Innenminister greifen durch

Die deutschen Innenminister fordern ein schnelles Verbot von Hausaufgaben. Auf ihrer Frühjahrstagung waren sie sich einig, dass Hausaufgaben Jugendliche frustrieren. “Frust ist ein wesentlicher Grund dafür, dass junge Menschen Amok laufen”, erklärten die Politiker. “Fast alle Amokläufer haben sich mit Hausaufgaben beschäftigt, bevor sie sich zu ihren gefährlichen Aktionen hinreißen ließen.”

Hausaufgaben sollen möglichst noch vor der Bundestagswahl verboten werden. Wegen der Gefahr, dass emsige Schüler sich von indischen Nachhilfelehrern Hausaufgaben übers Internet aufgeben lassen, erwägen die Innnenminister die Einführung des sogenannten Internetpasses. Dieser muss vorgezeigt werden, wenn Domains im Ausland aufgerufen werden.

Mit anderen möglichen Anreizen für Amokläufe werden sich die Innenminister aus Zeitgründen erst in der Zukunft beschäftigen können. Über privaten Waffenbesitz wird nach dem jetzigen Terminplan auf der Herbstkonferenz im Jahre 2022 beraten.

  • Höxter_lebt

    Nicht die Nerven verlieren, Herr Vetter! Und nicht vergessen: In Guantanamo werden bald ein paar Zellen für renitente Rechtsanwälte frei…

  • http://www.stuermische-gedanken.de DeserTStorM

    Hm ist jetzt lachen oder weinen die angebrachte Reaktion?

    Der Text ist göttlich :-) Die Botschaft zum heulen…

    Und ich musste immer Hausaufgaben machen, und bin nie Amok gelaufen. :-(

  • Kai

    Oh Herr wirf Hirn vom Himmel

  • http://www.bernhardwilmer.de wilmer

    Jep! Bowling for Columbine; Michael Moore hat das schon ganz richtig gesehen.

  • mez

    Wieso hissen die Politiker nicht gleich eine weiße Fahne über dem Reichstagsgebäude – zum Zeichen der Kapitulation vor den gesellschaftlichen Problemen der heutigen Zeit.

    Was da derzeit diskutiert wird ist doch die reinste Bankrotterklärung. Simulation von Handlungsfähigkeit auf Kosten der Grundrechte.

  • W.S i.R.

    und was ist mit Killerspielen?

  • llamaz

    Wieso hissen die Politiker nicht gleich eine weiße Fahne über dem Reichstagsgebäude – zum Zeichen der Kapitulation vor den gesellschaftlichen Problemen der heutigen Zeit.

    Was da derzeit diskutiert wird ist doch die reinste Bankrotterklärung. Simulation von Handlungsfähigkeit auf Kosten der Grundrechte.

  • Strike Counter

    und was ist mit Killerspielen?

  • Johann

    [x] Wehrpflicht verbieten

  • Alex

    So schlecht können Waffen auchnicht sein. Immerhin sind sie sogar in Kirchen geduldet: http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,628758,00.html
    Könnte sich natürlich ändern, wenn mal einer eine moderne Version von Soddom und Gomorrah nachspielen will

  • studiosus juris

    Mäßig gutes Posting über ein ausgelutschtes Thema. Durch den letzten Satz zum undifferenziert-schlechten Posting geworden.

  • 3247

    @9: Quark. Schüler, die Amok laufen, haben doch ohnehin ihren Wehrdienst noch nicht geleistet.

  • Franz

    Ja, so ist es mit den Themen. Die werden so lange ausgeschlachtet, bis sie “ausgelutscht” sind, und sich keiner mehr drum schert, wenn man drauf hinweist, dass was schief läuft. Und dann noch weiter, bis sich Leute schon drüber aufregen, wenn man drauf hinweist. Und dann wirds durchgezogen…

    Aber wie sagte schon Cato der ältere?? “Ceterum censeo… “

  • Mirko

    Brot!

    Ich sag’s Euch: Verbietet Brot! Jeder Attentäter hat vor seiner Gewalttat Brot gegessen oder stand sonstwie mit Brot in Verbindung! Aber dagegen werden die Innenminister wohl nicht vorgehen. Das ist ihnen zu heiß. Typisch.

  • Innerer Mister

    Es sollte auch Schnupfen, Heiserkeit und Grippe in deutschen Klaasenzimmern verboten werden.

    Benimmt sich jemand zudem noch wie ein schwein ist die Gefahr einer Schweinegrippe gegeben.

    Die spinnen die Berliner Römer.

  • R.B.

    @15:

    Sauerstoff ist die Wurzel allen Übels.

    Nicht nur verhilft es dem Attentäter zur nötigen Zellatmung, nein, es sorgt auch noch ursächlich als Reagenz für den Abbrand von Schießpulver, Zündschnüren und Bombentreibstoff.

    Und dann ist es auch noch integraler Bestandteil von Dihydrogenmonoxid, über dessen Gefahren gar nicht genug aufgeklärt werden kann…

  • JN

    heisst dass man darf sich in zukunft die spiele illegal saugen? Ich darf und kann sie ja nicht mehr kaufen? Wäre eine interesante Veteidigung vor Gericht, oder??

    Mir recihts so langsam, alles wird verboten, weil Verbote billig sind. Die wahren Probleme werden nicht mal mit der Zange angefasst.

  • Kaine
  • Mheck
  • mheck

    @JN

    Deshalb darf man ja schon heute Drogen, Waffen, Kinderpornografie und Atombrennstäbe legal stehlen, weil man sie ja auch nicht kaufen kann.

  • Jaq

    Da bin ich sowas von dafür! Endlich denken die Innenminister mal mit.

  • handyaner

    wie? sit das jetzt ernst gemeint oder satire?

  • derRösrather

    Ist schon wieder der 1. April?

  • JLH

    Ihr vergesst etwas:

    Innenminister sind hier am Verbieten von etwas, was sie selber _nicht unmittelbar_ kennen.

    In dieser Hinsicht sind Hausaufgaben oder Brot schlechte Substitute.

    Man beachte in diesem Gedankenzusammenhang auch die Verboten von Alkohol (kennen Politiker meistens) und Gras (kennen wohl weniger Politiker).

  • Bastian

    Ich verstehe den Sarkasmus nicht. Zwei Mitglieder meines Freundeskreises sind mit einer Counter-Strike Verpackung erschlagen worden. Und was man mit der DVD so alles anfangen könnte.

    Waffen töten keine Menschen: Computerspiele tun es…

  • Die Maus

    Also liebe Kinder, ich möchte euch was für die Zukunft mitgeben.

    Also Ihr dürft euch später selbstständig machen und Handel mit Ländern betreiben denen die Menschenrechte genauso am A…. vorbeigehen wie Menschen die am Arbeitsplatz vor Erschöpfung sterben (oder Menschen die von Panzern überrollt werden.)

    Ihr dürft natürlich auch ein(e) Haus/Wohnung kaufen, Erdgas von dem schlafenden Bären beziehen und den regierenden Massenm.. äh Präsidenten zu eurem Geburtstag einladen.

    Ihr könnt natürlich auch auswandern, zB in das Land der unbegrenzeten Schürfrechte, und euch dort selbstständig machen. Bevorzugt eine Firma die in irgendeiner Weise etwas mit Öl produziert. Wenns dann mal nicht soo gut läuft, ist das alles kein Problem. Die Regierung dort annektiert das schon.

    Das ist alles erlaubt und damit hat auch gar keiner in irgendeiner Weise ein Problem.

    Aaaaber wenn ihr den sportlichen Wettstreit, mit euren Bekannten, im Internet sucht seid Ihr eine potentielle Bedrohung für unser Land und das ist ein NO GO.

    Das hört sich aber alles sehr komisch an ist aber so.

    Mit den besten Grüßen
    Die Maus

  • Die Maus

    Also liebe Kinder, ich möchte euch was für die Zukunft mitgeben.
    Also Ihr dürft euch später selbstständig machen und Handel mit Ländern betreiben denen die Menschenrechte genauso am A…. vorbeigehen wie Menschen die am Arbeitsplatz vor Erschöpfung sterben (oder Menschen die von Panzern überrollt werden.)
    Ihr dürft natürlich auch ein(e) Haus/Wohnung kaufen, Erdgas von dem schlafenden Bären beziehen und den regierenden Massenm.. äh Präsidenten zu eurem Geburtstag einladen.

    Ihr könnt natürlich auch auswandern, zB in das Land der unbegrenzeten Schürfrechte, und euch dort selbstständig machen. Bevorzugt eine Firma die in irgendeiner Weise etwas mit Öl produziert. Wenns dann mal nicht soo gut läuft, ist das alles kein Problem. Die Regierung dort annektiert das schon.
    Das ist alles erlaubt und damit hat auch gar keiner in irgendeiner Weise ein Problem.
    Aaaaber wenn ihr den sportlichen Wettstreit, mit euren Bekannten, im Internet sucht seid Ihr eine potentielle Bedrohung für unser Land und das ist ein NO GO.

    Das hört sich alles sehr komisch an ist aber so.

    Mit den besten Grüßen
    Die Maus

  • Manuel

    http://de.sevenload.com/videos/SyMWUPh-Kinder-fragen-Politiker-nach-dem-internet

    Mehr sag ich dazu nicht, außer das die meisten Politiker zu alt sind.

  • Maximilian

    Also hausaufgaben verbieten…find ich gut.
    Die jugendlichen sollen in der Schule Lernen und nicht zu hause, dann müssen die schüler die sowieso zu hause die schulaufgaben machen auch mahl im unterricht zuhören und den nicht stören.
    Das soll nicht heisen, dass zu hause nicht gelernt werden soll.

  • Gonzo

    Natürlich verbieten sie Computerspiele. Das ist schnell, einfach, widerstandslos und sieht toll aus. #7 hats ja auch schon geblickt. War mir schon vor Wochen klar (echt jetzt). Keinem der ihnen mal ab und zu was spendiert wird tangiert, keinem müssen ein paar Millionen mehr Euros im Haushalt eingeräumt werden. Günther und Elfriede sind sicher auch dafür! Aber jetzt haben sie es geschafft, sogar ich faules Stück werden mich die nächsten Wahlen aufraffen und mein Kreuz in der Grundschule machen. So wie es immer gefordert wird, bloss nicht an der Stelle wo die es sich vorstellen. Wird zwar auch nix ändern ausser 10^-X % für irgendeine nicht-Volkspartei, aber immerhin habe ich dann kein schlechtes Gewissen! >:/

    Howgh!

  • Schulzkis

    Hausaufgaben als Grund für Amoklauf?
    Selbstverständlich !

    Fragen Sie sämtliche Eltern dieses Landes, was sie beim Kontrollieren der Hausaufgaben bzw. gemeinsamen Machen der Hausaufgaben empfinden: AMOK PUR.

    (Oder sind nur meine Kids solche faulen Schlampensäcke?)

  • chiefelder

    Politiker kommen doch einfach nicht auf die offensichtliche Lösung. Warum verbietet man nicht einfach Amokläufe? Kann sich damit mal eine Expertenkommission befassen? Muss ich denn alles selbst machen…

  • Olray

    Und ich hab meine Hausaufgaben immer abgeschrieben. Da habe ich aber noch einmal Glück gehabt!

  • derRösrather

    @35 chiefelder

    Prima Idee! Den Vorschlag müssen Sie dem Rolli-Wolli, dem Schwafelspütz und meinem “besonderen Freund” WoBo (Wolfgang Bosbach) mal mailen. Die Gesetzesinitiative wird gleich angestoßen werden von unseren Fachleuten für innere Sicherheit .. die brauchen nicht mal Experten dazu. Sind ja schließlich selber alles Experten ;-)

  • Pete

    Schade, dass am Sonntag erst ab 18 Jahren gewählt werden darf. Dieser Quark der Inselbegabten-Konferenz hätte sonst noch ein paar zehntausend Stimmen mehr für die Piraten aktiviert.

  • http://85.25.81.140/members/zensur/ für stopp der killerspieleverbotsvorhaben – titat aus http://85.25.81.140/members/zensur/

    Zu der ungerechten und vom Thema ablenkenden Zensur und Verbot von “Killerspielen” usw.

    Mal einer Homepage entliehen, der Page

    http://85.25.81.140/members/zensur/

    und zwar als Zitat, was ja erlaubt ist:

    ” Der Staat, die Masse und die konservativen Medien vermeiden seit je her Berichterstattung über die Tatsache das der Grund für auftretende Gewalttaten durch sonst als harmlos geltende Bürger auf der inneren Unterdrückung der Menschen durch den Anpassungsfimmel allerorten beruht. Die gesellschaftliche Forderung nach “Anpassung”, die im übrigen meist irrational ist, raubt den Menschen so sehr Kraft, daß das ihre Leistung, ihre Psyche und ihre Lebensqualität schwächt, und zwar leider ohne das sie es selber merken. Die verinnerlichen das ja leider. “Sie wollen was sie sollen.” Die Verantwortlichen lenken die Aufmerksamkeit der Bürger deshalb gekonnt auf “brutales Fernsehen” und “Killerspiele” und dergl. ”

    http://85.25.81.140/members/zensur/

  • murks

    @30 “Natürlich verbieten sie Computerspiele. Das ist schnell, einfach, widerstandslos und sieht toll aus.”

    Dass das widerstandslos gehen wird, glaube ich kaum. Die Politiker werden sich noch umschauen. Die denken sie haben es mit kleinen Minderheiten von 16 bis 20 jährigen zu tun, die sich nicht wehren können. Die glauben wirklich, daß ihnen jeder erwachsene Wähler Beifall klatscht.

    Ich spiele auch gern mal Egoshooter wie Americas Army, Enemey Territory oder True Combat. Ich bin Unternehmer und bin Mitte 30. Damit liege ich ziemlich genau im Durchschnitte, den der durchschnittliche Computerspieler in Deutschland hat die 30 bereits überschritten.

    CDU und SPD sind gerade dabei den Bogen zu überspannen, sie haben es nur noch nicht gemerkt. Denn die Einschätzung es hier mit Minderheiten zu tun zu haben täuscht gewaltig. Alleine Counterstrike wurde in Deutschland über 500.000 mal verkauft. Von einem solchen Verbot wie es jetzt wieder ins Gespräch gebracht wurde währen aber Millionen Computerspieler betroffen.

    Nur noch ein kleines Stück weiter und das gibt einen Aufstand. Auch in den Parteien selbst fängts dann an zu rumoren. Die Mitglieder der Jusos oder der jungen Union spielen abends am Computer garantiert nicht “Barbies Horse Adventures”.

  • Sven Geggus

    Alternativ könnten wir einfach auch STOPP-Schilder vor Schulen aufstellen.

  • http://fokko.wordpress.com/ Fokko vom Fantasy-Blog

    LOL Guter Artikel! Allerdings hst Du da im Scherz gar nicht so weit neben das Schwarze getroffen. Hausaufgaben machen einen nicht unerheblichen Teil des Schulstress aus und der wiederum ist verantwortlich für viele Probleme, die unsere Kids heute haben.

    Nur: Man redet nur davon, wenn einer um sich ballert. Wenn einer oder eine, der/die es einfach nicht mehr packt, still und leise aus dieser Welt verschwindet, interessiert das keinen. Ich habe keine Zahlen zur Hand, aber ich gehe jede Wette ein, dass Kinder-/Jugendlichen-Selbstmorde aufgrund von Schulstress (und überzogener Erwartungshaltung der Eltern!) jedes Jahr mehr tote Kinder verursachen, als alle Amokläufe, die es je gegeben hat.

    Also im Ernst: Hausaufgaben gehören wirklich weg!

  • suki11

    Wenn die unbedingt was zum Verbieten brauchen, muss man es ihnen halt geben.
    Ich opfere freiwillig mein Lieblingsspiel: http://www.theonion.com/content/video/hot_new_video_game_consists
    Aber Vorsicht! Das spiele ich schon seit Wochen Tag und Nacht. Wer weiß wie ich reagiere. (Die Demo geht auch :D)
    Ich warte auf den Mod, mit den Faces der Unions-Innenminister …

  • TheDoctor

    Alles Kappes, Kai Biermann von der ZEIT hat es auf den Punkt gebracht: http://www.zeit.de/online/2009/24/killerspiele-verbot-innenminister
    Alles nur Gewimmer von verzweifelten, zahnlosen alten Tigern, die am Verhungern sind.

  • suki11

    Und: Das sind halt konservative alte Leute. Die müssen halt irgendwas Junges verbieten, damit sie sich nicht so alt fühlen, wie sie sind und das Gefühl haben, noch zu irgendwas nütze zu sein. Fast könnte man Mitleid haben …

  • ich wars

    ich wäre dafür :D

  • http://kissaki.clandooc.de/ Kissaki

    Ich hab mich köstlich amüsiert :P
    Vor allem wenn man vorher weiß, worum es geht, köstlich.

  • lawblogleser

    Na, die Herren Schäuble und Schünemann…
    kurz vor der Europawahl noch schnell ‘ne Nebelkerze abfeuern?
    Da machts ja einem Angst und Bange was die noch alles auspacken werden bis zur Bundestagswahl.
    Ich kann nur hoffen, das die (nicht gerade kleine) Gamer-Gemeinde Deutschlands diese Herren bei den Wahlen dermassen abstraft, dass es selbst ewig gestrige wie der Hetzprediger des Inneren merken, dass sie sich ins eigene Knie geschossen haben.

    Den Politclowns würde ich dringend empfehlen das hier zu lesen, wenn sie denn an echten Antworten interessiert wären

    http://maniac.de/content/leserpost-mein-verhinderter-amoklauf

    Ich spiele jetzt seit GameBoy und NES Zeiten Konsolen und Computerspiele, StreetFighter, Wolfenstein, Counter-Strike (und den Pilze süchtigen Drogen Klempner Mario und den Igel auf Speed etc.),
    noch nie hat mich eines dieser Spiele so aggressiv werden lassen wie es 2 Sätze von Schäuble, Wiefelspütz, Bosbach, Herrmann, Schünemann oder Konsorten können. Zum Auswandern ist das.

  • mind

    Ich bin also gefährdet???!!! :o

  • ralf

    Wenn das den Weg ins Gesetzgebungsverfahren findet, wärs dann nicht Zeit für ne neue Online-Petition?
    Die Teilnehmer dürften auch da gewaltig sein, grad weil die Gamer nicht gut gruppenweise organisiert sind.

  • lawblogleser

    @ 52 ralf:

    Ich unterstütze den Antrag ;-)

  • Sinnfrei

    Das schlimme ist nur, auch wenn hier im Internet ein paar Leute entsetzt aufschreien – da draußen vor der Bildzeitung interessiert das keine Sau.

  • Sarfa

    @54/Sinnfrei … und genau da liegt der Gedankenfehler. Diese “paar” Leute, die sich im Internet aufregen, sind sehr wohl auch “da draußen” präsent – nur eben nicht in einer zentralen Massendemonstration. Der Protest im Internet verläuft denzentral. Und das ist auch gut so. Für jeden gibt es einen richtigen Platz. Anstatt jetzt eine Demonstration mit 4 Rednern zu haben, aber 100 Mitdemonstranten, haben wir 40 Redner mit einer nicht weniger engagierten Masse.

    Solange aber die jetzt noch vorhandene Politikergeneration nur auf den Faktor “Masse Strasse” schaut (und ihn weitesgehend ignoriert), wird die “Internetcommunity” (allein dieses Wort ist ein Zeugnis von Nichtverständnis, wie dieses Netz funktioniert) auch nur als Randgruppe dargestellt.

    Doch die laufende ePetition zu den Sperrvorhaben hat eindeutig gezeigt, dass man es eben doch zentral und somit Massenwirksam bündeln kann. Ich hab mich schon gefragt, wann hier in den Kommentaren eine Petition in der Richtung angesprochen wird, wie es 52/ralf tat. Es gibt dieses Mittel der Zentralisierung des dezentralen Internets. Und das wird wahrgenommen. (Spiegelonline sprang ja auch glorreich auf den Zug auf, als plötzlich diese Bündlung stattfand).

    Vorratsdatenspeicherung, die letztjährige Verschärfung in Bezug auf Computerspiele wurde geschluckt / in etlichen Diskussionsebenen im Internet diskutiert – es fand aber keine Bündlung statt.

    Mit der ePetition von Franziska Heine hat sich aber eine neue Ebene aufgetan, denn nun wurde die Wirksamkeit dieses Mittels der Bündlung vor Augen geführt. Und ich bin mir sicher, dass es auch zukünftig genutzt werden wird.

    Nur dann muss man auch beachten, dass wir jetzt Wahlkampf haben. Jetzt kann man durch augenscheinlichen Protest noch Reaktionen verursachen (siehe Paintball-Verbots-Vorhaben). In einem Jahr sieht die Geschichte schon anders aus.

  • Nur mal so

    Sarfa: Ich finde es einigermaßen absurd, von der Zahl der Zeichner der ePetition darauf zu schließen, dass eine Mehrheit oder auch nur ein Großteil der Deutschen dahinter stünde. Wäre das Vorzeichen nämlich umgekehrt, würden die Leute sofort eklären, dass das Ergebnis nicht repräsentativ sei und wahrscheinlich sogar Manipulation vermuten. Wenn man dann noch bedenkt, dass es im Gegensatz zu einer Demonstration ein sehr großes Zeitfenster gibt, um sich zu beteiligen, und das sogar in der Tagesschau darüber berichtet wurde, dann ist die Zahl der Mitzeichner meiner Meinung nach erstaunlich gering. Selbstverständlich gilt hier nicht der Umkehrschluss.

    Wenn Leute mitbekommen, dass man mit 100000 Unterschriften großen Einfluss hat, dann werden auch solche, die politisch eher desillusioniert sind, davon Gebrauch machen und dann findet man sicher auch für sehr obskure Forderungen demnächst 100000 und mehr Mitzeichner.

  • Zhuk -der Klaus-

    @OP Schocking. Vielleicht, weil das so nah an der Realität ist, dass man diesen Leuten auch so einen Geniestreich zutrauen würde.

  • Sarfa

    @62/nur mal so: Mitnichten möchte ich der ePetition von Franziska Heine irgendeine quantitative Quälität im Sinne von “Mehrheit von xyz” zurechnen. Da missverstehen sie mich leider. Es ist schlicht ein Mittel Meinungen unter einen Schlagwort (und nichts weiter sind die paar Zeilen der Petition) zu Bündeln … eben den Komplex “Internetcommunity” zu einer Demonstration zu karren. Natürlich spielt auch der Punkt “Zeichnung über Zeit” mit rein – und durch entsprechende Medienpräzens (ob jetzt Tagesschau oder Lawblog ist im Endeffekt die selbe Qualität) wird dafür auch Zuwachs geleistet. Aber genau so funktioniert doch das denzentrale Internet: Ein Beitrag taucht igendwo auf, wird vernetzt, erlangt Resonanz und Verbreitung, wird aufgegriffen (mit Zustimmung oder Ablehnung).

    Ob jetzt 100.000+ Mitzeichner viel oder wenig sind, kann und will ich nicht sagen. Aber zumindest für mich kann ich sagen, dass ich lange überlegte, ob ich meine Daten dort hinterlasse. Das spielte für mich persönlich schon sehr stark mit rein. Aber jedem sei seine eigene Motivation überlassen, darin unterscheidet sich diese ePetition nicht viel mehr als von jeder Straßenunterschriftenaktion – nur vielleicht durch den Punkt der Anmeldeprozedur.

    Wenn 100000 und mehr Mitzeichner der Meinung sind, dass dies “obskure Forderung” berechtigt ist, was ist daran falsch? Es ist ein Mittel der Meinungsäußerung – nicht mehr und nicht weniger. Was daraus für Folgen abgeleitet werden, ist eine andere Frage. Ich denke nur weiterhin, dass mit der von Franziska Heine initiierten ePetition demonstiert wurde, dass es sehr wohl ein Mittel gibt, was auch wirken kann – dazu bedarf es aber natürlich entsprechender Hintergrunddiskussionen … und diese finden sich in den vielen dezentralen Weblogs und Foren. Jegliche Petition / Demonstration / Unterschriftenaktion ist nur Mitläufertum angestoßen von wenigen. Interessant wird es, wenn man den ganzen Diskussionen um den Komplex folgt – und das Internet bietet endlich die “Plattform” diese Diskussionen zu vernetzen und zu archivieren. Darin liegt der Reiz und das Neue (da soetwas nun problemlos und quasi gratis möglich ist).

  • Kai

    @57: Müsste Computec Verlag und Gamestar mal gemeinsam Werbung machen und zur Abstimmung aufrufen, dann könnte man eine gute Menge bewegen.

  • ralf

    Die Petition von Franziska Heine hat viel mehr bewirkt, als die Stimmen aussagen. Die Medien wurden aufmerksam, plötzlich erschienen auch kritische Artikel und meiner Meinung nach kann die öffentliche Meinung hierzu durchaus noch kippen (jedenfalls bei den Politikern). Nämlich dann, wenn auch der dumme Hans begreift, daß er nur mit Symbolpolitik ständig verarscht wird. Das mag zwar am Ausgang der nächsten Wahl nichts ändern, aber auf Entscheidungen der Regierung hat die Community mittlerweile eindeutig großen Einfluß.

    Man denke an das schwachsinnige Paintballverbot, wo der Miefelswitz von den Leuten sachlich so platt gemacht wurde (warum ist Degenfechten keine Tötungssimulation?), daß der Schwachsinn offensichtlich wurde. Das wurde dann auch in den Blogs und Medien bekannt…und ratzfatz war das Verbot gegessen. Das spreche ich eindeutig der Internetgemeinde zu. Die Presse hätte darauf kaum kritisch reagiert und es wär mal wieder völliger Schwachsinn durchgewunken worden.

    Es geht nicht um Mehrheiten, es geht um Aufmerksamkeit, Meinungsbildung und Meinungshoheit im Rechtsstaat und die zu gewinnen ist nun mal etwas schwieriger geworden, seit sich die Leute ihre Infoquellen selber suchen und ihre Meinung selber bilden dürfen.

    Resistance is NOT futile!

  • ralf

    @65 Kai
    Eine gute Idee, aber auch generell glaube ich, daß in keinem Teilbereich des Web die Teilnahme so rege wäre wie bei den Gamern, weil a.) Solidarität in der Sache herrscht und b.) bei denen News spreaden wie nix =)

    Vor allem, daß die Petition auch unter 18jährige zeichnen dürfen, wäre mal ein echter Vorteil dabei.

  • victim
  • wers glaubt wird seelig

    es wurde ja auch Zeit…

    guter Einfall, bestätigt die Pisa-Studie
    Gutmenschentum “a la carte”

    bravo Vetter

  • http://rainerinnreiter.blog.de/ Rainer

    Seltsam nur, dass über das älteste und gefährlichste Killerspiel nie gesprochen wird. Es heißt “Krieg” und hat, och, bestimmt schon mehr als 10 Menschen das Leben gekostet. Schade, dass es sich nicht einfach verbieten lässt.

  • http://fernetpunker.wordpress.com fernetpunker

    Wieder ein Eintrag der Kanzleikinder. ;-)

  • Ulrich

    Wundert mich schon sehr, daß der bisher immer liberale Udo sich an der undifferenzierten, mit dem Ziel der Freiheitseinschränkenden Polemik unserer Politaktivisten beteiligt. Heute Waffenbesitzer, morgen Geländewagenbesitzer (sind schließlich gefährlich für Fußgänger) oder Biertrinker (man wird dick und doof davon), Comics (verblöden die Leute, sollen lieber Pareiprogramme lesen), Internet (da stehen ja schließlich unbequeme Wahrheiten drin)… Liste lässt sich mit ein wenig Phantasie beliebig erweitern und jeder ist dann betroffen.

  • woop

    @20: Ich denke er meint eher was in der Art von “Wenn die Spiele in Deutschland verboten sind, werden sie hier auch nicht lizensiert -> keine Urheberrechts klagen”

  • Ferguson
  • Frank

    Hier im Stuttgarter Raum, wo ich herkomme, habe ich eine seltsame Änderung der nach Außen hin gegeben Kommunikation bemerkt. Alles, was nicht reflexhaft nach Verboten zum Themenkomplex: Waffenrecht, Sportschützen, Computerspiele, Gewalt an Schulen (psych/phys) schreit, wird per se als, ich zitiere: “Verhöhner/ung der Opfer von Winnenden denunziert. Das kann man auch schwer bestreiten, denn dann steht man gleich im Verdacht, dass es einem ja eh egal ist, oder in verschärfter Form, (noch nicht offen, sondern im Subkontext)”Ja wie, bist Du auch für die potentiellen Killer und Waffennarren auf den Schießstanden am Rande der Stadt?” So geschehen in einem Leserbrief der Stuttgarter Zeitung über eine Reportage eines Schützenvereins aus Backnang, wie sich dort das Vereinsleben nun darstellt im Zeichen post Winnenden, 20 Km vom “Ground Zero” entfernt. Diese “Aktionsgemeinschaft” schickt sich an, die Deutungshoheit und den öffentlichen Diskurs für sich zu vereinnahmen. Da ist es nicht verwunderlich, dass ihre Diskussion (http://www.aktionsbuendnis-amoklaufwinnenden.de)so viel tiefe erfährt, wie ein Proton drei Dimensionen. Ich hoffe, dass ist nicht zu sehr OT.
    Ist das die fünfte Kolonne des Rollstuhlfahrers?

  • http://www.philex-design.de Sven

    Man muss ja kein Baum sein, um den Regenwald verbieten zu können… äh ne, der ging ja anders.

  • LiberalerDenker

    “Wundert mich schon sehr, daß der bisher immer liberale Udo sich an der undifferenzierten, mit dem Ziel der Freiheitseinschränkenden Polemik unserer Politaktivisten beteiligt. Heute Waffenbesitzer, morgen Geländewagenbesitzer (sind schließlich gefährlich für Fußgänger) oder Biertrinker (man wird dick und doof davon), Comics (verblöden die Leute, sollen lieber Pareiprogramme lesen), Internet (da stehen ja schließlich unbequeme Wahrheiten drin)… Liste lässt sich mit ein wenig Phantasie beliebig erweitern und jeder ist dann betroffen.”

    Vollkommen richtig.

    Wer das Verbot von Waffenbesitz unterstützt, unterscheidet sich eben NICHT wesentlich von denen, die den Besitz anderer per se unschädlicher Objekte verbieten oder (noch mehr) einschränken wollen.

    Ja, auch ohne legalen Waffenbesitz gäbe es Amokläufe. Ebenso bei Verbot von “Killerspielen”. Warum? Weil beide KAUSAL eben nichts mit diesem Phänomen zu tun haben, sondern Symptome als auch Mittel zum Zweck sind.

  • http://www.petitionsforum.de Morgen wählen gehen!

    @LiberalerDenker(85):
    Also (legalen) Waffenbesitz mit “Killerspielen” gleichzusetzen halte ich für genauso falsch.
    Mag beides nicht (mono)kausal sein, aber der Besitz einer Waffe bietet Gelegenheit, im Gegensatz zum “Killerspiel”.

  • Airfix

    Stoppschilder im Internet.
    Verbot von Killerspielen.
    Ist schon wieder Wahl oder warum schlägt das Tal der Ahnungslosen jetzt verstärkt zu?
    Abgesehen davon, daß die Definition an sich schon schwammig ist, liegt der Steam-Server in den USA.
    Nichts ist leichter, als sich Killerspiel um Killerspiel legal über das Internet zu holen.
    Und was wäre, oh Schreck, wenn schlimme Menschen einfach vorhandene CDs oder DVDs kopieren und verbreiten!

  • KK

    @86:

    Gelegenheit macht Amokläufer?

    Schon mal in ner Küche gewesen? In einem Baumarkt? Im Lastwagenhandel?
    Riesige Messer, Motorsägen, Gartenhaken, Vorschlaghämmer,tonnenschwere Ungetüme… Was? Nicht Amok gelaufen?

    Wir sollten uns gegen jedwede sinnlose freiheitseinschränkende Anlassgesetzgebung stellen und nicht den schwarzen Peter hin und herschieben!

  • Piel

    Was kann man noch tun? Ich werde mein Hobby nicht wegen ein paar uninformierter und ignoranter Internetausdrucker aufgeben. Wird es zukünftig notwendig sein illegal Spiele zu importieren? Mache ich mich dann evtl. selber strafbar?

  • Räumpanzer

    Es ist immer nur von Amokläufen die Rede, wenn ein Jugendlicher der Täter ist. Bei Erwachsenen wird euphemistisch von einem “Familiendrama” gesprochen. Das scheint die deutsche legitime Variante von “Ehrenmord” zu sein. Darüber wird oft auch nur regional berichtet. Die Täter sind aber fast immer im Besitz legaler Waffen und meist auch im Schützenverein. Das ist nunmal eine Tatsache. Zudem handelt es sich – mehr oder weniger – um Kurzschlussreaktionen. Die Mutmaßung, dass diese Personen also ohne Waffenbesitz schnell mal in den Baumarkt laufen oder sich auf dem Schwarzmarkt eine Waffe besorgten, ist ziemlich abwegig.

    KK: Tja, nur seltsam, dass solche Amokläufe und “Familiendramen” ohne Schusswaffen quasi nicht vorkommen. Außerdem dürfte dem einen oder anderen einleuchten, dass die Tötungsrate mit Messern etc. wesentlich niedrieger und die Gefahr für den Täter erheblich höher ist. Zudem kann er von Spezialkräften viel leichter per Schuß eliminiert werden.

    Wer behauptet es ginge darum, jede Gefahr für Leib und Leben zu verbannen, der hat nichts verstanden oder tut zumindest so. Es geht darum, völlig überflüssige Gefahren abzuschaffen.

    Wie oft muss man noch erklären, dass der einzige Sinn von scharfen Schusswaffen, das Töten ist, was Schusswaffen komplett von anderen gefährlichen Gegenständen wie Autos, Motorsägen und Küchenmessern unterscheidet?

    LiberalerDenker: Sie sind doch der erste, der Frau und Kind erschießt, wenn er arbeitslos wird.

    Frank: Komisch, ich habe von Einschränkungen für Waffennarren nichts gespürt. Während Veranstaltungen rund um Computerspiele kurzfristig abgesagt wurden, fanden dutzende wenn nicht hunderte Waffenmessen und Schützenfeste statt.

    Rainer: Ich glaube, Sie haben den Schuss nicht gehört. Krieg ist kein “Killerspiel” im Sinne eines Computerspiels. Im Krieg kommen echte Menschen zu Schaden bzw. werden schlichtweg getötet und verkrüppelt. Das mit spielerischen Simulationen, die bei allem Realismus nicht mal im Erferntesten die Grausamkeit eines Krieges vermitteln können oder auch nur wollen, gleichzusetzen, bei denen niemandem ein Haar gekrümmt wird, ist nicht nur zynisch sondern geradezu pervers.

    ralf: Das Paintballverbot wurde aber sehr schnell zurückgenommen, ganz ohne Petition, während “Killerspiele” seit Jahren immer wieder verboten werden sollen, obwohl sie es eigentlich schon sind. Und auch die Internetsperren sind alles andere als vom Tisch. Trotz ePetition, öffentlicher Diskussion, massenhafter Kritik von Experten etc. Es ist eben immer noch so, dass Schützen mehr Einfluss auf Politik haben, was wohl nicht zuletzt daran liegt, dass viele ranghohe Politiker selbst Schützen sind und ihre Wähler eher auf Schützenfesten vermuten als auf LAN-Parties. Der demografische Faktor trägt ebenfalls (noch) dazu bei, was sich aber wohl in 10-20 Jahren stark ändern dürfte.

  • Dirk

    Also ich meine, man sollte besser den Pollenflug verbieten. Der bringt nämlich meine Nase zum Amoklaufen.

    Im Ernst: Ist schon wieder der erste April und ich habe es nicht gemerkt? Ich will doch sehr hoffen…

  • http://netzfeuilleton.de SheephunteR

    Als nächstes Objekt der Begierde steht überigens Müsli aur der Agenda. Ja richtig gehört, Müsli. Denn auch hier wurde eine eindeutige Korrelation zu Amokläufen hergestellt: http://netzfeuilleton.de/2009/03/muesli-machte-tim-k-zum-moerder/

  • LiberalerDenker

    “Also (legalen) Waffenbesitz mit “Killerspielen” gleichzusetzen halte ich für genauso falsch.
    Mag beides nicht (mono)kausal sein, aber der Besitz einer Waffe bietet Gelegenheit, im Gegensatz zum “Killerspiel”.”

    Das ist deine Sichtweise, weil du anscheinend gegen Waffenbesitz bist. Deshalb versuchst du zu relativieren, und scheinbare Unterschiede hervorzustreichen, die für die Frage nach der Rechtmäßigkeit des Besitzes eigentlich völlig irrelevant sind. Der Besitz fügt niemandem Schaden zu. Niemand wird durch den Besitz in seinen Rechten eingeschränkt!

    Beide sind nicht kausal für die Taten verantwortlich. Der Täter vollzieht die Taten. Nicht die Waffe, und nicht das Killerspiel.

    Weiters: Deiner Argumentation nach sollte man ergo auch Fahrzeuge verbieten, denn diese könnten ja bei Verbrechen zur Flucht genutzt werden oder überhaupt erst zu diesen Taten verleiten (sie bieten ja eine “Gelegenheit”). Oder Stadtpläne, diese könnte ja der Planung dienen. Und nu?

    Was ist Messern? Nicht vergessen: Pistolen sind zB bei Sportschützen Hobbygeräte bzw Werkzeuge!

    Was ist mit Fahrzeugen? In Belgien wurde vor kurzem eine Amokfahrt veranstaltet! Sollte man Fahrzeuge nun verbieten?

    Es gibt vieles, womit Menschen andere Menschen töten können. Soll man alles verbieten, weil sich MANCHE Menschen falsch verhalten? Wo ist die Grenze? Wie rechtfertigst DU die willkürliche Wahl dieser Grenze? Warum willst du alle Menschen einschränken, weil sich einige falsch verhalten?

    Mach es dir nicht leicht, und denke ernsthaft darüber nach!

  • LiberalerDenker

    @Räumpanzer: “LiberalerDenker: Sie sind doch der erste, der Frau und Kind erschießt, wenn er arbeitslos wird.”

    Eigentlich hättest du dir dafür (für diese Unterstellung!) rechtlich eine am Deckel verdient.
    Aber bei jemandem, der sich “Räumpanzer” nennt, scheint wohl einiges schief zu laufen, wie man auch an deine Phantastereien merkt.

    “Wie oft muss man noch erklären, dass der einzige Sinn von scharfen Schusswaffen, das Töten ist,”

    Man muss schon gänzlich merkbefreit oder voller Propagandaflausen sein, um bei diesem Thema zB die olympischen Sportdisziplinen zu vergessen, in denen Schusswaffen vorkommen. JA, die wollen dann deiner Generalisierung nach dort wahrscheinlich auch töten.

    Weiters hast du keine Ahnung, was in Schützenvereinen passiert, wozu diese existieren usw. Aber Hauptsache, du kannst deine dümmliche Polemik absondern.

    “Es geht darum, völlig überflüssige Gefahren abzuschaffen.”

    Du bist also dafür, dass man PKW in ihrer Geschwindigkeit auf 30-60 km/h beschränkt? Du bist also für ein Verbot von ps-starken Fahrzeugen? Du bist also für ein Verbot von gefährlichen Sportarten? Du bist also für eine Abschaffung “jeder” gefährlichen Tätigkeit? Du bist für ein Verbot von Fahrzeugnutzung überall dort, wo Kinder, Radfahrer usw vorkommen? (TAUSENDE Verkehrstote jährlich!)
    Was überflüssig ist und was nicht bestimmst du?

    Spiele sind eigentlich überflüssig. Warum sollte man dort ein Risiko eingehen? Nur weil es dir passt, oder wie?

    “Die Täter sind aber fast immer im Besitz legaler Waffen und meist auch im Schützenverein. ”

    Quellen? Spar dir bitte deine Zusicherungen, dass das eine Tatsache sei. Du bist ja auch sicher tatsächlich ein Räumpanzer, oder?

    Weiters: Die meisten Verkehrsunfälle passieren mit legal gesteuerten Fahrzeugen. Deshalb muss man das Fahrzeuglenken abschaffen? Und nu?

    Die meisten Straftaten in Zusammenhang mit Waffen werden mit ILLEGAL besessenen Waffen begangen. Und nu?

    http://waffen-blog.net/?p=113

    Denk ernsthaft über den von dir abgesonderten Unsinn nach! Und unterlass das nächste Mal die Unterstellung, dass jemand Frau und Kind töten würde!

  • Liberaler Denker

    Hier noch eine Analyse zum NACHDENKEN:

    http://www.mek-schuetzen.de/PDF/fakten.pdf

    Wollt ihr die TOTALE Pseudo-“Sicherheit”? Um jeden Preis?

    Denn:

    “Von ca. 2.851 Straftaten gegen das Leben (Mord und Totschlag inkl. -versuchen) wurden im Jahr 1999 381 mit Schußwaffen, davon 22 legale Schußwaffen, begangen. In Prozentzahlen: 86 % der Tötungsdelikte wurden nicht mit Schußwaffen verübt, nur bei 0,7 % der Tötungsdelikte wurden legale Schußwaffen verwandt (wobei ca. 2/3 der mit legalen Schußwaffen begangenen Taten sogenannte “Beziehungstaten” sind, die nach Auffassung der Kriminologie ohnehin nicht verhindert werden können.)”

    http://www.fwr.de/index.php?id=109

    Was soll also der völlig unsinnige, weil SACHLICH am Thema vorbeigehende Schrei nach einem TOTALEN Verbot LEGALEN Waffenbesitzes?

    Legal besessene Waffen sind eben für den Gesamtmaßstab Deutschland mit seiner Bevölkerungszahl und seinen Strataten fast völlig irrelevant.

  • http://aktionismus.manuelbieh.com/ Manuel

    Okay, es gewinnt keinen Schönheitspreis und ist auch nicht ganz fehlerfrei. Aber ich fand die Idee einfach zu naheliegend um da nicht mal schnell etwas zu bauen:

    http://aktionismus.manuelbieh.com/?

  • Delphinmetzger

    Aufgebrachte Spießer mit ihrem “das sollte man verbieten”-Krakele sind nicht minder gefährlich als die Wiefelschäubles.

    Warum traut sich eigentlich niemand, den Angehörigen der Opfer von Amokläufen zu sagen, daß auch privater Waffenbesitz mit seinem Restrisiko ein Ausdruck bürgerlicher Freiheit ist, den es zu schützen gilt?

    All diejenigen, die sich unter Verweis auf (angebliche) psychische oder physische Defizite der Waffenbesitzer zu besseren Menschen erheben, nur weil sie keine Waffen besitzen möchten, entlarven sich als miese Relativierer, die nur ihre eigenen Freiheiten schützen möchten aber nicht die derjenigen, die sie nicht mögen. Mir geht es bspw. so auch mit SUV-Fahrern. Dennoch bin ich besonnen genug, nicht das Verbot von solchen Privatpanzern zu fordern, obwohl die jährlich wesentlich mehr Kinder killen.

    Die, die es ernst meinen mit der bürgerlichen Freiheit, gehen den steinigen Weg der Aufklärung und setzen sich mit den Waffenbesitzern auseinander. Die anderen mögen es lieber diktatorisch und rufen nach Notstandsgesetzen.

  • Liberaler Denker

    @Delphinmetzger

    Vollkommene Zustimmung!

    Freiheit erfordert Toleranz!

  • Frank

    Schüler gleich bis sie 18 sind in Lager stecken – die nennen wir dann Erziehungslager. Da sind die ständig unter Aufsicht und erhalten ein reichhaltiges kulturelles Angebot zu persönlichen Umerziehung. Und wenn die dann 18 sind, gehen die zum Bund. Frischfleisch. Wer dann immer noch da ist, naja den kann man ja dann immer noch kriminalisieren um ihn zu Dumpinglohnarbeit im Knast zu zwingen. (Damit hätten wir das Amok-, Kriminalitäts- und Arbeitslosenproblem auf einen Schlag gelöst)
    Toll %-)

  • Räumpanzer

    Liberaler Denker:

    “Wo ist die Grenze?”

    Das wurde schon mehr als einmal erklärt. Die grenze liegt da, wo der Sinn und Zweck eines Gegenstandes nicht vornehmlich das Töten selbst ist. Gegen Paintball, Gotcha, Luftgewehre habe ich gar nichts. Und auch mit Sportbogen kann ich leben, auch wenn man damit zweifelsohne töten kann. Nur sind die Teile ziemlich groß und die Schußfolge ist stark begrenzt. Im Gegensatz zu einer Handfeuerwaffe ist so ein Bogen aus nächster Distanz auch nicht allzu gefährlich und man hat auch unbewaffnet gute Chance sich zu wehren.

    Wenn Sie mich schon als Propandaopfer sehen, kommen Sie mir bitte nicht ausgerechnet mit Olympia, einer der ältesten und größten Propagandaveranstaltungen überhaupt. Das ist nun wirklich kein Argument. Allerdings kommen dort meines Wissens als Schusswaffen nur Luftgewehre beim Biathlon und Sportbogen zum Einsatz. Dass dort mit Revolvern oder Pistolen geschossen würde, wäre mir neu, aber es wäre noch lange kein Argument dafür und schon gar nicht für das Vorhandensein dieser Waffen in Privathaushalten.

    Es gibt auch friedlichere und weniger gefährlichere Methoden um Konzentration zu üben. Dafür braucht man keine scharfen Waffen.

    Auch wenn Sie jetzt wieder nur ablenken, gehe ich gern auf die Verkehrsregeln ein:

    Ich hoffe, Sie haben keinen Führerschein. Sonst solten Sie wissen, dass innerorts 50 km/h als Maximalgeschwindigkeit gelten, sofern nicht explizit per Schild mehr erlaubt wird. Innerstädtisch sind tatsächlich sehr oft nur 30 km/h und manchmal auch nur Schrittgeschwindigkeit erlaubt. Tatsächlich gilt fast überall auf der Welt auf Autobahnen eine Maximalgeschwindigkeit von etwa 130 km/h. Deutschland ist da die ganz große Ausnahme und genauso wie bei Schusswaffen sind es vor allem wahltaktische Gründe, die dafür sorgen, dass das so bleibt.

    Wenn mich nicht alles täuscht, dann dürfen Fahrzeuge auf deutschen Straßen tatsächlich nicht beliebig kW Leistung haben. Zumindest für Motorradfahrer gibt es hier sehr deutliche Grenzen. Dass Sie von PS sprechen, zeigt im Übrigen auch, dass Sie ein Ewiggestriger und bzw. auch ziemlich ungebildet sind. Wenn Sie ein persönliches Problem mit SI-Einheiten haben, sollten Sie in die USA oder UK emigrieren, denn der Pöbel dort sieht es wie so. In den USA dürfen Sie dann sogar soviel herumballern und sich halb-automatische Waffen zulegen, wie sie lustig sind. Nun ja, in vielen Staaten der USA, nicht in allen, da muss man schon sehr genau aufpassen, sonst sitzt man wie 1% der Bevölkerung schnell im Knast.

    Nochmal zu Fahrzeugen: Tatsächlich sinkt die Zahl der Verkehrstoten stetig und die Hersteller tun viel dafür. Vielleicht ist Ihnen bekannt, dass schon die schräge Front sehr hilft, während die SUVs mit ihren hohen flachen Fronten und schlimmer noch der hervorstehende Wildfang, schon bei geringer Geschwindigkeit Fußgänger, Rad- und Motoradfahrer töten. Es ist absolut sinnvoll diese völlig unsinnigen Fahrzeuge zu verbieten insbesondere wenn man bedenkt, dass diese Clownfahrzeuge überhaupt nicht geländetauglich sind. Ironisch ist auch, dass solche Fahrzeuge besonders bei Schützen beliebt sind. Allgemein scheint Schützen das Leben anderer nicht sonderlich schützenswert.

    Zurück zu Schusswaffen: Ich glaube keiner Statistik von irgendwelchen Waffennarren. Es würde mich nicht, wundern wenn die vermeintlich “illegalen Waffen” sehr wohl legal besessen, aber eben illegal benutzt wurden. Waffenbesitzkarte und Waffenschein sind ja nicht dasselbe. Es ist aber eben kein Argument für den legalen Schusswaffenbesitz, selbst wenn die meisten Straftaten mit illegalen Waffen begangen werden. Es besagt lediglich, dass man auch gegen illegale Waffen noch effektiver Vorgehen muss.

    Das

    Delphinmetzger: Wer als erster Spießer sagt, ist selbst einer. Da täuscht auch ihr vermeintlich provokativer Künstlername nicht darüber hinweg. Bürgerliche Freiheit endet spätestens dort wo leichtfertig die Tötung anderer in Kauf genommen wird und SUVs tun genau das. 50 Jahre Forschung und Verbesserung der Verkehrssicherheit wird hier für proletenhafte, asoziale Profilierungssucht über Bord geworfen. Ich habe aber durchaus Hoffnung, dass SUV-Besitzer sobald sie darüber belehrt werden, den Fahrzeugtyp wechseln. Auch im Straßenverkehr gibt es übrigens Solidarität. Im Gegensatz zu SUVs sind Limousinen so konstruiert, dass sie im Falle eines Crashs möglichst viel Energie absorbieren wodurch Kleinfahrzeuge mit geringer Knautschzone geschützt werden und so die Überlebenschancen erheblich gesteigert werden.

    Ihren Schäuble können Sie sich übrigens dahin stecken, wo auch Godwin’s Law wächst. Sie Liberalfaschisten tun ja gerade so als gäbe es sonst keine Verbote. Dabei ist sehr vieles verboten, was niemandem weh tut und schon gar nicht lebensgefährlich ist. Die Rede- und Meinungsfreiheit wie auch das Recht auf freie Persönlichkeitsentfaltung sind wirklich in Deutschland viel zu stark eingeschränkt. Daraus kann man aber nicht den Schluss ziehen, dass jedes neue Verbot schlecht wäre. In Wirklichkeit stört es Sie doch nur, weil Sie persönlich betroffen sind oder befürchten betroffen zu sein. Sonst müssten Sie ja für ein totales Verbotsverbot sein. Alles andere ist schließlich nicht liberal.

    Ich hätte ja auch gern einen Panzer im Garten und würde damit gern über die Straße auf den nächsten Acker schießen, aber ich sehe eben ein, dass das zu gefährlich und zudem unsinnig ist. Die Diskussion ist aber übeflüssig, denn so lange die CDU und SPD im Bundestag stark vertreten sind, brauchen Schützen und SUV-Fahrer sich vor Einschränkungen nicht fürchten. Eher verbietet man Spielekonsolen und private Internetnutzung.

  • KK

    @104
    Argumente ohne Fakten sind anscheinend eine Spezialität von Ihnen.

    Wenn mich nicht alles täuscht…
    Es würde mich nicht wundern….

    Wundert mich auch, dass man die Einschränkung des Rechts auf freie Persönlichkeitsentfaltung moniert, den Leuten aber gleichzeitig verbieten will bestimmten Aktivitäten nachzugehen.

  • Räumpanzer

    Zu dem freistehenden “Das”, was ich noch vergessen hatte: Es geht überhaupt nicht um Kausalität beim Waffenbesitz. Niemand behauptet, die Waffe mache zum Täter. Es geht darum, dass sie sehr leichtfertig die Gelegenheit zur Tat bietet. Ein psychologisches Gutachten zur Anfang der Schützenkarriere bringt wenig bis gar nichts, denn man hat danach Jahre Zeit durchzuknallen. Bei den Computerspielen ist der Witz umgekehrt. Selbst wenn diese aus lieben Kindern böse Mörder machten, was schon absurd an sich ist, funktioniert so ein Amoklauf ohne Schusswaffe nur schlecht. Übrigens hat jeder jeden Tag dazu Zeit mit der Kettensäge oder was auch immer Amok zu laufen. Dazu braucht man nicht erst Schusswaffen verbieten. Trotzdem kommt das nicht vor. Glaubt hier ernsthaft jemand, Tim K. wäre ohne Schusswaffe Amok gelaufen und selbst wenn, hätte er genauso viele Personen töten können? Wer jetzt meint man könne mit Chemiekenntnissen auch Sprengstoff herstellen und eine ganze Schule sprengen, der soll mal erklären, warum Amokläufer lieber Schusswaffen nehmen. Liegt es vielleicht daran, dass man so ziemlich spontan und ungefährdet auf Distanz töten kann ohne sich die Finger schmutzig zu machen?

    KK: Um ich zu verstehen, reichen Allgemeinbildung und gesunder Menschenverstand. Beides scheint Ihnen offenbar zu fehlen. Ich brauche keine Statistiken und Fakten habe ich sehr wohl genannt, die Sie prüfen könnten, wenn Sie wollten. Aber Ihnen gefällt meine Meinung nicht und deshalb behaupten Sie Mist.

    Mord wird eben nicht durch das Recht auf freie Persönlichkeitsentfaltung gedeckt. Jedes Recht findet irgendwo seine Grenzen. Stellen Sie sich nicht dümmer als Sie sind, nur weil Sie außer Ballern nichts mit ihrem Leben anzufangen wissen.

    Sind sie zufällig Soldat?

  • Paule

    @Räumpanzer:

    Nur ein Beispiel eines verheerenden Amoklaufs ohne böses Schießgewehr.

    http://www.welt.de/vermischtes/article2079584/Amoklaeufer_toetet_sieben_Menschen_mit_Messer.html

  • Räumpanzer

    Paule: Der Fall ist mir schon lange bekannt. Was meinen Sie, wie viele er getötet hätten, wenn er Schusswaffe gehabt hätte? Die Waffengesetze in Japan sind so ziemlich die schärfsten überhaupt.

    Sie meinen also, Mord sollte man legalisieren, weil die Täter sich durch Gesetze nicht abschrecken lassen? Ich frage, wer hier der Hardliner ist. Sie meinen, alles was nicht absolut wirksam ist, ist völlig unsinnig. Dann sind Sie doch eigentlich Anarchist, also gegen alle Regeln.

  • KK

    Woher weiß ein Räumpanzer wie dumm ich bin??
    Und was für Mist behaupte ich denn?

  • Paule

    Aha. Kaum legale!! private Schußwaffen in Japan und trotzdem Amokläufe.
    Wenn man jetzt noch Messer verbietet dann kommt der nächste mit dem Faustkeil angerannt.

  • Räumpanzer

    KK: 1. Menschenkenntnis. 2. Das wiederhole ich nicht. Einfach nach “KK meint” suchen und lesen.

    Paule: Mir scheint, ihr Verstand zeigt Auflösungserscheinungen. Wenn Sie so viel Spaß an bizarren Verbrechen in Japan haben, lesen Sie hier weiter:

    http://www.sankakucomplex.com/tag/crime/

  • räumtdenpanzer

    Räumpanzer: Du widerlegst dich selbst.

    “Die grenze liegt da, wo der Sinn und Zweck eines Gegenstandes nicht vornehmlich das Töten selbst ist. Gegen Paintball, Gotcha, Luftgewehre habe ich gar nichts. Und auch mit Sportbogen kann ich leben, auch wenn man damit zweifelsohne töten kann. Nur sind die Teile ziemlich groß und die Schußfolge ist stark begrenzt.”

    Zuerst definierst du willkürlich etwas. Und dann verstößt du selbst mit dem Beispiel Sportbogen gegen die Definition.

    Im Sport genützte Pistolen und Gewehre dienen dem Sport genauso wie Bögen und ähnliches.

    Erzähl deinen Blödsinn doch mal dem olympischen Komitee, einem Biathleten usw.

    Was sagst du dazu?

    Im Übrigen ist dein ganzes Geschwafel alleine schon deshalb für den Müll, weil du völlig abgehoben von tatsächlichen Kriminalstatistiken plapperst.

    Leidest du unter einem Kontrollwahn? Du gibst dich hier zumindest so!

  • Räumpanzer

    Feuerwehr: Der vornehmliche Zweck eines Sportbogens ist das Töten? Das wundert mich jetzt etwas. Aber gut, ich lasse mich gern eines Besseren belehren. Meinetwegen werden dann eben auch Sportbogen verboten.

    Anscheinend haben Sie auch überlesen, dass ich mit Luftdruckgewehren kein Problem habe und diese nicht für gefährlich halte. Das hat sich auch nicht geändert, seit vor ein paar Tagen in unmittelbarer Nähe ein 19- und ein 20-Jähriger damit auf vorbeifahrende Autos geschossen haben.

    Meine Definition ist auch keineswegs willkürlich, sondern orientiert sich am Menschenrecht auf Leben und der körperlichen Unversehrtheit, die im Zweifel beide höhe Priorität als das Recht auf freie Persönlichkeitsentfaltung genießen.

    Das IOC kann gern eine Dopingprobe von mir haben und zwar direkt in den Mund. Was ich von dieser Propangandaveranstaltung halte, sollte doch eigentlich klar geworden sein. Das Bi in Biathlet steht doch für Zwo und nicht für Schießen. Die können sich also anstatt eines Gewehrs auch einen Basketball auf den Rücken schnallen und am Zwischenstopp Körbe werfen. Das stellt in etwa die gleichen sportlichen Anforderungen. Wie viele schützen sind denn überhaupt Biathleten? Biermaßstemmen ist doch keine athletische Disziplin.

    Ich glaube nicht unter Kontrollwahn zu leiden. Meines Wissens will Schäuble privaten Schusswaffenbesitz auch gar nicht verbieten. Bei Gefahr für Leib und Leben durch Tötungswerkzeuge hört für mich der Spaß aber auf. Gegen Zielübungen oder gar Kriegssimulationen habe ich rein gar nichts. Dafür braucht man aber keine tötungsfähige Waffe.

    Sie können übrigens einfach zur Polizei oder noch leicher zur Bundeswehr gehen, wenn Sie unbedingt den Umgang mit scharfen Schusswaffen wollen.

  • Delphinmetzger

    @ Räumpanzer (#104): Ich fasse mich ähnlich kurz wie Sie:
    Godwins Law zu bemühen und mich im nächsten Satz einen “Liberalfaschistsen” zu nennen, erklärt sozusagen von selbst, wen ich in # 101 mit “miesen Relativierern” meinte. Ihre Freiheit ist die Freiheit, Klassenfeinde als Faschisten an die Wand zu stellen und den Überlebenden die Wahl zwischen Trabant Kombi und “Limousine” zu lassen.
    Da täuscht auch ihr vermeintlich provokativer Künstlername nicht darüber hinweg.

  • Räumpanzer

    Delphinmetzger: Also “an die Wand zu stellen” kommt von Ihnen, aber suhlen Sie sich ruhig in ihren Hinrichtungsfantasien. Solange Sie keinen Zugang zu Schusswaffen haben, ist mir ziemlich egal, was für Gruselmärchen sich in Ihrem Schädel abspielen.

  • http://www.anwalt-in-mol.de anwalt-in-mol.de

    Es ist nicht mehr feierlich, was manchen Politikern durch den Kopf geht! Wirklich nicht mehr feierlich.
    Angefangen hat es mit dem mittlerweile zum Totschlagsargument verkommenen Begriff “Terrorabwehr”, dann über das leidige Thema KiPo und nun das zunächst für den wirklichen Normalbürger unverfänglich wirkende Thema Hausaufgaben? Was kommt dann? Eine Antwort möchte ich echt nicht haben, weil zu befürchten ist, daß da wirklich noch was Verrückteres kommt.

  • RäumtdenPanzer

    @räumpanzer:

    Gib es doch einfach zu: Toleranz ist dir zuwider!

    Du bist gegen die Freiheit von Menschen! Du willst bestimmen, was sie machen dürfen und was nicht, unabhängig davon ob sie andere schädigen. Du erklärst willkürlich den Besitz von bestimmten Objekten, unabhängig davon, ob damit anderen Schaden zugefügt WURDE, als verboten an. Und zwar bei allen Menschen.

    Damit bist du genau aus der gleichen Riege wie CSUler und Konsorten. Nichts unterscheidet dich von denen. Du willst die Freiheit unbedarfter Bürger einschränken. Die wollen das auch.

    Wegen den Sportschützen: In vielen Schützenvereinen sind zahlreiche Sportschützen, manchmal mehr als die Hälfte, die in Sportvereinen organisiert sind und auch bei nationalen und internationalen Bewerben teilnehmen. Deine Assoziation von Olympia mit Propagandaveranstaltungen ist eine pure Frechheit.

    Aber das passt ja zu einem solchen kontrollsüchtigen Menschen. Da wird da auch der olympische Gedanke vollkommen diskreditiert.

    Fazit:
    Räum deinen “gedanklichen” Müll bitte selber weg! Und wandere bitte nach Nordkorea aus. Da dürften sich Typen wie du richtig wohl fühlen!

  • Machthaberverhöhner

    Darf man eigentlich die Innenminister der Länder öffentlich verhöhnen und verunglimpfen? Zumindest was die Ministerpräsidenten der Länder anbelangt, bin ich bisher straflos davongekommen, toi toi toi. Damals hab ich sie öffentlich dafür verhöhnt, dass sie Computer zu Rundfunkgeräten erklärt haben. Hohn und Spott sei nach wie vor ihnen allen!!!

  • CW

    *schmunzel* der bayrische Innenminister hat da wohl gefehlt.
    Naja gut, es ist ja _nur_ in einer Hauptschule, da ist das ja alles nicht soo schlimm….
    http://www.augsburger-allgemeine.de/Home/Nachrichten/Bayern/Artikel,-Schiessstand-fuer-die-Hauptschule-_arid,1651562_regid,2_puid,2_pageid,4289.html

  • CW

    Der bayrische Ministerpräsident war bei der Innenministerkonferenz wohl nicht anwesend.
    Ok es ist ja _nur_ eine Hauptschule, da ist das ja alles nicht so schlimm (Kopf -> Tastatur)
    http://www.augsburger-allgemeine.de/Home/Nachrichten/Bayern/Artikel,-Schiessstand-fuer-die-Hauptschule-_arid,1651562_regid,2_puid,2_pageid,4289.html

    :link gefunden bei fefe

  • Harry M. Kleinlich

    Hausaufgaben verbieten halte ich für die absolut richtige Konsequenz aus all diesen Amokläufen. Wieso nicht auch gleich die Schulen selbst verbieten? Natürlich müssten dann auch sämtliche Arbeitsplätze verboten werden… Denn woher kommt die Motivation für Amokläufe? Vom Leistungsdruck in der Gesellschaft. Wer keinen gut bezahlen Job oder zumindest einen Schulabschluss vorweisen kann, läuft natürlich Amok. Nachvollziehbar. Und auch jeder, der irgendwann mit einer (Computer)Maus auf irgendwas geschossen hat, was sich am Bildschirm bewegt.

    Alle Raucher sind gleichzeitig auch Kiffer, alle Biertrinker Alkoholiker und jeder der irgendwann mal Kopfschmerzen hatte, ist ein Tablettensüchtiger. Logisch.

    Wieso nicht gleich in einen Plastiktank einschliessen, ins Koma versetzen und durch Schläuche am Leben erhalten? Mit einem einzigen Schlag wären alle Probleme gelöst. Gewalt, Arbeitslosikgeit, usw.

    Welcome to the Matrix! Mein Tipp: wählt unbedingt die blaue Pille.

  • http://www.firmen-suche.org/ Bernd Maier

    Pfff Hausaufgaben verbieten, ja klar, warum nicht gleich Schule nur von 11-12 Uhr.

  • Benni

    Hausaufgaben abschaffen
    … macht keinen Sinn ( muss es wissen bin in der 8. )
    Aber was das mit den HA`s zu tun hat ? ( Ich werde davon nicht depri )