19.1.2009

Links 338

Thüringen: Betrunkener stirbt in Polizeizelle

Das Amtsblatt als Pranger der GVU

Die Capri-Sonne wird 40

Vietnam verabschiedet sich vom relativ freien Internet

“Sie sind HIV-positiv”

Kenia versinkt im Elend

Im Meer wird es immer lauter

16 Kommentare zu “Links 338”

  1. handyaner meint: (19.1.2009 um 18:49) AntwortenReply to this comment

    @Kenia versinkt im Elend:
    In Afganistan gewan die Taliban auch deswegen an Macht, weil sie die Korruption bekämpfte.
    Es wäre also nicht verwunderlich, wenn Islamisten auch in Kenia auf ihre Art die Korruption in die Hand nimmt.

  2. Alexander Merrick (Link) meint: (19.1.2009 um 19:49) AntwortenReply to this comment

    Zu HIV-Positiv:

    Eigentlich wollte ich gar nichts dazu sagen, weil die Express eine Tochter der BILD ist (Siehe dazu: http://www.bildblog.de udn besonders: bildblog.de/4101/bildde-b...ds-tag-immer-noch-noetig/)
    Aber weil ich doch einige Meinungen gehört habe die der Frau zustimmen muss ich doch was sagen. Und zwar, das auch der HIV-Test nicht 100%ig sicher ist. In einem von 10,000 Fällen kann das Ergebniss fälschlicherweise positiv sein.
    Selbst wenn die Proben nicht verwechselt wurden, ist ein positives Ergebniss möglich.

    Andererseits eien Sache an dern Herrn Vetter:
    Wäre schade, wenn Sie jetzt Links zu Zeitungen wie BILD und deren Töchtern bringen. Das lässt Ihre Glaubwürdigkeit in meinem Umfeld extrem sinken. Man könnte glatt um 10,000€ wetten, das an der Story nur das Wort "750€" wahr ist.
    Bitte bringen Sie nicht mehr solche Links -wäre Sehr Schade.

  3. Kai meint: (19.1.2009 um 20:35) AntwortenReply to this comment

    zu #2:

    Wenn der Standard-Test (ELISA) Positiv ausfällt (nachweis von Antikörpern), wird automatisch ein direkter Nachweis des HIV-Erbgutes durchgeführt (RT-PCR-Test). Dieser Test ist zwar sehr teuer und aufwändig, aber dafür 100% sicher.

    Dieser Test wird übrigens auch bei Blutspenden durchgeführt, allerdings immer nur in einem Mix aus vielen Spenden. Wird Erbgut des HI-Virus gefunden, wird die Dokumentation stück für Stück rückwärts durchgegangen, wo das Blut herkam.

    Wenn man also zu 100% sicher sein will, geht man nicht zum Arzt für einen Billigtest, den man i.d.R. auch noch selbst bezahlen muss, sondern anstelle dessen einfach Blut spenden. Hinterlässt man seine Kontaktdaten wird man dann auch umgehend informiert.

  4. Ralph meint: (19.1.2009 um 20:54) AntwortenReply to this comment

    Wieso hat der Hausarzt nicht mitgeteilt, dass ein positiv ausgefallener HIV-Test IMMER wiederholt werden muss? Das ist meines Wissens nach vorgeschrieben, um false positives auszuschließen.

    Oder hat hier etwa der Express und die betroffene Dame den Nachsatz nicht gehört und gleich geklagt? Sehr mysteriös.

  5. Christoph meint: (19.1.2009 um 21:26) AntwortenReply to this comment

    Sicherlich ist der Express mit Vorsicht zu genießen, aber das ist, denke ich, doch allgemein bekannt. Ich sehe keinen guten Grund, jemandem diesen Bericht vorzuenthalten, nur weil FAZ oder Die Sueddeutsche oder die Zeit nicht darüber berichten und man selber nicht recherchieren kann oder will.
    Allerdings wirft der Bericht schon Fragen auf, vor allem nach der Urteilsbegründung. Das so ein Test fehlerbehaftet ist, dürfte ja jedem klar sein. Vielleicht trau ich dem Gericht einfach zu viel zu, oder sie verschweigen irgendwas.

  6. Robby meint: (19.1.2009 um 21:30) AntwortenReply to this comment

    Nach dem Standardtest kommt, sofern positiv, immer der PT-PCR-Test. Dieser erreicht eine hohe Spezifität (Wikipedia meint 99,9996 %), was ein falsch positives Ergebnis bei 250.000 Tests wäre.

    Soweit ich weiß, erhält der Arzt auch nur die Information nach dem 2. Test und nicht nach dem ersten Test positiv.

  7. Adromir (Link) meint: (19.1.2009 um 21:33) AntwortenReply to this comment

    Dieser Mediziner hätte mal in seinem Studium als Wahlpflichtfach "Mdeizinische Statistik" wählen sollen. Dann hätte er gewusst, daß die Wahrscheinlichkeit eines False- Positive HIV- Test höher liegt, als die Wahrscheinlichichkeit, sich als ein Angehöriger einer "Nicht- Risikogruppe" überhaupt anzustecken und deswegen entsprechende Nachtests notwendig sind.

  8. VolkerK meint: (19.1.2009 um 21:44) AntwortenReply to this comment

    zum Mann, der im Vollrausch in der Ausnüchterungszelle verstarb:
    lawblog.de/index.php/arch...bundespolizei-im-einsatz/

    Rrrrrrisiko für die Beamten, wenn sie keinen Arzt hinzuziehen…

  9. Hartz-IV-negativ meint: (19.1.2009 um 22:54) AntwortenReply to this comment

    Christoph: Wenn man sich mit jedem Furz, den BILD, Express & Co. produzieren, auseinandersetzen wollte, hätte man keine Zeit mehr für weit wichtigere Dinge. Im Übrigen: Es ist Wahljahr.

  10. Avantgarde meint: (19.1.2009 um 23:12) AntwortenReply to this comment

    "Wenn Vietnam Kooperation verlange, würden auch Yahoo und Google mit ihnen zusammen arbeiten, erläuterte der Minister."

    Jaja die kennen das schon aus China, wie man die Freiheit mit Füßen tritt für's ungestörte Geschäft.

  11. loll meint: (19.1.2009 um 23:51) AntwortenReply to this comment

    @6
    Immer noch 2% aller als krank eingestuften sind gesund.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Bayes-Theorem

  12. x meint: (20.1.2009 um 00:25) AntwortenReply to this comment

    zu #2:
    Toll. Und was passiert in den ~3 Wochen, in denen der HI-Virus teilw. nicht nachgewiesen werden kann? Dann infizizert man einen Unschuldigen!

    Der Gang zum Arzt ist also selbstredend immer der richtige bei Verdacht!

  13. Putze meint: (20.1.2009 um 13:42) AntwortenReply to this comment

    Betrunkener stirbt in Polizeizelle

    Die Beamten tun mir leid. Ausnahmsweise. Irgend jemand hat im Zweifel den schwarzen Peter: Wenn sich Ärzte und Polizisten 100-prozentig absichern wollten, gäbe es keine Ausnüchterungszellen mehr. Denn jeder, der so besoffen ist, dass er in die Zelle muss, ist ein Risiko und kann an allem möglichen krepieren.

    Der ganze Quatsch mit der Hinzuziehung eines Arztes ist bezeichnend für die allgemeine Vorstellung von dessen Wunderkräften: Kann der Arzt hellsehen? Kann er wissen, welchen Verlauf der Haufen Elend vor ihm während der Ausnüchterung nimmt? Ob er einen Atemstillstand haben wird, oder sich in der Zelle vollkotzen und daran ersticken wird?

    Und dann heißt es in dem Artikel: "Der einschlägig bekannte 28-Jährige war dann in Gewahrsam genommen worden." Mit anderen Worten: Da weder Polizisten noch Ärzte wissen können, ob ihr netter Bekannter diesmal vielleicht den Abgang macht, muss er jedesmal ins Krankenhaus. Dort kann er dann auf Kosten der Beitragszahler das Personal tyrannisieren. Bis zum nächsten Mal.

  14. troubleage meint: (20.1.2009 um 19:28) AntwortenReply to this comment

    Das mit dem HIV-Test ist so eine Sache …
    Jeder Test hat zwei Arten von Fehlern. Den Fehler erster Art, bei dem der Test für einen positiven Patienten einen negativen Wert ausweist und den Fehler zweiter Art, bei dem der Test falsch positiv ist und jemanden schockt, der gar nicht infiziert ist.

    Wer einen Test designed, kann Einfluß auf das Verhältnis der Fehler zueinander nehmen, es ist aber meist nicht möglich, beide Fehler klein zu halten. (Wer einen Test will, der nie falsch positiv ist, riskiert, geringere Mengen an Virus zu übersehen).

    Der HIV-Test ist nun extrem wichtig, vielleicht DER wichtigste medizinische Test überhaupt, da an dessen Glaubwürdigkeit die Glaubwürdigkeit der operativen Medizin hängt mit ihren Transfusionen und Transplantationen. Vielleicht können sich einige noch an die Hysterie erinnern als HIV entdeckt wurde und man sich keiner Blutkonserve mehr sicher sein konnte.

    Deshalb ist der HIV-Test so gestaltet, dass er im Zweifel positiv ausfällt. Und das ist auch gut so.
    Der Arzt muss seine Patienten entsprechend aufklären – am besten schon vor dem Test – und ihnen gleich eine zweite Probe entnehmen, sollten die erste positiv sein.

    Ich kann mir fast nicht vorstellen, dass gerichtsfest bewiesen werden kann, dass der Arzt das nicht gemacht hat.
    Entsprechend würde ich meinen, dass es nicht zu einer Verurteilung kommt.

    Schön wäre es natürlich, wenn sich eine Zeitung die Zeit nähme, diese Details zu erklären.
    Aber leider ist der Journalismus dieser Zeitung wohl so, dass er lieber auf Aufregung als auf Aufklärung setzt.
    Hauptsache der Leser kann sich empören von wegen Scheiß-Arzt und so.

  15. ich meint: (21.1.2009 um 12:09) AntwortenReply to this comment

    @2 (Alexander Merrick):
    Der "Express" gehört wie der "Kölner Stadt-Anzeiger" (KSA) zum Kölner DuMont-Verlag. Meines Wissens – man korrigiere mich, wenn ich hier falsch liege – hat der mit dem Springer-Verlag nichts zu tun, ist eher Konkurrenz.

    Damit ist es keine Tochter der Bild. Höchstens "Tochter im Denken". ;)

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