16.9.2009

Wir Mail, du Brief

Von Markus Stenzel

In vielen Bereichen des öffentlichen Lebens wird mit zweierlei Maß gemessen. Privat- und Geschäftskundentarife, unterschiedliche Geschäftsbedingungen für Endverbraucher und Wiederverkäufer sind die Regel.

Eine neue Erfindung der Firma PayPal S.à r.l. & Cie: PayPal-Kunden und … PayPal.

PayPal ändert zum 14. Oktober 2009 die Geschäftsbedingungen. Darüber werden alle Kunden zeitnah, schnell und vor allem kostengünstig durch eine E-Mail informiert:

Die geänderten AGB gelten als von Ihnen angenommen, wenn Sie der Änderung nicht innerhalb von drei Wochen nach Erhalt dieser E-Mail schriftlich widersprechen. Sofern Sie PayPal zu den geänderten Bedingungen nicht weiter nutzen möchten, senden Sie Ihren Widerruf bitte an: PayPal (Europe) S.à r.l. & Cie, S.C.A., – Rechtsabteilung -, 5th Floor, 22-24 Boulevard Royal, L-2449 Luxemburg.

Die Frage, ob eine E-Mail überhaupt eine rechtsgültige Zustellung darstellt, überlasse ich zunächst einmal den Juristen.

Aber: Warum dürfen die ihre juristischen Absichten durch eine E-Mail anzeigen und ich muß schriftlich ins europäische Ausland meinen Widerspruch einlegen? Wie jeder Jurist sicher bestätigen wird: Ein rechtsgültiger Widerruf sollte per Einschreiben mit Rückschein erfolgen, denn nur so kann bei einer Rechtsstreitigkeit der Versand des Widerrufs einwandfrei nachgewiesen werden.

Der Frankierungsassistent der Deutschen Post AG stellt dazu folgende Rechnung auf:

Standardbrief Europa EUR 0,70
Einschreiben EUR 2,05
Rückschein EUR 1,80
Gesamt EUR 4,55

Zweiklassengesellschaft made by PayPal?

66 Kommentare zu “Wir Mail, du Brief”

  1. inge meint: (16.9.2009 um 17:10) AntwortenReply to this comment

    Einfach nicht mehr nutzen die Scheisse.

  2. Gähn meint: (16.9.2009 um 17:15) AntwortenReply to this comment

    Und was beweist der Einschreiben mit Rückschein außer das ein Brief mit unbekanntem Inhalt zugegangen ist?

  3. Lemmy meint: (16.9.2009 um 17:30) AntwortenReply to this comment

    @Gähn: (seconded) Eben. Da kann man ruhig die etwa zwei EUR mehr investieren, und dann über den Gerichtsvollzieher zustellen lassen. Allerdings weiß ich jetzt man nicht, wieviel teurer das fürs Ausland wird.

  4. MrBrook meint: (16.9.2009 um 17:31) AntwortenReply to this comment

    Es stellt sich die Frage, ob PayPal das überhaupt rechtswirksam bestimmen kann. Ich sehe da ein ganz gravierendes Problem. Allerdings kenne ich die alten AGB nicht (in denen ja eine Regelung zur AGB-Änderung vorhanden sein müsste, damit die AGB nicht über § 305 II BGB in den Vertrag einbezogen werden muss).

    Aber wie heißt es so schön? Wo kein Kläger da kein Richter.

  5. 321 meint: (16.9.2009 um 17:31) AntwortenReply to this comment

    Was soll der Rückschein? – Jeder juristisch halbgebildete holt solche Einschreiben nicht ab – dann keine Zugang…. was positives wird ohnehin nicht per Einschreiben mit Rückschein versandt.

  6. Name meint: (16.9.2009 um 17:37) AntwortenReply to this comment

    deswegen benutze ich kein paypal und auch nix das man nur mit paypal bezahlen kann.

    so einfach ist das.

  7. code meint: (16.9.2009 um 17:40) AntwortenReply to this comment

    @5 Schon mal was von Zugangsvereitelung gehört?

  8. BerndAug meint: (16.9.2009 um 17:41) AntwortenReply to this comment

    Das ist aber nicht alles. Der vorgebliche Vergleich zwischen alter und neuer Version war zu diesem Zeitpunkt nicht lesbar. Auf meine Beschwerde erhielt ich die Antwort:

    … Leider werden die Allgemeinen Geschäftsbedingungen
    derzeit nicht vollständig angezeigt.
    Für Sie selbst steht in diesem Fall kein Handlungsbedarf.
    Es sei denn, Sie stimmen den Allgemeinen Geschäfts-
    bedingungen nicht zu. Dann bitte ich Sie, PayPal dies
    schriftlich per E-Mail mitzuteilen…

    meine Reaktion darauf:

    … ich habe den Eindruck, Sie möchten mich
    veräppeln!
    Wie soll ich AGBs zustimmen, die ich, wie Sie selbst
    schreiben, gar nicht lesen kann?

    und darauf die Antwort von PAYPAL:

    Ich muss zugeben, dass diese Aussage nicht viel Sinn
    gemacht hat und bitte um Entschuldigung…

    und dazu mein Kommentar:

    WIE WAHR!

  9. derwinny meint: (16.9.2009 um 17:49) AntwortenReply to this comment

    und in den meisten Fällen landet diese Email auch im Spam Ordner und wird ungelesen gelöscht! zumindest ist es bei mir so, ich lösche ungelesen, IMMER!

    Um was geht es eigentlich welcher § entfällt, wird geändert oder was auch immer??

  10. Jens meint: (16.9.2009 um 17:55) AntwortenReply to this comment

    Bei dem Saftladen werde ich eh nie wieder Kunde werden.

  11. Hondo meint: (16.9.2009 um 17:56) AntwortenReply to this comment

    @9 derwinny
    Tja… wenn du rauskriegen willst, was da genau geändert wurde, dann musste beide AGBs komplett lesen und vergleichen.
    Das verrät PayPal nämlich nicht.

    Meine Bank verrät aber auch nicht, was sie an ihren AGBs ändern, wenn sie einen darüber informieren, dass sich was geändert hat. Dann wüsste der Kunde ja, was Sache ist. Und Kunden, die das wissen sind immer unangenehm.

  12. BerndAug meint: (16.9.2009 um 18:02) AntwortenReply to this comment

    … meine Bank macht das schon! … und PayPal hat ja auch
    einen entsprechenden Link – aber nichts dahinter!

  13. 23 meint: (16.9.2009 um 18:14) AntwortenReply to this comment

    Unqualifizierte Aussagen in jedem zweiten Kommentar. Naja der Beitrag war ja auch nicht sonderlich toll was will man von dem Kommentatoren erwarten.

  14. Fincut meint: (16.9.2009 um 18:20) AntwortenReply to this comment

    Das hat die ct vor geraumer Zeit mal plastisch mit dem "Diodenprinzip" beschrieben. Man kommt zwar leicht rein, aber kaum wieder heraus.

  15. me meint: (16.9.2009 um 18:20) AntwortenReply to this comment

    im Moment werden die Änderungen angezeigt – in einer englischen Fassung!? argh

  16. Viktor meint: (16.9.2009 um 18:20) AntwortenReply to this comment

    Tjaaa, wer mit dieser "Firma" (oder war das nicht mal sogar eine Bank?) Geschäfte macht, dem ist ohnehin nicht mehr zu helfen.

    Ich habe noch nie ein Unternehmen erlebt, das solch windige, halbseidene, unseriöse, autoritäre, pseudomoralische Methoden derart konsequent umsetzt.

    (war das jetzt eine Mühe, das böse B-Wort zu vermeiden…vom S-Wort ganz zu schweigen!)

  17. Thomas meint: (16.9.2009 um 18:26) AntwortenReply to this comment

    Was für einen Sinn sollte es haben, dort einen Widerruf hinzuschicken? Man steht doch nur vor der Wahl, den Dienst zu den neuen Bedingungen oder gar nicht mehr zu nutzen. Letzteres geht einfach über den Link "Konto schließen". Völlig kostenlos.

  18. jo meint: (16.9.2009 um 18:29) AntwortenReply to this comment

    @Hondo: Dann solltest du vielleicht deine Bank wechseln. Meine informiert mich über AGB-Änderungen frühzeitig und detailliert. Ist übrigens eine dieser oft belächelten Volksbanken, die sich nicht um Kopf und Kragen gezockt haben.

    PS: Von ca. 250 Paypal-Transaktionen in den letzten 3 Jahren hatte ich bei genau einer ein Problem. Am Ende stellte sich heraus, dass der Empfänger falsche Angaben gemacht hatte. Das Geld war nach gut einer Woche wieder auf meinem Konto.

  19. wishi meint: (16.9.2009 um 18:33) AntwortenReply to this comment

    Paypal wird in der Regel zur Abrechnung von Webservices wie Pornosites oder anderen Abos benutzt. Normalerweise macht da keiner groß Lärm solange es funktioniert.

    Die AGBs sind offen einsehbar. Wer gegen eine vertragsgemäße Vertragsänderung vertragsgemäß Widerspruch einlegen will, muss das sowieso in geeigneter Schriftform tun. Also was ist das Problem?

  20. BerndAug meint: (16.9.2009 um 18:37) AntwortenReply to this comment

    wishi: PayPal wird in der Regel zur Abrechnung von EBay-Käufen verwendet

  21. ND meint: (16.9.2009 um 18:53) AntwortenReply to this comment

    Allgemeine GeschäftsbedingungenS

  22. zunder meint: (16.9.2009 um 18:55) AntwortenReply to this comment

    @wishi
    PayPal wird primär für Ebay Käufe/Verkäufe benutzt, bzw. in manchen Verkaufskategorien werden die Verkäufer dazu genötigt einen PayPal Account anzubieten da diese sonst gar nicht verkaufen dürfen.
    Natürlich kannst Du darüber auch deine besuchten Pornoseiten mit abrechnen, wenn es denn nötig wird…

  23. saibot meint: (16.9.2009 um 19:07) AntwortenReply to this comment

    Hab sowieso kein Vertrauen mehr zu deiser "Bank" und suche schon nach Alternativen…

  24. Dierk meint: (16.9.2009 um 19:21) AntwortenReply to this comment

    Einwurfeinschreiben.

    Die Damen und Herren, die PayPal bashen – also nicht die, die auf die seltsame AGB-Zustellung abheben -, könnten die sich mal konkreter äußern? Oder ist euer Anwalt dagegen?

  25. Matthias meint: (16.9.2009 um 19:21) AntwortenReply to this comment

    Habe ich kürzlich auch mit Maxdome so erlebt; Selbst per Fax wollte man meinen Widerspruch gegen AGB nicht annehmen.

    Ging es mir doch nur ums Prinzip, bin ich doch recht enttäuscht, was sich manches Unternehmen so herausnimmt um dann auch noch darauf zu bestehen, im Recht zu sein

  26. Darkstalker meint: (16.9.2009 um 19:28) AntwortenReply to this comment

    Wer zur Hölle nutzt denn Paypal? Braucht kein Mensch. Was ist aus der guten alten Überweisung geworden? Kostet nichts, funktioniert prima. Und das Argument "aber wenn ich ins Ausland überweisen muss" ist nur auf den ersten Blick in Ordnung. Da gibts naemlich IBAN/Swift und ausserdem sollte man sowieso zuallererst mal die eigene Wirtschaft ankurbeln :o)

  27. Constantin meint: (16.9.2009 um 19:41) AntwortenReply to this comment

    1&1 verfährt ähnlich. AGB Änderung per E-Mail, Widerruf nur per Brief. Sauladen.

  28. AndiG meint: (16.9.2009 um 19:44) AntwortenReply to this comment

    Zum Thema Zugang:
    1. Einwurfeinschreiben – wertlos, kein Zugangs(anscheins)beweis.
    2. Normaler Brief – wie 1) nur billiger.
    3. Einschreiben mit Rückschein – wird (wie oben angesprochen) regelmäßig nicht abgeholt – kein Zugang.

    es bleiben:

    4. Fax mit Sendebericht – (nahezu) kostenlos.
    5. Zustellung durch GV – nicht ganz billig.

    Nur mal so als Überblick.

  29. as meint: (16.9.2009 um 19:59) AntwortenReply to this comment

    Meine Bank (PSD-Nord) hat mir sogar schriftlich die neuen AGBs zugeschickt und auf schriftliche Widerruf etc innerhalb von 6 Wochen verwiesen. Fand ich fair soweit. Nur Erläuterungen zu den Änderungen gab es keine.

  30. Lum meint: (16.9.2009 um 20:06) AntwortenReply to this comment

    Das ist ja noch einer der kleineren – um es mal vorsichtig auszudrücken – Interpretation von Recht und Gesetz seitens PayPal. Wer schon einmal mit PP in Konflikt geraten ist – bspw. durch eine unberechtigte Rückbuchung – weiß wovon ich rede. Und auch die IMHO nicht unbedingt der Realität entsprechenden Werbeversprechen, lassen oft nur noch den Kopf schütteln. Der überwiegende Teil unserer Blogbesucher kommt über Suchbegriffe in Verbindung mit PayPal und Problemen, schon manchmal erschreckend zu sehen.

  31. eric meint: (16.9.2009 um 21:02) AntwortenReply to this comment

    Interessant! So habe ich das noch nicht betrachtet.

    Trifft man übrigens an vielen Stellen. Z.B. wenn man bei 1&1 DSL bestellt (was per Webseite sehr einfach funktioniert) und dann wieder kündigt: Vertrags-Webseite finden / dort herum klicken digital kündigen / telefonisch (zu den normalen Öffnungszeiten) ein Formular freischalten lassen (!) / dieses dann faxen oder per Post an 1&1 schicken.

    Wie hat da ein Kommentator weiter oben die ct zitiert: Diodenprinzip…

    Ich will gar nicht wissen, wie schwierig es ist, Paypal zu kündigen. Vermutlich geht das überhaupt nur, indem man neue AGBs nicht akzeptiert ;-)
    grüße
    eric

  32. ingo meint: (16.9.2009 um 21:08) AntwortenReply to this comment

    @eric:
    Kündigen geht, hab ich gerade online gemacht (Konto schliessen). Man wird aber mindestens 5x gefragt, ob man das wirklich will.

  33. Wolfgang meint: (16.9.2009 um 21:16) AntwortenReply to this comment

    Mit PayPal habe ich schon meine Erfahrungen gemacht. Wer möchte, sollte mal hier http://www.taxedo.de/?p=1011 nachlesen.
    PayPal ist für mich gestorben.

  34. Tobi meint: (16.9.2009 um 21:34) AntwortenReply to this comment

    Kann denn bitte mal einer der PP-Kritiker ein vergleichbar schnelles und bekanntes Bezahlsystem empfehlen? Bin zu faul zum googlen und würde gerne Empfehlungen hören…

  35. stuff meint: (16.9.2009 um 22:19) AntwortenReply to this comment

    ieBäh und PähBahl sind Konzerne der dritten Generation: Basieren auf scripts und es ist noch nicht ausjudiziert, wer für den Inhalt der Scripte haftet, auch ist unklar, ob es menschliches Leben in den Büros – so überhaupt welche exisitieren -, vorkommt.

    Eventuell in der Literatur über Verkaufsautomaten blättern?

    Stuff

  36. ingo meint: (16.9.2009 um 23:59) AntwortenReply to this comment

    ich benutze paypal seit jahren (und zwar ausdrücklich nicht für pornoseiten ^^) und hatte noch nie probleme. hauptsächlich für ebay, aber auch sehr oft für accountzahlungen usw. für diverse onlinespiele. der vorteil gegenüber einer überweisung besteht bei ebay darin dass man sich den ganzen kram mit auktionsnummern und ebaynamen sparen kann (was vor allem praktisch ist wenn auf der örtlichen bank leute arbeiten die man persönlich kennt und die nicht unbedingt gleich in den umsatzanzeigen schon sehen müssen wofür man sein geld so ausgibt) weil immer alles genau zugeordnet und nachvollzogen werden kann. und dann ist da noch die geschwindigkeit, gerade bei dem ganzen onlinegame-gedöns spart man unter umständen eine woche wartezeit gegenüber einer überweisung, abgesehen davon dass man oft eh nur die wahl zwischen kreditkarte oder paypal hat.

  37. fernetpunker meint: (17.9.2009 um 04:55) AntwortenReply to this comment

    @AndiG (#28) Vollkommen richtig. Und deshalb wundert es mich, dass ein guter Rechtsanwalt wie UV immer noch die Mär vom todsicheren Einschreiben mit Rückschein erzählt.

  38. cws meint: (17.9.2009 um 07:31) AntwortenReply to this comment

    Der deutsche Internet-Massenhoster 1&1 (http://www.1und1.com/) macht es bei seinen Bestandskunden ebenso, wenn es um die aktuell veränderten Tarife und neue Kosten geht.
    Allerdings bieten sie noch eine kostenpflichtige 01805 Rufnummer für Fax-Antworten.
    Ich werde mich dann wohl von denen trennen, ist es doch nicht das erste Mal, dass mich deren Geschäftsgebaren nicht erfreut.

  39. TheDoctor meint: (17.9.2009 um 08:35) AntwortenReply to this comment

    Wer PayPal benutzt muss die Folgen halt tragen.

  40. Marie meint: (17.9.2009 um 09:00) AntwortenReply to this comment

    Verwende Paypal seit Jahren ohne Probleme (Ebay, Etsy, Dawanda und für viele Shops in Australien/Amerika), verstehe dieses unbegründete Bashing nicht. Wer genau ist denn durch die angekündigte Änderung negativ betroffen? Oder geht's einfach doch nur ums Prinzip?

  41. Momo meint: (17.9.2009 um 09:23) AntwortenReply to this comment

    Ich finde witzig, wie die Nutzung eines Dienstes dadurch gerechtfertigt wird, dass es keine Alternativen hierzu gibt, die ähnlich einfach bedienbar sind oder weit verbreitet genutzt/angeboten werden. StudiVZ oder ähnliche Web 2.0-Kommunen, properitäre Instantmessenger wie MSN/ICQ oder Skype sind da die besten Beispiele dazu. Die Alternative zu Paypal ist meines Erachtens die Vorrauszahlung. Ich für meinen Teil mache mir den Aufwand und prüfe die Anbieter recht genau. Wenn ich den Eindruck gewinne, dass ich diesen mein Geld nicht per Vorkasse geben möchte, ist für mich das Vertrauen für einen Geschäftsabschluss nicht gegeben. Dann kauf ich woanders. Dafür brauch ich kein Paypal und auf Dauer ist das auch besser für die Gesundheit: Man regt sich nicht so oft auf.

    Wer Sätze sagt wie "Ja, ich weiss, es ist eigentlich nicht so toll. Aber ich benutze es, weil es keine bessere Alternative gibt", hat eigentlich schon verloren und ist sehr bedauernswert. Denn er zeigt kein Interesse daran, an dieser Situation etwas zu verändern.

  42. Reis meint: (17.9.2009 um 09:45) AntwortenReply to this comment

    Also so neu ist die Ungleichbehandlung nicht. Der Mobilfunkbetreiber Congstar behält sich vor Prepaid-Karten per SMS zu kündigen wohingegen man als Kunde per Post oder Fax kündigen muss.

  43. Anonym meint: (17.9.2009 um 09:56) AntwortenReply to this comment

    @19 wishi: Dazu wird es in der Regel gerade nicht benutzt. Aboanbieter wie Pornoseiten wollen eine dauerhafte Bindung. Deswegen setzen sie praktisch alle auf Kreditkarten. Diese können sie regelmäßig belasten. Bei Paypal habe ich sowas nocht nicht gesehen.

    Wenn man einmal über den Tellerrand ausserhalb Deutschlands schaut, dann sieht man dass Paypal bei der Mehrheit der englischsprachigen Onlineshops benutzt wird. Mir als Käufer ist das lieber, da ich so keine unnötigen persönlichen (und im Fall einer Kreditkarte leicht zu misbrauchenden) Daten an jeden Shop geben muss. Abgesehen davon ist ein Paypal-Konto kostenlos im Vergleich zu Kreditkarten. Wenn man keine Kreditkarte will, ist das oft die einzige Zahlungsmöglichkeit, sofern man nicht ausländische Währungen besorgen, per Post verschicken und dann Monate warten will.

  44. Flo meint: (17.9.2009 um 10:21) AntwortenReply to this comment

    Meine Sparkasse hat ein ganzes gebundenes Heft (Din A4) zur Änderung der Vereinbarungen anfertigen lassen und den Kunden dann zugesendet. Dort werden wohl auch die Änderungen im Einzelnen erläutert.

    Von der Volksbank habe ich nur einen kontoauszugformatigen Brief mit zwei kleinen Zettelchen erhalten, auf denen Stand, dass sich da irgendwas wegen EU-Regelungen geändert hat, und dass ich die neuen Sachen in der Bank abholen könne, wenn ich wollte..

  45. Lionel Hutz meint: (17.9.2009 um 10:22) AntwortenReply to this comment

    Hier meckern viele über paypal. Leider hat kein einziger Kommentator tatsächlich einen greifbaren Grund genannt, der die abstrakte Kritik nachvollziehbar macht.

    Ich selbst nutze paypal regelmäßig und finde es toll, dass es das gibt. Ich sammle Modellautos Maßstab 1/43 Marke Renault und kaufe daher über ebay-shops regelmäßig in Hongkong, Frankreich und England Modellautos. Dank paypal kann ich die Autos dem Verkäufer praktisch so bezahlen, als ob er bei mir am Tisch säße und ich ihm die Summe in die Hand drücke. Er versendet umgehend den Artikel. In Deutschland habe ich ihn dann am nächsten oder übernächsten Tag zu Hause, aus Hongkong dauert es eine Woche. Wenn ich überweisen würde, könnte ich lange auf die Ware warten.

    Fragwürdige Geschäftsmanieren im Streitfall hat heute fast jedes Unternehmen.

    Was gibt es KONKRET an paypal auszusetzen?

  46. N.N. meint: (17.9.2009 um 10:28) AntwortenReply to this comment

    @33/Wolfgang:
    Server geLAWBLOGt? ;-)

    @44/Lionel:
    "Was gibt es KONKRET an paypal auszusetzen?"

    Als Noch-nie-Paypal-Nutzer für mich: Die hochgradige Penetranz des Systems durch seine Omnipräsenz bei für mich nicht gegebenem Sinn.

    Ich halte es für neumodischen Quatsch und stimme #40/Momo zu:

    "Ich für meinen Teil mache mir den Aufwand und prüfe die Anbieter recht genau."

    Mache ich genauso und bin noch nie reingefallen – trotz vieler Onlinekäufe.

  47. Lionel Hutz meint: (17.9.2009 um 10:49) AntwortenReply to this comment

    @45
    Ich bin auch noch nie reingefallen bei zahlreichen Online-Käufen MIT paypal. Was Sie sagen, hilft mir nicht weiter.

    Übrigens: Mein Opa, der 92 Jahre alt geworden war, hatte im hohen Alter sich auch immer über den neumodischen Quatsch, der ihn umgab, aufgeregt. Aber er hatte, obwohl er bis zuletzt geistig topfit war, auch den Anschluss an die Wirklichkeit verloren.

  48. TheDoctor meint: (17.9.2009 um 11:15) AntwortenReply to this comment

    Was gibt es an PayPal auszusetzen ?
    z.B. wenn ich KEIN Kunde bei PayPal bin aber ein Shop die Kreditkarte über die abrechnen will passiert folgendes:

    Abfrage Kreditkarte:
    - Name
    - Nummer
    - Ablaufdatum
    - eMail wtf ?
    - Adresse WTF ?
    - Telefon WHAT THE F**K ?

    Jeder Shop den ich bisher gekannt habe fragte genau nach den 1. drei Punkten, so wie sie auf meiner Karte stehen.

    Nur Paypal will auch noch meine restlichen persönlichen Daten abgreifen DIE SIE NICHTS ANGEHEN.

  49. Lionel Hutz meint: (17.9.2009 um 11:17) AntwortenReply to this comment

    @48
    "Nur Paypal will auch noch meine restlichen persönlichen Daten abgreifen DIE SIE NICHTS ANGEHEN."

    Welche denn?!

  50. Tobi meint: (17.9.2009 um 11:32) AntwortenReply to this comment

    @41
    Ich habe die Frage nach Alternativen aus Händlersicht gestellt. Viele Kunden möchten heutzutage ihre Ware möglichst schnell. Mit PayPal kann die Bezahlung und evtl. der Versand noch am selben Tag der Bestellung gewährleistet werden. Im Optimalfall hat man die Ware am nächsten Tag. Bei altbewährter Banküberweisung dauert es oft bis zu 2-3 Tagen.

    Um dem Kunden den besten und schnellsten Service zu bieten finde ich PP demnach nicht schlecht. Die Option Überweisung sollte allerdings dennoch bestehen, dann kann auch jeder Kritiker bezahlen. Der muss halt dann Geduld mitbringen. :)

  51. VolkerK meint: (17.9.2009 um 11:33) AntwortenReply to this comment

    An PayPal ist vom Prinzip des Dienstes nicht viel auszusetzen; bei Anbietern, denen ich nicht ganz hinter die Stirn gucken kann, ist es jedenfalls besser, als Konto- bzw. Kreditkartennummern offen zu übertragen.
    Aber das Handling ist bei Abos (Subscriptions) bestimmter Dienste mehr als lästig – ich hatte letztes Jahr einen Audiostream aus den USA gemietet für 10 US-$ pro Monat. War günstig. Zahlung per PayPal, anders wollte der Anbieter das nicht. Nach Kündigung beim Anbieter buchte PayPal weiter ab – weil: Das Abo musste ich bei denen auch deaktivieren. Da hat der Anbieter also das Abo eingerichtet und ich muss es manuell wieder rausnehmen – sehr, sehr unhandlich und für uns Einzugsermächtigungen gewöhnte Deutsche unerwartet.
    Dann hab ich mal Ersatzteile für einen Modellhubschrauber bestellt – für 12 EUR wollte ich das schnell per PayPal machen. Der Fachhändler (auch noch ein angesehener) verschickte nichts. Ich stellte fest: Ich hatte mehrere Abbuchungen von PayPal über einen Cent, der gleich wieder zurück überwiesen wurde.
    Ich fragte den Händler, der sagte, von PayPal sei die Rückmeldung gekommen, mein dortiges Konto sei nicht gedeckt.
    PayPal meinte "there are issues with your bank account" und schwieg sich dann aus. Als nichtverifizierter Kunde schaffte ich es nicht, meinen Account dort zu löschen, sondern entfernte kurzerhand die Konto- und Kreditkartendaten und markierte PayPal-Mails als SPAM.

  52. TheDoctor meint: (17.9.2009 um 11:37) AntwortenReply to this comment

    @Lionel Hutz:
    Abfrage von Zwangsangaben
    Wenn PayPal das Kreditkartenhandling macht:
    - Name
    - Nummer
    - Ablaufdatum
    - eMail
    - Adresse
    - Telefon

    Wenn jede andere mir bekannte Clearingstelle das Kreditkartenhandling macht:
    - Name
    - Nummer
    - Ablaufdatum

    Ist es jetzt klarer ?

  53. Lionel Hutz meint: (17.9.2009 um 11:53) AntwortenReply to this comment

    @ 52
    Nicht wirklich. Die oben genannten Angaben muss ich immer machen, wenn ich was online kaufe. Ohne Adressangabe kann mir keiner was schicken. Ohne Angabe der e-mail kann ich keine Auftragsbestätigung usw. bekommen. Die Telefonnummer kann man – was ich regelmäßig tue – frei ausdenken. Auch bei paypal habe ich nicht meine richtige Nummer hinterlegt.

  54. Arakis meint: (17.9.2009 um 12:11) AntwortenReply to this comment

    mal eine andere Sichtweise:
    da hier viel darüber geschrieben wird, ob Widerspruch per Einschreiben geschehen sollte oder nicht, und ob man Paypal nutzen sollte, was jedem selbst überlassen ist.

    Wodurch hat denn Paypal selbst die Gewissheit, dass ich die Änderungen der AGBs erhalten habe, wenn sie mir das selbst nur per Email zusenden? Bei den meisten landet das vermutlich im Spam, was ja besimmt keine "Eingangsbestätigung" ist.
    Erst wenn ich auf die Mail klicke, wirds problematisch:

    1. Wenn man das Nachladen von Grafiken in der Mail nicht deaktiviert, weiß Paypal, dass man die Mail geöffnet hat.
    2. Wenn man auf den Link klickt, der zu den neuen AGBs führt, hat man auch verloren, da Paypal dort für jeden Kunden einen eindeutigen Link benutzt.

    Nun meine Frage: wenn ich das beides nicht mache, ist dann die Änderung der AGBs überhaupt rechtskräftig? Frage an die Juristen unter euch…

  55. TheDoctor meint: (17.9.2009 um 12:53) AntwortenReply to this comment

    @Lionel Hutz:
    Ich verstehe.

    Der Unterschied ist der folgende:

    In der Regel bearbeitet der Shop die Kreditkarten gar nicht, sondern es wird eine Clearingstelle aufgerufen. Diese bearbeitet dann die Kreditkarte und meldet dem Shop nur: Ok, bezahlt.

    Das ist vernünftig, so muss ich nicht jedem Minishop meine Kreditkartendaten anvertrauen und nicht jeder Minishop muss eine gesicherte Kreditkartendatenverwaltung implementieren.

    Genau als eine solche Clearingsstelle arbeitet auch PayPal.

    Der Shop braucht natürlich meine Adresse etc., bei diesem System jedoch NICHT meine Kreditkartendaten, die Clearingstelle benötigt aber nur meine Kreditkartendaten, NICHT meine Addresse etc.

    Von meiner Datensicherheit aus gesehen ist das "Teile und herrsche" und für mich ein Vorteil.

    Und meine Adresse und eMail will ich PayPal eben gerade nicht geben.

  56. Lionel Hutz meint: (17.9.2009 um 14:02) AntwortenReply to this comment

    @ 55
    Alles klar. Das kann ich nachvollziehen. Da ich aber kein Problem darin sehe, paypal meine Adresse und e-mail zu geben (warum auch?), wird mich das nicht abhalten, auch künftig mit paypal zu bezahlen.

    Irgend etwas Durchgreifendes habe ich in keinem der Kommentare lesen können.

  57. Darkstalker meint: (17.9.2009 um 14:08) AntwortenReply to this comment

    @54: Paypal ist erstmal in der Beweislast, den Zugang der Änderung nachzuweisen. Wenn es also hart auf hart kommt, braucht es eben den entsprechenden angeklickten BEstätigungslink oder eine anderweitige Bestätigung, dass die mail angekommen ist. Ob sie die Mail tatsächlich gelesen haben, ist im übrigen zweitrangig. Zugang ist eben nicht erst, wenn man mitbekommt, was man da kriegt, sondern bei Übergang in den Machtbereich des Empfängers gegeben.

  58. Anonym meint: (17.9.2009 um 14:18) AntwortenReply to this comment

    @52 TheDoctor:
    Meine Erfahrung ist hier wieder 100% umgekehrt. Kreditkartenzahlungen verlangen immer alle Daten. Wobei ich eigentlich nur bei englischsprachigen Shops kaufe, wenn ich Paypal nutze. Eventuell ist es in den USA sogar vorgeschrieben die Kreditkartenadresse bei onlinekäufen mit abzufragen. Jedenfalls tun das alle. Nur via Paypal gibt es manche, denen die Paypal-Email reicht.

  59. Arakis meint: (17.9.2009 um 14:19) AntwortenReply to this comment

    @57: Ok, verstehe.
    Dann ist es doch aber im Umkehrschluss auch gegeben, wenn ich meinen Widerspruch per Mail an Paypal sende. Wenn Paypal dann darauf antwortet, dass sie das z.B. so nicht akzeptieren, gilt doch der Widerspruch an sich auch als zugegangen. Richtig? Womit wir wieder beim Ausgangsthema wären.

  60. Luke meint: (17.9.2009 um 15:37) AntwortenReply to this comment

    @20 und PayPal ist dafür bekannt das Geld nicht rauszurücken… von wegen Käuferschutz in unbegrenzter Höhe!

    Ist PayPal nicht sogar von Ebay?

  61. Jens meint: (17.9.2009 um 23:06) AntwortenReply to this comment

    Macht 1&1 genauso, erst vor wenigen Wochen wieder: einseitige Vertragsänderung, die zu einer Verteuerung des gebuchten Pakets führen. Einspruchsmöglichkeit nur auf dem Postweg.

    Jens

  62. Name meint: (18.9.2009 um 13:01) AntwortenReply to this comment

    @ Lionel Hutz:
    Um genügend Gründe zu finden, Paypal in den Wind zu schießen, benutzen Sie bitte die Suchmaschine Ihrer Wahl, Ergebnisse gibts genug. Unterschlagung und Betrug finden sich ebenso wie eine ganze Reihe kleinerer Unannehmlichkeiten, man muss nur mal die Augen aufmachen. Eine Sammlung von Gründen gibt es beispielsweise da http://www.screw-paypal.com/international_pages/deutschland.html – Disclaimer: Ich habe mit der Seite nichts zu tun, und beabsichtige keine Werbung irgendeiner Art.

  63. Julia Kull meint: (18.9.2009 um 17:07) AntwortenReply to this comment

    Ja, PayPal gehört zu eBay.

  64. Szygmund Phroydt meint: (19.9.2009 um 03:31) AntwortenReply to this comment

    Liebe Einfachgeister: Nur weil euch beim Tanken mit Kippe im Mund noch nie was passiert ist, will trotzdem niemand hören, daß Benzin angeblich gar nicht brennen kann!

    Wie nennt man die dahinterstehende psychopathologische Störung, wenn der Patient zwanghaft auf glaubwürdig vorgetragene Berichte oder gar unumstößlich bewiesene Tatsachen mit "Ich weiß nicht was Du falsch machst, mir ist sowas noch nie passiert!" reagiert?
    Vogel-Strauß-Prinzip? Napoleon-Syndrom? Erdscheibenfiktion? Am-Thema-Vorbeired-Neurose? Realitätsverweigerung?

    Zum einen frage ich, weil mir dieses Verhaltsmuster in etwa jedem fünften der obenstehenden Kommentare auffällt, zum anderen begegnet es mir regelmäßig im realen Leben, ohne daß ich dem jeweils mehr als ungläubiges Staunen entgegensetzen könnte.

  65. C.D. meint: (7.10.2009 um 19:54) AntwortenReply to this comment

    Warum benutzt überhaupt jemand PAYPAL???

    Für den CEO von ebay gelten gesonderte Paypal Bedingungen für seine Verkäufe. Da sollte man sich schonmal Gedanken machen. (Er möchte u.a. Kopien des Personalausweises bei Bezahlung mit Paypal).

    Zudem ist der "KÄUFERSCHUTZ" (lachhaft) nur KULANZ – ;) – lest mal die AGB ;). WOZU ALSO PAYPAL? Der VK hat Kosten, der K keinen Vorteil.

  66. Akte PayPal 20/70 meint: (26.4.2010 um 09:33) AntwortenReply to this comment

    hallo an alle und danke für diesen beitrag,

    dieser beitrag ist ein kern-thema bzw. ein hauptproblem mit paypal in deutschland.
    für mich als analytischer-prozess-denker ist der kommunikationsweg sehr wichtig, weil über diese weg eben informationen die sehr wichtig sind transportiert werden. bei uns in deutschland haben wir gesetzte die diesen weg regeln sollten, leider ist es bei mir persönlich so das ich eben diese gesetzte nicht kenne und unwissenheit im deutschen-recht vor strafe nicht schützt, also bin ich schuld weil ich die gesetzte voher hätte lesen und verstehen sollen.

    ich denke das paypal eigentlich nur das macht was viele profit-gesteuerte menschen tuhen, im gesetzt gruazonen bzw. lücken suchen und finden und ihre agb's darauf aufbauen, das denke ich geht über deutschland hinaus also europa bzw. int. recht, da kennen sich dann noch wenigere aus…

    zu meiner erfahrung zu diesem thema:
    ich bin viele jahre paypal-kunde und habe einige transaktionen erfolgreich mit der firma paypal getätigt. im september 2009 habe ich von einer asiatischen firma eine leistung bestellt wie zuvor von anderen auch, aber diese eine firma hat mir die leistungen nicht erbracht, ich habe mich bei paypal beschwert, aber paypal hat doch den betrag überwiesen. jeglicher schriftverkahr zu meinem thema ist seitens paypal nur per email gekommen bzw. sollte ich das online-formular verwenden, wo es keine kopie funktione für den absende gibt usw. ich habe im märz 2010 einen brief nach luxenbeurg und berlin zu paypal geschickt mit rückschein und siehe da keine antwort von paypal selbst. nur der anwalt andreas schneider hat bezug auf meine korospendenz oda wie man das so nennt geantwortet.

    erstmals danke für diese wunderbare möglichkeit mein kommentar zu diesen thema auszudrücken und wünsche jeden noch einen schönen tag.

    erich

    ps: ach ja ich bin auch mit paypal fertig, will nie wieder mit dieser firma was zu tun haben!

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