4.9.2009

Jako reagiert: „Wir haben überreagiert“

In der Auseinandersetzung zwischen Jako und Trainer Baade gibt es nun eine Pressemitteilung des Sportartikelherstellers, die ich persönlich überraschend offen und sympathisch finde.

Die Kernaussagen der Mitteilung lesen sich gekürzt so:

Sprügel bedauert, dass sich die „Auseinandersetzung unnötigerweise so aufgeschaukelt hat“. Es sei unglücklich gewesen, nicht sofort auf die Anfragen von Bloggern und Journalisten zu reagieren: „Wir haben ja schließlich nichts zu verbergen.“ Die Verzögerung einer Antwort hänge unter anderem auch mit der Urlaubszeit und der Abwesenheit wichtiger Entscheidungsträger zusammen. Rudi Sprügel will sich dafür einsetzen, dass Baade aus dieser Auseinandersetzung „keine finanziellen Nachteile erwachsen.“ Sprügel wörtlich: „Ich bin mir sicher, dass beide Seiten aus dieser unerfreulichen Geschichte gelernt haben.“

Die aktuelle Pressemitteilung im Volltext findet sich hier.

(Autor: fh)

62 Kommentare zu “Jako reagiert: „Wir haben überreagiert“”

  1. Marcus Healey meint: (4.9.2009 um 10:23) AntwortenReply to this comment

    Und dennoch wird sich die Zahnpasta nicht wieder in die Tube zurückdrücken lassen.
    Aber: Mit der Zeit wird sie verbraucht werden, und dann bleibt nix mehr über…

    Einige Passagen muss man allerdings mal auf ihre Bedeutung auseinandernehmen:

    - "Erst hinterher stellte sich heraus, dass der tschechische Nachrichtenaggregator„Newstin“ den inzwischen von Baade gelöschten Text kopiert hatte und weiterhin verbreitete."
    -> Die Bloggerszene nebst Newsredaktionen musste uns darauf aufmerksam machen, dasss wir zu blöd sind, das Internet zu verstehen.

    - "Ohne die endgültige Klärung des Sachverhalts unter den Rechtsanwälten abzuwarten, alarmierte Baade daraufhin die Bloggerszene."
    -> Wir sind nicht schuld. Frau Sanguinette ist nicht schuld. Baade ist schuld!

    - "„Wir haben uns rein rechtlich überhaupt nichts vorzuwerfen“, betont Rudi Sprügel,"
    -> Hoffen wir zumindest…

    - "Die Verzögerung einer Antwort hänge unter anderem auch mit der Urlaubszeit und der Abwesenheit wichtiger Entscheidungsträger zusammen."
    -> Die aber aus dem Urlaub die Entscheidung treffen konnten, Baade 5.100 Euro Vertragsstrafe aufbrummen zu wollen.

    - „Ich bin mir sicher, dass beide Seiten aus dieser unerfreulichen Geschichte gelernt haben.“
    -> Zum Beispiel, was ein Newsaggregator ist.

    - "JAKO ist Ausstatter von Bundesliga-Mannschaften wie Eintracht Frankfurt, Greuther Fürth, Rot-Weiss-Ahlen, FC Rot-Weiss Erfurt, SSV Jahn Regensburg, Dynamo Dresden sowie von Fußball-Erstligamannschaften in Österreich, der Schweiz, den Niederlanden und Belgien."
    -> Deren Fans angesichts dieser Geschichte nicht unbedingt eine Vergrößerung der Bereitschaft zum Kauf von Fanartikeln der Marke JAKO verspürt haben.

  2. Marco Rieger meint: (4.9.2009 um 10:24) AntwortenReply to this comment

    Schön das doch noch bemerkt worden ist, was für einen Image-Schaden durch diese Aktion entstanden ist.
    Ein Sprung, in die definitiv richtige Richtung :)

  3. Kalle Grabowski meint: (4.9.2009 um 10:29) AntwortenReply to this comment

    Immerhin überhaupt eine Reaktion, wobei ich das immer noch ziemlich selbstherrlich finde…

    Wenn Jako Trainer Baade finanziell nicht weiter schröpfen will, heisst das ja auch noch lang nicht, dass sie ihm das Geld aus der ersten, meines Erachtens nach unberechtigten Abmahnung zurückzahlen, oder?

  4. manu meint: (4.9.2009 um 10:29) AntwortenReply to this comment

    deutlich zu spät um einen imageschaden abzuwenden. aber wenigstens der versuch, das ganze zum guten zu wenden…

  5. Alexander meint: (4.9.2009 um 10:31) AntwortenReply to this comment

    Eine Mitteilung, in der der Geschäftsführer trotzig mit dem Fuß aufstampft – "wir sind im Recht!" – und den Fehler seines Handels nicht darin sieht, Baade geschadet zu haben sondern seinem Unternehmen geschadet zu haben, finde ich weder "überraschend offen" noch "sympathisch".

    Im Gegenteil, für mich offenbart er sich damit erst recht als …

    Alex

  6. Yves meint: (4.9.2009 um 10:33) AntwortenReply to this comment

    Ich bin mir sicher, dass ohne die Diskussion im Internet niemals ein solches Einlenken stattgefunden hätte. Denen geht es m.E. doch jetzt nur darum, den Imageschaden zu begrenzen. Und selbst das ist von zweifelhaftem Erfolg (d'accord mit @5, Alex)

  7. Uli meint: (4.9.2009 um 10:43) AntwortenReply to this comment

    Als interne Mitteilung ginge das in Ordnung, aber als externe Pressemitteilung finde ich das irgendwie ziemlich dreist.
    Es ist eigentlich nicht sehr nett, wenn sich jemand wenig Mühe gibt, einen für dumm zu verkaufen…

  8. dot tilde dot meint: (4.9.2009 um 10:47) AntwortenReply to this comment

    mir scheint, dass so weit zurückgerudert wird, wie die firma meint zu können. das finde ich sehr gut.

    wir werden sehen, ob jako es schafft, aus der negativen aufmerksamkeit nachhaltig kapital zu schlagen. ich denke, das geht. mit den neuen mitteln der öffentlichkeit nicht sofort angemessen umgehen zu können ist nichts, dessen man sich schämen müsste – vorausgesetzt man verschließt die augen nicht und lernt.

    das wäre jetzt eine hervorragende chance, in bezug auf social media der konkurrenz davon zu laufen. so viel aufmerksamkeit kommt nicht schnell wieder.

    @5 (alexander):

    … kapitalist? geschäftsführer? guter/schlechter/opportunistischer mensch? der mann macht seine arbeit. er hat sich in seinem bezugsrahmen für eine sehr gute richtung des vorgehens entschieden. ein geschäftsführer, der nicht rechtmäßig operiert, wäre rücktrittskandidat. mehr als kommunikationsfehler einzugestehen und förderer der kundenszene nicht zu belästigen, ist ohne rücktritt meiner meinung nach nicht drin.

    es hängt alles davon ab, wie die geschichte weitergeht. man kann der firma jako nur viel mut wünschen.

    .~.

  9. StephanZ meint: (4.9.2009 um 10:54) AntwortenReply to this comment

    Hm, ich zitiere mal aus der Presseerklärung:

    "„Wir haben uns rein rechtlich überhaupt nichts vorzuwerfen“, betont Rudi Sprügel, „aber rückblickend betrachtet, wäre es viel besser gewesen, wir hätten mit Herrn Baade persönlich Kontakt aufgenommen und die Sache mit ihm direkt geklärt.“"

    Das ist halt die Frage, ob das rechtlich koscher war. Aber andererseits heißt das, wir machen das wieder, wenn wir keinen Ärger bekommen. Also relativ wenig gelernt.

  10. Anonym meint: (4.9.2009 um 11:00) AntwortenReply to this comment

    Halbgar. Hier wird lediglich versucht, den Image-Schaden abzuwenden, ohne aber wirklich die gemachten Fehler einzugestehen. Ganz im Gegenteil, es finden sogar weitere Wahrheits-Verdrehungen statt:

    "Erst hinterher stellte sich heraus, dass der tschechische Nachrichtenaggregator„Newstin“ den inzwischen von Baade gelöschten Text kopiert hatte und weiterhin verbreitete."

    Der Text wurde auf Newstin gefunden. Wie konnte sich das also erst hinterher rausstellen?

    "Es sei unglücklich gewesen, nicht sofort auf die Anfragen von Bloggern und Journalisten zu reagieren: „Wir haben ja schließlich nichts zu verbergen.“"

    Warum geht man dann nicht in die Diskussion? Warum kommt nur eine Pressemeldung, in der man die Wahrheit natürlich nach Belieben schönen kann?

    Hier ist weiterhin das alte (veraltete) "Wir müssen die Botschaften kontrollieren"-Unternehmensdenken aktiv. Mag ja sein, dass man bei JAKO was gelernt hat, allzu viel kann das aber nicht gewesen sein.

  11. Mike meint: (4.9.2009 um 11:04) AntwortenReply to this comment

    "Ohne die endgültige Klärung des Sachverhalts unter den Rechtsanwälten abzuwarten, alarmierte Baade daraufhin die Bloggerszene."

    Oh Mann. Da kommen dann diese wütenden Blogger, die sich erdreisten, über unser prosperierendes Unternehmen zu schreiben. Wir, die wir doch nur das Beste für die Welt möchten und in Ruhe unser Geld zählen wollen.

    Hätte in dem Satz statt „Bloggerszene“ „Türstehermilieu“ gestanden, könnte man den Eindruck bekommen, ein Rollkommando wäre bei Jako aufgetaucht.

    Die haben echt nichts gelernt …

  12. StoiBär meint: (4.9.2009 um 11:18) AntwortenReply to this comment

    Die ganze Pressemitteilung läßt erkennen, dass die keine Ahnung haben, wie Internet funktioniert. Dazu ist die halbe Meldung nur Eigenwerbung. So wird das nichts.

  13. Problemkerze meint: (4.9.2009 um 11:18) AntwortenReply to this comment

    Entscheidungsträger? Urlaub?

    Entscheidungsträger von Unternehmen hatten schon vor 15 und mehr Jahren immer ein Mobiltelefon in Reichweite oder ihrem Unternehmen mitgeteilt, wo sie sich aufhalten, um bei Entscheidungen, die kurzfristig und auf administrativer Ebene zu fällen waren, erreichbar zu sein. Auch wenn deren Familien das nicht gut fanden, nötig war und ist es.
    Und ein PR-Desaster wie dies hier (wenn auch afaik nur in der Blogosphäre und nicht der Weltpresse) ist sicher ein Grund, die Handynummer des Entscheidungsträgers zu wählen…

  14. whocares meint: (4.9.2009 um 11:19) AntwortenReply to this comment

    Offen und sympathisch? @fh, sie hatten wohl einen Clown zum Frühstück. Als Pressemitteilung ist das kaum an Dreistigkeit zu überbieten. Sich selber in den höchsten Tönen loben und diverse Werbung einstreuen, und von der Gegenseite sagen "der ist doof und hat ohne abzuwarten sich gewehrt!".

  15. Uwe meint: (4.9.2009 um 11:24) AntwortenReply to this comment

    Was sollen denn "_beide_ Seiten" gelernt haben? Der Weblogger etwa, dass er es nie mehr wagen wird, etwas zu kritisieren?

  16. Der Leser meint: (4.9.2009 um 11:24) AntwortenReply to this comment

    Hier ist das ganze, wie ich finde, etwas besser aufgedröselt:

    http://www.allesaussersport.de/archiv/2009/09/04/jako-kundigt-handschlag-an/

    Also hört auf, ohne die Hintergründe zu kennen, auf die Firma einzudreschen.

    @10: Durchaus möglich, dass sie tatsächlich im Recht waren. Dass sie das wieder machen, glaube ich fast nicht, denn eine zweite derartige Watschen werden sie wohl nicht so gut vertragen. Ich hoffe sie haben daraus gelernt.

  17. fh meint: (4.9.2009 um 11:30) AntwortenReply to this comment

    @whocares: Bislang glaube ich eher, dass da einfach ein Unternehmen gerade verdammt viel "Internet", Krisenkommunikation und Souveränität im Schnelldurchlauf lernen musste, und vorher schlichtweg naiv war.

    Letzten Endes werden es doch einfach die nächsten Tage zeigen, ob das nun ein "Wir haben Mist gebaut, und rücken das wieder gerade" war, oder eine Nebelkerze in Sachen PR. Aber man darf ja noch an das Gute glauben, oder? ;)

    Eigenwerbung steht ja wohl in jeder Pressemitteilung. Gehört halt zum Spiel dazu.

    (Edit – viel ausführlicher und besser hat das Kai formuliert, aber er scheint das wohl ähnlich zu sehen wie ich: http://www.allesaussersport.de/archiv/2009/09/04/jako-kundigt-handschlag-an/ )

  18. SJcher Feh meint: (4.9.2009 um 11:30) AntwortenReply to this comment

    @17:

    Es ist ein grundsätzlicher Fehler gleich mit den Kanon zu schiessen (resp. Rechtsanwälte direkt auf das Gegenüber zu hetzen). Ich habe für solch ein Vorgehen keinerlei Verständnis.

  19. Thomas meint: (4.9.2009 um 11:30) AntwortenReply to this comment

    "Ohne die endgültige Klärung des Sachverhalts unter den Rechtsanwälten abzuwarten, alarmierte Baade daraufhin die Bloggerszene."

    Besser:
    "Ohne die endgültige Klärung des Sachverhalts abzuwarten, alarmierte Jako daraufhin die (seine) Rechtsanwälte."

  20. honk meint: (4.9.2009 um 11:44) AntwortenReply to this comment

    Die Pressemitteilung sieht aus wie von einem PR-Studenten im ersten Semester geschrieben.

    Es geht nur darum, was für ein supi dupi Unternehmen Jako doch ist und dass es da ein kleines Problemchen in diesem Internetz gab. Aber hey, jetzt laden wir ihn sogar zu uns ein. Wir sind so nett, habt uns wieder lieb.

  21. Tomchen meint: (4.9.2009 um 11:47) AntwortenReply to this comment

    Sympathisch? Dass ich nicht lache!

    "Ohne die endgültige Klärung des Sachverhalts unter den Rechtsanwälten abzuwarten, alarmierte Baade daraufhin die Bloggerszene."

    Dass ist schlicht gelogen. Denn welche Rechtsauffassung Jako bis vor kurzem vertreten hat, durften wir ja alle lesen. Dass man diese Rechtsauffassung jetzt aufgibt hat wohl auch wenig mit Einsicht, sondern eher mit dem immensen Druck zu tun.

    Bis zu diesem Zwischenfall war mir die Firma Jako kein Begriff. Jetzt werde ich mir die Marke merken und zwar für eine lange lange Zeit!

  22. whocares meint: (4.9.2009 um 11:57) AntwortenReply to this comment

    @fh: Warten wir's ab – obwohl: in ein, zwei Wochen kräht sowieso kein Hahn mehr danach. Ich finde es dennoch – egal, ob das Unternehmen nun unbeholfen in Sachen Internet ist oder nicht – als extrem schlechten Stil, selber die Eskalation voranzutreiben und hinterher dem anderen vorwerfen, er habe sich gegen genau diese Eskalation gewehrt (wie konnte er auch, wenn es doch um aus seiner Sicht existenziell bedrohliche Beträge dabei geht). Und genau wegen diesem Punkt ist mit Jako nach dieser Pressemitteilung eher unsympathisch.

  23. Momo meint: (4.9.2009 um 12:01) AntwortenReply to this comment

    „Ich bin mir sicher, dass beide Seiten aus dieser unerfreulichen Geschichte gelernt haben.“

    Nein, nicht beide Seiten… ALLE Seiten haben aus dieser Geschichte gelernt. Jako weiss jetzt, was Steisand-Effekt bedeutet. Trainer Baade weiss jetzt, wieviel das deutsche Recht auf Meinungsfreiheit wert ist. Und alle Anderen denken sich zumindest ihren Teil dazu.

  24. Heiner meint: (4.9.2009 um 12:02) AntwortenReply to this comment

    Irgendwas passt da nicht!

    Einerseits haben sie sich nichts vorzuwerfen und alles war rechtlich einwandfrei, andererseits hatten sie nicht bemerkt, dass Baade nicht der Ansprechpartner für tschechische Nachrichtenaggregatoren ist.

  25. bee meint: (4.9.2009 um 12:09) AntwortenReply to this comment

    Offen? Nein. An Krisenkommunikation und Souveränität wurde hier nichts gelernt, nichts gezeigt.

    Das macht mir den Eindruck, mit der ganz heißen Nadel gestrickt worden zu sein. Ein Schuldverlagerungsversuch nach der Melodie: „Ich habe die Scheibe nicht eingeschmissen, der böse Stein war Schuld, und die Scheibe hat sich auch nicht auf eine Diskussion eingelassen.“

    Sympathisch? Nicht, wer noch bis zuletzt die Reputation des Gegners zu beschädigen versucht.

    Unbelehrbar? Ja, das träfe es eher.

  26. STOPPSCHILD meint: (4.9.2009 um 12:26) AntwortenReply to this comment

    Ja, ehrenwerte Firma.

    Das phöse Internet.

    Haben Sie vorher nicht gewusst, dass sich so zwei bis drei Leute untereinander verlinken?

    Hatten Sie keine Kenntnis von der Tatsache, wenn ein Blogger "angeschossen" wird, sich die Sache automatisch hochschaukelt?

    Wussten Sie nicht, dass Sie einen PR-Gau auslösen?

    Nein?

    Sie haben die falschen BeraterInnen.

    Frau von der Laien kann Ihnen hilfreich sein.
    Sie stellt ein STOPPschild vor jeden Beitrag, der Ihrem
    UnternehmensIMAGE abträglich sein könnte.

    Mit angewidertem Gruß

  27. Dominic meint: (4.9.2009 um 12:47) AntwortenReply to this comment

    Ich kann Kalle Grabowski (3) und vor allem Alexander (5) nur zupflichten. Offen und sympathisch ist etwas anderes.

    Das könnte auch eine der zahlreichen (widerwillig) gedruckten Gegendarstellungen der Bild sein – man musste es machen, wollte es aber gar nicht und zeigt das auch durch Wortwahl, Satzbau und Aussagen.

    Schade. Jako ist mir nicht sympathischer geworden…

  28. Axel John meint: (4.9.2009 um 13:30) AntwortenReply to this comment

    Die "Presseerklärung" ist offensichtlich ein Machwerk derselben Anwälte, die Jako das ganze Desaster eingebrockt haben.

    >>Ohne die endgültige Klärung des Sachverhalts unter den Rechtsanwälten abzuwarten, alarmierte Baade daraufhin die Bloggerszene.<<

    Unfassbar! Ein kleiner Habenichts wagt es, die Solidarität der Öffentlichkeit in Anspruch zu nehmen, statt sich von uns in den Ruin klagen zu lassen. Wir brauchen Stoppschilder! Ganz viele Stoppschilder, besonders für Blogs und Foren.

    >>Wir haben uns rein rechtlich überhaupt nichts vorzuwerfen<<

    Das schlimme daran ist, formalrechtlich gesehen, stimmt das.
    Der formale "Rechtsstaat" ist Darwinismus pur. Ohne die Unterstützung durch eine humane Gesellschaft ist Recht lediglich ein Beutegut, welches demjenigen zufällt, der es bezahlen kann.

    Ich frage mich wer – nicht nur – im Jako-Fall die treibende Kraft ist: Ein unbesonnenes Unternehmen oder raffgierige Anwälte, die in erster Linie ihre eigenen Interessen verfolgen.

    Manchmal ist es richtig wohltuend, die hilflose Wut von Anwälten zu beobachten, wenn sie trotz ihrer wilden Beissattacken und hinterhältigen Winkelzüge gegen eine sich solidarisierende Gemeinschaft den Kürzeren ziehen.

  29. Mitfühlender Laie meint: (4.9.2009 um 15:10) AntwortenReply to this comment

    Immerhin. Die Sache wird, Urlaubszeit hin, Urlaubszeit her Chefsache. Cheffe erklärt, dass die Firma überreagiert hat und Baade schadlos stellen will. Das ist ein eindeutiges und positives Statement. Darauf kommt es an. Der Rest sind PR-Floskeln, die muss man nicht sympatisch finden, aber auch Cheffe und die Firma möchten beim Zurückrudern ihre Haut retten. Das sollte man akzeptieren.

    Fazit: In jedem Unternehmen muss man sich mit dem Thema Unternehmenskommunikation und neue Medien auseinandersetzen. Umgekehrt sollten Blogger ihre Worte sorgfältig wählen, wenn sie, was an sich legitim ist, öffentlich über eine Firma lästern möchten.

  30. tomatensuppe meint: (4.9.2009 um 15:31) AntwortenReply to this comment

    >>…alarmierte Baade daraufhin die Bloggerszene.<<

    Welche Blogs haben denn gerade Bereitschaftsdienst??? Ne, is klar, da ist der Trainer durchs Dorf gerannt und hat mit den virtuellen Kirchenglocken den ganz grossen Alarm geschlagen…

  31. mica meint: (4.9.2009 um 15:49) AntwortenReply to this comment

    „Wir haben uns rein rechtlich überhaupt nichts vorzuwerfen“
    soso ..

    Rein rechtlich können sie auch den Kunden nichts vorwerfen,wenn aufgrund der ganzen Aktion nichts mehr von
    Jako gekauft wird.

  32. Hans meint: (4.9.2009 um 16:44) AntwortenReply to this comment

    Sympathisch? Ist ja lachhaft. Die ganze Ekelhaftigkeit dieses Unternehmens bündelt sich in einem Satz: "Wir haben uns rein rechtlich überhaupt nichts vorzuwerfen".

    Damit wird im Vorbeigehen die ursprüngliche Abmahnung geadelt, obwohl diese auch schon fragwürdig war, weil zumindest 3/4 der beanstandeten Stellen innerhalb der Grenzen der freien Meinungsäußerung waren. JAKO behauptet also, daß es berechtigt war, z.B. wegen des Vergleiches mit ALDI und LIDL abzumahnen. Das ist lächerlich. Nur eine der vier beanstandeten Stellen des ursprünglichen Blogbeitrags war rechtlich heikel und selbst da wäre keineswegs sicher, daß ein Richter sich auf die Seite von JAKO geschlagen hätte.

    So zeigt der Satz die Ignoranz und Selbstverliebtheit von JAKO auf.

  33. Tom´s Papa meint: (4.9.2009 um 17:09) AntwortenReply to this comment

    Unabhängig vom schwachen Inhalt ist die Pressemitteilung auch noch texlich grottenschlecht geschrieben. Solche Texte, meine lieben "PR-Spezialisten" von jako, habe ich als Redakteur täglich im Dutzend auf meinem Schreibtisch – und alle scheitern sie an meinem inneren “Schweinehund”. Selbiger hat nämlich keine Lust, daraus auch noch einen lesbaren Text zu machen.

  34. Kai meint: (4.9.2009 um 18:03) AntwortenReply to this comment

    Hi,

    kann mir mal bitte jemand erklären, warum es anscheinend strafbar ist, wenn ich das Logo einer Firma kritisiere? Also welche Gesetze finden da Anwendung?
    Danke schonmal für Antworten

  35. whocares meint: (4.9.2009 um 18:12) AntwortenReply to this comment

    @kai/35: Das liegt an dem rechtsfreien Raum Internet. Rechtsfrei bedeutet: Wenn Du über ein Unternehmen schreibst, und denen das nicht genehm ist, hast Du keine Rechte.

    (scnr)

  36. obil meint: (4.9.2009 um 18:13) AntwortenReply to this comment

    "Ohne die endgültige Klärung des Sachverhalts unter den Rechtsanwälten abzuwarten, alarmierte Baade daraufhin die Bloggerszene."

    Alleine dieser Satz zeigt mir, dass man bei Jako gar nichts verstanden hat. Im Gegenteil, man gibt Baade die Schuld an der Eskalation und konterkariert damit sogar die Überschrift. Und weiterhin lese ich daraus, dass wenn man nicht dummerweise im Rampenlicht stünde, Baade am liebsten richtig fertig machen würde. Was bildet der sich auch ein.

  37. Kand.in.Sky meint: (4.9.2009 um 18:57) AntwortenReply to this comment

    Jajajaja, das Gewissen. Später, da entdecken sie es alle, Richter, Politiker, Generäle, Anwälte… Lilo Friedrich, ex-SPD-Tante merkte nach ihrem Ausscheiden aus der Vollversorgung als Steuerparasit (vulgo, Politiker) wie ungerecht Hartz4 doch ist, Richter a.d. am BGH/BvG entdecken die Bürgerrechte und erwischte Steuersünder versprechen Besserung (freilich um ungehindert ins ausländische, rechtmässig erworbene Schlösschen zu emigrieren).
    Doch zuvor wird kräftig gelogen und eingedroschen.
    JAKO wollte dummdreist abkassieren, vollkommen überzogen und überhöht, und nicht einmal sondern mehrmals. Und die sind nun geläutert..? Das ist ja mal eine clevere Strategie, da ist noch niemand drauf gekommen!

    Sorry Florian Holzhauer, sowas wirklich zu glauben zeugt von einer sehr naiven Weltsicht (keinesfalls Vorwurf, nur eine Feststellung).

    #k.

  38. Alexander meint: (4.9.2009 um 19:24) AntwortenReply to this comment

    @8 dot tilde dot:
    "er hat sich in seinem bezugsrahmen für eine sehr gute richtung des vorgehens entschieden."

    Hat er das wirklich? Eine sehr gute Richtung seines Vorgehens wäre gewesen:

    "Baade hat uns mit seiner Kritik an unserem neuen Logo verärgert. Das steht ihm im Rahmen der freien Meinungsäußerung selbstverständlich zu. Wir haben gelernt, dass wir andere Meinungen als die unseres Unternehmens akzeptieren müssen. Das nennt man schließlich Meinungsfreiheit. Hier auf ein klärendes Gespräch zu verzichten und gleich mit der kostenspieligen Keule "Abmahnung" draufzuschlgen, war der erste Fehler, den wir gemacht haben.

    Dass wir ohne ein weiteres Gespräch sofort unsere Mediatorin mit einer noch teureren Vertragsstrafe losschlagen ließen, war unangebracht; besser wäre gewesen, wir hätten zuerst mit Baade gesprochen, dann hätte sich unser Missverständnis leicht und schnell aufklären lassen. Das war unser zweiter Fehler.

    Wir bitten Herrn Baade dafür um Entschuldigung und erklären uns bereit, usw…"

    So aber ist es doch nur ein trotziges Aufstampfen nach dem Motto "eigentlich ist Baade ja doch schuld", denn schließlich hat er – ich zitiere aus der PM – "unser Logo mit Worten aus der Fäkalsprache kritisiert", "diese verunglimpfenden Äußerungen" verwendet, "überzogene Kritik" geäußert, "die Bloggerszene alarmiert" usw.

    Man beachte ausserdem die Euphemismen über JAKOs Aktionen: so hat JAKO nicht etwa ohne Rücksprache mit der Abmahn-Keule zugeschlagen sondern "Der Sportartikelhersteller (…) hatte sich mit dem Blogger Frank Baade AUSEINANDERGESETZT", so also ob ich mich ein bisschen mit meiner Frau zanke.

    "Baade [erhielt] erneut Post von den JAKO-Anwälten" – ihm wurde nicht etwa eine Vertragsstrafe von 5.000 EUR berechnet, sondern er erhielt Post…

    Auch "Hinterher stellte sich heraus" ist ein schöner Euphemismus dafür, dass JAKO erstmal zuschlägt und dann nachfragt.

    Und selbstverständlich war es auch Baades Schuld, dass er nicht etwa die "endgültige Klärung des Sachverhaltes unter den Rechtsanwälten" abwartete. Natürlich war es nicht JAKOs Schuld, die endgültige Klärung durch ein Telefongespräch oder eine Mail "abzuwarten".

    Denn schließlich hat sich JAKO "rein rechtlich überhaupt nichts vorzuwerfen".

    So wie "ja aber" immer "nein" bedeutet, bedeutet eine Entschuldigung mit dem Tenor "Ich habe falsch gehandelt, ABER…" immer "Ich habe NICHT falsch gehandelt".

    "Überraschend offen" oder gar "sympathisch" ist das nicht.

  39. Hannes meint: (4.9.2009 um 19:55) AntwortenReply to this comment

    Meine Meinung zu dieser PM (ich beziehe mich hier ausdrücklich auf §5GG, das in Richtung Jako-Anwälte):

    Arrogant und dumm.

  40. Aurisa meint: (4.9.2009 um 20:25) AntwortenReply to this comment

    Wow… da ist man bei JAKO ja richtig über den eigenen Schatten gesprungen…

    … bei Nacht und Nebel und Mondfinsternis ;)…

  41. Avantgarde meint: (4.9.2009 um 21:52) AntwortenReply to this comment

    "Ich bedaure, dass mein Prozessgegner so einen Aufstand macht, weil ich ihn einen Idioten genannt habe. In der Sache habe ich mir aber nichts vorzuwerfen."

  42. Markus meint: (5.9.2009 um 03:56) AntwortenReply to this comment

    @alle die hier rumstänkern

    Was erwarten die Leute denn? Das Jako sich selbstgeißelnd alle Schuld eingesteht? Oder fändet ihr es besser, wenn Jako gar keine Reaktion gezeigt hätte, und stattdessen den Rechtsstreit zu Ende geführt hätte?
    Meiner Meinung nach ist diese Meldung das beste, was Herrn Baade passieren konnte, mehr war einfach nicht drin.

    Da kann man natürlich dem Florian Holzhauer Naivität unterstellen, oder man stellt einfach mal fest, dass eine weiterreichende Entschuldigung von einem großen Wirtschaftsbetrieb einfach nur utopisch ist.

  43. Stephan meint: (5.9.2009 um 06:21) AntwortenReply to this comment

    In der Pressemitteilung wird die Anschuldigung der Verunglimpfung aufrecht erhalten. Die Schuld am PR-Gau wird auf Baade gelenkt. Dann gibt es noch eine Geste der Barmherzigkeit, und der weitaus größte Teil besteht aus Selbstbeweihräucherung die einer "Wir über uns Seite" gleicht.

    Ob der Stil symphatisch erscheint ist vielleicht eher Geschmackssache. Auf mich wirkt er ziemlich blasiert.

    ps: Meiner Meinenung nach sieht das Logo aus wie ein Verkehrsschild an einem Autobahnkreuz :)

  44. Blutfaust meint: (5.9.2009 um 06:23) AntwortenReply to this comment

    @44 (Markus):

    Sicherlich scheint das Ganze für Herrn Baade gut ausgegangen zu sein. Aber: Ist es denn wirklich so, daß Herr Baade die Bloggerszene alarmiert hat? Unabhängig von der Tatsache, daß diese Aussage der Firma Jako wie ein nachkarten wirkt.

    War es wirklich so? Wenn nicht: Fällt sowas unter "falsche Tatsachenbehauptungen"? Und wenn ja: Könnte nun im Gegenzug der Herr Baade abmahnen lassen?

  45. Martina meint: (5.9.2009 um 09:54) AntwortenReply to this comment

    Dass es auch anders gehen kann, konnte ich selbst erleben.

    Vor Monaten war (auch) ich auf eine offensichtlich bewusst falsch lancierte Meldung mit heftigem Inhalt reingefallen. Da die Meldung auf einer offiziellen Seite der Organisation stand, musste ich davon ausgehen, dass es sich um eine wahre Meldung handelte, weshalb ich sie erst gar nicht verifizierte. Und ich schrieb darüber und verpasste meinem Unmut in gewohnter Weise freien Lauf.

    Irgendwann, Wochen später, rief mich eine Rechtsanwältin aus dem Südwesten unserer Republik an. Sie stellte sich mir als Vertreterin der Person vor, die in dem besagten Artikel diskreditiert wurde. Sie erzählte mir kurz die Hintergründe, nicht zuviel aber auch nicht zu wenig, gerade so viel, dass ich begriff, was da passiert war. Dann bat sie mich wirklich freundlich, den Artikel aus dem Web zu nehmen, da er, auch wenn schon längst im Archive, im Internet gefunden werde und es ihrem Mandanten wirklich schwer machen würde. Auf der originären Seite sei er schon längst nicht mehr zu finden.

    Ich war etwas entsetzt, als ich die Hintergründe erfuhr und sicherte meine Zusammenarbeit zu. Allerdings musste ich sie darauf hinweisen, dass ich keinerlei Einfluss auf die diversen Cachespeicher und Newsabgraser im Web habe, die ggf. diesen Artikel in ihren Datenbanken indiziert hatten.

    Zu dem Zeitpunkt hatte ich gerade vor, einen "Quatsch"Artikel nebst Foto online zu stellen. Da das Foto zwar thematisch zu der Überschrift aber nicht zu dem eigentlichen Artikel passte, schlug ich ihr eine Lösung vor, mit der sie sich einverstanden erklärte. Die Lösung war, den Inhalt des Artikels zu löschen, dafür das Bild an die Stelle zu laden und die über Suchmaschinen kommenden Besucher so zu irritieren.

    Das Gespräch mit der Rechtsanwältin war mehr als konstruktiv und ich war wirklich angenehm überrascht, dass es auch Anwälte gibt, die erstmal ein Impressum durchlesen und das Angebot wahr nehmen, bei Fehlmeldungen telefonisch um Korrektur zu bitten.

    Ich brauchte weniger als die angekündigte halbe Stunde zur Änderung, löschte den Artikel und, wie abgemacht, lud ich das Bild hoch.

    Manchmal noch sehe ich in den Logfiles, dass die Seite wohl doch noch mit dem ursprünglichen Inhalt in irgendeinem Cachespeicher einer Suchmaschine hängt. Aber ich weiß, dass wenn die Besucher nun den Link anklicken, sie auf keinen Fall mehr mit der Falschmeldung konfrontiert werden.

    In meinem Fall ist es gut gegangen, hätte auch ein heftigeres Ende nehmen können, wenn es ein Anwalt gewesen wäre, der es auf eine Abmahnung abgesehen hätte.

    So habe ich wenigstens die Hoffnung behalten können, dass der Anteil derjenigen RÄ, die gerne die Gebührenkeule schwingen, verhältnismäßig gering ist gemessen an denen, die erstmal den persönlichen Kontakt suchen, um das Problem gemeinsam zu lösen.

    Diese Geschichte fiel mir ein, weil in der Pressemitteilung von Jako zu lesen steht:

    (…) betont Rudi Sprügel, „aber rückblickend betrachtet, wäre es viel besser gewesen, wir hätten mit Herrn Baade persönlich Kontakt aufgenommen und die Sache mit ihm direkt geklärt.“ Sprügel bedauert, dass sich die „Auseinandersetzung unnötigerweise so aufgeschaukelt hat“.

  46. Alexander meint: (5.9.2009 um 11:02) AntwortenReply to this comment

    Der Satz "Sprügel bedauert, dass SICH die Auseinandersetzung unnötigerweise so aufgeschaukelt hat" zeigt doch, dass hier gar nichts verstanden wurde. Warum hat Jako nicht geschrieben "Sprügel bedauert, dass JAKO die Auseinandersetzung unnötigerweise so aufgeschaukelt hat"?

  47. meckimesser meint: (5.9.2009 um 15:30) AntwortenReply to this comment

    Ich verstehe nicht, wieso ich nicht meine Meinung über ein logo sagen darf – und das auch mit dem Wort Sch…

  48. Fab meint: (5.9.2009 um 17:05) AntwortenReply to this comment

    Die Mehrheit hier scheint tatsaechlich utopische Vorstellungen davon zu haben, was ein Unternehmen in einer Pressemitteilungen schreiben kann. Dennoch stosse auch ich mich an dem Satz zur "Alarmierung der Blog-Gemeinde" ohne endgueltige Klaerung der Sachlage, da er eindeutig zeigt, dass Jako a) wirklich nichts gelernt hat und damit solche Klagen weiterhin jedem drohen, der sich missfaellig ueber das Unternehmen aeussert, und b) die "Entschuldigung" nur aufgrund des drohenden Imageschadens und nicht aufgrund etwaiger Einsicht erfolgt.
    Fast eine sehr versoehnliche Presseerklaerung. Aber dann doch noch schnell ein "eppur si muove" nachwerfen – das war doch nicht noetig.
    Mir ist ehrlich gesagt auch egal wie sich das Unternehmen im Fall Baade jetzt verhaelt oder wer wann Recht hatte – mir persoenlich sind Unternehmen, die Personen, welche sie in irgendeiner Form schlechtreden oder beleidigen oder kritisieren gleich kostenpflichtig abmahnen ohne vorher den Kontakt zu suchen generell extrem unsympatisch.

    Wobei ich mich einigen Vorrednern hier anschliessen muss: Ich wuesste wirklich gerne, ob das tatsaechlich nicht erlaubt ist, zu schreiben, das Logo von Firma XY ist sch… Unglueckliche Wortwahl, OK, aber verboten?!

  49. Axel John meint: (5.9.2009 um 19:41) AntwortenReply to this comment

    @ 50: >>Unglueckliche Wortwahl, OK, aber verboten?!<<

    Das ist eine Frage der Auslegung. Es gibt kein Gesetz, in dem explizit steht, "es ist verboten, Firmenlogos mit dem Attribut Scheiße zu belegen".
    Bei der Rechtmäßigkeit von Äußerungen kommt es weniger auf den Inhalt an, sondern hauptsächlich darauf vor welchem Gericht man klagt, aber auch wie viel Geld man in die Sache investieren kann/will.
    So darf man zB. laut Zensurkammer Hamburg nicht öffentlich über die Haarfarbe eines bestimmten Ex-Bundeskanzlers spekulieren, nach Meinung des OLG Frankfurt aber den berüchtigten, schon länger untergetauchten Mario D. als "Dialerparasiten" bezeichnen.

  50. DietmarF meint: (6.9.2009 um 01:07) AntwortenReply to this comment

    „Wir haben ja schließlich nichts zu verbergen.“

    …aber schnell den Eintrag in der Wikipedia geschönt!

  51. John meint: (6.9.2009 um 05:26) AntwortenReply to this comment

    Ekelhaft!

    Jetzt hat es doch tatsaechlich wieder mal ein Blogger (was ein "Blogger" sein soll, hat sich mir noch nie erschlossen: Arbeitsloser mit zu viel Zeit, Internetzugang und Mitteilungsbedurfnis?) geschafft, sich mit Hilfe des Hartz-4-Internetmobs aus der Affaere zu ziehen. Erst mit professionell gestalteter und mit Werbung versehener Seite auf Grossverleger machen und dann, wenn man beim Wort genommen wird, heulen und den armen Teufel spielen.

    Wenn man nicht gewillt ist, auch die Konsequenzen seiner oeffentlichen Ausserungen zu tragen, sollte man still sein und wie frueher auch, seine Faekalien am Stammtisch in der Eckkneipe verbreiten…. Die viel beschworene Meinugnsfreiheit hat eben auch ihren Preis, wer sich unter ihrem vermeintlichen Deckmantel aus dem Fenster lehnt, sollte Zug vertragen koennen.

    Ich haette mir gewuenscht, dass JAKO das ganze ohne Gnade durchgezogen haette. Einen Netzbeschmutzer weniger…

  52. Lea meint: (6.9.2009 um 09:51) AntwortenReply to this comment

    Diese "Pressemitteilung" hat Jako meines Erachtens noch unsympathischer gemacht. Und das Logo ist genauso…

  53. Anonym meint: (6.9.2009 um 10:16) AntwortenReply to this comment

    Den Knaller finde ich ja, dass die kritischen Äußerungen zu JAKO auf der Wikipedia verschwunden sind. Anpassungen, okay, eine Sache. Immerhin hat man reagiert. Aber komplett löschen?

    Offenbar findet JAKO das mit der Zensur doch gar nicht so schlecht, solange die Öffentlichkeit sich nicht darüber aufregt.

  54. VolkerStramm meint: (6.9.2009 um 12:05) AntwortenReply to this comment

    @53.
    Wir danken der JAKO-Public-Relations-Abteilung für ihre Stellungnahme.

    @51.
    Wenn es nach den buskeistischen Urteilen des Hamburger Landgereichts geht, darf man gar nichts mehr sagen.
    Deshalb gehen auch alle nach Hamburg, die was verbieten wollen.

  55. Kand.in.Sky meint: (6.9.2009 um 12:58) AntwortenReply to this comment

    @56/VolkerStramm

    immer das Positive sehen, wer sich zu Untaten dt.Zensurgerichte informieren will findet unter
    http://buskeismus-lexikon.de

    anschauliche Beispiele.

    #k.

  56. tom meint: (7.9.2009 um 12:18) AntwortenReply to this comment

    @53: Epic fail.
    Es geht darum, dass man als Blogger nicht verhindern kann, dass eigene Texte kopiert und veröffentlicht werden.
    Den Beitrag selbst hatte er ja kostenpflichtig gelöscht.

    @Presseerklärung:
    Wenn sie nicht zu 90% aus Werbung bestehen würde wäre sie glaubhafter. So wirkt es schon sehr erzwungen…

  57. Daniel Schwinn meint: (7.9.2009 um 21:43) AntwortenReply to this comment

    Also irgendwie verstehe ich die ganze Aufbauschung von seitens Jako zu beginn gar nicht. Der Blogger behauptete also wohl das Logo sei sch… . Jeder kann sich das Logo anschauen, entweder ist es wirklich sch… und Jako hat das Problem selber geschaffen oder es ist nicht sch… und der Blogger hat sich selber blamiert. Der Leser des Blogs kann sich nach Betrachten des Logos auf der Jako-Seite problemlos eine eigene – auch davon abweichende – Meinung bilden, daher sollte diese Äußerung im Blog eindeutig als Meinungsäußerung anzusehen sein.

    Etwas anderes wäre, wenn ein Blogger etwa behaupten würde, dass die Produkte schadstoffbelastet seien oder ähnliches, das kann der Leser bzw. Kunde kaum überprüfen und hier müsste der Hersteller wirklich einschreiten und die Sache klarstellen bzw. unwahre Tatsachenbehauptungen unterbinden.

  58. Turrican meint: (7.9.2009 um 23:03) AntwortenReply to this comment

    Sympathisch und offen sieht anders aus.
    Hier hat JAKO sogar so gesehen dem Blogger die Schuld gegeben, dass das überhaupt so ausgeufert ist. Und auch toll, "dass beide Seiten daraus gelernt haben", bei einer Sache, die mit nem einfachen Telefonanruf nie stattgefunden hätte.

    Aber wer gleich mit der ersten Reaktion die Anwälte aus dem Zwinger lässt, hat auch nichts anderes verdient.

  59. Chaaron meint: (10.9.2009 um 15:14) AntwortenReply to this comment

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