Polizisten fordern Achtung und Respekt
Ob bei Demonstationen, Fußballspielen, Volksfesten oder ganz normalen Familienstreitigkeiten – Polizeibeamte werden immer wieder “hemmungslos” angegriffen. Das hat gestern die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) behauptet, sie nennt eine Zahl: In Nordrhein-Westfalen stieg 2008 im Vergleich zum Vorjahr die Zahl von Widerstandsleistungen gegen Vollstreckungsbamte um 1.094 auf 6.414 Fälle (plus 20,6 Prozent).
Auch deswegen müsse die Strafandrohung bei Widerstand von derzeit zwei Jahren auf fünf Jahre angehoben werden, „damit die Gerichte auch härter urteilen können“. Die momentane Androhung sei vergleichbar mit dem Tatbestand der Fischwilderei „und damit ein fatales Signal eines schwachen Staates.“
Im täglichen Einsatz, so die DPolG, erleben Polizeibeamte täglich tausendfach, wie Achtung und Respekt vor dem Staat und seinen Organen dramatisch abnehmen. (pbd)
naja, bei erfolgreichem widerstand kommen ja meist noch weitere tatbestände in betracht. so ist die einfache körperverletzung mit bis zu 5 jahren bedroht.
aber dennoch ist mehr respekt vor der polizei bei manchen personen geboten.
Ich hatte immer noch im Kopf, dass man sich Respekt besser verdient als ihn zu erzwingen…
Auffällig ist, daß mit dieser Statistik auch der Anstieg anderer Taten zu verzeichnen ist.
Z.B. hat die Zahl der angezeigten Übergriffe von Beamten in den letzten Jahren stark zugenommen. Diese weden in der Regel mit einer Anzeige wegen Widerstands beantwortet. Es mag auch an der besseren Informationsmöglichkeit liegen (vor 5 Jahren hätte man keine wild knüppelnden Polizisten auf youtube sehen können), aber ich habe den Eindruck, daß die Hemmschwelle Gewalt einzusetzen, auch bei den Polizeibeamten gesunken ist.
Letztendlich ist jedoch seit Jahren ein Wertewandel in Deutschland zu beobachten, der hier seine Auswirkung zeigt.
Während der Polizist für die breite Masse der Bevölkerung früher der "Schutzmann" war, ist er mit der Erschaffung des Schnüffel- und Repressalienstaats zu jenem Büttel der Obrigkeit verkommen, für den auch der VoPo verhasst war.
Ich kann (3) nur zustimmen!
Wenn der Staat immer mehr zu einer Bedrohung für einen selbst wird ist der Polizist der letzte vor dem man Respekt hat. Er verkörpert den Unrechtsstaat und ist damit in erster Linie Bedrohung. Zumindest geht der Trend in Deutschland genau in diese Richtung. Die zunehmende Willkür der Polizei und die grundrechtswidrigen Gesetze, wie Vorratsdatenspeicherung und Bundestrojaner, fördern eine Mentalität wie in der DDR.
Vorsicht vor dem Staat! Man hilft sich lieber selbst!
(bewusst provozierend und nicht politisch motiviert ;) )
mfg!"
dfrkp
Haben Polizisten nicht ein Gewaltmonopol und verletzen damit fast täglich rechtswidrig die Rechte anderer? Wer mit Gummiknüppel und Marke ausgerüstet ist, sollte schon etwas abkönnen, oder?
Man könnte es fast als eine "Spirale der Gewalt" bezeichnen und ich lass jetzt einfach mal offen, wer sie begonnen hat. Die Polizisten fühlen sich z.B. immer mehr bedroht, lassen dadurch schneller den "Knüppel aus dem Sack", der Demonstrant (oder wer auch immer) ist sich aber zeitgleich dieser Gefahr immer mehr bewusst und hat am Ende auch schon ein paar schlechte Erfahrungen gemacht, was dazu führt, dass auch er nicht mehr so tollerant ist. Was vielleicht auch eine nicht zu unterschätzende Komponente darstellt ist die Tatsache, dass die Polizei quasi die ersten sind, die den Unmut der Leute auf einer Demo zu spüren bekommen, wenn die Damen & Herren Politiker mal wieder was hervorgebracht haben. Vielleicht ist es auch einfach eine steigende allgemeine Unzufriedenheit.
Außerdem gibt es einen schönen Satz, vom alten Churchill, wenn ich mich nicht irre: "Traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast!". So oft werden die Zählweisen geändert, dass ich mich manchmal Frage, ob die sich noch in der gleichen Mathematik befinden, wie jeder normale auch.
Ein will ich dann aber doch noch loswerden: Ein Bekannter von mir ist Sanitäter und wenn er mir manchmal erzählt auf welche Gewaltbereitschaft sie treffen, wenn sie Leuten wirklich nur helfen wollen und auch müssen, dann kann einem schon Angst und Bange werden. Allerdings hat das wohl nach Berichten seiner Kollegen weder ab, noch zugenommen, sondern war schon immer ein Problem.
Der einfache Polizist von der Straße, der in seinem Bezirk bekannt war, an den man sich wenden konnte wenn man Probleme hatte, der Streifenpolizist, den gibts doch schon lange nicht mehr. Personaleinsparungen haben doch dafür gesorgt, dass Polizisten nicht mehr als "Freundund Helfer" gesehen werden, die einfach präsent sind, sondern nur noch auftauchen, wenn Not am Mann ist.
Und meist noch nicht mal dann – ich habe mal in einer Gegend gewohnt, die 1. einen hohen Migrantenanteil hatte ("Türkenghetto") und 2. einen hohen Anteil an Hartz IV-Empfängern.
Da waren regelmäßig Prügeleien und schlimmeres auf der Straße zu sehen, ich hab mehrfach Polizei geholt. Die sind grundsätzlich immer erst aufgetaucht, wenn alles vorbei war und haben die Scherben aufgekehrt.
Polizei ist selbst dran schuld. Nicht der kleine Polizist, der es ausbaden darf, aber die gewaltbereiten aus dem Schwarzen Block, die Provokateure und die Polizeipräsidenten, die es für eine gute Idee halten, dass ein Streifenwagen 3 – 4 Städte in der Nacht abfährt.
Und nu? Wieviele Verurteilungen wegen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamten mit 2 Jahren Haft gab es denn?
Wer für sich selbst Achtung und Respekt reklamiert, sollte den Anstand besitzen, Selbiges dem gemeinen Volk entgegenzubringen. Wer den Bürger, der etwa einen Fahrrad-Klau melden will, anmault und ihm das Gefühl gibt, beim Kollegenplausch oder Stullenfressen zu stören, muss sich nicht wundern, wenn er sich in der Beliebtheitsskala am unteren Ende befindet.
In meiner Stadt geht die Polizei zunehmend härter gegen den Bürger vor. Es herrscht das Prinzip von Befehl und Gehorsam. Helfer sind die Cops hier kaum mehr, und Freunde schon dreimal nicht.
Das liegt nur an den fehlenden STOP-Schildern vor Seiten wie diesen:
http://www.youtube.com/watch?v=wVD-0ICoMpc
http://www.amazon.de/s/url=search-alias%3Daps&field-keywords=acab&x=0&y=0 .
Passt nur auf: Gleich kommen die "Polizisten-sind-auch-nur-Menschen-und-müssen-mal-so-richtig-zurückschlagen-dürfen-können"-Trolle.
Nicht dass ich die Prämisse in Frage stellen möchte — aber genau deswegen die Folgerung.
Apropos Stop-Schilder: Das soll doch anderswo so richtig gut funktionieren: Vielleicht nähen wir den Beamten einfach nur ein Schild auf die Brust:
– Stop, mehr Respekt (nicht Schlagen, Treten, Beissen, Füttern)
Und sage bitte keiner das wäre nutzlose Symbolpolitik! Ich bin sicher und habe es aus guter Quelle, dass das "ein Zeichen setzt",
(griechisch: Symbolon?), und dass das wichtig ist.
Das ständige Geschrei "Wir müssen dasunddas schwerer Bestrafen" halte ich für Unsinn… Wie bereits angemerkt kommen bei diesem Widerstand oft genug andere Tatbestände dazu. Wenn das so weitergeht mit Strafverschärfungen wird irgendwann für Blümchenplattreten auf der Wiese verknackt^^
Um mal Bester zu zitieren:
" As I see they continuing hiring from the bottom of the Gen-Pool! "
Und so sieht dann auch aus bei den Herrschaften. Woher soll da bitte noch Respekt o.ä kommen ?
"Fischwilderei" wird ja imemr wieder als skandalisierender Vergleich herangezogen – wäre es nicht mal an der Zeit den Strafrahmen hier zu überdenken?
Zu (2): Als ich mal einem Freund und Helfer erklärte, dass Respekt etwas ist, was man sich verdient und nicht etwa im Trachtenverleih bekommen kann, hat er danach nur noch vehementer selbigen eingefordert.
Der Staat arbeitet ja hart daran, sich zum Feindbild zu entwickeln. Dass auch die paar freundlichen Polizisten darunter leiden müssen und irgendwann vielleicht einfach aufgeben, ist keine große Überraschung. Dass es eine Mindestquote von Arschlöchern gibt, wie überall sonst, auch nicht.
Als Antwort das Strafmaß erhöhen zu wollen, zeigt recht deutlich, was da nicht verstanden wird…
Also wer sich über so eine Statistik wundert, sollte mal an einem Samstag/Sonntag im Bremer Hauptbahnhof spazieren gehen.
Dort wird man regelmäßig auf 30-150 "Schlagmänner" treffen (Polizeibeamte in voller Schutzkleidung bewaffnet mit Schlagstöcken und ähnlichem).
Man kann bei solchen Dingen nicht nur mit dem Finger auf die anderen zeigen, sondern muss auch mal auf sich selbst schauen. Wie (3) schon bemerkt hat…
Der Job als Polizist ist heute sicher kein leichter mehr, jedoch sind einige Polizisten auch Mimosen. Hier ein sehenswertes Video zum Vorgehen der Polizei nach einem Fußballspiel. Man lässt (laut Angaben der Polizei) die Sau raus wegen einer verbalen Beleidigung(!) und eines Stinkefingers(!):
http://www.youtube.com/watch?v=cC52B4zsKf8
Als ich das Video zum ersten Mal gesehen habe, wurde mir schlagartig klar, daß ich mich niemals zum Hundertschaftführer eignen würde. Es käme mir jedenfalls nie in den Sinn, meine Leute wegen so einer Lappalie eine Fan-Ansammlung stürmen zu lassen und damit meine Männer dem Risiko von Verletzungen auszusetzen, egal wie angefressen sie wegen der Beleidigungen sind.
Als Argument kommt dann ja häufig, daß sich Polizisten nicht alles bieten lassen können und die stetigen Tropfen von Beleidigungen, Widerstand etc. das Fass eben irgendwann zum Überlaufen bringen, was dann zum Verlust der Beherrschung und Überreaktionen einzelner Polizisten auch gegen vielleicht Unbeteiligte führe.
Problematisch an dieser Argumentation ist, daß man aber genau diese Selbstbeherrschung vom Bürger verlangt, der unberechtigterweise Pfefferspray in die Augen, Knüppel auf den Kopf oder sonstwas bekommen hat. Das passt nicht zusammen.
Außerdem glaube ich, daß man ähnlich wie in der Politik bei der Polizei noch nicht begriffen hat, welchen Multiplikator-Effekt solche Videos bei Youtube etc. haben können, wenn das Gezeigte dann immer wieder auf wundersame Weise von der offiziellen Polizeiversion der Vorgänge erheblich abweicht…
@15, elzoido:
Da haben Sie ja Glück gehabt, dass Sie da keinen schlagkräftigeren Polizisten erwischt haben. Mit seiner Gegenfrage "Wenn man Respekt nicht haben muss, sondern ihn sich immer erst verdienen muss, was haben Sie denn mir gegenüber schon getan, damit ich Respekt vor Ihnen haben kann?" wären Sie wohl ziemlich dumm dagestanden.
Dass nicht alle menschen polizeibeamten gegenüber das maß an 'respekt' aufbringen, dass man allgemein als umgangsform erwartet ist trivial. Mit beamten über einen gewissen punkt hinaus zu diskutieren (obwohl man sich im recht wähnt, oder das eindeutig ist) ist meist eher kontraproduktiv.
Andererseits gibt es einzelne beamte, die selbst in 'harmlosen' situationen auf höfliche ansprache hin ein erwartbares maß an respekt vor ihren mitbürgern ohne uniform vermissen lassen.
Diesen menschen seitens ihrer behörde ein korrektes und vor allem angemessenes verhalten nahezulegen wäre wahrschinlich eher geeignet den schlechten ruf, den die polizei bei vielen hat, zu verbessern – und zu respektvollerem verhalten gegenüber polizist/inn/en führen.
ich arbeite beim staat und sogar in einer behörde, die mit zum trachtenverein zählt, aber was mir heutzutage am meisten als bedrohung vor augen schwebt, ist der staat selber.
sollte einem zu denken geben.
Ich denke die mehr und mehr "Gewalt bereit" auftretenden in "BodyTank" gehüllten Polizisten bringen nichts anderes hervor als ein Angstgefühl. Mit diesem Gefühl hat der Mensch so ziemlich vor gar nichts mehr Respekt. Ich warte nur auf den Tag wo Fußball Fans anfangen auf die Polizei Pferde vehement los zu gehen, weil sie ihre Hemmschwelle für das Angstgefühl verloren haben.
Ob das mit dem "im täglichen Einsatz" vielleicht auch mit dem inzwischen martialischen Auftreten in tiefdunkelblauer Uniform zu tun hat?
Hier bei uns im Städtle laufen die PolizistInnen noch in Khaki mit Grün herum – das läßt sie immer noch erstmal menschlich wirken.
Im Nachbarkreis sind sie schon Schwarzblau – das schafft gleich eine ganz andere, bedrohlichere Atmosphäre.
Irgendwelche Soziologen hier, die darüber schon ein wenig geforscht haben?
Wenn auf einer FRIEDLICHEN Demo ein Polizist einen Teilnehmer als "dummes Schwein" titulieren darf und ihm danach von Hinten ins Knie tritt und der Staatsanwalt danach entscheidet "man müsse auf einer Demo damit rechnen so genannt zu werden" und den Tritt als "nicht beweisbar" trotz zweier Zeugenaussagen abtut und das Verfahren einstellt, wundert MICH dieser Trend gar nicht Oo
So geschehen einem guten Freund von mir, der während ihm das passiert ist EIGENTLICH nur mit seinen Begleitern abgesprochen hat in welche Kneipe sie jetzt gehen…
@6 Nein, der Satz stammt nicht von Churchill, sondern aus der Propagandamaschine der Nationalsoziallisten, die damit Churchill als Lügner diskretitieren wollten. Churchill selbst, legt wohl viel wert auf genaue und korrekte Zahlen. Vergleiche auch: http://www.zeit.de/2002/18/200218_stimmts_churchill.xml
Ansonsten kann ich mich dem Grundtenor der Kommentare anschließen.
@25
die dunklere uniformfarbe hat tatsächlich einen 'respekteinflößenden' effekt (ist psychologisch rel. gut dokumentiert)…
ob das aber nicht vielleicht ein schuss ist, der nach hinten losgeht? Ob das deeskalative strategien nämlich fördert oder behindert ist zum einen eine frage der (wissenschaftlichen) meinung und im zweifelsfall davon abhängig, ob die betreffenden ihr verhalten entsprechend anpassen!
Eine ausreichende schulung und adäquate leitung kann dieser effekt nämlich keinesfalls ersetzen.
In meinem bekanntenkreis gibt es einige polizisten, was sie gemeinsam haben: Abi grade so geschafft oder auch nicht, FH studium abgebrochen weil sie sich selbst nicht motivieren konnten und dann zu polizei. übrigens allevorher Zivildienst gemacht. Eine ist bei der Bereitschaftspolzei und meinte kürzlich zu mir am meisten Spaß machen ihm Einsätze bei Volksfesten und so, da kann man so schön seine Macht gegenüber den jugendlichen auspielen.
Er meinte das Ernst.
Noch schlimmer finde ich aber Toto und Harry und diese ganzen Kontroll shows im Fernsehn. Mir wird da immer noch einer minute schlecht und nicht nur bei unglaublichen Inkompetz die da zum Teil zu sehen ist.
Ich bin auf der Linie von Beitrag Nummer 3:
Wo ist denn der gute alte Schutzmann geblieben? Der war zwar auch oft genug ziemlich lästig, aber alles in allem war man doch froh, daß es ihn gibt.
Wenn ich heute einer Streife ohne Wagen begegne (was selten genug vorkommt), handelt es sich um mindestens vier Mann in einer Art Rüstung oder Kampfanzug. Mit denen will ich einfach nix zu tun haben.
Zu der geforderten Strafrahmenerhöhung ist zu sagen, dass man mit ihr den Straftatbestand des Widerstands auch gleich ganz abschaffen könnte. Dieser ist, so habe ich das jedenfalls mal gelernt, nämlich eigentlich als Privilegierung desjenigen gedacht, der sich unter dem Eindruck der Vollzugshandlung zu einer Nötigungshandlung hinreißen lässt. D.h., dass der Strafrahmen mit Absicht relativ niedrig angesetzt ist.
Dass die Bedeutung des Widerstandsparagraphen in der Praxis eine ganz andere ist, steht natürlich auf einem anderen Blatt. Hier werden Dinge als tatbestandsmäßig angesehen, die hinsichtlich einer normalen Nötigung nur ein müdes Lächeln beim Richter auslösen würden.
Meine Großmutter sagte immer: Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es auch heraus.
Gibt es neuerdings einen Zusammenhang zwischen angedrohtem Strafmaß und tatsächlicher Straffälligkeit?
Wäre mir neu.
Der "Judge-Dredd Status" der SS im Drittenreich war schon gemeingefährlich, wieso sollte nun darauf hingearbeitet werden das SchaeublesSchergen eben diesen Status erreichen ?
Vielleicht muss man differenzierter an die Sache gehen. Nach meiner Erinnerung waren die Polizisten auf Demonstrationen schon immer gewalttätig. Ich war zwar noch ein Bub, aber ich sehe noch gut vor mir, wie Polizisten hoch zu Ross knüppelschwingend durch eine Menge ritt. Auf dem Kopf noch Tschakos, keine Helme. Bewaffnung der Gegenseite: Tomaten. Das war recht einseitig. Gleichwohl fand ich es natürlich extrem cool, auch wenn das Wort noch nicht üblich war. Aber ich war ja auch noch ABC-Schütze.
Dass man Polizisten heute ausserhalb ihres Habitats (Auto) kaum noch antrifft, ist wirklich bedauerlich. Die Streifen zu Fuß oder per Fahrrad abzuschaffen war eine dumme Idee, wenn es nicht nur ums Geld sparen geht.
Aber vielleicht war es gesellschaftshistorisch eh nur eine kurze Phase, während derer man den Polizisten als von den Bürgern beauftragten Dienstleister wahrnahm, nicht als den Vertreter der Staatsgewalt, vielleicht interessiert das auf Dauer keinen. Ich habe meinen Kindern noch beigebracht, sich bei Fragen am besten an einen Polizisten zu wenden. Wenn sie denn einen sehen. Und das, obwohl ich schon grenzwertige Erfahrungen mit einigen Beamten gemacht habe.
Menschen, die Polizisten anpöbeln, will ich hier nicht verteidigen. Polizisten, die ihrerseits pöbeln, sollten die Uniform abgeben, und zwar flott. Dass Jans Großmutter (32) recht hat, wird oft übersehen.
Und Dannys Kommentar (17) kann ich mich hier nur voll und ganz anschließen. Besser kann man es nicht ausdrücken. Vielleicht kann man über den Anteil gute Polizisten / böse Polizisten noch ein bisschen diskutieren, aber das hilft uns nicht weiter. Mehr gute Polizisten einstellen, bitte. Und der Staat soll bitte daran arbeiten, dass man ihm wieder vertraut. Nicht der einzelne Polizist ist für den Respekt zuständig, sondern sein Arbeitgeber. Dieser schafft die Bedingungen – und wir, die Wähler, sind sozusagen der Aufsichtsrat.
*lach*
Gestern bei den Links von Udo Bericht über Gerichtsshows gelesen. Dort pöbelt die Zuschauerschaft offensichtlich fröhlich ins Geschehen.
Real-Life-Betroffene sagen, dass sie die TV-Pöbelei mittlerweile oft im Gerichtssaal erleben.
Respekt hier oder da ist eine Frage des Vorbildes.
Vielleicht beschweren sich die Herrschaften ja auch mal bei den Medien.
Ich würde ja die Polizisten gerne respektvoll mit ihrem Namen anreden. Leider fehlt da immer das Namensschild auf den Uniformen der Einsatzhundertschaften…
zu @29)
in der überlegung aber nicht vergessen, dass die polizeiausbildung (es wird nur noch für den gehobenen und nicht mehr für den mittleren dienst ausgebildet) ein fh-studium IST. ich glaube, die sind danach dipl-verwaltungsfachwirt (bzw. jetzt mit bachelor).
Es ist zwar eine Phrase geworden, aber wenn man das jetzige Strafmaß ausschöpfte seitens der Gerichte, bräuchte es keines neuen Gesetzes. Außerdem halte ich 2 Jahre schon für wirklich ausreichend. Die Strafandrohung wirkt doch nicht wirklich. Wer hört schon auf, im Supermarkt zu klauen, nur weil auf Diebstahl bis zu 5 Jahre Gefängnis stehen. Richtig: niemand!
Solange Polizisten nicht ständig eine Videokamera an der Uniform kleben haben, kann man eine Verschärfung (sofern überhaupt nötig!) nicht in Betracht ziehen.
Schon immer hat man einem Polizistenduo vor Gericht mehr Glauben geschenkt als einem Normalbürger (oder gar einem *schluck* Vorbestraften).
Dass die Dunkelziffer der falschen Anzeigen mit anschliessender Gefälligkeitsaussage sicher nicht unbedeutend ist, muss nicht erwähnt werden.
Wenn also wieder dieses Gejammer anfängt, Polizisten müssten besser geschützt werden, dann sage ich: Zuerst gehören die Bürger vor solchen Machenschaften geschützt!
Jeder Polizist hat seinen Beruf freiwillig gewählt und die Gefahren sollten ihm bewusst gewesen sein. Ein Zivilist hat sich die Opferrolle nicht ausgesucht!
"Wenn Polizisten ihre Ausbildung beginnen, teilen sie die Menschen in 3 Kategorien ein: Polizisten, Zivilisten und Abschaum.
Wenn sie dann ihre Ausbildung beendet haben gibt es nur noch 2 Kategorien: Polizisten und Abschaum."
Zitat
@ 30: Wo ist denn der gute alte Schutzmann geblieben? Der war zwar auch oft genug ziemlich lästig, aber alles in allem war man doch froh, daß es ihn gibt.
Der würde in mancher Gegend den ersten Tag nicht überleben.
In unserer Gemeinde gab es bis vor kurzem einen Streetworker, der sich für Jugendliche einsetzen- und bei Konflikten mit der Polizei vermitteln sollte.
Er hat gekündigt, nachdem er von einer Jugendbande das zweite mal krankenhausreif geschlagen wurde.
@ 35: Auf dem Kopf noch Tschakos, keine Helme. Bewaffnung der Gegenseite: Tomaten. Das war recht einseitig.
Die Zeiten ändern sich. Randalierer attackierten Polizisten mit Gas:
http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,630153,00.html
@28
"die dunklere uniformfarbe hat tatsächlich einen ‘respekteinflößenden’ effekt (ist psychologisch rel. gut dokumentiert)…"
Wahrscheinlich trug die SS (das war so eine Art christdemokratischer Pfadfinder) deshalb schwarze Uniformen. Jedoch haben die gut und gründlich und verdient verloren…und wer hat schon Respekt vor Loosern?
@ 3: Ganz sicher nicht, denn Youtube wurde erst 2005 gegründet ;-)
Wenn Polizisten, die zweifelsohne einen schwierigen Job haben, hemmungslos angegriffen werden, bin ich klar dafür, die Täter angemessen zu bestrafen. Aber die Forderung nach höheren Strafen bzw. einer Erweiterung des Strafrahmens halte ich für einigermaßen sinnlos.
Wenn der Widerstand so schlimm ist, dass eine Freiheitsstrafe über zwei Jahre angemessen ist, werden regelmäßig auch andere Delikte – insbesondere (gefährliche) Körperverletzung – mit verwirklicht sein, die diesen Strafrahmen hergeben. Ich glaube auch nicht, dass es so wahnsinnig viele Fälle gab, in denen die Gerichte den Angeklagten ausschließlich wegen Widerstands zu einer über zwei Jahre hinausgehende Freiheitsstrafe verurteilen wollte und sich hieran durch die gesetzliche Vorgabe gehindert sahen.
Abgesehen davon ist der Vergleich von Strafrahmen unterschiedlicher Delikte nun wirklich total dämlich.
Achja, härtere Strafen… den Deutschen fällt wirklich nichts Neues ein.
Und würden sich die Gewerkschaften der Polizei doch nur bei jedem Selbstmo… Unfall in einer Zelle/auf einer Wache nur zu Wort melden.
Respekt verdient man sich!
#k.
Wer, so wie ich, das zweifelhafte Vergnügen hat:
a.) Polizisten in der Familie zu haben
b.) Direkt neben einer PI zu wohnen
c.) wachen Auges und mit offenen Ohren durch die welt geht, der darf sich
d.) nicht wundern, wenn es dem Bürger lästig wird sich grundlos anschnautzen zu lassen und von gut ausgebildeten und bewaffneten Machos (Frauen bei der Polizei sind weitaus gefährlicher!) zum Deppen der Nation degradiert zu werden.
Es herrscht in Deutschland nicht nur Vertragsfreiheit, auch freie Berufswahl.
Liebe Polizeiführungselite,
achtet doch einfach mal darauf, dass eure Mitarbeiter sich wie Menschen verhalten. Und nicht wie wilde Tiere die im Rudel besonders stark sind.
Dann klappt das auch mit dem Respekt seitens der Bevölkerung. Neid bekommt man geschenkt. Respekt muss man sich verdienen.
Die dunkle Uniform ist wie auch die blaue Fahrzeugkennzeichnung Teil der "EUniformität". In Hamburg entspricht sie weitgehend der alten Polizeiuniform und in vielen anderen Europäischen Ländern trägt die Polizei schon lange blau oder schwarz.
Gravierender ist in diesem Zusammenhang die Wahl der Bekleidungsstücke. Neben der richtigen Uniform mit Schirmmütze gibt es auch Freizeitkleidung mit Rangabzeichen und Baseballkappen.
Ähnlich wie bei dem Richter im Pennerlook (Herr Vetter möge den Link einfügen wenn ihm danach ist) stellt sich auch hier die Frage, wieso man Respekt vor jemand haben soll, der sich durch seine Kleidung und sein Auftreten nicht als Respektsperson darstellt.
Das Polizisten bei Demonstrationen mit Tränengas beworfen werden, ist auch nicht neu. Neu ist lediglich, daß es sich nicht um zurückgeworfene Tränengasbehältnisse handelt.
Zur Statistik ist noch anzumerken, daß immer öfter jede Verletzung als "schwer" registriert wird.
Eigentlich spricht man nur von "schwer verletzt", wenn die Person stationär behandelt werden muß.
Erscheint nach einer Demonstration die Pressemeldung, daß 10 Beamte schwer verletzt wurden, ist oft kein einziger stationär behandelt worden und ein Teil der Verletzungen geht nicht auf die Gewalteinwirkung Dritter zurück, sondern kommt durch Umknicken, Finger in der Bustür eingeklemmen oder Zerrung der Schulter durch exzessiven Schlagstockeinsatz zustande.
@44: Nicht nur youtube als der Masse zugängliche Plattform, sondern auch die allgemeine Verfügbarkeit kleiner, preiswerter Kameras hat hierzu ihren Teil beigetragen.
Die schwarzen (ja, ja , offiziell dunkelblauen, ha, ha, ha) Uniformen sind für mich die pure Androhung von Gewalt. Schwarze Tarnanzüge. Damit hat man sich endgültig vom Freund und Helfer verabschiedet.
Ich fand die grünen Uniformen immer sehr hässlich und hätte den Polizisten was schöneres, sowohl in Farbe, als auch im Schnitt, gegönnt. Aber diese schwarze Gewaltdemonstration? Angeblich solle es 90% Zustimmung in der Polizei für die neuen Uniformen gegeben haben. Respekt gibt's mit den schwarzen Kampfanzügen trotzdem nicht.
@20 studiosus juris
Ich hätte daraufhin geantwortet: Ich zahle ihr Gehalt und ihre Rente!
@29 Turgil
Die Zwei sind doch der Hammer! Alles was noch nicht wie ein 18-jähriger wirkt, oder nach Immigrant aussieht, oder ein ungepflegtes Aussehen zeigt, wird von den Beiden nieder-"geduzt". Der Hammer: Einem Verdächtigem wird in der Amtsstube befohlen "setz Dich hin". Der reflektiert und sagt: "Du, ich habe doch nichts getan". Harry: Wie kommst Du dazu, mich zu duzen? Sind wir zusammen auf die gleiche Schule gegangen?
Das zeigt doch, das diese Polizeiknechte keinen Respekt vor Bürgern haben und deshalb in meinen Augen die größten Merkbefreiten bei der Dortmunder Polizei sind, die mit ihrer grenzenlosen Ignoranz ihre Dämlichkeit nicht mal erkennen. Ist vergleichbar wie die Diskussion über Salesch und Co.
Respekt?
Ist das nicht eher so eine Kategorie für Bushido-Fans und sonstige junge Männer mit Minderwertigkeitskomplexen?
Ach – um genau die geht es hier? Na, dann will ich nichts gesagt haben.
> Also wer sich über so eine Statistik wundert, sollte mal an einem > Samstag/Sonntag im Bremer Hauptbahnhof spazieren gehen.
> Dort wird man regelmäßig auf 30-150 “Schlagmänner” treffen >(Polizeibeamte in voller Schutzkleidung bewaffnet mit
> Schlagstöcken und ähnlichem).
Yupp. Ich hab mal neben einem Bahnhof gewohnt. Da war dann – ja, zugegeben wegen der an und abreisenden Fussball-Fans — jede zweite Woche Kriegszustand. Die gefühlte Sicherheit beim Einkaufen in der Bäckerei im Bahnhof oder einfach beim Weg in oder durch den Bahnhof hat das aber nicht erhöht, eher im Gegenteil.
Ach ja, und da fällt mir noch ein, dass es dann in Bereitschaft stehende Trupps gab, die einfach mal die halbe Treppe blockiert haben (wohlgemerkt nichts-tuend) – halbe Stunden lang, während sich die Menschenmenge um sie herum drängen musste. So kann man natürlich auch Grundsteine für eine Rempelei legen.
> Als Argument kommt dann ja häufig, daß sich Polizisten nicht alles bieten lassen können und die stetigen Tropfen von Beleidigungen, Widerstand etc. das Fass eben irgendwann zum Überlaufen bringen, was dann zum Verlust der Beherrschung und Überreaktionen einzelner Polizisten auch gegen vielleicht Unbeteiligte führe.
> Problematisch an dieser Argumentation ist, daß man aber genau diese Selbstbeherrschung vom Bürger verlangt, der unberechtigterweise Pfefferspray in die Augen, Knüppel auf den Kopf oder sonstwas bekommen hat. Das passt nicht zusammen
Man verlangt diese Selbstbeherrschung ja auch von, z.B. Lehrern. Das Argument "der war jetzt schon zum 50ten Mal rotzfrech zu mir und er ist nicht der Einzige, da hab ich ihm dann mal 'ne Rippe eingetreten, da braucht er sich nicht wundern" macht sich sicher nicht gut beim Verfahren gegen einen prügelnden Lehrer.
Seltsamerweise tauchen hier in den Blogkommentaren immer wieder solche Argumente beim Thema Polizeigewalt auf.
Ist mir auch ein Rätsel, wie jemand glaubt sowas sei eine valide Rechtfertigung. Eine Theorie wäre, dass da Leute gibt, die Polizei mit einer Gang verwechseln …
> # studiosus juris meint: (13.6.2009 um 11:14)
> Da haben Sie ja Glück gehabt, dass Sie da keinen schlagkräftigeren Polizisten erwischt haben. Mit seiner Gegenfrage “Wenn man Respekt nicht haben muss, sondern ihn sich immer erst verdienen muss, was haben Sie denn mir gegenüber schon getan, damit ich Respekt vor Ihnen haben kann?” wären Sie wohl ziemlich dumm dagestanden.
Ach? Sie wollen allen Ernstes sagen, der Polizist hätte dann eine Straftat begangen? Gibt es sowas? Kennen Sie solche Polizisten?
Herr Wurst, Danke für ihre Beiträge :-).
@53, vader: Lesen Sie erst #16 und dann #20. Von Straftat o.Ä. ist doch nirgends die Rede?!
@49, derRösrather: Respekt sollte man einfach haben, nicht sich verdienen müssen, oder? Ich finde zumindest, dass ein Minimum an gegenseitigem Respekt conditio sine qua non für ein friedliches Zusammenleben in unserer Gesellschaft ist. Ich habe auch Respekt vor jemandem, der nichts geleistet hat. Der Umkehrschluss wäre ja Respektlosigkeit. Warum sollte ich mich respektlos gegenüber jemandem verhalten, den ich gar nicht kenne?
Wie es in den Wald reinruft……..
……Im täglichen Einsatz, so die DPolG, erleben Bürger täglich tausendfach, wie Achtung und Respekt dem Bürger gegenüber durch Polizeibeamte dramatisch abnehmen……
@56, studiosus:
> @53, vader: Lesen Sie erst #16 und dann #20. Von Straftat o.Ä. ist doch nirgends die Rede?!
Nein? OK, zurück auf Los: Warum wäre elzoido bei einem "schlagkräftigeren" Polizisten "ziemlich dumm dagestanden"? Ich harre voll Spannung Ihrer Erläuterung, was Sie eigentlich gemeint haben.
Elzoido hätte dann wohl kaum etwas erwidern können. Der Polizist möchte respektiert werden; Elzoido ebenso. Wenn Elzoido nun den Polizisten auffordert, sich seinen Respekt zu verdienen, dann muss Elzoido -seiner Argumentationsweise nach- diese Aufforderung auch gegen sich selbst gelten lassen.
Was hat Elzoido schon für den Polizisten gemacht, damit dieser in respektieren kann? Das Argument mit "ich bezahle euch schließlich" (Beitrag #49)ist untauglicher wie eh und jeh.
1)Polizisten zahlen auch Mehrwehrtsteuer, Tabaksteuer, Spritsteuer, etc.., was alles dem "großen Topf" zugute kommt. Natürlich nur einen geringen Teil des ganzen, aber:
2)Die Polizei ist ja nicht nur zum Händchenhalten da. Soll ein Polizist nun keine Verwarnungsgelder mehr einfordern dürfen, weil der Bürger anteilig sein Gehalt mitbezahlt? Dann können wir die Polizei auch gleich abschaffen…
Deshalb halte ich nicht viel von dem Argumentation "Respekt muss man sich verdienen". Lässt sich ja auch meinem Beitrag #56 entnehmen.
Und was meinen Sie jetzt mit Straftat?
@vader: Ich glaube ich habe das Missverständnis erkannt:
Mit "schlagkräftig" meinte ich nicht die Fähigkeit, stark zuzuschlagen, sondern "schlagfertig".
> Elzoido hätte dann wohl kaum etwas erwidern können.
Warum nicht? Er hat schließlich was erwidert, Elzoido meine ich? Oder kann es übrigens sein, dass Euer Ehren "schlagfertig" und "schlagkräftig" verwechseln? Oder will man plötzlich nicht mehr zu dem stehen, was man geschrieben hat und sich lau-mau hinauswieseln?
> 1)Polizisten zahlen auch Mehrwehrtsteuer
Ja, von dem, was ihnen die Gesellschaft zahlt. Das Argument "der Harz-VI-Empfänger zahlt schliesslich Mehrwertsteuer" kommt doch auch und gerade bei Ihnen nicht gut an, oder?
> Die Polizei ist ja nicht nur zum Händchenhalten da.
Sie verwechseln "Respekt" mit Untätigkeit.
Ach, warum diskutier' ich überhaupt mit Ihnen: Ihr diffuser Beitrag zeigt ja schon, dass Sie gar nicht mehr wissen um was es überhaupt geht.
Wie sollte man vor einer Polizei die sich durch die lächerlich kumpelhaft auftretenden und nebenbei noch leicht schusseligen Toto und Harry doch tatsächlich gut vertreten fühlt noch ernsthaft Respekt haben?
war ja klar, daß hier vor allem auf die polizei eingedroschen wird.
respekt muss man sich verdienen!
@62, vader:
Haben Sie #61 nicht zuerst gelesen oder haben Sie für Beitrag #62 tatsächlich fast eine Viertelstunde gebraucht? Kennen Sie die Edit-Funktion hier nicht?
zu dem Inhalt von #63 muss nichts mehr gesagt werden. Sie haben es wohl nicht begriffen: Ich habe doch oben geschrieben, dass ein Polizist (wie jeder andere Bürger) Respekt verdient hat und selbst Respekt zu zeigen hat. Egal, ob ein dahingehender "Verdienst" dahinter steckt. Wo liegt da ihr Problem?
Ich habe einige Zeit in den USA gelebt. Dort habe ich ausnahmslos die Erfahrung gemacht, dass ausgesuchte Höflichkeit gegenüber den Polizisten immer mit zuvorkommender Freundlichkeit beantwortet wurde. Als ich in einem Verkehrsunfall verwickelt war, kam noch eine der Polizisten zu mir in den Krankenwagen und versicherte mir, dass ich mir keine Sorgen zu machen brauche, da ein Zeuge die rote Ampel des Unfallgegners bestätigt habe. Und meine Papiere würden sie mir nach Hause bringen. Genau so geschah es.
Als ich nach Deutschland zurückkam, fragte ich einen der Polizisten auf dem Münchener Flughafen höflich nach der nächstgelegenen Telefonzelle. Er warf nur kurz einen Blick auf mich und kommentierte kurz und mürrisch "Da hinten" ohne sich die Mühe zu machen, seine Hand oder seinen Blick in die passende Richtung weisen zu lassen. Die Höflichkeit amerikanischer Polizisten ist mir hier in Deutschland noch nie begegnet.
@65
das ist eine ebenso einseitige behauptung, wie sie sie anderen unterstellen…
die problematik muss doch vor dem hintergrund des massiven machtgefälles polizei/bürger gesehen werden.
natürlich muss eine polizei mit entsprechenden befugnissen ausgestattet sein. wenn diese aber regelmäßig (von einer miderheit) missbraucht werden, im gegenzug aber respekt verlangt wird, den man selber u.u. nicht bereit ist aufzubringen, fehlt es an objektivität.
einem der vorredner kann man in dem punkt nur zustimmen:
ein sinvoller ausgleich der machtverhältnisse ohne einschränkung der (legalen) polizeilichen handlungsmöglichkeiten wäre z.b. die von [40] angedachte aufzeichnung von poilizeieinsätzen.
gestzmäßiges handeln bleibt in vollem rahmen möglich, die hemmschwelle zu respeklosigkeit provozierendem verhalten einzelner vertreter der exekutive aber deutlich erhöht.
"wer nichts zu verbergen hat…"
(komisch, irgendwo habe ich das schon mal gehört… ;-)
Wir sind zu dritt vor einer Woche heimgefahren, als vom Zubringer ein ziviles Auto hinzustößt. Drinnen sitzt eine Person in waldmeistergrüner Jacke mit Wappen auf dem Oberarm – und Handy am Ohr, das aber schnell wieder weggelegt wurde, als er bemerkt hat, dass er erwischt wurde. Es war kurz vor 2000 Uhr, und er ist dann auch in Richtung Polizeiwache abgebogen. Dienstbeginn ?
Hätte es überhaupt Sinn, ihn anzuzeigen ? Interne Vertuschung, Amtsbonus selbst gegenüber drei Zeugen, Handydatenbeschlagnahmung bei einer OWiG (Verhältnismäßigkeit ?),….
Leider kein Einzelfall. Man resigniert. Und so erodiert dann der Respekt über die Jahre hinweg.
@69 bystander
nun, sie erwähnen gerade etwas, was in den vorangegangenen postings mir jedenfalls entgangen ist:
"(von einer minderheit)"
das sollte man im auge behalten, wenn man mal wieder gegen "die "poilzei" schimpft oder behauptet, "die polizei" sei selbst schuld.
genauso könnte man sich fragen, ob denn die zahlen auf den rest von deutschland überhaupt übertragbar sind?
und der sinnvolle ausgleich der machtverhältnisse durch aufzeichnung des polizeieinsatzes? naja, wenn die polizei demos z.b. filmt, wird gleich wieder darüber hergezogen.
@60 studiosus juris
Sie machen sich lächerlich! Klar zahlen Polizisten die genannten Steuern. Genau so wie die Hartz IV-Empfänger, die Kleinrentner, die Gefangenen in der JVA u.v.A.a. Hat ja ein Vorredner schon gesagt.
Sein Gehalt um die Steuern bezahlen zu können und seine Pension im Alter zahlen die Steuerzahler! Und da finde ich es Respektlos, wenn mich so ein Uniformträger einfach "duzt" oder mir ohne Grund einen neuen Scheitel verpasst.
Im übrigen: ich habe genau so viel Respekt für mein Gegenüber wie er für Mich hat. Und deshalb mag ich nicht, wenn er mir einen Knüppel vor die Nase hält!
@70 Ares
Nein, es hat keinen Sinn! Der Mann war sicher ein verdeckter Ermittler, der aus verständlichen Gründen mit einem zivilen Fahrzeug unterwegs war. Er besitzt Sonderrechte, deshalb verlaufen solche Anzeigen im Sand.
/me weiß das die Polizei die besten Märchenerzähler sind. Wenn man Anzeige erstattet gibt´s immer ein spannendes Geschicht´l. Hab´ es in 4 Fällen selber erlebt ..
Zu "Polizisten fordern Achtung und Respekt" fällt mir nur ein: Wir Bürger auch!
Wenn stud. jur. anfängt zu "argumentieren", wird´s dunkel… Wie wär´s mit einer relativ prominenten Vorschrift: Artikel 1 Grundgesetz: Sozialen Achtungsanspruch hat jeder Mensch, nicht nur Polizisten, aber auch die, denn auch Polizisten sind Menschen.
@70 Oh Gott, ein Polizist, welcher waehrend der Fahrt telefoniert. Soweit runtergekommen sind wir schon! Wahrscheinlich gibts bestimmt auch welche, die in Buesche pinkeln! Und die Frauen im Stehen! Und sich in der Nase popeln! Aaaaaaah. Weeeeltuntergang.
Holen wir doch die Polizei von ihrem hohen Ross runter. Sind auch nur Menschen. Die sich fuer mich kloppen, wenns brennt. Und auch auf Regeln pochen, welche wir mehr oder weniger untereinander ausgemacht haben. Wenns die nicht tun, wer dann?
@77 OK
Was würde es SIE kosten, würde die Polizei SIE beim telefonieren während der Fahrt erwischen? Schauen Sie in den Bußgeldkatalog!
Ihre Polemik ist schwach ..
Oh ha .. da hat´s fast wieder einen Polizisten bei einer Randale hin gerafft:
http://www.express.de/nachrichten/region/duesseldorf/fussball-randale-urteile-im-stadion_artikel_1242632412283.html
Da hat ein Fan ein Bierglas nach einem Polizisten geworfen!! Vielleicht war es sogar noch voll? So ein Depp!! So was verschüttet man doch nicht für Nix!
>>Diese Attacke wertet die Staatsanwaltschaft als versuchte gefährliche Körperverletzung. Auf einen Anwalt oder Einhaltung von Ladungsfristen hat der Mann verzichtet, dadurch die Wartezeit auf seinen Prozess verkürzt.<<
Der gleiche StA wird den Schlag mit dem Knüppel auf den Kopf eines unbeteiligten Kellners sicher nur als Akt einfacher Gewalt (an)erkennen. Also, den Polizisten freisprechen der den Kellner der Kneipe eine auf die Rübe gehauen hat, weil er den Aschenbecher zum entleeren (nicht zum werfen!) vom Tisch nehmen wollte und der Polizist grad´ günstig stand.
@71
für das filmen von demonstrationen gibt es pro und contra argumente… in der praxis ist es nun gang und gäbe.
die argumente gegen das filmen von polizisten bei solchen (und anderen, öffentlichen) gelegenheiten sind m.e. arg schwach und oft selbstentlarvend. worauf ich hinzielte war ein ausgleichendes element, welches möglichen (und stattfindenden) machtmissbrauch durch manche polizisten erschwert – durch konsequentes anlegen des selben maßes bei beiden 'parteien'.
das generalisierungen kontrapruduktiv sind, da stimme ich ihnen voll zu. leider hat sich das immer noch nicht herumgesprochen.
@76, fernetpunker:
Haben Sie sich schon dermaßen auf mich eingeschossen, dass Sie schon gar nicht mehr bemerken, dass ich in diesem Thema schon mehrfach geschrieben habe, dass man sich gegenseitig zu respektieren hat, unabhängig von Personenidentität oder von irgendeinem eventuellen Verdienst dahinter?
Also sinngemäß habe ich irgendwie das gleiche geschrieben wie Sie jetzt. Lesen Sie mal #56. Oder auch #67.
Übrigens: Wenn Sie schon bei einer reinen Respektlosigkeit mit der Art.-1-GG-Keule schwingen, dann hat sich mein Bild von Ihnen weiter bestätigt. Dennoch respektiere ich Ihre Ansicht :) Schönen Abend noch!
Zur Diskussion ob filmen oder nicht:
Wenn man mit dem Film einem Demonstranten seine Tat nachweisen kann, dann wird es als gerichtsverwertbare Material sicher zur Verfügung stehen.
Wir das Filmmaterial dagegen als Beweis eines Übergriffes der Polizei gebraucht, ist sicher die Kamera grade in diesem Moment der Aufzeichnung kaputt gegangen oder das Material wurde aus Versehen überbelichtet (bei Analog-Film) oder bei Digital wieder überschrieben.
@42
"Polizisten kesselten die Menge ein, setzten Wasserwerfer, Schlagstöcke und Reizgas ein…" – aus einer beliebigen Zeitung zu einer beliebigen Demonstration.
Da erscheint mir der Gaseinsatz, seitens der Demonstranten, nicht "unverhältnismäßig"
Die Aggressionen der Polizei gegen Jugendliche ist wirklich nicht mehr ertragbar. Unschuldsvermutung völlig passe, Vorverurteilung Standard. Gelegentlich wird auch gleich mal "Vollstreckt".
Immer daran denken: Die Kinder behandeln ihr Heimatland immer so gut, wie es sie behandelt hat.
Bei meinem Sohn und Freundeskreis höre ich nur: Ausbildung zu Ende und Tschüss.
> studiosus juris meint: (13.6.2009 um 17:29)
> @62, vader:
> Haben Sie #61 nicht zuerst gelesen oder haben Sie für Beitrag #62 > tatsächlich fast eine Viertelstunde gebraucht? Kennen Sie die
> Edit-Funktion hier nicht?
Wenn Sie wirklich pöbeln wollen, soll ich mal zurückpöbeln?
Das einzige Mal, dass ich wirklich etwas mit der Polizei zu tun hatte, war bei einer Hausdurchsuchung.
Die Beamten hatten den Beschluss nicht zur Hand (musste im Auto geholt werden) und sich auch keinen Gedanken über etwaige Zeugen gemacht.
Die Beamten hielten sich nicht daran, sich auf den ausgewiesenen Dursuchungsbreich (sorry, kenne das Fachchinesich nicht :) zu beschränken, sondern verlangten dreist, auch in andere Räume, die nicht von mir bewohnt werden, hineingelassen zu werden.
Während der Durchsung wurde die Ankündigung, dass ich auf Toilette gehe, mit eimen Bodycheck quittiert, der mich auf die Couch beförderte und nach Luft schnappen ließ. (Ich bin vorher dursucht worden, bin nicht aggresiv gewesen oder habe schnelle Bewegungen oder Sonstiges gemacht!)
Weiterhing wurde mir für weitere "Mätzchen" eine Fahrt auf die Wache zugesichert.
Die Frage auf dem Dursuchungsbogen: "Der BES hat der Dursuchung zugestimmt:", war freundlicherweise schon von den Beamten mit "Ja" beantwortet worden. Nach langer Diskussion fügten sie es unter Bemerkungen hinzu, dass ich nicht zustimmte.
Die Bitte, den Vermerk "einige Döschen und Plastikbeutel", dahingehend zu korrigieren, dass er die korrekte Anzahl nennt, wurde mit Hohn und Spott übergangen.
In dem von den Beamten gefertigten Bericht, der vor Gericht verlesen wurde, war von "herumliegenden Messern mit Anhaftungen die Rede", sowie von Brettchen und anderen Utensilien. Ich hatte weder ein Messer, noch ein Brettchen, noch eine Bong oder sonstiges. (Vielleicht wurde das Messer erwähnt um eventuelle Übergriffe zu rechtfertigen? Oder ist das vielleicht ein Standardbaustein, der einfach immer eingefügt wird?)
Zum Glück war ich durch Herrn Vetters Vortrag beim 23c3 gut vorbereitet. Und bevor jetzt spekuliert wird; Nein! Es ging nicht um Unmengen Rauschgift sondern um Cannabis – weit entfernt von "nicht geringen" Mengen, vorbestraft bin ich auch nicht. Später gab es dann am Schöffengericht lediglich eine geringe Geldstrafe, weil die Beamten zu dumm waren Telefonprotokolle richtig zu lesen und weil 2/3 der Anklage sowieso totaler Unfug waren.
Was ich von der Polizei halte!?
@stu..iosus
> Wo liegt da ihr Problem?
Mein Problem liegt im Sinn ihrer Ausführungen. Was hat Respekt mit Händchenhalten zu tun? Wie kommen Sie auf dieses Thema? Und darauf, dass es was damit zu tun hätte, dass Verwarnungen nicht erteilt werden?
Ich kann ja einer möglichen Antwort schon mal vorarbeiten mit dem enigmatischen Satz: Wie Sie sicher wissen, macht der Ton die Musik.
Andererseits – ihre Beiträge hier in den letzten Monaten machen dann doch den Eindruck, dass Sie dafür einfach keinen Sinn haben. Insofern verstehe ich Ihre Verwirrung.
Mit freundlichstem Gruss — Vader
Noch was: Ein Freund von mir wurde mal auf seinem Motorrad von einem Polizisten angefahren und ein Kollege oder Bekannter von besagtem Polizisten hat die Unfallaufnahme gemacht.
Mein Freund musste einen Alkoholtest machen, der Polizist (außer Dienst) nicht. Es wurde fehlerhaft gemessen und die Schuld meinem Freund zugeschoben.
Ich war nicht dabei und habe es nicht gesehen, kann also nichts zu Wahr oder Falsch sagen, aber mein Freund musste durch 2 Instanzen klagen um Recht zu bekommen! Ohne Rechtsschutzversicherung undenkbar
Kenne da auch noch einen ähnlichen Fall mit einer Polizistin, die einen Arbeitskollegen angeblich gesehen hätte, wie er nicht angeschnallt fuhr. Nach seiner Aussage war er aber angeschnallt. Besagter Kollege ist zum Glück auch Rechtsschutzversichert und hat am Ende Recht behalten (/erhalten).
Und angesichts solcher Ereignisse soll man noch Respekt vor Polizisten haben? Korrupter Haufen
> nun, sie erwähnen gerade etwas, was in den vorangegangenen postings mir jedenfalls entgangen ist: [...] “(von einer minderheit)” [...] das sollte man im auge behalten
Vollkommen richtig. Nur sollte man auch im Auge behalten, dass die Mehrheit diese "Minderheit" deckt. Und die Polizei ist halt nun mal nicht ein zufällig zusammengewürfelte Gruppe (wie z.B. "die Radfahrer" oder eine beliebige ethnische Gruppe), sondern eine (staatliche Organisation.
Und da muss die Organisation dann schon dafür geradestehen – und/oder "selbstreinigen". Ich erinnere nur z.B. an die Beschaffung von illegaler Ausrüstung (sandgepolsterte Handschuhe) durch bestimmte Einheiten, die letztens durch die Presse ging. Ich möchte mal sehen, wie schnell eine Jugendgruppe, die sich illegal bewaffnet, einfährt. Wenn es aber Beamte, die es besser wissen müssen, tun, dann ist es nur ein lässliche Sünde? Das setzt die falschen Zeichen. Gerade weil sie es besser wissen müssen.
> Holen wir doch die Polizei von ihrem hohen Ross runter. Sind auch nur Menschen.
Darüber unterhalten wir uns, wenn ich wie in Spanien auch in Deutschland mal häufiger Polizisten mit langem Haar und Dreadlocks sehe. Und Goldringen im Ohr :-)
Ich teile die Ansicht der Pol.gewerkschaft zu 100%. Polizeibeamte müssen tabu sein, sie sind doch nicht die Fußabtreter der Demonstranten, der betrunkenen Fußballfans uns sonstiger Gruppen, die meinen an den Beamten ihr Mütchen kühlen zu können. Freiheitsstrafen OHNE bewährung sind die richtige Antwort für solche Radaubrüder. Über alles andere, z.B. Geldstrafen die auch noch durch gemeinnützige Arbeit getilgt werden können, sofern es überhaupt zu einer Verurteilung kommt, lachen doch solche Typen.
@ 84 Theodor:
"Ausbildung zu Ende und Tschüss". Machen Sie sich keine Sorgen, wer Deutschland im internationalen Vergleich so bewertet, ist entweder ganz schnell ernüchtert wieder hier oder kommt noch nicht einmal weg.
Die jungen Leute, die es sooo schrecklich in Deutschland finden, sind meist die, die sich bereits mit 25 ernsthafte Sorgen um ihre Rente machen und sämtliche Beamtenbesoldungsstufen und HartzIV-Sätze auswendig kennen.
Ich fordere die Todesstrafe bei Mord.
Am Beispiel USA sieht man, das bei solch extremen "Bestrafungen" keine Morde mehr statt finden.
> Ich teile die Ansicht der Pol.gewerkschaft zu 100%. Polizeibeamte müssen tabu sein. …
etc, pp.
Kommen Sie, Foxi, das geht noch'ne Nummer härter. Wie wäre es mit Todesstrafe für Polizistenanpöbler? 100% Tabu! Das müssen 100% bleiben! Am Besten erschiessen die Beamten die Delinquenten gleich an Ort und Stelle!
(Kann das sein, sie verwechseln Polizisten mit Besatzungssoldaten im totalen Krieg? Nur mal so gefragt …)
> Die jungen Leute, die es sooo schrecklich in Deutschland finden, sind meist die, die sich bereits mit 25 ernsthafte Sorgen um ihre Rente machen und sämtliche Beamtenbesoldungsstufen und HartzIV-Sätze auswendig kennen
Da träumst Du was: Die Statistik in meinem persönlichen Bekanntenkreis sieht anders aus: Mit 35 sind die dann ausgewandert. Mit ihrer Qualifikation. Der Plebs, ja, der bleibt hier und säuft.
> Ich fordere die Todesstrafe bei Mord.
> Am Beispiel USA sieht man, das bei solch extremen “Bestrafungen” > keine Morde mehr statt finden.
Ja! Und ich fordere die mehrfache Todesstrafe. Und nicht erst bei Mord! Muss es denn erst zu einem Mord kommen, ehe Falschparken und Auf-die-Strasse-spucken Konsequenzen hat? Und es kann ja nicht sein, dass die mit einer Hinrichtung davonkommen! Wo ist da die Abschreckung???!!!
@68: Dann hattest du Glück :-/ Bei meinem Austausch vor vier Jahren durfte ich bestens erfahren wie die Polizei in Chicago mit einer Gruppe Personen umgeht, von der sie denkt sie verstehe kein Englisch (der ursprünglich in starkem Dialekt Angesprochene war der schwächste Schüler und verstand tatsächlich nichts und die restlichen waren nach dem Monolog des Polizisten verängstigt). Aber wenigstens war der von der Schule zitierte Anwalt, mit dem wir dann gesprochen haben recht pfiffig. Da wir alles auf der Wache verstanden hatten konnten wir interna und privates Erzählen und wir wurden wieder gehen gelassen (keine Belehrung der Rechte vorgenommen, Geständnis mit gefälschter Unterschrift, Blessuren, etc. Später haben wir in Deutschland erfahren das am Ende wohl drei Polizisten den Dienst quittieren mussten.
Was wir getan hatten ? Zu zwölft auf den Bus gewartet. Laut Polizei Verdächtige bei einer Serie von Überfällen :-/
@97EhemaligerAustauschSchüler
"Später haben wir in Deutschland erfahren das am Ende wohl drei Polizisten den Dienst quittieren mussten."
Da liegt dann auch der größte Unterschied zu Deutschland. Hier hätten die Polizisten ne Medaile bekommen. Dienst quittieren, wenn man sich nicht an die Regeln hält? Nicht in Deutschland, hier wird das belohnt.
Lol.
Law blog bringt das Stichwort Polizei und gewissen Kommentatoren schwappt der Schaum vom Mund auf die Tastatur.
Immer wieder ein amüsantes Ritual.
Noch einmal, weil wichtig:
Andreas Bergkirchen meint: (12.6.2009 um 08:37)
Es gilt – auch hier – ein Satz,
der von der 68-er Generation geprägt wurde.
Nirgendwo liegen Schutz und Bedrohung
so dicht nebeneinander wie beim Staat.
… und dabei handelt es sich um das einzige Delikt, bei dem das "Opfer" diese selber feststellt und zur Anzeige nimmt …
@97: Ich lebe seit 2 Monaten in Chicago. Die Kriminalitaetsrate ist mit Deutschland nicht zu vergleichen. Wenige Strassen von meiner Wohnung sind jede 2-3. Nacht Schuesse zu hoeren. Es gibt ganz regelmaessig Tote und Verletzte in dieser Stadt, in der Schusswaffen eigentlich verboten sind. Muenchen hatte 3 Morde in einem Jahr, Chicago hat etwa 3 pro Woche, und die Stadt Chicago ist mit ca. 2,5 Millionen Einwohnern nicht so gigantisch viel groesser… In diesen Verhaeltnissen verschiebt sich die Definition von Recht und Unrecht, von Notwehr und Abschreckung, von Schutz und Bedrohung gewaltig. Sofern es passiert, kann ich Fehlverhalten der Polizei hier in Chicago besser verstehen (nicht billigen) als in Deutschland, wo die Polizei das Gewaltmonopol tatsaechlich hat und damit aus der Position des Staerkeren deutlich besonnener zu handeln in der Lage und verpflichtet ist.
US Gastarbeiter
@Filo
Womit das wohl zusammenhängt..?
Stuff
<a href="http://imagefap.com/gallery.php?search=lolita&submit=Search!" rel="nofollow">http://www.youtube.com/view_play_list?p=F9DBF7203EE48B38</a>
> @Filo
> Womit das wohl zusammenhängt..?
Ich sehe jetzt, muss ich sagen, auch wenig Schaum. Ein gepflegte Polemik hinterlässt doch keinen Schaum auf der Tastatur.
@stud. jur., keine Sorge, mein Bild von Ihnen hat sich auch "weiter bestätigt". Besser die Art.1-Keule als gar kein Argument? Und nun? Schönes Leben noch.
Man sollte natürlich bedenken, dass Widerstand gegen Vollzugsbeamte auch voraussetzt, dass den Beamten gerade im Rahmen einer Vollzugstätigkeit Widerstand entgegengesetzt wird.
Die Statistik kann daher auch bedeuten, dass der relative Widerstand gleich, die hoheitliche Machtdurchsetzung aber gestiegen ist.
Nebenbei bin ich der Ansicht, dass die Verletzung Angestellter im Atimkraftwerk mit radioaktiver Strahlung abweichend von § 309 StGB mit lebenslang zu ahnden ist. Und Brandstiftung bei Verletzung eines Feuerwehrmannes muss natürlich auch härter bestraft werden.
ab und an müssen Polizisten auch mal geschützt und unterstützt werden. Wenn ich sehe was hier in Hamburg an fast jedem Wochenende los ist, ob Chaoten in der Schanze oder Spinner auf dem Kiez, da kann ich auch nur sagen, arme Polizisten….tauschen möchte ich jedenfalls nicht.
Und schwarze Schafe gibt es überall. Fazit: Polizisten- Ihr habt meinen Respekt! und darauf jetzt nen Kaffee!!!
"In Nordrhein-Westfalen stieg 2008 im Vergleich zum Vorjahr die Zahl von Widerstandsleistungen gegen Vollstreckungsbamte um 1.094 auf 6.414 Fälle (plus 20,6 Prozent)."
Was sind das für Zahlen? Verurteilungen? Anzeigen? Oder subjektiv gefühlte Vorfälle? Ohne diese Information sind diese Zahlen völlig wertlos. Sie könnten z.B. dadurch zu erklären sein, daß in der Polizeiführung jemand beschlossen hat, jeden Dreck als Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte anzuzeigen.
Bei der drastischen Steigerung von rund 20 % in einem Jahr halte ich es für höchst wahrscheinlich, daß die Ursache in einer straff geführten Institution liegt und nicht in einer großen heterogenen Gemeinschaft.
Die Lösung kann und darf nicht im nachfolgenden juristischen Prozess gesucht werden.
Dem Beamten vor Ort muss mehr Handlungsspielraum ermöglicht werden.
Wenn dem Beamten mehr Rückendeckung widerfahren würde, wenn er in bestimmten Situation bestimmter auftritt, um diese zu kontrollieren, würde dies auch den Respekt in der Bevölekrung positiv beeinflussen. Also anstatt Klagen gegen den Polizisten zuzulassen, über die dieser sich im Verlauf des Einsatzes Gedanken machen muss, zulassen das er präventiv von der Schusswaffe gebraucht macht. Um etwa bei einer Schlägerei die involvierten Parteien durch direkte Wirkungstreffer kampfunfähig zu machen.
Nur so kann langfristig der Respekt vor dem Organ gestärkt werden.
@96 vader, lol!
@vader (95)
"Der Plebs, ja, der bleibt hier und säuft."
Weshalb wir beide noch hier in Deutschland wohnen – na ich zumindest, bei dir weiß ich's ja nicht.
*rofl*
@111
ach… wissen'se… das hatten wir vor ca. 70 Jahren schon mal. Hat's auch nicht gebracht und der Schuss ging sowas von nach hinten los…
@111
LOL
Genau. Die Polizei soll halt einfach mal mehr rumballern! Kann ja nicht sein, dass die Bevölkerung vor den Führern keinen Respekt hat.
Moment. Ist 1938 schon vorbei?
Jeder erlebt den Respekt den er lebt.
Vielleicht sollte man sich bei der Auswahl, bzw. Ausbildung der Personen ein wenig mehr einfallen lassen?
In wie fern ist die Gewerkschaft eigentlich beim jeweiligen Sinn, für was steht sie – was fordert sie?
@ 95: ich meinte in´s Ausland und nicht von Ost nach West
@114: Nun ja, Fakt ist, dass das insgesamt "nach hinten losgegangen" ist. (Die Formulierung ist gewöhnungsbedürftig – "Kapitaler Fehler" oder "Miserabler Fehlschlag" kommt eher hin).
ABER (Und das war ja das Thema): Wenn sich jemals "Polizisten" nicht über mangelnden Respekt beklagen konnten, dann wohl in dieser Zeit.
@92: > Die jungen Leute, die es sooo schrecklich in Deutschland finden, sind meist die, die sich bereits mit 25 ernsthafte Sorgen um ihre Rente machen und sämtliche Beamtenbesoldungsstufen und HartzIV-Sätze auswendig kennen.
Schön gesagt, und gar nicht so weit weg von der gefühlten Realität.
@108: Brandstiftung mit Verletzung eines Feuwerwehrmanns WIRD härter bestraft; einfach mal die Erfolgsqualifikationen zur Brandstiftung durchlesen. Auch der Feuerwehrmann ist nämlich "Mensch" im Sinne des Gesetzes :o)
@117: ymmd *weglach*
@topic: Ich würd den Job den die Polizei macht für das Geld, das sie kriegen nicht für einen Tag freiwillig machen. Insofern mein Respekt den Polizisten/innen, die ihren Job gerne und gut machen. (Das dürfte sogar die weit überwiegende Mehrheit sein) Ausreisser gibts halt überall.
> Schön gesagt, und gar nicht so weit weg von der gefühlten Realität.
"Gefühlte Realität". Besser kann man die Mischung aus Stammtisch und Wahrnehmungsstörung, die manchem hier wiederfährt, wohl nicht charakterisieren.
wenn ich mit nem 8te klasse abschluss mich hier polizist oder auch bundespolizist schimpfen darf brauchen die sich nicht zu wundern das ich keinen respekt vor ihnen habe. eher angst vor unangemessenen überreaktionen von der polizeiseite.
Respekt vor Mitgliedern einer kriminellen Vereinigung? Pff… ich vergass: die Typen haben Waffen… damit verschafft sich dieses Pack tagtäglich seinen Respekt. Hemmungslos und ohne jede Rücksicht.
> Respekt vor Mitgliedern einer kriminellen Vereinigung? Pff…
Nicht ganz. Wie bereits andere erläutert haben, ist das sehr wahrscheinlich nur eine kleine Minderheit, die "über die Stränge schlägt". Aber die wird leider aus falsch verstandenem Kameradschaftsgeist von der Mehrheit gedeckt.
Das eigentliche Problem ist aber ein fundamentaleres: Das den Trägern des Staates (nicht nur den Beamten des Exekutive) zunehmend das Gefühl dafür abhanden kommt, dass ein Staat nur beauftragte Geschäftsführung ist und Kontrolle ebenso wie eingebaute Sicherheitsmechanismen (Gewaltenteilung, Föderalismus, Verfassungsgericht) benötigt.
Wenn der hohen Politik das plötzlich alles im Wege ist, muss man sich wahrlich nicht wundern, dass auch dem "kleinen" Polizisten seine Leitphilosophie plötzlich zu einem "wir gegen die da" verkommt, also letztlich zu Rechtfertigungsstrukturen, wie man sie sonst in marodierenden Banden finden kann. Aber woher soll er denn die Stärke nehmen eine makellose Berufethik zu finden und aufrechtzuerhalten, wo (a) nicht gerade Philosophen Polizisten werden und (b) in keiner an der Hand nimmt und ihn entsprechend ausrichtet (früher hieß das mal Personalführung, heutzutage versteht man darunter wohl nur noch Einpeitscherei) und (c) von viel weiter oben genau das Gegenteil vermittelt wird.
Manchmal packt mich der Verdacht, besonders Bereitschaftspolizisten wären Opfer einer besonders perfiden Variante des Stockholm-Syndroms: Der starke Staat verheizt sie (bezüglich der Resourcen, aber auch menschlich), und daraus entwickelt sich eine tiefe Loyalität zum starken Staat, sie identifizieren sich damit.
> Wir das Filmmaterial dagegen als Beweis eines Übergriffes der Polizei gebraucht, ist sicher die Kamera grade in diesem Moment der Aufzeichnung kaputt gegangen oder das Material wurde aus Versehen überbelichtet (bei Analog-Film) oder bei Digital wieder überschrieben.
I.d.R. ist es einfach direkt nach dem Einsatz "vorschriftsmäßig" gelöscht worden.
@119: Was ist schon Realität? Gibt es Realität überhaupt? Und wie kann man sie messen? Ich denke, einen subjektiven Einschlag kann und darf man ihr gar nicht abreden. Daher "Gefühlte" Realität :)
Der Staat hat das Problem, dass er Respekt fordert und Angst fördert.
Bedrohliche Uniformen, höhere Strafen, mehr Gesetze, mehr Repressionen, überall Sparmaßnahmen, etc. führen nunmal nicht zu Respekt, sondern zu Angst und Ablehnung.
Wie es schon geschrieben wurde: früher gab es die freundlichen Beamten, die auf Dorffesten und Einkaufsstraßen streife LIEFEN. Heute sieht man in der Kleinstadt höchstens mal ein Polizeiauto vorbeihuschen. Wenn man dann mal in die Großstadt fährt, beschränkt sich das Polizeierlebnis auf ganze Hundertschaften.
Ein recht einschneidendes Erlebnis war eine kleine Demonstration; eine handvoll Demonstranten wurden von 3-4 mal sovielen – in schwarz und vollem Körperpanzer – Sturmtruppen eingekesselt. Die ganze Innenstadt war voll mit diesen anonymen Rüstungsträgern. Selbst wenn man auf Nebenstraßen ausweichen wollte, waren überall Gruppen von hochgerüsteten Sonderkommandos. Da will man nur noch raus. Da hat man keinen Respekt sondern fühlt sich schlicht bedroht.
Hier wird meiner Meinung nach der Grundstein für noch mehr Unterdrückung gelegt. Nicht mehr und nicht weniger.
Aus dem Bericht der DPolG geht nicht hervor in welchem Kontext es Übergriffe oder Widerstände waren. Gibt ja durchaus Widerstand, der berechtigt wäre, liebe DPolG, nur dafür müsste man eventuell die eigene Arbeit durchleuchten.
Wie dem auch sei. Die Staatsorgange werden sukzessive mit weiteren Befugnissen ausgestattet und ihre Arbeit immer geschützt und anonymisiert.
Wer nichts zu verbergen hat, ist nicht angesprochen. ;)
Faszinierend, dass alle nur am schimpfen sind. Aber wehe, wenn in der Nachbarschaft eingebrochen wird, oder irgendwo ein Fahrrad geklaut oder – Gott bewahre – schlimmeres passiert. Da kann die Polizei gar nicht schnell genug, hart genug und bösartig genug zuschlagen, um den Übeltäter zu fassen. Und wenn sie sich dann an die Rgeln hält, au weia! Dann wird geschimpft, dass diese Regeln nur Verbrecher schützen und die Arbeit der Polizei behindern. Und dann krakelt wieder jeder zweite Stammtisch über die Vorteile von Bürgerwehren und Selbstjustiz.
"Also, woisch, Sepp…früher, da hätt´ mer den Kerle oifach aufg´hängt…"
Auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen. Der Großteil unserer Polizisten tut einen schweren Job für zu wenig Geld. Und unter Polizisten ist das "Schützen von Aus-der-Reihe-Tanzenden" nicht viel häufiger als unter Ärzten, Anwälten, oder generell irgendwo, wo Menschen zusammenarbeiten. Das ist die alte Geschichte mit den Krähen und dem Augen aushacken.
@127: Tun hervorragende Arbeit, bis man selbst in Verdacht gerät und mit ihnen zu tun hat.
So wie bei Zeitungen: Alles ist wahr und stimmt, was geschrieben wird bis auf den einzigen Fall, wo man selbst aus 1. Hand eigene Informationen hat und es besser weiß.
Ich habe immer gelernt, dass man Achtung und Respekt nicht fordert, sondern sich verdient. Ich mein, wieviel Wert hat das, wenn man es einfordert, ohne etwas dafür zu leisten?
Und ja, mir sind durchaus Polizisten begegnet, die aufgrund ihres Auftretens mir gegenüber sich meine Achtung und meinen Respekt verdient haben.
"Mehr Verfahren gegen Polizisten. Zahl der Disziplinar-Ermittlungen aber im Jahresvergleich gesunken."
Welt online v. 23.6.2008
http://tinyurl.com/n4c7zz
"2007 wurden in Berlin 746 – unter anderem seit mehreren Jahren laufende – Verfahren gegen Polizisten eingestellt, es gab 21 Freisprüche, nur drei Verurteilungen."
@130: Danke für den Link
"Ausgewertet wurden auch Delikte, die von den Beamten außerhalb ihrer Dienstzeit verübt worden sein sollen. [...] Sexualdelikte stiegen von zwei auf elf Fälle."
Eine Steigerung auf 550% des Vorjahresniveaus. Das stellt die Kinderraubmordterroristen weit in den Schatten. Ich fordere strenge Überwachung und vorsorgliche internierung von Polizeibeamten. Denkt an unsere Kinder !!!!!
Armselige Figuren, in Uniformen gezwängt. Daß solche Leute das Wiederaufleben des kaiserlichen deutschen Obrigkeitsstaates verlangen, verwundert nicht.
@go1331 Mit Ihrem Deutsch würden Sie nicht in den Polizeidienst kommen. Da bin ich mir ziemlich sicher.
Hier scheinen ja viele (ehemalige) Mandanten von Herrn Vetter unterwegs zu sein (nicht nur in diesem Thread). "Ich hatte mal 'ne HD…" gehört ja schon zum guten Ton für einen Beitragsschreiber. So was kann ich nicht bieten. Leider ist dieser Blog in den letzten Wochen, meiner bescheidenen Meinung nach, extrem zu einem Tummeplatz von "Polizei, Staat, … sind schlecht und böse"-Meinungsäußerern geworden.
Mir ist bisher noch kein Polizist "krumm gekommen". Selbst in HH nicht, wo ich in Nähe der Hafenstraße durch eine Ansammlung von schwarz gekleideten, gepanzerten Polizisten musste. Die Damen und Herren waren freundlich zu mir und meiner Frau.
Es gibt wohl bei den Polizisten, wie bei jeder Berufsgruppe, schwarze Schafe. Das will ich gar nicht bestreiten. Aber, wie schon gesagt wurde, die gibts überall. Auch unter Richtern, Staatsanwälten, Rechtsanwälten,…
@Darkstalker, #127: hab ich am Wochenende noch gehört. Ein älterer Herr sprach mich, mit meinem Kind im Garten spielend, an und schimpfte über die lasche Justiz bei Kinderschändern. "Wenn's nach mir ginge, Schwanz ab und am nächsten Baum aufhängen" "Da ging einer hinter 'nem kleinen Mädchen her. Der wollte der bestimmt an die Wäsche, aber mein Freund und ich waren ja auch da. Wenn ich sowas sehe, da müsste ich einen dicken Schraubenschlüssel haben…"
@134: Ja, ich hab das (leider) auch nicht im geringsten als Scherz gemeint. Ich kenne solche Menschen (meist Männer gehobenen Alters) und mir läufts eiskalt den Rücken runter bei solchen und ähnlichen Ideen. Senioren mit Schraubenschlüsseln fände ich persönlich als Bürgerwehr allerdings wenigstens amüsant anzuschauen …
"Ich kann einen Sack mit Türklinken schwingen." – "Hier ist der Sack. Türklinken musst du selbst besorgen"
Und ja, leider ist das Lawblog in den letzten Monaten (die Entwicklung geht schon länger) etwas aus dem argumentativen Gleichgewicht geraten. Aber es ist halt zu einfach, zu meckern, anstatt verstehen zu wollen. Lieber auf den Staat geschimpft, als gar nichts zu sagen.
@131: Das sind entweder 550% des Vorjahres, oder – relativiert gesprochen – 9 Fälle mehr im Jahr. 9 Fälle mehr im Jahr? Also fast gar nix. Und wenn man nicht eine Statistik daneben legt, wie sich die Sexualdelikte insgesamt entwickelt haben, sagt das noch gar nichts über das Verhältnis von Polizisten und Sexualdelikte zueinander.
@134 Man muß nicht mit der Polizei zu tun gehabt haben, um das Personal nicht zu mögen. Politiker kenne ich auch nicht persönlich, dennoch ist meine Wertschätzung dieser Spezies mit den Jahren kontinuierlich gesunken. Das ist keine reine Geschmacksfrage, sondern hat gute Gründe.
Im übrigen scheinen Sie das Lawblog noch nicht sehr lange zu kennen, sonst wäre Ihnen bereits vor Jahren aufgefallen, daß hier noch nie ein Ton herrschte, der besonders autoritätsgläubig war, ob nun in den Kommentaren oder im Primärtext. Es gibt ja auch keinerlei Basis, die staatlichen "Autoritäten" besonders zu verehren. Schon gar nicht die kleingeistigen Spießer in ihren Uniformen, die jetzt wie trotzige Kinder mehr Respekt einfordern.
@Darkstalker: Selbstverständlich ist Feuerwehrmann auch Mensch. Dummerweise ist aber auch jeder andere Mensch Mensch. Eine härtere Bestrafung findet eben nicht statt. Wir haben sogar schon gegenüber Vollzugsbeamten – einem weiteren Terminus als dem des Polizisten (wer ist eigentlich Polizist?) – eine andere Strafbarkeit; die Vollzugsbeamten sind insofern schon weitergehend geschützt.
Meine persönliche Erfahrung mit Polizisten im Einsatz und nicht der üblichen Streife sind ziemlich genau 50/50. Und das negative Verhalten überwiegt das positive Verhalten qualitativ sehr eindeutig.
@anonym: ja, ich kenne den Lawblog erst seit ein paar Monaten. Aber selbst in diesen ist schon eine Tendenz zu erkennen. Hat auch m.E. nichts mit Obrigkeitshörigkeit zu tun. Davon halte ich auch nichts, und gerade ein Jurist sollte sich von Titeln oder Positionen nicht beeinflussen lassen, sondern Recht durchzusetzen versuchen.
Hier aber geht es nach der Devise "alles, was Staat, Politik, Polizei, … ist, ist erstmal schlecht". Es ist geradezu ein Feindbild aufgebaut worden und jeder fühlt sich ermuntert, kräftig mit einzudreschen. In meiner Zeit "beim Bund" nannte man die Feinde "Rotland" oder "Orangeland" oder so. Vielleicht sollte man diese Begriffe hier auch einführen, dann braucht man nicht mehr drauf zu achten, auf wen denn gerade eingedroschen wird.
Schade, anfangs gab's noch Themen wie Abmahung, Mietrecht, … In den letzten Beiträgen ging's aber fast nur noch um KiPo, Polizei, etc.
Das war abzusehen und wird auch so weitergehen. Anscheinend erschreckende Zahlen, die allerdings weder genauer erklärt, geschweige denn faktisch untermauert werden, begleitet von eine jetzt schon stattfindenden Kampange der Medien (Bildzeitung) über die armen Polizeibeamten, einer Studie die "klären" soll, warum Gewalt gegen diese ausgeübt wird (von der Polizei selber in auftrag gegeben), zeigt dann als Ergebnis, dass die Rechte der Polizei gestärkt und die der Bürger verringert werden müssen. Damit das, was faktisch schon existiert auch auf dem Papier in Gesetzesform festgehalten wird.
Das alles ist nur eine logische Konsequenz des Weges, den die Politik momentan geht. Ich finde es "seltsam" das hier tatsächlich darüber diskutiert wird, ob das stimmt und wie viele "böse" und "gute" Polizisten es gibt. Das geht an der Intention völlig vorbei.
@rallemann und @darkstalker
ja, die tendenz gibt´s schon länger, ich halte mich bei diskussionen in diesem bereich inzwischen weitgehend raus, ist zu verallgemeinernd, einseitig und langweilig geworden.
@138: Rotland… das muss länger her sein. Ich hatte 2001 meine Zeit "beim Bund" und da hiess es Grünland gegen Blauland. Ja, uns haben sie auch gesagt, früher hätte man nicht Blauland sondern Rotland gesagt, aber das dürfe man heute nicht mehr sagen. Political Correctness und so.
Witzig, einige meiner Bekannten sind Polizisten. Gerade die Ausbildung dort und den eigentlichen Tagesablauf danach, das alles erinnert mich an die Tage als Grundwehrdienstleistender im Geschäftszimmer. Und wenn ich an die Zeit zurück denke, graut es mir vor der Polizei doch ein Wenig.
…okay, ein Beispiel habe ich noch. Mir ist vor ein paar Jahren mal jemand in mein geparktes Auto rein gefahren. Kratzer an der Seite. Ich habs erst auf der Arbeit gesehen und bin (weil Dienstwagen) gleich zur örtlichen Polizeidienststelle weiter gefahren. Aufgenommen hat den Fall eine junge Beamtin, die mir vom Gesicht her irgendwie aus meiner Schulzeit bekannt vor kam. Jedenfalls war die sowas von unfreundlich und gereizt darüber, dass sie jetzt diesen Fall aufnehmen muss und überhaupt, warum würde es mir jetzt erst einfallen bei der Polizei aufzutauchen und wo ist das passiert? Warum kommen sie dann zu mir?
Ein Jahr später passiert mir dieselbe Geschichte nochmal. Diesmal war das Auto allerdings in Mainz abgestellt, nicht in Wiesbaden (anderes Bundesland!). Weil ichs gleich gesehen hab, bin ich vor Ort noch zur Polizei gefahren. Die Sachbearbeiterin war freundlich, nett und wirkte hilfsbereit. Auch ihr Kollege, der die Ermittlungen durchführte, Flugblätter in der Nachbarschaft verteilte und mit den Anwohnern in Sicht zum Parkplatz sprach, war freundlich, nett und hat sich wirklich bemüht (mehr als ich von einer Anzeige gegen unbekannt erwartet hatte). Den habe ich die Geschichte vom Vorjahr erzählt und wie beeindruckend ich sein Engagement finde. Seine halb gelachte Antwort war: "Ach, die Kollegen in Hessen…"
Wenn man einfach nur einmal genauer hinsehen würde: Daß viele Leute der Polizei mißtrauen – auch ich, der ich mit diesen Leuten fast weniger als nichts zu tun hatte und habe -, hat doch stark damit zu tun, daß die Polizei nicht selten Straftaten begeht, die nicht geahndet werden, z. B. bei Demonstrationen.
Einige dieser Fälle sind doch von den Medien recht gut dokumentiert worden. Kommt es doch zu Gerichtsverhandlungen gegen Polizisten, sind leider, leider die wesentlichen Beweise verschwunden (Videoband gelöscht z. B.). Es sind ja auch bloß dreckige Zivilisten ("Chaoten") von den Bütteln (absichtlich) verletzt worden. Dafür schreit die Polizei nach jeder gewalttätigen Demonstration, wie viele ihrer Leute angeblich von "Straftätern" schwer verletzt wurden.
Kein Wunder, daß diese Berufsgruppe nicht nur von mir als hinterhältiges und geistig armseliges Pack angesehen wird, das bei jeder Gelegenheit die Bürgerrechte verletzt, aber nicht imstande ist, auch nur ein einziges Protokoll in fehlerfreiem Deutsch abzufassen. Kein Grund also, sich groß darüber zu wundern oder zu erregen.
@140: Protokolle werden so abgefasst, wie der Zeuge sie mündlich liefert. Dann weiss man auch woher das gebrochene Deutsch kommt :o) Die Aussagen zu paraphrasieren und auf "gutes" Deutsch umzubauen, würde den Gehalt der Aussage unter Umständen verfälschen.
Sie verallgemeinern – wie sehr viele andere hier – mal wieder von den Ausreissern auf die ganze Gruppe. So einfach ist es nicht. Natürlich benehmen sich Polizisten – auch im Einsatz – daneben. Manche mehr, manche weniger, manche absichtlich, manche aus Unwissenheit, manche in einer Angst-Situation, manche in Notwehr, etc. Aber das Wort, auf das sie ihr Augenmerk richten sollten, ist "Manche" – im Sinne von "nicht alle". Aber wenn wir beim Verallgemienern sind, bitte:
Nehmen wir als Gegenspieler doch mal den linksautonomen Krawall-Demonstranten, manchmal auch Punk, Punker, Hippie, oder teilweise abwertend Zecke genannt. In aller Regel vermummt (Kapuzenpulli+PLO Tuch oder ähnliches) und in den meisten Fällen mit einem Pflasterstein, einer Flasche oder ähnlichem in der Hand. Nicht zum Häuser bauen oder austrinken, versteht sich.
Und jetzt vergleichen wir das. Der Polizist MUSS zur Demo, er kann sich dem ganzen nicht entziehen, es ist sein Job – er soll dafür Sorge tragen, dass die Krawaller nichts kaputt machen. Der Punk hingegen geht freiwillig zur Demo. Nicht nur weil er vielleicht eine (wie auch immer geartete) Meinung kundtun will, sondern mit dem Vorsatz, Unruhe zu stiften und "es krachen zu lassen". Wer von beiden ist ihrer Meinung nach schlimmer? Der, der unter dem Deckmantel der Versammlugnsfreiheit Straftaten begeht? Oder der, der versucht, Abends heil zurück zu seiner Familie zu kommen und deshalb vielleicht ein bisschen vorschnell zum Schlagstock greift?
Level 2: Versetzen Sie sich in die Lage beider Personen und überdenken sie das Ganze noch mal objektiv.
Das "hinterhältige, geistig armselige Pack" besteht halt auch nur aus Menschen. Und die nehmen bei der Polizei nun auch weiß Gott nicht jeden Dahergelaufenen Dummbeutel.
Wenn ein Arzt einen Fehler macht, verklagt man ihn auf Schadensersatz und nimmt ihm irgendwann die Approbation weg. Wenn ein Mechaniker einen Fehler macht, zahlt man ihm weniger Werklohn. Wenn ein Polizist einen Fehler macht, ist er sofort Teil der organisierten Unterdrückungsmaschine Staat. Ist das nicht ein bisschen übertrieben?
"Er sei etwa 14 Tage nach seiner Aussage in Haft genommen worden – unter dem Vorwurf der Verleumdung. Mit seiner Aussage habe er die „Handlungsweise des Kriminalbeamten“ falsch dargestellt und Kurras geschadet. Allerdings hätten ihm ein Staatsanwalt, ein Rechtsanwalt und ein Ermittler angeboten, den Vorwurf fallen zu lassen, falls er seine Aussage zurückziehe. So sei es dann geschehen."
http://www.welt.de/politik/article3821762/Ohnesorgs-Tod-war-ein-Fall-fuer-die-Stasi-Spitze.html
@141 Ihre Argumente nehme ich durchaus ernst und will darauf antworten. Ich hatte auch nirgends geschrieben, daß alle Polizisten gleich verachtenswert seien. Unterschiede gibt es immer, das ist klar. Allein die Wahrscheinlichkeit, daß ich auf unfähige und/oder bösartige Büttel treffe, ist ja aber leider nicht ganz gering. Also ist es schon mal gut für einen selbst, wenn man mit dieser Klientel keinen Umgang hat.
Der Umstand, daß Polizisten im Fall von eigenen Straftaten oft nichts zu befürchten haben, ist bedenklich für den Rechtsstaat und für die Polizei. Das macht diese Leute ja so sicher, immer neuerlich Straftaten begehen zu können. Wer (aus welchen Gründen auch immer) im Polizeigewahrsam sein sollte, hat meist keine Zeugen, die Büttel dagegen haben dort Zeugen genug, denen es auf einen Meineid meist nicht ankommt. Und es gibt nicht wenige Richter, die von vornhereim lieber einem Polizisten glauben als einem Zivilisten. Der sog. Korpsgeist der Polizei ist ja keine Erfindung der Presse, sondern wird auch von Juristen beklagt.
Erinnern Sie sich noch an die letzten dreißig Jahre? Daß die Polizei in Deutschland jahrzehntelang erfolgreich (mit albernsten Argumenten) eine Kennzeichnung mit Namen und sogar mit individueller Nummer verhindern konnte, spricht m. E. Bände. Wer da etwas zu verbergen hat, ist nicht der Bürger.
Zur Berufswahl: In einem Land, wo nachweislich schon viele Normalbürger ihre eigene Sprache nicht umfassend beherrschen, liegt es auf der Hand, daß viele Polizisten nicht korrekt schreiben können. Das hat auch die Presse in der Vergangenheit glaubhaft belegen können. Zudem ist jeder Mensch weitgehend für seine Berufswahl verantwortlich. Ich muß den Büttel also nicht für sein so schweres Schicksal bedauern.
Der Punk, der seine Rechte als Bürger wahrnimmt (meinetwegen auch mit dem Werfen von Pflastersteinen), wird mir wohl nahezu immer näher sein als der Uniformierte mit dem Schlagstock. Der Unterschied zum Polizisten ist: Sein Vergehen wird verfolgt.
Man kann es also als Sinnbild durchaus so sehen: Dem Bürger, mit dessen Steuergeld der Polizist bezahlt wird, schlägt der Gehaltsempfänger Polizist mit dem Schlagstock kräftig auf den Kopf, um ihn hinterher noch anzuzeigen und gleich einzusperren.
Ah, deshalb bekam wohl der Zeitungsverkäufer beim G20-Gipfel eine drauf: Er hatte zuwenig Respekt. Das wird sich in Zukunft wohl auch nicht ändern, weil der Mann TOT ist!
http://www.abendblatt.de/politik/ausland/article964787/Toter-Zeitungsverkaeufer-Polizist-meldet-sich.html
Verstehen manche hier unter Respekt das Kauern vor der Staatsgewalt?
@143: Zuerst mal meinen Respekt (weils zum Thema passt) an Sie: Das ist der Anfang eines sachlichen Diskurses, den wir beide da führen. (Anders als viele viele andere "Kommentare" hier).
Auch die individuelle Kennzeichnung jedes Polizisten (z.B. per Dienstmarken-Nummer ähnlich den USA) würde ich grundsätzlich begrüßen. Aber auch diese Medaille hätte ggf. die (menschlich nachvollziehbare) Kehrseite, dass ein Polizist in bestimmten Situationen dann vielleicht eher nicht eingreifen würde, anstatt etwas falsch zu machen und dann mittels Markennummer dafür eins auf den Deckel zu bekommen. Das wird dann wieder ein ganz schmaler Grat, auf dem die Jungs sich bewegen müssten.
Wieso muss ein Polizist denn zwingend perfekt schreiben können? Mir fallen spontan nur zwei oder drei Berufsgruppen ein, wo das wirklich wichtig ist. Lektoren, Übersetzer, und dann wirds auch schon eng. Es mag ja schade sein, dass viele in unserem Land der Muttersprache nicht mehr wirklich mächtig sind, aber disqualifiziert sie das denn gleich für den Beruf des Polizisten?
Und natürlich muss man Polizisten nicht bedauern, weil sie sich für diese Karriere entschieden haben. Ich denke aber auch, dass die das gar nicht wollen oder fordern.
Und nur weil der Polizist aus Steuergeldern bezahlt wird, muss er doch nicht lascher unterwegs sein. Die Alternative wäre ein privatisierter landesweiter Sicherheitsdienst – das wäre ganz schnell zu viel Gewalt in der Hand zu weniger. (Und das geht dann in jedem Fall nach Hinten los)
Und ja, das Beste ist tatsächlich einfach gar keinen Kontakt mit der Polizei zu haben. Als Beschuldigter ist das einfach, man darf einfach keinen Mist machen. (Und keinen Pseudo-Blockwart zum Nachbarn haben). Als Opfer kann man sich das allerdings nicht aussuchen. Ich bin ja zwingend auf die Polizei bzw. die Strafverfolgungbehörden insgesamt angewiesen, da mir die Selbstjustiz (zurecht) verwehrt wird. Und in diesem Zusammenhang habe ich bisher nur positive Erfahrungen mit der Polizei gemacht. Okay, sie können nicht jeden fangen (Ich warte seit Jahren drauf, dass sie mein Autoradio finden *g*) aber ich hatte den Eindruck, dass sie sich zumindest nach Kräften bemühen.
So viel "meinerseits" zum Thema…
http://www.youtube.com/watch?v=UL6MAeFy42I
Die Bilanz ist zwar von 2007 und betrifft nur Berlin, aber ich denke da hat sich bis dato nichts geändert… Oder ? Wäre auch mal interessant in Herrn Schäubles oder GdP Fazit/Statistik einen Kommentar dazu zu finden… Ich träume weiter.. Und erfreue mich das ich hier überhaupt noch schreiben kann… ;-)
> @140: Protokolle werden so abgefasst, wie der Zeuge sie mündlich liefert. Dann weiss man auch woher das gebrochene Deutsch kommt :o) Die Aussagen zu paraphrasieren und auf “gutes” Deutsch umzubauen, würde den Gehalt der Aussage unter Umständen verfälschen.
Tatsächlich? Mein Erfahrung als Zeuge sieht anders aus. Ich rede kohärentes Deutsch, im Protokoll wird Müll verradebrochen.
Eine kleine Anmerkung zu Strataten von Polizeibeamten im Allgemeinen und zum oben angesprochenen Verschwinden wichtiger Beweise im Speziellen: Als jemand, der von Amts wegen u.a. mit solchen Straftaten zu tun hat, muss ich dieser Darstellung widersprechen. Gerade bei Amtsdelikten wird eine ausgesprochen penible Aufklärung betrieben, bei JEDEM noch so kleinen Anfangsverdacht wird in der Regel ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren (und zwar durch die Staatsanwaltschaft, nicht durch die Polizei) eingeleitet. Und sollte in einem solchen Verfahren tatsächlich ein Beweismittel (gar ein wichtiges solches) verschwinden, dann ist gleich das nächste Verfahren wegen Strafvereitelung im Amt fällig. So viel in Kürze zu der Aussage: Sein Vergehen (das des Polizisten) wird nicht verfolgt.
> Hier aber geht es nach der Devise “alles, was Staat, Politik,
> Polizei, … ist, ist erstmal schlecht”. Es ist geradezu ein
> Feindbild aufgebaut worden
Vielleicht liegt es daran, dass "der Staat" gerade wieder mal etwas heftiger an der FDGO rüttelt?
@118 (go1331)
"wenn ich mit nem 8te klasse abschluss mich hier polizist oder auch bundespolizist schimpfen darf brauchen die sich nicht zu wundern das ich keinen respekt vor ihnen habe. eher angst vor unangemessenen überreaktionen von der polizeiseite."
–> Wie kommst du auf 8.te Klasse? Seit wann wird man damit auf eine FH gelassen?
http://de.wikipedia.org/wiki/Polizeiausbildung (und auch für den mittleren Dienst – für den btw nicht mehr ausgebildet wird – hätte das nicht wirklich ausgereicht)
Kann es darauf mehr als eine Antwort geben? Während der eine seine Freiheitsrechte mehr oder weniger überschreitet, mißbraucht der andere die ihm im Vertrauen auf ordnungsgemäße Pflichterfüllung verliehene Macht. Letztere geht noch weit über den Umfang der Freiheitsrechte hinaus. Es ist der Polizist, der grundsätzlich stärker zu beobachten ist. Begehen beide eine gleich schwere Körperverletzung, so ist auch der Polizist härter zu bestrafen. Aber das ist ja schon Gesetz.
Das Problem sind zum einen die Aufklärungslagen. Hier haben zig Kollegen plötzlich nichts gesehen, die Kamera gerade für eine Minute abgesetzt usw. Dann werden gelegentlich die Geschädigten mit Strafverfahren überzogen und für den Fall der Anzeigeerstattung weitere Verfahren angedroht.
Und dann sind die Haftungsfragen. Wir haben ein äußerst unglückliches Haftungssystem, welches dem Verletzten zu oft keine Möglichkeiten des Regresses gibt, zumal der Hauptschaden eben nicht materiell sondern immateriell ist. Gerade auf dieser Ebene liegt es aber am Gesetzgeber ein entsprechendes Schutzniveau aufzubieten.
Ob letztlich der einzelne Polizist oder der Dienstherr bestraft werden ist zur Verhinderung weiterer Taten eigentlich egal, so lange die Strafe intensiv genug ist.
Und ja, ich kenne auch mehr als positive Beispiele bei den Polizisten, die den Ruf der Polizei weiterhin aufrecht halten. Nur werden die von härteren Sanktionen ja grundsätzlich auch nicht bettroffen. Und wenn, dann sind sie halt in die kleine Lücke gefallen, in die heute viele Opfer von Polizeigewalt fallen.
@149 Das mag ja in der Theorie so sein, allerdings sieht die Realität komplett anders aus.
Von wie vielen Anzeigen wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet? Wieviele Ermittlungsverddahren wurden davon wieder eingestellt und schlußendlich: wie viele Polizisten wurden verurteil?
Vor Jahren hatte ich noch ein Auto und dieses war gegenüber meines Wohnhauses geparkt. Da ich 'ne Reperatur daran machen wollte war das Nummernschild vorn nur hinter der Frontscheibe eingelegt. Das Hintere war da wo es hingehört. Als ich morgens rauskam hatte ich 'nen Mängelschein und durfte mit diesem beim TÜV antreten. Danach binch ich zum Polizeipräsidium um nachzuweisen das ich den Mängel behoben habe. Das ich dabei die Dreitigkeit besass daran festzuhalten das der auf dem Mängelschein bemühte Paragraph für Bewegen eines Fahrzeugs ohne korrekt angebrachte Nummernschilder (war glaube §60 der StVZO) falsch sei, weil das Auto nicht bewegt wurde hat mir einer der Freunde und Helfer wortwörtlich damit gedroht mir die "Acht" anzulegen wenn ich nicht gleich verschwunden sei.
Wenn mir auf dem Polizeipräsidum damit gedroht wird mir Handschellen anzulegen wenn ich mein Recht bekommen will, woher soll dann mein Respekt für die Polizei kommen. Das ist nun bereits mehr als zehn Jahre her und das sich bei der Polizei nichts gebessert hat, davon bin ich überzeugt. Wenn das allgemeine Bildungsniveau sinkt muss auch das der Polizeibeamten sinken (statistisch gesehen). Für mich sind das Prügelbrigaden in grün.
Hier mal ein Link, der ganz gut in die aktuelle Debatte und Entwicklung passt. Ich kommentiere das nicht weiter. Ich denke die Bilder sind eindeutig.
http://www.blaulichtreporter.de/index.html
Ich erinnere mich, das muss so Mitte der 70er gewesen sein. Wir waren jung, eine große Clique und fuhren nach einem Discobesuch in 2 überladenen Wagen nach Hause. Wir alle hatten ein bisschen was getrunken. War kein Problem, wenn ich mich richtig erinnere war die Promillegrenze damals bei 1,3. Ich war einer der Fahrer, fuhr vorne weg und merkte irgendwann dass kein Wagen mehr folgte. Wir machten kehrt und fanden unsere Freunde. Sie waren in eine Polizeikontrolle geraten. Unser Freund, der den Wagen gefahren hatte, lies gerade mächtig Dampf hat und brüllte die beiden Beamten geradezu an. Der jüngere der beiden schnappte unseren Freund und wollte ihn in den Polizeiwagen schleifen. Unser Kumpel zeterte lauter, schrie etwas von Nazi- und Gestapo-Methoden. Der junge Beamte verstärkte seine Bemühungen unseren Freund in die grüne Minna zu schaffen als der ältere Beamte eingriff. Er lachte und meinte zu seinem jungen Kollegen er soll es jetzt mal gut sein lassen. Zu uns sagte er, wir sollten unseren Freund schnell nach Hause ins Bett bringen.
Nie wieder hatte ich eine so grosse Achtung und Respekt vor einem Polzeibeamten.
Der Gerd
@156: Glück gehabt. Mitte der 70er, überall verdammte Hippies, Vorwehen des Deutschen Herbstes, da muss man sich freuen, wenn man als aggressiver Angetrunkener in der Polizeikontrolle nicht einfach mal präventiv in den Schlagstock beisst.
Aber auch endlich mal ein Votum und ein Beispiel für die Vernunft, die doch auch bei so manchem Polizeiern vorhanden ist. Gibt eben überall solche und solche.
Um in die Beispiels-Reihe einzustimmen. 2001, Rückweg von der Disco, mit Tempo 75 in der Ortschaft. Hinter mir Blaulicht, rechts ran, Standardkontrolle. "Wissen sie wie schnell sie waren?" – "Öhm, 50 Plusminus ein bisschen?" – "Unser Tacho hat 80 angezeigt!" – "Kein Wunder, sie kamen ja auch ganz schön schnell näher" – "*verdutzt* Na gut, fahren sie vorsichtig und auf direktem Weg nach Hause. Schönen Abend noch."
Nicht jeder Polizist ist bösartig. Nein, anders formuliert: Fast keiner!
Polizisten haben einen schlechten Ruf in diesem Land. Und der ist nur zum geringen Teil selbst verschuldet – der Rest ist Aufbauscherei. Und populistisches Gefasel vom Moloch Staat – wie zum Teil leider auch hier im Blog – hält diese Meinung leider aufrecht. Und schon rennen bei der nächsten Wahl wieder alle mit einstelligem IQ los und wählen Links und Rechts. Toll. (Ja, die totale Gleichstellung von Links und Rechts ist vollkommen bewusst gewählt – Beides ist absolut falsch.)
> @156: Glück gehabt. Mitte der 70er, überall verdammte Hippies, Vorwehen des Deutschen Herbstes,
Aber klar, da wusste jeder Streifenpolizist, wenn er jetzt nicht hart zulangt und dem Langhaarigen eine reinwürgt, dann kriechen da lauter Terroristen 'raus.
Hallo. Ich möchte zunächst einmal feststellen, daß Polizeibeamte aus dieser Gesellschaft kommen. Sie kommen nicht von irgendeinem fremden Planeten. Sie stellen ein Spiegelbild der Gesellschaft dar. Mangelnder Respekt äußert sich zum Beispiel in der Begehung von Gesetzesverstößen, obwohl die Polizei direkt daneben steht. (Steifenwagen steht an einer roten Ampel und im Auto daneben wird munter mit dem Handy telefoniert-Fußgänger und Pkw überqueren unter Mißachtung des Rotlichtes die Strasse, etc.)
Festzustellen ist auch, daß diejenigen die pausenlos auf die Polizei schimpfen, ihnen hier Willkür und hemmungslose Brutalität pauschalisiert vorwerfen ausgesprochen unsachlich argumentieren. In jeder Berufsgruppe findet man schwarze Schafe. Ich lese hier von prügelnden, Tränengasverschießenden, straftatenbegehenden Polizisten. Offensichtlich ist dies in Deutschland an der Tagesordnung.
Polizeialltag sieht jedoch ein wenig anders aus als hier von einigen "Systemhassern" beschrieben.
Lest den Beitrag Nr. 149 von RRW (15.6.2009 um 21:44). Genau so ist es.
Hier einige Beispiele was Polizisten den ganzen Tag so machen, wenn sie nicht gerade auf harmlose Bürger einprügeln:
Verkehrsunfallaufnahmen mit Blechschäden bis hin zu Unfällen mit Schwerstverletzten und Toten zum Wohl der Geschädigten um ihre rechtlichen Ansprüche bei Gericht und Versicherungen beweissicher durchsetzen zu können.
Tatortaufnahme bei Einbrüchen. Ebenfalls um Ansprüche beweissicher geltend zu machen.
Sicherung der Grenzen, damit aufgrund von Reisefreiheiten möglichst wenige Straftäter in unser Land gelangen.
Ermittlungen bei Kapitalverbrechen damit gefährliche Straftäter zukünftig z.B keine Kinder mehr schänden oder umbringen können.
Hilfeleistung mit erheblich psychischer Belastung nach Unfällen wie in Eschede, Brühl, der Oder-Flut oder Erfurt.
Suche nach vermißten Personen.
Auslandseinsätze im Rahmen von UN Missionen um den Frieden und die Sicherheit in Europa zu gewährleisten (Kosovo).
etc.
Polizeibeamte sterben auch im Dienst. Sie setzen ihr Leben und ihre Gesundheit für ihre Mitmenschen ein. Bei Ertrinkungsunfällen, Bei Wohnhausbränden (Beispiel Kerpen NRW), oder sie werden einfach mal so ermordet (Beispiel Michele Kiesewetter) nur weil sie Polizisten sind.
http://www.corsipo.de/Polizistenmorde.htm
DIE WÜRDE DES MENSCHEN IST UNANTASTBAR. Das Gilt für alle Menschen die sich im Geltungsbereich des GG aufhalten, egal
ob sie Uniformen tragen oder nicht. Jeder, auch diejenigen die hier so auf die Polizei verbal einprügeln, sollte sich einmal fragen: "Was wäre denn wenn es sie nicht geben würde – die Polizei???" Zu wem würdet ihr dann gehen, wenn ihr beklaut, geschlagen, beraubt, vergewaltigt worden seid?
Von wem habt ihr dann noch Hilfe zu erwarten?
Ich bin nicht mit allem einverstanden, was sich unsere Sicherheitspolitiker in Berlin und Brüssel so alles ausdenken. Aber wenn ich mir einige andere Länder in der Welt ansehe, dann denke ich dass wir glücklich sein können in einem Land wie der Bundesrepublik leben zu können. Und ich glaube, dass nicht nur bei Gewalttaten gegen Polizeibeamte stärker durchgegriffen werden sollte, sondern generell bei Rohheitsdelikten. (Und straftatenbegehende Polizisten haben nichts in diesem Beruf zu suchen.) Härtere Strafen allerdings führen zu nichts. Die rechtlichen Möglichkeiten, wie bestehende Strafrahmen auszuschöpfen oder beschleunigte Verfahren anzuwenden sehr wohl. Ein Straftäter der 20 mal vor Gericht steht und sich dort immer wieder sein "Du Du Du" abholt verliert jeglichen Respekt. Nämlich den gesellschaftlichen Respekt vor Normen und Gesetzen ohne die kein Staat funktioniert sowie vor der Mehrheit der Bevölkerung, die jeden Tag hart arbeiten gehen muß. Auch Polizeibeamte so wie ich machen das. Und hierfür verlange ich nicht mehr Respekt als mein Bäcker, mein Tankwart oder die Klofrau im Stadion. Auch die lassen sich nicht gerne beleidigen, schlagen, bespucken, oder mit Pflastersteinen bewerfen.
Darkstalker: Ja doch, jetzt wo sie von diesen inkompetenten Polizisten, die sich bei Ihnen bereichern wollten und dann kalte Füße bekamen, erzählen, hat sich mein Bild von der Polizei unglaublich verbessert.
Olli: Mir liefen Tränen über die Wangen.
Vor Lachen. Sie sind nicht zufällig Olli Dietrich?
http://blog.fefe.de/?ts=b4c37931 Genau solche Geschichten sind es die sich Leute merken.
@ Bohnengourmet
Sie gehören offensichtlich zu den Menschen die kein Vertrauen in die Deutsche Polizei haben (wollen).
Die Mehrheit der Bevölkerung (75 %) hingegen hat eine andere Meinung. Natürlich alles inkompetente, naive Bürger. Anders geht´s ja nicht, da sie Ihrem Bild widersprechen.
Offensichtlich tummelt sich in Ihrem Hirn neben geballter Kompetenz auch geballte Arroganz.
An wen wenden Sie sich eigentlich, (Ich hoffe wirklich, es wird Ihnen niemals widerfahren) wenn Sie Opfer einer Straftat geworden sind? Dann sind die blöden Bullen auch für einen "Bohnengourmet" plötzlich wieder kompetent genug, oder?
Zitat: "Im täglichen Einsatz (…) erleben Polizeibeamte täglich tausendfach, wie Achtung und Respekt vor dem Staat und seinen Organen dramatisch abnehmen."
Was soll man dazu sagen? Vielleicht "eine Runde Mitleid für die armen Polizisten – OHHHHH".
Andere Länder, andere Sitten – ich will nicht wissen, wie die Polizei z.b. in Mombasa mit Beschuldigten umspringen dürfte, ohne daß es jemanden interessieren würde.
In Deutschland verhält sich das ganze etwas anders, dort wird die Fahne der Rechtstaatlichkeit hochgehalten, zumindest formal. Die ganze Choose konterkariert sich allerdings mitunter selbst. Da sind mir andere Länder ehrlicher, die tun nicht erst so als ob sie nach rechtstaatlichen Grundsätzen aufgebaut wären …
Achtung und Respekt vor dem (deutschen) Staat und seinen Organen? Respekt vielleicht (eher im Sinne von Furcht, man weiß nie, was passieren kann, ähnlich als ob man sich von Irren umgeben sähe), Achtung schon lange nicht mehr.
Lese ich im Internet oder sehe es im TV, wie es mal wieder (deutsche) Beamte so "richtig erwischt" hat, ich kann mir ein lautes Lachen nur selten verkneifen.
Das ist so wie mit dem Wald – "wie man hereinruft, so schallt es heraus", oder "man muß auch das Echo vertragen können".
Nur um mal ein bisschen Grund in die Diskussion zu bringen, Von wegen Respekt und so
all diese Links beschäftigen sich mit Polizeibrutalität in Deutschland,
öffnet einem schon die Augen
http://forum.grenzwissen.de/showthread.php?t=2541
http://www2.amnesty.de/internet/deall.nsf/c1070c04ee5add56c12567df002695be/56186ef18d88cd38c1256d3200426709?OpenDocument
http://www2.amnesty.de/internet/deall.nsf/windexde/LB2004001
http://www.amnesty.de/umleitung/2003/deu03/029?lang=de%26mimetype%3dtext%2fhtml
http://www.wsws.org/de/2004/feb2004/amne-f05.shtml
Wenn das die demokratische Polizei sein soll, was wird den VoPo`s der Ex-DDR dann eigentlich vorgeworfen?
Was mich an der Polizei aufregt ist nicht so sehr ihre Gewaltbereitschaft, dazu kann ich nichts selbst erlebtes sagen. Was mich nervt ist dass ich sie eigentlich nur als Abkassierer auf unseren Strassen wahrnehme. Egal ob ich jetzt selbst erwischt wurde oder einfach nur sehe wie sie ihre Radaranlagen aufbauen, wie sie zeitungslesend abwarten bis hinten im Kombi der Film voll ist. Wegelagerei ist das, eine versteckte Zusatzsteuer die jeden Autofahrer früher oder später fast zwangsläufig trifft. Und wenn man den Gegenverkehr aus spontan verspürter Solidarität durch Lichtsignale warnt kann es sogar noch Ärger geben. Die Polizei ist in meinen Augen zu einem staatlichen Profitcenter verkommen. Einnahmen für den Staat, da ist die Polizei ein probates Mittel, nicht jedoch wenn sich die Bürger gegenseitig Schaden zufügen, es gibt kaum etwas Sinnloseres als Betrüger anzuzeigen, das kostet ja nur Geld, versuchter Betrug wird eigentlich immer eingestellt weil kein Schaden entstanden ist. Wenn ich 60 statt 50 fahre ist auch kein Schaden entstanden, ausser in meinem Geldbeutel.