Mustergültiger Einsatz

Die Düsseldorfer Polizei hatte vorgestern alle Hände voll zu tun, randalierende und marodierende Fußballfans in ihre Schranken zu verweisen. Wie das praktisch aussieht, zeigt dieses Video:

Man muss gar nicht ins Handbuch der Polizeitaktik sehen, um festzustellen: mustergültiger Einsatz. Weiter so.

via Nerdcore

  • gant

    Ich habe bereits jetzt die Kommentare im Ohr:
    Man habe “mit Augenmaß” auf “Provokationen der Randalierer” reagiert.

  • AlterEgo

    Kundschaft, Herr Vetter? ;-)

    Auf Youtube wurde das Video ebend mit folgendem Kommentar beschrieben:

    “Polizisten wurden 20Minuten mit Flaschen beworfen, abgegriffen und beleidigt…ohne das eine Festnahme oder sonstiges voranging..standen nur da…. erkennt man schlecht im video…aber hie rund da zerspringen Flaschen auf den Helmen… [...]”

    Bilder sagen schon viel, aber ohne den Kontext sind sie leider wenig aussagekräftig.

  • Rudolf

    Die Beförderung und die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes für alle fleißigen Beamten steht bevor. Eine vorbildliche Deeskalation fast wie aus dem Lehrbuch.

    http://www.youtube.com/watch?v=yElEgFDBu7k
    http://www.youtube.com/watch?v=beWcAUkCl4Q

  • Tobias

    Der Handyfilmer bei 1:23 hat wohl Glück das das Video bei youtube gelandet ist, so kommt er hoffentlich wenigstens um die Verurteilung wegen gefählicher Körperverletzung, Widerstand und pipapo rum.

  • http://www.mrbrook.de MrBrook

    Auf dem Video erkennt man gar nichts. So etwas “ins Netz zu rotzen” (um es mal provokant auszudrücken) und ohne weitere Einschränkungen darauf anzuspielen, dass die Polizei hier übertrieben reagiert hat, ist einfach nur unseriös.

    Nerdcore weist wenigstens darauf hin, dass das Video aus dem Zusammenhang gerissen ist und dass – möglicherweise – vorher eine Provokation stattgefunden haben könnte.

  • Radio Moosklau

    Was für erbärmliche, feige Möchtegernkerls in Kampfmontur. Ein hoch auf jeden T-Shirt-Ritter der diese enthirnten, steuerfinanzierten Drohnen flugs ein Sitzgelegenheit für den faulen Arsch spendiert hat. Mal scherzhaft: Das sieht mir ziemlich nach einer praxisnahen Übung für den Ernstfall – irgendwann nach den Wahlen – aus.

    MrBrook: Sind die Rekruten jetzt schon nicht mehr der deutschen Sprache fähig oder sind denen die Megafone ausgegangen? Das sieht doch sehr deutlich nach “Einsatzleiter hat keinen Plan oder will mal mit den Puppen spielen aus” und Mitdenken ist bei diesem Schützenverein ja unter Androhung von Gruppendynamik nicht unter 10 Kameradenschweinen verboten.

  • corax

    Nur zur Info für Ortsfremde: Die Handlung spielt Samstag Nachmittag in der “Kurze Straße” mitten in der Düsseldorfer Altstadt, der “längsten Theke der Welt”.
    Das bedeutet mindestens die Hälfte der Leute die da umgerannt werden sind völlig unbeteiligte Touristen aus aller Welt. Ungefähr so, als sei der Einsatz ohne Vorwarnung mitten auf der Kölner Domplatte oder dem Münchner Marienplatz durchgeführt worden. Auch wenn die Polizei vorher etwas provoziert worden ist, mit Verhältnismäßigkeit und Güterabwägung hat das imho nichts mehr zu tun.

  • http://lawblog.de Udo Vetter

    Ich finde es ja gerade so beeindruckend, wie zielgerichtet und koordiniert die Polizei gegen diese Bierflaschenwerfer vorgeht. Jeder der losstürmenden Beamten ist offensichtlich genau gebrieft, wo er hinlaufen und wen er festnehmen soll.

    Gestern wurden dann auch etliche Biertische dem Haftrichter vorgeführt.

  • Philipp

    jaja, die böse Polizei.

    Wer wirft da eigentlich nach dem ersten Durchmasch die Stühle und Tische?

    Aber ja, solche Leute sollte man (nach der Meinung Einiger hier) nicht festnehmen, dass sei unverhältnissmäßig.

    Tut mir leid, aber auf dem Video sehe ich die Polizei, wie sie durchgreift und mutmaßliche Randalierer festnimmt, die mit Tischen und Stühlen werfen.

    Wenn ihr genau hinseht, seht ihr auch, dass die Touristen und Unbeteiligten sich frei selbst zwischen den Polizisten bewegen können.

  • Provokateur

    Ich verstehe nicht, wie man der Meinung sein kann, dass eine vorangegangene Provokation dieses Verhalten rechtfertigen kann.
    Das sind staatlich bezahlte und dafür ausgebildete Prügelknaben. Die haben schlicht nicht auf eine Provokation auf diese Art zu reagieren. Und wenn sie es doch machen, sollten sie sich lieber einen neuen Job suchen.
    Zudem finde ich, dass ein Polizist niemals anscheinend wütend drauflos prügeln darf. Wenn er sich zu solchen Reaktionen verleiten lässt, sollte er lieber in den Innendienst.

  • philipp

    Habe ich das Video mir gerade nicht gut genug angesehen?

    Wo bitte wird jemand verprügelt?

  • none

    Ein trauriger Beitrag zum Theman “international, ..vielfältig und lebenslustig”.

    http://www.duesseldorf.de/statistik/befragung_lebensq.shtml

    Es ist echt schade um diese Stadt… Dass es in der Altstadt Eskalationen gibt ist lang bekannt, aber warum gibt es nur vornehmlich solche Antworten wie “Videoüberwachung (seit 2005!)” und PolizeiPRÄSENZ.. ?

  • http://princo.wordpress.com/ Princo

    Also ich sehe da, wie bei 1:01 min jemand “so ganz nebenbei” von einem Strahl Reizgas(?) getroffen wird.
    Einen Grund dafür kann ich allerdings nicht erkennen.

  • corax

    @ Philipp

    Ian Tomlinson wurde auch nicht “brutal verprügelt” starb aber trotzdem. Und hatte vorher brav die Hände in den Taschen.

    http://www.youtube.com/watch?v=HECMVdl-9SQ

    Immer schön lügen, solange bis es eindeutige Videos in die Öffentlichkeit schaffen. Erst ab dann wird untersucht.

  • Radio Moosklau

    Philipp(10): Sie demonstrieren die deutsche Opfer- und Mitläufermentalität. Sie waren nicht dabei, aber dass das schon alles so richtig war, das können Sie natürlich beurteilen. Wahrscheinlich kommt die Polizei in ihrem Leben nur zweidimensional auf einem Bildschirm vor und Sie glauben genauso ans Sandmännchen wie an den “Freund und Helfer”. Nun ja, das stimmt schon, aber eben nur unter den Kameraden.

    Eigentlich bemerken Sie doch selbst, dass die Gegenstände erst nach dem Angriff der schwarzen Staffel fliegen. Verteidigungsfall? Sagt Ihnen das noch was? Dass die schwarze Staffel einen Mann im T-Shirt über den Haufen rennt, zur Seite entsorgt und dann noch mal hinterher drescht, ist ihnen herzlich egal. Schon mal ungepolstert auf Asphalt geklatscht? Wohl nur an der Spielkonsole. Aber ein labiles Stühlchen in der Nähe einer empfindungsunfähigen Kampfeinheit bereitet ihnen Sorge. Sie sind ein echter Patriot! Wählen Sie mal schön weiter CDU!

    philipp(12): Achten Sie einfach mal auf die Red-Shirts.

  • Provokateur

    @12 philipp:
    Dann schau mal genauer hin; ich jedenfalls sehe mehrfach, wie Polizisten im Vorbeigehen auf Passanten einschlagen oder treten.
    Z.B.:
    0:46 unteres Drittel: Polizist “schubst” Passanten nach rechts
    1:02 unten rechts: Polizist schlägt oder tritt auf Passanten, der sich bereits versucht zu schützen.
    1:26 Mitte: Fotograf wird verprügelt und in die Tische geworfen
    1:26 Mitte links: Mann im roten Shirt wird mit Stock geschlagen

    Ich mag jetzt nicht nach noch mehr Prügeleien suchen.

  • http://raketa.at Stuff

    “Behörden müssen oder dürfen nicht. Alles dazwischen sei ihnen nicht gestattet” So ein Berater Maria Theresias zur dann letztendlich erst unter ihrem Sohn Josef II. durchgeführten Reform.

    Stuff

  • -stm

    Was mich momentan wesentlich mehr erschüttert, ist das Video in den Kommentaren bei Nerdcore:

    Naked Wizard Tased By Reality from Tracy Anderson on Vimeo.

    @Udo: Wenn Du hier keine Videos im Kommentarbereich haben willst, dann bitte diesen Teil einfach löschen.

    http://vimeo.com/4273363

    Inhalt: Ein Mann verstößt möglicherweise gegen das Gesetz, in dem in einem Hippi-Umfeld nackt ist und sich auf polizeiliche Anordnung hin weigert, sich wieder anzuziehen. Nach etlichen Ermahnungen geht man über zu körperlicher Gewalt bis hin zu einem gehörigen Teasereinsatz.

    Was mich da am meisten irritiert: Die Kommentare auf dem Videoportal, alle nach dem Motto:

    “es wurde ja oft genug gewarnt … wer nicht hört, bei dem ist irgendwann jedes (noch so brutale) Mittel zur Erreichung eines jeden (noch so kleinen/unwichtigen) Zieles rechtens.”

  • ploko

    Jaja die linken Gutmenschen echauffieren sich wieder über die Polizei. Ich würde euch am liebsten alle in diese Gasse stellen, mit FC Köln Trikot und 10 Minuten bevor die Polente kommt. Dann würde ich euch Jammerlappen filmen wie ihr um Hilfe flennt und hysterisch versucht 110 zu wählen. Heuchler…

  • Delphinmetzger

    Wer ergreift den Beruf des Polizeibeamten? Welche Gründe behauptet er für seine Berufswahl? Wie hat er sich in der Schule verhalten? Welchen Beruf hatten seine Eltern?
    Kennt jemand hier eine ebenso homogene Berufsgruppe?

    Selbstverständlich sind Polizisten ein notwendiger Bestandteil unser Gesellschaft.

  • http://Fussi Sebs

    Als gelegentlicher besucher von Fankurven muss ich sagen, das ich nach diversen Erlebnissen ganz klar verstehen kann wieso die Szene sehr Anti-Staat und Anti Polizei eingestellt ist.
    Es ist ja so einfach, mal die ganzen Fussballfans die ja eh schon laut schreien und betrunken sind, in eine Schublade zu stecken.

    Ohne jetzt ausschweifend zu werden, Fussball ist ganz klar Deutschland 2.0, Fussballfans erfahren schon jahrelang das was nach und nach im ganzen Staat an Instrumenten installiert wird.
    Wer sich für das Thema interessiert kann sich gerne mal bei seinem lokalen Verein in die Fanseiten (Stichwort Ultras) einlesen und es wird danns schnell kalt den Rücken runterlaufen.

  • Sebs

    @20: Jaja, schöne Pauschalisierung, sag mal, du kennst das Spiel? Fussball, ich habs auch nicht glauben wollen, aber was du von dir gibst ist ein Vorurteil.

  • http://raketa.at Stuff

    @ ploko
    Was mich wundert: Warum war die uniformierte Bande in schwarz? Warum haben die keine “FC Köln Trikot”s getragen? War die Wirkung nicht die gleiche wie dein Szenario, selbst das mit dem 110-Notruf hat man sich sparen können! Wenn also Aufenthalt in Szene-Meilen immer mit der Gefahr verbunden ist, in Riots zu geraten, die von behelmten, schwarz gekleideten Banden ausgehen – könnte da nicht der Wunsch der Gastwirte, diesen Banden mal was entgegenzustellen, um nicht allzuoft der Stühle, Bänke und Gläser verlustig zu werden, verständlich sein? Was, diese vermummte Bande ist Polizei? Spielt das eine Rolle? Welche?
    Stuff

  • Volker

    Den gezielten Einsatz von Pfefferspray in eindeutigen Notwehrsituationen sollte man unseren Polizeibeamten schon zugestehen:
    http://www.unveu.de/2008-2009/vspaderborn2/050409vspaderborn30.jpg

    ganze Fotostory:
    http://www.unveu.de/fcunionvspaderborn7.htm

  • julia

    dieses drecks fußballpack ordentlich niederknüppeln, richtig so.

  • Hannes

    Ich sehe diverse Male, wie auf passive Passanten eingeprügelt wird.

    Besonders auffällig, dass jemand fertig gemacht wird, der das Vorgehen filmt/photographiert. Von dieser “Heldentat” erzählen die Herren Polizisten sicher heute ihren Kollegen. Ganz tolle Hechte, diese Prügeltruppe.

  • danielj

    Jaja die linken Gutmenschen

    Ich mag ja solche Einleitungen, da hat man direkt einen klasse Indikator für die Qualität des Kommentars… was wäre eigentlich das Gegenteil eines linken Gutmenschen, ein rechter Schlechtmensch?

  • http://www.xn--ernhrungsblog-dfb.de Hendrik

    Erinnert mich an Stiertreiben in Pamplona!

  • http://www.kaiherrmann.de K.H.

    Langsam wird es schwierig, das lawblog als Nicht-Prinzipiell-Staatsmacht-Ablehnender weiterzulesen. Denn in letzter Zeit werden die Posts, so mein Eindruck, doch recht einseitig: Polizei und Staatsmacht sind dem Autor zufolge grundsätzlich zunächst im Unrecht.

    So auch hier. Was, bitte, soll denn am Einsatz der Polizei auszusetzen sein? Ich habe ein Molotow-Coctail und jede Menge fliegende Stühle gesehen. Da muss die Polizei eingreifen. Ich finde es gut, dass die Polizei sich von so etwas “provozieren” lässt, denn Menschen, die offensichtlich versuchen, andere zu verletzen, gehören in ihre Schranken verwiesen.

    Zum Thema “unbeteiligte Passanten”: Wer sich an solchen Provokationen beteiligt, der muss auch damit rechnen, etwas abzubekommen. Niemand wurde gezwungen, sich zwischen die Randalierer zu begeben. Und da halte ich es doch gerne mit dem alten Sprichwort: Mitgefangen, mitgehangen.

  • http://wirres.net ix

    ich glaube das waren gar keine polizisten. das waren die unterschriftensammler der deutschen kinderhilfe.

  • http://www.netreaper.net NetReaper

    Es wundert mich, dass noch nicht mit Waffen gegen diese Krawallpolizei vorgegangen wird. Mit dem Mißbrauch des staatlichen Gewaltmonopols hat man in Deutschland ja viele Erfahrungen. Um solchen Übergriffen zu entgehen geht man am Besten gar nicht mehr aus dem Haus.

    Mal schauen, wann die Polizei mal wieder einen umbringt.

  • derRösrather

    Das mit dem Taser find ich gut. Schickt dem Schäuble schnell das Video, damit er´s sofort anschaffen kann.
    Nun, wenn man´s dann hat, will Polizei sicher auch ein bisschen damit “spielen”. In der D´doofer Altstadt scheint es ja genug Gelegenheiten zu geben. Oder besser noch, wenn es im Kindergarten Randale gibt.

  • Airfix

    30:
    “Niemand wurde gezwungen, sich zwischen die Randalierer zu begeben. Und da halte ich es doch gerne mit dem alten Sprichwort: Mitgefangen, mitgehangen.”
    Und wo gehobelt wird, da fallen Späne…
    Gehe gleich mal vor die Tür, böse zu BMW-Fahrern sein.
    Müssen sich ja nicht so ein Auto kaufen…

    Wo bleibt eigentlich der gezielte Polizeizugriff?
    Dagegen hätte niemand etwas.

  • Darkstalker

    Wer randaliert, frisst Knüppel ins Gesicht. War schon immer so. Gegen friedlich demonstrieren hat ja keiner was, aber (vermutlich überwiegend besoffene) Hooligans sind ein ganz anderes Thema. Wenn mich jemand mit Flaschen und Steinen und Stühlen. etc. bewirft, würde ich mich auch wehren. Mit gutem Gewissen und einem Lächeln auf den Lippen.

    @26: Machen sie nicht die Fussballer im allgemeinen schlecht, viele sind anständige, friedliche Fans, die einfach nur guten Sport anschauen wollen. Leider sieht man immer nur die, die sich daneben benehmen.

    @30: Verdient vollste Zustimmung. Hier ist in letzter Zeit ein starker Ruck zu erkennen, dass man prinzipiell mit keiner staatlichen Maßnahme mehr einverstanden sein sollte – nicht die sinnvollste Grundhaltung…

  • http://fernetpunker.wordpress.com fernetpunker

    Ich will Herrn Vetter mal sehen, wie er mit Flaschen und Stühlen beworfen wird und dann gemäß dem Verhältnismäßigkeitsgrundsatz mit dem mildesten Mittel gezielt gegen die Störer vorgeht. lol!

  • http://www.legalthoughts.de Malte S.

    Tja, ohne Uniform wäre das ein mustergültiges Beispiel für schweren Landfriedensbruch. So ist es wohl eher ein Beispiel für die geordnete Kraft der ewig rechtstreuen Sicherheitsbehörden. Oder was die für mustergültig halten.

    Zum Thema “unbeteiligte Passanten”: Wer sich an solchen Provokationen beteiligt, der muss auch damit rechnen, etwas abzubekommen.

    Und die Passagiere im entführten Flugzeug sind Kollateralschäden. Jaja. Soweit es Beteiligte sind, hast Du recht. Soweit es Passanten sind, die schlicht ihr Bier weitertrinken wollten, absolut nicht.

    Und ja, ich finde es auch gut, dass die Polizei reagiert. Nur nicht WIE.

    @UV: Auch wenn die Polizei gezielt gegen die Flaschenwerfer vorgeht, werden dabei ausreichend Passanten angegriffen. Und sich nicht verteidigende Personen zu treten usw. ist sicherlich auch außerhalb jeder Verhältnismäßigkeit.

  • Dierk

    K.H., woran erkennen Sie auf solch einem Video einen Molotow-Cocktail? Sie wisssen schon, dass es sich dabei nicht einfach um eine Flasche handelt, sondern um eine Flasche mit einem Gemisch aus [Alt-]Öl und Benzin, manchmal angereichert mit etwas Spül- oder Waschmittel? Ursprünglich als billige und sehr wirkungsvolle Waffe Infantrie gegen Panzer entwickelt. Möglicherweise fliegt dort eine teilweise leer getrunkene Bierflasche.

    Unabhängig davon fliegen die Gegenstände erst, nachdem die Polizeinheit einmal Hoppereiter durch die zugestellte Gasse gespielt hat. Und dabei offensichtlich ohne Rücksicht auf Verluste [bei "den Anderen"] vorgeht. Deeskalierend wirkt das nicht, selbst wenn ich zugestehe, dass die friedlich Feiernden evtl. gar nicht so friedlich sind.

    Andere Kommentatoren haben bereits auf die direkten Opfer hingewiesen, ich möchte ganz besonders auf die Person im roten T-Shirt hinweisen. Erst scheint er im Weg zu stehen, wird zur Seite gestoßen [das ginge noch in Ordnung], dann noch mal extra geschlagen. Ein zweiter Beamter schert aus dem Kordon aus – übrigens unmöglich undiszipliniert – und haut und tritt nochmal auf den am Boden liegenden.

    Der Einsatz von Reizgas in engen, belebten Gassen wie dieser hier ist auch sehr fragwürdig [allerdings ist die Beweiskraft des Videos für diesen Gaseinsatz sehr gering].

    Ihr letzter Absatz ist so hanebüchen wie augenöffnend. ‘Unbeteiligte’ ‘beteiligen’ sich eben gerade nicht, sie geraten zufällig zwischen die Fronten. diese unbeteiligten sind es, die angeblich durch diesen Einsatz geschützt werden sollen – sonst könnte man sich den nämlich schenken. Woher Sie wissen, dass die “beteiligten Unbeteiligten” sich absichtlich zwischen angebliche Randalierer begeben haben, ist mir nicht klar. Für mich stehen da eine ganze Menge ausgelassen Feiernder, mehr nicht.

    Die Verkürzung der Phrase, die Sie dann anhängen, macht Ihre antidemokratische, antirechtstaatliche, antimenschliche Denkweise endgültig deutlich. Sie unterstellen erst, die Menschen, die von der Staatsmacht erwischt werden, seien prinzipiell Täter. Dann unterschlagen Sie ‘mitgegangen’, das sich auf die freiwillige Unterstützung der mitgehenden bezieht. Um dann zu enden, dass jeder, der gefangen wird gefälligst auch bestraft werden muss.

    Wow, was für ein tiefverwurzelter Totalitarismus aus Ihren Wörtern spricht.

  • http://www.stuermische-gedanken.de DeserTStorM

    Hm ich weiß jetzt nicht was an dem Video so schlimm ist. Ja die Polizei ist durchaus etwas unkoordiniert losgestürmt. Allerdings ist auch die Situation für Außenstehende schwer nachzuvollziehen. Ich habe 2 Bekannte die bei der Bundespolizei arbeiten und schon des öfteren mal sowas “mitmachen durften”. Und die Anspannung unter der man da steht ist schon sehr hoch. Vor allem wenn Flaschen auf einen geschmissen werden.

    Ich finde es eher traurig das sowas überhaupt nötig ist, wegen einem Fußballspiel. Aber man kennt das ja, Gewalt ist die Sprache der Dummen :-)

  • Stefan

    Wenn an meiner Schutzkleidung eine Bierflasche abprallt, dann nehme ich das als Beamter einer größeren Einheit lediglich am Rande zur Kenntnis. Die “Gegenseite” ist in keiner Form in der Lage, mir irgendwelchen Schaden zuzufügen, solange ich koordiniert mit meinen Kollegen vorgehe.
    Dieses “Durchreiten” hingegen setzt den Einzelnen (auch den Mann oder die Frau neben mir) einer hohen Verletzungsgefahr aus.
    Ein Lehrbuchbeispiel für die “So nicht”-Seite, schon rein technisch betrachtet…

  • Hans

    Als friedlicher Besucher von Fussballspielen kann ich nur bestätigen, daß nicht gerade wenige Polizisten offenbar glauben, daß sie es mit rechtlosen Tieren zu tun haben, an denen sie ungestraft ihre Machtphantasien ausleben können. Insbesondere bei Auswärtsspielen scheint man mit dem Tragen des Trikots des Gästeteams offenbar jegliche Grundrechte zu verwirken. Das fängt an bei Einschränkungen der Freizügigkeit (wenn der Polizist es nicht will, darf man eben nicht zur Dönerbude auf der anderen Straßenseite gehen), geht über Nötigung (wenn der Polizist es will, steige ich halt in den Sonderbus/Sonderzug, selbst wenn der gar nicht in die Richtung fährt, in die ich muss – und im Sonderzug darf ich natürlich nicht die Toilette aufsuchen, wenn der Polizist es nicht will, also muss ich dem Vorurteil ein Asozialer zu sein Genüge tun in dem ich beim nächsten Halt aus der Eingangstür stehend auf den Bahnsteig pinkele – statt in die Hose) und endet bei Freiheitsberaubung (siehe Kessel um die Schalker Ultras vor einiger Zeit).

    Ich bin Gegner von Slogans wie “ACAB”, aber ich kann die Frustration vieler völlig nachempfinden.

  • http://www.unger-fdp.de h.c. (Christian Unger)

    @2 (Alter Ego)

    Aha. Und die Person, die da 5 Meter von der Polizei entfernt war und die wie man im Video sieht eben keine Flaschen wirft, und dafür ordentlich Pfeffergas erhält? Hatte wohl ein Schnitzel in der Hand und wollte ein wenig Würze haben? Was ist mit dem, der da mit einer Kamera/Handy danebenstand und ein paar Fotos machte? Klar, hätten ja beide Atombomben, ähm nein, normale Bomben dabei haben können. Man weiß ja, Fussballfans oder solche, die zufällig daneben stehen. Oder vielleicht hätten beide auch plötzlich das Laserschwert auspacken können und hätten die Polizisten damit angegriffen. Und Deeskalation heißt ja, gewisste Gefahrenpotenziale schon mal vor einer Gefahr am besten ins Krankenhaus zu prügeln.

    Da kann man nur froh sein, dass die beiden Filmer von oben gefilmt haben. Denn wenn man sich das Video anschaut wären sicher auch die beiden Randa… äh… Filmemacher dran gewesen.

    Und ich darf sogar behaupten: Ohne anwesende Polizisten wäre da rein gar nix passiert.

    Wie reagiert da eigentlich Fortuna Düsseldorf drauf? Wir protestieren bei sowas gerne mal beim zuständigen Innenminister.

    @6 (MrBrook),

    aha. Und weil zwei, drei Hanseln provoziert haben darf die Polizei 200 Fans jagen? Hm. Seltsames Rechtsverständnis, und seltsame Art der Deeskalation. Aber damit muss man wohl außerhalb der Bundesliga rechnen, wenn ich mal auf Schalke, Hertha oder in München unterwegs bin geht die Polizei doch etwas gezielter vor.

    @9 (Udo Vetter),

    Mal nicht ganz so sarkastisch. =)

    @10 (Philipp),

    siehe meine Frage an @2

    @12 (philipp),

    Augen auf…

    @20 (ploko),

    Wo war da bitte jemand in “Lebensgefahr”? Und selbst wenn: Dann wird die Person entfernt. 2007 spielte unseren lieben Freunde aus Dresden bei uns. Da ist mir sowas auch untergekommen: Ein Trupp von 300 Meter Länge ist über die Strombrücke gezogen. Da kam dann ein Dresdner im Auto, stieg aus und provozierte. Entsprechend passende Gegensprüche kamen zurück. Und was machte die Polizei? Ja ne, nicht die 300 Meter lange Schlange angegriffen, sondern den Dresdner umstellt und haben diesen behandelt – übrigens nicht mit Schlagstock und Pfeffergas.

    @25 (Volker),

    das topp ich aber noch: Beim Spiel Holstein Kiel – 1. FC Magdeburg vor zwei Jahren. Da durften sich dann die Zivilbeamten im Magdeburger Block ebenfalls die Augen auswaschen, weil sie ebenfalls als Randalierer “festgestellt” wurden.

    @30 (K.H.),

    ich stelle auch an Sie die Frage für @2.

    Ach ja. Wer da zufällig in der Nähe steht hat Pech gehabt. Vielleicht waren unter den Opfern ja auch Angestellte aus den angrenzenden Kneipen? Na sowas blödes. Was haben die auch draußen zu suchen?

    Ergo Ihrer Ausführungen: Bleibe in deiner Wohnung oder lerne, zu fliegen. Gehe aber lieber auf keine Feste und nicht ins Fussballstadion, denn wenn du da zufällig in der Nähe eines Randalierer stehst bist auch du Staatsfeind Nr. 1.

    Ein seltsames Rechtsverständnis.

    @35 (Darkstalker),

    und dann gleich auf nebenstehende Passanten einprügeln?

    @36 (DeserTStorM),

    dann empfehlen Sie Ihren Freunden, sie sollen sich einen neuen Job suchen. Das wäre so als wenn man als Sozialarbeiter sofort auf einen Jugendlichen losprügeln wollen, weil der ihn angespuckt hat. Da schreibt dann niemand was von “hoher Anspannung” etc.pp., nur Polizisten dürfen sich wohl so herausreden.

  • Jan

    @38 Bevor Sie noch weitere Krokodilstränen für das arme unbeteiligte Opfer im roten T-Shirt weinen, sollten Sie sich noch mal 1:20 ansehen. Es ist da zu erkennen, wie aus dessen Richtung einer der Stühle auf die Einsatzbeamten geschmissen wird. Und bevor Sie darauf hinweisen, dass man den Wurf nicht unmittelbar sehen kann, zumindest auf dem Video, weisse ich darauf hin, dass dort sonst niemand steht. Gar so arm und unschuldig ist wer wohl nicht, und dass er sich der Verhaftung widersetzt ist später auch recht deutlich zu erkennen. Das ist nicht mitgefange, mitgehangen, sondern ein klarer Fall von schwerem Landfriedensbruch und einer anschliessenden Festnahme.

  • Mc-S

    Meine Güte. Warum werden Randalierer eigentlich immer so oft in Schutz genommen? Vor allem die Meinung von “Provokateur” schockiert mich doch ziemlich. Es ist natürlich immer die böse Polizei, die provoziert. Allein das die schon irgendwo in der Gegend rumstehen ist wie selbstverständlich schon eine Provokation. Wie lächerlich.
    Und dann wird mal ebend aus einem Video gedeutet, die Polizei greift einfach so ein. Das es vorher mögliche Szenen gibt wird einfach ignoriert, ist ja nicht auf dem Video zu sehen, also ist da ganz bestimmt auch nix. Und alle die nicht auf Seite der Randalierer sind werden in Kommentaren angegriffen… Echt traurig sowas!

  • martin

    Gibt es das Video auch irgendwo anders als bei Youtube?

  • Darkstalker

    Ich stelle mal die gewagte These auf, dass man die Anspannung der Polizisten in der Situation nicht ansatzweise nachempfinden kann, wenn man nicht selbst zumindest mal als Security o.ä. gejobbt hat und die Atmosphäre kennt, die sich in solchen Situationen entwickelt.

    Sicherlich keine Entschuldigung, wenn man sich noch einen Passanten schnappt nebenbei, das ist aber ein Fehlverhalten einiger weniger Ausreißer, nicht “der Polizei” an sich.

    Stellen man sich folgende Situation vor: Man ist ein “anständiger” Polizist. Der “unanständige” Kollege, den man allenfalls im Augenwinkel sehen kann (obwohl man die Augen lieber woanders, nämlich auf der Gefahr, hat), hat einen Mann im roten Shirt am Wickel. Wie es dazu kam, kann ich nicht beurteilen. Im Zweifel helfe ich dem Kollegen, also nehm ich mir den Kerl im roten Shirt auch vor, solange ich denke, von ihm gehe Gefahr aus. Diese Annahme wäre nicht mal fehlerhaft, in meiner konkreten Situation muss ich daovn ausgehen, dass mein Kollege den nicht umsonst am Schlawittchen hat.

    Dazu bitte noch merken: Das alles passiert nicht in einem Blog mit Videobeweis und der Zeit, sich schlaue Dinge auszudenken. Nein, das sind Sekundenbruchteile, Entscheidungen unter unglaublichem Druck und vermutlich mit einer gehörigen Portion Angst, abends noch nach Hause zu kommen. Polizisten sind auch nur Menschen. Und sie machen einen undankbaren Job – machen sie ihn richtig, bekommen sie kein Dankeschön. Machen sie eine Kleinigkeit falsch, sind sie wochenlang die Sündenböcke der Nation. Und das bei einer Besoldung zwischen A7 und A11 (Denn A12-A13 PHKs gehen selten noch zu einer Demo).

    Für das bisschen Kleingeld würde ich mich nicht freiwillig jeden Tag in Gefahr begeben für Menschen, die es nicht zu würdigen wissen. Und wer das anders sieht, kündigt bitte morgen und bewirbt sich zur Polizei. Oder hört auf zu meckern.

  • Hans

    @44: Du hast nichts verstanden. Es geht nicht darum, “Randalierer” in Schutz zu nehmen. Nur sind die meisten Opfer der Polizeiwillkür im Video gerade eben keine Randalierer. Fahr doch mal mit dem Trikot der Gastmannschaft zu einem Auswärtsspiel und mach Dir selbst ein Bild davon, wie man dann von der Polizei behandelt wird. Den schlechten Ruf hat die Polizei sich selbst zuzuschreiben auf Grund der Weise, wie mies sie schon die friedlichen Fans behandelt.

    Meine Freunde bezeichnen mich übrigens als obrigkeitshörig und ich habe im normalen Leben keinerlei Problem mit der Polizei und möchte deren Job auch nicht machen müssen. Es ist also nicht so, daß ich irgendwie eine verschobene Sichtweise hätte. Aber als Fußballfan wird man von nicht wenigen Polizisten nicht wie ein Bürger sondern wie Vieh behandelt.

    Leider machen die meisten “normalen” Mitbürger diese Erfahrung nie und können daher überhaupt nicht nachvollziehen, was hier schiefläuft und schlagen sich dann auf die Seite der Polizei. Verständlich aber leider verkehrt.

  • Hans

    Ach, eins noch: Es ist allerdings auffällig, daß es immer die gleichen Hundertschaften sind die auffällig werden. Oft reicht schon ein Blick auf das Kennzeichen der Einsatzwagen um erahnen zu können, ob es wohl vernünftig und gesittet abgeht, oder ob man sich auf einen Nachmittag unter Aufgabe seiner Grundrechte einstellen kann. Es liegt also die Vermutung nahe, daß entweder von oben angestachelt wird oder sich in einzelnen Standorten der Hundertschaften eine üble Eigendynamik breitmacht. Solange wie die Polizeiführung aber nichts dagegen unternimmt, wird das wohl so bleiben. Und da der gemeine Fußballfan keine Lobby hat, bleibt wohl weiter der Besuch eines Auswärtsspiels ein Glücksspiel.

  • aussenminister_fischer

    passt doch mal wieder ins bild, dass hier im lawblog so gerne präsentiert wird. böser staat, überwacht, knechtet und knüppelt friedliebende bürger. da wird behauptet, sepekuliert, aus dem zusammenhang gerissen, Hauptsache das eigene Weltbild wird wieder mal bestätigt. Und wenn genügend Schulterklopfer jaja, richtig rufen, hält man das für wahres demokratisches denken.

    Kleiner Tipp: Wer ein bisschen Ahnung von der Ultraszene im deutschen Fußball hat, weiß dass da normalerweise kein Mensch einfach nur so rumsteht. Und wer meint, dass sich Polizisten in Schutzkleidung auch mal ein bisschen Kloppe gefallen lassen müssen, der sollte mal nach Daniel Nivel googlen. Oder sich selbst mal halb totschlagen lassen.

  • Hans

    @49: Bei dem Unfug den Du schreibst, solltest Du nicht anderen vorwerfen, ein einseitiges Bild zu zeichnen. Ich bin kein Freund der Ultras, aber die wenigsten gehören in die Ecke in die Du sie stellst. Übrigens waren die Leute die Nivel halb totgeschlagen haben keine Ultras sondern Hooligans (“Gelsenszene”, als Schalker schäme ich mich für die Existenz dieses Gesindels, welches mittlerweile sogar wieder offen auftritt).

  • Stefan

    “Ich stelle mal die gewagte These auf, dass man die Anspannung der Polizisten in der Situation nicht ansatzweise nachempfinden kann, wenn man nicht selbst zumindest mal als Security o.ä. gejobbt hat”

    Und ich stelle mal die wenig gewagte These auf, dass es nicht in unser aller Interesse sein dürfte, wenn sich eine (in aller Regel einigermaßen gut ausgebildete) Einsatzhundertschaft genauso verhält, wie eine Wochenend-Security aus (praktisch nicht ausgebildeten) Hobby-Sherrifs aus der nahen Mucki-Bude.

    Wobei sie meiner Meinung nach in diesem Video eben genau dieses tut…

    Einzelne Beamte lösen sich von der Gruppe und spielen mal eben den “Helden” und überschreiten dabei nicht nur die Grenzen erlaubter Gewaltanwendung (eben weil sie 1:1 vorgehen müssen), sondern müssen auch noch von den Kollegen (wieder unter Einsatz unnötiger Gewalt) “gerettet” und in die Gruppe re-integriert werden.

    Da hat jemand den Taktik-Kurs entweder verpennt oder nicht verstanden…

  • Agent Smith

    @Hans

    Da muss man aber auch mal anmerken: Wenn du als Fußballfans es eben mit dir machen lässt dass du regelmäßig auf deine Grundrechte verzichtest, bis du auch teilweise mitschuld. Natürlich bringt es nichts während des Ausflugs irgendwas unternehmen zu wollen, da sitzt die Polizei immer am längeren Hebel, aber sowohl juristisch (gezielt Beweise sammeln, durch Gerichte das Vorgehen überprüfen lassen), politisch (öffentlichkeitswirksam Situation angehen) und wirtschaftlich (wenn Fans desswegen von solchen Spielen geschlossen wegblieben, würde auch reagiert werden) gibt es Möglichkeiten.

    Für die Polizei ist die Viehtaktik sicher die einfachste und solange es die Fans mit sich machen lassen, wieso sollte sie daran was ändern?

  • Mc-S

    @47: Wenn sich also Randalierer zwischen anderen Leuten stellen sollen sie einfach geschützt sein? Weil die Polizei darf ja keinen treffen der da meint in der ersten Reihe stehen zu müssen und zuguckt wie die Polizei von jemanden direkt neben sich mit Stühlen und Flaschen beworfen wird? Ne, das kann es nicht sein. Und ich kann auch nicht verstehen warum man Randalierer nicht einfach dort alleine stehen läßt. Ich würde mich jedenfalls nicht neben Randalierern hinstellen oder dort bleiben…

  • NilsS

    Ich denke mal, dass die Polizisten dank dem 1. Mai vielleicht etwas empfindlich eingestellt wurden…

    Hier mal eine kleine Zusammenfassung von einem Gespräch zwischen mir und einer Freundin, die sich am besagtem Samstag in die Mob von Menschen aufhielt:

    Zum einen bestand die Straße zu größtenteil aus ganz normal feiernden Menschen, darunter auch Familien. Sie verglich die Lage mit den Fanmeilen zur Zeit der WM.
    Auch kam das ganze Trara unseren Düsseldorfer Zuständen von Sylvester und Karneval wohl nichteinmal nahe.

    Ausschreitungen wie Flaschenwerfen hat sie nicht mitbekommen, nur das übliche “Verhalten” wenn zu solchen Zeiten irgendwo Polizei auftaucht… Sie stand ungefähr 5 Meter(auf Höhe der Schaukel, wo sie dann später rein geflüchtet ist)von der Polizeifront weg, wo es dann los ging.

    Das die Polizei so massiert da stand, hat sie ebenso wenig mitbekommen.

    Für sie brach dann plötzlich aus heiterem Himmel das Chaos los. Das Tränengas hat wohl jeden auf der Straße getroffen und die Kneipen konnten die Fenster nicht mehr rechtzeitig schließen. Jetzt trampelten wohl alle übereinander, um irgendwie in den Kneipen Schutz zu suchen. Drinnen versuchte dann ein panischer Vater seinem wohl um die 12 Jahre alten Sohn, die Augen auszuwaschen.
    Draussen meinte sie vorher noch eine Mutter mit Kinderwagen gesehen zu haben, was ich auf dem Video zum Glück nicht entdecken konnte.

    Ich finde diese Polizeiaktion ein ziehmliches Unding. Deeskalierend war dieser Aufmarsch vorher schoneinmal gar nicht. Das Spiel habe ich selber gesehen, im ganzen Stadion war nichts grünes auszumachen. Liegt ja auch nahe… am gleichen Tag spielte ja auch Werder 1 gegen Wolfsburg.

    Besagte Freundin gehört zu der braven Sorte von Mensch und wenn man die ganze Story von nem hysterischen Mädel am Telefon erzählt bekommt, klingt das was da passiert ist auch gleich nocheinmal eine ganze Ecke ungelaublicher.

    So Grüße

  • http://www.unger-fdp.de h.c. (Christian Unger)

    @43 (Jan),

    beim besten Willen. Da fliegen die ganze Zeit Stühle. Wie Sie feststellen wollen, dass dieser Stuhl von dem Mann kam erklären Sie mir jetzt bitte mit wissenschaftlich evaluiden Mitteln. =)

    @44 (Mc-S),

    es ist bekannt, dass Personen in entsprechender Schutzuniform, mit Helmen und Schlagstöcken provozierend wirken. Deshalb kleiden sich Beamte in Bundesligastadien eben nicht in dieser Art und Weise, sondern in normaler Dienstkleidung.

    @46 (Darkstalker),

    die Polizisten wissen aber, wer sich daneben benimmt. Und was machen sie? Anscheinend wohl nichts, jedesmal das selbe.

    Und: Wer nicht dazu fähig ist sollte es lassen. Wenn man als Sozialarbeiter zwischen Gewalttätern und Drogendealern mit der “hohen Anspannung” kommen würde würde man, wie ich schon gesagt habe, nicht mehr lange als solcher arbeiten. Und diese Sozialarbeiter dürfen bis müssen auch Angst haben.

    Warum gelten für Polizisten andere Regeln? Auch als Sozialarbeiter dürfte man nicht gerade reich werden.

    @47 (Hans),

    zum Glück ist es ja nicht überall so. Es gibt auch vernünftig organisierte und operierende Polizeieinheiten, mit denen man auch mal quatschen kann.

    @48 (Hans),

    diese Erfahrung teile ich.

    @49 (außenminister_fischer),

    Ausverkauftes Stadion – ergo: Irgendwer muss neben denen stehen. Blöd nur: Auf einer Fanmeile pp. gibt es keine Platzzuweisung, so weiß man nicht, wo die sind. Außerdem ist Ihre Unterstellung, alle Ultras seinen Randalierer, absoluter Blödsinn. Würfe auf das Spielfeld kommen bei uns zum Beispiel NIE aus Block U (Block Ultras, alias Block 4) sondern immer aus dem “Normalos”-Blocks.

    @53 (Mc-S),

    nein, da haben wir doch einen, der fliegen kann (oder doch Beam-Technik?). Und es ist immer noch keine Begründung, deshalb jemand unbeteiligtes zu verprügeln. Dann gehen dort einige wenige rein, nehmen sich gezielt diese Person und fertig. Warum sollte das was in München klappt nicht auch in Düsseldorf klappen?

  • Hypo Real Estate

    Ich bin auch der Meinung, wer sich in der Nähe von Fussballfans aufhällt sollte auf die Fresse bekommen.
    Davon abgesehen kann von keinem Polizisten verlangt werden auf Einzelschicksale Rücksicht zu nehmen wenn Stühle und Tischgarnituren in Gefahr sind.

  • Schnorri

    Ohne Zusammenhang des weiteren Geschehens in der weiteren Düsseldorfer Altstadt lässt sich aus diesem Video GAR NICHTS erschließen, weder unkoordinierte plötzliche unerwartete Polizeibrutalität, noch friedliebende Touristen auf Altstadtbesuch.

    Wenn, wie hier weiter oben sekundengenau beschrieben wurde, dass Stühle, Flaschen und anderes in Richtung der Polizei flog, dann weiß ich als unbeteiligter, friedliebender Bürger, dass es Zeit ist, mich aus diesem Pöbel zu verabschieden. Am einfachsten hier wohl in die zahlreichen Kneipen am Rande der Szene.

    Ansonsten gerate ich zwangsläufig in den Bereich von Zwangsmaßnahmen, auch wenn sie gegen mich persönlich möglicherweise unrechtmäßig waren.

    Ansonsten hieße die Konsequenz im Umkehrschluss, die Polizei darf sich ungestört und ohne jede Konsequenz mit Gegenständen aller Art bewerfen lassen, solange sich die Werfer und Missetäter im Schutze von Unbeteiligten aufhalten.

    Einen anderen Weg, solche Straftäter festzunehmen, gibt es meiner Ansicht nach nicht.
    Maßnahmen, wie sie in Berlin am Rande von gewalttätigen Demonstrationen stattfinden, (Videoaufnahmen, Täter benennen, später an geeigneter Stelle festnehmen) scheiden hier wohl aus.

    Bin aber gerne für Alternativvorschläge dankbar.

    Alle anderen dürfen sich dann weiter ihren Feindbildern hingeben.

  • Fatih

    jeder der dort in der nähe steht, obwohl die polizei maßnahmen angedroht hat, hat nicht ganz zu unrecht einen drüber bekommen.

    wir brauchen solche polizei-arbeit!

  • Hecky

    Nun, jedem der meint, die Polizei würde sich pflichtschulding und vollkommen neutral auf diese Events vorbereiten sollte mal ein Praktikum bei der Bereitschaftspolizei machen. Grade hier wird die gleiche Scharfmache betrieben wie bei den Hooligans, nur mit anderem Vorzeichen und natürlich unter voller deckung des Gewaltenmonopols.

    Ich will hier nur noch mal an die Sandhandschuhe erinnern, die sich hervoragend dazu eignen jemanden halb zu tode zu prügeln ohne Spuren zu hinterlassen, aber zurück zur Mentalität der Bereitschaftspolizei.

    Grade diese Gruppe der Polizisten kommen meist grade frisch aus der Ausbildung sind noch nicht duch Reife und Erfahrung toleranter geworden und nehmen gerne jede kleine Provokation auf. Desweiterenb habe ich das gefühl, dass sie duch ihre starke Schutzpanzerung ab und an das Gefühl verlieren, wie ihre Knüppel und Schläge auf ungeschütze Menschen wirken, selbst wird das ja immer nur duch den Schutz erlebt.

    Hooligans sind da in keinem Bereich besser, sie werden jedoch verurteilt und bestraft. Bei der Polizei müssen erst Opfer sterben bevor was passiert.

    Hecky

  • http://www.unger-fdp.de h.c. (Christian Unger)

    @59 (schnorri),

    Hm. Lesen Sie sich noch mal Udo Vetters leicht sarkastischen Kommentar durch.

    @60 (fatih),

    die Maßnahmen wurden angekündigt? Ganz was neues. Das ist weder auf den Videos, noch aus den hier genannten Zeugenberichten ersichtlich. Ganz im Gegenteil.

  • Darkstalker

    @56: Der Vergleich mit dem Sozialarbeiter hinkt doch.

    Die beiden Berufsgruppen haben doch vollkommen unterschiedliche Aufgaben. Äpfel/Birnen nicht vergleichen, da kann nur Komp(l?)ott bei rauskommen. Es ist doch was anderes, ob ich einem potentiell gefährlichem Mob (!) gegenüberstehe oder meinen Schützlingen in (Stadtname)-(schlechter-Ortsteil). Der Sozialarbeiter will auf lange Sicht helfen, erziehen und Strukturen wandeln, der Polizist will im hier und jetzt konkrete Gefahr abwenden.

    Und wer als “Unbeteiligter” was abbekommt, weil er durch den Brennpunkt tobt, der darf sich wirklich nicht wundern. Wenn zu meiner linken die Polizei in Schutzmontur aufläuft und auf der anderen Seite eine Bande Pseudo-Hools … dann stelle ich mich nicht dazwischen, dann seh ich zu, dass ich mich irgendwo hin verziehe.

  • Peace

    @52 Agent Smith…
    hmm, da hast du ja brilliante ideen. zunächst sammle ich, wie ein guter detektiv ungehindert genügend beweise für das vorgehen der polizei, die einen selbstverständlich auch noch beihilfe leisten dies zu tun und komme damit ohne probleme vor den gerichten durch
    anschließend stelle ich mich, als fan natürlich ohne probleme möglich vor die Kamera der sportschau u. ä. sendungen und protestiere medienwirksam gegen solche aktionen, anschließend kann ich ja noch zu beckmann und co gehen, werde ich bestimmt eingeladen, weil proteste einzelner und von gruppen von fussballfans dort immer begeistert als thema aufgenommen wird
    und abschließend verzichten wir aus protest alle gemeinsam auf unsere grundrechte und schauen uns fussball zu hause bei premiere an
    und wenn das alles nicht klappt, tja selber schuld, habe ich wohl nicht genügend getan….
    na dann PROST
    peace

  • nicht lustig

    Die von der Polizei waren bestimmt alles Stasi Spione die mit ihrem Verhalten antidemokratische Terrorgruppen schaffen wollten.

  • http://www.unger-fdp.de h.c. (Christian Unger)

    @63 (Darkstalker),

    aha. Und weil man Gefahren abwehren will kann man eskalierend operieren? Sozialarbeiter und Polizei haben die PFLICHT deeskalierend zu wirken, um eben ihren Aufgaben gerecht zu werden. Denn es ist etwas anderes, ob drei oder vier Leute Flaschen werfen oder ob man sich mit 200 Leuten anlegt und damit die Gefahr schafft, sich mit 200 Leuten pelzen zu müssen. Warum dürfen Polizisten denn doch eskalierend wirken und damit für Gefahr sorgen(!) (wie ich erwähnt habe – komplett ohne Polizei wäre es wahrscheinlich deutlich ruhiger geblieben, wenn man da fünf, sechs Zivile in die Masse steckt und die Uniformierten einen Block weiter positioniert ist das völlig ausreichend).

    Und wie gesagt: Wenn Sie sich in die Lüfte erheben können oder die Beamtechnik zur Perfektion entwickelt haben geben Sie uns bitte diese Informationen doch auch. Woher soll man um Gottes Willen wissen, wo die Randalierer stehen? Und wenn ein Trupp weggeht wird dass der Randalierer auch tun, und die Polizei trabbt hinterher. Wer sowas wie Sie schreibt war wahrscheinlich noch nie im Stadion.

  • derRösrather

    Wenn in ziemlich “normalen” Situationen Beschwerden keinen Sinn haben, werden auch entsprechende Versuche bei Einsatz-, Dienststellenleiter und Minister ins Leere laufen. Unrechtsbewusstsein und Selbstkritik ist nicht das Ding dieser legalisierten kriminellen Vereinigung. Man muss nur mal sehen, wie viele Bürger durch die Gewalt der Polizei ums Leben kamen und dann die Urteile dazu betrachten. Umgekehrt, wo ein Bürger den Tot eines Polizisten verursacht hat, die Strafe explizit Höher ausfällt, als wenn Bürger Bürger töten. Wobei seit 1945 mehr Bürger durch Polizisten-Hand ums Leben kamen als umgekehrt.

    Und liebe Leute, ihr solltet mal zu einer Gerichtsverhandlung gehen, wenn Polizisten wegen Körperverletzung im Dienst beklagt werden. Das ist ein Lehrstück, da biegt und beugt man das Recht bis es knackt. Aber Recht ist recht flexibel – es schlägt auf den Kläger zurück.

  • http://fansmedia.org/ Hausarbeiter

    Man merkt, dass viele Kommentatoren hier noch nie – oder sehr selten – Fussballspiele außerhalb der eventdurchsetzten Sitzplätze miterlebt haben, insbesondere keine Auswärtsfahrten.

    Ich, sicherlich nicht ungebildet und meiner Rechte als angehender Jurist (über)bewusst, mache jedes Jahr etwa 10 Auswärtsfahrten meiner Frankfurter mit. Was ich dort schon erlebt habe (Rechtswidrige Platzverweise, rechtswidrige Einsätze von körperlicher Gewalt ggü. Unbeteiligten, rechtswidrige Festnahmen mit anschließender rechtswidriger Aufnahme in die Gewalttäter Sport Datei, gezielte Provokation ausgehend von Polizisten, usw. usw.), spottet jeder Beschreibung rechtsstaatlicher Grundsätze. Klar, wir haben keinen sonderlich guten Ruf (bzw. einen guten schlechten Ruf), aber AF, BS, NB, usw. sind nur ein kleiner Teil unserer großen Anzahl an Anhängern, und UF’97 sind sicherlich keine ausgemachte Horde an Hools, sondern eben laute und kreative Supporter (Ausnahmen bestätigen die Regel).

    Schade, dass dies dann TROTZDEM von Leutchens, die eigentlich keine Ahnung davon haben, immer und immer schön laut im Internet kommentiert wird, während draußen Fans um ihre Gesundheit, Rechte, usw. bangen müssen.

    Ich verstehe auf der einen Seite die “Furcht” der Polizei vor mehreren zehntausend aufgekratzten und betrunkenen Menschen, aber – machen wir uns hier nur nichts vor! – die Deeskalations-Methoden greifen nur bedingt, wenn man als friedlicher Fan auf einmal einen Schlagstock in den Nieren spürt oder sich dumme Sprüche von arroganten grün-weißen bzw. jetzt blauen Hooligans in Kampfausrüstung anhören muss.

    Ein “sogenannter” Fan.

  • Peter

    Ich selbst könnte vermutlich keinen kühlen Kopf bewahren wenn jemand Bierflaschen auf mich schmeißt. Aber GENAU deswegen bin ich kein Polizist geworden. Hallo? Das ist ihr verdammter Beruf auch in Stresssituationen einen kühlen Kopf zu bewahren und nicht sinnlos “Randalierer” zu verprügeln. Ich selbst habe mal einen Schlagstock zwischen die Rippen abbekommen und das nur weil ich zur falschen Zeit am falschen Ort war. Es ist traurigerweise Gang und Gebe das sich ein paar Polizisten gegenüber Fußballfans permanent ungebührlich verhalten. Achja ein Zitat eines Polizisten aus der Familie: “Wir wollten ja, wirklich wir wollten, aber die haben sich leider garnicht gerührt, naja das nächste mal kriegen wir sie”. Bezog sich auf den Einsatz bei einem Fußballspiel

  • ruhrpott-christian

    Wie viele derer, die hier kommentieren, gehen regelmäßig zu Fußballspielen, auch in den Stehplatzbereich und auch auswärts?

    Ich mache das, bin ein friedliebender Mensch, der seinen Verein unterstützt, vorher ein paar Bierchen trinken und ab und zu noch schöne Städte sehen will. Letzteres ist kaum noch möglich, weil man überall als Gästefan wie Vieh auf dem Weg zum Schlachthof behandelt wird.

    Es gibt Chaoten unter den Fans, unbestritten. Aber der Prozentsatz dürfte unter den Polizisten ähnlich hoch sein. Vereinfachende Darstellung wie die der Polizei nach jedem derartigen Einsatz, aber auch wie die durch die Präsentation des Videos ohne Kontextinformationen hier, ist der Sache nicht zuträglich.

    Ich war als neutraler Beobachter beim Spiel in Düsseldorf – undiszipliniertes Verhalten vieler, stark alkoholisierter, hätte auch beim “Platzsturm” nach dem Abpfiff böse Folgen haben können, da wurden langsamere oder schwächere Fans rücksichtslos niedergetrampelt.

    Es hat alles zwei Seiten, hoffentlich irgendwann auch mal in den Polizeiberichten und hier im Blog.

  • CRC

    Bei der BW gibts das selbe übrigens auch – vllt. ein paar Einblicke aus der Flecktarnperspektive.

    Warum hatten die kein Schild und Räum- und Abdrängstock? So ist das reiner Selbstmord.

    Warum wurde die Postenkette aufgelöst?
    Wir haben eine Postenkette und dahinter mehrere Greiftrupps. Die sammeln die Störer ein. Wenn man einzeln an Personen rangeht, hat man keine Sicherung von hinten. Das ist im Einsatz Selbstmord.
    Die Profis mit dem Reizstoffsprühgerät haben auch ihr Talent bewiesen. Sobald ich das RSG in der Hand habe, kann ich keinen Räum- und Abdrängstock mehr benutzen. Da brauche ich Kameraden, die sichern. Im Normallfall soll der RSG-Trupp auch hinter der Postenkette stehen.

    Und wo waren eigentliche Schilde und Räum- und Abdrängstöcke?

  • http://www.alleininmuenchen.de Manuel_M

    Wie man in den Wald schreit so schallt es harraus. Ich empfinde die Aktion der Polizei nicht als übertrieben in dem Video, wie soll man sonst gegen solche Gewaltbereiten vorgehen.

    Und sind wir einmal ehrlich, ich z.b. wurde noch nie einfach so von der Polizei vermöbelt. Liegt wohl daran, dass ich solche Plätze meide oder einfach ein friedlicher Mensch bin.

    Wer nach 2 Minuten Kravall nicht das Weite sucht hat selber schuld wenn er eine mit bekommt.

    lg Manuel

  • http://www.unger-fdp.de h.c. (Christian Unger)

    @70 (ruhrpott-christian),

    bei Heimspielen stehe ich neben unsren Ultras. Auswärts steh ich eher zufällig irgendwo mit. Direkt in den Ultras steh ich nicht, dazu bin ich nicht unbedingt geschaffen. ;)

    @71 (CRC),

    das mit Udo Vetters “mustergültig” war eher sarkastisch zu verstehen.
    Und nebenbei: In München sind Polizisten ohne Rückendeckung durch die Fankurve gezogen. Das ging auch ohne Probleme.

  • http://www.unger-fdp.de h.c. (Christian Unger)

    @72 (Manuel),

    ja klar. Wer Fussball nur aus dem Fernsehen kennt lebt ziemlich sicher. Für die die Oppositionspolitik nur in Gedanken betreiben leben auch in Russland und China recht sicher.

  • juristinspe

    @ 41 (Hans)

    deckt sich 1 zu 1 mit meinen Erfahrungen.

  • http://www.mrbrook.de MrBrook

    @42 (h.c.): Das sage ich nicht. Ich sage, dass das Video nicht aussagekräftig ist, weil man darauf so gut wie nichts erkennt. Es ist komplett aus dem Zusammenhang gerissen. Klar kann es sein, dass die Polizei hier übertrieben und falsch reagiert hat. Nur kann man das nicht an dem Video festmachen. Eine Aussage wie die von Udo Vetter – die sich lediglich auf das Video zu stützen scheint und ohne Einschränkung erfolgt – ist unseriös.

  • Seph

    “Wer nicht wegläuft sobald er die Polizei sieht, ist selbst Schuld und muß damit rechnen, verprügelt zu werden.”

    Sehe ich genauso.
    Mache ich genauso.

    Aber auf dem Video ist ja deutlich zu sehen, daß beide Enden dieser Straße gesperrt und die Leute da drin eingekesselt waren.

    Und wie Menschen reagieren werden, wenn man ihnen den Fluchtweg versperrt und dann bewaffnet und bis zur Unpersönlichkeit gepanzert auf sie losstürmt ist ziemlich vorhersehbar.

  • Hans Dampf

    Ich hatte ja eigentlich damit gerechnet, dass 4 Hubschrauber mit einem 500 quadrameter Stopschild aus Stoff dahergeflogen kommen und erstmal den Zugang zu der Randale erschweren.

  • Darkstalker

    Man muss sich nicht in Luft auflösen oder fliegen können, um sich solcher Problemsituationen zu entziehen. Wenn ich weiss, dass ein brisantes Derby ansteht, lunger ich nicht kurz vor Abpfiff vorm Stadion rum. Wenn ein Trupp Polizisten auftaucht, geh ich mein Bier in der nächsten Querstraße trinken. Wenn um mich herum Flaschen geworfen werden, bin ich ganz schnell weg. Wenn in Hannover Chaos-Tage waren (ist schon länger her, einfach mal googlen) ging man halt wo anders hin zum einkaufen oder verlegt seinen Trip um eine Woche. Die Liste der Beispiele ist endlos.

    Ja, das heisst natürlich, minimal auf etwas zu verzichten. Der Preis ist im Verhältnis zur erlangten Leistung (=Ruhe und keine Gefahr) allerdings ein sehr geringer. Wer permanent über Kriegsschauplätze tobt, fängt sich auf kurz oder lang vielleicht auch eine Kugel ein – die Wahrscheinlichkeit steigt einfach, wenn man dort ist.

    Niemandem wird verboten, sich in Gefahrenherde zu begeben, Freiheit des Einzelnen und so. Aber wer dann da hingeht, der darf sich nicht wundern, wenn was passiert. Ich stell mich ja auch nicht auf einen aktiven Vulkan kurz vor dem Ausbruch und mecker dann, dass die Lava zu heiss ist.

    Und solange man Polizisten nicht mit Stühlen, Steinen, Flaschen etc. bewirft, reagieren sie auch nicht mit Gewalt.

  • http://www.unger-fdp.de h.c. (Christian Unger)

    @76 (MrBrook),

    ich verweise auf die Stelle 0:58 Minute im Video. Dort steht jemand rum und bekommt mal eben, ohne irgendwelche Gewalttaten auszuführen, eine Ladung Pfefferspray. Und wie gesagt ist das kein Einzelfall. Bei uns bekommen auch mal Polizeibeamte in Zivil so einiges ab.

  • not!an!3xit

    Ich weiß überhaupt nicht, warum hier die ganze Zeit Schuldzuweisungen gesucht werden.

    Ich finde das Verhalten der Polizei hier genauso unangebracht wie das Verhalten der Fußballfans. Man muss nicht immer alles anpöbeln und mit Flaschen bewerfen, was einem nicht passt. Auch wenn man betrunken ist.

    Genauso fraglich ist, aus welchem Grund ein Polizeieinsatz solchen Ausmaßes angeordnet wurde. Es sieht hier nicht verhältnismäßig aus, man sollte jedoch schon — wenn man es genau wissen will — die Umstände herausfinden.

    Egal welche Gründe das sein mögen, der einzelne Polizist hat es nicht entschieden und das Werfen von Flaschen/Stühlen/brennenden Gegenständen ist sicherlich keine angemessene Reaktion.

  • ruhrpott-christian

    @79 (Darkstalker)

    Dann erklär mir mal, wie ich als Auswärtsfan derartigen Situationen ausweichen kann? Da werd ich von Abfahrt bis Ankunft, von Ankunft bis Spiel, während des Spiels und wieder zurück genötigt, bestimmte Wege mitzugehen und an bestimmten Plätzen zu stehen. Nicht jeder kann immer auf alternativem Wege anreisen…

    Ist es meine Aufgabe, mir Polizei-Vermeidungsstrategien zu überlegen, oder wäre es die Aufgabe der Polizei, den 90% friedlichen Fans ein Fußballspiel ohne Repressalien und Schikane zu ermöglichen?

  • http://www.unger-fdp.de h.c. (Christian Unger)

    @79 (Darkstalker),

    ahja. Ihre Argumentation ist also: Wer zum Fussball geht ist selber Schuld. Man kann sich das Spiel ja auch zu Hause am Fernsehen oder zumindest im Liveticker anschauen. Ohohoh. Klar, klappen tut das, ist es auch angemessen oder rechtfertigt bei “Verstoß” einen körperlichen Angriff? Na sicherlich nicht. Und bei mir waren bei brisanten Derbys schon einige Kollegen aus Bayern, Berlin oder Schleswig-Holstein zu Gast, dass liegt daran dass solche Spiele eben immer sehr interessant und spannend sind, bis zu 20.000 Zuschauer in Liga 4. Und da lassen sich dann gerne auch mal die Spieler anstecken, Tätlichkeiten und Nicklichkeiten sind da dass Standardprogramm. Aber in den letzten Jahren hat man zumindest hier gelernt, damit umzugehen. Kein Vergleich zu den 90ern, wo ein solch unorganisiertes und spontan an Hooligans erinnerndes Hin- und Hergerenne noch Standard war. Nur ist dieser Lernprozess noch nicht bei allen Polizeien angekommen.

  • Polizeiknüppel

    Wer an die frische Luft geht hat es auch verdient von der Polizei niedergeknüppelt zu werden.
    Wo kommen wir denn da hin wenn plötzlich jeder raus geht! Allein der Volkswirtschafltiche Schaden für die Werbeindustrie ist immens, denkt nur mal an all die Fernsehwerbung die keiner sehen kann weil er sich ja nicht vor dem Volksempfänger befindet!

    Deshalb meine Forderung:

    Präventiv jeden verhaften. Ist die einzige Möglichkeit auch wirklich sicher zu sein, dass man die Aufrührer erwischt.

    Wer nichts zu verbergen hat, braucht auch nicht das Haus verlassen. Fußgängerschutz ist Täterschutz!

  • Darkstalker

    Es versucht immernoch niemand, sich in die Lage der Sicherheitskräfte hineinzuversetzen. Ich bin für jeden Verbesserungsvorschlag offen, wie würden denn die Herren 82/83 anstelle der Polizei handeln? Einfach gar nicht eingreifen? Dann würde man sich hinterher dem Vorwurf ausgesetzt sehen, man habe nichts getan. Kuschelpolitik mit besoffenen Hools? Klar, die springen bestimmt sofort darauf an.

  • CMD

    Irgendwo hab ich einen Kommentar gelesen, in dem es hieß, dass es immer schwieriger wird, das Law-Blog zu lesen. Dem kann ich nur zustimmen: Hier wird zunehmend nur pauschalisiert und konsequent “der Staat ist böse gerufen”.

    Wenn man das ganze mal polizeirechtlich betrachtet: Von dieser Menschenansammlung geht eine Gefahr aus (das kann eigentlich keiner leugnen: Es werden Flaschen geworfen etc. und das ist auch nicht nur auf einen räumlich abgrenzbaren Teil der Ansammlung beschränkt, sodass man hier nicht sagen kann man hätte nur gegen die Flaschenwerfer vorgehen sollen). Gefahr ist also da. Das reicht als Voraussetzung für einen Platzverweis. Der Platzverweis wird erteilt. Dann wird Zeit gegeben, damit die Leute gehen können (irgendwo oben in den Kommentaren stand 20 min). Und dann wird der Platzverweis mit unmittelbarem Zwang vollstreckt. Und ab hier geht es nicht mehr darum, wer die Flaschen geworfen hat, sondern es geht darum, wer sich dem Platzverweis widersetzt. Und das waren alle.
    Damit kann man nur sagen: Das Einschreiten war absolut rechtmäßig und meines Erachtens auch nötig. Man kann hier also nicht einfach pauschal sagen: Die hätten die Straße gar nicht räumen dürfen, sondern nur einzelne Randalierer rauspicken sollen.

    Das aber auch im Einzelfall zu hart und unverhältnismäßig vorgegangen wurde, will ich gar nicht abstreiten.

    Und bevor mich jetzt alle hier als bösen csu/cdu-wählenden Antichristen darstellen: Ich bin keineswegs ein staatsfreundlicher Mitläufer – ich habe z.B. auch die Petition gegen die Internetsperre gezeichnet. Aber ich behaupte von mir, dass ich wenigstens noch klar denken kann und nicht gleich bei jedem Polizeieinsatz “Unverhältnismäßig” schreie.
    Herr Vetter wird sicher genauso denken, jedoch finde ich es schade, dass ich den Eindruck habe, dass er den grundsätzlichen Staatshass mancher irgendwie absichtlich schürt.

  • Polizeiknüppel

    Warum denn in die Polizei hineinversetzen, anders herum!

    Jeder Polizist sollte im laufe seiner Dienstzeit einmal jährlich seinen eigenen Polizeiknüppel mit den standardisierten 4 Bar Luftdruck in die Fresse bekommen.

    Auf diese Weise kann er sich perfekt in die Situation eines Fußballfans versetzen, der versehentlich ein Bier an der falschen Ecke getrunken hat und auf diese Bedrohung viel zielgerichteter reagieren.

    Außerdem wäre ich dafür die Prozedur im Fernsehen life zu übertragen.

  • danielj

    hm; ich sehe da eine enge Strasse die an beiden Enden von Polizisten in Kampfausrüstung blockiert wird. Was wäre da das richtige Verhalten gewesen? Ich glaube nicht daß ich viel Lust verspürt hätte auf die zuzugehen um den Ort des (späteren) Geschehens zu verlassen, darauf daß nicht dem einen oder anderen da der Knüppel locker sitzt hätte ich mich nicht verlassen wollen. Also bleiben wo man ist und abwarten?

  • ruhrpott-christian

    @85 Darkstalker

    Ist es meine Aufgabe, mich in die “Sicherheitskräfte” hineinzuversetzen? Die werden bezahlt, und ich bezahl es mit, da erwarte ich, dass DIE sich professionell verhalten. Und das ist oft genug nicht der Fall.

    Trotzdem, da stimme ich zu, hier wird polarisiert, und dafür fehlt mir ein wenig die Grundlage. Die Szene, die wir sehen, kann alles Mögliche sein: Ein verhältnismäßiger Einsatz gegen Randalierer oder aber schiere Willkür von Polizisten des Typs “jung, gewaltbereit, selbstherrlich”. Wir wissen es nicht.

    Die Wahrheit wird irgendwo dazwischen liegen. Aber mit Positionen “dazwischen” lockt man keine Leser…

  • J.B.

    die polizei verhält sich hier wirklich sehr dilettantisch. und im einzelfall trifft es hier bestimmt auch unbeteiligte.

    ansonsten kann man in dem video nichts erkennen. Kein zusammenhang und keine vorgeschichte. zu kurz und zu begrenzt ist der ausschnitt. hier werden viele Rückschlüsse aufgrund von Mutmaßungen getroffen.

    ich war auch schon in situationen, wo ich von dem vorgehen der polizei schockiert war. aber die jungs können einem auch den arsch retten. es kommt doch auf den polizisten an.

    Macht Ihr es euch mit dieser allgemeinen polizeiverteufelei nicht zu leicht?

  • http://www.haftzeitforum.de Haftzeitforum

    Hm, wenn ich mir das Video so ansehe, so riecht das verdächtig nach neuer “Kundschaft” für mich.

    Rainer

  • Tobias

    @ 85:
    Wenn man die 5-10 Flaschenschmeißer identifizieren kann, die sich KOORDINIERT aus der Menge greifen und danach wieder unsichtbar werden.

    Wenn die Polizisten mit 50 Mann in eine Menschenmenge vorstoßen, dann erhöhen sie für sich selbst die Gefahr verletzt zu werden, weil
    1. sie den Überblick verlieren, und dann plötzlich Klappstühle von hinten kommen
    2. sich den 5-10 Flaschenschmeißern weitere betrunkene anschließen und es eine wilde Klopperei gibt.
    3. in dieser Prügelei plötzlich die Polizei oder einzelne Polizisten in Unterzahl geraten.

  • sven

    Für alle Gutmenschen hier dazu noch ein Video…

    http://www.youtube.com/watch?v=qSsB40yp31E&feature=related

    und von dem folgenden (wenn auch hier aus dem Zusammenhang gerissen) möchte ich gar nicht erst reden, dies übersteigt schlicht nämlich mein Auffassungsvermögen.

    http://www.youtube.com/watch?v=E9H731Xt_04

  • Stefan

    Der Platzverweis wird erteilt. Dann wird Zeit gegeben, damit die Leute gehen können

    Ich sitze also (als Nichtfussballfan) vor einer Düsseldorfer Altstadtkneipe während die Polizei den Fussballfans einen Platzverweis erteilt. Und dann stürmen die nach 20 Minuten auf einmal los und hauen mir auf die Schnauze und ich darf mir nachher anhören: “Selbst schuld. Wärste mal weggegangen…” ?

    Wenn das wirklich die vorherrschende Meinung vom Umgang der Polizei mit dem “Bürger” ist, dann wundert mich bald gar nix mehr…

  • Hirnrazzia

    Hallo liebe Lawblog-Leser,

    habe mir heute morgen dieses Video angeschaut tue mich speziell mit den Kommentaren schwer, die mit scheinbar blindem Vertrauen in die Staatsmächte dieses Vorgehen auch noch gut heissen. Ich spreche diese Gruppe von Kommentatoren an, weil ich sie mit ihrer Meinung für einen nicht unerheblichen Teil der Gesellschaft halte und somit auch für einen Faktor im Gesamtgefüge, der so ein Handeln billigt und begünstigt.

    Gehen wir noch mal das gesamte Video durch. Jeder hat, sofern er nicht da war, die gleiche Ausgangsposition.

    Zu sehen ist scheinbar die Düsseldorfer Altstadt nach dem erfolgreichem Aufstieg der Fortuna in die 2. Bundesliga. Ich erkenne im Standbild bei Sekunde 0,00 im hinteren Teil eine Blockade einer Polizeistaffel und im vorderen Teil Menschen, die ich auf dem ersten Blick nicht nur dem Fussball zuordnen würde. Es scheint als stehe der vordere Teil der Menschen etwas dichter beieinander. Vor dem Polizeiwall entsteht eine kleine Gasse.
    Ich starte das Video und sehe friedliches Treiben.
    36 Sekunden lang passiert nicht, bis man die Einsatzkräfte in die Masse sprinten sieht. Auf dem Video ist nicht zu erkennen, dass Gegenstände oder sondergleichen geworfen wurden. Verbale Provokationen sind nicht auszuschließen, allerdings erscheint mir die Situation sehr gesittet, da auch die sich an der Masse vorbei bewegenden Menschen sehr ruhig auftreten. Die Situation erscheint nicht bedrohlich.

    Die Polizei stürmt also die Passage. Menschen fliehen. Niemand (!) leistet Widerstand oder stellt sich ihnen in den Weg. Eventuell eine Person am linken Bildrand (parallel zu der Szene als der Mann im eingerahmten Fokus von einem Polizisten brutal aus dem Bild befördert wird. Man sieht nur noch wie der Polizist scheinbar tollschockt)
    Die Gasse ist nun ziemlich leer. Vereinzelt sind Passanten an den Rändern der Passage stehend.

    Dann wird ein Mann von einer Flüssigkeit bespritzt. Mir erscheint der Mann irgendwie, wie ein Wirt. Auf jeden Fall hebt er die beschwichtigend die Hände und wird von einem vorbeilaufenden Polizisten wahrscheinlich mit einem Reizgas genötigt.

    Ein Polizist zieht einen Festgenommenen umher.

    Danach, erst danach, fliegen nun Stühle und anderes Stellwerk in Richtung der Beamten. Keiner wird direkt getroffen. Wenn das der Fall gewesen wäre hätte die Vollschutzrüstung den Schaden wahrscheinlich auf 0 minimiert.

    Die Polizei sammelt sich, scheint aber nicht wirklich koordiniert.

    Nach dem einige Stühle etwas zielgenauer geworfen wurden eskalieren die Einsatzkräfte und es wird ein filmender Passant umgerannt und auf einen Gartentisch geworfen. Verletzungen nicht auszuschließen. Und interessant finde ich, die Situation mit dem Mann im roten Shirt, der möglichwerweise schimpft (ich kann nicht ausschließen ob er nicht etwas geworfen hat), die Hände hoch nimmt und nach links flüchten möchte und dabei von einem Polizisten im vorbeirennen geschlagen wird. Als der Passant zurückschlagen möchte aber nur ein in die Luft haut wird er direkt von mehrern Polizisten angegangen.

    Bei Minute 1,30 kann ich nur erahnen, dass da jemand mit dem Knüppel gemassregelt wird. 2 oder 3 Polizisten eilen zur Hilfe und scheinen sehr engagiert zu Werke zu gehen.

    Eine Person wird von 5 Beamten festgenommen.

    Der Mann mit dem roten Shirt wird wieder gezeigt. Scheinbar unfähig oder unwillig aufzustehen. Ein Passant schimpft mit gestreckten Zeigefinger.

    Danach wirrwarr und wenig Bewegung.

    Ich habe genug gesehen.

    Mein Fazit ist, dass hier, ganz gleich ob eine Provokation vorlag, ein Einsatz geleistet wurde, der in seiner Präsenz und in seiner Durchführung masslos ist. Ein gezielter Zugriff wäre ratsam gewesen. Die Polizei filmt doch mittlerweile jeden Fan, wenn die Situation dafür gerechtfertigt erscheint. Selbst ein Werfer (noch vor der Eskalation) hätte so ausfindig gemacht werden können. Und wenn nicht, dann hätte man in der Situation abwegen können ob ein Stuhl gegen einen Jedi-Ritter eine Verwüstung der Düsseldorfer Innenstadt rechtfertigt. Es wurden Passanten verletzt, unbewaffnete Menschen. Menschen, die die Situation festhalten wollten um ggfs. Beweismaterial zu haben.

    Ich empfehle weniger Informierten die Projektseite Fansmedia.org. Dort werden solche Berichte zu Hauf dokumentiert.

    Es dürfte mittlerweile vielen auffallen, dass in letzter Zeit sukzessive Gesetze ausgehölt und Befugnisse geschaffen werden, die nicht mehr dem eines Rechststaates entsprechen.
    Ich empfehle auch einigen Kommentatoren hier nochmal einige Artikel des GG zu verinnerlichen, damit sie noch wissen was man ihnen grade weg nimmt. Die Situation darf auch gern mit diesem GG verglichen werden.

    Schlussendlich hoffe ich für die Gutgläubigen, dass auch sie noch ihren Blick schärfen und sich als Bürger und als Volk zeigen und nicht als Unterwürfiger, der alles was Autoritär ist, gut heisst.

  • CMD

    @94: Das ist nicht meine Meinung, das steht so im PAG (Polizeiaufgabengesetz – hier in Bayern heißt es so, weiß nicht, ob der Titel überall gleich ist).
    Und: Ja, einer polizeilichen Anordnung ist fürs erste Folge zu leisten. Deswegen sind diese Anordnungen auch sofort vollstreckbar, und zwar ohne dass sie rechtmäßig sein müssen.

    Ich finde es leider erschreckend, welche Menge Leute dann pauschal ein “wenn das wirklich die vorherrschende Meinung ist … dann wundert mich bald gar nix mehr…” loslassen, ohne sich auch nur im geringsten damit auszukennen. Es gilt einfach “der Staat ist böse”.

  • Polizeiknüppel

    Wenn auch nur ein Stuhl durch das beherzte Einschreiten der Polizeikräfte gerettet wurde, dann hat sich der Einsatz bereits bezahlt gemacht.

    Es kann nicht sein, dass die Düsseldorfer Innenstadt ein rechtsfreier Raum bleibt!

  • chrisrock

    Es fliegt in Sekunde 55 ein brennender Gegenstand wohl eine Flasche. Im 3. Youtube Video erkennt ja wohl auch der Laie das die Polizisten sich zurückziehen und die Randalierer nachrücken!

    Darin sehe ich durchaus eine Deeskalationsmassnahme. Die Hooligans sehen darin eher ein Zurückweichen und fühlen sich ermuntert weiterzumachen.

    Ach ja wer meint eine Flasche tut wegen der Uniform nicht weh, kann das ja gerne mal ausprobieren.

  • http://freiheitundoptimismus.wordpress.com Daniel H.

    Herrlich, wie sich diese ganzen linksgerichteten Herrschaften aufregen! Die Polizei hat hier nur für Ordnung und Recht gesorgt, außerdem wurden zwei notwendige Verhaftungen vorgenommen.

    Wer so unbedarft ist, wie der Typ an Stelle 1:10, dass er massiv provozierend einen rechtmäßigen Polizeieinsatz gegen gewaltbereite Ultras filmt, der darf sich nun wirklich nicht über die eine oder andere Delle wundern, die er hochverdient abgekommt.

    Das Filmen von Polizei-Beamten im Dienst ist strafbar!

  • http://www.unger-fdp.de h.c. (Christian Unger)

    @85 (Darkstalker),

    Erstmal wird mit Megaphon etwas aufgefordert.
    Anschließend gehen einige Polizeibeamten von beiden Seiten gezielt auf die Randalierer zu. Dafür nimmt man die Randalierer zunächst per Videokamera auf und gibt dann eine Personenbeschreibung an alle Beamten heraus. Diese kesseln ihn dann ein.

    @86 (CMD),

    falsch. Die Gefahr ging nur von wenigen Personen aus. Desweiteren stellt sich die Frage, ob der Platzverweis hier überhaupt ein geeignetes Mittel war. Wären diese Personen an anderer Stelle weniger eine Gefahr gewesen? Was machte den Ort denn so brenzlig?

    @93 (Sven),

    ist dass ein Bürgerkrieg zwischen militärisch ausgerüsteten Gruppen?

    @96 (CMD),

    wie hier dargestellt waren wohl beide Seiten mit Polizeieinheiten blockiert.
    Im Weiteren ist auch zu fragen, welchen Sinn solche Platzverweise haben. Woanders gehts dann genauso ab. Das ist auch jedem klar. Dies als Grundlage für solchen masslosen Einsatz zu machen ist also Schwachsinn. Mit Platzverweisen soll etwas erreicht werden. Entweder zwei Störfaktoren voneinander zu trennen, oder sonstige gefährliche Situationen aufzulösen – da dass hier nicht vorhanden war ist der Platzverweis also Schmarn, und das selbe wäre woanders eben auch geschehen.

  • Blümchen

    In diesem Staat bekommt restlos alles eine Kennzeichnung, was die Identifizierung im Nachhinein leicht macht. Nein, nicht restlos. Es gibt ein kleines gallisches Dorf von schwarzen vermummten gewaltbereiten Vollpfosten, die ohne Kennzeichnung bestens vom Staat ausgestattet ihren miesen Charaktereigenschaften frönen dürfen. Ohne Zweifel sind auch welche mit ordentlichen Charaktereigenschaften dabei, aber die vielen Videos zeigen doch, dass es Bedarf gibt endlich mal denen, die meinen sich austoben zu müssen, Einhalt zu gebieten. Diese miesen Typen müssen aus ihrer Anonymität herausgezogen werden.

    Wenn sich da nicht endlich mal was bewegt, sehe ich es schon kommen, dass irgendwann Tote zu beklagen sind. Falls es so kommt, gibt es genug Leute, die hoffen, dass es die Richtigen erwischt. Soll es wirklich soweit kommen?

    Wann kennzeichnet man diese schwarzen Drohnen endlich mal ordentlich? Alleine schon wegen der Nummer auf dem Rücken werden sich mehr von denen rechtsstaatlich verhalten und es kehrt vielleicht etwas mehr Ruhe ein.

  • http://www.unger-fdp.de h.c. (Christian Unger)

    @99 (Daniel H.),

    na also als Journalist fühle ich mich jetzt etwas beängstigt. Was ist man ein böser Mensch, wenn man Tatsachen dokumentiert…

    Übrigens sind manche Ordner auch nicht besser: http://www.youtube.com/watch?v=2YeEazUt5mc

  • CMD

    @100: Die Gefahr ging von wenigen Personen aus, die aber völlig unfassbar in der Ansammlung sind: Irgendwo weiter oben steht es schon: Es ist doch unmöglich, einen auszumachen, der gerade eine Flasche geworfen hat, dann wieder in der Menge verschwindet und dann wieder von einem anderen Ort wirft. Was den Ort betrifft: Die Straße ist sehr eng, da sehe ich schon die Gefahr, dass einige Randalierer verhältnismäßig viel Schaden, sowohl an Geschäften, als auch an unbeteiligten Passanten anrichten können.
    Das Ziel, das mit dem Platzverweis verfolgt wird, ist doch, die Menge aufzulösen und insbegsondere die kochende Atmosphäre zu beseitigen. Da sehe ich den Platzverweis schon als geeignet und auch als erforderlich.
    Ich glaube auch nicht, dass dasselbe woanders auch geschehen wäre, eben weil dort die Infrastruktur nicht so eng wäre.
    Was mir dann noch auffällt: Die linke Seite wurde am Anfang gar nicht gefilmt, erst als der Trupp durch die Straße gefegt ist. Die Polizisten, die man dann auf der linken Seite sieht, manchen für mich nicht den Eindruck, als wären sie schon die ganze Zeit da gestanden.

    Was ich noch sagen wollte: Ich lese hier schon geraume Zeit mit, habe hin und wieder was unter wechselnden Nicks kommentiert – natürlich habe ich auch Ihre Kommentare gelesen. Und meine Auffassung bestätigt sich: Mit Ihnen kann man vernünftig diskutieren, es wird gezielt auf Argumente eingegangen und nicht pauschalisiert. Dankeschön dafür.

  • le D

    @99: “Das Filmen von Polizei-Beamten im Dienst ist strafbar!”

    Wo steht das?

    @103: “Es ist doch unmöglich, einen auszumachen, der gerade eine Flasche geworfen hat, (…)”

    Bei allen möglichen und unmöglichen Anlässen filmt die Polizei. Wieso sollte es da nicht möglich sein, herauszufinden, wer da grade was geworfen hat?

  • CMD

    @104: Ich wüsste nicht, wie das gehen soll: Ah, es wurde eine Flasch geworfen – mal sehen wer das war… Da müssen wir erstmal zurückspulen. Ah, da ist er ja… So jetzt mal schauen wo er hin ist… Verdammt, da ist schon die nächste Flasche geflogen.
    Ich halte das nicht für praktikabel, weil schlicht und einfach zu langsam, zumindest bei mehreren Werfern.

  • http://www.unger-fdp.de h.c. (Christian Unger)

    @103 (CMD),

    na wenn das nicht geht dann frag ich mich, wie dass andere Polizeien in solchen Situationen machen? Dann müssen wir uns doch fragen, warum die Ausbildungen bei manch einer Polizeieinheit deutlich besser ist als bei anderen?! Denn was man da sah spricht eher für unausgebildete Hilfs-Sheriffs. Jetzt nicht von der Frage heraus, ob dieser Einsatz gerechtfertigt war oder dass irgendjemand der mal irgendwo am Rande rumstand eine Ladung Pfeffergas in die Augen bekommen hat. Aber die sind ja alle wie ein Stierhaufen losgerannt, ohne dass man dort irgendwie einen Sinn und Verstand erkennen konnte.

    Dass es große freie Flächen in der Innenstadt Düsseldorf gäbe wäre mir jetzt nicht bekannt. Und ich glaube auch nicht, dass die Düsseldorfer plötzlich aufgehört hätten, zu feiern. Und dann hätten sich die Flaschenwerfer eben dahin gestellt, wo es andere Menschenansammlungen gegeben hätte. Letztlich lässt sich sowas also nur dann effektiv abstellen, wenn man die Werfer findet – und das klappt nun wirklich bei genug Polizeieinheiten, so dass man nicht von irgendeinem Wunder sprechen kann.

    Wenn es an der Ausbildung mangelt kann man den einzelnen Beamten vielleicht nicht die Schuld an der Gesamtsituation geben (das Nachschlagen auf am boden liegende Personen kann man denen schon eher ankreiden). Dass da irgendwas mächtig schief läuft kann man aber nicht widersprechen, vor allem wenn es woanders doch auch klappt. Letztlich habe ich ja auch schon gesagt, dass alle Beamten sich rechtswidrig handeln. Was ja auch verständlich ist: Erstens kann die Flut von Regeln niemand komplett kennen, und zweitens sind es auch nur Menschen, und jeder macht mal einen Fehler und verstößt gegen ein Gesetz (ob Beamter oder nicht). Daher sollte man erwarten, dass der jeweilige Abteilungsführer genug Erfahrung hat dass er solche Fehler nicht mehr macht. Das ist hier wohl auch ziemlich schief gelaufen.

  • jemand

    @103 CMD

    Ich frage mich welche Randalierer wohl mehr Schaden angerichtet haben, die paar besoffenen Fußballfans oder der schwarze Mob der durch die Gasse durch ist und alles kurz und klein haut? Und auch unbeteiligte Passanten getroffen hat?

    Wenn die Fußballfans die unbeteiligten Passanten verprügelt hätten, hätte die Menge sich ganz anders verhalten, als die Polizei losstürmt. Und dass man viele Fans und Unbeteiligte nebeneinander auf dem Video sieht, widerspricht der Aussage, dass die Fans hier randaliert haben.

  • inge
  • ruhrpott-christian

    Ich werf mal eine andere Frage in den Raum: Was wäre denn in der Düsseldorfer Altstadt passiert, wenn überhaupt keine Polizei – und schon gar keine in einer derart martialischen Kampfausrüstung – anwesend gewesen wäre?

    Hätten die freudetrunkenen Fans dann einander, unbeteiligte Altstadtgäste und -wirte angegriffen? Oder hätten sie vielleicht einfach nur den Aufstieg der Fortuna gefeiert?

    Das schreibe ich als durchaus kritischer Beobachter von Gewalttendenzen beim Fußball und vor allem keineswegs als Fan der Fortuna.

  • le D

    a) es sind im absoluten Regelfall mehrere Kameras vor Ort – und b) kann jede halbwegs taugliche Kamera Bilder wiedergeben und dabei zeitgleich aufzeichnen.

    Technisch kein Akt. :-)

  • dot tilde dot

    der kameramann ist unbedingt wegen beleidigung zu verurteilen. er hat bullen gesagt.

    .~.

  • http://www.abzockwelle.de Axel John

    @ 30: Polizei und Staatsmacht sind dem Autor zufolge grundsätzlich zunächst im Unrecht.

    Das ist sein Job, damit verdient er sein Geld.
    Vielleicht ist er auch ehrlich davon überzeugt, zumindest so lange, bis sein eigenes Auto abgefackelt wird.

    Zur Verhältnismäßigkeit von Polizeieinsätzen: Keine Frage, dass es auch bei der Polizei eine Menge durchgeknallter Schläger gibt, die für ihren Job absolut ungeeignet sind.
    Andererseits ist die Polizei aber auch nicht die Fußmatte der Nation, auf der jeder nach Belieben herumtrampeln- und seinen Frust abladen kann.
    Als Bürger darf man erwarten, dass die Polizei öffentliches- und privates Eigentum vor Randalieren schützt.
    Die Vorstellung, militante Chaoten und Terroristen mit sozialpädagogischen Deeskalationsmaßnahmen von ihrer Zerstörungswut abzubringen, ist naiv.
    Wer meint, das Polizisten, die nicht bereit sind, sich für ihr dürres Gehalt halb tot schlagen zu lassen, den falschen Job haben, sei entgegengestellt:
    Wer meint, seine freiheitlich demokratischen Grundrechte auf biegen und brechen und in jeder noch so kritischen Situation ausleben zu müssen, der muss auch bereit sein, einen gewissen Preis dafür zu bezahlen.
    http://www.focus.de/politik/deutschland/mai-krawalle-polizei-beklagt-neue-qualitaet-der-gewalt_aid_395361.html

  • Darkstalker

    @110 (Und die darin aufgegriffene Idee): Totaler Schwachsinn. Es fehlt doch nicht an der technischen Möglichkeit. Aber wer zur Hölle hat denn die Zeit sich – während er tätlich angegriffen wird (!!!) – ein Video anzuschauen und darin Leute zu identifizieren?! “Friss oder stirb” bezeichnet die Situation wohl am treffendsten.
    Ich würde gern mal die ganzen Krakeler hier sehen, wenn sie angegriffen werden und dann darauf in Sekundenbruchteilen mit filigraner Präzision reagieren, die exakten Angreifer lokalisieren und möglichst noch gewaltfrei dingfest machen.
    Bitte alle mal eine Portion Realitätsbezug anschaffen, ganz dringend.

  • http://www.hippiesspot.net HiPPiE

    Anfangs erinnerte dies irgendwie so a bissl an die Stierjagd in Pamplona. Lustich.

  • Milo

    Ich finde es relaiv schwierig, etwas eindeutiges aus diesem Video herauszulesen und würde mich über einen neutralen und fachlich fundierten Kommentar freuen.

    Im übrigen ist im Falle eskalierender Gewalt die Schuldfrage absolut zweitrangig, denn der Prozess verselbständigt sich. das auslösende Ereignis kann eine Banalität gewesen sein. Auch ist bei Eskalationen später kaum noch zu entwirren, woran es genau gelegen hat.

  • M aus B

    das mit der stierjagd war auch mein gedanke.

    und zu den “fußballfans” muss ich sagen:
    wer austeilt muss auch einstecken können.

  • le D

    Die Leute, die Filmen stürmen a) nicht mit und b) müssen auch die Leute, die Filmen nicht die Identifizierung machen.

    Die Auserde: aber wir müssen uns schützen (nachdem sie schon eine Zeitlang rustanden und beworfen worden sein sollen) und dann ohne jede Differenzierung (aber wir können die Täter nicht identifizieren!) losstürmen ist schlicht eine Ausrede.

    Die Polizei muß, wenn ihr Verhalten zur gerichtlichen Überprüfung gestellt wird, nachweisen, dass die Voraussetzungen für das Eingreifen vorlagen. Wenn die das nicht dokumentiert bekommen, dann gehen sie gegen sog. Nichtstörer vor. Dessen Inanspruchnahme ist aber rechtswidrig, wenn gegen den Störer vorgeangen werden kann. Lies § 6 PolG NRW dazu. Das wird erhellend sein.

  • NilsS

    Man darf die Situation nicht mit auswärtspielen vergleichen.

    1. keine Anwesenden Fans von Werder Bremen II
    2. Die Gasse lieg 30 Sekunden Fußweg, vom Rathaus weg, wo es vorher eine Aufstiegsfeier, mit Oberbürger etc gab
    3. 50000 Zuschauer bei einem Drittligaspiel. In Düsseldorf hat sich der Aufstieg zu einem Happening entwickelt.

    Ich glaube einfach, dass kein Stuhl geflogen wäre, wenn die Polzei anders aufgetreten wäre.

  • danielj

    @116 und was ist mit all denen die nicht ausgeteilt haben, sondern nur zur falschen Zeit am falschen Ort waren? Kollateralschäden?

  • Kritiker

    Wie das wohl ausgesehen hätte wenn die Bundeswehr im Inneneinsatz die “Aktion” durchgeführt hätte.

  • Theodor

    @95
    Gehen Sie mal davon aus, dass es die gleichen polizeilichen Schlägertypen auch virtuell im Netz gibt, damit die dann, nach vollbrachten Vaux Pas, für “politische Deeskalation” sorgen.

    Viele Namen der “Gute Polizei, macht doch alles richtig” Poster haben Nicknamen, die ich bisher nicht hier gelesen habe, sie offensichtlich nicht regelmäßig an kritischen Kommentaren teilnehmen, sondern hier spontan auftreten mit, ja… mit welchem Zweck eigentlich?

  • Hirnrazzia

    @116

    Was soll das heissen?

    Heisst das, dass wer in Düsseldorf austeilt (als Polizist), der darf sich dann in Berlin (als Polizist) Benzin übern Kopf gießen lassen?

    Wo kämen wir da hin, wenn diese Fasson nun zur Regel wird.

    Darüber hinaus erschliesst sich mir nicht, wo anhand des einzigen Videos zu sehen ist, dass da jemand provoziert. Die einzige Eskalation hat wahrscheinlich die schlichte Anwesenheit der Beamten begünstigt. Es sehe auf dem Video überhaupt keine Handlung, die mir suggeriert, dass die Sicherheit gefährdet ist.

    Wenn dem Staat etwas an einer Aufarbeitung dieser Fälle liegen würde, würde mehr passieren als sie unter den Tisch zu kehren. Von daher stinkt der Fisch prinzipiell vom Kopf.

  • Hirnrazzia

    @123

    Wäre das ein Problem für dich?

    Wie wäre es mit einem konstruktivem Beitrag aus deiner Feder?

    Oder ruft die Arbeit? ;)

    (Ursprüngliche 123 ist gelöscht. U.V.)

  • Hans Oskar

    Wenngleich ich am Samstag erst gegen 22 Uhr am Ort des Geschehens war und damit nicht sagen kann wer nun “angefangen” hat muss ich doch im Rückblick feststellen, dass die Polizei relativ zurückhaltend agiert hat. Selbst als vor dem “Engelchen” ein Mülleimer in Brand gesteckt worden ist, die Feuerwehr anrückte um diesen zu löschen und zum “Dank” von mehreren Randalieren angegriffen worden ist und flüchten(!) musste war die Situation rasch und ohne übertriebenen Einsatz von Gewalt unter Kontrolle gebracht. Ich meine: von mir aus können die “Fans” sich mit der Polizei prügeln wie sie Lust und Laune haben… aber Feuerwehr und/oder Sanitäter angreifen: das geht mal gar nicht. Spätestens an dieser Stelle hätte man andererorts durchaus “aufgeräumt” – ohne Rücksicht auf Verluste. Und so hatte man dann aber schon den Eindruck, dass es auch gar nicht mehr darum ging, wer nun “angefangen” hat, flogen doch im Laufe des Abends auch Bierflaschen gegen vollkommen Unbeteiligte die zufällig dort anwesend waren und stand irgendwann nur noch sinnloses Randale machen im Vordergrund.
    Die Düsseldorfer Altstadt ist für mich jedenfalls an Wochenenden, an denen die Fortuna Heimspiel hat, gestorben.

  • http://www.unger-fdp.de h.c. (Christian Unger)

    @112 (Axel John),

    bevor ich verprügelt werde sollte lieber mein Auto abf(r)ackeln. Denn wenn ich Pech habe könnte ich danach gar nicht mehr Auto fahren.

    @113 (Darkstalker),

    es klappt bei anderen doch auch. Also muss die Frage lauten: Warum?

    @115 (Milo),

    die Herren in Schwarz, alternativ grün-weiß, alternativ blau, sollten entsprechend ausgebildet sein. Wie auch eben bei Sozialarbeitern. Etc. pp.

    @123 (fernetbunker),

    nein, ich bin Student mit mobilem Internet. ;) Da gabs nämlich eine Aktion zusammen von Vodafone und UniMall, da das ganze recht günstig war musste ich zugreifen.

    @125 (Hans Oskar),

    das waren dann wohl andere Beamte. Hier sagt ja auch niemand, dass die komplette NRW-Polizei einen an der Waffel hat.

  • Theodor

    Erstens, ich bin um die 50 und hasse Fußball wie die Pest. Und zwar wegen dieser Hooligans. Ich stelle mir folgende Situation vor. Ich sitze als Tourist, ein Bierchen trinkend, in jener Düsseldorfer Gasse und erlebe das, was ich auf dem Video sehe.

    Ich wäre entsetzt und hätte sofort meine Kamera rausgeholt. Daraufhin werde ich von der Polizei niedergeknüppelt.

    Was der Kommentator und @95 schreibt, kann ich eigentlich aus meiner Sichtweise komplett unterschreiben. Genau das, sehe ich auch auf dem Video.

    Aus meinem Bauchgefühl heraus: Irgendwann knallt’s richtig in Deutschland.

  • krokodoc

    Allen, die das Gezeigte rechtfertigen, bleibt nur zu wünschen, mal der Einzelfall eines Unbeteiligten zu werden.

  • Kai

    @30:

    >Wer sich an solchen Provokationen beteiligt, der muss auch damit rechnen, etwas abzubekommen. Niemand wurde gezwungen, sich zwischen die Randalierer zu begeben.

    Also, in der Nähe stehen reicht dann schon aus, verprügelt zu werden, weil man weiß, dass die Polizei halt auch mal Leute prügelt, die nichts getan haben.

    Klar, und Frauen dürfen keine Miniröcke tragen, da sie deswegen vergewaltigt werden. Das weiß man ja, logisch.

    Nun aber mal ohne Sarkasmus. Wo kriegt man so n gutes Zeug her, dass man auf solche einer Wolke schwebt, um so einen Text zu verfassen?

  • ruhrpott-christian

    @126 Theodor (wohl nicht der aus dem Fußballtor)

    “Erstens, ich bin um die 50 und hasse Fußball wie die Pest. Und zwar wegen dieser Hooligans.”

    Ich bin 32 und ich hasse die Welt wie die Pest. Und zwar wegen dieser Kriege.

  • derRösrather

    @112 le D

    Und das führt zu was? Zu Anklagen gegen die Polizei wegen Übergriffe auf Unbeteiligte? ;-)

  • derpottkocht
  • Milo

    @125

    “die Herren in Schwarz, alternativ grün-weiß, alternativ blau, sollten entsprechend ausgebildet sein. Wie auch eben bei Sozialarbeitern. Etc. pp”

    Das ist oft keine Sache, die mit Ausbildung zu bewältigen ist, jedenfalls dann nicht, wenn Gewalt eigendynamisch wird.

  • Frank F.

    Ich frage mich, warum es immerwieder Leute gibt, die solche Kommentare wie “seht ihr, scheiss Bullenpack, brauchen sich nicht zu wundern” usw. abgeben. Meint ihr, bei friedlichen Demonstrationen wuerde soetwas passieren? Das kommt davon, dass auf der Seite der Demonstranten soviele Idioten stehen. Pack, Gesocks … Und dann bitte – sollte der Staat so hart wie moeglich eingreifen.

  • Palladium

    Schon erstaunlich, dass es zu diesem Thema kaum gemäßigte Meinungen gibt. Entweder “haben die Randalierer eins auf die Fresse verdient” oder “die Polizisten sind selbst der Prügelmob”. Ich versuche mich mal an einer Analyse:

    1. Unterstellen wir den Fans erstmal, dass einige von ihnen durchaus provoziert haben. Auf dem Video ist zwar nicht zu erkennen, ob es bereits vor dem Zugriff der Polizei zu Angriffen auf diese kam, aber ich halte es für gut möglich. Schließlich werfen einige der Fans mit Stühlen nach den Polizisten und bei 0:55 scheint sogar ein brennender Gegenstand aus einem Fenster geworfen zu werden (?). Mindestens ein kleiner Teil de Fans scheint also gewaltbereit zu sein. FALLS es vor dem Video schon zu Übergriffen seitens der Fans gekommen ist, wäre eine GEZIELTE FESTNAHME der RANDALIERER gerechtfertigt.

    2. Unter den Lokalbesuchern waren mit sehr großer Wahrscheinlichkeit auch friedliche und unbeteiligte Gäste – im Zweifelsfall zumindest die Mitarbeiter der angrenzenden Gaststätten. Diese konnten sich in der engen Gasse und in der kurzen Zeit nicht von den möglichen Gewalttätern entfernen. Selbst wenn die Polizei vor ihrem Zugriff eine Durchsage per Megaphon gemacht hätte, wäre es nicht einfach gewesen. Es scheint auch so, als hätte die Polizei die Gruppe bereits vor dem Zugriff von beiden Seiten eingekesselt (?).

    3. Das Vorgehen der Polizei erscheint etwas “unkoordiniert”. Die Differenzierung zwischen Gewalttätern und friedlichen Gästen scheint nicht einwandfrei zu klappen – um es mal vorsichtig auszudrücken. Ich habe selbst einen Polizisten in meinem Freundeskreis und kann es verstehen, wenn die Staatsdiener nicht immer umsichtig und gelassen vorgehen, nachdem ein paar Flaschen auf ihrem Helm zersprungen sind. Da kann die Festnahme eines Gewalttäters auch mal etwas härter als erforderlich erfolgen. Schließlich sind Polizisten auch nur Menschen.
    In diesem Fall wurden aber absichtlich Menschen angegriffen, die offensichtlich nicht gewalttätig waren. Zumindest der Pfeffersprayeinsatz bei 1:03 sowie der Angriff auf den friedlich (!) filmenden Bürger bei 1:27 waren sicherlich ungerechtfertigt.

    => Selbst falls die Fußballfans sich im Vorfeld aggressiv verhalten haben, sehe ich im unkoordinierten und undifferenzierten Vorgehen der Polizei ein Fehlverhalten. Dieses Fehlverhalen betrifft mehrere, jedoch nicht alle Polizisten. Beim Angriff and den filmenden Bürger erkennt man sehr schön, dass die ersten Polizisten einfach nur an ihm vorbeilaufen. Dennoch wird er eine Sekunde später von mindestens 3 Beamten gleichzeitig angegriffen. Darum ist es sehr bedauerlich, dass für die beteiligten Polizisten dieses unangemessene Verhalten (man könnte es auch Körperverlezuung nennen) keine Folgen haben wird.

  • http://www.unger-fdp.de h.c. (Christian Unger)

    @132 (Milo),

    Eben doch. Denn normalerweiße sollten die entsprechend dagegen wirken, damit sich eben gar keine Eigendynamik entwickeln kann.

  • Palladium

    Nochmal eine Frage an die Juristen hier:
    Nr. 96 (CMD) sagte
    “Einer polizeilichen Anordnung ist fürs erste Folge zu leisten. Deswegen sind diese Anordnungen auch sofort vollstreckbar, und zwar ohne dass sie rechtmäßig sein müssen.”

    Muss ich wirklich JEDER offensichtlich unrechtmäßigen Anweisung eines Polizisten Folge leisten? Ich kann ja mal meinen Freund bei der Polizei fragen, ob er das schon mal im Bett mit seiner Freundin ausprobiert hat :)

    Und ne zweite Frage:
    Nr. 99 (Daniel H.) sagt: “Das Filmen von Polizei-Beamten im Dienst ist strafbar!”
    Stimmt das?

  • le D

    @130: So nicht vorher was passiert: eine gerichtliche Entscheidung über den Einsatz (ja, die Schwäche solcher Entscheidungen ist mir bewußt).

    @133: “Und dann bitte – sollte der Staat so hart wie moeglich eingreifen.”

    Abgesehen von der Wortwahl: noch nie was von dem Wort “Verhältnismäßigkeit” gehört?

  • http://www.abzockwelle.de Axel John

    Gewerkschaft der Polizei fordert neues Sicherheitskonzept und Mindeststrafe
    “Es ist nicht akzeptabel, dass die Politik noch immer so tut, als ob gewalttätige Übergriffe auf Polizeibeamte zum Berufsrisiko von Polizisten gehören, die bei Demonstrationen oder Fußballspielen eingesetzt werden”

    http://sportrecht.wordpress.com/2009/05/25/gewerkschaft-der-polizei-fordert-neues-sicherheitskonzept-und-mindeststrafe/

  • http://www.mrbrook.de MrBrook

    @80 (h.c.):

    Man sieht nicht, ob er etwas gemacht hat, allerdings schwenkt das Video auch erst auf ihn, als er das Pfefferspray abbekommt. Was er in den Sekunden davor gemacht hat, kann man auf Grund des Videos nicht wissen. Vielleicht war er tatsächlich friedlich, vielleicht hat er mit irgendwas geworfen.

    Ich bestreite nicht, dass die Polizei hier möglicherweise überreagiert hat. Ich sage nur: Das kann man nicht anhand des Videos festmachen, weil das Video nicht aussagekräftig ist und weil man dort zu wenig erkennt.

  • derRösrather

    @137 le D

    Darf ich Sie Träumerle nennen? ;-)

    Träumerle = gutgläubiger Mensch der an Fairness, Gleichheit und Rechtsstaatlichkeit glaubt.

  • thogo

    @133 Frank F
    bei friedlichen Demonstrationen kann so etwas schon per Definition nicht passieren, denn dann ist eine Demonstration ja nicht friedlich. Friedliche Demonstrationen gibt es aber im realen Leben immer weniger, da sich die Polizei ihre Legimität zum Gewalteinsatz immer öfter selber schafft.

    Mir sind Fußballspiele egal, und zwischen dem klassischen Klischee vom besoffenen Fußbal-Hool fühle ich mich auch “unwohl”. Aber die Berichte von Bekannten bis hin zu diversen Berichten im Netz zeigt für mich eindeutig:

    Fußballspiele sind scheinbar das ideale Test- und Trainingsfeld für polizeiliche Taktiken (direkt vor Ort bis hin zum Datensammeln) die dann bei politisch unliebsamen Demonstrationen (Heiligendamm etc. bis zum durchprügeln von NPD Demos) oder Bewegungen angewandt werden können.

    @138 (Axel John)
    Die Polizeigewerkschaft fordert viel wenn der Tag lang ist. Möglichst gewalttätige Einsätze und das Aufschaukeln von Gewalt zwischen Teilen der Bevölkerung und Polizei nützt natürlich bei dem Schreien nach mehr (Steuerzahler-)Geld, Polizei, Überwachung etc.

  • le D

    @140: sei unbenommen, denn schließlich bin ich Anwalt und glaube an den Rechtsstaat (und ich habe ja auch geschworen, die verfassungsmäßige Ordnung zu wahren) – und: solche Entscheidungen sind aber gar nicht so außergewöhnlich. :-)

    Rechtswidriges Verwaltungshandeln findet sich Allerorten, warum nicht auch bei der Polizei?

  • http://www.unger-fdp.de h.c. (Christian Unger)

    @139 (MrBrook),

    er war zu dem Zeitpunkt keine Gefahr. Wenn man ihn wegen eines Wurfes belangen wollte – er stand da ja sogar alleine! – hätte man drei Beamte abgesondert und die hätten seine Personalien feststellen können. Gleich mal Ankläger, Richter und Henker zu spielen geht nicht.

    @142 (le D),

    die meisten bringen aber die Betroffenen nicht in die Gefahr gefährlicher Verletzungen. Zwar muss man vielleicht nicht damit rechnen, dass man beim Wegschubsen jemanden tötet, dass es zu gefährlichen Verletzungen kommen kann ist aber wohl zweifelslos.

  • http://de.wikipedia.org/wiki/Stampede Nobody

    Als Laie würde ich mir so eine Stampede vorstellen.

  • inge

    Diese “Polizisten” in den Kampfanzügen. Bereitschaftspolizei. Sind das nicht die, die zu blöd für den richtigen Polizeidienst sind, und deshalb aus Frust, Langeweile und Unterbezahltheit draufkloppen? Mir ist das schon oft aufgefallen, wo solche Roboter auftauchen, gibts Randale. Bleiben die fern, ist alles friedlich.

  • inga

    @ Frank F. (133)
    Idioten gibt es erfahrungsgemäß auf beiden Seiten. Die Aufgabe der Polizei ist es, die Bürger vor Randalierern zu schützen. Wenn sie Unbeteiligte sozusagen als Kollateralschaden mit einkesselt und niederknüppelt, dann kommt sie dieser Aufgabe wohl kaum nach: Oder ist es für Bürger prinzipiell besser, von einem Polizisten verprügelt zu werden als von einem Randalierer?

    Dass es sinn- und erfolgreichere Methoden gibt, mit (zunächst!) einzelnen Randalierern umzugehen, kann man ja hier bei den Beiträgen von friedliebenden Fußballfans nachlesen. Deeskalation ist das Zauberwort. Gewalt führt zu Gegengewalt, das ist wohl bei den üblichen Verdächtigen der Law-and-Order-Fans immer noch nicht angekommen. Es ist Aufgabe der Polzei, den Teufelskreis zu durchbrechen, von den “Idioten”, von denen Sie schreiben, ist dies doch wohl sowieso nicht zu erwarten.

  • aussenminister_fischer

    @145-Inge: “Diese “Polizisten” in den Kampfanzügen. Bereitschaftspolizei. Sind das nicht die, die zu blöd für den richtigen Polizeidienst sind, und deshalb aus Frust, Langeweile und Unterbezahltheit draufkloppen?”

    Diese “Inges” in den Haushaltskitteln, Hausfrauen. Sind das nicht die, die zu blöd für einen richtigen Job sind und deshalb aus Frust, Langeweile und mangelndem Haushaltsgeld Schwachsinn schreiben ?

    Um es klarzustellen: Nichts davon gibt meine tatsächliche Meinung wieder, weder im allgemeinen (Hausfrauen) noch im besonderen (Inge).

  • derRösrather

    @l de

    Das klappt nicht! Waren Sie schon mal bei einer Verhandlung anwesend, in der ein Polizist angeklagt war?
    Die meisten Richter haben “keine Zweifel das dem Angeklagten keinen Vorwurf gemacht werden kann …”.
    Berichtete mir ein Justizangestellter mit fast 30 Jahren Berufserfahrung im gehobenen Dienst. Nur ein einziges Mal habe ein Richter die identischen Aussagen der beteiligten Polizisten als Absprache bezeichnet, aber kein Urteil fällen wollen. Die Gegenklage der Polizei hatte aber Erfolg ;-)

  • thogo

    @Aussenminister_fischer

    Aber manchmal stimmt das Klischee schon. Z.B. hier:

    http://asset.soup.io/asset/0327/7609_7006.jpeg

  • le D

    @148: wo schrieb ich denn was von einer strafrechtlichen Komponente?

  • Knurr

    Ah, der Bodensatz der Gesellschaft ist also auch im Lawblog angekommen. Polizistenhasser treffen Staatspaladine. Ausgezeichnet.

  • lbc

    Wurde hier wohl noch nicht gepostet:

    http://www.youtube.com/watch?v=yElEgFDBu7k

    Zeit die 2 Minuten vor dem im Post gezeigten Filmchen. Klärt somit wohl einen Grossteil der Frage Provokation ja/nein…

  • Hannes

    Mal eine Frage an die hier plötzlich in großen Mengen auftauchenden “Udo böse, Polizei alles richtig gemacht”-Kommentierer.

    Gell, es gibt eine Mailing-Liste oder Rundmail, mit der ihr auf “böse” Beiträge von Herrn Vetter aufmerksam gemacht werdet, oder? Anders kann ich mir dieses plötzliche Auftreten völlig fremder Kommentatoren nämlich nicht erklären. Auch nicht den in Ihren Kommentar mitschwingenden Hass auf alles und jeden, der nicht das korrekte devote Untertan-Verhalten an den Tag legt.

    Also, liebe Polizisten und Strafverfolger, danke für eine weitere Demonstration, wie Sie so ticken.

  • ruhrpott-christian

    “Mailing-Liste oder Rundmail”

    Oder eher Dienstbesprechung, Einsatzpolizeitrupp Düsseldorf, TOP “Der Pöbel muckt auf”.

  • der kleine hühnerpups

    @ 143 h.c.
    “er war zu dem Zeitpunkt keine Gefahr. Wenn man ihn wegen eines Wurfes belangen wollte – er stand da ja sogar alleine! – hätte man drei Beamte abgesondert und die hätten seine Personalien feststellen können. Gleich mal Ankläger, Richter und Henker zu spielen geht nicht.”

    Dem stimme ich zu! Zu dem Zeitpunkt wo die Kamera zusehen ist sieht es nicht so aus als ob er einen brennenden Molotowcocktail werfen will weder ein Messer kampfbereit hält. Warum prügeln die Beamten dennoch auf diesen Menschen ein? Er stellt im Moment der Festnahme doch keine Gefahr dar, oder wollen sie durchd as treten/ auf die Bank drück einen eventuellen Sprengsatz unter seinem T-Shirt deaktivieren?

  • http://lawblog.de Udo Vetter

    Die vielen “neuen” Kommentatoren dürften eher über diesen Link kommen:

    http://www.rp-online.de/public/article/duesseldorf-stadt/712457/Youtube-Videos-zeigen-Polizeieinsaetze.html

  • blue

    Ziemlich unglaublich diese Ironieresistenz und Verfälschung der Aussage.

    “Rechtsanwalt Udo Vetter bewertet den Polizeieinsatz, in dem die betroffenen Beamten die Straße stürmen und die Fans dabei in die Kneipen drängen, in seinem „Law Blog“ als „mustergültig“. Um dies zu erkennen müsse man nicht in ein Polizeitaktik-Handbuch schauen, schreibt er. Doch auch unter dem Beitrag Vetters wird der Einsatz heiß diskutiert.”

  • Kurt

    Es bleibt festzustellen:

    Bis auf eine Handvoll der hier schreibenden Kommentatoren war niemand während dieses Polizeieinsatzes in Düsseldorf. Kaum jemand war überhaupt in dieser Gasse. Nahezu alle Aussagen beziehen sich deshalb nur auf ein verwackeltes und nur Ausschnitte (sowohl zeitlich als auch räumlich) zeigendes Video.

    Trotzdem weiß jeder bestens Bescheid darüber, welches Verhalten richtig gewesen wäre, an welchen Stellen die Polizisten und (gewalttägigen) Fußballfans sich richtig/falsch/unverhältnismäßig/absolut kriminell/absolut angemessen/viel zu softig/höchstgradig kriminell/typisch deutsch/gewalttägig etc. verhalten haben.

    Wird diese “Meinung” nicht an anderen Stellen immer wieder (zu Recht) kritisiert?

  • Blauhelm

    blue: Unglaublich ist eher Ihr Sprachverständnis in Tateinheit mit reflektiver Schuldzuweisung. Haben Sie schon einmal etwas von “Gänsefüßchen” und deren Funktion im Deutschen gehört?

    Sie können natürlich gern einen mathematisch Beweis vorlegen, der zeigt, dass Ironie vorliegt, diese als solche zu erkennen ist und RP-Online diese nicht erkannt hat. Falls Sie das nicht können, freuen Sie sich schon einmal auf die negative Feststellungsklage.

  • Filio

    @157 (U.V.)
    Vielleicht sind es auch einfach Kommentatoren, die bislang gern mitgelesen haben und denen bestimmte Tendenzen im Lawblog negativ auffallen. Ich schließe mich da 30 (K.H.), 35 (Darkstalker) und 86 (CMD) voll an.

  • hordak

    Es flogen vor der Aktion ein paar Gläser auf die Polizei.

  • Bernhard

    Ich sag ja immer, die Polizei sollte von den Randalierern der 68er-Bewegung lernen: Kleine Gruppen, nicht sichtbar aber bei Bedarf einfach da. Das Video sieht aus, als hätte man “gelernt” und wäre jedoch in die verkehrte Rolle geschlüpft.

    Wie wird das eigentlich koordiniert? Da wäre ich für Paintball, um zu verhaftende Personen zu “markieren”.

  • danielj

    @159 Daß man die Lage besser beurteilen könnte wenn man sich in der Gasse befunden hätte wäre aber auch erstmal zu beweisen; schwer zu sagen

  • http://www.claudia-sanders.de Claudia Sanders

    Höchst diletantischer Polizeieinsatz – der im übrigen auch gefährlich für die eingesetzten Polizisten ist. Reines Glück, wenn bei solch einem Szenario allen Beteiligten nix schlimmeres passiert. Schön, wenn der da zuständige Polizeiführer noch mal die nötigen Handbücher wälzt. Könnte ja hilfreich sein, beim nächsten Einsatz….

  • http://www.flickr.com/photos/fabnie fab

    Ich als leidenschaftlicher Photograph wäre sehr erfreut darüber, wenn mir ein Jurist eine Aussage über das Photographieren von Polizeibeamten (im Dienst) und auch über eine etwaige Veröffentlichung der Bilder tätigen könnte.

    Zum Thema:
    Natürlich sind drastisch provizierende Aktionen von Fans nicht das wahre, habe ich gerade im Hansa Block in Wiesbaden mitbekommen, jedoch sollte bei jedem Handeln (egal von welcher Seite) ein gewisser Rahmen eingehalten werden.
    Viele Kommentatoren hier schrieben Dinge die sich darauf bezogen, das “Polizisten auch nur Menschen sind”. Da dieses in den meisten Fällen zutrifft, warem müssen denn nur Fans und nicht auch eben diese Herren in blau ihren gesunden Menschenverstand gebrauchen?

    Beim Lesen der Kommentare ging mir, trotzdem es oft dementiert beziehungsweise ignoriert wurde, ein Wort durch den Kopf, welches aus meiner Sicht diese Videos, jedoch vor allem auf die Bilder vom Union Paderborn Spiel (welche mir übrigens, nach der Präsens der Polizisten in Wiesbaden, nachträglich einen eiskalten Schauer auf den Rücken jagte), am allerbesten beschreibt.
    Verhältnissmäßigkeit.
    Darauf sollte in all diesen Sitationen geachtet werden. Die Menge an Polizisten zum Beispiel in Wiesbaden war (aus meiner Sicht) übertrieben. Wurden, bei diesem Dorf-Verein der bereits Abgestiegen ist wirklich Verhältnisse wie auf St. Pauli erwartet? (lt. meinem Informationsstand blieb es dort ruhig, ausser ein paar Verbalen Flüchen hinsichtlich der Stadionsicherheitsbeauftragtin(!) )
    Und wer darf wieder die Kosten dafür tragen?

  • follhorst

    Überstunden am Wochenende machen Polizisten aggressiv.
    Hoffentlich konnten sie ihr Restwochenende genießen.

  • Thomas

    Muss man sich ja auch mal vorstellen – nicht nur Überstunden am Wochenende, sondern auch noch diese Temperaturen in den Kampfanzügen! Dass man da ne leichte Aggression aufbaut, kann ich verstehen …

    Btw.: Wenn Bierbecher fliegen und beleidigt wird, muss sollte das an den dicken Panzern abprallen – im übertragenen Sinne. Angriffe per Wort rechtfertigen keine körperliche Gewalt. Und wenn sie sich ganz in irgendne Seitenstraße verzogen hätten, wären vermutlich sogar die Bierbänke ganz geblieben …

  • hratunge

    Da ich mich zum gezeigten Zeitpunkt auf der Kurzen Straße vor einer der Kneipen befand möchte ich mich zum Kontext der Situation äußern.

    Aus meiner Sicht hatte es den gesamten Nachmittag, in der gesamten Altstadt keinerlei Aggressionen gegeben. Die Stimmung war ausgelassen, es wurde gesungen und auf den Tischen getanzt.
    Den Aufmarsch der Polizei hat man eher am Rande mitbekommen und eher belustigt zur Kenntnis genommen, schließlich gab es eigentlich keinen erkennbaren Anlass für Kampfanzüge.
    Ich bin ziemlich sicher, dass es ruhig geblieben wäre, aber durch diese Lawine ist mit einem Mal die Feier versaut gewesen. Traurige Geschichte.
    Dass Bierflaschen geflogen sind, hab ich erst im Nachhinein erfahren. Sowas ist nicht in meinem Sinne, aber wieso muss man sich mitten in einer feiernden Menge mit Kriegsmontur aufplustern?
    Und dass es dann nach solch einer Überreaktion Solidarisierungsprozesse gibt und Gewaltbereite die Einladung zur Straßenschlacht annehmen, finde ich nicht gut, aber die Ursache für die deratige Eskalation sehe auf Seiten der Polizei.

  • Darkstalker

    @169: “Kriegsmontur” sieht anders aus *lach* Da gibt man sich vor allem nicht mit so nem lächerlichen Tonfa und Pfefferspray zufrieden *gg*
    Das was die Jungs da an haben, ist vermutlich einfach der Standard-Schutz für solche Situationen. Und mit weniger würde ich mich auch nicht zufrieden geben. Lieber den Helm tragen und nicht brauchen, als mit Schädelbruch tot aufzuwachen…

  • M.

    Ich hoffe mal, dass es da draußen weiterhin auch noch Polizei gibt, die einen kühlen Kopf bewahren kann.

    Letztens hatte ich mal das Vergnügen, vom SEK aus dem Büro geholt zu werden. Wenn es an der Türe klingelt und heisst “Bitte aufmachen, Polizei” rechnet man als unbescholtener Bürger mit Streifenpolizisten, die Zeugen wegen den vermehrten Eindrücken in der Nachbarschaft suchen und macht sich erst mal in Ruhe fertig, bevor man zur Türe geht. Ein SEK, das etwa die Frustrationsschwelle der im Video gezeigten Bereitschaftspolizei aufweist, hätte in der Zeit wahrscheinlich zweimal gestürmt oder mich gleich erschossen.

    Es hat sich dann übrigens als Verwechslung herausgestellt. Falsche Hausnummer. Irgendwie geschockt war ich trotzdem.

  • danielj

    @170 Daß die Ausrüstung Sinn macht ist wohl unbestritten. Allerdings ist ein Aufmarsch solcherart gerüsteter Polizisten wohl auch alles andere als deeskalierend, man – die Verantwortlichen für den Einsatz – sollte also sehr genau abwägen ob, wann und wo man eine solche Truppe einsetzen sollte.

  • http://blog.pantoffelpunk.de pantoffelpunk

    @30/Kai-Herrmann: So einen Tüdelkram habe ich ja selten gelesen: Ich soll mich nach einem Fußballspiel nicht in der Düsseldorfer Altstadt aufhalten, weil da ja schließlich die Polizei einen Knüppel schwingend durchrocken könnte? Und wenn mich als ganz normal Bierchen trinkender Fan dann doch der Knüppel trifft, habe ich selber Schuld? Weil ich mich einfach am falschen Ort aufhalte?

    Und wo bitte schön siehst Du einen Molotow-Cocktail? Meinst Du das Feuerwerkskörperchen, das da herumfliegt? Du hast sicher noch nie gesehen, was ein MC anrichtet, was? Aber vor allem: Wo siehst Du einen fliegen, BEVOR die Polizei da rumrandaliert?

  • M.
  • nichtlustig

    Herrlich das Video wurde entfernt. War wahrscheinlich internes Schulungsmaterial der Polizei.

  • Triumvirat

    Was heult ihr eigentlich rum? Ganz ehrlich? Wer bei oner Meute bleibt und sich nicht aus dem Staub macht ist selber Schuld das er mal ganz offen gesagt: Auf’s Maul bekommt. Das waren Krawallbrüder die bekommen haben was sie verdient haben! Schade das sowas so wenig bei politschenKrawalldemos gemacht wird und schade das wir keine Reiterei mehr haben!

  • danielj

    @175 Danke für diesen überaus erbaulichen Trollversuch Beitrag. Leider kommen Sie zu spät, die platten Provokationen haben wir schon durch. Bitte spielen Sie draussen weiter. Danke.

  • Triumvirat

    @176 Wenn man seine Meinung sagt ist man also ein Troll soso….

  • le D

    @175: dann will ich doch mal hoffen, dass eine Meute vorbeizieht, während Sie mit Ihrer Freundin friedlich im Café sitzen und Sie beide dann dafür “auf’s Maul bekommen”, weil sie’s ja selber schuld sind.

  • nichtlustig

    Hier nochmal das geschehen aus einer anderen Perspektive

    http://www.youtube.com/watch?v=KIB5JBGyR0Y&feature=channel_page

  • Anonym

    Hm, eine völlig friedlich feiernde Menge, die sich nur über den Aufstieg freut und überhaupt nicht auf Konfrontation mit der Polizei aus ist…

    Nein, das waren nur 2-3 ganz vereinzelte, die da Stress gesucht haben…

    Auf dem letzten Video sieht man, was vorher zu vermuten war, ganz deutlich. Ein Haufen betrunkener I…., die auf Randale mit der Polizei aus sind und nichts anderes.

    Ist aber auch unverschämt, dass die Polizisten nicht einfach weiter im sekündlich zunehmenden Flaschenhagel stehen bleiben. Skandal.

  • viertklässler

    Und gibt es inzwischen eine Strafanzeige? Die Beteiligten mit und ohne Helm dürften ja eindeutig zuzuordnen sein.

  • Theodor

    @179
    Was ich auf diesem Video sehe ist zunächst mal ein Aufgebot an gepanzerten Uniformierten und Fans: Leicht verletzbar gegen gut geschützt. In der derzeit recht angespannten politischen Lage in D reagiert der gemeine Pöbel halt schnell gereizt, wenn er Uniformen sieht, aber keine Gesichter.

    In dem hier streitgegenständigen Video sehe ich unverändert Menschen, die da halt einfach nur stehen und auf die grundlos eingedroschen wird.

  • ruhrpott-christian

    “wenn er Uniformen sieht, aber keine Gesichter”

    Genau das ist der Punkt: Warum begleitet man eine AufstiegsFEIER nicht unauffällig mit Beamten in Zivil (zum Beobachten) und in normaler Uniform (zum Präsenz-Zeigen)?

    Warum müssen es diese Kampfmaschinen sein? Das ist eine Provokation sondergleichen. Und wer nicht als Mensch zu erkennen ist, der läuft auch schneller Gefahr, nicht wie einer behandelt zu werden – ohne dass ich das gutheiße.

  • D.

    @153 (Youtube-Video, das augenscheinlich die Minuten vor dem Losstürmen zeigt):

    Bis zu einem gewissen Zeitpunkt ergibt das Vorgehen durchaus einen Sinn. Zunächst steht die Polizei am Anfang der Straße – wohlgemerkt, _ohne_ einen “Kessel” Abtrennen der Querstraße zu bilden.

    Auffallend ist, wie gelassen die Provokationen der 4-7 Personen (die man unschwer am Muckibuden-Gang erkennt) weggesteckt werden. Auch die ersten Flaschen/Gläser, die angeflogen kommen, scheinen niemanden zu beeindrucken.

    Deutlich zu erkennen ist, dass hinter der Querstraße die friedlich feiernde Menge steht. Was nun folgt, erscheint mir ebenfalls als sehr sinnvoll: Da sich die Werfer und Pöbler auf dem engen Raum zwischen Polizei und Menge aufhalten, wird Raum geschaffen. Die Polizei geht geordnet einige Meter rückwärts.

    Die Pöbler (z.B. der junge Mann mit nacktem Oberkörper) rücken brav nach, und damit sind um die 6 Personen von der friedlichen Menge räumlich getrennt.

    Was nun geschieht, ergibt taktisch keinen Sinn. Eine Möglichkeit wäre, in Dreiergruppen auszubrechen, die Pöbler einzeln zu greifen, nach rechts zu schleifen und in Gewahrsam zu nehmen. Dabei würden sich sicherlich die Werfer und weitere Pöbler aus der friedlichen Menge herauslösen. Falls sie es nicht tun – Pech. Vor fliegenden Flaschen haben die Polizisten aufgrund ihrer montur offenbar keine Angst.

    Stattdessen stürmt man mehr oder weniger geschlossen los in die Gasse und die friedliche Menge – auf dem ersten Video sichtbar.

    Erklär’s mir einer. Und erklär mir einer, warum der wandelnde Meter (die sicherlich höchstens aufgrund ihrer Montur Respekt einflößt) ganz vornedran stürmt.

  • Poseidon

    Das Video wurde gelöscht.
    Es ist aber noch hier zu finden:
    http://www.youtube.com/watch?v=GzOgCN0xmQQ

  • neworder

    Hier mal ein Vorschlag für all die, die die Schuld bei den anderen, also der Polizei, suchen!

    > Während und nach Fortuna Spielen werden keine Poliisten mehr in der Altstadt vertreten sein!!!
    > Der Zugang zur Altstadt ist absofort auf eigene Gefahr! Die Stadt sowie die Polizei übernehmen keine Haftung!!!
    > Demzufolge: Die Wirte und Türsteher sind und dürfen sich bewaffnen! Um ihr eigenes Hab und Gut zu schützen ist auch der Gebrauch von Schusswaffen und anderen Waffen erlaubt!!!
    > Sanitäter und Kräfte des Rettungsdienstes sowie auch Feuerwehr werden die Altsstadt nicht mehr betreten!!! Verletzte, Besoffene, Feuer und Tote müssen schon selber zu den Rettungskräften kommen (diese befinden sich an einen zentralen Sammelplatz auf den Rheinwiesen)!!!
    > Jeder Altstadt besucher nimmt von diesem Regelwerk kenntnis und akzeptiert dieses mit vollem Umfang!!!
    > Jegliche Ansprüche auf Staatliche Sicherheit und Rettungsdienste verfallen für die Dauer des Aufenthaltes in der Düsseldorfer Altstadt!!!

    So denke das wäre doch dann die perfekte Lösung!

  • bombjack

    Frage: Sind Worte Grund genug soetwas zu machen:

    a) http://www.unveu.de/2008-2009/vspaderborn2/050409vspaderborn30.jpg

    b) http://www.unveu.de/2008-2009/vspaderborn2/050409vspaderborn31.jpg

    Rest: http://www.unveu.de/fcunionvspaderborn7.htm

    noch dazu wenn ein Zaun dazwischen ist…..?

    bombjack

  • demosthenes

    >> [...] und Tote müssen schon selber zu den Rettungskräften kommen [...]

    Ironie ist nur lustig, wenn man halbwegs nah an der Realität bleibt…

  • Blogbeobachter

    @52: Sehr guter Punkt. Warum wird sich denn immer nur beklagt, und in dieser Richtung scheint überhaupt nichts zu passieren?

    Aus einem völlig neuen Blickwinkel erscheint vor diesem Hintergrund aber auch noch ein ganz anderer Aspekt. Bekanntlich gibt es durchaus Kritik an der Tatsache, daß den Fußballvereinen für die Polizeieinsätze zu ihren Spielen nichts berechnet wird. Ob deshalb bei den Vereinen „bloß nicht dran rühren“ gilt?

    Man kann daraus dann allerdings auch schlußfolgern, was die Vereine von ihrer zahlenden Kundschaft halten. Ist doch völlig egal, die kommen in ihrer Verblendung („Fan“) doch sowieso!

    @124: Wenn man als Unbeteiligter gut beraten ist, nennenswerte Teile von Städten im Umfeld von Fußballspielen zu meiden, kann es das aber auch nicht sein. Vor allem dann, wenn das nicht einmal funktioniert, weil man mit dem Zug abreisen will und sich damit notgedrungen zum Bahnhof begeben muß. Ich empfinde das jedesmal als unangenehm und fühle mich bedroht. Auffällig herumstehende Polizisten in Kampfmontur vermitteln mir dabei auch keinesfalls ein Gefühl der Sicherheit. Dabei hilft es auch nur bedingt, wenn sie den Helm nur mit sich führen und damit als Menschen wahrnehmbar sind.

    Unterm Strich fühle ich mich jedenfalls durch bestimmte Fußballspiele in meiner Freiheit nicht unerheblich beschnitten. Und um es nochmal ganz deutlich zu sagen: Meine Verärgerung konzentriert sich dabei auf die beteiligten Fußballvereine. Denn den Spaß darf ich über meine Steuern auch noch mitbezahlen.

  • schredder66

    Ich finde es erschreckend, dass sich manch einer von einem Polizisten “in voller Kampfmontur” mehr bedroht fühlt als von irgendwelchen NICHT-friedlichen “Fussballfans”.

    Der Meinung, dass der Grossteil der Menschen, die Fussballspiele besuchen oder auf Demos gehen, friedlich sind und keine Randale wollen, kann ich zustimmen. Leider wird das von einigen auf Randale gebürstete Dummköpfe ausgenutzt. Ich glaube nicht an das Märchen, dass die bloße Anwesenheit von Polizisten Auslöser für Randale ist.

    Und wenn sich diese Randale-Minderheit unter die Mehrheit der Friedfertigen mischt, dann sind – egal welche Polizeitaktik zum Einsatz kommt – “Kollateralschäden” nicht zu vermeiden. An den Pranger gestellt gehören die Randalierer, nicht die Polizisten.

  • viertklässler

    @191
    Wenn Randale von Polizisten [also der von unseren Steuern bezahlten Staatsmacht] ausgeht, dann gehören diese natürlich an den Pranger. Und wenn es sich hier nicht um die vielzitierten wenigen Ausnahmen handelt, sondern das die Polizeitaktik ist, die zum Einsatz kommt, erst recht. Und wenn man sich das Video anschaut, da wimmeln die vermeidbaren “Kollateralschäden”.

  • Icke

    Was man auf diesem Video sieht, ist ein Musterbeispiel für aus dem Zusammenhang gerissene Sequenzen, die Stimmung gegen die Staatsgewalt machen sollen.
    Die Androhung des Einsatzes von Zwangsmaßnahmen wird schonmal nicht gezeigt. Undeutlich kann man aber am Anfang der Sequenz hören, dass per Lautsprecher eine Durchsage kam.
    Spätestens, wenn ich als “Unbeteiligter” vernehme, dass ich den Bereich verlassen soll, um nicht in den Bereich von Zwangsmaßnahmen zu geraten, dann sollte ich dies auch tun.
    Aus der Menschenmenge, die für die Polizisten aus ihrer Perspektive nicht überschaubar sein kann, werden Flaschen und Gegenstände geworfen. Somit liegt wohl ein Landfriedensbruch vor. Diese Straftat und deren Ahndung wird durch die “passiven Unbeteiligten” geduldet und gedeckt, indem man durch blosse Anwesenheit die Strafverfolgung (und auch die Gefahrenabwehr…. was ist wenn ein “Unbeteiligter” von einer Flasche getroffen wird, obwohl die Polizei in direkter Nähe dies verhindern kann und muss, getroffen wird?)erschwert.
    Wenn man dann eine Räummaßnahme dadurch verhindert, indem man sich mit seinem Handy direkt in den Weg der Polizisten stellt, dann begeht man eine Straftat, nämlich Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, weil man eine Maßnahme behindert. Schlimm genug, dass so massiv auf die Szenerie der Festnahme eingeworfen wird, obwohl die Täter doch davon ausgehen müssen, dass der “Nicht”-Bulle dadurch unmittelbar gefährdet ist, da er ungeschützt ist.
    Ich fahre selbst oft zu Auswärtsspielen und weiß, dass man manchmal fragwürdig behandelt wird. Aber solchen Situationen wie der hier gezeigten kann ich sehr gut aus dem Weg gehen, indem ich einfach nicht mehr vor Ort bin, wenn es zu polizeilichen Maßnahmen kommt und mit meiner Anwesenheit den Idioten unter den Fans ein menschliches Schutzschild bin.

  • Sven

    @Icke, es ist gut wie Sie von Stimmungsmache reden
    und durch Ihre Gänsefüßchen beweisen, welch aufrechter Demokrat dagegen Sie sind.

  • ruhrpott-christian

    @Sven (194)

    Nicht aufregen, das mach ich schon ;-). Weißt du: In den Augen der gefolgsamen Staatsbürger gibt es keine Unbeteiligten, wer eins mit dem Knüppel bekommt, der hat das auch verdient, der wird freundlichstenfalls als “Kollateralschaden” verbucht.

    Die Polizei (und ich differenziere da nicht mehr zwischen “guten” und “schlechten” Polizisten, die Polizei differenziert ja auch nicht, nimmt die eigenen Leute in Schutz, und mögen sie auch noch so aggressiv und gewaöttätig sein) wird immer besser darin, Opfer zu kriminalisieren. “Der wird schon nicht ohne Grund einen mitbekommen haben”, heißt es dann – das eigene Fehlverhalten legitimiert man sich mal eben selbst. Dafür gibt’s auch reichlich Applaus, wie man hier ja wieder lesen darf.

  • http://www.abzockwelle.de Axel John

    @ 184: Warum begleitet man eine AufstiegsFEIER nicht unauffällig mit Beamten in Zivil (zum Beobachten) und in normaler Uniform (zum Präsenz-Zeigen)?

    Weil kein Polizist dazu bereit ist (und auch nicht dazu gezwungen werden kann), sich schutzlos einer besoffenen und gewalttätigen Hooliganmeute auszuliefern.

    BTW: Es ist falsch, die Schuld für polizeiliches Fehlverhalten bei den Polizisten an der “Front” zu suchen.
    Es bewirbt sich wohl kaum jemand bei der Polizei, damit er ungestraft auf friedliche Fußballfans eindreschen kann.
    Der fisch stinkt vom Kopf her.
    Wer wissen will, warum manche Polizisten so sind, wie sie sind, sollte sich mal den Film “Das Experiment” ansehen.
    http://www.dasexperiment.de/frameset.php?path=&seite=inhalt.htm&status=film

    Ein direkter Link zum Wikipedia-Artikel funktioniert offenbar wegen der darin enthaltenen Klammern nicht.
    “http://de.wikipedia.org/wiki/Das_Experiment_(Film)”

  • ruhrpott-christian

    @ Axel John (196)

    “sich schutzlos einer besoffenen und gewalttätigen Hooliganmeute auszuliefern”

    Wo sehen wir diese Meute im Video? Ich sehe überwiegend Fans, die feiern. Was heißt “schutzlos”: Wären entsprechend ausgerüstete Polizisten nicht im Hintergrund bereit, um im Notfall (!) einzugreifen? Warum müssen diese Kampfmaschinen direkt im Vordergrund auftreten?

    “Es bewirbt sich wohl kaum jemand bei der Polizei…”

    IRGENDWELCHE Belege für die Aussage? Ich habe den Eindruck, der Reiz der Macht und die Möglichkeit, mal draufzuhauen, ist keineswegs das seltenste Motiv, zur Polizei zu gehen. Die Aussage steht auf einer Stufe mit: Es geht wohl nach einem Aufstieg keiner in die Altstadt, um sich mit der Polizei zu prügeln.”

    Übrigens: Erklärungen für das Verhalten mancher Polizisten interessieren mich nicht. Mich interessieren Sanktionen, Strafen. Und die vereiteln die Kollegen in 99,9% der Fälle.

  • http://www.abzockwelle.de Axel John

    @ 197: IRGENDWELCHE Belege für die Aussage?
    Möchtegern-Rambos werden bereits in den Eignungstests aussortiert.
    http://www.polizei.rlp.de/einstellung/med/f44/f441b96d-e318-2014-4187-81a94839292e,22222222-2222-2222-2222-222222222222,isDownload.pdf

    Erklärungen für das Verhalten mancher Polizisten interessieren mich nicht.
    OK, dann will ich Dich intellektuell auch nicht weiter überfordern.

  • Seph

    (siehe @186, Poseidon)

    Warum sind denn die ganzen Videos jetzt verschwunden?

    Jedes zweite Video ist mittlerweile “vom User gelöscht”.

    Bringt doch nix. Wie wir aus den Expertengutachten an anderer Stelle gelernt haben vergisst das Internet nichts.

  • danielj

    @198
    Mal abgesehen davon daß die formulierten Anforderungen in dem Dokument doch recht allgemein gehalten sind halte ich es auch für durchaus möglich daß zwischen Anspruch und Wirklichkeit hier ein klitzekleiner Unterschied besteht.

  • Michael

    Ja, wär durchaus interessant das ganze von Anfang bis Ende verfolgen zu können – leider ist das im Internet nicht so oft möglich und gerade darum ist es immer schwer zu bestimmen, ob die Szene aus dem Zusammenhang gerissen ist oder nicht.

  • Anonym

    @197 ruhrpott-christian

    Wie bezeichnen sie denn eine Gruppe Menschen (geschätzte 50 auf dem Video erkennbar; vermutlich noch einige mehr im Hintergrund), die sich vor den Polizisten aufbaut, die bis zu diesem Zeitpunkt lediglich anwesend war, und recht aggressiv “Bullenschweine! Bullenschweine!” skandiert? Von anderen geistigen Ergüssen einzelner Strategen ganz abgesehen. Dazu kommen dann die fliegenden Flasche.

    Auf dem Video, dass @180 (nichtlustig) verlinkt hat, ist das recht fein zu erkennen…

  • viertklässler

    Die Nachrichten melden inzwischen, dass auch gegen drei Kollegen aus den eigenen Reihen ermittelt wird.

  • schredder66

    @192, 195

    Heisst das, für die hier diskutierte Situation, dass die Polizei ganz bewusst tausende von Fussballfans in die engen Gassen der Düsseldorfer Altstadt gedrängt, mit Zwangsmaßnahmen-Durchsagen ein bisschen Show gemacht, um dann – unvermittelt und ohne Ansehen der ihnen gegenüberstehenden Zivilisten – grundlos losgeschlagen hat?

    So, und leider nicht anders, lese ich Eure und die Statements anderer Polizeiopfer! Und nach den hier nachlesbaren Erfahrungen einiger Betroffener, scheint das Geschehen in Düsseldorf keine Ausnahme, sondern alltägliche Routine zu sein………

  • hartunge

    @203: Gibts da ne Quelle für?
    Wäre ja ne gute Sache.
    Es gibt ein Video, welches allerdings inzwischen auch nicht mehr zu finden ist, auf dem sich die Staatsdiener neu formieren und ein vllt 20 jähriges Mädchen in grünem Tank-Top mit verschränkten Armen, welches sich 2-3 Meter vor der Polizei befindet, zunächst von einem Freund weggezogen wird, dann aber stehen bleibt.
    Als die Polizei losrennt, sieht man einen Polizisten direkt auf sie zusteuern, mit dem linken Arm packt er sie an der Schulter, mit dem rechten schlägt er ihr mit voller Wucht seinen Schlagstock auf den Hinterkopf. Ein Freund von mir kennt sie, sie ist im Krankenhaus aufgewacht.
    Frauen krankenhausreif schlagen – dafür noch nicht mal bestraft werden – geht garnicht!

    @193: Deswegen, weil es aus dem Zusammenhang gerissen ist, hab ich in 169 versucht jenen zu beschreiben. Aber nochmal:

    -Vorher gab es keinerlei Konfrontation .
    -Die Feier war friedlich und voller Begeisterung/Erlösung/grenzenloser Freude.
    -Es wurden Freudenbengalos gezündet, welche mutmaßlicherweise der Grund für die das Aufziehen der Staffel war.
    -Es gab keine Durchsage.
    -Es wurde wegen vllt 15 Idioten von Flaschenschmeißern, so 500-1000 Feiernden der Abend versaut.

    Ich ärgere mich immer noch maßlos.
    Danke liebe Polizei!

  • viertklässler

    @Vormittags auf WDR2 (7:30 oder 8:30)

  • passive bystander

    Es gibt situationen, in denen man froh ist, wenn man sich in der nähe einer polizeistaffel aufhalten kann.
    Wer allerdings schon einmal, bspw. auf einer demonstration oder im umfeld eines fussballspiels erlebt hat, wie beiteiligte, oder auch völlig unbeteiligte passanten, grundlos mit schlagstock, reizgas oder fäusten angegriffen worden sind, kann über einige kommentare hier bestenfalls sarkastisch auflachen.
    Man ist danach geneigt bspw. die teilnahme an einer demonstration noch einmal zu überdenken. Honi soit qui mal y pense. Dabei möchte ich nicht einmal jemandem eine diesbezügliche absicht unterstellen – der effekt dass bürger lieber davon absehen sich im rahmen ihrer durch das grundgesetz verbrieften grundrechte zu betätigen, um nicht opfer der willkür einiger* polizist/inn/en zu werden finde ich schon arg bedenklich.

    *nur damit das richtig verstanden wird: polizei an sich, polizeieinsätze bei grossveranstaltungen (ggf. auch der gerechtfertigte einsatz physischer gewalt) usw. halte ich grundsätzlich für sinnvoll und, wenn angemessen, für wünschenswert. Mit Polizeibeamten habe ich überwiegend sehr positive erfahrungen gemacht, nur leider einige wenige SEHR unangenehme miterleben müssen.

    Und zur abwechslung mal eine nicht-dystopische vision:
    Polizeieinsatz. Unverhältmismäßige härte gegen unbeteiligte. Ein handy-video führt zu einer anzeige. Die beamt/inn/en sind durch ziffern auf den uniformen für die behörden eindeutig identifizierbar. Es werden aufnahmen der überwachungskameras angefordert und als beweismaterial verwendet. Verurteilung der gewalttäter in uniform, entlastung derjenigen, die sich korrekt verhalten haben.
    Na… die Damen und Herren Juristen… dann mal ran :-)