29.5.2009

Links 384

Niemand hat die Absicht, eine Internet-Mauer zu errichten

Skepsis gegenüber Internetsperren, nur nicht bei der CDU

Anwälte im Kampf für ihre Mandanten – und gegen die Pressefreiheit

Wenn Pornoanbieter die Jugend schützen

Interaktive Musterklageerwiderung gegen Filesharing-Abmahnungen

Tippgemeinschaft streitet um Millionengewinn

Der gläserne Kunde ist ein Dunkelmann gegen mich

15 Kommentare zu “Links 384”

  1. Stefan meint: (29.5.2009 um 17:54) AntwortenReply to this comment

    Zur Internet-Mauer:
    "Niemand hat vor eine Mauer zu errichten." (W. Ulbricht 1961)

  2. Kritiker meint: (29.5.2009 um 18:32) AntwortenReply to this comment

    Wenn mans ich die Zusammenfassung der Anhöhrung durchliest muss man sich wirklich fragen was für inkompetente Leute dort Gesetze machen. Keine Ahnung von Abuse, keine Ahnung vom Domainverwaltung. Das tut wirklich weh.

  3. hmmm meint: (29.5.2009 um 20:17) AntwortenReply to this comment

    @ 1. Stefan

    Wenn dann bitte richtig zitieren, und das wäre dann so wie es schon im Link formuliert ist:
    "Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten." (W. Ulbricht 1961)

    Was da im Bundestag passiert ist wirklich ungeheuerlich. Soviel geballte Inkompetenz, Sturheit und Ignoranz ist bemerkenswert.

  4. EDK meint: (29.5.2009 um 20:18) AntwortenReply to this comment
  5. Dirk Becker meint: (29.5.2009 um 20:40) AntwortenReply to this comment

    Nett. Da entwickelt jemand einen Filter für jugendgefährdende Inhalte und bemüht einen Automaten, um den Inhalt von Internetseiten entsprechend zu werten. Mal abgesehen davon, das wir heute schon die Standardantwort lesen, die bemüht werden wird, wenn mal jemand (ganz versehentlich natürlich) fälschlicherweise auf so einer Sperrliste auftaucht, (Ach, der dumme Crawler, ja ja, der ist recht wählerisch, nech…Wäre so eine Ausrede gerichtsfest? Wer haftet?), frage ich mich natürlich: Was sind das eigentlich für Informatiker, die solchen einen Bockmist produzieren. Es ist hinlänglich bekannt, das natürliche Sprache nur unzureichend von Automaten bearbeitet werden kann. Da kommt selten was Gescheites bei heraus. Zwar gibt es Krücken, mit denen man die Ergebnisse einer maschinellen Übersetzung in erträgliche Bahnen lenken kann (Petrinetze etc.), aber auch diese Methoden versagen völlig, sobald ein kreativer Sprachgebrauch ins Spiel kommen. Wie es zum Beispiel bei Satire der Fall ist. Übertreibungen, wilde Assoziationen, wüste Wortkreationen, Ironie die gesammte Palette der Rhetorik eigentlich… Natürlich ruft der Crawler da "PORNO", wenn er solche Seiten analysieren soll. Manchmal möchte man den Internet verantwortlichen in Deutschland einfach zu rufen:

    http://www.dj-mixes.com/pics/15494no_brain.jpg

  6. Sinnfrei meint: (29.5.2009 um 20:56) AntwortenReply to this comment

    Und niemand hat auch die Absicht in Deutschland einen Überwachungsstaat zu errichten: http://www.youtube.com/watch?v=VCepdYEOdro

  7. Martin_mb meint: (29.5.2009 um 21:10) AntwortenReply to this comment

    @ Pornoanbieter bzw. Lawblog-Filterung

    Ich wusste, daß sich der Pussy-Content irgendwann mal rächen würde…

    @ Der gläserne Kunde

    "Der gläserne Kunde ist ein Dunkelmann gegen mich. Diese Leute wissen jederzeit, wo ich bin. Wo sie mich holen könnten. Warum mache ich das?"

    Mein Tipp wäre gedankenlose Gier…

  8. Müllionarr meint: (30.5.2009 um 01:55) AntwortenReply to this comment

    Lotto: Ich verstehe nicht, wieso der gesamte Gewinn gepfändet wird, wenn maximal ein Drittel davon abzugeben ist.

  9. pixepl-peter meint: (30.5.2009 um 17:45) AntwortenReply to this comment

    Wie war das mit Dem Walter Ulbricht? "Mior ist nischt bekannt das solsche Absischten bestehen[...]Die sozialisdischen Orbeiter befassen sich mit Wohnungsbau"

    Gibt es ein schönes lied von Patenbrigade Wolff
    http://www.youtube.com/watch?v=1FPuk4N7JEw

  10. wuhr meint: (30.5.2009 um 22:10) AntwortenReply to this comment

    Kleine Meldung aus meiner Region (ich hoffe das ist okay):
    Spruch eines 15-Jährigen auf dem Schulhof bez. Amoklaufs kommt nach einer Woche dem Schulleiter zu Gehör. Wenige Stunden später durchsucht Polizei Zimmer und PC, Staatsanwältin erwägt Anklage. Schüler entschuldigt sich bei jeder Klasse einzeln.
    http://www.newsclick.de/index.jsp/menuid/2048/artid/10412539

    Ich hoffe mal, dass es nicht noch zu einer Anklage kommt, denn der Junge wird aus dem Prozedere bestimmt schon seinen Teil gelernt haben. Gegen 7.- oder 8.-Klässler zu ermitteln wirkt auf mich dann doch etwas krass. Oder sollte das etwa Üblich sein?

  11. corax meint: (30.5.2009 um 23:24) AntwortenReply to this comment

    Links 384b

    <a href="http://www.fr-online.de/in_und_ausland/wirtschaft/aktuell/1777963_Ex-Bahnvorstand-Schaupensteiner-Ehemaliger-Oberstaatsanwalt-im-Zwielicht.html&quot; rel="nofollow">Der frühere leitende Oberstaatsanwalt Wolfgang Schaupensteiner im Zwielicht</a>

  12. zwoologe meint: (31.5.2009 um 00:24) AntwortenReply to this comment

    zur internetmauer:

    wenn sie sagen "niemand hat die absicht", dann stimmt es!
    genau wie damals, als die mauer wie angekündigt gebaut wurde und sich alle wunderten.
    denn keiner kannte den maurermeister anton niemand, der sich über den auftrag wahrlich freute. ;)

  13. JJPreston meint: (31.5.2009 um 15:06) AntwortenReply to this comment

    Bei dem Contentfilter verwundert mich die Blockade von Bildblog und die Freischaltung von bild.de ueberhaupt nicht. Fundorado ist einer der groessten Werbekunden des Regionalsenders Hamburg 1. Im Nachtprogramm, selbstverstaendlich. Und einer der Hamburg 1-Teilhaber ist der Axel Springer Verlag. Und ich kann mir nicht vorstellen, dass der ASV nur bei HH1 drin haengt…

  14. O.Q. meint: (31.5.2009 um 19:23) AntwortenReply to this comment

    @Jugendschutz: Omannomann. Was für 'ne Konstellation:

    - Politik beschließt eine Regelung, die den Einsatz einer Software verlangt, die's so nicht gibt;
    - damit überhaupt etwas vorangehen kann, werden "Modellversuche" zugelassen;
    - Contentanbieter schickt also etwas in den Modellversuch, mit nicht allzu großer Motivation, tatsächlich ein brauchbares Produkt abzuliefern (kaufen will's ja wohl niemand);
    - Produkt ist schon vom Ansatz her offensichtlich unbrauchbar;
    - KJM kann den Modellversuch nicht abbrechen (sonst würde man ja zugeben, dass das ganze Verfahren nicht funktioniert);
    - KJM kann den Modellversuch auch nicht positiv beenden (da Produkt offensichtlich unbrauchbar);
    - folglich läuft der Kompromiss "Modellversuch" seit 4 Jahren weiter, ohne absehbares Ende.

    Besonders nett finde ich die Passage im Interview, dass "täglich mindestens zwei Mitarbeiter" die Seiten raten. Zwei Mitarbeiter, die das gesamte deutschsprachige Webangebot klassifizieren sollen – da reicht wohl nicht mal 'n Hochleistungsdrucker aus.

    Bin ja gespannt, wie die Sache ausgeht…

  15. O.Q. meint: (31.5.2009 um 20:11) AntwortenReply to this comment

    Nachtrag für alle, die hier noch an eine politische Verschwörung glauben – oder die meinen, dass zumindest Mainstream-Seiten manuell überprüft werden:

    "Die Seite bbc.co.uk ist bereits in unserem Filter enthalten und wird als 'Sex-Seite 'hard'' eingestuft."

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