19.10.2009

Der Krieg gegen Drogen ist gescheitert

“Der Krieg gegen die Drogen ist eine gescheiterte Strategie”, schreibt John Gray auf Zeit online. Der Autor fasst alle wesentlichen Argumente zusammen, die für eine (kontrollierte) Freigabe auch harter Drogen sprechen:

- Etliche Länder (u.a. Mexiko) versinken nicht in der Drogensucht, sondern im Krieg der Drogenkartelle.

- Die Kosten und Opfer der Drogenprohibition übersteigen bei weitem jedes gesundheitliche Risiko.

- Das Drogenverbot kriminalisiert an sich rechtschaffene Menschen.

- Die künstlich überhöhten Preise sorgen für Beschaffungskriminalität.

- Das größte gesundheitliche Risiko ist nicht der Drogenkonsum, sondern durch die Verfolgung bedingte mangelnde hygienische Verhältnisse, die Gefahr von Überdosen und durch verunreinigte Drogen.

- Drogenkonsum und Produktivität im bürgerlichen Beruf schließen sich nicht unbedingt aus.

- Es gibt keinen moralischen Konsens mehr zur Ächtung von Drogen.

- Die Gewinne aus dem illegalen Drogenhandel finanzieren andere Verbrechen und den internationalen Terror.

Dieser Bestandsaufnahme ist kaum etwas hinzuzufügen.

185 Kommentare zu “Der Krieg gegen Drogen ist gescheitert”

  1. Nachdenklicher meint: (19.10.2009 um 10:40) AntwortenReply to this comment

    Afghanistan's Mohnfelder auf einmal wertlos ?

    …Undenkbar die positiven Konsequenzen fuer den Frieden dort…

  2. Euripides meint: (19.10.2009 um 10:43) AntwortenReply to this comment

    Wieso gescheitert?

    Funktioniert doch alles wie geplant: die Geheimdienste finanzieren illegale Operationen über Drogengeschäfte, und halten sich mit dem "Krieg gegen Drogen" die Konkurrenz vom Leib.

    Wie sollten sich die Geheimdienste denn sonst finanzieren, wenn Drogen nicht mehr verboten wären? Waffenhandel? Ob das besser wäre?

  3. Kant meint: (19.10.2009 um 10:45) AntwortenReply to this comment

    Aha. Man kann das Pferd auch von hinten aufzäumen und sich die Argumente so zurecht legen, dass sie einem passen. Lächerlich. Was ist mit den volkswirtschaftlichen Risiken und den Langzeitschäden, die durch (insbesondere sog. harte Drogen) hervorgerufen werden. Alkohol und Tabak sind eine Sache, schädlich ist beides zwar, aber im Vergleich zu Heroin, Kokain, Crystal Meth, Acid usw. ist das Robby Bubble Kindersekt.
    Darüber hinaus die südamerikanischen Staaten als Beispiele heranzuziehen halte ich auch für recht misslungen … das sind Staaten, die von Korruption vollkommen zerfressen sind und ich wage mal zu behaupten, dass dem in Deutschland nicht so ist.
    Man sollte statt dessen mehr in Aufklärung und Vorsorge investieren.

  4. Kant meint: (19.10.2009 um 10:48) AntwortenReply to this comment

    Und wenn wir schon dabei sind, so bin ich dafür, dass man jegliche halb- sowie vollautomatischen Waffen und biologische sowie chemische Kampfstoffe für Volljährige ohne weitere Voraussetzungen frei gibt, dann wird damit sicherlich verantwortungsvoller umgegangen. Endlich Schluss mit illegalen Waffenexporten und deren Folgen.

    PS: Man beachte den Sarkasmus.

  5. Kritiker meint: (19.10.2009 um 10:52) AntwortenReply to this comment

    Schließlich sollten wir sowieso in der EU die Anarchie einführen. Denn alle Menschen sind doch von grundauf gut.

  6. Peter H.C. meint: (19.10.2009 um 10:56) AntwortenReply to this comment

    Die Kommentare beweisen direkt, dass es niemals eine sachliche Debatte über Drogenpolitik in Deutschland gegeben kann.

    Der Punkt ist doch einfach, dass man in Deutschland eh jede Droge bekommt, wenn man sie nur haben will. Da braucht man nicht die schwere der Wirkungen mit Kindersekt zu vergleichen, sondern akzeptieren, dass diese Drogen konsumiert werden, völlig egal ob sie legal oder illegal sind, daher sind die "volkswirtschaftlichen Schäden" erstmal gleich. Nur weil Cristal Acid vllt legal ist, heisst doch nicht das alle sofort in den nächstbesten Laden rennen und das Zeuch kaufen. Im Gegenteil in den läden kann man noch Prävention und Aufklärung betreiben (über alle Drogen wie Kaffee, Aspirin oder Anti-Fieber-Zäpfchen), was der Dealer meines Vertrauens bisher noch nicht gemacht hat.

  7. der echte n.n. meint: (19.10.2009 um 10:56) AntwortenReply to this comment

    die argumente sind uralt. was allerdings nichts an ihrer richtigkeit ändert.

  8. Manuel meint: (19.10.2009 um 10:57) AntwortenReply to this comment

    Mein Bruder ist Staatsanwalt und sagt schon seit langem genau dasselbe. Das Problem der Beschaffungskriminalität, das den weitaus überwiegenden Anteil an den "leichteren" Delikten ausmacht, würde damit auch entfallen.

  9. Gregor meint: (19.10.2009 um 10:57) AntwortenReply to this comment

    @Kant: Volle Zustimmung.

  10. Seefert meint: (19.10.2009 um 10:58) AntwortenReply to this comment

    Also realistisch iSv durchsetzbar ist das wohl nicht und die forderung auch nicht ganz neu. Aber kann es sein dass sie immer nur von juristen nie von medizinern kommt? Da wäre mal eine studie interessant. Ich glaube jedenfalls dass das funktionieren könnte. Ich würde auch wenn es legal ist kein heroin ausprobieren.

  11. Niko meint: (19.10.2009 um 10:58) AntwortenReply to this comment

    @3, @4, @5: Der schwachsinnige "Krieg gegen Drogen" hat in den etwa 40 Jahren seines Bestehens was genau bewirkt? Welche Erfolge gibt es?
    Objektiv betrachtet ist das ein einziges Debakel und die von Gray und hier von Udo Vetter aufgezeigten Aspekte nicht mit schwachsinnigen Wannabe-Vergleichen wegzudiskutieren.

    Die groteske "Null-Toleranz"-Haltung hat offenkundig nichts, aber auch rein gar nichts gebracht und sie plädieren für ein "Augen zu und weiter so"?
    Das ist dezent schizophren.

  12. RA JM meint: (19.10.2009 um 10:59) AntwortenReply to this comment

    "kontrollierte Freigabe auch harter Drogen" – mein Reden seit 1880. Alles andere ist ohnehin nur Spiegelfechterei.

  13. TheDoctor meint: (19.10.2009 um 10:59) AntwortenReply to this comment

    @Kant:
    Nun, Alkohol ist extrem giftig und macht süchtig, während Heroin, Kokain etc. im wesentlichen süchtig machen.

    All die Argumente gegen einen Staatshandel mit allen Drogen sind im Prinzip nicht falsch, aber es hilft alles nichts, die Menschen sind nicht so. Es gibt einen gewissen Prozentsatz in der Bevölkerung, der der Realität entfliehen will, das kann man denen einfach und ungefährlich oder schwierig und gefährlich machen, ändern kann man daran nichts.

    In einem ZEIT-Kommentar ist jemand mit China zur Zeit des englischen Opiumhandels gekommen, das ist aber gerade kein Gegenbeweis, denn die Engländer und die chinesische Regierung haben damals genauso agiert wie heute die Kolumbianer und die amerikanische Regierung, die einen haben Profit ohne Skrupel gemacht, die anderen Verboten ohne nachzudenken.

  14. keiner meint: (19.10.2009 um 11:02) AntwortenReply to this comment

    "- Drogenkonsum und Produktivität im bürgerlichen Beruf schließen sich nicht unbedingt aus."

    Joooo, alle ein bischen koksen gegen die Krise, damit die Produktivität steigt!

    So eine Quatsch hab ich schon lange nicht mehr gelesen. Der Schwachfug mit dem "gesellschaftlichen Konsens" ist auch nicht schlecht! Frag mal die Schweine, was sie vom Metzger halten.

    Bei dem, was heute abgeht, um die Sicherheit von Arzneimitteln in jeder noch so absurden Situation zu gewährleisten, möchte ich mir mal das staatliche Zulassungsverfahren für Heroin und Crack vorstellen… Allein, es reicht meine Vorstellungskraft nicht…

  15. brand meint: (19.10.2009 um 11:03) AntwortenReply to this comment

    @kant

    Wäre das schön wenn es dir nicht auf Sarkasmus sondern Logik ankäme.

    Falls du nicht verstehst was ich meine: Kämpfe nicht gegen Strohmänner. Niemand fordert das Verbot von Kriegswaffen für den Hausgebrauch abzuschaffen sondern das von Drogen.

  16. Peter H.C. meint: (19.10.2009 um 11:06) AntwortenReply to this comment

    @keiner:

    Ähh, da steht dass sich Konsum und Produktivität nicht ausschließen… und da steht nicht, dass der Drogenkonsum die Produktivität fördert…. und sprechende Schweine sind mir bisher noch nicht begegnet, aber ich werde die Frage im Hinterkopf haben, wenn ich mal eins treffe

  17. horst meint: (19.10.2009 um 11:11) AntwortenReply to this comment

    Die Idee ist schon nicht schlecht, jedoch ist eine entscheidende Frage nicht geklaert:

    Der Versicherungsschutz bei Folgekrankheit oder spaeterer Krankheit.

    Die Schaeden oder Veraenderungen am Gehirn werden ebenfalls nicht erwaehnt.

    Diese muessen im Schulunterricht den Jungen und in Aufklaerungsfilmen den Alten beigebracht werden.

    Also ich befuerworte die Idee, aber es fehlen noch wichtige Bestandteile.

    Bereits heute sollte bei Drogenkonsum die Krankenkasse verstaendigt werden und entsprechende Risikoabschlaege berechnet werden.

    Stichwort: Alkohol. Biologisch ist die Leber im Stande das "Gift" abzubauen. Die BTM werden ausgeschwemmt und haben leider die Nebenwirkung des Flashbacks.

    Dies fuehrt zu Problemen hinsichtlich der Teilnahme am Strassenverkehr, ebenfalls noch nicht zufriedenstellend geloest. An potentielle Opfer wird in der BRD nur selten gedacht.

    Wenn z.B. sich Fluglotse oder Zugfuehrer sich vertut, koennte das Folgen haben.

  18. keiner meint: (19.10.2009 um 11:13) AntwortenReply to this comment

    Peter HC

    Unglaublich komisch! Was haben wir denn heute genommen?

  19. hannes meint: (19.10.2009 um 11:13) AntwortenReply to this comment

    Eine sachliche Diskussion wäre wirklich mal fällig. Die im Text geannten Argumente sind nicht gerade neu, lest am besten mal Günther Armendt, der recht ähnliches sagt.

  20. Tyco meint: (19.10.2009 um 11:20) AntwortenReply to this comment

    Die Überlegungen sind gut. Es ist ja auch in den westlichen Ländern so, dass die Beschaffungskriminalität mehr Opfer fordert als die Drogensucht selbst.

    Ich würde sogar noch einen Schritt weiter gehen und mal darüber nachdenken, ein staatliches Kontrollsiegel einzuführen. Das würde garantieren, dass nur "sauberer" Stoff verkauft wird. Durch verunreinigte Substanzen (speziell bei Partydrogen) sterben auch genug Leute. Außerdem könnte man so sauberes Sanitärzubehör (zB. Nadeln, Pflaster, etc.) und ein gutes Umfeld zur Hilfe schaffen. Einer, der weiß, dass er nicht sofort kriminalisiert wird, wird sich eher an Mitmenschen wenden, um Hilfe zu bekommen.

    Mir ist natürlich klar, dass eine sachliche und rein logische Debatte hier nichts bringt, weil viele Menschen einfach gerne ein verdammenswertes Feindbild aufrechterhalten wollen.
    Trotzdem täte es gut, einmal mit einem offenen Geist über unkonventionelle Lösungen nachzudenken.

  21. Momo meint: (19.10.2009 um 11:21) AntwortenReply to this comment

    Ich denk das größte Hemmnis in dieser Diskussion ist die mentale Barriere in den Köpfen. Diese Tabuisierung des kompletten Themas.

    Zu dem Thema erinner ich mich grad an einen Song von Joint Venture:

    Er rauchte grad ne Zigarette, da riß über ihm ne Kette.
    Viernhalb Tonnen guter Roter und Old-Hankie war ein Drogentoter oe.

    Man sagt, es macht nur lungenkrank und lasch,
    aber Hank starb an ner Überdosis Hasch.

    Übrig blieben Frau und Kind, die jetzt ohne Vater sind.
    Würd man Hasch legalisiern, könnt mans sichrer transportiern oe.

  22. Herr Hoffmann meint: (19.10.2009 um 11:22) AntwortenReply to this comment

    @kant

    Schußwaffen schaden anderen, Drogen in erster Linie nur dir selbst. (Dass sie auch anderen schaden können, nehmen wir seit jahren gerne in kauf, siehe die alkoholbedingten Verkehrstoten oder die Passivraucherkrebspatienten.) Drogenpolitik ist ein weites Feld der Doppelmoral. Ich würde der Liste gerne noch einen weiteren Punkt hinzufügen: Verbote erschweren die medizinische Forschung (Hanf – Krebs; LSD – Psychologie etc.)
    Argument drei "Das Drogenverbot kriminalisiert an sich rechtschaffene Menschen." versteh ich nicht so ganz. Meiner Meinung nach ist es eine Tautologie oder wie Homer Simson sagt: "Wenn schwulsein verboten wäre, würdest du im Knast sitzen. (Und deshalb mag ich dich nicht)".

    Vielleicht müsste man das Adjektif "rechtschaffen" streichen und auf den fehlenden (gesellschfaftlichen) Schaden hinweisen. Vielleicht erklärt mir einer von euch juristen das mal.

  23. Lord meint: (19.10.2009 um 11:22) AntwortenReply to this comment

    Wenn man bedenkt wieviele Leute Benzos oder auch Paracetamol mißbrauchen. teilweise gibt es das auf Rezept, ist legal und macht abhängig. Da sgat auch keiner was, wenn alte Leute damit ruhig gestellt werden.

    Und seit es Diamorphin auf Rezept gibt müssen diese Leute auch keine Straftaten begehen um ihr Heroin zu bekommen. Warum nicht Gras in der Apotheke verkaufen? Der Staat bekommt damit Umsatzsteuer, neue Arbeitsplätze in der Produktion entstehen und unsere Polizei kann sich der Verfolgung von KiPo-Kosnumenten widmen. Nicht daß die arbeitslos werden…

    Koks ist doch eh nur bei Menschen illegal die nicht im Bundestag/Börse sind….

  24. jo meint: (19.10.2009 um 11:22) AntwortenReply to this comment

    seit jahren bekannt. es wird sich aber nichts ändern, weil zu viele leute, auch in hohen positionen, damit sehr, sehr viel geld verdienen.

  25. dzp meint: (19.10.2009 um 11:23) AntwortenReply to this comment

    @Kant:

    Wie wäre es mit einem kleinen Realitätsabgleich?
    Medizinisch sind die "legalen" Drogen alles andere als
    ohne und häufig auf garkeinen Fall weniger gefährlich
    als etliche der "Betäubungsmittel".

    Um einen Extremfall herauszugreifen – 20 Jahre moderate Alkoholabhängigkeit (um die 80g am Tag) beeinflussen die Lebenserwartung merklich (-2 Jahre iirc). Im Gegensatz dazu
    sind die körperlichen Folgen einer analogen Heroinabhängigkeit
    (unter der Annahme einer geregelten Versorgung, was natürlich
    im Moment nicht gegeben ist) statistisch nicht relevant (will heißen, die Lebenserwartung wird davon kaum beeinträchtigt).

  26. horst meint: (19.10.2009 um 11:25) AntwortenReply to this comment

    @Herr Hoffmann:

    Krankenversicherungskosten und Kosten im Strassenverkehr etc. nicht vergessen.

    Aber grundsaetzlich bin ich dafuer, nur bitte richtig.

  27. Anonymous meint: (19.10.2009 um 11:25) AntwortenReply to this comment

    Eine sachliche Diskussion mit Leuten, die einen Einfluss auf die Politik haben könnten, ist unmöglich. Dazu haben die Kirchen zuviel Einfluss und es lässt sich beim konservativen Stimmvieh zuviel Stimmung machen.

    Abseits von reflexartigem Moralgeschrei für den Wahlkampf, ist der "Krieg gegen Drogen" durchaus positiv für Regierungen. Im Gegensatz zu "Terrorismus" oder anderen heraufbeschworenen Gefahren, lässt sich hier noch viel leichter fast jede Einschränkung von Bürgerrechten durchsetzen. Wie sowas geht zeigen die USA ganz "vorbildlich".

  28. charno meint: (19.10.2009 um 11:27) AntwortenReply to this comment

    Eigentlich alles Argumente, welche seit Jahren bekannt sind, und auch schon mehrfach bestätigt wurden…

    Hanf z.B. wurde dank der Baumwollindustrie verboten, da Hanfkleider eine zu grosse ökonomische Gefahr war…

  29. Jan meint: (19.10.2009 um 11:31) AntwortenReply to this comment

    Klingt vernünftig, aber ich habe keine Lust, die Behandlung von durch Drogenkonsum entstehenden Gesundheitsschäden anderer mit meinen Krankenkassenbeiträgen zu bezahlen. Genausowenig jetzt schon bei Rauchern… Aber abgesehen davon scheinen mir die Argumente nicht von der Hand zu weisen.

  30. Stingray meint: (19.10.2009 um 11:35) AntwortenReply to this comment

    Was würde denn passieren, wenn BTM in Deutschland legalisiert wären? Sämtliche Drogenabhängige der Welt würden kommen um hier eine Riesen Party zu feiern. Ganze Städte mit Abhängigen würden entstehen, analog zu Amsterdam nur tausendmal mehr. Man sollte erstmal lieber die Programme fürs schwerstabhängige ausbauen.

  31. keiner meint: (19.10.2009 um 11:40) AntwortenReply to this comment

    Ich bin dafür, einfachen Mmord zu legalisieren:

    - Etliche Länder versinken in Mord und Todschlag und die Kosten für Polizei könnte man besser in Drogen anlegen

    - Die Kosten für Gefängnisse überschreiten bei weitem den volkswirtschaftlichen Schaden, den Mord anrichtet

    - Eine Mordanklage kriminalisiert ansonsten vermutlich sehr rechtschaffende Menschen, die einfach ihre Frau/ihren Mann, Schwiegermutter, Chef oder Miterben nicht ertragen konnten

    - Das gesellschaftliche Problem ist nicht der Mord, sondern die unerträglichen Ehemänner/Ehefrauen, Chefs oder Miterben, die das Leben einfach nicht lebenswert machen

    - Mord und ein ansonsten geregeltes bürgerliches Leben schließen sich nicht aus, wie gerade die Zeit nach dem 2. Weltkrieg in Deutschland sehr schön belegt

    - Eigentlich gibt es keinen moralischen Konsens mehr für das uneingeschränkte Lebensrecht

    - Die Gewinne aus Mord…. ach, lassen wir das…

    DIESER Bestandsaunahme ist kaum etwas hinzuzufügen. Außer das es natürlich Schwachsinn ist. Aber das ist ja bei anderen Aufzählungen auch nicht anders…

  32. Blubberblase meint: (19.10.2009 um 11:44) AntwortenReply to this comment

    @Herr Hoffmann:

    Argument drei "Das Drogenverbot kriminalisiert an sich rechtschaffene Menschen." versteh ich nicht so ganz. Meiner Meinung nach ist es eine Tautologie oder wie Homer Simson sagt: "Wenn schwulsein verboten wäre, würdest du im Knast sitzen. (Und deshalb mag ich dich nicht)".

    Vielleicht müsste man das Adjektif "rechtschaffen" streichen und auf den fehlenden (gesellschfaftlichen) Schaden hinweisen. Vielleicht erklärt mir einer von euch juristen das mal.

    Dieses Argument griffe allerdings nur, wenn "rechtschaffen" gleichzusetzen wäre mit "gesetzestreu", was es m.A. nicht ist.

  33. Gwendolan meint: (19.10.2009 um 11:48) AntwortenReply to this comment

    Stellt sich nun die Frage: Wie überzeugen wir die wenig gebildete Mehrheit, welche die Trennung von Recht und Moral nicht nachvollzogen hat und welche Drogenkonsum an sich für unmoralisch und damit für verbotswürdig hält, mit rationaler Argumentation?

  34. Blubberblase meint: (19.10.2009 um 11:49) AntwortenReply to this comment

    @keiner:
    Genau, denn es macht gar keinen Unterschied, ob man etwas legalisiert, was prinzipiell nur dem Anwender selbst schadet oder etwas legalisiert, was primär den Schaden anderer zum Ziel hat. Starke kognitive Leistung.

  35. tonka meint: (19.10.2009 um 11:50) AntwortenReply to this comment

    @Kant:
    Alles in einen Topf.. passt schon gell?
    Was genau Acid in dieser rauen Gesellschaft verloren hat, must du mir aber mal erklären.

  36. (tr) meint: (19.10.2009 um 11:52) AntwortenReply to this comment

    klar, wer deeeen argumenten nicht folgt, der muß doch wirklich null tolerant sein.

    aber mich überzeugen die argumente nicht.

    @dzp:

    wegen der von ihnen verhamlosend angesprochenen ausbleibenden wirkung auf die lebenserwartung mal ein kurze zusammenfassung der caritas zu den gesundheitlichen folgen bei heroinkonsum, die sie so schön ausblenden:

    snip/
    Zu den häufigsten gesundheitlichen Folgeschäden gehören Leberschäden sowie Magen- und Darmstörungen bis hin zum Darmverschluss, starke Gebissveränderungen durch Karies und Zahnausfall sowie Erkrankungen der Atemorgane, insbesondere der Lunge. Infolge der intravenösen Verabreichung kommt es häufig zu lokalen Infektionen, beispielsweise in Form von Abszessen oder Entzündungen von Lymphgefäßen oder Zellgewebe. Darüber hinaus kann es zu schweren Schädigungen der Venen und zu Herzentzündungen kommen. Nicht selten ziehen sich Konsumenten im Rauschzustand oder im Rahmen von Hirnkrämpfen Arm-, Bein- oder Schädelbrüche zu. Bei Männern kann es zudem zu Potenzstörungen, bei Frauen zu Menstruationsstörungen kommen.

    Neben diesen schwerwiegenden körperlichen Folgen können mit dem chronischen Heroinkonsum vor allem Veränderungen der Persönlichkeit und der sozialen Situation verbunden sein.
    /snap

    wären sie vermieter, würden sie an solche leute vermieten wollen?
    wären sie arbeitgeber, würden sie solche leute beschäftigen wollen?
    wären sie konsument, würden sie gerne von solchen leuten an der wursttheke oder im bäcker bedient werden?
    wären sie beitragszahler einer krankenkasse, würden sie höhere beiträge hinnehmen, damit diese kosten der ärztlichen versorgung für solche menschen ausreichend mitbezahlt wird?
    wären sie gerne beifahrer eines menschen, der regelmäßig drogen konsumiert?
    würden sie gerne in eine arztpraxis gehen und sich dort spritzen geben lassen, in der regelmäßig drogenkranke im wartezimmer sitzen oder der arzt selbst drogenabhängig ist?

    sind sie wirklich so tolerant oder wollen sie nur, daß andere ihnen gegenüber so tolerant sind?

  37. Zaza meint: (19.10.2009 um 11:53) AntwortenReply to this comment

    Freigabe muss ja nicht heissen dass jeder 15-jähige Heroin bei Aldi kaufen kann. Dass wäre natürlich nicht so toll.

    Aber: was spricht gegen Abgabe auf Krankenschein für Abhängige? Kostet auch nicht mehr als die ganzen Therapien und lässt einen Grossteil der elenden Beschaffungskriminalität und -prostitution wegfallen.

    Gut für die Gesellschaft und gut für die Junkies, die keinen Dreck bekommen und saubere Nadeln etc.

    Dagegen spricht höchstens dass die Motivation für einen Entzug wegfällt. M.E. überwiegen aber klar die Vorteile.

    Insbesondere würde ein ganzes Geschäftsfeld der organisierten Kriminalität wegbrechen.

  38. der echte n.n. meint: (19.10.2009 um 11:56) AntwortenReply to this comment

    @Kant:
    ja, den sarkasmus habe ich beachtet. schade nur, dass der sarkasmus und eine gute portion billige polemik bei dir jegliche argumentation ersetzt.

  39. Geralt meint: (19.10.2009 um 12:00) AntwortenReply to this comment

    Ob Drogen nun legalisiert werden sollten oder nicht mal ganz außen vor gelassen: Es sollten endlich alle Drogen gleich behandelt werden.

    Warum die Ausnahmen für Alkohol, Nikotin, Koffein,…? Ohne echten Einblick zu haben will ich mir da kein Urteil anmaßen, aber "weiche Drogen" können kaum gefährlicher sein als Alkohol.

  40. Grunf meint: (19.10.2009 um 12:02) AntwortenReply to this comment

    3/4 und 5 haben nicht verstanden.

  41. dot tilde dot meint: (19.10.2009 um 12:02) AntwortenReply to this comment

    krankheit lässt sich nicht wegkriminalisieren.

    .~.

  42. Blubberblase meint: (19.10.2009 um 12:09) AntwortenReply to this comment

    @(tr):
    All ihre Fragen sind doch überhaupt nicht neu und treffen doch bereits auch heute schon zu. Stellen sie sich selbst diese Fragen für Leute, von denen sie wissen, oder nicht wissen, ob sie Alkohol konsumieren.

  43. mark meint: (19.10.2009 um 12:13) AntwortenReply to this comment

    @(tr): Die aufgeführten Nebenwirkungen sind doch die selben wie bei anderen Opiaten und die werden ganz normal an Schmerzpatienten verschrieben. Die anderen Schmerzmedikamente sind übrigens noch gefährlicher und können Herzinfarkte oder Magenblutungen stark begünstigen.

  44. Afropeter meint: (19.10.2009 um 12:19) AntwortenReply to this comment

    Aus jetzt! Mit Alkohol und Nikotinprodukten dürft ihr euch liebend gern selbst zerstören, aber dann hörts auch auf. Wäre ja noch schöner, wenn sich jeder aussuchen könnte womit er seinen Körper und seinen Geist zu Grunde richten möchte. So und jetzt geh ich fernsehen, Barbara Salesch fängt gleich an.

  45. keiner meint: (19.10.2009 um 12:20) AntwortenReply to this comment

    "krankheit lässt sich nicht wegkriminalisieren."

    Joooo, ich hab ne DIAGNOSE, ich darf alles. Oder:

    Ich bin Patient, von mir erwartet man sowas!

    Das Krankheit und Gesundheit in weiten Teilen nur gesellschaftliche Konstrukte sind, darüber schweigen wir mal lieber…

  46. Peter H.C. meint: (19.10.2009 um 12:23) AntwortenReply to this comment

    @Geralt:

    Man muss sich vllt einfach mal vom Begriff der "Droge" lösen und von "Rausch- und Suchtmitteln" sprechen, dann würde dem ein oder anderen schnell klar werden, dass er sowas selber nimmt.

    Und wenn ich mir jeden Abend eine Pulle Schnapps reinpfeife, füge ich mir bestimmt genauso viel Schaden zu, wie wenn in illegale Mittel nehme. Aber die Aufwägung ist völlig egal, da der Konsum so oder so stattfindet.

  47. Kant meint: (19.10.2009 um 12:36) AntwortenReply to this comment

    @tonka: Acid ist auch eine Bezeichnung für LSD.

    Zum Thema zurück: In Somalia gibt es so etwas wie eine funktionierende Regierung nicht mehr. Es gibt keine Staatsgewalt, die den Drogenkonsum verbieten bzw. kontrollieren könnte. Was passiert in Somalia? Ein großer Teil der Bevölkerung kaut die dortige "Mode"droge Khat. Ähnliche Wirkungen wie Kokain / Heroin werden hierdurch hervorgerufen. Das gesellschaftliche Leben ist ab den Mittagsstunden vollkommen kaputt. Die Leute vegetieren nur noch vor sich hin.

    Zum Thema der Beschaffungskriminalität: Wenn ich Drogen legalisiere, dann sind die plötzlich kostenlos oder haben plötzlich alle Drogenabhängigen Geld? Vllt. werden diese dann billiger, aber Geld kosten sie trotzdem noch und das muss irgendwo herkommen.

    So viel zum Thema meiner Unsachlichkeit!

  48. Alexander meint: (19.10.2009 um 12:40) AntwortenReply to this comment

    Obwohl Schusswaffen verboten sind, gibt es dennoch Kriminelle, die sich Schusswaffen besorgen und es gibt eine Beschaffungskriminalität für Schusswaffen. Wäre es da nicht besser, Schusswaffen gleich zu legalisieren?

  49. Peter H.C. meint: (19.10.2009 um 12:48) AntwortenReply to this comment
  50. Thomas meint: (19.10.2009 um 12:49) AntwortenReply to this comment

    "- Die Gewinne aus dem illegalen Drogenhandel finanzieren andere Verbrechen und den internationalen Terror. "
    Früher war es rauchen für die innere Sicherheit, heute kifft man dafür dann besser ne Runde. ;)

  51. Sebastian Thürrschmidt meint: (19.10.2009 um 12:55) AntwortenReply to this comment

    @Kant: Tip für Dich, das besagte Pferd und dessen Aufzäumung betreffend: Steck dort, wo Du meinst, daß vorn ist, eine Möhre rein. Hast Du hinterher einen Hufabdruck im Gesicht, war es das falsche Ende.

    Alkohol und Tabak sind eine Sache, schädlich ist beides zwar, aber im Vergleich zu Heroin, Kokain, Crystal Meth, Acid usw. ist das Robby Bubble Kindersekt.

    Alkohol ist also, wenn ich diesen Satz auf seine Essenz reduzieren darf, vergleichsweise Kindersekt? Soll heißen, in Alkohol ist in Wirklichkeit gar kein Alkohol drin, oder wie? Muß ein tolles Zeug sein, das Du da rauchst und das Dich auf so lustige Gedanke bringt wie den, Deutschland sein nicht von Korruption zerfressen. Ich glaube gar, das Pferd, das Du hier vom falschen Ende aufzäumst, ist ein Nilpferd.

  52. aber meint: (19.10.2009 um 12:56) AntwortenReply to this comment

    @Kant 47:

    >In Somalia gibt es so etwas wie eine funktionierende Regierung nicht mehr.
    > Es gibt keine Staatsgewalt, die den Drogenkonsum verbieten bzw. kontrollieren könnte.
    > Was passiert in Somalia?
    > Ein großer Teil der Bevölkerung kaut die dortige "Mode"droge Khat.

    Das ist ein gutes Beispiel, aber der falsche Schluss.

    Drogen werden als "Lösung" verwendet, also bei Depressionen, Angst-Problematiken, Zukunftsunsicherheit, u.ä. genommen.

    Ursache für Drogenkonsum (-> täglichen!) sind weniger der "Lustgewinn" als der Versuch einen emotionalen Normalzustand herzustellen!!

    Die Somalis die jetzt in Massen in die Drogen fliehen (und wie woanders in Afrika schon lange tun) würden das mit Sicherheit auch machen wenn die Polizei stärker währe, aber sie keine Perspektiven + Kriegstrauma + Armut/Hunger haben.

    Vgl. hierzu auch Klebstoffschnüffeln bzw. Styropor-Inhalieren. Legal, Billig und vertreibt Hunger und Hoffnungslosigkeit.

    Ein anderes Beispiel ist der Iran. Viele probleme mit Heroin-Abhängigkeit wegen Beschäftigungs- und Wirtschaftsproblemen.
    Aber eine ganz gut funktionierende Polizei ;)

    Hat also nix mit Polizei sondern mit Umständen zu tun (Persönliche & Gesellschaftliche).

    MFG

  53. daFux meint: (19.10.2009 um 12:56) AntwortenReply to this comment

    Auch wenn ich befürchten muß, daß die Überzeugungsgesteuerten hier Argumenten nicht mehr zugänglich sind, mal ein Denkanstoß: Inwieweit waren die Strukturen, die sich in der Prohibition gebildet haben, denen vergleichbar, mit denen der Handel mit (BTM-)Drogen geschieht? Würde also nicht umgekehrt eine Freigabe, immer noch mit erheblichen Auflagen, einen erheblichen Gewinn für den gesellschaftlichen Frieden bringen?

    Aber es wäre natürlich zu schade, wenn die Polizei nicht mehr Bahnhofsvorplätze videoüberwachen und (natürlich nur aus kriminologischer Erfahrung) Menschen dunkler Hautfarbe einer Kontrolle unterziehen könnte.

  54. Kant meint: (19.10.2009 um 13:02) AntwortenReply to this comment

    @aber: Und in Deutschland nehmen natürlich alle Menschen Drogen, weil sie so lustig sind und nur so Spass haben können.

    @Sebastian Thürrschmidt: Anscheinend bist Du der deutschen Sprache nicht allzu mächtig. Ich habe "vergleichsweise" geschrieben. Bedeutet, dass die Langzeitwirkungen von Alkhol im VERGLEICH mit bspw. Crystal Meth ein Kindergarten ist. Darüber hinaus erzeugt das besagte Crystal Meth bereits nach einer einmaligen bzw. zweimaligen Anwendungen sowohl körperliche als auch psychische Abhängigkeitssymptome.

    Hier ein Link zur besagten Droge: http://www.spiegel.de/video/video-34043.html

  55. Chris H. meint: (19.10.2009 um 13:09) AntwortenReply to this comment

    Klar kein Problem. Drogen für alle. Vor allem für Eltern! Die sollten ihren Kindern gleich die richtige Dröhnung geben können. Mit 2 Jahren schon den ersten Schuss, mit 4 den ersten Sex, mit 8 das erste mal Schwanger. Wie cool.

    Gut, dass die Eltern entscheiden, was für einen gut ist.

    Oma und Opa wieder mal am meckern? In der tollen neuen Welt ist das doch kein Problem, hier Opa nimm mal das weiße Pulver in deinen Kaffee, ist wirklich gut, wirst du sehen.

    In der Schule sollte man auch auf Drogen hinweisen und am besten gleich welche ausgeben, dann kann jeder selbst fix testen ob es ihm beliebt oder nicht.

    Verdammt, wer hatte eigentlich Schuld an dem Busunfall mit 30 Toten? Der Busfahrer auf Dope kanns nicht gewesen sein, es war bestimmt der betrunkene LKW Fahrer.

    Was besonders schön ist:
    Als wir vor ein paar Tagen darüber geredet haben, dass das zurückdrehen des Tachos strafbar ist, kamen Argumente wie: Wer soetwas macht will betrügen!

    Da ging es den Deutschen wieder um ihr Auto, deswegen muss das verboten sein. Wenn es aber um Drogen geht, dann kann die persönliche Freiheit nicht weit genug gehen.

    Andererseits solltet ihr mich nicht falsch verstehen!

    Man sollte differenzieren: Es gibt Drogen, mit denen man noch in der Lage ist, sein Leben in den Griff zu bekommen, sog. weiche Drogen.
    Und es gibt die anderen.
    Erstere sollte man eingeschränkt erlauben
    Letztere auf keinen Fall.

  56. VB-208 meint: (19.10.2009 um 13:09) AntwortenReply to this comment

    Meine Rede seit 20 Jahren:
    Kontrolierte, ärztliche Abgabe von unter pharmazeutischen Bedingungen hergestellten Drogen an die Betroffenen. Nur das anfixen müsste den Händlern überbleiben –> aber was haben die davon –> Kunde süchtig –> Stoff von GKV/Sozialamt –> also kein wirtschaftlicher Gewinn.
    Weitere Folge: keine Beschaffungskrim., weniger Prostitution, soziale Integration –> ich kenne schwer Abhängige die sozial vollständig integriert sind, Steuern und Sozialabgaben zahlen.

    Ich denke, dass in 10 Jahren in Europa hier ein vollständiger Paradigmenwechsel stattfindet. USA wird das vielleicht Ende dieses Jahrhundert schaffen.

    Also schreibt Euren Bundestagsabgeordneten!

    PS: Weiche und Harte Drogen: Diese Diff. ist medizinischer Unsinn. THC führt zwar nicht zur körperlichen Abhängigkeit wie Opium, macht dafür jedoch schwere psychische Alterationen (Amotivationssyndrom, Psychosen, schiz.-aff. Psychosen, etc.).

    Am besten ist daher ein Suchtstofffreies Leben (kein Alkohol, THC, Opium, Speed, Kokain, Benzodiaz., etc.). Aber ohne staatlichen Zwang. Jeder nach seiner Façon – ohne andere zu schädigen!

  57. name(erforderlich) meint: (19.10.2009 um 13:15) AntwortenReply to this comment

    @dzp: Da würde ich aber mal gerne wissen woher deine Daten kommen. Gerade wenn es 'geregelten' Heroinkonsum im Moment kaum gibt, woher bekommt man dazu dann verlässlihce Zahlen, zumal 2 Jahre weniger Lebenserwartung kein besonders großer Effekt ist.

  58. aber meint: (19.10.2009 um 13:18) AntwortenReply to this comment

    @kant 54:

    jemand der täglich Drogen nimmt hat praktisch keinen Lustgewinn.

    Die Frage ist nur, ist er wegen der Drogen z.B. depressiv oder nimmt er _wegen_ emotionalen Problemen Drogen?

    Im allgemeinen wird angenommen das es sich um falsche Problembewältigungsstrategien bei Stress und Überforderung handelt.

    Siehe z.B. hier: http://shortlinks.de/ft1x

    Erst im 2. Schritt verursachet eine Droge durch ihre Wirkung auf das Gehirn & Enzug Probleme.

    ABER: Ein Verbot hat keine Wirkung auf den Drogenkonsum!!!!

    Es verteuert ihn nur, was aber erst nach auftretender Sucht "wirkt" (-> verstärkte Beschaffungskriminalität).

    —-

    Kriminalisieren hilft halt einfach nicht, so ist es halt…

    Genau wie höhere Jugendstrafen bei Gewalt…
    Verbot von Kommunismus…
    Homosexualität…
    Protestantismus…
    Ehebruch…
    Scheidung…

    ==> Es müssen Gesellschaftlich akzeptable Lösungen gefunden werden.

    Gewalt wird eben nicht durch Strafen verringert sondern durch mehr Perspektiven.
    Andere Dinge muss man halt akzeptieren und sich nicht auf die "Moral" versteifen.

  59. Marc meint: (19.10.2009 um 13:25) AntwortenReply to this comment

    @Peter H.C.: "Der Punkt ist doch einfach, dass man in Deutschland eh jede Droge bekommt, wenn man sie nur haben will."

    Ich weiß nicht, wo ich hier in Darmstadt "jede Droge" bekomme. Ich habe zwar so meine Ideen, aber die Typen, die mir in den Sinn kommen, will ich als behütet aufgewachsener und bürgerlicher Mensch nicht ansprechen.

    Was ich damit sagen will: Die Illegalität verhindert meiner Meinung nach schon, dass einige Menschen Drogen nehmen. Nur mal ausprobieren fällt flach, weil das Milieu einfach gemieden wird.

    Jetzt können wir natürlich darüber diskutieren, wie hoch die Zahl derer ist, die deswegen lieber auf leichter beschaffbare Lebensmittel, Zippen oder Alkoholika ausweichen und da süchtig werden. Und wie viele Drogenabhängige man so vermeidet.

  60. Q meint: (19.10.2009 um 13:26) AntwortenReply to this comment

    Konsum/Besitz sanktionieren (z.B. Sofort 4 Wochen Einzelzelle) -> kein Drogenproblem mehr.

    Siehe:
    - gefälsche Handtaschen in Italien. Man erwischt die Händler/Hintermänner eh nicht – man kann nix machen. Jetzt zahlst Du 1000€ Strafe wenn Du eine gefälschte Handtasche kaufst -> Problem gelöst
    - in Spanien ist es (glaube ich) so, daß man bestraft wird wenn man unversteuerte Zigaretten dabeihat (in Stangenform) – ohne Flugticket -> Problem gelöst (die Stadtführerin in Barcelona hat uns darauf hingewiesen, daß wir das nicht kaufen sollen das Zeug).

  61. Oliver Schwarz meint: (19.10.2009 um 13:27) AntwortenReply to this comment

    Der britische Journalist Nick Davies hat zu diesem Thema einen interessanten Artikel geschrieben:

    http://www.flatearthnews.net/footnotes-book/page-28-heroin/whats-wrong-war-against-drugs

  62. Michael Q meint: (19.10.2009 um 13:32) AntwortenReply to this comment

    Anwälte würden einen Großteil ihrer Klienten verlieren. Da Drogen dealen nun ja legal wäre.

  63. Matthias meint: (19.10.2009 um 13:33) AntwortenReply to this comment

    Also ich halte es bei diesem Thema mit Vetinari (T. Pratchett): wenn schon Kriminalität, dann bitte schön organisierte Kriminalitität. Und wenn sie erst mal legalisiert ist, dann wissen wir erstens, wer sie sind damit wir sie zweitens bezüglich der möglichen Folgen auf Schadensersatz verklagen können.

  64. aber meint: (19.10.2009 um 13:33) AntwortenReply to this comment

    @ Q 60
    > Konsum/Besitz sanktionieren (z.B. Sofort 4 Wochen
    > Einzelzelle) -> kein Drogenproblem mehr.

    OMG WTF

    ich glaube du unterschätzt die anzahl der schuldigen und überschätzt die größe der gefängnisse…..

    von den 1000000 leuten die dann erstmal für n monat weg sind..
    ich glaube das die gesellschaftlichen auswirkungen (und schäden!) _gigantisch_ währen.

    wenn du natürlich nur die "bösen" heroinabhängigen meinst…
    die alle einzuknasten ist bestimmt die lösung…

  65. Afropeter meint: (19.10.2009 um 13:38) AntwortenReply to this comment

    @ VB

    PS: Weiche und Harte Drogen: Diese Diff. ist medizinischer Unsinn. THC führt zwar nicht zur körperlichen Abhängigkeit wie Opium, macht dafür jedoch schwere psychische Alterationen (Amotivationssyndrom, Psychosen, schiz.-aff. Psychosen, etc.)

    Genau! Immer und bei Jedem! Und Menschen die abstinent leben sind prinzipiell gut!

  66. JJ Preston meint: (19.10.2009 um 13:41) AntwortenReply to this comment

    Ich hab nix dagegen – sofern sämtliche daraus entstehenden Gesundheitsrisiken und Folgeerkrankungen durch Drogen-, Alkohol- und Tabakkonsum aus der Krankenversicherung herausgenommen werden.
    Und sofern ein zweiter Absatz in §21 StGB eingefügt wird mit folgendem Text:
    "Milderung der Strafe ist ausgeschlossen, sofern die Fähigkeit, das Unrecht der Tat einzusehen oder nach dieser Einsicht zu handeln, durch einen Rauschzustand bei Begehung der Tat gemindert war."
    Denn wenn man durch Legalisierung sämtlicher Drogen (mir fällt dabei nur "Soma" ein…) dem Individuum allein die volle Verantwortung für sich selbst überlässt, muss dieses Individuum auch die alleinige und volle Verantwortung für seine Handlungen übernehmen, die im Rauschzustand begangen werden.

  67. (tr) meint: (19.10.2009 um 13:44) AntwortenReply to this comment

    @VB-208:
    "..–> Stoff von GKV/Sozialamt –> also kein wirtschaftlicher Gewinn…"

    und sollte man so auch mit zigaretten und alkohol verfahren? schöne aussichten :-)

    wenn schon, dann würde ich die strafen für die weitergabe von drogen drastisch erhöhen, und man könnte überlegen, drogenabhängige straflos und auf kosten der allgemeinheit entziehungskuren und dann eine behandlung anzubieten, mit der sie ihr leben wieder in den griff bekommen.

    die weiter mit drogen zu füttern würde ja nur bedeuten, daß man sie aufgegeben hat.

  68. Torsten meint: (19.10.2009 um 13:45) AntwortenReply to this comment

    Kann man als regelmäßiger Konsument von CrystalMeth produktiv sein?

  69. aber meint: (19.10.2009 um 13:46) AntwortenReply to this comment

    @VB-208 56

    Amotivationssyndrom u.ä.

    Nicht nachgewiesen, siehe
    http://de.wikipedia.org/wiki/Cannabis_als_Rauschmittel#Amotivationssyndrom

    Dazu auch s.o. (52, 58), Drogen als Versuch der Selbstmedikamentation

  70. Brillo meint: (19.10.2009 um 13:51) AntwortenReply to this comment

    Manche hier haben echt über die Jahre eine Überdosis Propaganda abbekommen.
    Schade, dass das noch erlaubt ist.

    Teilweise hat man das Gefühl mit religiösen Fanatikern zu diskutieren, da kommen Pseudoargumente wie Volksgesundheit und Volksproduktivität.

    Ich könnte hier wieder seitenweise über das Thema schreiben, verkneif es mir aber, da erfahrungsgemäß Meinungstrolle wie Kant und Keiner nicht überzeugt werden wollen.

  71. Autolykos meint: (19.10.2009 um 13:54) AntwortenReply to this comment

    @Michael Q: Guter Punkt. Wenn ein RA in seinem eigenen Blog etwas potentiell geschäftsschädigendes veröffentlicht, dann muß an der Sache was dran sein :)

  72. anonym meint: (19.10.2009 um 13:58) AntwortenReply to this comment

    Also ich verstehe nun von Drogen rein gar nichts, auch deshalb, weil ich kein Konsument von dergleichen bin. Dennoch habe ich mir, ungeachtet der jetzt hier einzeln vorgetragenen Argumente, schon vor Jahren überlegt, daß eine Legalisierung sicherlich das Vernünftigste wäre. Jedenfalls wohl besser als das, was jetzt seit vielen Jahren da so getrieben wird inclusive der ganzen regierungsamtlichen Heuchelei.

    Wer mal die "Bekenntnisse" von de Quincey gelesen hat, mußte eh den Eindruck bekommen, daß Drogen, mindestens jedenfalls Opium, im England des 19. Jh. ziemlich frei verkäuflich und für nahezu jedermann erreichbar waren.

  73. horst meint: (19.10.2009 um 14:01) AntwortenReply to this comment

    Die hier angesprochenen Probleme sind der Ausfluss des Sozialstaatsgebotes.

    Welcher Idiot hat das eigentlich verursacht ?

  74. llamaz meint: (19.10.2009 um 14:02) AntwortenReply to this comment

    Scheinbar verwechselt hier der ein oder andere eine Legalisierung von Drogen mit einem Zwang zum Drogenkonsum.

    Nur weil etwas legal ist – d.h. man nicht für den Konsum eingesperrte wird und der Verkauf einer Kontrolle unterliegt, bedeutet daß nicht, dass Drogenkonsum dadurch plötzlich gesellschaftsfähig ist und auf der Hochzeit statt Sektempfang ein Koksempfang veranstaltet wird.

    Wer bisher Drogen konsumieren will bekommt die heute schon. Wer keine Drogen konsumieren will wird auch keine konsumieren, wenn das Zeug legal ist. Rauchen ist legal und man glaubt es kaum: 2/3 der Bevölkerung sind Nichtraucher.

  75. Mark meint: (19.10.2009 um 14:09) AntwortenReply to this comment

    Anwälte auf Koks sind vor Gericht bestimmt auch viel durchsetzungsfähiger…

  76. dulsberg-nord meint: (19.10.2009 um 14:10) AntwortenReply to this comment

    @Q: *Gnihi* Ja sicher doch! So löst man noch jedes Problem. Siehe USA: Knapp 2.385.213 Strafgefangene und praktisch keine Kriminalität mehr. Und wo Du Italien schon erwähnt hast, Mafia, Camorra und 'Ndrangheta werden sich sicherlich selbst auflösen, wenn vier Wochen Einzelhaft drohen. Muahahaha

  77. Radio meint: (19.10.2009 um 14:15) AntwortenReply to this comment

    @ Kant: Ja, das ist genau die seit 40 Jahren erfolglose Strategie des rechtschaffenen Rechthabers.
    Aber tote Pferde kann man nicht mehr zum laufen bringen.

  78. horst meint: (19.10.2009 um 14:19) AntwortenReply to this comment

    Live free or die: Death is not the worst of evils.

  79. Billy meint: (19.10.2009 um 14:23) AntwortenReply to this comment

    @keiner:

    Heroin ist schon als verschreibungsfähiges Arzeimittel zugelassen. Crack wohl nicht (gibt es überhaupt eine definierte Zubereitung von Crack?), aber für Kokain würde ich da keine größeren Probleme sehen (falls es nicht schon die Zulassung besitzt). Kokainanaloga haben die Zulassung ja auch bekommen.

  80. Felix K meint: (19.10.2009 um 14:29) AntwortenReply to this comment

    Götz Widmann mit einem netten Lied zum Thema Legalisierung von Hasch und Besteuerung – Die Zaubersteuer: http://www.youtube.com/watch?v=BYaObBQTkpk

  81. Sebastian Thürrschmidt meint: (19.10.2009 um 14:36) AntwortenReply to this comment

    @Kant:

    Bedeutet, dass die Langzeitwirkungen von Alkhol im VERGLEICH mit bspw. Crystal Meth ein Kindergarten ist.

    Langzeitwirkungen von Alkhol [sic] ist [sic] Kindergarten? Und ich bin es, der der deutschen Sprache nicht mächtig sein soll? Im übrigen führt, soweit ich informiert bin, schwerer Alkoholmißbrauch auf Dauer häufig zum schlimmsten denkbaren Ausgang, nämlich zum Tode, allein in Deutschland Jahr für Jahr in Zigtausenden von Fällen. Wenn das der Kindergarten ist, von dem Du sprichst, kann man nur hoffen, daß die künftige Gesundheitsministerin ein großes rotes Stoppschild davor aufstellt.

  82. Andre meint: (19.10.2009 um 14:49) AntwortenReply to this comment

    Nach der Kriminalstatistik 2008 wurden ca. 132.000 Ermittlungsverfahren gegen Cannabiskonsumenten geführt und ca. 28.000 gegen Heroinkonsumenten. Ich gehe mal davon aus, dass die überwiegende Mehrzahl dieser Verfahren nach § 31a BtmG eingestellt wurden. Allein die Resourcen, die für die Bearbeitung dieser Fälle eingespart würden, kann man für die Bekämpfung anderer (Gewalt-)Kriminalität bzw. Prävention einsetzen. Nach Erhebungen der WHO (ich glaube die wars) konsumieren in den Niederlanden nur ein Drittel der Jugendlichen Cannabis, während es in den USA zwei Drittel tun. Der Grund: In den Niederlanden gilt Rauchen nicht mehr als cool. Ist was für Looser und abgehalferte Hippies.
    Das zeigt doch, dass das Tolerieren einen Einfluss auf den Konsum hat. Und zwar einen positiven (also rückläufigen Konsum). Ist doch auch nachvollziehbar. Was verboten ist reizt junge Menschen nun mal.
    Und die Schäden, die aufgrund von Heroinkonsum auftreten (und hier im blog als Gegenargument aufgeführt werden), sind größtenteils milieubedingt. Auch ein Grund dort eine andere Denkweise an den Tag zu legen.

  83. Kant meint: (19.10.2009 um 14:56) AntwortenReply to this comment

    @Sebastian Thürrschmidt: Ja klar, wenn ich 10 Liter Wasser am Tag in der Stunde trinke, dann bin ich auch tot. Von daher sind die Wirkungen von Drogen bei (exzessiven) Missbrauch wohl gleich.
    Es geht mir eher um die Wirkungen die selbst bei kürzerem Gebrauch den Körper schaden = schnelle Abhängigkeit.
    Eine Sucht, also Abhängigkeit, ist niemals gut. Da tun sich Alkohol, Tabak, Heroin, Kokain usw. nichts. Aber man kann wohl nicht bestreiten, dass Alkohol und Tabak hinsichtlich der Suchtgefahr weniger gefährlich sind als die von mir oben aufgeführten anderen Drogen.

  84. fand meint: (19.10.2009 um 15:04) AntwortenReply to this comment

    @Kant

    "In Somalia gibt es so etwas wie eine funktionierende Regierung nicht mehr. Es gibt keine Staatsgewalt, die den Drogenkonsum verbieten bzw. kontrollieren könnte. Was passiert in Somalia? Ein großer Teil der Bevölkerung kaut die dortige "Mode"droge Khat. Ähnliche Wirkungen wie Kokain / Heroin werden hierdurch hervorgerufen. Das gesellschaftliche Leben ist ab den Mittagsstunden vollkommen kaputt. Die Leute vegetieren nur noch vor sich hin."

    Ah ja. Somalia.

    SOMALIA! Dritte Welt. Zusammengebrochene Regierung.

    Natürlich würde es überall sonst genauso laufen. Muss ja!

  85. non-jur meint: (19.10.2009 um 15:12) AntwortenReply to this comment

    @ Euripides (#2)
    Laut einer UN-Analyse kam der Opium-Output 2001 zu Zeiten der Taliban mit 185 Tonnen fast zum erliegen, verglichen mit den Rekordwerten, die nach dem US-Überfall auf das Land erzielt werden: für 2007 ermittelt die UN einen Output von 8.200 Tonnen, für 2008 sind es 7.700 Tonnen.

    http://www.unodc.org/documents/publications/Afghanistan_Opium_Survey_2008.pdf

    "Die Wahrheit entzieht sich dem Erkanntwerden durch ihre Unglaublichkeit" (Epos von Herakles)

  86. Ralph meint: (19.10.2009 um 15:15) AntwortenReply to this comment

    @Jan:

    Leider ist das mit den Rauchern nicht richtig. Die Kosten durch die sehr hohe Lebenserwartung von Nichtrauchern übersteigen mittlerweile die Kosten für die Krebsbehandlung von Rauchern um ein Vielfaches. So schizophren wie das klingt: Rauchen ist im Gesamtkontext billiger als Nichtrauchen :(

    PS: Ich bleibe trotzdem bei Letzterem :)

  87. jali meint: (19.10.2009 um 15:15) AntwortenReply to this comment

    Ich halte die Legalisierung einiger Drogen nach Niederl. Vorbild für sinnvoll.

    Die benötigten Abgabestellen / Coffeeshops könnten ja vom Staat betrieben werden wodurch 1. krim. Organisationen aus dem Geschäft rausgehalten werden 2. Drogen jeder Art nur gegen Identitäts- und Altersnachweis ausgegeben werden.

    Härtere Drogen welche ein extrem hohes Suchtpotenzial haben sollten imo nicht bzw nur teilweise legalisiert werden. Hier würde es reichen den Konsumenten nicht weiter zu Verfolgen sondern sich auf die Händler zu konzentrieren.

  88. news from god meint: (19.10.2009 um 15:25) AntwortenReply to this comment

    Nur mal kurz zum Thema weiche/harte Drogen. Ich find die Unterscheidung noch immer und vielleicht so sehr wie nie, zulässig. Ist nämlich schon ein Unterschied ob es eine tödliche Überdosis gibt, oder nicht. Vielleicht sogar ein ganz entscheidender?

    Vollständige Legalisierung oder nicht, ist mir da relativ egal. Das Ziel sollte mmn eher sein, den Besitz einer geringen Menge zum Eigenbedarf straffrei zu stellen, und das eingesparte Geld in eine vernünftige Prävention zu stecken.

    Und diese Entkriminalisierung kann man von mir aus, mit allen Stoffen durchziehen.

    Und bevor wir ueberhaupt weiterdiskutieren, wo bleibt denn eigentlich das Werbeverbot für Alkohol und Tabak? Sollte odch erstmal eine Grundvoraussetzung sein.

    Aber solange mir mtv um 8 uhr Abends sagt, ich kann nur mit Mixery oder anderen Mischgetränken Spaß haben, ist natürlich alles okay.

  89. Pablo Escobar meint: (19.10.2009 um 15:25) AntwortenReply to this comment

    @Kant: Lies mal einfach aufmerksam diesen Artikel hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Droge#Rangfolge_nach_Sch.C3.A4dlichkeit

    Davon abgesehen, dass die massiven Schäden, die dem Heroinkonsum folgen können, vorwiegend durch Streckmittel und Verunreinigungen hervorgerufen werden: wer konsumiert freiwillig Heroin, wenn er nicht angefixt (Gruppenzwang) wird? Ohne Schwarzmarkt werden solche Drogen aussterben. Schau mal, auf welchem Platz Dein als so gefährlich tituliertes "Acid" dümpelt. Was war doch gleich an LSD so gefährlich und schädlich, dass es verboten gehört, derweil Alkohol gehandelt und konsumiert werden darf? Es gibt unzählige objektive Studien zu den verschiedensten Drogen und deren propagierter Gefährlichkeit. Ein wenig Recherche öffnet Augen und Geist. Die verlogene Propaganda, der Du aufgesessen bist, ist nicht zielführend.

    Nicht Meinung, sondern Vernunft und Sachlichkeit sind vonnöten wenn man in diesem Thema zu einer angemessenen Lösung finden will. Informiere Dich bevor Du über Dinge lamentierst, von denen Du keine Ahnung hast.

  90. Sebastian Thürrschmidt meint: (19.10.2009 um 15:30) AntwortenReply to this comment

    @Kant: Klar, die Dosis macht das Gift, wie schon Paracelsus wußte. Was jedoch die relative Suchtgefahr beim Gebrauch unterschiedlicher Rauschmittel anbelangt, scheinst Du gängigen Falschvorstellungen anzuhängen, die Du etwa hier kompetent berichtigt findest:

    http://news.bbc.co.uk/2/hi/6474053.stm#drugs

    Demnächst müssen Alkohol und Tabak als sehr viel gefährlicher denn beispielsweise Cannabis und Ecstasy angesehen werden. Dem trägt die heutige Gesetzeslage in keiner Weise Rechnung. Wenn man das eine verbietet oder erlaubt, muß man das andere genauso verbieten oder erlauben. Wobei, um auf den Ausgangspunkt der ganzen Debatte zurückzukommen, Verbote von Rauschmitteln gleich welcher Art nach allen Erfahrungen der letzten hundert Jahre mehr Schaden als Nutzen anrichten. Das ist der Punkt, um den es hier geht, und nicht um Wasser, Pferde, Somalia oder sonstwas.

  91. (tr) meint: (19.10.2009 um 15:31) AntwortenReply to this comment

    @Andre:

    schäden sind milieubedingt?, naja, damit kann man jedes problem wegreden. aber was macht man denn mit diesem milieu, in dem man natürlich sehr schnell landen kann, wenn man seinen job und seine freunde verliert und mit sozialhilfe seine (dann billigen) drogen (noch immer) nicht bezahlen kann.

    und weil hier immer alkohol als beispiel gebracht wird. schwere trinker sind kein spass. denen wird aber auch nicht geholfen, indem man ihnen den sprit, den sie brauchen, auch noch billig zur verfügung stellt. und die, die es geschafft haben, von der alkoholsucht loszukommen, sind darüber froh und beklagen sich nicht, daß man ihnen doch besser ersatzalkohol hätte geben sollen.

  92. anonym meint: (19.10.2009 um 15:32) AntwortenReply to this comment

    @ Ralph
    Es ist schon richtig, daß sich jeder selbst entscheiden kann und sollte, ob er raucht oder nicht. Was ich aber problematisch finde, ist, daß Sie, wie viele andere auch, diese ganzen Behauptungen mit der angeblichen Lebenserwartung von Rauchern offenbar glauben. (Obwohl natürlich die Logik ganz klar für die Überlegung spricht, daß Nichtraucher fürs Gesundheitswesen teurer sind, wenn Raucher tatsächlich so viel eher stürben. Da widersprechen sich die berufsmäßigen Warner vor dem Rauchen selbst.)

    Aber sind Sie tatsächlich der Meinung, daß man anhand (welcher?) valider Statistiken – auch nur in Deutschland – zweifelsfrei beweisen kann, daß Raucher mehrere Jahre eher sterben als Nichtraucher? Ich glaube das nicht. Wenn jemand gestorben ist, wird ein Totenschein ausgefüllt. Ob derjenige Raucher war (wie lange, wie intensiv), läßt sich dabei gar nicht ernstlich ermitteln, und es wird auch sicherlich nicht getan. "Rauchen" wird da auf keinem einzigen Totenschein als Todesursache stehen.

    Ist Ihnen noch nie bewußt geworden, daß diese ganzen Behauptungen übers Rauchen (3300 Tote durch Pasivrauchen in D/jährlich) zu wesentlichen Teilen erlogen sind? In fahrlässiger oder vorsätzlicher Weise desinformieren Politiker und ihre Hilfswilligen die Bevölkerung. Denn diese Protagonisten sind ja keineswegs unabhängig, sondern bekommen im Gegenteil (viel) Geld für ihre Panikmache. Und die Bevölkerung läßt sich offensichtlich zu großen Teilen gern manipulieren (auch weil vielen eigenes Denken wohl zu anstrengend ist).

  93. alex meint: (19.10.2009 um 15:32) AntwortenReply to this comment

    oh gott… viele der kommentare hier zeigen, dass einige wenige wissen, was abgeht.

    alle anderen haben ihr vorgefertigtes bild aus den medien (die LÜGEN) und halten es für ihr eigenes. ohne es zu hinterfragen. keine ahnung von botanik oder chemie, "dies und jenes ist gut, da es legal ist" und VERTRAUEN (sorry wie dumm kann man sein) den pharmakonzernen und unserer schein-demokratie. seht euch doch nur mal das schnweinegrippe-debakel an, aber bitte versucht AUSSERHALB eurer kleinen, engen box zu denken.

    es gibt für JEDES illegale mittel einen grund, dass es illegal ist. wer hat engelstrompeten im garten? gibt es in jedem baumarkt. ich habe es selber noch nie ausprobiert, aber dieses zeug ist (halluzinogen) die härte. in jedem baumarkt zu haben, ich sage es noch einmal.

    viel zu viele menschen haben KEINE ahnung und labern rum, als hätten sie die weisheit mit löffeln gefressen (und haben wahrscheinlich noch nicht mal nen joint geraucht).

  94. (tr) meint: (19.10.2009 um 15:34) AntwortenReply to this comment

    @Pablo Escobar:

    "Informiere Dich bevor Du über Dinge lamentierst, von denen Du keine Ahnung hast."

    da hört man schon richtig die eingeforderte toleranz der drogenbefürworter durch.

  95. Fab meint: (19.10.2009 um 15:35) AntwortenReply to this comment

    @89 (Pablo): Ich denke nicht, dass das anfixen zum Heroin in erster Linie dem Gruppenzwang geschuldet ist. Heroin scheint mir eher eine Droge zu sein, die die Leute sehr einsam konsumieren, denn wirklich jeder, auch jeder auf der Strasse lebende Drogenjunkie, weiss ob der Gefahren von Heroin und ist alles andere als stolz darauf, es zu nehmen. Das ist denke ich vergleichbar mit Ritzen. Das macht man nicht in einer Gruppe, das macht man, um der Wirklichkeit zu entkommen – und dabei nimmt man die negativen Folgen eben in Kauf, in der Hoffnung, es kontrollieren zu koennen.
    Gruppenzwang ist bei Rauchen, Alkohol und Marihuana definitiv eher das Motiv.

  96. alex meint: (19.10.2009 um 15:35) AntwortenReply to this comment

    PS: und der grund, aus welchem ein mittel illegal ist, hat

    _NICHTS_

    rein GAR NICHTS mit eurer oder meiner gesundheit zu tun. etwas wird nicht verboten, weil es schlecht für die gesundheit einzelner menschen ist.

    wer das immer noch glaubt, der tut mir irgendwie leid.

  97. (tr) meint: (19.10.2009 um 15:38) AntwortenReply to this comment

    @alex: "(und haben wahrscheinlich noch nicht mal nen joint geraucht)."

    ja, das sollte man mal der herde von staatsanwälten und richtern entgegnen, die über die strafbarkeit von taten richten, die sie selber (hoffentlich) noch nie begangen haben, ein – wie ich finde – wirklich überzeugendes argument.

  98. Olaf Sander meint: (19.10.2009 um 15:38) AntwortenReply to this comment

    Wir reden, wenn es um Drogen geht, immer über die selben Substanzen: Alkohol, Tabak, Marihuana, Kokain, Heroin, LSD und was es da nicht alles gibt. Wenn wir gerecht und ehrlich sein wollen, dann müssen wir uns aber auch über Pharmazeutika, Kaffee, Zucker, Fernsehen, Sex und den Konsum im Generellen unterhalten. Nicht zu vergessen sind natürliche Drogen, wie z. B. Johanniskraut zum Aufhellen der Stimmung und Baldrian um runter zu kommen.

    Wir schwimmen geradezu in Drogen, denn unser Alltag ist voll davon. Drogen werden von den Menschen als Genussmittel konsumiert. Das ist ein Tatsache, die anerkannt werden muss. Die drogenfreie Gesellschaft ist eine Illusion.

    Was mich dabei stört ist die Verlogenheit, die den gesellschaftlichen Disput färbt. Mal ganz abgesehen von wirtschaftlichen Interessen, wie z. B. die der Pharmaindustrie, die selbstverständlich ihre eigenen Glückspillen (Prozak) verkaufen will, spielt die Politik eine entscheidende Rolle darin, dass die Rahmenbedingungen im Umgang mit Drogen so bleiben wie sie sind. Auf bisherige Art jedenfalls wird der gesellschaftliche Umgang mit Drogen nicht verändert.

    Im Sport wird auf Teufel komm raus gedopt, auf dem Bundestagsklo werden Spuren von Kokain nachgewiesen, Komasaufen ist die Hauptbeschäftigung von Jugendlichen am Wochenende und kaum ein Geldschein ist im Umlauf, der nicht mit irgendwelchen Drogen in Berührung gekommen ist. Die Drogen sind überall – sogar in uns. Da heißen sie aber Endorphine.

    Udo Pollmer und seine drei Mitautorinnen schreiben in ihrem Buch "Prost Mahlzeit", dass in der Muttermilch Exorphine sind, die auf das gestillte Kleinkind wie Opium wirken und es regelrecht süchtig machen. Das weiß man schon seit 1979.

    Oder denken wir mal an Schokolade und unseren Umgang damit. Ich kenne nicht einen, der Schokolade nicht mag. Und das hat Gründe. Schokolade beeinflusst unsere Stimmung. Das liegt einerseits an den Zutaten wie Kakao, Zucker und Fett, aber anderseits auch daran, wie sie hergestellt wird. Bei der Fermentation des Kakaos entstehen "biogene Amine", aber die eigentliche Ursache für die Sucht nach Schokolade, so die Autoren des Buches, dürften Opiate sein. Die entstehen nämlich beim "Conchieren", einem Verfahren, bei dem "die Masse in milder Wärme über viele Stunden innig miteinander verrieben und verknetet" wird. Die "biogenen Amine" bekommen damit die optimalen Bedingungen um Opiate zu bilden. Das Milchpulver was dann noch hinzugegeben wird, könnte den Effekt verstärken, denn eine Tafel Milchschokolade enthält mehr Eiweiß als ein Glas Milch. Die von Natur aus in der Milch vorhandenen Exorphine sind der Bonus obendrauf. Kein Wunder, dass wir vor allem an trüben Tagen und um die Weihnachtszeit am meisten nach Schokolade lechzen.

    So einfach ist es nicht mit den Drogen und dem, was uns süchtig nach irgendwas macht. Wo liegt die Grenze zwischen Genuss und Missbrauch? Welche guten Seiten und für uns hilfreiche Eigenschaften bringen diese Substanzen mit? Marihuana zum Beispiel. Ist das nur eine Pflanze für Kiffer, deren einziger Zweck darin besteht, "stoned" zu machen? Oder ist THC vielleicht auch medizinisch zu gebrauchen? THC ist bei manchen Erkrankungen und Behinderungen ein wirksames Schmerzmittel ohne Nebenwirkungen. Es hilft Krebs- und AIDS-Patienten bei Appetitlosigkeit, was manchmal entscheidend für den Krankheitsverlauf sein kann. Warum müssen diese Menschen, die die Kraft zum Kämpfen eigentlich für sich selbst brauchen, so sehr um diese Hilfe streiten? Der einfachere Weg ist dann gegen geltendes Recht zu verstoßen und sich in die Beschaffungskriminalität zu begeben. Keinen von denen kann man das verdenken, denn die moralische Schuld trifft andere.

    Was aber kann man dagegen tun? Nur der offene und ehrliche Umgang mit Drogen und die Aufklärung als oberstes Ziel, können die bestehenden Verhältnisse ändern. Es braucht differenzierte Therapien für die, die bereits in einem Suchtkreislauf gefangen sind und Suchtmittelwerbung sollte verboten sein (ist da die Schokolade auch dabei?). Es gilt die wirklichen Profiteure zu entlarven und auszuschalten, aber unsere Polizei verbrennt lediglich einen Haufen Zeit und Geld auf ihrer Jagd nach den "kleinen Kiffern". Die wirklichen Süchtigmacher allerdings tragen Anzug und Krawatte und gehen nicht selten im Bundestag ein und aus.

    Und zu guter Letzt habe ich noch zwei ketzerische Fragen:

    1. Gibt es ein Grundrecht auf Rausch?
    2. Wem nützen die Verbote?

  99. news from god meint: (19.10.2009 um 15:47) AntwortenReply to this comment

    @ Olaf Sander.

    Gebrauch und Missbrauch, wie kann man die Unterscheidung von Menschen in einer Gesellschaft erwarten, in der Konsum zum Schaffen von Arbeitsplätzen an hoechster Stelle steht?

  100. Chris H. meint: (19.10.2009 um 15:53) AntwortenReply to this comment

    @94: Jop die Argumente der Drogenbefürworter werden immer besser: Sie haben keine Ahnung, weil ich eine statistik habe; Informieren sie sich bevor …; Omg dieser Thread zeigt, dass nur wenige so imbakrass viel wissen tun wie ich; sie denken in boxen; Ihr scheindemokraten und Medienhuren habt null plan weil ihr denen glaubt, aber meine Statistik/wikilink/[InsertRandomLinkToAnotherStatistic/Newspaper/study] sagt ich habe recht.

    Is klar!
    Meine Position ist übrigens immer noch die selbe von oben 55! Weiche Drogen ja, Harte nein.

  101. stu meint: (19.10.2009 um 16:00) AntwortenReply to this comment

    Der Zynismus und Sarkasmus, mit welchem viele Leute hier an die Thematik heran gehen, zeigt, dass viele Leute eine einfache Tatsache niciht verstanden haben: Der bisherige Umgang mit Drogen ist gesheitert. Es muss ein Umdenken her. Neue Konzepte (wie eben z.B. "Drogenfachgeschäfte") müssen zumindest diskutiert und später getestet und ohne Vorurteile evaluiert werden. Das Ziel muss sein: Drogenkriminalität senken, weniger Abhängige und weniger Tabuisierung. Es bringt einer Gesellschaft nichts, Drogen zu ächten und totzuschweigen wenn doch Abhängigkeit, Drogenkriminalität und ähnliches zum Alltag vieler Menschen gehört. Das Problem besteht im Kof vieler Menschen, denen von klein auf eingetrichtert wurde: Drogen sind böse, das gehört verboten. Wer nicht in der Lage ist, sein Hirn in diesem Bereich zu nutzen, möge doch bitte schweigen. Ich bin klar gegen einen verantwortungslosen Umgang oder gar gegen Verherrlichung. Aber man sollte Aufklärung und einer pragmatischen Sichtweise eine Chance geben. Davon können alle profitieren.

  102. Andre meint: (19.10.2009 um 16:08) AntwortenReply to this comment

    @(tr): Das Milieu würde trockengelegt. Der Absturz erfolgt meistens erst durch die notwendige Kriminalität, die das Milieu mit sich bringt.
    Die Argumentation der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag zur Ablehnung der Verlängerung der kontrollierten Abgabe von Heroin ist in Zeiten, in denen Banken Milliarden hinterher geworfen werden, mehr als zynisch. Heroin ist teurer als Methadon. Denen geht es nicht um eine sinnvolle Drogenpolitik. Ich sehe auch bei der neuen Koalition nicht die notwendige Veränderung der Denkansätze. Dieses Thema ist für Politiker einfach zu unsexy. Man kann sich bei seinen Verbündeten nur unbeliebt machen und die Bevölkerung könnte einen Vorschlag hinsichtlich der Legalisierung missverstehen, wie man zu genüge bei den zum Teil unreflektierten Kommentaren hier sieht. Man sollte alle diese Über-Einen-Kamm-Scherer mal in eine Drogenambulanz mitnehmen, damit die sehen, was in diesem Land eigentlich abgeht. Oder einen Junkie vorstellen, der zunächst von der Staatsmacht drangsaliert wird, dann in U-Haft kalt entzogen wird, um dann im Knast wieder drauf zu kommen. Knast ist auch ein gutes Thema. Noch nicht mal da schafft es der Staat eine drogenfreie Welt aufzubauen. Wie soll er das denn in der Freiheit sicherstellen? Utopisch.
    Meine Meinung: Legalize it. Aber wenn, dann alle!!

  103. AxelH meint: (19.10.2009 um 16:11) AntwortenReply to this comment

    @Jan:
    auch ich habe keine Lust mit meinen Beiträgen die von ihnen selbstzugefügten Leiden von Rauchern zu finanzieren. "Zum Glück" sterben diese deutlich früher und sind somit auch deutlich "billiger" was die Versorgung angeht.

  104. Fab meint: (19.10.2009 um 16:14) AntwortenReply to this comment

    101 schrieb: z.B. "Drogenfachgeschäfte" [...] weniger Abhängige

    Und jetzt darf mir mal jemand erklaeren, wie die Lockerung im Umgang mit Drogen (die ich nicht generell ablehne) zu weniger Abhaengigen fuehren soll. Weniger Beschaffungskriminalitaet, bessere Hygiene, etc. lass ich mir ja gefallen. Aber weniger Abhaengige?!

  105. llamaz meint: (19.10.2009 um 16:19) AntwortenReply to this comment

    @Jan:
    Wieso, die medizinischen Kosten der Drogenabhängigkeit wird doch heute schon durch Ihre Kassenbeiträge finanziert. Nur zusätzlich zur Drogenabhängigkeit noch andere Nebenkosten: medizinische Versorgung von Opfern von Beschaffungskriminalität, HIV und Hepatitits durch verseuchte Spritzen, Nebenwirkungen von verschnittenen Drogen, Überdosen weil die Droge doch mal reiner war als sonst usw.

    Wobei das sowieso eine seltsame Sache ist. Man stelle sich folgendes vor: Vor der Disko zwei Stände. Einer an dem jemand selbstgemachtes Aspirin verkauft. Am anderen Stand wird Ecstasy verkauft. Niemandem würde im Traum einfallen das selbstgemachte Aspirin zu kaufen. Aber Ecstasy schlucken sie, obwohls ja wohl kaum bei Bayer vom Laster gefallen ist, sondern irgendjemand hats bei sich im Keller unter fragwürdigen hygienischen Umständen mehr oder weniger gut zusammengepanscht.

  106. Peter H.C. meint: (19.10.2009 um 16:24) AntwortenReply to this comment

    @jali:
    Ich halte das Niederländische Vorbild für nicht so gut. Wenn man sich zum Beispiel die grenznahen, holländischen Innenstädte Ende der 90er anguckte, wimmelte es in den "Szeneviertel" an jeder Ecke nur so von Dealern, die bessere Preise hatten und größe Mengen als Coffeeshops abgegeben haben (darunter waren auch eine Menge "Abzocker"), da sich eben ein echter Drogentourismus entwickelt hat. Heute ist das weitgehend unterbunden durch stärkere Kontrollen und vielfach auch Videoüberwachung. Dennoch gibt es immer noch illegale Coffeeshops und "Dealer an der Ecke". Und genau damit wird ja eine staatliche Kontrolle unterbunden.
    Der Drogentourismus hat zwar dennoch nicht merklich abgenommen, aber ich denke, man sollte/kann von vorneherein bessere Wege finden, die beiden Faktoren ansatzweise zu verhindern.
    Dazu kommt, der Cannabisanbau in den Niederlande auch zu einem Agrobusiness angewachsen ist, mit einem Wettbewerb, wer die besten Zuchterfolge und THC-Gehalte in seinem Produkt hat. Vieles davon wird nur durch Gentechnik erreicht. Auch das sollte man irgendwie einschränken.

  107. marcs meint: (19.10.2009 um 16:30) AntwortenReply to this comment

    Also, ich habe jetzt alle Kommentare gelesen und bin zu dem Schluss gekommen, dass hier einige weit an der Realität vorbei leben.
    Drogen sind überall im Alltag. Ihr glaubt gar nicht wieviele Leute einem geregelten Tagesablauf nachgehen, Abends dann aber doch mal einen Joint rauchen. Oder am Wochenende eine Bahn ziehen oder eine Pille nehmen. Sind die alle zu bestrafen?
    Wer mal im Wohnheim gewohnt hat, wird bestätigen können, dass Drogen dort ganz normal sind. Die wenigsten Leute nehmen daran allerdings irgendwelche Schäden.

    Die Suchtpotenziale werden völlig überschätzt. @Kant: Man wird nicht vom ersten Joint süchtig!
    Klar beim Alkohol ist das alles natürlich nicht so; da wird alles runtergeredet.
    Dass ganze Harz4-Viertel im Alkoholismus versinken, egal. Dass sich auf dem Oktoberfest (oder anderen) die Leute kollektiv ins Koma saufen, egal.
    Versteht mich nicht falsch, ich will niemandem verbieten sich zu betrinken (auch wenn es viele agressiv macht), mich stört nur diese zum Himmel schreiende Ungerechtigkeit, dass so genannte Drogen immer verteufelt werden.

    Auch die ganzen Argumente mit den Folgeschäden von Drogen laufen ins Leere: geht doch bitte mal auf eine Leberstation, zu 85% liegen da Säufer, die gesellschaftlich geduldet ihren Körper zerstören konnten. Die bekommen dann teure Medikamente und bevorzugt neue Lebern, die dann nach 2 Jahren durch fortgesetzten Konsum wieder getauscht werden müssen. Einige von den Säufern sind unter 30, also Schluss mit der Vorstellung, dass nur Heroin schnell kaputt macht.

    Der staatliche Umgang mit Drogen sollte komplett neu definiert werden. Leider wird das in den nächsten 20 Jahren nicht passieren, da sich altbekannte Feindbilder eben schlecht aus den ebenso alten Köpfen entfernen lassen.

    @Olaf Sander: Word!

  108. jali meint: (19.10.2009 um 16:30) AntwortenReply to this comment

    @Fab:

    mir würde folgendens einfallen:

    1. In diesen Drogenfachgeschäften könnte man zumindest das Alter der Konsumenten kontrollieren.(ja ich weiß nicht perfekt – der große Bruder geht dann los usw.)
    Wenn die Leute dann erstmal alt genug fürs Fachgeschäft sind, sind sie hoffentlich auch vernünftig genug um verantwortungsvoll zu konsumieren(nicht zu viel, nicht zu oft, nur in gesellschaft)

    2. Wenn mein "normaler" Stoff immer verfügbar ist gibt es einen Grund weniger auf evtl. härtere Sachen umzusteigen

  109. (tr) meint: (19.10.2009 um 16:31) AntwortenReply to this comment

    @stu:

    nun, ich bezweifle bereits die ausgangsthese von ihnen, der (gesellschaftliche)umgang mit drogen sei gescheitert. der umgang ist ja nicht für diejenigen ein problem, die keine drogen nehmen, sondern für diejenigen, welche drogen nehmen (wollen). deren umgang mit den drogen ist das problem. ad eins.

    ad zwei: ich sehe schon eine verharmlosung, wenn hier geschrieben wird, es sei (sozusagen fälschlicherweise) den kindern schon eingetrichtert worden, drogen seien böse.

    drogenkonsum ist gefährlich für die persönliche gesundheit, gefährlich für die körperliche entwicklung, gefährlich für die psyche, gefährlich für die körperliche selbstkontrolle, gefährlich für ungeborene kinder, gefährlich im straßenverkehr und damit sogar lebensgefährlich auch für andere, die keine drogen nehmen.

    es ist auch keine sachliche diskussion, wenn dann behauptet wird, das ganze sei nur ein kopfproblem derjenigen, die keine drogen nehmen. wenn man an eine änderung der drogenpolitik denken will, dann sollte man nicht einfach nur sagen, drogen sind ja gar nicht so gefährlich.

    oder also ob drogenkonsum und abhängigkeit erstrebenswert ist und diese nichterkenntnis problem der drogenabstinenten sei.

  110. marcs meint: (19.10.2009 um 16:37) AntwortenReply to this comment

    @109 Ersetz mal Drogenkonsum mit Alkoholkomsum und du kommst auf das gleiche Ergebnis. Warum ist Alkohol also ok? Sollte er nach dieser These nicht auch verboten werden?

  111. Pablo Escobar meint: (19.10.2009 um 16:40) AntwortenReply to this comment

    @(tr):

    da hört man schon richtig die eingeforderte toleranz der drogenbefürworter durch.

    Das hat weder etwas mit Toleranz, noch mit der Befürwortung von Drogen zu tun. Ein seriöses Grundwissen sollte Grundlage jeder Diskussion sein. Mit Leuten über solche Themen zu streiten, die sich über das Tagesblatt "geBILDet" haben, ist Sisyphosarbeit. Ist aber ja kein Problem, denn es gibt genug Informationen im Netz, die eher zur Bildung taugen und objektiver sind als die "öffentliche Meinung". Man kann für beide Seiten kluge Argumente vorbringen, aber man merkt schon an den Sachfragen, wer inhaltlich informiert ist und wer nicht. Der Artikel von Olaf Sander z.B. zeugt von einer tieferen Einsicht in die Thematik; auf solch einer Grundlage ergeben Diskussionen Sinn. Aber "Drogen sind böse, deshalb trinke ich nur Alk" ist schon ein mäßiger Einstieg…

    @Fab:

    Ich denke nicht, dass das anfixen zum Heroin in erster Linie dem Gruppenzwang geschuldet ist. Heroin scheint mir eher eine Droge zu sein, die die Leute sehr einsam konsumieren, denn wirklich jeder, auch jeder auf der Strasse lebende Drogenjunkie, weiss ob der Gefahren von Heroin und ist alles andere als stolz darauf, es zu nehmen.

    So war es auch nicht gemeint. In erster Linie werden die Leute angefixt, dabei spielt der Gruppenzwang (u.a.) eine Rolle. Kaum jemand macht sich als "Erstuser" auf zum Bahnhof, um sich Heroin zu besorgen. Anfixen funktioniert meist über das als "harmlos" und "nicht süchtig machend" propagierte (von den Dealern) inhalieren ("Blech rauchen"). Da ist die Hemmschwelle deutlich geringer als beim Fixen. In der Tat dauert es eine Weile, bis eine Sucht eintritt, weshalb die Konsumenten sich häufig als "kontrolliert" bezeichnen. Der Suchteintritt wird durch die in aller Regel unbekannte Stärke der Marktware begünstigt. Bei genauer Dosierung und unregelmäßigem Konsum ist eine Abhängigkeit auch nicht obligat. Ganz wahrscheinlich wäre aber ohne das Anfixen der Griff zu dieser Droge eher sehr selten. Wenn man da den Markt durch Legalisierung (Apo-Pflicht) zerstört, wird es Neuuser nur noch sehr vereinzelt geben.

  112. Kritiker meint: (19.10.2009 um 16:44) AntwortenReply to this comment

    @stu:

    "Weniger Abhängige" und "Drogenfachgeschäft" sind ein Widerspruch in sich.

  113. heftpflaster meint: (19.10.2009 um 16:45) AntwortenReply to this comment

    Die "ehrenwerte Gesellschaft" verdient, natürlich nur grob geschätzt, über 100 Milliarden jährlich mit ihren Services rund um Betäubungsmittel. Darüber hinaus stehen ihnen mehr Möglichkeiten zur Verfügung als anderen "Lobbyorganisationen". Ich denke nicht, dass das politisch gegen so eine Macht durchsetzbar ist, egal wie sinnvoll.

  114. Hugi meint: (19.10.2009 um 16:46) AntwortenReply to this comment

    @Olaf Sander:

    Danke. Für diesen Beitrag hat sich das Lesen der Kommentare gelohnt.
    Manch Extremsportler lebt auch nur für den Kick der körpereigenen Drogen., und riskiert seine Gesundheit.

    Ich selber war fast zwei Jahre lang Schmerzpatient. Die ganze Chemie hat nichts gebracht ausser viel Gewicht und Nebenwirkungen. Fünf Wochen lang illegale Drogen und danach war Ruhe. Die Drogen brauch ich auch nicht mehr.

  115. anonym meint: (19.10.2009 um 16:48) AntwortenReply to this comment

    @ (tr)
    Ob Drogen für die einzelne Person gefährlich sind, weiß ich nicht. Das wird von der Art der Droge abhängen und evtl. auch von der betr. Person.

    Aber wenn Sie schon früher hier mitgelesen haben, dann müßten Sie merken, daß Ihre These nicht ganz stimmig ist. Wenn Jugendliche, die in Grenznähe mit dem Auto unterwegs sind, oft auf rüde Art von der Polizei kontrolliert werden (war hier schon nachzulesen), dann sind also auch eine ganze Menge Leute betroffen, die keine Drogen nutzen/besitzen. Man lebt also drogenfrei und wird vom Staat dennoch diskriminiert.

  116. Dr. Leary meint: (19.10.2009 um 16:53) AntwortenReply to this comment

    @(tr):

    drogenkonsum ist gefährlich für die persönliche gesundheit, gefährlich für die körperliche entwicklung, gefährlich für die psyche, gefährlich für die körperliche selbstkontrolle, gefährlich für ungeborene kinder, gefährlich im straßenverkehr und damit sogar lebensgefährlich auch für andere, die keine drogen nehmen.

    Und das gilt für alle Drogen? Und für alle Drogen gleichermaßen?

    Drogenkonsum kann auch gut sein für die Psyche und die körperliche Selbstkontrolle, ungefährlich für ungeborene Kinder und im Straßenverkehr. Sie verallgemeinern mit einem Überbegriff Substanzen, die überhaupt nichts miteinander gemein haben, ja sogar gänzlich gegensätzlich wirken.

  117. Stonki meint: (19.10.2009 um 16:53) AntwortenReply to this comment

    Es gibt ja bereits seit längerem Versuche von Wissenschaftlicher die Gefährlichkeit von Drogen zu vergleichen. Ich verweise hierzu auf den bekannten Britischen Report, der man hier: http://news.bbc.co.uk/2/shared/bsp/hi/pdfs/31_07_06_drugsreport.pdf und auf Wikipedia findet: http://tr.im/CiZb

    Man muss einfach feststellen, daß es Drogen gibt die sehr starke Schädigungen anrichten (z.B. das oben erwähnte Heroin) und welche die geringe Nebenwirkungen haben (z.B. Canabis). Alkohol und Tabak liegen zwischen diesen beiden Extremen.

    Sicherlich wäre viel damit geholfen, wenn es harte Drogen auf Schein – sprich kostenlos für Süchtige – geben würde. Das hat ja nichts damit zu tun, daß man das beim Media Markt um die Ecke kaufen soll, sondern daß Eigenbedarf nicht bestraft und die Bedarf gedeckt wird. So könnte man zumindest die kriminellen Strukturen besser austrocken als es in den letzten x Jahren (nicht) passiert ist.

    Stonki

  118. anonym1 meint: (19.10.2009 um 16:57) AntwortenReply to this comment

    "Weniger Abhängige" und "Drogenfachgeschäft" sind ein Widerspruch in sich.

    Ich stelle mal Holland in den Raum.

    drogenkonsum ist gefährlich für die persönliche gesundheit, gefährlich für die körperliche entwicklung, gefährlich für die psyche, gefährlich für die körperliche selbstkontrolle, gefährlich für ungeborene kinder, gefährlich im straßenverkehr und damit sogar lebensgefährlich auch für andere, die keine drogen nehmen.

    Belege dafür?
    Rein zufällig ist ja Alkohol und Nikotin schädlicher als viele illegale Drogen.
    Cannabis z.B. weißt kaum Suchtpotential, wesentlich weniger Nebenwirkungen, dafür aber wesentlich mehr positive gsundheitliche Wirkungen als Alkohol auf.
    Wenn du willst, kannst du ja mal den Wikieintrag durchlesen.

    Und darüber, dass Drogen nichts im Straßenverkehr verloren haben, sind sich ja nun wirklich alle einig. Selbst die legale Droge Alkohol ist in Straßenverkehr nicht zugelassen.

  119. horst meint: (19.10.2009 um 17:06) AntwortenReply to this comment

    Leute, es sollte einfach einmal ausprobiert werden, nachdem alle versicherungsrechtlichen Probleme geloest sind.

    Aber unabhaengig davon, kann man Schuelern aller Schultzformen die koerperlichen

    Begleiterscheinungen im Biologieunterricht und Chemieunterricht erklaeren. Das ist meines

    Erachtens auch hinsichtlich anderer medizinischer Fragestellung Mindestaufgabe der Schulen.

    http://www.welt.de/die-welt/debatte/article4892546/Vom-Staatsbuerger-zum-Buergerstaat.html

  120. Cordy meint: (19.10.2009 um 17:12) AntwortenReply to this comment

    - Junkies, nahezu an allen Bahnhöfen zu finden.
    - Beschaffungskriminalität
    - Beschaffungsprostitution
    - Ständige Gewalt, Tote und Verletzte infolge von Verteilungskämpfen im Drogenhandel.
    - Strafverfahren ohne Ende, Drogenkriminelle die anderen die Gefängnisplätze wegnehmen, die es eigentlich mehr verdient hätten.

    Was kann uns bei einer kontrolierten Freigabe von harten Drogen eigentliche Schlimmeres passieren ???

  121. eggbert meint: (19.10.2009 um 17:14) AntwortenReply to this comment

    Sagt der Economist (sicher keine Zeitung, die im Verdacht von Kuschelpädagogik oder Realitätsferne steht) seit 20 Jahren.

    Die Bestandsaufnahme ist aber, mit Verlaub, doof. Die Strategie heißt nämlich nicht "Drogen legalisieren, weil es eh nix bringt", sondern "Drogen legalisieren, um die bisher zur Bekämpfung eingesetzten Mittel zur Prävention und Suchtbehandlung einsetzen zu können."

  122. tommy_99 meint: (19.10.2009 um 17:15) AntwortenReply to this comment

    Schon interessant zu lesen, wie sich hier einige nach dem Pippi-Langstrumpf-Prinzip die Welt zurecht biegen, so wie es ihnen gefällt.

    Unbestrittene Tatsache dürfte sein, dass trotz des "war on drugs" die Zahl der Konsumenten sogenannter illegaler Drogen wohl kaum signifikant gesunken ist – eher im Gegenteil! Also ist dieses Ziel – so es denn eines sein sollte – schon mal nicht erreicht worden.

    Und ehrlich: lieber zahle ich über meinen Krankenkassenbeitrag oder meine Steuern die Kosten für einen geregelten, kontrollierten Drogenkonsum Abhängiger als über meine Steuern, meine Krankenkassenbeiträge und/oder Versicherungsbeiträge die Folgekosten der Beschaffungskriminalität. Ganz davon abgesehen, dass ich nur sehr ungern Opfer eines Wohnungs- oder Autoeinbruchs werden möchte.

    Wie viele Ressourcen würden wohl durch den Wegfall (oder von mir aus: eine eklatante Verringerung) der Beschaffungskriminalität freigesetzt? Ich kann da keine belegbaren Zahlen liefern, schätze aber mal locker direkt und indirekt irgendwas im Milliarden-Euro-Bereich.

    Und will den Hardcore "ich-will-aber-nicht-dass-andere-Drogen-nehmen"-Fans nicht mal einleuchten, dass eine kontrollierte Freigabe nicht bedeutet, dass z.B. Aufklärung und Prävention von heute auf morgen aufgegeben werden.

    Warum geht nicht beides?

    Und natürlich würde auf längere Sicht auch der Neukonsum sinken, oder kann mir einer erklären, worin sonst für die dealenden Geschäftsleute die Gewinnmarge liegt? Im Anfixen für kleines Geld und der anschließenden Versorgung des Neukunden z.B. durch das Gesundheitsamt?

    Und ja, auch wenn es vielleicht unmoralisch erscheinen mag: wenn den Bauern, die entsprechende Rohware anbauen, diese zu guten Preisen von Bayer (oder so) abgekauft würde, welchen Grund hätten sie noch, das Zeug an den Im- und Exportkaufmann mit den internationalen Beziehungen zu verkaufen? Platt gesagt: wenn den Dealern das Zeug vom Staat vor der Nase weggekauft wird, haben sie nix mehr zu dealen!

    Eine eventuelle Überproduktion kann man immer noch sozialverträglich entsorgen, oder?

  123. stu meint: (19.10.2009 um 17:53) AntwortenReply to this comment

    @(tr): Ich meine weniger den gesellschaftlichen Umgang, als mehr den politischen. Das ist aus meinen Ausführungen nicht so deutlich hervorgegangen. Dass gesellschaftlich ebenfalls viel nachzuholen ist, dürfte eigentlich auch klar sein.

    @Kritiker: "Drogenfachgeschäfte" stehen für ein Coffeeshopmodell nach holländischem Vorbild, nur eben nicht für Cannabisprodukte, sondern Drogen aller Art. Das Problem ist doch, dass Drogenkonsumenten automatisch aus der Gesellschaft ausgegrenzt werden und nicht mehr in der Lage sind, soziokulturell zu partizipieren. Heroinabhängigkeit bedeutet nicht automatisch, dass ein Mensch ein Wrack ist und nciht mehr in der Lage, zu arbeiten. Cannabiskonsum bedeutet nicht, dass ein Mensch ein Leistungsverweigerer ist. Ecstasykonsum bedeutet nicht, dass ein Mensch nur partygeil ist. Es existieren zu viele Vorurteile. Durch diese entsteht Ächtung von Drogen und automatisch Ächtung deren Konsumenten. Darauf folgt Ausgrenzung, Kriminalisierung usw., der Mensch wird durch Drogenprohibition zum Wrack, nicht automatisch durch die Drogen! Das muss erkannt werden! Das Problem hier ist politischer, wie gesellschaftlicher Natur.

  124. kaputnik meint: (19.10.2009 um 18:01) AntwortenReply to this comment

    @Kant:
    "Aber man kann wohl nicht bestreiten, dass Alkohol und Tabak hinsichtlich der Suchtgefahr weniger gefährlich sind als die von mir oben aufgeführten anderen Drogen."

    Alkohol gilt mittlerweile als insgesamt schädlichste Droge überhaupt.

    Herr Kant – Sie haben viele Vorurteile, dafür keine Ahnung vom Thema, so leid es mir tut.
    Weder wissen Sie über Suchtgefahren verschiedener Substanzen Bescheid, auch wissen Sie nichts über volkswirtschaftliche Schäden entweder durch den Konsum verschiedener Substanzen oder eben den volkswirtschaftlichen Folgekosten der Prohibition. Wie soviele auch hier unterscheiden Sie nachwievor zwischen "harten" und "weichen" Drogen, das ist überholt. Man spricht von harten und weichen Konsummustern, die Art der Droge ist dabei, auch wenn sich die Aggressivität von Substanzen natürlich unterscheidet, grundsätzlich unerheblich. Auch Heroin kann man – zwar süchtig – bis ins hohe Lebensalter nehmen, ohne gesundheitliche Probleme. Die gesundheitlichen Probleme des typischen Junkies entstehen direkt und ausschließlich! aus der illegalisierten Versorgungslage. Ist kontrollierte Qualität verfügbar, können Junkies ein normales Erwerbsleben führen.

    Machen Sie sich am besten auch Gedanken, wer von der aktuellen Politik profitiert. Glauben Sie zum Beispiel, das internationale Bankensystem lassen sich den weltweiten Umsatz von ca mindesten 500 Milliarden USD jährlich einfach so nehmen?

    usw. usf. könnte noch ewig weiterschreiben. Aber habe ich keine Lust dazu, bringen Sie sich erst auf den Stand der Diskussion. Dann gehts gerne weiter, so macht das keinen Sinn.

    Rauchen Sie oder haben Sie einen bedenklichen Alkoholkonsum? Nicht als persönlihcer Angriff gemeint sondern als Frage, ob legale Verfügbarkeit zur sofortigen Sucht führt.

    Just say Know!

  125. go1331 meint: (19.10.2009 um 18:06) AntwortenReply to this comment

    @Kant:
    ich glaube dass tabak & alkohol genauso gefährlich sind.

  126. Fincut meint: (19.10.2009 um 18:19) AntwortenReply to this comment

    Ich habe hier noch nie größeren Schwachsinn gelesen.

    Drogensüchtige sind mit die verachtenswertensten Kreaturen, quasi eine menschliche Subspezies. Wir überschütten diese Kreaturen, die ihr Schicksal selbst gewählt haben, mit Hilfe, Geld und Verständnis, dabei wäre die richtige Behandlungsmethode Gefängnis, Entzug, Strafarbeit.

    Der Kampf ist nur deshalb scheinbar verloren, weil wir nicht hart sind. Die abartige 68-er Generation hat dieses Land an den Abgrund geführt und ich bete wirklich, dass irgendwann eine neue, stolze Generation aus der Asche steigt und hier wieder ein strammes Regiment einführt. Damit Drogenabhängige endlich wieder so behandelt werden, wie es vorgesehen ist.

    Nehmen Sie selbst eigentlich auch Drogen, Herr Vetter?

  127. Lars meint: (19.10.2009 um 18:26) AntwortenReply to this comment

    Wieso sinkt die Beschaffungskriminalität, wenn Drogen legalisiert sind? Welcher Drogenabhängige, der jetzt Handtaschen klaut, ist denn noch in der Lage, einen Job auszuüben, um sich das Geld für legale Drogen auf ehrliche Weise zu verdienen? Welche Prostituierte, die sich regelmässig ihren Schuß sitzt, setzt sich 9h an die Kasse vom Lidl?

    Wie sieht es aus mit den Toten durch Drogenüberdosis? Teure Drogen sorgen dafür, dass nur soviel gespritzt wird, wie für den ordentlichen Rausch notwendig. Wenn Drogen billig sind, kann man die Spritze auch mal ordentlich aufziehen.

    Was ist mit der wesentlich stärkeren Abhängigkeit? Wenn mich meine Frau verlässt, dann kippe ich eine Flasche Whiskey herunter, kotze irgendwann und am nächsten Tag ist wieder gut – eine Alkoholüberdosis ist "untrainiert" ziemlich schwer und eine Abhängigkeit erst recht. Und vor allem ist Alkohol Stimmungsverstärker, nicht Stimmungsänderer – danach weiss ich, hat nix gebracht. Ist das dann genauso bei der Fröhlichkeitspille vom netten Händler nebenan?

    Sich hinstellen und behaupten, es wird dann alles besser, ist mir irgendwie zu einfach.

  128. storm_2k5 meint: (19.10.2009 um 18:28) AntwortenReply to this comment

    Bereits heute bezahlen wir doch für Leute die Risiken eingehen. Sei es weil die Leute rauchen, saufen, Drogen nehmen oder einfach weil sie im Strassenverkehr teilnehmen, Flugreisen unternehmen oder Skifahren. Ob illegal oder legal, bezahlt wird schon heute.

    -Autofahren: 10000e Tote pro Jahr
    -Sportunfälle: 1000e Tote pro Jahr
    -Übergewichtige: 1000e Tote pro Jahr
    -im Bad ausgerutscht: 100e Tote pro Jahr

    Leute, sorry, nehmt es zur Kenntnis, Leben ist gefährlich, bisher ist jeder daran gestorben. Wieviel Risiko sich jemand aussetzen will sollte in einer modernen Gesellschaft jedem selbst überlassen werden, solange er dabei niemanden sonst gefährdet, was bei Drogen nun wirklich nicht der Fall ist.

    Dass wir als Gesellschaft für das Schicksal von Menschen aufkommen müssen / sollten, versteht sich doch überall sonst von selbst:
    -Sportler hat Unfall, Bein gebrochen. Keiner regt sich darüber auf, dass man das jetzt wieder mit seiner Krankenkassenprämie zahlen muss.
    -Im Bad ausgerutscht und Genick gebrochen: Konnte halt die Finger nicht von der Seife lassen! Da sieht man mal wieder wo sowas hinführt!

  129. kaputnik meint: (19.10.2009 um 18:30) AntwortenReply to this comment

    @(tr):
    "d zwei: ich sehe schon eine verharmlosung, wenn hier geschrieben wird, es sei (sozusagen fälschlicherweise) den kindern schon eingetrichtert worden, drogen seien böse."

    "Drogenerziehung" besteht in diesem Land wohl noch immer hauptsächlich aus Lügen, Verteufelungen und Unwahrheiten. Das schöne ist, dass die armen Jugendlichen dann schnell feststellen, dass das vieles Unwahrheiten waren und sowieso alle Welt alle möglichen Drogen nimmt. Schade, dass sie dann gar nichts richtiges über Drogen wissen

    Das Resultat der Drogenerziehung im Land ist Unmündigkeit (das gilt auch für Verkehrserziehung aber das ist ein anderes Thema). Nochmal: Just say Know.

    "drogenkonsum ist gefährlich für die persönliche gesundheit, gefährlich für die körperliche entwicklung, gefährlich für die psyche, gefährlich für die körperliche selbstkontrolle, gefährlich für ungeborene kinder, gefährlich im straßenverkehr und damit sogar lebensgefährlich auch für andere, die keine drogen nehmen."

    Recht schön viele Sachen sind gefährlich auf dieser Welt. Konsum von Rauschmitteln ist offensichtlich ein Grundbedürfnis von Menschen. Möglicherweise ist ja _nicht_-Drogenkonsum schädlich für die Psyche. Auffällig ist, dass in wohl _allen_ Kulturen der Welt Rauschmittel verwendet werden. Offensichtlich will und braucht der Mensch sowas.

    Übrigens gilt Cannabis als eine der nützlichsten und vielseitigsten Nutzpflanzen überhaupt.

    Wie immer: warum ist das verboten – glauben Sie nicht der Propaganda.

  130. anonym meint: (19.10.2009 um 18:30) AntwortenReply to this comment

    Weil hier öfter von Sucht die Rede ist: Ob und wie Drogen süchtig machen, weiß ich nicht.

    Aber zu Tabak und Alkohol kann ich nur sagen, daß beide nicht zwangsläufig zu einer Sucht führen. Es mag Alkoholabhängige geben oder Leute, die mit dem Rauchen nicht aufhören können. Daß aber beides zwangsläufig süchtig macht, ist einfach unwahr. Das zumindest kann ich aus eigener Erfahrung sagen.

  131. kaputnik meint: (19.10.2009 um 18:35) AntwortenReply to this comment

    @Lars:

    Hören Sie doch einfach mal zu, wenn andere Leute was zum Thema sagen, die sich schon mehr Gedanken gemacht haben. Schalten Sie Ihr Gehirn doch mal an.

  132. storm_2k5 meint: (19.10.2009 um 18:44) AntwortenReply to this comment

    Drogensüchtige sind mit die verachtenswertensten Kreaturen, quasi eine menschliche Subspezies. Wir überschütten diese Kreaturen, die ihr Schicksal selbst gewählt haben, mit Hilfe, Geld und Verständnis, dabei wäre die richtige Behandlungsmethode Gefängnis, Entzug, Strafarbeit.

    "XY ist schlecht – das einzige das was bringt ist sowieso Knast"
    Null Argumente, Null Diskussion, Null Logik. Nicht mal im Ansatz.

  133. Anders meint: (19.10.2009 um 19:03) AntwortenReply to this comment

    @(tr)

    nun, ich bezweifle bereits die ausgangsthese von ihnen, der (gesellschaftliche)umgang mit essen sei gescheitert. der umgang ist ja nicht für diejenigen ein problem, die essen, sondern für diejenigen, welche nicht essen (wollen). deren umgang mit dem essen ist das problem. ad eins.

    ad zwei: ich sehe schon eine verharmlosung, wenn hier geschrieben wird, es sei (sozusagen fälschlicherweise) den kindern schon eingetrichtert worden, essen sei böse.

    essen ist gefährlich für die persönliche gesundheit, gefährlich für die körperliche entwicklung, gefährlich für die psyche, gefährlich für die körperliche selbstkontrolle, gefährlich für ungeborene kinder, gefährlich im straßenverkehr und damit sogar lebensgefährlich auch für andere, die nichts essen.

    es ist auch keine sachliche diskussion, wenn dann behauptet wird, das ganze sei nur ein kopfproblem derjenigen, die zuviel essen. wenn man an eine änderung der ernährungspolitik denken will, dann sollte man nicht einfach nur sagen, essen ist ja gar nicht so gefährlich.

    oder also ob essen und abhängigkeit erstrebenswert ist und diese nichterkenntnis problem der nichts essenden sei.

  134. dulsberg-nord meint: (19.10.2009 um 19:10) AntwortenReply to this comment

    Kinder, Kinder! Nu hört doch mal auf zu streiten. Das bringt doch nichts. Hier glaubt doch hoffentlich niemand, daß sich an der doofen Drogenpolitik irgendwas ändern wird, oder? Immerhin waren die Grünen 7 Jahre an der Regierung beteiligt, und haben es noch nicht mal geschafft das Kiffen zu legalisieren. Da wird doch wohl niemand damit rechnen, daß schwarz-gelben Jungs irgendwie progressiver regieren werden. :D

    So, und jetzt gehen wir alle Einen rauchen, und haben wir uns gefälligst wieder lieb.

  135. dzp meint: (19.10.2009 um 19:19) AntwortenReply to this comment

    @tr:

    Das was die Caritas da so behauptet trifft auf die heutige Situation durchaus zu.
    Daher bezog ich mich bei meiner Äußerung auch ausdrücklich
    auf eine Situation, in welcher die entsprechenden Rauschmittel
    in geeigneter Qualität ausgegeben werden. 99% der von Ihnen genannten Folgen sind nicht die Folgen der Droge an sich sondern die der existierenden Rahmenbedingungen.

    Doch zu Ihren Suggestivfragen im Einzelnen.
    - wären sie vermieter, würden sie an solche leute vermieten wollen?

    Ich *bin* Vermieter. Solange die Miete regelmäßig überwiesen und die Objekte nicht beschädigt werden interessiert es mich einen feuchten Kehrricht. Und schlimmer als manche "anständigen" Mieter können auch ein paar Junkies nicht sein.

    - wären sie arbeitgeber, würden sie solche leute beschäftigen wollen?

    Wenn diese ihre Arbeit erledigen.

    - wären sie konsument, würden sie gerne von solchen leuten an der wursttheke oder im bäcker bedient werden?

    Warum nicht? Oder ist Heroinkonsum als ich nicht hin schaute für ansteckend erklärt worden?

    - wären sie beitragszahler einer krankenkasse, würden sie höhere beiträge hinnehmen, damit diese kosten der ärztlichen versorgung für solche menschen ausreichend mitbezahlt wird?

    Ach wissen Sie. Die Folgekosten eines geregelten Heroinkonsums sind ein Bruchteil derer die z.B. bei einer Lungenkrebstherapie entstehen. Auch die Kosten all der medikamentenabhängigen Mittvierziger sind keinesfalls zu unterschätzen.

    - wären sie gerne beifahrer eines menschen, der regelmäßig drogen konsumiert?

    Ach. Sie fahren nur mit Menschen die weder Alkohol, noch Nikotin konsumieren? Oder die noch nie vom Hausarzt stärkere Schmerzmittel verschrieben bekommen haben?

    - würden sie gerne in eine arztpraxis gehen und sich dort spritzen geben lassen, in der regelmäßig drogenkranke im wartezimmer sitzen oder der arzt selbst drogenabhängig ist?

    Warum sollte mich das stören? Wenn mich die Patienten nicht belästigen und der Arzt seine Arbeit gut macht dann ist das nichts was mich in irgendeiner Form tangiert.

    Aber nun, im Gegenzug, ein paar Fragen an Sie.
    - Haben Sie es nötig, Ihre Position anhand offensichtlicher
    Suggestivfragen zu untermauern?
    - Kennen Sie auch nur einen "Drogenkranken" gut genug um sich
    auch nur den Anschein eines Urteils erlauben zu können oder
    haben Sie Ihre Informationen aus der BILD?
    - Halten Sie es für angemessen, Kranke wie Verbrecher zu behandeln?
    - Haben Sie auch nur in Ansätzen die nötige medizinische Vorbildung um das von Ihnen zitierte Caritas-Traktat sinnentnehmend zu rezipieren?

    Und abschließend – sind Sie von Geburt an wie Sie offenbar sind oder hat Sie Ihre Umwelt dazu gemacht?

  136. dulsberg-nord meint: (19.10.2009 um 19:22) AntwortenReply to this comment

    @Fincut: Sie meinen "eine neue, stolze Generation" unter Führung so großartiger Männer, wie dem Morphinisten Göring?

    Ich dachte ich frag halt mal. ;)

  137. mreb meint: (19.10.2009 um 19:53) AntwortenReply to this comment

    die meiste befürworter des drogenverbots argumentieren aeusserst kindisch.

    Alle die das Verbot von Drogen fordern – wuerden wohl bei einer etwaigen legalisierung selbst nicht ploetzlich drogis werden.

    Viele der Verfechter einer legalisierung nehmen jetzt schon drogen.

    was ist mit den verfechtern der legalisierung die bisher keine drogen nehmen – wuerden sie eventuell damit anfangen?

    die sicherheit der drogen waere auf jeden fall besser, der preis niedriger, es wuerde weniger alkohol getrunken und mehr gekifft werden, es gaebe nicht mehr so viele schlaegereien.
    frauen und kinder wuerden nicht mehr so haeufig von alkoholikern verprügelt werden weil die jetzt kiffen und friedlich sind.

    gangster haetten keine einnahmequelle mehr und das argument, dass dann alle zu uns kommen um drogen zu nehmen wiegt wenig. in holland geht es einigermaßen obwohl eine enorme anzahl deutscher staendig darueber geht. ausserdem koennten sich viele andere laender um deutschland dann auch nicht mehr blind stellen, wenn ein großes eu land drogen erlaubt – ziehen andere hoechstwahrscheinlch nach.

  138. Kant meint: (19.10.2009 um 20:17) AntwortenReply to this comment

    @kaputnik: Weder rauche ich, noch trinke ich Alkohol. Ich lebe eigentlich sogar ziemlich gesund, abgsehen davon, dass ich einmal im Monat Fast Food essen muss. :-)

    Zum Thema. Selbstverständlich bin ich nur durchschnittlich über das Thema Drogen informiert. Ich habe keine fundierte Ahnung hinsichtlich von Langzeitwirkungen auf den Körper. Ich habe keine Studien darüber gelesen oder Ähnliches.
    Was ich aber weiß – und das weiß wohl jeder, der am Wochenende schon mal auf Tour war – ist, dass Drogen, in jeglicher Form schädlich für die Gesellschaft sind. Ob es nun Tabak, Alkohol oder synthetische Produkte sind, es spielt keine Rolle.
    Mir kann keiner erzählen, dass Drogen gut für die Gesellschaft sind. Der Grund der Einnahme mag mannigfaltig sein. Aber er wird nicht "positiven" Antrieben entspringen. Wenn man nun Drogen komplett bzw. teilweise legalisiert, so werden meiner Ansicht nach viele Leute anfangen Drogen zu nehmen – nur um es auszuprobieren – die vorher keine konsumiert haben. Eine Art anfüttern würde statt finden.
    Und zu meinen, dass die Drogenkartelle dann plötzlich verschwunden sind, dass ist totaler Quatsch. Sie werden weiter produzieren. Momentan konkurrieren sie untereinander. Dann konkurrieren sie mit dem Staat. Die lassen sich ihren mehrere Milliarden – Dollar – Lollie nicht so einfach aus der Hand reissen.

    Um ehrlich zu sein: Man wird hier kein Ergebnis erzielen. Das ist nicht Mathematik wo man sagen kann 1 + 1 = 2, sondern alle reine Spekulation. Ich kann mich vollkommen im Unrecht befinden oder andersherum. Mein Bauchgefühl gibt mir jedoch recht und das fußt auf Erfahrungen, die man selber in der Gesellschaft (jeglicher Schicht) gemacht hat.

  139. (tr) meint: (19.10.2009 um 20:40) AntwortenReply to this comment

    @Dr. Leary:

    "Und das gilt für alle Drogen? Und für alle Drogen gleichermaßen?"

    endlich ein vernünftiger und zutreffender einwand. nein, das gilt nicht für alle drogen gleichermaßen. aber weder in dem ausgangsposting noch in den comments wurde differenziert, drum habe ich mir die mühe auch nicht gemacht. natürlich haben sie recht, man sollte drogen schon differenziert betrachten.

  140. Amsterdam meint: (19.10.2009 um 20:49) AntwortenReply to this comment

    Wenn man sich mal überlegt was sich auf lange Zeit positiv verändern würde.

    1. Keine Großen Gewinnmargen(momentan XXX%-XXX.XXX%) für den Händler somit wird sich keiner die Mühe machen irgendwelche Drogen, auch wenn diese Teilweise "Unkraut" sind, anzubauen und zu vertreiben, nach und nach verschwindet der illegale Handel und wird vom Kontrollierten Vertrieb durch Weltweit agierende "neue Kartelle" abgelöst.
    2. Das Fehlende Geld in den alten Kartellen und Vereinigungen des internat. "Terrors" würde Engpässe hervorrufen es gäbe nicht mehr so gute Schutz und Angriffswaffen bzw. diese könnten nicht durch Drogen finanziert werden!
    3. Die Exekutive wird ausgelastet und kann sich nun mit "wirklich wichtigen" dingen beschäftigen.

  141. (tr) meint: (19.10.2009 um 21:06) AntwortenReply to this comment

    @dzp:

    ihren antworten entnehme ich, daß sie mit drogenabhängigen nur dann zu tun haben wollen, wenn sie so funktionieren, wie andere auch, das wird jedenfalls durch drogenkonsum erheblich erschwert.

    "Aber nun, im Gegenzug, ein paar Fragen an Sie."

    ok.

    - Haben Sie es nötig, Ihre Position anhand offensichtlicher
    Suggestivfragen zu untermauern?
    :nein, mit den fragen waren nicht sie gemeint, es war als denkanstoß an diejenigen gedacht, die vor allem die toleranz hervorheben, die man drogenkonsum entgegenbringen soll.

    - Kennen Sie auch nur einen "Drogenkranken" gut genug um sich
    auch nur den Anschein eines Urteils erlauben zu können oder
    haben Sie Ihre Informationen aus der BILD?
    :mein vater ist an den folgen seiner alkoholabhängigkeit gestorben, obwohl er noch viele jahre clean war.

    - Halten Sie es für angemessen, Kranke wie Verbrecher zu behandeln?
    :nein, aber wie kranke. drogenabhängige weiterhin mit drogen zu versorgen ist meiner meinung nach menschenunwürdig, damit wird diesen nicht geholfen.

    - Haben Sie auch nur in Ansätzen die nötige medizinische Vorbildung um das von Ihnen zitierte Caritas-Traktat sinnentnehmend zu rezipieren?
    :sinnentnehmend zu rezipieren? wollen sie mich jetzt veräppeln. sie haben doch selbst geschrieben: "Das was die Caritas da so behauptet trifft auf die heutige Situation durchaus zu." vielleicht habe ich ja auch nur einen glückstreffer gelandet.

    Und abschließend – sind Sie von Geburt an wie Sie offenbar sind oder hat Sie Ihre Umwelt dazu gemacht?
    :wie ich bin, können sie nicht beurteilen. aber die entwicklung eines menschen ist sowohl von inneren faktoren wie äußeren faktoren abhängig. umwelt sind dann auch elternhaus, freundeskreis, ausbildung, erfolge und mißerfolge, lebensverhältnisse, prägende erlebnisse, kinder, tod etc pp.

    meine gegenfrage:

    woher haben sie diese erkenntnis: "99% der von Ihnen genannten Folgen sind nicht die Folgen der Droge an sich sondern die der existierenden Rahmenbedingungen."

    ich kenne die richtige antwort, aber ich bin trotzdem auf ihre antwort gespannt.

  142. Sonstwer meint: (19.10.2009 um 21:56) AntwortenReply to this comment

    @Amsterdam: Vielleicht ist das sogar der entscheidende Faktor.

    Die Kosten für die Herstellung der fertigen Droge sind im Vergleich zum Verkaufspreis auf dem heutigen illegalen Markt marginal.

    Das heißt, das jede Handelsstufe und jede Dienstleistung in der illegalen Bereitstellungskette einen immensen Gewinn abwirft – dabei zähle ich auch das Zudrücken von Augen zu den Dienstleistungen.

    Wenn man sich in der legalen Wirtschaft umsieht, welches Heulen und Zähneklappern dort einsetzt, wenn die Gewinne tatsächlich mal um ein paar Prozente einbrechen, was wird dann wohl in und mit dieser illegalen Wirtschaft geschehen, wenn ihre Gewinne zusammenbrechen?

    Es ist kein Geld mehr da, mit dem man schmieren kann.
    Es ist kein Geld mehr da, um Politiker zu kaufen.
    Es ist kein Geld mehr da, um Waffen und Munition zu beschaffen.

    Wenn man einen Sumpf trockenlegen will, entzieht man ihm Flüssigkeit, Liquid. Der Sumpf wird also illiquide.
    Und das ist einfacher, wenn man seine Quellen verstopft.

    Marktmechanismen. Wenn ein Preis durch staatliche Eingriffe (hier: Verbot des Handelns, Risikoaufschlag für den Händler) oberhalb des Gleichgewichtspreises festgelegt wurde entsteht ein Anreiz für die Hersteller, ihre Produktion zu steigern und der Markteintritt neuer Anbieter wird begünstigt.
    Mit dem Wegfall des staatlichen Eingriffs kann sich ein neuer Gleichgewichtspreis bilden, der in diesem Fall die Wirtschaftlichkeit für viele Anbieter in Frage stellen wird.

    Der Staat muss also tatsächlich die benötigten Mengen der jeweiligen Drogen zuverlässig (und günstig) anbieten, dabei aber gleichzeitig den nicht-lizensierten Handel weiterhin unterdrücken, so dass dessen Kostenstrukturen sich nicht verbessern.

    Wenn danach (ca. 1-5 Jahre) die Drogenbeschaffung keinen Kontakt mit der (nun des-)organisierten Kriminalität mehr erfordert, wird eine weitgehende Resozialisierung der Drogennutzer möglich.

  143. Horst meint: (19.10.2009 um 22:23) AntwortenReply to this comment

    @dulsberg-nord:
    Ja, er meint die Art Generation, die offiziell ausgestattet mit Pervitin nahezu ganz Europa in Schutt und Asche gelegt hat.
    http://de.wikipedia.org/wiki/N-Methylamphetamin#Verwendung_im_Zweiten_Weltkrieg
    Das ist natürlich ein Fakt denn Straight-Edger-Nazis gerne mal außen vor lassen. Aber das gilt in solchen Kreisen ja für alle Fakten. ;-)

  144. kaputnik meint: (19.10.2009 um 22:34) AntwortenReply to this comment

    @Sonstwer:
    "Der Staat muss also tatsächlich die benötigten Mengen der jeweiligen Drogen zuverlässig (und günstig) anbieten, dabei aber gleichzeitig den nicht-lizensierten Handel weiterhin unterdrücken, so dass dessen Kostenstrukturen sich nicht verbessern.

    Wenn danach (ca. 1-5 Jahre) die Drogenbeschaffung keinen Kontakt mit der (nun des-)organisierten Kriminalität mehr erfordert, wird eine weitgehende Resozialisierung der Drogennutzer möglich."

    Tatsächlich verstehe ich nicht ganz genau, worauf Sie hinauswollen.

    Aber man kann sicherlich davon ausgehen, dass _niemand_ das Rauschmittel "unlizensiert" kauft, wenn unbürokratisch und anonym Zugang zu verlässlichen Qualitäten besteht. Oder kauft hier irgendjemand seinen Schnapps in irgendwelchen Privatkellern?

    Bzgl. einer Resozialisierung ist zu sagen, dass die weitaus größte Menge aller Drogennutzer in diesem Land nicht resozialisiert werden muss. Die leben nicht alle unter uns, gehen zur Arbeit und haben Freunde. Junkies, also kranke Menschen, sind unter den Drogennutzern in der Minderheit.

  145. kaputnik meint: (19.10.2009 um 22:43) AntwortenReply to this comment

    @(tr):
    "woher haben sie diese erkenntnis: "99% der von Ihnen genannten Folgen sind nicht die Folgen der Droge an sich sondern die der existierenden Rahmenbedingungen."

    ich kenne die richtige antwort, aber ich bin trotzdem auf ihre antwort gespannt."

    Mich würde natürlich interessieren, was Sie für die richtige Antwort halten. Gerne helfe ich Ihnen auf die Sprünge. Am Beispiel Heroin:

    Man kann mit der Droge Heroin wunderbar alt werden und ein Erwerbsleben führen (sie dürfen Quellen gerne selber recherchieren, da lernt man was). (Und bitte: ich verherrliche mit dieser Aussage gar nichts). Man wird nach einer gewissen Zeit süchtig, im übrigen nicht nach den ersten paar mal rauchen oder selbst einem Schuss nicht. Selbstverständlich halte auch ich eine solche Sucht _nicht_ für erstrebenswert.

    Die kaputten Stricherjunkies bzw. Christiane F-Typen und (volkswirtschaftliche Schäden durch) Beschaffungskriminalität sind in direkter Folge der Lebensbedingungen zu sehen:
    Schmutz, Verunreinigung, Dreck, Betrug, Zwang zur Geldbeschaffung für Bezahlung von Schwarzmarktpreisen.

    Das ist die richtige Antwort. Da hilft auch keine Ideologie gegen.

  146. bombjack meint: (19.10.2009 um 23:00) AntwortenReply to this comment

    a) Ist die Unterscheidung zwischen "harten" und "weichen" Drogen so gut wie hinfällig z.B. kann die Bong bei einem 13 Jährigen Kiffer sehr "hart" sein, während z.B. der Tee aus Coca-Blättern oder das kauen derselben auf dem Level von Kaffee liegt. Deshalb ist es weitaus besser von den Konsummustern auszugehen und diese können über die Aufklärung beinflußt werden.

    b)Prävention; Ehrlicherweise bin ich etwas gegen diesen Begriff eingestellt, denn da schwingt immer ein wenig die Abstinenz mit und sorry solche Angebote wie auf http://www.jugend-und-sucht.de/ lösen bei Zielgruppe nur hämisches Gelächter aus und selbst wenn da ein wahrer Kern sein sollte dann wird dies nicht mehr ernst genommen. Daher ist eine Aufklärung im Sinne von "Safe use" in meinen Augen der bessere Weg, allerdings eben auch mit dem Risiko das Personen sich entscheiden Drogen zu welchen Zweck auf immer zu konsumieren.

    c) Der Preis:
    Ob man es glaubt oder nicht die Substanzen um die es hier geht sind billig, okay vielleicht nicht so billig wie Zucker, liegen aber immer im ähnlichen Bereich:
    http://forum.jurathek.de/showthread.php?p=167003&highlight=rohopium#post167003
    und ab da wird es dann interessant, denn z.B. an Dronabinol (halbsynthetisches THC) stoßen sich einige finanziell gesund vgl. http://forum.jurathek.de/showthread.php?p=56398&highlight=dronabinol#post56398

    d)Ich hatte mal die Gelegenheit mich in einem deutschen Drogenforum (was inzwischen nicht mehr existent ist) mit einem in den NL lebenden Heroin-Konsumenten zu unterhalten. Auf die Frage, warum Konsumenten von "H" so heftig aussehen und ob das an den Streckmitteln liegt, meinte er: "Nein, was einen so fertig macht ist der Druck, der Druck nicht zu wissen ob und wie man die nächste Dosis bekommt, das immer währende auf und ab, das Reinlaufen in den "Affen" (= auf Entzug kommen)….dies sorgt dafür das die Leute so aussehen wie sie aussehen."
    Und wer wissen will ob eine Abgabe von Heroin etwas bringt kann sich hier mal etwas einlesen: http://heroinstudie.de/ergebnisse_patienten.html

    bombjack

  147. kaputnik meint: (19.10.2009 um 23:05) AntwortenReply to this comment

    @Kant:
    ich schätze Ihre unaufgeregte Antwort, die sich jetzt deutlich von Ihren ersten Beiträgen unterscheidet.

    Sachlich denken Sie leider zu kurz. Sie unterschlagen die gesellschaftliche Realität und ersetzen diese durch eine (für Sie erstrebenswerte – meinetwegen) Utopie.

    "Zum Thema. Selbstverständlich bin ich nur durchschnittlich über das Thema Drogen informiert. Ich habe keine fundierte Ahnung hinsichtlich von Langzeitwirkungen auf den Körper. Ich habe keine Studien darüber gelesen oder Ähnliches."

    Dann sollten Sie aber bitte vermeiden, falsche Tatsachen zu äußern, auch wenn Sie gutmeinend sind.

    "Was ich aber weiß – und das weiß wohl jeder, der am Wochenende schon mal auf Tour war – ist, dass Drogen, in jeglicher Form schädlich für die Gesellschaft sind. Ob es nun Tabak, Alkohol oder synthetische Produkte sind, es spielt keine Rolle."

    Am Wochenende auf Tour erleben Sie in erster Linie Tabak und Alkohol-Konsum. Konsumenten anderer (Party- oder Geselligkeits-) Substanzen verhalten sich in der Regel nicht wie Volltrunkene. Während der Fußball-EM in den Niederlanden und Belgien gab es Probleme mit Gewalt nur in Belgien. Warum wohl?

    "Mir kann keiner erzählen, dass Drogen gut für die Gesellschaft sind. Der Grund der Einnahme mag mannigfaltig sein. Aber er wird nicht "positiven" Antrieben entspringen. Wenn man nun Drogen komplett bzw. teilweise legalisiert, so werden meiner Ansicht nach viele Leute anfangen Drogen zu nehmen – nur um es auszuprobieren – die vorher keine konsumiert haben. Eine Art anfüttern würde statt finden."

    Sie reden nicht von Moral, oder doch? Wir sollten davon ausgehen, dass bewusstseinsverändernde Substanzen in allen Kulturen zu allen Zeiten konsumiert wurden und werden. Möglicherweise braucht der Mensch sowas um gerade nicht zum Zombie zu mutieren? Und ob plötzlich alle süchtig würden, wenn z.B. Cannabis freigegeben würde? Erfahrungen aus der Schweiz, den Niederlanden oder anderen Ländern mit recht lockerem Zugang (Spanien) sprechen nicht dafür. Legale und illegalisierte Drogen sind auch in diesem Land _überall_! Trotz legalem Zugang rauchen und trinken auch nicht alle Menschen. Und wie schon gesagt: 1x probieren oder gelegentlicher Konsum macht bei den wenigsten Substanzen süchtig. Nur weil Psychopharmaka vom Arzt verschrieben werden sind sie nicht harmlos und oder machten nicht süchtig. Warum gibt es eigentlich einen Schwarzmarkt für sowas??

    "Und zu meinen, dass die Drogenkartelle dann plötzlich verschwunden sind, dass ist totaler Quatsch. Sie werden weiter produzieren. Momentan konkurrieren sie untereinander. Dann konkurrieren sie mit dem Staat. Die lassen sich ihren mehrere Milliarden – Dollar – Lollie nicht so einfach aus der Hand reissen."

    Gibt es eine illegale Schnapps- oder Zigarettenindustrie? Sie verwechseln immerzu Folge und Ursache.

    Um ehrlich zu sein: Man wird hier kein Ergebnis erzielen. Das ist nicht Mathematik wo man sagen kann 1 + 1 = 2, sondern alle reine Spekulation. Ich kann mich vollkommen im Unrecht befinden oder andersherum. Mein Bauchgefühl gibt mir jedoch recht und das fußt auf Erfahrungen, die man selber in der Gesellschaft (jeglicher Schicht) gemacht hat."

    Kann eine Legalisierung oder auch nur Entkriminalisierung schlimmere Auswirkungen haben als das, was jetzt ist? Warum werden Substanzen ungleich behandelt? Es gibt kein sachliches Argument, dass die Kriminalisierung und Verfolgung von Cannabis-Konsumenten rechtfertigen würde. Objektiv. Sie sind gegen Drogenkonsum aller Art (okay – ich glaube nicht, dass viele Menschen Ihren Ansprüchen diesbezüglich genügen können) – die Prohibition kostet nur Geld und hilft Ihrem Ideal einer drogenfreien Gesellschaft nicht ein bisschen.

    Und ich persönlich finde, dass niemand das Recht hat, Kiffen zu verbieten.

  148. Jan2 meint: (19.10.2009 um 23:18) AntwortenReply to this comment

    1. Jeder sollte wählen können womit er sich berauscht – Alkohol und Zigaretten gefallen nicht jedem.

    2. Verbot nützt nichts, Drogenkonsum ist seit jeher Teil der menschlichen Kultur – Schon die Höhlenmenschen taten es.

    3. Mit dem absoluten Verbot von psychedelischen Drogen starb auch jede Hoffnung auf medizinische Nutzung. Momentan wird zaghaft wieder mit der Forschung begonnen. So z.B. mit MDMA bei PTSD.

    4. @Kant: Du hast hier soviel Müll produziert, dass ich garnicht weiß worauf ich zuerst antworten soll. Deswegen beschränke ich mich darauf dir mitzuteilen das keine Droge beim ersten Mal abhängig macht – es sei denn man hat eine entsprechende Disposition und damit vermutlich ganz andere psychische Probleme. Außerdem macht Methamphetamin nicht körperlich abhängig.
    Immanuel Kant würde sich im Grabe umdrehen, wenn er sähe wer sich so mit seinem Namen schmückt.

  149. (tr) meint: (19.10.2009 um 23:31) AntwortenReply to this comment

    @kaputnik:

    ihre antwort beantwortet meine frage nicht, woher die 99% stammen. sie ziehen schlußfolgerungen, ihnen sei das geziehen, aber der von mir angesprochene poster, der so gerne fremdwörter benutzt und sein tiefes medizinisches hintergrundwissen andeutet, der bei anderen erstmal fragt, ob man überhaupt verstehe, was man schreibt, und für sich in anspruch nimmt, exorbitant viel mehr über das thema zu wissen als andere hier, der soll doch mal sagen, woher er diese von ihm so absolut vorgetragene zahl hat. ;-)

  150. kaputnik meint: (19.10.2009 um 23:40) AntwortenReply to this comment

    @(tr):
    Wollen Sie über die Angabe "99%" einen Beleg? Ansonsten entbehrte die Aussage einer Grundlage? Das ist albern. Übersetzen Sie "99%" mit "fast ausschließlich".

    Das "fast ausschließlich" habe ich Ihnen erläutert. Man ist doch nicht der Döffel, der zu Ihrem Entertainment schreibt. Nennen Sie doch mal Ihre Ahnung der "richtigen Antwort"?

    So kommt man nicht weiter. Im Grunde ist zu der Diskussion seit Jahren alles gesagt. Machen Sie sich schlau, dann können wir weiter diskutieren. Das ist so ähnlich, wie mit dem sog. Zugangserschwerungsgesetz: irgendwann hat man keine Lust mehr, dann wird der Ton rauer.

  151. (tr) meint: (20.10.2009 um 00:12) AntwortenReply to this comment

    @kaputnik:
    "Machen Sie sich schlau, dann können wir weiter diskutieren."

    das ist, was mir nicht gefällt an der fraktion drogenbefürworter.

    da werden mal schnell 99% in den raum geworfen, so als zahl, weil das alles so klar ist und die politik und so einer wie ich zu dämlich, das zur kenntnis zu nehmen.

    fragt man aber, woher diese zahl (und gewissheit) kommt, kriegt man so eine antwort wie von ihnen.

    meine antwort zu der von mir gestellten frage lautet: es gibt keinen nachweis für diese zahl und keinen nachweis für die mit der so großen bestimmtheit vorgetragenen angeblich seit jahren gegebenen gewissheit. die zahl ist nicht evaluiert und im prinzip einfach nur aus der luft gegriffen.

    sie haben die zahl zwar nicht genannt, aber sie haben kein problem, diese als fakt für ihre meinung anzunehmen und zu verteidigen.

  152. Pit Schnass meint: (20.10.2009 um 01:29) AntwortenReply to this comment

    @Kant:

    Was ich aber weiß – und das weiß wohl jeder, der am Wochenende schon mal auf Tour war – ist, dass Drogen, in jeglicher Form schädlich für die Gesellschaft sind. [...]
    Mir kann keiner erzählen, dass Drogen gut für die Gesellschaft sind. Der Grund der Einnahme mag mannigfaltig sein. Aber er wird nicht "positiven" Antrieben entspringen.

    Das ist definitiv so nicht richtig. Lesen Sie mal "LSD – mein Sorgenkind" von Albert Hofmann (dem Entdecker des LSD) oder etwas von Aldous Huxley oder Dr. Timothy Leary etc. Es gibt sehr viele gute Gründe für den Konsum von Drogen, obwohl man, wenn man es natürlich betrachtet, nicht mal Gründe bräuchte.

    Ob es Ritualen dient, religiösen Festen, Bewußtseinserweiterung, Selbsterkenntnis oder -reflexion, Psychoanalyse (Hanscarl Leuner, Stanislaf Grof – beide bei Wikipedia zu finden) und -therapie oder schlichtweg dem Rausch, der Entspannung, der Steigerung der Kreativität – all das sind legitime Gründe, die in allen Völkern, früher und heute, "Drogen" zu einem festen Bestandteil haben werden lassen.

    Man darf davon ausgehen, dass es einen Anteil Menschen in jedem Volk gibt, die einer Sucht verfallen weil sie dem gesellschaftlichen Niveau nicht gewachsen sind. Solche greifen zum "Fluchtmittel Droge"; heute in vielen Fällen der legale Alkohol. Würde man Alkohol verbieten, wären es halt Klebstoffe oder andere verfügbare Substanzen. Jene hat man im Sinne, wenn man Drogen negativ assoziiert. Das ist dieses typische "Bahnhofsklischee". Man schätzt, dass ca. 2% der Kiffer z.B. eine psychische Abhängigkeit entwickeln (http://www.cannabis-med.org/index.php?lng=de) – die fallen natürlich auf. Es gibt aber eine viel größere Anzahl an Drogenkonsumenten, die eben nicht auffallen, die nicht im Gesellschaftskontext "versagen", sondern "mitten im Leben" stehen und produktiv sind (bei Google mal "Koks" und "Bundestag" eintippen…). Mancher hier würde sich wundern wenn er wüsste, wie viele Menschen eigentlich illegale Drogen konsumieren (oder konsumiert haben, als sie noch legal waren). Bill Gates hat verlauten lassen, dass das Design von Windows von Drogen inspiriert gewesen sei (bei Google mal "Bill Gates" und "LSD" suchen), ebenso haben die Apple-Gründer LSD-Konsum zugegeben. Und das sind keine Ausnahmen. Wer suchet der findet….

    Cannabis ist weitgehend harmlos und dabei weitgehend nützlich (mal dem Link oben folgen und lernen). LSD ebenso. Psilocybin ebenso. XTC ebenso. Salvia Divinorum (hatten wir hier letztens im Blog) ebenso. Diese Auflistung liesse sich beliebig lang weiterführen. Natürlich gibt es Drogen, die nicht nur körperlich bedenklich sind (Scopolamine, Stechapfel z.B.) sondern auch in ihrer Wirkung wenig nützlich (Crack). Das aber genau ist ja der Punkt: nur mit Substanzen die eine physische oder psychische Abhängigkeit garantieren, lässt sich viel Geld verdienen (deshalb kommt man leichter an Heroin als an LSD). Geldgeschäfte im Drogenmillieu leben vom "Pushen", das meint, dass man "anfixen" muss, um Kunden zu generieren. In einem freien Markt mit legalisierten Drogen würde kaum jemand freiwillig "Crack" konsumieren, u.a. weil objektive Aufklärung an die Stelle der momentanen Lügenpropaganda treten würde: just say know! (hatten wir hier auch schon, kann man nicht oft genug wiederholen).

    Der Wikipediaartikel über Drogen gibt doch schon mal einen ersten Überblick. Wer tatsächlich am Thema interessiert ist und hier nicht nur seine Meinung breit treten möchte, findet am Ende des Wikiartikels die Links zu "Erowid" und "Lycaeum", die ich wärmstens empfehlen kann. Wer dann, nach ausgiebiger Lektüre der empfohlenen Seiten, sachliche Argumente gegen eine Legalisierung oder gegen Drogenkonsum im Allgemeinen vorbringen kann, gewinnt eine Mondfahrt (passende Substanzen besorge ich dann). ;)

  153. Jeffrey Jones meint: (20.10.2009 um 04:55) AntwortenReply to this comment

    Full Ack @ thema

  154. JLloyd meint: (20.10.2009 um 09:35) AntwortenReply to this comment

    - Drogenkonsum und Produktivität im bürgerlichen Beruf schließen sich nicht unbedingt aus.

    - Es gibt keinen moralischen Konsens mehr zur Ächtung von Drogen.

    > Dieser Bestandsaufnahme ist kaum etwas hinzuzufügen.

    Doch: Konservative Lebenslügen Dogmen, die o.g. entgegenstehen. Beim Thema Prostitution ist es genauso.

  155. bombjack meint: (20.10.2009 um 11:10) AntwortenReply to this comment

    @Pit Schnass:

    [...]sondern auch in ihrer Wirkung wenig nützlich (Crack).
    [...]
    In einem freien Markt mit legalisierten Drogen würde kaum jemand freiwillig "Crack" konsumieren, u.a.
    [...]

    Für die, die es nich nicht wissen sollten:

    Crack = gestreckte Kokain (Base) die im Gegensatz zu dem was man als Kokain zum Schnupfen kaufen kann rauchbar ist. Das Kokain zum nasalen Konsum ist meist Kokain*HCl (Kokainhydrochlorid), aus diesem kann aber durch eine Behandlung mit Base (Lauge) das Alkaliod freigesetzt werden vgl. http://www.lycaeum.org/leda/docs/12951.shtml?ID=12951
    In dem Link findet sich auch der Grund warum Crack so billig ist, zudem solle man anmerken, daß Rauchen von Freebase eine der Konsumformen ist, die mit das höchste Abhängigkeitspotential besitzt und damit wären wir wieder beim Konsummuster, was sich, wie der Vorposter auch schon schrieb, durch Aufklärung geändert werden kann.

    bombjack

  156. Dieter W. meint: (20.10.2009 um 11:41) AntwortenReply to this comment

    Der Economist ist schon seit ewigen Zeiten für eine Freigabe von Drogen, genauso wie Milton Friedman (aber der hat hat ja ohnehin alles Böse dieser Welt zur Hälfte erfunden).

    In Portugal hat man Drogen zumindest entkriminalisiert, und es hat wohl jede Menge positiver Effekte gehabt (http://www.economist.com/world/europe/displaystory.cfm?story_id=14309861). Andererseits wäre es interessant, sich die schwedischen Erfahrungen anzuschauen. Dort hat man vor einiger Zeit weiche Drogen wieder stärker kriminalisiert/problematisiert und war vor allem auch gewillt, den Aufwand zur Verfolgung und Sanktionierung der Benutzer zu leisten.

    Dieter

  157. Kant meint: (20.10.2009 um 11:42) AntwortenReply to this comment

    Ob sich Kant im Grabe umdrehen würde, bezweifel ich stark. Er war auch daran interessiert die Gesellschaft zur Vernunft zu führen. Und ich halte es in hohem Maße für unvernünftig Drogen zu legalisieren. Es wird schon einen Grund haben, warum die Regierungen der Welt solche Unsummen in die Bekämpfung des Drogenanbaus und -schmuggels stecken. Wenn die Welt wirklich soviel besser wäre wie hier fast alle behaupten, dann frage ich mich, warum sich vermeintlicherweise so viele Politiker irren?

  158. kaputnik meint: (20.10.2009 um 12:00) AntwortenReply to this comment

    @(tr):
    "meine antwort zu der von mir gestellten frage lautet: es gibt keinen nachweis für diese zahl und keinen nachweis für die mit der so großen bestimmtheit vorgetragenen angeblich seit jahren gegebenen gewissheit. die zahl ist nicht evaluiert und im prinzip einfach nur aus der luft gegriffen.

    sie haben die zahl zwar nicht genannt, aber sie haben kein problem, diese als fakt für ihre meinung anzunehmen und zu verteidigen."

    Ihre Kleinlichkeit (und Ignoranz) ist ja regelrecht peinlich. "99%" sind von einem Vorposter als Synonym für "fast ausschließlich" für einen nicht ohne weiteres quantifizierbaren Sachverhalt benutzt worden. Das sollten Sie eigentlich verstehen können.

    Zum eigentlichen Sachverhalt wollen oder können Sie sich nicht offensichtlich nicht äußern. Wenn Sie hier in einem Kommentarbereich über diese Formalie einer nicht ganz astreinen Aussage diskutieren wollen, ist das eher nicht angemessen. Ich empfehle: Machen Sie sich über die Bedingungen des Drogenkonsums und die Suchtwirkung von Substanzen vertraut. Soviel darf man erwarten.

  159. Washbear meint: (20.10.2009 um 12:31) AntwortenReply to this comment

    Allgemeine Legalisierung hin oder her, besonders kontraproduktiv finde ich, dass Drogen wie Cannabis immer noch verboten sind und dann auch noch im Gegensatz zu Alkohol und Nikotin. Das ist einfach Schwachsinn hoch drei und mit Dummheit schon nicht mehr erklärbar, sondern gerade zu bösartig.

    Auch sehr albern finde ich, wenn Kaffee in einer Reihe mit Alkohol und Nikotin genannt werden. Kennen Sie denn so wenige Raucher? Kennen Sie nicht einen Alkoholiker? Ich kenne genug Leute, die seit Jahrzehnten nicht vom Nikotin wegkommen, obwohl sie es sich immer wieder vornehmen. Der Witz ist, dass diese Personen, sofern weiblich, oft besonders auf ihr Äußeres und ihre Gesundheit bedacht sind. Dass tägliches Zigarettenrauchen den Körper innerlich zerstört und auch äußerlich die Haut deutlich schneller altern lässt – vom Gestank der sie meist selbst anwidert abgesehen, reicht diesen Personen nicht um aufzuhören.

    Mir dagegen ist diese Beobachtung Grund genug, dass ich niemals rauchen würde. Es hat mich auch schlichtweg niemals auch nur einen Moment gereizt und ich habe jedes Angebot ohne nachzudenken oder es zu bereuen immer abgelehnt. Vermutlich liegt es aber wirklich am Einfluss der Eltern und zwar nicht was sie sagen! Wessen Eltern nicht rauchen, der wird meist selbst auch nie süchtig nach Nikotin und zwar unbewusst, also ohne dass man die Eltern tatsächlich als Vorbild sieht – welcher Teenager tut das schon? Umgekehrt gilt das entsprechende, so zumindest meine Erfahrung.

    Übrigens habe ich auch an anderen Drogen kein Interesse. Das Verbot von Cannabis, das man ja nicht rauchen muss, sondern auch in anderer Form konsumieren kann, empfinde ich trotzdem als absurd, um nicht zu sagen diskriminierend, denn das ist der Umgang mit bekennenden Kiffern definitiv! Täglich 10 Zigaretten am Arbeitsplatz rauchen ist okay! Sich am Wochenende regelmäßig besaufen ist okay! Aber wehe man bekennt sich zum regelmäßigen Joint.

    Dass viele nur emotional und geradezu kindisch auf dieses Thema reagieren, liegt sicherlich auch daran, dass sie sich zuletzt in jungen Jahren damit beschäftigt haben und dann meist gerade zu propagandistisch mit extremen Negativbeispielen davon überzeugt wurden, dass jegliche Drogen lebensgefährliches Teufelswerk sind, obwohl die meisten negativen Konsequenzen tatsächlich und eigentlich sehr offensichtlich nur durch die Kriminalisierung zustande kommen.

    Die Probleme in den Niederlanden ergeben sich doch auch nur durch den Inselstatus, der Touristen dazu animiert, mal richtig auf die Kacke zu hauen, und Kriminellen als Rückzugsraum dient. Wirklich sinnvoll wäre nur eine Europaweite legalisierung. Ich gebe aber Vorredner recht: Solange nicht einmal Cannabis legal ist, braucht man nicht damit rechnen, dass irgendwelche anderen Drogen legalisiert würden. Ich glaube, eher wird Alkohol verboten.

  160. Aegre Reminiscens meint: (20.10.2009 um 12:35) AntwortenReply to this comment

    @Kant:

    Klar gibts die. Aber wenn man das gegenrechnet (Kosten für Knast und Kosten für medizinische Behandlung bzw. Kosten für Aufklärung, Prophylaxe) dann ist die Legalisierung der Drogen in jedem Fall günstiger

  161. Olaf Sander meint: (20.10.2009 um 12:38) AntwortenReply to this comment

    @Kant:

    Oh lieber Kant, jetzt offenbaren Sie, dass Sie thematisch nicht mehr weiterkommen.

    "Es wird schon einen Grund haben, warum die Regierungen der Welt solche Unsummen in die Bekämpfung des Drogenanbaus und -schmuggels stecken. Wenn die Welt wirklich soviel besser wäre wie hier fast alle behaupten, dann frage ich mich, warum sich vermeintlicherweise so viele Politiker irren?"

    Selbstverständlich hat es Gründe, warum die Regierungen der Welt solche Unsummen in die Bekämpfung von Drogenanbau, Drogenschmuggel und Drogenkonsum stecken. Es wurden in dieser Diskussion einige gute Gründe genannt, deren Verifikation leicht nachzuprüfen ist. Ich spare mir die Mühe, dass alles zu wiederholen.

    Die (wirklichen) Gründe für das derzeitige politische Handeln, zeigen auch die (wirkliche) Motivation der Politik. Und die ist – aus Sicht der Politik – alles andere ein Irrtum. Da werden nämlich handfeste Interessen vertreten. Die Frage ist nur, um wessen Interessen es sich hierbei handelt.

    Ich würde gerne nochmal meine Fragen aus Kommentar 98 wiederholen und wüßte sehr gerne Ihre Meinung, lieber Kant.

    1. Gibt es ein Grundrecht auf Rausch?
    2. Wem nützen die Verbote?

  162. Washbear meint: (20.10.2009 um 12:53) AntwortenReply to this comment

    Olaf Sander: Gibt es ein Rauschverbot? Meines Wissens gibt es das nur im Straßenverkehr und dann per Hausrecht bzw. Arbeitsvertrag. Ein allgemeines Rauschverbot gibt es nicht. Dagegen gibt es ein Grundrecht auf freie Persönlichkeitsentfaltung, wozu ich auch Rauschzustände zählen würde, da in einem Rechtsstaat eben alles erlaubt ist, was nicht explizit verboten ist. Im Übrigen können Rauschzustände ja auch ganz ohne Drogenkonsum herbeigeführt werden und gleichzeitig nicht alle Drogen einen Rauschzustand verursachen bzw. deswegen konsumiert werden. Der Rauschzustand ist ja auch gar nicht das Problem von Drogen, sondern ihre Nebenwirkungen sowohl in gesundheitlicher wie auch sozialer Hinsicht, wobei letzteres eben der Gesetzgeber in der Hand hat und nicht an der Droge per se liegt.

  163. Jan2 meint: (20.10.2009 um 14:28) AntwortenReply to this comment

    @Pit Schnass

    Das kann ich vollumfänglich unterschreiben. Besonders Lektüre von Herr Grof ist zu empfehlen.

  164. name(erforderlich) meint: (20.10.2009 um 14:48) AntwortenReply to this comment

    @Kant: Warum sich so viele Politiker irren ist kein gutes Argument. 'Die wissen schon was sie tun und weil sie noch nichts getan haben, muss es richtig sein'

    Es gibt ein Paar Gesetze deren Stand fragwürdig ist. Allen voran das Inzestverbot. Verboten ist der Beischlaf zwischen direkten Verwandten. Auch wenn die Vorstellung mir und den Allermeisten zuwiederläuft, wird damit niemandem geschadet. Selbst das Argument, dass es bei Inzestnachkommen ein höheres Risiko für Fehlbildungen gibt (was wissenschaftlich umstritten ist) ist kein gutes Argument, sonst müsste man allen Menschen mit Behiunderungen das Zeugen von Nachkommen verbieten. Aber es ist ja nichtmal das Zeugen von Nachkommen was zwischen direkten Verwandten verboten ist, sondern der Geschlechtsverkehr.

    Soweit zum Offtopic :-)

  165. Straightshooter Jack meint: (20.10.2009 um 14:53) AntwortenReply to this comment

    Straightshooter Jack sagt:
    Mit 16 (oder auch schon früher) habe ich Bier getrunken. Mit 18 Heroin – kurz darauf später Freebase-Cocain. Mit 25 habe ich meinen ersten joint geraucht – Kinderkram. Was mich für
    mindestens 10 jahre in der Sucht der harten Drogen festhielt, und beinahe umgebracht hätte, war der Umstand, dass die Sachen ILLEGAL waren. Ich konnte ja nicht einfach aufstehen und sagen, ich bin süchtig, helft mir. Ich hätte mich ja selbst als kriminellen geoutet…..
    Es war auch das anrüchig verbotene, das mich an das >Zeug ranbrachte – in the first place!
    Gottseidank wurde ich nie erwischt. Jedenfalls würde eine Legalisierung jede Menge Gelder freisetzen. Nämlich die Gelder, die im Drogenkrieg einfach ergebnislos verblasen
    werden. Damit könnte man viele Rehasysteme finanzieren. Natürlich hätten wir mehr Arbeitslose. Die Drogenkrieger!
    Staatsanwälte, Richter, Polizisten, Knastbeamte u.s.w.
    Boy-oh-boy, das wird eine HARTZ IV-Ladung. Jedenfalls, selbst wenn ALLE Drogen morgen legal sein würden, ich würde keine nehmen! Nur mit dem Alkohol müsste man sich was einfallen lassen: Disco-Unfälle, Kneipenschlägereien, Wifebeaters. Alkoholiker und Leberkranke müssten zwangsweise auf ein Marihuana-Maintenance-Programm umgestellt werden. Dann wären die nur noch eine Gefahr für den Kühlschrank…….

    Aber es wird halt nicht passieren. Die Schnaps-Beer-Lobby ist zu mächtig. Dann gibts ja auch noch die anständigen Kirchen-Ladys, mit deren valiumverschreibenden Hausärzten. Oje, treffen wir uns in 500 jahren, dann haben wir immer noch dasselbe Thema. Nix wird sich ändern.

    Tschüß, Straightshooter Jack

  166. Kant meint: (20.10.2009 um 15:35) AntwortenReply to this comment

    @Olaf Sander: Ich offenbare überhaupt gar nichts. Ich habe bereits oben meine Meinung dargestellt. Diese muss ich nicht andauernd wiederholen.
    Darüber hinaus halte ich es für müßig hier mit Zahlen und vermeintlichen Fakten herumzuspekulieren, was alles ohne Verbote besser werden würe. Das sind reine Spekulationen, weil sie sich bisher an keinem Beispiel verifizieren lassen. Und einfach zu sagen es sei ja viel billiger die Einnahme von Drogen nicht mehr zu inkriminieren ist kein gutes Argument. Da könnte man ja überall einfach immer den sparsameren Weg gehen – ohne Rücksicht auf Verluste.

    Wie bereits gesagt: Man wird in dieser Diskussion zu keinem Ergebnis kommen. Viele der Beitragersteller scheinen selber Drogen zu nehmen (was ja auch von einigen zugegeben wird) und man wird solche Leute sicherlich nicht vom Gegenteil überzeugen können.

  167. Washbear meint: (20.10.2009 um 15:50) AntwortenReply to this comment

    Kant: Sie haben vermutlich nur Todesangst und deshalb Schweißtropfen auf der Stirn, weil Sie befürchten, dass der Gesetzgeber Konsequenz zeigt und Ihnen Ihren Alkohol und Ihre Kippen wegnimmt. Das ist der Grund, warum Sie andere Drogen dämonisieren. Sie wollen nur von sich selbst ablenken. Dass Sie dies wahrscheinlich niemals akzeptieren und zugeben werden, zeigt doch nur wie gefährlich diese Volksdrogen sind und wie sehr sie die Psyche – sogar kollektiv – beeinflussen.

    Vom Tod durch Kiffen habe ich noch nie gehört. Alkohol und auch Nikotin haben ganze Familien auf dem Gewissen – von nicht lethalen Schäden ganz zu schweigen.

  168. Olaf Sander meint: (20.10.2009 um 17:20) AntwortenReply to this comment

    @Kant:

    Lieber Kant,

    ich fürchte, Sie haben mich gründlich missverstanden oder ich habe mich unverständlich ausgedrückt. Ich wollte nicht mit Zahlen und vermeintlichen Fakten argumentativ durch die Luft wedeln oder über wenn und wenn nicht diskutieren. Auch auf die Gefahr hin, dass es langweilig wird:

    1. Gibt es ein Grundrecht auf Rausch?
    2. Wem nützen die Verbote?

    Ich gehe schonmal ein Stück vor und beantworte diese Fragen mit meiner Wahrheit :

    1.

    Ja. Wer will das wie verbieten? Man könnte jetzt sicher über die Art des Rausches streiten, denn THC, Kokain oder Alkohol berauschen sicherlich anders, als ein wilder Tanz, die Glücksgefühle in Sachen Liebe oder durch das Adrenalin beim Fallschirmspringen.
    Dem Hirn ist es letztlich aber egal, mit welcher Substanz es auf Reise geht oder wie es seine Stimmung hebt. Für´s Hirn sind das biochemische Prozesse. Nicht mehr und nicht weniger. Was dabei herauskommt ist eine Frage des "Ich´s", der Seele oder wie auch immer Sie das nennen wollen.

    2.

    Hier wird es schon etwas haariger… Ich meine, dass bspw. die Pharmaindustrie ein großes Interesse daran hat, Dinge wie Marihuana in der rechtlichen Verbotszone zu belassen. Die produzieren z. B. nämlich lieber selber synthetisches THC, das 20ml-Flächschen für ca. 700 Euro oder so. Dieses THC wiederum – welches, wie es bei synthetisch nachgebauten Stoffen leider recht oft vorzukommen scheint – verliert aber im Gegensatz zum natürlichen THC nach gewisser Zeit seine Wirksamkeit, was wiederum eine erhöhte Dosierung nach sich zieht. Meines Wissen nach, ist das synthetische THC von den Kassen anerkannt, das natürliche aber nicht. Allerdings weiß ich das nicht wirklich und sollte als Mutmaßung meinerseits betrachtet werden.

    Bleiben wir beim Marihuana, denn allein am Gras machen sich einige Beispiele von denen fest, die am Verbot profitieren.

    Die Spirituosenindustrie möchte genauso wenig, dass die Leute offiziell Kiffen dürfen. Wer kifft säuft nämlich nicht, jedenfalls nicht so viel und nicht des Rausches wegen. Beides zusammen geht nicht, weil THC und Alkohol die gleichen Rezeptoren im Hirn benutzen. Beides zusammen haut den Konsumenten aus den Latschen, Kiffer wissen das. Fragen Sie mal einen…;)

    Die Textilindustrie passt genauso auf, dass Hanf oder artverwandte Pflanzen wie die Brennessel nicht doch etwa noch als Rohstoff entdeckt werden. Bei denen ist nämlich alles auf die so wunderbar billige Baumwollproduktion ausgerichtet.
    Wer allerdings schonmal ein Hanfshirt oder ein Nesselhemd getragen hat, kennt die haptischen Unterschiede und den viel besseren Tragekomfort dieser Stoffe.
    Mal ganz abgesehen davon, dass sowohl Hanf wie auch Brennessel Pflanzen sind, die ökologisch betrachtet der Baumwolle aber sowas von haushoch überlegen sind…

    Als letzte Industrie fällt mir noch die Sicherheitsindustrie ein, die im wirklichen Leben aber bestimmt ganz anders heißt. Was kostet die Ausrüstung von Zoll und Polizei, die auf Drogenjagd sind? Wer verdient an elektronischen Schnüffelinstrumenten, Scannern, Röntgengeräten, Überwachungsanlagen und was weiß der Teufel, was es da noch alles gibt.

  169. Stuff meint: (20.10.2009 um 20:33) AntwortenReply to this comment

    Da hier von Aufklärung und dergleichen geschrieben wurde, möchte ich anmerken, dass Bildung vielleicht was brächte. Entsinnt sich jemand noch der Auszeichnung, die eine 11jährige dafür bekam, dass sie beim Tsunami 2004 den Rückgang des Meeres richtig deutete und duch ihre Alarmierung etlichen das Leben rettete? Allzuwenige mit Bildung – nein, nicht Ausbildung! – waren da scheint's an den Stränden…

    Wer meint, dass das völlig abseitig ist, möge recht haben. Drum braucht's ja für jeden möglichen Schwachsinn Verbote die den auch gleich dokumentieren und wer den parallelen Thread "Tunnelblitzanlage" liest, dem schwant wohl, dass Ausbildung – was sonst ist eine Fahrschule/Führerscheinprüfung – auch nix bringt.

    Stuff

  170. daFux meint: (20.10.2009 um 21:49) AntwortenReply to this comment

    @Olaf Sander

    Danke für den ausgiebigen Text in 98. Das hat das Lesen der Kommentare tatsächlich zu einem Gewinn gemacht.

    Die Fragen sind überhaupt nicht ketzerisch. Deren Beantwortung (optional im Konsens) ist bloß notwendige Voraussetzung für eine irgendwie sinnvolle Diskussion über Drogenpolitik.

    Für alle anderen noch einmal zurück zum Anfang bitte: Ausgangspunkt hier war die These, daß die Drogenpolitik gescheitert ist; dem wurde auch nicht widersprochen; es wäre auch nicht glaubwürdig gewesen, hätte man das in mehr als in "war wenig erfolgreich" abgemildert.

    Die Frage ist, was man in so einer Situation tun soll. "Weiter wie bisher, oder noch mehr davon" ist vor allem schön einfach. Dummerweise muß ich, wenn es um Drogenpolitik geht, da immer an die Kampagnen denken, die Enthaltsamkeit als Mittel gegen Teenager-Schwangerschaften (USA) oder AIDS (Afrika) predigen. Bei diesem Thema ist hierzulande weitestgehend klar, daß da mit Inbrunst ein Pferd geritten wird, das schon nicht mehr nur tot ist, sondern schon längst zu Staub zerfallen.

    Die Alternative: Ganz erheblich an den Schrauben drehen. Es bedeutet aber vorneweg, daß die Politiker einen Fehler eingestehen müßten. Das Prinzip, daß man so etwas nicht tut/tun kann, ist in der Menschheitsgeschichte vermutlich kaum jünger als die Methode der Betäubung durch Rauschmittel. Von daher können wir hier gerne noch theoretisieren, es wird ohnehin nichts geschehen. Und das zweite Problem ist die Unbestimmtheit des neuen Ziels. Gegner einer Veränderung können sich dann bequem eine Extremposition wie "Systematische Heroinvergabe an Dreijährige!" heraussuchen und dann alles torpedieren. Haben wir hier auch gesehen.

    Dahinter aber steckt eigentlich die Frage, welchen Ziel man eigentlich verfolgt. In einer ehrlichen Drogenpolitik sollte das für die Abhängigen eine Umgebung sein, in der sie in ein einigermaßen geordnetes Leben zurückfinden können. Daß es, egal in welcher Szenario, immer Menschen gibt, die in so etwas hineinfallen, ist schmerzhaft, aber nicht zu verhindern. Alkoholismus und Unfalltote – beide in deutlich größeren Opferzahlen als bei den "harten" Drogen – nehmen wir ja auch hin. Und für den großen Rest der Bevölkerung sollen die Beeinträchtigungen wie Beschaffungskriminalität und Schattenwirtschaft verschwinden. Entlastung von Ermittlungsbehörden und Justiz nehmen wir gerne noch mit.

    Die hier den Status Quo vehement verteidigen, sind sich eines Ziels, fürchte ich, überhaupt nicht bewußt. Denn es ist irgendwo bei "Alkohol und Nikotin sind OK, Heroin, Haschisch und das andere Zeugs aus dem Ausland ist Teufelszeug", ungeachtet der zahlreichen Untersuchungen, daß dieses Trennlinie medizinischen Kriterien nicht standhält.

    Mir persönlich wäre ja eine Welt ohne Drogen (und ohne den Vorläufer "Sucht") am liebsten, aber ich weiß wenigstens, daß das Utopie ist. Dann doch lieber ein pragmatischer Ansatz, der verhindert, daß sich die Abhängigen noch mehr ruinieren, Dritte geschädigt werden und gigantische Geldbeträge in äußerst dubiosen Kanälen verschwinden. Der bestehende Zustand ist schlecht, und das sind auch die Aussichten. Mit einem Kurswechsel kann es nicht schlechter werden; und einiges spricht für Verbesserung.

  171. FaaB meint: (21.10.2009 um 01:48) AntwortenReply to this comment

    Oh oh ich hab oben irgendwas von Schädlichkeit von Drogen gelesen…

    1. Alkohol ist nahezu genau so schädlich für den Körper wie Ectasy.

    2. Acid aka LSD wird in µg-Dosen konsumiert. Selbst ein starker Konsum verursacht keinerlei KÖRPERLICHEN Schäden.

    Drogen wie LSD, Pilze, DOB, Speed etc verursachen vorallem PSYCHISCHE Probleme. Das tut Alkohol aber auch!

    Nur weil Alkohol LEGAL ist, heisst das NICHT, dass es deswegen "nicht-so-SCHÄDLICH" ist!!!

  172. Maitol Krczstovczc meint: (21.10.2009 um 03:23) AntwortenReply to this comment

    Die erste Frage sollte doch sein: Wem schadet jemand der Drogen nimmt? Die Zweite: Wo liegt denn der Unterschied zwischen legalen und illegalen Drogen in ihrer Auswirkung auf das Verhalten der KonsumentInnen und ihrer Umwelt? Die dritte Frage: Gab es jemals eine Zeit in der menschlichen Entwicklung die ohne Drogen auskam und hat dies der Entwicklung der Menschheit geschadet oder sie eher befördert?

    Zur ersten Frage: Niemanden und wenn überhaupt nur dem Konsumenten selber.
    Die Antwort zur zweiten Frage: Don't Drive Drugs. Natürlich kann der übermäßige Genuß von Drogen auch externe mit betreffen (Alkoholverursachte Prügeleien, bis obenhin zugekokste Aggros). Dies sind aber eher Ausnahmen. Ich persönlich habe nur schlechte Erfahrung (als Betroffener) durch besoffen gemacht. Ich habe niemals erlebt das jemand auf LSD, Pilze, Salvia und Cannabis plötzlich zum prügelnden Monster geworden ist. Die meißten Menschen wollen sich doch nur entspannen wenn sie Drogen jegwilliger Art nehmen. Mal ausbrechen aus einem Stupiden Alltag. Es wirkt Wunder mal!!! ein Wochenende im freien auf Pilze oder LSD zu sein. Trotzallem lebe ich ja auch weiterhin mein normales Leben. Nach einem streßigen und anstrengenden Tag finde ich einen Joint wesentlich entspannender als 'ne Flasche Wein oder 3 Flaschen Bier. Sowohl Tabak als auch Alkohol, als auch Gras als auch…. dienen doch hauptsächlich zur Ablenkung, mal zur sofortigen wie bei Tabak, mal eher für den späteren Tag. Das Ziel ist bei legalen und illegallen Drogen einunddasselbe.

    Nun nur Dritten Frage; Nein, es gab niemals, aber auch wirklich niemals eine Drogen/Rauschfreie Zeit in der Geschichte der Menschheit. Ob man vor Urzeiten in seiner Horde zusammen mit seinem Schamanen als "Gruppentherapieleiter" oder im Mittelalter mit Tollkirche, Stechapfel, Koka und was es alles gibt seinen Ausstieg aus dem Alltag gesucht hat. Wir haben uns weiterentwickelt. Ich bin ohne es jetzt beweisen zu können der festen Überzeugung das gerade durch diese Drogenrausche sich erst Gruppendynamische Prozesse, im positiven Sinne, entwickelt haben. Um gemeinsam Drogen zu nehmen, gehört immer auch ein großes Stück Vertrauen dazu. Dies fördert auch die anderweitige Zusammenarbeit und Kommunikation. Auch heutzutage. Wichtig, verdammt wichtig ist nur eine sinnvolle Aufklärung über die Wirkung von Drogen, wie man sie einnehmen sollte, was die Gefahren sind, Das ein gescheites Entspannen, wegsegeln nur in einer Gruppe funktioniert. Das Drogen die aktuelle Gefühlslage nicht ändern sondern verstärken. Das heißt keine Drogen wenn mal eine Beziehungskrise ist, wenn der Chef einen mal wieder willenlos zusammengestaucht hat etc.. Welche Kombinationen man tunlichst vermeiden muß. Das man auf seine Freunde trotz allem ein Auge wirft wenn es des Konsums zu viel wird. Trotz früheren häufigen Illegalen Drogenkonsums, man wird ja doch Älter :-), bin ich Kerngesund, meine Psyche hat keinen Knacks weg, und ich habe einen fast normalen Lebenswandel. "Fast" bezieht sich dabei eher darauf, das die Definition von Normal im Auge des Betrachters liegt.

    Natürlich sollten bei einer kompletten oder teilweisen Legalisierung Altersgrenzen gelegt werden. Abgestuft! Und natürlich sollte Werbung dafür verboten sein; für alle! Drogen. Und natürlich gehört dazu das man beim Fahren und beim Arbeiten nüchtern ist. Aber das läßt sich ja regeln. Ich finde es eher pervers und abartig wenn Jugendliche bei Antritt ihrer Ausbildung pissen gehen müßen. Daimler, Siemens machen es vor. Solange jemand anderen keinen Schaden zufügt, was solls.
    Beschaffungskriminalität, weg. Verunreinigte oder gestreckte Drogen, erledigt.Gesundheitliche Schäden aufgrund schmutziger "Werkzeuge" , schlechten Settings, um einiges Gesenkt.
    Je mehr eine Gesellschaft auf Leistungsdruck aufbaut, je mehr eine Gesellschaft immer mehr zum Lebenumzuarbeiten Idiologie sich entwickelt, umso mehr brechen, ja müßen Menschen ausbrechen können. Mir ist es lieber sie nehmen sich einen Joint, Pilze oder LSD, als das sie sich Wochenende für Wochenende, Abend für Abend die Birne zu kippen.

    Meines Wissens nach gibt es keine Droge die bei Einahme in Maßen, abgesehen von Tabak, andere Menschen schädigt. Für das Maß sorgt, wie schon erwähnt Aufklärung und "Bedienanleitungen". Verbote oder Schauermärchen haben da noch nie weitergeholfen. Hat bei mit nicht funktioniert und wird auch bei den meißten anderen nicht funktionieren.

  173. fridge meint: (21.10.2009 um 18:43) AntwortenReply to this comment

    Nummer 172 hat alles gesagt, was ich auch sagen wollte und mehr. Ein Problem ist, das wir hier keine Initiationskultur für andere Drogen als Tabak, Alkohol und Koffein besitzen. Diese ist aber meiner Meinung nach nötig, um Jugendliche kompetent mit dem Thema vertraut zu machen. Neben "Medienkompetenz" wäre also auch "Drogenkompetenz" nötig. Und die Einsicht, dass wir alle von Drogen umgeben sind. Ich würde nicht alle Drogen freigeben und was ich vom Staat als Dealer halten soll, weiß ich auch nicht. Was ich aber weiß ist, dass ich mein Geld lieber in die KV zur Behandlung Abhängiger einzahle, als meine Steuern dem ganzen Justiz- und Polizeiapparat in den Rachen zu werfen, der ein schon lange totes Pferd immer weiter reiten muss.

  174. Olli meint: (22.10.2009 um 03:04) AntwortenReply to this comment

    @Geralt:

    Einfache Antwort? Weil diese nicht gesellschaftlich geächtet sind.

    Man hat es ja übrigens versucht. Die Folgen tragen die USA ja noch heute.

    @ tr (36) Sie lassen sich ja auch von Leuten behandeln die Alkohol trinken. Haben sie da keine Angst das er vielleicht ein Alkoholiker ist? Oder was ist mit rauchenden Ärzten? Keine Angst das derjenige einen Fehler macht weil er seit 8 Stunden keine Zigarette mehr geraucht hat?

    @Kant:

    Sie vergleichen da gerade Äpfel mit Birnen. Meinen sie mit Alkohol würde es dort anders laufen? Oder es würde ohne Drogen da wirklich anders laufen oder ohne Drogen? Nach 12 Uhr läuft da übrigens noch sehr viel. Die Kraft andere auszurauben oder den politischen Gegner anzugreifen bzw. zu versuchen das bisschen was man hat noch zu verteidigen bringt man auch so noch auf.

    @Marc:

    Da täusch dich mal nicht. Auch in den höheren Schichten gibt es viele Drogensüchtige. Ich weiß nicht was es heute ist aber vor einigen Jahren war da noch Koks sehr in Mode. Und die Dealer kannst da auch nicht so einfach erkennen. Die stehen auch nicht am Bahnhof die fahren mit ner Limousine (ok ich übertreibe etwas) vor.

  175. joanna meint: (22.10.2009 um 11:10) AntwortenReply to this comment

    Alkohol und Tabak sind für viele ok, eben weil man sie überall kaufen kann und nicht weil man ihnen Unbedenklichkeit bescheinigt. Könnte man seit Jahren Haschisch überall erhalten gäbe es darüber auch keine Diskussion mehr.
    Eine sachliche Diskussion über Drogen wird meiner Meinung nach nie stattfinden.
    Schade, denn dann müsste man erkennen, dass der Schaden der durch die Droge Alkohol entsteht doch beträchtlich höher ist als der anderer Drogen.

    Ich halte die meisten Menschen für derart vernünftig, dass sie, sofern ihnen objektive Informationen nicht vorenthalten werden, selbst entscheiden können was ihnen guttut. Mir muss zumindest niemand sagen was für mich gut oder schlecht ist.

  176. earendil meint: (22.10.2009 um 12:11) AntwortenReply to this comment

    Also die Liberalität hier in allen Ehren, aber kann man nicht mal offensichtliche Faschisten wie fincut löschen? Wer Drogenabhängige als Untermenschen bezeichnet und von strammem Regiment und einer neuen, stolzen Generation schwadroniert, muss seine Hetze doch nicht unbedingt hier verbreiten können, oder?

    Ansonsten: Guter, knapper Artikel, und, abgesehen von verschwörungstheoretischen Einsprengseln, wer angeblich so alles vom war on drugs profitiert, bemerkenswert vernünftige Diskussion zum Thema hier.

  177. Olli meint: (22.10.2009 um 13:50) AntwortenReply to this comment

    @JJ Preston:

    Moment da fehlt noch was.

    Ich bin auch dafür jede selbstverschuldete Erkrankung nicht mehr zu bezahlen.

  178. Olli meint: (22.10.2009 um 14:47) AntwortenReply to this comment

    @earendil:

    Ach lassen sie ihn doch. Der arme Kerl hat doch sonst nichts im Leben. Da können sie ihn doch nicht einfach auf kalten Entzug setzen.

  179. cee meint: (22.10.2009 um 17:32) AntwortenReply to this comment

    Ich weiß nicht, warum man der Meinung ist, dass die Folgen von Drogenkonsum nicht von der Krankenkasse abgedeckt werden sollen. Schließlich zahlen die Kassen auch für Sportunfälle oder für Leute, die sich nach einem Fußballspiel unbedingt prügeln müssen.

  180. Kritiker meint: (25.10.2009 um 12:31) AntwortenReply to this comment

    Der Schaden durch Alkohol und Tabak ist also größer als der durch andere Drogen. Alkohol und Tabak freierhältlich, andere härtere Drogen nicht. Gäbe es sein Jahren Haschisch zu kaufen wie Alkohol und Tabak, wäre die Situation schlimmer weil die Hemmschwelle sehr viel tiefer liegen würde.
    Oder kann sich hier keiner mehr daran erinnern wie er seine erste Zigarette oder sein erstes Bier getrunken hat? Wie es dazu kam? Kann mir keiner erzählen das hier irgendeiner auf die Idee kam "Hey, diese Zigarettenwerbung ist ja ganz toll, das probiere ich doch einfach mal aus". Dieses Heranführen an Alkohol und Tabak passiert immer über den Freundeskreis und den allgemeinen Gruppenzwang. "Wie du nimmst kein Haschisch? Was bistn du für einer?" Der Wunsch sich zu Berauschen kommt erst durch die gesellschaftliche Akzeptanz des Rauschmittels.

  181. Pit Schnass meint: (26.10.2009 um 13:36) AntwortenReply to this comment

    @Kritiker:

    Gäbe es sein Jahren Haschisch zu kaufen wie Alkohol und Tabak, wäre die Situation schlimmer weil die Hemmschwelle sehr viel tiefer liegen würde.

    So wie in Holland? Man muss doch überhaupt nicht spekulieren, weil es ja durch den klugen Umgang mit Drogen in Holland schon Erhebungen gibt. Tausende Studien bzgl. der Nützlichkeit bzw. Schädlichkeit von Cannabis finden sich hier: http://www.cannabis-med.org/

    Da kann man sich neutral und sachlich informieren und sich, in der Folge, das Malen von Horrorszenarien sparen. Wer aber unbedingt das "Feindbild Droge" braucht, sollte besser sachliche Infos vermeiden und nicht auf den Link klicken. ;)

  182. Kritiker meint: (26.10.2009 um 16:09) AntwortenReply to this comment

    Und im Iran funktioniert die Scharia genauso wie der Kommunismus in China funktioniert. Also klappt das auch bei uns. Ich halte nichts davon immer ein Model auf ein anderes Land zu übertragen.
    Wenn die Seite mal wieder funktionieren sollte…

  183. Pit Schnass meint: (26.10.2009 um 21:48) AntwortenReply to this comment

    @Kritiker:

    Nun, man darf den "War on Drugs" getrost als gescheitert betrachten. Die Holländer haben bessere Statistiken. Würde "unser Konzept" funktionieren, bräuchte man über Alternativen ja nicht nachdenken. Da es das aber nicht tut – was spricht gegen einen Versuch, der der Vernunft Raum gibt?

    Welche Seite meinst Du? Die, die ich gepostet habe? Die funktioniert. Du musst nur den Stern in "h*tp" durch ein "t" ersetzen.

    Dort im Archiv findest Du alles, was man zum Thema wissen muss. Medizinische Studien als auch statistische Erhebungen sind dort in Hülle und Fülle vorhanden. Brandaktuell z.B. ein Hinweis zu einer Studie über die "Gefahr" einer durch Cannabiskonsum ausgelösten Schizophrenie:

    "Forscher der Universität von Bristol (Großbritannien) berechneten
    das zusätzliche Risiko, durch Cannabiskonsum eine Schizophrenie
    zu bekommen, wenn eine kausale Beziehung zwischen
    Cannabiskonsum und Schizophrenie besteht. Sie fanden heraus,
    dass bei Männern ein zusätzlicher Fall bei 2800 starken
    Cannabiskonsumenten im Alter von 20 bis 24 Jahren und ein
    zusätzlicher Fall bei 4700 starken Cannabiskonsumenten im Alter
    zwischen 35 und 39 Jahren auftreten würde. Bei den Frauen
    bewegten sich die Zahlen zwischen einem zusätzlichen Fall bei
    5470 starken Konsumentinnen im Alter von 25 bis 29 Jahren und
    einem zusätzlichen Fall bei 10.870 starken Konsumentinnen im
    Alter von 35 bis 39 Jahren. Die Risiken für
    Gelegenheitskonsumenten waren noch deutlich niedriger. (Quelle:
    Hickman M, et al. Addiction 2009;104(11):1856-61.)"

  184. VectorNectar meint: (11.11.2009 um 10:24) AntwortenReply to this comment

    "Law Enforcement Against Prohibition" sagt eigentlich eh schon alles was zu dem Thema gesagt werden muss!
    Korruption basiert im Fall von psychoaktiven Substanzen zu 100% auf der Prohibition(siehe Al Capone), denn ohne die unnötige Prohibition gibt es wesentlich weniger Bedarf für diese Art des amtlichen Zuverdiensts! ECHTE(=WISSENSCHAFTLICHE!!!) Aufklärung(generell über das eigene Neurotransmittersystem, statt Märchenstunde[=sinnloser Religionsunterrichtszwang]) und Prüfungen für den Erwerb der spezifischen Zugangsberechtigung der jeweiligen Substanz!
    Wer gegen diese Regelung dann aber wiederum verstößt, sollte jedoch zur Abschreckung wirklich hart und ökonomisch, zum Wohle der Gesellschaft, und zum wünschenswerten Schutz der dann wesentlich höheren Steuererträge des Kollektivs, bestraft werden(=>9mm)!

  185. VectorNectar meint: (11.11.2009 um 10:28) AntwortenReply to this comment

    ->www.leap.cc
    Ich dachte der Website-Link im Formular wird offen angezeigt!
    Über 13.000 Mitglieder(Polizisten, Staatsanwälte, Richter, Amtsärzte) sind es schon!

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