12.8.2009

Offenes Gespräch

Gestern bin ich beim Bundeskriminalamt an einen spröden Polizisten im Dauerdienst, der gehobenen Telefonzentrale, geraten. Heute ein erneuter Versuch der Kontaktaufnahme, diesmal mit der zuständigen Staatsanwältin in Frankfurt.

Freundliche Dame, nach eigenem Bekunden gerade dabei, einige Asservate der gestrigen Razzien zu sichten. Sogar die Frage, ob es gegen meinen Mandanten einen Haftbefehl gibt, haben wir in aller Offenheit erörtert.

So geht es also auch – sicher nicht zum Schaden beider Seiten.

18 Kommentare zu “Offenes Gespräch”

  1. Marcus meint: (12.8.2009 um 13:00) AntwortenReply to this comment

    Das ist eben der Unterschied zu Fußvolk und Telefonsupport :-)

  2. schredder66 meint: (12.8.2009 um 13:07) AntwortenReply to this comment

    Ähm, heisst das jetzt, dass der gestrige Anruf beim BKA nur dazu dienen sollte, um mit der zuständigen Staatsanwaltschaft bzw. Staatsanwältin in Kontakt zu treten?

  3. Udo Vetter meint: (12.8.2009 um 13:08) AntwortenReply to this comment

    Nein, das heißt, dass die Staatsanwältin gestern nachmittag nicht erreichbar war.

  4. Meta meint: (12.8.2009 um 13:09) AntwortenReply to this comment

    > So geht es also auch – sicher nicht zum Schaden beider Seiten.

    Ja … aber langweilig. Der Schaden liegt damit ganz auf Seiten der Leserschaft.

  5. kizushi meint: (12.8.2009 um 13:12) AntwortenReply to this comment

    hoffentlich versteht die StA unter "sichten" nicht pudern :-)

  6. oldman meint: (12.8.2009 um 13:20) AntwortenReply to this comment

    Ich könnte jetzt schreiben:"sehen Sie", werde ich aber nicht tun, weil ich ohnehin diesen Schritt für Ihren gestern schon geplanten Nächsten hielt.
    Bessere Karten hat Ihr Mandant allemal, wenn er mit Beweis-/Entlastungserheblichen Informationen dienlich ist, den evtl. ergangenen Haftbefehl gegen ihn ausser Vollzug zu setzen.
    Je schneller desto besser, bevor andere der Razzia Unterzogene ebenso denken.
    Viel Erfolg.

  7. Kai meint: (12.8.2009 um 13:27) AntwortenReply to this comment

    Die Rätselstunde mit Herrn Vetter ist ja beliebt, aber manchmal doch etwas sehr müßig, mit so wenig Informationen beglückt zu werden.

    Gab es nun einen Haftbefehl oder wollten die Beamten eine Einvernahme ohne Anwalt erreichen, wo ggf. doch mal schneller etwas erzählt wird, als nach einer Verhaftung?

  8. onkel bo meint: (12.8.2009 um 13:28) AntwortenReply to this comment

    @6:
    was genau hat sie denn an dem gestrigen beitrag so gestört?
    [wenn sie schon annahmen, obschon nicht wussten... s.dort]
    ironie mal beiseite: war keine rethorische frage.

  9. MrBrook meint: (12.8.2009 um 13:42) AntwortenReply to this comment

    …sondern nur zum Schaden einer Seite? xD

    *SCNR*

    Es gibt eben auch noch vernünftige Leute.

  10. Autolykos meint: (12.8.2009 um 13:55) AntwortenReply to this comment

    Klar, wenn alles glatt läuft dann ist das viel weniger sensationell als wenn man mal wieder über unmögliches Verhalten unserer Gesetzeshüter schimpfen kann – aber ich finde es sehr fair, ab und an auch die guten Nachrichten zu zeigen.

  11. torben meint: (12.8.2009 um 14:01) AntwortenReply to this comment

    Für einen Nicht-Juristen: Darf die Ihnen am Telefon solche Dinge sagen oder lief es über ein extrem "fälschungssicheres" Frage-Antwort-Spiel, welches abklärte, dass Sie "schon irgendwie befugt" sind?

  12. oldman meint: (12.8.2009 um 14:31) AntwortenReply to this comment

    @ 8.
    Gestört hat mich an dem gestrigen Beitrag garnichts,
    verehrter @onkel bo, es hat mich auch nicht zu stören,
    weil ich davon ausgehen muß, dass das Wort "Polizei",
    "Cops" u.äe. Berufsbezeichnungen eine Reihe von, durch
    keine Sach- und Fachkenntnis beleckte, Kommentatoren
    in das hingehaltene Polizei – Bashinghorn blasen läßt.

    ("Traumtänzer" wäre ich, hätte ich mich z.B. an den beauftragten
    Schilderfestschrauber gewandt, in der Erwartung, er folge
    meinen Vorschlägen. Beispiel hier:
    ww*w.oldblog.de/?p=1085
    Der Weg zum Entscheider ist der Richtigere.)

    Wie obigem Beitrag zu entnehmen: jetzt so geschehen.
    Die Info über das Vorhaben fehlte gestern.
    (evtl. aus nachvollziehbaren Gründen)

  13. affenärschle meint: (12.8.2009 um 15:07) AntwortenReply to this comment

    @5
    aus http://de.wiktionary.org/wiki/pudern

    Bedeutungen:

    [1] Puder auftragen
    [2] Ein vulgäres Wort für "Geschlechtsverkehr haben" (koitieren). Aufgrund seiner ursprünglichen Bedeutung befindet es sich auf gleicher Ebene wie diverse andere umgangssprachliche Ausdrücke (bumsen, nageln, poppen, vögeln, etc.), die vor allem den mechanischen Aspekt des Vorgangs ohne Berücksichtigung der emotionalen Beteiligung betonen.

  14. onkel bo meint: (12.8.2009 um 15:10) AntwortenReply to this comment

    @12:
    danke.
    in sofern, als dass hier manche nicht zw. spekulation, meinung etc. unterscheiden und dann 'proboscis an cauda' (excuse my french) lostapern, bin ich gerne bereit ihnen (im anderen sinne) zu folgen.
    gönnen wir doch u.v. den spaß, der ihm hier bereitet wird.

  15. Selle meint: (12.8.2009 um 17:45) AntwortenReply to this comment

    Das heißt pardon my french, nicht excuse my french. Sonst ist da der Witz weg, gelle.

  16. krokodoc meint: (12.8.2009 um 21:50) AntwortenReply to this comment

    Und die beiden Beamten im Auto? Sitzen die immer noch dort?

  17. hiro meint: (12.8.2009 um 21:56) AntwortenReply to this comment

    Potztausend! Da ruft man nur einmal bei der richtigen Nummer an, und schon erreicht man was! Wer hätte das gedacht, nachdem die falsche Nummer gestern doch nicht zum Erfolg führte.

    Erinnert mich an meine Leere (sic!) bei der Deutschen Bank, welche im Telefonbuch direkt unter "Deutsche Bahn" stand. Einige Anrufer wurden tatsächlich sauer, wenn der Schalterbeamte nicht zu telefonischen Fahrplanauskünften bereit war. "Mir doch egal, mit wem ich spreche – hören Sie gefälligst zu!"

  18. onkel bo meint: (13.8.2009 um 21:37) AntwortenReply to this comment

    @15: "…pardon my french, nicht excuse my french…"

    sure. if one owns one dictionary precisely – or endues an attitude towards language so conservative that this ordeal in itself must be converging towards unbearable . do hark to the voice of the luminaries: http://dictionary.cambridge.org/define.asp?key=31145&dict=CALD

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