne PI dabei, geht es gegen Rechts, ist PI persönlich beleidigt. Ein Schelm, der was Übles denkt.
Und: eine Liste von drei Fällen für Dich "recht lang"? Ja, Rechtsradikalität verletzt hierzulande ein Tabu. Mehr ist dazu eigentlich nicht zu sagen.
@29: das ist die beste Antwort die ich bis jetzt dazu gelesen habe.
Allerdings wird das nicht so einfach sein, denn sobald die Polizei in solchen Fällen von "möglicherweise" oder "vielleicht" spricht im Zusammenhang mit rechsextremen Straftaten, ist das für die Medien schon gesichert. Und ab dann wird es zu einem Selbstläufer. Da findet sich dann natürlich immer jemand der ein NPD Verbot fordert oder neue Gesetzte. Und dann kann auch keiner mehr zurück…
mfg Kermit
TR: Etwas mehr Informationen schaden niemanden. In Bayern hat die CSU zum Beispiel ein neues Versammlungsrecht auf den Weg gebracht, das Naziaufmärsche verhindern sollte. Wer hat am meisten dagegen mobilisiert? Die Linken, die Gewerkschaften und die FDP.
@34:
und nur weil man durch das neue versammlungsrecht womöglich einen weg gefunden hat, naziaufmärsche zu verhindern, sollen versammlungen aller anderen bevölkerungsgruppen und -schichten auch gleich mitverhindert werden?
sie sind ja toll!
Oje, hoffentlich ist der wahre Täter – möglicherweise aus Mannichls persönlichem Umfeld – nicht ein Sympathisant der SPD. Die müsste ja dann auch verboten werden.
Am Messer wurden laut SZ keine fremden DNA, aber auch keine Wischspuren gefunden: Das ist doch der Gipfel. Es bleibt wahrscheinlich nur Mitleid, wenn sich herausstellen sollte, dass Herr Mannichl eine Tragödie aufgeführt hat, so dass er sich nicht mehr in die Öffentlichkeit wagen kann. Abgesehen davon hätte er dem Land und dessen Organen einen unbeschreiblichen Schaden zugefügt.
Die Schreihälse “gegen Rechts” wie Herr Edathy und Kollegen im Geiste konnten nicht früh genug losjammern und neue Forderungen “gegen Rechts” stellen. Nicht zum ersten Mal aber hat man Straftaten “Rechts” in die Schuhe geschoben, obwohl sie von linken oder islamischen Kreisen ausgingen. Auch die Medien haben hier immer wieder eine unselige Rolle gespielt. Nun heißt es bereits, es hätte aber so sein können. „Hätte“ also. Der “Kampf gegen Rechts” ist offensichtlich diskreditiert, er muss schleunigst zurück auf die Füße gestellt werden. Die Hysterie “gegen Rechts” überschlägt sich permanent, wenn sie die Gelegenheit sieht, weitere Mittel für sich einzufordern. Dies wohl auch deswegen, weil es “rechte Gewalt” in der Wirklichkeit eben nicht an jeder Straßenecke gibt und man sich daher auf jeden „erfolgversprechenden“ Fall stürzen muss, um seine Daseinsberechtigung als „Kämpfer gegen Rechts“ zu beweisen.
studiosus juris: Ich kann nicht ganz folgen, was Sie sagen wollen. Nach dem Wortlaut des Gesetzentwurfes damals hätte die Polizei quasi jede Demonstration verbieten können. Ein klassischer Fall von "das Kind mit dem Bade ausschütten".
julia: Nun – die in die Schuhe geschobenen Straftaten sind doch sehr in der Unterzahl. In dem SZ-Artikel werden zum Beispiel auch die geplanten Sprengstoffanschläge Münchener Neonazis thematisiert. Wenn man die Vorstrafenregister von NPD-Funktionären liest, wundert man sich wie diese Partei existieren kann.
Durch die übereilten Verbotsforderungen und die einseitige Ermittlung haben Polizei und Politik mal wieder an der Legende gearbeitet, dass der Rechtsextremismus hierzulande doch nicht so schlimm sei.
Im Zusammenhang mit Rechtsradikalismus hat die Politik in den letzten Jahrzehnten soviel gelogen das ich kein Wort mehr glaube und generell alles in diesen Zusammenhang in Frage stelle. In meinem Schulbuch war noch gefälschte Fotos und im Museum habe ich mir von Zeugen anhören müssen, was später widerlegt wurde. Ich mag keine Radikalen aber ich glaub dem Polisten kein Wort!!!!
In der Tat ist dieser Beitrag der "SZ" spannend zu lesen. Was mir ursprünglich zumindest auch aufgefallen war (auch wenn ich mich damals nicht weiter darum kümmerte), war, daß angeblich ein Messer auf dem Fensterbrett (VOR dem Haus) gelegen hatte. Später hieß es dann, das Messer hätte mehrere Tage dort gelegen. Ein bißchen seltsam war das schon, wenn man bedenkt, daß sich ein mehr oder minder entschlossener Mörder unbewaffnet auf den Weg macht und zufälligerweise genau am Tatort eine Mordwaffe findet.
Bereits die Formulierung "kampf gegen Rechts" zeigt doch, daß es zu solchen und ähnlichen Entartungen kommen muß. Eine Demokratie sollte damit anders umgehen. Glaubt denn tatsächlich irgendjemand, daß es nach einem NPD-Verbot keine Nazis mehr gibt?
Die sachliche Auseinandersetzung mit den üblichen 12 Jahren würde mehr bringen, aber das geht offensichtlich nicht. Meine Tochter geht in ein Gymnasium, daß als Schule "gegen Rechts" ausgezeichnet wurde. Abends stellte sich dann jedoch heraus, daß Sie nicht einmal wußte was ein KZ ist. Tolle Auszeichnung und tolle Auseinandersetzung.
Na sowas:
http://www.morgenpost.de/printarchiv/seite3/article1011823/Der_Fall_Mannichl_und_die_Suche_nach_der_Wahrheit.html
Die Ermittler ziehen nun auch die Möglichkeit in Betracht, dass ein Linksextremist das Attentat verübte, bewusst die verhasste rechte Szene anschwärzte und die Verletzung Mannichls billigend in Kauf nahm.
@40: Im Schulbuch waren gefälschte Fotos … ah ja. Und der Mannichl hat sich vermutlich selbst verletzt, um die armen Rechten zu diskreditieren.
Ich stimme ja noch zu, dass aus gutmenschelnden Kreisen ständig der Vorwurf erhoben wird, rechtsradikale Taten zu verharmlosen, friedliche Linke zu kriminalisieren und ganz fürcherlich die islamische terrorgefahr zu dramatisieren. Aber das reicht nicht aus, um kombiniert mit wilden Spekulationen und wüst zusammengeschusterten Präzedenzfällen, die rechten Schläger zu einer verfolgten Minderheit zu stilisieren.
@torsten:
damit wollte ich sagen, dass ein gesetz ja allgemeingültig zu sein hat. und das ist auch das neue VersammlungsG. zugegebenermaßen kam es vielleicht nicht ganz klar durch, aber einer meiner hintergedanken war, dass bei jedem gesetz, welches geändert oder neu gemacht wird, bedacht werden muss, wen man damit erreicht.
siehe z.b. #31. sonderstrafrecht für ist ja wohl eindeutig verfassungswidrig.
@43 Oder es war ein UFO. Aus Kuba!
Mal im Ernst: Diese Theorie fällt entweder unter die Kategorie "Alles ist möglich" oder "Wir wollen unbedingt unseren Chef schützen".
ich finde es verblüffend wieviele das als entlastung der rechtsradikalen Szene sehen.
kommentar 37 von julia schlägt dem fass den boden aus.
selbst wenn der verdacht sich in diesem fall als fehler oder gar eine gewollte täuschung erweisen sollte heisst das noch lange nicht dass die lieben herren nazis die netten jungs von nebenan sind
natürlich ist der kampf gegen rechts wichtig (auch wenn ich alles was mit verboten zusammenhängt für schwachsinn halte) und natürlich nimmt die anzahl der straftaten mit rechtsradikalem hintergrund zu.
Die Sache war ist und bleibt komisch, und wenn rauskommt das es KEIN rechtsradikaler (oder gefaked rechtsradikaler) Hintergrund war, dann hat der Mann seiner Sache den Bärendienst des Jahres erwiesen.
/Zyn
Und das wäre…, hm kontraproduktiv…
Zyn/
@47: das ist ja das Problem, dadurch das sich alle darauf fixieren das der Täter rechts sein muss, kann es ja nur zu einer "Enttäuschung" kommen wenn es nun doch wer anders war (WENN). Und dadurch fällt automatisch die Glauwürdigkeit solcher "gegen Rechts" Aktionen wenn es dann heisst "beim letzten mal waren es auch nicht die Rechten". Wobei die Polizei ja meist noch zurück haltend ist wenn es darum geht den Täter als rechts zu beschreiben (Mutmaßlich, Möglicherweise). Aber wenn die Medien das erst aufgegriffen haben ists vorbei mit Zurückhaltung. Man sollte doch garnicht erst so eine Ertwartungshaltung aufbauen, und so wie Kommentar 30 erstmal wie an jeden anderen Fall rangehen, die Polizei muss sich ja auch nicht gleich festlegen (oder der Pressesprecher sagterstmal nichts dazu) selbst wenn Indizien klar darauf hinweisen.
mfg Kermit
EDIT: ich habe bei Kommentar 33 (meiner) @ 30 schreiben wollen und nicht @ 29. Sorry
@47: "natürlich nimmt die anzahl der straftaten mit rechtsradikalem hintergrund zu."
nicht ganz, die rechtsradikalen straftaten nehmen deutlich ab:
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,598434,00.html
Tatsächlich liegt die von der FR, anderen Medien und in der Folge auch von SPIEGEL ONLINE berichtete vorläufige Zahl von Straftaten bis Ende Oktober 2008 (knapp 12.000) mit mutmaßlich rechtsextremem Hintergrund deutlich unter der endgültigen Zahl, die das Bundesinnenministerium für 2007 veröffentlichte (gut 17.600).
@47
Wenn man alle Hakenkreuz-Schmierereien der Linken automatisch als Straftat mit rechtem Hintergrund zählt, steigen die Zahlen tatsächlich.
Hier z.B. inklusive Applaus für den linken Straftäter:
http://www.youtube.com/watch?v=dtUCxhiP7-c
Man könnte die Zählweise ja erneut ändern und einen "Edathy"-Faktor einführen, damit man je nach Bedarf die Zahl der Straftaten der augenblicklichen Etatlage für den "Kampf gegen Rechts" anpassen kann.
Infos zur modifizierten Zählweise:
http://www.readers-edition.de/2008/12/30/was-zaehlt-sind-zahlen/
Wie nicht anders zu erwarten, wissen jetzt wieder viele ohne unmittelbare Kenntnis des Sachverhaltes Bescheid.
Der Artikel in der Sueddeutschen ist sicher sehr interessant und wirft eine Reihe von Fragen auf. Generell ist es schädlich, wenn Ermittlungen nicht professionell geführt werden. Die Gefahr kann natürlich bestehen, wenn Ermittler betroffen sind, weil das Opfer ein Polizist ist. Eine große Gefahr ist es erfahrungsgemäß auch, wenn ein Druck durch Medien und Politiker erzeugt wird. Ob das im vorliegenden Fall aber überhaupt so war, kann man aus den Berichten überhaupt nicht ermessen. Die von der Süddeutschen aufgeworfenen Fragen müssen natürlich gestellt und geklärt werden. Die Antworten können aber völlig offen sein. Alles was dort geschildert wird, kann so zu erklären sein, dass der Täter aus einem ganz anderen Umfeld kommt. Muß aber nicht sein. Dass keine Spuren gesichert werden können, belegt im Ergebnis nichts. Und die Geschichte mit dem Messer kann auch eine ganz einfache Erklärung haben: vielleicht z.B., dass der Täter den Geschädigten zunächst nur zusammenschlagen wollte, aber dann dort das Messer gefunden und benutzt hat.
Langer Rede kurzer Sinn: wenn man nichts weiss, soll man mit seinen Meinungen einfach vorsichtig sein.
Es war seine Frau. Ganz einfach. Die Gerüchte über eine Beziehungstat schwappen schon seit den ersten Ermittlungen durch beteiligte Dienststellen. Aber wie kommt man aus der Nummer jetzt wieder raus?
@43: Nach dem folgenden Satz in dem Artikel der Morgenpost habe ich aufgehört den Artikel weiter zu lesen:
"Und warum kann sich Mannichl – seit mehr als 30 Jahren im Polizeidienst – zwar an die Tattoos, nicht aber an das Gesicht des Mannes erinnern, der ihn zunächst beschimpfte, bevor er zustach?"
Entweder kennt der Autor die Fakten nicht, kann sie nicht richtig zuordnen oder erzählt absichtlich Unwahrheiten. Die Tattoo-Sache stammt von einer Zeugin, welche die Tat selbst nicht gesehen hat, und nicht von Mannichl.
Offensichtlich produziert sich die Presse auch gerne ihre Ungereimtheiten selbst.
Wow, Polizei und Verfassungsschutz kennen JEDEN Rechtsradikalen? Oder ist das journalistische Kunstfreiheit?
@41
Vielleicht hatte der Täter ja ein eigenes Messer dabei,
aber dann aus Bequemlichkeit lieber das auf der
Fensterbank benutzt?
@Süddeutsche
Muß ein Täter sofort zur Tür laufen und klingeln, ohne sich vorher etwas umzusehen und dabei zufällig das Messer zu entdecken?
Und wenn es keine Spuren am Griff gab, wurde das Messer überhaupt benutzt?