25.3.2009

Das Phantom – ein Phantom?

16.000 Überstunden umsonst, Millionen an Steuergeldern verpulvert? Im Fall des “Phantoms von Heilbronn” wartet der Stern mit einer fast unglaublichen Geschichte auf. Die mutmaßliche Polizistenmörderin, deren DNA mittlerweile an vielen Tatorten gefunden wurde, soll es gar nicht geben.

Die Ermittler seien einer falschen Spur aufgesessen. Denn die DNA des Phantoms stamme von der Mitarbeiterin einer der Firmen, welche die Wattestäbchen für die Analysen an die Polizei liefern. Nach bisherigen Vermutungen soll eine Packerin die Chargen verunreinigt haben.

Bei der Fahndung nach dem Phantom hatte die Polizei sogar teilweise bei normalen Verkehrskontrollen DNA-Proben abgenommen. Auf, wie es heißt, “frewilliger Basis”.

Zum Bericht.

74 Kommentare zu “Das Phantom – ein Phantom?”

  1. Daniel meint: (25.3.2009 um 17:40) AntwortenReply to this comment

    Das habe ich auch vorhin gelesen. Sorry, aber ich wusste nicht ob ich lachen oder weinen soll.

  2. Anon123 meint: (25.3.2009 um 17:47) AntwortenReply to this comment

    Oh My Fucking God.. Wer nichts wird, wird Polizist!

  3. rw meint: (25.3.2009 um 17:48) AntwortenReply to this comment

    @3: Denn wir alle wissen: Nur Polizisten machen Fehler – und zwar laufend. Wir hingegen nie.

  4. capisto meint: (25.3.2009 um 17:50) AntwortenReply to this comment

    berlinonline.de/berliner-...04/berlin/0027/index.html
    Der Luchterhandt-Fall wies doch schon vor einigen Jahren auf die Fehlerhaftigkeit der vorgeblich völlig sicheren DNA-Analyse hin.

  5. M. meint: (25.3.2009 um 17:52) AntwortenReply to this comment

    Gab es nicht vor einer Weile auch den Fall, wo Faserspruren auf der Seite einer Klebebandrolle von Tatort zu Tatort transportiert wurden?

  6. capisto meint: (25.3.2009 um 17:59) AntwortenReply to this comment

    @6 Genau das war der Fall beim Luchterhandt-Fall.

  7. Mark meint: (25.3.2009 um 18:01) AntwortenReply to this comment

    LOL!

  8. Anon123 meint: (25.3.2009 um 18:03) AntwortenReply to this comment

    4: jeder macht Fehler. Der "Polizist" lernt nur nicht daraus, weil "er" dafür nicht bestraft wird. "Er" muss sie meistens nicht mal einsehen. Das ist schon Luxus und zieht die Dümmsten an.

  9. RA Lothar Müller-Güldemeister (Link) meint: (25.3.2009 um 18:06) AntwortenReply to this comment

    Das kam mir schon lange spanisch vor. Eine kaltblütige Polizistenmörderin, die nebenbei noch als Hobby ganz Süddeutschland abgrast, um Gartenhäuschen zu knacken und belegte Brötchen vom Schulhof zu klauen. Da fehlte wohl einer, der mal sagt "Harry, da stimmt doch was nicht…"

  10. rettich meint: (25.3.2009 um 18:25) AntwortenReply to this comment

    Als ich von der Geschichte zum ersten Mal hörte, habe ich auch gleich an eine Kontamination gedacht. Wer sich mit molekularbiologischen Methoden auskennt, weiß, dass die Sensitivität immens hoch ist. Und das fällt einem natürlich manchmal auf die Füße (leidvolle Erfahrung vieler Diplomanden und Doktoranden). Allerdings hieß es im ersten Bericht auch, dass als Gegenprobe alle Mitarbeiterinnen des Labors untersucht wurden. Das schien eine Kontamination auszuschließen. Aber verunreinigtes Zubehör wäre natürlich eine gute Erklärung (gerade auch für den fehlenden Zusammenhang der Straftaten und Mittäter).

  11. Uwe (Link) meint: (25.3.2009 um 18:27) AntwortenReply to this comment

    Haha, wenn ein "normaler Mensch" getötet wird, dann juckt's keinen, aber sobald's ein hochausgebildeter Beamte ist, dann ist das ja gaaaaanz böse und wird gaaaaanz arg verfolgt!

  12. mark meint: (25.3.2009 um 18:32) AntwortenReply to this comment

    Ich weiss nicht ob es hier war oder woanders aber irgendwer hatte die Theorie schon vor Ewigkeiten, hab mich immer gewundert das das in den Nachrichten nie erwähnt wurde. Diese Theorie war wohl zu langweilig und damit Umsatzschädigend.

  13. Hobbyjurist meint: (25.3.2009 um 18:35) AntwortenReply to this comment

    Hilfe! Alle Beteiligten sollten mit Hartz IV nicht unter fünf Jahren bestraft werden.

  14. Kampfschmuser meint: (25.3.2009 um 18:36) AntwortenReply to this comment

    Dilettanten… mehr fällt einem zu soviel Blödheit nicht ein.

    Nur die Blödheit hat richtig Geld verschlungen und niemand bekommt einen auf den Deckel.

    Wir sind Deutschland.

  15. Inkompetenz meint: (25.3.2009 um 18:39) AntwortenReply to this comment

    ROTFL, Eisberg sag ich nur! Das ist die Spitze, den Rest der Imkopetenz dieser überbezahlten Staatsdiener kriegt man erst gar nicht mit.

  16. Imkompetenz im kleinen meint: (25.3.2009 um 18:44) AntwortenReply to this comment

    Inkompetenz im kleinen, warum bietet der Zoll das hier an
    zoll.de/e0_downloads/edif...ease_8_0_8_1/code_128.zip

    Man lese auf Seite 38 vor 3.1.10.1.2
    zoll.de/e0_downloads/c0_m...att_atlas_release_8_0.pdf

  17. Hannes meint: (25.3.2009 um 18:48) AntwortenReply to this comment

    Wenn es ganz übel läuft, dann kommt ein Ermittler noch auf die Idee folgende Legende zu stricken nur um die eigene Dummheit zu verschleiern:

    Bei der Mitarbeiterin des Herstellers der Wattestäbchen muss es sich doch um das gesuchte “Phantoms von Heilbronn” handelt. Durch die Tätigkeit für den Hersteller waren ihr polizeiliche Ermittlungsmethoden bekannt. Als sie davon ausgehen musste, dass ihre DNA am Schauplatz des Mordes gefunden wurde, hat sie vorsätzlich Chargen der Wattestäbchen kontaminiert, um bei einer eventuellen Enttarnung eine Ausrede zu haben und Zweifel an der ersten DNA-Spur zu streuen.

    Mal abwarten, ob es einer der Beteiligten es wagt so eine Verschwörungstheorie von sich zu geben.

  18. Fincut meint: (25.3.2009 um 18:55) AntwortenReply to this comment

    Ich habe schon seit Monaten nicht mehr an das Phantom geglaubt. Seit dem die Polizei immer mehr "Tests" durchführt, hat das Denkvermögen der Beamten eheblich gelitten.

  19. der echte n.n. meint: (25.3.2009 um 19:00) AntwortenReply to this comment

    großartig! jetzt wird hoffentlich endlich auch in der justiz das denken einsetzen. denn ein positiver dna-test belegt (eine fehlerfreie analyse mal vorausgesetzt) lediglich, dass das dna-material des verdächtigen auf dem träger war. er sagt nichts darüber aus, wie es dorthin gekommen ist. und selbst wenn das dna-material wirklich vom tatort stammt, sagt er noch immer nichts darüber aus, wie es dorthin gekommen ist.
    aber zweifel liegen den justizmitarbeitern und ihren hilfsbeamten ja oftmals fern – würden sie doch evtl. zu einem freispruch führen.

  20. Hahaha meint: (25.3.2009 um 19:03) AntwortenReply to this comment

    HAHAHAHA, das ist ja wie aus ner schlechten Komödie…

  21. Klogge meint: (25.3.2009 um 19:13) AntwortenReply to this comment

    Mit "good ol' po-lice work" wäre das nicht passiert.

  22. Axel John (Link) meint: (25.3.2009 um 19:22) AntwortenReply to this comment

    @ 20: selbst wenn das dna-material wirklich vom tatort stammt, sagt er noch immer nichts darüber aus, wie es dorthin gekommen ist.
    Das gilt analog auch für Fingerabdrücke.
    Man denke zB. an Fingerabdruck-Scanner, die mit Silikonschablonen ausgetrickst werden.

  23. calypso meint: (25.3.2009 um 19:24) AntwortenReply to this comment

    Was mich schon immer gewundert hat: Wenn die Polizei auf "freiwilliger Basis" Proben sammelt, was stellen die dann eigentlich damit an? Das hat doch nur einen Sinn, wenn man die auch auf ewig speichert, falls mal einer der "frewilligen" Probanden straffällig wird. Denn ein echter Täter wird kaum der Polizei freiwillig eine DNA-Probe vorbeibringen.

    Oder führt das zu einem Ausschlussverfahren: "Der da, der hat keine Probe abgegeben, schaun wir uns doch den mal näher an"?

  24. Roncalli meint: (25.3.2009 um 19:37) AntwortenReply to this comment

    Wenn die Teststäbchen verunreinigt waren: Warum sind dann nicht bei allen DNA-Tests die mit diesen Stäbchen gemacht wurden die Spuren des "Phantoms" vorhanden?
    Und wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass über zig Bundesländer exakt immer die Stäbchen verunreinigt sind mit denen die Proben bei diesen Tatorten genommen wurden?

    Die Stäbchen sind doch mit Sicherheit Massenartikel, die es im 100er Pack gibt: Die DNA hätte bei hunderten anderen Tests vorhanden sein müssen – wenn die Geschichten vom Stern stimmt.

  25. Detlev T. (Link) meint: (25.3.2009 um 19:49) AntwortenReply to this comment

    Das kommt halt dabei heraus, wenn man wissenschaftlich/technische Auswertungen stets per se als "wahr" ansieht und niemals hinterfragt.

  26. Dirk Moebius meint: (25.3.2009 um 19:51) AntwortenReply to this comment

    @24:
    diese "freiwilligen" DNA-Samples sollten (so die offizioese Begruendung) dazu dienen, Verwandte dieser UWP aufzuspueren. Verwandte haben ja zumindest aehnliche DNS-Sequenzen.
    Wie das Ganze mit dem Zeugnisverweigerungsrecht bei Verwandten zusammenpasst… aber war ja "freiwillig".

  27. Roncalli meint: (25.3.2009 um 20:06) AntwortenReply to this comment

    Sorry, falls Doppelpost:

    Wenn die Teststäbchen verunreinigt waren: Warum sind dann nicht bei allen DNA-Tests die mit diesen Stäbchen gemacht wurden die Spuren des “Phantoms” vorhanden?
    Und wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass über zig Bundesländer exakt immer die Stäbchen verunreinigt sind mit denen die Proben bei diesen Tatorten genommen wurden?

    Die Stäbchen sind doch mit Sicherheit Massenartikel, die es im 100er Pack gibt: Die DNA hätte bei hunderten anderen Tests vorhanden sein müssen – wenn die Geschichten vom Stern stimmt.

  28. Fincut meint: (25.3.2009 um 20:19) AntwortenReply to this comment

    @ Roncalli / #29:

    Weil am Ende die Erkenntnis im Raum stehen wird, dass es das Phantom nicht gibt, aber ebenso wenig eine einzelne Mitarbeiterin für die "Verunreinigung" verantwortlich ist – sondern das gegenwärtig der DNS-Berweis einfach überhaupt kein Beweis ist und massiv überbewertet wurde.

    Ist ja auch bequem. Wenn man sich für jeden Unsinn auf einen Test verlässt (DNS-Spur auf Cola-Dose nach Schuleinbruch?! Hallo??!), kann man einfach sein Gehirn ausschalten. Genau das wurde gemacht. Eigentlich müsste man sich die entstandenen Kosten über die Pensionsansprüche der Soko-Beamten wieder reinholen.

  29. Stefan meint: (25.3.2009 um 20:35) AntwortenReply to this comment

    @Fincut
    Immerhin haben mich die Soko-Beamten bestens unterhalten in den diversen TV-Dokus über das Phantom! War immer spannend. :-)

  30. Fincut meint: (25.3.2009 um 20:47) AntwortenReply to this comment

    @ Stefan / #31:

    Definitiv! Mit so viel Ernst und Pathos zweihundert Tonnen Unsinn zu verzapfen, ist wirklich ein rührseeliges Kunststück. Wenn ich daran denke, dass man diesen Fall im Ausland in irgendwelchen Polizeireportagen sehen wird, schäme ich mich jetzt schon.

  31. Christian meint: (25.3.2009 um 20:59) AntwortenReply to this comment

    Man stelle sich jetzt mal vor es ginge hier nicht "nur" das dadurch verpulverte Steuergeld – sondern um Vaterschaftsnachweise (bzw den Ausschluss selbiger). So unschön das auch ist soviel Steuergeld verpulvert zu haben, man stelle sich die Katastrophen vor die eine solche unbemerkte Verunreinigung in einem Vaterschaftslabor anrichten könnte. Plötzlich brechen 40 Familien auseinander weil das Ergebniss plötzlich sagt der Vater der Kinder sei es doch nicht. Plötzlich stehen alleinerziehende Mütter ohne Unterhalt da weil der Vater der Kinder von der Vaterschaft ausgeschlossen wurde.

  32. Fincut meint: (25.3.2009 um 21:05) AntwortenReply to this comment

    Wie ich sagte – die Thematik brennt quasi.

    Der Bund der Kriminalbeamter fordert jetzt, dass die Mitarbeiter von Firmen, die mit Spurensicherungsgeräten in Kontakt kommt, DNS-Material aller Mitarbeiter zur Verfügung stellt, damit man zukünftig nicht versehentlich nach Mitarbeitern fahndet, die ein Wattestäbchen bespuckt haben.

    Da fragt man sich, was für geistig Umnachtete Wesen in Deutschland eigentlich "ermitteln" dürfen.

  33. bombjack meint: (25.3.2009 um 21:20) AntwortenReply to this comment

    @Roncalli meint: (25.3.2009 um 19:37)
    [...]
    Wenn die Teststäbchen verunreinigt waren: Warum sind dann nicht bei allen DNA-Tests die mit diesen Stäbchen gemacht wurden die Spuren des “Phantoms” vorhanden?
    [...]

    a) Weil das nicht heißt das alle Stäbchen verunreinigt sind, z.B. Hautschuppen verteilen sich normalerweise nicht gleichmäßig

    b) Es bei PCR-Reaktione immer auch eine untere Nachweisgrenze gibt und erst beim Überschreiten dieser wird das Zeug hochamplifiziert.

    c) Aus eigener Erfahrung (Molekularbiologie) weiß ich wie sensitiv so was manchmal ist zum Teil hatte ich Blindproben (Reaktionen ohne DNA) wo 3 positiv waren und 3 andere nicht, obwohl der gleiche Reaktionsmix verwendet wurde.

    d) Läßt man eine PCR Reaktion viele Cycle laufen machen die Primer und die Taq Scheiße d.h. man erhält Geisterbanden weil halt zufällig mal immer wieder was reagiert und das Produkt dann irgendwann hochamplifiziert wird.

    bombjack

  34. 11X/13 meint: (25.3.2009 um 22:02) AntwortenReply to this comment
  35. Roncalli meint: (25.3.2009 um 22:04) AntwortenReply to this comment

    @bombjack /#35

    Die Spuren dieser "UWP" tauchen seit 15 Jahren auf, d.h. die Mitarbeiterin müsste seit 15 Jahren da arbeiten und es sind insgesamt nur ca. 40 Stäbchen betroffen? Selbst mit unterer Nachweisgrenze ist das sinnfrei.
    Abgesehen davon ist es beachtlich, dass die verunreinigten Stäbchen so regional gehäuft auftreten. Meines Wissens werden so DNA-Teststäbchen weltweit vertrieben.
    Abgesehen davon würde das heißen, dass ein und dieselbe Person seit 15 Jahren einen Fehler begeht, ohne dass das irgendwann mal jemanden aufgefallen ist.

    Aus eigener Erfahrung (Chemiker): Wenn die PCR Unsinn produziert und Mist baut dann müsste das mehrfach mit exakt dem gleichen Ergebnis aufgetreten sein. Wie wahrscheinlich ist das?

  36. Stefan meint: (25.3.2009 um 22:29) AntwortenReply to this comment

    "d.h. die Mitarbeiterin müsste seit 15 Jahren da arbeiten"

    Nein, dass Zeug muss nur seit 15 Jahren in irgendeinem Koffer rumlungern, der immer mal wieder ans Tageslicht gezerrt wird…

    Wer ernsthaftes Interesse an einer Aufklärung hätte, würde natürlich anhand z.B. der Dienstpläne oder beteiligen Ermittler einen Zusammenhang finden müssen, aber sollen wir wirklich unsere (aus Steuermittel bezahlten) Staatsdiener solchen unnötigen Repressalien aussetzen?

  37. Hygienische Zweifel … meint: (25.3.2009 um 22:34) AntwortenReply to this comment

    Hmm, vielleicht sollte man in Zukunft seine Ohrenstäbchen doch lieber vor Gebrauch desinfizieren…

  38. bombjack meint: (25.3.2009 um 22:40) AntwortenReply to this comment

    @37
    Roncalli meint: (25.3.2009 um 22:04)
    [...]
    Die Spuren dieser “UWP” tauchen seit 15 Jahren auf, d.h. die Mitarbeiterin müsste seit 15 Jahren da arbeiten und es sind insgesamt nur ca. 40 Stäbchen betroffen? Selbst mit unterer Nachweisgrenze ist das sinnfrei.
    [...]

    Hm…langjährige Mitarbeiter soll es auch geben…allerdings stellt sich eben auch die Frage, wie es sein kann, daß diese Spur wie im Artikel angemerkt bei sehr unterschiedlichen Tatorten und auch -vergehen auftaucht….aus dieser Sicht könnte es sich vielleicht auch um ein (Produktions)-Artefakt handeln, was immer wieder sporadisch auftaucht, denn wenn man sich dies ansieht spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,489020,00.html passt da irgendwie nicht zusammen.

    [...]Aus eigener Erfahrung (Chemiker): Wenn die PCR Unsinn produziert und Mist baut dann müsste das mehrfach mit exakt dem gleichen Ergebnis aufgetreten sein. Wie wahrscheinlich ist das?
    [...]

    Naja, nur das die angwendeten Methoden vgl.
    linkinghub.elsevier.com/r...eve/pii/S0379073803003554
    linkinghub.elsevier.com/r...eve/pii/S0379073802000920
    praktisch normiert sind, d.h. die Primer sind bei diesen Reaktionen immer gleich und wie gesagt, bei der PCR habe ich schon die merkwürdigsten Überraschungen erlebt.

    bombjack

  39. Bense (Link) meint: (25.3.2009 um 23:13) AntwortenReply to this comment

    Ich… habe… heute… Abend… so… gelacht… als… das… in… der… Tagesschau… lief…

    UWP… eure Mudda. :-D Man sollte mir übrigens das Bundesverdienstkreuz dafür verleihen, dass ich schon Ende 2008 gesagt habe, dass geht einfach nicht auf und es muss ein Fehler sein, weil es überhaupt keinen Sinn ergibt. Meine Freundin ist Zeugin.

  40. mez meint: (25.3.2009 um 23:34) AntwortenReply to this comment

    @37
    Wenn ich das richtig verstanden habe wurden die alten Spuren erst im letzten Jahr wieder neu untersucht. D.h. die Spuren sind zwar alt, die Tests aber neu.

  41. capisto meint: (26.3.2009 um 08:21) AntwortenReply to this comment

    Es gibt speziell bei der Berliner Polizei noch weitere fragwürdige Ermittlungsmethoden, siehe Fall Montgazon http://rudimarion.de/media/Details_Brandfall.htm
    Da ist das Vertrauen in den Rechtsstaat gleich null, wenn man weiß, daß die Berliner Polizei weiter mit fehlerhaften Brandgutachten Unschuldige der Spiritusbrandstiftung bezichtigt. Und die Politik scheint auch nicht an Änderungen interessiert, denn die Gutachter B. und Dr. A. dürfen weitermachen.

  42. Thomas (Link) meint: (26.3.2009 um 08:34) AntwortenReply to this comment

    Der Vorsitzender der Gewerkschaft der Polizei, Konrad Freiberg, hat eben im Deutschlandfunk bestätigt, dass man wohl davon ausgehen müsse, dass die DNA bw. die Wattestäbchen "verunreinigt" sei.

  43. keiner meint: (26.3.2009 um 09:17) AntwortenReply to this comment

    Weniger Knöpfchen drücken und an Maschinen glauben, mehr den gesunden Menschenverstand benutzen. Siehe auch Fall Manichel (wie sah der Täter nun aus?) oder diesen Amok-Heini (hat er nun im Internet angekündigt oder nicht?)

    Genau wegen solcher Fälle ist der Machtzuwachs von Polizei und Staatsanwaltschaften so gefährlich.

  44. TheDoctor meint: (26.3.2009 um 09:35) AntwortenReply to this comment

    Wer von uns ohne Sünde ist…

    Das war ein klassischer Bug, wie ihn Softwerker kennen und hassen.
    Ich hatte mir zwar auch Gedanken gemacht und gedacht: vielleicht verteilt da einer DNA, aber auf den Umkehrschluss bin ich auch nicht gekommen, ich werd also nicht mit Steinen werfen.

    Laienhafte Meinung zu: warum nicht mehr ?

    Vielleicht waren es immer gerade die Tatorte OHNE DNA, bei denen sich die Verunreinigung in Reinform präsentieren konnte, bei den Fällen MIT DNA haben sich Tatort-DNA und Verunreinigung gemischt und Kuddelmuddel erzeugt.
    Bei dieser Art DNA-Analyse wird ja eine Statistik bestimmter hochvarianter Genabschnitte erzeugt.

    Das würde heissen: Überall wo Phantom daraufsteht ist nichts drin und in allen anderen Fällen wurden die Analysen guter Spuren verdorben.

    Nun den, neue Technologien haben neue Fehler, ich gehe davon aus, das die Polizei daraus lernt.

  45. keiner nochmal…. meint: (26.3.2009 um 09:57) AntwortenReply to this comment

    Was heißt hier die lernen noch? Das weiß jeder Analitiker, dass man eine Leerprobe mitlaufen lassen muß. Wenigstens hin und wieder, um zu zeigen, dass die Methode ordentlich funktioniert. Das ist ABSOLUTES Grundwissen. Zumal wenn aud Basis der Daten Menschen verurteilt/freigesprochen werden sollen.

    Wenn die dafür bei der Polizei Jahre brauchen, um das zu kapieren, dann Gute Nacht…

    Schlimme Amateure.

  46. Daniela meint: (26.3.2009 um 10:10) AntwortenReply to this comment

    ooooooder hier ist ein "Dexter" am Werk ;-)

  47. Hans Dieter meint: (26.3.2009 um 10:14) AntwortenReply to this comment

    DNA von geklonten Baumwollpflanzen?

  48. Zeitungsdieb meint: (26.3.2009 um 10:25) AntwortenReply to this comment

    Als Student habe ich den Spruch gelernt: "Wer misst, misst Mist". Soll heißen: Auch das von einer sündhaft teuren Maschine gelieferte Resultat muss in Frage gestellt werden, wenn man Blamagen wie im vorliegenden Fall vermeiden will.
    Was mich daran so verblüfft, ist neben der Ignoranz der Ermittler die offensichtliche Dusseligkeit der mit der Geschichte beauftragten Labors. In meinen aktiven Zeiten in der chemischen und physikalischen Analytik waren Blindproben eine Selbstverständlichkeit. Es hätte ja z.B. ein "studentischer Terrorist" Kochsalz ins destillierte Wasser krümeln können … Offensichtlich haben weder die Ermittler noch die beteiligten Messknechte jemals daran gedacht, mal ein "frisches" Wattestäbchen in die Maschine zu schieben. Oder liegt's daran, dass jede Analyse mehr unnötig am Budget knabbert?

  49. JLloyd meint: (26.3.2009 um 10:47) AntwortenReply to this comment

    @18: Das glaube ich kaum, denn es handelt sich hier nicht um ein Verfahren nach §129a StGB, d.h. die Beteiligten erheben noch den Anspruch auf Wahrheit & Klarheit.

    @46: Bei den Teststäbchen gibt es nicht einmal eine Dokumentation über die Herkunft, geschweige denn Blind- oder gar Rückstellproben. Wozu auch ? Deren Auswertung könnte ja die Methode in Zweifel ziehen …

  50. inge meint: (26.3.2009 um 10:54) AntwortenReply to this comment

    Und wenn das Phantom einfach nur zufällig bei diesem Teststäbchen Hersteller ARBEITET?

    Gab auch schon Polizisten, die gemordet haben.

  51. Berni meint: (26.3.2009 um 11:16) AntwortenReply to this comment

    Ironisch gesehen: Was tut man nicht, um ein paar hundert Speichelproben mehr in der DNA-Datenbank…

  52. rettich meint: (26.3.2009 um 11:30) AntwortenReply to this comment

    @50
    Wenn nur relativ wenige Stäbchen verunreinigt sind, dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass man eine verunreinigte Probe UND eine verunreinigte Blindprobe GLEICHZEITIG erwischt, einfach sehr gering.

  53. keiner meint: (26.3.2009 um 11:48) AntwortenReply to this comment

    Wer sagt, dass nur "relativ wenige" Stäbchen verunreinigt waren? Und die Blindproben müssen sowohl vom PROBENNEHMER als auch vom Labor stammen.

  54. stefanolix (Link) meint: (26.3.2009 um 11:55) AntwortenReply to this comment

    Weiß man eigentlich, was mit den Daten aus den »freiwilligen« Proben bei der DNA-Rasterfahndung geschieht? Es war zumindest auffällig, dass nach einer solchen Rasterfahndung relativ viele Proben aus Sachsen in die zentrale Datenbank kamen (laut Zeitungsberichten hätten zehn Prozent aller Daten aus Sachsen kommen müssen). In der Öffentlichkeit war immer nur von »Proben vernichten«, aber nie von »Daten löschen« die Rede.

    Und was ist eigentlich mit weiteren Fehlern? Immerhin ist es ja möglich, dass auch eine männliche Person beim Hersteller oder bei einem Händler solche Wattestäbchen angefasst hat.

  55. cstim meint: (26.3.2009 um 12:52) AntwortenReply to this comment

    Als die Story in der ZEIT vor ca. 1,5 Jahren als Dossier behandelt wurde (wo die Hypothese der verunreinigten Proben nicht erwähnt wurde), kam ein Leserbrief, der genau diese Lösung des Rätsels genannt hat.

  56. anonym meint: (26.3.2009 um 13:16) AntwortenReply to this comment

    Auch ich kann mich an den Dossier-Artikel in der "Zeit" noch erinnern, an den betr. Leserbrief aber leider überhaupt nicht. Erst vor wenigen Tagen wurde hier in den Kommentaren die Möglichkeit der Verunreinigung betont, auch von mir.

    Natürlich ist das alles, wie man es auch sehen will, auf jeden Fall eine riesige Blamage für die Polizei und diese ganze DNA-Methode. (Das ist vielleicht der einzige Vorteil für den Bürger.) Vor allem läßt sich kaum begreifen, wie man Jahre (mit diesem Aufwand) ermitteln kann, ohne andere Quellen RECHTZEITIG auszuschließen. Der Witz dabei ist doch, daß nicht wenige Normalbürger (ohne mehr Informationen zu haben als die Polizei, eher viel weniger) schon vor etlicher Zeit auf die richtige Idee gekommen waren. Auch mir war seit einiger Zeit klar, daß die offizielle Fahndungsidee höchstwahrscheinlich falsch sein müsse, zu ungereimt war die ganze Story.

  57. Any meint: (26.3.2009 um 13:55) AntwortenReply to this comment

    Erste Erscheinung war ein Mordfall von 1993, dann erst wieder 2001. Ist es denkbar, dass die Tasse von 1993 erst im Zeitraum der jüngeren Vorfälle mit einem Stäbchen abgetupft wurde? Oder kommt eine zweite Spurensicherung nicht infrage, sodass nach der Theorie des Stern ein Stäbchen vor 1993 verunreinigt worden sein müsste?

  58. anonym meint: (26.3.2009 um 14:13) AntwortenReply to this comment

    @59 Wir haben doch viel zu wenige genaue Informationen darüber. Ich gehe aber davon aus, daß die älteren Spuren Jahre später "nachbearbeitet" wurden. Schon weil es in den 90ern weniger technische Möglichkeiten gab als heute. (Sonst hätte ja die Suche auch bereits 1993 einsetzen müssen.) Hörte, glaube ich, erst kürzlich, daß sie seit 2001 nach dem "Phantom" suchen. Das halbiert die vermeintliche Zeit der Suche und zeigt m. E., daß erst ab Anfang diesen Jahrzehnts der vermutlichen Verunreinigung nachgegangen wird, sie auch erst seitdem existiert.

  59. foxi meint: (26.3.2009 um 14:56) AntwortenReply to this comment

    Wie man heute herausgefunden hat, handelt es sich um die DNA einer ägyptischen Baumwollpflückerin und ihrer Zwillingsschwester.

  60. stefanolix (Link) meint: (26.3.2009 um 15:06) AntwortenReply to this comment

    Nicht auszudenken, wenn das Drillinge gewesen wären ;-)

    Aber mal im Ernst: Wieso verwenden die keine synthetischen Fasern? Man muss doch mit aktueller Technik einen Tupfer produzieren und dicht verpacken können, ohne dass ein Mensch darauf Spuren hinterlässt. Wenn man mal überlegt, was daran für Schicksale und für Kosten hängen können, wäre der Aufwand meiner Meinung nach vertretbar.

  61. RC meint: (26.3.2009 um 18:57) AntwortenReply to this comment

    Es würde doch schon reichen jede Packung aufzureißen und erst mal 1 Stäbchen zu testen. So wie man auch bei einer neuen Spindel Rohlinge erstmal einen brennt und den genauer Überprüft ob alles glatt ging. Das schließt natürlich Verunreinigungen bei einzelnen Stäbchen auch nicht aus, aber die richtig groben Sachen, wie gänzlich verunreinigte Pakete würden sofort auffallen.

  62. robson meint: (26.3.2009 um 19:17) AntwortenReply to this comment

    boah… einfach nur peinlich!

  63. martin meint: (26.3.2009 um 19:32) AntwortenReply to this comment

    Eine DNA-Spur ist halt eine Spur, vielleicht ein Indiz, für sich genommen aber noch lange kein Beweis.

    Wenn man nichts hat, ausser diese Spur und einen Verdächtigen vielleicht sogar über einen Massengentests, dann hat man nichts.

  64. Bürger Glas Dietrich meint: (26.3.2009 um 20:46) AntwortenReply to this comment

    Wer zuletzt lacht, lacht am besten. Die Konsequenz ist doch wohl offensichtlich. Wir brauchen eine Datenbank mit DNA-Proben aller Bürger. So wäre schon vor Jahren aufgefallen, dass die DNA einer Person gehört, die mit den Taten nichts zu tun haben kann.

    Sollte es aufgrund von DNA-Proben mal einen Unschuldigen treffen, ist das nicht wirklich ein Problem. Die Verurteilung Unschuldiger kann niemals ausgeschlossen werden, man kann nur die Wahrscheinlichkeit reduzieren. Außerdem ist das wichtigste doch die abschreckende Wirkung. Um so besser, wenn es jeden treffen kann. So ist jeder bemüht, ein möglichst legales Leben zu führen. Wer nichts zu verbergen hat, der kann dann auch trotz positivem DNA-Test beweisen, dass er unschuldig ist.

  65. anonym meint: (27.3.2009 um 11:08) AntwortenReply to this comment

    Mit einer umfassenden Gen-Datenbank der ganzen Bevölkerung wäre das nicht passiert.

    Dann hätte man die Mitarbeiterin des Wattestäbchenwerkes sofort wegen mehrfachen Mordverdachts festnehmen und ihre Wohnung auf den Kopf stellen können.
    Bis man sie dann nach ein paar Monaten wieder freigelassen hätte, wäre der Fall der Presse keine Zeile mehr wert gewesen.

    Viel besser als die jetzige Schlappe.

  66. anonym meint: (27.3.2009 um 12:15) AntwortenReply to this comment

    @68 Ich finde es naturgemäß überhaupt nicht gut (sage ich nicht zum ersten Mal), daß Sie hier mein Pseudonym verwenden (auch noch, um abwegige Meinungen zu vertreten). Es wäre doch das Mindeste, was man erwarten kann, eine abweichende Schreibung zu benutzen.

  67. dritter anonymer meint: (27.3.2009 um 13:55) AntwortenReply to this comment

    Und ich finde es nicht gut, wenn auf neutrale Worte der deutschen Sprache Ansprüche erhoben werden. Zumal die Wahl des Worts "anonym" nicht besonders kreativ, sondern äußerst naheliegend ist.
    Und wie weisen Sie im zweifelsfall nach, dass Sie der Erstverwender des Pseudonyms sind?
    Im Übrigen bedeutet diese Kritik nicht meine Solidarisierung mit Troll 69.

  68. anonym meint: (27.3.2009 um 15:02) AntwortenReply to this comment

    @70 Von Kreativität war ja auch überhaupt nicht die Rede. Ich hatte von Anfang an keinerlei Interesse, mir etwas Phantasievolles auszudenken.

    Aber ich kommentiere hier unter diesem Namen bereits seit ca. anderthalb, zwei Jahren, vielleicht sogar eine ganze Zeit länger. Und lesen tue ich diese Seiten (incl. Kommentare) noch wesentlich länger. Ich habe also zuvor sichergestellt, daß dieser Name noch nicht hier vorkommt, bin auch sonst nie (auch jetzt nicht) auf ihn gestoßen. Das kann ein anderer, der plötzlich denselben Namen verwendet, mit Sicherheit nicht von sich sagen.

  69. Udo Vetter (Link) meint: (27.3.2009 um 15:23) AntwortenReply to this comment

    Ich schlage mich mal auf die Seite von anonym "alt". Er schreibt wirklich schon lange, was ich wegen der verwendeten E-Mail-Adresse weiß.

    Nichts gegen die Verwendung des Nicknamens "anonym" in Unkenntnis des angesammten Kommentators. Aber es wäre schon nett, wenn man sich nach dem Hinweis halt einen anderen Nick sucht.

  70. anonym meint: (27.3.2009 um 16:48) AntwortenReply to this comment

    Herzlichen Dank, Herr Vetter. Ich weiß das zu schätzen und werde das bei meinem noch recht intakten Gedächtnis auch für seeehr lange Zeit behalten.

    Bei dieser Gelegenheit darf ich erwähnen, daß Ihr Blog wirklich, ungelogen, der interessanteste und professionellste ist, den ich kenne (obwohl er "nebenbei" erstellt wird). Dieses Lob dürfte um so schwerer wiegen, als ich kein wirklicher Bewunderer des Internets bin, dazu bin ich einfach zu alt, zu wenig begeisterungsfähig und zu sehr den "alten" Medien verfallen (Stichwort "Buch").

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