Ins offene Messer
Eine Hamburger Werbeagentur hat sich ein besonderes Projekt ausgedacht – und lässt nach meiner Meinung damit unbedarfte Internetnutzer ins Messer laufen. Hilfsbereite User, die ein bestimmtes Fenster auf der Webseite No-kids.org öffnen, sollen unter ihren eigenen IP-Adressen Tauschbörsen mit gefakten Kinderporno-Dateien überschwemmen. Damit soll die Suche nach echten Kinderpornos erschwert werden. Selbstbeschreibung:
No-Kids.org beinhaltet einen integrierten Tauschbörsen-Client (ein Programm, das jeder Tauschbörsennutzer benötigt, um am Dateienaustausch teilzunehmen). Jedes Mal, wenn ein User No-Kids.org aufruft, verbindet sich die Website mit der Tauschbörse. … Jeder Computer, auf dem No-Kids.org gestartet wurde, dockt sich automatisch an eines dieser Netzwerke an. Und täuscht dann vor, exakt die Datei zu haben, nach der Kinderporno-Konsumenten suchen.
Wer also bei der Aktion mitmacht, gibt sich als Tauschbörsennutzer aus, der kinderpornografische Dateien im Angebot hat. Nach Angaben der Betreiber werden bis zu 200 verschiedene Dateinamen mit verschiedenen Endungen und Hash-Werten erstellt. Die Aktion nennt selbst zum Beispiel einen Dateinamen, der zum “Angebot” zählt:
2yo old girl raped by dad.mpg
Jeder Teilnehmer sollte sich klarmachen, dass er derart betitelte Dateien unter seiner IP-Adresse anbietet – wenn die Angaben der Seitenbetreiber stimmen. Wortreich wird zwar darauf hingewiesen, in den Dateien seien selbstverständlich keine Kinderpornos, sondern ein Hilfsangebot. Die Verwendung bestimmter Dateinamen sei nicht strafbar. Die Verwendung von No-kids.org sei “vollkommen unbedenklich”.
Letztere Aussage ist schlicht falsch. Für keine Ermittlungsbehörde (weltweit!) dürfte erkennbar sein, dass ausgerechnet dieses Angebot über die Seite No-kids.org generiert wurde. Und ich würde mich auch nicht darauf verlassen, dass die Polizei jede Datei tatsächlich überprüft. Tatsächlich checken die verwendeten Scan-Programme, zum Beispiel beim Bundeskriminalamt, regelmäßig nur Hashwerte; auf den tatsächlichen Download wird meist verzichtet.
Es ist überdies nicht auszuschließen, dass schon allein das massenweise Angebot eindeutig benannter Dateien unter einer bestimmten IP-Adresse einen Anfangsverdacht begründet. Wenn man dem Ratschlag der Betreiber folgt, wird das betreffende Fenster ständig geöffnet gehalten. Man kann sich also ausmalen, wie viele Dateien dann in kurzer Zeit über die eigene IP-Adresse in die Tauschbörsen gepumpt werden.
Um es kurz zu sagen: Jeder, der dort mitmacht, riskiert eine Hausdurchsuchung. Natürlich wird er seine Unschuld beweisen können. Wenn nämlich die Überprüfung der beschlagnahmten Computer, den Rechner am Arbeitsplatz möglicherweise eingeschlossen, keine Kinderpornos ergibt. Aber das kann bekanntlich dauern. Für die sozialen und juristischen Folgen eines Ermittlungsverfahrens übernehmen die Betreiber keine Haftung – obwohl sie ihr Projekt als völlig unbedenklich verkaufen.
Man sollte auch nicht denken, dass Polizisten mit einem Hausdurchsuchungsbeschluss wieder umkehren, bloß weil man sich als Unterstützer von No-kids.org ausgibt. Das wird im Zweifel überhaupt nicht interessieren. Schon weil die Beamten nur ausführende Organe sind. Überdies dürfte die Ausrede, man helfe ja nur No-kids.org, auch bei tatsächlichen Kinderporno-Sammlern bald zum Repertoire gehören.
Das macht ganz den Eindruck, als wolle da jemand auf den "PR-Zug" aufspringen. Das jemand ein solches Thema für PR nutzt, ist schon ein sehr deutlicher Hinweis darauf, wie "moralisch" man vorgeht.
Man kann sich nur wünschen, dass die Mitarbeiter der Agentur selbst fleißig mitmachen. Am besten direkt aus den Geschäftsräumen.
Herr, lass Hirn regnen.
EDIT: Nutzt man den Opera, funktioniert der Link "Impressum" nicht. Ist sowas eigentlich abmahnfähig..? :-P
EDIT 2: Mit dem Opera scheint GAR KEIN Link zu funktionieren. Echte Vollprofis also.
Was ist das denn für ne blöde Idee? Und wer hat sie sich einfallen lassen? Wenn ich auf deren Impressum klicke, passiert gar nichts (Browser Opera).
Hat das was zu bedeuten?
Kritisch zu sehen ist dabei mal wieder, dass das Leyen-Ministerium gerne mit der Zahl der *eröffneten* Strafverfahren wg. KiPo argumentiert (die hierdurch weiter steigen könnte).
Technisch ist für mich aber schleierhaft, wie das funktionieren soll. Mein Browser baut nur eine Verbindung zum Webserver von no-kids.org auf. Wie soll mein Browser da eine vom Server bestimmte IP aufrufen? Das geht weder mit Javascript noch mit Java-Applets (die nur Verbindungen zum Server aufbauen können, von dem sie heruntergeladen wurden). Das ging nur mit signierten Applets – die muss man aber bestätigen.
WER zum Geier kommt auf solche Ideen?
@Jan: genau deswegen ist es ja auch ein signiertes Applet…
Ansonsten ist das auf den ersten Blick ein netter DDOS gegen Tauschbörsen-Schnüffelei, auf den zweiten Blick kann es aber (wie vom Vorredner schon angedeutet) von Zensursula & Co. zur Propaganda missbraucht werden (Anstieg der Ermittlungsverfahren, Verweis auf angeblich riesiges Angebot in Tauschbörsen).
Also viele gute Gründe (neben der Gefahr einer Hausdurchsuchung), da nicht mitzumachen. Interessant würde es aber, wenn die Initiatoren wie angekündigt den Source des Applets veröffentlichen – mit Titeln von Filmen und Musikstücken könnte man daraus eine durchaus wirksame Waffe gegen Logistep, Evidenzia und Konsorten schmieden.
Soll das heißen, nur weil ich gerade mal für 5 Sekunden die Webseite aufgerufen habe, haben die unter meiner IP gefakte KiPo angeboten?!! Wie soll das bitte gehen?
Die würde ich für die Folgen aber haftbar machen.
Diese KiPo-Panik wird immer schlimmer.
M. E. benötigt dieses Thema vor allen Dingen etwas Sachlichkeit, damit man mit kühlem Kopf und Verstand was dagegen machen kann. Und nicht diese emotional aufgeheizte Lynch-Stimmung.
Hey,
sehr coole Idee … aber leider vollkommen an der Realität gescheitert. Die Jungs sollten nen Client zum Download anbieten, der nen integrierten TOR-Client enthält. Damit würde das TOR-Netzwerk deutlich wachsen, was für alle gut wäre. Gleichzeitig hätten die Unterstützer die Sicherheit das Ihnen nichts passieren kann. Für sinnvoll halte ich es schon… es muss schon frustrierend sein, wenn man als Pädo Kipo lädt aber bei 99 von 100 Versuchen nur nen Vid bekommt "Mach ne Therapie". Aber, viel zu unsicher.
Gruß AR
Könnte das eigentlich evtl. Ärger wegen Vortäuschung einer Straftat geben?
@7 Aegre
Sorry, aber die "Idee" ist nicht cool, sondern schwachsinnig und gefährlich. Das sollen die doch wenn, dann unter ihrer eigenen IP machen. Oder sich halt welche ausdenken.
Und wenn solche Dateien von denen massenhaft in Tauschbörsen angeboten werden, dann wird es auch mehr Jugendliche geben, die da mal aus Neugierde draufklicken und gucken wollen was das ist. Und wenn es aus Versehen ist. Sollen die alle ne Hausdurchsuchung kriegen? Mit allen sozialen Folgen? Nur wegen so nem Quatsch? (Was heißt eigentlich "raped" auf deutsch?)
ach, das alles ist doch nur eine aktion des BKA, um die statistik der KiPo-angebote hoch zu bekommen. ;-)
Vollkommen unzureichende Idee, so könnte man das verbessern:
Beim Besuch der Webseite ordert jeder Nutzer mit seiner Adresse automatisch 10 KiPo DVDs beim nächstgelegenen KiPo-Ring. Die Händler werden dadurch mit den Aufträgen so überfordert dass die echten Pädophilen nihct mehr zum bestellen kommen.
Genial was?
…und dann werden auch die gerne genannten Umsätze gemacht.
@9: Man kann das etwas weiter fassen, wenn man "statutory rape" mit dazu nimmt, aber die gängige Übersetzung lautet simpel "vergewaltigt".
> Tatsächlich checken die verwendeten Scan-Programme, zum Beispiel
> beim Bundeskriminalamt, regelmäßig nur Hashwerte; auf den
> tatsächlichen Download wird meist verzichtet.
Wie soll das technisch gehen? Doch wohl nur nach Installation eines Trojaners auf der Maschine des Anbieters.
Ich würde eher darauf tippen, daß das BKA den potentiellen Schweinkram sehr wohl – automatisch per Skript – herunterlädt, den Hash berechnet und mit einer Datenbank mit den Hashwerten bekannter KiPo-Dateien abgleicht.
Das hat den Vorteil, daß es automatisch geht, aber den Nachteil, daß neue oder veränderte Dateien nicht gefunden werden.
Stand der Technik ist mindestens, solche Dinge komprimiert in Dateien mit unverdächtigen Namen zu verpacken, die nur über ein Passwort entschlüsselbar sind. Insofern fand man bei der Suche nach "HardKiPo.avi" in längst vergangenen Zeiten zunächst mal Netzaktivisten und findet heutzutage die Doofen.
@14: Nach Hashwerten lässt sich ein p2p-Netz spätestens mit einem leicht modifizierten Client scannen. Schließlich dienen die Hashes dort dazu, Dateien eindeutig zu identifizieren. D.h. wenn man "Urlaubsfilm.avi" herunterlädt, bekommt man auch Uploads von "Urlaubsfilm [ab19dea5].avi", wenn letztere am Netz verfügbar ist und in Hash und Länge identisch ist. Der Hash wird netterweise bereits vom Client des Anbieter erstellt.
…Da fehlen einem die Worte…Ich meine…nein, also… wie bescheuert muss man denn sein, auf so eine Idee zu bekommen?
Wird vllt. intern bei "denen" schon über no-nazis.org, no-terrorism.org oder no-cdu.org nachgedacht? Würde doch sicher auch dem Allgemeinwohl helfen…
Ich gehe jetzt erstmal den Kopf gegen die Wand schlagen…Also ehrlich mal….
Irgendwie geht bei mir das Java-Zeug auch weiter, wenn ich das Popup geschlossen habe!
Eigentlich sollte es ausgehen, laut Seite…
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Grabarz & Partner Werbeagentur GmbH
Unsere Kunden sind VW, VW Nutzfahrzeuge, Ikea, Edeka, Stern, Brigitte, Gruner & Jahr, Immonet, Radiozentrale, DEVK, Sennheiser, Brother sowie Beck's, Franziskaner Weissbier, Hasseröder, InBev Deutschland.
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und dann sowas?
Klar, die Idee ist ziemlich riskant und evtl. sogar dämlich, wenn man die möglichen, strafrechtlichen Folgeproblematiken im Auge hat, aber grundsätzlich ist dieser Käse zumindest vom Ansatz her besser als eine mindestens noch dämlichere, aber gleichwohl verwirklichte "Stop"-Schild-Idee.
@19, sagten Sie gerade Frau von der Leyen habe die Meßlatte für Dummheit so hoch gehängt, daß no-kids.org nun ungebückt darunter durchlaufen kann? So habe ich ihren Beitrag nämlich verstanden.
@19: Nein, die Idee ist sogar kontraproduktiv, denn sie bindet zusätzlich zur Stopp-Schild-Verwaltung noch weitere Reserven bei den Fahndern. Diejenigen, die Kinder missbrauchen und neue KiPo-Inhalte einstellen, können sich über derartige nützliche Idioten nur freuen.
@19 hö
Künstlich das Angebot zu erhöhen, erzeugt m. E. auch mehr Gelegenheits-Konsumenten die ihre Neugierde nicht im Griff haben, oder die naiv sind oder die einfach nur schlecht Englisch können. (Bitte mal bei http://gutefrage.net gucken)
"2yo old girl raped by dad" = Papa raped mit seiner 2-jährigen Tochter?
Will ich auch sehen! Wer denkt da bitte an was Böses?
http://de.wikipedia.org/wiki/Rap
@1, @2: Der Impressums-Link funktioniert bei mir auch nicht (FF 3.5). Die seite ist total JS-verseucht.
@5: Nichts ist einfacher als den Source für ein Java-Programm zu bekommen. Einer der netten Nebeneffekte des Bytecodes ist die recht einfache Dekompilierbarkeit. Ich persönlich mag den "Java Decompiler" (jad) sehr gerne ;)
@7: Tor ist für so einen Mißbrauch nicht gemacht. Viele Nodes blocken extra P2P-Verkehr.
Die Idee an sich ist ja nun alles andere als neu. Wollten nicht die Musikfirmen seinerzeit Napster und Konsorten mir Fakesongs überfluten? Da war doch was. Auch im Bereich illegale Pornographie hat es ähnliche Ideen schon früher gegeben.
Irgendwann wird schon noch jemand vorschlagen, daß man mit KiPo Produzenten und Vertreibern enger zusammenarbeiten soll, um endlich diese widerlichen Konsumenten alle wegsperren zu können.
P.S.: Wieso heißen die eigentlich "no Kids", frei übersetzt "Sag Nein zu Kindern" ?
Da sich hier viele zu fragen scheinen, wie das gehen soll, oder gar meinen, das sei ja gar nicht moeglich: Ich habe mir das konkrete Projekt nicht angeschaut, aber in jedem Fall waere es moeglich. Die Anmeldung bei Bittorrent-Trackern funktioniert ueber einen einfachen HTTP-Request an eine URI, die die noetigen Informationen enthaelt. Um einen Webbrowser dazu zu veranlassen, die Verfuegbarkeit irgendeiner Datei bei einem Bittorrent-Tracker anzumelden, braucht es als nicht mehr, als ihn zum Abruf einer entsprechenden URI zu veranlassen. Dazu braucht es also weder Java, noch Javascript, noch Flash, noch sonst irgendwas, was ueber HTML hinausgeht. Ein IMG-Element oder ein IFRAME reicht, ggf. kann man auch CSS zur Hilfe nehmen.
Vor diesem Hintergrund sollte man auch bedenken, dass jede Webseite einen ganz ohne Rueckfrage beliebige Dateien bei Bittorrent-Trackern anmelden lassen kann – wieder so ein Fall, wo ein enormes Potential dafuer besteht, Leuten was unterzuschieben, was zumindest vorlaeufig das Leben erheblich erschweren kann, seien es KiPo oder Urheberrechtsverletzungen. Vor diesem Hintergrund moechte ich zumindest zu der Ueberlegung anregen, ob ein solches Projekt nicht auch helfen kann, die Wahrnehmung dafuer zu staerken, welches Missbrauchspotential das wohl zu erwartende Vorgehen der Polizei in solchen Faellen bietet.
@28 (blipp): Nur, dass es sich hier nicht um Bittorrent, sondern um das Gnutella-Netzwerk handelt. Der Client scheint ein zum Applet umgebauteter Frostwire-Client zu sein.
"Natürlich wird er seine Unschuld beweisen können."
man Unschuldsvermutung
@27
no kids > no kids in porn?
meine erste Reaktion war einfach nur: wtf?!
Bei aller grundsätzlichen Sympathie mit den Zensurgegnern: Soweit sollte man nicht gehen, dass man KiPo-Verbreitern hilft, indem man die Ermittler "zuspamt". Können nochmal bitte alle Zensurgegner einen Gang zurückschalten und darüber nachdenken, ob das wirklich die richtigen Verbündeten sind? Oder hält man(n) hier Pädophilie am Ende für gar nicht so schlimm, und KiPo-Konsumenten für arme Opfer der Gesellschaft und Politik? Es gibt sie nämlich auch, nicht nur U.V.'s angeblich immer alle unschuldig verfolgten Mandanten.
Und wieder einmal bringt der Google-Cache <a href="http://princo.wordpress.com/2009/07/07/finger-weg-von-no-kids-org/#comment-28024" rel="nofollow">interessante Fakten</a> zutage. "Innocence in Danger", tzs,tzs…
Geht es noch dusseliger?
Unter http://nokids2.no-kids.org/main#map läuft unten ein Laufband mit Begriffen durch, die angeblich auf Kinderpornographie hindeuten. Nicht alle diese Begriffe sind offensichtlich oder erratbar. Wer solches Material tatsächlich sucht, kann sich hier also bestens beraten lassen, wonach er suchen muß.
@34 Cajad
Die Zensurgegner haben mit der Aktion doch nix zu tun.
Und wenn man Tauschbörsen dermaßen mit teilweise missverständlich benannten KiPo-Fake-Dateien überschwemmt, dann braucht man sich nicht wundern, wenn einige darauf zugreifen. Wo Angebot, da Klicks.
Für mich heißt "2yo old girl raped by dad" = "Kleines Mädchen rappt mit seinem Papa". Und wenn ich dann deshalb Schwierigkeiten kriege bin ich in der Tat ein Opfer (wenn auch meiner Schulbildung). Jedenfalls wusste ich bis eben nicht, was raped heißt. Woher denn auch?
@Cajad. Ich habe mich mit No Kids nicht eingehender beschäftigt, aber, beim Überfliegen der Webseite erwecken sie nicht den Eindruck sie wären Zensurgegner. Eher scheint es mir als würden sie die von Frau vdL ständig wiederholten Argumente und Zahlen einfach nachplappern.
@30 (nichtblipp): IC – basierte das nicht auch auf HTTP? Inwieweit das Java-Sicherheitsmodell derartiges zulaesst, und inwieweit sich ein Browser sonst als Gnutella-Client verwenden laesst, habe ich aber in der Tat keine Ahnung …
@40 (blipp): Nein, Gnutella arbeitet mit einem eigenen Protokoll, direkt auf TCP/IP-Sockets (http://capnbry.net/gnutella/protocol.php). Nur der tatsächliche Download verwendet wohl HTTP. Applets müssen signiert sein, damit sie diese Funktionen nutzen können, aber das ist hier der Fall.
Eine gute Idee schlecht umgesetzt – irgendwie gibt es davon sehr sehr viel in letzter zeit :-/
Da gibt es ja auch einen Live-Ticker mit aktuell verwendeten Suchbegriffen! Das ist super, denn nun wüßte ich endlich, nach welchen Begriffen ich überhaupt suchen müßte, *wenn* ich denn solchen Dreckskram finden wollte!
Also: Toll gemachte Aktion!
Stellungnahme von no-kids.org
Hallo, wir geben und große Mühe die Angst davor ins Raster der Fahnder zu gelangen auszuräumen. Wir haben dies bei der Programmierung von no-kids.org bedacht und möchten das an dieser Stelle so exakt wie möglich erläutern.
Hierzu muss erklärt werden wie die Behörden bei der Fahndung nach Kinderpornografie vorgehen: kinderpornografische Dateien werden NICHT über den Dateinamen in Netzwerken gesucht, sondern über deren Hash! Dies ist schon der erste wichtige Fakt.
Die Dienststellen haben die Hashes aller von ihnen konfiszierten Dateien und durchsuchen das Netz anhand dieser Hasches. Warum? Weil eine Datei einfach umbenannt werden kann, der Hash jedoch immer gleich bleibt. Die Dateien die, die User von no-kids.org generieren entsprechen schon allein aufgrund ihres Inhalts NIEMALS den Hashes von kinderpornografischen Dateien.
So ist es also ausgeschlossen, dass alleine aufgrund der Verteilung von Fake-Dateien das LKA vor der Tür steht. Schon alleine, weil die nicht nach Dateinamen suchen und die Hashes nicht übereinstimmen.
Wir erschweren Ermittlungsbehörden auch nicht ihren Kampf gegen Kinderpornografie in P2P Netzwerken, weil die Hashes die der No-Kids.org Dateien überhaupt nicht im Suchraster der Behörden sind.
Im Gnutella/2-Netzwerk werden alle Dateien in der Form
File-Hash (SHA-1 ggf Tiger Tree –> EINDEUTIG!), Dateiname (MEHRDEUTIG), Datum (MEHRDEUTIG), Meta-Infos (MEHRDEUTIG) verbreitet.
Hinzu kommt, dass die Verbreitung von Fake-Dateien nicht strafbar ist, es sein denn diese richten auf dem Computer des Empfängers Schadenan . Auch dies tun die von no-kids.org generierten Fake-Files nicht.
Außerdem hat kein Nutzer von no-kids.org Fake-Files oder Dateinamen auf dem Rechner! Lediglich eine Formel über die, die Fake Files auf einem Server generiert werden. Das heißt, als Nutzer von no-Kids.org kommt man weder mit realen noch mit Fake-Datein in Berührung.
Es besteht weder die Gefahr eine Straftat zu begehen, noch die ins Raster einer Fahnung zu gelangen.
Sicherlich ist es streitbar, ob die Aktion effektiv ist und ob Kinderpornokonsumenten tatsächlich zu einer Therapie bewogen werden können. Aber dich Sicherheit für die Teilnehmer ist gewährleistet und mit den Fahnundungsmethoden der Behörden abgeglichen!
Wir hoffe damit ein paar Unsicherheiten richtig gestellt zu haben und sind gerne zu weiteren Auskünften bereit.
@mathias: Ich empfehle dir DRINGEND, den obigen Artikel zu lesen.
Trotz Erklärung eine selten dämliche Aktion.
WIE wird da EINEM Kind geholfen?
In dem man Fake-Files verschickt und man irgendwelche Leute "hops" nimmt?
WIE kommt man denn nun an die eigentlichen Täter, die ja zumeist am heimischen Tisch sitzen?
Auch mit Fake-Files?
WIE naiv kann man eigentlich nur sein?
"Es besteht weder die Gefahr eine Straftat zu begehen, noch die ins Raster einer Fahnung zu gelangen."
MUHAHAHAHAHAHAHAHA! Himmel, nicht nur, dass diese Aktion an Unerträglichkeit nicht zu überbieten ist (mit Kindesmißbrauch das eigene Agentur-Geschäft ankurbeln), sie stinkt derart nach "Wir wollen doch nur was gutes tun, haben aber KEINE Ahnung, was wir damit anrichten, was aber egal ist, weil es ja doch um die Kinder geht, nicht?"
Erbärmlich, einfach nur erbärmlich …
(mit dem Kopf auf den Tisch schlagend) Nur noch Bekloppte da draußen. Im einfachsten Fall werden diese künstlichen Dateien einfach der Statistik über Kinderpornographie zugeschlagen und begründen damit mehr Zensur, im ungünstigen Fall werden die Computer der dabei mitmachenden User beschlagnahmt (zu Recht, Naivität gehört bestraft). Und jetzt so einem Beamten, der glaubt, einem Kinderschänder gegenüberzustehen, die Feinheiten der Aktion auseinanderzuklabüsern (no-kids.org? haeh? Es geht schließlich um Kinder!) – viel Spaß. Es wird Zeit, den Säbelzahntiger wiedereinzuführen, bevor wir uns den letzten Rest Verstand wegmendeln.
Es ist doch schon strafbar nur nach KiPo zu suchen, geschweige denn nen Download zu starten.
Da sollte man dafür sorgen, dass sowas in Tauschbörsen möglichst wenig auftaucht, statt diese mit solchen Dateinamen zu überschwemmen. Je mehr Datei-Namen dieser Art, je mehr Downloads, je mehr Straftaten.
WAS bringt es aber, wenn man das "aufschwemmt"?
Was bringt es den Kindern, die dennoch missbraucht werden (egal in welcher Art und Weise und sei es "nur" duch Gewalt wie Schlagen)?
Ich verstehe den Sinn irgendwie nicht hinter der Aktion.
Bin ich nur zu blöd um das zu verstehen?
Ja ja, gut gemeint ist eben das Gegenteil von gut gemacht…
Stellungnahme von unserer Seite:
http://no-kids.org/main#news
Für mich versucht sich da jemand als Hilfspolizist aufzuspielen. Unter "Funktionsweise" wird dort ausgeführt:"In diesem Augenblick wird der Standort des Täters bis hin zu seinem Einwahlknoten lokalisiert, auf der interaktiven Landkarte öffentlich gemacht und seine IP-Adresse gespeichert."
Zu welchem Zweck sollte denn die IP-Adresse sonst gespeichert werden, wenn nicht für eine Anzeige bei der Polizei? (Was sagt das BDSG eigentlich dazu?). Und natürlich sind die Zahlen der angeblichen Zugriffe Wasser auf die Mühlen der Leyentruppe, ob nun beabsichtigt oder nicht.
Welcher hirnverbrannte Idiot kommt denn auf sowas? Sorry aber den Ermittlungsbehörden die richtige Suche nach den Dateien auch noch zu erschweren, dafür habe ich noch weniger Verständnis, wie für die Stopp Schilder …
Diese beschissene Idee nutzt zu nichts anderem als den Eindruck zu generieren es würden besonders viele Kinderpornodateien in einem P2P-Netzwerk sein.
Zur Stellungnahme von no-kids: Es ist falsch, dass nur nach Hash-Werten ermittelt wird.
Es gibt zum Beispiel zahlreiche Fälle, die von ausländischen Kriminalbehörden angestoßen werden. Ich hatte heute zum Beispiel eine Hauptverhandlung, in der ein Hinweis des US Customs die deutschen Ermittlungen in Gang setzte. In der Mitteilung wurden lediglich Dateinamen genannt, keine Hash-Werte. Das ist bei Meldungen der US-Behörden auch der Regelfall.
Gleiches gilt für Anzeigen, die regelmäßig aus England kommen. Auch hier werden regelmäßig nur Dateinamen angegeben, keine Hash-Werte.
Ebenso machen Privatleute Strafanzeigen. Man kann natürlich darauf vertrauen, dass die zuständigen Beamten sich alle Dateien vorher ansehen. Häufig kommt es aber vor, dass die Dateien gar nicht mehr online sind. Das ist für die Polizei aber kein Grund, den Anfangsverdacht zu verneinen. Dieser ergibt sich dann eben aus dem Screenshot und den Dateinamen.
Das sind keine fiktiven Konstellationen. Sie kommen aus der Praxis.
Und dieser Bullshit auf deren grottenschlechten Website!
Bla bla bla … Tatsächlich wird es ab jetzt einen Grund geben solche Dateien zu laden um zu prüfen ob es wirklich so viel Kipo da gibt oder ob das alles Fake ist.
Ich seh schon, irgendwelche Bürgerrechtler werden das dann demnächst tun müssen wenn die Leyen wieder von einem Riesenzuwachs spinnt.
Ps: So viel Lügen auf einer einzigen Website. Und denen soll ich vertrauen und Javascript anschalten?
Pps: @Udo Vetter (60) Tatsächlich ist es die Regel das Polizisten überhaupt nicht die Dateien untersuchen. Die haben nämlich kein Internet und wenn jemand dennen nen gemalten Screenshot zeigt dann glauben die das einfach. Und wenn sie Internet haben, sind sie sonst zu inkompetent. Wie bei diesem Türkischen Forum mit angeblich irgendwelchen Rapidshare-Links wo sie sich nicht anmelden konnten weil sie niemanden auftreiben konnten der Türkisch kann.
@matthias/no-kids.org Mal ganz unverblümt, nehmt den Scheiß vom Netz, bevor noch Schlimmeres passiert. Sonst viel Spaß mit den Schadensersatzansprüchen neuer Kinderpornoverdächtiger. Wenn die Frau, die Nachbarn oder der Arbeitgeber erfahren, warum genau die netten Herren in Grün vor Meiers Tür stehen, ist schnell mehr als der Tag zerstört.
Das zeigt mal wieder, sobald es um Kinderpronographie geht, setzt allgemein das Hirn aus.
O Gott! Und wenn ich dann an die ganzen Unschuldigen denke, deren Gerichtsverfahren dann von Zenzursula als Bestätigung dafür das alle Leute Kinderpornogucker sind benutzt werden.
Ich glaub die Seite ist wirklich nur dazu da.
So tinyurl erstellen den leuten, die man nicht leiden kann, diese geben und schon haben sie dank vater staat ne Hausdurchsuchung…
So, nachdem ich diese Firma mal angeschrieben habe, kam folgende Mail zurück:
Hallo Aegre,
wir geben und große Mühe die Angst davor ins Raster der Fahnder zu gelangen auszuräumen. Wir haben dies bei der Programmierung von no-kids.org bedacht und möchten das an dieser Stelle so exakt wie möglich erläutern. Hierzu muss erklärt werden wie die Behörden bei der Fahndung nach Kinderpornografie vorgehen: kinderpornografische Dateien werden NICHT über den Dateinamen in Netzwerken gesucht, sondern über deren Hash! Dies ist schon der erste wichtige Fakt. Die Dienststellen haben die Hashes aller von ihnen konfiszierten Dateien und durchsuchen das Netz anhand dieser Hasches. Warum? Weil eine Datei einfach umbenannt werden kann, der Hash jedoch immer gleich bleibt. Die Dateien die, die User von no-kids.org generieren entsprechen schon allein aufgrund ihres Inhalts NIEMALS den Hashes von kinderpornografischen Dateien. So ist es also ausgeschlossen, dass alleine aufgrund der Verteilung von Fake-Dateien das LKA vor der Tür steht. Schon alleine, weil die nicht nach Dateinamen suchen und die Hashes nicht übereinstimmen. Wir erschweren Ermittlungsbehörden auch nicht ihren Kampf gegen Kinderpornografie in P2P Netzwerken, weil die Hashes die der No-Kids.org Dateien überhaupt nicht im Suchraster der Behörden sind. Im Gnutella/2-Netzwerk werden alle Dateien in der Form File-Hash (SHA-1 ggf Tiger Tree –> EINDEUTIG!), Dateiname (MEHRDEUTIG), Datum (MEHRDEUTIG), Meta-Infos (MEHRDEUTIG) verbreitet. Hinzu kommt, dass die Verbreitung von Fake-Dateien nicht strafbar ist, es sein denn diese richten auf dem Computer des Empfängers Schadenan . Auch dies tun die von no-kids.org generierten Fake-Files nicht. Außerdem hat kein Nutzer von no-kids.org Fake-Files oder Dateinamen auf dem Rechner! Lediglich eine Formel über die, die Fake Files auf einem Server generiert werden. Das heißt, als Nutzer von no-Kids.org kommt man weder mit realen noch mit Fake-Datein in Berührung. Es besteht weder die Gefahr eine Straftat zu begehen, noch die ins Raster einer Fahnung zu gelangen. Sicherlich ist es streitbar, ob die Aktion effektiv ist und ob Kinderpornokonsumenten tatsächlich zu einer Therapie bewogen werden können. Aber dich Sicherheit für die Teilnehmer ist gewährleistet und mit den Fahnundungsmethoden der Behörden abgeglichen! Wir hoffe damit ein paar Unsicherheiten richtig gestellt zu haben und sind gerne zu weiteren Auskünften bereit.
Gruß
Mathias
Mein Mailtext war:
Nehmen wir mal an, ich würde nun euer Projekt unterstützen …
Dann würde innerhalb von wenigen Tagen die Polizei bei mir vor der Tür stehen, die meine Computer, zumindest aber meine Festplatten konfiszieren um genau diese nach den Dateien zu durchsuchen die ich vermeintlich angeboten hätte. Ich bekäme zwar keine Strafe, aber 1-2 Jahre ohne meine Computer wäre eine Strafe … nicht nur finanziell. Beim Gerichtsverfahren würde ich in jedem Fall freigesprochen, aber es dauert sehr sehr lange bis das BKA konfiszierte Computer wieder rausgibt.
Ist mir zu gefährlich …. Aber ich hab eine Anregung für euch: Integriert einen TOR-Client in euer Programm. Damit vergrößert ihr das TOR-Netzwerk um viele User und gleichzeitig haben die Leute die euch helfen wollen die Sicherheit das ihnen nichts passieren kann.
Gruß Aegre Reminiscens
PS: Ping Timeout bei no-kids.org?
Ist da etwa jemand so nett und DDos'd die Seite gerade ? Hatte es kurz in ERwägung gezogen, fand es dann aber unsinnig und zu risikoreich.
Das ist auch eine Art Zensursula zu ärgern … einfach viele false Positives, und sie merkt dass ihre Sperren komisch sind.
Und nochmal.
WIE hilft das den Kindern, wenn man gefakte Files einstellt und so das Ganze aufschwemmt und noch undursichtiger macht, als es eh schon ist?
Hallo allerseits!
Mit Google Chrom erreiche ich die Seite überhaupt nicht oder sie wurde (vorläufig) vom Netz genommen – checkt mal mit anderen Browsern!
Es ist auf jeden Fall eine Behinderung der polizeilichen Ermittlungen, denn zumindest der Polizei, wird damit die Arbeit des Findens des Content, erschwert.
Die Gesetzeslage ist ein grausiges Gewurschtel und hilft keinem Kind!
URLs, Hasch-tags, Inhaltswörter von Texten,
(Gebaren welches bei PEO als pornograhpisch {nicht einmal KiPo} identifiziert und verboten wird, obwohl man noch nichts geschrieben hat – außer einer Überschrift – welche man nicht löschen kann/darf – war ein schlechter Start)
Real-Inhalte interessieren also nicht,
so hilft die Polizei und der Staat, der "KiPo-Industrie",
denn es gibt gratis Reklame.
Piratenpartei mit 70% in den Bundestag!
Gesetze schaffen, welche Sinn machen!
@70:
Leere Seite, die scheinbar nur noch den Tracker von Google-Analytics enthält.
Die Seite ist derzeit vom Netz. Es handelt sich nicht um einen DDos. Derzeit laufen dort nur die üblichen Schnüffelskripte, wie google-analytics.
Sollten die wirklich ins Nachdenken geraten sein? Man mag's ja fast nicht glauben. Aber ich will mich da gar nicht zu früh freuen. Möglicherweise legen die einfach noch nach ;-)
aus welcher grundlage speist sich eigentlich die schräge überzeugung, jemand der auf eine wie auch immer benannte kipo-datei klickt, brauche therapie?
<a href="http://www.basicthinking.de/blog/2009/07/05/basic-sunday-kampf-gegen-kinderpornografie/" rel="nofollow">hier</a> fand man das offensichtlich eine sehr gute idee.
@73
Könnte mir vorstellen, daß sie Udos Posting Nr. 60 doch etwas ins Nachdenken gebracht hat, denn wenn es wirklich einen Deutschen erwischt, der aufgrund einer US/GB-Behörde ins Raster gekommen ist, wird es u.U. teuer….
bombjack
@nichtblipp:
> @28 (blipp): Nur, dass es sich hier nicht um Bittorrent, sondern um das Gnutella-Netzwerk handelt. Der Client scheint ein zum Applet umgebauteter Frostwire-Client zu sein.
Frostwire ist ja GPL – das sollte ja dann aufzuklären sein …
Wollte mal sehen, ob die auch die Quellen verteilen — nun ja, Site scheint schon vom Netz zu sein.
http://unkreativ.net/wordpress/?p=6522
Stellungnahme von der Agentur
> Wollte mal sehen, ob die auch die Quellen verteilen — nun ja, Site scheint schon vom Netz zu sein.
Hm – Da sie die Quellen nicht mit dem Applet "verteilt" haben, müssen sie wohl jetzt _jedem_ der fragt, die Quellen schicken (nicht nur "Nutzern"). Ich glaube, ich ruf' da morgen mal an.
Die Behauptung der Initiatoren dieses gemeingefährlichen Blödsinns, daß die Ermittlungsbehörden sich ausschließlich um Hashwerte kümmern, ist schon deshalb offenkundig Unsinn, da ja dann niemals neues kinderpornographisches Material den Behörden bekanntwerden könnte – wobei alles neu ist, das soweit geändert wurde, daß sich ein anderer Hashwert ergibt. Damit dafür nicht schon ein paar mit jedem Bildeditor problemlos durchführbare Änderungen ausreichen, muß man schon raffiniertere Hashverfahren verwenden.
Eine Hamburger Werbeagentur
Eine? Hunderte! Hunderte!
Nach "Hamburger Werbeagentur" noch weiterlesen ist an sich schon Zumutung, auf Ideen von dort überhaupt zu reagiern, öhm, ähm, Anschein von "Führungsebene"
Stuff
Blöde Frage: woher kennen die Betreiber dieser Seite eigentlich die entsprechenden Schlüsselwörter?
Könnte sowas nicht einen ANFANGSVERDACHT begründen, mit dem die Staatsanwaltschaft die Werbeagentur und die heimischen Rechner mal kurz raidet (macht ja nix, laut Aussage der Werbeagentur no-kids hat ja kein Unschuldiger was zu befürchten)?
Oder woher, wenn sie nicht in der entsprechenden Szene aktiv sind, kennen sie diese?!
desweiteren:
Ist es nicht zumindest rechtlich fragwürdig, wenn man aus niederen Beweggründen (eigene Bekanntheit, dadurch mehr Profit) polizeiliche Ermittlungen vereitelt oder erschwert, indem man das Netz mit false positives flutet? Übrigens: es gibt zumindest bei MD4 (MD5 etc kann ich nicht sagen) hashkollisionen. Was bedeutet, man kann eine Mülldatei erzeugen, die aber den gleichen Namen und hash hat wie eine Datei mit strafbarem Inhalt. Also hat die Pozilei nicht nur den NAMEN der Datei, sondern evtl auch den passenden HASH. Aloahe!
Übrigens: die Werbeagentur sollte sich was schämen!
Wer versucht, Kindesmißbrauch zu eigenen Zwecken auszunutzen, ist keinen Deut besser als der, der die Kinder ursprünglich vergewaltigt hat. Schlimmer: der vergewaltigt die Kinder zum zweitem Mal!
mir fällt da nur eins ein.. wie unglaublich bescheu… ALL GLORY TO THE HYPNOTOAD!
sind diese gehirnschnecken aus futurama evl doch nicht nur fiktion?!?!?
@89 (Zero the Hero):
Wenn man die wohlwollende Variante annimmt, dann waren die einfach so "besoffen" von ihrem Gutmenschentum, daß sie die negativen Auswirkungen ihrer Aktion einfach nicht gesehen haben.
Aber das ist, wie gesagt, die wohlwollende Interpretation.
@67:
Zensursula interessiert sich nicht dafür, ob irgendwelche Zahlen stimmen oder nicht. Sie wird jede Zahl für ihre Zwecke nutzen – wenn sie nur hoch genug sind.
Was ist eigentlich mit der Fragen, die auch in Kommentar Nummer 8 gestellt worden ist?
Wenn man da mitmacht – ist das nicht die Vortäuschung einer Straftat?
Man täuscht doch vor, eine Straftat zu begehen.
Und selbst wenn das mit den Hashtags stimmen sollte – erklär das mal einem Richter …
Cool, man kann für beknackte Dateinamen verknackt werden. Vollkommen Wurscht was der Inhalt der Datei ist. Werden Buchautoren und Filmemacher demnächst auch wegen der Titel ihrer Filme verknackt?
Hey, was regt ihr euch auf?
Da muss Koks oder was ähnliches im Spiel gewesen sein, als die auf die Idee gekommen sind – anders ist das nicht erklärbar. Und dann gibts mildernde Umstände.
Ich komm hier aus dem *facepalm* echt nicht mehr raus…
Werbefritzen, die was gutes machen wollen. Und das was da rauskommt, will man selbst gut gelaunt nicht haben.
Mann mann mann, ich erweitere Volker Pispers Liste von Berufen die die Welt nicht braucht um "Werbefachleute".
Überbezahlt, intellektuell unterbelichtet. Kreativ tot.
Das zeigt leider wieder einmal, dass solche "für die Kinder"-Aktivisten, keine Ahnung von Technik und der erschreckenden Realität unseres Rechtssystems haben.
Polizei und Staatsanwaltschaften bestehen zum überwiegenden Teil aus technischen Analphabeten und können mit "Hash" und "Fake" doch gar nichts anfangen. Da wird lieber aus der Hüfte geschossen und besser eine unschuldige Existenz mehr zerstört, als dass man sich mit dem Thema ernsthaft beschäftigt.
Sämtliche Argumentationen rund um Logik, Vernunft und Technik sind hier fehl am Platz, da unser Staat sich von allem dem schon lange verabschiedet hat.
Ich hätte es wissen müssen.
Ich hab trotzdem nicht nachgedacht und eine kurze Zeit mitgemacht. Wenn Ich jetzt wirklich wegen dieser Dummheit ein Untersuchungsverfahren wegen KiPo-Besitz an den Hals bekomme, oh mann…
blöd nur dass das yo bei 2yo für year old steht, also ist "2yo old girl" schonmal falsch. Die können wirklich gar nichts.
mir ist nicht klar, worin in diesem blödsinn auch nur ein funken sinn und verstand sein soll?
ich frage mich dazu auch, über welches zeitvolumen die jungs dort verfügen sich mit so einem schwachsinnig albernen blödsinn beschäftigen zu können? wie muss das "braintstorming" und "creative thinking" zu dieser unsäglichen aktion bloß verlaufen sein? ich kann mir nicht vorstellen, dass darüber ernsthaft diskutiert werden kann…mal ganz abgesehen von der "projektplanung" und "umsetzungsphase"…dauerrausch? wie kommt sowas zustande? unbegreiflich…
ich weine um diese branche…
Super Idee.
Ich hör die Ursel schon:
"2009 kam es zu einer weiteren Explosion der Fälle von Kinderpornographie. Hunderttausende von Dateien mit Namen wie "2yo old girl raped by dad.mpg" wurden von Deutschland aus über sog. "Tauschbörsen" im Internet verbreitet. Eine bloße Sperre von Webseiten reicht offenbar nicht mehr aus, es gilt nun mit allen Mitteln den rechtsfreien Sumpf der "Tauschbören" auszutrocknen. Blahfasel, etc."
Und kommt Frau VdL nicht mit Begriffen wie "Hashwerten".
Bei dem Fachwissen, daß sie bisher bewiesen hat, hält sie das für Kifferslang und hetzt uns auch noch ihre ebenso faktenresistente Kollegin Sabine Bätzing auf den Hals.
(http://www.heise.de/newsticker/Drogenbeauftragte-beklagt-Online-Sucht–/meldung/141500)
Jeder blogger der dieses Projekt zuerst über den grünen Klee gelobt hat ist selber schuld, allein schon weil diese "Idee" alles andere als neu ist.
Ich finde es irgendwie sehr merkwürdig, welche Angst die Leute vor einer Hausdurchsuchung entwickelt haben. Polizei und Justiz haben es durch schlampige Ermittlungen und wirkungslose "Richtervorbehalte" anscheinend geschafft, ihren Ruf derart zu ramponieren, dass die Leute ihre eigenen Aktionen auf Schritt und Tritt überwachen, nur um ja nicht ins Profil zu fallen. Statt Aktionen zu unterstützen wird lieber zur Vorsicht geraten: "Pass bloß auf, wenn du gegen KiPo kämpfen willst, du könntest dadurch zum Opfer des Staates werden". Ich finde es ehrlich gesagt unter aller Sau, wie hier gegen Grabarz gebasht wird. Die eigentlich Schuldigen, dass diese Idee so problematisch ist, sind doch die Polizeibehörden. Ich wünschte mir, Herr Vetter würde diesen Aspekt auch stärker betonen.
@108 Randalf
Wie meinst Du das mit der "Angst"?
Nachbarn, Familie, Arbeit, Freunde… kann man alles verlieren wenn man in den Verdacht gerät und die Haussuchung publik wird – selbst wenn man unschuldig ist.
Das ganze Leben kann dadurch versaut werden. So mancher hat sich danach das Leben genommen, NICHT weil er schuldig war….
Genau DAS mein ich mit der Angst. Würden Ermittlungen vernünftig durchgeführt werden, wäre das Risiko von solchen Aktionen aufgrund eines falschen Verdachts minimiert. In diesem Fall hieße das, nicht auf den Dateinamen zu vertrauen, sondern sich das Bild anzuschauen. Statt dessen wird Eigeninitiative und Zivilcourage behindert, da man eben mit solchen Konsequenzen rechnen muss.
@110 Randalf
Die Polizei ist doch nur ausführendes Organ. Da müsstest Du schon weiter vorne ansetzen. ;)
Wenn es einen Dreher bei der IP-Adresse gibt, die durch den Provider entstand, dann kannst Du da nicht die Polizei für verantwotlich machen.
Maximal alle, die beteiligt sind… bis hin zu dem, der den Verdacht hegt und meldet.
Die gefürchteten Dreher in der IP-Adresse dürften aber wohl eher die Ausnahme sein und in die Kategorie "Allgemeines Lebensrisiko" fallen.
Die Prüfungspflichten, ob der Verdacht entsprechend konkret und eine Hausdurchsuchung zweckmäßig ist, liegen doch letztendlich beim Staatsanwalt/Polizei bzw. dem die HD unterzeichnenden Richter.
Ich würde gerne wissen, wie bei dieser Werbeagentur diese seltsame "Idee" entstanden ist. Im Zuge der voranschreitenden Zensur des Internets bieten sich auf einmal seltsame "Helfer" an. Möglicherweise kann diese Aktion der Werbeagentur auch als Aufruf zur Irreführung der Strafverfolgungsbehörden und Vortäuschung von Straftaten gewertet werden. Sorry, falls dieser Gedanke schon geäußert worden sein sollte. Ich habe nicht alle comments gelesen.
@Randalf
hattest Du schon mal eine Hausdurchsuchung?
Beispiele? Drogenbesitz oder -handel, KiPo-Verdacht, illegale Datei-Kopien (in den 80ern war es legal: man kaufte einige Kassetten, schnitt die Charts mit und freute sich an der Musik, es gab damals die ersten Razzien auf Flöhmärkten, sonst störte es niemand), gewöhnlicher Diebstahl mit Gefahr im Verzug – wenn nicht schnell die Ware gefunden wird…, Körperverletzung zB Tatort – gibt es auch als Fake, …
Habe nur eine HD miterlebt – reicht für's Leben
(nicht in meiner Wohnung; ich ohne jede Schuld; es wurde mir nicht vorher mitgeteilt, dass diese Leute häufiger durch ihre geschlossenen Fenster und Türen besucht werden):
ich wache auf, werde mit einer MP auf der Backe, von dem auf mir sitzenden (insektenartig erscheinenden) SEK-Bullen harsch aufgefordert meine Hände zu zeigen (auf welchen er drauf kniet) – da fühlst Du Dich richtig beschissen – wegen der zig Leucht/Blend-Granaten siehst Du gar nichts!
Eine Polizistin meinte netter Weise: noch nicht die Matratzen, Schlafsäcke und Decken zerschneiden.
Im Raum stand ein Bücherregal (sogar noch, als wir alle in Hand- und Fußfesseln mit dem Gesicht zur Wand {von anonymen unerkennbaren Terroristen mit MPs bewacht} standen), da diese Armen Unglücklichen wohl nicht fanden wofür sie gekommen waren, schmissen sie nun das Regal um, öffneten an mehreren Stellen den Boden, zertraten die Couch auf der ich geschlafen hatte.
Dann tauchte die "nette" Polizistin noch mal auf und beklagte, dass dieses Gebäude wohl nicht zu Wohnzwecken geeignet sei, da es keine sanitären Einrichtungen gäbe und da diese dreckigen, zum Teil minderjährigen, sowie unordentlichen Drogenabhängigen, sowieso in eine Anstalt müssten.
Die Bullen haben ganze Arbeit geleistet, um diese Behauptung gegenüber dem Jugend- und Gesundheitsamt zu untermauern, sie haben drei Bäder und fünf Toiletten, zwei Küchen, die Bar und das Cafe zertrümmert und weggeschafft!
Sie hatten allen die Ausweise weggenommen – es waren die Jüngsten u.a. ich 18 – wir wurden als 13 bis 18 jährig ausgegeben und einigen wurde gesagt (die nicht als unter 18jährig erklärt werden konnten), dass sie uns Kinder dazu angestiftet hätten, dort zu hausen und mit Drogen zu handeln.
Dann hatten sie eine Panne.
Der Cheffahnder sprach zu laut.
Ich erklärte ihm, dass ich gegen 22 Uhr ein entsprechendes Gespräch mitbekommen habe – aber eben von Personen, welche nur das Gelände nicht das Gebäude betreten hatten.
Der Chef sagte mir wie die Fahrzeuge ausgesehen haben könnten.
Ich bestätigte und nannte ihm die um 22 Uhr aktuellen KFZ-Kennzeichen.
Über Funk erfuhr er sofort, dass beide Fahrzeuge mit diesen falschen Kennzeichen inzwischen in FFM im Parkverbot stehend, "gefunden worden seien".
Nun meinte der Chef lapidar: es ist ja nichts passiert – entschuldigen sie die Störung!
wir bekamen unsere Ausweise wieder.
Die Vertreter der genannten Ämter zogen erheitert ab.
Dann fiel der Chef plötzlich die Treppe herunter – dadurch wachte er auf und versprach einige Unternehmen zur Schadensbegrenzung vorbei zu schicken.
Die kamen tatsächlich – aber mit entsicherten MPs spielt man nicht!
Nochmal zur Sache:
1) wer meint KiPo unfindbar zu machen, der schraube die Zeit zurück: in der Steinzeit gab es sicher keine KiPo!
2) wer hofft, durch Unsichtbarkeit des Grauens, dasselbe beseitigt zu haben, der irrt und unterstützt den Ausbau des Grauens!
3) wer Fakes des Grauens anfertigt in der Annahme, dass der Be-/Sucher des Grauens, dann dieses nicht mehr finden möge, der behindert zweifelsfrei die mögliche Ermittlungsarbeit (wobei, nach bisherigem Hören/Lesen, kann in der BRD seit Jahren nicht mehr von ermitteln, sondern ausschließlich von Verheimlichung gesprochen werden).
Ich habe gerade mit einem Mitarbeiter dort telefoniert.
Die Leute arbeiten hart daran, die Sache zu klären. Zur Sicherheit haben sie die Seite erstmal vom Netz genommen.
Im Moment wird an einer Stellungnahme gearbeitet, die sobald möglich veröffentlicht wird. Außerdem stehen sie im Kontakt mit den zuständigen Stellen vom BKA und LKA. Nutzer sollen sich keine Sorgen machen. Weitere Details würden den Rahmen sprengen.
Nicht das Verwirrung entsteht: ich habe nichts mit dem Projekt oder den Machern zu tun.
AUAAAAA!
HASHES KANN MAN PRAKTISCH NICHT FÄLSCHEN! DIE SIND DAFÜR DA, SELBST FAST IDENTISCHE DATEIEN ZUVERLÄSSIG ZU UNTERSCHEIDEN.
GLEICHER HASH – GLEICHE DATEI!
WENN DER HASH MIT FAHNDUNGSMATERIAL ÜBEREINSTIMMT, DANN IST IN DER DATEI PRAKTISCH HUNDERTPROENTIG STRAFBARES MATERIAL DRIN.
VIEL SPASS ;)
Das untermauert mal wieder das Vorurteil, dass sie in den Werbeagenturen alle koksen … *meh*
Und wegen dem Hash: Kollisionen kann man eben NICHT ausschließen. Es lassen sich sogar Dateien dahingehend modifizieren, dass sie einen vorgegebenen Hash haben …
@Fefe; das Klientel sagt gar nichts aus. Die 'großen' geben so viele Aufträge raus, da gibt es immer mal was für Buddies von Marketingabteilungsleiterin Müller-Lüdenscheidt …
@118 hrmpf: Ich glaube, du hast da was falsch verstanden. Niemand sprach davon, dass die Hashes mit dem Fahndungsmaterial übereinstimmen sollen – im Gegenteil, eben dies ist nicht der Fall. Übrigens, deine Shift-Taste klemmt.
Wer lesen kann, ist schwer im Vorteil.
Es wurden keine bekannten Hash-Werte, sondern neu-generierte verwendet. Der Name der Datei ist "verfänglich", der Inhalt per se harmlos.
Sollte der zufällig generierte Hash mit echtem KiPo-Material übereinstimmen, hätte man eine Lücke im Algorithmus gefunden. Das wäre eine Auszeichnung wert (vgl. SHA-1).
das hält man doch im kopf nicht aus.
leute hört ihr euch mal selber zu??
man sollte solche aktionen wie no-kids.org unterstützen und auf evtl. fehler hinweisen,
und nicht "ganz nach deutscher art" immer zu nörgeln.
jede aktion die gegen die verbreitung von solchem scheiß wie kinderpornografie ist, hat meine und hoffentlich auch die unterstützung der allgemeinheit.
Meine Tischplatte hat jetzt eine große Delle, weil Armin so einen lustigen Kommentar geschrieben hat.
Ein guter Artikel und 120 Kommentare: völlig für die Katz.
@114 Anselm H Joh Redlich: Ich hab mir nur den ersten Teil durchgelesen, nicht deine Geschichte. Ich kann mir vorstellen, wie heftig eine HD ist, ich will's jedenfalls nicht erleben. Aber genau darauf wollte ich doch hinaus: Die Leute haben Angst vor einer HD, weil man sich viel zu leicht eine einfängt! Das ist aber nicht der Fehler von no-kids.org, sondern der von Polizei und Justiz, die zu schnell zu diesem Mittel greifen. Deshalb geht der aggressive Ton, der hier in vielen Kommentaren herrscht, meiner Meinung nach in die falsche Richtung.
tja princo, schwache geister kann man eben leicht zum lachen bringen.
Hallo!
Ich habe mich mal durch diese lange Kommentar-Flut gewühlt. Ich habe selber auch auf Mitmachen geklickt und nun festgestellt, dass die Seite offline ist und daher kurz recherchiert.
Neben actionreichen Blendgranaten-Fesselungs-Szenen a la Hollywood wird hier immer wieder darauf eingangen, dass beim Mitmachen bei einem solchen Projekt in Windeseile die Polizei vor der Tür steht.
Als alter Skeptiker würde mich nun interessieren, ob ein Staatsanwalt tatsächlich auf Grund eines bloßen Dateinamens – denn mehr wird hier ja nicht verwendet, sofern ich alles richtig verstanden habe – einen Durchsuchungsbefehl erwirken kann. Wohlbemerkt ohne die Datei überhaupt geöffnet zu haben.
Ist das wirklich so? Heißt das, dass das wesentlich ältere Projekt (siehe P2P täuschen): http://www.againstchildporn.org/helfenwie.php ebenfalls eine Gefahr darstellt?
Ich würde mich freuen, wenn mir jemand da Hintergrund-Wissen geben könnte, einen konkreten Fall, wo genau soetwas passiert ist o.ä..
Verbindlichsten Dank!
Ralf
@125/Ralf
Es gibt zahlreiche Verfahren, mit denen im Internet allgemein nach strafrechtlich relevanten Inhalten gesucht wird. Sowohl das (gezielte) Suchen durch Beamte & Angestellt, als auch das automatisierte Abgleichen von Inhalten mit z. B. Prüfsummen sind etablierte Verfahren.
Natürlich ist es aber so, dass die Behörden die damit betraut sind ganz bewusst nicht mit offenen Karten spielen. Wenn Du wüsstest, wie sie arbeiten, weißt Du möglicherweise, wie Du unter dem Radar bleibst.
Natürlich kommen immer mal wieder Geschichten "ans Licht", die die Arbeit beleuchten. Hier musst Du aber unterscheiden, wie viel davon real ist, und was die Nebelkerzen sind.
Das alles ist aber zunächst unerheblich, wenn Du auf dem Radar erscheinst. Denn dann hast Du Dich erst mal verdächtig gemacht und wenn Du als Spur erkannt wirst, wird man auch anfangen, gegen Dich zu ermitteln.
Dabei ist es, wie hier schon dargestellt wurde, zunächst unerheblich ob Du schließlich verurteilt oder freigesprochen wirst, weil der soziale Schaden weit aus schlimmer ist – und eintritt in Unabhängigkeit einer Verurteilung.
Und wenn Du das Lawblog und andere Quellen aufmerksam liest wirst Du überrascht feststellen wie wenig (nach unserem Empfinden) notwendig ist um die Erlaubnis für eine Durchsuchung zu erlangen.
Zu Deiner Frage nach anderen Projekten: Du würdest nie und nimmer versuchen, im richtigen Leben auch nur den Anschein zu erwecken, etwas kriminelles zu tun – selbst wenn Du weißt dass da nix ist. Warum also solltest Du das im Internet machen?
Zumal ein erhöhtes Datenvolumen natürlich auch mehr Auswertearbeit bedeutet. Im schlimmsten Fall beschäftigen sich dann die, die eigentlich auf der Suche nach den richtigen "Bad Guys" sind, sich überwiegend damit, (Deine) Fakes auszusortieren.
Aus dem reinen Menschenverstand kann ich die Teilnahme an solchen Aktionen nicht nachvollziehen. Wie gesagt, außerhalb des Internet würdest Du Dich auch nicht so exponieren, als möglichen Täter zeigen und damit die Arbeit der Sicherheitsbehörden auch noch behindern…
Vielen Dank für die schnelle Antwort.
Leider konnte ich deinen Ausführungen noch nicht entnehmen, ob es tatsächlich Fälle gibt, in denen ein bloßer Dateiname ausreichend war.
Ich gebe gerade mein Bestes, da irgendetwas zu finden, habe aber noch keinen Fall entdeckt, in dem auf Grund von bloßen Dateinamen ein Verfahren eröffnet wurde. Erst dann werden – wenn ich das richtig verstanden habe – weitere Schritte eingeleitet?
Hast du da evt. irgendwelche Beispiele? Das Problem ist eben, wie du schon sagst, dass es viele Nebelkerzen gibt.
@Ralf / 129
Man wird kein Verfahren eröffnen auf Grund eines einzelnen Dateinamens. Man wird Dich allerdings "in Augenschein" nehmen. Und wir reden hier ggf. von tausenden Dateien, die (für Außenstehende) Du versendest. Eine Hash-Kontrolle schlägt fehl, aber es könnten auch zahlreiche andere Dateien sein.
Und stellen wir uns mal vor, ich würde Dich jetzt kritisch durchleuchten: Würde ich wirklich nichts weiter bei Dir finden?
Davon ab: Wenn Du dauerhaft im Netz präsent bist und Dateien mit eindeutigen Namen verschickst, sind die entweder echt oder Du täuscht ggf. eine Straftat vor. Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass das genügt um einen Richter zu überzeugen, "mal eben bei Dir nachzusehen" ;-)
Über 100 engagierte Kommentare auf diesen Beitrag von fast ebenso vielen Kommentatoren, die alle genau zu wissen scheinen, warum eine Aktion, mit der sie selbst nichts zu tun haben, scheiße ist. Der eine oder die andere KommentatorIn disqualifiziert sich zwar selbst, aber das gehört wohl dazu.
Ich frag mich, wo all die Engagierten eigentlich diskutieren, um etwas gegen Kinderpornographie, Kinderprostitution, Kindesmissbrauch oder ausbeuterische Kinderarbeit usw. zu unternehmen?
Wer Ermittler der Polizei, Staatsanwaltschaft oder Richter als blöd, IT-mäßig unzurechnungsfähig oder gar böswillig darstellt, hat wohl auch sein Vertrauen in unsere Demokratie völlig verloren.
Statt aber dafür einzutreten, das zu ändern, wird empfohlen auf Zivilcourage lieber zu verzichten. Kollektives Duckmäusertum wird gefördert.
Als ich vorgestern no-kids.org laufen ließ, war ich einer von über 7.000 Usern (lt. Angabe auf der Webseite). Wer glaubt ernsthaft, dass den ermittelnden Behörden ein solch massiv gestiegenes Angebot von "KiPo"-Dateien nicht auffällt (wenn diese überhaupt erfasst werden) und dass bundesweit dann tausende Hausdurchsuchungen durchgeführt würden, ohne sich die Dateien mal anzuschauen – und sich damit gandenlos zu blamieren?
@132
"Als ich vorgestern no-kids.org laufen ließ, war ich einer von über 7.000 Usern (lt. Angabe auf der Webseite). Wer glaubt ernsthaft, dass den ermittelnden Behörden ein solch massiv gestiegenes Angebot von “KiPo”-Dateien nicht auffällt (wenn diese überhaupt erfasst werden) und dass bundesweit dann tausende Hausdurchsuchungen durchgeführt würden, ohne sich die Dateien mal anzuschauen – und sich damit gandenlos zu blamieren?"
Und weil das so ist, durchsucht man tausenden von Wohneinheiten, weil man einen Zusammenhang zwischen einem Webangebot und einer Kreditkartenabrechnung gefunden zu haben glaubt. Wir erinnern uns?
@132/agk
danke für den bislang dämlichsten Kommentar überhaupt.
Immer wenn man meint es geht nicht schlimmer kommt ein BILDLeser angekrochen.
Ich gehe jetzt paar Häuser abfackeln. Oder ich tu nur so als ob. Das hilft nämlich gegen Brandstiftung.
#k.
Noch einmal um meine Behauptung bezüglich SHA1-Kollisionssicherheit zu untermauern:
http://www.gulli.com/news/sha-1-l-cke-im-hash-2009-06-11/
Die Aktion ist also auf ganz dünnem Eis gebaut.
@122 ganz 'nach deutscher art' ist auch der Selbsthass der Deutschen. Ein kritisches Hinterfragen hätte in so mancher Situation schon geholfen, daher ist die Aufforderung, dies zu unterlassen, an Lachhaftigkeit kaum zu überbieten.
@135 blobb: So ein schwachsinn. Erstens würde das ja darauf abzielen, dass man absichtlich versucht, die Hashes von echten KiPo-Dateien zu fälschen. Zweitens hat gulli einen wichtigen Satz des Originalartikels weggelassen: "The method works only for collisions, in which an attacker is able to control both messages that are hashed.".
@118 (hrmpf): "GLEICHER HASH – GLEICHE DATEI!"
Nein. Da eine Hashfunktion eine (in diesem Fall) Datei beliebiger Länge auf eine Zahl fixer Länge (den Hashwert) abbildet, gibt es zwangsläufig Kollisionen. Gleicher Hashwert bedeutet *möglicherweise* eine gleiche Datei, nicht aber automatisch.
Gruß,
Kristine
@alle:
geht auf http://norbert.denef.com lest, unterzeichnet seine Petition, er arbeitet und gibt nicht auf – seit Jahren!
Beschwerde an den Europäischen Gerichtshof gegen die Ablehnung der Petition ‘Verjährungsfrist für sexuellen Missbrauch im Zivilrecht aufheben’ durch den Deutschen Bundestag
Unterschriften bisher: 3'741 (seit ~März 2009)
Unterzeichnen jetzt: http://to.vg/c_
MfG anselm.
PS: ist nicht so stressig wie bei der Petition des Bundestages.
Die FAZ nimmt Bezug auf diesen Artikel: http://www.faz.net/s/Rub475F682E3FC24868A8A5276D4FB916D7/Doc~E7E44B2F275F8407DBE120B58087F68DD~ATpl~Ecommon~Scontent.html