@Tempomessung
Traue keiner Statistik… Manchmal möchte man den "Experten" ein paar Nachhilfestunden in Statistik verordnen. Wie kann man von "häufigen" Fehlern reden, wenn man als Basis nicht alle, sondern nur die strittigen Fälle als Basis nimmt?
Muss man eigentlich noch erwähnen, dass die VUT damit Geld verdienen will, dass sie "Sündern" Hoffnung macht, den Lappen trotz Raserei behalten zu können, wenn sie einen entsprechenden "Ablaß" an sie (und den Anwalt) zahlen? Das lese ich jedenfalls aus ihrer Startseite heraus.
Fincut meint:
(15.3.2009 um 19:02) Antworten
@Link #1:
Kaum zu glauben, dass der Schreiberling überhaupt mal eine Schule von innen gesehen haben soll. Oder ist es 1337, wie ein armamputierter Zungentipper zu schreiben? Wenn dem so sein sollte, könnte man aber dennoch rhetorisches Geschick innehaben.
Ich ahne, was für ein Mensch sich dahinter verbirgt… *würg*
Christian Unger (h.c.) meint:
(15.3.2009 um 19:25) Antworten
@Internet
60 € pro Minute? Das ist doch wohl schon Wucher…
mrg’ meint:
(15.3.2009 um 19:34) Antworten
der text hinter link #1 ist hervorragend. danke.
@3 fincut: man kann sich auch anstellen :-)
Kritiker meint:
(15.3.2009 um 19:40) Antworten
Was für ein Mensch kritisiert einen anderen Menschen allein an seinem Schreibstil?
Fincut meint:
(15.3.2009 um 19:43) Antworten
Ein Schreistil sagt viel über einen Menschen aus. Herr Vetter beispielsweise hat einen sehr interessanten und eigenwilligen Schreibstil. Der Verantwortliche hinter Link #1 hingegen schreibt einfach nur wie ein Stück Toastbrot mit dem Formulierungsvermögen eines Dreijährigen.
Jan meint:
(15.3.2009 um 19:48) Antworten
Der Text ist hinter Link 1 ist tatsächlich etwas schwer zu lesen, aber die Mühe ist es wert. Amokläufe als "unfassbar" zu bezeichnen und "nicht verstehen" zu können scheint derzeit als Proxy für Schockiertheit und Trauer behandelt zu werden. Der tatsächliche Wahrheitsgehalt hinter derartigen Aussagen ist wohl nicht derzeit nicht ganz so wichtig.
Kinch meint:
(15.3.2009 um 19:50) Antworten
Nun Fincut (7) das Wichtigste ist natürlich, dass sie ihren Schreistil auch weiterhin tadellos erhalten und damit das Abendland vorm kulturellen Untergang retten, oder alternativ die Leserschaft hier unterhalten.
Sebastian Salzgeber meint:
(15.3.2009 um 21:11) Antworten
Ich finde den Schreibstil vom ersten Link auch sehr unangenehm. Ist es denn so mühselig sich der Shifttaste zu bemühen? Zumindest am Satzanfang könnte man dies doch bitte tuen damit es ersichtlicher ist wo Sätze anfangen und aufhören. Ein Punkt reicht mir da nicht.
@MeinProf-Urteil:
"Erst kürzlich wurde die Internetplattform spickmich.de auf der Bildungsmesse didacta mit dem Negativpreis "Nasser Schwamm" getadelt."
Das ist ja nun wirklich komplett seltsam: Da hat also eine Messe für Bildung, zu dessen Grundstamm an BEsuchern Lehrer gehören, doch nun wirklich eine Pro-Lehrer-Aktion gemacht.
Für mich ist das eher die Fahne in den Wind halten als wirklich ein erwähnenswertes Ereignis. Der Preis wurde subjektiv vergeben und nicht nachdem man sich damit befasst hat.
Nichtsdestotrotz bin cih auch etwas skeptisch was MeinProf.de angeht. Ich weiss nicht ob jeder sich immer überall bewerten lassen muss. Sicherlich kann man es nicht verhindern bewertet zu werden, aber dass Massenhafte anschlagen von soetwas im Internet ist schon unangenehm. Allerdings würde ich gerne mal wissen ob die meissten Profs gut weg kommen oder eher schlechter. Letzteres könnte(!) man auch so deuten, dass die Plattform wohl eher für Rache benutzt wird.
Martin meint:
(15.3.2009 um 21:56) Antworten
Wenn ich Link #1 mit meiner Schulzeit in einem Gymnasium in der Badischen Provinz vergleiche, so muss es bei den Schwaben ja echt schlimm zugehen…
Was mich neben der enormen Medienpräsenz bei solchen Fällen zusätzlich aufregt, ist die allgegenwärtige heuchlerische Betroffenheit; die Es-ist-alles-ganz-ganz-schlimm-und-ich-fühle-mit-den-Opfern-und-Angehörigen- Floskel
fnh meint:
(15.3.2009 um 22:04) Antworten
Also ob der Verfasser von Text 1 da seine Erinnerungen nicht irgendwie ein bisschen mit dem Film American History X gemischt hat?
Stefan meint:
(15.3.2009 um 22:11) Antworten
Im Link 1 steht:
"einem haben sie das gebiss entfernt durch auflegen des kopfes auf den bordstein und folgendes nachtreten."
In den allermeisten Fällen IMO nur eine urbane Legende. Wie oft ich das schon in den 80er Jahren (ja, vor "American History X") erzählt bekommen habe, wenn man sich gegenseitig Gruselstories erzählte ("ist einem Bekannten von mir passiert, Tatsache!") und wenn man nachfasste, ging es immer ins Leere.
Marc meint:
(15.3.2009 um 22:19) Antworten
Ich kann mir nicht helfen, ich verdrehe auch immer die Augen, wenn ich nach Tragödien wie in Winnenden lesen muss, dass Gott und die Welt es nicht fassen können, was da passiert ist. Unvorstellbar, mit Worten nicht zu beschreiben (obwohl die Medien es täglich in kaum noch zu überbietenden Sensationsgeilheit, mangelnder Pietät und unter Vernachlässigung jeglicher journalistischen Sorgfalt versuchen), einfach unbegreiflich.
Denn um so etwas zu begreifen, müsste man sich Gedanken machen, die weit über die pawlowschen Reflexe gegenüber den grossen Übeln unserer Zeit (Pornos, Videospiele, Waffen, Alkohol, Drogen) hinausreichen.
Und das ist nicht schön, da lauern unbequeme Wahrheiten – vor allen Dingen wenn man sich in einer Position findet, in der man etwas hätte tun können, so zwischen den Wahljahren.
Ich bin wohlbehütet und sorglos aufgewachsen. Mein moralischer Kompass ist, soweit ich das beurteilen kann, eingenordet. Aber ich bin einfühlsam genug, um mir zumindest vorstellen zu können, wie verzweifelt, gequält, einsam oder perspektivlos sich jemand fühlen oder kann und in letzter Konsequenz sein muss, um sich zu so einer Tat zu entschließen.
Man muss etwas nicht gutheissen, um es zu verstehen.
Oder um es zu verstehen wollen.
Avantgarde meint:
(15.3.2009 um 22:29) Antworten
Warum sind diese 46000 Euro "rein rechtlich" in Ordnung? Warum greift hier nicht der Wucherparagraf?
Nichtig ist demnach ein zweiseitiges Rechtsgeschäft, durch das jemand unter Ausbeutung der Zwangslage, der Unerfahrenheit, des Mangels an Urteilsvermögen oder der erheblichen Willensschwäche eines anderen sich oder einem Dritten für eine Leistung Vermögensvorteile versprechen oder gewähren lässt, die in einem auffälligen Missverhältnis zu der Leistung stehen.
Das Missverhältnis ist auffällig, und die Unerfahrenheit dürfte ebenfalls evident sein.
Telefonsexdamen dürfen auch nicht im Kleingedruckten verstecken, dass sie 1000 Euro pro Anruf nehmen.
Delfinversteher meint:
(15.3.2009 um 22:59) Antworten
An alle: Bitte Fincut einfach ignorieren. Der tut nichts. Der will nur spielen. Die Pfleger sind bereits informiert und schon unterwegs.
Skraave meint:
(16.3.2009 um 00:56) Antworten
Sich beim Anprangern von durchgängiger Kleinschreibung "tuen" erlauben. Herzlichen Glückwunsch!
Sebastian Salzgeber meint:
(16.3.2009 um 01:22) Antworten
@17, Skraave:
Ja? Was wollen Sie damit sagen? Ich sehe gerade nicht, was das ledigliche(!) bemängeln von ausschleisslichem kleinschreiben mit einer Verwendung eines einzelnen Wortes zu tun hat. Das können Sie mir aber dann nochmal erklären, wenn Sie es auch selber verstanden haben.
"Blau plus Rot gleich Kartoffel"
Skraave meint:
(16.3.2009 um 01:47) Antworten
Der Zusammenhang besteht darin, daß mein Sprachgefühl Kleinschreibung sehr viel lieber verzeiht als "tuen", wobei mir durchaus klar ist, daß sich Sprachgefühle deutlich unterscheiden. Ich wollte aber Stellung beziehen.
Abgesehen davon glaube ich auch, daß dieses Wörtchen allgemein als Fehler behandelt wird. Wobei ich nicht so weit gehen möchte, zu behaupten, es gäbe keine Rechtschreibinstitution, die mir da widerspricht.
"Kartoffel minus Rot gleich Blau"?
Christian Unger (h.c.) meint:
(16.3.2009 um 08:31) Antworten
@14 (Marc),
Übel unserer Zeit?
Pornos gibt es schon seit hunderten von Jahren
Waffen gibt es schon seit tausenden von Jahren
Akohol gibt es schon seit hunderten von Jahren
Drogen gibt es schon seit tausenden Jahren
Das einzig neue sind Videospiele. Die haben wohl die ständigen Kämpfe zwischen verschiedenen Personen abgelöst…
Jan K. meint:
(16.3.2009 um 09:45) Antworten
Die Internetsache ist einem Bekannten in der Schweiz ebenfalls einmal passiert. 3 oder 4 Stunden schlugen mit 10 000 € zu Buche. Man konnte allerdings den Anbieter auf 2500 "runterhandeln".
Mattias (ohne ‘h’) meint:
(16.3.2009 um 10:05) Antworten
Die Sache mit dem Internet für 46.000 dürfte vielen aufgeklärten Mobilsurfern mittlerweile kaum passieren, schließlich machen derartige Fälle seit es 3G gibt die Runde. Da kann man froh sein, wenn es den anderen passiert und man selbst die fiesen Zahlen im Hinterkopf behalten kann.
Weit perfider sind Mobiltelefone, die "always on" praktisch kaum benutzbar sind, oder noch schlimmer, die im Hintergrund ohne Zutun des Nutzers Datenverbindungen zur Synchronisation aufbauen, wie beispielsweise das G1 von T-Mobile/Google, welches ja in Standardeinstellungen das Online-Adressbuch bei Google nutzt. US-Kunden von T-Mobile berichten zudem von teils hunderten heimlich verschickten SMS auf Auslandsreisen — offenbar versucht das Telefon bei Nicht-Vorhandensein einer Datenverbindung auf dem Wege SMS Daten zu synchronisieren. Solange derartige "Hintergrund-Komfort-Features" nicht tarnsparent sind, würde ich mich kaum mit dem G1 ins Ausland oder auch nur in Grenzgebiete trauen…
mrg’ meint:
(16.3.2009 um 10:23) Antworten
Generalbundesanwältin: Heimliche Online-Durchsuchung für die Strafverfolgung
Gestern einen dieser phantastisch-bombastischen Psychoselbstbeweihräucherer im Fernsehen gesehen:
"Mit dem 32-Fragen-Testbogen
werden wir potenzielle Amokläufer
unter SchülerInnen
herausfiltern können."
Amoktest für alle Schüler also!
Jetzt geht´s ja wohl los:
Jugendliche in das Irrenhaus Schule zwingen (notfalls mit Polizei zur Schule gebracht *kotz*) und die logischen Folgen der derzeitigen Beschulung als Abnormität therapieren.
Lotte Kühn´s Bestseller "Das Lehrerhasserbuch" würde heute – wenige Jahre nach seinem Erscheinen – auf den Index der gefährdenden Literatur gesetzt.
Alles irgendwie nur noch krank.
Dieter meint:
(16.3.2009 um 11:09) Antworten
Ich muss auch mal einen Kommentar zum ersten Link abgeben. Der Text ist gut geschrieben, deshalb habe ich mich da durchgekämpft, aber: Die ständige Kleinschreibung ist absolut grausam!
Wenn jemand einen Blog führt, will er wohl, dass das, was er schreibt, gelesen wird (ansonsten kann er seine Ergüsse auch in eine Textdatei posten). Unter diesem Aspekt finde ich es absolut unangemessen nichtmal auf eine ordentliche Formatierung des Schriftbildes zu achten.
Weitere Einträge aus dem Blog werde ich nicht lesen. So doll war der Text dann auch nicht.
marcus05 meint:
(16.3.2009 um 13:14) Antworten
@24
Allein die Vorstellung ist völlig pervers. Tim war bereits in psychologischer Behandlung und selbst dort konnte die Amokgefahr nicht erkannt werden. Wie ein pauschaler Fragebogen hier helfen soll ist völlig unerklärlich.
rrabbit meint:
(16.3.2009 um 13:31) Antworten
@11: Link #1 deckt sich mit meiner Schulzeit, nur dass "damals" eher keine Waffen eingesetzt wurden. Wobei mir allerdings auch ein Fall bekannt ist, wo ein Maedchen erstochen wurde, als es einen Streit schlichten wollte.
GxS meint:
(16.3.2009 um 13:40) Antworten
@25 Dieter
Die Kleinschreibung sollte noch 1992 mit der Rechtschreibreform verbindlich durchgesetzt werden…
Ich kann solche Texte allerdings auch kaum lesen…
Kand.in.Sky meint:
(16.3.2009 um 13:52) Antworten
4.Link
Nachdem Lehrer sich nicht entblödet haben mehrmals(!) von Gerichten Nachhilfe in Sachen Meinungsfreiheit zu bekommen nun also auch Professoren. Prima sache das. Wo sind eigentlich die Amokläufer wenn man sie wirklich braucht?
Ich frage mich wann sich endlich auch ein RA der Lächerlichkeit preisgeben und gegen Bewertungen vorgehen will.
#k.
Niccolo Machiavelli meint:
(16.3.2009 um 14:41) Antworten
@29:
Dann ist es sicherlich auch in Ordnung, wenn die Lehrer und Professoren umgekehrt Ihre Bewertungen der Schueler online stellen? Oder wird hier etwa mit zweierlei Mass gemessen?
Dieter meint:
(16.3.2009 um 14:57) Antworten
@28 (GxS)
Auweia. Gut, dass das der Menschheit erspart geblieben ist.
Ich denke, ein korrekt geschriebener Text erhöht die Lesbarkeit halt ungemein. Dazu gehört auch anständige Groß- und Kleinschreibung. Beim Lesen wird ja nicht jedes Wort komplett gelesen, sondern teilweise auch einfach das Wortbild erkannt. Und dieser Erkennungseffekt ist bei einer… individuellen Auslegung der Großschreibung eben nicht mehr gegeben, genau wie bei ausschließlicher Großschreibung, wodurch solche Texte auf gut deutsch beschissen zu lesen sind.
R.A. meint:
(16.3.2009 um 15:36) Antworten
@30 (Niccolo):
Natürlich misst man mit zweierlei Maß. Was alleine schon daran liegt, dass ein Prof/Lehrer egal wie mies einen erheblichen Einfluss auf das weitere Leben anderer hat. Was man vom Schüler/Student ihm ggü nicht behaupten kann.
Mit anderen Worten: Wer so eine Machtpositions über das Leben anderer hat muss sich eine öffentliche Bewertung gefallen lassen.
Kand.in.Sky meint:
(16.3.2009 um 17:31) Antworten
@30/Niccolo Machiavelli
So ein beladener Name und so ein selten dämlicher Kommentar.
Bevor man so einen an physischer Dummheit grenzenden Unsinn ablässt bitte erstmal informieren *welche* Daten *wem* zu Verfügung gestellt werden…
#k.
mica meint:
(16.3.2009 um 18:07) Antworten
Der erste Link ist wirklich eine
trostlose Buchstabenwüste.
GxS meint:
(17.3.2009 um 00:39) Antworten
@ 31 Dieter
Ich empfehle zu den Thema:
"The Awful German Language
By Mark Twain
A Tramp Abroad (Hartford: American Publishing Co., 1880)."
Die so ziemlich einzige sinnvolle Regel, die M.Twain im Deutschen gelten läßt, ist:
"In German, all the Nouns begin with a capital letter. Now that is a good idea; and a good
idea, in this language, is necessarily conspicuous from its lonesomeness. I consider this capitalizing of nouns a good idea, because by reason of it you are almost always able to tell a noun the minute you see it."
(natürlich auch dies mit Einschränkungen…)
"My philological studies have satisfied me that a gifted person ought to learn English (barring spelling and pronouncing) in thirty hours, French in thirty days, and German in thirty years. It seems manifest, then, that the latter tongue ought to be trimmed down and repaired. If it is to remain as it is, it ought to be gently and reverently set aside among the dead languages, for only the dead have time to learn it."
Link 1 habe ich mir nicht (ganz) durchgelesen, bin aber der Meinung, dass Kleinschreibung nicht grundsätzlich "schlecht" ist (ob sie richtig oder falsch ist, möchte ich nicht diskutieren). Wenn ein Text durchgängig klein geschrieben ist, dann sollte(n) zumindest die Interpunktion halbwegs korrekt und die Wörter richtig geschrieben sein. Viel schlimmer finde ich Texte mit richtiger Groß-/Kleinschreibung in Kombination mit fehlender Interpunktion – soetwas wirft meinen Seh- und Verstehapparat mächtig aus der Bahn.
Und alle jene, die durchgängige Kleinschreibung als unlesbar kritisieren, möchte ich fragen: Wie sieht´s mit englischen Texten aus?
@Tempomessung
Traue keiner Statistik… Manchmal möchte man den "Experten" ein paar Nachhilfestunden in Statistik verordnen. Wie kann man von "häufigen" Fehlern reden, wenn man als Basis nicht alle, sondern nur die strittigen Fälle als Basis nimmt?
Muss man eigentlich noch erwähnen, dass die VUT damit Geld verdienen will, dass sie "Sündern" Hoffnung macht, den Lappen trotz Raserei behalten zu können, wenn sie einen entsprechenden "Ablaß" an sie (und den Anwalt) zahlen? Das lese ich jedenfalls aus ihrer Startseite heraus.
@Link #1:
Kaum zu glauben, dass der Schreiberling überhaupt mal eine Schule von innen gesehen haben soll. Oder ist es 1337, wie ein armamputierter Zungentipper zu schreiben? Wenn dem so sein sollte, könnte man aber dennoch rhetorisches Geschick innehaben.
Ich ahne, was für ein Mensch sich dahinter verbirgt… *würg*
@Internet
60 € pro Minute? Das ist doch wohl schon Wucher…
der text hinter link #1 ist hervorragend. danke.
@3 fincut: man kann sich auch anstellen :-)
Was für ein Mensch kritisiert einen anderen Menschen allein an seinem Schreibstil?
Ein Schreistil sagt viel über einen Menschen aus. Herr Vetter beispielsweise hat einen sehr interessanten und eigenwilligen Schreibstil. Der Verantwortliche hinter Link #1 hingegen schreibt einfach nur wie ein Stück Toastbrot mit dem Formulierungsvermögen eines Dreijährigen.
Der Text ist hinter Link 1 ist tatsächlich etwas schwer zu lesen, aber die Mühe ist es wert. Amokläufe als "unfassbar" zu bezeichnen und "nicht verstehen" zu können scheint derzeit als Proxy für Schockiertheit und Trauer behandelt zu werden. Der tatsächliche Wahrheitsgehalt hinter derartigen Aussagen ist wohl nicht derzeit nicht ganz so wichtig.
Nun Fincut (7) das Wichtigste ist natürlich, dass sie ihren Schreistil auch weiterhin tadellos erhalten und damit das Abendland vorm kulturellen Untergang retten, oder alternativ die Leserschaft hier unterhalten.
Ich finde den Schreibstil vom ersten Link auch sehr unangenehm. Ist es denn so mühselig sich der Shifttaste zu bemühen? Zumindest am Satzanfang könnte man dies doch bitte tuen damit es ersichtlicher ist wo Sätze anfangen und aufhören. Ein Punkt reicht mir da nicht.
@MeinProf-Urteil:
"Erst kürzlich wurde die Internetplattform spickmich.de auf der Bildungsmesse didacta mit dem Negativpreis "Nasser Schwamm" getadelt."
Das ist ja nun wirklich komplett seltsam: Da hat also eine Messe für Bildung, zu dessen Grundstamm an BEsuchern Lehrer gehören, doch nun wirklich eine Pro-Lehrer-Aktion gemacht.
Für mich ist das eher die Fahne in den Wind halten als wirklich ein erwähnenswertes Ereignis. Der Preis wurde subjektiv vergeben und nicht nachdem man sich damit befasst hat.
Nichtsdestotrotz bin cih auch etwas skeptisch was MeinProf.de angeht. Ich weiss nicht ob jeder sich immer überall bewerten lassen muss. Sicherlich kann man es nicht verhindern bewertet zu werden, aber dass Massenhafte anschlagen von soetwas im Internet ist schon unangenehm. Allerdings würde ich gerne mal wissen ob die meissten Profs gut weg kommen oder eher schlechter. Letzteres könnte(!) man auch so deuten, dass die Plattform wohl eher für Rache benutzt wird.
Wenn ich Link #1 mit meiner Schulzeit in einem Gymnasium in der Badischen Provinz vergleiche, so muss es bei den Schwaben ja echt schlimm zugehen…
Was mich neben der enormen Medienpräsenz bei solchen Fällen zusätzlich aufregt, ist die allgegenwärtige heuchlerische Betroffenheit; die Es-ist-alles-ganz-ganz-schlimm-und-ich-fühle-mit-den-Opfern-und-Angehörigen- Floskel
Also ob der Verfasser von Text 1 da seine Erinnerungen nicht irgendwie ein bisschen mit dem Film American History X gemischt hat?
Im Link 1 steht:
"einem haben sie das gebiss entfernt durch auflegen des kopfes auf den bordstein und folgendes nachtreten."
In den allermeisten Fällen IMO nur eine urbane Legende. Wie oft ich das schon in den 80er Jahren (ja, vor "American History X") erzählt bekommen habe, wenn man sich gegenseitig Gruselstories erzählte ("ist einem Bekannten von mir passiert, Tatsache!") und wenn man nachfasste, ging es immer ins Leere.
Ich kann mir nicht helfen, ich verdrehe auch immer die Augen, wenn ich nach Tragödien wie in Winnenden lesen muss, dass Gott und die Welt es nicht fassen können, was da passiert ist. Unvorstellbar, mit Worten nicht zu beschreiben (obwohl die Medien es täglich in kaum noch zu überbietenden Sensationsgeilheit, mangelnder Pietät und unter Vernachlässigung jeglicher journalistischen Sorgfalt versuchen), einfach unbegreiflich.
Denn um so etwas zu begreifen, müsste man sich Gedanken machen, die weit über die pawlowschen Reflexe gegenüber den grossen Übeln unserer Zeit (Pornos, Videospiele, Waffen, Alkohol, Drogen) hinausreichen.
Und das ist nicht schön, da lauern unbequeme Wahrheiten – vor allen Dingen wenn man sich in einer Position findet, in der man etwas hätte tun können, so zwischen den Wahljahren.
Ich bin wohlbehütet und sorglos aufgewachsen. Mein moralischer Kompass ist, soweit ich das beurteilen kann, eingenordet. Aber ich bin einfühlsam genug, um mir zumindest vorstellen zu können, wie verzweifelt, gequält, einsam oder perspektivlos sich jemand fühlen oder kann und in letzter Konsequenz sein muss, um sich zu so einer Tat zu entschließen.
Man muss etwas nicht gutheissen, um es zu verstehen.
Oder um es zu verstehen wollen.
Warum sind diese 46000 Euro "rein rechtlich" in Ordnung? Warum greift hier nicht der Wucherparagraf?
Nichtig ist demnach ein zweiseitiges Rechtsgeschäft, durch das jemand unter Ausbeutung der Zwangslage, der Unerfahrenheit, des Mangels an Urteilsvermögen oder der erheblichen Willensschwäche eines anderen sich oder einem Dritten für eine Leistung Vermögensvorteile versprechen oder gewähren lässt, die in einem auffälligen Missverhältnis zu der Leistung stehen.
Das Missverhältnis ist auffällig, und die Unerfahrenheit dürfte ebenfalls evident sein.
Telefonsexdamen dürfen auch nicht im Kleingedruckten verstecken, dass sie 1000 Euro pro Anruf nehmen.
An alle: Bitte Fincut einfach ignorieren. Der tut nichts. Der will nur spielen. Die Pfleger sind bereits informiert und schon unterwegs.
Sich beim Anprangern von durchgängiger Kleinschreibung "tuen" erlauben. Herzlichen Glückwunsch!
@17, Skraave:
Ja? Was wollen Sie damit sagen? Ich sehe gerade nicht, was das ledigliche(!) bemängeln von ausschleisslichem kleinschreiben mit einer Verwendung eines einzelnen Wortes zu tun hat. Das können Sie mir aber dann nochmal erklären, wenn Sie es auch selber verstanden haben.
"Blau plus Rot gleich Kartoffel"
Der Zusammenhang besteht darin, daß mein Sprachgefühl Kleinschreibung sehr viel lieber verzeiht als "tuen", wobei mir durchaus klar ist, daß sich Sprachgefühle deutlich unterscheiden. Ich wollte aber Stellung beziehen.
Abgesehen davon glaube ich auch, daß dieses Wörtchen allgemein als Fehler behandelt wird. Wobei ich nicht so weit gehen möchte, zu behaupten, es gäbe keine Rechtschreibinstitution, die mir da widerspricht.
"Kartoffel minus Rot gleich Blau"?
@14 (Marc),
Übel unserer Zeit?
Pornos gibt es schon seit hunderten von Jahren
Waffen gibt es schon seit tausenden von Jahren
Akohol gibt es schon seit hunderten von Jahren
Drogen gibt es schon seit tausenden Jahren
Das einzig neue sind Videospiele. Die haben wohl die ständigen Kämpfe zwischen verschiedenen Personen abgelöst…
Die Internetsache ist einem Bekannten in der Schweiz ebenfalls einmal passiert. 3 oder 4 Stunden schlugen mit 10 000 € zu Buche. Man konnte allerdings den Anbieter auf 2500 "runterhandeln".
Die Sache mit dem Internet für 46.000 dürfte vielen aufgeklärten Mobilsurfern mittlerweile kaum passieren, schließlich machen derartige Fälle seit es 3G gibt die Runde. Da kann man froh sein, wenn es den anderen passiert und man selbst die fiesen Zahlen im Hinterkopf behalten kann.
Weit perfider sind Mobiltelefone, die "always on" praktisch kaum benutzbar sind, oder noch schlimmer, die im Hintergrund ohne Zutun des Nutzers Datenverbindungen zur Synchronisation aufbauen, wie beispielsweise das G1 von T-Mobile/Google, welches ja in Standardeinstellungen das Online-Adressbuch bei Google nutzt. US-Kunden von T-Mobile berichten zudem von teils hunderten heimlich verschickten SMS auf Auslandsreisen — offenbar versucht das Telefon bei Nicht-Vorhandensein einer Datenverbindung auf dem Wege SMS Daten zu synchronisieren. Solange derartige "Hintergrund-Komfort-Features" nicht tarnsparent sind, würde ich mich kaum mit dem G1 ins Ausland oder auch nur in Grenzgebiete trauen…
Generalbundesanwältin: Heimliche Online-Durchsuchung für die Strafverfolgung
http://www.heise.de/newsticker/meldung/134596
war so klar..
Zu Tim K.
Gestern einen dieser phantastisch-bombastischen Psychoselbstbeweihräucherer im Fernsehen gesehen:
"Mit dem 32-Fragen-Testbogen
werden wir potenzielle Amokläufer
unter SchülerInnen
herausfiltern können."
Amoktest für alle Schüler also!
Jetzt geht´s ja wohl los:
Jugendliche in das Irrenhaus Schule zwingen (notfalls mit Polizei zur Schule gebracht *kotz*) und die logischen Folgen der derzeitigen Beschulung als Abnormität therapieren.
Lotte Kühn´s Bestseller "Das Lehrerhasserbuch" würde heute – wenige Jahre nach seinem Erscheinen – auf den Index der gefährdenden Literatur gesetzt.
Alles irgendwie nur noch krank.
Ich muss auch mal einen Kommentar zum ersten Link abgeben. Der Text ist gut geschrieben, deshalb habe ich mich da durchgekämpft, aber: Die ständige Kleinschreibung ist absolut grausam!
Wenn jemand einen Blog führt, will er wohl, dass das, was er schreibt, gelesen wird (ansonsten kann er seine Ergüsse auch in eine Textdatei posten). Unter diesem Aspekt finde ich es absolut unangemessen nichtmal auf eine ordentliche Formatierung des Schriftbildes zu achten.
Weitere Einträge aus dem Blog werde ich nicht lesen. So doll war der Text dann auch nicht.
@24
Allein die Vorstellung ist völlig pervers. Tim war bereits in psychologischer Behandlung und selbst dort konnte die Amokgefahr nicht erkannt werden. Wie ein pauschaler Fragebogen hier helfen soll ist völlig unerklärlich.
@11: Link #1 deckt sich mit meiner Schulzeit, nur dass "damals" eher keine Waffen eingesetzt wurden. Wobei mir allerdings auch ein Fall bekannt ist, wo ein Maedchen erstochen wurde, als es einen Streit schlichten wollte.
@25 Dieter
Die Kleinschreibung sollte noch 1992 mit der Rechtschreibreform verbindlich durchgesetzt werden…
Ich kann solche Texte allerdings auch kaum lesen…
4.Link
Nachdem Lehrer sich nicht entblödet haben mehrmals(!) von Gerichten Nachhilfe in Sachen Meinungsfreiheit zu bekommen nun also auch Professoren. Prima sache das. Wo sind eigentlich die Amokläufer wenn man sie wirklich braucht?
Ich frage mich wann sich endlich auch ein RA der Lächerlichkeit preisgeben und gegen Bewertungen vorgehen will.
#k.
@29:
Dann ist es sicherlich auch in Ordnung, wenn die Lehrer und Professoren umgekehrt Ihre Bewertungen der Schueler online stellen? Oder wird hier etwa mit zweierlei Mass gemessen?
@28 (GxS)
Auweia. Gut, dass das der Menschheit erspart geblieben ist.
Ich denke, ein korrekt geschriebener Text erhöht die Lesbarkeit halt ungemein. Dazu gehört auch anständige Groß- und Kleinschreibung. Beim Lesen wird ja nicht jedes Wort komplett gelesen, sondern teilweise auch einfach das Wortbild erkannt. Und dieser Erkennungseffekt ist bei einer… individuellen Auslegung der Großschreibung eben nicht mehr gegeben, genau wie bei ausschließlicher Großschreibung, wodurch solche Texte auf gut deutsch beschissen zu lesen sind.
@30 (Niccolo):
Natürlich misst man mit zweierlei Maß. Was alleine schon daran liegt, dass ein Prof/Lehrer egal wie mies einen erheblichen Einfluss auf das weitere Leben anderer hat. Was man vom Schüler/Student ihm ggü nicht behaupten kann.
Mit anderen Worten: Wer so eine Machtpositions über das Leben anderer hat muss sich eine öffentliche Bewertung gefallen lassen.
@30/Niccolo Machiavelli
So ein beladener Name und so ein selten dämlicher Kommentar.
Bevor man so einen an physischer Dummheit grenzenden Unsinn ablässt bitte erstmal informieren *welche* Daten *wem* zu Verfügung gestellt werden…
#k.
Der erste Link ist wirklich eine
trostlose Buchstabenwüste.
@ 31 Dieter
Ich empfehle zu den Thema:
"The Awful German Language
By Mark Twain
A Tramp Abroad (Hartford: American Publishing Co., 1880)."
Die so ziemlich einzige sinnvolle Regel, die M.Twain im Deutschen gelten läßt, ist:
"In German, all the Nouns begin with a capital letter. Now that is a good idea; and a good
idea, in this language, is necessarily conspicuous from its lonesomeness. I consider this capitalizing of nouns a good idea, because by reason of it you are almost always able to tell a noun the minute you see it."
(natürlich auch dies mit Einschränkungen…)
"My philological studies have satisfied me that a gifted person ought to learn English (barring spelling and pronouncing) in thirty hours, French in thirty days, and German in thirty years. It seems manifest, then, that the latter tongue ought to be trimmed down and repaired. If it is to remain as it is, it ought to be gently and reverently set aside among the dead languages, for only the dead have time to learn it."
(Im Netz z.B http://www.kombu.de/twain-2.htm
auf deutsch z.B.:
http://www.reichhold.de/wichern/deutsch/twain.htm)
Grüße
Moinsen,
Link 1 habe ich mir nicht (ganz) durchgelesen, bin aber der Meinung, dass Kleinschreibung nicht grundsätzlich "schlecht" ist (ob sie richtig oder falsch ist, möchte ich nicht diskutieren). Wenn ein Text durchgängig klein geschrieben ist, dann sollte(n) zumindest die Interpunktion halbwegs korrekt und die Wörter richtig geschrieben sein. Viel schlimmer finde ich Texte mit richtiger Groß-/Kleinschreibung in Kombination mit fehlender Interpunktion – soetwas wirft meinen Seh- und Verstehapparat mächtig aus der Bahn.
Und alle jene, die durchgängige Kleinschreibung als unlesbar kritisieren, möchte ich fragen: Wie sieht´s mit englischen Texten aus?