Die Legende von der Kinderpornoindustrie

Laut Familienministerin Ursula von der Leyen verdienen die Betreiber kinderpornografischer Seiten “monatlich Millionenbeträge”.

Ich verteidige viele Betroffene, die des Besitzes von Kinderpornografie beschuldigt werden. Hiervon ist ein nicht unbeträchtlicher Teil unschuldig. Es handelt sich um Menschen, deren IP-Adresse von einem Filterprogramm des Bundeskriminalamtes oder der “anlassunabhängigen Internetüberwachung” mancher Landeskriminalämter im Zusammenhang mit einer kinderpornografischen Datei protokolliert wurde.

Ob es ein willentlicher Zugriff war, ob möglicherweise ein anderer den Computer des Anschlussinhabers genutzt hat oder gar ein WLAN im Spiel war, interessiert zunächst mal nicht. Die Hausdurchsuchung bekommt der Anschlussinhaber, und oft findet sich bei ihm – schlichtweg nichts.

Lassen wir aber jene beiseite, die unschuldig verdächtigt werden. Nehmen wir nur die Internetnutzer, bei denen tatsächlich Kinderpornos auf Datenträgern gefunden werden. Keiner, ich wiederhole, keiner der in den letzten anderthalb Jahren dazu gekommenen Mandanten hat auch nur einen Cent für das Material bezahlt.

Alle, ich wiederhole, alle haben die Kinderpornos aus Tauschbörsen, Newsgroups, Chaträumen, Gratisbereichen des Usenet oder aus E-Mail-Verteilern. Manche kriegen es auf DVD, ganz normal mit der Post.

Kein einziger jedoch hat seine Tauschpartner bezahlt. Und diese Tauschpartner haben auch nichts verlangt. Selbstverständlich wertet die Polizei in den allermeisten Fällen auch aus, woher die Dateien kamen. Bezahlseiten sind nicht darunter. Auch verdächtige Überweisungen etc. werden nicht festgestellt. Wie auch, möchte man sagen. Spätestens seit der Aktion Mikado ist jedem einschlägig Interessierten klar, dass Zahlungen früher oder später gerastert werden.

Überdies: Niemand zahlt für Dinge, die er auch umsonst haben kann.

Tatsächlich ist auch anhand der im Umlauf befindlichen Dateien unschwer festzustellen, dass es die Kinderpornoindustrie nicht gibt. Es gibt einen Grundbestand an Material, meiner Schätzung nach mindestens 98 %. Hierbei handelt es sich um Bilder und Filme, die schon seit vielen Jahren, ein Großteil davon schon seit Jahrzehnten im Umlauf sind.

Sofern neues Material hinzukommt, sind es Fälle von Missbrauch im privatem Umfeld, der – Fluch der Digitaltechnik – heute halt nun einmal einfacher abzubilden ist. Natürlich gibt es keine näheren Informationen zu den Umständen, wie solche Aufnahmen zustande kommen. Allerdings machen die meisten nicht den Eindruck, als werde ein Kind missbraucht, um einen Film zu drehen. Dass die weitaus meisten Kinderpornos häuslichen, also keinen gewerbsmäßig organisierten Missbrauch wiedergeben, ist auch unschwer daran zu erkennen, dass Opfer und Täter sich in den allermeisten Fällen offensichtlich kennen.

Im Gegensatz dazu gibt es praktisch keine professionell oder zumindest semiprofessionell gemachten Aufnahmen mit einem Setting, Ton und Licht, welche über dem Durchschnitt von Hobbyfilmern liegen. Es gibt auch keine Kulissen, die sich wiederholen. Ebenso wenig gibt es Darsteller ( = Täter), die mit unterschiedlichen Opfern auftauchen.

Gerade all das sollte man aber doch von einer “Industrie” erwarten, oder nicht?

Vielleicht ist es nur Zufall, dass ich nur Mandanten habe, die nichts für Kinderpornos zahlen und demgemäß auch keine Industrie unterstützen. Ich halte es aber ebenso für möglich, dass Frau von der Leyen einfach falsch informiert ist – zumindest was die angeblichen Millionenumsätze einer angeblichen Kinderpornoindustrie betrifft.

Der Verweis auf die Millionenumsätze ist kein Randaspekt. So wird nämlich der Eindruck erweckt, die Konsumenten von Kinderpornografie pumpten Geld in einen lukrativen Markt mit der Folge, dass sich Kindesmissbrauch finanziell lohnt. Wenn man also den Kinderpornomarkt trockenlege, würden weniger Kinder missbraucht.

Das ist aus meiner Sicht leider ein fataler Trugschluss.

  • http://www.zentrum-des-boesen.de RW

    Und darüberhinaus kann man es gar nicht oft genug sagen: Die meisten wirklichen KipO-Seiten auf den sogenannten Sperrlisten lassen sich auf regulärem Weg abschalten, weil sie in Ländern gehostet werden, in denen KiPo auch strafbar ist. Punkt.

    Also lieber zensieren als abschalten. Seltsam.

    Leider wird diese Frage niemals die breite Masse stellen, weil die nämlich erst mal alles glauben, was ein – ach so fähiger – Politiker(In) von sich gibt…

    Auch interessant: die Wikileaks-Durchsuchung (http://www.heise.de/newsticker/Hausdurchsuchung-bei-Inhaber-der-Domain-wikileaks-de-Update–/meldung/135147) hat noch nicht den Weg in die “Massenmedien” gefunden…

  • http://rz.koepke.net reizzentrum

    Ich fürchte, der grosse Plan dahinter ist ein GANZ anderer und habe meine Gedanken dazu hier beschrieben: http://rz.koepke.net/?p=2399

  • http://www.keentech.de FireFox

    Danke Hr. Vetter für diese gute Darstellung des Sachverhaltes aus Ihrem “Erfahrungsbereich” (dies soll nicht falsch gewertet oder doppeldeutig interpretiert werden) mit den betreffenden Mandanten. Das sind Informationen und Einblicke, die man aus den Medien definitiv nicht erhält.

  • http://www.das-recht-und-sein-preis.de RA Lothar Müller-Güldemeister

    Ich habe schon lange den Verdacht, dass ein paar Wichtigtuer sich hier an einem Phantom abarbeiten, um ihre ach so kinderfreundliche Einstellung zu demonstrieren. Aber es ist ja auch viel leichter und publikumswirksamer, einen Teufel namens Kinderpornograhie erst an die Wand zu malen und dann lautstark zu attackieren, als sich mit den wirklichen Problemen der Kinder zu befassen: mit Kinderarmut, Fehlernährung und Kinder-Adipositas, schlechten Schulen und Kindergärten und überforderten Eltern.

  • TheDoctor

    Langsam fängt es an gruselig zu werden.

    Hat diese Regierung eine Agenda, oder schlägt sie einfach nur noch wild um sich ?

    Ich will gar nicht davon reden das ich einer AGB-Änderung keinesfalls zustimmen muss. Und wenn mich der Provider dann kündigen will, klage ich unter Einsatz all meines Geldes.

    Und jetzt muss ich leider schreien (sorry)

    DIE LISTE, DIE DAS BKA ZUSAMMENSTELLEN SOLL, IST PRINZIPBEDINGT GEHEIM. ES HAT ALSO KEIN BÜRGER DIE MÖGLICHKEIT ZU PRÜFEN, OB AUCH NUR DEM VORGESCHOBENEN ZIELE NACH RECHTENS IST, WAS GESPERRT WIRD. MAN KANN NUR DURCH DIE TATSACHE, DAS MAN AUF DER SPERRSEITE LANDET, ERKENNEN DAS EIN ANGEBOT GESPERRT IST. EINE SEITE WIE HEISE ODER LAWBLOG KANN SICH VIELLEICHT NOCH WEHREN, WER UNBEKANNTER IST IST SCHLICHT WEG, DAS IST DAS DATENTECHNISCHE EQUIVALENT DER GESTAPO. (und es komme mir jetzt keiner mit Godwins Law)

    Ok jetzt ist mit leichter.

    Achja, Cato:
    …und im übrigen bin ich der Meinung, das niemand dem seine Freiheit lieb ist CDU oder SPD wählen sollte…

  • Stefan

    Danke für die Entlarvung des Arguments einer “Kinderpornoindustrie” aus der Praxissicht eines Verteidigers.

    Wird nur leider nix helfen, weil es der Politik um was anderes geht: Kontrolle. Die nächsten Verbotsrufer scharren bestimmt schon mit den Hufen. Nächste Ziele: Nazikram (ist ja auch verboten und menschenverachtend), Torrentsuchmaschinen, Usenetbinaries-Suchmaschinen, linksradikale Webseiten, etc. etc.

  • mez

    Wie das mit den Sperrlisten funktioniert kann man ja in andern Ländern sehen. Anstatt gegen die Betreiber entsprechender Server im Ausland irgendwelche Maßnahmen einzuleiten, geschweige den die dortigen Strafverfolgungsbehörden zu informieren werden die Seiten auf die Sperrliste gesetzt und der Fall wird als abgeschlossen betrachtet.

    http://www.spaink.net/2008/02/19/child-pornography-fight-it-or-hide-it/

  • http://antiterror.blog.de Detlev T.

    @1(RW)
    Du hast recht. Carechild e.V. hat einmal eine Test mit Seiten auf der dänischen Sperrliste gemacht. Die Provider haben die Inhalte größtenteils innerhalb von Stunden vom Server genommen. Es musste ihnen nur einmal jemand Bescheid sagen – bei den Dänen (eines von Leyens Vorbildern) fühlte sich da offenbar niemand dazu berufen.

    Link: http://www.carechild.de/component/option,com_docman/Itemid,0/task,doc_download/gid,7/

  • OldManMoses

    Es macht ja schon angst wenn man sieht auf welche perfide art und weise versucht wird die Zensur einzuführen….. Der pöbel soll dumm bleiben und das kann er nur wenn er gefilterte Informationen bekommt. Was bei Zeitungen etc noch klappen mag geht halt einfach nicht im Netz… ich vergleich das ganze jetzt mal mit den Aktionen der NPD die ständig gegen Kindesmißbrauch protestiert….das dient auch nur dem Stimmfang und dem Vertrauen wecken, die attention die dahintersteckt ist aber leider eine ganz andere…

    so und jetzt muss ich mal eben brechen gehen….

  • rob

    Und wenn mal ein Parlamentarier im Selbstversuch solcherlei Dinge herauszufinden versucht, wird er abgesägt (-> Tauss).

  • http://www.signal77.de/ Mario

    Aber aktuell schreibt doch selbst MdB Tauss, er habe Geld bezahlt?! Siehe http://daten.tauss.de/StellungnahmeTauss110309.pdf (Seite 6, erste Zeile)

    Wie sind solche Leute, wie “Sascha” zu bewerten? Trittbrettfahrer? Dealer?

  • Beobachter

    @UV von den von Ihnen behandelten Fällen allgemeine Schlüsse zu ziehen ist freundlich ausgedrückt unwissenschaftlich. Etwas deutlicher formuliert ist es miese Stimmungsmache ohne fundierten Kenntnisstand.

  • martin

    Interessante Darstellung. Auch evtl. einen Blick wert ist folgende Darstellung auf Wikileaks: “Einblicke in die Kinderpornoszene”

    “Ein wesentlicher Teil der heutigen kommerziellen Kinderpornographie wird heute in Deutschland gehostet und aus Deutschland vertrieben…”
    Und weiteres. Langer Artikel, und wikileaks. Möge sich jeder selber eine Meinung bilden.

  • der ich

    @UV: Trugschluss klar, aber warum fatal?

  • Peter

    “möglich dass Frau von der Leyen einfach falsch informiert ist”

    Ich halte es auch für sehr gut möglich, dass das der Dame einfach scheissegal ist. Denn hier geht es nicht um eine sinnvolle Aktion sondern um reine Symbolpolitik, die sich prächtig als Schlagzeile in der BILD macht.

    Gemäß dem Motto: “Man muß die Lügen oft genug wiederholen, dann glaubt am Ende jeder dran.”

    Warten wir mal ab, wann auf dieser Liste die ersten Seiten aus anderen Bereichen stehen, z.B. Glücksspiel oder Urheberrechtsverstöße. Ich schätze spätestens Anfang 2010 ist es so weit.

  • Annanym

    Ist es Absicht oder Zufall, dass Sie mit diesem Artikel die Verteidigungslinie des MdB Tauss zum Einsturz bringen ?

  • Stefan

    @#12, Beobachter
    Wer hat denn einen fundierten Kenntnisstand?

    Wenn ich in der ausländischen Presse lese, wie schlecht die Sperrlisten in vielen Ländern offenbar zusammengestellt sind, warum sollten dann die vollmundigen Aussagen über angebliche Millionengewinne besser informiert sein als jene Listen?

  • TheDoctor

    @12 Beobachter: je nun, UV ist bloggender Strafverteidiger, kein Wissenschaftler.

    Zumindstens hat er aber Einblick in sein Segment von Mandanten, und das gerade er all die unschuldigen Engel als Mandanten hat während die Dämonen zu anderen Verteidigern gehen…?
    Wenn man seine restlichen Posts so liest ist seine Kundschaft halt so wie man sie erwartet.

    Seine Aussagen korrelieren aber mit dem, was man sonst so liest und hört UND was plausibel erscheint.

    Und “…miese Stimmungsmache ohne fundierten Kenntnisstand…” beschreibt unsere Familienmenisterin trefflichst.
    Sich Dantes 7. Höllenkreis vom BKA zusammenstellen zu lassen und der sabbernden Presse vorzuführen….OMG

    Nochmal: die Listen sollen GEHEIM sein, GEHEIM ist unkontrollierbar und zutiefst undemokratisch UND alle vergleichbaren Listen die aufgetaucht sind waren gespickt mit Fehlern. JEDER einzelne Fehler in so einer Liste ist aber völlig untolerierbar.

    …und im übrigen bin ich der Meinung, das niemand dem seine Freiheit lieb ist CDU oder SPD wählen sollte…

    PS: @ Annanym: wieso ? Wenn ich mich recht erinnere sagte auch er das es keinen derartigen Markt gibt.

  • J.B.

    @14
    weil hier, womöglich nur um Symbolpolitik zu betreiben, ein Dammbruch betrieben wird.
    Denn bei Kinderpornografie wirds nicht bleiben, als nächstes werden terroristische (wer definiert das?) Seiten zensiert, und immer so weiter.
    Geht doch immer so: zuerst werden Grundrechtseingriffe auf sehr heikle Themen beschränkt (welcher politiker bei Verstand stellt sich denn im Wahljahr gegen die Zensur und damit zum Schutz der Kinderpornografie??), nur um dann später die “gängige Praxis zu erweitern”, auf andere Themengebiete.

    Von der Bestimmtheit der Liste/Zensur fang ich gar nicht erst an (hat ja 18 schon alles gesagt). Wer bestimmt das? Wer überwacht das? Welche Mittel habe ich bei falscher Verdächtigung?

  • SvenS

    Frau vdL hat doch ihre Kompetenz in Sachen “dieses Internet” neulich in irgendeiner Talkshow deutlich demonstriert als Sie minutenlang schwadronierte dass Erwachsene im Internet ja so gut wie gar nicht vorkommen und man den Kinderlein ja einen 110Button geben müsse. Sagt mal jemand der Frau dass SchülerVZ und StudiVZ nicht “dieses Internet” sind. Weiterhin wäre es hilfreich der Dame auch mitzuteilen das in dem von Ihr offensichtlich als Kinderspielzeug gesehenen Internet sich außerhalb der internetausdruckenden Politikerkaste sehr viele Erwachsene “herumtreiben”, junge wie alte.

    Und bevor bzw. wenn man einen 110 Knopf fordert (der richtig gemacht ja nicht schädlich ist), sollte die Frau Familienministerin anstatt nur Geldgeschenke zu verteilen den Eltern vermitteln, dass Kindererziehung nicht nur Elternrecht, sondern zuallererst eine Pflicht der Eltern ist. Nicht zuletzt die Medienerziehung. Schule und Gesellschaft müssen ihren Beitrag leisten, aber die Verantwortung für den jungen Menschen haben die Eltern.

  • capisto

    Auch wenn es der Bloggerelite Deutschlands nicht gefällt: die Leute wollen die Sperren von Webseiten, weil sie sich dann einfach besser fühlen wegen dieses sinnfreien Aktionismus. Die Demokratie werden wir nur noch einige Jahre haben, denn die wollen die Leute letztlich auch nicht, weil sie sich dann mit schwierigen Details beschäftigen müßten, was ihnen erstens zu lästig ist und was zweitens eine breite Masse auch überfordert. Aristoteles hatte vor 2400 Jahren schon diese Erkenntnis, dem Wissenden bleibt nur, sich mit den verschiedenen politischen Systemen geschickt zu arrangieren.

  • dot tilde dot

    wenn es schon die kinderpornoindustrie gibt, weil es sie nicht gibt, dann wird es bald der raubkopierindustrie an den kragen geben. die gibt es dann nämlich erst recht.

    ich halte das ganz einfach für den testlauf für alles, was man so regeln können wollte in diesem bösen internet. und weil der kindesmissbrauch außerhalb der großen öffentlichkeit stattfindet, braucht man dafür nicht mal kofferbomber oder eine militante gruppe. im gegensatz zur terrorangst lässt sich konsens über handlungsbedarf hier schon durch eine einzige unerträgliche geschichte von jedem noch so sachlichen kritiker fordern. ganz unabhängig von den einwänden.

    .~.

  • Estigy

    Hm, ein Aspekt wurde aber noch nicht genannt:
    Werbung.

    Nur weil die User nicht direkt bezahlen, heißt das nicht, dass dem Betreiber der Seite nicht durch den Besuch oder durch diverse Klicks Einnahmen entstehen. – Ganz im Gegenteil.
    Wenn man sich vorstellt, dass Portale wie YouPorn keinen Cent verlangen, jedoch enorme Kosten für Server und Traffic haben, muss das Geld ja wo herkommen.

    Ob der Gewinn dann im 5-, 6- oder 7-stelligen Bereich liegt, kann ich zwar nicht abschätzen, aber grundsätzlich verneinen würde ich die Aussage jetzt mal nicht.

    LG, E.

  • Jan

    Mehr und mehr gewinne ich den Eindruck, dass “Kinderpornoindustrie” den “Weapons of Mass Destruction” entspricht, die als Begründung für den Irak-Krieg herhalten mussten: medienwirksame Hirngespinste, um Kritiker mundtot zu machen.

    Das schreckliche Thema Kinderpornographie wird hier möglicherweise mit zynischem Kalkül eingesetzt, um das Internet endlich regulieren zu können.

  • http://ra-melchior.blog.de/ RA JM

    @ 20 SvenS:

    Dabei wird doch gerade bei SchülerVZ und insbesondere StudiVZ einiges angeboten, was …

    Aber ernsthaft: Jemanden fragen, der sich mit sowas auskennt, ist nicht Sache dieser (leider noch) Regierenden. Und falls doch, nennt man das Ergebnis einfach “unterirdisch”.

  • Klogge

    Meinem Kenntnisstand nach gab es die “professionelle Industrie” – eben die mit dem Lichtsetting, der Kulisse… Das waren dann Häuser nicht mal so weit im Osten Russlands in denen Mädchen wohnten, denen es ganz gut ging (im Verhältnis zum gewöhnlichen Lebensumstand) und sich dafür filmen ließen.
    Das hatte dann aber auch “nur” DSF Sexy Sportclips Niveau.

    Was mich erschreckt ist diese Abstruse Lüge, man würde ja so leicht per Http über KiPo stolpern. In 14 Jahren intensiver Internetnutzung bei mir genau nicht 1 Mal!
    ————–

    Btw, fast schon Symbolisch:

    Eben klingelte es an der Tür, ein Mann, eine Frau davor von irgendeinem Kinderhilfsprojekt. Es wirkte nicht sehr professionell… Wie dem auch sei, er labert etwas Text und will dann, das ich mich für eine Spende registrieren lasse, ich sage, ich hätte gerne einen Flyer und würde mich erst vorher genauer über den Verein / die Arbeit informieren.
    Da wird er grantig und sagt: (Ohne Scheiß)
    “Muss man sich denn erst vorher informieren, wenn man Kindern helfen will?!”

    WTF!=?!?! JA MAN!!!!

    PS: Könnte der Satz von Frau Leyen stammen?

  • The Librarian

    @ 11 & 16
    MdB Tauss schreibt an der angegebenen Textstelle doch lediglich von 100 €, die er jemandem gezahlt hat, um an weitere Kontaktadressen heranzukommen.

    DAS kann doch wohl unmöglich die Millioneneinnahmequelle der KiPo-Industrie sein, die Frau vdL meint…

    Die meint doch sicher eher Zahlungen für Logins zu Websites, ftp-Zugängen, DVDs o. ä. – oder wie würden Sie das sehen?

  • dot tilde dot

    @26 (klogge):

    ihnen ist aber schon klar, dass die stolper-aussage durch ihr argument nicht bewiesen ist, oder?

    .~.

  • TheDoctor

    Und nur der Vollständigkeit halber:

    Liebe Jungs und Mädels von der FDP und den Grünen: glaubt ja nicht das ihr von Haken seit…

    …noch habe ich keine stimmgewaltigen Statements von Euch zum Thema gehört.

    Es finden sich noch andere, zur Not die Piraten (wasn blöder Name, das ich die überhaupt nenne zeigt schon wie verzweifelt ich bin) oder Gysi…

  • McDough

    Noch kein Kommentator, der Netzsperren verteidigt hat? Dann übernehme ich mal den Part:

    Herr Vetter, wie können sie nur? Die armen Kinder. Denkt denn auch mal einer an die Kinder? Netzsperren gegen Kinderpornographie sind gut weil… Nämlich weil damit überhaupt nicht in das Fernmeldegeheimnis eingegriffen wird, jemand doch die Kinder schützen muss und ganz normale, heterosexuelle, nicht mit perversen Trieben (Wie zum Beispiel die Vorliebe für abnormale Stellungen beim Geschlechtsverkehr) ausgestattete Menschen durch harmloses surfen im Internet urplötzlich zu reißenden Monstern werden, weil sie von einer seriösen Nachrichtenseite urplötzlich auf Kinderpornografie weiter geleitet wurden. Pfui.

    (Sorry, mehr kann man zu den schwachsinnigen Aussagen von Frau von der Leyen, einigen anderen Politikern und einigen Medien nicht mehr sagen. Ich würde über diese Inkompetenz lachen, wenn sie nicht so traurig wäre und so fatale Auswirkungen hätte)

  • Kinch

    @23 Estigy:

    Guter Einwand: Ich bin sicher illegale Seiten mit kinderpornographischem Inhalt und einem kleinen Kreis perverser Konsumenten sind ideale Werbeplattformen. Denen zahlt man bestimmt astronomische Summen pro Klick.

    @12 Beobachter:

    Zwischen einem Blog und einer wissenschaftlichen Arbeit nicht unterscheiden zu können ist, freundlich ausgedrückt, naiv.

  • anonym

    Kritik an der Zensur? Dann wird http://www.lawblog.de wohl als erstes auf den Zensurlisten landen.

  • Klogge

    @#28

    Und sie wollen also sagen, dass gerade der unerfahrene Nutzer, der es gerade mal so bis zu bild.de schafft, über solche Seiten “stolpert”?

    Wenn es Laute auf solche Seiten schaffen, dann die, die wissen wie das möglich ist. Dann kann aber von stoplern wieder keine Rede sein.

  • Fincut

    Ich bin seit 1998 im Internet und habe schon (zufällig) ALLES gesehen (gefunden), aber noch NIE irgendwas mit KINDERpornographie. Hier wird ein Gespenst gemalt, um eine Zensur-Infrastruktur zu etablieren.

  • http://jens.familie-ferner.de Jens Ferner

    Ich denke, es ist ein Fehler, zu engstirnig zu denken: Ich gehöre z.B. zu denen, die bei der Frage nach dem “Umsatz” auch Kinderprostitution und Menschenhandel einbeziehen. Der Grund ist einfach – es macht wenig Sinn, nur über die Bilder/Filme zu sprechen, wenn man nicht fragt, woher sie stammen. Wenn etwa ein “Sextourist” für ein Kind bezahlt, die Aufnahmen erstellt und später als “Privataufnahmen” ohne Entgeltforderung verteilt, so gab es dennoch Umsatz. Zwar nicht direkt beim Konsumieren des Bildes, aber eben beim Erstellen.

    Und gerade die Gegner der netzsperren (zu denen ich ja bekanntermaßen gehöre) weisen nun darauf hin, dass man direkt an die Quelle gehen muss. Zu engstirnig nur auf die Bilder abzustellen, ist daher m.E. bei der Suche nach echten Lösungen nicht nur falsch, sondern ein schlechtes Argument wenn man zugleich gegen “Netzsperren” argumentiert.

    Deswegen auch auf die “Quellen” achten, in die Berechnung einbeziehen und sauber gegen Netzsperren argumentieren.

  • ola

    Muss man für einen Tausch nicht selber Material haben?
    Es wird wohl kaum jemand einem einfach so ohne Gegenleistung eine DVD per Post schicken.
    Irgendwann braucht man für solche Täusche nunmal neues Material was nicht frei im Internet ist, weil wer wollte sonst noch mit einem tauschen.

    Ein kommerzieller Markt muss auch nicht in direkter Bezahlung der Ware bestehen. Privatfernsehn ist auch kommerziell, trotzdem bezahlt man nichts dafür.

  • Sonderblume

    Herzlich Willkommen in der wunderbarern, neuen und bunten Welt!!! Wobei… Die hatten wir doch schon… Ok, nicht der Westen – aber der Osten. Vielen Dank, liebe Regierung, dass Sie es uns so einfach machen, für die nächsten Wahlen eine Entscheidung zu treffen, nämlich: direkt die Linken wählen. Da wissen wir wenigestens, was auf uns zu kommt!
    Armes Deutschland bzw. armes Volk, dass wir nicht auch endlich alle mal zusammenrücken, um gegen diese ganzen Regeln zu protestieren, wie z. B. im Nachbarland FRANKREICH!

  • TheDoctor

    Hey !

    Da ist mir doch gerade ein vernünftiger Grund für Sperrlisten eingefallen !

    Wenn ich mich nicht irre sind gezeichnete Kinderpornografie in den USA nicht verboten. Der entsprechende Wikipediaartikel legt das nahe (man korrigiere mich bei Bedarf).

    So diese in den USA auf einem Server gehostet werden KANN man also nicht von Deutschland deren Löschung verlangen, obwohl sie HIER ohne Zweifel verboten wären.

    PERFEKT: da hilft nur eine Sperrseite.

    (und jetzt hau ich meinen Kopf auf die Tischplatte bis es mir wieder besser geht)
    …und im übrigen bin ich der Meinung, das niemand dem seine Freiheit lieb ist CDU oder SPD wählen sollte…

  • Kinch

    @36 ola:

    Glaubst du allen ernstes an werbefinanzierte Kinderpornographie?

    Und ein: Für einen Tausch braucht man nicht zwangsläufig eigenes Material; zumindest wenn die Kipo-Tauschbörsen nach dem gleichen Prinzip wie reguläre Tauschbörsen funktionieren.
    Ich persönlich denke auch, dass es einen kommerziellen Markt dafür gibt; nur ist dieser Markt nicht für die Masse an kinderpornographischem Material zuständig und das Reduzieren von Klicks auf eine solche Seite wird folglich auch nicht zum Versiegen der Kinderpornographie führen.

  • Avantgarde

    Ich verstehe den Sinn von diesbezüglichen Sperrlisten nicht. Wenn überhaupt, macht eine Sperre auf Providerseite (die bekanntlich auch zu umgehen ist), überhaupt nur Sinn, wenn man das entsprechende Webangebot nicht auf anderen Wegen stoppen kann.

    Bei rechtsradikalen Inhalten könnte das so sein, weil in den USA andere Kriterien der Meinungsfreiheit gelten.

    Aber KP? Gibt es ein Land, in dem solche Angebote erlaubt sind? In Europa und Nordamerika doch sicher nicht. Aber gibt es wirklich russische, chinesische, koreanische Webhoster, die sich weigern, auf Anfrage KP-Material zu entfernen?

    Also was soll das Ganze? Oder geht es nicht doch darum, in Zukunft alles zu sperren, was nicht deutschen Rechtsvorschriften entspricht? Jugendschutz etc.

    Dann sieht Internet hier aber bald aus wie in Saudi Arabien.

    KP ist das Einfallstor. Am Ende steht die Vernichtung von Meinungsfreiheit, weil alles wegen fehlendem Impressum, behördlicher Publikationsgenehmigung, Urheberrechtsverletzung etc. gesperrt bzw unsichtbar gemacht werden kann.

    Und kein Wunder, dass man den Begriff KP auf alle unter 18 oder die so aussehen könnten erweitert hat.

    Und mich würde auch interessieren, wie von der Leyen an ihre Zahlen kommt. Ich schätze, man hat einfach die Razzien hochgerechnet (“Himmel”) und natürlich ignoriert, dass die ausgegangen sind wie das Hornberger Schießen.

    Ich war schon im Netz bevor es Browser gab, die Bilder darstellen konnten. KP ist mir noch kein einziges Mal begegnet.

    Bestimmt gibt es die. Aber drüber stolpern kann man nicht. Und die, die das wirklich suchen, werden ihr Material auch finden. Da hilft keine lächerliche Sperre.

    Jede “Multimillionenindustrie” braucht funktionierende Zahlungswege. Wieviele Leute bestellen Koks beim Kolumbianer per Kreditkarte?

  • ola

    Es gibt auch einen kommerziellen Markt für Pornografie, obwohl man diese auch massenweise umsonst bekommt.

    Umsätze durch Kinderpornografie werden auch auf andere Weise erzeugt, Datenträger, Traffic, Videokameras, all das muss bezalt werden.

  • Siggi

    Ich muß #34 beipflichten, ich nutze auch seit 1997 das Internet in Gänze und bin noch nie auch nur annähernd ungewollt in Regionen vorgestossen, die etwas mit KiPo zu tun haben. Gefunden habe ich auch nichts, weil nicht danach gesucht. Man kann eigentlich nicht “drüber stolpern”, da muss das einem schon untergejubelt werden.

  • dot tilde dot

    @33 (klogge):

    nein, will ich nicht.

    .~.

  • Kristian Köhntopp

    Ist ja auch egal. Bald haben wir ja die Kennzeichenpflicht für IP-Pakete, dem elektronischen Personalausweis sei Dank! Da wird bestimmt alles ganz toll und sicher!

  • mez

    Im Prinzip wäre die Bekämpfung der Kipo im Internet ganz einfach:

    Der Poizeibeamte recherchiert den entsprechenden Hosting Provider. Anschließend sendet er eine Email an die in der whois Abfrage angegebene Email Adresse. Man kann davon ausgehen, daß in Europa und den USA die Abschaltquote nahe an die 100% heranreichen würde.

    Dem stehen aber folgende zwei Hindernisse entgegen:

    1. Der bearbeitende Beamte benötigt einen PC mit Internetzugang an seiner Dienststelle.
    2. Der bearbeitende Beamte benötigt zumindest rudimentäre Fremdsprachenkentnisse.

    Aus diesem Grund führt man eine Zentrale Sperrliste ein. Vorteil: Man benötigt keinen PC mit Internetanschluß und keinen Beamten mit Fremdsprachenkentnissen. Sondern nur ein Faxgerät, ein Blatt Papier und einen Stift. Man schreibt die zu sperrende Adresse auf ein Blatt Papier und schickt sie dann per Fax an die deutschen ISP.

  • M.

    @40: Es gibt einen großen grenzwertigen Bereich, beispielsweise Jugendpornographie, die extrem unterschiedlich bewertet wird. So sollen beispielsweise auch bald in der BRD Darstellungen illegal sein, die lediglich den Eindruck erwecken, dass sie Darsteller unter 18 abbilden. Flachbrüstige Frauen unter 25, kleiner als einssechzig, mit Pferdeschwanz oder Zöpfen und rasierter Muschi sind dann mal komplett illegal.

    Ich habe den Eindruck, dass versucht wird, mit dem Totschlagargument Kinderpornografie einen neuen Prohibitionismus einzuführen. Treffen wird es bald viele Thumbnail- und Aggregationsseiten, die zwar zumeist volljährige Darsteller abbilden, was aber oft nicht offensichtlich oder nachweisbar wird. Und klagen wird weder der amerikanische Pr0n-Anbieter — dessen Seiten nach DE-Recht eh keine Jugendschutzbedingungen erfüllen, noch der Konsument, der mit einer Klage gegen Einträge auf der Sperrliste sich einer Beweislastumkehr ausgesetzt sähe und zudem seine Vorlieben öffentlich machen müsste. Und wer tut das schon?

  • trapanal

    Vielen Dank für Ihre sehr interessante Einschätzung, Herr Vetter!

    @14 wenn sich die Sachlage so darstellt, dass a) das Web eine untergeordnete Rolle einnimmt und b) kaum Zahlungen erfolgen, bricht die Begründung für Sperren zusammen.

    @16 zu Tauss’ Verteidigungslinie gibt es doch eine Parallele. Ihm ging es nach seinen Angaben ja auch darum, zu zeigen dass der Austausch kinderpornographischen Materials eben nicht im Web, sondern vorwiegend über andere Internet-Dienste oder gar offline erfolgt. Das Wikileaks-Dokument zeichnet die neueren Entwicklungen in gleicher Weise nach (Vermietung virtueller Maschinen, auf denen zufällig schon Bildmaterial bereitliegt).

  • TTT

    Herr Vetter,

    ich wünschte sie wären lauter. Ich wünschte ich würde ihre Worte irgendwo lesen wo mehr Menschen sie lesen.

    Warum fragt nur keiner Menschen wie Sie, die was von Thema verstehen, um ihre Meinung?

  • Lupus

    Und? Was soll das ganze Gebrubbel? Wann unternehmt Ihr in Deutschland mal was gegen eure Junta? Oder wollt Ihr euch dann von euren Enkeln fragen lassen: Warum habt Ihr damals nichts getan? (Wahrscheinlich weil es euch in .de immer noch zu gut geht)!

  • http://www.frag-mich-doch.net frag-mich-doch.net

    demnächst trifft man sich wieder zu gemütlichen spieleabenden in überwachungstechnisch abgeschirmten Räumlichkeiten um frei eine Meinung kundtun zu können…
    Man sollte ja nun mittlerweile Angst haben vor Terrorismus, Vogelgrippe, Killerspielen, KiPo usw. Ich habe von Tag zu Tag mehr Angst vor der Herrschenden Schicht in diesem Land welche nur noch an den eigenen Machterhalt und die totale Überwachung denkt!
    In welche Richtung das ganze geht ist klar, die Frage die ich mir Stelle ist: Wie schnell und wie schlimm wird es wirklich. Ich glaub des kann ich mir momentan echt nicht vorstellen

  • Stolperer

    Auch ich surfe seit gut 10 Jahren täglich zum Teil viele Stunden im Internet. Ich habe schon eine Menge üble Dinge gesehen, auf die ich gerne verzichtet hätte. Weggeschossene Köpfe und klaffende After sind nicht jedermanns Sache. Aber ich bin noch NIE über eine einzige Seite “gestolpert” die pornographische Handlungen mit Minderjährigen zeigt. NIE. Und ich habe bestimmt schon eine Menge Pornos im Netz gesehen. Denn: The Internet is for porn! http://www.youtube.com/watch?v=YRgNOyCnbqg

    Dieses Laberargument von Frau von der Leine ist einfach lächerlich. Von unwissenschaftlich fange ich jetzt gar nicht erst an.

  • http://blog.thorsten-online.de/ Thorsten

    Ich durfte während meiner Strafstation einen Kinderpornographiefall bearbeiten. Auch hier waren im sichergestellten Material keine professionellen Bilder zu sehen.

    Die meisten Bilder waren nicht mal “Kinderpornographie”, sondern lediglich irgendwelche Urlaubsbilder von kleinen, nackten Jungs. Kinderpornographie ist es aber z. B. erst, wenn bei ihnen eine Erektion zu sehen ist (oder natürlich auch, wenn sexuelle Handlungen an ihnen vorgenommen werden bzw. sie selbst auf der Abbildung sexuelle Handlungen an jemandem vornehmen).

    Sicher ist das anstößig. Sicher macht es mir Angst, dass es Menschen mit solchen abartigen Vorlieben gibt. Und trotzdem wirken die Maßnahmen, die dagegen unternommen werden, wie ein Ohnmachtszeugnis, das die zuständigen Ministerien und Behörden sich selbst ausstellen. Genau das sollte nicht so sein!

    Schlimmer an diesem blinden Wahlkampfaktionismus ist, dass diese Maßnahmen den Missbrauchsopfern in keiner Weise helfen und, wie Udo es schon andeutet, gewiss nicht zu weniger Kindesmissbrauch führen werden.

  • Daniel

    @47 M. völliger Quatsch, solche Abbildungen mit nachweislich Volljährigen sind nicht illegal und sollen es auch nicht werden. Illegal ist nur, die Tatsache zu verschleiern, dass der/die Abgebildete volljährig ist. (http://blog.beck.de/2008/08/28/strafverbot-von-jugendpornographie-tritt-bald-in-kraft/)
    Mann wird hier viel Mist erzählt, ohne Ahnung zu haben!!

    Und dann das Gelaber’ von der “Herrschenden Schicht”. So ein linkes Gesülz!!

  • R.B.

    “Ich halte es aber ebenso für möglich, dass Frau von der Leyen einfach falsch informiert ist[...]”

    Ich halte es ebenso für möglich, daß Frau von der Leyen einfach falsch informiert.

    Wissentlich und willentlich.

  • Thomas Bliesener

    “… bei denen tatsächlich Kinderpornos auf Datenträgern gefunden
    werden. Keiner, ich wiederhole, keiner der in den letzten anderthalb Jahren dazu gekommenen Mandanten hat auch nur einen Cent für das Material bezahlt.”

    Eine nette Stilblüte der Rechtschreibreform.

  • R.A.

    @40, Avantgarde:
    > Aber KP? Gibt es ein Land, in
    > dem solche Angebote erlaubt
    > sind?
    Das kommt auf die Definition von KP an.

    KP in dem Sinne, in dem sich 99% der arglosen Bundesbürger das vorstellen (daß Kinder bei sexuellem Mißbrauch abgebildet werden) ist wohl überall verboten.

    Aber für die deutsche Gesetzgebung (seit November 2008) ist auch sehr viel KP, was in fast allen zivilisierten Ländern als völlig harmlos und legal gilt.

  • Peter

    Ich bin ebenfalls seit 13 Jahren im Internet unterwegs und bin dabei noch nie (!) auf Kinderpornografie gestoßen. Was soll der Schmu’?

  • http://www.abzockwelle.de Axel John

    @ 40: Und mich würde auch interessieren, wie von der Leyen an ihre Zahlen kommt.
    Gar nicht. Genau wie ihre was_ist_nochmal_ein_Browswr_Kollegin hat sie nicht den Hauch einer Ahnung, wovon sie überhaupt schwafelt.
    Vielleicht ist eines ihrer 7 Kinder mal in eine Abo-Falle getappt und sie ist nicht in der Lage, das zu differenzieren.

    Und die, die das wirklich suchen, werden ihr Material auch finden. Da hilft keine lächerliche Sperre.
    Einem Politiker etwas über VPN-Tunneling und nicht-EU-Provider zu erzählen, ist sinnlos. Eher versteht der Angehörige eines Urvolkstammes im brasilianischen Dschungel die Theorie der Quantengravitation.

    Jede “Multimillionenindustrie” braucht funktionierende Zahlungswege.
    Die gibt es. ZB. Western Union oder Wells Fargo.

  • http://www.klopfers-web.de Klopfer

    @23: Die Tatsache bleibt aber, dass kein Kind sexuell missbraucht wird, weil damit Geld verdient wird. Und daher wird auch kein einziges Kind vor Missbrauch geschützt, wenn man den Kinderpornohandel unterdrückt. (Diese Kikifax-Bilder, wo nackte Kinder am Strand herumtollen, sehe ich nicht als Missbrauch an; da entsteht die sexuelle Komponente nur im Kopf derer, die sich das angucken und sich drauf einen runterholen.) Aber es wird ja so getan, als würde so eine Sperre tatsächlich missbrauchten Kindern helfen (oder Kinder schützen), und dafür ist diese Maßnahme überhaupt nicht geeignet.

  • Thomas Bliesener

    Langsam sollte auch der letzten Schlafmütze klar sein, daß es bei dem Vorhaben nur vordergründig um Kinderpornographie geht.

  • Kinch

    @55

    M. schrieb doch, dass Abbildungen illegal sind, die den Eindruck erwecken, es handle sich um Jugenpornographie.

    Das, wenn das Angebot klar macht, dass die Darsteller volljährig sind, es sich nicht um Jugendpornographie handelt wurde außerdem erst vor Kurzem durch ein Gericht festgelegt.

  • R.A.

    @55, Daniel:
    > solche Abbildungen mit
    > nachweislich Volljährigen sind
    > nicht illegal
    So die Theorie.
    In der Praxis ist es natürlich weder üblich noch zumutbar, diesen Nachweis zu erbringen, d.h. neben jedem Nacktphoto im Internet eine Ausweiskopie der Abgebildeten zu bringen.

    Also kommt es nur darauf an, ob ein Betrachter die Person für unter 18 halten könnte – und das ist ganz überwiegend der Fall.

  • Kinch

    Eine Ausweiskopier ist denke ich auch nicht nötig:

    “Eine nach § 4 Abs. 1 Nr. 9 JMStV unzulässige Darstellung eines Kindes oder Jugendlichen in unnatürlich geschlechtsbetonter Körperhaltung in einem Telemedien-Angebot liegt nicht vor, wenn die dargestellte Person im Zeitpunkt der Aufnahme nachweislich volljährig war und wenn dies im Angebot deutlich und zutreffend angegeben wird.”

    Es reicht, für den Konsumenten denke ich, wenn im Angebot deutlich gemacht wird, dass die Darsteller volljährig sind.

  • http://www.heise.de Jo Bager

    Mich würde mal interessieren, um wie viele Fälle es hier eigentlich geht.

  • TheDoctor

    Na schau mal was die Katze da angeschleppt hat:

    Und dann noch in der FAZ, die ist doch eher Linientreu:
    http://www.faz.net/s/RubFC06D389EE76479E9E76425072B196C3/Doc~EA984FFD2451B4B7BA3E1AEA5A97F507B~ATpl~Ecommon~Scontent~Afor~Eprint.html

    Wenn man das so liest ist Frau von der Leyen eine wahre Tochter ihres Vaters…
    …und bestimmt nicht laienhaft oder naiv.

  • http://www.legalthoughts.de Malte S.

    @Jens Ferner (35): Ich hoffe, Dein Einwand ist nur abstrakt zu betrachten. Denn gerade das Beispiel mit der Kinderprostitution und den dabei erstellten und dann kostenlos weitergeleiteten Fotos / Filmen belegt, dass die Kinderpornographie eben kein Markt ist und durch sie eben nicht die dahinterstehende – möglicherweise kommerzielle – Erstellung ausgetrocknet werden kann.
    Die Einnahmequelle ist die Prostitution in dem Beispiel. Durch einen möglichen Wegfall der Pornographie wird die Prostitution nicht im geringsten beschränkt oder beeinträchtigt – außer sie finanziert sich auch über die Pornographie. Es besteht nur ein einseitiges Abhängigkeitsverhältnis “Prostitution –> KiPo” und kein zweiseitiges.

  • Andreas Berkirchen

    Erlaubt sei die Frage: Wie war das mit

    http://de.wikipedia.org/wiki/LS-Studio

    und anderen?

  • http://www.faz.net/s/Rub594835B672714A1DB1A121534F010EE1/Doc~EE4E81714A5EA48E39C3F2C6F226A0943~ATpl~Ecommon~Scontent.html der da

    Was könnte eine Anzeige oder Klage auf Basis von §185 “Beleidigung” bzw §186 “Üble Nachrede” und §193 “Wahrnehmung berechtigter Interessen” anhand der Aussage, das Gegner ihrer Aktion “weiterhin die Vergewaltigung von Kindern uneingeschränkt zeigen lassen wollen” (siehe Webseiten Link)?

    Ich weiss das das nicht viel Erfolg haben wird, aber irgend eine Möglichkeit muss es geben, ihr zu verbieten, diesen Müll zu verbreiten.
    Ich bin nämlich gegen die Sperren, aber mir geht keiner dabei ab, wenn ein Kind unter unmenschlichsten Schmerzen gequält wird!

  • TheDoctor

    @71: ja, und was ist jetzt die Frage ?

    Gerade die sind doch wohl ein Kontraargument zu Von der Leyens Horrorshow und passen bestens zu dem Insiderbericht auf Wikileaks.

    Ausserdem ein klassisches Beispiel das gute grenzübergreifende Polizeiarbeit (die natürlich ihren Preis hat, gute Polizisten kosten gutes Geld) das Problem an der Wurzel löst, noch dazu in einem von den Ländern, in denen der Laie denkt, da kommt man wg. Korruption nicht ran.

    …und im übrigen bin ich der Meinung, das niemand dem seine Freiheit lieb ist CDU oder SPD wählen sollte…

  • lawblogleser

    Wie die Politiker versuchen dieses Thema zu instrumentalisieren ist erschreckend und abstossend. Was ebenfalls beängstigend ist, ist wie parteitreu unsere vierte Macht im Staat, die Presse, dieses Thema nur in Häppchen hackt und verkaufsorientiert, undifferenziert und politikhätschelnd an die “Konsumenten” weitergibt.
    Beruhigend hingegen ist, dass ich bis jetzt fast keinen Blogeintrag oder Kommentar gelesen habe, der die Auffasung der “vonderLeyer” oder Konsorten so hinnimmt oder glaubt, das lässt doch hoffen. Oder aber gerade deswegen werden diese Sperren noch schneller durchgepeitscht.
    Darf ich eigentlich hier erwähnen, dass die Piratenpartei noch ein paar Unterschriften für die nächste Bundestagswahl brauchen könnte?

    Was die Politiker vom Internet verstehen, hat, ironischerweise, ein Beitrag von einigen Kinderreportern der ARD gezeigt
    http://www.youtube.com/watch?v=C0Q41F6m1_E

    Ich finde man sollte Kinder auch vor Dummheit schützen, aber wir müssen ja erstmal die Banken retten.

  • dot tilde dot

    @73 (lawblogleser):

    vielleicht lecken sich die gewaltigen vierten ja schon die finger nach den beschlossenen änderungen. als banken des geistigen eigentums, sozusagen.

    .~.

  • rw

    Ich wundere mich. Während meiner Strafstation bei der StA habe ich zwei voneinander unabhängige Fälle von KiPo bearbeitet. In beiden Fällen handelte es sich um eine kleine Fische, die vermutlich mehr aus Neugier und wegen des Reizes des Verbotenen handelten. Aber beide sind aufgeflogen als sie das erste Mal für Geld Bilder erworben haben (übrigens in einem Fall nicht in digitaler Form sondern Fotos per Postversand). Richtig ist aber auch, dass ein Großteil der bei Ihnen gefunden digitalen Bilder älteres Material war, das sie irgendwo unentgletlich bekommen haben.

    Aus den Akten ging hervor, daß zahlreiche andere Personen ebenfalls Bilder gekauft(!) hatten, was aber von anderen StAen bearbeitet wurde. Der ultimative Empfänger des Geldes konnte übrigens in beiden Fällen nicht ermittelt werden bzw. war zum Zeitpunkt, als ich mich damit beschäftigte, nicht ermittelt, was für unseren Fall aber nicht relevant war, weil beide geständig waren.

    Aus meinem bescheidenen Erfahrungsschatz kann ich sagen, daß neues Material verkauft wird und dann offenbar häufig als Foto verschickt wird (so einem Erläuterungsblatt von irgendeiner Diensstelle zu entnehmen). Die Aussage, dass ein Trockenlegen des Marktes keinem Kind helfen würde, halte ich angesichts des letztlich dann doch begrenzten Erfahrungsschatzes von Herrn Vetter für gewagt und geradezu zynisch. Die Frage scheint mehr zu sein, ob ein Austrocknen des Marktes ein realistisches Ziel ist. Aber der Versuch ist ansich lobenswert.

  • lawblogleser

    @74 (dot tilde dot)

    dann hoffe ich auf einen baldigen Totalbankrott und einen Wiederaufbau ohne Bundesregierung…und wenn ich schon träume, ich hätte auch gerne ein Pony…

  • james

    Wieder einer dieser Tage, wo man am liebsten um sich schiessen würde, in all dieser Ohnmacht vor dem völlig aus dem Ruder gelaufenen Staat.

  • crichton

    vd Leyen spricht von einer Industrie, Schwarzkopf sprach von Massenvernichtungswaffen im Irak.
    Letztere hat man bis heute nicht gefunden….

  • alk

    http://umfrage.tagesschau.de/umfrage/poll_dbdata.php?oid=kinderpornografie122

    Umfrageergebnis organisiert verfälscht.
    Schon lustig. Bei Heise hatte jemand auf die Umfrage aufmerksam gemacht und schon massenweise Neinstimmen.
    Zur Zeit trudeln massenweise Jastimmen ein.

  • surfer

    Ich kann gut nachvollziehen dass Frau v.d.L. ein paar Tatsahen verwechselt. Bei den vielen Interessengruppen die für die Internetzensur interessieren kann man vielleicht irgendwann nicht mehr unterscheiden welche Industrie jetzt genau was möchte oder welchen Schaden hat. Wenn da jetzt noch mehr Unfug kommt könnte sich doch wenigstens eine Industriezweig mal erbarmen und ihr ‘n kleines Notitzbuch zusenden, vorzugsweise auch mit schönem BMG, EMI oder Universal Logo drauf.

    Bin ich froh wenn im Internet weniger von diesen radikalen download-terroristen rumgeistern und rechtschaffende Künstler wie Madonna o.ä. endlich wieder standesgemäß mit ihrem eigenen! Learjet CS300 pendeln koennen.

  • Martin

    Eine Frage an die Juristen. In meiner kleinen Schachtel der Erinnerungen befinden sich einige Fotos vom Urlaub mit meiner damals 17jährigen Freundin, zusammen mit dem üblichen, ein paar Liebesbriefe von verflossenen, Konzertkarten usw.
    Selbstverständlich geht das mit gesundem Menschenverstand nicht als Porno durch (kein Geschlechtsakt oder ähnliches), dennoch bin ich mir irgendwie unsicher (mein Gott, so weit ist es schon…).

    Die Fotos sind gut 14 Jahre alt und so ziemlich das was man sich unter einem netten, frisch verliebten Urlaub vorstellt. Es kann doch beim besten Willen nicht sein, dass ich, wollte ich mich an das Gesetz halten, meine Erinnerungsstücke wegwerfen muss. Oder noch überspitzter, ich steck die Fotos meinem Chef in den Schreibtisch und zeige ihn an. Das ist doch alles völlig absurd.

  • horst deutschmann

    Es gibt ja sicher heutzutage für alles Profildateien. Eine Zeitlang hatte ich bka.de als Startseite und habe mir die Fahndungen angesehen. Das war ganz witzig. Heutzutage ist mir klar, dass dieser Witz mich vermutlich noch den Kopf kosten kann, wenn irgendein Idiot meine IP durcheinanderschmeißt.
    Wenn die Seiten gesperrt werden, setzt man die entsprechenden Personen gezielt erhöhtem Beschaffungsdruck aus und kann gut filtern.
    Die Frage ist nur für mich: Welchen Sinn ergibt das Ganze? Ich komme da nicht drauf.
    Grade bei diesem Thema gibt es ja ein weißes Für und ein schwarzes Wider. Beides hält sich so die Waage, dass ich mich kaum zu einer Entscheidung druchringen kann.
    Denn fakt ist eines: Erhöhter Beschaffungsdruck führt wie bei Drogensüchtigen auch zu erhöhter Beschaffungskriminalität. Wenn man altes Material aussperrt und dezimiert, besteht die Gefahr, dass sich konspirativ neues beschafft wird. Und das besteht höchstwahrscheinlich nicht nur darin, dass jemand eine DVD tauscht.
    Genau aus diesem Grund habe ich Bauchschmerzen.
    Es gibt sicher davor Möglichkeiten der Tertiärprävention, die durchshclagender vom Erfolg her sind. Z.Bsp. eine Sensibilisierung der Öffentlichkeit durch Aufklärung über Tatsachen, was geht da kaputt, wenn man ein Kind sexuell missbraucht?… Das ist doch den meisten Menschen, auch den Nicht-Päderasten garnicht richtig klar.
    Es ist eine Art tabuisierter unverarbeiteter Komplex, der Abscheu als einzige Reaktion zur Folge hat.
    Wir Menschen sind eigentlich kognitive Wesen, wir können doch gerade solche Gesellschaftstraumen aufarbeiten.
    Ich bin mir sicher, dass der Durchschnittstäter oder Durchschnittstäteranwärter erlernen kann, dass sein Tun Folgen hat, gegen die seine Bedürfnisse überhaupt kein tatrechtfertigendes Gegengewicht bilden.
    Der Mensch lernt, indem er einem konditionierenden Stimulus ausgesetzt ist und nicht, indem man ihn wie ein Krabbelkind panisch von den Putzmittelflaschen fernhält, ohne ihm beizubringen und erkennen zu lassen (cognescere), warum man das tut und das es im Grunde richtig ist.

  • bombjack@

    @71 Andreas
    [...]Andreas Berkirchen meint: (25.3.2009 um 16:56)
    Erlaubt sei die Frage: Wie war das mit
    http://de.wikipedia.org/wiki/LS-Studio
    und anderen?
    [...]

    nur das
    a) die Eltern Bescheid wußten
    b) Aufnahmen die eindeutige sexuelle Handlungen zeigten mit älteren Jugendlichen angefertigt worden sind.
    c) Viele der Darsteller in die Kamera grinsen bzw. um es besser auszudrücken keine Gesicht machen als würe es ihnen unangenehm sein.
    d) die Seite auf Druck vom Ausland abgeschaltet wurde, was der Argumentation der Leyen ja zu widerläuft oder was hilft die Filterung den betroffenen Personen?
    e) Noch dazu war zu dem Zeitpunkt das erstellen der Aufnahmen in dem betroffenen Land legal und vor gar nicht allzulanger Zeit
    f) war auch bei uns das Alter wo man gegen Entgelt in einem Porno mitspielen konnte nicht bei 18 Jahren.

    Aber selbst wenn sich die Sperrung so verhält wie von den Politikheinis “versprochen” (was ja gar nicht stimmt, denn sagte nicht die Leyen, das sie nicht weiß ob eine andere Regierung diese Sperrungen erweitert?) ist sie trotzdem abzulehnen, denn die Gefahr, daß die Infrastruktur mißbraucht wird ist einfach zu hoch, sei es um Zugriffe auf Seiten monitoren zu können und so eine IP mit dem Inhalt in Verbindung zu bringen oder als kleinen Unfall getarnt, wo dann z.B. ein Aufruf zu einer Demo geblockt wird. Desweiteren ist auch eine subtilere Manipulation möglich, wie sie auf http://odem.org/insert_coin/ beschrieben wird, denn wer sagt wie die eingeblendete Stopp-Seite aussehen muß….

    bombjack

  • Cross

    Habe gerade den Heise-Artikel http://www.heise.de/newsticker/Justizministerin-beharrt-auf-Gesetz-zu-Internet-Filterung–/meldung/135146/ gelesen … die Aussage von Justizministerin Zypries ist dabei mehr als unglaublich:

    Es gehe um die Frage: “Wie können wir verhindern, dass deutsche Internetbenutzer auf ausländische Seiten gehen.”

    Das bringt das Vorhaben der großen Koalition wohl treffend auf den Punkt.

  • http://www.akiaji.de Stefan

    Ich würde mich dafür schämen, solche Falschinformationen zu verbreiten. Sicherlich kommt auch mir manchmal eine allgemein formulierte Aussage über die Lippen, aber ich zaubere keine Millionenumsätze herbei, wo gar keine sind.

  • rw

    @88: Sensationelle Aufzählung!

    Bei a) musste ich erst laut loslachen, weil ich es nicht für möglich gehalten hatte, dass jemand so naiv sein kann.

    Bei b) sei nur mal daran erinnert, dass die Jugendlichen zwischn acht(!) und sechzehn waren.

    Bei c) habe ich mich gefragt, woher Sie das wissen und ob Sie das ernst meinen.

    Bei d) frage ich mich, wieso die Ukrainische Polizei dann dem Treiben ein Ende gesetzt hat.

    Und zu e) verweise ich auf oben – zeischen acht(!) und sechzehn waren die Kinder!

    Unfassbar!

  • rw

    @90: Sie haben aber komischerweise überhaupt kein Problem damit, zu behaupten, daß es diese Millionenumsätze nicht gäbe, obwohl Sie auch das nicht wissen (können). Oder stützen Sie diese Aussage ernsthaft auf den Erfahrungsbericht eines Düsseldorfer Rechtsanwalts?!

  • der echte n.n.

    besten dank meister vetter, wirklich ein schöner artikel!

    gerade in dem bereich kipo werden von bestimmten politikern gerne zahlen ventiliert, von denen man sich fragt wo sie eigentlich herkommen. zumindest ist mir noch keine ernstzunehmende kriminologische untersuchung in die hände gekommen, die diese zahlen fundiert und belastbar dargestellt hätte. das einzige was man findet sind irgendwelche bka-hausuntersuchungen, die kaum substantiierter sind als das, was sich mancher kripo-beamte als anfangsverdacht zusammenreimt. und diese bka-machwerke werden dann natürlich regelmäßig mit der forderung nach geld und planstellen verbunden.
    solange nichts wirklich fundiertes auf dem markt ist, ziehe ich es vor, nur dem zu glauben, was tatsächlich belegt ist. und das sind in diesem fall eben erfahrungen wie sie in diesem blog berichtet werden.

  • foo

    Frau von der Leyen ist garantiert nicht falsch informiert. Kinderpornographie ist nur das Trojanische Pferd, dass es den Machthungrigen und Kontrollfetischisten erlaubt, das böse böse anarchistische Internet endlich zu kontrollieren, zu reglementieren und für ihre Interessen und die von “Einflussfaktoren” (Content-Industrie) auszuschlachten. Nicht mehr und nicht weniger!

    Würden sie tatsächlich das Risiko von Kinderpornographie aus dem Netz verbannen wollen, würden sie keine Filter installieren, sondern direkt gegen die Angebote vorgehen. Aber nein, so liefern sie den Angebotsbetreibern noch die Info, dass sie in den Fokus des BKA geraten sind. Ergo: Kinderpornographie ist von der Leyen (oder den jenigen, die Frau v. d. Leyen instrumentalisieren) scheiß egal!

  • kaputnik

    @55 Daniel (der Ahnungslose)
    Lesen oder verstehen Sie die Seiten, auf die Sie verlinken? Da steht nämlich etwas anderes, als Sie behaupten (Stichwort: Scheinminderjährig, mal unabhängig davon, was Gerichte dann wirklich entscheiden):

    “Das neue Strafverbot führt zu einer ganz erheblichen Ausweitung des bisherigen Tatbestandsbereichs der Kinderpornographie. Erfasst werden künftig bei den praktisch relevanten Verbreitungshandlungen auch pornographische Darstellungen von allen Personen unter 18 Jahren und zudem auch von so genannten “Scheinminderjährigen”, also sochen Darsteller(innen), die zwar objektiv volljährig sind, aber nach ihrem äußeren Erscheinungsbild als minderjährig eingestuft werden können. ”

    Nun ja, in diesem Land sind ja sogar Zeichnungen verboten.

    Linke sagen übrigens “Klasse”.

  • Lobo

    Ähm, mal ne ganz doofe Idee:
    Könnte es sein, das Frau von der Leyen die default US Pay-per-Login Sexsites mit dem Millionenschweren MArkt für KiPo verwechselt? Über die Seiten ist doch jedermal gestolpert, paar hübsche junge knackige Mädels oder halt nen anderer Fetisch und für 30$ per Kreditkarte (Visa. AmericanExpress,…) kann man sich den Content runterladen.
    Zumindest, DAS würde das mit dem “millionenschwerem Markt” erklären.

  • Olaf

    Zum Glück wissen auch die ISPs selbst, dass da etwas nicht stimmen kann: http://www.tagesschau.de/inland/kinderpornographie108.html

  • http://www.legalthoughts.de Malte S.

    @ nw (92): Zunächst ist die Behauptung der Millionenumsätze eine reine, unsubstantiierte Beahuptung. Die kann man glauben, auch wenn sie keinen Anlass dazu bietet. Die Darstellung von UV haben zumindest ein Gerüst, wenn sie auch nicht in wissenschaftlicher Weise erhoben worden sind. Den kann man ebenfalls glauben, zumindest bieten sie irgendeinen Anlass.
    Wem man glauben will ist ziemlich egal. Die Politik will eine Änderung des bisherigen Status herbeiführen. Dafür braucht sie Gründe, die sie bisher nicht nachgewiesen hat. Vielmehr spricht einiges dafür, dass die Behauptung der Politik rein populistischer Natur ist und keine Faktenbasis hat. In der Bringschuld ist die Politik, bis sie die behaupteten Gründe beweisen konnte.

  • http://www.abzockwelle.de Axel John

    @ 89: Es gehe um die Frage: “Wie können wir verhindern, dass deutsche Internetbenutzer auf ausländische Seiten gehen.”
    Theoretisch geht das, ist aber mit etwas Aufwand verbunden:
    Sämtliche Handy-Antennenmasten abreißen und Störsender in den Grenzgebieten aufstellen.
    Grenzüberschreitende Glasfaser-, Richtfunk- und Telefonverbindungen weitestgehend abschalten und die restlichen über staatlich kontrollierte Relais umleiten.
    Den Besitz und die Nutzung von Satelitenempfangstechnik mit der Todesstrafe bedrohen.
    Denunzianten mit exorbitant hohen Fangprämien belohnen.
    Austritt aus der EU und Mauerbau nicht durch- sondern um Deutschland herum.
    Fragen zur technischen- und logistischen Umsetzung an die SED Linkspartei, die kennt sich damit aus.
    Das Grundgesetz kann man ruhig ignorieren, außer dem BVerfG interessiert sich eh keiner mehr dafür.

  • Stefan

    @rw, #92
    Die Beweislast liegt normalerweise bei dem, der Behauptungen aufstellt (“Millionenumsätze jeden Monat”). Es ist völlig legitim und sogar notwendig, Behauptungen kritisch zu hinterfragen.

    Den Vergleich mit den irakischen Massenvernichtungswaffen in Posting #24 fand ich sehr treffend: In beiden Fällen werden Emotionen geschürt mit schwer nachprüfbaren Behauptungen, um Entscheidungen von fundamentaler Bedeutung herbeizuführen.

  • question

    Also je mehr ich zu diesen und ähnlichen Dingen lese, desto lieber würde ich folgendes tun:

    1.) Strafanzeige gegen BKA und alle Abgeordneten, die ein entsprechendes Gesetz auf den Weg bringen, stellen. Mein Vorwurf als juristischer Laie lautet:
    - Strafvereitelung, Missbrauch im Amt und Unterlassung (das BKA erstellt diese Listen – es hat also Wissen, um strafbare Darstellungen und Texte/Videos aus dem Verkehr zu ziehen. Tut es aber nicht (sonst bräuchte man ja keine Liste), sondern erstellt lediglich eine Liste! Dabei sind doch nicht gerade wenige Angebote in Europa und Nordamerika gehostet. Diese Angebote und vor allem Betreiber dieser Server können aber auf bestehendem Rechtswege ausgeschaltet werden, wenn man will. Dies wird unterlassen – man blendet das Angebot aus, statt dagegen vorzugehen!!! Ganz davon abgesehen, dass die Politik bewusst Ermittlungspersonal, Ausrüstung und Richter klein hält.
    Die Regierung scheint sich vor der Wahl profilieren zu wollen ohne wirklich was gegen das Kindern angetane Unrecht tun zu wollen. Und diese Sauerei gehört eigentlich DICK UND FETT in die PRESSE:-(

    2.) Strafanzeige gegen die Regierenden wegen Bildung einer terroristische Vereinigung stellen. Erklärung: Wegen fortlaufenden Versuchen zur Einschränkung und Aushebelung des Grundgesetzes und der fortwährenden Missachtung des Bundesverfassungsgerichtes ist dies ein fundamentaler Anschlag auf die Demokratie dieses Landes.

    Das ist natürlich alles sehr grob geschrieben, aber einiges kann mit Sicherheit klar belegt und konkretisiert werden. Leider fehlen mir definitiv Mittel, Kapazität und jede Menge mutige Anwälte.

  • jd-

    @102: JAAAA! JAAAA! JAAAA!
    Nachdem ich mich jetzt die letzten 2 Stunden durch die Kommentare und die meisten Links gelesen habe würd ich sofort unterschreiben.(.. wenn es denn was bringen würde;)

    @97 Olaf: Das Interview macht mir wieder Hoffnung, dass die Politiker doch nicht machen können was sie wollen und, dass es noch Menschen gibt, die wissen worum es geht und dies auch öffentlich machen.

    Mal was neues: http://www.direktzu.de/vonderleyen
    Wieso schreibt der guten Frau nicht mal jemand einen seriösen Beitrag, und alle die hier lesen stimmen ab? Wir brauchen ca 200 Stimmen (wenn man sich die letzten Beiträge anschaut) damit die Frage weitergeleitet wird um von Frau von der Leyen persönlich beantwortet zu werden.

    Allein die Tatsache, dass innerhalb von 5 Stunden 100 Kommentare abgegeben wurden schreit doch danach, dass man ihr zeigt, was die “USER” und das “INTERNET” von ihrem Vorschlag halten.

    Ist denn hier niemand in der Hinsicht motiviert und kultiviert? ;)

    Grüße
    jd

  • Avantgarde

    Wirklich erschreckend finde ich auch, wie die Tagesschau (gerade gesehen) zum öffentlich-rechtlichen Verlautbarungsprogramm für Regierungspropaganda herabgesunken ist.

    Ungestört kann sich da Frau von der Leyen verbreiten, von “50000 Bilder pro Tag” schwafeln, die angeblich angeklickt werden (wer zählt denn das?), von einer KP-Mafia warnen (wer ist die, wo sitzt die, was genau macht die?), und nichts wird hinterfragt.

    Alles ist ganz furchtbar, da geht es darum, Menschen daran zu hindern, “süchtig zu werden”. Oh, die großen Provider machen fast alle mit, sehr brav. Einige machen nicht mit. Ein Satz. Keine Frage, warum die nicht mitmachen, naja werden schon wissen warum. Keine Gegenposition, kein gar nichts, warum solche Sperren vielleicht problematisch und fruchtlos sind.

    Der Staat führt Zensur des Internet ein, und keiner fragt nach.

    Ich beantrage die Umbenennung der Tageschau in Aktuelle Kamera.

  • Peter

    Fr. v. Leyen: sachlich und fachlich eine 6, Umsetzung auch 6. Moralisch eine 2+. Warum nur 2+?
    0,3 Punkte Abzug weil dieser Aktionismus (und wir wissen es alle) zu einem Gutteil Opportunismus ist (kommt beim Volk halt gut an)! Vielleicht will sie sich vor der nächsten Wahl auch schnell noch ein politisches Denkmal setzen (“ICH habe was dagegen getan. Alle anderen nur gredet!”).
    0,3 Punkte Abzug, weil sie für ihr heheres Ziel billigend in Kauf nimmt techn. Mechanismen zu schaffen, die zum Missbrauch geradezu einladen.

  • http://www.meistermochi.de meistermochi

    das dient alles der großen rundum-überwachung. wartet mal ab.

  • rw

    @98 und 101: Es ist ein himmelweiter Unterschied, ob man eine Behauptung anzweifelt oder hinterfragt, wie sie es in den Beiträgen 98 und 101 gemacht haben, oder ob man eine Behauptung, die bisher unbelegt ist, als Falschinformation bezeichnet und ohne Belege behauptet, das Gegenteil sei richtig, wie ihm von mir kritisierten Beitrag 90 geschehen.

    Ich habe keine Ahnung, wieviel Umsätze Betreiber von KiPo-Seiten machen. Wissen kann das naturgemäß ohnehin niemand. Jedenfalls käme ich im Traum nicht darauf, irgendeine Abschätzung auf die Erfahrungen von Herrn Vetter zu stützen, zumal mein bescheidener Erfahrungsschatz ein anderer ist (Beitrag 75), wenngleich genausowenig für eine Hochrechnung geignet.

  • Masafarker

    Dass es keine KiPo-Industrie mit großen Umsätzen gibt, kann man, denke ich, anhand bekannter Fakten plausibel schließen. Manche hier tun aber so, als gäbe es KiPO überhaupt nicht. Darüber zu “stolpern” ist relativ unwahrscheinlich, solange man nicht nach Pornographie sucht. In öffentlichen Tauschbörsen kann man aber definitiv darüber stolpern und auch finden, wenn man einigermaßen gezielt danach sucht. Natürlich ist das zu 99% nur Spam und Anscheins-KiPo. 1% davon ist aber über jeglichen Zweifel erhaben authentisches Amateur-Material mit Kindern, also Personen die sehr viel jünger als 14 Jahre sind.

    Ich würde die IP-Adressen aber nicht der Polizei melden und auch sonst niemandem, da man davon ausgehen kann, dass der Anschlussinhaber sich überhaupt nicht über den Besitz dieser Videos und Bilder bewusst ist, geschweige denn irgendetwas mit dem was da gezeigt wird zu tun hat. Auch kann man nicht ausschließen, dass es sich dabei um Fallen der Polizei oder privater “Jäger” handelt.

    Das Stichwort “lolita” ist eher ausgelutscht und wohl auch zu offensichtlich. Bei authentischem Material finden sich oft Stichwörter wie “pthc” (steht vermutlich für PreeTeen-HardCore) und “r@ygold” in den Dateinamen. Dies sind auch beliebte Suchbegriffe. Wahrscheinlich findet man auch mehr Informationen(!) dazu, wenn man diese Begriffe mit Google sucht. Die Dateien selbst findet man aber eher bei Tauschbörsen. Nicht auszuschließen ist aber, dass diese Szene mittlerweile zu anderen Stellen migriert ist. Früher war WWW schon obskur genug, um sich zu verstecken, dann Tauschbörsen, Usenet und reine Hoster wie rapidshare.

    Nicht reales Material (also Zeichnungen oder CGI-Animationen), dass in Deutschland ebenfalls als KiPo bewertet wird, findet man selbstverständlich auch mit Google im Web.

  • Stefan

    @rw, #110
    Okay, dann sage ich es direkter statt diplomatisch:

    Ich glaube, wir werden schlicht und einfach belogen, was Zugriffszahlen auf KiPo-Webseiten, finanzielle Umsätze und alles andere angeht. Analog zum Irak-Krieg. Das Interview auf Tagesschau.de mit dem 1&1-Menschen war übrigens auch interessant.

    Es wird ein künstlicher Hype aufgebaut, um emotionalen Druck zu erzeugen.

    Und Ihr voriges Argument, die Netzsperren sind “einen Versuch wert” teile ich nicht, weil es für mich eben einen übergrossen Prinzipienbruch in der Telekommunikationsfreiheit darstellt. Damit macht man keine Versuchsballons, sondern man sollte sich des Dammbruchs bewusst sein.

    Und bitte nicht “An die Kinder denken!” argumentieren, denn der meiste Missbrauch findet immer noch in der Familie statt und Gott sei Dank kommt (noch?) niemand auf die Idee, einen grossen Lauschangriff in verdächtigen Familienhaushalten zu fordern, auch wenn dies vielleicht wesentlich mehr Kinderseelen retten könnte als unzulängliche Netzsperren. Freiheit vs. Sicherheit.

  • kaputnik

    @110 rw
    “Ich habe keine Ahnung, wieviel Umsätze Betreiber von KiPo-Seiten machen. Wissen kann das naturgemäß ohnehin niemand. ”

    Frau v.d.L. behauptet/meint/lügt aber, es zu wissen.

    Ich halte die genannten Beträge für absolut unrealistisch oder auch einfach nicht plausibel. Natürlich macht die Smud-Industrie allgemein unglaubliche Umsätze, oft mit äußerst fragwürdigem Material, aber die Kinderporno-”Industrie” ist nun doch etwas ganz anderes.

    Was ist denn eigentlich KiPo. Für mich bedeutet der Begriff, dass sexueller Missbrauch von Kindern stattgefunden hat. Kinder keine Jugendlichen. Auch nicht in Zeichnungen.

    In der aktuellen Gesetzgebung und der Argumentation der Frau Ministerin ist aber Differenzierung nicht mehr vorgesehen.

    Die behaupteten MIllionenumsätze eine Lüge zu nennen, ist deutlich weniger unredlich, als die Behauptung selbst. Die Ministerin muss belegen.

  • rw

    @113: Wenn Frau von der Leyen eine Behauptung ohne Belege aufstellt, heißt das zunächst mal nicht, daß sie keine Belege hat. Bei der genannten Zahl handelt es sich natürllich um eine Schätzung. Nur weil nicht dargelegt ist, wie sie auf die Schätzung kommt, kann ich zwar den Mangel an Substantiierung kritisieren, nicht aber alles in Bausch und Bogen als gelogen hinstellen. So was ist doch schlicht albern.

    Woher nehmen Sie eigentlich ihre Kenntnisse zum Thema? Ich wundere mich nur ganz allgemein, wieviele Experten in Sachen Ertragskraft von KiPo sich hier tummeln. Ist es so schwer, einach mal zu sagen: “Was die Ministerin sagt, glaube ich irgendwie nicht. Selbst habe ich aber auch nicht den blassesten Schimmer.”?

    Ich habe nie die Auffassung vertreten, daß Netzsperren einen Versuch wert seien. Ich sagte, es sei lobenswert, daß man versucht den Markt auszutrocknenn – trotz der Aussichtslosigkeit. Dazu, ob Netzsperren dafür geeignet sind, habe ich keine Meinung.

    @115: Eine Diskussion auf Grundlage ihres subjektiven Rechtssystems zu führen, halte ich für albern. Ich finde unsere Steuergesetzbegung auch beschissen, erkenne sie aber an und zahle trotzdem meine Steuern.

  • Avantgarde

    Wenn vdL so kompetent ist, dann empfehle ich die Stellung folgender Fragen:

    Was ist eine Domain und wie funktioniert die?
    Was ist eine IP und wie funktioniert die?
    Was sind Torrents?
    Was ist ein Proxy?
    Was ist TOR?
    Was ist VPN Tunneling?

    Was ein Browser ist, hat ja Frau Zypries schon erklärt.

  • Henrik

    “Überdies: Niemand zahlt für Dinge, die er auch umsonst haben kann.”

    Da möchte ich völlig aus dem Zusammenhang gerissen widersprechen. Ich habe eine umfangreiche Sammlung an Computerspielen, obwohl ich mir die auch runterladen könnte. Das ginge sogar schneller und einfacher als auf die Zusendung zu warten, trotzdem kaufe ich brav die Spiele. Das ist wohl auch eine Frage der Erziehung und des eigenen Moralverständnisses.

  • Andreas

    @Hendrik:

    Aber die Anzahl der gut erzogenen Kinderpornonutzer mit hervoragendem Moralverständnis wird wohl kaum ausreichen, eine Kinderpornoindustrie zu finanzieren, oder?

  • tina

    Ich finde, schon der Begriff selbst ist ein Problem, weil er falsche Konnotationen hervorruft.

    Pornografie (also die legale Variante mit Erwachsenen, die freiwillig und auf Bezahlungsbasis agieren) ist fiktiv. Es ist ein narratives Filmgenre, das ganz vielen Faktoren der Filmproduktion unterworfen ist und das man als Filmwissenschaftler analysieren kann. Die koerperlichen Realitaeten im Pornofilm sind ungefaehr so “echt” wie der Filmkuss zwischen Scarlett O’Hara und Rhett Butler, und die Konsumenten wissen, dass sie einem inszenierten Sexualakt zusehen. Der Pornoindustrie wird seit Jahrzehnten ein Millionen/Milliardengewinn untergeschoben, ohne jemals Zahlen zu nennen. Es gibt schon hierfuer keine Quellen, und das sind alles legale Unternehmen.

    Dokumentierter Kindesmissbrauch (ich weigere mich, das ‘Pornografie’ zu nennen) ist dem diametral entgegengesetzt. Es ist authentisch und echt, wie Herr Vetter das schon beschrieb. Es ist ein Beiprodukt eines realen Verbrechens und die Konsumenten dieser Filme sind sich dessen bewusst. Die Filme sind nicht narrativ, sie spielen nicht in einer erfundenen Welt. Dokumentierter Kindesmissbrauch ist also kein Film. Und somit auch keine Pornografie. Es ist die Dokumentation eines Verbrechens zum Zwecke der Erregung. Nicht alles was erregt, ist Pornografie. Dazu bedarf es der oben genannten Komponenten.

    Ich persoenlich finde, dass der Begriff ‘Pornografie’ in Verbindung mit Kindesmissbrauch unglaublich zynisch ist, weil es eine freiwillige Beteiligung der Darsteller impliziert. Das ist sehr grausam gegenueber den Opfern von Kindesmissbrauch. Deswegen finde ich den Begriff ‘Kinderpornografie’ nicht nur unzutreffend, sondern auch abwertend den Opfern gegenueber.

  • f.

    Danke, Herr Vetter, für diese Lagesicht von jemandem, der wenigstens ein wenig mit tatsächlichen Fakten diesbezüglich in Berührung kommt.
    Sie bestätigen hier einen meinerseitig schon lange gehegten Verdacht, dass auch in diesem Themenkomplex mit weit überzogenen, uralten oder schlicht gelogenen “Fakten” operiert wird.

    Im Lichte dessen entlarvt sich ein weiteres Mal die aktuellen Ventilationen der aktiven politischen Kaste im wesentlichen als hitzige Diskussionen Blinder über Farben.

    Von den generell donquichotesken Aspekten der ganzen DNSmanipulations-/Filterdiskussion im Hinblick auf effektiven Kinderschutz einmal abgesehen …
    dem einen oder anderen kollateral geopferten Grundgesetz darf man ja sowieso wegen akuter Dehydrationsgefahr heute schon nicht mehr als 2 Tränen nachweinen.

  • Gwendolan

    Wie bei allen anderen “Gratis”-Internet-Angeboten läuft die Finanzierung wahrscheinlich über die Werbung. Mehr Seitenaufrufe, mehr Werbeaufrufe, mehr Geld. Für die Produzenten von so schändlichem Material ist es lukrativ, egal ob Ihre Klienten oder ein Werbebannervermittler das Geld überweist. Der Beitrag scheint ausnahmsweise mal bemerkenswert unreflektiert.

  • corax

    Gwendolan,

    sicher datt.
    “Die kleine Chantal wird mißbraucht” wurde ihnen proudly presentet von Milupa und Matell.
    Sonst noch was?

  • ingo

    @126: da ich noch nie eine derartige seite gesehen habe kann ich (vermutlich so wie sie) nur spekulieren, aber wie wahrscheinlich ist es denn dass irgendeine firma werbung auf einer kinderporno-seite schaltet? selbst wenn das alles über vermittler läuft dürfte spätestens bei der statistik-auswertung jede seriöse firma panikattacken bekommen wenn sie sieht woher ihre clicks kommen, und ob der vermittlungsagent ohne nervöses zucken geld vom firmenkonto an den kipo-dealer überweisen würde?

  • kkanzler

    @120 (Hendrik):
    jemand der heruntergeladene KiPos für verwerflich, gekaufte aber für rechtens erachtet, hat aber definitiv ein ziemlich bescheidenes moralverständnis und höchstwahrscheinlich auch keine gute erziehung genossen…

    @126 (gwendolan):
    ahja, klar, ich seh die google-werbung auf der kipo-seite deutlich vor augen:
    kaufen sie bei baby-walter, wir haben die schönsten kindersachen! klicken sie hier!!1!ELF

  • Thomas

    Da dreht unsere Regierung wieder mal am Rad.
    Erst Vorratsdatenspeicherung, dann Jugendpornographie (Stichwort: Scheinjugendliche) und nun das.
    Ob da ein Plan dahinter steckt?
    Es ist zwar Wahljahr, aber ob man mit sowas groß Wähler kriegt? Bezweifel ich.
    Was bewegt also eine Regierung dazu Zensur in Betracht zu ziehen? Gerade wenn es um einen nicht existenten Gegner geht.

  • Marc

    Udo, schreib das nicht hier, schreib es den Damen und Herren, die meinen, sich mit dem Thema auszukennen und als Antwort mit so einem Schwachsinn wie Internetsperren ankommen…

  • PS

    gerade Tagesthemen gesehen.
    Die haben genau alle, aber auch wirklich alle “Argumente” wiederholt, die hier, bei Netzpolitik.org und an anderer Stelle schlüssig und begründet widerlegt worden.
    Der Kommentar hat dem Ganzen noch die scheinheilige und dumme Krone aufgesetzt: tenor war “scheiss auch die Grundrechte”…
    Besonders ekelhaft war das in-einen-Topf-werfen von Menschen, die eine andere Meinung haben mit Irren, die Verbrechen begehen..

    War wohl nix mit neutralen Nachtrichten…

    Denk ich an Deutschland in der Nacht…

  • ewu

    Sehr geehrter Herr Vetter, (ausnahmsweise mal so gemeint)

    aus Ihrem Text schließe ich, dass Sie im Rahmen der Mandate entsprechende Werke ansehen müssen, um sie beurteilen und Ihren Mandanten verteidigen zu können. Ihr Job dürfte auch dadurch sehr belastend sein, und ich möchte ihn nicht geschenkt haben.

    Umso wichtiger ist Ihre Stellungnahme zur Einrichtung einer Funktion, die am falschen Hebel des Downloads ansetzt. Wie wäre es stattdessen mit einem Gesetz, das Hoster verpflichtet, nur den Uploader / Mailer / Versender einer entsprechenden Datei herauszugeben? Downloads sind schnell geklickt, aktive Uploads sind was anderes. Lässt sich zur Not auch technisch verschleiern inklusive des aktiven Klicks, schon klar, aber der Ansatz wäre ein komplett anderer. Es ist auch viel zu einfach, hinter einen beliebigen Link andere Inhalte zu legen als direkt erkennbar sind. Also müsste der Staat alle Inhalte filtern = zensieren? Unsere Ministerin weiß offensichtlich nicht, was sie da lostritt …

  • Fetter Smudo

    Erlärt mir das mal jemand: Wenn ich einen Porno Pay TV Sender buche und mein 10 jähriger Sohn würde heimlich schauen, dann hab ich doch meine Pflicht als Vater verletzt, zu verhindern dass er sowas sehen kann, oder nicht? Das Internet, welches man nur buchen kann wenn man 18 Jahre alt ist, soll jetzt aber scheinbar eine Altersbegrenzung von FSK 0 haben??? Wäre es dann nicht die Aufgabe der Eltern, freiwillig Filtersoftware zu installieren? Gibt es diesen unsinnigen Internet Jugendschutz Kram nicht einfach nur, weil da ein Vakuum ist, weil 15 jährige den PC im Zimmer stehen haben und Mama ist 45 und weiß nichma wie man ihn hochfährt?

  • Gwendolan

    @128/129: Natürlich kann ich auch nur spekulieren. Aber es ist klar, dass es genug Firmen gibt, die Geld dafür bezahlen, Werbung für unseriöse Produkte (auch) an unseriösen Orten zu schalten. Man denke an in diesem Zusammenhang an Werbung für chinesische Viagraimitate, Penisverlängerungsapperaturen, Anabolika, you name it. Wenn als Nothebel noch ein Vermittler dazwischengeschaltet ist werden die erst recht keine Bedenken haben, wenn ihre Werbebanner (auch) auf illegalen Seiten Kunden aquirieren.

  • Helge

    Das Nachtmagazin des Ersten unterstellt gerade auch wieder Millionenverdienste durch Kriminelle mittels Kinderpornos… irgendwann nach der Sendung (die momentan noch läuft) wird das in der Tagesschau-Mediathek unter Nachtmagazin, höchstwahrscheinlich sogar mit dem Kapitel “Kinderpornosperre” o. ä. abrufbar sein…

  • Gerhard

    Leider entscheiden Politiker ständig über Dinge von denen sie nichts verstehen.

  • Snickerman

    Habt ihr schon gelesen, was die EU nun für Pläne hat??

    Auf Beifall stieß der Koalitionsbeschluss in Brüssel. Dort forderte EU-Justizkommissar Jacques Barrot heute im Rahmen der Vorstellung eines Gesetzentwurfs gegen Kindesmissbrauch, Kinderpornografie und Sextourismus die EU-weite Einführung von Sperrlisten gegen solche Inhalte.

    Der Vorschlag der EU-Kommission sieht vor, schon die Online-Kontaktaufnahme mit Kindern zu Missbrauchszwecken (“Grooming”) unter Strafe zu stellen. Den Produzenten, Verkäufern und Besitzern pornografischer Aufnahmen von Minderjährigen soll EU-weit eine Haftstrafe von mindestens sechs Jahren drohen. Ist das Opfer unter 16 Jahre alt, so schlägt die EU-Kommission eine Strafe von mindestens zehn Jahren vor.

    aus: http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,615454,00.html

    Mindest!strafe 6! Jahre nur für den Besitz! von JUGEND!-Pornographie (16-17), darunter 10!
    Da in vielen Ländern (Niederlande, Skandinavien) bis vor noch gar nicht sooo langer Zeit Altergrenzen von 15 oder 16 Jahren gültig waren, würde das HUNDERTTAUSENDE, wenn nicht MILLIONEN EU-Bürger treffen- England und Irland müsste man dann zu Knästen umbauen, um sie alle wegzusperren…

  • Berni

    @149 (Snickerman): Das ist doch nur, um Leute mit möglichst gummiartigen, auslegungsabhängigen Paragraphen, möglichst lange wegschließen zu können.

    Gegen sexuellen Mißbrauch von Schutzbefohlenen helfen Internetsperren gar nicht, denn dazu braucht man keine Bilder.

  • Nobody

    Folgendes Zitat aus einen Forum sollte sich jeder hier zu Herzen nehmen und mal darüber nachdenken:
    “Stell dir vor du spazierst im Park und siehst du ein Kerl wie er ein Mädchen vergewaltigt. Du rufst die Polizei, die Polizei ist auch rasch da. Aber anstatt den Kerl zu verhaften spannt die Polizei einfach ein Laken zwischen dir und das Geschehen, damit du nichts siehst.”

  • Wahlbeauftragter

    Europawahl am 7. Juni 2009
    Bundestagswahl am 27. September 2009

    Nicht nur sinnlos reden – handeln!

  • http://www.ilmtalratz.de Ilmtalratz

    @151: Hier denke ich, daß der Notanruf bei der Polizei möglicherweise für das Opfer zu spät käme. In einem solchen Fall ist meiner Ansicht nach direktes Handeln erforderlich – gegebenenfalls auch Gewaltanwendung gegen den Täter.
    Ich bin ja kein Jurist, aber war da nicht etwas namens Nothilfe?

  • Cross

    @151 – erschreckende Metapher … aber es bringt die Sache auf den Punkt.

    Ich könnte schämen vor Wut bei der Vorstellung die vdL & Co. gerade vor unseren Augen bieten. Wenn es Frau vdL um den Schutz der Opfer und die Eindämmung von KiPo gehen würde müsste die Server stilllegen lassen. Daher wäre meine Forderung:

    1. Aufstockung der Ermittlungskapazitäten mit dem Ziel schnellstmöglich KiPo-Server aufzuspühren und die Betreiber bzw. deren Hoster aufzufordern das “Angebot” augenblicklich einzustellen. Kein Hoster der halbwegs bei Verstand ist wird dieser Aufforderung nicht sofort nachkommen.
    2. Finden sich Länder, die solchein Vorgehen nicht unterstützen kann Frau vdL den Druck auf diese Staaten durch eine öffentliche Diskussion verstärken.

    Auf diese Weise könnte man die Verbreitung von KiPo besser eindämmen, weil ein abgeschaltetes Angebot auch durch Umgehen von Filtern nicht mehr erreichbar ist. Und ganz nebenbei baut man keine Zensur- und Kontroll-Infrastruktur auf die leicht zur Zensur von vielerlei politisch unliebsamen Informationen mißbraucht werden kann.

  • Micha

    Die politisch gewollte Legendenbildung im Ministerium von Lieschen von der Leyen ist die eine Sache.
    Was mich allerdings in dem Beitrag von Herrn Vetter nachdenklich stimmt, ist die Feststellung (Zitat): “Keiner, ich wiederhole, keiner der in den letzten anderthalb Jahren dazu gekommenen Mandanten hat auch nur einen Cent für das Material bezahlt.”.
    Ja wird den das Tauschen Downloaden etc. von solchem Giftmüll besser, wenn man dafür nicht zahlt? Der entschuldigende Unterton in dieser Feststellung erscheint mir gefährlich, oder ist es bei Strafverteidigern normal, daß Mandanten in Schutz genommen werden, unabhängig von Ihrer Tat?

  • Cross

    @156: Es geht bei der Feststellung von Udo Vetter doch darum klarzumachen, dass die Aussage von Frau vdL eine unbewiesene Behauptung ist die sich nicht mit den subjektiven Erfahrungen aus der Praxis deckt. Es geht hier sicher nicht darum KiPo zu verharmlosen – sondern im Gegenteil sich darüber gedanken zu machen was

    - effektive Mittel gegen die Verbreitung von KiPo sind
    - die Verfassungskonform sind und die nicht zu Zensurzwecken vom Staat oder von Unternehmen mißbraucht werden können

  • Zacc

    Es läuft halt immer nach dem gleichen Prinzip: Man nimmt einen Bereich, mit dem man gut argumentieren kann (KiPo, Nazis, Terror) und nimmt das zum Anlass, weiter in die Bürgerrechte einzugreifen.
    Als nächstes wird es definitiv Piratebay und Co. treffen. Und noch blöder: Wer sich wirklich in solchen Kreisen bewegt, wird immer drumrum arbeiten können. Bin gespannt, wann sie die Toll-Collect-Brücken zum Bürgerschutz scharf schalten (oder vielleicht haben sie das ja schon längst…).

    Und niemals vergessen: Killerspiele verbieten! Altautos sind dreckig! Feinstaubzonen helfen der Umwelt!

    Und dass keiner mehr Politiker ernst nimmt, ist sicher nur ein Zufall.

  • Peter

    @156: … oder ist es bei Strafverteidigern normal, daß Mandanten in Schutz genommen werden, unabhängig von Ihrer Tat?

    ja was denn sonst? Es zwingt sie ja keiner das Mandat eines vermeintlichen KiPo-Konsumenten zu übernehmen. Wenn Sie sich die elitäre Einstellung “ich verteidige nur Vorstände in Steuerstrafsachen” zu eigen machen, mag das gut für Ihr moralisches Gleichgewicht sein. Aber setzen Sie bitte nicht Ihren Massstab als Norm an.

  • Peter

    Geht es wieder los, so wie damals? (allerdings können Domains nicht brennen)

    http: //wikileaks.org/wiki/Hausdurchsuchung_bei_WikiLeaks.de_Domaininhaber

  • Sanddorn

    161 Kommentare und noch keine Morddrohung an Herrn Vetter? Der Pöbel ist auch nicht mehr das was er mal war.

  • Cad

    Interessant: http://www.tagesschau.de/multimedia/video/video469588.html

    Es gibt auch in der ARD durchaus kritische Stimmen, und zwar vom Chefredakteur von tagesschau.de – Im Grunde nennt er dort all die Bedenken, die auch hier diskutiert werden. Wieso solche Stimmen dann nicht auch in der breiteren Öffentlichkeit Gehör finden!? Wahrscheinlich sind einfach (fast) alle Verantwortlichen schlicht zu alt, um zu verstehen was sie fordern und was die Konsequenzen sind. Es gibt mit Sicherheit auch Politiker, die an dieser Tendenz zur Zensur zweifeln, aber wer wagt es denn zu widersprechen, wenn es um KiPo geht…
    Außerdem dürfte es ein Problem sein, dass die kritischen Stimmen hauptsächlich aus dem Internet selbst kommen, also aus Foren, Blogs u.Ä. Und das wird ja gerde nicht ernst genommen…

    Vielleicht kann hier jemand die Frage beantworten, was mit so einem Filter passiert, wenn die Seiten z.b. über TOR aufgerufen werden – Normal müsste doch dann die Sperre unwirksam sein, wenn die “aufrufenden” PCs am anderen Ende der TOR-Leitung nicht zu einem deutschen Provider-Netz gehören? Aber Hauptsache, SPERRE!

  • Christian Sommer

    “Überdies: Niemand zahlt für Dinge, die er auch umsonst haben kann.”

    Dies ist leider sehr falsche Aussage. Beispiel Raubkopien: Es gibt nahezu jede Raubkopie “kostenlos” in Tauschbörsen oder über sonstige Verbreitungswege. Trotzdem bezahlen sehr viele Menschen für den Zugang zu diesem Material über Pay-FTP-Server, über Diensteanbieter die eine “Nutzungs- und Zugangsgebühr” verlangen. Es kann viele Gründe geben, warum man für etwas zahlt, was man auch umsonst haben kann. Komfortablere Bedienung, Geschwindigkeit, Auswahl etc. Dies ist eine “Industrie”, wo signifikante Millionenumsätze gemacht werden mit Inhalten, die es auch “kostenlos” gibt.

    Selbst wenn die Inhalte die gleichen sind macht die Zugangstechnologie auch einen Unterschied. Insbesondere dann, wenn es sich um solche “sensiblen” und kriminellen Bereiche handelt, wo man eben nicht im öffentlichen Raum kommunizieren möchte.

    Ihre Beispiele mögen stimmen und Ihre Mandanten mögen allesamt unschuldig sein und nichts dafür bezahlt haben, aber dennoch ist dies mit Sicherheit nicht das gesamte Bild, was Sie hier darstellen.

  • Denkanlass

    Eine Sache die noch nicht behandelt wurde, ist der Aspekt der Strafverfolgung, nach der Umsetzung der Sperrlisten. In gewisser Weiße fördert die Regierung damit die Anonymität der Kinderporno Konsumenten. Da momentan eine großes öffentliches Interesse an dem Thema besteht, müssen die Konsumenten natürlich wege finden um Ihrem Treiben weiter nach zu gehen, ohne dabei entdeckt zu werden. Bevor dieses Thema so präsent war, könnte ich mir vorstellen, dass viele ohne jeglichen Schutz (Proxy/TOR/Hot-Spots) nach dem Material gesucht und es auch getauscht haben. Da ist es für das BKA natürlich ein leichtes solche Benutzer zu ermitteln und “bestrafen”. Wenn nun immer mehr auf speziellen Schutz setzen haben die Ermittelnden Behörden auch keinen Angriffspunkt mehr um solche User zu verfolgen. Wenn man es also überspitzt audrüückt, könnte man behaupten, die Bundesregierung fördert eine Anonymisierung der Kipo-Nutzer. Vielleicht sollte man sich darüber mal Gedanken machen… Eigentlich erschreckend

  • mez

    Wenn es stimmt was in anderen Ländern nach Einführung der Sperrliste passiert – die gesperrten Seiten werden nach Sperrung von den Strafverfolgungsbehörden ignoriert – könnte z.B. eine europaweite Sperrliste zum genauen Gegenteil führen. Ein riesiger Schutzschirm hinter dem die kinderpornographischen Webseiten ungestört betrieben werden können. Aufnahme in die Sperrliste als Gütesiegel: Gesperrt und damit vor Strafverfolgung sicher:

    http://jensch.wordpress.com/2009/03/25/

  • nochsoeiner

    also ich bin leider schon gestolpert. Und es ist auch ganz leicht zu stolpern, obwohl man gar nicht stolpern will. Das liegt daran, dass mancher XXX Anbieter zuweilen 90-60-90 Thumbnails mit Links auf Vollbild 90-60-90 versieht, zuweilen auf weitere Links 90-60-90, zweilen auf “Hairy”, “Exotic”, “interracial” oder sonstwas, aber eben auch zuweilen auf Kipo, und damit meine ich durchaus auch “unter 14″.
    Über deren Motive kann ich nur spekulieren, aber wie sich das finanziert – die Frage würde mich schon bei “legalen” Inhalten interessieren, wobei Legalität letzlich eine Frage von Längen- und Breitengrad ist. Für manchen Stern oder Spiegeltitel würde man in vielen Teilen der Welt sicher gesteinigt.
    Also irgendwer zahlt die Zeche, die Frage ist nur wer? Irgendwelche “Investoren” vermutlich, die bezahlen auch Einkaufszentren die sich nie und nimmer rechnen werden, haben wohl auch meist keine Ahnung in was genau sie investiert haben, die interessieren sich offenbar nur für die Charts der Anlage hinterher. Oder aber es gibt freiwillige Sponsoren – keine Ahnung. Jedenfalls gibts SEHR viele Inhalte offensichtlich erstmal umsonst.
    Aber wie dem auch sei … man stolpert also, und macht dann was? Angewidert abwenden? Die Polizei anrufen dass die einem den Computer abholen kommen soll?
    Übrigens scheinen Politiker wie v.d.L irgendwie von einem statischen Netz auszugehen. Da steht ein Baum, den kann ich wegsägen. Oder eine Mauer drum bauen oder so ähnlich. Dass sich die Bits und Bytes im Netz eher wie Wasser verhalten, gerade hier, nachher dort und morgen ganz wo anders, das wollen sie entweder nicht wissen oder sie benutzen diese einfältige Sicht der Dinge eben für ihre fragwürdigen Zwecke. Beides wäre ein Zeichen dafür dass sie nicht vertrauenswürdig genug sind, eine wichtige Aufgabe zu übernehmen.

  • motzgurke

    Die Abbildung von Kindern bei sexuellen Handlungen ist ja nur der nach außen sichtbare Teil ebendieser sexuellen Handlungen – und eher eine “Zweitverwertung” als eigentlicher Zweck dieser Abscheulichkeiten.

    Vor allem aber ist “Kinderpornografie” eines jener Themen, die wie wenige andere nur einen Standpunkt erlaubt: “DAGEGEN!”

    Wenn Frau von der Leyen in einer kaum mehr zu steigernden Hinterhältigkeit diejenigen, die sich trotz eines in den Raum geworfenen Reizworts geifernder Reflexe verwehren mit den Tätern beinahe gleichstellt: Wer kann da allen Ernstes noch von Naivität und Unwissen ausgehen? Diese Frau nutzt Befindlichkeiten einfach bis gar nicht denkender Wähler eiskalt und berechnend für ihre Zwecke aus.

    Und geht, denkt man an den gesellschaftlichen Tod vieler unschuldig Verdächtigter, bewusst über Leichen. Wie zynisch diese Instrumentalisierung für die Opfer derartiger Verbrechen sind, kann sich jeder selbst denken.

  • René

    Eine Zensur findet nicht statt.

    Ich bin der Meinung das zählt in Deutschland noch. Oder hat irgendwer heimlich das GG geändert? Anstatt die Inhalte zu zensieren sollten die Betreiber der Inhalte mit Rechtsmitteln verfolgt werden.

    Also soll die VdL mal Druck beim Finanzminister machen, damit dieser die entsprechende Rechtsbehörde mit finanziellen Mitteln ausstattet um Ihre Ziele zu erreichen.

    Einen Zensurapperat für das größte Medium freier Meinungsäußerung zu installieren ist ja mal genau am Ziel vorbeigeschossen.

    Am Rande: Mehrere Zahlen mit denen Frau VdL um sich geworfen hat sind erwiesener Maßen falsch. Also ist davon auszugehen, dass der Rest auch falsch ist solange Sie diese nicht belegt. (siehe netzpolitik.org zu der angeblichen Verdopplung von Straftaten im Bereich der Kinderpornografie).

    René

  • http://blog.tessarakt.de Jens

    Vom ZDF gibt es nur eine Standardantwort:

    Sehr geehrter Herr Müller,

    für Ihre E-Mail an das ZDF danken wir.

    Welche Ereignisse und Themen in den tagesaktuellen Sendungen des ZDF angesprochen werden und in welcher Form dies geschehen soll, darüber wird in den Redaktionen des Öfteren diskutiert und die Meinungen sind durchaus geteilt. Die Nachrichtenauswahl wird aber grundsätzlich von einer Perspektive bestimmt, die das besondere Interesse der deutschen Zuschauer voraussetzt. Die Kinderpornographie im Internet ist ein solches Thema, über das wir angemessen und nach Nachrichtenlage berichtet haben.

    Ihre Kritik an unserer Berichterstattung, an deren Seriosität Sie zweifeln, haben wir dennoch gerne den Redaktionen unserer Aktualität mitgeteilt. Ihre Stellungnahme werden wir außerdem als Teil der Zuschauerresonanz auf das Programm, Themen und Ereignisse festhalten.

    Wir freuen uns, wenn Sie auch weiterhin zu unseren interessierten Zuschauern gehören.

    Mit freundlichen Grüßen

    ZDF, Zuschauerredaktion

    —–Ursprüngliche Nachricht—–
    Von:
    Gesendet: Donnerstag, 26. März 2009 00:17
    An: ZDF, Zuschauerredaktion
    Betreff: heute Nacht: 25/03: Kinderpornographie: Kritik

    Betreff: Kinderpornographie

    Nachricht: Sehr geehrte Damen und Herren,

    in heute nacht hieß es gerade, das Internet biete “offensichtlich zu viele Möglichkeiten, das Geschäft” (mit Kinderpornographie) auszuüben.

    Auf welche Erkenntnisquellen stützen Sie sich bei der Behauptung (“offensichtlich”, Indikativ), im Internet würde ein “Geschäft” mit Kinderpornographie stattfinden?

    Mit freundlichen Grüßen

  • Cross

    @171 & 172: Die Reaktion der Regierung & der Strafverfolgungsbehörden auf die erschwerte Ermittlung von KiPo-Konsumenten liegt doch schon auf der Hand:
    Bisher wird immer beteuert, dass da nur eine Sperrseite kommt wenn man auf die falsche Seite klickt … aber natürlich könnte man den Prozess der Einleitung von Strafverfahren und dem Durchführen von Hausdurchsuchungen auch prächtig automatisieren: “Klicken Sie hier um eine Hausdurchsuchung anzufordern”: das BKA bekommt dann einfach doch die IPs der Besucher der Stoppseiten von den Providern zugestellt. Bin mal gespannt wann der erste Virus auftaucht, der auf dem Rechner einfach ein paar Sperrseiten ansurft und damit dem Nutzer die Polizei ins Haus bestellt.

  • Cross

    Übrigens spannend was in Amerika gerade abgeht … da wollte ein Staatsanwalt drei Mädchen wegen der Verbreitung von KiPo anklagen, weil sie sich halbnackt abgelichtet und die Bilder sich gegenseitig geschickt hatten – sogenanntes “sexting”. http://www.textually.org/picturephoning/archives/2009/03/023122.htm
    Bei einer Verurteilung wären die drei Mädchen ihr Leben lang als Kinderschänder öffentlich bekannt. Glücklicherweise gibt es einige in den USA die nun gegen den Staatsanwalt vorgehen.

  • kaputnik

    @117 rw.

    “@115: Eine Diskussion auf Grundlage ihres subjektiven Rechtssystems
    zu führen, halte ich für albern. Ich finde unsere Steuergesetzbegung
    auch beschissen, erkenne sie aber an und zahle trotzdem meine Steuern.”

    Es ist nicht albern. Die Gesetzeslage hat sich in den letzten Monaten
    verschärft. Und wenn vdL in Ihren behaupteten Umsätzen auch die
    reguläre Sexindustrie (=auf 16 geschminkte Darstellerinnen) oder
    gezeichnete Porno-Animes mit einbezieht, ist das unseriös, wenn Sie
    den KINDERschutz als Motivation hervorhebt.

  • Matthias

    Bei Spreeblick wird gerade im Rahmen der re:publica versucht, eine Diskussionsrunde zu diesem Thema zustande zu bringen, zu der auch die Ministerin eingeladen wurde:
    http://www.spreeblick.com/2009/03/26/einladung-zum-gesprach-kinderpornografie-internetsperren-und-die-rolle-des-staates-in-einer-demokratischen-digitalen-gesellschaft/

  • Fred

    Zuerst möchte auch ich für den Beitrag danken, da er einen anderen Blick auf das Thema wirft, als dies von den großen Medien vorgenommen wird.

    Darüberhinaus lese ich im Zusammenhang mit KiPo desöfteren, dass in Deutschland auch “Scheinminderjährige”, also jung aussehende Volljährige, und sogar Zeichnungen wie beispielsweise Hentai als KiPo gelten würden, obwohl in diesen Fällen keine sexuellen Handlungen gegen Minderjährige oder, im Falle von Zeichnungen, überhaupt real existierende Personen verübt werden.

    Kann dies jemand (bestenfalls sogar mit einem Verweis auf den aktuellen Gesetzestext oder die letzte daran vorgenommene Änderung) bestätigen oder widerlegen? Ich danke im Voraus.

  • Benares

    Die Politiker sind ja eine Sache. Der Jubel in der Presse macht mir allerdings fast mehr Angst. Tenor: Egal, ob es was hilft oder nicht und ob diese Sperren anderweitig Schaden anrichten. Hauptsache irgendwas wird getan.
    Nach deren Logik könnte Frau vdL auch anfangen in Berlin wahllos Steine in Fenster schmeißen, so lange sie nur sagt: “Das ist alles zum Kampf gegen Kinderpornographie!”, würden die das noch freudig begrüßen.
    Ob Herrn Vetters Einschätzung nun richtig ist oder nicht (obschon sie mir zunächst mal plausibel scheint), von journalistischer Seite darf man offenbar gar keine kritischen Fragen mehr erwarten (gilt übrigens auch in den letzten Tagen wieder beim Thema “Killerspiele”).
    Das muss die viel beschriene journalistische Kompetenz sein, die die Printmedien so sehr von Internetquellen absetzt.

  • Jack Off

    Habe mir die gesamte Bundestags-Schau zu diesem Theme reingezogen und ausser dem lächerlichen Argument, es gäbe einen Millionemarkt für KiPo sind mir zwei Punkte aufgestossen:
    1: Wieso reden die Agitateure, die sonst immer brav bi-geschlechtlich formulieren (‘Bürgerinnen & Bürger — Soldatinnen & Soldaten”) beim Thema Sexualstrafrecht immer nur von ‘Tätern’ und nie auch von ‘TäterINNEN’, obwohl es jede Menge Fälle gibt, wo Frauen gegen §176 ff & §184 ff straffällig geworden sind, hier in BRD und auch im feindlichen Ausland.
    2: Davon redeteten v d Layen und Konsorten nicht: Es gibt bekannterweise jede Menge von KiPo-Material, bei denen Kinder miteinander eivernehmliche Unzucht treiben (eine Erektion kann niemand faken!). Und auchsolche , worin Kinder es mit Erwachsnenen völlig locker und freiwillig treiben.

    (Mit ‘Jack Off’ unterschreiben kriegsgefangne GIs ihre erpressten Geständlisse)

  • Jack Off

    Noch was: habe mal ca 30 links aus der dänischen Zensurliste angeklickt (der Versuch ist ja NOCH nicht strafbar) und nicht eine einzige KiPo-site gefunden. Die geilste site aus der Liste war von prestige-cars.com, wo obszön teuere und umweltverschutzende Luxus-Kfz an Wirtschaftsverbrecher, gedopte Spitzensporler, korrupte Politiker usw angeboten werden.

    Was ist eigentlich mit KiPo-Texten? Nach §184 StGB wären auch “Die Blechtrommel” (3jrg macht Cunnilingus mit Babysitter), die Bibel (u A: die wahrscheinlich 10-12jrg, jedenfalls <14jrg Jungfrau Maria wird geschwängert, Faust I, Lolita und viele andere Werke der Weltliteratur) zu verbieten. Muss jetzt etwa G Grass in den Knast?!

    (Mit ‘Jack Off’ unterschreiben kriegsgefangne GIs ihre erpressten Geständlisse)

  • Rotzgabel

    Jack Off(209): Können Sie mit den Stichworten “Hinterzimmer” und “Scheinbetrieb” etwas anfangen? Ich hoffe Sie sehen von selbst ein, dass ihre Methode schwachsinning ist und keinerlei Wert hat.

  • http://blog.tessarakt.de/ Jens

    Wenn jemand über die Medien ein Gerüst aus falschen Fakten aufbaut, um damit öffentlichen Druck auf den Bundestag zu erzeugen, in einer bestimmten Richtung tätig zu werden – ist das dann Nötigung von Verfassungsorganen?

  • ND

    Habe mir diese “Diskussion” teilweise angetan. Nun habe ich Angst vor dem Internet, Kinderpornoseiten an allen Ecken. Und wer gegen eine Sperre ist, der ist für Kinderpornographie.

  • Ein Jugendlicher

    Dass die für diesen Scheiß Ressourcen verschwenden!
    Wo bleibt die Lösung zum Problem der Jugendkriminalität?!

  • http://www.unger-fdp.de Christian Unger (h.c.)

    Entgegen meiner typischen Art will ich mal nicht alles kommentieren… ;)

    @36 (ola),

    “Muss man für einen Tausch nicht selber Material haben?”

    Ja. Wie ich aber von einigen Kinderporno-Sucht-Therapeuten aus Deutschland und der Schweiz erfahren habe gibt es diese Sachen auch ohne Tausch bei diversen Tauschbörsen. Außerdem gilt ja: Einer muss immer anfangen. Und selbst wenn es nur ein Bild ist hat er erstmal ein Bild. Und kann damit vorgeben, er hätte weitere und bekommt dann noch eines.

    Ich denke da werden die wenigsten den zivilrechtlichen Weg gehen, um den “Anspruch” aus dem Tauschgeschäft durchzusetzen… ;-)

    @38 (TheDoctor),

    In einer durch die Bürgerrechtsorganisation ACLU unterstützen Klage wurde künstliche Kinderpornographie vom Supreme Court als nicht strafbar definiert, da er nix und niemanden schützt.

    @39 (kinch),

    die Kinderporno-Tauschbörsen SIND die normalen Tauschbörsen. Sie glauben doch nicht, dass da jemand einen Server “Hier die Kinderpornos tauschen” ins Netz stellt? Es wird zwar gerne was von dem geheimen Kreisen pp. gefaselt, dass dürfte aber in 98% der Fälle Blödsinn sein.

    @47 (M.),

    das neue Gesetz wird allein dadurch lächerlich, dass der Gegenbeweis ja verboten ist. Die Frau kann nachweislich 40 sein, wenn die wie 17 aussieht dann ists eben illegal.

    @54 (Thorsten),

    ich möchte wetten, bei 90% der gefundenen Bildern waren die Jungs nicht mal nackt, oder?

    @59 (Peter), u.a. “ich habe noch nie was gefunden”

    Das mag zwar alles so sein. Wenn ich jetzt aber mal den glücklichen Umstand annehme, dass die Personen die das äußern neben dem Wahlkampfpopulismus etwas informiert sind (die Hoffnung stirbt zuletzt) dann gehe ich davon aus, dass man Personen meint die nach Kinderbildern suchen.

    Als damals das Gerücht auftauchte, Durchsuchungen in Bezug auf Himmel seien wegen eines russischen Bilderhosters ins Rollen gekommen bin ich doch mal dort hingegangen. Und hab dort gesucht. Alle Bilder mit Kindern die ich dort gefunden habe waren legal und in vielen Fällen sogar mit komplett bekleideten Kindern, man sah an den Aussagen und Kommentaren aber eindeutig, dass die Personen eine primäre sexuelle Präferenz für Kinder hatten. Vielleicht meint man ja, dass die durch Zufallsfunde erst gar nicht auf den “Geschmack” kommen sollen.

    Aber auf soviel Kompetenz hoffe ich bei unserer Bundesregierung eher weniger…

    @65 (Kinch),

    was letztlich absolut lächerlich ist…

    @67 (Kinch),

    es ging um das StGB.

    @71 (Andreas Berkirchen),

    wenn ich mir die Darstellung durchlese ist es für mich fraglich, ob in Deutschland mehr als ein Verstoß gegen das Urheberrecht und Jugendschutzbestimmungen erfüllt wäre. KiPo sicher nicht.

    @77 (rw),

    Gut. “Zahlreiche”. Sagen wir 100. 100 € jeder. Macht 10.000 €. Fehlen ja nur noch 990.000 €, um die erste Millionen zu erreichen. Herr Vetter hat nrgends verneint, dass es sowas auch gibt. Und Herr Vetter hat sicher mehr Fälle als 2 bearbeitet.

    @110 (Peter)

    Moralisch geb ich Frau von der Leyen eine 4-!

    Es gibt ein schönes Projekt an der Berliner Charite. In SH wird das jetzt auf Druck der FDP auch eingeführt. Mein Parteifreund Kubicki will das ganze beim Ministerium für Gesundheit und Soziales ansiedeln, da dass ja nun ein gesundheitliches und soziales Projekt ist. Justizminister Döring beschwert sich, dass es keine bundeseinheitliche Regelung gibt, wer die Kosten übernimmt. Er selber will die Kosten irgendwie den Krankenkassen aufbürgen, zur Not eben mit einer freiwilligen Vereinbarung.

    Derweil hab ich schon vor Ewigkeiten, kurz nach Start des Berliner Projektes gefragt: Warum müssen wir dass in den Bundeshaushalt einnehmen? Was ist mit den Leuten, die nicht jede Woche ein paar mal nach Berlin fahren können? Warum können Therapeuten nicht auf Kosten der Krankenkassen dies übernehmen? Sowas ist eine bürgerrechtliche Verantwortung der Politik, dies sicher zustellen. Meine Befürchtungen haben sich nämlich bewahrheitet: 80% der Interessenten dort kommen aus Berlin oder der unmittelbaren Umgebung. Und wer nicht auf öffentliche Projekte mit Gruppensitzungen steht hat auch Pech gehabt.

    SO GEHT DAS NICHT!
    Ich habe zwar schon mal einen Antrag an meine Bundestagsfraktion gestellt, welche auch beschlossen wurde. Da war das aber eher Randnotiz. Und so wirklich hat mans da wohl auch nicht mitbekommen und hat das ganze als “erledigt” abgehakt, weil die Hauptforderung umgesetzt wurde. Also werde ich das ganze dann doch wiederholen und diesmal den Weg bis hin zum Bundesparteitag gehen.

    Nebenbei wird in Berlin zum Beispiel auch keine Kinderpornosucht behandelt. Das gibts nur in Leipzig bei Herrn PD Dr. Seikowski und wird ebenfalls nicht durch die Krankenkassen übernommen. Dass es Kinderpornosucht gibt stellt übrigens auch die staatliche Stelle “Schweizer Kriminalprävention” fässt. Betroffene fordert es auf, sich in Therapie zu begeben. Und betont dabei, dass die die sich Hilfe suchen allen Respekt verdient haben. Und die die das mitbekommen fordert man auf, auf die Täter Einfluß auszuüben damit die das beenden. Und nicht einfach zur Polizei rennen. Man darf über die Schweiz denken was man will, ich find die auch nicht unbedingt toll, aber da muss man schon sagen: Respekt! Sowas ist im deutschen Rechtsstaat unmöglich, da wird lieber über eine sinnfreie Anzeigepflicht philosophiert oder die CDU/CSU fordert mal wieder Straferhöhungen. Übrigens: Der entsprechende Bundesratsantrag des Landes Bayerns, die Mindeststrafe bei §176 von 6 Monate auf 1 Jahr zu erhöhen ist zufällige wenige Tage nach der Koalitionsvereinbarung mit der FDP verschwunden.

    Um das jetzt mit der Moral zu verknüpfen: Welche Moral hat jemand, der irgendwelche sinnfreien Sperrungen fordert die 1. leicht zu umgehen sind, 2. keinen sex. Missbrauch verhindern und 3. ein großes Missbrauchspotenzial bieten (oder welcher unbedarfte User versucht eine Sperrung mit dem Hinweis “Achtung Kinderpornos!” zu umgehen? Wäre ich so naiv wie die Mehrheit der Personen würde ich das nicht machen), gleichzeitig aber kein System entwickeln möchte, welches sex. Missbrauch und Kinderpornographie wirklich verhindert, nebenbei den Tätern/Tatgefährdeten hilft und wo man eventuelle Opfer vielleicht auch noch finden und helfen kann? Für mehr als eine 4- kann ich da wirklich nicht votieren, aber doch nur, weil ich der Typ Lehrer wäre, der nur dann 5en und 6en verteilt wenn er merkt, dass der Betreffende nix macht.

    Ich entwickel dazu übrigens grad ein Gesamtkonzept. Vielleicht präsentiert es Herr Vettern dann ja auch hier.

    @119 (rw),

    ich kenne ein paar mehr Strafrechtler als nur Herrn Vetter, ich habe mich bei echten Experten ausgiebig zum Thema informiert. Da seien Therapeuten und Kriminologen gemeint. All die erzählen, dass fast alle Realfälle Altmaterial ist, für was nichts gezahlt wurde. Und dass es darüber keine Studien gibt. Wenn das Kriminologen sagen, die nicht nur beim Staat arbeiten, sondern auch in dem Themengebiet: Woher hat die Frau dann diese Zahlen?

    Das geht wahrscheinlich wie bei mir, wenn ich Fussballberichte schreiben. Ich schätze, dass wir 2.200 Auswärtsfans dabei hatten. Der Liveticker-Mensch schätzt 2.600. Und die Bild-Zeitung schreibt was von 3.000. Und was nehm ich dann letztlich? Naja, wenigstens die 2.600, oder ich schreib gleich “fast 3.000″. Kleines Aufrunden halt. Da ists denn auch egal, wenn max. 2.700 in den Gästeblock passen oder nur 2.800 Zuschauer gemeldet wurden (zum Beispiel bei Auswärtsspielen bei den Bundesliga-Reserven, die nur eine handvoll Fans ins Stadion bringen). So machte das wohl auch Frau von der Leyen: Wer die höchste Zahl nennt gewinnt. Warum nun unbedingt der oder der besser schätzen soll ist egal, hauptsache die Zahl ist schön hoch.

    @131 (kkanzler),

    es ist m.E. durchaus ein Unterschied, ob man Jahre oder Jahrzehnte altes Material kostenlos erwirbt, oder ob man dafür zahlt und so für einen Markt sorgt, auch wenn dieser “nur” ein paar zehntausend € umfasst.

    @151 (snickerman),

    ich darf versprechen, dass die FDP diesem Gesetz nicht zustimmen wird. Die EU hat hier m.E. auch keinerlei Kompetenzen.

    Wir (damit sei in diesem Fall mal nicht unser Berichterstatter Van Essen, sondern Parteifreund MdB Dr. Stadler gemeint, der mir freundlicherweiße nach der Übersendung des Berichtes an die Bundesregierung diesen Bericht unverzüglich bereitstellte) waren damals auch schon äußerst erschrocken, dass die EU schon vor der Umsetzung über weitere Verbote schwadronierte.

    Nicht nur die Mindeststrafe ist zu kritisieren. Auch der “Grooming”-Tatbestand ist sehr interessant. Der Versuch ist in Deutschland nun schon strafbar, wie das in anderen Ländern aussieht weiß ich nicht. Ich erwarte schon mit Grauen, was die EU da so detailliert vor hat…….

    Wenn das mit den Vorlagen aus der EU so weiter geht muss ich doch überlegen, ob ich meine eu-kritische Haltung nicht in eine eu-ablehnende Haltung ändern sollte….

    @158 (Micha),

    niemand zahlt für Material, dass es kostenlos gibt. Sofern das Material das selbe ist.
    Wer also dafür bezahlt wird etwas neues erwerben. Und damit wird der sex. Missbrauch eher gefördert als durch das Tauschen von Material, was – das älteste was ich mal mitbekommen habe – eine Aufnahme von 1956 ist.

    @204 (Fred),

    Bestätigung.

    @109 (jack off),

    Es muss noch pornographisch sein.

  • Fred

    @215 (Christian Unger)

    Danke für die Bestätigung. Bei einem derart emotionalen Thema ist es oft schwer, eine einfache Antwort zu erhalten.

  • bombjack

    @210
    [...]
    Rotzgabel meint: (26.3.2009 um 20:33)
    Jack Off(209): Können Sie mit den Stichworten “Hinterzimmer” und “Scheinbetrieb” etwas anfangen?
    [...]

    Nur was bringt die Filterung gegen Hinterzimmer und Scheinbetrieb? Oder ist nicht davon auszugehen, daß die jenigen die dies Wissen, das dies ein Scheinbetrieb ist und ein Hinterzimmer existiert sich von der Stop-Seite aufhalten lassen?

    @215 Christian Unger (h.c.) (Link) meint: (26.3.2009 um 22:31)
    [...]
    man sah an den Aussagen und Kommentaren aber eindeutig, dass die Personen eine primäre sexuelle Präferenz für Kinder hatten. Vielleicht meint man ja, dass die durch Zufallsfunde erst gar nicht auf den “Geschmack” kommen sollen.
    [...]

    a) Würde mich interessieren wieviel der eindeutigen Beiträge einfach “fake” sind…weil es da anonym veröffentlichen läßt.

    b) Desweiteren wieviele reale Täter (sex. Mißbrauch) wurden bei den diversen Aktionen wegen Konsum von Kinderporno dingfest gemacht? Soviel ich mitbekommen habe hatten manche Konsumenten eigene Kinder d.h. folgt man den Argumenten von Leyen und Co. (Einstiegsdroge) sollten diese Konsumenten doch auch eher Hand an die eigenen oder zumindest an Kindern legen und diese sex. mißbrauchen. Mir ist aber in Erinnerung, daß bei diesen ganzen Aktionen nur sehr wenig reale Mißbrauchsfälle aufgedeckt wurden, was dann der Aussage Konsum führt zu sex. Mißbrauch etwas widerspricht und damit eben auch bestätigt, daß diese Bilder (Neumaterial) ein Nebenprodukt des familiären Umfeld angesiedelten Mißbrauchs sind. Mit anderen Worten, wenn man die Konsumenten verfolgt ändert man für eventuelle Opfer überhaupt nichts, ebenso wenn man filtert.

    bombjack

  • Rotzgabel

    bombjack: Stop-Seite bedeutet Manipulation der DNS-Einträge und Umleitung auf staatliche Server. Man kann also sehen, wer auf example.org bzw. wer auf example.org/hinterzimmer/ zugreift und dank Referrer – wenn man Glück hat – auch von wo die Seite verlinkt wird.

    Aber eigentlich wollte ich nur sagen, dass die Argumentation “Ich sehe nix, also ist da nix.” schwachsinnig ist.

    Wie wärs mit einer Buspropagandaaktion?

    “There probably is no child porn industry. Now stop worrying and enjoy your life!”

  • http://www.unger-fdp.de Christian Unger (h.c.)

    @220 (bombjack),

    zu a) Welchen Sinn sollte das ergeben?
    zu b) Meiner Erfahrung nach wenige. Eine Einstiegsdroge ist es nicht, hier wird Kausalität und Korrelation verwechselt.

    Das Problem ist ganz einfach das Internet. Wie kann zum Beispiel sonst der Mitarbeiter beim Kinderschutzbund jahrzehntelang straffrei leben, und plötzlich findet man KiPo bei ihm?! Das Problem ist, dass die Hemmschwelle einfach niedriger und die Beschaffung viel einfacher ist. Einfach eMule oder sowas installieren, recht einfache Suchbegriffe eingeben, anklicken, und fertig. Und wenn man dann erstmal drinne hängt hängt man drinne, in den schlimmsten Fällen sogar bis zu einer exzessiven Sucht. Und da hilft auch kein Filter.

    Und nachdem ich mich eben wegen der Vorlage der EU-Kommission bei einem Parteifreund ausgekotzt hab geh ich erstmal ins Bett…

  • bombjack

    @222
    Christian Unger (h.c.) (Link) meint: (27.3.2009 um 01:39)
    [...]
    zu a) Welchen Sinn sollte das ergeben?
    [...]

    Naja, wenn man sich die Kommentare bei den diversen Chan-Boards ansieht….ist da auch nicht viel von Sinn zu spüren. Ansonsten wie wäre es mit “Provokation” denn manche der Komments auf Deutsch, haben solche Rechtschreibfehler daß ich meine Zweifel habe ob der Ersteller des Deutschen mächtig war.

    [...]
    zu b) Meiner Erfahrung nach wenige. Eine Einstiegsdroge ist es nicht, hier wird Kausalität und Korrelation verwechselt.
    [...]

    Yep…und irgendwo habe ich mal erfahren, das eine Differnzierung zwischen Konsument und Realtäter von Strafverfolgerseite nicht erwünscht ist.

    [...]
    Das Problem ist, dass die Hemmschwelle einfach niedriger und die Beschaffung viel einfacher ist. Einfach eMule oder sowas installieren, recht einfache Suchbegriffe eingeben, anklicken, und fertig. Und wenn man dann erstmal drinne hängt hängt man drinne, in den schlimmsten Fällen sogar bis zu einer exzessiven Sucht. Und da hilft auch kein Filter.
    [...]

    und nun wird es provokant:
    Ist es sinnvoll, wenn jemand ohne Nachfrage zu schaffen und selbst zum Täter zu werden, solches Material konsumiert, diese Person wegen dem Konsum zu bestrafen bzw. eine Menge finanzieller Mittel in die Verfolgung zu investieren die auf der anderen Seite für niederschwellige Angebote für Opfer und Täter fehlen?

    [...]
    Und nachdem ich mich eben wegen der Vorlage der EU-Kommission bei einem Parteifreund ausgekotzt hab geh ich erstmal ins Bett…
    [...]

    Gute Nacht und Greetings aus Honlulu (bei mir ist es 4 Uhr Nachmittag und es dürfte so um die 28°C bei leicht bewölktem Himmel sein).

    bombjack

  • http://www.unger-fdp.de Christian Unger (h.c.)

    zu Kom. zu a): Naja, wer sollte dort wen warum provozieren?

    Zu Kom. 2 zu b): Natürlich ist er zu bestrafen.

    Bei den finanziellen Mitteln sieht es anders aus. Wenn man das ganze mit den Tauschbörsen sich anschaut könnte man wahrscheinlich leichtestens hunderte bis tausende Täter auf die Schnelle finden. Das macht man ja auch ab und an mal, wenn man mal wieder eine gute Meldung haben möchte oder man etwas öffentlichkeitsbesessen ist (“Guckt her, ich bin der große Held und Schützer aller Kinderseelen! Huldigt mir!”). Dass das ganze konsequent verfolgt wird glaube ich nicht. Selbst wenn man es überall machen würde würde man es letztlich nicht schaffen, dass ganz zu besiegen, weil eine Anzahl x von Personen dann doch nicht erwischt wird und ständig neue Konsumenten dazukommen. Und die Nachkömmlinge nun auch mit Computern aufgewachsen sind und wahrscheinlich die Mehrheit der Computer-Experten bei BKA oder LKA in Grund und Boden programmieren könnte. Sprich das Zeug komplett zu verbannen ist eh ein Ding der Unmöglichkeit. Derweil, weil es deutlich mehr Aufwand ist, dürfen die paar Produzenten die es gibt weiter machen. Die zu bekommen ist nämlich ein Ding, was schwer zu realisieren ist.

    Welchen echten(!) Sinn macht jetzt also die Altkonsumentenverfolgung? Den damaligen Opfern vorgaukeln dass man dagegen etwas macht… Dass das Ziel eh nicht erreicht werden kann fällt unter den Tisch. Gleichzeitig hat man das Gefühl, Produzenten werden nicht mit der letzten Konsequenz gesucht. Das würde zwar letztlich mehr im Sinne des Opferschutzes bringen, aber die Anzahl “Verurteilte pro €”/”Tatverdächtige pro €” ist nicht sehr lukrativ. Armes Deutschland, arme Welt.

    PS: 28°C? Will ich auch…

  • oloool

    Mal ehrlich,

    in unserem “christlichen” Wertedogma hat man doch noch nie einen milliardenschweren Markt trocken gelegt. Die Nummer läuft andersherum: Frau Leyer hat den Finanzminister im Nacken, der einen milliardenschweren Markt riecht, an dem er verdienen will. Diese illegalen Tauschbörsen sollen kontrolliert in zentrale und steuerpflichtige Anbieter münden, die ihre zahlungskräftige Zielgruppe bedienen sollen, nicht jedoch die kleinen Nutznießer, die alles kostenlos wollen.

    Das Gelabere um den heißen Brei, ob und wann irgendwelcher Pixelkram in Zeiten nicht minder perverser Kriege gegen “unser Werteverständnis” strebt, ist einfach nur entlarvend.

    Seit Jahren erfahren wir, dass immer mal ein “KiPo-Ring” ausgehebelt wurde – mit der Intention, dass dort ganz viel Geld fließt. Analog zum Drogenhandel. Es geht gar nicht um den Schutz der Kinder, es geht gar nicht um die eigentlichen Misshandlungen, Morde und Perversionen. Es geht um Geld und Pixelkram, Verleumdung und eine subtile Art der Erpressbarkeit. Man arbeitet wie gewohnt stets an der Quelle vorbei bzw. verblendet wahre Absichten.

    Bessere Grüße

  • bombjack

    @224

    Laut den Aussagen von einer gewissen “Caroline Kaiser” war die Pönalisierung der Beschaffung und des Besitzes bei der Einführung der Strafbarkeit (vorher war es eine Ordnungswidrigkeit)1994 umstritten, sie wurde laut der Frau Kaiser deswegen gemacht, damit eventuelle Händler sich nicht rausreden können, sie hätten ja nur gesammelt.
    Meiner Meinung nach hilft diese Strafverfolgung neuen Opfern recht wenig, eher im Gegenteil, durch den Fahndungsdruck dürfte neues Material eher in geschlossenen Nutzergruppen auftauchen und daher recht spät zur Kenntis von Strafverfolgern kommen und somit wird auch verhindert, daß Opfern geholfen wird.

    Mir ist bewußt das dies ziemlich provokant ist, allerdings frage ich mich, ob es nicht einen Weg gibt Menschen die auf soetwas stehen einen Weg zu verschaffen dies sozialverträgich auszuleben.
    Ich denke da unter anderem an Programme wie Poser, wo 3D-Darstellungen recht realistisch produziert werden können, nur das ja auch virtuelle Darstellungen unter Strafe stehen (im Gegensatz zur USA)…

    bombjack

    PS: Gute Nacht…..

  • http://www.unger-fdp.de Christian Unger (h.c.)

    @226 (bombjack),

    interessante Ideen. Ich werde dies entsprechend in meine Überlegungen einbeziehen… :-)

    Gute nacht, und lassen Sie sich nicht von den Mücken stechen.

  • http://vheissu77-diaryofamadman.blogspot.com tom

    Vielen Dank für die Aufklärung aus dieser Richtung. Ich habe Frau von der Leyen zum Thema im Radio gehört und es lief mir kalt den Rücken herunter und machte vor allem wütend.

    Hier wird willkürlicher Zensur der Weg geebnet (ob das die Entscheidungsträger bewusst wollen sei einmal dahingestellt) und das ganze erinnert in seinen hysterischen Zügen ein wenig der Verfolgung Andersdenkender zu anderen Zeiten.

    Ich will natürlich nicht die KiPo schönreden – aber die Konsequenzen dieses Aktionismus’ gehen mir an die Nieren.

  • Mega Milk

    bombjack: Selbst wenn virtuelle KiPo nicht verboten wäre, glauben Sie in Anbetracht der “Killerspiele”-Debatte ernsthaft, solche “Raepspiele” hätten eine Chance? Das wäre doch das Nonplusultra, um “gefährliche Spiele” komplett zu verbieten.

  • http://www.youtube.com/watch?v=1NNG5I6DBm0 von der Leine

    Internetsperre umgehen in 27 Sekunden – der Film.

    http://www.youtube.com/watch?v=1NNG5I6DBm0

  • Pjotr

    Ich halte es – nachdem ich eben circa eine halbe Stunde auf deren website verbrachte – übrigens für durchaus problematisch, dass CareChild aufgrund dieser Diskussion ein größeres Forum bekommt. Gegen einiges, was ich eben lesen musste, sind von der Leyen, Schäuble und Uhl geradezu Leuchtfeuer des Humanismus, der Aufklärung und Bürgerrechte. Es scheint sich hierbei leider um die typische Kopf-ab-Schwanz-ab-Stammtischfraktion zu handeln.

    Grüße
    Pjotr

  • http://www.unger-fdp.de Christian Unger (h.c.)

    @236 (Pjotr),

    genannter Verein operiert auch mit… obskuren Mitteln. Ich weiß nur nicht, ob man sie eher als Sekte oder eher als Nachbildung rechtsextremer Vereinigungen bezeichnen sollte…

    So bezeichnet man das Forum einer ehemaligen grünen Bundestagsabgeordneten gerne mal als “Pädophilen-Forum”, weil sich dort die Gegner der Schwanz-ab, Alles-ab-Connection trifft.

  • R.

    Mal abgesehen von dem Brechreiz, der sich mal wieder in meiner Magengegend meldet, bei diesem neuesten Angriff auf Datenschutz, Meinungsfreiheit und so:

    Hat schon mal jemand an all die Kinder gedacht, die jetzt womoeglich missbraucht werden, weil der oder die Taeter(in) sich ein Vermoegen davon verspricht? Wegen der Leyen?

    Mir ist schlecht.

  • Kurt G.

    Kinder-Pornografie? Ein schönes Hass-Bild, das uns da von Manipulateuren der professionellen Art untergejubelt wird. Dann ‘Islamismus’ – der ‘Horror’ überhaupt, eine Weltwirtschaftskrise (die aber lediglich aus Murks-Management einiger weniger Großunternemen, deren undurchsichtigen Verflechtungen und deren Anführer-Horde zustande gekommen ist und nun – natürlich – vom Steuerzahler geblecht wird…
    Schlussfolgerung: Es gibt und gab innerhalb der letzten Jahre bis heute einschließlich keine Wirtschaftskrise – NUR LÜGNER und BELOGENE)!
    Endlos kann man diese Liste fortführen, ein immer armseliger werdendes Schauspiel mit Profis (die immer einnehmen) und ‘Laien’-Darstellern (die sich immer – und noch dazu immer ÖFTER! – ausnehmen lassen) – und keiner will der Wahrheit ins Gesicht sehen oder mal das Kind beim Namen nennen:
    Es GIBT in dieser Welt fast KEINE Demokratie (und in Deutschland SCHON GAR NICHT!), ist das jetzt endlich mal klar?
    Natürlich will jeder seine Märchen verkaufen…
    - natürlich ist eine Unfall-Versicherung UNBEDINGT notwendig, auch wenn sie – nachgewiesenermaßen höchst selten mal (und sicher nicht vielen Versicherten) was auszahlt.
    - natürlich sagt jede Bank, wie schön praktisch ein Dispo-Kredit ist… bringt ja auch die horrendesten Zinsen in die Kasse
    - natürlich sind alle Sekten nur Heil-Bringer und tun ihren Schäflein nur Gutes… sie erleichtern sie von Ihren Lasten/Moneten, damit sie nicht mehr den Stress aus solchen Entscheidungen haben wie: “Was könnte ich mit meinem mühsam gesparten Lohn nun alles schönes anfangen?”
    - natürlich sind Politiker neutral, verantwortungsbewusst und haben nur höchste Ziele: Höchste Gehälter für sie und ihre Sponsoren, höchste Macht im Staat für die besten Sponsoren, höchste Ansprüche an die, die die Lügenmärchen ersinnen, mit denen sie die Leute zwecks Wahl vollmüllen

    Aber ich habe die Nase voll… diese Menschen brauchen die Lügen, da sie zum wirklichen Leben zu feige sind und zu faul, sich mit Verantwortung auseinanderzusetzen. Fazit: So lange sie weglaufen können ist ihre Welt in bester Ordnung!
    Hier werden keine Warner gebraucht, die diese Denk-Unwilligen an ihre (absichtlichen!) Versäumnisse erinnern und sie mit der Nase in ihren eigenen Dreck stoßen. Wir haben eine Gesellschaft, die das bekommt, was sie auch will – nicht mehr und nicht weniger!

  • malibu

    Für mich ist ganz klar: Eine Sperre verhindert nicht den Kindesmissbrauch. Die Verbreitung von Bildern verlagert sich dann bloß woandershin. Vor dem Internet ging es schließlich auch, und ich glaube kaum, dass Kinderpornographie erst mit dem Internet entstanden ist.
    Das wirklich schlimme Verbrechen wird meiner Meinung nach auch nicht durch die Verbreitung solcher Bilder begangen, sondern durch die Tat selbst. Ob sich das Bild nun XY ansieht oder nicht, ist dabei unerheblich, weil das Kind durch die TAT traumatisiert wird, und nicht durch das Foto/Video. Wenn jetzt wenigstens zurückverfolgt würde, woher das Bild stammt, der wahre Straftäter ermittelt würde, dann hätte es noch einen Sinn. Aber nur wegblenden hilft nicht.
    Meine Sicht der Dinge.

  • http://verlorenegeneration.wordpress.com/ ketzerisch

    Zwei Seiten auf der Sperrliste sind doch jetzt schon klar: wikileaks.de und wikileaks.org. Oder glaubt jemand, dass die Hausdurchsuchungen machen, aber nicht den Zugriff unterbinden zu versuchen?

    http://verlorenegeneration.wordpress.com/2009/03/28/sperrung-von-kinderporno-seiten/

  • Ich

    Sperren wir doch zuvörderst die Sexbomberflüge von Deutschland nach Thailand.?!
    Da gibt es n a c h g w i e s e n e r m a ß e n Kindersex.

  • Don

    Hat Jörg Tauss schon erklärt, wie er an die KiPo gekommen ist? War es kostenlos oder hat er die KiPo Industrie unterstützt für seine Recherchen?

  • http://LeiderNochKeine! Christian Bahls

    Hallo Tina

    Du bist mit Deiner Ansicht nicht alleine ..
    .. Porno_graphie_ wird im Wesentlichen die _Darstellung_
    _einvernehmlicher_ Sexualitaet genannt, an denen dann
    Dritte eventuell Anstoss nehmen koennen.

    Die Einvernehmlichkeit kann ja wohl zwischen einem Kind
    und einem Erwachsenen schon mal gar nicht bestehen!
    Dies schon alleine aus dem offensichtlichen Erfahrungs- und Machtgefaelle
    (um mal gar nicht erst auf die Faehigkeit zur Manipulation einzugehen).

    Dass auch Frau von der Leyen dieses Wort benutzt,
    und damit die Straftat und die Folgen verharmlost
    zeigt Ihre Naivität (oder Unkenntnis) und ist einfach unertraeglich!

    Es handelt sich wirklich um einen dokumentierten Missbrauch.
    [Scusi hat mich darauf aufmerksam gemacht ..]
    Und klar Tina Du hast voellig Recht ..
    .. Ich bin Dir dafuer sehr dankbar.

    Liebe Tina,
    vielleicht moechtest Du, oder jemand anderes mit Uns
    (wir haben Und am Mittwoch in Rostock als
    “MissbrauchsOpfer Gegen InternetSperren” gegruendet)
    zusammenarbeiten.

    Zwei Dinge dazu:
    1.) Nein, das ist kein Aprilscherz .. Wir wollten rechtzeitig
    zur re:publica mit einer Stimme auftreten.
    2.) Ja, wir haben leider noch keine Webseite,
    man kann uns aber unter mogisverein@googlemail.com
    erreichen

    Achso es gibt noch ein drittens:
    Personen, die behaupten eine einvernehmliche Sexualitaet
    zwischen Kindern und Erwachsenen waere moeglich oder
    die Erlaubnis einer Jugendpornographie wuenschenswert,
    koennen Ihre Erguesse nach /dev/null schicken.
    Solcher Art Post werden wir ansonsten unserem /dev/full
    oder geeignet gebuendelt dem LKA uebereignen.
    (Ach Ihr kennt Sie doch, diese Internet-Ausdrucker und
    -Wiedereinscanner :) (danke Alvar :)

    Viele Gruesse
    Christian Bahls
    MissbrauchsOpfer Gegen InternetSperren; kurz MOGIS

  • Caroline Kaiser

    @ Christian und andere:
    “Personen, die behaupten die Erlaubnis einer Jugendpornographie wäre wuenschenswert…” (…)
    ————————————————–
    Dann solltet ihr gleich die Mitarbeiter des BKAs und die aller LKAs SELBST anzeigen, denn bis Nov. 2008 war Jugendpornographie in D nicht verboten. Da ja kaum alle Mitarbeiter dort erst im Nov. 08 eingestellt worden sind, werden sie JP bis dahin ebenfalls verteidigt haben.

    Weshalb ist denn JP nicht schon 1975 verboten worden, als man in D Pornographie legalisierte ?

    Ein Mitarbeiter des LKAs hat dies mir gegenüber 99 auch recht plausibel begründet, warum dies nicht so ist.

    ( ” es sind keine Kinder, Jugendliche dürfen ja Sex haben, da können die Aufnahmen selbst kaum strafbar sein, ES SEI DENN, diesen Aufnahmen liegen andere Straftatbestände zugrunde, dann ermitteln wir selbstverständlich ” ).

    Namen und Bundesland lasse ich jetzt mal weg, um den Beamten nicht in Schwierigkeiten zu bringen. Diese Meinung – die ja § war – wurde auch auf diversen Fachtagungen vertreten.

    Ich habe mich selbst einige Jahre gegen KP engagiert, was in Amsterdam nicht ungefährlich ist, da die Pädophilen sogar über eine eigene Partei verfügen, sowie über extrem gut vernetzte Strukturen. Kann gerne mal einige “nette” anonyme Mails hier posten.

    Wer sich ernsthaft mit der Materie befasst hat, der weiß doch, daß jemand der sich Pornos mit 15-17 jährigen ansieht, in keinster Weise pädophil ist oder ein sexuelles Interesse an Kindern hat. Sonst würde er sich kaum Pornos mit älteren Jugendlichen und fast Erwachsenen ansehen.

    Selbst das deutsche Strafrecht gestattet noch heute (!) sexuelle Beziehungen zwischen Erwachsenen und Jugendlichen, sofern kein Verstoß gegen §182 StGb vorliegt.
    Anklagen und erst recht Verurteilungen wegen §182 StGb, sind (bisher) sehr selten.

    Die Hochstufung von strafbarer Pornograhie von bis 14 auf bis 18, die halte ich für äußerst gefährlich, sie wird sehr viele, die sich – und ich rede jetzt in erster Linie für die NL/Flandern und Skandinavien – sehr gegen KP engagiert haben, in die Ecke genau derjenigen stellen, die sie jahrelang bekämpft haben. Die Folgen sind fatal, übrigens auch jetzt schon in Ansätzen sichtbar.

    Ich habe noch nie soviele propädophile Äußerungen in normalen Blogs gelesen, wie in den letzten 3,4 Monaten. Ich sage dies mit Bedauern. Der gesellschaftliche Konsens gegen KP, den ja Vereine wie Dunkelziffer, Meldpunt (NL), die van Veen Stiftungen u.a. erst in jahrelanger Öffentlichkeitsarbeit aufgebaut und erreicht haben, der erodiert langsam, auch dadurch, daß die KP Sperrlisten eben alles Mögliche sperren, aber kaum KP.

    Aber auch dadurch, daß schon jetzt, obwohl diese Filter noch gar nicht implementiert wurden, weitere Sperren gefordert werden: Für Killerspiele, Glücksspiele, rechtsradikale Propaganda, usw.

    Das BKA hat – aus zahlreichen Gründen – ein extremes Glaubwürdigkeitsproblem. Die Diskussion läuft auch völlig verquer, anstatt die KP Seiten zu lokalisieren und die Täter zu verhaften, wird nur noch über Sperren diskutiert.

    Freiwillige und unfreiwillige sexuelle Handlungen werden vermengt. Damit ist aber niemandem gedient, am wenigsten den Opfern eines sexuellen Mißbrauchs, die ewig auf einen Therapieplatz warten müssen, die oft von Hartz IV “leben” müssen.

    Man hat zwar die Strafen seit 93 rigoros verschärft, teilweise begrüße ich dies, teilweise hat man überreagiert, in der Prävention und in der Therapie hat sich die Situation aber kaum verändert. Es kann aber auch nicht sein, daß hier künstlich Täter und Opfer geschaffen werden, die gar keine sind.

    Ich bin jedenfalls weder Opfer noch Täterin, nur weil ich schon mit 14 Spaß am Sex hatte oder die sexuelle Selbstbestimmung Jugendlicher verteidige. Und Selbstbestimmung schließt für mich alles ein, ausgenommen die Prostitution. Selbstbestimmte Pornographie – nur dafür setze ich mich ein, nicht für diesen in D produzierten entfremdeten Pornoschund – ist aber keine Prostitution.

    Wenn ich damit in die Ecke der “TäterInnen” gestellt werden sollte, muß ich damit leben, befinde mich dann aber in guter Gesellschaft. ( JM Jahn, Bundespräsident und JM Heinemann, früher auch H. van Veen, usw.)

    Ich bin über 2 Dinge sehr verwundert:

    a.) Wo waren die Proteste gegen JP von 1973- Nov. letzten Jahres ? Ich habe da nur sehr wenig aus D gehört, in den NL gabs überhaupt keine Proteste. Ernsthafte Proteste:
    Bibelschüler, Taliban Hassprediger und Rechtsradikale mal ausgenommen.

    Jetzt wurde das § geändert und – schwupps- sind auf einmal fast alle immer dagegen gewesen. Sehr seltsam. Übrigens in der deutschen Geschichte gab es diese merkwürdigen Wandlungen ja schon mehrmals. Über Nacht sind alle dafür oder dagegen, je nachdem, welche Meinung die Regierung gerade vertritt.

    b.) Wenn man gen. gegen Pornographie ist, weshalb schiebt man dann den Kinder- und Jugendschutz vor ?
    Nun gut, die Frage ist natürlich mehr rhetorischer Art….

    Nein, hier geht es in erster Linie gegen Pornographie in toto, gegen die sexuelle Selbstbestimmung Jugendlicher und besonders der jungen Frauen, die ja meist früher sexuell aktiv sind.

    Seit wir im Herbst 02 die Mindestaltersgrenze für sexuelle Handlungen von 12 auf 16 (!) erhöht haben, dies wurde damals auch gerade mit dem Schutz von Mädchen begründet, wird besonders oft gegen junge Frauen ermittelt, z.B. die
    18-jährige, die es mit ihrer 15-jährigen Freundin treibt, usw.

    Was ursprünglich als eine Erweiterung des Schutzes gedacht war, führt jetzt zu einem sprunghaften Anstieg der “Täterinnen”.
    Immerhin gehen Justiz/Polizei bisher nicht gegen alte JP vor.

    Da hätten sie viel zu tun, denn die ist in den NL in etwa so vebreitet wie alte SPIEGEL Hefte in D, die auch fast jeder in seinem Keller hat, schon wegen der damals niedrigeren (einfachen) Volljährigkeit ab 16, sowie wegen der Nähe zu DK, mit dem Mindestalter von 15.

    Nein, diese EU Reform ist so kontraproduktiv wie nur irgendetwas. Schon heute fordert ja der rechte Flügel der Republikaner eine Hochstufung von 18 auf 21, mit der Begründung, es könne nicht sein, daß man erst ab 21 Alkohol kaufen kann, aber schon mit 18 in Pornos mitspielen darf.

    Wie weit soll dieser Wahnsinn denn noch gehen ?
    Richtig, bis wir wieder in den 50er Jahren sind, als Pornographie völlig verboten war.

    In keiner Dekade gab es übrigens so viele Sexualmorde wie in den 50ern, im Schnitt fast doppelt so viele alleine in der alten BRD (!), wie heute in ganz Deutschland ( nachlesbar in der polizeilichen Kriminalstatistik, PKS ).

    Eine Lösung kann das “Zurück in die 50er” also auch nicht sein.

  • Christian Bahls

    Liebe Frau Kaiser,

    natürlich haben Sie Recht, dass man aufpassen muss, wen man in einer
    solchen Diskussion indirekt unterstützen könnte.

    Als Missbrauchsopfer nehme ich mir aber heraus, bestimmte Leute mit
    meinem Ruf nach Zensurfreiheit explizit nicht zu vertreten.

    Auch geht es nicht so sehr um den Konsum, sondern die Produktion!
    (.. welche einen Konsum im Nachgang doch erst ermöglicht)

    Ich verstehe ich, warum bei JP nicht dieselbe Schutzgrenzen
    greifen sollten wie bei Prostitution ..
    .. da geht es doch auch um Geld

    Aus gutem Grund ist doch hier das Schutzalter bei 18 Jahren ..
    .. oder wollen Sie auch das absprechen?

    Wollen sie ernsthaft behaupten eine 15-jährige ist sich
    der vollen Tragweite einer solchen Entscheidung bewusst?

    Mit einem Blick nach Japan, Ist Ihnen bewusst, was die Mädels dort
    für so eine blöde Gucci-Tasche tun?

    viele Grüße
    Christian Bahls, MissbrauchsOpfer Gegen InternetSperren

  • Caroline Kaiser

    Herr Bahls,

    ich will auf Ihre Antwort lieber in Ihrem eigenen Blog eingehen, zumal diesen alten Thread auch kaum noch jemand verfolgen wird.

    Hier nur soviel:
    Genauso wie es eine Legende der KP Industrie gibt, wird schon an der Legende der sogenannten JP gestrickt.

    Wobei ich Herrn Vetter widersprechen muß, daß praktisch alle Angebote bei KP nicht kommerzieller Art sind, alleine die in den letzten 10 Jahren aufgedeckten Fälle in den NL, BEL, der Ukraine, Belarus, usw. widerlegen dies.

    Da dort immer mehrere Hundert bis mehrere Tausend Nutzer aufgeflogen sind, kann man europaweit sicher von einem Millionengeschäft reden, aber nicht von einem Milliardengeschäft. Denn noch im letzten Jahr (!) sprachen von der Leyen, Zypries und Co. von einem “Milliardengeschäft”, jetzt ist “nur” noch von einem Millionengeschäft die Rede, was auch realistischer ist.

    Die größten Umsätze mit KP wurden übrigens von 1980-85 in den NL erwirtschaftet, als KP in allen anderen west- und nordeuropäischen Staaten bereits illegal war, in den NL aber nicht.

  • Caroline Kaiser

    Werde die Fragen nun doch hier beantworten (müssen):

    “Auch geht es nicht so sehr um den Konsum, sondern die Produktion!
    (.. welche einen Konsum im Nachgang doch erst ermöglicht)”

    Selbst der Besitz von “Jugendpornographie” ist ja jetzt in D strafbar, also geht es dem Gesetzgeber auch und gerade um den Konsum.

    “Ich verstehe nicht, warum bei JP nicht dieselben Schutzgrenzen
    greifen sollten wie bei Prostitution ..
    .. da geht es doch auch um Geld”

    Ich verstehe überhaupt nicht, warum sexuelle Handlungen Jugendlicher kriminalisiert werden sollen, nur weil sie gefilmt oder fotographiert werden. Der dt. Gesetzgeber stellt ja sogar den Vertrieb und die Produktion von jugendpornographischen Zeichnungen/Texten jetzt unter Strafe. Gibt es ein Schutzbedürfnis von Cartoon- oder Romanfiguren ?

    Was sind denn “jugendpornographische Texte” ?

    Die expliziten Schilderungen jugendlicher Sexualität, wie in der BRAVO ? Oder schon meine Antwort hier ? Der ganze Lawblog ?

    Dieses § ist ganz klar gegen die Meinungsfreiheit gerichtet, auch deshalb absurd, weil diejenigen, die über jugendliche Sexualität schreiben, ja nur über legale Handlungen schreiben, nicht etwa pädophile Phrasen dreschen, oder sexuellen Mißbrauch von Kindern verharmlosen.

    Zu den Schutzgrenzen: Erst im Nov.08 ist das Mindestalter für Prostitution in D auf 18 hochgestuft worden, davor lag es bei 16.
    (”Sexuelle Handlungen gegen Entgelt”, § 182 ff. )

    Ich habe selbst einige Modelle kennengelernt ( alle über 15/16, also nach damaligen § in DK/NL legal ), für die die Gage keine, oder zumindest keine Hauptmotivation war.

    Aber selbst wenn….

    Nur weil man für etwas Geld bekommt, heißt es ja noch lange nicht, daß man :
    a.) etwas tut, was einem völlig widerstrebt
    b.) die “Arbeitsbedingungen” deshalb schlecht sein müssen.

    Wenn z.B. zwei 16-jährige Freundinnen sich beim Sex filmen und den Film dann verkaufen, hat dies doch nichts mit Prostitution zu tun. Wenn gute Freunde oder Partner miteinander vor der Kamera Sex haben, den sie sonst auch so haben, ob vor der eigenen Videokamera oder der Filmkamera im Filmstudio, ist dies auch keine Prostitution.

    Rund 95% der niederländischen und 2/3 der dänischen “Jugendpornos” fallen aber in diese Kategorie. Wobei ich mich schon gegen den Begriff JP wehre, in Nordeuropa gab es nur illegale Hardcore Pornographie (15). Das Alter 18 hat hier bis zur EU Reform nie eine Rolle gespielt. ( außer bei Prostitution )

    Selbst wenn ein jugendliches Modell – gegen Entgelt – Sex mit jemandem in einem Filmstudio hat, dann ist dies in keinster Weise mit der Gefährlichkeit von Prostitution gleichzusetzen.

    Dort ist sie mit dem Freier alleine, was extrem gefährlich sein kann, man denke nur an die vielen ermordeten Prostituierten.

    Außerdem gibt es keine verpflichtenden Tests auf Geschlechtskrankheiten.

    Die Gleichsetzung von Prostitution und Pornographie greift juristisch überhaupt nicht, deshalb war die alte Fassung des §184ers auch viel logischer, wenn sie auch andere Widersprüchlichkeiten hatte.

    z.B. in Schweden ist Prostitution heute sogar verboten, das Mitspielen in einem Pornofilm ( früher 16, jetzt auch 18 ) aber nicht. Weil es zwei fast völlig verschiedene Handlungen sind.

    “Wollen Sie ernsthaft behaupten eine 15-jährige ist sich
    der vollen Tragweite einer solchen Entscheidung bewusst?”

    EINE oder JEDE 15-jährige sicher nicht, auch nicht JEDE 18-jährige in einem dt. oder US Porno wird sich dessen IMMER bewußt sein.
    Sollte man deshalb die Volljährigkeit wieder auf 21 erhöhen ?

    Sollte man den Führerschein erst ab 23 machen dürfen, weil die Fahrer zwischen 17-22 die meisten Unfälle bauen ?

    Meine dänische Freundin war sich der Tragweite voll bewußt, die niederländischen Freundinnen und Bekannten ebenfalls.

    Nur hatten die nordeuropäischen Gesellschaften bis etwa 2000
    ( vielleicht mit der Ausnahme Norwegens ), nicht nur eine liberalere Einstellung zur Sexualität und Pornographie, sondern sie bereiteten die Kinder und Jugendlichen auch viel besser auf den Umgang damit vor.

    Dies fehlt ja in D völlig und jetzt leider fast überall, DK ist da noch eine löbliche Ausnahme. Pornos darf man übrigens in DK immer noch ab 15 leihen, trotzdem ( oder gerade deshalb ? ) gibt es dort nicht ansatzweise die Probleme einer sexuellen Verrohung, wie es sie in D gibt.

    Ich sehe die Probleme in D durchaus, weil ich ja auch oft dort bin, außerdem bis zum Abi dort zur Schule gegangen bin.

    Ich möchte auch keine Jugendlichen in deutschen Pornos sehen, die unter ungleich schlechteren Bedingungen produziert werden als “unsere”, sich außerdem durch Entfremdung, Frauenverachtung und Stumpfsinn “auszeichnen”.

    Deshalb sollten aber die alten Produktionen aus Nordeuropa nicht in D verboten werden. Die meisten dieser Filme sind eher von den jungen Frauen selbst, als nur mit den jungen Frauen produziert worden.

    Das Verbot führt nun paradoxerweise zu einer weiteren Verrohung des Pornomarktes in D, da diese Produktionen in der Asservatenkammer des BKA verschwinden, während der freiwerdene Platz von Pornoschund aus D übernommen wird.

    “Mit einem Blick nach Japan, Ist Ihnen bewusst, was die Mädels dort
    für so eine blöde Gucci-Tasche tun?”

    Da meine Ex-Freundin Japanerin war, ist mir dies durchaus bewußt, nur handelt es sich da um Prostitution, die ich ja bei Minderjährigen auch ablehne.

    Aber: Wir können nicht auf der einen Seite den Jugendlichen bereits mit 12 (NL), 13 (JP) oder 14 (D) Strafmündigkeit abverlangen, sie dann aber bis zum 18.Geburtstag sexuell für völlig unmündig erklären.

    Wir bräuchten ein differenziertes Sexualstrafrecht, welches nicht nur zwischen Kindern und Jugendlichen unterscheidet, sondern welches auch die verschiedenen sex. Handlungen austariert. Das alte niederländische Sexualstrafrecht ( von 1986 – Herbst 02 ) tat dies, mit großem Erfolg.
    Diese Erfolge sind durch die EU, aber auch durch idiotische Politiker in den NL selbst zunichte gemacht worden. Und der Wähler ist daran auch nicht ganz unschuldig.

    Wer in meiner Argumentation irgendetwas “pädophiles” zu entdecken glaubt, der sollte sich mal die Stellungnahme der CDU/CSU/FDP Regierung von 1992 durchlesen, die eine Anhebung des Mindestalters nur auf 16, für die Filmaufnahme sexueller Handlungen Jugendlicher strikt ablehnte. Mir ist jedenfalls nicht bekannt, daß der Altkanzler Kohl und die damaligen Minister, jemals in eine solche Ecke geschoben worden wären.

  • Kommentar

    was ich faszenierend finde:
    unter 40 Millionen Erwachsenen in Deutschland scheint jeder über Kindersex bescheid zu wissen wenn auch gleich nur ganz ganz ganz wenige mit dem Thema wirklich vertraut sind.

    Diese Tatsache bietet viel Potenzial zur manipulation der Köpfe der Leute, weil wo wenn nicht aus den Medien haben diese Leute ihre Meinung über dieses Thema?

    nur die aller aller wenigsten verfügen über reales Wissen.
    Nun als jemand der Real Ahnung von der Materie mal hat:
    folgendes dazu:

    Kinderpornoringe, gibt es nicht, eher tauschringe, in denen nicht Kinder sondern Material hin und her getausch wird.
    Klar verbergen sich unter den Tauschern auch Echte Leute die es zu Hause mit ihren Kindern machen, damit gehören sie aber zu einer großen minderheit, die aus selbstschutz normalerweise niemals diese Daten mit anderen tauschen würde.
    das führt dazu das die Bilder in solchen Netzen von interessensähnlichen Menschen sehr sehr veraltet sind.

    Über das hinaus ist der Grad an Menschen die auf den Missbrauch der Kinder stehen nur extrem gering, die meisten (so unglaublich das für die Gesellschaft als solches klingt) sind gegen missbrauch und stehen nur auf fälle in denen das Kind (meist sind damit auch nur Jugentliche bzw. Kinder ab Beginn /nach der Pubertät) gemeint.

    Wenn man Sex weniger Stigmatisiert kommt man selbst zu der Erkentniss das nicht der sex sebst sondern die daraus entstehende umgangsweise mit dem Kind das Problem darstellt.

    (an dieser Stelle muss eine Beratungsstelle eingeschaltet werden die dem betroffenen nahe bringen kann warum der Sex trotz neugierte/ einverständniss des Kindes abzulehnen ist. )

    Leider wird durch diese Hexenjagt jeder zum Täter der sich näher mit dem Thema befasst wodurch solches Wissen unter den Teppich gekehrt wird.

    Was ich eben so schlimm finde ist der Missbrauch unserer gesetzesgeber (bis hin zur merkel) Kinder missbraucht in dem man so tut als täte man das alles nur für die Kinder.

    dabei geht es hir um Kontrolle, nicht aber um die Kinder denen hilft das alles nur wenig, bis hin zu dem das es ihnen schadet, weil Täter angst haben es im Netz zu zu geben, und damitdie Chance verspielt wird ihnen auf die Spur zu kommen.

    ——————————————
    Für mich ist das alles politik, denn man hilft ja nicht wrklich den Kindern man will nicht die Ursachen bekämpfen sondern blos die Öffentliche Wahrnehmung einnebeln.

    Mich kortz das an, ich habe zwar Kinder/Jugentliche gesehen denen es spaß macht sowas zu machen und die aus eigenem Antrieb auf der suche nach dem sind.

    Aber ich habe auhc Fälle erlebt in denen diese Kinder misshandelt und missbruacht worden sind nicht immer sexuell, aber immer zu schaden des kindes.

    und ich finde es unmöglich das man diesen nicht Hilft, sondern in schrei nur noch schlimmer macht.
    ————————————————
    Vor einer Zeit habe ich auf lust durchs netz gesurft um zu sehen was nach Jahren zu sehen wie die Szene sich verändert hat und ob wirklich man soviel im Netz findet wie verbreitet in den Medien, als ich nach 3 Tägiger Suche tatsächlich 2 Bezahlseiten gefunden habe und diese dann melden wollte, stellte ich fest, das bei Meldung dieser Seiten meine IP mitgespeichert wird, und ich in dem selben Texten auf diesen Seiten erfuhr das Leute schon in U-haft gesteckt worden sind für ihre Kinderporno bekämpfende Handlung.

    Es scheint nicht so als würde sich irgend ein Staat wirklich dafür interrissieren dafür Kinder zu schützen.

    Es gibt ja noch nicht mal eine Anonyme Meldestelle, kann man das glauben?

    Dieses ganze Thema wird in ein Sektor verlegtvon dem man aus zwar über das Thema im TV drüber reden darf, keiner aber persönliche eigene freie Einsichten in das Thema nehmen darf.

    wie gesagt bei meinen persönlichen recherchen ist heraus gekommen das eine grOße Kluft zwischen dem TV und Zeitungsgeschaffenen Bild und der Realen Welt herscht.

    In folge dessen kann ich meiner regierung nicht mehr trauen.

    Ich leide nicht an Verfolgungswarn, fühle mich aber verleumdet und misshandelt, weil hir eine Lüge breitgetreten wird, die auf dem rücken vergewaltiger Kinder getragen wird.

    so und nun geh ich erstmal kozen.

  • Nephilim

    Ist es nicht egal, ob geld fließt, oder nicht? Juristisch gesehen mag es ein Unterschied sein, ob ein “Kunde” bezahlt, oder nicht. Den missbrauchten Kindern geht es in beiden Fällen gleich beschissen.
    Eine Löschung des Materials ist trotzdem noch die deutlich effektivere Variante. In Deutschland ist es ohne weiteres möglich, wenigstens den Serverstandort auszumachen – oder zumindest einen Provider – der dann entsprechend reagieren kann.
    Die Architektur des Internet ist sowieso für den Ar***, bzw. sie wird nicht verantwortungsbewusst genutzt. Man sollte in der Tat mal überdenken, welches Recht für das veröffentlichen einer Internetseite tatsächlich gelten muss, und ob es technisch machbar sein kann, dass bestimmte Nutzergruppen bestimmte Inhalte nicht sehen können (Surfende Kinder vs. ü18 Inhalte) Man könnte “Das Internet” mit einem großen, öffentlichen (Markt-)Platz in einer Stadt vergleichen und müsste entsprechende, durchsetzbare Regeln etablieren. Wer etwas sagt, schreit, demonstriert, mit seiner Umwelt agiert kann direkt verantwortlich gemacht werden. Eine Veröffentlichung im Internet hinterlässt deutlich weniger Spuren, erreicht aber noch deutlich mehr Menschen.
    Ist die Anonymität im Internet wirklich nötig? (In einer westlichen Demokratie sicherlich nicht, in einem totalitären Staat ist es sicherlich ein Strohhalm)

    Ich habe nun einen wahren Wust von Anregungen geschrieben. Da könne man allgemein mal drüber nachdenken.
    -Sperren: technisch sowieso schwierig, Kontrolle der Kontrolleure schwierig, durch Sperrungen fängt man keine Täter
    -Löschen: Rückverfolgung der Inhalte einfacher, aber Richtung Ausland evtl. Sackgasse

    Wie, wo und wer das öffentliche Internet strukturieren soll: Wer ist denn der “Verantwortliche?”

    Fazit: Das Zitat von Joseph von Weizenbaum sagt alles.

    Den Kindern selbst würden (anonyme) Meldestellen, Internationale Strafverfolgung und Psychologische Betreuung von Täter und Opfern weitaus mehr helfen.

  • Pure

    Wer ist eigentlich für diese Werbekampange verantwortlich ?
    Ist nähmlich ne echt saubere PR Aktion für diese Dame dessen Name besser nicht mehr erwähnt werden sollte . Hätte Sie kein so ausgeprägtes Minderwertigkeitsgefühl müsste Sie auch nicht auf so miese Art populistischen Wahlkampf betreiben.
    Rütgers und Onkel S. sowie ne Menge anderer vernachläsigter Kinder in der Geschichte unserer Zeiten in dieser Welt haben das schon versucht.

    Kontrolle ist eine Idee,Vertrauen ist übrigens auch eine Idee !
    Internet Filter lassen sich sehr leicht missbrauchen.
    Glücklicherweise auch widerum umgehen!
    Politische Führer machen das schon mal ganz gerne zur zweifelhaften Kurzzeit Optimierung ihrer Richtung.
    Schon komisch ,das Menschen oftmals Menschen missbrauchen um die reine Ur-Liebe in Form von Ruhm und Anerkennung zu bekommen.

    Free Love,Free Sex and free your mind !

    Ach so, Keine Zensur und Kein Missbrauch !
    Auf in eine sonnige Zukunft ! Sonnebrille gegen Blendung !

  • http://www.arcados.com Thommen

    Ich habe schon vor Jahren prophezeit: 1. Holen sie “die Pädophilen” – dann die Eltern und am Schluss die Kinder selber…
    Ich wage nicht mir vorzustellen, was Jungs für Vorstellungen von ihrem Körper und ihrer Sexualität bekommen müssen, wenn sie sehen und lesen, wie kriminell das alles ist – wenn es nur eineR zufällig zu Gesicht bekommt! Der Tschador für Kinder ist ok. Für Frauen nicht.

  • blubb

    Simple Begründung für deine Erfahrungen: Die, die für KiPos bei der “Industrie” zahlen, werden einfach nicht erwischt. Weil die nicht ohne Proxy auf unverschlüsselten Seiten mit Kreditkarten auf überwachte Konten zahlen…

  • Selbstdenker

    Die FDP hat jetzt verlauten lassen:

    Die FDP spricht sich klar gegen die derzeit diskutierten Internetsperren aus. Kindesmiss-brauch und Kinderpornographie ächten und verurteilen wir aufs Schärfste. Der Vorstoß der Bundesregierung ist jedoch zur Bekämpfung dieser abscheulichen Verbrechen völlig ungeeig-net. Internetsperren sind für die Opfer dieser abscheulichen Verbrechen keine Hilfe und für unbescholtene Bürgerinnen und Bürger ein unverhältnismäßiger Eingriff in Ihre Rechte.

    Die diskutierten Internetsperren sind zur Bekämpfung von Kinderpornographie wirkungslos, da sie mit sehr geringem Aufwand und ohne große Fachkenntnisse umgangen werden kön-nen. Der Eingriff in die Bürgerrechte durch Gesetz wirkt jedoch nachhaltig und kann den Weg in eine staatliche Zensur weiter ebnen. Durch die vorgesehne Anordnung der Sperrverfügun-gen durch das Bundeskriminalamt hat die FDP darüber hinaus erhebliche verfassungsrechtli-che Bedenken.

    GUT SO!

  • Hans

    Vielleicht geht man es besser ganz anders an, dann werden keine Sperrlisten benötigt:

    Die Homosexualität (pfui sagen alle Religionen) wurde doch in Deutschland legalisiert, weil man sagte, die Leute können nicht dafür, die werden so geboren.

    Ein Pädophiler kann auch nichts für seine Neigung!

    Warum wird gerade die Homosexualität toleriert und KiPo nicht?

  • corax

    @ Hans,

    was ne schwachsinnige Frage. Bei Homosexualität haben in der Regel zwei erwachsene Menschen, bzw sexuell mündige, einvernehmlichen Sex.
    Bei pädophilen Handlungen benutzt ein Erwachsener ein ummündiges Kind allein für seine Befriedigung zum Sex.
    Wenn Erwachsene zu zweit, dritt, viert mit Gleichgeschlechtlichen oder Andersgeschlechtlichen Sex haben ist das allein ihre Entscheidung. Aber sie haben dabei gefälligst die Pfoten von Kindern zu lassen, die wegen ihres Alters noch keine selbstbestimmten Entscheidungen von solcher Tragweite treffen können.
    Darum.

  • Keno

    Ich unterstütze. Ich bin im Netz an die Webseite mit dem Kinderporno in Russland vor kurzem gestoßen. Wegen der Wirtschaftskrise in Russland wurde grösser solcher Probleme, auf dieser Webseite (Text editiert. U.V.) habe ich viel schrecklichen Videos gesehen. Wozu die Krise in Russland durch den Fußboden des Jahres bringen wird.

  • gibi

    Alles sehr flexibel.
    Gerade im ZDF gehört, der Krieg in Afghanistan kann kein rieg sein, weil das GG Angriffskriege verbietet.

  • MuMo

    @26:

    Verdammt, wie gut ist der Spruch von dir denn??

    Muss man sich erst informieren bevor man Kindern helfen will?

    - Ja Man!

    Einfach nur richtig.

  • Serverspy

    Hi!

    Zu diesem Artikel:
    Das Geld wird ja nicht primär durch den Verkauf der KiPos gemacht. Vielmehr geht es da um die Hintermänner. Ich spreche da von russischen Servern die "Bulletproof" und somit Kicksicher sind. Bei genügend Zahlung auch dann kicksicher, wenn KiPos gehostet werden. Und da fliesst sehrwohl eine Menge Kohle. Woher dieses Geld jedoch stammt wage ich zu behaupten.

    Nur bitte nicht vergessen, dass auch vermeintliche "Free-KiPos" Kosten verursachen, welche bezahlt werden müssen. Zumindest dann, wenn sie auf Webspace gehostet werden.

    sfsg
    Serverspy

  • anonym

    ich muss dem widersprechen, dass man nicht auf Kinderpornos stoplern kann, es passiert wohl nicht sehr oft, aber ich persönlich kann mich erinnern dass ich bereits nach einem jahr aus versehen auf eines gestoßen bin, dass war ein video unter vielen “normalen” Pornos(XXX-Seite), es war aber nicht sofort klar ersichtlich dass es sich um ein solches KP handelte. Ich war damals noch ein Kind und bekam wirklich Angst. Ich erzählte es nie meinen Eltern und hatte schon Angst es könnten sich Behörden einschalten, was zum Glück nie passiert ist.

  • http://www.fpe-griesemer.de M. M. Griesemer

    Sehr geehrter Herr RA Vetter, ich bin Dipl.-Psych. M. M. Griesemer, führe eine Abklärungs- und Begutachtungsstelle mit derzeit rund 8o Fällen und vermag im vollen Umfang zu bestätigen, was sie schreiben. Danke, dass Sie es für die Öffentlichkeit in unverklausulierte Worte brachten. Mir bleibt darauf hinzuweisen, dass in der Zeitschrift “gigi” vor einigen Monaten ein akribischer Kopf eine Bestandsaufnahme über die “empirischen” regierungsamtlichen und polizeistatistischen Fakes aufgemacht hat. Es handelt sich um ein von mir nicht für möglich gehaltenes Potemkin´sches Dorf, was die derzeit redewörtlichen “Analysen” angeht. Nur ein Fachmann konnte bemerken, dass Frau von der Leinen in Podiumsdiskussionen sogar klar und wörtlich die Bevölkerung b e l o g füt demoskopischen Reibach mit dem Thema. So sprach sie in der Sendung Maischberger davon, die habe selber auf einer internationalen Konferenz zum Thema persönlich Videos gesehen, auf denen Kleinkinder am Ende sexuell sadistisch getötet würden. 1) Es gab keine solche Konferenz, 2) auf Konferenzen werden n i e m a l s voyeuristisch solche Videos gezeigt; 3) nach mehreren Informationen von führenden Ermittlungsstellen, mit denen ich im Laufe meiner Arbeit zu tun hatte, gibt es nirgendwo auf der Welt, bei keiner Beschlagnahme. jemals derartige “pädophile Snuff-Videos”. (“Wir wissen nicht, wo das in den Medien dauernd herkommt”, Sittendezernat Berlin, Kantstrasse). Es ist kaum auszusprcchen, und man verzweifelt vorher lieber an seinem Verstand: Es handelt sich um eine unfassliche, bizarre “Geisterdiskussion”. Wohk dadurch mitbedingt, dass die “Kinderpornographie im Internet” den Blicken der Öffentlichkeit für eine Überprüfung der Realität entzogen ist, zumal niemand (außer offenbar pädosexuellen Menschen oder familiären Ersatztätern in der Entwicklung) Interesse an diesem Material zu haben scheint, sich durch persönlichen Augenschein zu vergewissern, wie die Wirklichkeit aussieht.

    Dipl.-Psych. Michael M. Griesemer
    Büro für Forensik, Prognostik und Entwicklungspsychologische Intervention (F.P.E.), Frankfurt am Main

  • Zornesröte

    Herr Griesemer, ist es zutreffend dass sie der Arbeitsgemeinschaft für Humane Sexualität” (AHS) anghören? Wen es interessiert was das ist, googelt mal!!

  • Dipl.-Psych. Michael Griesemer

    Es ist in meinen Arbeiten hinreichend deutlich, was ich vertrete und was ich hingegen n i c h t vertrete (“AHS”). Wenn Sie in Ihrer Diffamierungstaktik noch etwas deutlicher werden und ich es im web finde, werden Sie strafangezeigt. Bis jetzt hat in diesem Form jeder sachlich diskutiert. “Zornesröte” ist wohl der falsche programmatische nick für hier.

  • anonym (at) vpn

    Wenn interessiert was die Politiker wollen, oder wovon sie träumen?
    Wlan gehackt(mac natürlich geändert)+Vpn(non logging)+ssh socks(non logging)+socks5(non logging) in verschiedenen Ländern,von verschiedenen Anbietern, die es nicht interessiert+ Rechner mit truecrypt verschlüsselt (natürlich mit 64 stellen pass+ keyfile+ sichere Verschlüsselung).
    Also ich fühl mich sicher, bin aber auch paranoid.
    Achso, bevor ichs vergesse, ich verteile links zu von mir aufgesetzten vermeintlichen KiPo-Seiten, man glaubt nicht wie oft es Interesse gibt.
    Die “Interessanten” erwartet aber nichts anderes als ein “Exploit”.
    Mit anderen Worten ich übernehm ihren Rechner und schreibe Abuse oder je nach Standort lösche ich den Schrott per sysfucker.
    Vorher lasse ich sie allerdings “Abbitte” per PSC tun, helfen tuts ihnen trotzdem nichts.
    Also seid gewarnt ihr “kranken” meine Links sind überall, wer weiss wer der nächste ist!

  • Voodoo

    Googelt mal die Titel “Einblicke in die Kinderpornoszene”, und “5 Abtreibungen und 2 Adoptionen”, da steht alles genausestens beschrieben. Auch die Hintergruende der sehr kommerziellen Unternehmen LS Magazine und BD Company, die aber schon lange eingestellt wurden (angeblich “freiwillig” wegen mangelndem Umsatz und Schikanen durch Behoerden). Deren Produktionen kursieren aber immer noch gratis im Netz.

  • raecher

    @anonym (at) vpn:
    Solche Tricks kennnen’mer schon lange. Auch in der “Daenischen Liste” sind die meisten links ge-faked von keyword spammers, die so ihren traffic builden. Zum Beispiel eine Fa “Prestige Cars”, eine Autohandlung in USA, die absolut garnix mit KiPo zut hat. Probiert’s mal selber mit dem Suchwort ” turupeta ” (jap = unbehaarter mons veneris)

  • PornKing

    @tina:
    Haarscharf falsch! Pornografie (in US-Engl “Adult Industry” = Erwachsenenindustrie) ist ein Bombengeschaeft. In USA alleine werden damit 12 Milliarden US$ jaehrlich erwirtschaftet, mehr als Film-, TV- und Musikindustrie zusammen. Nicht alles ist inszeneiert, besoanders “hot” sind Amatateurproduktionen, auch mit versteckten Kameras. — KiPo ist dagegen ein Kontrastprogramm: Es eistiredn Millionen von Bildchen und Filmchen, aber man kann alles gratis bekommen, den der Handel damit ist ja verboten. Wer zahlt verraet sich durch seine CC-Nr.

  • JackO

    @anonym (at) vpn:
    Abwehr: Nie als Adminstrator/User einloggen!
    IP-Nr dynamsich wechseln: z B durch Verwendung von G3- SurfSticks (Aldi bietet einen fuer 15/Mo, der bei jedem Einloggen eine neue IP-Nr generiert!)
    Legal oder illegal? Scheissegal!

  • Rapido

    @Serverspy:
    Stimmt: Aber der groesste Absahner im Torrentgeschaeft ist Rapidshare und das ist eine dt Fa! Also ALLES VERBIETEN!

  • http://nichtdiegleiche-benutzefürsowasnureinmalAdressen-abertrotzdemdergleiche-BitteumVerständnis anonym (at) vpn

    @raecher
    Natürlich nichts neues, aber viele “Opfer” gibts trotzdem,
    ich hoffe die meisten gewöhnen es sich dann ab.
    Das ganze hat nichts mit Traffic zu tun, sondern mit Bot-Netzen, aber egal.
    @PornKing
    Leider nicht, da niemand, der ein wenig Ahnung hat mit cc bezahlt. Wofür gibt es psc, ukash und viele weitere anonyme Zahlungsarten.
    @JackO
    Ich muss dich leider enttäuschen, auch dafür gibt es Möglichkeiten, nur eine VM kann helfen.
    Davon mal abgesehen, das bei dem “Aldi-Surfstick”, nicht jedesmal eine neue ip bereitgestellt wird, sondern nur eine gewisse Bandbreite, die dann uber dns verteilt wird, aber egal, grundsätzlich hast du recht, da mehrere “User” über eine ip online sind und eine genaue Zuordnung nicht möglich ist, ausser man benutzt diverse andere Attacken, hat man nämlich erst mal den Rechner infiziert, kann man oft sehr genaue Rückschlüsse über die Person finden. Deswegen hilft nur eine VM+vpn+socks5.
    @ Serverspy
    Big Fail! torrent ist das eine, Rapidshare sind ddl, aber egal, wer sowas schreibt hat eh keine Ahnung.
    Davon mal abgesehen das rapidshare “eigentlich” in der Schweiz sitzt.
    Die meisten “Sachen” werden über ftp-server verteilt.

    Zurück zum Thema, ja ich verteile Links und andere Sachen in diversen Foren und auch woanders(z.B. in gehackten ftp´s mit wirklicher KiPo)und ja, ich verdiene damit auch ein wenig, aber jeder wird nach einer gewissen Zeit gemeldet, spätestens wenn er als “Bot” nicht mehr da ist, oder ich genug habe um andere Seiten(KiPo) zu ddosen.
    Ich will mich nicht als “guter” Hacker aufspielen, aber KiPo wird von den wenigsten toleriert, da hört der “Spass” auf.

    (an denjenigen, der den Beitrag freischalten soll, ich hab ne andere e-mail, aber die gleichen “unique” Einstellungen, mit anderen Worten, wen ihr was drauf habt, erkennt ihr, das ich der gleiche bin)
    P.S Wenn ihr solche Seiten kennt, warum auch immer, meldet sie entweder beim BKA, aber nur anonym (mindestens socks5), sonst habt ihr selbst ne Hausdurchsuchung !!! oder meldet sie, bei hba-crew.to mit dem Titel “zum Abschuss” freigegeben bei nem Admin oder Mod, dann wird ein ddos sie in den “Abusehimmel” schicken.

  • Sascha

    Hier mal ein paar Infos von einem Pädophilen, der seit 1990 Kontakt zur Boyloverszene hat:

    Wenn ich wollte, bekäme ich Kipo Terabyteweise ohne dafür auch nur einen Cent zahlen zu müssen. Einzig die Festplatte dafür müsste ich selbst kaufen. Ich würde das von Freunden kriegen, die sowas sammeln. Aus dem Netz, ohne Probleme, und kostenlos. Ich wäre dazu einfach zu faul, es gibt Interessantes für mich. Aber warum sollte man für Sachen zahlen, die es kostenlos gibt?

    Sicher gab es mal Zeiten, da wurde man nach Tauschmaterial gefragt. Wenn das heute noch vorkommen sollte, dann wohl nur, um Undercover-Bullen auszuschließen, die ja in dem Fall schon selbst eine schwere Straftat begehen würden. Wenn Vertrauen kein Problem ist, fragt eigentlich keiner mehr danach.

    Die russischen Kipo-Produzenten der späten 90-er haben bevorzugt an Amis verkauft, weil sie (wegen der viel strengeren Kipo-Gesetze dort) einigermaßen sicher sein konnten, dass das Material nicht gleich weiterverbreitet wurde. An andere Russen wurde prinzipiell nicht verkauft – es wäre am nächsten Tag kostenlos verfügbar gewesen. Was es inzwischen aber auch so ist. (Quelle: Erinnerungen von KDV) Soviel zum Einfluss der Verbote kostenlosen Tausches auf den Markt. Aber warum sollte das anders ein als in der Film- und Musikindustrie? Wo kostenloser Tausch illegal ist, steigen die Preise.

    Zum Inhalt: Was Boylover geil finden, sind Jungs die Spaß am Sex haben, am besten mit anderen Jungs. Schließlich stehen sie auf Jungs, nicht auf Männer. Auf Kindergartenkinder stehen die wenigsten. Entsprechend ist auch das Angebot.

    Sicherlich könnte es rein theoretisch einen Markt für Kipo höherer Qualität geben – das was da ist, ist meist alt und/oder von schlechter Qualität. Aber gerade auch ein solcher Qualitätsmarkt müsste Jungs anbieten, die den Wünschen der Boylover noch besser entsprechen als das kostenlose Material. Das wären aber Pornos mit Jungs, die Sex wirklich geil finden, und denen man das auch ansehen kann.

    Vergewaltigungen, und dann noch von Kleinkindern, wie von der Lügen behauptet? Welcher Pädo steht auf sowas? Kenne ich jedenfalls keinen.

    Haussuchungen bei wirklichen Kipo-Sammlern bringen nichts, außer dass halt die Leute ein bisschen schikaniert werden. Ausreichend Hinweise, wie man Truecrypt bedient, findet nämlich jeder Pädophile. Also, die Leute, die die Bullen kriegen, sind eher harmlose Zufallsurfer oder Neugierige.

    Ach so: Einstiegsdroge ist lachhaft. Niemand wird vom Kipogucken pädophil. Wenn das so einfach ginge, würden die allermeisten Pädos zumindest versuchen, durch Hetenpornogucken zu Heten zu werden. Klappt nicht.

  • Don

    http://www.deutschlandfunk.de/kinderpornografie-im-zweifel-fuer-das-kind.720.de.html?dram:article_id=278181

    Nein. Im Gegenteil. In jeder Sekunde sind weltweit 750.000 Pädophile online, sagen die Experten. Im vergangenen Jahr haben 250.000 Deutsche rund 20 Milliarden Euro für Bilder und Filme mit nackten Kindern ausgegeben. Der Markt ist riesig. Und die Betreiber dieser Foren schrecken vor nichts zurück, um ihr Geschäft am Laufen zu halten. Armut und Unwissenheit der beteiligten Kinder und ihrer Familien werden brutal ausgenutzt. Es hat also Methode, dass ein Großteil des Materials aus armen osteuropäischen Ländern wie Rumänien kommt.

    80.000 EUR pro Jahr und Kopf!

    Ich nehme aber eher an, dass es sich hierbei um eine kleine Übertreibung handelt.

  • Gernot

    Den Homosexuellenjägern von früher hat man gerne verkappte Homosexualität nachgesagt.

    Den Kipo-Jägern von heute geht es nicht anders. Sie wollen Gefühle, Vorlieben bestrafen, die sie selbst in sich tief bis ins Unbewusste verdrängt haben. Da sie diese in sich selbst nicht erfolgreich abtöten können, wird der Todeswunsch projiziert (“Todesstrafe für Kinderschänder” – wurde auch schon für Kipo-Nutzer gefordert).

    Der Schutz von Kindern ist ihnen dabei völlig egal. Nachweislich nutzen “Pädophile” Kinderpornographie als Surrogat für pädokriminelle TATEN, also den Missbrauch an Kindern, nachweislich gingen die Missbrauchszahlen in D erheblich zurück, als das Kipo-Besitzverbot aufgehoben wurde, 1969, glaube ich. Sie stiegen mit dem erneuerten Verbot, 1991 war das, glaube ich, wieder an.

    Es geht um den Hass auf Pädophile, und der geht sogar über Kinderleichen, denn wer gar “Todesstrafe” fordert, nimmt bewusst oder zumindest unbewusst Verdeckungsmorde in Kauf.
    Dazu hört man dann noch das “Argument”, das Leben wäre für die missbrauchten Kinder sowieso nicht mehr lebenswert.
    Zynischer geht es nicht mehr.

    Ginge es nur um die Verhinderung von Produktionstaten, wären ja Darstellungen nicht realer Handlungen, Texte, Zeichnungen, Bild- und Filmmanipulationen nicht ebenfalls verboten.