… und kam selbst mit einem Strafbefehl ohne öffentliches Verfahren davon. Hoffentlich ohne ähem irgendwelche Gegenleistungen…
Sven meint:
(12.10.2009 um 19:53) Antworten
Hybridisierung
[...] Meist seien es männliche Tiere, die Weibchen einer benachbarten Art begatten, ergänzt der Genetiker Christian Roos, Zinners Kollege. [...]
…und plötzlich ging ein Raunen durch die Reihen der Evolutionsbiologen: "Wie konnte uns das entgehen? Es lag auf der Hand!"
Dirk meint:
(12.10.2009 um 20:08) Antworten
Super Satz zum Link Hybridisierung.
Meist seien es männliche Tiere, die Weibchen einer benachbarten Art begatten…
Wie soll es denn bitteschön sonst laufen? Zwitter gibt's es bei Primaten nicht, so weit ich weiß.
mcbexx meint:
(12.10.2009 um 20:27) Antworten
Schäubles Vortrag heißt "Was ist Freiheit ohne Sicherheit".
Wer hält denn den Vortrag "Was ist Sicherheit ohne Freiheit"?
Und bei Zierckes Vortrag zum Thema "Haben sich die Terrorismusbekämpfungspakete bewährt" lehne ich mal weit aus dem Fenster und nehme die zu erwartende Antwort vorweg: "Aber selbstverständlich."
Und bei Zierckes Vortrag zum Thema "Haben sich die Terrorismusbekämpfungspakete bewährt" lehne ich mal weit aus dem Fenster und nehme die zu erwartende Antwort vorweg: "Aber selbstverständlich."
Ich tippe eher auf: "Selbstverständlich nicht, wir brauchen unbedingt und unverzichtbar…"
Klugschnacker meint:
(13.10.2009 um 09:21) Antworten
Zur Hybridisierung
Wenn diese Weisheit aus der Beobachtung der Fremdgeher gewonnen wurde, könnte gemeint sein:
,,Meist seien es männliche Tiere, die Weibchen einer benachbarten Population einer anderen Art begatten.''
Oder aber genetisch: Weniger häufiges Auftreten von anderer Art stammender mitochondrialer (waren doch die mütterlichen?) Fremdanteile in Subspezies-Erbinformationen läßt den Schluß wohl auch zu.
IANAG
Ein männlicher Hybride bekommt das Y-Chromosom vom Vater und die Mitochondrien-DNA von der Mutter, ein weiblicher trägt ein X-Chromosom des Vaters und eines der Mutter und deren Mitochondrien-DMA.
Wie man daraus schließt: ,,Meist seien es männliche Tiere, die Weibchen einer benachbarten Population einer anderen Art begatten.'' bleibt rätselhaft.
Vermutlich hat der Autor hier unbemerkt eignene Meme einfließen lassen…
Auch Dirk meint:
(13.10.2009 um 11:17) Antworten
@Dirk:
Du musst das so verstehen: Männchen geht rüber zur anderen Gruppe und holt sich ein Weibchen.
Nicht: Weibchen geht rüber um zu schauen ob es da wohl ein Männchen gäbe das Interesse hat.
Olaf meint:
(13.10.2009 um 13:00) Antworten
zu: 70% der Haftstrafen zur Bewährung ausgesetzt
Lieber Herr Vetter, liebe andere Juristen,
vorweg, ich bin juristisch absolut ungebildet, aber am großen Thema "Recht" interessiert. Beim Lesen des Artikels hatte ich drei Gedankengänge.
1. Wenn sieben von zehn der zu Freiheits- oder Jugendstrafe verurteilten Personen Gelegenheit bekommen, einen Gefängnisaufenthalt durch eine erfolgreiche Bewährungszeit zu vermeiden, dann ist das gut. Menschen brauchen die Möglichkeit einer zweiten Chance und das fast immer.
2. Wenn sieben von zehn nicht eingesperrt werden, aber weiter in dem Leben leben müssen, durch welches sie, wie auch immer, kriminell wurden, was ist das dann für eine Chance?
3. Wenn die Gerichte am häufigsten Geldstrafen verhängen, höre ich das Staatssäckel klingeln. Das klingt in dem Fall aber irgendwie leer und bringt mich auf bösartige Gedanken von wegen Aufbesserung der Finanzen und Einsparung von Kosten im Strafvollzug.
Kann es deshalb sein, dass die gut gemeinte Chance in den meisten Fällen gar nicht so gut ist und letztlich nur dafür sorgt, dass viele dieser Menschen früher oder später wieder vor Gericht stehen werden? Wo bleibt die Hilfe à la "Wir helfen Dir einen Beruf zu lernen, deine Aggressionen los zu werden, dir eine Therapie zu suchen, eine Perspektive zu finden…"?
Steht die Augenbinde Justitias doch etwa für Blindheit und nicht dafür Recht ohne Ansehen der Person zu sprechen? Müssen wir uns ob der Entwicklung Sorgen machen oder können wir noch ein bisschen im alten Takt weitertanzen?
Liebe Grüße
Olaf
Anon meint:
(13.10.2009 um 13:38) Antworten
Hybridisierung: Meist seien es männliche Tiere, die Weibchen einer benachbarten Art begatten[...]
Wenn irgendwo herumbegattet wird, sind es wohl immer männliche Tiere, die das mit Weibchen tun. Gibt es in Göttingen keine Logik-Kurse?
Klaus meint:
(13.10.2009 um 13:46) Antworten
@Olaf: Viele Fragen lassen sich beantworten, wenn man den Artikel einfach mal bis zum Ende liest:
"Die Wahrscheinlichkeit einer Verurteilung ist demnach im Alter von Anfang bis Mitte 20 am höchsten. Danach geht sie kontinuierlich zurück. 'Kriminalität bleibt somit in den überwiegenden Fällen eine Übergangserscheinung in der Lebensgeschichte', heißt es in der Mitteilung des Statistischen Bundesamts."
Jan meint:
(13.10.2009 um 13:49) Antworten
@>Sven,Auch Dirk: Auch wenn ich Kommentar 2(Sven) sehr lustig fand, scheint das was "Auch Dirk" schreibt, sinnvoll zu sein…
Olaf meint:
(13.10.2009 um 13:53) Antworten
@ Klaus.
Menno. Da habe ich mich wohl von der medial indoktrinierten Wahrnehmung verführen lassen.
Nächstes Mal lese ich bis zum Schluss. Versprochen!
dt. Bürger meint:
(13.10.2009 um 17:01) Antworten
@OLAF
"Wenn sieben von zehn der zu Freiheits- oder Jugendstrafe verurteilten Personen Gelegenheit bekommen, einen Gefängnisaufenthalt durch eine erfolgreiche Bewährungszeit zu vermeiden, dann ist das gut. Menschen brauchen die Möglichkeit einer zweiten Chance und das fast immer."
Genau, und die Opfer schwerster Körperverletzung sind natürlich auch damit einverstanden, oder haben damit einverstanden zu sein, wenn der Täter zur Bewährung verurteilt wird.
Wo kämen wir denn hin, wenn Gerechtigkeit das Ziel von Verurteilungen wäre, und nicht das Wohl der Täter.
dot tilde dot meint:
(13.10.2009 um 17:04) Antworten
mir fallen da ganz spontan weitere fragen ein: was ist ein fisch ohne fahrrad? was ist weihnachten ohne verkehrsstau? was wäre die innenpolitik ohne dr. schäuble?
schon aus anderen veranstaltungen mit ihm ist mir sein freiheitsbegriff äußerst suspekt.
Genau. Einfach Knäste bauen und wegsperren. Und wenn die Knäste voll sind, verpflichten wir die Jungs und Mädels im gestreiften Anzug zur Arbeit als gesellschaftliche Wiedergutmachung. Und wenn das immer noch nicht Strafe genug ist, wahlweise wenn die Arbeit nicht für alle Sträflinge reicht, gibt´s noch die chinesische Lösung.
Ich bin mir nicht sicher, ob mit Gefängnisstrafen allein der Gerechtigkeit genüge getan ist. Ich würde da gerne die Amerikaner als Beispiel nennen, denn bei denen schreckt selbst die Todesstrafe nicht davor ab, dass Morde begangen werden.
Mir ging es lediglich darum, dass so einigen der Täter, um die es hier zwischen den Zeilen geht, sicherlich besser geholfen wäre, wenn man sie nicht in den Knast stecken, aber dafür ans Händchen nehmen würde. Und sei es von der Supernanny.
Womit wir bei den Opfern wären, denn ich habe keines von denen aufgefordert Verständnis für seinen Täter haben zu müssen. Darum ging es auch überhaupt nicht. Meine Fragen zielten vielmehr in die Richtung, weitere, zukünftige und dann vielleicht noch viel schwerer verletzte Opfer – wenn die Messlatte nunmal schon so weit oben hängt – vom gleichen Täter zu vermeiden.
Die Statistik sagt, dass das in den überwiegenden Fällen eine Übergangserscheinung ist. Das ist gut. Mir geht es dennoch um die Menschen, die nicht zu diesem überwiegenden Teil gehören. Denen zu helfen würde nach meinem Dafürhalten den besten Opferschutz darstellen. Aber vielleicht habe ich auch einfach nur ein anderes Verständnis von Gerechtigkeit.
Liebe Grüße
Olaf
Agir meint:
(14.10.2009 um 13:18) Antworten
@Olaf: Hier hat doch niemand die Todesstrafe gefordert…?
Ich warte auch auf den Tag, an dem Straftaten nicht mehr sanktioniert werden, das würde mein Einkommen vermutlich aufbessern, ich bin ja groß und stark. Sind die blöden Opfer doch selber Schuld, hätten sie halt auch so wachsen sollen.
Eine Gefängnisstrafe hat ja nicht nur eine abschreckende Wirkung, sondern auch eine Vorbeugende: wer sitzt kann keine unbescholtenen Bürger mehr verhauen. Außerdem ist es ein Zeichen für's Opfer, daß ihm etwas passiert ist was nicht in Ordnung ist.
nein, keiner hat die Todesstrafe gefordert. Diese ultimativste aller Strafen, die ja in den USA recht häufig ausgesprochen wird, diente lediglich als Beispiel dafür, dass sich Täter selbst von ihr nicht in ihrem Tun abhalten lassen. Das einzige wofür diese Strafen gut sind, ist die Genugtuung der Opfer, wobei ich – gänzlich ahnungslos wie sich das anfühlt – glaube, dass dieses Gefühl nur kurz Linderung vom seelischen Leiden verschaffen kann. Aber das ist ein anderes Thema.
Um es nochmal klar zu machen und (gewollten?) Missverständnissen vorzubeugen: Es geht nicht darum Täter nicht zu bestrafen, wenn sie gegen Gesetze verstossen haben. Selbstverständlich müssen sie vor Gericht und natürlich gibt es Taten, für die Haftstarfen, auch viele Jahre lang, gerechtfertigt und angebracht sind.
Meine Frage ist, was mit diesen Tätern in den Gefängnissen passiert, was man unternimmt, damit sie selbst merken und verstehen was mit ihnen nicht stimmt und was man tut, damit sie später – irgendwann einmal – in der Gesellschaft leben können ohne die Menschen darin wiederholt zu gefährden und weitere Opfer zu produzieren.
Vielleicht, um der Phantasie auf die etwas auf die Sprünge zu helfen, ist dieser Ansatz wie dieser hier gar nicht so verkehrt und zeigt, was ich meine.
Beamter versprach Strafnachlass für Sex
… und kam selbst mit einem Strafbefehl ohne öffentliches Verfahren davon. Hoffentlich ohne ähem irgendwelche Gegenleistungen…
Hybridisierung
…und plötzlich ging ein Raunen durch die Reihen der Evolutionsbiologen: "Wie konnte uns das entgehen? Es lag auf der Hand!"
Super Satz zum Link Hybridisierung.
Wie soll es denn bitteschön sonst laufen? Zwitter gibt's es bei Primaten nicht, so weit ich weiß.
Schäubles Vortrag heißt "Was ist Freiheit ohne Sicherheit".
Wer hält denn den Vortrag "Was ist Sicherheit ohne Freiheit"?
Und bei Zierckes Vortrag zum Thema "Haben sich die Terrorismusbekämpfungspakete bewährt" lehne ich mal weit aus dem Fenster und nehme die zu erwartende Antwort vorweg: "Aber selbstverständlich."
Zum Sidekick-Datenverlust hat Fefes Blog eine nette Theorie:
http://blog.fefe.de/?ts=b42de840
@mcbexx:
Ich tippe eher auf: "Selbstverständlich nicht, wir brauchen unbedingt und unverzichtbar…"
Zur Hybridisierung
Wenn diese Weisheit aus der Beobachtung der Fremdgeher gewonnen wurde, könnte gemeint sein:
,,Meist seien es männliche Tiere, die Weibchen einer benachbarten Population einer anderen Art begatten.''
Oder aber genetisch: Weniger häufiges Auftreten von anderer Art stammender mitochondrialer (waren doch die mütterlichen?) Fremdanteile in Subspezies-Erbinformationen läßt den Schluß wohl auch zu.
IANAG
@Klugschnacker:
Ein männlicher Hybride bekommt das Y-Chromosom vom Vater und die Mitochondrien-DNA von der Mutter, ein weiblicher trägt ein X-Chromosom des Vaters und eines der Mutter und deren Mitochondrien-DMA.
Wie man daraus schließt: ,,Meist seien es männliche Tiere, die Weibchen einer benachbarten Population einer anderen Art begatten.'' bleibt rätselhaft.
Vermutlich hat der Autor hier unbemerkt eignene Meme einfließen lassen…
@Dirk:
Du musst das so verstehen: Männchen geht rüber zur anderen Gruppe und holt sich ein Weibchen.
Nicht: Weibchen geht rüber um zu schauen ob es da wohl ein Männchen gäbe das Interesse hat.
zu: 70% der Haftstrafen zur Bewährung ausgesetzt
Lieber Herr Vetter, liebe andere Juristen,
vorweg, ich bin juristisch absolut ungebildet, aber am großen Thema "Recht" interessiert. Beim Lesen des Artikels hatte ich drei Gedankengänge.
1. Wenn sieben von zehn der zu Freiheits- oder Jugendstrafe verurteilten Personen Gelegenheit bekommen, einen Gefängnisaufenthalt durch eine erfolgreiche Bewährungszeit zu vermeiden, dann ist das gut. Menschen brauchen die Möglichkeit einer zweiten Chance und das fast immer.
2. Wenn sieben von zehn nicht eingesperrt werden, aber weiter in dem Leben leben müssen, durch welches sie, wie auch immer, kriminell wurden, was ist das dann für eine Chance?
3. Wenn die Gerichte am häufigsten Geldstrafen verhängen, höre ich das Staatssäckel klingeln. Das klingt in dem Fall aber irgendwie leer und bringt mich auf bösartige Gedanken von wegen Aufbesserung der Finanzen und Einsparung von Kosten im Strafvollzug.
Kann es deshalb sein, dass die gut gemeinte Chance in den meisten Fällen gar nicht so gut ist und letztlich nur dafür sorgt, dass viele dieser Menschen früher oder später wieder vor Gericht stehen werden? Wo bleibt die Hilfe à la "Wir helfen Dir einen Beruf zu lernen, deine Aggressionen los zu werden, dir eine Therapie zu suchen, eine Perspektive zu finden…"?
Steht die Augenbinde Justitias doch etwa für Blindheit und nicht dafür Recht ohne Ansehen der Person zu sprechen? Müssen wir uns ob der Entwicklung Sorgen machen oder können wir noch ein bisschen im alten Takt weitertanzen?
Liebe Grüße
Olaf
Hybridisierung:
Meist seien es männliche Tiere, die Weibchen einer benachbarten Art begatten[...]
Wenn irgendwo herumbegattet wird, sind es wohl immer männliche Tiere, die das mit Weibchen tun. Gibt es in Göttingen keine Logik-Kurse?
@Olaf: Viele Fragen lassen sich beantworten, wenn man den Artikel einfach mal bis zum Ende liest:
"Die Wahrscheinlichkeit einer Verurteilung ist demnach im Alter von Anfang bis Mitte 20 am höchsten. Danach geht sie kontinuierlich zurück. 'Kriminalität bleibt somit in den überwiegenden Fällen eine Übergangserscheinung in der Lebensgeschichte', heißt es in der Mitteilung des Statistischen Bundesamts."
@>Sven,Auch Dirk: Auch wenn ich Kommentar 2(Sven) sehr lustig fand, scheint das was "Auch Dirk" schreibt, sinnvoll zu sein…
@ Klaus.
Menno. Da habe ich mich wohl von der medial indoktrinierten Wahrnehmung verführen lassen.
Nächstes Mal lese ich bis zum Schluss. Versprochen!
@OLAF
"Wenn sieben von zehn der zu Freiheits- oder Jugendstrafe verurteilten Personen Gelegenheit bekommen, einen Gefängnisaufenthalt durch eine erfolgreiche Bewährungszeit zu vermeiden, dann ist das gut. Menschen brauchen die Möglichkeit einer zweiten Chance und das fast immer."
Genau, und die Opfer schwerster Körperverletzung sind natürlich auch damit einverstanden, oder haben damit einverstanden zu sein, wenn der Täter zur Bewährung verurteilt wird.
Wo kämen wir denn hin, wenn Gerechtigkeit das Ziel von Verurteilungen wäre, und nicht das Wohl der Täter.
@3 (mcbexx):
mir fallen da ganz spontan weitere fragen ein: was ist ein fisch ohne fahrrad? was ist weihnachten ohne verkehrsstau? was wäre die innenpolitik ohne dr. schäuble?
schon aus anderen veranstaltungen mit ihm ist mir sein freiheitsbegriff äußerst suspekt.
.~.
@dt. Bürger:
Genau. Einfach Knäste bauen und wegsperren. Und wenn die Knäste voll sind, verpflichten wir die Jungs und Mädels im gestreiften Anzug zur Arbeit als gesellschaftliche Wiedergutmachung. Und wenn das immer noch nicht Strafe genug ist, wahlweise wenn die Arbeit nicht für alle Sträflinge reicht, gibt´s noch die chinesische Lösung.
Ich bin mir nicht sicher, ob mit Gefängnisstrafen allein der Gerechtigkeit genüge getan ist. Ich würde da gerne die Amerikaner als Beispiel nennen, denn bei denen schreckt selbst die Todesstrafe nicht davor ab, dass Morde begangen werden.
Mir ging es lediglich darum, dass so einigen der Täter, um die es hier zwischen den Zeilen geht, sicherlich besser geholfen wäre, wenn man sie nicht in den Knast stecken, aber dafür ans Händchen nehmen würde. Und sei es von der Supernanny.
Womit wir bei den Opfern wären, denn ich habe keines von denen aufgefordert Verständnis für seinen Täter haben zu müssen. Darum ging es auch überhaupt nicht. Meine Fragen zielten vielmehr in die Richtung, weitere, zukünftige und dann vielleicht noch viel schwerer verletzte Opfer – wenn die Messlatte nunmal schon so weit oben hängt – vom gleichen Täter zu vermeiden.
Die Statistik sagt, dass das in den überwiegenden Fällen eine Übergangserscheinung ist. Das ist gut. Mir geht es dennoch um die Menschen, die nicht zu diesem überwiegenden Teil gehören. Denen zu helfen würde nach meinem Dafürhalten den besten Opferschutz darstellen. Aber vielleicht habe ich auch einfach nur ein anderes Verständnis von Gerechtigkeit.
Liebe Grüße
Olaf
@Olaf: Hier hat doch niemand die Todesstrafe gefordert…?
Ich warte auch auf den Tag, an dem Straftaten nicht mehr sanktioniert werden, das würde mein Einkommen vermutlich aufbessern, ich bin ja groß und stark. Sind die blöden Opfer doch selber Schuld, hätten sie halt auch so wachsen sollen.
Eine Gefängnisstrafe hat ja nicht nur eine abschreckende Wirkung, sondern auch eine Vorbeugende: wer sitzt kann keine unbescholtenen Bürger mehr verhauen. Außerdem ist es ein Zeichen für's Opfer, daß ihm etwas passiert ist was nicht in Ordnung ist.
@Agir:
Liebe/r Agir,
nein, keiner hat die Todesstrafe gefordert. Diese ultimativste aller Strafen, die ja in den USA recht häufig ausgesprochen wird, diente lediglich als Beispiel dafür, dass sich Täter selbst von ihr nicht in ihrem Tun abhalten lassen. Das einzige wofür diese Strafen gut sind, ist die Genugtuung der Opfer, wobei ich – gänzlich ahnungslos wie sich das anfühlt – glaube, dass dieses Gefühl nur kurz Linderung vom seelischen Leiden verschaffen kann. Aber das ist ein anderes Thema.
Um es nochmal klar zu machen und (gewollten?) Missverständnissen vorzubeugen: Es geht nicht darum Täter nicht zu bestrafen, wenn sie gegen Gesetze verstossen haben. Selbstverständlich müssen sie vor Gericht und natürlich gibt es Taten, für die Haftstarfen, auch viele Jahre lang, gerechtfertigt und angebracht sind.
Meine Frage ist, was mit diesen Tätern in den Gefängnissen passiert, was man unternimmt, damit sie selbst merken und verstehen was mit ihnen nicht stimmt und was man tut, damit sie später – irgendwann einmal – in der Gesellschaft leben können ohne die Menschen darin wiederholt zu gefährden und weitere Opfer zu produzieren.
Vielleicht, um der Phantasie auf die etwas auf die Sprünge zu helfen, ist dieser Ansatz wie dieser hier gar nicht so verkehrt und zeigt, was ich meine.
http://www.netdoktor.de/News/Strafvollzug-Haustiere-als-1130378.html
Liebe Grüße
Olaf