18.6.2009

…trete ich aus der SPD aus

Torben Friedrich ist 22 Jahre alt und SPD-Mitglied. Noch. Denn für den Fall, dass die SPD heute dem Internetzensurgesetz zustimmt, wird er die Partei verlassen. Seine Gründe schildert er in einem offenen Brief:

Liebe Genossinnen und Genossen,

mein Name ist Torben Friedrich, ich bin 22 Jahre alt und seit fast vier Jahren Mitglied der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands.

Vier Jahre, die für einen 22-jährigen bedeuten, daß er bereits als Jugendlicher politisch aktiv war und mit 18 auch politische Verantwortung übernehmen wollte. Ich war seit jeher der festen Überzeugung, daß in einer gerechten und demokratischen Gesellschaft die Werte Solidarität, Gleichheit und Freiheit unerläßliche Bestandteile sind, die nie ihre Gültigkeit in einer Gemeinschaft verlieren können, die auf Vernunft und Gemeinwohl aufgebaut ist.

Mir war auch stets bewußt, daß diese Werte keine Selbstverständlichkeit sind, sondern daß in einer sich stetig weiterentwickelnden Gesellschaft um sie ständig gekämpft werden muß. Meine Überzeugung war es, daß die SPD diesen Kampf am energischsten führt und ich wollte sie in ihrem Bestreben tatkräftig unterstützen.

Heute, am 17.06.2009, wird mir bewußt, daß ich mich möglicherweise getäuscht habe.

Ich vertrete eine Generation, die vollständig mit digitalen Medien aufgewachsen ist, mehr noch, eine Generation, die den Wechsel von analogen zu digitalen Medien nicht bewußt erlebt hat. Das bedeutet, daß ich bereits seit der Grundschulzeit mit Eltern, Lehrern und Freunden auf digitalem Wege kommuniziert habe, entsprechende Lehrpläne waren bereits um Jahre veraltet.

Mit meinem Eintritt in der SPD war mir bewußt, daß bereits unter rot-grüner Regierung eine Politik betrieben wurde, die nicht den Ansprüchen einer digitalen Gesellschaft genügte. Dies wollte ich ändern. In den vergangenen vier Jahren der großen Koalition konnte ich jedoch noch weniger Hinwendung zu unserer Generation und ihrer speziellen Belange feststellen, weder in der SPD, noch in anderen etablierten Parteien.

Dennoch habe ich mich seit Beginn des Jahres in besonderem Maße politisch engagiert und stellte mich sogar für die Bundestagswahl auf der Landesliste Niedersachsen als Kandidat zur Verfügung. Ich sah seit Jahresbeginn, wie die große Koalition die gesamte Lebensweise meiner Generation in Frage stellte und massiv bekämpfte. Für meine Generation völlig selbstverständliche Freizeitaktivitäten, von einzelnen Computerspielgenres bis hin zu sportlicher Betätigung wie Paintball sollten verboten werden. Mitglieder von Schützenvereinen hingegen, die zu Hause mit Kriegswaffen hantieren, blieben unbehelligt und durch die große Koalition protegiert.

Dies sind jedoch geradezu vernachlässigbare Auswirkungen eines seit langem bestehenden Generationenkonfliktes, der seit jeher die Probleme gesellschaftlichen Wandels widerspiegelt. Was am morgigen Donnerstag von der großen Koalition und somit auch von meiner Partei beschlossen werden soll, hat nichts mehr mit einem erklärbaren Unverständnis zwischen zwei unter verschiedenen Verhältnissen aufgewachsenen Generationen zu tun, sondern verletzt das Rechtsempfinden von vielen Bürgern jeglichen Alters.

Morgen wird der Bundestag einen Gesetzesentwurf zur Abstimmung bringen, der zwar zur Bekämpfung eines brisanten Problems – Kinderpornographie im Internet – dienen soll, dabei jedoch jegliche Grundsätze der rechtsstaatlichen Verhältnismäßigkeit verletzt.

Das Gesetz sieht vor, Kinderpornographie im Internet nicht zu entfernen, sondern nur zu verdecken, um es Konsumenten dieses menschenverachtenden Materials zu erschweren, dieses zu betrachten. Dieses Gesetz verlangt perfiderweise, das zu tun, was den Mißbrauch der Kinder zum zweiten Male noch schrecklicher macht: Wegzusehen.

Wegsehen bedeutet in unserer Gesellschaft nichts anderes, als das Geschehene zu tolerieren. Ich jedoch als 22jähriger Bundesbürger sehe bei jeder gesperrten Seite, die mit einem Stoppschild verdeckt wird, das Versagen unseres Rechtsstaates, da er nicht in der Lage war, dieses Verbrechen effektiv zu bekämpfen, sondern auf ein Mittel zur Zensur zurückgreifen mußte.

Dies birgt die größte Gefahr im morgen zu verabschiedenden Gesetz: Die Erklärung unseres Staates, gegen Rechtsverletzungen machtlos zu sein.

Wo wird die Grenze gezogen?

Noch endet die Sperre bei Kinderpornographie. Ein abscheuliches Verbrechen. Doch wann wird der Staat auch vor weniger schweren Rechtsverletzungen kapitulieren und keinen anderen Weg sehen, als lediglich die Darstellung wenig wirksam zu erschweren?

Hier wird eine Infrastruktur geschaffen, die zukünftigen Regierungen ermöglicht, Zensur zu betreiben. Welche Inhalte werden dann möglicherweise als unerwünscht betrachtet werden? Tierquälerei? Gewalt? Volksverhetzung? Extremismus? Politische Opposition? Kritik?

Wo wird die Grenze gezogen?

Die Grenze muß meines Erachtens hier und heute gezogen werden, ohne ein solches Gesetz. Wir dürfen den Kampf gegen solch schwerwiegende Verbrechen wie den Mißbrauch von Kindern nicht aufgeben. Wir müssen effektiv gegen Hersteller solchen Materials vorgehen, nicht gegen das Medium, auf dem es verbreitet wird. Mißbrauch geschieht in der Nachbarschaft, nicht im Internet.

Wenn die SPD als Teil der großen Koalition sich durch Zustimmung zu diesem Gesetzesentwurf eingesteht, daß eine effektive Bekämpfung durch unsere gegebenen gesetzlichen Möglichkeiten nicht erreicht werden kann, sehe ich keine andere Möglichkeit, als meine politische Aktivität anderweitig zu konzentrieren.

Wenn Zensur auf dem Rücken mißbrauchter Kinder durchgesetzt werden soll, wenn das Medium, das meinen Lebensalltag bestimmt und mitbestimmen wird, staatlicher Willkür ausgesetzt wird, wenn die SPD sich von meiner und von zukünftigen Generationen vollständig verabschiedet, bin ich nicht länger bereit, in dieser Partei mitzuwirken.

Die Werte der Sozialdemokratie trage ich weiterhin mit mir und werde diese auch zukünftig vertreten.

Wenn jedoch am morgigen Tage die SPD dieses Gesetz ermöglicht, werde ich der SPD den Rücken kehren.

Tritt das Gesetz in Kraft, trete ich aus der SPD aus und verabschiede mich von einer meiner Generation fremden Partei.

Hochachtungsvoll
Torben Friedrich

131 Kommentare zu “…trete ich aus der SPD aus”

  1. Peace meint: (18.6.2009 um 15:33) AntwortenReply to this comment

    Diesen Brief kann ich mich als Genosse eigentlich nur anschließen…sehr gut geschrieben, ich sollte über einen ähnlichen Schritt (Austritt) nachdenken, aber auch wegen anderer Politik, die meine Genossen derzeit betreiben.

    Peace

  2. timbo meint: (18.6.2009 um 15:34) AntwortenReply to this comment

    Ich kann den Mann verstehen. Ich bin wegen dieses unfassbar populistischen, aber völlig wirkungslosen Gesetzes aus der CDU ausgetreten. Ich bin 28 Jahre alt und war immerhin 6 Jahre Mitglied in dieser Partei und habe dort viele sachliche Diskussionen zu den verschiedensten Themen erlebt. Aber ausgerechnet bei diesem heiklen und wichtigen Thema wird auf Stur geschaltet, Bürgerrechte werden mit Füßen getreten und Expertenmeinungen werden ignoriert.

    Kinderpornographie wird hier nur benutzt, um durch Populismus zu kurzzeitigen Wahlerfolgen zu kommen, anstatt sie wirksam zu bekämpfen.

    Die Mitgliedschaft in einer Partei, die nicht bereit ist eigene Fehler zuzugeben und neue Dinge dazuzulernen, konnte ich nicht länger mit meinem Gewissen vereinbaren.

  3. Tom meint: (18.6.2009 um 15:37) AntwortenReply to this comment

    Full Ack

  4. Darkstalker meint: (18.6.2009 um 15:38) AntwortenReply to this comment

    Die Frage ist, wo kann man dann noch eintreten? Bei Frau Paulys Friede-Freude-Eierkuchen Partei?

  5. Theodor meint: (18.6.2009 um 15:40) AntwortenReply to this comment

    Zitat "Kinderpornographie – ein abscheuliches Verbrechen". Erinnern wir bitte, dass Sexualaufklärungsbücher, wie z.b. Mc Bride, ebenfalls als "abscheuliches Verbrechen" eingestuft werden. Also bitte nicht das Kind mit dem Bade ausschütten und soufflierte Terminologie aufsagen.

    Die CDU wird sich eins ins Fäustchen lachen. Brav gelernt, mein Sohn.

  6. ichbins meint: (18.6.2009 um 15:41) AntwortenReply to this comment

    Fragt sich, wie lange die Volksparteien noch Volksparteien sind. Zumindest die SPD gibt sich schon kurzfristig mit ihrem Projekt 18 alle Mühe. Und auch die CDU-Wähler sterben mittelfristig aus.

  7. Ano Nym meint: (18.6.2009 um 15:42) AntwortenReply to this comment

    Ad 1: Zwei Absätze habe ich durchgehalten. Länger nicht. Solche "Klorollen" liest doch niemand, schon gar nicht online.

    Ad 2: "Wenn jedoch am morgigen Tage die SPD dieses Gesetz ermöglicht, werde ich der SPD den Rücken kehren." soetwas ist lächerlich, weil komplett wirkungslos.

    Ad 3: Aus der Partei tritt man bei seinem Ortverein aber stets ohne Angabe von vermeintlichen Gründen aus.

    Die Partei betreibt – wie jedes große Unternehmen – eine umfangreiche Markt- und Meinungsforschung und ist daher über die Austrittsgründe ihrer Mitglieder bereits informiert bevor diese ausgetreten sind.

  8. mark meint: (18.6.2009 um 15:44) AntwortenReply to this comment

    @4: Bleiben eigentlich nur noch die Piraten übrig.
    @7: Vieleicht ihrt sich ja die Meinungsforschung, wenn die Leute Kinderponographie hören ist es denke ich bei den meisten vorbei mit kritischen Antworten.

  9. Detlev T. meint: (18.6.2009 um 15:45) AntwortenReply to this comment

    Tja, mit Vorratsdatenspeicherung und Internetzensur haben Union und SPD möglicherweise eine ganze Generation von Wählern verloren. Das traurige daran ist, dass sie das einfach nicht verstehen. Alle drei Parteien verlieren von Wahl zu Wahl Wähler und reagieren in alter Manier nur mit Zugeständnissen in Wirtschafts- und Sozialpolitik darauf. Dass die Menschen von ihrem Leben mehr erwarten als nur versorgt zu sein, können sie offenbar nicht begreifen.

    Man sollte es aber positiv sehen, dass solche Parteien, die den Anschluss an die Gegenwart verloren haben, auf lange Sicht untergehen werden.

    @7 Nachtrag: Die Meinungsforschungsinstitute müssten dazu aber die richtigen Fragen stellen und das tun sie nicht. Keines fragt nach Selbstbestimmung und Bürgerrechten.

  10. Mex meint: (18.6.2009 um 15:45) AntwortenReply to this comment

    bei mir waren es nur 5 Zeilen zum Austritt – werde mich jetzt mal mit den Piraten auseinandersetzen, mal schlaumachen ob dies eine Alternative darstellt.

  11. (tr) meint: (18.6.2009 um 15:48) AntwortenReply to this comment

    @7

    ja und nein. ich weiß nicht mehr welcher blog es war, aber dort wurde erwähnt: "multiplikator"

    obama hat das internet als einen multiplikator für sich ausgenutzt, was hat da anfangs die meinungsforschung gesagt?

    die spd aber auch die cdu schaffen es gerade, einen multiplikator gegen sich aufzubauen.

  12. Markus meint: (18.6.2009 um 15:50) AntwortenReply to this comment

    Dito!

  13. Peter meint: (18.6.2009 um 15:54) AntwortenReply to this comment

    Dank an Herrn Friedrich für die investierte Zeit und Wut!

    Diesen schönen und abgewogenen Brief mögen sich (auch meine) ehemaligen Genossen hinter die Ohren schreiben! Und die Damen und Herren vom derzeitigen Koalitionspartner erst recht.

  14. AnonymeParanoia meint: (18.6.2009 um 15:57) AntwortenReply to this comment

    @4:

    schau dir mal die PIRATEN Partei an

    Die Partei bietet mehr als nur "kostenlose Downloads aus dem Internet", was von den Massenmedien brav runtergebetet wird; siehe auch http://www.bildblog.de/8522/piratenpartei-bringt-medien-zum-kentern/

    neben der Reformation des Urheberrechts und der Stärkung der Privatkopie bei gleichzeitigem gerechten Ausgleich für die Künstler liegt der Hauptaugenmerk der PIRATEN auf Datenschutz, informationelles Selbstbestimmungsrecht, Stärkung der Meinungs- und Rezipentenfreiheit (Stichwort Accessblocking aka STOPP-Schild), Rücknahme von unsinnigen und gefährlichen Antiterrormaßnahmen wie der Vorratsdatenspeicherung

    mehr Informationen zu den Zielen gibts hier:
    http://wiki.piratenpartei.de/Parteiprogramm
    und hier:
    http://wiki.piratenpartei.de/EU-Wahlprogramm_2009

    für die Bundestagswahlzulassung benötigt die Partei noch Unterstützungsunterschriften, sonst stehen sie nichtmal auf dem Wahlzettel drauf:
    http://ich.waehlepiraten.de/

  15. anonym meint: (18.6.2009 um 16:01) AntwortenReply to this comment

    Immerhin hätten sich auch noch viele andere Gründe gefunden, aus der SPD auszutreten.

    Hat ihm noch nie jemand gesagt, daß man Texte möglichst kurz schreibt?

    Daß jetzt aus durchsichtigen Gründen überall verbal auf die Sportschützen eingeprügelt wird ("hantieren mit Kriegswaffen"), macht eine Haltung nicht gerade glaubwürdiger.

    Wie Diktaturen oft ein Bekenntnis zu Staat und Volksgemeinschaft vom einzelnen Bürger einfordern, ist es jetzt offenbar große Mode, sich schärfstens und in alberner Rhetorik von Kinderpornographie zu distanzieren. Dieses Land ist wirklich ein nur noch schlecht zu ertragendes Irrenhaus.

  16. Jan meint: (18.6.2009 um 16:06) AntwortenReply to this comment

    Ich als gleichaltriger Genosse erwäge einen solchen Schritt auch schon seit etwa einem halben Jahr, ebenfalls. Sehr schoen, zu sehen, dass ich damit nicht allein bin.

    MsG Jan

  17. anon meint: (18.6.2009 um 16:07) AntwortenReply to this comment

    @4,@8:
    Oder um der SPD den größtmöglichen Schaden zuzufügen, bei der Linken. Da sind sowieso die letzten SPDler mit Verstand abgeblieben.

  18. Dracul meint: (18.6.2009 um 16:09) AntwortenReply to this comment

    @15 @7
    "Hat ihm noch nie jemand gesagt, daß man Texte möglichst kurz schreibt?"

    Warum weil die heutige Generation nicht länger als 30 Sekunden ihre Konzentration aufrechterhalten kann ? Ich hab den Text voll gelesen und kann dem nur zustimmen.

    Ich kann ihm nur zustimmen.

  19. affenärschle meint: (18.6.2009 um 16:11) AntwortenReply to this comment

    Egal, wahlentscheidend sind eh die Bevölkerungsteile > 50, und das wird sich (Demografie sei Dank) in Zukunft noch weiter nach oben verschieben, solange kein Wahlrecht ab der Geburt (und das meine ich ernst) eingeführt wird.

  20. MTK meint: (18.6.2009 um 16:12) AntwortenReply to this comment

    T. F. trifft es meiner Meinung nach auf den Punkt.
    Ich halte im Moment die Grünen für die beste Alternative, schon wg Ch. Ströbele. Die Piraten sind auch interessant, aber ich weiß noch zu wenig über sie. Das werde ich wohl in den nächsten Wochen noch ändern müssen.
    @17: Richtig. Ich hab ihn auch ganz gelesen und fand nix Überflüssiges.

  21. Hobbyjurist meint: (18.6.2009 um 16:15) AntwortenReply to this comment

    Ach, die SPD hat schon mit Einführung von Hartz IV ihre Glaubwürdigkeit verspielt. Vorratsdatenspeicherung und Internetzensur werden ihr hoffentlich den Rest geben.
    Nebenbei bemerkt: ich war übrigens auch einmal SPD-Wähler.

  22. (nicht) anonym meint: (18.6.2009 um 16:19) AntwortenReply to this comment

    Ich denke mir in letzter Zeit auch immer öfter: Jetzt reichts! Jetzt trete ich aus der SPD aus!

    Aber dann höre ich eine innere Stimme, die zu mir spricht: Aber $Hans, das kannst du doch nicht tun. Überleg doch mal: Das hast du dir doch schon einmal gedacht. Und dann hast du das auch tatsächlich umgesetzt und bist ausgetreten. Was war da noch mal gleich der Grund? Vorratsdatenspeicherung? BKA-Gesetz?

    Und, hast du das dann nicht kurz darauf bereut und bist dann doch wieder eingetreten? … Vielleicht nicht ganz so kurz darauf? Überhaupt irgendwann? Wie stellst du dir das mit dem Austritt dann vor?

  23. Sven Schneider meint: (18.6.2009 um 16:22) AntwortenReply to this comment

    Ich kann dich verstehen, ich bin vor 3 Wochen aus der SPD ausgetreten. Ich bin 23, studiere Wirtschaftsingenieur und konnte das Geschwafel einfach nicht mehr ertragen. Die Jugend in der SPD arbeitet bei uns wirklich hart aber wirklich alles wurde ignoriert oder in Konferenzen einfach nur stillschweigend abgelehnt. Ich muss sagen ich bin nicht der einzige alleine in unserem Bezirk sind in den letzten 2 Jahren ca 100 Mitglieder ausgetreten. Bei den Älteren Mitgliedern war es aber meiner Meinung leider der falsche weg da die meisten in "Die Linke" oder NPD eingetreten sind. Aber wirkliche Alternativen gibt es nicht. Ich versuche jetzt erstmal mein Glück bei der Piratenpartei. Wobei ich noch nicht so glücklich bin, organisiert und geordnet würde ich sie nicht nennen.

    MfG Sven Schneider.

  24. Carlsson meint: (18.6.2009 um 16:25) AntwortenReply to this comment

    Schön bzw. natürlich unschön zu sehen, dass hier noch jemand das Gefühl hat, dass ein Großteil der Politikwilligen einer Generation von Parteien unverstanden ist. Die Folgen sind natürlich die zuwendung zu reiner kurzfristigen Kampagnenpolitik und der Aufstieg der komplett falschen Leute in den etablierten Parteien, so dass sich die Strecke Klassenraum-Hörsaal-Parlament immer weiter häufen wird. Eine jetzt schon nervige Entwicklung.

  25. anonym meint: (18.6.2009 um 16:26) AntwortenReply to this comment

    @22 Danke, daß Sie den von mir hier und anderswo in den Kommentaten (seit Jahren) verwendeten Namen benutzen! Verfolgen Sie einen bestimmten Zweck damit, oder ist es bloße Einfallslosigkeit?

  26. Reader meint: (18.6.2009 um 16:28) AntwortenReply to this comment

    Danke für diese durch Klarheit, Qualität und Fülle hervorragende Meinungsäußerung. Auf andere Kommentare möchte ich – ein fast Vierziger – nicht eingehen. Nur so viel: Genau so sieht für mich politische Mitgestaltung aus: Nicht polemisch, sondern klar und unmissverständlich. Und für mich nachvollziehbar.

  27. Hussein meint: (18.6.2009 um 16:31) AntwortenReply to this comment

    Den größten Fehler hatte er allerdings schon mit 18 Jahren gemacht.

  28. Sven Schneider meint: (18.6.2009 um 16:34) AntwortenReply to this comment

    Ich habe den Beitrag auch ganz gelesen und finde ihn nicht zu lang.

    MfG Sven Schneider

  29. Gestern meint: (18.6.2009 um 16:36) AntwortenReply to this comment

    Gestern lief im ZDF eine Sendung über die FDP. Da kam auch ein Poltik oder Medienwissenschaftler zu Wort. Aussage war das den deutschen "Sicherheit wichtiger als Freiheit" ist. Leider hat der Mensch damit recht. Zumindest ist es für große Bevölkerungsgruppen so. Da sind die Volksparteien mit ihrem Weiter so und wir verbieten alles was uns nciht gefällt wohl die sicherere aber schlechtere Alternative.

  30. Politischer Bürger meint: (18.6.2009 um 16:41) AntwortenReply to this comment

    Man möchte Torben für diesen Brief in den Arm nehmen: Natürlich hat er Recht, aber sein Austritt – wie die Austritte derer, die diesen befremdlich-ahnungslose in ihren Parteien spüren – ist sinnlos.

    Es vergrößert nur den Kreis derjenigen – in der jeweiligen Partei -, die angepasst und entscheidend, die vorgefertigten Entschlüsse einiger ganz weniger Schlüsselpolitiker formal mittragen. Zwar sitzen selbst im Bundestag überwiegend nur angepasste, karrierehungrige, rückgratlose Marionetten und alles was darunter kommt, hat generell noch weniger Einfluss, aber die jeweiligen Parteienbasen brauchen kritische Restkräfte, die murren, sich verweigern, gegen Idiotie sperren und gelegentlich denken.

    Diese Leute stellen den wichtigen parteien-demokratische Rückhalt dar und der ist sowieso seit jeher quantitativ schwach aufgestellt. Hier zählt jeder! Darum darf Torben (noch) nicht austreten, sondern muss weiter wühlen.

    Gruß, ein (auch verzweifelter) Genosse.

  31. NoName meint: (18.6.2009 um 16:42) AntwortenReply to this comment

    Verständlicher Schritt, wenn auch der Text zeigt, dass hier jemand schon sehr (zu) lange in der Politik war (Sorry Torben). Der Schritt von Kinderpornographie zu Sportschützen ist ein Vergleich von faulen Äpfeln und Birnen. Sportschützen sind in diesem Land Opfer des populistischen Überwachungs- und Sicherheitswahns, genau wie Internetnutzer und sonstige Querdenker. Nach den Buchstaben unserer Gesetzte ist eine Zurgehörigkeit zu diesen (Interessen)gruppen nicht kriminell. Kinderpornographie ist hingegen per se ein Verbrechen und sollte als solches nicht versteckt sondern bekämpft werden.
    By the way, lieber Torben, in diesem unseren Land wird immer noch von jedem jungen Mann erwartet, das er sein Vaterland mit der Waffe in der Hand verteidigt, wenns sein Muss. Auch am Hindukusch, unter afrikanischer Sonne oder hinterm Mond. Aber Du forderst, diejenigen zu kriminalisiern, die sich für diese patriotische Pflicht Fit halten? Mal im Ernst, legale Schusswafen verursachen weniger Leid als legale Autos (besonders in den Händen junger Männer) oder legales Schuhwerk (wird gern mal in den Gesichtern Schwächerer abgetreten).
    Langer Rede kurzer Sinn: Richtiger Schritt, mäßige Begründung.
    Nichts für ungut
    NoName, 28, internetnutzender Sportschütze, Autofahrer, männlich, politisch nicht mehr aktiv.

  32. dot tilde dot meint: (18.6.2009 um 16:48) AntwortenReply to this comment

    tu gutes und sprich öffentlich darüber – danke torben friedrich.

    .~.

  33. Airfix meint: (18.6.2009 um 16:57) AntwortenReply to this comment

    Ich bin in der Lage einen längeren Text zu lesen und inhaltlich zu erfassen. Sogar Online.
    Torben Friedrich mag zwar Perlen vor die Säue werfen aber er hat etwas getan.
    Melde mich ab um Pirat zu werden.
    Die alten Säcke sind immer noch am zähesten!

  34. go1331 meint: (18.6.2009 um 16:59) AntwortenReply to this comment

    Wer hat uns verraten? Sozialdemokraten!

    @25 sie haben das wort "anonym" erfunden?

  35. Darkstalker meint: (18.6.2009 um 17:06) AntwortenReply to this comment

    @8/@14: Piraten schön und gut. Aber wieso etwas wählen, was sich ohnehin nicht durchsetzt? Ab Herbst ist schwarz/gelb angesagt, ich sehe derzeit keinen Weg, der daran vorbeiführen würde.
    Im Übrigen hat Herr Westerwelle sich heute erneut Freunde gemacht, indem er der EU die ein oder andere Kompetenz gerne wieder weggenommen sehen würde. Es gibt halt doch zu wenige Leute, die sich mit so Krimskrams wie KiPo-Sperren (Ist halt gerade aktuell, wird aber auch schnell wieder in der politischen Versenkung verschwinden) noch hinterm Ofen vorlocken lassen.
    Die wahlentscheidenden Punkte sind doch immernoch die, die es seit jeher sind. Wirtschaft, Steuern, Arbeit.

    Auf die paar hundert tausend, die jetzt in Blogs und Datenschutzbüros Sturm laufen, hört eh niemand. Ob das gut ist, amg jeder selbst entscheiden. Aber das es so ist, kann man nicht ernsthaft in Abrede stellen.
    In Blogs u.ä. sammelt sich eben nicht ein repräsentativer Querschnitt des Volkes, sondern nur sehr spezialisierte Gruppen. Aber die sind nicht der Großteil der Wähler – also wieso auf sie hören?

  36. non-jur meint: (18.6.2009 um 17:07) AntwortenReply to this comment

    Ich habe (auch) kein Problem mit der Länge des Textes. Die Diskussion, welche Partei noch wieviel taugt, hingegen, finde ich müßig.
    Empirisch gesehen läuft es doch auch bei uns so, dass es egal ist, welchen Flügel des Vogels man unterstützt, die Flugroute bleibt im wesentlichen die gleiche.

  37. anwalt-in-mol.de meint: (18.6.2009 um 17:08) AntwortenReply to this comment

    Sehr gut geschrieben!
    Man kann die Gründe nicht einfach nur mit einem ein- bis dreizeiligen Satz angeben, nur um der "Generation Internet" die Mühe abzunehmen, sich mit einem etwas längeren Text auseinander setzen zu müssen.
    Und wenn nicht jmd. seine Gründe bekannt gibt, warum er was macht, sondern sich lautlos verabschiedet, erst dann ist es sinnlos, den gewählten Schritt zu gehen.

    @35: der Spruch erinnert mich zu stark an die sog. Dolchstoßlegende.

  38. piratenwahl meint: (18.6.2009 um 17:09) AntwortenReply to this comment

    Die Stimme für die Piraten ist keinesfalls verschenkt. Sie führt zwar nicht diesmal direkt in den Bundestag, dafür aber stärkt sie die Internetbewegung und trägt dazu bei, daß bei der nächsten Wahl auch die Piraten von denen gewählt werden, die erst immer auf den Mitnahmeeffekt der Masse angewiesen sind. So war es bei den Grünen doch auch.

  39. Matthias meint: (18.6.2009 um 17:14) AntwortenReply to this comment

    Ich habe bis zu dem lächerlichen Punkt mit den angeblichen Kriegswaffen bei Sportschützen gelesen.

    Der junge Genosse ist also demnach genauso schlimm wie die Leute, über die er (auch impliziert) attackiert. Er hat (offensichtlich) keine Ahnung vom Sportschützenwesen in Deutschland, kritisiert dieses aber. Somit ist er keinen Deut besser als die Menschen, die mit dem neuen Kulturwerkzeug des Internets (mithin kann man auch von einer gewissen Unkultiviertheit sprechen) nicht umgehen können oder wollen.

    Man verfügt eben nicht über die moralische Überlegenheit, nur weil man sich auf der richtigen Seite wähnt.

    Glücklicherweise gibt es nun einen Waffenhasser/Unkundigen weniger, der Einfluss auf die Waffengesetzgebung nehmen könnte….

  40. Jeeves meint: (18.6.2009 um 17:14) AntwortenReply to this comment

    @32 "NoName, 28, internetnutzender Sportschütze, Autofahrer, männlich, politisch nicht mehr aktiv."

    Kein Schäferhund?

  41. anonym meint: (18.6.2009 um 17:16) AntwortenReply to this comment

    @35 Die ganze Diskussion hatten wir bereits hier schon einmal, das haben Sie offenbar verpaßt. Ist also weder neu noch originell.
    Es geht dabei nicht um Erfindung oder um Patentanmeldung, es geht, wenn Sie so wollen, schlicht um Gewohnheitsrecht. Es geht darum, daß Leser von Kommentaren Meinungen korrekt zuordnen können.
    Ich nenne mich hier auch nicht go1331, wenn ich Kommentare abgebe, aus dem simplen Grund, weil Sie es bereits tun. Mit anderen Worten: Es geht um Orientierung und ein bißchen auch um Höflichkeit. (Vmtl. muß man das hier immer wieder neuerlich erklären.)

  42. Anarchy meint: (18.6.2009 um 17:17) AntwortenReply to this comment

    @32: Legale Autos, legale Schuhe sind nunmal nötig, legale Großkaliberwaffen, Sturmgewehr-Repliken, etc. nunmal nicht. Luftgewehre oder Kleinkaliber lasse ich mir ja noch eingehen, wozu Leute aber ihre eigene AK-47 (jaaa, keine Automatik, und heisst auch anders) zuhause haben müssen ist mir nicht ganz klar.

    Der Winnenden-Honk hatte z.B. eine 9mm Beretta im Einsatz, eine Waffe die eigtl. für Polizei- und Militärgebrauch entwickelt wurde. Es gibt ja mal sowas von überhaupt keinen Grund dass sowas bei Privatpersonen rumliegt.

  43. piratenwahl meint: (18.6.2009 um 17:17) AntwortenReply to this comment

    http://www.mediengestalter.cc/wp-content/uploads/2009/06/zensursula1.jpg
    Die ganze Zensursula-Debatte in einem Bild, großartig!

  44. Klaus meint: (18.6.2009 um 17:21) AntwortenReply to this comment

    @31: Nein, es macht genau alles richtig. Allerhöchstens macht er es zu spät. Warum soll er gegen Windmühlen kämpfen, wenn er in einer anderen Partei mehr bewirken kann? Ja, in der SPD sind schon viele kritische Politiker weg und der Münte muss wohl am Ende das Licht aus machen.

    Seit Basta-Schröder ist die SPD ein totes Pferd. Man hat antisoziale Politik betrieben und damit die Arbeiter verraten. Danach sind viele wichtige Persönlichkeiten aus der Partei ausgetreten. Dies fing schon mit Lafontaine an. Danach sind andere gefolgt.

    Volker Pispers hat in einem Programm mal gesagt, dass viele Mitglieder der SPD halt erkannt haben, dass man nicht im Handballverein sein muss, wenn man eigentlich Fußball spielen möchte. Dem kann ich mich nur anschließen und Herr Friedrich hat das nun auch erkannt.

    Das Sterben der SPD ist nicht mehr aufzuhalten. Der Kampf um die 5%-Hürde wird in wenigen Jahren beginnen. Da ist einfach nichts mehr zu retten. Die Partei müsste sich schon komplett neu Erfinden. Das ist aber halt nicht mehr zu erwarten.

  45. Jens meint: (18.6.2009 um 17:30) AntwortenReply to this comment

    "Hochachtungsvoll"

    Heißt das nicht "Mit sozialistischen Grüßen"?

  46. anonym meint: (18.6.2009 um 17:32) AntwortenReply to this comment

    @7 habe ich hier beigepflichtet, was ich bekräftigen möchte: Der Text ist einfach zu lang. Das ist das Problem des Textes, nicht meins. Ich kann sehr wohl lange Texte lesen (zur Internetgeneration gehöre ich auch ganz gewiß nicht, dazu bin ich Jahrzehnte zu alt), tue es aber zugegebenermaßen auch nicht gerade besonders gern am Bildschirm. Das Problem des Schreibers ist einfach, daß er die Kurve nicht gekriegt hat und ins Schwadronieren gekommen ist. Da wird es dann auch inhaltlich fragwürdig.

    Wie bereits zuvor merke ich noch einmal an, daß die Passage zur Kinderpornographie überflüssig und anbiedernd ist und daß die Bemerkung zu den Sportschützen schlichter, diffamierender Blödsinn ist. Ich selbst besitze keinerlei Schußwaffen und kann auch nicht schießen. Es muß aber erlaubt sein, Sportschütze oder Jäger zu sein (oder Paintballspieler), ob einem das selbst nun gefällt oder nicht. Sonst könnte ich auch das Verbot von Fußballspielen fordern, weil ich selbst sie unglaublich stumpfsinnig, langweilig und proletenhaft finde.

  47. Mugros meint: (18.6.2009 um 17:33) AntwortenReply to this comment

    Die SPD interessiert sich doch nicht für irgendwelche 20jährigen Schnösel. Was hat der denn? Was kann der denn? Nix, kein Einfluß, kein Geld. Wichtig ist, dass man die alten Säcke beeindruckt.

  48. go1331 meint: (18.6.2009 um 17:57) AntwortenReply to this comment

    @anonym

    aber Ihr pseudonym ist doch nun wirklich recht naheliegend!
    viele kommen auf die idee sich so zu nennen ohne überhaupt zu ahnen wieviel herzblut Sie mit ihren 'nick' vergießen.
    gruß

  49. go1331 meint: (18.6.2009 um 18:01) AntwortenReply to this comment

    @38

    ich hatte an karl-liebknecht gedacht.

  50. André meint: (18.6.2009 um 18:12) AntwortenReply to this comment

    @Darkstalker (36):
    Und was ist dann die Alternative? Die wählen, die garantiert an die Macht kommen, weil alle sie wählen? Erstens bräuchten wir dann keine Wahlen mehr, sondern könnten das ganze per ("wissenschaftlicher") Umfrage lange vorher klären – spart auch das wahlgekämpfe. Und zweitens wüsste ich nicht, wie sich dann jemals was ändern soll.
    Hier gehts nicht darum, dass die Piraten die Regierung übernehmen (das würde sie vermutlich etwas überfordern im Moment), sondern darum, dass die etablierten Parteien merken, dass sie auf der falschen Spur sind. Wenn nur halb so viel politische/mediale Aufmerksamkeit wie den Rechtsextremen auch den Piraten zuteil wird, haben sie doch schon gewonnen.
    Und bevor man protest-rechts oder protest-ungültig oder protest-nicht wählt, halte ich es für eine sinnvolle Alternative, sich nach einer kleinen Partei umzusehen, die wenigstens die eigenen Interessen glaubwürdig vertritt.
    Den Rest vermurksen die "großen" Parteien schon zuverlässig!

    André

    PS: dieses Argument höre ich in letzter Zeit irgendwie öfter – ist das Resignation? Die ist aber kein guter Ratgeber bei solchen Dingen …

  51. Der mit dem Löschteufel tanzt meint: (18.6.2009 um 18:17) AntwortenReply to this comment

    anonym: Ich stimme Ihnen voll und ganz zu. Wer einen Namen wie "anonym" für sich wählt, ist unhöflich und einfallslos.

  52. (tr) meint: (18.6.2009 um 18:22) AntwortenReply to this comment

    #54

    wer sich so nennt und dann für sich alleine beansprucht, sucht doch nur streit.

  53. timeout71 meint: (18.6.2009 um 18:23) AntwortenReply to this comment

    @ Torben,
    an deiner stelle wurde ich den Brief zerreißen einen Rhetorikurs nehmen und neu durchstarten.
    Nur wenn die Basis murrt und nicht alles durchnickt bemerkt die Partei spitze irgendwann, das sie auf dem Holzweg ist!

    @ 31 Politischer Bürger,
    da kann fast nur beipflichten, gilt aber für ALLE Demokratischen Parteien.

    @ 23 Sven Schneider,
    wer zur NPD geht kann nur auf eine Kandidatur scharf sein.
    Wenn aber einer zu uns wechselt ist auf eine Kandidatur aus oder ist der Meinung das die Politik der SPD
    aus genau euren gründen eine Sackgasse ist, erstere sind nach kurzer zeit nicht mehr zu sehen.
    Des weiteren muss man unterscheiden ob Karteileichen oder Aktive austreten.

  54. Stuff meint: (18.6.2009 um 18:29) AntwortenReply to this comment

    @anonym (48)
    "Der Text ist einfach zu lang."

    Ohneinohnein! Der Text ist zu lang einfach!

    Im Link die Welt-Vorstellungen der Oesterr. Sozialdemokraten, Variante "Land Wien"

    Stuff

  55. anonym meint: (18.6.2009 um 18:41) AntwortenReply to this comment

    @50 Sie haben es nach wie vor nicht völlig begriffen. Darum geht es nicht, aber, wie gesagt, gab es dazu hier schon eine Diskussion. Ich werde jetzt auch nicht "Höflichkeit" oder Umsicht definieren.
    Sie selbst haben eben etwas mehr Erfindungsreichtum investiert, als ich das für mich tun wollte; ob dadurch Ihr "Eigentumsrecht" am Namen mehr geschützt ist, weiß ich nicht. Was hielten Sie davon, ich würde jetzt auf der Stelle Ihr Pseudonym verwenden und darunter meine Meinung verbreiten? Einverstanden?

  56. Ex-Genosse meint: (18.6.2009 um 18:41) AntwortenReply to this comment

    Lieber Torben Friedrich,
    vielen Dank für den offenen Brief. Ich selbst bin bereits am Montag ausgetreten. Nachdem auf dem Parteitag als höchstem Gremium der parteilichen Willensbildung von der Antragskommission ein Antrag zur Befassung mit der Thematik für "erledigt [...] weil derzeit medial unerwünscht" erklärt wurde. Ich wollte einfach auf gar keinen Fall mehr dieser Partei in dem Moment angehören, in dem sie dem Gesetz zustimmen wird.
    Ich habe nämlich Kinder. Und die werden vielleicht irgendwann mal nach meiner Mitschuld fragen. und dann möchte ich ihnen bei der Antwort noch in die Augen gucken können…
    Gruß vom Ex-Genossen

  57. Stolperstein meint: (18.6.2009 um 18:44) AntwortenReply to this comment

    Eigentlich sollten alle in die SPD eintreten… und gleich wieder austreten mit so einem schönen Brief.

  58. Jemand meint: (18.6.2009 um 18:45) AntwortenReply to this comment

    Der hat ein kleines Problem mit dem "ß"

  59. derRösrather meint: (18.6.2009 um 18:53) AntwortenReply to this comment

    Das wird die Genossen sicher beeindrucken! ;-)

    Die Diskussion um die Art von Waffen, ob Klein- oder Großkaliber, ist doch lächerlich! Hätte der Schüler den Jeep seines Vaters benutzt und wäre in eine Gruppe Kindergartenkinder gerast und hätte dabei 16 Kinder getötet, hätte man da über ein Verbot von Geländewagen diskutiert?

  60. go1331 meint: (18.6.2009 um 18:54) AntwortenReply to this comment

    @anonym

    wir schweifen zwar ab, aber eventuell können Sie ja rechtliche schritte einleiten wegen identitätsdiebstahl.
    schließlich haben wir alle gedacht Sie waren es als "anonym" ein kommentar hinterlies!

  61. Periander meint: (18.6.2009 um 18:58) AntwortenReply to this comment
  62. Dennis meint: (18.6.2009 um 19:14) AntwortenReply to this comment

    "Schocktherapie: Man bombardiere die Bevölkerung so lange mit immer neuen Gesetzen und immer neuen Vorstössen aus verschiedenen Richtungen, so das sich kein wirksamer Widerstand etablieren lässt, denn ein 360° Widerstand ist anfällig und ineffektiv, ein zersplittertes Grundübel des gegenseitigen Misstrauens."

    Das ist ein Zitat der chilenischen Junta von 1973 – 1989. Passt aber mittlerweile auch Prima zur "deutschen Fragestellung".

  63. Darkstalker meint: (18.6.2009 um 19:15) AntwortenReply to this comment

    @53: In der Aufzählung fehlt die Protest-Links-Wählfraktion. Das sind ne ganze Menge. Und gepaart mit den Aus-Blödheit-Links-Wählern sind das leider in der Summe schon viel zu viele.

    Und die Piraten sind – wenn überhaupt – in der Opposition gut untergebracht. (Wenn sie denn je die Hürde nehmen, woran ich zweifle)

  64. mrg meint: (18.6.2009 um 20:10) AntwortenReply to this comment

    bravo.

  65. tommy meint: (18.6.2009 um 20:15) AntwortenReply to this comment

    Dieser Brief ist nicht zu lang. Er enthält neben einigen Infos vor allem Emotionen: Ärger, Frust, Enttäuschung. Die ganze Palette
    …von der Seele reden.. heisst das wohl. Ist so ein bissel aus der Mode gekommen in der Zeit von SMS und Twitter.
    Der einzige Nachteil an diesem Brief ist, das es ein Brief ist. Dem Obergenossen in der Bundestagskantine oder auf dem Herrenklo mündlich um die Ohren gehauen würde helfen das sich der Verfasser besser fühlen könnte. Vielleicht sind dem einen oder anderen Politiker noch Emotionen zugänglich…
    Wenn dann noch zufälligerweise die eine oder andre Kamera…
    (ich weiss, ich liebe Hollywood…)

    P.S. Kriegs/Tötungswaffen haben nichts mit Sport zu tun. Sportschützen betreiben einen wunderbaren Sport. Mit Sportwaffen. Eine AK oder 9mm hat nichts mit Sport zutun. Das ist in Waffengeilheit in Verkleidung !!!

  66. Matthias meint: (18.6.2009 um 21:24) AntwortenReply to this comment

    @68

    Sie zeigen uns grade das, was symptomatisch an dieser ganzen Diskussion ist – nämlich der Mangel an Freiheit, Toleranz und Vernunft.
    Auch wenn Sie nicht der Meinung sind, dass die Benutzung von Großkalibersportwaffen eigentlich kein Sport sei, so dürfen Sie diese Meinung von mir aus gerne vertreten. Entscheidungsgrundlage für eventuelle Änderungen des Waffengesetzes sollten dann aber Fakten sein und keine persönliche Abneigung.

    Sie können sich somit von mir aus nackt ausziehen. mit Erdnussbutter einreiben, auf den Kopfstellen und den Ententanz tanzen. Solange ihre Taten keinen Anhaltspunkt dafür liefern, die Gemeinschaft in größerem Maße zu beeinträchtigen, solange sollten sie tun und lassen können, was sie wollen.

  67. Andreas meint: (18.6.2009 um 21:25) AntwortenReply to this comment

    Als (noch) Mitglied in der SPD muss ich leider Torben recht geben, ich fühle mich momentan wie am Vorabend des Reichsermächtigungsgesetzes.

  68. Niklas meint: (18.6.2009 um 21:56) AntwortenReply to this comment

    Danke, Torben!

  69. twex meint: (18.6.2009 um 22:16) AntwortenReply to this comment

    Angesichts all der guten Gründe, die SPD zu verabscheuen, ist dieser doch reichlich hysterisch und kleinkariert. Die Sache hat auch wenig bis nichts mit dem Kern der Parteiideologie zu tun, also ist bei den Kadern noch mit vielen taktischen Meinungsumschwüngen zu rechnen. Wer deswegen aus der Partei austritt, ist unter falschen Voraussetzungen eingetreten.

  70. Tommy meint: (18.6.2009 um 22:52) AntwortenReply to this comment

    @69
    tatsächlich ist es meine Meinung ! Und die darf ich in einer Diskussion kundtun ! Meister !
    Das nenn ich Freiheit und Toleranz ! Meister !

    Aber noch mal zum Waffenbesitz.

    Ich mag die Beschäftigung mit Waffen als Sport. Hab ich selber intensiv getan, jetzt nicht mehr, da Problem mit Augen.

    Ich mag es aber nicht, wenn mein Nachbar in seiner Wohnung eine Waffe zum Töten aufbewahrt.

    Mit Autos werden Menschen getotet, mit Beil oder Spaten auch…
    Auch mit Waffen werden Menschen getötet. Der einzige Unterschied ist: Waffen wie ein Beretta Modell sind zum Töten konstruiert und hergestellt. Sie sind nicht konstruiert als Buchstütze und nicht als Schraubenschlüssel. Sie haben nur den einen Zweck: Möglichst effektiv zu töten.

    Das ist für mich der wichtigste Grund zu sagen, Tötungswaffen gehören nicht in die Mitte der Gesellschaft ! Ich möchte Waffengleichheit, wenn ich mich mit meinem Nachbarn streite.

    P.S. Ich habe tatsächlich nichts gegen Sportwaffen. Warum auch. Sie sind konstruiert für den sportlichen Wettkampf. Der sportliche Zweck bestimmt im übrigen das Kaliber.
    Eine Beretta ist keine Sportwaffe, sie ist allerhöchstens ein Liebhaberstück.

    P.P.S An Ihrem Satz rätsele ich schon die ganze Zeit herum:

    Auch wenn Sie nicht der Meinung sind..,so dürfen Sie diese Meinung von mir aus gerne vertreten.

  71. Norder meint: (18.6.2009 um 22:52) AntwortenReply to this comment

    @72
    Hysterisch und kleinkariert ist es nicht, wenn ein Genosse deprimiert erkennt, dass die gute alte SPD seit bald einem Jahrzehnt Stück für Stück ihre Grundsätze aufgibt:
    Die SPD tritt seit 2001 immer häufiger unser Grundgesetz mit Füßen; Grundrechte wurden durch Sozis wie Schily im Handstreich abgeschafft ("Otto-Paket"), Frieden und Humanität von Steinmeier untergraben (BND-Kriegsbeteiligung und Umgang mit Guantanamo-Gefangenen).
    Und in geradezu beängstigendem Tempo setzen Genossen wie Zypries und Wiefelspütz im Packt mit den reaktionären Konservativen den Kampf gegen das Grundgesetz (und Grundwerte der SPD) fort.

    twex, warum sollte man unter falschen Voraussetzungen in eine demokratische Partei eingetreten sein, wenn man verlangt, dass deren Funktionäre das Grundgesetz (und das Parteiprogramm) achten?

  72. meckimesser meint: (18.6.2009 um 22:58) AntwortenReply to this comment

    @19 wahlentscheidend ist die Generation über 50 ..und??
    Ich werde zwar erst ein paar tage nach der Bundestagswahl 50 aber die Schäubles und Zensurursulas der Republik bekämpfe ich seit über 30 Jahren

    noch was: nur weil die Grünen oder die Piraten junge Leute anziehen ist längst nicht alles richtig was dort auch hinsichtlich digitaler Medien etc vertreten wird. So bedürfen Themen wie Urheberrecht, kulturflatrate einer vertieften Diskussion und meiner Meinung nach ebenso entschlossenem Widerstand wie Ursulas unsäglicher Populismus

  73. Waldemar meint: (18.6.2009 um 23:01) AntwortenReply to this comment

    "22 Jahre", "SPD-Mitglied". Per Mausrad abgescrollt. Aha, Schwafler. Drei Gründe dafür, dass ich den Text nicht lesen will.

  74. Malklarsteller meint: (18.6.2009 um 23:08) AntwortenReply to this comment

    Tommy: Das ist doch mal eine vernünftige Meinung. Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob die fanatischen Schützen, die hier auf Kommando mitkommentieren, einfach nur schwer von Begriff sind oder ob sie nicht doch böswillig überlesen, dass man nichts gegen Sportwaffeln inklusive Paintball hat. Ich glaube eigentlich, die wollen ihre Waffen "für alle Fälle" behalten und das ganze Gefasel von Sport, Verein, Freiheit und Toleranz ist nur vorgeschoben – von diesen Subjekten wohlgemerkt, nicht Schützen im allgemeinen. Andererseits sind hier auch ziemlich viele unter falscher Flagge oder einfach als Troll unterwegs. Repräsentative Meinungen für wen auch immer wird man hier kaum finden.

    Norder: Ja, eben seit 10 Jahren – mindestens. Er ist aber erst vor 4 Jahren eingetreten. Das ist doch der Witz. Besonders für Jemanden, der sich selbst als volldigital bezeichnet, ist das ziemlich beschämend, denn auch vor 4 Jahren konnte man sich leicht, umfassend und unabhängig online zu Themen und Parteien informieren. Vor 20 Jahren endete der Horizont noch bei der Tagesschau und der Tageszeitung. Wer heute noch auf Märchen wie "SPD = sozial(istisch)" oder "CDU = christlich" hereinfällt, der sollte vielleicht mal beim Optiker den Blindenstock prüfen lassen.

  75. Andreas meint: (18.6.2009 um 23:23) AntwortenReply to this comment

    Ich verneige mich.
    Fast schon schade, dass ich weder Mitglied der CDU, noch der SPD bin, denn sonst wäre ich spätestens jetzt ausgetreten.
    Ich überlege aber in eine andere Partei einzutreten und politisch aktiver zu werden.
    Eigentlich wollte ich mein Leben lang nicht in eine Partei eintreten, aber die letzten Wochen und Monate zeigen mir immer deutlicher, dass es an der Zeit ist.

  76. Dan meint: (19.6.2009 um 00:11) AntwortenReply to this comment

    Alles bla, bla…weniger Reden, mehr tun. Ihr solltet mal "Ursachenforschung" betreiben. Wir geben dieser Realitätsfermden sog. Elite ja erst die Macht. Bildet Netzwerke, versucht möglichst nicht deren "Geld" zu benutzen…wie lange wollt ihr noch auf`m Sklavenschiff rudern? Sind doch alles Marionetten der Amis…N W O lässt grüssen. Zum Glück bin ich ausgewandert in ein NICHT EU Land. Hätte es bei dieser Lethargischen Masse in Deutschland auch nicht länger ausgehalten. Wacht auf und wehrt euch, bevor unsere Realität so aussieht wie in George Orwell`s Buch 1984.

  77. Dan meint: (19.6.2009 um 00:23) AntwortenReply to this comment
  78. Bernhard meint: (19.6.2009 um 01:30) AntwortenReply to this comment

    Sehr schön geschrieben. Für "die da oben" ist der aber Pustekuchen.

  79. Delphinmetzger meint: (19.6.2009 um 03:04) AntwortenReply to this comment

    Wenn Parteimitglieder sich gegenseitig drohen (womit auch immer), ist das so, wie wenn Diebe sich bestehlen.

    Parteien sind kriminelle Vereinigungen und jeder, dem es um die Demokratie ernst ist, begegnet Parteimitgliedern so unhöflich, wie es das Gesetz gerade noch zulässt.

    Wer hingegen frustrierte Parteimitglieder zu Demokraten erhebt und ihr Gejammer zitiert, hat sich unsere Regierung wirklich verdient.

  80. schredder66 meint: (19.6.2009 um 07:45) AntwortenReply to this comment

    @15, anonym
    Volle Zustimmung!

    Der Genosse Torben Friedrich hat meiner bescheidenen Meinung nach das Thema verfehlt – auch wenn sein Anliegen aller Ehren wert ist (naja, das unsägliche Sportschützengeschreibsel mal aussen vor gelassen). Der Brief ist zu lang. Das führt dazu, dass die Aussage verpufft. Das viele Blabla lässt mich vermuten, dass er bereits auf dem besten Weg war / ist genauso zu werden, wie die von ihm kritisierten Personen – ein Politiker, der sich von der realen Welt verabschiedet hat.

  81. twex meint: (19.6.2009 um 08:00) AntwortenReply to this comment

    @74: Sie haben ja völlig Recht, die SPD ist schon seit langer Zeit unerträglich. Aber der Mann, um den es hier geht, ist gerade erst vor vier Jahren in die Partei eingetreten. Wenn er nicht blind ist, muß er doch gewußt haben, mit wem und auf was er sich dort einläßt. Kleinkariert nenne ich es, die von dieser Partei unterstützten Angriffskriege auf friedliebende Völker hinzunehmen und sich stattdessen langatmig über ein bißchen Zensur zu echauffieren. Wo ist denn da das rechte Maß?

  82. Meta meint: (19.6.2009 um 08:36) AntwortenReply to this comment

    Man kann gar nicht so oft eintreten, wie man austreten möchte.

  83. Christian meint: (19.6.2009 um 08:50) AntwortenReply to this comment

    Sehr typisch, dass wieder jemand von Freiheit spricht aber in gleichem Zug die Freiheit von Millionen von Bürgern (Sportschützen) einschränken will. Dabei wird dann gerne darauf hingewiesen, dass Großkaliberschützen ja gar keine Sportschützen sind (vermutlich weil die 1,5 Mio ständig auf Menschen schießen, anstatt auf Scheiben – obwohl ich davon noch nichts gelesen habe, von Einzelfällen weit unterhalb des Promillebereichs abgesehen). Dann kommt die allseits beliebte Aussage, dass man gegen die echten Sportschützen (Kal. 22) ja gar nichts habe – nur gegen diejenigen, die Wtödliche Waffen besitzen (Obwohl eine 22. genau so gut töten kann, wie eine 9mm) und 'Waffennarren' seien – also Menschen, die scheinbar nicht normal sein können. Soviel zu Toleranz und Freiheit. Was mir nicht in den Kram passt, gehört verboten. Wo hab' ich das nur schon mal gehört?

  84. PG meint: (19.6.2009 um 09:39) AntwortenReply to this comment

    Hmm.. sind die Sportschützen nicht bloß im Bezug auf die "Killerspiel"-Debatte genannt worden?

    Also: Wenn "Killerspiele" verboten werden sollen und gleichzeitig der "Schießsport" im Vergleich ganz gut wegkommt (nämlich nicht verboten wird), was sagt das über die Intention der Killerspielverbieter aus?

    Entweder halten sie digitale Schießerei für gefährlicher als reale, oder sie trauen sich an den Schießsport nicht so recht heran.

  85. Blacky meint: (19.6.2009 um 09:48) AntwortenReply to this comment

    Die SPD ist sowieso fertig und wird nach der Wahl von der CDU nicht mal mehr als Abstimmhilfe gebraucht.
    Ob da jetzt ein Schnellmerker mehr oder weniger austritt, ist eher nebensächlich.

  86. Christian meint: (19.6.2009 um 09:53) AntwortenReply to this comment

    Es ist ja nicht so, dass nicht auch angeregt wurde, Waffen zu verbieten. Da gab es genug Vorschläge. Entschieden hat man sich dann wieder für die Salamitaktik, d.h. noch ein paar mehr Beschränkungen für Sportschützen. Zumindest ist das wohl in Planung. So zum Beispiel unangemeldete Kontrollen bei Waffenbesitzern.

    Reale Waffen wollen die sichererlich so wenig wie möglich im Volk haben – das wird ja auch offen so gesagt. Die Killerspiele passen denen auch nicht (warum auch immer). Aber der eigentliche grund für solche Gesetzesvorschläge ist der, dass die meisten Menschen einfach in Ruhe ihr Leben weiterleben wollen, ohne sich groß mit irgendwelchen Sachen zu beschäftigen, die sie nicht interessieren. Da will keiner hören, dass es schwierig ist, Amokläufe zu verhindern, weil sie aus vielen Ursachen entstehen, die komplex miteinander verbunden sind. Die Leute wollen einfache Lösungen und was ist einfacher, als etwas zu verbieten. Aus den Augen, aus dem Sinn. Problem gelöst.

  87. Momo meint: (19.6.2009 um 10:24) AntwortenReply to this comment

    Ich bin in einer SPD-geprägten Familie aufgewachsen. Mein Opa war bis zu seinem Tod SPD-Mitglied, war im Stadtrat und viele Jahre im hessischen Landtag. Zu dem Brief fällt mir nur eines ein:

    *steht auf und applaudiert mit einem lachenden und einem weinenden Auge*

    Momo, der froh ist, dass sein Opa das Ypsilanti-Debakel nicht mehr erleben musste.

  88. Tommy meint: (19.6.2009 um 10:41) AntwortenReply to this comment

    @87

    Hallo Christian,
    Punkt 1:
    Es gibt Waffen, die sind keine Sportwaffen. Eine Beretta ist keine Sportwaffe, eine Walther P99 ist auch keine Sportwaffe. Von (Achtung Übertreibung !) Maschinenpistolen, Raketenwerfern oder Panzerfahrzeugen im Vorgarten ganz zu schweigen.

    Punkt 2:
    Paintball, Sportschützen, Computerspiele und der Besitz von Tötungswaffen gehören nicht in einen Topf.
    Das eine ist absolut ok, muss nicht jeder mögen, aber soviel Freiheit für den einzelnen gehört selbstverständlich in eine Demokratie. Soweit sind wir uns ,hoffe ich, einig.

    Aber Tötungswaffen haben NUR den Zweck zu töten. Selbst von staatlicher Seite gehören diese Waffen stark reglementiert, wenn diese nun unbedingt nötig sind.
    Ich kenne keinen ambitionierten Sportschützen, der seine Trainingswaffe zuhause neben dem Bett liegen hat. Zu empfindlich gegen Sturz und Temperaturunterschiede. Zu sperrig usw.
    Aber ich hab im Laufe meiner Zeit als Sportschütze häufiger mitbekommen, das der Besitz einer Beretta oder Walther a) ein Statussymbol ist und b) zur häuslichen Verteidigung dienen soll und deshalb gern im Schlafzimmer aufbewahrt wird.

    Die Diskussion um Tötungswaffen in Privatbesitz ist eine vollkommen andere. Hier dreht es sich um wichtige Grundprinzipien eines Staates.

    P.S. @90 muss wohl am Alter ligen, den Sinn Deiner Ausführung habe ich leider nicht verstanden.

  89. Christian meint: (19.6.2009 um 10:54) AntwortenReply to this comment

    @Tommy

    zu Punkt 1: Es spielt überhaupt keine Rolle, ob eine Waffe eine Sportwaffe ist oder ursprünglich zum Töten entwickelt wurde. Entscheidend ist, wofür sie verwendet werden. Und Sportwaffen (22.) können genau so gut zum Töten verwendet werden wie die, die dafür ursprünglich gemacht wurden. In manchen Fällen sogar besser.

    zu Punkt 2: Doch, die gehören in einen Topf. Es geht um Freiheit und Toleranz für Dinge, die uns nicht passen, in allen angesprochenen Dingen. Was der Zweck eines Gegenstandes ist, ist für diese Diskussion irrelevant. Wofür er verwendet wird, ist relevant. Meinetwegen können wir sagen, dass Sportschützen ihre Waffen zweckentfremden, wenn sie damit auf Papierscheiben schießen. Festzuhalten bleibt aber, dass sie eben auf solche Scheiben schießen und nicht auf Menschen. Mehr als 99,9999% der Sportschützen schießen nicht auf Menschen (jedenfalls nicht, wenn sie nicht gleichzeitig auch Soldat sind und selbst da schießen die meisten nicht auf Menschen).
    Warum ein Mensch eine Waffe haben will hat in einer freiheitlichen und toleranten Gesellschaft einfach niemanden zu interessieren, solange er damit niemand anderen schädigen will. Es geht aber in diesen Diskussionen stets darum, Menschen als unnormal, gefährlich, krank im Kopf oder sontwie andersartig darzustellen, weil sie etwas mögen, was man nach der Ansicht anderer Menschen nicht mögen darf. Das wäre ja auch in Ordnung, wenn sie es z.B. mögen würden, Menschen zu vergewaltigen oder zu töten. Aber das tun sie gar nicht. Sie mögen einen Gegenstand, den man zum Töten verwenden kann und der sogar dafür erfunden wurde – aber das Töten interessiert sie nicht, sie lehnen es sogar genau so ab, wie die anderen Menschen. Und das ist es, worauf es ankommt.

  90. bombjack meint: (19.6.2009 um 10:59) AntwortenReply to this comment

    @92

    Gratulation zu der neuen Wortschöpfung….selten was dämlicheres gehört….was ist dann bitte keine Tötungswaffe?

    Btw. daß jemand auch "Just for Fun" Lust am Knall und Bumm hat, passt solchen Leuten wahrscheinlich auch nicht ins Konzept…und wer dann mit dem Risiko kommt, denn frage ich mal wie hoch denn das Risiko wirklich ist von sowas betroffen zu sein….sorry da gibt es jede Menge anderer Risiken die genauso überflüssig sind (z.B. Motorräder) und halt einfach nur Spaß machen und da fordert auch keiner diese zu verbieten bzw. zu reglementieren….

    bombjack

  91. eleutheros meint: (19.6.2009 um 11:09) AntwortenReply to this comment

    Gute Sache, etwas pathetisch, aber ich gehe mit vielem konform, was der gute Mann zu sagen hat. Die Menschen, denen der Text zu lang ist, sollten evtl. an ihrer Konzentrationsfähigkeit arbeiten.^^ Zudem ist es unter Umständen durchaus nötig, wichtige Punkte genauer zu beleuchten.

  92. Andreas R. meint: (19.6.2009 um 11:16) AntwortenReply to this comment

    @84: "Der Brief ist zu lang. Das führt dazu, dass die Aussage verpufft."

    Für die Begründung, warum man nach vier Jahren aufhört, sich für die Durchsetzung von Inhalten in einem sehr undankbaren Umfeld zu engagieren (statt sich in der Zeit um seinen privaten Kram gekümmert zu haben), ist die Länge schon OK.

    Ist ja schließlich ein offener Brief an die Parteigenossen, die erfahren sollen, dass dieser Unsinn schlimmer ist als Loyalität zur Partei. Die Länge signalisiert Ernsthaftigkeit. Dass eine Generation, die sich darauf trainiert, das Wesentliche in 140 Zeichen unterzubringen, damit überfordert ist, kann ich schon verstehen.

    Harald Schmidt hat gestern abend den wunderbar perfiden Satz gesagt: Ahnungslosigkeit ist die Objektivität der schlichteren Gemüter. Merkwürdigerweise passt das sowohl für die parlamentarische Diskussion zur Internetsperre als auch zu unserer Diskussion hier zum Thema Sportschützen.

  93. Rrrawls meint: (19.6.2009 um 11:46) AntwortenReply to this comment

    Ich werde in den nächsten Tagen ebenfalls mein SPD Parteibuch abgeben…

  94. suki11 meint: (19.6.2009 um 11:57) AntwortenReply to this comment

    Was macht ihr denn, wenn keiner mehr SPD wählt und uns dann ab Oktober diesen (!) Jahres CDU/CSU und FDP regieren?

    (Spitterparteien spielen ja bei der Sitzverteilung im Bundestag und der Regierungsbildung keine Rolle.)

  95. Tommy meint: (19.6.2009 um 12:53) AntwortenReply to this comment

    @93

    1. Ich kann mich nicht erinnern jemanden als "unnormal, gefährlich, krank im Kopf oder sontwie andersartig" dargestellt zu haben. Die einzige Klassifizierung die bei mir herauszulesen ist, das jemand eine Waffe hält, mit dem Hintergedanken sein Heim zu verteidigen.

    2. Wo ziehst Du die grenze bei Deinen Aussagen. Ich persönlich, wie ausgeführt, beim Zweck einer Waffe. Nehme ich Deine Aussage, ist es für Dich normal das Waffen in die Hände des Bürgers gehören. Also auch Panzer , Raketenwerfer, Maschinenpistole ?
    Hauptsache man hat nur Spass am Besitz ?
    Ich hoffe das nicht, aber Deine Aussage klingt so.

    @94
    Sportwaffen und Tötungswaffen sind anerkannte, in vielen Publikationen benutzte Begriffe um den einzigen Unterschied zwischen beiden zu verdeutlichen.

    Wie schon mehrmals ausgeführt kann man mit jedem Ding auf Gottes Erde töten.
    Nach Abwägung von Schadenspotenzial und Nutzen ist klar das die meisten Sachen das sind wofür Sie gemacht wurden: Gartengerät, Fortbewegungsmittel, Sportgerät.

    Klar ist auch bei Sportwaffen das Schadenspotenzial in den falschen Händen sehr hoch. Aber schlussendlich sind diese für sportliche Zwecke konstruiert und hergestellt.

  96. Someone meint: (19.6.2009 um 12:58) AntwortenReply to this comment

    @98: Im Moment kann kaum (!) etwas schlimmer sein als CDU/CSU/SPD. Und wer weiß, wenn die Piraten irgendwann mal lernen, auch übers Netz hinaus Werbung zu machen (derzeit noch deren größte Schwäche), erleben wir vielleicht noch ein paar Überraschungen.

  97. Christian meint: (19.6.2009 um 13:06) AntwortenReply to this comment

    @Tommy

    1. Da Du ja gerne den Begriff Tötungswaffen verwendest um zu verdeutlichen, dass die Waffen nur zum Töten gemacht wurden muss ich Dich nun fragen, was Du denn von jemandem hälst, der so einen Gegenstand gerne besitzen möchte, weil er ihn einfach mag oder damit schießen will.

    2. Da es mir darum geht die Freiheiten unserer Bürger nicht noch weiter einzuschränken, brauchen wir nicht über Dinge wie Panzer usw. sprechen. Bei der Feststellung, ob etwas verboten sein sollte, sollte man nämlich auch auf Erfahrungswerte zurückgreifen, wie sich die freie Handhabung solcher Gegenstände auswirken kann und so eine Erfahrung haben wir bei Panzern, etc. nicht. Daher wäre ich wohl eher dafür, die gegenwärtigen Freiheiten, was Panzer angeht, so zu belassen, wie sie sind.

    Was den Zweck angeht: Die Droge Ecstasy wurde als Schlankheitsmittel erfunden und vermarktet. Ich nehme an, dass Du bei der Beurteilung, ob Ecstasy nun legal oder illegal sein soll in diesem Fall wohl nicht eigentlich gedachten Zweck ausgehst, sondern von der Art und Weise, wie Ecstasy verwendet wird. Oder irre ich mich da?

  98. Anarchy meint: (19.6.2009 um 13:23) AntwortenReply to this comment

    Tötungswaffen hin oder her, es gibt z.B. eine ganz einfache Methode Waffenbesitz sicherer zu machen: Trennung von Waffe und Munition. Kann jeder gerne ne Beretta unterm Kopfkissen haben, die Munition dafür verbleibt im Safe im Schützenverein. Aber selbst dagegen verwehrt sich ja unsere Waffenlobby.

    Und das ganze "schränkt meine Grundrechte ein" Geschreie – wir sind hier nicht in der USA, Recht auf Waffenbesitz ist in Deutschland kein Grundrecht. Eine striktere Kontrolle zu fordern ist völlig legitim.

  99. Christian meint: (19.6.2009 um 13:30) AntwortenReply to this comment

    Eine einfache und reichlich bescheuerte Methode, ja. Nur sicherer machen tut die gar nichts. Wer das vorschlägt, ist eben kein Schütze und versteht nicht, was die Umsetzung bedeuten würde. Und gemessen an anderen Dingen wie Motorrädern, Zigaretten, Alkohol, etc. brauchen wir Waffen auch nicht sicherer zu machen. Die verursachen in Deutschland auch so schon wesentlich weniger Tote als die vorhergenannten Dinge.

    Und von Grundrechten ist auch nicht die Rede. Killerspiele, Paintball, Motorräder, etc. sind auch nicht keine Grundrechte. Es geht um Freiheiten in einer Gesellschaft, die sich freiheitlich und tolerant nennt.

  100. Tommy meint: (19.6.2009 um 13:37) AntwortenReply to this comment

    @103
    wie, ist kein Schütze. Ich hoffe nicht, das ein Schütze zuhause schiesst. Also warum nicht die Trennung. Also warum ist man dann kein Schütze ? Was bedeutet denn die Umsetzung für einen Schützen?

    Das es in D weniger Tode durch Waffen gibt, ist wohl vor allem dem Fakt geschuldet, das man wesentlich schneller an ein Auto, Spaten etc. als an eine Erlaubnis zur Führung so einer Waffe kommt.

  101. Anarchy meint: (19.6.2009 um 13:39) AntwortenReply to this comment

    Na dann erklär mir doch mal was die Umsetzung bedeuten würde? Ich war auch lange Zeit aktiver Schütze, und kann da kein Problem erkennen. Turniere? Training? Alles möglich. Ich habe nie das Bedürftniss gehabt zuhause meine Waffe abzufeuern (okay, war nur ein Luftgewehr, aber trotzdem :) )

    Ich stimme dir ja zu dass wir eigtl. kein Waffenproblem in Deutschland haben, und sehe da auch nicht unbedingt Handlungsbedarf. Aber als Reaktion auf so nen Amoklauf über Paintball-Verbote nachzudenken anstatt über eine striktere Kontrolle der Waffen mit denen die Tat verübt wurde sehe ich auch nicht unbedingt als logisch an.

  102. bystander meint: (19.6.2009 um 13:47) AntwortenReply to this comment

    In diesem thread zeigt sich m.e. ein wesentliches problem der politischen und gesellschaftlichen lage in der brd:
    hier wird über textlänge diskutiert, über details der wortwahl usw. usf.
    In dem brief steht ein satz, den ich im öffentlichen diskurs vermisse:
    "(…) Wenn Zensur auf dem Rücken mißbrauchter Kinder durchgesetzt werden soll (…)"
    Das soll keine kritik der poster in diesem blog darstellen – jeder darf und soll diskutieren, worüber er/sie will.
    Wenn allerdings das perfide der aktuellen strategie der gesellschaftsveränderung, über ein möglichst hohes pokern bei der verabschiedung von (z.b.) grundrechte einschränkenden gesetzen, den verantwortlichen entweder nicht bemerkt oder nicht in den diskurs eingebracht wird, dann wird diese strategie erfolgreich sein.

    noch mal in kürze:
    wer die absurdität und widersinnigkeit der argumentation aussen vor lässt, darf sich dafür mitverantwortlich fühlen, dass wir in einer zunehmend absurden und widersinnigen gesellschaftsordnung leben.
    (anwesende natürlich ausgenommen ;-)

  103. Christian meint: (19.6.2009 um 13:56) AntwortenReply to this comment

    @Tommy und Anarchy

    Zu den Problemen der getrennten Aufbewahrung: Zum einen ist Fabrikmunition teuer, zum anderen unpräsize (wenn sie präzise sein soll, dann ist sie richtig teuer). Deswegen gibt es viele Wiederlader, die die Ladungen auch entsprechend an ihre Waffe anpassen, d.h. die Ausrichtungsstätten müssten immer genug angepasste Munition auf Lager haben oder genügend Wiederlagegeräte inkl Rohmaterial zur Verfügung stellen und die Schützen müssten sich dann ihre Munition vor Ort laden. Ganz schön aufwendig und mit viel Organisation verbunden. Dann kommt noch die Frage, was mit unverschossener Munition passiert. Darf der Schütze sie zu seinem Vereinsheim mitnehmen? Muss der Veranstalter sie per Post zum Vereinsheim schicken? Insgesamt sehr viel Aufwand, den wir gar nicht nötig haben, denn bei uns ist es sehr sicher.

    Warum ist das so? Weil bei uns der Zugang zu Waffen relativ schwer ist? Nein, ich denke nicht. Der US Bundesstaat Vermont z.B. hat die höchste Verbreitung von Schusswaffen in den USA und die laschesten Waffengesetze. Trotzdem geschehen dort mit die wenigsten Verbrechen. Allerdings ist der Staat auch ziemlich groß und die Einwohnerdichte gering. In Österreich kann man Schusswaffen auch relativ unbeschwert kaufen. Dennoch glaube ich, ist der Unterschied zu uns was Verbrechen angeht, nicht so groß. Und zu guter letzt führe ich Deutschland an aus der Zeit vor der RAF. Da konnte auch jeder Waffen kaufen und es gab trotzdem nicht dauernd Schießereien. Ich würde also sagen, dass weder die Gleichung weniger Schusswaffen=weniger Verbrechen gilt noch die Gleichung mehr Schusswaffen=mehr Sicherheit. Es kommt vermutlich auch sehr stark auf die soziale Situation an.

    Und klar ist es unlogisch, dass Paintball verboten werden soll, Waffen aber nicht. Die haben sich halt gedacht, mit Paintball kann man's ja machen. Und mit den Sportschützen wird's auch ständig gemacht, über die Salamitaktik, bis irgendwann die Leute auch einfach keine Lust mehr haben, sich den Stress anzutun.
    Aber worauf es mir ankommt: Ich finde, dass man als freiheitsliebender Mensch sowohl die Freiheit, Paintball zu spielen verteidigen sollte, wie die Freiheit, Großkaliberwaffen zu besitzen. Ich wäre sogar bereit zuzugestehen, dass Waffenbesitzer stärker kontrolliert werden (und wer ungeeignet erscheint – psychische Probleme, Drogennutzung, whatever, verliert seine Waffen zumindest temporär). Dafür würde ich dann aber auch das Bedürfnisprinzip entfernen, d.h. jeder gesetzestreue Bürger der eine haben will, soll auch eine haben dürfen.

  104. Erik meint: (19.6.2009 um 13:56) AntwortenReply to this comment

    welcher Partei kann man noch trauen oder für die richtige erklären? Keien Partei kann es allen recht machen und alle Themen richtig anpacken!

  105. Tommy meint: (19.6.2009 um 13:59) AntwortenReply to this comment

    @101
    Sorry für die Kürze, ich möcht mich in vielen nicht wiederholen..

    Stichwort Erfahrungswerte:
    Ich denke schon, das es historisch betrachtet einige Erfahrungswerte gibt, die gegen den freien Besitz von Waffen sprechen.
    Aber hier und heute gibt es nicht das Recht auf den freien Besitz auf Waffen, deshalb kann es auch keine Erfahrungswerte geben die sich auf den freien Besitz beziehen.

    Ecstasy wird heute ausschliesslich als Droge hergestellt und verkauft. Also passt Deine Argumentation hier und heute (gerne minus ein paar Jährchen) nicht.

    Nun sind Drogen nicht per se böse.
    Viele Drogen sind gesellschaftlich anerkannt und straffrei zu konsumieren, andere nicht, teilweise mit weniger Gefährdungs- und Suchtpotential.
    Da stimmt dann ganz bestimmt was nicht in der Gesetzgebung.
    Aber, hier der Unterschied: Drogen zu nehmen ist etwas was man mit sich abtut.
    Waffen sind noch immer für das Töten von anderen konstruiert.

  106. Christian meint: (19.6.2009 um 14:06) AntwortenReply to this comment

    @Tommy

    Wir haben Erfahrung mit unserer Art des Waffenbesitzes und dazu gehören Panzer nicht mit dazu. Sehr wohl aber großkalibrige Schusswaffen. Und unsere Erfahrung mit unserer Waffengesetzgebung zeigt dass Waffen eine der gerinsten Gefährdungsquellen darstellt.

    Und was den Zweck angeht. Natürlich wird Ecstasy heute ausschließlich als Droge hergestellt. Aber so war es nicht gedacht. Und Waffen (auch großkalibrige) werden heute auch nicht mehr ausschließlich zum Töten hergestellt. Dazu wurden sie nur erfunden.
    Letzten Endes finde ich es halt sehr merkwürdig wenn etwas verboten werden soll, dass zwar zum Töten gemacht wurde, aber so gut wie keine Toten verursacht während etwas, dass gar nicht zum Töten gemacht wurde, aber viel mehr Tote verursacht (z.B.) nicht verboten werden soll. Abgesehen davon, dass wir eben sowieso nicht alles kontrollieren können und wir ja auch weiterhin Waffen in der Gesellschaft hätten, selbst wenn sie verboten würden – nur dann halt ausschließlich in der Hand von Kriminellen.

  107. Tommy meint: (19.6.2009 um 14:17) AntwortenReply to this comment

    @107
    Ja klar, der Meister mit der Beretta unterm Kopfkissen benutzt für diese extra für die Waffe hergestellte Munition um die Zielgenauigkeit zu verbessern. Das sollte man mal Polizei und Armee flüstern, auf diese Idee sind die noch überhaupt nicht gekommen.
    Das was Du da sagst gilt gerade für Sportwaffen. Es ist sozusagen ein Merkmal hochentwickleter Sportwaffen.

    Munition soll bei einem Trennungsmodell meiner Meinung auch nicht im Landratsamt liegen, sondern am Arbeitsplatz des Schützen, in der Vereinsanlage. Da wird der Weg schon nicht so weit sein.
    Auch zu Wettkämpfen ist ein zentraler Transport von der Schiessanlage zum Wettkampf durchaus mit weniger Problemen zu machen als von Dir hier dargestellt.
    Was erzielen wir aber: Wesentlich mehr Sicherheit durch einheitliche, prüfbare Mindestsicherheit bei der Aufbewahrung. Viele Sportschützen haben zuhause eine sehr sichere Aufbewahrung, aber eben nur viele. Viele auch nicht, oder nur zum Teil.
    Im Gegenzug wäre es sogar möglich, auch Leuten den Besitz einer Waffe zu ermöglichen, die in Ihren 4 Wänden nicht die baulichen Voraussetzungen haben um Waffe und Munition sicher zu lagern.

    Im übrigen habe ich fast zwanzig Jahre diesem Sport gefrönt, ohne auch nur einen Tag Waffe und Munition zusammen im Haus gehabt zu haben.

    -

  108. schredder66 meint: (19.6.2009 um 14:21) AntwortenReply to this comment

    @96, Andreas R.

    Ein blöder Spruch, aber: In der Kürze liegt die Würze!

    Oder anders ausgedrückt: Er hätte sich durchaus kürzer, aber dennoch effektiv ausdrücken können.

    Dass er ausschweift, oder – wie jemand schrieb – Emotionen äussert, ist menschlich. Das wird die Genossen, die seinen offenen Brief lesen sollen, möglicherweise wenig bis garnicht tangieren.

    Ich bin auch jemand, der gerne (und eher unbewusst) abschweift, weil er meint, sich bzw. den Sachverhalt (haarklein) erklären zu müssen. Leider nicht immer vermeidbar…

  109. Christian meint: (19.6.2009 um 14:31) AntwortenReply to this comment

    Ja Tommy, in der Tat benutzen viele Sportschützen selbst geladene Munition. Dass Du jedem Großkaliber-Sportschützen (oder auch nur dem Großteil) eine bestimmte Verhaltensweise außerhalb des Schießsports unterstellst, zeigt aber dann doch, dass Du die Menschen gerne in Kategorien einteilst. Wenn Dir das mit dem Wiederladen nicht bewusst ist, solltest Du Dich vielleicht mal informieren. Und dem Sport des Großkaliberschießens hast Du garantiert nicht gefrönt, sonst wüsstest Du das. Möglicherweise warst Du KK-Sportschütze.
    Und abgesehen davon ist mehr Sicherheit auch gar nicht nötig, bzw. da müssten erstmal andere Bereiche angegangen werden, die Tote verursachen.

  110. danio meint: (19.6.2009 um 14:38) AntwortenReply to this comment

    An dieser Stelle fällt mir spontan ein Zitat ein, welche gerne in der Applesekte genutzt wird, wenn Kritik gleich welcher Art vorgenommen wird. Frei nach diesem Zitat "Die Partei braucht Dich nicht!"

  111. tommy meint: (19.6.2009 um 14:53) AntwortenReply to this comment

    @113
    Du versteckst hinter dem Begriff "Großkaliber" einfach eine Menge von unterschiedlichen Waffen:

    - Reine Sportwaffen
    - Normale Waffen, wie Sie auch bei Militär und Polizei verwendet werden.

    Egal welcher Typ von Munition, welches Kaliber und welche Gattung, alles steht dem Modell Trennung nicht im Weg. Es hilft nur dem normalen Schützen der mit einem potentiell gefährlichen Objekt umgeht seine Verantwortung besser zu tragen.

    P.S. Entschuldige die Retourkutsche:
    Der "Sport des Grosskaliberschießens" klingt doch arg sehr nach Schützenverein.

    Bitte informiere Dich über die üblichen Klasseneinteilungen und Gattungsbegriffe bei den Sportverbänden die zum Beispiel Landes- und Europa Meisterschaften ausrichten wenn Du anderen Nichtwissen vorwirfst.

  112. Christian meint: (19.6.2009 um 15:12) AntwortenReply to this comment

    @Tommy

    Ich dachte, Sportwaffen seien für Dich nur 22.? Das sind ausdrücklich keine Großkaliberwaffen. Wenn Du zu den Sportwaffen z.B. auch die Waffen aus der Open- und Modified-Klasse des IPSC zählst, dann wäre das natürlich was anderes. Aber diese Waffen basieren meistens auch auf den von Dir sogenannten 'Tötungswaffen'. Und gerade bei den IPSC-Sportwaffen wird sehr viel wiedergeladen, da Fabrikmunition nunmal teuer ist und beim IPSC-Schießen viel Munition benötigt wird.

    Und was Deine 'Retourkutsche' angeht: Natürlich rede ich hier von Schützenvereinen. Dort findet das Schießen schließlich größenteils statt.

    Also vielleicht nochmal zur Verdeutlichung: Von welchen Waffen redest Du, wenn Du von Tötungswaffen sprichst? Und welche Waffen gehören für Dich zur Kategorie Sportwaffen?

  113. jan meint: (19.6.2009 um 15:17) AntwortenReply to this comment

    Wo es mit der SPD hingeht, war schon nach ihrer Zustimmung zum Asylrechtsänderungsgesetz 1993 offensichtlich.

  114. Tommy meint: (19.6.2009 um 15:26) AntwortenReply to this comment

    @116
    "ich dachte, Sportwaffen seien für Dich nur 22.?"
    Hab ich das irgendwo so gesagt ?

    Sportwaffen sind für den Wettkampf konzipierte und produzierte Waffen.
    Die gibt es weltweit für den Wettkampfeinsatz in verschiedenen Gattungen und Kaliber.
    Aufzählungen wohl nur für uns beide interessant.

    Tötungswaffen sind normale Waffen, die nicht für den Sporteinsatz konzipiert sind.
    Diese finden sich so auch im Einsatz bei Militär und Polizei.

    Entschuldige, der Schützenverein an sich ist mir doch etwas fremd. Ich war immer in verschiedenen Sportclubs und Leistungszentren aktiv (Biathlon).

  115. Christian meint: (19.6.2009 um 15:30) AntwortenReply to this comment

    Ok, wie siehts nun also mit den Waffen für die IPSC Open- bzw. Modified-Klasse aus? Sportwaffen oder Gebrauchswaffen?

  116. Teebeutelumdreher meint: (19.6.2009 um 15:53) AntwortenReply to this comment

    Christian(87): Noch viel typischer ist, dass sich Waffelbesitzer als die letzten Verteidiger von Toleranz und Freiheit aufspielen. Dämlicherweise entlarven sie dadurch schlagartig ihre Psyche, die offensichtlich nur darauf aus ist, mit aller Gewalt anderen die eigenen Vorstellung aufzuzwängen. Wissen Sie was? Ich toleriere ihre Intoleranz absolut und auch ihre Freiheitsentzugswerkzeuge aka Tötungswaffeln. Ich werde mich von dem Erschießungskommando "Freiheitsschützen e.V." öffentlich hinrichten lassen, damit sie auch weiterhin mit der Waffel in der Hand ihre primitiven Tötungsfantasien ausleben können.

    Sie haben völlig recht. Alles außer purer Anarchie ist wider die menschliche Natur und fauler Gutmenschenfaschismus von killerspielenden Hippies.

  117. wurst blog meint: (19.6.2009 um 16:34) AntwortenReply to this comment

    und, isser nu ausgetreten oder will er immer noch Kanzler werden?

  118. Anarchy meint: (19.6.2009 um 17:55) AntwortenReply to this comment

    Das ist halt alles so eine Grauzone. Die ganzen "Parcours"-Schiessen und was da nicht alles noch als Sport verkauft wird erinnert mich auch irgendwie schwer an Wehrsportübungen.

    Irgendwo finde ich muss man eben die Grenze ziehen zwischen Sport und kein Sport. Ich würde sie eben früher ziehen, einige hier eher später, darüber lässt sich (wie man sieht) trefflich diskutieren.

  119. Delphinmetzger meint: (19.6.2009 um 17:57) AntwortenReply to this comment

    Christian, Ihre Geduld und Ihr Bemühen um eine sachliche Diskussion sind bewundernswert, nur fürchte ich, daß Sie und Ihre Diskussionsgegner aneinander vorbei reden. Denen ist die Freiheit des Andersdenkenden nämlich bestenfalls schnuppe. Transfergeldempfänger und HartzIV-Phobiker können mit solchen Kategorien nichts anfangen. Die verlangen schlicht, daß der Staat sie umfassend vor den Gefahren des Lebens schützt. Und alles, was keine ihnen zusagende Leibesertüchtigung darstellt, ist selbstverständlich auch kein Sport. Die sind, ohne es zu merken, in ihrer verkrampften Programmatik sehr deutsch. Anders als man es bspw. einem französischen Lexikon entnehmen kann, hat doitscher Sport selbstverständlich nichts mit "Spiel, Freizeitgestaltung" etc. zu tun, so daß Waffen verboten gehören. Und eine Freizeitgestaltung, die zwar so gut wie niemandem schadet, die ich aber abstoßend finde, müßte eigentlich sogar unter Strafe gestellt werden.

    Andere Frage: Müssen Brotmesser eigentlich so lange Klingen haben?

  120. Anarchy meint: (19.6.2009 um 18:04) AntwortenReply to this comment

    Ich bekomme weder Harz 4 noch sonstiges. Immer diese sachlichen Argumente. Wenn Sport=Spass, lässt sich aber einiges als Sport bezeichnen. Zu trainieren wie man möglichst schnell viele Leute erschiesst und dabei nicht von der Polizei erwischt wird ist auch Spass, aber Sport wohl eher nicht.

    Irgendwo gibt es eben eine Grenzziehung, okay IPSC und Co. bezeichnet mancher als Sport, ala feste Routen, kein Deckungsschiessen, "menschenunähnliche" Scheiben. Mache ich jetzt das gleiche mit Menschen-Scheiben, dann ist es kein Sport mehr? Leuchtet mir nicht ganz ein.

  121. Christian meint: (19.6.2009 um 18:17) AntwortenReply to this comment

    @Anarchy

    Nun, ich finde, es geht gar nicht mal so sehr um Sport/nicht Sport, sondern darum, anderen Menschen ihre Bedürfnisse/Hobbies/Freizeitgestaltung zuzugestehen, solange sie niemandem Schaden. Was man bei dieser Diskussion immer bedenken sollte ist, dass es früher oder später auch mal etwas trifft, dass man selbst gut findet und wo ein Verbot genau so schwachsinnig ist.

    @Delphinmetzger

    Danke für das Kompliment. Ich denke, dass unsere Redefreiheit auch dazu genutzt werden sollte, sich für die Dinge einzusetzen, die einem wichtig sind. Und neben dem Diskussionspartner gibt es vielleicht auch noch Mitleser, die derzeit noch nicht fest entschlossen sind und denen so zumindest vielleicht ein oder zwei neue Ansätze vermittelt werden (wozu die auch immer führen werden). Ich selbst habe in meinem Leben auch schon ao manche Ansicht wieder verworfen und dann nicht immer sofort, nachdem ich gute Argumente gehört habe. Solange jemand sachlich mitdiskutiert versuche ich jedenfalls, diese Diskussion fortzusetzen.

  122. bombjack meint: (19.6.2009 um 19:20) AntwortenReply to this comment

    @124

    [...]Wenn Sport=Spass, lässt sich aber einiges als Sport bezeichnen. Zu trainieren wie man möglichst schnell viele Leute erschiesst und dabei nicht von der Polizei erwischt wird ist auch Spass, aber Sport wohl eher nicht.[...]

    Gratulation für den Beittag, liegt genau auf der Linie der Politiker die Paintball/Gotcha verbieten wollen, deren Argumentation geht teilweise auch in die gleiche Richtung.

    @125
    [...]anderen Menschen ihre Bedürfnisse/Hobbies/Freizeitgestaltung zuzugestehen, solange sie niemandem Schaden. [...]

    sollte man mit "niemanden direkt schaden" ergänzen, denn ansonsten könnte man sehr viele Sachen mal generell verbieten, da indirekte Schäden mehr oder weniger die Regel sind.

    [...]Was man bei dieser Diskussion immer bedenken sollte ist, dass es früher oder später auch mal etwas trifft, dass man selbst gut findet und wo ein Verbot genau so schwachsinnig ist.[...]

    Der andere Punkt ist, daß mit einem Verbot der Schwarzmarkt anfangen wird zu blühen….und so die Zahl der schwarzen Waffen größer werden wird und wahrscheinlich werden diese dann auch für Interessenten leichter zu bekommen sein, weil sich eine Klientel dieses Geschäftsfeldes annimmt die sich sonst nicht drum kümmert. Mit anderen Worten der Staat verliert die Kontrolle die er da noch hat und zusätzlich kann dann nicht mehr argumentiert werden, daß doch jeder der eine Waffe möchte theoretisch die Möglichkeit habe, die Bedingungen zum Erwerb zu erfüllen. Ich habe mich in ein paar Vereinen umgesehen und sorry, diese Vereinsmeiere kann ich nicht ab, nur blöde daß z.B. für eine WBK oder besser für das Bedürfnis eine WBK mit der damit verdundenen Waffe zu bekommen Vereinspflicht besteht, deshalb habe ich auch keine und auch keine Waffen ;-), obwohl ich gerne würde und es einsehe das der Umgang trainiert werden muß und die Teile sicher aufbewahrt werden müssen.
    Ein anderer Punkt ist, daß man für eine WBK ein sog. Bedürfnis braucht und nur aus “Lust am knallen und schießen” wird nicht als Bedürfnis angesehen was zur Folge hat, daß Disziplinen die eigentlich nichts mit Sport zu tun haben, krampfhaft in einen wie auch immer gearteten sportlichen Kontext gepresst werden bzw. sie bei uns unmöglich sind. Sei es Fun-Sachen wie Dynamit-Shooting oder Long-Distance-Shooting wie mit Cal. 0.50 auf 1600 m auf Stahlziele geschossen wird. Wobei ich anmerken möchte das sich da oft auch Sportschützen (oder eher solche die sich dafür halten) auf die Füsse getreten fühlen, wenn man zugibt nur aus der “Lust auf Bumm” schießen zu wollen; mir stellt sich da immer die Frage warum, warum soll so etwas (weil es einem Spaß macht) nicht auch als legitimer Grund gelten?

    Okay, nun kann man einwenden, daß Waffen oder besser von Menschen die mit Waffen umgehen eine größere potentielle Gefahr ausgehen kann, als von von einer möglichen Förderung der Aggressions- und Gewaltbereitschaft durch exzessive Gewaltdarstellungen wie sie bei solchen Medien (Computerpielen) vom BGH vgl. http://www.hrr-strafrecht.de/hrr/2/99/2-365-99.php3 an die Wand gemalt wurden, nur wie schauen die Wahrscheinlichkeiten denn in der Realität aus?
    Wieviele Inhaber einer WBK oder Schützen gibt es, wo die Waffen nicht einmal auf einen Menschen gerichtet werden oder gar auf einen Menschen geschossen wird? Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit in einen Amoklauf zu kommen und wie hoch dabei auch noch erschossen zu werden?
    Für mich ist das ein (”ein deshalb, weil es mehrere gibt, z.B. um etwas aktuelles aufzugreifen: die Verfügbarkeit von Kinderporno im Internet und anderen Diensten) Preis für die Freiheit den ich bereit zu zahlen, da eine Ausmerzung dafür sorgt daß eine Gesellschaft nicht mehr lebenswert ist.

    Desweiteren sind diese Forderungen nur ein rumdoktern an Symptomen und es löst eben die sozialen Probleme nicht die hinter diesen Sachen stecken. Zudem ist es in meinen Augen auch ein Mißbrauch an all denen die sich wegen solcher Gründe klang und sanglos das Lebenslicht auspusten. Wenn man z.B. erfährt, daß erst nach Erfurt (Steinhäuser) das dortige Schulgesetz in der Art geändert wurde, daß wenn jemand kurz vorm Abi das Gymnasium verläßt er zumindest die mittlere Reife hat (vorher hatte man keinen Abschluß; was dem Steinhäuser bevorstand), dann frägt man sich schon ein wenig, was da so im Staate falsch läuft.

    Zum Verbot von Paintball/Gotcha oder auch von Computerpielen und den Ideen die sich gegen WBK-Inhaber richten, sollte man sich fragen, ob diese abstrakte Gefährdung ausreicht um Verbote oder Einschränkungen zu fordern? Wenn ja dann sollten die Befürworter im gleichen Atemzug, Fußballverbote, Alkoholverbote fordern und auch Computerspiele, Paintball und Gotcha nicht vergessen, da es eben doch sein kann, daß
    sich damit jemand aufputscht und mit ihnen seine Aggressions- und Gewaltbereitschaft fördert. Es wird zwar nur eine kleine Zahl sein, aber das sind ja die Amokläufer mit Schußwaffe auch….und wer weiß vielleicht baut sich so ein Computerspieler auch Bomben und holt die Anleitungen dafür aus dem Internet…..und wie ja schon mal einige *wuerg* Politiker betont haben, gibt es ja ein Grundrecht auf Sicherheit um jeden Preis.

    Desweiteren stellen für mich die Begründung für das Verbot nur ein aufdrücken einer Moralvorstellung, einer Sichtweise auf andere mündige Bürger dar, denn da diese Spiele und das zugehörige Equippment eh schon auf über 18 Jährige beschränkt sind kann von einem Jugenschutz (egal wie man dazu steht) keine Rede mehr sein. In diesem Sinne tuen ein Herr Bosbach und seine Konsorten nichts anderes als Erwachsenen ihre Vortellungen zwangsweise aufzudrücken, sie zu bevormunden und per dem schärfsten Mittel was dem Staat zur Verfügung stellt einzuschränken in ihrer Freiheit. Zudem bin ich der Ansicht, daß Moral und Moralvorstellungen im Strafgesetz nichts zu suchen haben, da sehr oft die Moralvorstellung in einem selber liegt und es einfach keinen gemeinsamen Nenner geben kann.

    bombjack

  123. Anarchy meint: (19.6.2009 um 19:45) AntwortenReply to this comment

    Jo, wie schon oben geschrieben sehe ich auch nicht wirklich den Bedarf für eine massive Verschärfung des Waffenrechts. Was mich nur manchmal schmunzeln lässt ist wie schnell solche Vorschläge wieder vom Tisch sind und wie lange sich die ganze Paintball/Killerspiele Debatte hält. Da sieht man eben was da für Lobbies und finanzielle Interessen dahinterstehen.

    Auch ein bischen Ehrlichkeit in der Debatte würde ich mir manchmal wünschen, ich glaube bei vielen gerade in diesem IPSC Sektor ist der Sportgedanke eher Nebensache, sie haben halt gerne ne Knarre in der Hand.

  124. Christian meint: (19.6.2009 um 19:52) AntwortenReply to this comment

    @Anarchy

    Klar geht's um die Knarre. Und? Mal ehrlich: Ich spiele Killerspiele, weil ich da virtuelle Schlachten austragen kann, ohne jemanden wirklich zu verletzen. Aber mir kommts auf eine möglichst realistische (bzw. unerhaltende) Darstellung an. IPSC hab' ich auch mal geschossen. Da kams mir nicht auf den Gedanken der Schlacht an, aber natürlich auf die Waffe und den Parcour. Es macht einfach Spaß. Und ebensowenig, wie ich durch das Spielen von Killerspielen zum Töten verleitet werde, werde ich es durch das IPSC schießen (auch dann nicht, wenn die Zielscheiben menschliche Formen hätten).

  125. Badratgeber meint: (22.6.2009 um 09:44) AntwortenReply to this comment

    Diesen Schritt sollten einfach erheblich mehr Leute macehn…

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