Das billigste MacBook aller Zeiten

Gestern hatte Otto ein echtes Schnäppchen im Angebot. Das MacBook Air kostete bei Onlinebestellung 49,95 Euro. Das sind immerhin 1.650,49 Euro weniger als der übliche Preis. Kein Wunder, dass viele bestellten.

Wenig überraschend auch, dass Otto wenig Lust hat, die MacBooks zum angezeigten Preis zu liefern, obwohl viele Kunden offensichtlich Bestellbestätigungen erhalten haben.

Die Sach- und Rechtslage ist nicht klar und auf jeden Fall abhängig von den Allgemeinen Geschäftsbedingungen, dem Wortlaut der Angebote und den versandten Bestellbestätigungen. Also mal ein Fall, in dem Kunden mit Rechtsschutzversicherung klar im Vorteil sind.

Nachtrag: Ich ziehe einen interessanten Kommentar von “henk” nach oben, weil er schön eine Besonderheit des Falles darstellt:

Problematisch ist jetzt allerdings, dass Otto nicht etwa die Kaufverträge als “nicht zustandegekommen” behandelt, sondern nachträglich den Kaufgegenstand anpasst (konkret in ein Notebook-Taschenset ändert: http://tinyurl.com/n8ussx ) und diese umgewandelten Kaufverträge als zustandegekommen erachtet. Die Anfechtung dieser “neuen” Kaufverträge wiederum obliegt nun den Kunden. Damit hat sich Otto die Einrede der Nichtigkeit nach 119 BGB verunmöglicht und den Kunden die Möglichkeit an die Hand gegeben, wegen arglistiger Täuschung zu klagen.

Die Rechtsabteilung von Otto ist derzeit wohl nicht besonders gut besetzt…

(Danke an Robert M. für die Links)

  • Ar-ras

    Herr Vetter, nächstes Mal bitte mich anrufen. Ich würde dann das bestellen und wir würden das auf Kosten mein Rechtschutz ausfechten.

    Win-Win-Situation.

  • Dumdideldum

    Sofern es ein System-/Softwarefehler war, kann Otto die Annahme anfechten, § 119 I BGB. Wurde letztes Jahr schon entschieden, wenn ich mich richtig erinnere.

  • anonym

    Fast ohne jede Rechtskenntnis würde ich voraussagen, daß, wenn einer dieser Fälle vor Gericht landen sollte, der Richter urteilen würde, daß jeder Besteller, der einigermaßen seine Sinne beisammen hat, nicht davon ausgehen darf, daß ein solcher Preis für ein solches Produkt auch nur einigermaßen angemessen ist, mithin den Irrtum beim Preis sofort hätte erkennen müssen. Und Schluß.

  • robson

    Otto sollte großzügig sein und die Teile ausliefern. Damit macht man sich beliebt. Im Zweifel verzichtet man auf die nächste Werbekampagne und hat einen ähnlichen Effekt.

  • jonas

    Ich glaube mich auch zu erinnern, dass letztes Jahr bereits entschieden wurde dass wegen Irrtum die Annahme angefochten werden darf.

  • http://zahlvieh.info bär

    @4
    Und wenn sie das auch noch verbreiten, schauen bestimmt in Zukunft viel mehr Leute bei Otto vorbei in der Hoffnung, auch so ein Schnäppchen zu machen – und bleiben vielleicht hängen und bestellen was anderes.

    Sollte man bei Otto mal aus der Rechtsabteilung ins Marketing geben, und von da ins Controlling, zum Durchrechnen. Aber wahrscheinlich ist der Tellerrand zu hoch, oder es fehlt die passende Kostenstelle. Wie üblich.

  • Keks

    Ich wunder mich doch ein bisschen, solch eine Meinung im Lawblog zu lesen, da die rechtliche Lage zu dem Thema ziemlich eindeutig ist…

  • asd

    Ja, ist wohl ein zur Anfechtung berechtigender Irrtum in der Annahmne.
    Wenn man denn überhaupt eine Annahme annehmen will – dafür müsste man den Wortlaut der Email kennen, ansonsten käm' man nicht mal so weit, invitatio ad offerendum und keine Annahme durch Otto.

  • http://www.dennis-knake.de Dennis

    Und wieso kriege ich sowas immer so spät mit? Könnte ich jetzt endlich mal meine ReSchu nutzen. ;-)

  • NP

    Die Links sind inkompatibel mit den Erfahrungen aus dem Artikel "So kann's gehen" vom 23.07.

    Auch der +-Postfix-Trick funkt bei diesem Anbieter nicht. Wie wärs mit nem Klarlink? Is ja nich so, dass es dem Webserver Mühe machen würde, eine lange URL in den Anker zu schreiben -.-

  • http://www.onkeltobi.de Onkel Tobi

    @4, 6:
    Der behauptete Werbeeffekt wird nicht eintreten. Beliebt macht sich Otto nur bei den – im Vergleich zum Kundenstamm – wenigen, die tatsächlich die Hardware erhalten.

    Ich selbst habe mal bei einer ähnlichen Aktion (man konnte durch die eigentlich nicht vorgesehene Kombination von Gutscheinen Waren im Wert von 20 Euro umsonst geliefert bekommen) profitiert, aber seither auch nichts mehr bei Otto bestellt.

    Darüber hinaus könnte mMn der hypothetische Schaden (11 Mio.) die Firma, die aufgrund der Rezession eh auf der Kippe steht, ruinieren.

  • Mithos

    Mal von der Rechtslage abgesehen: Meinem persönlichen Empfinden nach ist das schon fast das gleiche, als wenn man jemanden auf der Straße beobachtet, wie er seine Laptop-Tasche auf dem Bürgersteig vergisst und wartet, bis derjenige seine Haustür geschlossen hat, nur um sich dann die Tasche unter den Nagel zu reissen. Ist halt einfach nur eine sehr offensichtliche fehlerhafte Preisauszeichnung.

  • anonym

    Thema Kulanz: Die Vorstellung, daß ein Händler die Ware derart billig abgeben, also quasi verschenken sollte, ist m. E. eine typische Laienidee. Wo soll die Grenze sein, bei wieviel Bestellern? Überschlagen Sie mal, wieviel die Firma schon zehn Geräte kosten würden. Und wieviel Besteller gab es, bis der Fehler bemerkt wurde? Und die restlichen Besteller zahlen dann den vollen Preis? Klingt nicht besonders überzeugend.

  • NP

    Und das empfohlene expander-add-on für FF kennt den Short-URL-Dienst auch nicht.. super Sache..

  • http://www.andere-ansicht.de RALupo

    Naja, es gibt doch schon einschlägige Rechtsprechung, die das ganze entweder über die Irrtumsschiene regeln oder mit der Brechstange des § 242 BGB, wie neulich das OLG Koblenz in der Sache mit dem Porsche für 5 EUR.

  • flyer

    Hm, hätten die Besteller hier nicht sogar davon ausgehen müssen, dass es sich um Hehlerware handelt? (da war doch mal was mit eBay… ;)

  • WakeAlan

    @4, 6

    Klar, damit würde sich Otto bei denen beliebt machen, die den offensichtlichen Fehler gleich mehrfach ausnutzen woll(t)en. Ob das die Kundschaft ist, die Otto will? Eher nicht.

    Und einfach ist der Fall wirklich nicht. Die "Bestellbestätigung" muss eben nicht immer einen Kaufvertrag besiegeln.

  • R.A.

    Ist ja schon verständlich, daß man bei so einem "Schnäppchen" mal bestellt – könnte ja klappen.

    Aber wenn sich das dann (wie zu erwarten) als Fehler rausstellt, sollte man es auch gut sein lassen.

    Hier noch mit aller Gewalt (und Versicherung) einen Rechtsstreit anzufangen ist schon ziemlich unanständig.

  • jo

    klarer fall von §119 I, ich frage mich warum die sachlage nicht klar sein soll. die geschlossenen kaufverträge sind sowas von anfechtbar…

  • Matthias

    Habe selbst schon einen Fall gehabt, in dem Otto zu spät angefochten hat, da haben sie nach vielem hin- und her auch geliefert. Aber hier: Da wird SEHR SICHER angefochten. Und auch wirksam.

  • ui

    Otto empfiehlt noch immer das Macbook für 49€, alleridngs führt der Link ins Leere.

  • Ar-ras

    Ist schon klar. War doch schon letztes oder vorletztes Jahr der Fall. Da wurde bei nem Online Shop von nem Azubi (wer sonst ;)) nen Laptop für nen zu günstigen Preis angeboten.

    Da es sich um ein Versehen handelte, wurde vom Gericht das Problem zu Gunsten des Verkäufers entschieden.

  • scheunenmann

    Wenn ein Versandhauskunde irrtümlich 5000 EUR beim Vertragspartner versenken kann (lawblog berichtete am 11.7.09) —

    so muss es auch umgekehrt möglich sein, dass der selbe Kunde die Vorteile von vorgeblich irrtümlichen Vertragsbestätigungen nutzt.

  • Johann

    @UV: Dieses Link-Gedingens framt die Orginal-Webseite, daß ist in .de ganz sicher nicht zulässig. :-(

    Der richtige Link:
    http://www.scherzinfarkt.net/2009/07/schnappchen-shoppen-bei-otto-de/

  • Ares

    Obwohl ich natürlich so eine Ahnung habe, dass sich Justitia auf die Seite der Kapitalisten stellt. Denn soooo rechtsfrei ist das Internet nun auch wieder nicht.

    P.S.: Der Mann, der statt 50,36 5036 an Quelle überwiesen hat, wird wohl nicht mit einem "offensichtlichen Fehler" rauskommen. Die Kleinen sind immer fällig.

  • Udo Vetter

    Merksatz 1: Vor einem deutschen Amts- oder Landgericht ist die Sach- und Rechtslage niemals klar.

    Merksatz 2: Wenn man absolut sicher ist, dass vor einem deutschen Amts- und Landgericht gar nichts schiefgehen kann, sollte man sich ernsthaft Sorgen machen.

  • Stephan___

    @23 und 25: Mensch, wenn ich sowas lese könnte ich mich aufregen!
    Da hat bei Otto jemand einen Fehler gemacht – jedem, der dort bestellt hat wird das klar sein. Jetzt haben die ihren Fehler bemerkt und das ganze gestoppt. Und niemand wird das Gerät zu dem Preis bekommen, der ja nun ganz offensichtlich nicht korrekt war. Ist doch das normalste auf der Welt, oder? Das hat doch nichts mit "Justitia ist auf der Seite der Kapitalisten" zu tun!
    Und die Quelle-Nummer hat doch damit gar nichts zu tun: Quelle ist insolvent. Da verbieten es die Gesetze, dass Gelder gezahlt werden. Fehler hin, Fehler her.
    Wie kann man nur so verbohrt sein!

  • Clark W. Griswold

    Fällt mir die Geschichte mit den drei Richtern ein, die daheim Karten spielen…

    Grüße

  • Auke

    Die Rechtslage ist unklar? Natürlich ist sie abhängig von der Darstellung im Shop, der Bestellbestätigung und den AGB.
    Aber grundsätzlich sind Angebote im Shop als invitatio ad offerendum zu betrachten. Die Besteller werden also ihrerseits Otto ein Angebot angetragen haben. Eine Bestellbestätigung ist auch grundsätzlich keine Annahmeerklärung außer sie ist als solche formuliert. Das heißt höchstwahrscheinlich ist gar kein Kaufvertrag zustande gekommen. Falls doch, bleiben immer noch §§ 119 I Alt. 2, 120 BGB. In letzteren Fällen Schadensersatz nach § 122 BGB.

  • SvenC

    Bitte nicht SCHON WIEDER WERBUNG!
    Ich werde mir nichtmal für NULL EURO mir so n Teil holen!
    DANKE

  • Bastian C.

    Sofern es sich nicht um einen Kalkulationsirrtum handelt (was ziemlich unwahrscheinlich ist), ist die Rechtslage ziemlich eindeutig: Die Bestellbestätigung ist die Annahme des Angebotes des Kunden. Diese Annahme wurde in dem Glauben versandt, es werde ein Angebot über einen höheren, nämlich adäquaten Preis angenommen. Sie ist somit wegen eines Inhaltsirrtumes anfechtbar.

    Witzig, dieser Fall lief fast wortgleich vor drei Jahren mal im ersten Examen in Köln…

  • henk

    Problematisch ist jetzt allerdings, dass Otto nicht etwa die Kaufverträge als "nicht zustandegekommen" behandelt, sondern nachträglich den Kaufgegenstand anpasst (konkret in ein Notebook-Taschenset ändert: http://tinyurl.com/n8ussx ) und diese umgewandelten Kaufverträge als zustandegekommen erachtet. Die Anfechtung dieser "neuen" Kaufverträge wiederum obliegt nun den Kunden. Damit hat sich Otto die Einrede der Nichtigkeit nach 119 BGB verunmöglicht und den Kunden die Möglichkeit an die Hand gegeben, wegen arglistiger Täuschung zu klagen.

  • Mithos

    @25(Ares): Jaja, da wird sich Justizia sicherlich auf die Seite der vermeindlichen Kapitalisten stellen und nicht auf die Seite der "Geiz ist Geil"-Fraktion, die ohne Skrupel auf Kosten anderer ein Schnäppchen macht und am liebsten alles Umsonst haben möchte. Nur frage ich mich dabei, wer da eigentlich der Kapitalist ist.

    wie 27(stephan) schon schreibt, man könnte sich aufregen.

    Würdet ihr solch ein falsch ausgezeichnetes Angebot auch ausnutzen, wenn der Verkäufer ein kleiner Elektro-Laden um die Ecke wäre, der sich gerade so über Wasser halten kann?

  • @SvenC

    Öhm, das klingt ein weeenig neurotisch.

  • http://www.abzockwelle.de Axel John

    @ 26: <i>Merksatz 1: Vor einem deutschen Amts- oder Landgericht ist die Sach- und Rechtslage niemals klar.</i>

    Fälle mit offensichtlich falscher Preisauszeichnung gibt es immer wieder mal. Mir ist aber keiner bekannt, in dem das betroffene Unternehmen zur Lieferung verpflichtet wurde.
    Wenn man selbst Anwalt ist, kann man natürlich leicht einen raushängen lassen.
    Als Laie würde ich mir das aber gründlich überlegen. Keinesfalls würde ich riskieren, dass mich die RSV wegen solch einem Blödsinn auf die Abschussliste setzt oder gar den Vertrag kündigt.

    @ 33: Würdet ihr solch ein falsch ausgezeichnetes Angebot auch ausnutzen, wenn der Verkäufer ein kleiner Elektro-Laden um die Ecke wäre, der sich gerade so über Wasser halten kann?

    Die, die darauf spekulieren, dass das klappen kann, bei dem erst recht.
    Die rechnen damit, dass der kleine Händler garnicht die Ressourcen hat, solch einen Fall die Instanzen rauf und runter zu klagen.

  • Grumpy

    Die werben ja sogar immer noch mit den 49,95-Preisen – und zwar unter der Rubrik "Wir empfehlen außerdem" unter den Mac-Artikeln

    Hoffe, der Link funktioniert noch nach meiner Kürzung der Session-ID: http://is.gd/1Svej

  • inge

    Also wenn ich mein MacDreckBuch nicht kriege, schicke ich denen die Russenmafia auf den Hals. Ich werde klagen bis zur höchsten Instanz (Gott).

    Aber das ist mal wieder typisch für die Ellenbogengesellschaft, den Radikalkapitalismus, Schwächen ausnutzen und den Gegenüber fertigmachen.

    Unmoralisch, unmenschlich.

    Bei EUREM nächsten Fehler stehe ich bereit und mache euch fertig. Versprochen.

  • Andive

    Ich bin offenbar nicht die Einzige, die das Gebaren ihrer Mitbürger auf Deutsch gesagt zum Kotzen findet. Erstmal raffen und dann mit dem Anwalt winken und auf das "Recht" pochen. Uaeh. Was seid ihr widerlich.

    Ich bin Doktorandin, könnte ein neues Notebook sehr gut gebrauchen, finanziell stehe ich noch schlechter als Hartz4. Aber auf sowas kann ich verzichten.

    Achso, viel Spaß beim Klagen.

  • http://berlinerkindl.wordpress.com Max

    "Obwohl ich natürlich so eine Ahnung habe, dass sich Justitia auf die Seite der Kapitalisten stellt."

    Ob die Besteller wirklich schützenswertere Interessen haben? Sicherlich nicht die, die fünf Stück auf einmal bestellt haben, um sie auf eBay zum zwanzigfachen Preis loszuwerden.

  • http://kleinblog.com dk

    @henk
    Verstehe ich nicht. Otto sagt: wir haben die Tasche zum Preis von 49,90 EUR angeboten, die haben die Kunden gekauft. Die Kunden sagen: nein, ich habe zwar Taschen gesehen, aber die Beschreibung passte auf MacBooks. ME sind das zwei nicht deckungsgleiche WE, so dass gar kein Vertrag zustande gekommen ist, sondern zwei Angebote auf Abschluss eines KV (Taschen und MacBook) vorliegen. Jetzt hat jede Partei Zeit, das Angebot anzunehmen und gut ist. Otto wird das nicht tun und die Kunden wohl auch nicht, so dass gar kein KV in der Welt ist. 119 ist nicht weg, weil Otto sich ja nicht geirrt hat (wenn die "Bestellbestätigung" so aussieht, wie im Inet gepostet, also nur die Eingangsbestätigung nach 312e ist), sondern im Zweifel der Kunde, weil das urspr Angebot im Webshop kein Angebot im Rechtssinn darstellt und die EMail ebenso keine Annahme des Angebots ist.

  • http://lawblog.de Udo Vetter

    Das setzt aber voraus, dass es auf die Fotos ankommt. Auf Werbefotos sind oft Dinge zu sehen, die nicht (mit) verkauft werden.

  • http://saegewerk.wordpress.com/wp-admin/ Agent_Dexter

    Wobei man ganz klar sagen muss, dass die JETZT angezeigten Taschen erst seit dem frühen gestrigen Abend abgebildet werden. Den ganzen Tag war an dieser Stelle auch das jeweils entsprechende Notebook abgebildet, daneben stand die Bezeichnung des Notebooks, darunter fand man alle technischen Angaben. Und selbst am späten Abend war noch unter der Option "Weitere Bilder" neben der Tasche auch das Notebook zu sehen. Schlimm ist, dass OTTO jetzt den Fehler nicht eingesteht (Was würde/könnte in einem solchen Fall passieren?), sondern online ein paar Bilder durch andere ersetzt und ein paar Artikelnummern vertauscht, nur um Verwirrung zu erzeugen.

  • Hmmm…

    Sind hier regelmäßige Ottobesteller? Von Interesse dürften nämlich die Mails von Otto sein. Was steht drin. Gab es nur die obligatorische Bestätigungsmail à la "wir haben ihr Angebot erhalten", vgl. § 312e I Nr. 3 BGB. Oder wurde das Angebot tatsächlich angenommen. Andererseits: Ein Versandhändler meiner Wahl bspw. zieht es vor, mein Angebot erst mit Zusenden der Ware anzunehmen…

    @ 33: Und: ich hätte keine Skrupel, auch beim Einzelhändler mein Glück zu versuchen, nur ist da die Situation anders. Falsche Auszeichnung = invitatio ad offerendum -> An der Kasse vorlegen = Angebot -> "Oh, das kann ja gar nicht sein, das tut mir leid. Das haben wir wohl leider falsch ausgezeichnet. Das kostet eigentlich XY,-" = Ablehnung meines Angebots + neues Angebot

    Und Kapitalist ist nicht gleich Blutsauger. Und es ist Natur der Sache, dass ich für mich wirtschafte und nicht für ein wie auch immer geartetes Kollektiv – mir also versuche, den größtmöglichen Vorteil zu sichern. Diesen Ausdruck meiner bürgerlichen Individualität behalte ich mir vor und ist auch die Grundlage für das individualistische Menschenbild des Liberalismus.
    Und die restlichen "Kapitalisten"-Schreier: der Kapitalismus ist ein totales gesellschaftliches System, in dem für alle die gleichen Spielregeln gelten – egal, ob Ich-AG, Deutsche Bank, Private-Equity-Fonds oder sogar Arbeitskraftverkäufer – nur, dass mit unterschiedlichem Erfolg daran teilgenommen wird und was zu unterschiedlichen Auswirkungen auf die jeweilige Lebensrealitäten und Chancen führt. Klugscheißer-Modus "off"

  • anonym

    @38 Gut finde ich hier, daß die Knappheit finanzieller Mittel mal ausnahmsweise nicht zur Begründung einer bestimmten Handlungsweise herangezogen wird. Sehr löblich.

    @43 Also daß jetzt alle nach den gleichen Regeln spielen, Lieschen Müller und der Großkonzern, das glauben Sie doch wohl selbst nicht ernstlich. Solche Glaubensbekenntnisse sollte man tunlichst nicht ablegen, damit macht man den Rest seiner Aussage auch irgendwie suspekt. Es sind ja nicht alles nur böse Kommunisten, die vor Zeiten entdeckt haben, daß der Kapitalismus nicht so adrett ist, wie er selber fortwährend immer erzählt.

  • VriLG

    Die mehrfach oben angesprochene Entscheidung ist das Urteil des BGH v. 26.1.2005 – VIII ZR 79/04 siehe hier: http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&Art=en&sid=c4e78ee2adfe31b12a7cfaa6c50e8d53&client=8&nr=31721&pos=0&anz=1&Blank=1.pdf

  • Rallllle

    Hallo,

    hier die Original Bestätigungsmail mit ein paar X bei persönlichen Daten.

    Automatische Bestätigung

    Guten Tag, lieber XXX

    herzlichen Dank für Ihre Bestellung bei http://www.otto.de am 28.7.2009. Mit dieser E-Mail bestätigen wir den Zugang Ihrer Bestellung.

    Ihre bei uns gespeicherte Kontoanschrift lautet:

    Ihre Kundennummer: XXX
    Herr
    XXX

    Wir haben Ihre Bestellung wie folgt aufgenommen:

    ======================================================
    Bestellung bei OTTO
    ______________________________________________________
    Artikel : Notebook, Apple, >>MacBook Air (MC233/A)<<
    Anzahl : 1 Stück
    Preis/Stück : 49.95 Euro
    Bestellnummer : XXX
    Lieferung : Standard-Liefertermin
    Lieferadresse : XXX
    Lieferstatus : lieferbar innerhalb 1 Woche(n)
    Zahlungsart : Barzahlung
    Zu zahlen bei : OTTO
    ______________________________________________________
    Artikel : Notebook, Apple, >>MacBook PRO (MB990D/A)<<
    Anzahl : 1 Stück
    Preis/Stück : 49.95 Euro
    Bestellnummer : XXX
    Lieferung : Standard-Liefertermin
    Lieferadresse : XXX
    Lieferstatus : lieferbar innerhalb 1 Woche(n)
    Zahlungsart : Barzahlung
    Zu zahlen bei : OTTO
    ______________________________________________________
    Warenwert : 99.90 Euro
    Versandkosten : 5.95 Euro
    ______________________________________________________
    Summe : 105.85 Euro

    Davon bei Lieferung
    bereitzuhaltender Betrag: 105.85 Euro

  • VRiLG

    Die Bestätigungsmail bestätigt ziemlich eindeutig den _Eingang_ einer Bestellung ist aber nicht die Annahme des mit der Bestellung verbundenen Angebots.

  • Daniel

    Solche fälle gab es doch schon xmal bei vielen verschiedenen online Händlern und selbst ich mit 2 Jahren Berufsschul-BWL weiss dass die keine Chance auf die billigen Artikel haben.

  • Rangar

    @32
    Ist hier überhaupt eine Anfechtung nötig? Beim Versandhandel habe ich doch sowieso ein Rückgaberecht.

  • Auke

    @49
    Möglich wäre sie, aber sinnlos, weil sie im Gegensatz zum Widerrufsrecht schadensersatzpflichtig macht.

  • Jan

    In den AGB steht doch deutlich, das der Kaufvertrag erst mit der Lieferung der Ware zustande kommt. Lustig, wie viel kommentiert und gemutmaßt wird, ohne wenigstens mal in die AGB zu gucken… Falls geliefert wird und dabei auf der Rechnung(!) immernoch der gleiche Preis steht, wird eine Dikussion über Anfechtungen erst relevant.

  • QueFueMejor

    Es ist zum Kopfschütteln.
    Die Leute, die ernsthaft dachten, sie bekämen ein MacBook für 50 Euro, sind schon recht dumm.
    Schlimmer noch die Leute, die merken, dass es ein falscher Preis sein muss und trotzdem bestellen in der Hoffnung, eventuell nach Klage, ihr MacBook für 50 Euro zu bekommen. Das ist nämlich nicht nur dumm, sondern gleich noch dreist. Aber was erwartet man in einem Land, in dem Geiz geil ist. Wer auf diese Weise ein Schnäppchen machen will, ist meiner Meinung nach nicht viel besser als die kritisierten "Kapitalisten". Armes Deutschland. Aber solang der Schaden bei jemand anderem liegt…

  • Frank

    Diese lustigen Moralapostel hier. Es gibt wirklich Leute, die von sich behaupten, sie wuerden kein MacBook Air fuer 49,99 kaufen, wenn sie die Moeglichkeit dazu haetten. Haha, meine Lebenserfahrung sagt mir, es gibt niemanden, der das nicht tun wuerde. Dennoch gibt es 2 Sorten von Menschen. Welche die es offen zugeben, und andere die es leugnen, wie hier.

  • Marcus

    Aber das ist doch der Punkt, lieber QueFueMejor, in den AGB von Otto steht darüber rein gar nichts. Nicht mal beim Bestellvorgang muss man dort die AGB als Bestätigung anklicken. Ich denke, Otto hat einen mangelhaften Online-Shop.

  • Andive

    @ Frank

    Ja, gibt es. Ich werfe gerne den ersten Stein.
    Nur weil 99 % der Menschheit offensichtlich vor die Hunde gehen, muss das letzte Prozent nicht lügen. Ich beneide Sie nicht um ihre Lebenserfahrung.

    Ihre oben angeführte "Möglichkeit" halte ich im Übrigen für ziemlich gering. Realistisch betrachtet. Wer das anders sieht, dem hat die Gier das Hirn ausgeschaltet. :)

  • Tja

    Nun, das Otto sich auf "Nicht Zustandekommen" beruft, ist logisch und laut Gesetz werden die Besteller kaum eine Chance haben, das dort angepriesene MacBook für diesen lächerlichen Preis zu bekommen. Es mag eine Grauzone sein, vor allem, da Otto die Bestellung umgewandelt hat. Dennoch sind die Chancen auf Erfolg gleich Null!

  • Long John

    @54: Ich bin auch so einer :) Ich find's nur verschärft, wenn gleich mehrere bestellt werden um sich dann selbst noch zu bereichern. Und mal ehrlich, wer glaubt, dass man die Dinger bekommt, der ist echt ein Optimis :)

  • http://www.artavenue.de Robert

    Ich bin ja derjenige der den Link Herrn Vetter zur verfügung gestellt hat. Ich hoffe ja, ich kriege mein Mac Book pro :D

  • LongJohn

    Hätte das nicht einfacher gelöst werden können? Otto gibt ne Pressenotiz raus, dass sie sich bei der Preisangabe geirrt haben (wie, was, warum usw. erklären), melden sich per Mail/Anruf bei den Bestellern und entschuldigen sich-fertig. Aber im Nachhinein die Bestellnummern zu tauschen und versuchen das über die Masche gerade zu biegen?

  • http://www.mitfugundrecht.de ra kuemmerle

    Warum sich Quelle selbst die Möglichkeit einer Irrtumsanfechtung entzieht und einfach den Kaufgegenstand ändert, muss man nicht verstehen. Der BGH hatte mit seiner Entscheidung vom 26.01.2005 zu Gunsten eines Online Händlers entschieden, dass dieser bei irrtümlich falscher Preisauszeichnung einen bereits zustande gekommenen Kaufvertrag wegen Irrtums anfechten kann (VIII ZR 79/04; Lexetius.com/2005,126). In dem zu Grunde liegenden Fall hatte ein Händler ebenfalls ein Notebook mit 245 Euro anstelle der korrekten 2.700 Euro ausgepreist. Schuld war ein Softwarefehler der Produktdatenbank. Auch dort erhielt der Käufer eine Bestätigungsmail. Das Notebook wurde ausgeliefert, auf der Rechnung fand sich auch der niedrigere Preis. Eine Woche später erklärte der Händler dann die Anfechtung des Kaufvertrages und verlangte die Herausgabe des Notebooks. Nach Ansicht des BHG war zwar ein wirksamer Kaufvertrag zustande gekommen, da die Bestätigungsmail als Annahme und damit als Vertragsschluss auszulegen sei. Der Vertrag sei jedoch wirksam wegen eines Irrtums angefochten worden. Der Kunde musste das Notebook herausgeben und erhielt seine 245 Euro zurück.

    Das AG Fürth hingegen entschied in einem Rechtsstreit gegen Quelle. Ein Kunde hatte dort zwei Flachbildfernseher zum Preis von 199,99 Euro bestellt. Quelle bestätigte noch am gleichen Tag den Eingang der Bestellung per Mail. Nach interner Bonitätsprüfung teilte man dem Käufer dann mit, dass die Lieferung nur gegen Vorkasse erfolgt. Der Käufer zahlte und wartete auf seine Fernseher. Quelle wollte aber nicht mehr liefern, da der Fernseher versehentlich falsch ausgepreist worden war. Tatsächlich sollte dieser nämlich 1.999,99 Euro kosten. Das Amtsgericht Fürth sah in der Bestellbestätigung zwar noch keine Annahmeerklärung des Kaufangebots. Die zweite Mail stellte aber nach Auffassung des Gerichts ein Angebot auf Abschluss eines Kaufvertrages über die beiden Geräte gegen Vorkasse dar. Der Käufer zahlte, nahm also dieses Angebot an. Unerheblich sei, ob der im Internet genannte Preis auf einem Eingabefehler beruhte und ob die erklärte Anfechtung des Vertrages rechtzeitig war. Entscheidend war, dass Quelle selbst eingeräumt habe, dass dieser Eingabefehler bereits vor dem Angebot, gegen Vorkasse zu liefern, entdeckt worden war. Eine Irrtumsanfechtung komme danach nicht mehr in Betracht (AG Fürth, Urteil vom 03.07.2008, Az.: 340 C 1198/08). Offensichtlich war die Rechtsabteilung da auch nicht ganz beisammen.

  • http://www.artavenue.de Robert

    Hmm, also wenn die einen wirklich verarschen wollen, wäre es doch erstmal sinnvoll, die Tasche anzunehmen, oder? Auch wenn man gleich beim Packet feststellen dürfte, dass es zu leicht ist.

  • Rolf

    also ich habe auch ein mac book air bestellt. schade wäre es schon, wenn otto mir jetzt ein taschenset zuschickt, aber ich werde deswegen nicht gleich rechtliche schritte einleiten.
    hier wurde geschrieben, dass in den AGBs von otto ganz klar steht, dass ein kaufvertrag erst durch zusendung der ware zu stande kommt. davon kann ich jedoch nichts lesen. kann ich da bitte mal einen link bekommen?
    ansonsten an alle Weltverbesserer: wer hat denn den schaden letztendlich? bestimmt nicht der verkäufer um die ecke…

  • Daniela

    Sehe ich das richtig, wenn Quelle mir jetzt ein Taschenset liefert, kann ich die wegen arglistiger Täuschung verklagen?

  • Schraubenzieher

    Frank(53): Nichts gegen Ihre Lebenserfahrung, aber wenn das so ist, spricht das gegen Ihren Umgang. Der einzige Grund so ein Teil zu kaufen, obwohl man schon versorgt ist bzw. keinerlei Bedarf hat, wäre doch es mit Gewinn weiterzuverkaufen, aber darauf hat nun einmal nicht jeder Lust.

  • aethelstan

    Frage am Rande, bezogen auf einen anderen Fall: Wenn ein Kundenberater in einem Chat ausdrücklich die Lieferung bestellter Artikel zusagt, und man über ein Protokoll dieses Chats verfügt – kann man hieraus eine Annahme des Vertragsangebots ableiten? Oder erfolgt diese ausschließlich mit der Lieferung?

  • Flokke

    Der Kaufvertrag kommt mit der Zustellung der Rechnung bzw. der Auslieferung der Ware zustande. Das ist bei fast allen Online-Shops so. Otto kann jederzeit eine Rechnung über den normalen Preis ausstellen. Die Bestellbestätigung sagt ja nur: "Hey! Wir haben den Wunsch Deiner Bestellung erhalten."

    Selbst beim Kauf auf Kreditkarte wird der Betrag erst später abgebucht.

  • Daniela

    Dann erwarte ich aber jetzt auch eine korrigierte Bestellbestätigung.

  • nesdi

    na ja, wenn mir QUELLE auf eine Bestellung bei OTTO hin irgendwas liefern würde, käme ich mir immer zumindest verarscht vor

  • http://kleinblog.com dk

    @UV
    Da wir hier nicht über einen barrierefreien Webshop reden… ;-)

    @43
    zu @33: aA Palandt, das nur ergänzend wenn man sich einmal über die merkwürde Rechtsauffassung eines AG wundern sollte.

  • Markus

    Ich hba auhc ein paar bestellt und ich verlange entweder die notebooks zu dem Preis oder eine Mail von Otto die den Fehler anspricht, eine Neue Bestätigung schickt und Ich die Option habe alles zu stornieren+ vl. n Gutschein als Entschädigung^^, aber wenn sie jetzt einfach Taschen liefern gibts ärger.

  • http://saegewerk.wordpress.com/ Agent_Dexter

    Meine Bestellbestätigung sagt NICHT NUR: "Hey! Wir haben den Wunsch Deiner Bestellung erhalten.", sondern führt konkret Artikelbezeichnung, Anzahl und Preis auf. Ich werde abwarten, was passiert. Und als böse, gemein oder gierig komme ich mir nicht vor! Es gibt Menschen in diesem Land, die bekommen Millionen, wenn sie den Arbeitsplatz räumen, weil sie ein Unternehmen in den Ruin gewirtschaftet haben, und ich soll mich schlecht fühlen, weil ich ein günstiges Produkt-Angebot wahrnehme?

  • QueFueMejor

    @53 (Frank)
    Ich weiß nicht, was sie für Erfahrungen gemacht haben, aber meine Erfahrung zeigt mir, dass bestimmte Angebote einfach zu gut sind um echt zu sein. Ich könnte genauso gut glauben, dass der Auktionssender im Fernsehen echt teure Sachen verkauft, aber ich bin mit bewusst, dass die irgendwelche Ramschware verkloppen.
    Wenn ich ein MacBook für 50 Euro sehe, denke ich jedenfalls nicht, dass ich das jetzt haben muss. Erstens weil ich ein Notebook habe, zweitens, weils zu billig ist. Aber offensichtlich macht Geiz wirklich blöd.
    Und wenn ich mir die Kommentare so durchlese, dann glaube ich, werden die Käufer des MacBooks nicht so schnell Besitzer eines 50-Euro-MacBooks.

  • Hendrik

    @72 Danke. Der Meinung schließe ich mich an.

    Ich habe bisher übrigens noch garkeine Reaktion von Otte erfahren außer die Bestätigung.

  • QueFueMejor

    @72
    Nein, sie brauchen sich nicht schlecht fühlen, nur weil sie ein billiges Angebot nutzen. Aber wie schon erwähnt wurde, ist der Kaufvertrag erst mit erhalt der Rechnung bzw des Produktes abgeschlossen. Bis dahin können sich also die Vertragsbedingungen noch ändern. Wenn OTTO sagt, sie wollen die MacBooks doch lieber für 1600 Euro verkaufen, können sie vom Kauf sicher zurücktreten. Aber einfordern können sie gar nichts.

  • Nörgeler

    M.E. ändert die jetzige Auffassung des Otto Versand, es sei ein Kaufvertrag über ein Taschenset zustandegekommen, rein gar nichts. Die bisherigen Schilderungen sprechen zunächst bestenfalls für eine Einigung über ein Macbook für 49,95 Euro. Der 119er auf Seiten Ottos wäre dann klar, der anschließende 122er Abs. 2 allerdings ebenfalls.

    Interessant ist im Hinblick auf das jetzige Verhalten Ottos allein, ob den Bestellern gegenüber irgendetwas stattgefunden hat/bald mal stattfindet, was man als Anfechtungserklärung auffassen kann. Anderenfalls ist mit einer Anfechtung nämlich nichts mehr, § 121 Abs. 1 BGB.

  • Sondermann

    Hallo zusammen,

    ich hab auch gestern ein macbook air bestellt. Hab mir von vornerein keine grossen aussichten auf Erfolg gemacht, und hatte auch nicht vor, wie wohl viel andere, den Familienurlaub damit zu finanzieren.
    Auch wär ich niemals auf die Idee gekommen das Notebook einzuklagen, Fehler passieren halt.
    Was mich jetzt allerdings auf die Palme bringt und in meinen Augen riesen Unfug ist, ist das OTTO jetzt zehntausende(?) Notebooktaschen verschickt und die wohl auch alle wiederbekommt,da die ja wohl keiner haben wollte.
    Gewinner sind demnach nur die Logistikunternehmen und wahrscheinlich diverse Anwälte…..
    (vielleicht wars auch nur nen trick neue adressen zu sammeln…wer weiß)

  • LongJohn

    @Sondermann 77:
    Genau meine Meinung, ich hab mir EIN HP Notebook für mich bestellt und nicht gedacht, dass dabei was rauskommt. Aber das jetzt OTTO bestellungen einfach löscht und den Kunden nix davon sagt, find ich schon ein dickes Ding. Hätte ja gereicht, wenn ne Mail kommt ala "Sorry, haben einen Fehler gemacht und es war der falsche Preis im Netz…" aber so?!?

  • alex

    hallo!

    ich habe auch einfach mal bestellt.
    heute wurde meine bestellung dann aber einfach gelöscht (in meinem otto-kundenkonto)
    eine mail oder einen hinweis darauf habe ich jedoch nicht erhalten..

  • Sondermann

    Jepp,
    sone Entschuldigung hät ich wohl angenommen.
    Bin Kellner und hab mich auch schonmal vertan.
    Aber jetzt hier kapitalistisch werden und so…gehört eigentlich bestraft ;)

  • R.A.

    @41, U.V.:
    > Auf Werbefotos sind oft Dinge zu sehen, die
    > nicht (mit) verkauft werden.
    Wie, soll das heißen, bei http://www.sixt.de kann man sich NICHT die abgebildete Frau für einen Tag mieten?

  • Frank

    Es geht doch ueberhaupt nicht darum, ob man das Teil wirklich bekommt oder nicht.

    Fakt ist, ich glaube Ihnen nicht, dass Sie so ein Angebot nicht wahrnehmen wuerden, wenn Sie es koennten. Das ist meine Lebenserfahrung. Und wie gesagt – es gibt Leute, die das abstreiten und es gibt Leute, die das offen und ehrlich zugeben. Und ich halte letztere fuer die angenehmeren Menschen.

  • Steffen

    Aus rechtlicher Sicht bieten sich – denke ich – verschiedene Möglichkeiten aus dem Vertrag rauszukommen. AGB wurde ja schon angesprochen, 320 BGB – zmindest bei denen die noch nicht bezahlt haben – würde ich auch noch in die Runde werfen!

    Absolut unanständig ist aber, dass sie versuchen nun die Kaufverträge nach ihrem Gusto abzuändern. Da hoffe ich nur, dass ihnen das im Web ähnlich um die Ohren fliegt, wie es vor einigen Tagen Vodafone erging. Um mal die Kapitalismuskritiker anzusprechen, da muss der Druck der Straße her :-)

  • Anonym (nicht das Original)

    Hat jemand schon eine Versandbestätigung bekommen? Mein Freund hat bereits eine bekommen. Über Notebooktaschen!! :-D Werden morgen geliefert.

  • jo

    <blockquote>Der einzige Grund so ein Teil zu kaufen, obwohl man schon versorgt ist bzw. keinerlei Bedarf hat, wäre doch es mit Gewinn weiterzuverkaufen</blockquote>

    Selbst wenn: Woher wissen Sie, dass die Besteller schon "versorgt" sind? Mit kam das Angebot von Otto.de gerade recht, da ich ohnehin auf der Suche nach einem kleinen und günstigen Notebook war.

    Ebenso wie bei Dell, wo man vor ein paar Wochen Netbooks für 99 Euro bestellen konnte (die selbstverständlich auch geliefert wurden), ging ich schlicht von einer Werbemaßnahme aus. Schließlich sind Apple-Notebooks bei Otto neu im Programm.

  • Holger A

    AFAIK gab es einen ähnlichen Fall bei DELL vor wenigen Jahren: alles wurde rückabgewickelt, außer bei denen die mittels VISA bezahlt hatten. Der Kaufvertrag war wohl durch Einzug des Geldes gültig.

    PS: Demnächst bitte ich früher über solche Schnäppchen informiert zu werden. Dann stecke ich auch meine VISA-Karte immer ein.

  • Nina

    Ich habe 100 Stück (50 Air und 50 Pro) bestellt und wollte einen kleinen Apple Laden aufmachen, aber wenn ich die Kommentare so lese, wird das wohl nix…

  • anonym

    Im Internet ist schon nachzulesen, dass alle Ottobesteller einen Brief bekommen. Mit dem Inhalt das es ein Fehler war und die MacBooks nicht ausgeliefert werden können zu dem Preis.
    Also Pech gehabt. Jede weitere Spekulation ist damit wohl unnötig. Quelle ist die Abendzeitung.
    Fraglich ist höchstens, wenn einer Taschen zugeschickt bekommt. Ob damit ein Vertrag zu Stande kam und somit anfechtbar ist!?

  • anonym

    @82 Ihre Unterstellung geht doch letztlich ins Leere und zeigt damit keine besonders große Menschenkenntnis. Wenn Sie schon einige Jährchen alt wären (ich kenne Ihr Alter nicht), dann würden Sie vielleicht wissen, daß es auf der Welt (gerade was Menschen betrifft) kaum etwas gibt, was nicht existiert (ob Sie es nun wahrhaben wollen oder nicht). Allen Leuten, die nicht gleich JA oder HURRA schreien, Heuchelei zu unterstellen – diese Aussage spricht schon für sich. Meine Lebenserfahrung sieht jedenfalls verdammt anders aus als Ihre.

  • Dennis

    Ich wuerd mal sagen Otto hat in den letzten Stunden mehr Werbung "umsonst" bekommen als sie mit 1 Million Euro erhalten wuerden. Da koennten die es auch mal nicht so eng sehen und die Notebooks ausliefern.

    Wenn nicht, dann sollten Sie die Kaeufer kontaktieren und sich ehrlich entschuldigen und die Sache ist dann auch gegessen. Kann ja mal passieren.

    Wenn Sie die Bestellung aber ohne Ruecksprache auf eine Notebook Tasche aendern, dann sollten sich die Leute bei Otto mal kraeftig an den Hut fassen und sich auf eine Hetzkampagne im Internet gefasst machen. Das kostet Otto im Endeffekt mehr als die Notebooks einfach auszuliefern.

    Sorry die Zeiten haben sich geaendert und Kunden haben im Internet eine Stimme. Otto sollte respektvoll mit den (Neu)kunden umgehen und sich entschuldigen.

    PS. Die Bilder der Tasche waren erst am fruehen Abend zusehen. Vorher war ein Macbook abgebildet, der 49 EUR Preis und die Daten eines Notebooks in der Beschreibung zu lesen. Wie kann Otto denn bitte jetzt die Bestellung einfach auf eine Notebook Tasche umaenderen.

    PS2. Das ganze Debakel sollte mal Anlass geben einen anstaendigen Webshop zu kaufen. Das Ding was die benutzen taugt doch keinen Meter. Mit dem Safari Browser kann man ueberhaupt nicht bestellen…

  • Nina

    ^^^ Mit Safari konnte man schon_immer_ bei Otto bestellen ^^^

  • marcus

    HIER MAL EIN GERICHTSBESCHLUSS AUS HAMBURG!

    IN DEN OTTO AGB s kann stehen was will. Das HGB entscheidet und ich freu mich bereits auf die Auslieferung die ich zur Not einkalgen werde!

    Online-Shop muss trotz falscher Preisauszeichnung liefern
    Meldung vorlesen und MP3-Download

    Online-Kunden haben auch dann einen Lieferanspruch, wenn die Ware auf der Homepage falsch ausgezeichnet ist und die irrtümliche Angabe weit hinter dem Normalpreis zurückbleibt. Das berichtet die Fachzeitschrift Multimedia und Recht (Ausgabe 11/2004) unter Berufung auf ein Urteil des Amtsgerichts (AG) Hamburg-Barmbek (Az.: 822 C 208/03). Selbst bei großen Preisunterschieden könne ein Shop-Betreiber seinem Kunden keinen Rechtsmissbrauch unterstellen, wenn dieser auf eine Falschauszeichnung hin eine Bestellung vornimmt.
    Anzeige

    Auslöser der Klage war ein Webangebot für ein Handy, das der spätere Beklagte in seinem Internet-Shop feilbot. Der Normalpreis von 699 Euro für das Nokia 7650 war zwar angegeben, jedoch durchgestrichen und darunter prangte die Angabe "Jetzt nur 14,95". Hintergrund für die Falschauszeichnung war ein Versehen des Webmasters, der irrtümlich den Preis für die Handytasche dem Mobiltelefon zugeordnet hatte. Ein Kunde bestellte darauf hin zwei Handys und erhielt noch am gleichen Tag eine automatische E-Mail, die neben der Auftragsbestätigung in einem eigenen Absatz den Zusatz enthielt "Wir senden Ihre Bestellung an die bei dem jeweiligen Artikel angegebene Adresse". Nachdem der Händler den Fehler entdeckt hatte, verweigerte er die Lieferung. Dabei stellte er sich auf den Standpunkt, dass der Irrtum für jeden erkennbar gewesen sei und er demgemäß den Kaufvertrag "rückgängig" machen könne.

    Das Amtsgericht sah dies allerdings anders und verurteilte den Verkäufer zur Lieferung zweier Nokia 7650 zum Gesamtpreis von 29,90 Euro. Maßgeblich für den Richter war der Zusatz in der E-Mail. Damit habe der Händler unmissverständlich zu verstehen gegeben, dass er zum angegebenen Preis liefern werde. In der Mail könne auch keine "ledigliche Eingangsbestätigung" gesehen werden, da der Kunde aufgrund der Formulierung "Wir senden ihre Bestellung an die angegebene Adresse" von der Wirksamkeit des Kaufvertrages ausgehen durfte, so das Gericht. Auch könne dem Kunden kein Rechtsmissbrauch vorgeworfen werden, da eine Preisauszeichnung von 14,95 Euro für ein Handy nicht derart ungewöhnlich sei, dass ein Käufer von einer offensichtlichen Preisverwechslung ausgehen müsse. Schließlich gebe es "gerade im Internet Lockangebote mit extrem niedrigen Preisen". Damit verbunden seien Verbraucher auch nicht zum Preisvergleich verpflichtet, sondern dürfen sich auf Preisangaben verlassen. Das Urteil ist nicht rechtskräftig, weil der Online-Verkäufer Berufung zum Landgericht Hamburg eingelegt hat.

    Tippfehler und Falschangaben haben deutsche Gerichte schon mehrfach beschäftigt und zu höchst unterschiedlichen Urteilen geführt. Ähnlich wie der hanseatische Richter läßt auch der Kollege vom Amtsgericht Ibbenbüren den Einwand eines Irrtums nicht gelten. Im dortigen Fall hatte der Richter einen Händler zur Lieferung einiger wertvoller Antiquitäten zu insgesamt 3 Mark verdonnert, weil der Händler die Stücke auf seiner Homepage mit jeweils einer Mark ausgezeichnet hatte. Dem Argument, es handelte sich um ein Versehen, erteilte das Amtsgericht Ibbenbüren eine Absage. Anders das Oberlandesgericht (OLG) Hamm. Die westfälischen Richter wiesen die Klage eines Kunden gegen ein Versandhaus ab, der auf Lieferung von fehlerhaft ausgezeichneten PC-Speichermodulen bestanden hatte. Da bei der Preisauszeichnung das Komma um zwei Stellen zu weit nach links gerückt worden sei, könne das Versandhaus den eigentlich bestehenden Kaufvertrag anfechten und sei damit nicht zur Lieferung verpflichtet, meinte das OLG.

    Automatische Bestätigungs-E-Mails in Verbindung mit irrtümlichen Preisangaben bereiten nicht nur hier zu Lande den Online-Händlern Kopfzerbrechen, sondern zum Beispiel auch Kodak in Großbritannien. Eine rund 500 Euro teure Kamera wurde im dortigen Online-Shop fälschlicherweise zu einem Preis von 150 Euro angeboten. Noch bevor Kodak das Versehen bemerkt hatte, machte das Schnäppchenangebot in der Webgemeinde die Runde und führte zu mehreren tausend Bestellungen, die allesamt mit einer automatischen Bestätigungs-Mail beantwortet wurden. Die so zustande gekommenen Kaufverträge wollte der Kamerahersteller ursprünglich nicht erfüllen. Aufgrund der nicht eingeplanten öffentlichen Aufmerksamkeit und entsprechender Presseberichte lieferte Kodak dann doch die Kameras zum Preis von 150 Euro. Geschätzter Schaden: rund 2 Millionen Euro. (Noogie C. Kaufmann) / (anw/c't)

  • QueFueMejor

    Zitat von 90. Dennis:
    "Sorry, die Zeiten haben sich geaendert und Kunden haben im Internet eine Stimme."
    Wieso muss ich jetzt spontan an den "rechtsfreien Raum Internet" denken? ;)

  • Peter Sansibar

    A. Hat der Besteller einen Anspruch auf Lieferung eines MacBook zu einem Preis von 49,95 €?
    Anspruchsgrundlage: Kaufvertrag, § 433 Abs. 1 BGB.
    Voraussetzung: Wirkamer Kaufvertrag über ein MacBook zum Preis von 49,95 €; übereinstimmende Willenserklärungen von Quelle und dem Kunden (Angebot und Annahme)

    I. Angebot von Quelle durch Einstellen in den Onlineshop? (-), da es sich dabei um eine bloße Aufforderung an potentielle Kunden handelt, ihrerseits ein Angebot abzugeben.
    II. Angebot vom Kunden durch Bestellung? (+)
    III. Annahme von Quelle durch "Eingangsbestätigung"?
    (-), automatisierte email enthält keinen Rechtsbindungswillen; schon dem Wortlaut nach (oben wiedergegeben) handelt es sich lediglich um eine Bestätigung des Eingangs eines entsprechenden Angebots durch den Kunden (dazu ist Quelle verpflichtet: § 312e I Nr. 3 BGB!)

    Ergebnis: Sofern MacBook nicht geliefert wird, fehlt es an Annahme durch Quelle. Keine Einigung, kein Kaufvertrag. Einer Anfechtung durch Quelle bedarf es nicht; es fehlt bereits an einer Willenserklärung.

    B. Hat Quelle einen Anspruch auf Zahlung von 49,95 € wegen Lieferung einer Notebooktasche?
    Anspruchsgrundlage: Kaufvertrag, § 433 Abs. 2 BGB
    Voraussetzung: Wirkamer Kaufvertrag über eine Notebooktasche zum Preis von 49,95 €; übereinstimmende Willenserklärungen von Quelle und dem Kunden (Angebot und Annahme)

    I. Angebot des Kunden durch Bestellung?
    (-), Bestellung bezog sich auf MacBook
    II. Angebot von Quelle?
    In der Nachricht über "Änderung der Bestellung" könnte ein entsprechendes Angebot liegen; spätestens in der Lieferung der Tasche
    III. Annahme durch den Kunden?
    Daran fehlt es. Solange der Kunde keine Erklärung mit dem Inhalt "Ja, ich nehme die Tasche zum Preis vom 49,95 €" fehlt es an einer Einigung.
    Also: Lieferung der Tasche ablehnen, wenn kein Interesse besteht. Bloße Entgegennahme der Lieferung aber wohl auch unschädlich. Selbst Ingebrauchnahme der Tasche steht ggf. einer Annahmeerklärung iSd § 151 BGB entgegen: § 241a BGB

    C. Ergebnis:
    Kein Anspruch des Kunden auf Lieferung des MacBook.
    Im Regelfall kein Anspruch von Quelle auf Zahlung von 49,95 €.

  • aaaanonym

    @96 (Peter Sansibar)

    ## "C. Ergebnis:
    ## Kein Anspruch des Kunden auf Lieferung des MacBook.
    ## Im Regelfall kein Anspruch von Quelle auf Zahlung von 49,95 €."

    Mich würde interessieren, warum QUELLE überhaupt einen Anspruch auf Zahlungen von OTTO-Kunden haben sollte?
    Gut, in der Insolvenz zählt jeder Cent, aber das ginge dann ja doch irgendwie zu weit ;)

  • Peter Sansibar

    @ 98 (aaaaaaaaaaaaaaaanonym)
    Touché! :)

  • Unbekannt

    Wie ist den dieser Punkt in den AGB zu werten?

    14. Speicherung des Vertragstextes
    Der Vertragstext wird bei uns nicht gespeichert und kann nach Abschluss des Bestellvorgangs nicht mehr abgerufen werden. Sie können Ihre Bestelldaten aber unmittelbar nach dem Absenden der Bestellung ausdrucken.

    Ich lese darin eindeutig, dass ein Vertrag geschlossen worden ist und nur die Annahme durch den Käufer (Punkt 1 der AGB) noch benötigt wird.

    Auch denke ich, dass OTTO sich nicht auf die vorliegenden Urteile beziehen kann, in denen auf den Eingabe oder Softwarefehler abgehoben wird. Grund hierfür ist m.E., dass OTTO diese Fälle bekannt sind und somit verpflichtet ist, die einzustellenden Angebote zu prüfen.Tun Sie das nicht, kann ich nur von Vorsatz ausgehen und somit die Einstellung als "echte" Willenserklärung ansehen.

    Ich sehe den ganzen Fall unter dem Gesichtspunkt, dass immer mehr Kundenschutz gefordert wird. Hier muss der Kunde geschützt werden. Sind nämlich solche Angebote nicht bindend für den Versandhändler, kann sich der Kunde nicht mehr sicher sein, ob irgendetwas zum ausgewiesenen Preis geliefert wird.

    Fehler können passieren? Ja sicher! Aber der Stand der Technik ist bekannt und jeder muss verantwortlich mit seinen Willenserklärungen umgehen. Und eine kurze Prüfung vor der Freischaltung des Angebots wäre angebracht gewesen.

    Ich bin gespannt, wie die Angelegenheit enden wird.

  • WakeAlan

    @85:

    > Selbst wenn: Woher wissen Sie, dass die Besteller schon
    > "versorgt" sind?

    Weil sich einige Leute als Mehrfachbesteller geoutet haben. Da wurde dann eben ein Air und ein Pro zu einem Preis bestellt, der nicht stimmen kann. Gerne auch noch mehr. Es bedarf keiner großen Phantasie, dass der dadurch entstehende Grad der Überversorgung durch Verkäufe auf eBay & Co. abgebaut werden sollte.

    > Ebenso wie bei Dell, wo man vor ein paar Wochen Netbooks für
    > 99 Euro bestellen konnte (die selbstverständlich auch geliefert
    > wurden), ging ich schlicht von einer Werbemaßnahme aus.

    Klar, man kann sich auch immer doof stellen.

    > Schließlich sind Apple-Notebooks bei Otto neu im Programm.

    Das stimmt nicht. Neu im Programm sind lediglich das MacBook Pro und das Air. Und die werden bestimmt nicht für einen kleinen Bruchteil des Preises verramschen.

  • Klaus

    Hallo zusammen,

    bei mir sieht es so aus, dass ich mehrere MacBooks bestellt habe. Da ich Neukunde bin habe ich gestern eine nette Mail erhalten (siehe nachstehend), dass ich doch eine Anzahlung zu leisten hätte. Ich habe gleich lieb bezahlt – damit hat Otto doch in meinen Augen dem Kaufvertrag zugestimmt?

    Lg. Klaus

    ————————————-
    Guten Tag, lieber Herr xxxxxxx,

    vielen Dank, dass Sie bei OTTO bestellt haben!

    Jetzt sollen Sie Ihre Wunschartikel natürlich ganz rasch bekommen. Allerdings macht die Höhe Ihres Auftrags eine Anzahlung erforderlich. Wir bitten Sie dafür herzlich um Ihr Verständnis.

    Damit Ihre Bestellung schnell bei Ihnen ist, überweisen Sie bitte die Anzahlung von xxx,00 EUR innerhalb der nächsten 14 Tage an:

    Otto (GmbH & Co KG)
    20088 Hamburg
    Konto-Nummer: 3100 1244 44
    Hanseatic Bank
    Bankleitzahl: 201 207 01

    Denken Sie bitte daran, beim “Verwendungszweck” Ihre Kundennummer anzugeben.

    Sobald Ihre Anzahlung auf Ihrem Kundenkonto eingegangen ist, beginnt die Lieferzeit. Bitte bedenken Sie: Die Lieferzeit einzelner Artikel kann sich ändern. Die aktuelle Lieferzeit Ihrer Wunschartikel erfahren Sie telefonisch unter 0391 – 566 54 10. Wir sind Montag bis Freitag von 6 – 24 Uhr für Sie da. Und am Wochenende erreichen Sie uns von 8 – 24 Uhr.

    Hamburg, 28.07.2009

    xxxxxxx

    Freundlich grüßt Sie
    Ihr OTTO-Kredit-Team
    ————————————-

  • Unbekannt

    @102

    Das sieht jetzt aber für alle sehr gut aus!

    Wenn diese Mail tatsächlich so an EINEN Kunden gegangen ist, steht das doch eindeutig für die Ernsthaftigkeit des Angebots.

    Dann müßte doch an alle ausgeliefert werden oder?

  • Daniel

    @102:

    Wieviele Notebooks / Taschen hast du bestellt, dass Otto eine Anzahlung will?

  • http://jens.familie-ferner.de Jens Ferner

    Hmm, unklare Rechtslage? Der BGH hat 2005 (VIII ZR 79/04) deutliche Worte gefunden, dabei aber wenig auf AGB etc. geachtet. Auch der Wortlaut der versendeten Bestätigungsmail ist herzlich egal.

    Interessant ist das Urteil insofern, als dass es Vorgaben macht, dass auf den Fehlerursprung abzustellen ist: Wurde der Preis vom Mitarbeiter (fehlerhaft) eingegeben, kann man anfechten, bei automatischer Berechnung durch eine Software nicht. Die Bestätigungsmail ist insofern unschädlich, da sie ja nur dem eigentlichem Abschluss eines KV dient (muss ja sein, sonst keine Anfechtung). Anders als Peter Sansibar oben vermutet ist die Bestätigungsmnail aber (laut BGH) sehr wohl die Annahme des Angebotes seitens des Käufers.

    Wenn (Bezug zu Kommentar von Henk, zitiert im Artikel) ein Kaufvertrag mit der Bestätigungsmail angenommen wird, kann man in dem selbstständigen Ersetzen des Kaufgegenstandes seitens des Versandhauses eine konkludent erklärte Anfechtung lesen, Verbunden mit einem neuen Verkaufsangebot.

    Sollte man (entgegen dem BGH) Peter Sansibar folgen und keinen Vertragsschluss sehen, ist in dem Ersetzen des Kaufgegenstandes ein Fall des §150 II BGB zu sehen.

    Der BGH betont 2005 aber, dass bis dato die Rechtslage in der Tat unklar war.

  • David

    Mein Gott, macht Euch mal nicht ins Hemd. Ihr wollt doch nur von den Fehlern Anderer profitieren und schreit noch "Kundenschutz". Das ist erbärmlich und mit ein Grund, warum es in Deutschland bergab geht … nur noch Egoisten in diesem Land – schlimm.

  • Klaus

    Also wenn die eine Entschuldigung schreiben, dass es ein Fehler war, ist das für mich ok – wenn die mich aber verarschen wollen und mir Notebooktaschen senden, um mich für dumm zu verkaufen, dass ich gar keine Notebooks bestellt hätte, werde ich auch bockig sein und es darauf ankommen lassen. Mit der Anzahlungsbestätigung haben die dem Kauf ja eingewilligt.

  • Theo

    Mein lieber Otto-Versand, warum so kompliziert?

    Wäre es nicht einfacher, so wie wiederholt geschehen, die Ware einafch nicht zu liefern? Schließlich ist es doch üblich den Kunden schon bei Standardbestellungen mit eMails à la: "Lieferzeit 2 Wochen" –> "Lieferzeit 6 Wochen" –> "Lieferzeit unbestimmt" und schließlich "Ware nicht lieferbar" bei Laune zu halten…

  • Marc

    Wie sieht es eigentlich zeitlich aus? Ich meine dieser "Bug" / Fehler war ungefähr 9 STUNDEN!!! online… um 15:30 habe ich von den ersten Bestellungen gehört, um 1uhr nachts habe ich bestellt!

  • Das wird wohl nichts

    Zum Vertragsschluss und @ 105

    Der BGH hat alles andere als festgestellt, dass der Inhalt der Bestätigungsmail "herzlich" egal sei. (Insofern ist es richtig, dass vor allem die Ausführungen zur Anfechtung von Interesse ist, der Rest ergibt sich aus der allgemeinen Lehre vom Rechtsgeschäft) Vielmehr hat der BGH mustergültig nach dem objektiven Empfängerhorizont, §§ 133, 157 BGB, ausgelegt:

    "Das Berufungsgericht hat sich allerdings nicht dazu geäußert, ob bereits die am 1. Februar 2003 um 15.36 Uhr versandte, automatisch verfaßte E-Mail der Klägerin oder erst die Übersendung der Ware mit Lieferschein/Rechnung vom 5. Februar 2003 als Annahmeerklärung zu werten ist. Da weitere tatsächliche Feststellungen nicht zu erwarten sind, kann der Senat diese Auslegung selbst vornehmen. Danach ist aus der Sicht eines verständigen Erklärungsempfängers (§§ 133, 157 BGB) bereits die E-Mail der Klägerin vom 1. Februar 2003, in der sie den Beklagten als Kunden anspricht und ihm mitteilt, daß sein Auftrag nunmehr von der Versandabteilung
    bearbeitet werde und sie sich des weiteren für den Auftrag bedankt, als konkludente Erklärung der Annahme des Angebots des Beklagten zu dem auf ihrer Internetseite angegebenen und in ihrer ersten automatischen E-Mail vom gleichen Tage bestätigten Verkaufspreis von 245 € auszulegen." (BGH VIII ZR 79/04)

    Der Text der Bestätigungsmail lautete im vom BGH entschiedenen Fall wie folgt: "Sehr geehrter Kunde, Ihr Auftrag wird jetzt unter der Kundennummer … von unserer Versandabteilung bearbeitet … Wir bedanken uns für den Auftrag …"

    Hier wurde explizit auf die Versendung hingewiesen. => konkludente Annahme des Angebots. Da hat der BGH wohl auch recht mit.
    Der Versandhandel hat sich seit 2002 auch weiter entwickelt und ist bei der Formulierung etwas sensibler geworden, so dass Otto sicher nichts in Richtung Annahme des Angebots geäußert hat (vgl. auch die Darstellung bei http://www.scherzinfarkt.net/2009/07/macbooks-fur-4995-euro-der-tag-danach/ ). Ich bin mir ziemlich sicher, dass die § 312e-Otto-Mail sogar einen ausdrücklichen Disclaimer beinhaltet i.S.v., dass ein Vertragsschluss erst zu einem späteren Zeitpunkt zustande kommt oder dass erst die Verfügungbarkeit geprüft werden muss, etc. pp.

    Es ist deshalb schon nicht zu einem Vertragsschluss gekommen.

    zur Anfechtgung im Allgemeinen und zur Ergänzung von henk (=Nachtrag von U.V.):

    Selbst wenn man – entgegen guter Gründe – annähme, es wäre doch ein Vertrag geschlossen ergibt sich folgendes:

    Im Endeffekt ist die Reaktion von Otto doch nur die: "Wir wollten doch nur einen MacBook-Tasche verkaufen!". Das nimmt definitiv nicht den Anfechtungsgrund nach § 119 I BGB, sondern ist die Anfechtung, §§ 142, 119 selbst! Durch den Anruf und die Aussage, "Das wird aber nicht ausgeliefert werden. Sie bekommen dann Taschensets. Wollen Sie die Bestellung stornieren", macht die Otto GmbH & Co. KG deutlich, dass sie sich nicht an den Kauf von MacBooks gebunden sieht und den Vertrag aus der Welt schaffen will. Das beinhaltet eine konkludente Anfechtung, §§ 133, 157 BGB (nicht nur Vertragsschlüsse sind Willenserklärungen!) – da es durch einen Anruf am Morgen (!)geschah, erfolgte die Anfechtung unverzüglich und wahrt damit die Frist des § 121 BGB. Damit ist der Vertrag aus der Welt geschafft. Die Sache mit den Taschen ist dagegen ein neues Angebot auf einen Vertragsschluss. Der Kunde muss also nicht aktiv werden, um sichr zu sein, keine Tasche zu bekommen.

    Allgemein noch zu den Ausführungen Henks:
    Der Inhalt des Vertrages (, wenn dieser denn überhaupt zustande gekommen ist!,) bestimmt sich nach §§ 133, 157 BGB. Deshalb ist Vertragsinhalt dann in der Tat ein MacBook und keine Tasche – stand ja so im Angebot des Kunden ("Ja, ich möchte ein MacBook Pro/MacBook Air bestellen") und wurde, einen hypothetischen Vertragsschluss vorausgesetzt, vermutlich auch ohne Inhaltsänderung angenommen (anderenfalls gäbe es ja gar keinen Vertrag!). Ein Dissens nach § 155 BGB liegt auch nicht vor, da der Inhalt "MacBook" ja nicht zweideutig ist (und wir immer den objektiven Empfängerhorizont vor Augen haben) und ein Dissens zwei objektiv nicht deckende Willenserklärungen voraussetzt. Nähme man auf dieser Grundlage einen Vertragsschluss an, so wäre Gegenstand des Kaufvertrages ein MacBook und nach wie vor müsste Otto nach § 119 I BGB anfechten – ein Änderung des objektiven Inhalts durch einseitige nachträgliche Veränderungen ist nicht möglich. Eine Anfechtbarkeit wegen arglistiger Täuschung, § 123 BGB, für den Kunden ist daher auch widersinnig. Gegenstand des Vertrages sind Notebooks und keine Taschen. Der Kunde wurde also nicht durch Täuschung zur Abgabe einer Willenserklärung auf Kauf einer Tasche verleitet. (Die Ausführungen von Henk sind deshalb nicht zutreffend und extrem irreführend!!!)

    Abschließend, bevor doch wer zum Anwalt läuft:

    Im Endeffekt is' die Sache aber auch egal. Ficht die Otto Gmbh & Co. KG nach § 119 I BGB an, so macht sie sich zwar in der Tat nach § 122 BGB schadensersatzpflichtig, nur beschränkt sich § 122 BGB auf das negative Interesse, d.h. der Vertragspartner ist so zu stellen, wie er stehen würde, wäre es nie zu diesem Vertrag gekommen. Da ihr keine Dispositionen getroffen habt, habt ihr keinen Schaden und werdet deshalb auch keinen Schadensersatz bekommen. Andererseits: selbst wenn doch, sieht's auch nicht gut für euch aus. § 122 II BGB schließt Schadensersatz aus, wenn ihr den Grund für die Anfechtbarkeit kanntet oder hättet kennen müssen (was hier angesichts der Preisdifferenz und der strengen Preisbindungspolitik von Apple wohl naheliegt).

    Ihr werdet also so oder so mit leeren Händen da stehen. Akzeptiet es. ME ist die Rechtslage also ziemlich klar ;-).

  • Tobias

    Ich habe gestern (!) um 18 Uhr nochmal bestellt.
    Natürlich gingen heute die Taschen in den Versand.

  • http://www.google.de Lotto

    @Tobias
    das kann ich bestätigen. Habe ebenfalls gestern kurz nach 18 Uhr erneut bestellt und heute die Versandbestätigung der Taschen erhalten.

  • clever

    Sollte Otto nicht ausliefern, war es die billigste geilste Werbeaktion die Otto die Sie je hatten. Möchte gerne mal wissen was die fürn Umsatz hatten am Dienstag. So gehts auch. Deshalb ganz klarer Fall.

  • emanuel

    Hallo erstmal habe das ganze bis jetzt nur mitgelesen wobei ich auch bestellt habe …

    jednefalls habe ich noch folgendes per email erhalten ;->

    …."" Automatische Bestätigung

    Guten Tag, liebe Frau —–,

    herzlichen Dank für Ihre Bestellung bei http://www.otto.de am 29.7.2009. Mit dieser E-Mail bestätigen wir den Zugang Ihrer Bestellung.

    Ihre bei uns gespeicherte Kontoanschrift lautet:

    Ihre Kundennummer: ——–
    Frau
    ——-
    ——-
    ——-
    ——-

    Wir haben Ihre Bestellung wie folgt aufgenommen:

    ======================================================
    Bestellung bei OTTO
    ______________________________________________________
    Artikel : Notebooktaschen-Set, Hama, passend bis 15,6 Zoll (5-tlg.)
    Anzahl : 1 Stück
    Preis/Stück : 49.95 Euro
    Bestellnummer : 21046992
    Lieferung : 31.07.2009
    Lieferadresse : ——-
    Lieferstatus : lieferbar in 24-Stunden-Lieferung
    Zahlungsart : Rechnung
    Zu zahlen bei : OTTO
    ______________________________________________________
    Artikel : Notebook, Apple, >>MacBook Air (MC233/A)<<
    Anzahl : 2 Stück
    Preis/Stück : 49.95 Euro
    Bestellnummer : 21046992
    Lieferung : 31.07.2009
    Lieferadresse : ——
    Lieferstatus : lieferbar in 24-Stunden-Lieferung
    Zahlungsart : Barzahlung in einem Betrag
    Zu zahlen bei : OTTO
    ______________________________________________________
    Warenwert : 149.85 Euro
    Versandkosten : 5.95 Euro
    24-Std-Lieferung : 1.00 Euro
    ______________________________________________________
    Summe : 156.80 Euro

    Davon bei Lieferung
    bereitzuhaltender Betrag: 106.85 Euro

    Haben Sie Fragen zu Ihrer Bestellung bei OTTO oder zu Ihren Daten?

    Rufen Sie uns an. Wir sind gerne für Sie da, auch am Wochenende.
    OTTO-Service-Hotline: 0180 – 530 30 (14 Cent/Min., Festnetz der T-Com / Mobilfunkpreise abweichend)

    Oder schreiben Sie uns: service@otto.de

    Freundlich grüßt Sie
    Ihr OTTO-Online-Team

    PS: Bei OTTO kaufen Sie ohne Risiko:
    Informieren Sie sich über Ihr Rückgabe- und Widerrufsrecht
    unter: http://www.otto.de/agb

    ******************************************************

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    ""…..

    dies war mir möglich da ich noch das produckt vom 28.09 im merkzettel hatte …. ! als beweis das es auf der website nicht das selbe produkt ist habe ich nohc die Tasche dazubestellt selbe bestelleung !!!

    ;-> was werden sie damit anfangen frage ich mich?

    gruss Emanuel

  • Mein Comment kam nicht…

    Da ist anscheindend mein Kommentar verloren gegangen – schade, der war schön lang. Aber in der Kurzfassung nochmal.

    Vertragsschluss ja oder nein?

    @ 105
    Der BGH hat nicht postuliert, es sei "herzlich egal", was in einer Bestätigungsmail stünde. Der BGH hat nach §§ 133, 157 BGB mustergültig ausgelegt und kam zu dem Schluss, dass die Formulierung in einer Bestätigungsmail "ihre Anfrage wird von der Versandabteilung bearbeitet" bei Auslegung nach dem objektiven Empfängerhorizont eine konkludente Annahme des Angebots darstellt.
    Der Versandhandel ist seit 2002 aber auch etwas sensibler geworden. Die § 312e-Otto-Bestätigungsmail enthält keinen solchen Passus. Ich bin mir sogar ziemlich sicher, dass dort ein Disclaimer zu finden ist und ausdrücklich darauf hingewiesen wird, dass ein Vertrag noch nicht zustande gekommen ist und die Verfügbarkeit geprüft werden muss.
    Es ist also zu keinem Vertragsschluss gekommen.

    Zur Anfechtung und zu Henk/Nachtrag von U.V.:

    Selbst, wenn man einen wirksamen Vertragsschluss annähme, wäre dieser nach §§ 142, 119 I BGB ex tunc nichtig. Entgegen der Auffassung von Henk wurde mit dem Anruf der Anfechtungsgrund § 119 BGB nicht unmöglich (warum denn), sondern die Anfechtung erklärt. Die Otto-Anruferin sagte: “Das wird aber nicht ausgeliefert werden. Sie bekommen dann Taschensets. Wollen Sie die Bestellung stornieren?” Damit bringt sie zum Ausdruck, dass die Otto GmbH & Co. KG sich nicht mehr an den Vertrag gebunden sehen möchte und ihn aus der Welt schaffen will. Auch Anfechtungen sind Willenserklärungen und können konkludent sein! Da der Anruf auch gleich am Morgen erfolgte, geschah die Anfechtung ohne schuldhaftes Zögern und die Anfechtungsfrist § 121 BGB bleibt gewahrt. Es gibt deshalb auch aus diesem Gesichtspunkt keinen Vertrag über die MacBooks mehr, § 142 I BGB. Die Sache mit den Taschen stellt dagegen ein neues Angebot dar, das für den Kunden keinerlei rechtliche Bindung entfaltet. Als Otto-Kunde muss man also nicht "aktiv" werden, um dem Kauf von Taschen zu entgehen. Warum sollte wegen eines neuen Angebots eine Anfechtung wegen § 123 BGB möglich sein? Eben – es ist widersinnig. Die Ausführungen von Henk sind deshalb irreführend.

    Es stimmt zwar in der Tat, dass, wenn Otto den Kaufvertrag erst mit einer Anfechtung aus der Welt schafft, sich Otto nach § 122 I BGB schadensersatzpflichtig macht. § 122 I BGB ist aber nur auf das negative Interesse gerichtet, d.h. der KÄufer wäre so zustellen, wie er stehen würde, wäre es nie zu einem Vertragsschluss gekommen. In aller Regel werdet ihr aber keinerlei Dispositionen getroffen haben, die euch ersetzt werden könnten. Sollte das wider Erwarten doch der Fall sein, steht euch § 122 II BGB im Weg. Der Anspruch auf Schadensersatz entfällt nämlich, wenn ihr den Grund für die Anfechtbarkeit kanntet oder hättet kennen müssen (was hier wohl naheliegt).
    Ihr werdet also so oder so weder ein MacBook sehen, noch Geld. Bemüht euch also erst gar nicht. Entgegen der Einschätzung von Udo Vetter ist die Sache nämlich in der Tat ziemlich eindeutig. Trotzdem noch einen schönen Vormittag

  • Peter Sansibar

    @ Jens Ferner (#105)
    "Anders als Peter Sansibar oben vermutet ist die Bestätigungsmnail aber (laut BGH) sehr wohl die Annahme des Angebotes seitens des Käufers."

    Nun tue doch bitte nicht so, als habe der BGH entschieden, dass jede Art von Bestätigungsemail zugleich eine Annahmeerklärung sei. Mit Verlaub, das ist Humbug! Es kommt immer auf den Einzelfall und den Wortlaut der email an.
    Die Bestätigungsmail in dem vom BGH entschiedenen Fall lautete:
    "Sehr geehrter Kunde, Ihr Auftrag wird jetzt unter der Kundennummer … von unserer Versandabteilung bearbeitet … Wir bedanken uns für den Auftrag …"
    Darin hat er nach §§ 133, 157 BGB eine Annahmeerklärung gesehen. [Im Übrigen wurde die Ware auch bereits geliefert, so dass das Angebot so oder so angenommen wurde und diese Frage nicht streitig war]
    So far so good.

    Der Kern der Bestätigung (Kommentar # 46) von Otto lautet:
    "Mit dieser E-Mail bestätigen wir den Zugang Ihrer Bestellung."

    Auslegung nach §§ 133, 157 BGB: keine Annahme, nicht einmal Willenserklärung. Das wirst Du nicht ernsthaft anders sehen können.
    Anders ist hingegen die "Bitte um Anzahlung" (Kommentar # 102) zu werten. Darin liegt sehr wohl eine Annahmeerklärung.

    Gruß!
    PS

    edit: # 114 hat alles Wesentliche gesagt.

  • rolf

    soll das jetzt heißen, dass diejenigen, die besonders gierig waren und soviel bstellt haben, dass sie eine anzahlung tätigen mussten die mac books sicher haben? oder wird dadurch der kaufvertrag auch für alle anderen besteller rechtsgültig?
    und: ich habe außer der bestätigung von otto noch keine weitere nachricht bekommen. lassen die das jetzt unter den tisch fallen, oder schreiben die wirklich noch entschuldignungsbriefe?

  • Daniela

    Die ersten Notebooktaschen sind übrigens schon ausgeliefert worden. :D

  • Otto Kunde

    Wie verhält es sich denn bei den Käufern, bei denen der Betrag schon der Kreditkarte belastet wurde?

    Durch diese doch sehr aktive Handlung seitens Otto in Folge des Bestelleingangs müsste doch ein gültiger Kaufvertrag zustande kommen, oder?

  • Peter Sansibar

    @ Rolf (# 116)

    Wohl kaum.
    Sollte sich die Bitte um Anzahlung tatsächlich auf MacBooks zu einem Preis von 49,95 € / Stück beziehen (da müsste man jeweils in die Bestellungs-History schauen; kann ja sein, dass die Ware bereits gegen Taschen o.ä. augestauscht wurde und diese Bitte um Anzahlung dann ihrerseits ein Angebot auf Abschluss eines Vertrages über diese "eingetauschte" Ware darstellt), dann kann Otto diese Erklärung immer noch anfechten (siehe # 114).

    Erklärungen jeglicher Art gegenüber einem Kunden wirken natürlich auch nur für und gegen diesen Kunden. Andere Besteller berührt das nicht.

  • Klaus

    Ich hatte eine 2. Bestellung per Kreditkarte ausgelöst. Sicher ist sicher ;-)

    Im Gegensatz zu der Anzahlung bei der Bestellung auf Rechnung ist hierbei keine Zahlung eingezogen worden. Da haben die wohl aufgepasst. An die Aufforderung zur Anzahlung hat wohl keiner gedacht, wodurch eine Zahlung und der Vertragsschluss nun erfolgt ist.

  • Klaus

    @120

    Warum sollte Otto das Anfechten können? Ich habe doch MacBooks bestellt und keine Taschen. Ist ja auch in der Bestellbestätigung so ausgewiesen. Und da ich Neukunde bin und keine anderen Order hatte, kann sich die Anzahlung ja nur auf die MacBooks beziehen…

  • Otto Kunde

    @Klaus (#121)

    Also bei meiner Kreditkarte wurde die Belastung über den Rechnungsbetrag, der sich aus der Bestellbestätigung ergab, schon vorgenommen. Weder postalisch noch per E-Mail wurde mir gegenüber ein Austausch der bestellten Macbooks gegen Taschensets oder Ähnliches erklärt.
    Da ich auch kein Onlinekonto bei Otto habe, das mir möglicherweise Anderes erzählen könnte, gibt es für mich derzeit – außer den laufenden Diskussionen – keinen Grund, an einer Lieferung des Macbooks zu zweifeln.

  • Peter Sansibar

    @ Klaus (# 120)
    Wenn Du # 114 nicht verstehen kannst oder willst (und Otto nicht wie gewünscht liefert): Ab zum Anwalt.

    Das empfehle ich natürlich jedem Kunden, der sich von Otto “arglistig getäuscht” fühlt. Quasi als Konjunkturprogramm für die Rechtsberatungsbranche. :)
    Viel Erfolg!

  • Klaus

    @ Peter #124

    Ich bin kein Rechtsanwalt. Ich denke nur, wenn ich was bestelle und der Verkäufer sagt: "geht klar, zahl nur noch was an, dann schicke ich es los" ist das ein Kaufvertrag. Vor allem wenn es jemand ist, der mit einem Tausch des Produktes (jetzt Taschen) meint bauernschlau zu sein und die Kunden übervorteilen will, statt einen Fehler zuzugeben ….

  • Jochen

    @Klause #125
    Nur sagt das der Verkäufer nicht, es ist eine automatische Antwort bzw. ein Prozeß. Das ist jetzt keine allgemeine Freisprechung jeglicher Fehler von Online-Shops, es ist aber eben ein klarer Unterschied zu einem Laden, wo der Verkäufer dies sagt, nachdem man die Ware auf den Kassentisch gelegt hat.

  • Klaus

    @Jochen # 127

    Hm, aber wer hat denn den Prozess etabliert? Also entweder ich habe meine Technik im Griff oder nicht, wenn nicht, muss ich alles per Hand nachsehen und bestätigen lassen. Wenn ich dies meiner Technik überlasse muss ich auch dafür gerade stehen – mein Laienverständnis.

    Es ist doch das selbe, ob ich automatisiert die Anzahlung anfordere oder automatisiert eine Auftragsbestätigung mit verbindlichem Liefertermin versende. In dem 2. Fall wäre es doch auch nur das Gleiche aber eindeutiger.

  • SlageHammer

    hallo,habe vor wenigen stunden die erste lieferung von – mann staune – laptoptaschen bekommen, erfolgt durch hermes. wenig später hat mein bruder, der auch -laptops- bestellt hatte, eine lieferung von otto bekommen – natürlich mit laptoptaschen. eine mail oder ein anruf habe ich oder mein bruder bis jetzt noch nicht bekommen. ist das jetzt mit der lieferung ein zustande kommen eines vertrages? und wenn auf was für einer grundlage ? laptoptaschen oder wie in den bestellbestätigungsschreiben die laptops? bestellt haben wir auf rechnung in einem betrag. vielen dank schon mal im voraus

  • Klaus

    # 129:

    würde ich so sehen. Die sind doch echt unfähig. Entweder wollen die uns verarschen mit den Taschen oder sind nicht mal in der Lage den Versand zu beherrschen…

  • http://tobiasbischoff.com/2009/07/apple-macbook-pro-bis-zu-35-gunstiger/ Tobias

    Tja also Tchibo ist sowas ja auchmal passiert im Onlineshop, die hatten die größe alle Kunden anständig zu beliefern..sowas verdient respekt.

    Ach wenn hier jemand tatsächlich nach einem günstigen MacBook sucht, hier habe ich mal ein paar Quellen zusammengestellt wie man etwas günstiger an die Dinger kommt – und auch beliefert wird:)

    http://tobiasbischoff.com/2009/07/apple-macbook-pro-bis-zu-35-gunstiger/

    Viel Spass bei der Schnäppchenjagd.

  • Rolf

    die taschen bekommt ihr jetzt schon? habt ihr express versand angeklickt? oder will otto das problem so schnell wie möglich vom tisch haben?
    wenn ich auch eine bekommen sollte, muss ich dann das geld dafür überweisen, oder den versand zurück zu otto bezahlen, weil ich garkeine tasche bestellt habe?
    währe eigentlich unfair.

  • SlageHammer

    wir haben 24h versand angeklickt. überweisen könnten wir ja auch schon mal, da die bestellnummer identisch ist mit der bestellnummer in den bestellbestätigungsmails nur das es sich ja bei den bestätigungsmails ja um die laptops handelt. der preis ist ja auch identisch.

  • Daarin

    Aus Laiensicht: Das Senden der Taschen ist ein Angebot von Otto an euch, dass ihr nicht annehmen müsst. Wer die Kommentare hier liest sollte das ja auch inzwischen wissen. Ich würde sagen ihr lest die Rechnung, überlegt ob ihr das Angebot annehmen wollt, und wenn nicht ruft ihr bei Otto an, dass ihr das Angebot nicht annehmen wollt. Zumindest wenn ihr das kostenlos könnt oder die Kosten für den Anruf tragen wollt. Sagt ihnen, ihr wollt die Taschen nicht haben, Angebot abgelehnt. Sie können sie wieder abholen kommen. Wenn die dann damit kommen, dass ihr die zurückschicken sollt, das müsst ihr wenn ich mich recht entsinne nicht, sie sind euch unaufgefordert zugesandt worden, also müssen sie auch wieder abgeholt werden. Und wenn es nur eine teure Nummer gibt, schreibt ne email.

    Edit: Ich weiß allerdings nicht was für eine Auswirkung so ein Verhalten auf das Zustandekommen des anderen Vertrages hat, wie gesagt Laienmeinung.

  • Thomas Heller

    Ich bin ja mal gespannt was passiert wenn auch nur einer hier tatsächlich ein MacBook für die 50€ geliefert bekommet, die anderen aber nicht. Krieg in Deutschland!

    Ich habe übrigens nichts bestellt ;-)

  • bullette

    @125 Könnte das Problem nicht darin leigen, dass der Händler eben nicht ja – geht klar "gesagt" hat.
    Otto hat eine Mail verschickt.
    Ob und inwieweit dieser computergenerierten – nicht persönlich erstellten Mitteilung (das wird wohl unstreitig sein) überhaupt ein Erklärungsbewusstsein immanent ist, wurde hier von niemandem angesprochen.
    Im Übrigen noch viel Spaß beim Streiten.

  • Klaus

    Hm, dann bräuchte ich ja demnächst auch nicht mehr zahlen. Habe ich ja auch nicht nochmal ausdrücklich hingeschrieben, dass ich das tun möchte ;-)

  • Jochen

    @Klaus #127

    Du vergleichst wieder das Geschäft mit dem Onlineshop. Das Unternehmen irrt sich nicht absichtlich in diesem Prozeß. Das Unternehmen hat nicht gesagt: Ja, passt schon. Unabhängig von der Frage, ob überhaupt ein Kaufvertrag zustande gekommen ist, ist es doch klar, dass es ein Irrtum ist, insbesondere wenn dies einmal passiert.

    Du solltest Dein Laienverständis eventuell auch mal erweitern. Denn das Grundprinzip des Kaufvertrages ist ein auf beiden Seiten vorhandenes Willensbekenntnis. Auf Seiten Ottos sehe ich jedenfalls keines.
    Was mich interessieren würde: Wenn Du einen Fehler in Deiner Online-Bestellung feststellst, der möglicherweise auch gar nicht von Dir verursacht wurde, bist Du dann auch weiterhin der Meinung, dass kein Irrtum möglich sein darf und dass man dann eben die Online-Bestellung persönlich unterschreiben muß?

  • Klaus

    @Jochen #143:

    Nö aber wenn ich einen Fehler mache, stehe ich dazu und versuche nicht steif und fest zu behaupten, dass ich etwas ganz anderes bestellt hätte und würde dann nicht das Bestellformular fälschen (analog Otto ändert zu Taschen) und dann darauf bestehen, dass ich doch das gewünschte bestellt hätte.

    Wie gesagt, mir geht´s ja gar nicht darum, dass man keine Fehler machen kann aber man sollte dann nicht versuchen die Leute zu verarschen. Das hätte ich von Otto nicht erwartet. Evtl. von dem Schrott-Gebrauchtwagenhändler um die Ecke, aber der wird evtl. mehr Anstand haben.

  • Unbekannt

    Das ist doch alles nicht zu glauben. BGB hin und her…

    Bei allem was ich tue habe ich die Pflicht darauf zu achten, dass ich gegen nichts verstoße, alles richtig mache und keine falschen Angaben mache, etc. Wir sind angehalten im Vorfeld zu prüfenm, da wir ansonsten zur Verantwortung gezogen werden.

    Bei der Einstellung von Preisen in ein System hat man genauso zu verfahren und vor der Freigabe des Angebots alle relevanten Preise zu überprüfen, zumal hinlänglich bekannt ist, dass Computer auch mal Fehler machen können. Jeder der sich daran nicht hält und keine Prüfung durchführt nimmt billigend in Kauf, dass etwas Ungewolltes dann als Angebot erscheint.

    Ich bin nicht der Meinung, dass der viel zitierte § 119 für grob fahrlässiges oder eigentlich schon vorsätzliches Verhalten missbraucht werden kann. Man kann nicht einfach alles umkehren, was man aktiv vermasselt hat.

    Die Argumentation, man hätte die niedrigen Preise als "Nicht gewollt" erkennen können und somit käme § 119 BGB zum Tragen, kann heute auch nicht mehr herangezogen werden. In vielen Shops, egal ob online oder IRL, werden Lockangebote ausgelobt, um weitere Käufe zu generieren oder um neue Stammkunden zu gewinnen. Weiterhin werden derartige Angebote auch als reine Werträger genutzt. Über dieses Thema hat Otto ganz leicht die ganze Nation erreicht. Eine Werbung, die mit Sicherheit ein Vielfaches ggü. den kosten für die Mac Book verschlungen hätte. Und genau aus diesen Gründen kann das Angebot durchaus als echt angesehen werden.

    Sollte Otto dies alles anders sehen und die Bestellungen nicht ausliefern, werden sie auf Dauer sehr viele Kunden verlieren, denn verkaspern läßt sich niemand gern.

    Die Kosten zur Rückgewinnung dieser Kunden und zur Rehabilitation würden mit Sicherheit auch mehr als die Mac Books kosten.

    Ich bin gespannt, wie in der heutigen Zeit die Gerichte urteilen werden, wenn Sie die aktuellen Möglichkeiten der vorsorglichen Überprüfung von Onlineangeboten vor der Freischaltung berücksichtigen.

  • aaanonym

    hier haben sich wirklich viele zu rechtsexperten erhoben und können nicht mal quelle und otto auseinanderhalten, diskutieren aber über wortlaute von mails….erbärmlich…
    hat sich mal wer gedanken darüber gemacht, wie viele personen bei otto beschäftigt werden und wie viel diese aktion kosten würde, wenn sie liefern müssten? auf wen würde es denn zurückfallen…

  • Flying Circus

    @82/Frank:

    Daß Sie nicht glauben können, daß es Leute gibt, die nicht geneigt sind, Fehler anderer [1] gnaden- und erbarmungslos auszunutzen, spricht nicht für Sie.

    Persönlich habe ich bei einem Pralinen-Onlineshop einmal gesehen, daß das Kilo einer Sorte zum gleichen Preis ausgezeichnet war, wie ein Pfund dieser Sorte. Ich habe 250g bestellt (weil ich die Sorte probieren wollte) und den Anbieter per Mail auf seinen Irrtum hingewiesen.
    Zum Dank bekam ich 250g Pralinen und eine Tafel hochfeine Schokolade geschenkt. Eine nette Geste, die nicht nötig gewesen wäre. Das nur am Rande.
    Sie können diese Geschichte glauben oder es bleiben lassen (weil sie sich nicht mit Ihrem Horizont in Deckung bringen läßt), das ist mir wurst.

    [1] das gilt auch, wenn es sich bei den "anderen" um Großkonzerne handelt, die so etwas nach Meinung einiger Zeitgenossen anscheinend "verdient haben" oder "verkraften können".

  • Unbekannt

    Ach ja, die armen Versandhändler. zig Millionen Umsatz pro Tag (so die Aussage von Herrn Schrader) und dann "die armen Menschen dort".

    Warum soll immer ich mich altruistisch verhalten? Auf mich nimmt auch niemand Rücksicht, wenn ich von genau diesen Versandhäuser permanent zu jeder möglichen aber auch unmöglichen Uhrzeit angerufen werde, weil sie mir die tollsten Angebote unterbreiten wollen.

    Nee, jetzt ist es einmal genau andersrum und ich bin nicht bereit für deren Fehlverhalten bzw. verantwortungsloses Verhalten Verständnis aufzubringen.

  • Unbekannt

    @147
    Grundsätzlich stimme ich Ihnen zu. Das ist mit Sicherheit eine Möglichkeit zu verfahren, die ich auch schon angewendet habe.

    Dennoch sehe ich diesesn Fall jetzt wirklich ein bischen anders als den des netten Pralinenshops an der Ecke des Internets.

    Hierbei handelt es sich um knallharte Profis, die von den Kunden nur eines wollen nämlich ihr Geld. Denen ist es vollkommen egal, wie sie dazu kommen. Und genau deswegen sehe ich es in diesem Fall anders.

    Stellen Sie sich doch einmal folgende Konstellation vor (rein fiktiv aber möglich und schon in anderen Bereichen passiert):

    Jemand der sich nicht mit den Kosten eines PC auskennt, z.B. eine Großmutter, weiß, dass ihr Enkelkind schon lange einen PC haben möchte, diesen sich aber nicht leisten kann. Großmütterchen sieht jetzt bei Otto das Mac Book für 49 € und denkt, dass sie dem Enkelkind mal eine riesen freude bereiten kann. Und zack… das Mac Book ist bestellt.

    Großmütterchen kann die freude darüber nicht für sich behalten und läuft zum Enkelkind und erzählt von dem Mac Book, das in den nächsten Tagen ankommen soll.

    Wie soll sie jetzt dem Enkelkind klar machen, dass ihre Rente nicht ausreicht, den für sie unerwarteten "Normalpreis" zu zahlen….

    Sicherlich ist diese Geschichte erfunden. Aber wie gesagt, ich habe ähnliches schon live erlebt.

  • Jens

    Otto entschuldigt sich und verteilt zur Wiedergutmachung Gutscheine:

    OTTO entschuldigt sich bei den Notebookbestellern
    Trostpflaster für jeden Besteller:
    100 Euro Warengutschein und die Verlosung von 50 Mac Books Air

    OTTO hat einen Fehler gemacht. OTTO bedauert dies außerordentlich. OTTO entschuldigt sich aufrichtig bei 2565 Kunden!

    So sind leider 20 verschiedene Notebooks im Wert von jeweils bis zu 1999,90 EUR zu Preisen von 29,99 Euro bzw. 49,95 Euro über otto.de und automatisiertes Suchmaschinenmarketing angeboten worden. Entstanden ist die Panne durch einen Zubehör-Dateneingabefehler. Fehler sind menschlich. Bei OTTO arbeiten Menschen. Menschen machen Fehler. Innerhalb weniger Stunden wurden von 2565 Bestellern insgesamt 6534 Notebooks der Marken Apple, Acer, Fujitsu Siemens, Medion, HP und Sony bestellt, bevor die falsche Preisauszeichnung behoben werden konnte. Der Renner, wer hätte es gedacht: Das Apple Mac Book.

    Rechtlich ist die Sache aus Sicht von OTTO eindeutig: Allein aufgrund des Eingangs einer Bestellung bei OTTO und unserer Bestätigung, dass die Bestellung bei uns eingegangen ist, ist noch kein Vertrag über den Erwerb eines unserer Produkte zustande gekommen. Wie den Bestellbestätigungen und den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) von OTTO zu entnehmen ist, wird ein Kaufvertrag erst mit Zugang der Ware beim Kunden wirksam.

    Doch was nützt die rechtliche Bewertung den Kundinnen und Kunden, die sich so sehr über den unglaublichen Preis gefreut haben und nun leer ausgehen?

    Deshalb hält OTTO zwei dicke Trostpflaster bereit: Jeder Besteller erhält einen Warengutschein in Höhe von 100 Euro mit einem persönlichen Entschuldigungsschreiben. Doch damit nicht genug: Jeder Besteller bekommt zusätzlich die Chance auf einen attraktiven Laptop. Wir verlosen 50 Apple Mac Books im Wert von je 1699,99 Euro!

    „Wir entschuldigen uns bei den Kunden für dieses wirklich bedauerliche Versehen“, betont der Sprecher des OTTO-Vorstands Dr. Rainer Hillebrand, „uns tut dieser Fehler aufrichtig leid und wir versprechen, dass wir alles tun, damit sich dieser Fehler nicht wiederholt“.

    (http://bit.ly/2pMKf)

  • Peer

    Pech für die Standardbesteller. Lieferung 24h mit Kreditkarte wurden geliefert :-) Da war das automatische Versandsystem wohl schneller und die Macbooks schon in den regionalen Verteilerstellen bei Hermes. Mal sehen, ob die die wieder haben wollen.

  • http://klamm.de Unbekannt

    es ist doch einfach nur traurig anzusehen wie ein unternehmen wie otto diese möglichkeit nutzt um auf sich aufmerksam zu machen. meine meinung nach ist das schon lange eine täuschung der kunden die sich hier vollzieht. erst bestellt man diese laptops und dann sind es auf einmal "oh wunder", irgendwelche taschen. komischerweise wurden "sofort" fast alle bestellnummern (der laptops) geändert. denn es war angeblich innerhalb von 2 stunden das gesamte problem behoben, eine lüge die seinesgleichen sucht, selbst am nächsten tag war es in der früh noch möglich diese artikel zum ausgeschrieben preis zu kaufen. sowas passiert ganz klar mit absicht. es ist klar das mit einer bestellbestätigung kein vertrag zustande gekommen ist, aber wenn dann geliefert wird und es handelt sich um die taschen (obwohl die bestellbestätigung sagt das es laptops sind) dann ist das eine arglistige täuschung, so sehe ich es. ich bin selbstständig mit meinem kleinen unternehmen, begehe ich einen solchen fehler muss ich ebenfalls mit den konsequenzen leben, egal wie. warum soll das ein solches unternehmen wie otto nicht könenn? eine bessere werbung kann es nicht geben, auf einmal ist dieser versandhandel wieder in aller munde. und disen verlust gleicht otto sicherlich mit einer gestiegen zahl an bestellungen wieder aus. und egal ob fehler im system oder von einer person. sowas hat nicht zu passieren und wenn dann muss von seitens otto gehandelt werden. der negative effekt wird deutlich spürbar werden wenn otto nicht einlenkt. und ein versuch die leute milde zu stimmen mit einem 100 euro gutschein, sehe ich persönlich als sehr rückratlos. erst bereitet man dem kunden das kopfzerbrechen und dann lockt man ihn nochmals auf eine solche art.
    soll otto diese dinger losschicken und diese glücklich machen die einen bestellt haben. verlust fährt jedes unternehmen einmal, auch otto.

    und wie es auch schon sehr oft hier und in auf anderen plattformen erwähnt wurde, das image würde dann nicht so stark leiden.

    alles meine meinung und die muss sich keiner aufzwingen lassen. aber ich als kleinunternehmen muss auch für alles gerade stehen, warum dann nicht ein solcher konzern?

    P.S. ich persönlich haben keinen laptop bestellt, wünsche aber allen anderen trotzdem viel erfolg und würde mich freuen wenn sie die geräte erhalten.

  • Daarin

    @151(Peer): Das ist wirklich Pech.. aber ich glaube eher für Otto. Allerdings muss Otto jetzt auf jeden Fall versuchen zurückzutreten, sonst fühlen sich alle, die das nicht so machen konnten, verarscht und das wäre eine Katastrophe. Natürlich kann man hier auf Irrtum bauen. Ich würde das Ding nicht weiter verkaufen. Immer vorausgesetzt es stimmt, natürlich.

  • otto

    was macht ihr eigentlich alle den lieben, langen tag?
    ob als laie oder angehender jurist, sollte man doch eigentlich wissen, dass das recht nicht immer mit recht haben zu tun hat..
    und diese ganze paragraphen-reiterei hat doch keinen sinn, denn das zuständige gericht entscheidet den fall erstmal, ganz zu schweigen davon ob otto in berufung geht..(mit sicherheit!)
    also bringt uns weder juristenweisheit noch gefährliches halbwissen zusammen gesammelter forenbeiträge weiter..!!

    wer wirklich sinnvolle tipps hat- her damit.. thx

  • Thor

    Echt traurig für die heutige Gesellschaft, dass Schmarotzer, die einen offensichtlichen Fehler zu ihrem eigenen Vorteil ausnutzen auch noch belohnt werden. Naja… sorgt wenigstens wieder für Gesprächsstoff am Stammtisch und die Eichenwand rustikal wird auch 100 Euro günstiger. Traurig. Das sind die Leute, die jeden anderen auch ohne Rücksicht bescheißen.

    ich wünsche mir echt, dass diese Leute mal selbst einen ähnlichen Fehler machen und dann finanziell von den gleichen Geiern so richtig ausgenommen und wegen einem Fehler vor Gericht gezogen werden. Denn der Pöbel will ja sein "Recht".

  • Thomas

    @Thor:

    Man könnte fast meinen du hast kein Macbook für 50 Euro mehr ergattern können.

  • Stone

    Also ich hab gerade eine Tasche bekommen. Hatte normalen Versand und Zahlung per Rechnung angegeben. Ging ja doch recht fix. Hatte einen Acer mit Bestellnummer 696062P bestellt.
    Was nun? Taschen zurückschicken und sagen ich wollte gar keine oder jetzt bezahlen und dann auf Fehllieferung hinweisen und hoffen den Rechner zu bekommen weil ein Vetrag zustande gekommen ist?

  • Thor

    @Thomas ich habe bereits ein MacBook und bin Gott sei Dank nicht in der Situation mir ein 50,- MB erschleichen oder erklagen zu müssen, trotz RSV ;).

  • Stefan

    Sollen wir dir hier jetzt noch eine kostenlose Rechtsberatung geben, damit du da auch was sparen kannst? Mein Gott! Hättest du Eier in der Hose und einen vernünftigen Job, würdest du das Teil zurückschicken, mit 100,- für nichts zufrieden sein und die Geschichte vergessen.

  • Stone

    @ 159: Was hat das mit Eiern zu tun und einem vernünftigen Job? Wenn Du schon urteilst, dann solltest Du nicht irgendwelche Vermutungen oder Behauptungen aufstellen, die Du nicht überschauen kannst. Oberpfeife.

    Wenn ich in meinem Job einen Fehler mache, dann mindert der Kunde die Rechnung oder zahlt im Zweifel überhaupt nicht. Ich muß dann dafür geradestehen. Und in einem Betrieb, der um ein vielfaches kleiner ist als Otto, spielt so etwas dann eine wesentlich größere Rolle und bedeutet im Zweifel viel größere Konsequenzen.

  • Mekki

    Hurra!!

    Meine sind heute alle angekommen.. Also streitet euch doch nicht

  • Konrad

    @Mekki:

    Hattest du eine Versandbenachrichtigung über die Macbooks oder über die Taschen?

  • ich sag dann auch nochmal was dazu…

    Bei mir lief es wie folgt…Di. MacBook bestellt und die Bestätigung dafür bekommen. Zahlungsweise: Kreditkarte! Mi. erhalte ich per Mail die Info, das die Ware das Lager verlassen hat. Diese bezieht sich jetzt allerdings auf ein Taschenset. Woraufhin ich eine Email an Otto sandte, das ich dieses Taschenset nicht bestellt habe! Heute (Do.) kommt besagtes Taschenset, ich verweigere jedoch die Annahme und teile dies Otto per Mail auch umgehend mit. Und dann klingelt meine Telefon!!!Der Otto Kundenservice versteht gar nicht, was ich meine. Immerhin hätte die gute Frau doch grad vor sich liegen, das ich ein Taschenset bestellt habe… und DAS finde ich ehrlich gesagt eine Frechheit! Schon gestern scheint Otto sich bei etlichen Kunden entschuldigt zu haben und heute rufen die MICH an und tun so, als wüssten sie von nix!!!Mit solchen Aktionen stacheln sie die vermeintlichen Neukunden meiner Meinung nur dazu an, darauf zu bestehen, besagte MacBooks zu erhalten!!!

  • ?

    Wenn Sie einige MacBooks geliefert habe und bei anderen nur Taschen, ergibt sich daraus nicht eine neue Sachlage???

  • Stefan

    @Stone: Der Unterschied ist aber, dass du von dritten von dem Fehler erfahren und diesen schamlos ausgenutzt hast. Das zeugt schon von ziemlicher Charakterschwäche. Stell dir vor du machst einen Fehler, dein Kunde erzählt es weiter und diese nutzen dies nun aus, notfalls vor Gericht.

    Es geht hier bei KEINEM um Recht, sondern nur die eigene Habgier. Solchen Leuten wünsche ich den finanziellen Ruin. Aber wahrscheinlich sind die eh alle schon bei Hartz 4 oder Minirente angekommen.

  • Dieter

    Ich glaub nicht das irgendjemand, MacBooks bekommen hat, oder bekommt. Das war einfach ein Fehler im System hinter denen die Tasche stand von vornherein. Somit bekommen wenn dann alle eine Tasche anstatt ein MacBook.
    Gebt Die Hoffnung auf. Und seit froh über das Angebot was Otto nun gemacht hat.

  • Marsu

    @Stefan
    Habgier? Nein!

    Ich fühle mich nur als Kunde nicht ernst genommen. Die machen mit mir zumindest, was sie wollen. Bis jetzt habe ich noch keine Mail, Telefonanruf oder Post bekommen. Und meine Bestellung ist nun schon seit ca. 55 Std. dort.

    Ich als Kunde kann doch eigentlich erwarten, dass man mich informiert, wenn etwas nicht richtig läuft.

    Bis jetzt herrscht da nur Funkstille.

    Ich habe dann selbst die Seite mit der Pressemitteilung gefunden und wurde dort, gelinde gesagt, ver…

    Da wird eine rechtliche Sicht mit Fakten untermauert, die einfach falsch sind. In den AGB ist nichts zu finden, was besagt, dass erst nach Zugang der Ware ein Vertrag zustande kommt. Da steht vielmehr, dass der Vertrag für mich erst nach Zugang der Ware in Verbindung mit dem NICHT zurückschicken der Ware bindend wird. Also nichts mit keinem Vertrag.

    In der Widerrufsbelehrung steht ganz eindeutig, dass ich vom Kaufvertrag (also vertrag) zurücktreten kann.

    Und unter Punkt 14 steht, dass ich mir den Vertragstext nach Abschluß des Bestellvorgangs ausdrucken kann. Schon wieder Vertrag.

    Und in der rechtlichen Bewertung von Otto wird nur auf diese Punkte eingegangen. Der menschliche Fehler bei der Angebotseinstellung wird zwar genannt, findet aber keinen Eingang in die eigene rechtliche Bewertung des Falles. Und das aus gutem Grund, da mehr als grob fahrlässig mit den Angebotsdaten umgegangen worden ist (keine Prüfung).

    So, und dann soll ich als Kunde glücklich und zufrieden den Abend verbringen, wo die mich doch in einer Tour verkaspern wollen?

    Mein Ärger hat absolut nichts mit Habgier zu tun.

    Da gibt es so ein Sprichwort mit Wald und rufen….

  • hamburger

    was ist denn mit diesem abschnitt aus den AGB?

    6. Nicht lieferbare Artikel
    Sollte ein bestimmter Artikel nicht lieferbar sein, verpflichten wir uns, Sie vor Annahme der Bestellung über die Nichtverfügbarkeit zu informieren. Wir behalten uns vor, Ihnen in diesen Fällen einen Ersatzartikel – preislich und qualitativ gleichwertig – zu übersenden. Wollen Sie diesen nicht annehmen oder behalten, können Sie ihn kostenfrei abweichend von Ziff. 1 und 2 innerhalb der gesetzlichen Gewährleistungsfrist an uns zurücksenden.

    es ist nicht angezeigt worden, dass der artikel nicht lieferbar ist. und die bestellung wurde angenommen, oder?

  • Chris

    Bei Otto wurden in der Zeit 6534 Notebooks bestellt. Als Entschuldigung gibt Otto jedem Kunden einen 100 € Gutschein.

  • ananym

    http://juratube.vodspot.tv/watch/1953186-so-studieren-sie-jura-mit-erfolg-grunds%EF%BF%BDtze-methoden-software
    ab 19:20 Minute steht, heute haben wir keine Begriffsjerispondenz sondern Interessenjurispudenz. Wenn ihr Rechtsgefühl sich im Gegensatz zu ihrem Verstand befindet, folgen sie ihrem Gefühl.

  • SvenC

    Die Werbemaschinerie für Birne läuft prima, Herr Vetter.
    SPON berichtet nun auch davon.
    Danke nochmals.
    Erneut! muss ich die Werbung für diese Firma hier im blog hinnehmen!
    Warum eigentlich?
    Sind sie wirklich so naiv oder spielen Sie das Spiel brav mit, was man Ihnen vorgibt?
    Ich bin ja echt immer wieder erstaunt, wie selbst ein erfahrener Mann wie Sie auf sowas reinfällt (natürlich nebst Kommentatoren, die nix besseres zu tun haben, als nun schön auf den Zug mit aufzuspringen!)!

  • Stefan

    @Marsu

    Wieso fühlst du dich verarscht? Verstehe ich nicht. Du hast ein Angebot bestellt, bei dem jeder mit halbwegs Grips sieht, dass es ein Fehler ist. Die haben sicherlich gerade genug mit dem Thema zu tun, als dir jetzt noch Honig um den Bart zu schmieren. Sie haben einen Fehler gemacht, du hast diese VORSETZLICH ausgenutzt. Fertig!

    Eigentlich müsste Otto sich verarscht vorkommen, da so viele Leute nun wirklich auf Macbooks warten.

  • Marsu

    @Stefan

    Otto wußte sehr schnell, was da passiert ist. Sie hätten sofort alle betroffenen Kunden per Mail anschreiben sollen. das wäre ein einfache Datenbankabfrage mit einem Standardbrief gewesen.

    Und verarscht komme ich mir vor, weil Sie denken, dass ein Schlagwort wie AGB so einfach wirkt. Das wirkt aber nur, wenn die Inhalte auch richtig wiedergegeben werden. Aber das wurden sie nicht.

    Deshalb bin ich sauer.

  • Stefan

    @Stefan

    Nun gut, ich verstehe noch immer nicht, dass es Menschen gibt, die sich wegen solchen Formfehlern und Lappalien ärgern, die sie selbst (mit ihrer Bestellung) verursacht haben ärgern, aber gut.

    Anscheinend wärst du ein glücklicherer Mensch, wenn du das 49,- Euro MacBook bestellt hättest und nach 30 Minuten die Mail von Otto mit einer Entschuldigung / Aufklärung käme.

    Es geht hier anscheinend…. wie immer bei solchen Geschichten um Recht und um das PRINZIP!

  • Peer

    Wie gesagt – bei 24 h Lieferung i.V.m. Kreditkartenzahlung sind die Notebooks wohl sofort automatisch versandt und heute geliefert worden. Bei Lieferung auf Rechnung 24 h sind die Taschen geliefert worden. Ohne 24 h Lieferung gibt´s jetzt wohl die 100 Euro. Mal sehen, was aus den gelieferten Sachen wird…

  • SvenC

    Nö. Es geht um Werbung, um mehr nicht. ;)

  • Peer

    Ist doch eigentlich eine gute Masche: ich mache einne neue Website mit reichlich Bannern drauf, die mich für jeden Visit bezahlen.

    Dann verkaufe ich da ein paar Notebooks, Fernseher u.v.m. für 50 Euro drauf. Wenn ich dann nach 3 Tagen merke, dass die 10 Mio. Bestellungen den falschen Preis haben, sage ich, dass war alles nur Spaß und kassiere für die Banner.

    Ist ja rechtlich dann unproblematisch, wenn ich das in den AGB entsprechend geregelt habe.

  • Daarin

    Also ich finde, das ist ein Fehler, ein Fehler passiert, dafür kann man sich entschuldigen und es ist gut. Nur das hier mit dreierlei Maß gemessen wird, die einen bekommen einen Laptop, die anderen einen Gutschein, die dritten eine Tasche, die einen bekommen einen Anruf, die anderen eine email, die dritten bekommen die Bestellung einfach gelöscht. Das kann nicht angehen. Ich sage es auch nochmal, wenn ich das Ding hätte, ich würde es nicht verkaufen. Schon gar nicht unter Wert, dann muss ich nämlich erfüllen und u.U. kann Otto eben doch einen Fehler geltend machen.

    Ich muss auch sagen, ich hätte wahrscheinlich eins bestellt. Einfach auf den Verdacht hin, dass es ein Lockangebot ist und so gewollt ist. Aber bestimmt nicht mehr, und die die das haben sollten sich wirklich mal fragen, was das eigentlich soll. Selbst wenn es ein Lockangebot gewesen wäre, ist das doch immer nur für einen Gedacht. Auf die Idee, dann auch noch zu klagen, würde ich nie kommen. Allerdings würde ich eine an mich gerichtete Entschuldigung trotzdem erwarten.

  • Moment, rechne mal

    @90: Das Problem ist, dass diese Werbemassnahme bei ca. 2500 Bestellungen über 2 Millionen EUR kosten würde – das lohnt sich bei 2500 glücklichen Computerfans, die aber eher nicht Anschlussbesteller werden, kaum….

  • Peer

    Ich weiss nicht was sich lohnt… eine Werbekampane ist auch teuer. Man hätte von Seiten Otto hier viel draus machen können. Hätten die den Leuten einfach angeboten, das jeder Besteller zumindest eines zum halben Preis haben kann, wäre der Verlust eher gering. Einkaufspreis ist deutlich niedriger. Viele hätten auch das Angebot nicht angenommen und alle wären glücklich und würden dauernd wieder nach solchen "Fehlern" bei Otto suchen und auch vieles anderes kaufen. In der Internetgemeinde hat sich Otto jetzt als "Arsch" dargestellt. Das ist tragisch, wenn man der 2. größte Internetanbieter weltweit ist. Ich denke, das kostet die deutlich mehr als wenn Sie geliefert hätten. Bei jemanden, der mich mit Laptoptaschen verarschen will, würde ich nicht mehr bestellen. Gehe ich dann eben zu Amazon.

  • Marsu

    @Daarin
    Genau das meinte ich auch. Und das kann nicht sein.

    @Stefan
    Du stellst mich als dummen Prinzipienreiter dar. Das ist aber nicht so. Ich bin nur der Meinung, dass gleiches Recht für alle gelten soll. Und eine Entschuldigung, die zeitnah eingeht ist keine Nettigkeit sondern Standard. Und das diese "Profis" das nicht verstanden haben, kann ich nicht verstehen. Und dann noch die Argumentation in der Pressemitteilung. Wie können die nur denken, dass wir alle blöd sind und nicht lesen können. DAS ÄRGERT MICH!

    @180
    Wenn Otto jedem Besteller ein Gerät geben würde, kämen keine 2,5 Mio zusammen, da Du nur den EK berechnen kannst. Die daraus resultierende Werbung wäre deutlich mehr wert, da sie in der ganzen Online Welt wahrgenommen wird und nicht nur bei den glücklichen Computerfans.

  • Klaus

    Ich habe jetzt auch schon verschieden gehört, dass bei Kreditkartenzahlung schon geliefert wurden (die MacBooks). Ist irgendwie eine Sauerei gegenüber den anderen Bestellern.

  • Bernd

    Wo ist denn nun eigentlich das Problem? Es gibt 100 € pro Nase! Mich freuts, weil ich fest davon ausgegangen bin, dass das mit dem MacBook eh nichts wird! Es war ja nun wirklich offensichtlich, dass das ein Fehler im System sein musste!

  • Wiedumir Soichdir

    Laptop bestellt, Tasche geliefert bekommen?
    Nochmal Laptop bestellen (voller Preis), Tasche in Laptop-Paket packen und zurückschicken.

    Schauen, was passiert … Man wird sich ja mal irren können, oder Otto?

  • Ich

    Also da wird manchen Leuten Habgier vorgeworfen. Wenn jemand da 2 oder 3 Rechner zum Schnäppchenpreis bestellt, weil ein offensichtlicher Fehler vorliegt, finde ich das nicht verwerflich. Bei günstigen Angeboten schlägt man zu, so funktioniert die Wirtschaft. Wir kennen das von Handys, die nur einen Euro kosten. Das da mehr dahinter steckt ist klar, aber von günstigen Preisen bei hochwertigen Produkten muß man nicht unbedingt ins Staunen geraten.
    Wir werden oft genug andersherum verarscht. Wie oft wird der Kunde geprellt oder vorsätzlich getäuscht?
    Bei Habgier und Ausnutzung bestelle ich bei Otto 100 Rechner zu €49,-, verkaufe sie für € 1000,- und hab in zwei Minuten einen Deal für € 100.000,- eingetütet. Das ist Habgier und ich denke das hat keiner gemacht!

  • Thorsten

    @182

    Ja, ziemliche Sauerei, dass andere beim bescheißen erfolg hatten und du nicht, mangels Kredirkarte.

  • Flying Circus

    @185 / Ich meint

    Nimm's mir nicht übel, aber wenn jemand ernsthaft meint, daß es ein bekanntermaßen teures Notebook für 49,- Euro gibt, dann muß er oder sie damit leben, daß da eine große Enttäuschung im Anmarsch ist.

    Mal an alle, die sich hier "verarscht" fühlen: ich bezweifle einfach mal, daß Ihr gutgläubig gewesen seid. Von daher sehe ich nicht zwingend die Notwendigkeit, Euch jetzt Honig um den Bart zu schmieren.

    Was den "Werbeeffekt" angeht: halte ich für Unfug. Natürlich, das sorgt mal für Schlagzeilen, wenn Otti dann tatsächlich Notebooks für 49,- verramschen würde – aber wie lange würde der Werbeeffekt Eurer Meinung nach anhalten? Wie viele würden tatsächlich daraufhin etwas bei Otti kaufen? Natürlich ist der Einkaufspreis geringer als der Verkaufspreis. Aber die Marge ist mit Sicherheit nicht so groß, wie manche hier zu glauben scheinen.

  • Dieter

    @187

    Es wurden keine MacBooks ausgeliefert. Es waren nur Notebooktaschen. Und eine Kreditkarte ist da auch nicht der auschlaggebende Punkt. Ich hatte auf Rechnung bestellt und hatte auch schon Post. Rausgeschickt wird zur gleichen Zeit. Es wahr ein Fehler im System. Hinter dem Angebot waren die Notebooktaschen. Sie werden auch nicht mit Absicht MacBooks in Notebooktaschen umgewandelt haben.

  • ?

    Ich bin dann wohl auch so eine Prinzipienreiterin…und frage mich, wie ich jetzt mein Geld zurückbekomme, das pronto socorso von meiner Kreditkarte abgebucht wurde…somit ist ja wohl der Kaufvertrag in Kraft getreten…allerdings wurde die falsche Ware geliefert…Auch wenn es sich um einen Fehler handelte, fühle ich mich als Kundin vera…. und werde unter garantie nicht so schnell wieder bei Otto bestellen….

  • SvenC

    @188 F. Circus
    Wieso Werbung für Otto?
    Es IST Werbung für Birne. Oder willst Du mir was anderes sagen? Auch ein permanentes Posten hier in dem Blog IST Werbung für diese Firma.
    Die Nachricht verbreitet sich über´s Internet. WER ist der Nutznießer UND Gewinner? RICHTIG! Eine ganz bestimmte Firma.
    Das hier die Poster das nicht erkennen, ist ja nix Neues.
    Die diskutieren ja immer noch über irgendwelche Taschen und and. Tand.

  • Marsu

    Sieht hier denn wirklich kaum jemand was da passiert? Otto gibt freiwillig 300.000 € raus. Freiwillig!

    Warum wohl?
    Weil Otto mittlerweile auch schon festgestellt hat, dass einerseits die AGB und Bestellbestätigung durchaus einen Kaufvertrag zulassen auch wenn die Ware noch nicht geliefert worden ist. Und andererseits die Urteile zu ähnlichen Fällen absolut überholt sind.

    In den AGB steht überall, dass ein Vertrag geschlossen ist. Das kann man daran erkennen, das ja auch Vertragsrücktritte genau beschrieben werden. Z.B. beim Kauf auf Probe. das ist aber ein einseitiges Recht des Kunden.
    Die aktuellen technischen Möglichkeiten lassen Prüfungen und Prozeduren zu, mit denen man eine falsche Preisgestaltung ausschließen kann. Das ist der Stand der Technik. Und wer das nicht tut, handel verantwortungslos und eigentlich schon vorsätzlich. Zumindest wird billigend in Kauf genommen, dass ein falscher Preis angezeigt UND auch verarbeitet wird. Und derartiges Verhalten will und soll auch das Gesetz nicht schützen!!!

    Und das hat auch Otto erkannt!

  • Peer

    Die 300.000 Euro sind ja Schadenbegrenzung. Jeder Besteller, der sich damit einverstanden erklärt, verzichtet ja gleichzeitig auf weitere Ansprüche. Somit besser 300.000 als 6 Mio.

  • Peer

    Sowas passiert auch nicht wenn ein einzelner einen Fehler macht. Die professionellen Shopsysteme haben wie ein Redaktionssystem eine Freischaltstufe. Da hat der Manager kein Bock gehabt, genau hinzusehen. Sollen die dem doch die Kohle vom Gehalt abziehen.

  • Marsu

    Peer, das genau meite ich damit. Otto weiß sehr wohl, dass grobe Fahrlässigkeit oder Vorsatz nicht oder nicht mehr geschütz wird.

  • Dieter

    Ich glaub die Problematik sollten sich Juristen mal ganz genau anschauen. Kurios ist die Taktik von Otto alle Mal. Wieso hauen Sie jetzt soviel Geld raus. Wenn Sie doch rechtlich so sicher stehen, dann hätte auch die Verlosung gereicht oder nur einen Gutschein von max. 50 Euro. Irgendwie ist die Strategie nachfragebedürftig. Um ein eventuellen Image-Schaden abzuwenden, hätten die "Trostpflaster" glaub ich nicht so groß ausfallen müssen.
    Vielleicht haben Sie doch Angst vor irgendetwas!?

  • anonym

    …bin ich eigentlich der einzige Kunde, der im besagten Zeitraum tatsächlich ein MacBook dort bestellen wollte und es auch wirklich bekommen hat? Ist auch schon bezahlt!

  • gut ge-

    @197
    Wieso bestelltst du bei Otto? War der (echte) Preis gut? Ist Amazon nicht besser – und kundenfreundlicher?

  • Peer

    #197

    Zu 49 Euro oder zum regulären Preis?

    Die einzigen MacBooks die definitiv geliefert wurden sind 24 h Lieferungen die mit Kreditkarte bezahlt wurden. Den Prozess konnten die wohl nicht mehr stoppen. 24h Bestellungen auf Rechnung haben Laptoptaschen geliefert bekommen. Alle anderen erstmal gar nix…

  • Dieter

    @197
    Also ich hab ne Notebooktasche bekommen, ich hab auf Rechnung, 24h bestellt. Auf der Rechnung steht auch Taschenset.
    Wenn das wirklich bei Dir so wäre, dann würde ich sagen, … könnte die Sache kompliziert werden für Otto, da wieder rauszukommen.

    Aber irgendwie will ich Dir das nicht glauben. Dann müssten Sie da ja echt noch was gedreht haben.

    Dann veröffentlich doch mal Deine Rechnung für uns, dass wir das alle glauben können. :-)

  • Marsu

    Ja so eine Rechnung wäre schon interessant.

    Also mich hat bisher niemand angerufen, keinen Brief geschrieben und auch keine Mail.

    Gibt es da nicht auch Vorschriften, wie lange man Widerrufen kann?

    Ich muß doch nun so langsam davon ausgehen können, dass meine bestellung auch ausgeführt wird.

  • Peer

    Habe das von verschiedenen Seiten gehört/gelesen. Ist überall so gelaufen.

  • MacBook

    Hat hier wirklich jemand MacBooks bekommen? Das würde ja echt eine neue Sachlage darstellen.. Bitte ehrlich sein und die Rechnung posten!! Danke

  • Unbekannt

    Ich habe noch keins bekommen. Allerdings habe ich auch keine Info zu einem Storno oder ähnlichem bekommen.

    So langsam muss ich eigentlich davon ausgehen, dass ich ein Macbook bekommen werde.

  • http://saegewerk.wordpress.com/ Agent_Dexter

    Ich habe heute einen 3-seitigen Brief von OTTO bekommen, in dem mir mitgeteilt wird, dass ich aufgrund der eindeutigen (?) Rechtslage das bestellte Notebook nicht erhalten werde, dafür aber ab Montag auf meinem Online-Konto bei OTTO eine 100-Euro-Gutschrift auf mich warten wird. Das ist eindeutig, wie ich finde.

    Eigentlich gehe ich auch davon aus, dass jene, die jetzt hier oder anderswo schreiben, sie hätten bereits ein Notebook bekommen, entweder ein wenig Salz in die Wunde streuen wollen (und demnach nicht wirklich ein Notebook erhalten haben) oder aber – wenn doch – dieses zurückschicken müssen, weil OTTO das einfordern wird und vermutlich das Recht auf seiner Seite hat.

    So viele Anwälte wurden jetzt für diverse Printmedien zu dem Sachverhalt befragt und alle waren der Meinung, OTTO muss die Notebooks nicht ausliefern bzw. hat eine 100%ige Chance, diese zurückzubekommen, wenn sie bereits versandt wurden.

    Wenn WIRKLICH jemand mit Sicherheit weiß, möge er darüber schreiben und den Sachverhalt eindeutig erklären. 2656 Menschen würden sich darüber sehr freuen ;-)

  • Rolf

    nun ist die entschuldigung auch bei mir angekommen. werbegag hin oder her. seid doch mal ehrlich: für nichts tun einen 100 euro gutschein zu bekommen ist doch was.
    oder ist das nichts?
    nun meine frage: kann ich mir von dem gutschein etwas kaufen, es innerhalb von 14 tagen zurückbringen und dann das geld dafür bekommen. es gibt bei otto nämlich nur so viel überteuerten quatsch für familienväter.
    was denkt ihr?

  • anomym

    Ich nehme alles zurück! Meine Frau hat das Paket angenommen und mir berichtet, dass mein MacBook endlich angekommen sei. Inhalt: eine Tasche… sine commentario…

  • Emanuel

    Steht in dem Entschuldigungs-Brief was passiert wenn man eine Tasche bekommen hat ?

  • Thomas

    Nein, dazu steht nix.

  • Peter

    Also ich hab per Rechnung bestellt, normaler Versand und hab eine Tasche bekommen.
    Bisher keinen Entschuldigungsbrief, keine Gutschrift oder sonstige Reaktion.

    Hotline angerufen und die wußten von nichts!!! Das ist schon echt frech. Ich solle doch morgen mal im Haupthaus anrufen, die wüßten vielleicht mehr. Unglaublich.

  • Klaus

    Hab auch das Schreiben erhalten. Ich finde die Begründung echt frech: Menschen machen auch Fehler….

    Gibt es hier einen Anwalt, der mal eine Prognose abgeben kann, wie die rechtliche Lage aussieht, wenn Otto eine Anzahlung verlangt hat und diese auch geflossen ist. Ist damit ein Kaufvertrag zustande gekommen auch wenn die AGB sagen, der Vertrag kommt erst mit Lieferung der Ware zustande. In dem Forderungsschreiben für die Anzahlung stand ja dann auch drin, dass die Ware geliefert wird, wenn die Anzahlung eingegangen ist.

    Danke und Grüße!

  • Emanuel

    hat jemand mal eine bereatung bei der Verbraucherzentrale beantragt?

    ich meine all die leute welche:

    – eine tasche statt laptop haben
    – einen laptop haben und den BEHALTEN wollen
    – eine Anzahlung geleistet haben

    all diese Fälle werden ja in der sehr allgemein gehaltenen Entschuldigung nicht erläutert?

    gruss Emanuel

  • Lukas

    @210; 213:

    Wer die Tasche gekriegt hat sollte diese ohne weiteres aufgrund des Fernabnahmegesetzes zurückgeben können(Vgl. BGB §§ 312, 355).

    Ich verstehe nicht warum OTTO da lauter Taschen verschickt. Eigentlich dürften doch die meißten Kunden aufgrund des Fernabnahmegesetzes in der Lage sein die wieder zurückzuschicken. OTTO bleibt am Ende doch nur auf den Taschen sitzen.

    //edit:

    Um an dieser Stelle vielleicht noch gleich die entsprechenden Stellen zu Zitieren:

    § 312b
    Fernabsatzverträge

    (1) [b]Fernabsatzverträge sind Verträge über die Lieferung von Waren oder über die Erbringung von Dienstleistungen, einschließlich Finanzdienstleistungen, die zwischen einem Unternehmer und einem Verbraucher unter ausschließlicher Verwendung von Fernkommunikationsmitteln abgeschlossen werden[/b], es sei denn, dass der Vertragsschluss nicht im Rahmen eines für den Fernabsatz organisierten Vertriebs- oder Dienstleistungssystems erfolgt.

    § 312d Widerrufs- und Rückgaberecht bei Fernabsatzverträgen

    (1) Dem Verbraucher steht bei einem Fernabsatzvertrag ein Widerrufsrecht nach § 355 zu. Anstelle des Widerrufsrechts kann dem Verbraucher bei Verträgen über die Lieferung von Waren ein Rückgaberecht nach § 356 eingeräumt werden.

    § 355 BGB

    Widerrufsrecht bei Verbraucherverträgen

    (1) Wird einem Verbraucher durch Gesetz ein Widerrufsrecht nach dieser Vorschrift eingeräumt, so ist er an seine auf den Abschluss des Vertrags gerichtete Willenserklärung nicht mehr gebunden, wenn er sie fristgerecht widerrufen hat. Der Widerruf muss keine Begründung enthalten und ist in Textform oder durch Rücksendung der Sache innerhalb von zwei Wochen gegenüber dem Unternehmer zu erklären; zur Fristwahrung genügt die rechtzeitige Absendung.

    Schaut mal nach den Paragraphen des BGB 312b,312c,312d und 355.

    Oder einfach mal nach den Stichworten Fernabnahmegesetz und Fernabsatzverträge.

    Da ich kein Rechtsanwalt bin übernehme ich weder Garantie noch Haftung für die Richtigkeit meiner Aussagen und deren Folgen.

  • Thomas

    Ähm ja, dass sie die Taschen zurückgegeben können ist den Betroffenen natürlich klar.

    Es geht eher darum, warum sie bisher keine Entschuldigung erhalten haben. Bzw. ob sie aufgrund der Tatsache, DASS sie die Taschen erhalten haben – jedoch Macbooks bestellt – nicht eine neue rechtliche Situation ergibt.

  • Emanuel

    Wie ist das eigentlich, ich habe bis jetzt noch nie davon gehört das OTTO möglicherweise gegen sollche "fehler" versichert ist! was ich mir noch am ehesten vorstellen kann. Otto wird das alles von seiner Versicherung wieder bekommen nehme ich stark an….

    und zum zurücksenden der Taschen, ja das geht aber wer bezahlt den versandt der Rücksendung ?

  • KatzenHai

    Wieso schreiben die ganzen Presseleute jetzt die OTTO-Erklärungen ab, dass wegen "Invitatio ad offerendum" kein Vertrag zu Stande gekommen sei?

    OTTO verkauft ausdrücklich auf Probe (§ 454 BGB) – dies setzt zwingend einen vorher wirksam geschlossenen Kaufvertrag voraus, der aufschiebend bedingt unter ein alleiniges Auflösungsrecht des Käufers gestellt wird.

    Also sind die Verträge über Laptops zu Stande gekommen – und können durch OTTO wegen Aufgabe des eigenen Irrtumsanfechtungsrechts nicht mehr "beseitigt" werden.

    Es stellt sich für mich nur noch die Rechtsfrage, ob ein Berufen hierauf rechtsmissbräuchlich sein könnte (§ 242 BGB), und ich deshalb nicht auf Erfüllung bestehen könnte.

  • Dieter

    OTTO hat die MacBooks bereits verlost. Heute soll es Post geben, für diejenigen, die gewonnen haben.

    http://www.express.de/nachrichten/news/tech-und-games-2008/hier-lost-otto-die-50-macbook-gewinner-aus_artikel_1246563186383.html

  • Dieter

    Hat schon jemand Post bekommen, indem sein Gewinn über ein MacBook bestätigt wird??

    Für alle die ein MacBook gewonnen haben oder noch gewinnen werden.

    Viel Spass damit!!!

  • MacBook

    Ich finde Otto sollte die Gewinner namentlich nennen!! Sonst kann man doch gar nicht glauben, dass wirklich welche verlost wurden.. Also ich traue denen mittlerweile alles und nichts zu!!

    Klagt hier eigentlich schon jemand wegen Betrug o.ä.??

  • Dieter

    Ein Gewinner gibts bereits.

    http://www.scherzinfarkt.net/2009/08/macbook-gewinner-von-otto-bitte-melden/

    Mit Beweis-Schreiben!

  • Klaus

    Ich habe die Lieferung eingefordert, da eine Anzahlung verlangt wurde – mit dem Hinweis:
    ————–
    Jetzt sollen Sie Ihre Wunschartikel natürlich ganz rasch bekommen. Allerdings macht die Höhe Ihres Auftrags eine Anzahlung erforderlich. Wir bitten Sie dafür herzlich um Ihr Verständnis.

    Damit Ihre Bestellung schnell bei Ihnen ist, überweisen Sie bitte die Anzahlung von 60,00 EUR innerhalb der nächsten 14 Tage an:
    ————–

    Dies entspricht in meinen Augen der physikalischen Lieferung der Notebooks, da ich ja auch ohne die verbindliche Lieferzusage die Anzahlung nicht geleistet hätte.

    Sollte Otto nicht liefern, geht´s vor Gericht.

  • Bastian

    Würde mich ja mal interessieren, was aus en ganzen Möchtegern-Klägern geworden ist…