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Afghanistan: Deutsche Soldaten haben Angst vor dem deutschen Staatsanwalt
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Zu: "Als kleiner Nachsatz sei gesagt, mein Kunde ist Rechsanwalt und wird jeden Spaßbieter auf 25% des Verkaufspreises belangen"
Man sollte schon sinngemäß zitieren und nicht folgendes unterschlagen:
"Verkaufe hier im Kundenauftrag einen Zündapp R 50 Roller mit den orginal Papieren und der orginal Bedienungsanleitung, …."
Die Androhung von Schadenersatz bei Spaßbietern wiederum ist nun wirklich keine Seltenheit (mehr).
Interessanter ist an der Auktion, dass der Anbieter glaubt, er könne sich den Gewährleistungsregelungen entziehen, indem er (als erkennbar gewerblicher Anbieter und damit als Unternehmer) behauptet, er biete den Artikel im Auftrag einer Privatperson (Verbraucher) an. Vielleicht hätte er sich von seinem Kunden mal beraten lassen sollen ;)
Auf OLG Stuttgart, NJW 2004, 2169 sei hingewiesen.
Wollt ich auch grad fragen, ob der erkennbar gewerbliche Verkäufer durch son Geschreibsel sich seiner Pflichten entziehen kann.
Ich hätte aus dem Bauch heraus das auch nicht für möglich gehalten. Das Urteil ist ja nicht wirklich übertragbar, immerhin ist hier ja der Händler Vertragspartner, oder seh ich das falsch? Oo
Viel besser finde ich den Spaßbieter-Spruch aber im Zusammenhang mit der Tatsache, dass es sich um ein "Sofort Kaufen"-Angebot handelt. Auch die Belehrung über das Widerrufsrecht passt nicht so ganz zum Privatverkauf …
Der Verkäufer kann froh sein, dass er die Belehrung über das Widerrufsrecht aufgenommen hat, sonst würde die Frist noch viel länger laufen und er würde sich der Gefahr einer Abmahnung aussetzen.
"Mein Kunde ist Rechsanwalt" – Aber anscheinend kein besonders erfolgreicher, wenn die Hämorrhoidenschleuder sein Dienstfahrzeug ist bzw. war. ;-)
@5 (RA JM)
Hm, ist Kunde nicht auf den erfolgreichen Bieter bezogen? Da ist es ja nett, dass dieser durch den Kauf auch gleich für diverse Anwaltstätigkeiten eingespannt wird. ;)
@ RA JM
Stichwort: Frisch aus dem 2. Staatsexamen geschlüpft, ab jetzt wird (bald Volks-) Porsche gefahren…
Zu Afghanistan: Wer sich dazu ausbilden lässt Menschen die er nicht kennt auf Befehl seines Auftraggebers zu töten brauch sich nicht wundern wenn er irgendwann zur Rechenschaft gezogen werden sollte. Lustig ist nur dass das nun sein Auftraggeber tat.
Wie würde es hier in dem Fall http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&ssPageName=STRK:MEDWX:IT&item=220446699553 aussehen? hier schreibt der gewerbliche Anbieter, dass er im Kundenauftrag verkauft und die Gewährleistung ausschließt.
@8
der soldat hat auf befehl seines "auftraggebers" die menschen getötet…
ahhhja.
Ich möchte Euch nicht den Spaß nehmen, aber mir gehen diese Art von Menschen auf den Sack. Deshalb habe ich die Angebote (entdeckt von U.V. und Nr. 9 Mopedracer) beim Auktionshaus gemeldet. Eigentlich muss man gleich die Hunde losmachen und ihnen zeigen wo das Fressen ist. Was für Zustände?!
zu wo?da!fon:
eigentlich doch gar nicht so schlecht, das hübsche fiasko. alle lernen was, viele durch fehler der anderen, und ich kann den nächsten etat für die aufwisch-aktion nach dem spaß schon fast riechen. bekommt dann eventuell wer anders.
ich freue mich für die branche, die uns immer so schön zwischen den spielfilmschnipseln anbrüllt. kathartisches erleben bereichert ungemein.
.~.
Zu: "Deutsche Soldaten haben Angst vor dem deutschen Staatsanwalt": Eine rießige Sauerei. Da nützen alle Lippenbekenntnisse der Regierung, man stehe ja voll hinter der Truppe nichts.
@M aus B (10): Du brauchst Auftraggeber nicht in Anführungszeichen zu setzen. Deutschland ist der Auftraggeber. Du hast schon mitbekommen das es um einen deutschen Soldaten geht?
Wer als Soldat auf "Friedensmission" das Leben von Zivilisten gefährdet, trägt die Verantwortung zu Recht persönlich.
@15: Tja, nur dummerweise sind die Jungs ja da oben um Deutschland am Hindukusch zu verteidigen. Verteidigen bedeutet Kämpfen. Steht im Widerspruch zur Friedensmission.
Wenn die Jungs da sind um irgendwie zu unterstützen und ihre Waffen zur Selbstverteidigung tragen und nutzen, dann könnte man in dem Falle argumentieren und abwägen inwiefern das Ganze verhältnismässig war. Aber so wie ich die Einsatzbeschreibung verstanden habe, hatten die einen Kampfauftrag. Sie haben versucht, Waffenschmuggler aufzulauern. Und was haben Waffenschmuggler dabei? Richtig, Waffen. Wenn sie den Panzer gesehen hätten, hätten sie vielleicht noch gesagt: "Mist, die sind uns über. Wenn wir jetzt was versuchen, gehen wir drauf. Aber die Deutschen fragen ja erst und schiessen dann, also ergeben wir uns besser." Aber die hätten den Panzer nicht gesehen. Nach der Schilderung haben ja noch nichtmal die Soldaten mit Nachtsichtgeräten was gesehen. Also hätten die Waffenschmuggler höchstwarscheinlich gesagt: "Verdammt, wir schiessen uns den Weg frei" Und damit haben die Soldaten sicherlich auch gerechnet, sonst hätten sie den Schützenpanzer da nicht abgestellt.
Und mal ganz ehrlich: Der Krach der ABC-Filter und die Tatsache, dass der Panzer abgeriegelt war, spielt ne untergeordnete Rolle. Bei den Sichtverhältnissen mit Blendung durch Scheinwerfer auf den Nachtsichtgeräten. Wenn in all dem Chaos noch Schüsse fallen, dann überlegst du sicherlich nicht lange ob das jetzt ein AK47 war oder ob das nicht vielleicht doch eher nach einem G36 klingt. Ich bezweifel, dass man diese Unterscheidung überhaupt machen kann in der Situation.
Wirklich schief gelaufen ist, dass Deutschland wehemend leugnet in Afghanistan Krieg zu führen. Ich wette, das beteuert man auch den afghanischen Zivilisten gegenüber. Wenn denen klar ist, das da Soldaten Kampfeinsätze führen und gezielt scharf schiessen, dann ziehe ich das in meine Überlegung "geh ich heute Nacht inmitten in einem Kriegsgebiet noch raus? Gerade in einem Kampf wo die eine Seite eben keine Uniform trägt sondern so aussieht wie ich" mit ein.
Denn stellen wir uns mal folgendes Szenario vor: Das erste Fahrzeug war ein Selbstmordattentäter. Der fährt in die Sperre rein und jagt sich dann in die Luft. Das zweite Fahrzeug mit den Waffen entkommt.
Oder: Das erste Fahrzeug ist besetzt mit einem Mann, der für die gute Sache kämpft, seiner Frau und seinen Kindern, die keine Ahnung haben, warum sie mitten in der Nacht noch durch die Gegend fahren. Es gibt die Schiesserei am Checkpoint, das Fahrzeug mit den Waffen verschwindet und man kann die Deutschen bei der Zivilbevölkerung diskreditieren und noch mehr Krieger für die gute Sache gewinnen.
Gerade im ersten Fall hätte der Mann sich dann die Frage stellen müssen: Warum hab ich nicht schon geschossen, als die Autos auf uns zugerast sind?
Stattdessen sind jetzt alle schnell mit Kritik dabei. Die Frage ist: Wie hätten wir uns entschieden? Du fährst auf das Ende eines Staus zu, dass in einer Kurve liegt und siehst es viel zu spät. Und du musst dich entscheiden: Versuche ich von ganz links auf den Standstreifen zu kommen oder trete ich in die Eisen und hoffe, dass ich dem vor mir nicht hinten drauf fahre? In 1,5 Sekunden kracht es, in 0,4 Sekunden ist es nicht mehr wichtig, wie du dich entscheidest oder ob du weiter darüber nachdenkst.
Ich kann den Mann verstehen, der hat nur seinen Job gemacht.
Nach einem Einsatz im Kosovo stand vor kurzem nun auch ein Einsatz in AFG für mich an, alternativ Usbekistan (Termez). Zum Glück habe ich das abwenden können.
Wer weiß eigentlich, wie demokratisch Usbekistan ist, wenn dauernd nur China als schlechtes Beispiel gezeigt wird? Die Usbeken hatten auch ihren "Platz des himmlischen Friedens". Aber wir pudern denen den Arsch wegen eines Flugplatzes…natürlich ist Krieg nach deutscher Ansicht, wenn Papa weg ist und ein Agressor Bomben auf Mama und die Kinder schmeisst, aber AFG sollte längst ein Krieg per Definition sein. Hauptsache, die CIA hat ihre Drogenroute AFG-KOS-GER-USA am Laufen…
" Da ich den Roller im Kundenauftrag verkaufe ist es ein Privatverkauf, ohne Garantie, ohne Zurücknahme und ohne Nachverhandelungen. "
Haha.
zu vodaphone-gesicht: was du da schreibst, interessiet keine socke…aber ich finde es stark…mein heutiger held!!!
Zu Soldaten in Afghanistan:
"Aber sein Dienst bei der Bundeswehr endet bald. Im kommenden Jahr beginnt seine Ausbildung bei der Polizei."
Weise Entscheidung. Da wird man höchstens mit Taschenmessern bedroht und die Verfahren werden viel schneller eingestellt, wenn man einen durchlöchert.
@14
es ging mir eher darum, dass der soldat nicht auf befehl getötet hat.
des weiteren wäre ich vorsichtig zu behaupten deutschland sei auftraggeber von morden im ausland.
@14, M aus B:
Nur so aus interesse: Was blüht wenn mans tut?
@M aus B (21): "es ging mir eher darum, dass der soldat nicht auf befehl getötet hat."
Nein, natürlich hat der nicht auf Befehl getötet. Die Bundeswehr weiss auch gar nicht wie er nach Afghanistan gekommen ist. Und selbst wenn, weiss sie nicht was er dort gemacht hat – noch dazu mit den Waffen und der scharfen Munition. Wirklich, wenn die Bundeswehr jemanden Nachts in Afghanistan auf die Lauer schicken sollte, dann würde sie ganz klar anordnen das er im Zweifelsfall mit Zuckerwatte wirft oder Cha Cha Cha tanzt. Darum bildet sie ja auch Soldaten gar nicht erst an Feuerwaffen aus.
Im Ernst. Ich schrieb:
Die Bundeswehr bildet dazu aus. Ich habe nicht gesagt Oberst XYZ hätte ihm um Punkt 22.37 befohlen zu schießen. Und das wäre ja im konkreten Fall auch gar nicht nötig gewesen.
Er war ein Soldat, das Verfahren wurde eingestellt, er hat seine "Pflicht" getan. Der hat sich vorher überlegt ob er sich von jemanden nach Afghanistan schicken lässt um dort dann gegebenenfalls Menschen, die er nicht kennt und die nachts auf einen zufahren, abzuknallen. Nun sind eine Frau und zwei Kinder tot.
Kontrastmeinung zum Bundeswehrfall.
Sind Afghanen niedere Gestalten?
Jeder, der meint, das sei richtig gewesen, möge sich bitte vorstellen, afghanische Soldaten würden in Deutschland gegen polnische Terroristen kämpfen, und die getöteten Kinder wären die eigenen.
Mir ist schon klar, dass deutsche Soldaten generell zwischen Baum und Borke sitzen und in den Mühlen der Politik zerrieben werden. Aber das ist in jeder Armee dieser Welt so. Jeder Soldat (ich hab selbst Wehrdienst geleistet) sollte sich dessen bewusst sein. Und vor allem sollte sich jeder Soldat verdammt sicher sein, dass eine konkrete, nicht anders abwendbare Gefahr besteht, bevor er selbst schießt. Und das nicht nur, weil "auch" Afghanen ein Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit haben, sondern ebenso, weil die Kameraden es sich bei ihrem Leben nicht leisten können, dass "die deutschen Mörder" in die Rolle des Bösen rutschen und die Taliban dadurch als Erlöser dastehen.
Abgesehen heißt es im Artikel: "Sie wenden, so vollendet aufeinander abgestimmt, als würden sie von einem Choreografen geführt." Und: "Sie saßen im Heck des dunklen Wagens." Zu deutsch: Er hat auf Flüchtende geschossen.
Oh lol,
auch noch ne Zündapp, Oma Eusebia lässt grüßen..die war eh die nervigste von allen.
Und wer ist dieser Herr Rech?
Ist wohl die neue Masche mit dem Privatverkauf als Gewerberlicher?
Man, da müssen aber einige echt noch n wenig büffeln…..
btw. Krieg ist kein Ponyhof. Das sollten die Jungs in A. auch so langsam begreifen….
"Der hat sich vorher überlegt ob er sich von jemanden nach Afghanistan schicken lässt um dort dann gegebenenfalls Menschen, die er nicht kennt und die nachts auf einen zufahren, abzuknallen."
Der Mann ist ein SAZ 12, d.h. er hat 1997 dort angefangen. Vor 9/11, vor AFG. Hast du das mal nachgerechnet?`
Du suchst die Schuld immer möglichst weit unten, weil da kann man am einfachsten einhauen und es kommt auch am wenigsten zurück.
Ich finde es wirklich seltsam, daß irgendjemand auf die Idee kommt, man könnte Frauen und Kinder erschießen, ohne sich dafür einer Untersuchung stellen zu müssen.
Daß die Maßnahme unter Umständen gerechtfertigt ist oder der Täter sich im Tatumstandsirrtum befand, steht auf einem anderen Blatt – untersuchen muß man es trotzdem.
Daß die Bundeswehr Angst vor der StA hat, ist m.E. genau Sinn der Sache – daß ist der Sinn des Strafrechts, Täter von rechtswidrigen Taten abzuschrecken. Eine *saubere* Ermittlungspraxis muß dabei natürlich gewährleisten, daß auch wirklich nur von rechtswidrigen Taten abgeschreckt wird…
Seltsam finde ich, daß hier keine Anklage erhoben wurde. Das erscheint mir unter diesen Umständen zwar vertretbar – normalerweise ist die Praxis der StA allerdings "klagen wir mal an, die Unschuld kann man ja sowieso besser in der HV feststellen". Daß hier mit zweierlei Maß gemessen wird, ist m.E. bedenklich.
Die Bundeswehr sollte noch mal ordentlich "abmunitionieren" und dann raus aus Afghanistan. Es wäre billiger, eine große Mauer um Europa zu bauen und die Welt Welt sein zu lassen. Wir müssen wirklich nicht überall unsere naive Barmherzigkeit zeigen und Weltsozialamt spielen.
Bin ich der einzige der bei Frau Schnutiger kein Impressum gefunden hat? >:) Das wäre dann noch eine schlechte Erfahrung mit dem Web2.0.
"Ich finde es wirklich seltsam, daß irgendjemand auf die Idee kommt, man könnte Frauen und Kinder erschießen, ohne…"
Warum ist es schlimmer, Frauen statt Männer zu erschießen? Warum ist es schlimmer, Kinder statt Erwachsenen zu erschießen? Heuchler!
@31: Ich kann dem von Ihnen zitierten Beitrag nicht entnehmen, dass es schlimmer sei, Frauen statt Männer und Kinder statt Erwachsene zu erschießen.
@31:
So wie ich es verstanden habe, wurden tatsächlich nur Frauen und Kinder erschossen…
Ich stelle aber gerne klar:
Meiner persönlichen Ansicht nach wiegt die Tötung von Frauen und Männern gleich schwer – die öffentliche Wahrnehmung sieht allerdings weiterhin anders aus.
@30 Bist nicht allein, ich habe nach der Navigationsleiste auch nach Impressum gesucht…vergeblich.
Natürlich ist der Einsatz in Afghanistan völkerrechtsmäßig kein Krieg. Es fehlt ja ein Staat als Gegner.
Vielmehr ist es ein Kampfeinsatz gegen Aufständische – für den praktischen Alltag vor Ort ist dieser juristische Unterschied natürlich belanglos.
Es ist auf jeden Fall völlig unsinnig, daß sich eine deutsche Staatsanwaltschaft hier einschaltet, wenn überhaupt, müßten das die afghanischen Behörden machen.
@Afghanistan; Angst vor dem Staatsanwalt: Es ist nur noch eine Frage der Zeit bis sich diese Angst als völlig unbegründet erweisen wird. Derzeit laufen Bestrebungen derartige Fälle in Potsdam zu konzentrieren, so dass man diese Staatsanwaltschaft dann mit den 'richtigen' Leuten besetzen kann.
@R.A.:
Richtig, völlig irrelevant – auch im Krieg gilt das Erschießen von Zivilisten als unfein und unterliegt entsprechenden Strafnormen.
Zu "Afghanistan: Deutsche Soldaten haben Angst vor dem deutschen Staatsanwalt"
Es scheint, als sei der Soldat härter angefasst worden als so mancher Prügelpolizist.
Ich bekenne:
Ich bin SPASSBIETER!
Ich habe viel Spass am Bieten, Kaufen und Feilschen, irgendwann mache ich mit meiner Freundin einen Ausflug nach Rabbat und eröffne dann mit ihr eine Boutique in Wuppertal.
Dennoch ist es mir bislang nicht gelungen die bei eBay in vielen Auktionstexten versprochen 25-75% Preisnachlässe für Spassbieter durchzusetzen. Trotz eindeutiger Formulierung wollen die Verkäufer ihr Versprechen nicht einlösen. Verstimmung auf beiden Seiten ist die Folge, der Spassfaktor geht den Keller runter.
Dennoch, ich gebe die Hoffnung nicht auf!
#k.
OLG Stuttgart, NJW 2004, 2169, entsprechend vom BGH bestätigt.
http://www.lrz-muenchen.de/~Lorenz/urteile/viiizr175_04.htm
Wenn der Privatverkäufer das wirtschaftliche Risiko trägt, ist das keine Umgehung der Gewährleistung. Also durchaus ok, was er schreibt. So lese ich das.
Ich sehe es genauso wie 16 (momo), die Taliban freuen sich doch über jeden Zivilisten, der unschuldig getötet wird, weil sie dann wieder neuen Zulauf bekommen.
Die Verhältnisse sind zu verworren, dass man Schuldige und Unschuldige überhaupt genau auseinanderhalten kann, die Taliban-Kämpfer tragen ja auch weder Uniform noch Erkennungsmarken und ob die Familie im schwarzen Wagen völlig zufällig da rein geriet oder z.B. von den Taliban gezwungen wurden, sie zu begleiten (der andere Wagen konnte doch entkommen, oder?) und so als geplantes Menschenopfer ins Feuer geschickt wurde, werden wir wohl nie erfahren.
Trotzdem müssen wir da bleiben und uns dieser Aufgabe stellen, die uns noch oft Schmerzen bereiten wird, ich plädiere sogar (als Parteimitglied der LINKEN!) für eine Aufstockung der Truppen und eine Verbesserung des Materials.
Und ganz klar ist es ein Krieg.
Was wäre, wenn wir gingen?
Erstens überließen wir feige anderen die dreckige Aufgabe, im Kampf gegen die Taliban zu kämpfen, zu töten und zu sterben.
Zweitens würden die Terroristen das als "Sieg" auffassen, jubeln und fortfahren, die anderen Länder nach und nach ebenfalls zu zermürben, damit diese auch abziehen.
Und wenn alle gingen?
Friede, Freude, Eierkuchen?
So dumm und naiv kann doch keiner sein zu glauben, dass ohne fremde Soldaten die Taliban nicht wieder ratzfatz die Macht zurückerobern und das Volk genauso quälen würden wie schon vorher.
Und sie würden sich damit auch nicht begnügen:
"Heute gehört uns Afghanistan, morgen Pakistan mit den Atombomben und dann kann uns keiner mehr aufhalten!"
Wehret den Anfängen.
Mein Satz zu "meiner" Partei und deren Verhalten:
"Wer heute den Kopf in den Sand steckt, wird morgen mit den Zähnen knirschen"
@jos danke!
@41 (Snickerman)
Natürlich kann die einzig wahre Exit-Strategie nur sein, kurzfristig die kämpfenden Kräfte massiv aufzustocken und dazu wirtschaftliche Sanktionen allen anzudrohen, die die Taliban auch nur im Geheimen unterstützen oder tolerieren.
ABER: Das müssen dann sämtliche beteiligten Staaten tun. Es reicht nicht, dass nur Deutschland mehr Soldaten schickt. Da sind auch die USA gefragt, ebenso Frankreich, Großbritannien, die Niederlande…
Sollten die anderen Staaten nicht mitziehen und über die eigene Schmerzgrenze gehen, kann es von deutscher Seite nur heißen: "Ihr habt keine Lösung, unsere wollt Ihr nicht – wir sind dann mal weg. Viel Spaß mit Eurem Problem!" Auf Dauer werden "die Afghanen" eine westliche Besetzung mit Kriegshandlungen sicher nicht tolerieren, und dieser Einsatz dauert jetzt schon fast acht Jahre. Länger als der 2. Weltkrieg.
@41 (Snickerman): "ich plädiere sogar (als Parteimitglied der LINKEN!) für eine Aufstockung der Truppen und eine Verbesserung des Materials."
Bei solchen Parteimitgliedern braucht Die Linke echt keine Gegner mehr.
@43 (JJPreston): Wow, Kampf bis zum Sieg als Exit-Strategie verkaufen – ich glaube, darauf ist noch nicht mal die NATO-Propaganda bisher gekommen. Bewerben Sie sich doch mal, Sie könnten es dort vielleicht weit bringen!
@Marcus5 (27):
Es gibt keinen Zusammenhang zwischen dem Zeitpunkt an dem jemand schwört bereit zu sein Menschen zu töten die man nicht kennt und der Nachsicht die man mit dem Tötenden haben muss wenn der Zeitpunkt des tötens eingetroffen ist.
Das tu ich nicht. Die Schuld ist offen ersichtlich in der gesammten Kette der Hierarchie vorhanden – da muss man nicht viel suchen. Ich habe auch oben schon Deutschland als Auftraggeber klar indentifiziert. In diesem Artikel ging es aber um die Schuld des Soldaten.
@40 kai:
Nur das in dem zitierten Fall im Vertrag als zweite Vertragspartei der gewerbliche Händler gar nicht vorkam. Auf eBay steht der Händler sehr wohl als zweite Vertragspartei mit der eben der Vertrag geschlossen wird fest und nicht der ominöse "Kunde". Oder hab ich im Text da was übersehen?
Jaja … die Rechtsprechung!
Platz 1 aus der Mietrecht-Urteil-Top-10:
http://news.immobilo.de/2009/07/16/2436-die-top-10-der-skurrilsten-mietrechts-urteile/11/
Aus Im Namen des Volkers:
http://ballmann.wordpress.com/2009/07/15/urinstrahlgerausch-eines-stehpinklers/
Lustig, oder?
@45
und seit wann brauchen wir keine Soldaten mehr?
@H.Munster:
Für Sie sind Polizisten sicher auch Mörder
und wenn einer stirbt, denken Sie sicher auch nur:
"Richtig so.Selber schuld, was lässt der sich auch auf so nen Scheiß-Job ein."
Richtig schön Asozial.
Genauso wie die Politiker die sich nicht dazu durchringen können,
entweder abzuziehen oder den Krieg zu erklären.
(Und letzteres ist ja nicht möglich.)
@Mr.Draco (49): Bitte nicht gegen Strohmänner* kämpfen: Sie legen mir Aussagen ("Für Sie sind Polizisten sicher auch Mörder") in den Mund die ich nicht tätige, sagen das diese Aussagen "Richtig schön Asozial" wären und denken Sie hätten mir eine reingewürgt.
Wenn sie meine Aussagen als falsch aufzeigen wollen, dann müssen Sie leider die Argumente die ich getätigt habe widerlegen – und nicht die welche Sie sich ausdenken.
Aber das wäre natürlich deutlich schwieriger. :-)
* http://de.wikipedia.org/wiki/Strohmann-Argument
Das ist schlicht und einfach die Weiterführung/Übertragung ihrer Argumente.
Nicht mehr und nicht weniger.
Ein Soldat muss bereit sein im Zweifelsfall zu töten.
Daran führt kein Weg vorbei.(Beim Polizisten auch nicht.)
Und in einem Krieg(wie wir ihn hier sehen oder anderen Extremfällen wie Notwehr/hilfe) ist das auch in gewissem Maße gerechtfertigt.
Und dafür kann man auch kaum zur Rechenschaft gezogen werden.
Ansonsten könnten wir auch das THW nach AFG schicken.
"Das ist schlicht und einfach die Weiterführung/Übertragung ihrer Argumente."
Das ist nur die halbe Wahrheit. Ich habe den Soldaten nicht als Mörder bezeichnet. Ich sagte nur er braucht sich nicht zu wundern wenn er für seine Taten zur Rechenschaft gezogen wird. Es mag Menschen geben die ihn als Mörder sehen. Aber das ist nicht der Punkt. Überhaupt nicht.
Es geht mir nicht ums Urteil. Es geht mir darum das Leute sich wundern wenn sie plötzlich Verantwortung dafür übernehmen sollen ihm Auftrag eines anderen Leute die sie nicht kannten erschossen zu haben. Denken Sie mal darüber genau nach.
### Leute denken sie übernehmen keine Verantwortung für ihr Töten wenn der Staat es anordnet. ###
Für wieviele Verbrechen ist diese Einstellung wohl – hier und anderswo, früher und heute – notwendig? Verbrechen werden diese Handlungen natürlich erst genannt wenn dem anordnendem Staat die Macht abhanden gekommen ist. Das geschieht ständig. Hier z.B. zum letzten mal 1989.
Ich denke nicht "Richtig so.Selber schuld, was lässt der sich auch auf so nen Scheiß-Job ein." wenn ein Polizist oder Soldat stirbt, sondern wenn er für seine Taten zur Rechenschaft gezogen wird.
Ein Soldat muss "funktionieren".
Es kann natürlich nicht sein, dass illegale Befehle befolgt werden.
Aber in diesem Fall(und allen anderen bisherigen, die ich von DEUTSCHEN Soldaten gehört habe)
geht es um die Eigen- oder Kameradensicherung.
Ohne direkten Befehl, auf eigene Verantwortung und wenn man Gesetze bemühen muss als (Putativ)notwehr.
Wenn die Soldaten nicht sofort reagieren,
müssen sie sich natürlich nicht verantworten.
Denn dann sind sie tot.
Oder sie müssen ihr Leben lang mit der Verantwortung am Tod eines Kameraden leben.
(In diesem Fall muss der Soldat ohnehin mit dem Tod der Zivilisten leben.)
Und da sind solche Ermittlungen einfach nur fehl am Platz.
Und Kommentare mit dem Beiklang:"Gscheit so!" ebenfalls.
Interessant finde ich noch die Frage, warum die Aktionen des KSK nicht Ziel von Ermittlungen sind.
Immerhin befinden wir uns offiziell nicht im Krieg, wo Tode hingenommen werden müssen.
Nochmal:
es ist Notwehr.
In diesem Fall Putativ.
UND DAS muss einfach so sein.
Und die entsprechenden Ermittlungen sollten sich auf einen Bericht der Spurensicherung der Feldjäger an einen Richter/Staatsanwalt beschränken.
Wieso wahr es Notwehr, welcher gegenwärtige rechtswidrige Angriff ging von dem Kind im wegfahrenden Fahrzeug aus?
ich wollte heute zum ersten mal was bei hood ersteigern und wurde fast nach Strich und Faden reingelegt. Da werden falsche Angaben gemacht, noch und nöcher. Ich hab s nur gemerkt weil s einfach zu billig war (1 euro für etwas das das 50fache wert war) und ich nicht glauben konnte das ich das als einziger ersteigern wollte.
Ich hab dem Verkäufer geschrieben dass ich zurücktrete. Wenn er s nich akzeptiert soll er mich verklagen oder schlecht bewerten. Ne Frechheit ist das!